veranstaltungen - ZeitOrte

zeitorte.de

veranstaltungen - ZeitOrte

Aus unserem Programm:

FR 04.11., 19:30 Uhr : Roter Saal

DIETER MOOR liest ...

FR 20.01., 20:00 Uhr : Galerie auf Zeit

STEPHAN TUROWSKI liest ...

DI 24.01., 19:30 Uhr : Roter Saal

Buchklub Roter Saal: PETER SCHANZ

im Gespräch mit SABRINA JANESCH

und WOLFGANG MÜLLER

DI 28.02., 19:30 Uhr : Raabe-Haus

HARTMUT LANGE liest ...

FR 23.03., 20:00 Uhr : Galerie auf Zeit

GINA MAYER liest ...

Literatur

von

gestern,

heute,

morgen

und

übermorgen.

Leonhardstr. 29a 38102 Braunschweig Tel. 0531 70 189 317

www.literaturzentrum-braunschweig.de

Schwarz auf Weiß:

Programm-Magazin des Raabe-Haus:Literaturzentrums Braunschweig

Nr. 2/2011

November 2011 bis März 2012


Seite

inhalt:

:2

3: Vorwort

4: Schwerpunkt:

Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2011 geht an Sibylle Lewitscharoff

5: Hermann Hesse: Farbe ist Leben

6: Arno Schmidt liest Wilhelm Raabe

PROGRAMM:

8: Alle Veranstaltungen von Nov. 2011 bis März 2012

mit den Sonderseiten:

10: Die Lange Nacht der Literatur

48: KULTUR zwischen Büchern

Veranstaltungen in der Ortsbücherei Querum und Wenden

53: Übersicht: Alle Termine von Nov. 2011 bis März 2012 im Überblick

58: Informationen: Das Raabe-Haus:Literaturzentrum

und seine Kooperationspartner

59: Schlusspunkt: Raabe als Comic

Impressum:

Herausgeber: Stadt Braunschweig, Dezernat für Kultur und Wissenschaft

Raabe-Haus:Literaturzentrum Braunschweig

Redaktion: Andreas Böttcher, Antje Bohnhorst, Antonia Przybilski

Fotos: Stadt Braunschweig und die Veranstalter

Fotozitate: Andreas Böttcher

Titelbild: Axel Baltzer

Texte: Stadt Braunschweig und die Veranstalter

Gestaltung: Axel Baltzer, Köln/Braunschweig, www.designaxelbaltzer.de

Das Programm-Magazin „Schwarz auf Weiß” des Raabe-Haus:Literaturzentrums

Braunschweig erscheint zweimal im Jahr in einer Auflage von ca. 8.000 Stück.

Redaktions-und Anzeigenschluss für die nächste Ausgabe, Nr. 1/2012: Feb. 2012.

© 2011 Stadt Braunschweig

Stand: Oktober 2011 – Änderungen vorbehalten

Zum Titel: Die abgebildeten Bücher sind Gegenstand der Langen Nacht der Literatur 2011 am

5. November im Kleinen Haus des Staatstheaters Braunschweig.

Liebes Publikum,

liebe Freunde des Raabe-Hauses,

wir freuen uns, Ihnen mit dem neuen Programm-Magazin

vom Raabe-Haus:Literaturzentrum

für die Monate November

2011 bis März 2012 wieder ein Heft voll

mit literarischen Leckerbissen präsentieren

zu können. Im November geht es

gleich mit einem Paukenschlag los: Dieter

Moor ist im Roten Saal zu Gast, und gleich

am nächsten Tag können Sie bei der Langen

Nacht der Literatur fünf Stunden

Literatur satt mit preisgekrönten Schriftstellern,

namhaften Literaturkritikern aus

der Jury des Wilhelm-Raabe-Literaturpreises,

Schauspielern des Staatstheaters,

einem Gipfeltreffen der Slam-Szene und

einer Literaturparty mit dem Autor und DJ

Franz Dobler erleben. Am „Morgen danach”

verleihen die Kooperationspartner

Stadt Braunschweig und Deutschlandfunk

in einem Festakt den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

2011 an Sibylle Lewitscharoff.

Außerdem im Turnus dieses Programms:

Lesungen zu Hermann Hesse im Rahmen

der Ausstellung „Hermann Hesse. Farbe

ist Leben” in der Jakob-Kemenate, ein Seminar

und ein Kongress des Germanistischen

Instituts der TU Braunschweig, die

zweite Auflage des „Buchklub Roter Saal”

mit Sabrina Janesch und Wolfgang Müller,

eine weitere clip//schule, deren Termin bei

Redaktionsschluss leider noch nicht feststand

sowie Lesungen mit Gina Mayer und

Hartmut Lange. Fortgesetzt werden auch

unsere Reihen mit Schauspielerlesungen:

vorwort:

Verena Noll liest zum 200. Geburtstag von

Charles Dickens „Oliver Twist”, Andreas Jäger

präsentiert „Schelme im Raabe-Haus”,

Kathrin Reinhardt und Jürgen Beck-Rebholz

laden wieder zu „Krimi im Raabe-Haus” ein

und Hans Jürgen Heinze liest Wilhelm Raabe.

Nicht zu vergessen natürlich die Veranstaltungsreihen

unserer Kooperationspartner, die

Philosophische Debatte des Kolleg88, die

Vortragsreihe der Internationalen Raabe-Gesellschaft

in Kooperation mit dem Institut für

Braunschweigische Regionalgeschichte, die

Galerie auf Zeit und die Reihen „KULTUR vor

ORT” und „KULTUR zwischen BÜCHERN”.

Wir freuen uns jetzt schon darauf, Sie im

Kleinen Haus des Staatstheaters, im Roten

Saal und natürlich vor allem im Raabe-Haus

begrüßen zu dürfen. Sie werden feststellen,

dass es viel zu entdecken gibt!

Andreas Böttcher

3:


:4

Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

2011 geht an

Sibylle Lewitscharoff

Die Jury, bestehend aus Prof. Dr.

Gerd Biegel (Präsident der Internationalen

Raabe-Gesellschaft),

Dr. Julia Encke (Frankfurter Allgemeine

Sonntagszeitung), Thomas

Geiger (Literarisches Colloqium

Berlin), Dr. Anja Hesse (Dezernentin

für Kultur und Wissenschaft, Stadt Braunschweig), Richard Kämmerlings

(Die Welt), Kristina Maidt-Zinke (Süddeutsche Zeitung), Dr. Michael Schmitt

(3sat Kulturzeit), Prof. Dr. Renate Stauf (TU Braunschweig) und Dr. Hubert

Winkels (Deutschlandfunk) hat den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2011 Sibylle

Lewitscharoff für ihren Roman „Blumenberg” (Suhrkamp Verlag) zugesprochen.

Die Begründung der Jury lautet: Sibylle Lewitscharoff entwirft in ihrem Roman

„Blumenberg” eine biografische Fantasie über den berühmten deutschen Philosophen,

die die herkömmlichen Pfade realistischen Erzählens mit provokantem

Übermut verlässt. Die Erscheinung eines Löwen, der, für andere unsichtbar, zu

seinem stummen Begleiter wird, führt den Gelehrten und damit auch den Leser

an die Grenzen eines rein rationalen Weltzugangs.

Mit erfinderischer Sprachgewalt und subtiler Komik wird die Lebensform des

zurückgezogenen Denkers den Unzulänglichkeiten und Gefährdungen der

menschlichen Existenz entgegengesetzt, die sich in den Lebensläufen seiner

auf unterschiedliche Weise scheiternden Schüler offenbaren. Sibylle Lewitscharoff

verknüpft die Bewegungen des geistigen Zentralgestirns und

seiner Trabanten zu einem in der zeitgenössischen deutschen Literatur einzigartigen

Erzählkosmos, der sich am Ende ebenso befreiend wie verstörend ins

Jenseitige weitet.

Der Oberbürgermeister der Stadt Braunschweig Dr. Gert Hoffmann und der

Intendant von Deutschlandradio Dr. Willi Steul überreichen Sibylle

Lewitscharoff den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis 2011 am 6. November im

Rahmen eines Matinee-Festaktes im Kleinen Haus des Braunschweiger

Staatstheaters.

Wenige Restkarten für die Preisverleihung können auf Anfrage ab 1. November

2011 telefonisch unter 0531 7075834 reserviert werden.

Foto: Susanne Schleyer, Suhrkamp Verlag

Hermann Hesse: Farbe ist Leben

Aquarell-Ausstellung

22. Oktober bis 2. Dezember 2011

Am 25. Oktober 1909 besucht Hermann Hesse

den Schriftsteller Wilhelm Raabe in dessen

Wohnung in der Leonhardstraße in Braunschweig,

dem heutigen Raabe-Haus:Literaturzentrum.

Ein Werk Hermann Hesses wird nun im Raabe-

Haus ausgestellt. Es handelt sich um einen

handschriftlichen und unterschriebenen Brief

mit eigenhändiger Aquarellzeichnung Hesses.

Der Brief richtet sich an die Schriftstellerin Lisa

Wenger, die Mutter seiner zweiten Frau Ruth,

mit Grüßen zum Geburtstag ihres Mannes. Im

Frühjahr 1919 zog Hesse von Bern nach Montagnola

und machte im selben Jahr die Bekanntschaft

von Ruth Wenger, mit der er von

1924 bis 1927 verheiratet war. Obwohl der

Brief weder mit Ort noch Jahr versehen ist,

wird vermutet, dass er in Montagnola, Casa

Camuzzi, im Jahr 1919 entstand. Das hübsche,

teilweise in Stempeltechnik ausgeführte Aquarell

(6,5 x 8,5 cm) zeigt die Front zweier von

Grün umgebenen Häuser.

Das Exponat ist Teil der Ausstellung „Farbe ist

Leben”, die vom 22. Oktober bis zum 2. Dezember

2011 in der Jakob-Kemenate zu sehen

ist. Nähere Informationen zu der Ausstellung

und ihrem Begleitprogramm finden Sie in der

Mitte unseres Programm-Magazins.

schwerpunkt:

Das im Raabe-Haus ausgestellte Aquarell ist zu den

regulären Öffnungszeiten des Raabe-Hauses zu

besichtigen:

dienstags 11:00 - 14:00 Uhr

mittwochs 9:00 - 12:00 Uhr

donnerstags 13:00 - 16:00 Uhr

sonntags 15:00 - 17:00 Uhr Eintritt frei

Hermann Hesse (1877-1962) wird 1877 in Calw

geboren. Er erlernt den Beruf des Turmuhrenmechanikers

und nimmt 1895 eine Buchhändlerlehre

in Tübingen auf, arbeitet später im Buchhandel. Ab

1904 kann Hesse als freier Schriftsteller leben. Als

Hermann Hesse mitten im Ersten Weltkrieg zu

malen beginnt, ist er vierzig Jahre alt und in einer

tiefen seelischen Krise. Zunächst illustriert er seine

handgeschriebenen Gedichte und verkauft sie als

bibliophile Kostbarkeiten an Liebhaber, um Geld für

seine Arbeit in der Kriegsgefangenenfürsorge zu gewinnen.

Nach dem Krieg und während der Inflationsjahre

bestreitet er daraus seinen kargen

Lebensunterhalt. Das Malen wird für Hermann

Hesse zu einer existenziellen Notwendigkeit und

zum Mittel, um Abstand vom Literaturbetrieb zu

gewinnen. 1919 findet Hesse seine Heimat in

Montagnola/Tessin. Dort lebt er bis zu seinem Tode

1962. Für sein schriftstellerisches Werk erhält

Hermann Hesse im Jahr 1946 den Nobelpreis für

Literatur.

Hermann Hesse-Editionsarchiv V.M.,OF

5:


„Während aber in der frühen Erzählprosa vom

Leviathan (1949) bis KAFF auch Mare Crisium

(1960) Raabes Name unerwähnt bleibt,

lediglich Zufallsüberschneidungen zu vermerken

sind ... schlägt Schmidts langsam

einsetzende Beschäftigung mit Raabe in den

seit 1958 gesammelt erscheinenden literarhistorischen

,Brotarbeiten’ allmählich durch.” 1

ist ein Fazit Horst Denklers zu Arno Schmidts

Raabe-Lektüre. Doch nicht nur eine Zufallsüberschneidung,

vielmehr eine Übernahme aus

Raabes Roman Der Lar findet sich bereits in

Schmidts Erzählung von 1955 Ich bin erst

sechzig. Es ist eine der Kurzgeschichten, die

Schmidt zwischen 1955 und 1959 an literarische

Zeitschriften, auch an Tageszeitungen zur

Veröffentlichung in deren Sonntagsbeilagen,

verschickte, um mit den Honoraren seine

höchst prekäre wirtschaftliche Situation aufzubessern.

Das gelang ihm, und wie einige der

Geschichten erschien auch diese mehrfach,

mindestens dreimal 2 . In Buchform veröffentlicht

wurde sie erst seit 1985 – für Horst

Denklers gründliche Arbeit offensichtlich zu

spät –, zuerst in der Sammlung Deutsche Erzähler

1920-1960 3 , danach 1988 in der Gesamtausgabe

4 . Die Geschichte beginnt:

„Ich ging damals hin, wie ich zu allen Auktionen

gehe: nicht um zuzusehen, wie Mutters Wintermantel

und Überschuhe versteigert werden

(und hinten in der Ecke erkennt man genau das

graue schluchzende Gesicht der Tochter – nicht

Mörder nur werden nämlich immer wieder an

den Tatort gezogen; auch die Armen); dann

setzt sich wohl eine dicke Person mit

dreidoppeltem Unterkinn in den Korbsessel

und bietet mit, indem sie mit der Regenschirmspitze

halb die Luft vor ,ihren’ Gegenständen

anritzt; oder nutzlose alte Möbelchen werden

vorher mehrfach laut als ,Brennholz’ bezeichnet

um den Preis zu drücken – wie gesagt,

deswegen nicht.” 5 Aus Wilhelm Raabe, Der Lar:

„Die Auktion mußte abgehalten werden, um

:6

Arno Schmidt liest Wilhelm Raabe

von Manfred Zieger

die letzten Bequemlichkeiten des letzten

Lebensjahres der Witwe, um die Schulden ihres

Sohnes zu bezahlen; ... Nun wurde auch der

Mutter Mantel, ihre Überschuhe und ihr Regenschirm

dem Meistbietenden zugeschlagen. ...

Der Student sah nicht bloß die Stühle und

Tische seiner Eltern, er sah auch sein altes

zerschnitzeltes Stehpult ... unterm Hammer. Er

hatte die Fäuste dazu, den Halunken zu hauen,

der es unter verächtlichem Grinsen erstand als

,Brennholz’, und er hatte sich zu bezwingen und

seinen Grimm an der erloschenen Zigarre zu

verkauen. Da setzte sich eine dicke Person mit

dreidoppeltem Unterkinn in seiner Mutter

Korbstuhl und bot von da aus mit auf des

Vaters alten Papierkorb; ...” 6

Raabe beschreibt die Auktion auf gut einer

Druckseite, bei Schmidt werden 12 Zeilen

daraus, getreu seiner Anforderung an gute

Prosa: „,dehydrieren’; d.h., aus der Fabel alle

sekundären, schildernden Elemente auszustreichen”

7 . Dazu gehört der Sohn, Student,

eine Hauptperson in Raabes Lar, der während

der langwierigen Auktion mehrfach und allzu

gern aktiv-aggressiv geworden wäre. Bei

Schmidt bleibt er Nebenfigur, aus ihm kann

deshalb eine völlig passive Tochter werden,

denn dieser erste Absatz dient in der Erzählung

lediglich dazu, die Atmosphäre so einer kümmerlichen

Nachlassversteigerung bildhaft zu

machen. Andere Details dagegen verschärft

Schmidt: „Alte Möbelchen” (das Diminutiv

macht sie gleich noch wertloser) werden nicht

nur einmal, sondern „mehrfach” und „laut” als

„Brennholz” bezeichnet. Den „Regenschirm”,

der bei Raabe versteigert wird, hat die

dreidoppelte Dame in der Hand und benutzt

ihn als Waffe zur Kennzeichnung der Dinge, die

sie habgierig und sofort als die „ihren” beansprucht.

Geradezu ein Merkmal dieser Zeitungsgeschichten

Schmidts 8 ist es, dass er in ihnen immer

wieder Episoden aus Romanen seiner Lieb-

lingsautoren versteckte, etwa Tieck, Fouqué,

Schnabel. Ich bin erst sechzig zeigt, dass auch

Wilhelm Raabe zu ihnen gehört. Mit einem

Plagiat zwar, aber einem legitimen: Denn

legitim ist für Schmidt u.a. „absichtliches

,Anspielen’ ... Umbildung, besser machende, ...

Entlehnung-Umschreibung” 9 . Das bestätigt

Denklers abschließendes Resümee: „Doch ... ist

zusammenfassend festzuhalten, daß Schmidt

im Rückgriff auf Raabe einen Faden des

,Großen Gewebes’ der Literatur aufzunehmen

vermochte, mit dem sich an diesem Gewebe

weiterarbeiten ließ.” 10

„Nutzlose alte Möbelchen” mussten für

Schmidt einen makaberen Erinnerungswert haben,

konnten für ihn Grund genug sein, gerade

diese Episode aus Raabes Roman zu übernehmen:

Von 1946 bis 1950 lebte das Ehepaar

Schmidt möbliert und äußerst beengt in

Cordingen bei Walsrode. 1950 erhob die Vermieterin

über einen Anwalt eine Mietnachforderung

für die Nutzung ihrer damals schon

etwa 50 Jahre alten Möbel(chen). Im Prozess

wurden die Schmidts zu einer Zahlung von

200,- DM verurteilt, die sie natürlich nicht aufbringen

konnten. Deshalb wurde das Tandem,

das sie für Radtouren zu Bibliotheken und

Archiven der Umgebung (bis nach Hamburg)

brauchten, für eine Zwangsversteigerung gepfändet.

Es war buchstäblich der letzte Augenblick,

in dem Arno Schmidt am 27. Oktober

1950 den Literaturpreis der Mainzer Akademie

der Wissenschaften und Literatur (2.000,- DM)

erhielt, um mit dem Geld das Tandem vor der

Versteigerung gerade noch retten zu können.

Bis heute ist es in Bargfeld zu besichtigen 11 .

Bleibt die Frage, wonach Schmidt zitiert: In

seiner Bibliothek hatte er zwar die erste Raabe-

Gesamtausgabe, erschienen 1915-1920, zusätzlich

sogar eine Einzelausgabe des Lar, beide

aber erst 1965, bzw. 1968 erworben 12 . Vielleicht

war es diesmal sein „gußeisernes Gedächtnis”

13 ?

1 Horst Denkler: Der untrügliche Spürsinn des

Genius für Seinesgleichen, in: Jahrbuch der Raabe-

Gesellschaft 1985. Hrsg. Josef Daum und Hans-

Jürgen Schrader. Braunschweig (Waisenhaus-

Buchdruckerei und Verlag) 1985, S. 138ff, hier

S. 145

2 Westfälische Rundschau am 30.9.1955, Darmstädter

Echo 3.12.1955 und Die Andere Zeitung

26.1.1956

3 Hans Bender (Hrsg.), Deutsche Erzähler 1920-

1960. Stuttgart (Reclam) 1985, S. 342-344.

4 Bargfelder Ausgabe (BA) I/4, Bargfeld (Arno-

Schmidt-Stiftung) und Zürich (Haffmans Verlag)

1991, S. 30f.

5 BA I/4 wie Anm. 4, S. 30

6 Wilhelm Raabe, Sämtliche Werke. Bd. 17 Das

Odfeld, Der Lar. [Bearb. von Karl Hoppe und Hans

Oppermann], 2. durchges. Auflage [besorgt von

Eberhard Rohse] Göttingen (Vandenhoeck und

Ruprecht) 1981, S. 230f.

7 Arno Schmidt, Berechnungen, BA III/3, Bargfeld

(Arno-Schmidt-Stiftung), Zürich, (Haffmans

Verlag) 1995, S. 103

8 Ein großer Teil von ihnen (jedoch nicht Ich bin

erst sechzig) erschien später gesammelt in:

Trommler beim Zaren, Karlsruhe (Stahlberg) 1966

9 Arno Schmidt, ‹Meine Bibliothek› BA III/4

Bargfeld (Arno-Schmidt-Stiftung), Zürich

(Haffmans Verlag) 1995, S.364. Dort listet Arno

Schmidt Formen des Plagiats, legitime wie auch

illegitime, auf. Noch heutige Diskussionen um

ministerielle Dissertationen ließen sich damit

sicher beleben, im besten Fall vielleicht sogar

klären.

10 Horst Denkler wie Anm. 1, S. 153

11 Dokumentiert ist der Prozess in: Jan Philipp

Reemtsma, Georg Eyring (Hrsg.), In Sachen Arno

Schmidt ./. Prozesse 1 & 2. Bargfeld (Arno Schmidt

Stiftung), Zürich (Haffmans Verlag) 1988. Aufgelistet

sind dort die Möbel auf S. 15. Das Verfahren

zog sich über mehr als 6 Monate hin und produzierte

mindestens 80 Seiten Schriftsätze.

12 Dieter Gätjens, Die Bibliothek Arno Schmidts.

Ein kommentiertes Verzeichnis. Bargfeld (Arno-

Schmidt-Stiftung), Zürich (Haffmans Verlag) 1991,

S. 98

13 Arno Schmidt, Sommermeteor BA I/4, wie

Anmerkung 4, S. 76

PROGRAMM : Nov. 2011 bis März 2012

7:


Termine im NOVEMBER :

DI 01.11. 10:30 Uhr

Wiederholung Philosophische Debatte

Friedrich Nietzsche: Über die Frauen oder

„Emancipation des Weibs bedeutet Vermännlichung”

Moderation: Aribert Marohn

Das Motto „Sophia – Die Weisheit ist weiblich”

bestimmte die Philosophische Debatte des

Kolleg88 im Sommerhalbjahr. Die Wiederholung

der letzten Debatte dieser Reihe findet

am 1. November in den Räumen des Sozialverbandes

im Stadtparkrestaurant, Jasperallee

42, statt. Am 16. November beginnt der neue

Themenzyklus: „Zeiten und Sitten”, dann

wieder an gewohnter Stelle im Raabe-Haus.

Veranstalter: KOLLEG88

Veranstaltungsort:

Stadtparkrestaurant/Sozialverband,

Jasperallee 42, 30102 BS

Eintritt frei

„Ach...es ist nicht immer leicht,

Gefolgsmann einer Halbgöttin

zu sein.”

Dieter Moor: Was wir nicht haben,

brauchen Sie nicht (S. 185)

Für alle Veranstaltungen im Raabe-Haus

können telefonisch Plätze reserviert werden

unter: 0531 70 189 317 !

Für Sonntagsveranstaltungen bitte spätestens bis

Freitag, 12:00 Uhr, anrufen. Vielen Dank!

:8

FR 04.11. 19:30 Uhr

Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht.

Geschichten aus der arschlochfreien Zone

Autorenlesung mit Dieter Moor

„Warum wollt ihr ausgerechnet dorthin, von

wo alle abhauen?” Freunde und Bekannte sind

fassungslos, als Dieter Moor und seine Frau

Sonja eröffnen, dass sie ihr Haus in der

Schweizer Postkartenidylle verkauft haben,

um nach Brandenburg zu ziehen. Im Dörfchen

Amerika möchten sie ihren Traum vom eigenen

Bauernhof verwirklichen. Tatsächlich sind

die neue Heimat, die neuen Nachbarn und das

neue Leben für allerlei ungeahnte Herausforderungen,

komische Missgeschicke und

skurrile Situationen gut. Warum Dieter Moor

dennoch sein Herz an Land und Leute verloren

hat – davon erzählt er in diesem Buch. Eine

charmante und witzige Liebeserklärung an

eine verkannte Region.

Dieter Moor, 1958 in Zürich geboren, ist Schauspieler

und Moderator. Anfang der 1990er Jahre

moderierte er das preisgekrönte Medienmagazin

„Canale Grande” auf VOX. Nach verschiedenen

Stationen beim deutschen und eigenen Talkshows

im österreichischen und Schweizer Fernsehen präsentiert

Dieter Moor seit 2007 das ARD-Kulturmagazin

„Titel, Thesen, Temperamente”. Seit September

2010 ist er der Moderator des rbb

Thementalks „Im Palais”. Gemeinsam mit seiner

Frau Sonja betreibt er in der Nähe von Berlin einen

Demeter-Bauernhof.

Veranstalter: Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort: Roter Saal

Schlossplatz 1, 38100 BS

Eintritt: 16,00 € /erm. 14,00 € VVK (zzgl. Gebühr)

20,00 € /erm. 18,00 € Abendkasse

Karten an allen bekannten Vorverkaufsstellen

veranstaltungen:

© Manuel Krug

9:


veranstaltungen:

Die Moderatoren:

Von links nach rechts:

Hubert Winkels,

Kristina Maidt-Zinke,

Richard Kämmerlings

(Foto: Marijan Murat),

Julia Encke,

Thomas Geiger und

Michael Schmitt.

Von links nach rechts:

DJ & Autor Franz Dobler

und die Poetry-Slammer:

Sven Kamin

(Foto: Thorsten Schmidt),

Frank Klötgen

(Foto: Tim Jockel) und

Clara Nielsen

(Foto: Fabian Hartmann).

:10

Die

LANGE

NACHT

der

LITERATUR

5. NOV. 2011

19:00 Uhr

Kleines Haus

Staatstheater

Braunschweig

Die Autoren der Langen Nacht 2011:

In der oberen Reihe von links nach rechts:

Friedrich Christian Delius (Foto: Katharina

Kneisel), Maja Haderlap, Ulla Hahn und

Thomas Klupp (Foto: NRIKO).

Darunter von links nach rechts:

Sibylle Lewitscharoff (Foto: Susanne

Schleyer), Andreas Maier (Foto: Jürgen

Bauer) und Clemens Johannes Setz (Foto:

Paul Schirnhofer).

11:


Die

veranstaltungen: LANGE

Die Lange Nacht der Literatur

Lesungen, Gespräche, Party

Die Lange Nacht der Literatur geht in die zweite

Runde: Namhafte Literaturkritiker und Kulturjournalisten

präsentieren Ihnen preisgekrönte

Schriftsteller. Das heißt fünf Stunden hochkarätiges

Literaturprogramm parallel auf Bühne,

Probebühne und U22 des Kleinen Hauses des

Staatstheaters Braunschweig. Sie haben die Qual

der Wahl! In diesem Jahr außerdem mit einem

Poetry-Slam und einer Literaturparty. Am Büchertisch

der Buchhandlung Graff können Sie die

vorgestellten Bücher und weitere Titel der Autoren

erwerben. Nutzen Sie die Chance und lassen Sie

sich die Bücher gleich vor Ort signieren.

Die Autoren:

Friedrich Christian Delius (Büchner-Preis 2011),

Maja Haderlap (Bachmann-Preis 2011), Ulla

Hahn (Ida-Dehmel-Literaturpreis 2010), Thomas

Klupp (Publikumspreis des Bachmann-Preises

2011), Sibylle Lewitscharoff (Kleist-Preis 2011),

Andreas Maier (Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

2010), Clemens Johannes Setz (Preis der

Leipziger Buchmesse 2011).

Die Moderatoren:

Hubert Winkels (Deutschlandfunk), Kristina

Maidt-Zinke (Süddeutsche Zeitung), Richard

Kämmerlings (Die Welt), Julia Encke (FAS),

Thomas Geiger (Literarisches Colloquium Berlin),

Michael Schmitt (3sat Kulturzeit).

Poetry-Slam mit Sven Kamin, Frank Klötgen,

Clara Nielsen.

Literaturparty mit DJ & Autor Franz Dobler.

NACHT

der

LITERATUR

5. NOV. 2011

19:00 Uhr

Kleines Haus

Staatstheater

Braunschweig

Die Lange Nacht der Literatur findet im

Rahmen der Verleihung des Wilhelm-

Raabe-Literaturpreises 2011 statt und ist

eine Kooperation von Stadt Braunschweig,

Staatstheater und Deutschlandfunk.

Die Lange Nacht wird gefördert von

der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz.

Infos unter

www.literaturzentrum-braunschweig.de

und

www.staatstheater-braunschweig.de

Veranstalter:

Raabe-Haus:Literaturzentrum,

Staatstheater Braunschweig und

Deutschlandfunk

Veranstaltungsort: Kleines Haus,

Staatstheater Braunschweig,

Magnitorwall 18, 38100 BS

Eintritt: 18,00 € / erm. 9,00 €

Karten an den Vorverkaufsstellen des

Staatstheaters (Kassenhalle Großes

Haus, Mo bis Sa 10-18:30 Uhr und

Filmtheater Universum, Neue Straße 8,

38100 BS, Mo bis So 12-21:30 Uhr).

SA 05.11. 19:00 Uhr Die Lange Nacht der Literatur – Eröffnung

SA 05.11. 19:10 Uhr

Die Lange Nacht der Literatur

Ulla Hahn: Wiederworte

Lesung und Gespräch. Moderation: Julia Encke

Endlich wieder neue Gedichte von Ulla Hahn

– poetische Wahrheiten, in denen wir allen

Verkleidungen zum Trotz uns wiedererkennen.

Schon mit ihrem ersten Gedichtband „Herz

über Kopf” (1981) hat Ulla Hahn eine begeisterte

Leserschaft gewonnen. Nun, dreißig

Jahre Lebenserfahrung später, hat die vielfach

preisgekrönte Autorin ein Gespräch mit ihrem

jungen poetischen Selbst aufgenommen. In

„Wiederworte” stellt sie ihren frühen Gedichten

neue gegenüber, gibt ihnen wieder Worte,

auch Widerworte. Lässig, lüstern, lebensfroh

sind diese Antworten. Doch auch vor einer

sehr direkten, mitunter schmerzhaften Sprache

scheut sich Ulla Hahn nicht. Liebe und

Vergänglichkeit, Geschichte und Gegenwart –

die großen Themen sind geblieben, geändert

hat sich der Blick der Dichterin, ist ernsthafter

geworden und verspielter zugleich.

Ulla Hahn, aufgewachsen im Rheinland, arbeitete

nach ihrer Germanistik-Promotion als Lehrbeauftragte

an verschiedenen Universitäten,

anschließend als Literaturredakteurin bei Radio

Bremen. Ihr lyrisches Werk wurde u. a. mit dem

Leonce-und-Lena-Preis und dem Friedrich-Hölderlin-Preis

ausgezeichnet. Für ihren Roman „Das

verborgene Wort” (2001) erhielt sie den Deutschen

Buchpreis. 2009 folgte „Aufbruch”,der zweite Teil

des Epos. Auch dieser Roman stand monatelang auf

der Bestsellerliste. 2010 erhielt sie den Ida-

Dehmel-Literaturpreis. Ulla Hahn lebt in Hamburg.

Veranstaltungsort: Bühne, Kleines Haus

SA 05.11. 20:00 Uhr

Die Lange Nacht der Literatur

Friedrich Christian Delius:

Die Frau, für die ich den Computer erfand

Lesung und Gespräch.

Moderation: Thomas Geiger

Einst als junger Mann hat Konrad Zuse den

ersten Computer der Welt gebaut. Beflügelt

von seiner platonischen Fernliebe zu Ada

Lovelace, der Tochter Lord Byrons, hat er am

heimischen Wohnzimmertisch mit handgesägten

Einzelteilen wahre Wunder vollbracht.

Seine Geschichte ist spannender als jeder

Abenteuerroman – hier wird sie zum ersten

Mal Literatur. Friedrich Christian Delius erzählt

in diesem raffinierten Roman, wie alles anfing

mit der Computerei: vom Beginn des digitalen

Zeitalters in einer kleinen Wohnung in Berlin-

Kreuzberg bis in die Gegenwart. Die Erfindung

des Computers – und die Erfindung einer

unmöglichen Liebe.

Friedrich Christian Delius, geboren 1943, lebt

heute in Berlin und Rom. Zu seinen bekanntesten

Erzählungen und Romanen gehören: „Die Birnen

von Ribbeck” (1991), „Der Sonntag, an dem ich

Weltmeister wurde” (1994), „Der Spaziergang von

Rostock nach Syrakus” (1995), „Die Flatterzunge”

(1999), „Mein Jahr als Mörder” (2004) und „Bildnis

der Mutter als junge Frau” (2006). Friedrich

Christian Delius erhielt zahlreiche Preise und ist der

aktuelle Träger des Büchner-Preises.

Veranstaltungsort: Bühne, Kleines Haus

13:


veranstaltungen:

SA 05.11. 20:00 Uhr

Die Lange Nacht der Literatur

Andreas Maier: Das Haus

Lesung und Gespräch

Moderation: Kristina Maidt-Zinke

Am Beginn dieses Lebens ist Herbst, und Enten

schwimmen auf dem Bad Nauheimer Teich.

Der Erzähler erinnert sich an ein Paradies, ein

Leben ganz ohne Menschen und Zwänge. Die

ersten drei Jahre verlebt er bei seiner Urgroßmutter.

Aber dann kommt der Einzug in das

große, neue Haus der Familie, das dort gebaut

worden ist, wo vormals die Apfelbäume standen.

Das leere Haus wird zum Lebenszentrum

des Kindes. Mit „Das Haus” setzt Andreas

Maier konsequent fort, was er mit seinem

Erfolgsroman „Das Zimmer” begonnen hat.

Ein Buch, ein Haus, ein Leben, nahe herangezoomt,

dann wieder fast klinisch sezierend auf

Abstand gebracht und immer erfüllt von der

Seele des Kindes - und von dem vielleicht, was

wir lange schon vergessen haben, auch wenn

es einmal unser aller Ursprung gewesen ist.

Andreas Maier wurde 1967 im hessischen Bad

Nauheim geboren. Er studierte Altphilologie, Germanistik

und Philosophie in Frankfurt am Main und

ist Doktor der Philosophie im Bereich Germanistik.

Er lebte wechselweise in der Wetterau und in

Südtirol. Andreas Maier wohnt in Frankfurt am

Main. Werke: „Wäldchestag” (2000), „Klausen”

(2002), „Die Verführung. Die Prosa Thomas

Bernhards” (2004), „Kirillow” (2005), „Bullau”

(2006), „Ich” (2006), „Sanssouci” (2009), „Onkel

J.: Heimatkunde” (2010). Für „Das Zimmer” erhielt

er 2010 den Wilhelm-Raabe-Literaturpreis und

2011 den Hugo-Ball-Preis.

Veranstaltungsort: Probebühne, Kleines Haus

:14

SA 05.11. 20:00 Uhr

Die Lange Nacht der Literatur

Clemens J. Setz:

Die Liebe zur Zeit des Mahlstädter Kindes

Lesung und Gespräch

Moderation: Richard Kämmerlings

Eines Tages ist es da. Steht am Ende einer

Sackgasse mitten in der Stadt. Es ist ein

großes Kind. Den Blick hält es demütig zu Boden

gesenkt, seine Haut ist rissig. Tagsüber

versammeln sich die Bewohner der Stadt um

dieses Kind, veranstalten Kundgebungen und

Konzerte. Nachts schlagen sie auf es ein, mit

Fäusten, Stöcken und Ketten – auf die Skulptur

aus weichem, niemals trocknendem Lehm, auf

das Mahlstädter Kind. Der Künstler hat es

ihnen zur Vollendung überlassen... Der österreichische

Autor Clemens J. Setz erzählt in

seinem Erzählungsband Geschichten gespickt

mit grotesken Ideen und subtilem Horror,

voller gewalttätiger Momente und zärtlicher

Gesten. Wie in den Romanen präsentiert sich

Setz auch in der kurzen Form als scharfer Beobachter

der menschlichen Natur und einfühlsamer,

geradezu liebevoller Porträtist

ihrer Eigenarten.

Clemens J. Setz, geboren 1982 in Graz. Seit 2001

Studium der Mathematik und Germanistik an der

Karl-Franzens-Universität, Graz. Obertonsänger.

Übersetzer. (Gründungs-)Mitglied der Literaturgruppe

„Plattform”. Veröffentlichungen von

Gedichten und Erzählungen in Zeitschriften und

Anthologien. „Söhne und Planeten” (2007), seine

erste eigenständige Buchveröffentlichung, wurde

für den aspekte-Literaturpreis nominiert. 2008 mit

dem Ernst-Willner-Preis des Bachmann-Preises

ausgezeichnet. Sein Roman „Die Frequenzen”

(2009) wurde für den Deutschen Buchpreis 2009

nominiert und gewann den Bremer Literaturpreis

2010. 2011 erhielt er für „Die Liebe zur Zeit des

Mahlstädter Kindes" den Preis der Leipziger

Buchmesse.

Veranstaltungsort: U22, Kleines Haus

SA 05.11. 21:00 Uhr

Die Lange Nacht der Literatur

Politik und Literatur. Wie politisch ist

die deutsche Literatur?

Podiumsdiskussion mit Hubert Winkels,

F. C. Delius und Richard Kämmerlings

Soll Literatur politisch sein? Muss Literatur

politisch sein? Es gab Zeiten, da wären beide

Fragen mit einem lauten und deutlichen „Ja”

beantwortet worden – in den 1970er und

1980er Jahren. Nicht nur die literarischen Texte

hatten auf eine explizite Weise politisch zu

sein, auch die Schriftsteller selbst hatten sich

ins politische Leben einzumischen. Prominentestes

Beispiel: Günter Grass. Diese Allgegenwart

des Politischen führte irgendwann zum

Überdruss: Autoren und Publikum genossen

es, mal nicht politisch sein zu müssen. Wobei

zu fragen wäre, ob Literatur nicht auch politisch

ist, wenn sie nicht explizit politische

Fragen behandelt. Seit einigen Jahren ist

jedoch eine „Rückkehr der Politik” in die Literatur

zu beobachten, Autoren wie Juli Zeh

mischen sich wieder ein, ganz explizit. Hubert

Winkels, F. C. Delius und Richard Kämmerlings

nähern sich heute aus den verschiedenen

Blickwinkeln des Schriftstellers, des

Literaturkritikers und des Literaturhistorikers

der Frage: „Wie politisch ist die deutsche

Literatur?”

Veranstaltungsort: Bühne, Kleines Haus

SA 05.11. 21:00 Uhr

Die Lange Nacht der Literatur

Maja Haderlap: Engel des Vergessens

Lesung und Gespräch

Moderation: Michael Schmitt

Zu Beginn von Maja Haderlaps Roman ist die

Ich-Erzählerin ein kleines Mädchen: Sie erzählt

vom kargen Alltag in der Abgeschiedenheit der

Kärntner Berge, von der dominanten Großmutter

und dem schwierigen Verhältnis zwischen

Vater und Mutter. Sie beobachtet ihre

Umgebung genau und schildert die Eindrücke

einer bäuerlichen Kindheit präzise und sinnlich.

Durch diesen unvoreingenommenen kindlichen

Blick wird die Geschichte der Kärntner

Slowenen im 20. Jahrhundert behutsam aufgerollt.

Die geschichtlichen Ereignisse beeinflussen

das Leben bis in die Gegenwart: die

Kriege im Zusammenhang mit der Auflösung

Jugoslawiens erlebt die Ich-Erzählerin als

junge Frau, die in ein eigenes Leben aufbricht.

Die im slowenischen Teil Österreichs geborene

Autorin formt in ihrem fulminanten Romandebüt

die Geschichte des slowenischen Volkes

zu einem großen Gesang.

Maja Haderlap, geb. 1961 in Eisenkappel/Zelezna

Kapla (Österreich), studierte Theaterwissenschaft

und Germanistik an der Universität Wien. Sie war

von 1992 bis 2007 Chefdramaturgin am Stadttheater

Klagenfurt und unterrichtete regelmäßig

am Institut für Angewandte Kulturwissenschaft der

Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt. Seit 2008

lebt Maja Haderlap als freie Schriftstellerin in

Klagenfurt. Sie veröffentlichte Gedichtbände auf

Slowenisch und Deutsch sowie Übersetzungen aus

dem Slowenischen. Für „Engel des Vergessens” erhielt

sie 2011 den Bachmann-Preis.

Veranstaltungsort: Probebühne, Kleines Haus

15:


veranstaltungen:

SA 05.11. 21:00 Uhr

Die Lange Nacht der Literatur

Schauspielerlesung

2013 wird Kroatien in die Europäische Union

aufgenommen. Schon jetzt kooperiert das

Staatstheater mit dem z/k/m/, einer der wichtigsten

Bühnen Kroatiens. Es entstehen zwei

neue Theatertexte, die im Juni 2012 am Staatstheater

und in Zagreb mit deutschen und

kroatischen Schauspielern zur Uraufführung

kommen. Für das Braunschweiger Publikum

eine erstmalige Gelegenheit, dem 28. Mitglied

der EU zu begegnen. Für die deutsche Seite

schreibt die renommierte Autorin Juli Zeh. Für

die kroatische Seite hat Ivana Sajko den Auftrag

angenommen. Mitglieder des Schauspielensembles

des Staatstheaters Braunschweig

stellen die kroatische Autorin vor.

Ivana Sajko, geboren 1975, lebt in Zagreb und ist

eine der wichtigsten literarischen Stimmen Südosteuropas.

Sie gilt als politische Autorin, deren

Texte immer auch vor dem Hintergrund der Kriege

in Ex-Jugoslawien zu lesen sind. Formal erinnern ihre

Texte eher an Skizzen, Bildbeschreibungen, innere

Monologe, als an Dramen im engeren, dialogischen

Sinn. Es gehört zu ihren künstlerischen Prinzipien,

die traditionelle dramatische Form aufzubrechen

und mit ihr zu experimentieren. Ivana Sajko schreibt

neben Theatertexten auch Prosa und tritt als Regisseurin

und Performerin ihrer eigenen Texte auf. Auf

Deutsch sind bereits mehrere ihrer Theatertexte im

Verlag der Autoren erschienen. Ihr erster Roman

„Rio Bar”, für den sie den höchsten kroatischen

Literaturpreis (Marin-Drzi-Preis) erhielt, erschien

2008 in deutscher Übersetzung.

Veranstaltungsort: U22, Kleines Haus

:16

SA 05.11. 22:15 Uhr

Die Lange Nacht der Literatur

Blind Date mit dem Deutschen Buchpreis

Lesung und Gespräch

Moderation: Michael Schmitt

Das Organisationsteam scheut keine Kosten

und Mühen, den Träger (oder die Trägerin) des

Deutschen Buchpreises, der auf der Frankfurter

Buchmesse vergeben wird, einzuladen.

Bei Redaktionsschluss stand allerdings erst die

Shortlist fest – es bleibt also spannend!

Leider haben wir natürlich keine Gewähr dafür,

dass die Siegerin/der Sieger auch Zeit hat,

nach Braunschweig zu kommen, aber auf

eine/n der Autor/innen der Shortlist zum

Deutschen Buchpreis können Sie sich freuen.

Veranstaltungsort: Bühne, Kleines Haus

SA 05.11. 22:15 Uhr

Die Lange Nacht der Literatur

Sibylle Lewitscharoff: Blumenberg

Lesung und Gespräch

Moderation: Hubert Winkels

Groß, gelb, gelassen: mit berückender Selbstverständlichkeit

liegt eines Nachts ein Löwe

im Arbeitszimmer des angesehenen Philosophen

Blumenberg. Die Glieder bequem auf

dem Bucharateppich ausgestreckt, die Augen

ruhig auf den Hausherrn gerichtet. Der gerät,

mit einiger Mühe, nicht aus der Fassung, auch

nicht, als der Löwe am nächsten Tag in seiner

Vorlesung den Mittelgang herabtrottet, sich

hin und her wiegend nach Raubkatzenart. Die

Bänke sind voll besetzt, aber keiner der Zuhörer

scheint ihn zu sehen. Ein raffinierter

Studentenulk? Blumenberg ist nur nebenbei

eine Hommage an einen großen Philosophen,

vor allem ist es ein Roman voll mitreißendem

Sprachwitz, ein Roman über einen hochsympathischen

Weltbenenner, dem das Unbenennbare

in Gestalt eines umgänglichen

Löwen begegnet.

Sibylle Lewitscharoff, 1954 in Stuttgart geboren,

studierte Religionswissenschaften in Berlin, lebte

jeweils ein Jahr in Buenos Aires und Paris und

danach wieder in Berlin. Sie ist Autorin von

Radiofeatures und Hörspielen und hat ein Grammatik-Brettspiel

erfunden. 1994 veröffentlichte sie

ihr erstes Buch, „36 Gerechte”. Für ihren Roman

„Pong” erhielt sie 1998 den Ingeborg Bachmann-

Preis, 2009 erhielt sie den Leipziger Buchpreis für

„Apostoloff”. Für „Blumenberg” wurde sie 2011 mit

dem Kleist-Preis ausgezeichnet.

Veranstaltungsort: Kleines Haus

SA 05.11. 22:15 Uhr

Die Lange Nacht der Literatur

Best of Poetry Slam

mit Clara Nielsen, Frank Klötgen

und Sven Kamin

Moderation: Dominik Bartels

Ein Gipfeltreffen der Slammer-Szene mit:

Clara Nielsen, geb. in Schleswig-Holstein, tritt seit

November 2007 auf Poetry Slams und Lesungen

im gesamten deutschsprachigen Raum auf. Mit

über 50 Siegen auf großen Poetry Slams gilt sie als

eine der erfolgreichsten Slam-Poetinnen. Sie qualifizierte

sich 2008, 2009, 2010 und 2011 für die

Meisterschaften im Poetry Slam und wurde 2010

vom Goetheinstitut nach Rom eingeladen. 2011

trat sie im Rahmen der Frauenfußballweltmeisterschaft

als Mitglied der Slamnationalmannschaft

auf. Clara Nielsen wohnt in Bamberg, wo sie die

regelmäßige Lesebühne „Bube, Dame, Ritter"

zusammen mit Nico Semsrott und Christian Ritter

organisiert. Sie ist Studentin der Germanistik sowie

der Anglistik und gibt Poetry Slam Workshops an

Schulen.

Frank Klötgen, geb. 1968 in Essen, Slam-Poet und

Netz-Literat, Sänger und Texter bei Marilyn’s Army.

Studierte Kommunikationswissenschaften. 1999

Umzug nach Hamburg, 2002 nach Berlin. 10 Jahre

New Media Manager bei Universal Music und Webmaster

von Marilyn Manson bis Tokio Hotel. Gekündigt,

um sich den Gedichten zu widmen. Seit 07

schreibt er den Stadtkind-Blog auf tagesspiegel.de.

Stipendien der Cafe Royal-Kulturstiftung Hamburg

(2008) und als Writer in Residence von Innsbruck

(2011). Veröffentlichungen: „Spätwinterhitze” (CD-

ROM 2004), „Will Kacheln” (Kurzprosa 2007), „Der

Fall Schelling” (Roman 2010), „Mehr Kacheln!”

(Gedichte, 2011). Außerdem in zahlreichen Anthologien

und Zeitschriften vertreten.

Sven Kamin, Scheibenwischermann, 200-Pfund-

Wortgranate und erster und amtierender Niedersächsisch-Bremischer

Poetry Slam Champion?

Sven Kamin hat viele Gesichter. Seit 2008 ist der

Slammer, Journalist und Sänger auf europäischen

Slam Bühnen unterwegs. Dabei trugen ihn seine

lyrischen Höhenflüge 2008 bis in das Finale der

deutschsprachigen Slam-Meisterschaften in Zürich.

Als Heavyweight Champion of the Word bringt er

Bühnen zum Beben und haucht gleichzeitig seinen

Worten zärtlich Leben ein.

Dominik Bartels stand 2009 im Finale der Poetry

Slam-Landesmeisterschaften von Nordrhein-Westfalen

und 2011 im Finale der Niedersächsisch-Bremischen

Landesmeisterschaften. Darüber hinaus

qualifizierte er sich in den Jahren 2009 bis 2011

jeweils für die Deutschsprachigen Poetry Slam-

Meisterschaften. In diesem Jahr gewann er die

17:


veranstaltungen:

9. Ausgabe des arte webslam. Neben der Live-

Literatur ist Dominik Bartels zudem als Moderator,

Literaturveranstalter sowie Verleger aktiv und

betreibt mit dem Blaulicht Verlag einen kleinen

aber feinen Verlag für engagierte Literaten, die sich

den Blick neben die Spuren des Mainstream trauen.

Veranstaltungsort: U22, Kleines Haus

SA 05.11. 23:15 Uhr

Die Lange Nacht der Literatur

Thomas Klupp: 9to5 Hardcore

Lesung und Gespräch

Moderation: Thomas Geiger

Thomas Klupp liest mit „9to5 Hardcore” einen

Ausschnitt aus einem geplanten Roman, für

den er den Publikumspreis des Bachmann-Preises

erhielt. Klupp erzählt darin vom wissenschaftlichen

Mitarbeiter eines Kulturinstituts,

der laut Auftrag von früh bis spät Pornos konsumiert,

um die „Inszenierungsstrategien des

Expliziten” im Internet zu erforschen, von einer

Festanstellung genauso wie von weiblichen

Geschlechtsteilen träumt und dabei dennoch

versucht, nicht die Kontrolle zu verlieren – eine

witzige Persiflage auf den Wissenschaftsbetrieb,

aber auch eine Satire auf die Internet-

Gesellschaft.

Thomas Klupp, geb. 1977 in Erlangen, studierte an

der FU Berlin Theaterwissenschaften und Publizistik

sowie Kreatives Schreiben und Kulturwissenschaften

an der Universität Hildesheim. Heute ist

er am dortigen Institut für deutsche Sprache und

Literatur als wissenschaftlicher Mitarbeiter tätig.

Thomas Klupp lebt in Berlin und Hildesheim. Er veröffentlichte

Erzählungen und gab die Literaturzeitschrift

BELLA triste heraus. 2009 erschien der

Roman „Paradiso”, der mit dem Nicolas-Born-

:18

Förderpreis 2009 und dem Rauriser Literaturpreis

2010 ausgezeichnet wurde. 2011 erhielt er den

Publikumspreis des Bachmann-Preises für „9to5

Hardcore”.

Veranstaltungsort: Bühne, Kleines Haus

SA 05.11. 23:15 Uhr

Die Lange Nacht der Literatur

Late Night: Literaturparty

mit Franz Dobler

„Und das wird’s wohl sein,

was wir am Ende

von unserer Arbeit

gehabt haben werden.

Ein paar gute Geschichten.

Ein paar gute Leute.”

Franz Dobler: Letzte Geschichten

In diesem Sinne feiern wir den Abschluss der

Langen Nacht der Literatur: Franz Dobler liefert

gute Geschichten und gute Musik – gute

Leute sind ja schon da...

Franz Dobler, geb. 1959, Schriftsteller, Journalist

und DJ, lebt seit 1991 in Augsburg. Er schreibt für

die Süddeutsche Zeitung und die Junge Welt, im

Nebenberuf ist er Discjockey und Mitglied von

The DJ Hoerspiel Ensemble. 2002 veröffentlichte

er eine Johnny-Cash-Biografie, „The Beast in Me”,

zum 70. Geburtstag des Musikers. Spätestens seitdem

gilt er in Deutschland auch als einer der renommiertesten

Country-Experten.

Veranstaltungsort: Probebühne, Kleines Haus

19:


veranstaltungen:

SO 06.11. 11:30 Uhr

Verleihung des

Wilhelm-Raabe-Literaturpreises 2011

Mit 30.000 Euro Preisgeld gehört der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis

zu den bedeutendsten

literarischen Auszeichnungen im deutschsprachigen

Raum. Der Preis, der jährlich von

den Kooperationspartnern Deutschlandfunk

und der Stadt Braunschweig vergeben wird, ist

das Ergebnis einer bislang einzigartigen Zusammenarbeit

zwischen einer öffentlichrechtlichen

Rundfunkanstalt und einer Kommune.

Jedes Jahr wird mit dem Wilhelm-

Raabe-Literaturpreis ein in deutscher Sprache

verfasstes erzählerisches Werk gewürdigt. Mit

der Auszeichnung soll exemplarisch das bis

zum Zeitpunkt der Preisverleihung publizierte

literarische Schaffen einer Schriftstellerin oder

eines Schriftstellers gewürdigt werden.

:20

Der Wilhelm-Raabe-Literaturpreis wird 2011

an Sibylle Lewitscharoff für ihren Roman

„Blumenberg” (Suhrkamp Verlag) verliehen.

Veranstalter: Stadt Braunschweig

und Deutschlandfunk

Veranstaltungsort: Kleines Haus, Staatstheater

Braunschweig, Magnitorwall 18, 38100 BS

Wenige Restkarten für die Preisverleihung können

auf Anfrage ab 1. November 2011 telefonisch unter

0531 7075834 reserviert werden.

Wilhelm Raabe und seine „Vermittler”

Eine kulturgeschichtliche Spurensuche der Braunschweiger Erinnerungskultur

Während Wilhelm Raabe in der literaturwissenschaftlichen Forschung derzeit eine neue und

spannende Aufmerksamkeit erfährt und seine Lebensgeschichte in der Vergangenheit vielfältiges

Interesse gefunden hat, sind Anhänger und Freunde, die man als aktive „Vermittler”

von Leben und Werk Wilhelm Raabes ansehen kann, eher Randfiguren der Raabeforschung.

Und doch sind sie sowohl mit ihren eigenen Biographien interessante Persönlichkeiten der

Kultur und Geschichte ebenso, wie sie einen oftmals unterschätzten Anteil an der Vermittlung

des Werkes von Wilhelm Raabe darstellen. Diesen „Randfiguren” der Rezeptionsgeschichte

wollen sich die nächsten Vorträge der Internationalen Raabe Gesellschaft zuwenden.

Damit wird nicht nur ein unterhaltsam-interessanter Einblick zu Wilhelm Raabe geboten,

sondern auch an Persönlichkeiten der Kultur, Geschichte und Politik erinnert, die in der braunschweigischen

Geschichte und Literatur eine in den meisten Fällen längst vergessene Rolle

gespielt haben und selbst vergessen sind. Die Vorträge werden sich nicht primär dem Werk

Wilhelm Raabes zuwenden, sondern stellen einen kleinen Beitrag zur Braunschweiger Erinnerungskultur

dar – mit einem besonderen Focus auf das „Thema” Wilhelm Raabe und seine

„Vermittler”. Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel

SO 06.11. 15:00 Uhr

Wilhelm Raabe und Edmund Straeter

Vortrag von Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel

Magdeburg war eine wichtige Station in der

Biographie Raabes. Darüber sind wir durch die

biographische Forschung ebenso bestens informiert,

wie aus den Werken von Wilhelm

Raabe selbst. Schon zu Lebzeiten hatte Raabe

in Magdeburg aber auch einen kritischen Verehrer,

der sich sehr große Verdienste um die

Vermittlung der Werke Raabes erworben hat.

Es ist der Lehrer Edmund Straeter, der nicht

nur im intensiven Briefwechsel mit Wilhelm

Raabe stand, sondern auch mit zahlreichen

Veröffentlichungen dessen Werke vorstellte

und einem breiten Publikum, vor allem auch

für den Schulunterricht, vermittelte. Auf diese

Weise war er zugleich Vorbild für seinen Schüler

Ernst Böhme, den späteren Oberbürgermeister

der Stadt Braunschweig.

Veranstalter:

Internationale Raabe-Gesellschaft e. V. in Verbindung

mit dem Institut für Braunschweigische

Regionalgeschichte an der TU Braunschweig

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

FR 11.11. 19:30 Uhr

KULTUR vor ORT

„Es geht seinen Gang..."

Fritz Gerchow liest Siegfried Lenz

85 Jahre ist Siegfried Lenz in diesem Jahr geworden.

Wahrlich ein guter Grund ihn zu

feiern, meint der Stöckheimer Fritz Gerchow

und stellt humorvolle Geschichten dieses

großen Erzählers, die seine Begegnungen mit

Menschen liebevoll und einfühlsam nachzeichnen,

in den Mittelpunkt seiner Lesung.

Veranstalter: Arbeitskreis Kultur vor Ort

Stöckheim/Leiferde

Veranstaltungsort: Rokoko-Pavillon Stöckheim

Leipziger Str. 234, 38124 BS

Eintritt: 6,00 € (VVK und Abendkasse)

Vorverkauf: Reisebüro Dedolf, Leipziger Str. 211

Infos und Reservierung unter Tel. 05341 267178

Lesen gefährdet die Dummheit

Wir helfen gerne

Buchhandlung Benno Goeritz

Breite Str. 20 38100 Braunschweig

Tel. 0531 - 4 58 93 Fax 0531 - 12 59 86

Mail: Buchhandlung-Goeritz@t-online.de

Öffnungszeiten: Montag-Freitag: 9-19 Uhr Samstag 9-14 Uhr

21:


FR 11.11. 20:00 Uhr

Poetry Slam in der Neustadtmühle

Im November geht der Braunschweiger

„Regio” Poetry Slam in die nächste Runde.

Slammerinnen und Slammer aus Braunschweig

und der Region stellen sich mit ihren

Fünf-Minuten-Texten dem Urteil des Publikums.

Jeder kann teilnehmen. Voraussetzung

ist nur, dass selbstgeschriebene Texte vorgetragen

werden, die nicht länger als fünf

Minuten sind. Durch das Programm führt der

erfolgreiche Poetry Slamer und Slam-

Moderator Dominik Bartels.

Alle Interessierten sollten sich vorher bei Slam

Master Patrick Schmitz unter Tel. 0531

88927878 melden, da die Teilnehmerzahl beschränkt

wird.

Als besonderes Highlight wird an diesem

Abend der Berliner Stadtmeister und Finalist

der deutschsprachigen Poetry-Slam-Meisterschaften

Till Reiners zu Gast sein.

Veranstalter:

Poppin’ Poetry; c/o Patrick Schmitz,

Kastanienallee 4, 38102 BS

Veranstaltungsort: Neustadtmühle

An der Neustadtmühle 3, 38100 BS

Eintritt: 8,00 € / ermäßigt 6,00 €

Karten im Vorverkauf im

KingKing Shop, Kastanienallee 4, 38102 BS,

oder im Café Riptide, Handelsweg 11, 38100 BS

Weitere Infos unter:

www.poetry-slam-braunschweig.de

Kontakt: Patrick Schmitz, Tel.: 0531 88927878

:22

SO 13.11. 15:00 Uhr

Wilhelm Raabe: Pfisters Mühle

Ein Sommerferienheft

Lesung mit Hans Jürgen Heinze

Der frisch verheiratete Ebert Pfister verbringt

seine Flitterwochen in der Mühle, die seinem

verstorbenen Vater gehört hatte, ehe diese abgerissen

wurde, um einer modernen Fabrik

Platz zu machen. Zurück in Berlin schreibt er

seine Erinnerungen an den Niedergang der

Mühle – verursacht durch verseuchte Abwässer

einer Zuckerfabrik – auf eine Reihe von Blättern

nieder: dem „Sommerferienheft”.

Veranstalter:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

Für alle Veranstaltungen im Raabe-Haus

können telefonisch Plätze reserviert werden

unter: 0531 70 189 317 !

Für Sonntagsveranstaltungen bitte spätestens bis

Freitag, 12:00 Uhr, anrufen. Vielen Dank!

Die philosophischen Debatten

Zeiten und Sitten

Tempora mutantur („nos et mutamur in

illis”), „Die Zeiten ändern sich und wir uns

mit ihnen”, formulierte Ovid (43 v.Chr. -

17 n.Chr.), gebeutelt vom Zeitgeist, seinen

Eindruck von einer im Umbruch befindlichen

römischen Gesellschaft. Derzeit ist

vielerorts die Rede vom Verfall der Werte.

Seit der Antike begleiten unsere Geschichte

mahnende Reden über mangelnde Moral.

Der Mensch ist von Natur aus ein Kleingruppenwesen

und auf die anonyme Massengesellschaft

nicht vorbereitet. Ergo: Es

gibt keine absoluten Werte. Die Sitten

können verschieden sein, die Menschheit

braucht zwar eine einheitliche Moral, aber

keinen einheitlichen Anstand. Bei der Suche

nach dem Zeitgeist werden die Kollegiaten

Hilfestellung erhalten, und zwar von Marc

Aurel, John Locke, Adolph Freiherr Knigge,

Sybil Gräfin Schönfeldt und Asfa-Wossen

Asserate. Die Geschichte des Anstands ist

von Karl-Heinz Göttert in seinem Handbuch

„Zeiten und Sitten” auf spannende

Weise zusammengetragen worden. Zur

Lektüre empfohlen!

Aribert Marohn

veranstaltungen:

MI 16.11. 10:30 Uhr

Philosophische Debatte

John Locke (1632-1704):

Gedanken über Erziehung

Moderation: Aribert Marohn

Am Anfang aller Bildungspolitik steht Platons

Höhlengleichnis (4. Jh. v. Chr.). Die Philosophen

steigen in die Höhle hinab und versuchen vergeblich,

die im Dunkeln aufzuklären. Deshalb

gründete Platon die Akademie, um die Paideia

(altgrch. Kindererziehung) zur Grundlage einer

allgemeinen Bildung zu machen. Darauf

aufbauend entwickelte Wilhelm von Humboldt

seit 1809 ein Bildungskonzept, das bis in die

stürmischen Jahre der sog. „68er” Bestand

hatte. Die Kollegiaten werden ihre Freude

haben am Vergleich der Erziehungsgedanken

von John Locke mit den Kassandrarufen der

Eheleute Petra Gerster/Christian Nürnberger,

die 2001 ein Buch mit dem Titel „Der

Erziehungsnotstand” vorlegten.

Wiederholung: Dienstag, 6. Dez., 10:30 Uhr

Veranstalter: KOLLEG 88

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

23:


veranstaltungen:

SO 20.11. 11:00 - 16:00 Uhr

19. Braunschweiger Bücherbasar

mit Gerstäcker-Abenteuer

Der Kulturpunkt West (ehemals Gemeinschaftshaus

Weststadt) wird wieder zum Eldorado

für Literaturbegeisterte, Bibliophile

und Leseratten jeden Alters. Neben einem

vielfältigen Buchangebot, vom preisgünstigen

Lesestoff bis zum seltenen Sammlerstück, gibt

es als besonderen Höhepunkt eine Ausstellung

rund um den Braunschweiger Weltreisenden

und Schriftsteller Friedrich Gerstäcker

(mit Vortrag von Thomas Ostwald

um 15:00 Uhr).

Veranstalter: Interessengemeinschaft Braunschweiger

Bücherbasar (Infos bei: Ursula Saile-

Haedicke, Tel. 05300 930172, und Irmela Biegel,

Tel. 0531 7999574 sowie beim Kulturpunkt West,

Tel. 0531 862564, und: www.bsbuecherbasar.de)

Veranstaltungsort: Kulturpunkt West

Ludwig-Winter-Str. 4, 38120 BS

Eintritt frei

SO 20.11. 11:00, 15:00, 16:30 Uhr

Hermann Hesse: Farbe ist Leben

Narziss und Goldmund

gelesen von den Schauspielern

Matthias Schamberger und Ronald Schober

Im Begleitprogramm zur Ausstellung „Hermann

Hesse: Farbe ist Leben” stellt das Raabe-

Haus die zu Hesses Lebzeiten meistgelesene Erzählung

vor: In einer Klosterschule des 14. Jahrhunderts

begegnen sich der junge Lehrer

Narziss und sein Schüler Goldmund. Eine intensive

Freundschaft zweier gegensätzlicher

:24

Persönlichkeiten entwickelt sich. Narziss erkennt,

dass Goldmund nicht für das Klosterleben

geschaffen ist: Er selbst strebt zu Gott,

Goldmunds Bestimmung liegt im Irdischen.

Auf Goldmunds unstetem Lebensweg als

Künstler kreuzen sich ihrer beider Wege immer

wieder. Zwei Lebensentwürfe, wie sie

nicht gegensätzlicher sein könnten, in einer

Erzählung, die bis heute eine große Faszination

ausstrahlt.

Wegen der großen Nachfrage wiederholen wir die

Lesung um 15:00 und um 16:30 Uhr.

Eine Teilnahme an den Lesungen ist nur mit

Eintrittskarte möglich!

Ausverkauft!

Hermann Hesse, geboren am 2. Juli 1877 in Calw,

starb am 9. August 1962 in Montagnola. Er besuchte

1892-1893 das Gymnasium in Bad Canstatt.

Danach macht er eine Mechaniklehre und eine

Buchhändlerlehre in Tübingen. Er arbeitet als

Buchhändler und Antiquar in Basel. Mehrere Reisen

durch die Schweiz und Italien erweitern seine kulturellen

Horizonte. Aus dieser Zeit stammen die

ersten literarischen Versuche, Gedichte und Erzählungen.

Ab 1904 lebte er als freier Schriftsteller

und Mitarbeiter an verschiedenen Zeitungen, und

1912 zog er in die Schweiz. Für seine literarische

Tätigkeit erhielt Hesse 1946 den Nobelpreis.

Veranstalter: Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29a, 38102 BS Eintritt frei

Wegen eingeschränkter Platzzahl werden für diese

Lesung von der Jakob-Kemenate Eintrittskarten

ausgegeben: Tel. 05306-959526. Eine Teilnahme

an der Lesung ist nur mit dieser Eintrittskarte

möglich. Bitte beachten Sie auch das Faltblatt zur

Ausstellung im Mittelteil dieses Heftes.

Vielfacher Schriftsinn

In der Reihe „Vielfacher Schriftsinn” werden

Literaturvortrag und Lesung vereint. Immer

andere schöne, streitbare, sprachgewaltige

oder sanfte, kuriose oder verschachtelte,

vielstimmige, ausgefallene oder fast vergessene

Schriften aus allen Zeiten der Literaturgeschichte

kommen zu Gehör. Vielstimmigkeit

meint eben nicht den Kanon,

sondern vielleicht das Neben- und Durcheinander.

Der Literaturkenner Hans Gerd Hahn gibt

hintergründige zeit- und literaturgeschichtliche

Informationen rund um das vorgestellte

Werk. Schauspieler lesen ausgewählte

Passagen des jeweiligen Textes.

Die Zuhörer können sich freuen: Sie werden

von den Texten überrascht und überwältigt,

sie werden bestens unterhalten, bekommen

Leseanregungen und vielfachen Literaturgenuss.

In diesem Veranstaltungsturnus werden

Texte von Rolf Dieter Brinkmann, Theodor

Kramer und Fernando Pessoa vorgestellt

und gelesen.

Rolf Dieter Brinkmann wurde 1940 in Vechta

geboren. Nach Schule und Buchhandelslehre lebte

er ab 1962 mit seiner Frau Maleen Kramer in Köln.

Er studierte Pädagogik, entschied sich jedoch bald

für ein Leben als Schriftsteller. Brinkmann veröffentlichte

Gedichte und Prosa und forderte die

Abschaffung der Unterscheidung zwischen „hoher”

Dichtung und „bloßer” Schriftstellerei. Rolf Dieter

Brinkmann kam 1975 bei einem Autounfall in

London ums Leben.

DI 22.11. 19:30 Uhr

Vielfacher Schriftsinn

Rolf Dieter Brinkmann: Keiner weiß mehr /

Westwärts 1 & 2 / Rom, Blicke

gelesen von Susanne Maierhöfer

vorgestellt von Hans Gerd Hahn

Rolf Dieter Brinkmann (1940-1975) der

verfasser „gleitende(r) prosa”, collagierter

tagebücher, pointierter polemiken, vermittler

neuer amerikanischer (pop-)literatur soll

primär als lyriker

vorgestellt werden.

Brinkmann

(1974): „Ich hätte

gern viele Gedichtegeschrieben

so einfach

wie Songs... Vielleicht

ist es mir (...) machmal gelungen, die

Gedichte einfach genug zu machen, wie

Songs, wie eine Tür aufzumachen, aus der

Sprache und den Festlegungen raus.” Rolf

Dieter Brinkmann, der engagierte anreger,

radikale verweigerer von tradition und theorie,

der möglichkeiten aufriss, soll mit seinen

texten in den blick genommen werden.

: EIN FRIEDLICHES GEDICHT

schreiben, mit einem Kirschkern

im Mund, oder einem Pflaumenkern,

den man nach einiger Zeit

sorglos ausspuckt

Rolf Dieter Brinkmann

Veranstalter: Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

25:


FR 25.11. 15:00 und 17:00 Uhr

KULTUR vor ORT

Tourneetheater ME, MYSELF AND I

Thomas Hirche spielt „Robinson Crusoe”

Ein Schauspiel in fünf Akten auf einer

traditionellen Papiertheaterbühne

Robinson Crusoe, der junge Abenteurer und

Seefahrer, ist der einzige Überlebende eines

Schiffbruchs und strandet auf einer einsamen

Insel. Vor einer historischen Kulisse wird das

berühmte Abenteuer auf neue Art belebt. Der

Aufführung liegt die originale Bearbeitung für

Papiertheater aus dem Jahre 1850 zu Grunde.

Der in schwarz-weiß gekleidete und mit

Zylinder behütete Thomas Hirche ist Schauspieler,

Puppenmeister, Synchronsprecher und

zugleich verantwortlich für Licht, Ton und

Bühnenbild. Eine One-Man-Show, daher auch

der Titel seines Theaters: „Me, Myself and I”.

Das Schauspiel dauert 50 Minuten.

Veranstalter: Arbeitskreis Kultur vor Ort

Stöckheim/Leiferde

Veranstaltungsort: Rokoko-Pavillon Stöckheim

Leipziger Str. 234, 38124 BS

Eintritt: 6,00 € (Vorverkauf und Abendkasse)

Vorverkauf: Reisebüro Dedolf, Leipziger Str. 211

Infos und Reservierung: 05341 267178

:26

DI 29.11. 11 und 12:30 Uhr

Hermann Hesse: Farbe ist Leben

40 Orte. 40 Lesungen

Kurzlesung mit Texten von Hermann Hesse

Sie hören einen kurzen Text von Hermann

Hesse in deutscher Sprache und in einer

fremdsprachigen Fassung.

Veranstalter: Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

Wegen eingeschränkter Platzzahl werden für diese

Lesung von der Jakob-Kemenate Eintrittskarten

ausgegeben: Tel. 05306 959526. Eine Teilnahme

an der Lesung ist nur mit dieser Eintrittskarte

möglich. Bitte beachten Sie auch das Faltblatt zur

Ausstellung im Mittelteil dieses Heftes.

Ausverkauft!

„Ein Haus ohne Bücher

ist arm, auch wenn

schöne Teppiche

seinen Boden

und kostbare Tapeten

und Bilder die Wände

bedecken.”

Hermann Hesse

Für alle Veranstaltungen im Raabe-Haus

können telefonisch Plätze reserviert werden

unter: 0531 70 189 317 !

Für Sonntagsveranstaltungen bitte spätestens bis

Freitag, 12:00 Uhr, anrufen. Vielen Dank!

Termine im DEZEMBER :

SO 04.12. 15:00 Uhr

„Weihnachtsgeister” und

Weihnachtstradition bei Wilhelm Raabe

– ein kulturgeschichtlicher Ausklang

des Jahres 2011.

Vortrag von Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel

Wilhelm Raabe wird gelegentlich in der

Kulturgeschichtsforschung als Erzähler der

Deutschen Weihnacht geschildert. Jährlich im

Dezember soll daher dieses Thema bei Raabe

betrachtet und vor allem die Erzählung „Weihnachtsgeister”

in den Blick genommen werden.

Eine weihnachtliche Tradition im Raabe-

Haus als Gruß der Internationalen Raabe-

Gesellschaft zum bevorstehenden Weihnachtsfest.

veranstaltungen:

Veranstalter:

Internationale Raabe-Gesellschaft e. V. in Verbindung

mit dem Institut für Braunschweigische

Regionalgeschichte an der TU Braunschweig

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

27:


veranstaltungen:

FR 09.12. 19:30 Uhr

KULTUR vor ORT

Durch alle Himmel, alle Gossen – Bellmann

trifft Graßhoff

Zum 98. Geburtstag von Fritz Graßhoff!

Die von Liebe, Schnaps und Tod handelnden

Episteln und Lieder des schwedischen Volkspoeten

Carl Michael Bellmann (1740-1795)

gehen in diesem Programm eine kongeniale

Verbindung ein mit den derben Halunkenliedern

und Gedichten von Fritz Graßhoff

(1913-1997). Ein Programm für literarische

Feinschmecker mit dem Duo Lyrik & Musik:

Bernhard Selker und Hans-W. Fechtel.

Veranstalter: Fachbereich Kultur,

Abt. Literatur und Musik

Veranstaltungsort: Pfarrscheune

der ev. Kirche Ölper, Kirchbergstr. 2, 38114 BS

Eintritt: 6,00 € (Vorverkauf), 8,00 € (Abendkasse)

Vorverkauf: Brennstoffhandel Schmidt,

Celler Heerstr. 40, 38114 BS

Infos und Reservierung unter Tel. 0531 470-4862

:28

SA 10.12. 9:00 bis 18:00 Uhr

„Reflexion und Grazie”

Seminar Literaturkritik und literarisches

Schreiben

Leitung: Stephan Turowski

Im Mittelpunkt des Seminars wird die eigene

künstlerische Kompetenz der Teilnehmer stehen.

Einen Schwerpunkt dabei soll die zeitgenössische

Lyrik bilden, und das auf zweierlei

Weise: Zum einen wollen wir die eigenen Texte

der Teilnehmer gründlich lesen und im Detail

diskutieren. Andererseits wollen wir uns an

Beispielen auch vergegenwärtigen, wie in der

derzeitigen Literaturkritik mit der Dichtung der

Gegenwart diskursiv umgegangen wird. Beides,

die Praxis und die Theorie, werden uns einen

profunden Einblick in die genaue Arbeit am

Wort vermitteln.

Das Seminar richtet sich in erster Linie an

Studierende der Germanistik, steht aber darüber

hinaus im Rahmen der Platzkapazität

allen Interessierten offen. Anfragen hierzu

bitte an Jan Röhnert vom Institut für Germanistik

der TU: j.roehnert@tu-bs.de.

Die Teilnehmer sind gebeten, sich im Vorfeld

des Seminars einen aktuellen, in diesem Jahr

erschienenen Gedichtband auszusuchen und

darüber eine Rezension zu schreiben.

Weitere Termine: 14.01.2012 und 21.01.2012,

jeweils 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr.

Veranstalter: Institut für Germanistik

der TU Braunschweig

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29a, 38102 BS Eintritt frei

SA 10.12. 19:00 Uhr

KULTUR vor ORT

„Das unerträgliche Weiß zu Weihnachten"

Jost Leers serviert einen literarischen

Weihnachtsbraten mit Biss und Gänsehaut.

Das Fest der Stille und des Friedens: WEIH-

NACHTEN. Doch plötzlich und unerwartet

verwandelt sich die Festtagsstimmung in

kaltes Grauen. Statt überraschender Geschenke

gibt es erschreckende Erfahrungen,

die das Blut in den Adern gefrieren lassen.

Schauspieler Jost Leers serviert schaurige,

skurrile und frivole Geschichten zur

Weihnachtszeit von Robert Hültner, Hakan

Nesser und Ingrid Noll.

Veranstalter: Fachbereich Kultur,

Abt. Literatur und Musik

Veranstaltungsort: Ev. Kirche Stöckheim

Kirchenbrink 3 c, 38124 BS

Eintritt: 6,00 € (Vorverkauf), 8,00 € (Abendkasse)

Vorverkauf: Reisebüro Dedolf, Leipziger Str. 211,

38124 BS

Infos und Reservierung unter Tel. 0531 470-4862

29:


SO 11.12. 10:30 bis 13:30 Uhr

„Wäre ich unsterblich...”

Kolloquium zu Paulus Böhmer

Moderation: Prof. Jan Röhnert (TU Braunschweig)

Der Dichter Paulus Böhmer, der am 20. September

seinen 75. Geburtstag feierte und mit

dem Hölty-Preis der Landeshauptstadt Hannover

und mit der Goethe-Plakette der Stadt

Frankfurt ausgezeichnet wurde, gehört zu den

überragenden Stimmen der deutschen

Gegenwartsliteratur. Unumstrittener Meister

des modernen Langgedichts, muss man an

Walt Whitman, Ezra Pound oder Allen Ginsberg

erinnern, um seinem Anspruch gerecht zu

werden. In den letzten drei Jahrzehnten hat

Böhmer mit über 20 umfangreichen Gedichtbänden

ein Oeuvre geschaffen, in dessen Zentrum

die beiden Bücher Kaddish I-X (Frankfurt

a.M. 2002) und Kaddish XI-XXI (Frankfurt a.M.

2007) stehen. Sie erweitern den Augenblick der

spontanen Erinnerung bis in kosmische, paläonthologische,

neuronale und mikrobakterielle

Zusammenhänge hinein.

Erstmals stellen Schriftsteller, Literaturwissenschaftler

und Kritiker, darunter die Dichterin

Monika Rinck (Berlin), der Romancier Alban

Nikolai Herbst (Berlin), der Komparatist

Andreas Kramer (London) und der Musikwissenschaftler

Bernd Leukert (Frankfurt a.M.),

die Resultate ihrer Beschäftigung mit Böhmer

vor und präsentieren mögliche Zugänge zu

einem der fulminantesten und originellsten

Projekte der Postmoderne.

:30

15:00 Uhr

„Wäre ich unsterblich...”

Lesung mit Paulus Böhmer

und Peter Heusch

Paulus Böhmer liest gemeinsam mit dem

Schauspieler Peter Heusch aus seiner Trilogie

Am Meer. An Land. Bei mir.

Paulus Böhmer, geboren

1936 in Berlin, aufgewachsen

in Oberhessen und im Ruhrgebiet,

lebt in Frankfurt am

Main. Er studierte Jura, Architektur

und Germanistik,

wurde Industriekaufmann

und arbeitete u. a. als Stauden-

und Ziergraszüchter,

Reizwarenlieferant, Lektor

und Werbetexter. Von 1985

bis 2001 leitete er das Hessische Literaturbüro in

Frankfurt am Main. 2010 wurde Paulus Böhmer für

sein lyrisches Gesamtwerk mit dem Hölty-Preis

ausgezeichnet. Im August 2011 erhielt er die

Goethe-Plakette des Landes Hessen.

„Es ist schwer, tapfer zu sein.

Wir sind dafür nicht gemacht.”

Paulus Böhmer: Am Meer. An Land. Bei mir.

Veranstalter (Kolloquium und Lesung):

Institut für Germanistik der TU Braunschweig

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29a, 38102 BS Eintritt frei

Für die Teilnahme an Kolloquium und/oder der

Lesung „Wäre ich unsterblich...” bitten wir um telefonische

Voranmeldung unter: 0531 70189317

SO 18.12. 16:00 Uhr

KULTUR vor ORT

Familien-Erzählcafé:

Ein Sack voller Geschichten

Erzählungen, Märchen, Bild- und

Schattentheater und eine Mitmach-

Geschichte für Eltern und Kinder.

Was verbirgt sich wohl in einem Geschichten-

Sack? Wir werden ihn öffnen und nicht nur die

Kinder können gespannt sein, was sich daraus

alles hervorzaubern lässt! Mit Erzählungen

und Märchen, beim Bild- und Schattentheater

wollen Anna Rossié, Elvira Wrensch und

Brigitte Vaupel an diesem Sonntagnachmittag

Klein und Groß überraschen. Die Besucher

können ebenfalls kreativ werden, bei

einer Mitmach-Geschichte für Eltern und

Kinder. Zur Stärkung gibt es Kinderpunsch,

Kaffee und Buchstaben-Kekse.

Veranstalter: Arbeitskreis Kultur vor Ort

Stöckheim/Leiferde

Veranstaltungsort: Rokoko-Pavillon Stöckheim

Leipziger Str. 234, 38124 BS

Eintritt: Erwachsene 5,00 €, Kinder frei

Vorverkauf:

Reisebüro Dedolf, Leipziger Str. 211, 38124 BS

Infos und Reservierung unter Tel. 0531 2601126

veranstaltungen:

Termine im JANUAR :

FR 06.01. 19:30 Uhr

KULTUR vor ORT

„Alte Liebe”

Heidrun Rasch und Fritz Gerchow lesen aus

dem Roman von Elke Heidenreich und Bernd

Schroeder

Alte Liebe rostet nicht. Aber die Zeit ist nicht

spurlos vorbeigegangen an Lore und Harry.

Die leidenschaftliche Lore hat Angst, bald mit

dem frisch pensionierten Harry untätig im

Garten zu sitzen ...

Veranstalter: Arbeitskreis Kultur vor Ort

Stöckheim/Leiferde

Veranstaltungsort: Rokoko-Pavillon Stöckheim

Leipziger Str. 234, 38124 BS

Eintritt: 6,00 € (Vorverkauf und Abendkasse)

Vorverkauf:

Reisebüro Dedolf, Leipziger Str. 211, 38124 BS

Infos und Reservierung unter Tel. 05341 267178

31:


veranstaltungen:

SO 08.01. 15:00 Uhr

Wilhelm Raabe und Dr. Ernst Böhme

Vortrag von Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel

1929 wurde der Magdeburger Sozialdemokrat

Dr. Ernst Böhme zum Oberbürgermeister der

Stadt Braunschweig gewählt. Seine politische

Bedeutung ist allgemein bekannt. Weniger

bekannt dürfte dagegen seine besondere

„Beziehung” zu Wilhelm Raabe sein. Der

Braunschweiger Schriftsteller wurde ihm von

seinem Magdeburger Lehrer Edmund Straeter

näher gebracht, und in seiner Braunschweiger

Amtszeit spielte das Thema „Raabe” eine

vielfältige und wichtige Rolle für den Oberbürgermeister.

Diese „Begegnungen mit und

für Raabe” stehen im Zentrum dieser „Spurensuche”

zum Raabefreund Ernst Böhme.

Veranstalter:

Internationale Raabe-Gesellschaft e. V. in Verbindung

mit dem Institut für Braunschweigische

Regionalgeschichte an der TU Braunschweig

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

FR 20.01. 20:00 Uhr

Glückwunsch zur Wunde

Autorenlesung mit Stephan Turowski

Moderation: Jan Röhnert (TU Braunschweig)

Zu Beginn sieht alles noch wie verzaubert aus

– eine neue, große Liebe, eine unbekannte

Stadt, Zurüstungen für eine glückliche Zukunft.

Doch schon bald werden die Verhältnisse

zwielichtig: Was eben noch das Glück

war, ist im nächsten Moment schon die Hölle

– und umgekehrt. Der Aufbruch entpuppt sich

:32

als Abweg, die Euphorie weicht einer kruden,

doch unausweichbaren Erkenntnis: „Du kannst

so nicht leben”. Von hier aus geht die Suche

allein weiter – in tröstlicher wie vernichtender

Erinnerung an jene Geliebte, die einst über

dem gemeinsamen Federbett zu schweben

und zu leuchten verstand. Die Gedichte in

„Glückwunsch zur Wunde” erzählen die

Geschichte einer Verwandlung – zart, grotesk,

erschreckend klar.

Im Anschluss an die Lesung findet eine

Diskussion zwischen Autor und Moderator zu

Tendenzen und Stimmen in der jüngeren deutschen

Lyrikszene statt.

Stephan Turowski, 1972 in Bremen geboren, aufgewachsen

in der Nähe von Hannover und im

Schwarzwald, lebt und arbeitet in Kiel. Nach Studienjahren

in Tübingen arbeitete er lange als Musikkritiker

für regionale und überregionale Medien.

2005 wurde ihm ein Stipendium der Kunststiftung

Baden-Württemberg zugesprochen. 2006 erschien

sein Lyrik-Debüt „Und jetzt bist du nackt” in der

edition AZUR, 2011 folgte mit „Glückwunsch zur

Wunde” sein zweiter Gedichtband.

Veranstalter: Institut für Germanistik

der TU Braunschweig

Veranstaltungsort: Galerie auf Zeit

Bitte entnehmen Sie den aktuellen Standort der

Galerie der Tagespresse oder dem Internet unter:

www.galerie-auf-zeit-bs.de Eintritt frei

SO 22.01. 15:00 Uhr

Absurdes, Skurriles und Ironisches

– Zehnter Teil –

Lesung mit Andreas Hartmann und

Hans Jürgen Heinze

Unterhaltsame, literarische Kurztexte stehen

auf dem Programm. Wieder wollen Hartmann

und Heinze das Publikum mit literarischen Besonderheiten

überraschen. Möglich sind Texte

von Tucholsky, Gernhardt, Valentin und vielen

anderen. Dass ein vergnüglicher Nachmittag

garantiert ist, kann man daran erkennen, dass

diese Lesereihe schon über viele Jahre im

Raabe-Haus stattfindet.

Wegen des großen Zuspruchs wird eine rechtzeitige

Platzreservierung unter Tel. 0531

70189317 empfohlen.

Veranstalter: Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

33:


DI 24.01. 19:30 Uhr

Buchklub Roter Saal

Literaturtalk mit Peter Schanz

Gäste: Sabrina Janesch und Wolfgang Müller

Musik: Burkhard Bauche

Buchklub Roter Saal, die Zweite: Peter Schanz

begrüßt diesmal die in Gifhorn geborene

deutsch-polnische Schriftstellerin Sabrina

Janesch und den Singer/Songwriter Wolfgang

Müller aus Hamburg. Beide haben ein Buch,

das ihnen besonders am Herzen liegt, im Gepäck.

Peter Schanz stellt im Gespräch den

Roman „Katzenberge” von Sabrina Janesch vor.

Und wie der Zufall es so will, hat Wolfgang

Müller seine Gitarre eingepackt – man weiß ja

nie... Dezent, aber kein bisschen leise, begleitet

Burkhard Bauche vom Klavier aus den Literaturtalk,

und auch das Publikum ist wieder gefragt:

Beim Quiz können Sie wieder einen Wochenendtrip

für zwei Personen gewinnen. Und

vergessen Sie nicht den Büchertausch: Bringen

:34

Sie ein Buch mit, das Sie schon immer loswerden

wollten oder doppelt besitzen und gern

gegen ein anderes eintauschen würden.

Sabrina Janesch wurde 1985 in Gifhorn geboren

und lebt in Cottbus. Von 2004 bis 2009 studierte

sie Kreatives Schreiben und Kulturjournalismus in

Hildesheim, außerdem zwei Semester Polonistik in

Krakau.

34 Jahre alt, lebt Wolfgang Müller mit seiner Familie

in Hamburg, arbeitet und macht Musik. 16 Jahre

klassische Gitarrenausbildung haben ihm den Weg

zum Rock verschlossen und nach jahrelangem

Texten und Gedichte schreiben gründete er mit 28

seine erste Band „elabor”. Kurze Zeit später wurde

Michy Reinckes Label Rintintin-Musik auf das

Soloprojekt des Spätzünders aufmerksam und nahm

ihn 2007 unter Vertrag.

Veranstalter: Kulturistitut und Raabe-

Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort: Roter Saal

Schlossplatz 1, 38100 BS

Eintritt: 8,00 €/erm. 5,00 € (VVK und Abendkasse)

Karten in allen bekannten Vorverkaufsstellen

MI 25.01. 10:30 Uhr

Philosophische Debatte

Adolph Freiherr Knigge (1751-1796):

Über den Umgang mit Menschen

Moderation: Aribert Marohn

Sein Lebenswerk umfasst zwar 24 Bände,

aber sein lebenspädagogisches Buch aus dem

Jahre 1788 (im Alter von 37 Jahren) hat Kultstatus.

Sein Name steht für gute Umgangsformen

und gepflegte Lebensart. Seit mehr

als zweihundert Jahren. Hören wir ihm zu:

„Jeder Mensch gilt in dieser Welt nur so viel,

als wozu er sich selbst macht. Das ist ein

goldener Spruch..., ein Satz, dessen Wahrheit

auf die Erfahrung aller Zeitalter gestützt ist.”

Und weiter: „Ich meine, die Verschiedenheit

der Sitten und der Stimmung in den deutschen

Staaten macht es so schwer, Freundschaften

zu stiften, Geschmack am Umgange

zu finden, andre für sich einzunehmen und

auf andre zu wirken.”

(Lit.: A. Freiherr Knigge, Über den Umgang mit

Menschen, S. 22-30)

Wiederholung: Dienstag, 7. Februar, 10:30 Uhr

Veranstalter: KOLLEG 88

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

„Ihr Polnisch

ist aber erstaunlich gut!

Danke, ich bin Pole.

Ihres aber auch.”

Sabrina Janesch: Katzenberge (S. 99)

veranstaltungen:

FR 27.01. 19:30 Uhr

KULTUR vor ORT

Kressmann Taylor: „Adressat unbekannt”

gelesen von Andreas Hartmann, Bernhard

Selker und Elke Brinkmann.

Lesung des Briefwechsels zweier Männer und

Geschäftspartner in der Zeit des fortschreitenden

Nationalsozialismus, in der eine tiefe

Freundschaft zerbricht. „Adressat unbekannt”

ist ein literarisches Meisterstück von beklemmender

Aktualität. „Selten ist so viel in

solcher Dichte ausgedrückt worden”, heißt

es in einer Rezension.

1938 als Fortsetzungsgeschichte mit ungeheurem

Erfolg in einer US-amerikanischen

Zeitschrift veröffentlicht, geriet der Briefroman

einer amerikanischen Schriftstellerin

dann über sechzig Jahre lang in Vergessenheit.

Veranstalter: Arbeitskreis Kultur vor Ort

Stöckheim/Leiferde

Veranstaltungsort: Rokoko-Pavillon Stöckheim

Leipziger Str. 234, 38124 BS

Eintritt: 8,00 € (Vorverkauf und Abendkasse)

Vorverkauf:

Reisebüro Dedolf, Leipziger Str. 211, 38124 BS

Infos und Reservierung unter Tel. 05341 267178

35:


veranstaltungen:

SO 29.01. 15:00 Uhr

Moderne Frauen - moderne Liebe

Franziska zu Reventlow und Tania Blixen

Lesung mit der Schauspielerin Verena Noll

Moderne Frauen waren sie beide, schön, selbstbewusst,

selbständig: Franziska zu Reventlow

und Tania Blixen. Beide lebten ein für ihre Zeit

eher unkonventionelles Leben. Sie nutzten eine

Ehe, um dem familiären und gesellschaftlichen

Korsett zu entkommen, bauten sich eine eigene

Existenz auf und befreiten sich auch in der Liebe

von der traditionellen weiblichen Rolle. Glücklich

wurden sie beide nicht; auch ihre wirtschaftliche

Lage war eher prekär. Gemeinsam

haben sie außerdem, dass beider literarisches

Schaffen schon zu ihren Lebzeiten Anerkennung

fand und ihre Bücher auch heute noch

gelesen werden. Verena Noll liest von Tania

Blixens unkonventioneller Liebe zu Denis Finch

Hatton aus „Jenseits von Afrika” und aus Franziska

zu Reventlows frechem Briefroman „Von

Paul zu Pedro”, dessen Titel wohl nicht viel hinzuzufügen

ist.

Veranstalter: Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

:36

Franziska zu Reventlow, geb. 1871 in Husum, gest.

1918 im Tessin, leistete schon früh Widerstand gegen

die Erziehung zur „höheren Tochter” und die gängige

Sexualmoral. Mit Erreichen der Volljährigkeit trennte

sie sich endgültig von der Familie. Nach einer kurzen

Ehe lebte sie als Schriftstellerin, Übersetzerin und

Malerin in der Schwabinger Boheme. Seit 1909

wohnte sie vor allem in der Schweiz.

Tania Blixen, geb. 1885 in Rungstedlund, Dänemark.

Ihre Kindheit und Jugend waren geprägt von

der Erziehung in einem starren, bürgerlichen Milieu.

Mit ihrem Mann Baron Bror Blixen-Finecke, und

später, nach der Scheidung, allein, führte sie in Kenia

eine Kaffee-Plantage. 1932 kehrte sie nach Dänemark

zurück. Ab 1934 erschienen ihre Romane und

Erzählungen. Sie starb 1962.

DI 31.01. 19:30 Uhr

Vielfacher Schriftsinn

Theodor Kramer: „was ich an Schriften habe,

trag ich stets mit mir”

gelesen von Ronald Schober

vorgestellt von Antonia Przybilski

„Stehn meine Bücher, die ich vorm Verreisen

dir schenkte, noch auf deinem Bücherbord”

sinniert Theodor Kramer, österreichischer Lyriker

und Verfasser von mehr als 12.000 Gedichten,

im Exil in England. In der Reihe

„Vielfacher Schriftsinn” antwortet Kramer als

ein „Asphaltdichter, ein Kohlenrutschendichter,

ein Stundenhoteldichter, ein Bücherwartdichter”

(Kramer), ein „Kriegs- und Friedensdichter,

[...] ein Natur- und Vagantenlyriker”

(Eckart Früh), auf die Frage, was Literatur sein

kann.

Theodor Kramer, 1897 in Niederösterreich als Kind

eines jüdischen Gemeindearztes geboren, wurde

nach dem Schulabschluss zum Kriegsdienst

eingezogen und 1916 schwer verwundet. Er studierte

in Wien, arbeitete im Buchhandel und versuchte sich

als freier Schriftsteller. Der Nationalsozialismus

raubte Kramer jede Lebensgrundlage, sodass er auf

die Unterstützung seiner Freunde angewiesen war,

die auch 1939 seine Emigration nach Großbritannien

ermöglichten. Dort arbeitete er ab 1943 als

Bibliothekar in Guildford. Erst 1957 kehrte Kramer

nach Wien zurück, er starb nur ein Jahr später.

Veranstalter: Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

„In meiner Bücherei

die jungen Wesen

tun eins vor allem,

was mich freut: sie lesen.”

Theodor Kramer: Die Leser

Termine im FEBRUAR :

SO 05.02. 15:00 Uhr

Wilhelm Raabe und Wilhelm Immenkamp

Vortrag von Dr. Angela Klein

Wilhelm Immenkamp hatte 1909 als Maler den

Auftrag, ein Gemälde von Wilhelm Raabe für

die Sammlungen des Vaterländischen Museums

zu malen. Vermittelt hat diesen Auftrag

auf Bitten des Vorstandsmitglieds des Museums,

Bankier Paul Walter, der mit Raabe bekannte

Karl Steinacker. Aus den Berichten der

Vermittler und des Malers geht ebenso hervor,

mit welchen Schwierigkeiten dieser Auftrag

verbunden war und wie Wilhelm Raabe Wert

auf eine ganz bestimmte künstlerische Gestaltung

seiner Person gelegt hatte. Das Bild

und seine Betrachtung wird im Vortrag in den

Kontext der schriftlichen Überlieferung gestellt.

Veranstalter:

Internationale Raabe-Gesellschaft e. V. in Verbindung

mit dem Institut für Braunschweigische

Regionalgeschichte an der TU Braunschweig

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

Für alle Veranstaltungen im Raabe-Haus

können telefonisch Plätze reserviert werden

unter: 0531 70 189 317 !

Für Sonntagsveranstaltungen bitte spätestens bis

Freitag, 12:00 Uhr, anrufen. Vielen Dank!

37:


SO 12.02. 15:00 Uhr

Charles Dickens: Oliver Twist

gelesen von Verena Noll

Zum 200. Geburtstag von Charles Dickens liest

Verena Noll aus dessen spannendem und anrührendem

Roman um den Waisenjungen

Oliver Twist. Oliver lebt freudlos und misshandelt

im Armenhaus. Als er bei einem Totengräber

in die Lehre gegeben wird, nutzt er die

Gelegenheit, um zu fliehen und in London sein

Glück zu suchen. Doch er gerät in die Fänge

des Bandenchefs Fagin, der ihn zum Taschendieb

ausbilden will. Oliver muss einige Abenteuer

bestehen und die Schattenseiten der

Großstadt London kennenlernen, bevor sich

ihm die Chance auf ein besseres Leben eröffnet.

Ein meisterhaftes Gesellschaftspanorama der

viktorianischen Zeit, das zu einem Meilenstein

der englischen Literatur des 19. Jahrhunderts

wurde.

Charles Dickens wurde am 7. Februar 1812 in

Landport bei Portsmouth geboren. Als sein Vater

1823 ins Schuldgefängnis in London kam, musste

Dickens mit 11 Jahren in einer Fabrik arbeiten. Nach

unregelmäßigem Schulbesuch wurde er 1826 Anwaltsgehilfe.

Als Reporter beim „Morning Chronicle”

begann er seine Skizzen, die in Buchform als

„Pickwick Papers” veröffentlicht wurden und ihn

berühmt machten. Mit seinen humoristischen bis

gesellschaftskritischen Werken avancierte er zum

Begründer des sozialen Romans. Dickens starb am

9. Juni 1870 im Alter von 58 Jahren an einem

Schlaganfall.

Veranstalter: Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

:38

Charles Dickens

DI 14.02. 19:30 Uhr

KULTUR vor ORT

Zum Valentinstag:

„Rheinsberg” von Kurt Tucholsky

Ein Bilderbuch für Verliebte und solche, die es

werden wollen, aufgeschlagen von Andreas

Hartmann und Elke Brinkmann.

Die frisch Verliebten Claire und Wölfchen entfliehen

ihrem Berliner Alltag und tauchen

unter in der ländlichen Idylle von Rheinsberg.

Hier genießen sie drei Tage voller Glück und

Liebe und kosten jede Sekunde – nach dem

Motto: carpe diem – ganz bewusst aus.

Neckisch, verspielt, zärtlich und fröhlich kabbeln

sie sich bei jeder Gelegenheit und nehmen

dabei nichts ernst; über allem steht aber

immer ihre innige Liebe zueinander.

Veranstalter: Fachbereich Kultur,

Abt. Literatur und Musik

Veranstaltungsort: Pfarrscheune

der ev. Kirche Ölper, Kirchbergstr. 2, 38114 BS

Eintritt: 5,00 € (Vorverkauf), 7,00 € (Abendkasse)

Vorverkauf: Brennstoffhandel Schmidt,

Celler Heerstr. 40, 38114 BS

Infos und Reservierung unter Tel. 0531 470-4862

FR 17.02. 20:00 Uhr

23. Braunschweiger Poetry Slam

Endlich ist es wieder soweit! Slammerinnen

und Slammer aus Braunschweig, der Region

und ganz Deutschland stellen sich mit ihren

Fünf-Minuten-Texten dem Urteil des Publikums.

Der Poetry Slam ist eine der beliebtesten

und stets ausverkauften Veranstaltungen

im LOT-Theater. Durch das Programm

führt der erfolgreiche Poetry Slamer und

Slam-Moderator Dominik Bartels.

Jeder, der teilnehmen möchte, sollte sich

vorher bei Slam Master Patrick Schmitz unter

Tel. 0531 88927878 anmelden, da die Teilnehmerzahl

beschränkt wird.

Die Gewinner des Slams werden zum „Best of”

am 23. März 2012 in den Roten Saal des

Kulturinstituts eingeladen, wo sie, gemeinsam

mit zwei Stargästen, längere Texte zu Gehör

bringen.

Veranstalter:

Poppin’ Poetry; c/o Patrick Schmitz in Kooperation

mit dem Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort: LOT-Theater

Kaffeetwete 4 a, 38100 BS

Eintritt: 10,00 € / ermäßigt 6,00 €

Kartenvorverkauf ab Mitte Januar 2012 im

KingKing Shop, Kastanienallee 4, 38102 BS,

im LOT-Theater oder im Café Riptide,

Handelsweg 11, 38100 BS

Weitere Infos unter:

www.lot-theater.de und

www.poetry-slam-braunschweig.de

veranstaltungen:

MI 22.02. 10:30 Uhr

Philosophische Debatte

Marc Aurel (121-180): Wohlwollende

Geselligkeit schafft Lebensfreude

Moderation: Aribert Marohn

Der Stoiker Marc Aurel vermerkt in seinen

„Selbstbetrachtungen”: „Die Grundtendenz

also ist das Wohlwollen dem anderen gegenüber,

die einzig denkbare Form der Reaktion

auf die Geselligkeitsnatur des Menschen.”

Allerdings sieht er die wahrhafte Glückseligkeit

– wie übrigens der Gartenphilosoph

Epikur auch – als nur erreichbar mit der Allnatur

und einer Gleichgültigkeit den Gütern

gegenüber. Besonders reizvoll ist es, das Buch

von Sybil Gräfin Schönfeldt, „Anstand”, aus

unserer Spaß-Gegenwart heranzuziehen und

mit der Elle Knigges zu messen. Sie schreibt:

„Was also? Immer ist das Verlangen nach

etwas da, das uns nicht nur anständig erscheinen

lässt...Anything goes – alles ist

möglich, die Devise einer Gesellschaft, ...die

ebenso unfrei macht wie die Ideologie der

totalitären Staaten.”

Wiederholung: Dienstag, 6. März, 10:30 Uhr

Veranstalter: KOLLEG 88

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

39:


veranstaltungen:

SO 26.02. 15:00 Uhr

Schelme im Raabe-Haus

Das bizarre Sexualleben der Tiere, 2. Teil

Lesung mit dem Schauspieler Andreas Jäger

Aufgrund des großen Erfolgs hat Andreas Jäger

wieder Vergnügliches aus dem Buch von

Michael Miersch zusammengestellt: Hätten

Sie gewusst, dass Regenwürmer außergewöhnlich

gute Sex-Manieren haben? Oder dass

Beutelmaus-Männchen gewöhnlich dem Sex-

Stress zu erliegen pflegen? Ausgehend vom

neuesten zoologischen Forschungsstand erzählt

Miersch von den unglaublichen Tricks, mit

denen die Geschöpfe zueinander finden.

Staunen und schmunzeln Sie über die Liebespraktiken

von Finken und Fledermäusen,

Hyänen und Hühnern, Stachelschweinen,

Strudelwürmern und Co.

Aktuelle Informationen zu den Veröffentlichungen

von Michael Miersch finden Sie

unter: www.maxeiner-miersch.de.

Veranstalter: Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

DI 28.02. 19:30 Uhr

Im Museum. Unheimliche Begebenheiten

Autorenlesung mit Hartmut Lange

Moderation: Stefan Hallensleben,

Buchhandlung Goeritz

Eine Museumsangestellte verabschiedet sich

auf ungewöhnliche Weise. Ein Besucher findet

den Ausgang nicht mehr. Ein dunkler Korridor

verweist auf eine verschwundene Welt. Eine

:40

Hartmut Lange (Foto: Renate von Mangoldt)

Mutter sucht mit ihrem Kind den Himmel. Hier

übersteigt die Vorstellungswelt die tatsächliche

Welt, und wie spannend, anrührend, aufschlussreich,

wie unheimlich dies sein kann, erfährt

man in den sieben Kapiteln dieses Buches.

Hartmut Lange überwindet mit seiner Prosa

Raum und Zeit und lässt nicht nur die Schatten,

die einen solchen Ort bevölkern, lebendig

werden, sondern auch die großen rätselhaften

Fragen unserer Existenz.

Hartmut Lange, 1937 in Berlin-Spandau geboren,

studierte an der Filmhochschule Babelsberg Dramaturgie.

1960 erhielt er eine Anstellung als Dramaturg

am Deutschen Theater in Ostberlin. Von einer Reise

nach Jugoslawien kehrte er nicht in die DDR zurück.

Er ging nach Westberlin, arbeitete für die Schaubühne

am Halleschen Ufer, für die Berliner Staatsbühnen

und am Schiller- und am Schlosspark-

Theater. Lange schreibt Dramen, Essays und Prosa.

2003 wurde er für sein Werk mit dem Italo-Svevo-

Preis ausgezeichnet.

Veranstalter: Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

Termine im MÄRZ :

SO 04.03. 15:00 Uhr

Wilhelm Raabe und das Ehepaar Schultz

Vortrag von Prof. Dr. h.c. Gerd Biegel

Der Literaturwissenschaftler und Raabe-Forscher

Hans Martin Schultz war verheiratet mit

der Dichterin und Jugendfreundin von Ricarda

Huch, Anna Klie. Beide waren nicht nur mit

Raabe persönlich bekannt, sondern haben in

vielfältiger Weise zur Vermittlung von Raabe

durch eigene Arbeiten und Aktivitäten beigetragen.

In diesem Vortrag soll nicht nur der

Lebensweg der beiden Raabe-Vermittler näher

vorgestellt, sondern auch ihr Werk zu Raabe

bzw. für Raabe untersucht werden.

„Es fällt immer eine erste

Schneeflocke,

was für ein Gewimmel

nachher kommen mag.”

Wilhelm Raabe: Notizbuch 4

Veranstalter:

Internationale Raabe-Gesellschaft e. V. in Verbindung

mit dem Institut für Braunschweigische

Regionalgeschichte an der TU Braunschweig

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

41:


SO 11.03. 15:00 Uhr

Krimi im Raabe-Haus

H.R.F. Keating:

Inspektor Ghote zerbricht ein Ei

gelesen von den Schauspielern

Kathrin Reinhardt und Jürgen Beck-Rebholz

Detective Inspector Ghote vom CID Bombay

wird aufs Land geschickt. Als Hühnerfuttervertreter

getarnt soll er für einen Politiker die

Todesursache der Gattin eines Konkurrenten

ermitteln. Dummerweise ist besagte Gattin

schon fünfzehn Jahre tot, und niemand in der

Kleinstadt hat die geringste Lust, sich mit dem

örtlichen Machthaber anzulegen, der vor

keinem Mittel zurückschreckt, um Ghote zu

stoppen. Und dann tritt auch noch ein heiliger

Mann in den Hungerstreik und wiegelt die

Bewohner auf. Die Situation wird mehr als

brenzlig. Inspector Ghote ist zwischen alle

Fronten geraten.

H(enry) R(eymond) F(itzwalter) Keating, geboren

1926, gestorben 2011, war gelernter Rundfunktechniker,

wurde dann Journalist und schließlich

freier Schriftsteller. Fünfzehn Jahre lang war er der

Krimi-Kritiker der „Times” und blieb zeitlebens eine

der großen Autoritäten auf diesem Gebiet. Für seine

Romane um den bescheidenen Inspector Ghote aus

Bombay, der sich mit den Reichen und Mächtigen

anlegt, wurde Keating mehrfach ausgezeichnet; für

sein Gesamtwerk erhielt er 1996 den Cartier

Diamond Dagger.

Veranstalter: Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

:42

DI 13.03. 19:30 Uhr

Charlie Chaplin: Hollywood

Lesung mit dem Schauspieler Andreas Jäger

Schluss- und Höhepunkt der Reihe mit Lesungen

aus „Geschichte meines Lebens” von

Charles Chaplin. In den vorherigen Lesungen

hat Andreas Jäger den Weg des Charles Spencer

Chaplin vom frierenden und hungernden

Londoner Künstlerkind zum Komiker auf der

Schwelle zum Weltruhm verfolgt. In der heutigen

Lesung geht es um seine Glanzzeit als

Komiker und Weltstar in Hollywood: Unvergessliche

Figuren, legendäre Filme und noch

legendärere Skandale, beschrieben von Chaplin

selbst mit seinem geübten Sinn für Nuancen

und komische Situationen. Die Lesung setzt

keinesfalls den Besuch der drei ersten Teile

voraus, sondern kann auch ohne Vorkenntnisse

genossen werden.

Veranstalter: Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

15.03. bis 18.03.

Leipziger Buchmesse: Stand der

Niedersächsischen Literaturhäuser

auf der Leipziger Buchmesse

Auch in diesem Jahr sind die sechs niedersächsischen

Adressen für Literaturvermittlung

und -förderung wieder auf der Leipziger

Buchmesse vertreten. Seit mehr als einem

Jahrzehnt gestalten und vermitteln die Literaturhäuser

in Braunschweig, Göttingen,

Hannover, Lüneburg, Oldenburg und Osnabrück

deutsche, aber auch internationale

Gegenwartsliteratur und -kultur.

Im Jahre 2005 haben sie gemeinsam mit der

Leipziger Buchmesse den „Stand der Begegnung”

ins Leben gerufen, der ab 2012

„Stand der Niedersächsischen Literaturhäuser”

heißen wird.

Weitere Informationen gibt es noch unter dem alten

Namen unter: www.stand-der-begegnung.de

SO 18.03. 15:00 Uhr

Auf den Spuren Wilhelm Raabes

vom Magniviertel ins Krähenfeld

Führung: Johannes Heinen

Es geht auf den Spuren des Schriftstellers vom

Magniviertel ins Krähenfeld. Dabei sollen

Raabes Alltag und literarisches Schaffen

beispielhaft verdeutlicht werden. Die Führung

endet im Raabe-Haus.

Veranstalter: Kulturteam e. V.

Treffpunkt: Magnikirchplatz

Dauer: ca. 1,5 Stunden Eintritt frei

veranstaltungen:

FR 23.03. 19:30 Uhr

KULTUR vor ORT

Christine Lander:

Storytelling & Erzählkunst

Von den guten und den schlechten

Zauberfrüchten – asiatische Märchen

Die Erzählerin Christine Lander aus Berlin

entführt in die fremde Welt Indiens, Japans,

Koreas und Chinas. Märchen voller Poesie und

Schönheit, Klugheit, schmerzvollem Leid und

Liebe. Durch ihre Leidenschaft für die Pantomime

und den Tanz fließen Elemente dieser

Bewegungskünste in das Erzählen ein. „Als

Erzählerin auf der Bühne unterscheide ich mich

auf den ersten Blick nicht von einer Schauspielerin

in einem Monologstück. Doch es gibt

einen großen Unterschied: Während die

Schauspielerin textgetreu arbeitet und sich an

die Regievereinbarungen hält, bleibe ich als Erzählerin

frei in der Wortwahl und Gestaltung.

Ich bleibe in der Geschichte, in der Handlung,

schöpfe aber den Text an sich im jeweiligen

Moment neu. In diesem Sinne bin ich eine

Wortstellerin.”

Veranstalter: Fachbereich Kultur,

Abt. Literatur und Musik

Veranstaltungsort: Rokoko-Pavillion Stöckheim

Leipziger Str. 234, 38124 BS

Eintritt: 6,00 € (Vorverkauf), 8,00 € (Abendkasse)

Vorverkauf: Reisebüro Dedolf, Leipziger Str. 211,

38124 BS

Infos und Reservierung unter Tel. 0531 470-4862

43:


veranstaltungen:

FR 23.03. 20:00 Uhr

Gina Mayer: Das Lied meiner Schwester

Autorenlesung, Gespräch, Musik

Moderation: Hans Gerd Hahn

Musik: Marcel Reginatto (Saxophon)

und Heinrich Römisch (Bass)

Die Autorin erzählt die Geschichte(n) einer

handvoll Menschen von den 1930er Jahren bis

in die Mitte der 1960er in Deutschland. Im

Mittelpunkt stehen die ungleichen Schwestern

Anna und Orlanda; die eine arbeitet als engagierte

Krankenschwester in Düsseldorf, während

die andere wie ein Schmetterling durchs

Leben flattert, sie singt an der Oper und entdeckt

den Swing/Jazz für sich. Entartete Musik

in den Ohren der Nazis. Kunst wird eine Form

des Widerstands.

Gina Mayer schreitet die historische Landschaft

ihrer Protagonistinnen äußerst anschaulich ab,

präsentiert uns einen kultur-geschichtlichen

Roman von großer Dichte.

Die Lesung Gina Mayers wird begleitet durch

Jazz, gespielt von Marcel Reginatto (Saxophon)

und Heinrich Römisch (Bass).

Gina Mayer, in Ellwangen geboren, lebt mit ihrer

Familie in Düsseldorf als freie Autorin. 2009 veröffentlichte

sie den Roman „Zitronen im Mondschein”,

der neben einer Mutter-Tochter-Beziehung

die politischen Wirren und die Kunstszene der Zwanziger

Jahre beschreibt.

Veranstalter: Galerie auf Zeit in Kooperation mit

dem Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort: Galerie auf Zeit.

Bitte entnehmen Sie den aktuellen Standort der

Galerie der Tagespresse oder dem Internet:

www.galerie-auf-zeit-bs.de Eintritt frei

:44

„Man kann die Gegenwart

nur verstehen, wenn man

die geschichtlichen

Zusammenhänge kennt.”

Gina Mayer

FR 23.03. 20:00 Uhr

Best of Poetry Slam... und All Star

Die erfolgreiche „Best of Poetry Slam & All

Star”-Reihe geht in die 10. Runde: Im ersten

Teil des Abends geben die vom Publikum gekürten

Gewinnerinnen und Gewinner des

Poetry-Slams vom 17. Februar im LOT-Theater

einen weiten Einblick in ihr literarisches Schaffen,

denn – anders als beim Slam – dürfen hier

auch selbst verfasste Texte vorgetragen werden,

die länger als fünf Minuten sind. Den

zweiten Teil des Abends bestreiten Till Reiners

aus Berlin und Armin Sengbusch (alias Schriftstehler)

aus Hamburg. Durch das Programm

führt der Poetry Slamer und Slam-Moderator

Dominik Bartels.

Till Reiners wurde in den 1990er Jahren am Rande

des Ruhrgebiets geboren und ist 2009 nach Berlin

übergesiedelt. Zunächst war er in diversen Theatergruppen

aktiv, bis er auf den Poetry Slam aufmerksam

wurde. Seit dem hat er diverse Poetry Slams

gewonnen. Er ist der amtierende Berliner Stadtmeister

und war Finalist bei den deutschsprachigen

Poetry Slam Meisterschaften 2010 in Bochum.

Gemeinsam mit Nico Semsroth veranstaltete Till

Reiners in Hamburg die Reihe „Kunst gegen Bares”.

Armin Sengbusch wurde 1967 in Hamburg geboren.

Er arbeitete zeitweise als Schauspieler, Pantomime

und Kabarettist, bevor er sich der Musik,

dem Fotografieren und schließlich dem Schreiben

zuwandte. Seit 2009 nimmt er als „Schriftstehler”

erfolgreich an Poetry Slams teil. In seiner Heimatstadt

Hamburg organisiert und moderiert er den

Dichterwettstreit in den Hamburger Kammerspielen.

Zurzeit ist er mit einem Solo-Programm in

ganz Deutschland unterwegs. „Geh doch ins Licht”

ist bereits sein viertes Buch.

Veranstalter:

Poppin’ Poetry; c/o Patrick Schmitz in Kooperation

mit dem Kulturinstitut

Veranstaltungsort: Roter Saal

Schlossplatz 1, 38100 BS

Eintritt: 10,00 € / ermäßigt 6,00 €

Karten im Vorverkauf ab Mitte Januar 2012 im

KingKing Shop, Kastanienallee 4, 38102 BS,

oder im Café Riptide, Handelsweg 11, 38100 BS

Telefonische Kartenreservierung im Kulturinstitut

unter: 0531 470-4861

Weitere Infos unter:

www.poetry-slam-braunschweig.de

Achtung: Ab Sonntag, den 25.03.2012,

gilt wieder die Sommerzeit!

DI 27.03. 19:30 Uhr

Vielfacher Schriftsinn

Fernando Pessoa: Das Buch der Unruhe

gelesen von Ronald Schober

vorgestellt von Hans Gerd Hahn

Fernando Pessoa (1888-1935) „der bedeutendste

moderne Dichter Portugals, gehört zu

den großen literarischen Erneuerern und ist

nicht nur der Begründer der modernen

Dichtung seines Landes, sondern eine der

Schlüsselfiguren in der Entwicklung der

Dichtung des 20. Jahrhunderts überhaupt.”

seine devise lautete : „Sei vielgestaltig wie das

Weltall”.

sein werk ist gekennzeichnet durch seine zahlreichen

heteronyme, sie sind verkörperungen

seines denkens und schaffens.

sowohl inhaltlich als auch formal ist seine

literatur nicht auf einen nenner zu bringen, der

vielfache schriftsinn ist prinzip.

„Das Buch der Unruhe” ist eine arbeit, die ihn

über zwanzig jahre beschäftigte, ein buch

voller glauben an die kunst, die literatur: „Die

Kunst aber kennt keine Enttäuschung, denn

die Täuschung ist von vornherein einkalkuliert.”

Fernando Pessoa (1888-1935) wurde 1888 als

Fernando Antonio Nogueira Pessoa in Lissabon

geboren. Er verbrachte einen Großteil seiner Jugend

in Durban/Südafrika. Pessoa, portugiesischer Dichter,

Schriftsteller, Angestellter eines Handelshauses

und Geisteswissenschaftler, gilt als wichtigster

Dichter der portugiesischen Sprache und als bedeutendster

Autor des 20. Jahrhunderts.

Veranstalter: Raabe-Haus:Literaturzentrum

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

45:


veranstaltungen:

MI 28.03. 10:30 Uhr

Philosophische Debatte

Asfa-Wossen Asserate (geb. 1948):

Manieren beruhen auf Ungleichheit

Moderation: Aribert Marohn

Europäische Manieren galten über Jahrhunderte

weltweit in den herrschenden Schichten

„als strahlende Oberfläche eines großen

Massivs aus Geschichte, Traditionen, Glaube

und Moral” (A-W. A.). Das private Leben fand

nicht statt. Bis zum Aufbruch der Massen im

18. Jahrhundert war alles Leben öffentlich

– und rigide hierarchisch strukturiert. Verstöße

gegen die geltende Kleider- und Ständeordnung

wurden strafrechtlich geahndet. Mit der

Demokratisierung hält das Privatleben Einzug

in die Gesellschaft. Seither gibt es die Aufteilung

des Lebens in einen privaten und

öffentlichen Bereich mit sehr unterschiedlichen

Verhaltensweisen, Kleidungsgebaren,

Sprachstilen und den sich daraus ergebenden

Denkstilen. Allgemein verbindliche Regeln sind

perdu. Asserate beobachtet in seinem Buch,

ob es Milieus in Deutschland gibt, die Manieren

für wichtig halten.

Wiederholung: Dienstag, 3. April, 10:30 Uhr

Veranstalter: KOLLEG 88

Veranstaltungsort:

Raabe-Haus:Literaturzentrum

Leonhardstr. 29 a, 38102 BS Eintritt frei

:46

DO 29.03. 19:30 Uhr

DOKfilm im Roten Saal

John Irving und wie er die Welt sieht

Deutschland 2011, Regie: André Schäfer,

90 Min., OmdU

John Irving gehört zu den meistgelesenen

Autoren der Welt. Mehr als 10 Millionen Exemplare

seiner bisher 12 Romane sind in über 30

Sprachen verkauft worden.

Der Dokumentarfilm über die Romane von

John Irving, der im Jahr 2012 seinen 70. Geburtstag

feiert, macht sichtbar, was an seinen

Werken begeistert und was ihn zu einem Weltliteraten

macht: die enge Verflechtung einer

bodenständigen, für jedermann zugänglichen

Wirklichkeit mit den Figuren und Erfindungen

einer überschäumenden Fabulierlust.

Das Filmteam begleitet den US-Amerikaner

auf einer Lesetour durch Europa und privat in

sein Zuhause in Vermont, wo er von der

Herangehensweise und Konstruktion seiner

Charaktere erzählt, deren Leben sich immer in

die unglaublichsten Richtungen wendet. Irving

baut seine Helden auf realen Figuren auf, wie

Organisten, Polizisten und Tätowierer, die in

dem Film ebenfalls zu Wort kommen. Entstanden

ist eine Reise zu den Personen und

Orten, die das Material für die Welt des

preisgekrönten Schriftstellers liefern.

Veranstalter: Kulturistitut

Veranstaltungsort: Roter Saal

Schlossplatz 1, 38100 BS

Eintritt: 5,00 €/erm. 4,00 € (Abendkasse)

Kartenreservierung online unter

www.braunschweig.de/dok

oder Tel. 0531 470-4848.

47:


:48

KULTUR zwischen BÜCHERN

in der Ortsbücherei Querum

MI 16.11. 16:00 Uhr

Jugendbuchwoche

in der Ortsbücherei Querum

„Kilian und der unglaublich-sagenhafte

Es-gibt-den-Weihnachtsmann-Beweis”

Nikola Huppertz liest aus ihrem neuem

Bilderbuch.

Pöh! Kilian hat dieses Jahr gar keine Lust auf

Weihnachten! Denn Pia von den Vorschulkindern

hat gesagt, dass es den Weihnachtsmann

überhaupt nicht gibt. Der kann ja gar

nicht überall gleichzeitig Geschenke bringen

– und wie sollen die paar Rentiere den

Schlitten mit den Millionen Geschenken

ziehen? Doch da hat Kilian nicht mit Stine,

Gert und Tobi aus der „WeGeh” gerechnet.

Die wollen Kilian nämlich beweisen, dass es

den Weihnachtsmann sehr wohl gibt...

Für Kinder ab 3 Jahren.

SO 20.11. 15:30 Uhr

Märchenerzählerinnen spielen Märchen

auf kleiner Bühne

Susanne Schuchardt:

Papiertheater: „Hänsel und Gretel”

Elisabeth Molder-Beetz: Kamishibai –

japanisches Erzähltheater: „Daumesdick”

Elvira Wrensch:

Schattentheater: „Der Mäuserich”.

Eintritt: Erwachsene: 5,00 €, Kinder: 2,50 €

SO 27.11. 15:30 Uhr

Stimmungsvolle Adventslesung

mit Helga Thiele-Messow

Wie in jedem Jahr gibt es Geschichten, die

von kleinen und großen Katastrophen und

Überraschungen in der besinnlichen Vorweihnachtszeit

bei Kerzenschein zu hören

sind.

Eintritt: Erwachsene: 5,00 €

inkl. Kaffee und Kuchen

DI 29.11. 16:30 Uhr

Märchen- und Lesestunde

Bilderbuchkino: „Hänsel und Gretel”

Eine Geschichte für kleine und große Leute

nach der gleichnamigen Märchenoper von

Adelheid Wette und Engelbert Humperdinck

Für Kinder ab 5 Jahren.

DI 31.01. 16:30 Uhr

Märchen- und Lesestunde

Die Märchenerzählerin Elvira Wrensch

erzählt und spielt auf kleinster Bühne

wundersame Märchen.

Für Kinder ab 4 Jahren.

DI 28.02. 16:30 Uhr

Märchen- und Lesestunde

Bilderbuchkino: „Pippilothek???”

von Lorenz Pauli, Kathrin Schärer

Der Fuchs jagt der Maus hinterher, durchs

Kellerfenster, um die Ecke, durch einen

engen Gang. Und dann stehen die beiden

plötzlich zwischen vielen Regalen und noch

mehr Büchern. „Das ist eine Bibliothek”,

erklärt die Maus. „Pippi ... was?”, fragt der

Fuchs. Doch dann findet er Gefallen an den

Büchern – auch wenn er lesen lernen muss.

Ausgerechnet ein Huhn hilft ihm dabei!

Für Kinder ab 4 Jahren.

DI 27.03. 16:30 Uhr

Märchen- und Lesestunde

Bilderbuchkino: „Das Geheimnis”

von John A. Rowe

Mit dem Farbpinsel in den Pfoten rennt Opa

Hase los. Er hat es sehr eilig, Ostereier

müssen bemalt und versteckt werden –

doch ganz Überraschendes passiert...

Für Kinder ab 4 Jahren.

Veranstalter:

Förderverein und Ortsbücherei Querum

Veranstaltungsort: Ortsbücherei Querum

Bevenroder Str. 33, 38108 BS

Infos und Reservierung unter:

Tel. 0531 377296

oder: angelikabothe@web.de

Wenn nicht anders angegeben, ist der

Eintritt frei.

49:


:50

KULTUR zwischen BÜCHERN

in der Ortsbücherei Wenden

SO 27.11. 16:00 Uhr

Eine Weihnachtsgeschichte

Musikalische Erzählung für Kinder

(nach Charles Dickens)

Hanns-W. Goetzke hat die Wandlung des

habgierigen Ebenezer Scrooge in kindgerechte

Sprache gesetzt und mit stimmiger

Musik lebendig gemacht. Mit Schülern der

Städtischen Musikschule Braunschweig.

Eintritt: Erwachsene 6,00 €, Kinder 3,00 €

Anmeldung erbeten.

Veranstaltungsort: Bücherei Wenden

Veranstalter:

Förderverein für die Bücherei Wenden e. V.

Veranstaltungsort: Bücherei Wenden

Heideblick 20, 38110 BS

(Endhaltestelle Linie M1)

Infos und Reservierung unter:

Tel. 05307 911092 oder 05307 1502

oder: schwarzl-bs@onlinehome.de

www.buecherei-wenden.de

Wenn nicht anders angegeben, ist der

Eintritt frei.

SA 10.12. 17:00 Uhr

Ludwig Thoma: „Heilige Nacht”

gelesen von Heinrich F. Biller

Zu den zweifellos beliebtesten Werken des

bekannten bayerischen Schriftstellers zählt

seine „Heilige Nacht”. Mit Recht: Denn er

hat eine besondere Art, die Gestalten der

biblischen Geschichte zu Menschen aus

Fleisch und Blut werden zu lassen und dem

Geschehen eine ganz unverhoffte Aktualität

zu geben. Heinrich F. Biller, der schon mit

seinem „Max und Moritz auf bayerisch”

bewiesen hat, dass er in dieser Mundart zu

Hause ist, trägt diese ganz besondere Weihnachtsgeschichte

mit viel Einfühlungsvermögen

vor. Umrahmt wird diese Erzählung

von weihnachtlicher Orgelmusik.

Kollekte für die Kirchenorgel.

Veranstaltungsort:

Kirche St. Johannes Baptista,

Im Winkel 5, 38110 BS

SA 02.02. 19:30 Uhr

„Verwünschen – verwandeln – und

erlösen”

Märchen von hilfreichen Wesen,

sprechenden Tieren und Zaubergaben

Märchen sind Schlüssel menschlicher

Grunderfahrungen. Sie sind immer zeitnah;

es gilt nur sie wieder zu entdecken.

Märchen frei zu erzählen ist eine besondere

Kunst: Brücken werden geschlagen

zwischen der alten Weisheit und dem

Menschen der heutigen Zeit.

Die Märchenkennerin Renate Balke verfügt

über ein Repertoire von 1.500 Geschichten

und daraus erzählt sie an einem

Abend für Jugendliche und Erwachsene

humorvoll und auf eine sehr persönliche

Art von zauberhaften Wesen und ihren

magischen Kräften.

Eintritt: 6,00 € / Schüler frei

Veranstaltungsort: Bücherei Wenden

51:


:52

raabe hat nicht schlecht gestaunt ... auch

IHRE OHREN WERDEN AUGEN MACHEN ...

Vor dem Kaiserdom 3-5

38154 Königslutter am Elm

Telefon: 0 53 53 - 91 84 64

E-Mail: info@museen-koenigslutter.de

www.museen-koenigslutter.de

Wir freuen uns auf Ihren Besuch. Täglich ausser MO:

11 – 17 Uhr. Führungen mit Vorführungen immer FR:

15 Uhr, SA und SO: 11:30 Uhr und 15 Uhr.

Gerne auch Sonderführungen für Schulklassen oder

Gruppen ab 20 Personen nach Anmeldung.

Alle Veranstaltungen im Überblick

NOVEMBER :

übersicht:

DI 01.11., 10:30 Uhr : Stadtparkrestaurant

Wiederholung Philosophische Debatte:

Friedrich Nietzsche (S. 8)

FR 04.11., 19:30 Uhr : Roter Saal

Dieter Moor: Was wir nicht haben,

brauchen Sie nicht (S. 8/9)

SA 05.11., ab 19:00 Uhr : Kleines Haus

Die Lange Nacht der Literatur (S. 10-18)

SO 06.11., 11:30 Uhr : Kleines Haus

Verleihung des Wilhelm-Raabe-

Literaturpreises 2011 (S. 20)

SO 06.11., 15:00 Uhr : Raabe-Haus

Vortrag: Wilhelm Raabe und

Edmund Straeter (S. 21)

FR 11.11., 19:30 Uhr : Rokoko-Pavillon

KULTUR vor ORT: Es geht seinen Gang

(S. 21)

FR 11.11., 20:00 Uhr : Neustadtmühle

Poetry-Slam in der Neustadtmühle (S. 22)

SO 13.11., 15:00 Uhr : Raabe-Haus

Wilhelm Raabe: Pfisters Mühle (S. 22)

MI 16.11., 10:30 Uhr : Raabe-Haus

Philosophische Debatte: John Locke (S. 23)

53:


übersicht:

MI 16.11., 16:00 Uhr : Ortsbücherei Querum

Jugendbuchwoche in der Ortsbücherei

Querum (S. 48)

SO 20.11., 11 bis 16 Uhr : Kulturpunkt West

19. Braunschweiger Bücherbasar (S. 24)

SO 20.11., 11, 15 u. 16:30 Uhr : Raabe-Haus

Hermann Hesse: Narziss und Goldmund

(S. 24)

SO 20.11., 15:30 Uhr : OrtsbüchereiQuerum

Märchenerzählerinnen spielen Märchen

(S. 48)

DI 22.11., 19:30 Uhr : Raabe-Haus

Vielfacher Schriftsinn:

Rolf Dieter Brinkmann (S. 25)

FR 25.11., 15 und 17 Uhr : Rokoko-Pavillon

KULTUR vor ORT: Tourneetheater

„Me, Myself and I” (S. 26)

SO 27.11., 15:30 Uhr : Ortsbücherei Querum

Stimmungsvolle Adventslesung (S. 48)

SO 27.11., 16:00 Uhr : Ortsbücherei Wenden

Eine Weihnachtsgeschichte (S. 50)

DI 29.11., 11 und 12:30 Uhr : Raabe-Haus

Hermann Hesse: Farbe ist Leben:

40 Orte. 40 Lesungen (S. 26)

DI 29.11., 16:30 Uhr : Ortsbücherei Querum

Bilderbuchkino: „Hänsel und Gretel” (S. 48)

:54

DEZEMBER :

SO 04.12., 15:00 Uhr : Raabe-Haus

Vortrag: „Weihnachtsgeister” und Weihnachtstradition

bei Wilhelm Raabe (S. 27)

DI 06.12., 10:30 Uhr : Raabe-Haus

Wiederholung Philosophische Debatte:

John Locke (S. 23)

FR 09.12., 19:30 Uhr : Pfarrscheune Ölper

KULTUR vor ORT: Durch alle Himmel, alle

Gossen (S. 28)

SA 10.12., 9 bis 18 Uhr : Raabe-Haus

Blockseminar „Reflexion und Grazie”,

Teil 1 (S. 28)

SA 10.12., 17:00 Uhr : St. Joh. Baptista

Ludwig Thoma: „Heilige Nacht” (S. 50)

SA 10.12., 19:00 Uhr : Ev. Kirche Stöckheim

KULTUR vor ORT: Das unerträgliche Weiß

zu Weihnachten (S. 29)

SO 11.12., 10:30 - 13:30 Uhr : Raabe-Haus

Kolloquium: „Wäre ich unsterblich...”

Paulus Böhmer (S. 30)

SO 11.12., 15:00 Uhr : Raabe-Haus

Lesung: „Wäre ich unsterblich...”

Paulus Böhmer und Peter Heusch (S. 30)

SO 18.12., 16:00 Uhr : Rokoko-Pavillon

KULTUR vor ORT: Familien-Erzählcafé:

Ein Sack voller Geschichten (S. 31)

JANUAR :

FR 06.01., 19:30 Uhr : Rokoko-Pavillon

KULTUR vor ORT: Alte Liebe (S. 31)

SO 08.01., 15:00 Uhr : Raabe-Haus

Vortrag: Wilhelm Raabe und

Dr. Ernst Böhme (S. 32)

SA 14.01., 9 bis 18 Uhr : Raabe-Haus

Blockseminar „Reflexion und Grazie”,

Teil 2 (S. 28)

FR 20.01., 20:00 Uhr : Galerie auf Zeit

Autorenlesung: Stephan Turowski (S. 32)

SA 21.01., 9 bis 18 Uhr : Raabe-Haus

Blockseminar „Reflexion und Grazie”,

Teil 3 (S. 28)

SO 22.01., 15:00 Uhr : Raabe-Haus

Absurdes, Skurriles und Ironisches (S. 33)

DI 24.01., 19:30 Uhr : Roter Saal

Buchklub Roter Saal (S. 34)

MI 25.01., 10:30 Uhr : Raabe-Haus

Philosophische Debatte:

Adolph Freiherr Knigge (S. 35)

FR 27.01., 19:30 Uhr : Rokoko-Pavillon

KULTUR vor ORT: Adressat unbekannt

(S. 35)

Für alle Veranstaltungen im Raabe-Haus

können telefonisch Plätze reserviert werden

unter: 0531 70 189 317 !

Für Sonntagsveranstaltungen bitte spätestens bis

Freitag, 12:00 Uhr, anrufen. Vielen Dank!

SO 29.01., 15:00 Uhr : Raabe-Haus

Moderne Frauen – moderne Liebe (S. 36)

DI 31.01., 16:30 Uhr : Ortsbücherei Querum

Märchen- und Lesestunde (S. 49)

DI 31.01., 19:30 Uhr : Raabe-Haus

Vielfacher Schriftsinn:

Theodor Kramer (S. 36/37)

55:


FEBRUAR :

SA 02.02., 19:30 Uhr:Ortsbücherei Wenden

Märchen von hilfreichen Wesen, sprechenden

Tieren und Zaubergaben (S. 51)

SO 05.02., 15:00 Uhr : Raabe-Haus

Vortrag: Wilhelm Raabe und

Wilhelm Immenkamp (S. 37)

DI 07.02., 10:30 Uhr : Raabe-Haus

Wiederholung Philosophische Debatte:

Adolph Freiherr Knigge (S. 35)

Raabe hätte sich nach einem

schreibintensiven Tag sicherlich

gern damit die Hände verwöhnt.

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Tel. (0531) 373141

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Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir für die

Angaben, insbesondere Termine, keine Gewähr übernehmen

können. Dieses Programm spiegelt den Stand

zum Redaktionsschluss im Oktober 2011 wider.

Änderungen, Irrtümer und Ergänzungen vorbehalten!

SO 12.02., 15:00 Uhr : Raabe-Haus

Charles Dickens: Oliver Twist (S. 38)

DI 14.02., 19:30 Uhr : Pfarrscheune Ölper

KULTUR vor ORT:

Kurt Tucholsky: Rheinsberg (S. 38)

FR 17.02., 20:00 Uhr : LOT-Theater

23. Braunschweiger Poetry-Slam (S. 39)

MI 22.02., 10:30 Uhr : Raabe-Haus

Philosophische Debatte: Marc Aurel (S. 39)

SO 26.02., 15:00 Uhr : Raabe-Haus

Schelme im Raabe-Haus:

Das bizarre Sexualleben der Tiere (S. 40)

DI 28.02., 16:30 Uhr : Ortsbücherei Querum

Märchen- und Lesestunde

Bilderbuchkino: „Pippilothek???” (S. 49)

DI 28.02., 19:30 Uhr : Raabe-Haus

Autorenlesung: Hartmut Lange (S. 40)

MÄRZ :

SO 04.03., 15:00 Uhr : Raabe-Haus

Vortrag: Wilhelm Raabe und das

Ehepaar Schultz (S. 41)

DI 06.03., 10:30 Uhr : Raabe-Haus

Wiederholung Philosophische Debatte:

Marc Aurel (S. 39)

SO 11.03., 15:00 Uhr : Raabe-Haus

Krimi im Raabe-Haus:

Inspektor Ghote zerbricht ein Ei (S. 42)

DI 13.03., 19:30 Uhr : Raabe-Haus

Charlie Chaplin: Hollywood (S. 42)

15. bis 18.03., Leipziger Buchmesse

Stand der Niedersächsischen Literaturhäuser

(S. 43)

SO 18.03., 15:00 Uhr : Magnikirchplatz

Auf den Spuren Wilhelm Raabes (S. 43)

FR 23.03., 19:30 Uhr : Rokoko-Pavillon

KULTUR vor ORT: Christine Lander:

Storytelling & Erzählkunst (S. 43)

FR 23.03., 20:00 Uhr : Galerie auf Zeit

Autorenlesung: Gina Mayer (S. 44)

übersicht:

FR 23.03., 20:00 Uhr : Roter Saal

Best of Poetry Slam... und All Star (S. 44/45)

DI 27.03., 16:30 Uhr : Ortsbücherei Querum

Bilderbuchkino: „Das Geheimnis” (S. 49)

DI 27.03., 19:30 Uhr : Raabe-Haus

Vielfacher Schriftsinn:

Fernando Pessoa (S. 45)

MI 28.03., 10:30 Uhr : Raabe-Haus

Philosophische Debatte:

Asfa-Wossen Asserate (S. 46)

DO 29.03., 19:30 Uhr : Roter Saal

DOKfilm im Roten Saal (S. 46)

Alle Termine und aktuelle Informationen zu

den Veranstaltungen finden Sie auch unter:

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57:


Raabe-Haus:Literaturzentrum Braunschweig

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Postanschrift:

Stadt Braunschweig

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Raabe-Haus:Literaturzentrum Braunschweig

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Fax: 0531 70 189 316

E-Mail: raabe-haus@braunschweig.de

Internet: www.literaturzentrum-braunschweig.de

Öffnungszeiten:

DI: 11:00 - 14:00 Uhr, MI : 9:00 - 12:00 Uhr

DO: 13:00 - 16:00 Uhr, SO: 15:00 - 17:00 Uhr

Führungen sind während der Öffnungszeiten nur

nach tel. Anmeldung unter: 0531 70 189 317 möglich.

Wir sind für Sie da:

Verantwortliche: Bianca Winter, Andreas Böttcher

Ausbildung: Lena Beulshausen, Fabian Enders

FSJ-Kultur: Alexandra Bethe

Freie Mitarbeit: Antje Bohnhorst

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Kooperationspartner:

Gefördert vom Land Niedersachsen

Gezeichnet von Patrick Schmitz/Pottzblitz, www.pottzblitz.com

schlusspunkt:

59:

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