Projekt «Wohnhaus Aargau» macht Fortschritte - zeka, Zentren ...

zeka.ag.ch

Projekt «Wohnhaus Aargau» macht Fortschritte - zeka, Zentren ...

• Berufsfindung und

berufliche Integration

• Wild Lions Day: Der Lions Club

Baden-Heitersberg engagiert

sich für zeka

1/2004

Das Magazin von

zeka zentren körperbehinderte aargau


Impressum

3. Ausgabe Februar 2004

Auflage:

zeka•zin Das Magazin von zeka zentren körperbehinderte

aargau erscheint zweimal jährlich. Die Auflage

der Nummer 1/2004 beträgt 2000 Stück. zekazin

ist das Informationsorgan für Kinder und

Jugendliche, Eltern, Mitarbeitende, Stiftungsgremien

sowie Freundinnen und Freunde von zeka.

Redaktion / Adressänderungen:

zeka Geschäftsstelle

Girixweg 20 / Postfach

5004 Aarau

Tel. 062 838 21 38

Fax 062 838 21 41

E-Mail: sekretariat.aarau@zeka-ag.ch

Redaktionsteam:

Christine Egger, Leiterin Personalwesen

Dorothea Hauri, Sonderschullehrerin Baden

Karin Morgenthaler, Schul-/Arztsekretärin Aarau

Thomas Müller, Sonderschullehrer Baden

Ueli Speich, Stiftungsleiter

Gestaltung:

Buschö, Druckerei Schöftland AG

Picardie, 5040 Schöftland

Druck und Versand:

Druckerei + Verlag

Zofinger Tagblatt AG

4800 Zofingen

Redaktionsschluss zekazin 2/2004

30. Juni 2004

PC 50-144-3

2 1/04

Inhaltsverzeichnis

Seite

Impressum 2

«Grüezi» 3

Lehrstellensuche 4

Berufswahl –

Besuch an der Berufsshow in Lenzburg 6

Die Berufswahlschule BWS von zeka 9

Mehr als nur fein Backen 12

Projekt «Wohnhaus Aargau» macht Fortschritte 13

IV-Berufsberatung 14

zeka am MAG 2003 16

Wild Lions Day 2003 18

Ein Schultag auf dem Weissenstein 21

Glanz und Glimmer! 22

Filz im zeka Baden! 23

25 Jahre Heilpädagogische Früherziehung

bei zeka 24

Willkommen /Adieu/Wir gratulieren 25

Porträt: Sandra Erni 26

Ein Tag im Leben von Marianne Schneitter 28

Veranstaltungskalender 2004 30

Wichtige Adressen 31


«Grüezi»

Liebe Kinder und Jugendliche

Liebe Eltern

Liebe Mitarbeitende

Liebe Freundinnen

und Freunde von zeka

Schulische Integration von Kindern und Jugendlichen

mit Körperbehinderung war das Schwerpunktthema

unserer letzten Ausgabe. Doch was

kommt nach der Schule? Welche Chancen haben Jugendliche

mit Körperbehinderungen auf dem Lehrstellenmarkt?

Wie werden sie bei der Berufsfindung

unterstützt? Ist jemals eine berufliche Integration in

der Wirtschaft möglich? Wie lange bedarf es des

beschützenden Rahmens einer Institution? Fragen,

die für jeden Jugendlichen, jede Jugendliche individuell

beantwortet werden müssen.

Wir beleuchten den Berufsfindungsprozess von verschiedenen

Seiten: Eltern erzählen von ihren Erfahrungen,

wir stellen den Berufskundeunterricht auf

unseren Oberstufen vor. Sie finden ein Porträt unserer

Berufswahlschule. IV-Berufsberaterinnen nehmen

Stellung. An der Berufsshow in Lenzburg stellte

der Verein «Forum Wirtschaft und Behinderung»

zeka während eines Tages einen Stand zur eigenen

Präsentation zur Verfügung. Auch therapeutische

Massnahmen wie Ergotherapie können die Berufsfindung

unterstützen.

Der breiten Bevölkerung müssen Anliegen von Menschen

mit Körperbehinderungen näher gebracht

werden. Deshalb war das zeka Zentrum Aarau auch

diesen Herbst wieder während vier Tagen am MAG

(Markt Aargauer Gewerbetreibender) mit einem eigenen

Stand präsent. Unvergessen bleibt der Wild

Lions Day, eine ganz tolle Aktion des Lions Clubs

Baden-Heitersberg, welche all unseren Kindern und

Jugendlichen zugute kam.

Das Redaktionsteam wünscht Ihnen viel Vergnügen

bei der Lektüre!

für das Redaktionsteam: Ueli Speich, Stiftungsleiter

Berufsfindung und berufliche Integration ...

Im Leitbild von zeka ist unsere Grundhaltung umschrieben:

«Unser Ziel ist die Integration der Menschen mit körperlichen

Behinderungen innerhalb und ausserhalb unserer

Institution: Wir lehren Kinder und Jugendliche, mit

ihren Behinderungen umzugehen, bereiten sie auf die

nächsten Lebensabschnitte vor und führen sie zu einer

grösstmöglichen Selbstständigkeit hin».

... Träume, Realitäten und Visionen

Ich kenne es aus eigener Erfahrung, das Träumen, Suchen,

Hoffen, Bangen, Warten, welches Jugendliche und

Eltern in der Phase der Berufsfindung durchleben. Selbst

Bezirksschülerinnen und -schüler schreiben heute manchmal

mehrere Dutzend Bewerbungen und finden dabei

häufig nicht ihre Traumstelle.

Für Jugendliche mit Körperbehinderungen und deren

Eltern verläuft die Berufsfindung noch intensiver: Die Auseinandersetzung

mit der Behinderung, mit den behinderungsbedingten

Grenzen, aber auch mit deren Möglichkeiten

benötigt Monate oder Jahre. Nur wer sich

frühzeitig mit Realitäten offen und unvoreingenommen

auseinander setzen kann, ist in der Lage, passende Lösungen

zu finden.

Für Jugendliche, welche unsere Sonderschulen besuchten

und bei denen die Integration in die Regelschule nicht

möglich war, findet sinnvollerweise auch der erste Schritt

der beruflichen Ausbildung in einem geschützten Rahmen

statt. Auch unsere öffentlichen Berufsschulen sind

nur bedingt integrationsfähig. Wer dem Druck in der Regelschule

nicht gewachsen ist, hat meist auch in der Berufsschule

Schwierigkeiten. Die berufliche Erstausbildung

in einem geschützten Rahmen eröffnet in vielen Fällen

erst die Möglichkeit zur beruflichen Integration in die

Wirtschaft.

Allerdings sind auch hier enge Grenzen gesetzt und Visionen

erlaubt und notwendig: Der Integrationsgedanke,

welcher allmählich die Schulen erfasst, sollte auch in die

Wirtschaft weiter getragen werden: Unsere Politiker und

Wirtschaftsvertreter sollen sich um Konzepte bemühen,

welche Anreize zur Integration von Menschen mit Behinderungen

in den Arbeitsprozess schaffen. Dies nicht nur

als «Spar»-Programm, sondern auch als «Gewinn»-Programm,

ein Gewinnprogramm für unsere ganze Gesellschaft.

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Offen sein für Neues führt irgendwann

zum Erfolg

Matthias an der Berufsshow 03 in

Lenzburg

von Susanne Keller *

Unser Sohn Matthias steht mitten in

der Berufswahl. Der ganze Prozess

dauert bei ihm schon sehr lange.

Denn bereits mit ca. 12 Jahren war

bei ihm die Frage, was möchte ich

einmal werden, ein wichtiges Thema.

Zuerst hatte er, wie sicher viele andere

Kinder auch, Traumberufe. Je

länger, je mehr er sich dann aber mit

diesem Thema auseinander setzte,

wurde ihm bewusst, dass für ihn

nicht die ganze Palette offen stand,

und die Traumberufe rückten langsam

in den Hintergrund.

Wir Eltern haben immer versucht,

ihm Hunderte von Fragen zu den verschiedenen

Berufen zu beantworten

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Berufswahl aus der Sicht einer Mutter, die sich aktiv am ganzen Berufswahlprozess ihres

Sohnes beteiligt. Sie berichtet von ihren Erfahrungen.

und spornten ihn auch dazu an, den

Berufswahlkatalog genau anzusehen.

Dieser lag bei ihm immer griffbereit

auf seinem Pult. Öfters hat er

vor dem Schlafengehen noch einen

Blick hineingeworfen.

Vor ca. 2 1 /2 Jahren wurde er von der

Lehrerin bei der IV-Berufsberaterin in

Baden angemeldet. Diese machte

mit ihm die verschiedenen Tests und

ermunterte ihn, Berufsbesichtigungen

bzw. Schnupperlehren zu machen.

Matthias hat einige Berufsbesichtigungen

gemacht und im Herbst

2002 zwei Schnupperlehren in verschiedenen

Berufen in der freien

Wirtschaft absolviert. Beide Berufe

kamen danach für ihn in Frage. Richtig

begonnen hat er jedoch mit dem

Schnuppern im Frühjahr 2003. Mit

der Berufsberaterin suchten wir eine

geeignete Schnupperlehre an einem

geschützten Arbeitsplatz. Dem Vorstellungsgespräch

folgten während

den Frühlingsferien eine zweiwöchige

Schnupperlehre und am Ende

dieser Zeit ein Schlussgespräch. Dieses

ganze Prozedere haben wir dann

einige Male wiederholt, da Matthias

Möglichkeiten in den verschiedensten

Bereichen kennen lernen wollte.

Die Schnupperlehre ist das eine, aber

dann kommt für die Jugendlichen

noch der auswärtige Wochenaufenthalt

dazu, da es im Kanton Aargau

weder Ausbildungsplätze noch

Wohnmöglichkeiten für Körperbehinderte

gibt. Matthias war auf den

verschiedenen Wohngruppen mit

Abstand der Jüngste. Die WGs sind

oft gemischt mit körperlich, geistig

oder psychisch behinderten Menschen

und es ist nicht immer so einfach,

sich hier durchzusetzen. Alle

Hausarbeiten werden gemeinsam

oder nach Ämtliplan gemacht. Matthias

fand sich aber auf den verschiedenen

WGs gut zurecht. Er

nahm an den Diskussionen teil und

konnte auch seine Meinung trotz

Altersunterschied einbringen.

Für Matthias hat sich dann immer

klarer herausgestellt, welchen Berufsweg

er einschlagen möchte. Ihm

wurde auch klar, dass es für ihn keine

Chance gab, in der freien Wirtschaft

eine Lehrstelle zu finden. Seine

Schulbildung gekoppelt mit seiner

Verlangsamung, bzw. seiner Behinderung

geben ihm nur die Möglichkeit,

eine Anlehre an einem geschützten

Arbeitsplatz zu machen. Es

wurde auch klar ersichtlich, dass er

aufgrund seiner Behinderung keine

Möglichkeit hat, einen handwerklichen

Beruf zu ergreifen. Somit wur-

Matthias an seinem zukünftigen

Arbeitsplatz


den die Grenzen, sich frei für einen

Beruf zu entscheiden, sehr eng. Matthias

steht momentan noch mitten in

den Abklärungen und wir hoffen für

ihn, dass er sich für den für ihn richtigen

Weg entscheidet.

Die für uns entscheidende Erkenntnis

aus dem Berufswahlprozess unseres

von Annemarie Ackermann-Aebi *

Etwa vor 2 Jahren hatten wir begonnen,

für Jenny die geeignete Lehrstelle

bzw. Lehre zu suchen. Wir

waren der Meinung, dass Jenny in

der freien Wirtschaft sehr gut zurecht

kommen würde, weil sie sehr

fleissig ist und in der gleichen Zeit

viel mehr leisten kann, als manch

«gesunder» Mensch. Leider sieht

man ihr dies nicht von aussen an.

Als Erstes hatte sie in einer schönen

Sohnes ist: Wenn man den geeigneten

Ausbildungsplatz mit Hilfe der

Berufsberaterin finden will, braucht

es viel Zeit, eine grosse Motivation

und Durchhaltewillen von allen Beteiligten.

Ich möchte jedoch allen Jugendlichen

und Eltern Mut machen,

den einmal eingeschlagenen Weg zu

Jennys Lehrstellensuche

Einführung durch eine bewährte Berufsfrau

Bäckerei als Bäckereiverkäuferin geschnuppert.

Dies hätte Jenny sehr

gut gefallen. Nachher hatte sie in

einem Volg als Verkäuferin geschnuppert.

Dann ist sie ins Appenzellerland,

um eine Schnupperlehre

in ihrem Traumberuf als Pferdewart

zu machen. Leider war das Heimweh

zu gross, deshalb haben wir für sie

eine Schnupperlehre in der näheren

Umgebung gesucht. Dies war wieder

nicht in einem geschützten Rahmen,

weshalb wir wieder eine Ab-

gehen und den Kopf nicht in den

Sand zu stecken, wenn Absagen

kommen. Es lohnt sich!

* Susanne Keller ist Mutter eines Schülers

der Abschlussklasse in Baden.

Auch für eine Mutter ist die Suche eines geeigneten Arbeitsplatzes für ihr Kind

aufwändig und erfordert das Einlassen auf einen Prozess, in dem die Behinderung der

Tochter nochmals intensiv zum Thema wird.

sage erhalten hatten, denn Jenny

hätte körperlich nicht das bringen

können wie ein gesundes Mädchen,

die freie Wirtschaft will etwas haben

fürs Geld.

Nun wollte Jenny noch im Bereich

Hauswirtschaft schnuppern, und wir

fanden einen Schnupperlehrplatz in

einem Altersheim. Es hatte Jenny sehr

gut gefallen. Nur, es hatte leider keinen

Lehrplatz für sie. So kamen wir

wieder zum geschützten Rahmen.

Ganz bei uns in der Nähe gibt es eine

Behindertenwerkstatt, welche auch

Hauswirtschafterinnen ausbildet. So

kam Jenny in die MBF (Menschen mit

Behinderung Fricktal), und als sie die

Schnupperlehre absolvierte, war sie

ganz sicher: «Dies ist der Ort, wo ich

meine Lehre machen will!»

Diesen Sommer hat Jenny dort ihre

Lehre begonnen und es gefällt ihr

immer noch sehr, sehr gut. Für Jenny

wäre ein nicht geschützter Arbeitsplatz

eine viel zu grosse Belastung

gewesen.

* Annemarie Ackermann-Aebi ist Mutter

einer ehemaligen Schülerin des Zentrums

Baden.

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B E R U F S WA H L –

Besuch an der Berufsshow in Lenzburg

von Tanja Klay-Küchler *

Spätestens in der Oberstufe weicht

die unschuldige Frage «Was willst

du denn mal werden?» einem auffordernden

«Wie gehts denn jetzt

eigentlich bei dir weiter?» Als Oberstufenschülerin

oder Oberstufenschüler

gilt es, sich dieser Frage zu

stellen. So wird der Berufsfindung in

unserer Oberstufe viel Platz zugestanden.

Zeit, in der es gilt, dass sich

die Schülerinnen und Schüler mit

ihrem Selbstbild, aber auch mit

Fremdbildern, auseinander setzen.

Die Jugendlichen betrachten kritisch

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In der Schweiz haben Arbeit und Beruf unbestritten einen hohen Stellenwert. Arbeit

schafft unter anderem auch Anerkennung und vielfältige soziale Kontakte. Sie fördert

die Entwicklung von zahlreichen Fähigkeiten, welche zur erfolgreichen Bewältigung des

Lebens auch ausserhalb von Beruf und Arbeit beitragen.

ihre Fähigkeiten und Interessen und

lernen sich selber einzuschätzen. Es

werden Berufsfelder erkundet, Einblicke

verschafft, Möglichkeiten,

aber auch Grenzen erfahren, Wünsche

mit der Realität gemessen. Dies

ist eine aufwühlende Arbeit. Wie soll

ich mich entscheiden? Welcher

Beruf passt zu mir? Was will ich?

Was kann ich?

In dieser Zeit setzt sich in den meisten

Fällen auch die IV-Berufsberaterin zum

ersten Mal mit den Schülerinnen und

Schülern und ihren Eltern in Verbindung.

Sie berät und begleitet Eltern

und Jugendliche ausserhalb der

Schule und ist die Fachperson für

einen Arbeits- oder Ausbildungsplatz

im geschützten Rahmen der IV (Invalidenversicherung).

Die Eltern sind natürlich die wichtigsten

Partner: Sie bekommen diese intensive

Zeit der Suche ihrer Kinder

am nahesten mit. Sie sind es, die unermüdlich

mitsuchen, erklären, anfeuern,

aber auch trösten. Auf ihre

Mitarbeit ist die Schule angewiesen

und darüber sehr dankbar.

Gemeinsam sind wir in der Oberstufe

auf dem Weg: Eltern, (IV-)Berufsberatung,

Lehrkraft, teilweise auch der

Berufswahlschullehrer (Lehrer der

zeka-Berufswahlklasse) – aber natürlich

vor allem der Jugendliche. Und,

obwohl klar, dass diese Zeit keine

ganz einfache Zeit ist, will ich behaupten,

es ist eine wichtige Zeit.

* Tanja Klay-Küchler ist Oberstufenlehrerin

im zeka Aarau.

Folgende Gedanken machten

sich Schülerinnen und Schüler

des zeka Aarau nach

ihrem Besuch an der Berufsshow

Lenzburg vom Freitag,

12. September 2003:

Mir hat die Berufsshow sehr gut gefallen.

Sie hat mir einen perfekten

Einblick in die Berufswelt gegeben.

An dieser Show konnte man sich

einfach einen Beruf wählen, ihn be-


Ob Bäcker der richtige Beruf wäre?

… oder Strassenbauer?

…oder Maurer?

sichtigen und anschliessend sich darüber

informieren. Das Thema Beruf

und Lehrstelle geht mich persönlich

sehr viel an, da ich noch ein Jahr in

der Schule bin und dann in die Berufswahlschule

des zeka Aarau eintreten

werde. An den Berufsständen

waren vor allem junge Leute und

Lehrlinge, die den Beruf sehr gut und

ausführlich erklärt haben.

Meine Vorstellung des Berufs als

Bäcker: Als Bäcker müssen Sie einen

Schulabschluss der Bezirks-, Sekundar-

oder Realschule haben. Die

Lehre dauert 3 Jahre. Das Wichtigste

an diesem Beruf ist die Freundlichkeit

zu den Kunden. Sonnenseiten

sind: Viel mit Leuten zu tun und

jeden Nachmittag frei haben. Schattenseiten

sind: Um 3 oder 4 Uhr morgens

aufstehen.

* Marc B. ist Schüler an der Oberstufe 3 im

zeka Aarau.

Mir hat der Gärtner gut gefallen,

aber auch der Rettungssanitäter und

der Polymechaniker. Nach dieser

Lehre kann man auch Flugzeugmechaniker

werden. Die Show hat mir

sehr gut gefallen, weil die Herren

und Damen es so gut erklärt haben.

* Philipp R. ist Schüler an der Oberstufe 3

im zeka Aarau.

Mir hatte die Berufsshow sehr gut

gefallen. Ich interessierte mich vor

allem für den Koch, weil man da sehr

viel mit Nahrungsmitteln zu tun hat.

Mein Hobby ist auch Kochen. Auch

Gartenarbeiten mache ich gerne,

aber Gärtner kommt nicht in Frage,

weil ich Angst vor Hunden habe. Ich

habe mir auch den Verkäufer angeschaut,

und diesen Beruf könnte ich

mir sehr gut vorstellen. Ich fand allgemein,

dass die Berufe gut präsentiert

wurden.

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Vielen Dank für die guten Erklärungen.

Meine Zusammenfassung über den

Beruf als Koch, den ich mir genauer

angeschaut habe: 9 Jahre Volksschule.

Gute körperliche Verfassung,

weil man 9 Stunden ohne Unterbruch

stehen muss.

Sonnenseiten sind: Man hat viel mit

Nahrungsmitteln zu tun. Es benötigt

viel Teamarbeit beim Kochen.

Schattenseiten sind: Unregelmässige

Arbeitszeiten, somit muss man

manchmal arbeiten, wenn die anderen

frei haben.

* Alexander L. ist Schüler der Oberstufe 3

im zeka Aarau.

Ich fand an der Berufsshow sehr gut,

wie alle Leute ihren Beruf erklärt

haben. Auch gut gefallen hat mir,

dass man vieles ausprobieren

konnte. Ich ging den Beruf Bäcker

anschauen. Beim Bäcker konnte ich

ein Brötchen machen. Das fand ich

sehr spannend. Die Post war auch

sehr interessant. Leider gab es meinen

Lieblingsberuf nicht. Dies wäre

Pferdepflegerin. Der Konditor muss

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sehr kreativ sein und sehr geschickte

Hände haben. Beim Hufschmied sah

man, wie man ein Hufeisen macht.

Beim Landwirt konnte ich Süssmost

probieren. Beim Gärtner machte ich

ein Quiz, das lustig war. Ich habe

noch viele andere Berufe angeschaut.

Ich finde, man sollte diese

Berufsshow wieder machen, weil es

sehr hilfreich ist.

* Leire W. ist Schülerin der Oberstufe 3 im

zeka Aarau.

Ich habe den Beruf Landwirt angeschaut

und habe mich von den Berufsspezialisten

informieren lassen.

Meine Meinung ist, dass ich den

Beruf sehr schön finde, weil man viel

in der Natur arbeitet. Das Schönste

an diesem Beruf ist aber, dass man

so viel mit Tieren zusammen ist und

dass man viel mit ihnen arbeitet.

Auch gut finde ich das Traktor fahren.

Leider weiss ich nicht, ob ich

den Beruf lernen kann, weil ich mit

den Fingern ein wenig Probleme

habe. Ich würde aber auch gerne

Koch werden. Dies würde für mich

vielleicht noch eher möglich sein. Ich

fand die Ausstellung gut und sehr

informativ.

* Björn St. ist Schüler der Oberstufe 3 im

zeka Aarau.

Als Erstes fiel mir auf, dass die Berufsshow

sehr viele Jugendliche

anzog. Ein weiterer Punkt, der für

mich persönlich einen sehr grossen

Stellenwert hatte, war die Freundlichkeit

von den Austellern gegenüber

den behinderten Ausstellungsbesuchern.

Am besten gefiel mir

alles im Medizinzelt und der Krankenwagen.

Wenn wieder einmal so

eine Berufsshow stattfindet, werde

ich alles daransetzen, dass wir wieder

hingehen.

* Matthias W. ist Schüler der Oberstufe 3

im zeka Aarau.

Für die Berufsshow hatte die BWS

einen Stand vorbereitet. Um die Besucher

auf die Behinderten aufmerksam

zu machen, haben wir einen

Film über jede/n BWS-Jugendliche/n,

das Internat und die Berufswahlschule

gezeigt. Um den Leuten eine

Vorstellung zu geben, wie es im Rollstuhl

ist, haben wir Rollstühle zum

Ausprobieren zur Verfügung gestellt.

Auch haben wir Werbung für

zeka gemacht. Leider war das Interesse

nicht gross. Nach dem Mittagessen

haben wir uns an der Berufsshow

selber umgesehen. Die Berufe,

die ich gesehen habe, waren nicht

geeignet für mich. Leider war ich an

diesem Tag stark erkältet und fühlte

mich nicht wohl. Deshalb konnte ich

nicht mehr weiter suchen. Dieser Tag

war sehr anstrengend.

* Daniela H. ist Schülerin der Berufswahlschule

im zeka Aarau.


Die Berufswahlschule BWS von zeka

Von Andy Bopp, Martha Müller

und Sandra G.*

Die Berufswahlschule (BWS) stellt einen Schritt zwischen Schule und Berufsausbildung

dar. Sie fördert die Ablösung vom Elternhaus und führt die Jugendlichen auf die

Berufs- und Erwachsenenwelt hin. An dieser Zielsetzung arbeiten Schule und Internat

eng zusammen. Die Berufswahl hat für Jugendliche mit einer Körperbehinderung

eine besondere Bedeutung. Der folgende Artikel beleuchtet die BWS von verschiedenen

Seiten.

So sieht es eine Schülerin, welche die

Berufswahl seit einem Jahr besucht:

BWS ist die Abkürzung von Berufswahlschule.

Dort setzt man sich mit

der Berufswelt auseinander und man

schaut, dass der/die Schüler/Schülerin

möglichst viel Schulstoff aufholen

kann.

Die BWS ist streng, das heisst: Die

Schule beginnt morgens um 08.00

Uhr und dauert bis abends um 17.30

Uhr. Dazwischen gibt es natürlich

auch Pausen! Man fährt nicht, wie in

anderen Schulen, jeden Tag nach

Hause, sondern man wohnt in

einem Internat mit anderen Jugendlichen

und Sozialpädagogen/Sozialpädagoginnen

zusammen. Dort erledigt

man neben der Schulzeit noch

den Haushalt: also mit Frühstück,

Mittag- und Abendessen, Küche,

Zimmerreinigung und das Toiletten/

Dusche putzen gehören ebenfalls

dazu wie das Einkaufen.

Aber trotz dieser «manchmal» strengen

Zeit ist es auch humorvoll und

macht Spass!

*Sandra G. ist Schülerin der BWS.

Situation körperbehinderter

Jugendlicher vor

der Berufswahl

Bei Jugendlichen mit Körperbehin-

derung stellt sich beim Eintritt in die

Berufswelt die Frage, ob eine Ausbildung

in der freien Wirtschaft möglich

ist. Häufig wird der geschützte

und speziell betreute Rahmen, den

die Jugendlichen in der Sonderschule

hatten, auch während der

Lehre weiter beansprucht. Dies ist in

von der Invalidenversicherung unterstützen

Institutionen möglich, welche

ein Berufsbildungsangebot für

Menschen mit Körperbehinderung

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anbieten. Im Kanton Aargau besteht

in diesem Bereich nur ein kleines

und nicht immer genügendes

Angebot. Sehr häufig ist es deshalb

nötig, dass körperbehinderte Jugendliche

ausserkantonal ihre Lehre

absolvieren. Dies ist ein grosser

Schritt: Sie müssen die Umstellung

vom Schul- zum Lehrbetrieb vollziehen.

Dazu kommt meist ein auswärtiger

Aufenthalt in einem Internat,

da die Anfahrtswege von zuhause

aus zu lang sind.

Ziel der BWS

• Die BWS bietet Jugendlichen und

Eltern eine intensive Begleitung

im Berufswahlprozess an. Mit

Unterstützung der IV-Berufsberatung

und des Berufswahllehrers

erarbeiten die Jugendlichen und

ihre Eltern im BWS-Jahr Möglichkeiten

und Grenzen einer beruflichen

Erstausbildung (=Lehre).

• Nach erfolgter Berufswahl steht

die Vorbereitung auf die Anforde-

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rungen der bevorstehenden Ausbildung

im Zentrum. Diese wird

von allen Bereichen des BWS-

Teams mitgetragen und unterstützt.

Schule

Die Schule teilt sich in drei Hauptförderbereiche

auf:

• Allgemeinbildende Fächer wie

Deutsch, Mathematik, Fremdsprachen,

etc.: Der Schulstoff baut

auf dem bisher erworbenen Wissen

auf. Wir versuchen, vorhandene

Lücken zu schliessen.

• Werken: Wir schulen die handwerklichen

Fertigkeiten im Hinblick

auf die Berufswahl. Die

SchülerInnen lernen gestalterische

Möglichkeiten mit verschiedenen

Materialien kennen.

• Berufswahlkunde: Wir klären die

Fähigkeiten, Neigungen und

Charakterzüge der Jugendlichen

und die Anforderungen der Berufe

und der Berufswelt.

Der Unterricht erfolgt in Anlehnung

an die Arbeitswelt an 5 Tagen pro

Woche von 08.00 bis 17.30 Uhr mit

Mittags- und kleineren Pausen. Die

Unterrichtsform ist auf eine grösstmögliche

Selbstständig- und Selbsttätigkeit

der Jugendlichen ausgerichtet.

Die Lehrkräfte unterstützen

die Jugendlichen in dieser Haltung.

Der Grad der möglichen Selbstständigkeit

muss im Verlaufe des Jahres

mit allen Beteiligten immer wieder

neu erarbeitet und ausgehandelt

werden. Als Faustregel gilt: Je höher

die Ansprüche sind, die eine berufliche

Erstausbildung an einen Jugendlichen/eine

Jugendliche stellt,

umso höher muss der Grad des

selbstständigen und selbstverantwortlichen

Handelns sein.

Internat

Ziel der Wohngruppe ist es, den Jugendlichen

die Voraussetzungen zu

einer möglichst selbstständigen Alltagsbewältigung

in verschiedenen

Lebensbereichen zu geben. Die natürliche

Ablösung vom Elternhaus

im Alter zwischen 15 und 18 Jahren


ist ein normaler Lebensprozess. Die

Jugendlichen sind auf der Suche

nach sich selbst: «Wer bin ich, was

kann ich, wo sind meine Stärken

oder Schwächen?» Während dieser

Zeit lernen sie, sich mit Gleichaltrigen

zu messen, Freud, Leid, Lust

und Frust zu teilen und eigene Verantwortung

zu übernehmen. Das

BWS-Wocheninternat bietet das

ideale Übungsfeld dazu.

Die Jugendlichen lernen einander

kennen und sie müssen ihren Platz in

der Gruppe finden. Sie erfahren,

was es heisst, täglich in einer Wohngemeinschaft

zu leben. Sie lernen,

Kompromisse einzugehen und die

eigenen Bedürfnisse wahrzunehmen.

Sie erkennen, wo sie Hilfe

holen können und machen Erfahrungen

mit ihren eigenen Grenzen.

Die berufliche Auseinandersetzung

ist ein wichtiger Teil und fordert persönliches

Engagement. Die Persönlichkeitsentwicklung

wird durch dieses

Suchen und Finden gefördert

und gestärkt.

Im Berufswahljahr lernen die Jugendlichen,

mehr Selbstverantwortung

im Alltagsbereich zu übernehmen.

Sie treten aus dem Schutz des

Elternhauses, und sie werden mit

neuen Anforderungen konfrontiert.

Sie erarbeiten und entwickeln Strategien,

um den Alltag zu bewältigen.

Einkaufen, Menüplanung, Kochen,

Wäsche waschen, Putzen usw.

gehören dazu. Wichtige Diskus-

sions- und Schwerpunkte sind die

Einteilung des Sackgelds und die

Gestaltung der Freizeit. Ebenso zur

Alltagsbewältigung gehört, sich

eine eigene Meinung zu bilden und

diese zu vertreten.

*Martha Müller ist Gruppenleiterin auf

der BWS-Wohngruppe seit 1999 und

Andy Bopp ist Berufswahllehrer seit

1993.

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Mehr als nur fein Backen

Angepasster Arbeitsplatz

von Barbara Steinemann *

Interdisziplinäre Zusammenarbeit gewährleistet bestmögliche Vorbereitung der

Jugendlichen auf die berufliche Integration. Sie ist wichtiger Inhalt einer ganzheitlichen

Schulung bei zeka. Die Ergotherapie jedes Kindes wird in hohem Ausmass auf eben

dieses Ziel bezüglich Berufsfindung ausgerichtet.

Es riecht wieder einmal köstlich nach

«Grittibänze» auf der Therapieetage.

Auf die Frage, wer daran

schuld sei, wird leicht verärgert –

weil man selbst nicht probieren darf

– aufs Büro der Ergotherapie gezeigt.

Hinter dem feinen Gebäck steckt

aber eine ganze Menge mehr als nur

ein bisschen Backen. Für den Teig

müssen Zutaten gekauft, abgewogen,

gemischt und geknetet werden.

Dazu sind Leseverständnis,

Mengenkenntnisse, Gedächtnisleistung,

Umgang mit Geld, Mathematik,

Handlungsplanung, Strategie,

Arbeitsorganisation, Haltung, Ge-

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schicklichkeit, angemessener Krafteinsatz

und vieles mehr unabdingbar.

Neben dem Backen wird in der Ergotherapie

mit Spielen, Handwerkstätigkeiten,

Bewegungsaufgaben und

vielem mehr gearbeitet. Diese ergeben

sich nach dem Behandlungskonzept,

das für das jeweilige Kind

am geeignetesten ist, z.B. die

Behandlung nach Bobath bei einer

spastischen cerebralen Bewegungsstörung,

die Sensorische Integrationstherapie

etc.

Das angestrebte Ziel in der Ergotherapie

ist die grösstmögliche Handlungskompetenz

und Selbstständigkeit in

Schule und Freizeit, sprich Integration.

In der Schule erarbeitet die Ergotherapeutin

in Zusammenarbeit mit der

Lehrkraft, der Klassenhilfe und den

anderen Therapien eine optimale

Ausgangsstellung für das Kind. Dies

beinhaltet eine Sitzanpassung und

die Abgabe von Hilfsmitteln

wie Schreibadaptationen, rutschfeste

Unterlagen etc. Auch die Anpassung

eines Computerarbeitsplatzes

liegt im Aufgabenbereich der Ergotherapie.

Wichtig bei der Hilfsmittelanschaffung

ist der Einbezug der

Eltern bei der Auswahl und Anwendung

dieser Geräte zu Hause.

Ein weiterer Schwerpunkt in der Behandlung

ist die Selbstständigkeit in

den alltäglichen Bereichen wie

Essen, Aus-/Anziehen und Körperpflege.

Dies wird z.T. beim begleiteten

Mittagessen geübt.

In der Freizeit stehen das gemeinsame

Finden von Freizeittätigkeiten

und Aktivitäten (z. B. Pfadi trotz

allem) im Vordergrund. Dabei ist die

Zusammenarbeit mit den Eltern ein

wichtiger Bestandteil der Integration

des Kindes ausserhalb des Zentrums,

im öffentlichen Leben. Den Ergotherapeutinnen

liegt es am Herzen, die

Kinder auch in sozialen Fertigkeiten

zu fördern. Dies findet vor allem in

Kleingruppen statt oder während

spezieller Anlässe, wie beispielsweise

der Weihnachtswochen (Bericht

S. 23).

Im Umgang mit alltagspraktischen

Tätigkeiten steht das direkte An-


wenden (Einkaufen, Lift-/Busfahren,

Telefonieren usw.) im Vordergrund.

Die Ergotherapie erfasst ihre jungen

Patienten ganzheitlich und holt sie

bei ihrem entsprechenden Entwicklungsstand

ab. Dies umfasst auch

das Lernen, mit neuen Situationen

von Ueli Speich*

Am 16. Mai 2002 fällte der Stiftungsrat

von zeka einen historischen Entscheid:

Er stimmte dem Engagement

von zeka im Erwachsenenbereich

grundsätzlich zu und beauftragte ein

Projektteam, das Betriebskonzept für

ein «Wohnhaus Aargau» zu erarbeiten.

Einen ersten Meilenstein auf dem

Weg zur Realisation stellt unser

überarbeitetes Leitbild dar, welches

vom Stiftungsrat am 13. März 2003

und von Regierungsrat Rainer Huber

am 24. Juni 2003 genehmigt wurde.

Bereits Ende September 2003 war

ein zweiter Meilenstein erreicht: Der

Stiftungsrat hiess das zukünftige

Betriebskonzept sowie das Raumprogramm

gut. Auch eine breit

angelegte Grundstückevaluation

konnten wir unter Einbezug von Direktbetroffenen

Ende Dezember mit

einem Vorentscheid des Stiftungsrates

erfolgreich abschliessen. Gegenwärtig

verhandeln wir mit der uns

umzugehen, sodass das Kind oder

der Jugendliche je länger je weniger

auf Unterstützung und Einzelbetreuung

angewiesen ist.

«So schmeckt doch der Grittibänz

noch viel besser, wenn man weiss,

Projekt «Wohnhaus Aargau»

macht Fortschritte

sehr wohlgesinnten Grundeigentümerschaft.

Ziel ist es, so rasch als

möglich mindestens eine Absichtserklärung

für einen Baurechts- oder

Kaufvertrag abschliessen zu können.

Betriebskonzept und Raumprogramm

sehen 24 individuelle Wohneinheiten

mit zugehörigen Nasszellen vor.

In allgemeinen Räumen bieten wir

Tagesstätten und Beschäftigungswerkstätten,

Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten

für insgesamt

30 Klientinnen und Klienten an. Für

Verpflegung, Freizeit und Therapie

stellen wir gemeinsame Räumlichkeiten

zur Verfügung. Dem Kontakt

und Austausch mit der Öffentlichkeit

schenken wir grosse Beachtung.

Infrastruktur und Angebote legen

wir so aus, dass sie den Kontakt mit

nicht behinderten Menschen erleichtern

und möglichst viele Tätigkeitsfelder

des normalen Alltags

erschliessen. Die zu erstellende anrechenbare

Bruttogeschossfläche beträgt

rund 4000 Quadratmeter.

was alles dahinter steckt. En

Guete!»

* Barbara Steinemann hat im Rahmen

ihrer Ausbildung an der Schule für Ergotherapie

Zürich im Zentrum Baden ihr dreimonatiges

Pädiatriepraktikum absolviert.

Seit Jahren fehlen im Kanton Aargau Angebote für erwachsene Menschen mit schweren Körperbehinderungen.

Heute leben diese 20- bis 50-jährigen Menschen mit normalen intellektuellen Fähigkeiten in

Alters- und Pflegeheimen, in Institutionen für Menschen mit geistiger Behinderung oder bei den Eltern.

Das Projekt «Wohnhaus Aargau» soll diesen Menschen individuellen und gemeinschaftlichen Wohn- und

Lebensraum sowie Beschäftigungs-, Arbeits- und Ausbildungsmöglichkeiten bieten.

Wie geht es weiter? Bereits heute

erhalten wir Anfragen von zukünftigen

Klientinnen und Klienten... Die

Realisation dauert allerdings noch

etwas. Die Subventionsbehörden

schreiben zum Beispiel einen Architekturwettbewerb

vor und werden

auch in anderen Belangen ein gewichtiges

Wort mitreden. Zeit benötigen

wir auch, um das notwendige

Eigenkapital von mehreren Millionen

Franken auf dem Spendermarkt aufzutreiben.

Mit einem ersten Spatenstich

ist frühestens Ende 2006, mit

der Eröffnung des Neubaus frühestens

2008 zu rechnen.

Wollen Sie das «Wohnhaus Aargau»

unterstützen? Gerne nehmen wir Ihre

Einzahlung auf PC-Konto 50-144-3 mit

dem Vermerk «Wohnhaus Aargau»

entgegen. Sie helfen uns mit Ihrer

Spende, die Realisation des «Wohnhaus

Aargau» zu beschleunigen.

*Ueli Speich ist Stiftungsleiter von zeka

und mit der Projektleitung «Wohnhaus

Aargau» beauftragt.

1/04 13


zeka am MAG 2003

16 1/04

«Handwerk anno dazumal und heute.» So lautete

das diesjährige Motto des MAG (Markt Aargauer

Gewerbetreibender) vom 25. bis 28. September in

Aarau. zeka hat sich zum zweiten Mal an einem

Stand präsentiert.

von Barbara Bader*

Mit Vergnügen orientierten wir uns am Thema.

Bei einer Kollegin zu Hause fand sich ein erfahrenes,

altes Schülerpult, das, ausgerüstet mit

Gästebuch, Federhalter, Tintenfässchen und

Tintenlümpli zu einem Anziehungspunkt unseres

Standes wurde. Rund um dieses alte

Stück entstanden Gespräche, wurden Erinnerungen

geweckt, gute und schlechte.

Gern versuchten sich die jungen und älteren

Besucher am alten Schreibhandwerk,

mit oder ohne «Töllggen», ungebrochen

freudig und entspannt die einen, konzentriert,

verbissen, perfekt die andern.

Mit den wunderschönen Filzarbeiten

der BWS und der Möglichkeit für die

Besucher, selber eine Kleinigkeit zu filzen,

bot sich ein weiterer Bezug zum

Thema und die Möglichkeit, mit den

SchülerInnen ins Gespräch zu kom-


men. Die Zusammenarbeit mit der

BWS war wieder einmal eine gelungene

Erfahrung. Mit unseren fast

schon legendären Cüpli mit Snacks,

einem duftenden Kaffee oder einer

delikaten, wärmenden Suppe wurden

feine Fäden von zeka zur Öffentlichkeit

gesponnen. Nicht nur

die symbolische, sondern auch die

handfeste Kunst des Spinnens

konnte an diesen Tagen geübt und

bewundert werden.

Etwas ganz Besonderes hatten wir

mit den zeka-Bleistiften im Angebot.

Ist die Suppe fertig?

Ästhetisch ansprechend gestaltet,

sind sie eine Zierde für jeden

gepflegten Schreibtisch. ES HAT

NOCH!!!!!

Der MAG war ein grosser Erfolg.

Wir genossen interdisziplinäre Zusammenarbeit

vom Feinsten, freuten

uns an den vielen Kontakten und

sind gespannt aufs nächste Jahr.

*Barbara Bader ist Sonderschullehrerin in

Aarau seit 1985.

Kleine Besucherinnen konzentriert

am Filzen

Die zeka-Bleistifte können

zum Preis von Fr. 2.– pro

Stück bestellt werden unter

sekretariat.aarau@zeka-ag.ch

1/04 17


Wild Lions Day

von Karin Morgenthaler und

Carlo Mettauer *

Die Gruppen Piccolo (Kindergartenund

Unterstufenkinder) beider Schulen

machten sich mit einem geschenkten

Wild-Lions-T-Shirt im Car

über die Staffelegg auf den Weg

nach Brugg. Dort warteten die Pon-

18 1/04

Am Freitag, 22. August 2003, verbrachten die zeka-Schulen Aarau und Baden

einen fantastischen Tag, organisiert vom Lions Club Baden-Heitersberg.

Finanziert wurde der Anlass aus dem Erlös eines Benefiz-Konzertes vom

Dezember 2002. In Begleitung von Lions-Club-Mitgliedern kam Jung und Alt

zu einem unvergesslichen Erlebnis.

toniere der Genie-Rekrutenschule

auf die bunt zusammengewürfelte

Gästeschar und stellten ihre verschiedenen

Aufgaben vor. Aber die

Kinder warteten schon ungeduldig

auf das Highlight: Eine Bootsfahrt

mit den orangefarbenen Schwimmwesten

auf der Aare Richtung Wasserschloss,

wo sich Aare, Reuss und

Limmat in einer wilden, schönen

Flusslandschaft vereinigen. Die

Boote flitzten durch das Wasser,

Gischt flog den Kindern ins Gesicht.

Diese kreischten fröhlich und begeistert.

Nach diesem Abenteuer verschoben

wir uns zum MacDonalds-

Mittagessen nach Baden-Dättwil.

Hamburger, Pommes frites, Chicken


2003

Nuggets und Vanilleglace erfreuten

vor allem die Kinder. Nachher ging es

weiter zum Wasserschloss Hallwil,

wo uns eine Zauberin mit ihren

Künsten überraschte. Beflügelt und

beseelt aus der Zauberwelt zurück,

vom ereignisreichen Tag und der

Fahrt schon etwas müde, wurden

die Kinder um ca. 16.00 Uhr von den

Eltern in Empfang genommen oder

nach Hause transportiert. Mit grossem

Applaus verabschiedeten wir

uns vom «Spender», der Lions

Gruppe Baden-Heitersberg.

* Karin Morgenthaler, Schul- und

Arztsekretärin Aarau und Carlo Mettauer,

Betriebsleiter Aarau

Die Gruppen Juniors, bestehend aus

den Unter- und Mittelstufenklassen,

waren gespannt, wohin die Reise

führen würde. Gross war der Jubel

der Kinder, als sie auf dem Flughafen

Birrfeld zu Rundflügen eingeladen

wurden. Weiter ging es mit einer

Fahrt um den Hallwiler See zum

nächsten Programmpunkt: Im

Tenniscenter Wasen erhielten die

Kinder Gelegenheit, erste Spielerfahrungen

unter Anleitung einer Rollstuhl-Tennisspielerin

zu sammeln.

Auch ein Zauberer war anwesend

und brachte Gross und Klein mit seinen

Ball- und Eierbecherzaubereien

zum Staunen. Zum Abschluss dieses

erlebnisreichen Tages wurden wir im

McDonalds in Dättwil verpflegt.

Ein Mittelstufenschüler

hält Rückblick:

von Aleksandar M. *

Mir hat das Fliegen mit den Flugzeugen

gefallen. Es war sehr schön, in

der Luft zu fliegen. Und der Zauberer!

Er war sehr lustig. Das Tennis

war auch schön. Und am Schluss

gingen alle zu McDonalds essen. Für

mich war es der schönste Tag der

Welt.

* Aleksandar M. ist Schüler der

Mittelstufe Baden.

1/04 19


20 1/04

Eine tolle Reise

von Cedrine H.*

Am Erlebnistag gingen wir OberstufenschülerInnen

nach Oberniesenberg

für einen Helikopterflug. Das

war schon ein ziemlich cooles Erlebnis.

Der Flug dauerte insgesamt 20

Minuten. Ich hatte schon ein bisschen

Bedenken, ob es mir wohl bei

dem Flug schlecht werden würde.

Aber der Flug war total lässig. Nach

dem Flug wurden noch einige Erinnerungsfotos

geknipst. Dann fuhren

wir in den McDonalds in Bremgarten

für das Mittagessen.

Zurück im Zentrum gab es eine weitere

Überraschung. Es wartete auf

uns der berühmte Rollstuhlsportler

Franz Nietlispach. Er erzählte uns

interessante Geschichten aus seinem

Leben. Zudem signierte er uns

sein Buch sowie mir mein neu erhaltenes

T-Shirt.

Liebe Mitglieder des

Lions Clubs

von Philipp R.*

Ich möchte mich bei euch nochmals

herzlichst bedanken für diesen schönen

Tag. Mir hat der ganze Tag gefallen,

den Heliflug vergesse ich sicher

nie. Auch das Mittagessen war

sehr fein. Einfach nochmals vielen

herzlichen Dank.

Liebe Grüsse

* Cedrine H. und Philipp R. besuchen die

Oberstufe in Baden.

Wild Lions Day 2003


Ein Schultag auf dem Weissenstein

von Schülerinnen und Schülern der

Oberstufe 1 Aarau*

Den Jura auf direkte Art und Weise kennen lernen: Dies war das Ziel eines Ausflugs der

Oberstufenklasse Aarau von Silvia Lüscher. Ausgerüstet mit Karten machten Kinder und

Lehrerin an einem Dienstag im September eine Exkursion auf den Weissenstein.

Der Ausflug auf den Weissenstein

fing in der Schule an. Wir stiegen in

den Schulbus, wo Herr Baumann

uns erwartete. Wir fuhren los Richtung

Autobahn und weiter ging es

an Olten vorbei bis nach Solothurn.

Dann ging es Richtung Weissenstein-Sesselbahn.

Dort angekommen,

durfte ich mit meinem Freund

Thiemo aufsitzen und den Berg hinauffahren.

Als wir bei der Bergstation

angekommen waren, versammelten

wir uns in der Nähe des

Restaurants. Als Letzte kam Frau Lüscher

dazu und verteilte jedem eine

Kartenkopie. Auf dieser Karte mussten

wir umliegende Ortschaften su-

Auf der Handpedalo-Mini-Eisenbahn

chen. Anschliessend erteilte uns Frau

Lüscher folgende Aufgabe: Wir mussten

nach einer Silberdistel suchen.

«Wer zuerst eine findet, bekommt

ein Glacé», sagte sie. Alle gingen

und hielten Ausschau nach der

Blume…

*Patrick P.

… Patrick, Dominik und ich machten

uns natürlich gleich auf die Suche,

denn wer will schon eine Chance auf

eine Glacé verpassen. Schliesslich

fand Andrea die Distel, aber wir bekamen

auch eine Glacé. Der Tag war

schön, wir gingen auch Sesselbahn

fahren. Patrick und ich konnten auch

noch auf der Sesselbahn singen. Ja

… und sonst weiss ich nichts mehr,

ausser, dass es ein sehr schönes Erlebnis

war.

*Thiemo H.

Um 9.30 Uhr sind wir mit dem Schulbus

zum Weissenstein gefahren. Es

hat eine Stunde gedauert. Mir ist es

langweilig geworden. Aber wir

haben die Liedermäppchen mitgenommen

und haben Lieder gesungen.

Dann kamen wir an und sind

mit der Sesselbahn gefahren. Ich bin

mit Murielle gefahren, und es war

lustig. Oben sind wir ausgestiegen

und Frau Lüscher hat uns Karten gegeben

und hat gesagt: «Wir machen

hier Schule! Wo ist von hier aus Nor-

1/04 21


den?» Und nach der Schule schauten

wir die Berge an. Sie sahen von

dort aus klein aus…

*Gül S.

…. Frau Lüscher sagte später: «Wer

eine Silberdistel findet, bekommt

eine Glacé.» Und ich habe das Glück

gehabt und habe sie zuerst gefunden.

Beim Picknickplatz haben wir

dann zusammen gegessen. Wer Lust

hatte, konnte noch klettern gehen.

Claudia und ich kletterten bis ganz

nach oben. Es hatte Bäume, da sind

wir zwischendurch geklettert. Anfangs

ging das ja ganz gut, aber das

22 1/04

Zurückklettern war schon

schwieriger. Als uns Frau

Lüscher zurückrief, sind

wir alle wieder runtergeklettert.

Alle bekamen

noch eine Glacé. Dann

sind wir wieder zurückgefahren,

ich bin mit Gül

hinuntergefahren, dabei

wurde es mir schlecht und

auch noch langweilig.

Also haben wir angefangen

Chips zu essen und

fanden es doch noch lustig.

*Andrea S.

Glanz und Glimmer!

von August Schwere *

Auf der Sesselbahn trägt man den Rucksack

vorne..

Am 25. Oktober 2003 fand das traditionelle Herbstfest der Ambulanten Therapieund

Beratungsstelle im Zentrum Baden statt.

Immer im Herbst wird das Zentrum in

Baden festlich geschmückt, dieses

Jahr nach dem Motto «Glanz und

Ob uns Mami erkennt?

Glimmer». Zum Herbstfest eingeladen

sind alle Kinder und Angehörige,

die unterm Jahr zur Therapie ins Zentrum

kommen oder von unseren

Früherzieherinnen zu Hause betreut

werden. Auch dieses Jahr kamen sie

in grossen Scharen. Die Drehorgelmusik

in der Eingangshalle versetzte

alle in Feststimmung. An Spiel- und

Bastelständen konnten sich Kinder

und Erwachsene miteinander vergnügen.

Eine grosse Attraktion war

das Schminken. Und wie jedes Jahr

stand ein Theaterstück für Gross und

Klein auf dem Programm. In der Kaffeestube

mit dem feinen Kaffeebuffet,

geführt von der Elternvereinigung

Cerebral Aargau, gab es viele

gute Gespräche von Eltern untereinander

und von Eltern und Mitarbeitenden.

Die Herbstfest-Tradition wird

im Jahre 2004 weitergeführt. Man

darf sich freuen.

* August Schwere ist als Betriebsleiter des

Zentrums Baden tätig.


Filz im zeka Baden!

* von Barbara Steinemann

Jedes Jahr vor Weihnachten organisiert das Ergotherapieteam des zeka Baden eine Projektwoche,

in der gemeinsam mit den Kindern der Vorfreude auf das bevorstehende

Weihnachtsfest Raum gegeben wird. Bei der diesjährigen Weihnachtsaktion stand das

Filzen im Mittelpunkt der Therapiestunden.

Mit fast allen Schülern der Klassen

sowie mit Kindern aus dem Ambulatorium

wurde in den zwei letzten

Wochen vor den Ferien in der Ergotherapie

gefilzt. In einem grossen

Therapieraum an mehreren verstellbaren,

zusammengeschobenen Tischen

wurde mit den Kindern an

Sternen und anderen weihnächtlichen

Motiven gearbeitet. Dabei

spielte die Interaktion zwischen den

Kindern genauso eine Rolle, wie das

individuelle Anpassen der Tätigkeit

an die Fähigkeiten des Kindes.

Mit speziellen Nadeln trocken oder

mit der Nasstechnik wurde das in

allen Farben vorhandene Naturmaterial

zu weihnachtlichen Sujets verarbeitet.

Beim Nadelfilzen wird die Wolle in

Guetzli-Ausstechformen gelegt und

dann mit speziellen mit kleinen

Widerhaken versehenen Nadeln gestüpft.

Als Unterlage dient dabei ein

Schaumstoffklotz. Die Nadeln sind

sehr spitzig. Deshalb ist beim Arbeiten

grösste Vorsicht und Konzentra-

tion gefordert. Diese aufzubringen

war für viele Kinder in einem gemeinsamen

Therapieraum nicht

immer einfach. Um die Finger zu

schützen, eignen sich vor allem Fingerhüte

sehr gut. Das genaue Hinschauen

beim Nadeln ist ebenfalls

zur Gefahrenvermeidung unerlässlich.

Durch die Konzentration auf das

zu bearbeitende Filzförmchen werden

die Augen-Hand-Koordination

sowie die Filtration von unwichtigen

Reizen gefördert. Auch die taktile

Wahrnehmung wird durch das Arbeiten

mit der Wolle angesprochen.

Bei der zweiten Technik, dem Nassfilzen,

werden Tennisbälle mit Wolle

umwickelt und mit warmem Seifenwasser

lange geknetet und später

auch geschrubbt, bis sich die Wollfasern

mit denen des Balles verhakt

haben. Mit etwas Glimmer und kleinen

Sternchen dekoriert entsteht

eine Weihnachtskugel. Bei dieser

Technik werden die Kraftdosierung,

die Hand-Hand- sowie die Augen-

Nadelfilzen in der Gruppe

Hand-Koordination und vor allem

die Ausdauer geschult. Manchmal

braucht es eine grosse taktile Überwindung,

um in die mit Seifenwasser

durchtränkte Wolle zu greifen.

Um die fertigen Sterne und Kugeln

etc. aufhängen zu können, musste

noch ein Faden eingefädelt und

durch das Motiv gestochen werden.

Das Verknüpfen der Fadenenden

stellte eine weitere Herausforderung

dar. Das Erkennen der vielen kleinen

Teilschritte zum Anbringen des Aufhängefadens

gehörte zur Handlungsplanung.

Zum Schluss wurden die fertigen

Sterne, Engel und Tannenbäume am

diesjährigen Weihnachtsbaum in der

Eingangshalle des zeka Baden aufgehängt

und mit viel Stolz den Mitschülern,

Eltern und LehrerInnen gezeigt.

* Barbara Steinemann hat im Rahmen ihrer

Ausbildung an der Schule für Ergotherapie

Zürich im Zentrum Baden ihr dreimonatiges

Pädiatriepraktikum absolviert.

1/04 23


25 Jahre Heilpädagogische

Früherziehung bei zeka

Unsere Referentin, Frau Christiane

Büchner

von Luciana Marantelli*

Im Jahr 1978 eröffnete die Aargauische

Stiftung für cerebral Gelähmte

in Baden unsere erste heilpädagogische

Frühberatungs- und Frühförderungsstelle.

Bereits anfangs der

80er-Jahre wurde im Bauprojekt der

Schulanlage Telli auch für die Region

Aarau eine entsprechende Stelle im

Raumprogramm eingeplant. Im

Jahre 2002 konnten wir – dank der

Unterstützung der Fachkommission

Früherziehung und des Departementes

Bildung, Kultur und Sport –

auch in Aarau eine entsprechende

Stelle einrichten.

25 Jahre sind eine lange Zeit. In diesen

Jahren hat sich die Heilpädago-

24 1/04

Am 17. September 2003 konnten wir Geburtstag feiern: 25 Jahre Heilpädagogische

Früherziehung für Kinder mit Körperbehinderungen bei zeka! «Integrierende Wirkung

einer guten Vernetzung in der Früherziehung von Kindern mit Körperbehinderung»:

Der Titel der Referates von Frau Christiane Büchner kann als Motto über die schlichte

Feier geschrieben werden.

gische Früherziehung (HFE) sehr gut

in den Kanton Aargau integriert.

Sichtbar wurde dies an der Tatsache,

dass die Feier nicht in Baden-Dättwil,

sondern in Aarau, dem Ort, an dem

seit gut einem Jahr ebenfalls HFE angeboten

wird, stattfand. Dass der

Dienst ausgezeichnet integriert ist,

dokumentiert die grosse Schar von

«Gratulantinnen und Gratulanten».

Sie folgten dem interessanten und

persönlichen Referat von Frau Büchner

und diskutierten angeregt beim

Apéro-Buffet, das von den Mitarbeiterinnen

des zeka Aarau hergerichtet

wurde. Wie es sich für eine Feier

gehört, wurde auch Musik integriert.

Der Musiktherapeut Otto Spirig

begleitete die Geburtstagsfeier virtuos

und liebevoll: «Happy Birthday»in

zwanzig Varianten.

Die Vernetzung unserer Heilpädagogischen

Früherziehung für Kinder

mit Körperbehinderung ist ausgezeichnet.

Dies war an dieser Feierstunde

deutlich sichtbar. Alle wichtigen

Partnerinstitutionen der Zusammenarbeit

waren vertreten: Die

anderen Heilpädagogischen Dienste

des Kantons Aargau, die Sonderschulen

und die Sonderschulheime,

Pro Infirmis und viele andere. Zufrieden

und angeregt verliessen die

Gäste erst um 21 Uhr die Schulanlage

Telli. Eine Feierstunde, die noch

lange nachklingt und zur weiteren

Integration und Vernetzung unserer

HFE im Kanton beitragen wird.

* Luciana Marantelli ist seit 1989 als

Heilpädagogische Früherzieherin in

Baden tätig.

Heilpädagogische Früherziehung bei zeka: Bemerkenswerte

personelle Konstanz:

1978 – 1996 ✝ Cécile Brühwiler: Bis zu ihrem allzu frühen Tod hat Cécile

Brühwiler unsere HFE pionierhaft aufgebaut

seit 1987 Marianne Fröhlicher

seit 1989 Luciana Marantelli

seit 1996 Brigitta Scheiwiller

seit 1999 Regula Kallen

seit 2002 Caroline Hoehnen (Aarau)

seit 2003 Nicole Lasagni (Aarau)


Willkommen

Neu bei zeka:

Inglin Senta

Praktikantin Baden

Adieu

Austritte:

Hofmann Sybille

Klassenhilfe Baden

Lasagni Nekys Nicole

Früherzieherin Aarau

Koch Annett Christina

Physiotherapeutin Baden

Demiroglu Miriam, Raumpflegerin, Baden 2001

Dubs Therese, Klassenhilfe, Baden 2001

Hunziker Sandra, Praktikantin, Aarau 2003

Janser Marcel, Praktikant, Baden 2003

Scholz Brigitte, Psychomotoriktherapeutin (Stellvertretung), Zofingen 2003

Wir gratulieren

zur Hochzeit von

Herzog Beatrice und Schindler Tobias, 11. Dezember 2003

zur Geburt von:

Gerber Chiara Aline, 2. Dezember 2003,

Tochter von Sabine Gerber und Valentin Rupp

zur Beförderung von

Carlo Mettauer zum Oberst der Fliegertruppen per 1. Januar 2004

Schwab Simon

Praktikant Aarau

1/04 25


Porträt: Sandra Erni

von Sandra Erni *

26 1/04

Im letzten August hat Sandra Erni im Zentrum Baden die Leitung des Kindergarten-/Unterstufenteams

übernommen. Davor gönnte sie sich eine mehrmonatige Auszeit, in der

sie sich einem ihrer Hobbys, der Malerei, widmete.

Schwer beladen mit Koffer, Zeichnungsmappe,

Pinseln und Farben

kam ich in Genua am Bahnhof an.

Am Taxistand wurde meine Zieladresse,

Piazza Embriaci, mit heftigemHände-über-dem-Kopf-Zusammenschlagen

entgegengenommen.

Der Taxifahrer brach fast in Panik

aus: Mit seinem breiten Mercedes

sollte er mich in die engen Gassen

des Centro storico fahren! Nach einigem

Hin und Her entschied er sich

doch, mein Gepäck einzuladen und

in Richtung des gewünschten Platzes

loszufahren. Die Fahrt gestaltete

sich dann nicht so schwierig wie befürchtet.

Auch der Taxifahrer kam

auf seine Rechnung: Kurz vor dem

Ziel schaltete er den Taxometer aus...

Die gewünschten 20 Euro bezahlte

ich im Wissen, dass er grosszügig

aufgerundet hatte. Im Palazzo noch

die 100 Treppenstufen raufgeschnauft,

dann stand ich im Wohnatelier,

das ich für einen Monat bewohnen

würde.

In diesem Jahr erfüllte ich mir den

schon längere Zeit gehegten

Wunsch, mehr Zeit in mein Hobby,

das Malen, investieren zu können.

Diesen Wunsch konnte ich durch den

Wechsel der Arbeitsstelle in die Tat

umsetzen. Die Arbeit am zeka in

Baden-Dättwil, als Ergotherapeutin

und Teamleiterin, würde ich erst im

August 2003 aufnehmen. Die alte

Stelle kündigte ich so, dass eine Auszeit

von 3 Monaten möglich wurde.

Endlich Zeit, mal intensiv zu malen,

mich mit Farben und Formen zu umgeben,

längere Zeit eine Spur zu verfolgen.

Mein Schaffensprozess begann Ende

April 2003 für 3 Wochen in Sardinien

mit dem Besuch eines Malkurses.

Weiter verfolgte ich die Spur in

Genua, wo ich selbstständig für vier

Wochen arbeitete. Nora, eine Künstlerin

aus der Schweiz mit Wohn- und

Arbeitssitz in Genua, hatte mir ihr

Wohnatelier zur Verfügung gestellt

und begleitete meinen Prozess

beim Malen durch regelmässige Besu-

che und durch das Vermitteln ihres

Wissens.

In Sardinien hatte ich hauptsächlich

gegenständlich gemalt, nun führte

mich mein Schaffensprozess zurück

zur ungegenständlichen Malweise.

Schon immer hatte ich gerne aus

dem Moment gemalt, verfolgte

spontane Impulse, im Versuch, den

allzu streng beurteilenden Kopf in

Schranken zu halten.

Ich habe entdeckt, dass das Auge

beim Malen eine wichtige Rolle

spielt. Das genaue Schauen ist ein

wichtiger, wenn nicht sogar der

wichtigste Teil des künstlerischen

Schaffens. Wie wirkt das Gemalte

auf mich, wo und wodurch entstehen

Spannungen, warum ist ein Bild

langweilig, wann ist es überladen,

wann ist es fertig? Ein kleiner Farbtupfer

oder die Akzentuierung einer

Linie vermögen eine Bildaussage bemerkenswert

zu verändern. Deshalb

ist es so wichtig, immer wieder Abstand

zu nehmen von dem Gemal-


Im Genueser Atelier

ten, genau hinzusehen und zu verweilen.

Manchmal ist es hilfreich, ein

Bild für mehrere Tage hängen zu lassen,

daran vorbeizugehen ohne es

zu beachten. Und plötzlich tut sich

die Erkenntnis auf, was dem Bild

noch fehlt. Oder die Offenbarung ist

ganz simpel: Das Bild gehört in den

Abfalleimer! Der Weg zum Ziel ist

viel wichtiger, als ich mir bewusst

war. Im spontanen Malen ergaben

sich immer wieder ungeahnte Möglichkeiten,

neue Ideen und Techniken

taten sich mir auf.

Selbstverständlich stand ich nicht

von morgens bis abends im Atelier,

zumal die hochsommerliche Hitze

vor Genua nicht Halt gemacht hatte.

In der nahe gelegenen Gelateria

wurde ich Stammgast. Gerne unternahm

ich kleinere Ausflüge in die

nähere Umgebung. Oft flanierte ich

zum Hafen hinunter, beobachtete

die Menschen und die ein- und ausfahrenden

Fähren oder Luxusjachten.

Ab und zu besuchte ich ein Museum,

um Werke von bekannten

oder weniger bekannten Künstlern

zu studieren. In gegenständlichen

Werken entdeckte ich abstrakte Elemente,

was mich sehr faszinierte.

Abstrakte Bilder wiederum vermoch-

ten mir Geschichten zu erzählen. Sie

regten mich zu fantasievollen Reisen

über die Bildfläche an, zu einer Landschaftsreise

ins Reich des Ungegenständlichen.

Wo sehe ich zwischen meinem

Hobby und meiner Arbeit Berührungspunkte?

Ich bin ein beobachtender

Mensch. In meinem Beruf als

Ergotherapeutin gehe ich nach dem

Regelkreis Erfassen – Planen – Behandeln

– Evaluieren vor. Das Beobachten

des Kindes beim Handeln ist

enorm wichtig, die Evaluation stützt

sich auf meine Beobachtungen aus

den Therapiestunden. Nur so kann

ich weitere Therapieschritte planen

und durchführen.

Beim Malen durchlaufe ich ähnliche

Phasen. Ich habe zum Beispiel vor,

ein Bild in der Grösse von 50 x 50 cm

zu malen, in den Farben Rot,

Schwarz und Weiss. Dafür bereite

ich alles vor, beginne zu malen.

Während dem Malprozess beobachte

ich, was auf dem Malgrund

geschieht, reagiere auf meine eigenen

Impulse. Nach einer gewissen

Zeit trete ich zurück, betrachte das

Gemalte, mache eine Auswertung.

Was fehlt noch, was braucht das

Bild? Ich überlege mir weitere

Schritte: hier noch etwas Schwarz,

diese Stelle ist zu intensiv, dort

könnte es etwas Weiss ertragen. Ich

erfasse den aktuellen Stand und

mache mir Gedanken über das weitere

Vorgehen.

Beim Behandeln eines Kindes nehme

ich spontane Impulse des Kindes

auf, integriere sie in meinen Behandlungsplan.

In der Ergotherapie ist der

Prozess sehr wichtig, das, was das

Kind unterwegs lernt. Am Schluss

der Therapiestunde steht vielleicht

ein Turm aus Bauklötzen im Raum

oder auf dem Backblech liegen frisch

gebackene Guetzli. Innerhalb einer

Stunde hat aber das Kind viel mehr

gelernt, als auf den ersten Blick

sichtbar ist. Es hat sich zum Beispiel

das erste Mal getraut, alle Schritte

selbstständig durchzuführen, oder

es hat entdeckt, was passiert, wenn

man Bausteine schräg aufeinander

stellt. Das Entdecken, die Neugierde,

das Lernen während dem Handeln

ist für mich ein wichtiger Teil der Ergotherapie,

genau so wichtig erlebe

ich das Experimentieren immer wieder

beim Malen.

Als Teamleiterin könnte ich ja einmal

versuchen, ein Bild von «meinem»

Team zu malen. Wie sähe dies aus,

welche Farben würden passen, welche

Charaktere würden sich in diesem

Bild ergänzen? Wäre das Bild

sehr lebendig? Wäre es hell, hätte es

eckige Formen oder runde? Wo

müsste ich noch Akzente setzen?

Das Wohnatelier in Genua verliess

ich mit Wehmut aber auch mit grosser

Dankbarkeit. Ich hatte viel gelernt,

was mich in die Zukunft begleiten

und meinen privaten wie

auch beruflichen Alltag bereichern

würde. Zum Glück holte mich mein

1/04 27


Produkt intensiver Auseinandersetzung

Freund in Genua mit dem Auto ab,

sodass ich den Rückweg in die

Schweiz nicht mit Taxi und Zug in

Angriff nehmen musste. Wir schonten

dadurch unsere sowie auch die

Nerven eines genuesischen Taxifahrers.

Bei so viel Material hätte der

zuständige Taxifahrer bestimmt wieder

die Hände über dem Kopf

zusammengeschlagen und seinen

Taxometer überlistet, als Entschädigung

dafür, dass sein Auto so übervoll

zum Bahnhof hätte fahren müssen…

von Marianne Schneitter *

Es ist dunkel und neblig, als ich am

Montagmorgen das Haus verlasse,

mich auf das Velo setze und in den

nächsten 12 Minuten nach Zofingen

radle. Während der Fahrt

stimme ich mich auf das erste Kind

ein. Meine Gedanken kreisen um

die auditive Wahrnehmung, denn

die Weiterbildung vom Wochenende

zu diesem Thema klingt

nach.

28 1/04

Nach weiteren vier Wochen Ferien

trat ich die mit Spannung erwartete

neue Stelle am Zentrum in Baden an.

Die Arbeit im zeka gefällt mir sehr

gut. Unser Zentrum empfinde ich als

lebendiges, sich ständig wandelndes

Bild, dessen Künstlerinnen und

Künstler alle Mitarbeitenden und die

Kinder sind. Ich freue mich, seit August

2003 Teil dieses Bildes zu sein

und es mitgestalten zu können.

* Sandra Erni arbeitet im Zentrum Baden

als Ergotherapeutin und Teamleiterin

des Kindergarten-/Unterstufenteams.

Ein Tag im Leben von…

Marianne Schneitter

Die Psychomotorik-Therapiestelle

liegt in einem Wohnquartier. Noch

ist an der Stelle alles ruhig und dunkel,

doch schon bald kehrt Leben

ein. Tobias und sein jüngerer Bruder

rennen zur Tür und treten in den

Vorraum. Tobias fühlt sich sofort

vom Kinderbassin, mit 60 kg Kirschensteinen

gefüllt, angezogen.

Ohne zu zögern setzt er sich hinein

und beginnt zu wühlen. Erstaunlich!

Noch vor zwei Wochen hat er

seine Hände mit viel Zurückhaltung

Geboren in Gebenstorf, wohnt

Sandra Erni heute in Zürich. Seit

August 2003 arbeitet sie als

Teamleiterin und Ergotherapeutin

im zeka Baden. Nach dem

Abschluss der Handelsschule an

der Kantonsschule Baden besuchte

sie einen ersten Vorkurs

an der Schule für Gestaltung

Basel und einen zweiten an der

École Cantonale des Beaux Arts

Sion. Anschliessend begann sie

ihre Ausbildung an der Schule

für Ergotherapie Zürich. Seit Mai

1998 ist sie als diplomierte Ergotherapeutin

berufstätig.

Kontaktadresse:

Sandra Erni

Rotbuchstrasse 15

8006 Zürich

01 350 44 22

erni_sandra@hotmail.com

hineingestreckt und die Steine mit

den Fingerspitzen knapp berührt.

Nun steigt er auch auf meine Impulse

ein. Der Knabe scheint Vertrauen

zum Material gewonnen zu

haben und vertieft sich in die Arbeit

in der taktilen Wahrnehmung, sodass

wir Marc und Elisa, die sich im

Vorraum umziehen, kaum hören.

Nach der Verabschiedung von Tobias

bespreche ich mit Marcs Mutter

kurz, wie wir auf die Reaktion seiner

Lehrerin eintreten. Die Kinder soll-


ten nach der Therapie früher im

Unterricht sein! Der Weg wird per

Velo in ein Nachbardorf zurückgelegt

und wir sind auf die Toleranz

der Lehrerin angewiesen. In der

Zwischenzeit haben sich Elisa und

Marc zwischen uns durchgeschlichen

und besprochen, wie sie

die heutige Stunde gestalten. Sie

haben bereits mit der Arbeit begonnen.

In der Schule fallen die beiden

durch verminderten Antrieb auf. Ihr

Muskeltonus ist hypoton. Das Mädchen

steigt nur zögernd in die Höhe

und lässt sich beschränkt auf Gleichgewichtsstimulationen

ein. Genau

in dieser Thematik übt es sich heute.

In der Höhe richtet es sich ein Büro

ein und steigt dazu mehrmals die

Sprossenwand rauf und runter. Der

Knabe ist durch das Kirschensteinbassin

inspiriert. Es symbolisiert eine

Kiesgrube. Marc baut sich einen

Lastwagen mit vielen Details: als

Fahrgestell dient das grosse Rollbrett,

der Kreisel wird zum Steuerrad,

die Schwämme leuchten als

Lichter, der Gymnastikstab funktio-

niert als Gangschaltung und ich

spiele die Rolle des Motors. Klare,

von Marc ausgeführte Handlungen

definieren meine Tätigkeit. Als

zweite Rolle habe ich die des Käufers

inne, der auf dem Büro bei Elisa

Kies bestellt. Die beiden Kinder gestalten

heute ihr Spiel zusammen. In

andern Stunden erlebe ich sie oft im

Parallelspiel. Zum Schluss fahren sie

gemeinsam auf dem Lastwagen aus

dem Raum.

Lukas, der die dritte Therapiestunde

belegt, kenne ich noch nicht lange.

Ich habe ihn vor einem Jahr abgeklärt.

Damals war die Therapie aus

der Sicht der Sprachheilkindergärtnerin

nicht angebracht. Jetzt, wo

Lukas die Schule besucht, scheint

sich die Situation verändert zu

haben. Der Knabe spricht wenig. Einige

Satzteile sind in Schriftsprache,

andere in Mundart. Ich verstehe ihn

oft nicht auf Anhieb. Er hat in kurzer

Zeit Vertrauen gewonnen. Ich muss

den wilden Löwen einfangen, ihn

ins Fell einpacken, tragen, in meinen

Armen schaukeln und ihn in eine

Kiste legen. Dabei entspannt sich

der Knabe vollständig, schliesst die

Augen und kuschelt sich ein. Plötzlich

steht er auf, rennt weg und

sagt, dass ich nun den nächsten

Löwen fangen muss. Diesen Ablauf

wiederholt er ein paar Mal. Über das

Material gelangen wir in die nächste

Handlung. Eine grosse Schaumstoffmatte

steht als Baum zwischen uns.

Jedes versucht diesen umzustossen.

Kraft und Tiefensensibilität, Rhythmusveränderungen,

Spannung und

Entspannung lösen bei Lukas Freude

und Lust aus.

Im Büro erledige ich vor der Mittagspause

einen Teil der administrativen

Arbeiten: Reflexion und Protokollführung,

Terminvereinbarung

mit einer Kindergärtnerin und dem

Klavierstimmer.

Am Nachmittag erwarte ich drei

Studentinnen der HfH Zürich, die

bei mir das Lernpraktikum absolvieren.

Sie gestalten zwei Therapielektionen,

die anschliessend gemeinsam

analysiert werden. Kurzfristig

fällt die eine Frau wegen Krankheit

aus und so übernehme ich die erste

Stunde. Kurz vor 18.00 Uhr verlassen

die beiden Praktikantinnen die

Stelle. Ich habe noch eine halbe

Stunde Zeit, mich der Administration

zuzuwenden. Dann steige ich

ins Auto, das ich über Mittag zu

Hause geholt habe und fahre nach

Aarau an die zweistündige Teamsitzung

der Psychomotoriktherapeutinnen

und –therapeuten von zeka.

Sie findet alle 14 Tage statt.

Gegen 22 Uhr kehre ich müde nach

Hause zurück. Da mir jeweils ein intensiver

Dienstag bevorsteht, ist

nach einem kurzen Austausch mit

meinem Mann Nachtruhe angesagt.

* Marianne Schneitter arbeitet seit 1996

als Psychomotoriktherapeutin in der

Psychomotorischen Therapiestelle Zofingen.

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2004

VERANSTALTUNGSKALENDER

Zentrum Baden

Datum Anlass

Montag, 2. Februar bis Spielwoche der ambulanten Therapie- und Beratungsstelle

Freitag, 6. Februar im Zentrum Baden-Dättwil

Mittwoch, 12. Mai Elternabend der Heilpädagogischen Früherziehung von zeka

im Zentrum Baden-Dättwil

Mittwoch, 30. Juni, 18.30 Uhr Schulschlussfeier in der Aula der Schulanlage Höchi Baden-Dättwil

Samstag, 23.Oktober, Herbstfest der ambulanten Therapie- und Beratungsstelle

14 – 17 Uhr im Zentrum Baden-Dättwil

Sonntag, 7. November, 11.00 Uhr Vernissage zur Ausstellung «Kunst im Zentrum» im Zentrum Baden-Dättwil

Mittwoch, 17. November, Elternabend zum Thema Organisationsentwicklung

19.30 Uhr im Zentrum Baden-Dättwil

Zentrum Aarau

Mittwoch, 3. März, Elternabend mit den Themenschwerpunkten:

19 – 21.00 Uhr – Angebot Internat

– Sozialpädagogischer Bereich und Transport

– Tagesschule in der Aargauer Landschaft

– Therapie-Elternkontakte

in der Turnhalle des Zentrums Aarau

Sonntag, 7. März bis Projektwoche und Schneelager

Freitag, 12. März im Zentrum Aarau und auf dem Hoch Ybrig

Donnerstag, 24. Juni Schulschlussfeier in der Turnhalle des Zentrums Aarau

Freitag, 2. Juli Umzug und Festlichkeiten am Aarauer Maienzug

Freitag, 20. August Fest und Einweihung der neuen Feuerstelle zusammen

(Ausweichdatum: mit den Lion Clubs Suhren-/Wynental und Aarau-Kettenbrücke

Freitag, 27. August 04) auf dem Pausenplatz im Zentrum Aarau

Mittwoch, 25. August Familienabend der Internatsgruppe «Flitzer» im Zentrum Aarau

Freitag, 17. September Teilnahme am Umzug des Aarauer Bachfischet

Donnerstag, 23. September bis Stand am MAG (Markt Aarauer Gewerbetreibender)

Sonntag, 26. September in der Stadt Aarau

Dienstag, 9. November, 19.30 Uhr Elternabend zum Thema Organisationsentwicklung im Zentrum Aarau

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Adressen

zeka Geschäftsstellen

Girixweg 20 / Postfach

5004 Aarau

zeka Zentren für körperbehinderte Kinder

Girixweg 20 / Postfach

5004 Aarau

Dättwilerstrasse 16

5405 Baden-Dättwil

zeka Ambulante Therapieund

Beratungsstelle

Dättwilerstrasse 16

5405 Baden-Dättwil

zeka Heilpädagogische Früherziehung

Dättwilerstrasse 16

5405 Baden-Dättwil

Girixweg 20 / Postfach

5004 Aarau

zeka Heilpädagogische Beratungs-

und Begleitdienste

Girixweg 20 / Postfach Aargau Süd

5004 Aarau

zeka Psychomotorische Therapiestellen

Girixweg 20 / Postfach

5004 Aarau

Dättwilerstrasse 16

5405 Baden-Dättwil

Niederlenzerstrasse 29

5600 Lenzburg

Weberstrasse 8

5430 Wettingen

Im Römerquartier 3 c

4800 Zofingen

Website

Aargau Nord

Tel. 062 838 21 31

Fax 062 838 21 30

Tel. 062 838 21 38

Fax 062 838 21 41

E-Mail: sekretariat.aarau@zeka-ag.ch

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Fax 056 470 92 20

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Tel. 056 470 92 37

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Tel. 079 701 20 30

Fax 062 838 21 41

E-Mail: sekretariat.aarau@zeka-ag.ch

Tel. 076 395 85 66

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E-Mail: elisabeth.scheuner@zeka-ag.ch

Tel. 062 838 21 45

Fax 062 838 21 41

Tel. 056 470 92 31

Fax 056 470 92 20

Tel. 062 891 74 76

Fax 062 891 74 77

Tel. 056 427 92 40

Fax 056 427 92 41

Tel. 062 752 22 57

Fax 062 752 22 57

www.zeka-ag.ch

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