1. Teil - Kaufmännisches Berufskolleg Oberberg

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1. Teil - Kaufmännisches Berufskolleg Oberberg

Gott zum Gruß,geschätzte Leser, seienSie abermals herzlich eingeladenzu einer weiterenAusgabe unserer Hausgazette!O tempora, o mores!möchte man angesichtsder Zeitläufte und des Weltgeisteszuweilen ausrufen.Möchte die Ge... - aberpschhhht! Hören Sie? Da...man singt es wieder, dasalte Lied. Die Kopfnotekömmt (S. 6 f.). Hört, hört.Was Geschrei! Welch Jammerund Lamento! Ich weißnoch, wie die Alten sungen.Wir weiland kannten Kniffe, dieauch eines heurigen SaubengelsKopf Noten, und zwar diehöchsten noch entlocken könnten.Indessen gewahrt man(oder frau - im Folgenden immer:Mann) allen Ernstes garBedenken, die Kopfnote könneals Instrument der Züchtigungdienen, (hüstel), als wenn esda nicht wesentlich durchschlagendereMittel gäbe...Im Übrigen werden sie vollkommenüberschätzt. Dassder gelehrige Schüler von einstheutigentags in unserer Anstaltnicht mehr anzutreffen ist, darfnicht verwundern. WennSchüler Schüler unterrichten(S. 23) oder ihre Zeit damit verbringen,eine Kirche aus Peperoniauf einen Wandbehang zumalen (S. 20), sich auf demWeihnachtsmarkt (S. 14) undin Betrieben (S. 21) herumtreibenoder gar Kindergärten tapezieren(S. 17) bzw. Klassenräumestreichen (S. 15),braucht mir niemand mehr mitErklärungsmodellen zu kommen.Auch scheint mir unangemessen,gleich als Manager(von Zeit und Selbst, S. 8) indie Berufswelt einsteigen zuwollen.In den Beruf zu kommen istdieser Tage offenbar auch einesportliche Herausforderung (S.28). Ein „Trainer“ (S. 9) trimmtden jungen Menschen zu einemperfekten Bewerber (S.10), der - weil vollkommen -diese Tätigkeit wohl kaum längereZeit ausüben dürfte. Insofernmuss dies als Lernzielzweifelhaft erscheinen. Gleichwohlgeht es auch hier um„Fördern und Fordern“ (S. 11),um die Verbesserung der Lernchance.Unbedingt ist noch ein Missverständnisauszuräumen, dasauf eine alte Redewendung zurückgeht,die besagt, dass,wer nichts werde, Wirt würde.Falsch ist, dass „Wirt“ gemeinhinals Kurzform von „Betriebswirt“(S. 27) gebraucht wird.Richtig hingegen ist, dassmanche Betriebe Wirtschaftensind. Ob die nurrichtig laufen, wenn der Betriebswirthinter dem Zapfhahndie Wirtschaftsfachschulebesucht hat, ist nichtbekannt.Bleibt wie stets zu fragen,welchen Weg wir dem weisenwollen, der als Zöglinguns anbefohlen ist, demmithin unser ganzes Augenmerkgebührt. Führenwir ihn nach Burg (S. 29),nach Hamburg (S. 30),Frankfurt (S. 31) oder Malta(S. 30)! Etwas Besseresals die Perspektivlosigkeit findeter überall. Wenn nicht hier,schicken wir ihn in die weiteWelt. Wenn es sein muss, bisnach Amerika (S. 18 f.). Fürderhinist er hier von der Straßeweg.Lassen Sie, verehrte Leser,mich zum Schluss noch einDankeswort an die richten, diein dieser Schrift reklamierenund damit unser Journalüberhaupt erst zum Druck beförderthaben. Hiervon ausgenommensind freilich diebeiden Unternehmen, die ihreanfänglichen Zusagen nichteingehalten haben. Kopfnote inpunkto Zuverlässigkeit: „unbefriedigend“!- „Setzen, Sechs“traf es sicher besser!Herzlichst3


Hilfe - die Kopfnoten kommen!Die „neuen und modernen“ Kopfnoten - jeder hat davon gehört,doch kaum jemand gibt wirklich Auskunft... Wir helfen euch weiter!Es ist nun publik. Mit Beginn des Schuljahres2007/08 werden Noten zum Arbeits- undSozialverhalten unsere Zeugnisse zieren.Abgeschafft wurden die so genannten Kopfnoteneinst vor allem mit der Begründung,dass Schulen die Aufgabe hätten, den SchülernWissen zu vermitteln und auf Grund dessenderen Leistungen zu bewerten. Da Schülerjedoch nicht inFächern wie „Arbeits-und Sozialverhalten“unterrichtetwerden,wäre esnicht gerechtfertigt,sie in ebendiesen Bereichenzu benoten.Der LandtagNRW hat amDonnerstag, den22. Juni 2006 mitden Stimmen der schwarz-gelben Koalitiondas neue Schulgesetz in Düsseldorf verabschiedet.Die Kopfnotenregelung tritt zum 1.August 2007 in Kraft, damit den Schulen ausreichendZeit zur Vorbereitung bleibt.Doch wozu das Ganze?Kategorien von dunnemalsVor allem sollen notenmäßig schwächereSchüler die Gelegenheit erhalten zu zeigen,wo ihre Qualitäten liegen. Wer beispielsweiseeine besondere Einsatzbereitschaftnachweisen kann, dem soll der Weg in denAusbildungs- und Arbeitsmarkt erleichtertwerden. Arbeitgeber orientieren sich bei derAuswahl ihrer Auszubildenden natürlich maßgeblichan den Bemerkungen zum ArbeitsundSozialverhalten, weshalb sie diese Entwicklungbegrüßen.Auch den Grundschülern sowie deren Elternund Lehrern sollen die Kopfnoten eine Hilfesein, möglichst von vornherein einstufen zukönnen, auf welcher weiterführenden Schulesich den „Kleinen“ diebesten Erfolgschancenbieten. Dies ist ein gerechtfertigterGrund, danach Angaben desSchulministe-riums imSchuljahr 2004/2005 rund6.700 Gymnasiasten aufRealschulen gewechseltsind, 700 verabschiedetensich direkt auf Hauptschulen,weil sie der gewähltenSchulform nichtgewachsen waren.Wie sollen die Bewertungen in Zukunftaussehen?Laut schulministerium.nrw.de wird es Notengeben, die die folgenden Kompetenzbereichebetreffen:für das Arbeitsverhalten- Leistungsbereitschaft,- Zuverlässigkeit/Sorgfalt und- Selbstständigkeit,für das Sozialverhalten- Verantwortungsbereitschaft,- Konfliktverhalten und- Kooperationsfähigkeit.6


Diese Punkte sollen mit Noten von „sehr gut“bis „unbefriedigend“ bewertet werden. Eineausformulierte Bewertung kann das Gesamtbildergänzen. Außerdem besteht die Möglichkeit,in einem zusätzlichen „Bemerkungsfeld“besonderes schulisches oder außerschulischesEngagement zu würdigen.Aber sehen wir uns dies einmal genauer an:Ein Klassenlehrer mit 30 Schülern müsste fürdie eben vorgestellten sechs Kompetenzbereichehalbjährlich (oder pro Quartal?) in seinerKlasse 180 zusätzliche Noten vergeben.„Das ist nicht nur ein unsinniger Arbeitsaufwand,sondern erfordert eine regelrechte psychologischeTiefenanalyse der Schüler, fürdie Lehrer nicht ausgebildet sind“, so SigridBeer, schulpolitische Sprecherin der Grünen.Ähnlich argumentierte auch die SPD-Bildungsexpertinund frühere SchulministerinUte Schäfer.Bisher ist von einer grundsätzlich verbindlichenVorschrift für alle Schulformen undSchulstufen die Rede. In Verwaltungsvorschriftensollen Anforderungen definiert werden,die eine Gleichbehandlung der Schülerbei der Bewertung sichern sollen. Damit entstehenallerdings weitere Kategorien, die dieBewertung nicht gerade erleichtern. Beispielsweisekönnten Zuverlässigkeit undSorgfalt danach bemessen werden, ob Schüler- ihre Arbeitsaufträge einhalten,- sich an zeitliche Vereinbarungen halten,- Aufgaben wie verabredet umsetzen,- auf Details achten, Ergebnisse und Lösungen überprüfen,- sich anderen gegenüber als verlässlich erweisen,- sich um Verbesserungsmöglichkeiten bemühen und- auch über längere Zeit bei der Sache bleiben.Abgesehen davonsind Kritiker der Meinung,Kopfnoten würdenKinder mitschwierigem sozialenHintergrund zusätzlichbenachteiligen,da eben diesedie so genannten„Sekundärtugenden“selten aus dem eigenenElternhaus erfahren bzw. mitbringen. ExtremeGegner formulieren es so, dass „nundie gute alte Kopfnote dem Lehrer als Instrumentzur Züchtigung der Schüler an die Handgegeben wird“. So falsch ist diese Aussagenicht: Man befürchtet, dass Sympathien oderAntipathien ausschlaggebend für dieNotengebung sein könnten.Möglicherweise wird es Ausnahmeregelungengeben, z. B. im Bereich der Fachoberschuleoder bei beruflicher Weiterbildung.Was laut Schulgesetz in Zeugnisse aufgenommen werden sollWird sich in Zukunft der Unterricht verändern,damit solche (und die Kriterien für die übrigenKompetenzbereiche) überhaupt beobachtetwerden können? Werden Schülernun regelmäßiger ihre Hausaufgaben machen,um sich ihre Einstellungschancen nichtzu verbauen? Werden die Kopfnoten bei derBewerbung um Ausbildungsplätze überhaupthilfreich sein? Das bleibt wohl abzuwarten.Wer mehr wissen möchte, schaut z. B. nachbei:www.schulministerium.nrw.dewww.schulministerium.nrw.de/BP/Schulrecht/Gesetze/SchulG_Info/SchulG_Text.pdfwww.wdr.deSabrina Haertel (HHU E)7


SOFT SKILLSGewappnet für die Einführung der KopfnotenAuch im laufenden Schuljahrwurde an unseren StandortenGummersbach und Waldbröldas Stationenlernen „Soft Skills“durchgeführt, damit die Schülerihre Stärken und Schwächenbesser einschätzen lernen unddaran arbeiten können. Dennhäufig ist Schülern gar nichtrichtig bewusst, was von ihnenz. B. bei einem Vorstellungsgesprächverlangt wird, da ihnendiese „weichen Faktoren“, dieso genannten „Soft Skills“, teilweiseunbekannt sind. Mit demStationenlernen wurden uns einigeder zahlreichen „weichenFaktoren“ nahegebracht. DieSchwerpunkte lagen in diesemJahr auf:- Kommunikationsfähigkeit,- Teamfähigkeit sowie- Zeit- und Selbstmanagement.Diese drei Stationen wurdenvon Frau Aslanbas, Frau Baumeisterund Herrn Pille (Teamfähigkeit),Herrn Rodriguez,Herrn Schmidt und Herrn Wohl-part (Kommunikationsfähigkeit)sowie von Frau Kreische undHerrn Holbe (Zeit- und Selbstmanagement)betreut. Sie erläutertendie Wichtigkeit der„Soft Skills“ und beantwortetenalle auftretenden Fragen.Wir möchten noch Antwort gebenauf die Frage, wie das Stationenlernenbei den Schülernangekommen ist. Um Informationenaus erster Hand zu erlangen,haben wir einige Schülerbefragt. Fast allen hat die Station„Zeit- und Selbstmanagement“am besten gefallen, hierhätten sie das Meiste mitgenommen.Offenbar sind vielemit diesem „weichen Faktor“vorher kaum oder gar nicht inBerührung gekommen.Die Leistung der Lehrer wurdeüberwiegend als „sehr gut“ bewertet.Allerdings bemängelteneinige der Befragten die ausgewählten„Soft Skills“. Neben derStation „Zeit- und Selbstmanagement“hätte man gerneandere „weiche Faktoren“ gesehenoder sich für die behandeltenSoft Skills eine andereForm der Erarbeitung gewünscht.Letztlich kann man aber eine positiveBilanz ziehen, denn fastalle befragten Schüler würdenso eine Aktion gern noch einmalmitmachen. Ob dieses Resultatauch mit der Tatsache zusammenhängt,dass das Stationenlerneneinen ganzen Tag in Anspruchgenommen hat, darübergibt es wohl unterschiedlicheMeinungen.Eleonore Weingardt (HHU 3)8


Die Schüler wurdenvon Trainernaus verschiedenenwirtschaftlichenBereichen professionellgeschult.„Unsere Trainerinhat uns zuerst einmalmit Hilfe vonspeziellen Übungenunsere Stärkenund Schwächenbewusst gemacht“,berichteteeine Seminarbesucherin.Am zweitenTag wurden Vorstellungsgesprächeim Rollenspiel geübt.Zunächst hatte sich eineSchülerin bereit erklärt, die Rolleder Bewerberin zu spielen.Die Trainerin war die Personalchefin.Die Beobachter konntenfeststellen, dass einiges gut„GET INTO JOB“Am 13. und 14. November 2006 fand in den BFS-Klassenwieder ein berufsvorbereitendes Seminar statt.Intensives Training für den sicheren Auftritt im Vorstellungsgesprächwar - andere Dinge aber auchnicht. Im nächsten Schritt wurdenGruppen gebildet, in denenjeweils ein Arbeitnehmer, einArbeitgeber und zwei Beobachterzusammen die Situationeines Bewerbungsgesprächesübten. Dabei konnte je-der Schüler aucheinmal in die Rolledes Arbeitgebersschlüpfen.Die intensive Arbeitwar zwar sehr anstrengend,docham Ende warensich alle einig, dasssich die Arbeit gelohnthat, da sie einbisschen wenigerAngst und auf jedenFall mehr Sicherheitbeim nächstenVorstellungsgespräch habenwürden. Zur Belohnung erhieltenalle noch ein Zertifikat überdie erfolgreiche Teilnahme amSeminar „Get into Job“.Annemarie Runow (BFS 2)Bewerbungstraining in der KBVAm 2.2. 2007 fand am kaufmännischen Berufskolleg Oberberg ein Projekttag zum Thema „Bewerbung undVorstellungsgespräch“ für die Schüler des Bildungsganges der Kaufmännischen Berufsvorbereitung statt.In diesem Bildungsgang werdenberufsschulpflichtige Jugendlicheohne Ausbildungsplatzbetreut. Dabei absolvierendie Schüler innerhalb einesJahres verschiedenePraktika, ergänzt durch wöchentlicheinen Unterrichtstag.Als Vorbereitung für denProjekttag haben die Schülerkonkret Bewerbungen auffiktive, aber auch reale Ausschreibungengeschriebenund sich am Tag selber in derKleidung, die sie für das Bewerbungsgesprächwählenwürden, in der Schule eingefunden.Durch die freundlicheund sehr praxisnahe Unterstützungvon Frau Schöller(Saturn Gummersbach) undFrau Xantis (VSB) war esmöglich, den Schülern währenddieser Einheit, aberauch den ganzen Tag überkonkrete Tipps aus der Praxiszu geben.In der nächsten Einheit ginges um die Bedeutung einerguten Gesprächsführung imBewerbungsgespräch, aberauch im „normalen“ ArbeitsundAlltagsleben. Damit dieSchüler den Unterschied zwischeneinem guten und ei-9


nem schlechten Gespräch erfahren,wurden verschiedeneGesprächsverläufe durchgespieltund beobachtet. Anhanddieser Situationenhabendie Schüler dannKriterien für einpositives Gesprächerarbeitetund anschließenddie Umsetzungim Bewerbungsgesprächoder im Arbeitslebenthematisiert.geführt wurden, ein besonderesHighlight. Dabei wurdenihnen im Anschlussjeweils direkt ein FeedbackEin Film, erstelltdurch SchülervorhergehenderJahrgänge, dersich mit der allgemeinenVorbereitungauf den Tagdes Bewerbungsgesprächsund des Gesprächs selbstbeschäftigt, wurde gesehenund besprochen. Für dieSchüler waren die Bewerbungsgespräche,die unterrealen Bedingungen durch-... muss eine ganze Reihe von Kompetenzen mitbringenüber Stärken und Schwächensowie individuelle praktischeTipps gegeben. ZumEnde des Projekttages nutztendie Schüler die Möglichkeit,einem Auszubildendenaus dem 1. Lehrjahr Fragenbezüglich seiner Erfahrungmit Bewerbungsgesprächenund seiner jetzigen beruflichenTätigkeit zu stellen. AusSicht der Schüler und der beteiligtenLehrer war der Projekttagein voller Erfolg undwird sicherlich wieder durchgeführtwerden. (su)10


„Chancen verbessern durch Fördern und Fordern“Das Konzept unsererHandelsschule hat bei derVergabe des Berufsschulpreises2006 zur„Förderung der Ausbildungsreife“zusammenmit zwei anderen Schulenaus Jena und Mannheimden 3. Platz belegt. DerWirtschaftsminister vonBaden-Württemberg,Ernst Pfister, hat im Namender Stiftung Wirtschaftund Erziehung diePreisverleihung vorgenommen.Schulleiterin FrauWitsch, die BildungsgangleiterFrau Scholz und Herr Huckesteinsowie Schüler ChristophSchalenbach haben den mit1000 Euro dotierten Preis am18. Mai 2006 in Karlsruhe entgegengenommen.Christoph Schalenbach, Frau Witsch und Frau ScholzZiel der Stiftung ist die Förderungder kaufmännischen AusundWeiterbildung einschließlichder Lehrerbildung, um dieZusammenarbeit im dualenSystem zu stärken, um die Entwicklungguter Ideen und erfolgreicheInitiativen zu stüt-zen, um einpositives Klimafür Leistungund Eigeninitiativezu schaffenund umdafür zu sorgen,dass gutausgebildeteLehrer anKaufmännischenSchulenunterrichten.Wir wünschenunserer Schule viel Glück,wenn es in den folgenden Jahrenum die „Förderung von interkulturellenKompetenzen“(2007) oder um die „Förderungvon Zusatzqualifikationen“(2008) geht.(Alev Karakoc, HO)


Ausbildungsplatzsuchewww.arbeitsagentur.dehttp://infobub.arbeitsagentur.de/kurs/index.jsp(Schulische Ausbildungen, Achtung: eventuell nichtkostenlos!)http://www.ihk-lehrstellenboerse.de/http://www.meinestadt.de/Probleme in der AusbildungStress in der Ausbildung? Stress in der Schule? DoktorAzubi hilft! Wir sind für dich da! Wir sagen dir konkret,was geht! Wir setzen alles daran, gemeinsammit dir Lösungen zu finden. Schnell, unbürokratischund kostenlos.www.doktor-azubi.deStudium/Beratunghttp://www.unimagazin.deStudienberatung/KölnAlbertus-Magnus-Platz 150931 Köln - 0221/470 – 5095www.uni-koeln.deHilfe bei persönlichen ProblemenHier bist du richtig, wenn du Probleme mit deinenEltern, deinen Freunden, der Schule oderaber mit dir selbst hast. Ausgebildete und erfahreneBeraterinnen und Berater hören dir zuund helfen dir, wenn du dies wünschst.https://www.bke-beratung.deDas Kinder- und Jugendtelefon hilft Heranwachsenden,mit ihren Sorgen und Nöten umzugehen– bundesweit, anonym und kostenlos.http://www.kinderundjugendtelefon.de/Youth-Life-LineDu bist einsam?Niemand versteht dich?Du siehst keinen Ausweg?Dann sind wir für dich da.Wir sind ein Team jugendlicher Peer-Berater und therapeutischerFachkräfte. Wir helfen dir in Lebenskrisenkostenlos per E-Mail und Chat. Niemand sonsterfährt, was du uns und wir dir schreiben.http://www.youth-life-line.deWir über unsIm Frauenhaus-Oberberg können Frauen, die in ihrenFamilien seelische und/oder körperliche Gewalterleben, Schutz, Unterkunft und pädagogische Hilfeerhalten. Jede Bewohnerin erhält zusammen mit ihrenKindern ein Appartment mit Küchenzeile und Bad.Zudem bieten wir ambulante Beratung für Frauen inTrennungssituationen.Maria PotthastTel.: 0180 500 55 32Bereich: GewaltschutzberatungE-Mail: frauenhaus@caritas-oberberg.deMirjam ThomaßenTel.: 0180 500-5532Bereich: Aufnahme, Beratung, SelbstsicherheitstrainingSelbsthilfegruppe für in der Kindheitsexuell missbrauchte FrauenTreffen: Dienstag, 20:00 - 22:00 Uhr, wöchentlich inGummersbach, genauen Treffpunkt bitte bei Kontaktpersonerfragen, Gleichstellungsstelle GummersbachKontakt: Fr. B. Schneider,Tel. dienstl.: (0 22 61) 87 15 35Schwanger? Wie weiter?AWO Beratungsstelle für Familienplanungund SchwangerschaftskonflikteAnsprechpartnerin: Christiane GelfarthKölner Straße 17351702 BergneustadtTelefon: 02261 946950Telefax: 02261 9130422E-Mail: awo.oberberg.schwakobe@t-online.deInternet: www.awo-oberberg.dePsychologische Beratungsstelle für Eltern,Kinder und JugendlicheTräger: Oberbergischer KreisZielsetzung/Angebote:Diagnostik, Beratung und Therapie bei Fragen undProblemen der Erziehung und Entwicklung von Kindernund Jugendlichen sowie bei Fragen der Partnerschaft,Trennung und Scheidung.Ziel ist, die Ursachen der Probleme zu erfassen undindividuell auf die Ratsuchenden und die jeweilige Familieabgestimmte Hilfen zur Bewältigung zu erarbeiten.Die Mitarbeiter bieten ihre fachliche Hilfe an bei Erziehungs-und Entwicklungsschwierigkeiten(wie z. B. Ängsten, Schlafstörungen, Aggressivität,Hemmungen, Einnässen, Leistungsproblemen)sowie bei speziellen Problemen (wie z. B. Essstörungen,sexuellem Missbrauch, Vernachlässigungund Misshandlung, Problemen des Sorge- und Umgangsrechts).Für Jugendliche und junge Volljährige, die eine/n Gesprächspartner/inbrauchen, bei persönlichen Problemenund bei Schwierigkeiten mit Schule, Beruf, Freizeit,Freundeskreis, Partnerschaft, Eltern usw.Alle Gespräche werden vertraulich behandelt. DieAngebote der Beratungsstelle sind kostenfrei.12


Kontakt:Psychologische Beratungsstelle für Eltern,Kinder und JugendlicheIm Baumhof 551643 GummersbachTelefon 02261 / 88-5710 und 88-5711Fax 02261 / 88-5713E-Mail amt57@obk.deInternet www.obk.deSprechzeiten/ÖffnungszeitenKontaktaufnahme persönlich oder telefonisch über dasSekretariat: montags - donnerstags 08:00 - 12:00 Uhrund 14:00 - 16:00 Uhr, freitags 08:00 - 12:00 Uhr. DieBeratungstermine werden individuell vereinbart.Nachder Anmeldung erhalten die Ratsuchenden einen Terminfür ein erstes ausführliches Gespräch, in demMöglichkeiten der Hilfe und das weitere Vorgehenbesprochen werden.Was tun bei Schulden?Schuldnerberatung in GummersbachTel.: 02261/306-51 oder /306-53E-Mail: schuldnerberatung@caritas-oberberg.deSuchtWas ist Abhängigkeit? Wann beginnt Sucht? Einesist klar: Sucht bringt immer Kummer mit sich. Füralle Betroffenen, auch wenn sie es nicht wahrhabenwollen. Für den Partner, die Kinder, die Familie, Freundeund Arbeitskollegen.Die Caritas ist für den Menschen da - auch für Menschenmit Suchtproblemen und ihre Angehörigen. JedeSucht hat ihre eigene Geschichte. Die Ursachen sindindividuell so verschieden wie die Ausprägungen derSucht. Sucht hat vielfältige Gesichter und kannsubstanzgebunden oder nicht-substanzgebunden inErscheinung treten, zum Beispiel in Form von: Drogen,Medikamenten, Alkohol, Glückspiel/Internet,Arbeitssucht, problematischem Essverhalten. Suchtbezeichnet immer eine seelische Notlage. Sie ist eineKrankheit, kein schuldhaftes Versagen des Menschen.Es gibt Wege, die aus der Sucht herausführen! Wirunterstützen Sie, wieder im normalen Alltag Fuß zufassen. Unsere Begleitung ist für Sie kostenlos undanonym.Caritasverband für den Oberbergischen Kreis e.V,Talstr. 1, 51643 Gummersbach, Tel.: 02261 – 3060Magersucht und BulimiePraxis Sabine LehmannPsychosoziale Beratung und Ess-Störungsberatung(Dick & Dünn Oberberg)Singerbrinkstr. 2051643 GummersbachTel.: 02261-915280Fax.: 02261-915281E-Mail: dickundduenn-oberberg@web.de


Premiere - BKO/WB auf dem WeihnachtsmarktAm 2. und 3. Dezember 2006 haben sich dieWaldbröler Schüler die Mühe gemacht, einenStand auf dem dortigen Weihnachtsmarkt zuorganisieren. Unter der Leitung von Frau Andrich(SV-Lehrerin), LarissaGaun und WaldemarKosmalla (Schülersprecher)wurde derStand schön weihnachtlichgestaltet. VieleMitschüler haben Kuchen,Waffelteig, warmeGetränke und andereLeckereien verkauft,die gespendetwurden. Auch bei Regenund kalten Temperaturenhatte jederSpaß daran, am Standmitzuhelfen.Kinder nahmen besonders gern unser Angebotan, einen Brief an das Christkind in Engelskirchenzu schreiben bzw. etwas zu malen. DieseBriefe wurden selbstverständlich vom Christkindbeantwortet.Positiv überrascht waren wir über das uns entgegengebrachteInteresse der Marktbesucherund wir waren stolz, ihnen etwas über unserBerufskolleg erzählen zu können.Als das anstrengende,aber auchaufregende Wochenendeüberstandenwar,wuchs die Spannungauf den erwirtschaftetenGewinn. UnsereMühe war letztenEndes rund 470EUR wert.Dieser Erfolg wirdfür eine Spendean bedürftige Menschen im Johannes HospizOberberg in Wiehl, einen Zuschuss für die Abschlussfeierder Oberstufen und für die SV-Kasseverwendet.Julia Wehner, Larissa Gaun (W/HHO 1)


Schüler ergreifenEigeninitiativeNach dem Aufräumen undSäubern der Klasse BFS3 entstand die Idee, vonKristina Stuckert undJennifer Wermann, denKlassenraum zu renovieren.In der Klasse ist die Ideeangesprochen und letztenEndes mit großer Begeisterungaufgenommen worden.Sofort wurde überweitere Ideen sowiemögliche Farben diskutiertund ein Gesprächmit Frau Witsch undder Architektin geführt.Kurz darauferhielten sie dieZusage. Trotzsofortigem Beginnder Arbeiten vergingen zwei Monate biszum Streichen.Da der Bruder von Melanie Klöss bei GSGFarben arbeitet, wurde die Hälfte des Preisesfür die Farben übernommen. Die Schülerhaben nach der Schule oft bis 19:00 Uhrgearbeitet. „Ich habe gerne die Zeit geopfertnach der Schule zu streichen, weil es vielSpaß gemacht hat“, erzählte uns SandraFink. Außerdem fügte Jennifer Wermannnoch hinzu: „Ich habe gerne beim Streichengeholfen und fand es gut , dass sich so vieledaran beteiligt haben.“Während die Idee umgesetzt wurde, entwickeltesich sehr viel Arbeitseifer und natürlichauch Spaß am Streichen. „Wir hatten vielHilfe von Lehrern, wie z. B. Frau Pielage(Klassenlehrerin), Frau Reef-Stein, Herrn Israel,Frau Witsch (Schulleitung) und denHausmeistern (Herr Dislias, Herr Bosch).Die Klasse hat natürlich auch super geholfen,sodass das Streichen schnell ging.Insgesamt hat dieses Projekt viel Spaß gemacht“,so Kristina Stuckert.Die Verpflegung sponserte Frau Witsch unddas Projekt wurde durch die Schule finanziert.Außerdem stellte Frau Witsch die Überlegungan, in drei Jahren alle bedürftigen Räumein der Schule renovieren zu lassen.Roman Schiller versicherte uns: „Es war zwaranstrengend, aber es hat dennoch Spaß gemachtund ich würde jeder Klasse empfehlen,das Gleiche zu machen, wenn der Klassenraumnicht schön aussieht. Es lohnt sich.“Jaqueline Preuß, Eleonore Weingardt (HHU 3)


Die Zeit danachEhemalige berichten über ihre Zeit nach der SchuleImpressumJuni 2007Herausgegeben vomBerufskolleg OberbergKaufmännische SchulenGummersbach und WaldbrölRedaktionDeborah Blöink, Marie Dziubek,Hardy Dittberner (verantwortlichfür den Inhalt), BünyaminGündogan, Angelo Guiso,Rima Hage-Sleimann, HerrHabernas, Markus Hartmann,Sarah Heidrich, Lena Hoepfner,Maurice Hoernel, SeldaKozat, Johanna Malaea, AnnaMehlert, Lara Müller, Nina Müller,Karima Murad, Sejla Music,Nadine Nassef, SebastianPinzke, Jaqueline Preuß, MarcoRosa, Cem Sacinti, KatrinSchmidt, Eleonore WeingardtWeitere MitarbeiterChristiane Andrich, Alona Barleben,Oliver Buchen, MarenBurgmer, Sanida Cindrak,Dagmar Dick, Brigitte Dragos,Eugenia Eisemenger, DavidFritsch, Larissa Gaun, EvaGillich, Sabrina Haertel, ThomasHeußner, Michael Israel,Alev Karakoc, Meriet Nohl,Brigitte Reef-Stein, AnnemarieRunow, Christa Schauerte,Kathrin Schumacher, MichaelSteiger, Andreas Tadday, JuliaWehner, Isabell Wittershagen,Helena Wulf u. a.TitelBünyamin GündoganDruckAnschrift der RedaktionHans-Böckler-Straße 551643 GummersbachE-Mailprofile.bko-aktiv@gmx.de„Wie nutze ich meinen Abschlussam sinnvollsten?“„Was mache ich nach derSchule?“ „Welche Ausbildungschancenbieten sichmir?“ - Diese und viele andereFragen beschäftigen wohlden größten Teil der Schüleram kaufmännischen BerufskollegOberberg.Um euch einige dieser Fragenzu beantworten und eucheinen kleinen Einblick in dieBerufswelt nach der Schulezu geben, haben wir einigeehemalige Schüler des BKOüber ihre Zeit an der Schule,aber auch über ihre Zeit nachder Schule befragt. Wie vielhat ihnen das mitgebrachteWissen in ihrer Ausbildunggenutzt? Auf diese und andereFragen haben uns dieEhemaligen ehrliche Antwortengegeben und auch dasVorurteil widerlegt, dassSchüler nach der einjährigenBerufsfachschule (BFS)schlechtere Ausbildungschancenhätten.Alle Befragten waren sichdarin einig, die Schule jedemweiterzuempfehlen, der späterim kaufmännischen Bereicharbeiten oder einenJob im Büro ausüben will.„Obwohl ich keine kaufmännischeAusbildung gemachthabe, hat mir diese Schulesehr viel gebracht, z. B. beidem Umgang mit Excel,Word oder im Umgang mitder Buchhaltung“, berichteteuns eine Ehemalige, diebereits nach einem Jahr dieSchule abgebrochen undeine Ausbildung zur Rechtsanwaltsfachangestelltenangefangenhat. Dieses Beispielzeigt uns, dass dieSchule einen optimal auf verschiedeneBürojobs vorbereitet.Eine Ehemalige, die „nur“ dieBFS besucht hat, berichteteuns, dass man sehr wohl mitguten Noten aus dieser Klassegehen und einen gutenAusbildungsplatz bekommenkönne. Sie selber hatnach dem BFS eine Ausbildungzur Versicherungskauffrauangefangen. Auchandere Azubis, z. B. als Industrie-oder als Bürokaufleute,hätten einen deutlichenVorteil bei der Ausbildungaufgrund ihrer Vorkenntnisse,die sie hier erworben haben.Alle Befragten empfandenihre Schulzeit als gute Vorbereitungauf das Leben, obwohlihnen einige Lehrernicht als genügend kompetenterschienen. Aberdarüber sollte sich wohl jederseine eigene Meinung bilden...Eleonore Weingardt (HHU 3)16


Tapetenwechsel 4 KidsDie Projektidee lag für die 5 Auszubildendender A. S. Création Tapeten AG (VanessaBrachetti, David Fritsch, Katharina Hoffmann,Christine Holighaus und Christian Schmidt)auf der Hand: Findet eine Möglichkeit, einFrau Lessau-Kuck (2. v. l.) im Kreise kreativer Azubisneues Produkt der Öffentlichkeit (idealerweiseder Zielgruppe) bekannt zu machen,die die üblichen Werbepfade verlässt. Waslag da näher, als die Zielgruppe direkt, zunächstin kleinem Kreis, zu „bewerben“.Es mussten also im Rahmen einer Projektphasezum Abschluss der Ausbildung zur/zumIndustriekauffrau/-mann Einrichtungen gefundenwerden, in denen ein neues Produkt -großformatige Kindermotivtapeten - tapeziertwerden konnten. Die Wahl fiel auf den AWO-Kindergarten „Christa-Hasenclever“ an derBerstig in Gummersbach, der über eineschöne Cafeteria verfügt, in der die 115 zubetreuenden Kinder täglich frühstücken können.Errichtet wurde diese Cafeteria vor 4Jahren mit Mitteln des Fördervereins.Leiterin Gunda Lessau-Kuck war von derProjektidee begeistert und hat mit den 5Projektmitgliedern die Gestaltung der Wändeübernommen. In mehreren Freizeitstundenwurde dann unter Mithilfe von Mitarbeiternder A. S. Création TapetenAG die Räumlichkeit von der altenRaufaser befreit und mit modernenVliestapeten neu tapeziert. Mittig aufder Hauptwand präsentiert sich nunauch das neue XXL-Tapetenmotiv„Bauernhof“ auf der Cafeteriawand,das mit all seinen lustigen Szenen einfröhliches, kindgerechtes Ambienteschafft.Stefan Gauger, zuständig für Marketingund Werbung der A.S. Créationin Gummersbach freut sich ebenfallsüber die gelungene Idee seiner Auszubildenden:„4 Kids ist eine neueKinderzimmerkollektion, die erstmalsmit großformatigen Motiven kombiniertwerden kann: Bauernhof, Baustelle,Märchenwald und Zoo sindkindgerechte Motive, die die Phantasieanregen und einen Raum spannenderinszenieren können.“ Dass dieses Projektnicht nur den werblichen Gedanken verfolgt,sondern auch der AWO und damit auch denKindern zugutekommt, gefällt allen Beteiligten.„Wir hoffen, dass unser Projekt Schulemacht und auch andere Projektgruppen inZusammenarbeit mit ihren Arbeitgebern densozialen Gedanken verfolgen“, so DavidFritsch.Das Ziel, den Bekanntheitsgrad der neuenXXL-Tapete zu steigern, hat die Gruppesicherlich erreicht. So wird neben der Berichterstattungin der AWO-Hauszeitschrift auchim A.S. life, das europaweit an die A. S.-Kundenverteilt wird, ausführlich berichtet.(David Fritsch, IO)17


The Way to become an Au PairDie ganze Geschichte fängt mit einem harmlosen Besuch auf der Ausbildungsmesse in Köln an,organisiert von den Kaufmännischen Schulen in Gummersbach.Ein Stand von EF, mit unzähligen Broschüren, darunter Cultural Care Au Pair. Zu Hause durchlesen...sich interessieren... anmelden. Tag der offenen Tür besuchen... begeistert sein... in die USAwollen!Ja und da hat’s mich gepackt, ich will unbedingt Au Pair einer amerikanischen Gastfamilie werden.Das Angebot hört sich gut an, die Agentur positiv, also steht dem Ganzen doch nichts mehr im Wege,denke ich.Ein wenig Vorarbeit ist aber doch noch zu leisten und zum Teil auch nicht gerade wenig. Ich muss anVorbereitungstreffen teilnehmen, eine insgesamt 15-seitige Bewerbung sowie eine Fotocollage aufEnglisch anfertigen, ein einwandfreies Führungszeugnis vorlegen, ein Gesundheitszeugnis beimArzt einholen und als Krönung der ganzen Sache noch 200 Stunden Kinderbetreuung nachweisen,damit ich vollständig in das Programm aufgenommen werden kann.Puuhh... ganz schön viel Arbeit im Vorfeld, aber es lohnt sich für einen selber und für die Agentur,da man im ständigen Kontakt zueinander stehtund sich absichern kann, dass alles seine Richtigkeithat.Dann ist da noch der Führerschein, den man benötigt,um die Vermittlung an eine Gastfamiliestarten zu können - denn in den USA bist du,wenn du nicht gerade in der Großstadt wohnst,regelrecht aufgeschmissen ohne Auto! Vor allemmüssen die Kiddies täglich zur Schule, zu Freundenund zu verschiedenen Aktivitäten kutschiertwerden.Also, jetzt aber ran und sobald dieser dann endlichin meinen Händen liegt, klingelt nach kurzerZeit auch schon das Telefon - der erste Anrufaus Amerika kommt.Ist das ungewohnt, die ganzen Fragen und allesauch noch auf Englisch, aber irgendwie bekommtman das Ganze dann doch hin - und um ehrlichzu sein, fällt es mir leichter als mein erstes Vorstellungsgespräch;)Au Pair Eugenia unterwegs mit ihren RackernDie Sympathie ist gleich da, die Familie hört sichnett an und die Kinder scheinen auch recht unkompliziert zu sein und direkt nach dem erstenGespräch wird mir auch schon zugesagt. Was für eine Freude, das kann man wirklich nicht beschreiben,jetzt geht meine Reise endlich los! Ein kurzer Besuch beim Amerikanischen Konsulat inFrankfurt steht dann doch noch für das Visum an - welcher sich als 12-Stunden-Trip erweist! Alsoda bringt auch kein Termin etwas. Die einen haben Glück und sind schnell durch und die anderen,darunter leider auch ich, müssen stark sein und sich gedulden können.Der Flug ist gebucht, Telefonkarten, Clubmitgliedschaften und Zusatzversicherungen sind bestellt,ich bin bereit!Am 6. September 2005 darf ich dann auch endlich auf nach New York, ja richtig, in die riesengroßeund grandiose Stadt New York. Die ersten 5 Tage verbringen alle Au Pairs aus der ganzen Welt aufeiner Au-Pair-Schule im schönen Long Island und nehmen an täglichen Seminaren und anderenVeranstaltungen teil, die zur Integration in den amerikanischen Alltag und in die amerikanischeKultur helfen sollen. Es ist eine interessante Zeit, in der man vor allem viele Freunde auf Anhiebkennen lernt und mit diesen dann gemeinsam Kulturschocks und Jetlags übersteht! Am fünftenTag steht dann ein ganzer Tag in New York City mit Sightseeing Tour und allem Drum und Dranan. Ich sage nur, es ist der Hammer!18


Den darauf folgenden Tag verbringen wir dann mal wieder im Flieger auf dem Weg zu unserenGastfamilien. Ich bin nicht ganz allein, denn wie auch schon auf dem Flug in die USA trifft mandirekt massenweise auf Au Pairs, was einem den Abschied nicht ganz so schwer fallen lässt.Angekommen in meiner neuen Heimat, im schönen Kalifornien, erfolgt auch schon das Treffen mitmeiner Gastfamilie. Alle sind zum Flughafen gekommen und haben mich sehr herzlich und mitoffenen Armen empfangen. Das hat mich sehr gefreut. Zu Hause werde ich dann auch direkt herumgeführtund der Abend endete mit einem gemeinsamen Abendessen auf amerikanische Art - PIZZA!Die erste Woche wird noch recht ruhig angegangen, ich lerne meine Betreuerin vor Ort kennen, besuchezum ersten Mal ein Au-Pair-Treffen, das jeden Monat stattfindet. Man lernt andere Au Pairs ausder Umgebung kennen und hat die Möglichkeit, bei einem Anliegen mit der Betreuerin zu sprechen– ansonsten werde ich in meinen Aufgaben- und Arbeitsbereich eingewiesen und lerne Kindergärtner,Nachbarn sowie Familienangehörige und Freunde kennen.Man ist da wirklich so etwas wie ein Vorzeigeobjekt, die Gastfamilie ist sehr dankbar, dass sie unshaben und wir mit ihren Kindern so viel Zeit verbringen, welche sie selber nicht haben, und diesenzugleich auch noch so viele Dinge beibringen.So gestaltet sich auch zum größten Teil mein Aufenthalt. Ich bin hauptberuflich Nanny und kümmeremich um einen sehr lieben, wohlerzogenen 2½-jährigen Jungen namens Spencer. MeineGasteltern schenken mir viel Vertrauen und überlassen mir auch dementsprechend viel Verantwortung.Wir dürfen zweimal im Monat nach San Francisco in die Stadt fahren und uns dortmit einer Au-Pair-Freundin und ihren Kindern treffen. Wir unternehmen viel, gehen in denZoo, ins Outdoor Kids Museum oder in die Bücherei. Der Kleine geht dreimal die Woche in denKindergarten, der Transport dorthin wird mir überlassen, genauso wie Essenszubereitungenoder das allabendliche Bad und das Lesen der Gute-Nacht-Geschichten. An einem Tag am Wochenendemuss ich meist arbeiten, wenn meine Gasteltern mal ausgehen wollen oder ähnlichesvorhaben.Mein Privatleben nach der Arbeitszeit wird mir uneingeschränkt selbst überlassen, ich kannjederzeit an Familienaktivitäten teilnehmen, aber auch das Auto, welches mir gestellt wird, benutzen,wann immer ich will. Freunde sind bei uns im Hause jederzeit willkommen, meineFreunde sind regelrecht mit meinen Gasteltern ebenfalls befreundet und Besuch aus Deutschlandwar auch immer willkommen.Neben dem täglichen Aufpassen auf den kleinen Racker hatte ich auch die Möglichkeit unteramerikanischen Studenten einen Kurs an einem College sowie ein Praktikum in dem Unternehmenzu absolvieren, in dem meine Gastmutter arbeitet. Diese genauen Einblicke in ein echtesamerikanisches Leben haben mir sehr viel Spaß gemacht und meinen Horizont sicherlich erweitert.In meinem Auslandsjahr ging es aber sicherlich nicht nur ums Arbeiten. Kalifornien hat wunderschöneSeiten, zumal man in einer Jahreszeit auf Sonne, Regen und sogar auf Schnee stoßenkann, wenn man sich nur ein wenig nördlich bzw. südlich bewegt. Angebote gibt es genug, obWochenend-Trips zum Yosemite National Park, nach Mendocino Coast oder Disneyland, oder ob manan einer der zahlreichen Sightseeing Touren teilnimmt, z. B. durch San Francisco – eine atemberaubendeStadt!In meinem Urlaub bekam ich auch Orte wie Los Angeles, San Diego und Las Vegas zu sehen. Denschönsten und unvergesslichsten Trip startete ich aber nach Mexiko, wo ich sowohl sandweiße Strändeals auch das türkise Karibische Meer sowie die Maya-Ruinen durch eine organisierte Tour zusehen bekam. Das alles waren wundervolle Dinge, die ich erlebt habe, die meine Sprachkenntnisseauch sichtlich verbessert haben. Mir wurde von Anfang an alles so hergerichtet, dass ich mich nurwohl fühlen konnte. Meine Gastfamilie sowie alle Angehörigen waren das ganze Jahr über sehr nett,aufgeschlossen und fair zu mir. Ich habe das Jahr wirklich sehr genossen und bin angesichts derErfahrungen, die ich gemacht habe, und der Freunde, die ich kennen gelernt habe, überglücklich!Ich hoffe, ich konnte euch allen mit meinem Schreiben einen kleinen Einblick in das Leben eines AuPairs ermöglichen und vielleicht habe ich ja hiermit das ein oder andere Interesse geweckt!Eugenia Eisemenger (Schülerin der Höheren Handelsschule 2003-2005)19

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