Geschäftsbericht 2011 - Liechtensteinische Landesbank

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Geschäftsbericht 2011 - Liechtensteinische Landesbank

150.Geschäftsbericht2011gb2011.llb.li


Informationen für die Aktionäre↦LLB-InhaberaktieKennzahlenInformationen für die AktionäreValorennummer 3019524ISINLI0030195247KotierungSIX Swiss ExchangeTickersymbole Bloomberg LLB SWReutersLLB.STelekursLLBKapitalstruktur+/– % zu31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010Aktienkapital (in Tausend CHF) 154'000 154'000 154'000 0.0Anzahl ausgegebene LLB-Inhaberaktien 30'800'000 30'800'000 30'800'000 0.0Anzahl ausstehende LLB-Inhaberaktien, dividendenberechtigt 28'415'624 28'500'000 28'479'617 –0.3Gewichteter Durchschnitt der Anzahl Aktien 28'451'977 28'491'213 28'475'343 –0.1Informationen pro LLB-Inhaberaktie+/– % zu31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010Nominalwert (in CHF) 5.00 5.00 5.00 0.0Börsenkurs (in CHF) 41.50 73.00 68.95 –43.2Unverwässertes Ergebnis (in CHF) 0.38 3.61 6.12 –89.5Kurs-Gewinn-Verhältnis 109.21 20.23 11.27Dividende (in CHF) *0.30 3.40 3.40 –91.2* Antrag des Verwaltungsrates an die Generalversammlung vom 4. Mai 2012.Vergleich LLB-Inhaberaktie mit dem Swiss Market Index (SMI)indexiert ab 1. Januar 2007130120110100908070605040302007 2008 2009 2010 2011Liechtensteinische Landesbank (LLB)Swiss Market Index (SMI)


45KennzahlenKonsolidierte Erfolgsrechnung+/– % zuin Millionen CHF 2011 2010 2009 2010ErfolgsrechnungGeschäftsertrag 404.9 436.9 529.3 –7.3Geschäftsaufwand 387.1 317.4 333.6 22.0Ergebnis, das den Aktionären der LLB AG zusteht 11.0 102.8 174.2 –89.3SchlüsselzahlenGeschäftsaufwand/Geschäftsertrag (in Prozent) 95.6 72.7 63.0Rendite auf dem Eigenkapital, das den Aktionärender LLB AG zusteht (in Prozent) 0.7 6.2 10.8Konsolidierte Bilanz und Kapitalbewirtschaftung+/– % zuin Millionen CHF 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010BilanzEigenkapital, das den Aktionären der LLB AG zusteht 1'541 1'673 1'666 –7.9Total Aktiven 21'096 22'166 22'910 –4.8EigenmittelunterlegungTier 1 Ratio (in Prozent) 13.9 13.9 13.7Risikogewichtete Aktiven 9'464 9'734 9'858 –2.8Übrige+/– % zu31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2010Kundenvermögen (in Millionen CHF) 48'099 49'777 49'497 –3.4Personalbestand (teilzeitbereinigt, in Stellen) 1'123 1'087 1'054 3.3Ausschliesslich zum Zwecke der besseren Lesbarkeit wurde im vorliegenden Dokument meist auf die unterschiedlichegeschlechtsspezifische Schreibweise verzichtet. Die gewählte männliche Form ist in diesem Sinnegeschlechtsneutral zu verstehen.Liechtensteinische Landesbank Aktiengesellschaft: nachstehend auch Liechtensteinische Landesbank AG,Liechtensteinische Landesbank, LLB AG, LLB sowie LLB-Stammhaus genannt.Liechtensteinische Landesbank (Schweiz) AG: nachstehend auch LLB (Schweiz) AG und LLB Schweiz genannt.Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG: nachstehend auch LLB (Österreich) AG und LLB Österreich genannt.Bank Linth LLB AG: nachstehend auch Bank Linth genannt.Dieser Geschäftsbericht erscheint in deutscher und englischer Sprache. Die deutsche Ausgabe ist verbindlich.Den Geschäftsbericht 2011 bieten wir auch in einer interaktiven Online-Version an.Deutsch: http://gb2011.llb.liEnglisch: http://ar2011.llb.li


23InhaltInformationen für die Aktionäre ↤ i Kennzahlen ↤Brief an die Aktionäre 7 i Organigramm der LLB-Gruppe per 16. Januar 2012 16Strategie und Organisation 18 i Ausblick 271GeschäftslageSegmentberichterstattung Kunden und Märkte 31 i Markt Inland 36Markt International 39 i Markt Institutionelle 42 i Corporate Center 45Stakeholder-Bericht LLB-Aktie 47 i Marke und Sponsoring 49 i Mitarbeitende 52Regulatorische Vorgaben und Entwicklungen 55 i Soziale und ökologischeVerantwortung 57 i Corporate Governance 602Konsolidierte Jahresrechnung der LLB-GruppeRevisionsbericht 77 i Konsolidierter Jahresbericht 78 i Konsolidierte Erfolgsrechnung 80Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung 81 i Konsolidierte Bilanz 82Konsolidierte Eigenkapitalentwicklung 83 i Konsolidierte Mittelflussrechnung 84Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung 863Jahresrechnung der LLB AG, VaduzRevisionsbericht 145 i Jahresbericht 146 i Bilanz 147 i Erfolgsrechnung 149Gewinnverwendung 150 i Anhang zur Jahresrechnung 151


Dr. Hans-Werner Gassner, Präsident des Verwaltungsrates


Sehr geehrte Aktionärinnen und AktionäreSehr geehrte Damen und Herren«150 Jahre Zukunft» – dieser Leitsatz stand 2011 nicht nur für das Vertrauen unserer Kunden,Aktionäre und Mitarbeitenden in der Vergangenheit. Er beinhaltet zugleich unsere Verantwortungfür die Zukunft. Entsprechend aktiv gestalten wir unser Unternehmen, um die Herausforderungendes unsicheren weltwirtschaftlichen Umfelds und den Strukturwandel inder Bankenbranche zu meistern. 2011 hat uns stark gefordert. Manches entwickelte sich anders,als wir erwartet hatten – in manchem sind wir vorangekommen.So haben wir eine Reihe von Initiativen umgesetzt, um weiterhin nachhaltig wettbewerbsfähigzu bleiben. Mit dem operativen Start der neuen Bankensoftware Avaloq am 1. Januar 2011haben wir nicht nur unsere Qualität und Effizienz im IT-Bereich erhöht, sondern auch ein Fundamentfür künftige Prozessverbesserungen gelegt. Wir haben Shared Service Centers eingeführt,um mit der Zusammenfassung von Zahlungsverkehr, Handel und Wertschriftenverwaltungam Hauptsitz in Vaduz Kosten zu senken und Know-how in Kompetenzzentren zu konzentrieren.Zudem haben wir Synergie- und damit Sparpotenziale analysiert, die ab 2012 wirksam genutztwerden.Wir setzen unsere Wachstumsstrategie weiterhin konsequent und fokussiert um. Bei derLLB Österreich und der Niederlassung in Dubai haben wir unsere Kapazitäten für unser künftigesWachstum deutlich ausgebaut. Unsere Banken in der Schweiz haben ihr Filialnetz erweitert.Die Bank Linth ist auf dem Weg zur führenden Regionalbank der Ostschweiz einen grossen Schrittweitergekommen.Sie wissen, 2011 war weltweit ein schwieriges Jahr. Das Atomunglück in Fukushima stellteJapan vor enorme Aufgaben, die politischen Umwälzungen in Nordafrika und im Nahen Ostenforderten die internationale Gemeinschaft. In der zweiten Jahreshälfte belasteten die europäischeSchuldenkrise und die ungewisse Zukunft des Euro die Finanzmärkte. Die historischniedrigen Zinsen, die volatilen Aktienmärkte und der starke Schweizer Franken verunsichertenin der Folge nicht nur die Anleger. Diese Faktoren wirkten sich erneut auf unser Jahresergebnisaus, mit dem wir nicht zufrieden sein können.Der Geschäftsertrag reduzierte sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um 7.3 Prozentauf CHF 404.9 Mio. Der Erfolg aus dem Zinsengeschäft erhöhte sich dank höherem Volumen um8.3 Prozent auf CHF 189.8 Mio. Der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäftging um 6.8 Prozent auf CHF 208.9 Mio. zurück. Der Erfolg aus dem Handelsgeschäft beträgtminus CHF 6.2 Mio. Der Erfolg aus Finanzanlagen – zum Fair Value, sprich zum Marktwert bewertet– belief sich auf CHF 0.4 Mio.Im September mussten wir die Einzelwertberichtigung eines Lombardkredits in Höhe vonCHF 49 Mio. bekannt geben. Das Konzernergebnis sank überdurchschnittlich um 85.8 Prozentauf CHF 15.4 Mio. Das Verhältnis von Geschäftsaufwand zu Geschäftsertrag stieg 2011 auf95.6 Prozent (2010: 72.7 %).


Unsere Akquisitionsleistung blieb 2011 auf hohem Niveau. Die Ausleihungen wuchsen um4.6 Prozent auf CHF 10.3 Mia., die Volumen in der betrieblichen und privaten Vorsorge nahmenleicht zu und beim Netto-Neugeld konnten wir erneut einen Zufluss verbuchen. Dieser beliefsich auf CHF 0.6 Mia. (2010: CHF 2.7 Mia.). Die verwalteten Kundenvermögen gingen wegen dernachteiligen Marktentwicklung jedoch um 3.4 Prozent auf CHF 48.1 Mia. (31. Dezember 2010:CHF 49.8 Mia.) zurück.Die Chancen zu sehen, ist die eine Seite unseres Geschäfts. Ebenso bewusst ist uns, welcheBedeutung dem Eigenkapital als Risikopuffer zukommt. Mit CHF 1.6 Mia. verfügen wir überein solides Polster. Die Eigenmittelquote (Tier 1 Ratio) betrug im Berichtsjahr 13.9 Prozent.Obgleich diese weit über den gesetzlichen Anforderungen liegt, verfolgen wir das Ziel, unsereEigenkapitalausstattung weiter zu stärken. Dies ist – neben dem nicht zufriedenstellendenJahresergebnis – ebenfalls ein Grund, weshalb der Verwaltungsrat an der Generalversammlungvom 4. Mai 2012 vorschlagen wird, die Dividende pro LLB-Aktie von CHF 3.40 in den Vorjahrenauf CHF 0.30 deutlich zu senken.Wir hoffen, dass Sie bei der Lektüre des Geschäftsberichtes dennoch zum selben Eindruckgelangen wie wir: Die LLB-Gruppe verfügt über ein grosses Chancenpotenzial. Dazu zählen wirunsere Kunden, überdurchschnittliche Produkte, stetige Innovation, eine moderne Infrastrukturund qualifizierte, engagierte Mitarbeitende.Die LLB-Gruppe ist in ihren Märkten gut verankert. Wir blicken zuversichtlich auf das Jahr2012 und beobachten die weitere Entwicklung in der Finanzbranche aufmerksam. Die Märktewerden 2012 volatil, die Unsicherheiten gross bleiben. Wir schauen auf ein ereignisreiches Jahrunseres 150-jährigen Bestehens zurück. Was die Liechtensteinische Landesbank erreicht hat,gelang uns dank unserer Kunden, die uns vertrauen, dank unserer Aktionäre, die uns die Treuehalten, und dank unserer Mitarbeitenden, die tagtäglich ihr Bestes geben. Ihnen allen gebührtunser herzlicher Dank.Roland MattChief Executive OfficerDr. Hans-Werner GassnerPräsident des Verwaltungsrates


« Wir stehen seitvielen Jahren für Sicherheitund Stabilität» Interview mit Dr. Hans-Werner Gassner und Roland Matt↦Interview mitDr. Hans-Werner Gassner und Roland MattDie Finanzmärkte waren 2011 von Turbulenzen geprägt. Die systemischen Risikenin der Euro-Zone und die strukturellen Probleme der US-Wirtschaft hielten die Weltin Atem. Wie beurteilen Sie aus Sicht der LLB-Gruppe dieses schwierige Jahr?Hans-Werner Gassner: Wir konnten von Liechtenstein aus ein Signal der Stabilität senden.Mit über 1'000 Mitarbeitenden haben wir das 150-Jahr-Jubiläum unseres Unternehmensgefeiert. Am 5. Dezember 1861 war die Liechtensteinische Landesbank als «Zins- und Credit-Landesanstalt im souverainen Fürstenthume Liechtenstein» gegründet worden – damalsein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung des Landes. Unsere Jubiläumsaktivitäten 2011,wie zum Beispiel der Family Day, zu dem wir die gesamte Bevölkerung eingeladen hatten,werden sicher in Erinnerung bleiben. Dasselbe gilt für die Projekte in jeder der elf liechtensteinischenGemeinden. Für nachfolgende Generationen haben wir eine Zukunftsstiftung errichtet.Mit dieser wollen wir die Entwicklung des sozialen Zusammenlebens und die Umsetzung vonUmweltthemen unterstützen.Roland Matt: Trotz dieses stolzen Jubiläums mussten wir uns mit den wirtschaftlichenTurbulenzen und deren Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit befassen. Die Zinsen bliebenauf einem historischen Tief und die Aktienmärkte volatil. Die Diskussionen um die Zukunftdes Euro und der spürbare wirtschaftliche Abschwung verunsicherten die Anleger. Gleichzeitignahm der Kostendruck zu. Das hinterliess Spuren in unserem Gewinnausweis. Wir sind mit demErgebnis nicht zufrieden. Vor allem schmerzt auch, dass wir im September eine grosse Wertberichtigungeines Lombardkredites bekannt geben mussten.Welche Konsequenzen haben Sie aus dem Vorfall gezogen?Hans-Werner Gassner: Unser externer Revisor PricewaterhouseCoopers hat im Auftrag desVerwaltungsrates einerseits die Kreditgewährung sowie die Kreditüberwachung im Zusammenhangmit diesem Lombardkredit untersucht und andererseits die aktuelle Kreditorganisationauf mögliche Verbesserungspotenziale analysiert. Die entsprechenden Empfehlungen sind inUmsetzung. Als erste Massnahme haben wir die Rolle des Chief Financial Officer aufgewertet.Damit hat der Verwaltungsrat der LLB-Gruppe bereits geplante Anpassungen rascher als vorgesehenauf den Weg gebracht. Mit den neuen Prozessen können wir die Anforderungen, dieunserem Wachstum und unseren internationaler werdenden Kunden entsprechen, noch bessererfüllen. Ein solcher Vorfall darf sich nicht wiederholen.Wie bewerten Sie die Performance 2011 der LLB-Gruppe?Roland Matt: Das Ergebnis 2011 ist unbefriedigend ausgefallen. Die tiefen Zinsen, die zuhohe Bewertung des Schweizer Frankens und die Verunsicherung der Anleger drücken sowohlauf das Zinsen- und Kommissionsgeschäft als auch auf das Finanzergebnis. Andererseits verursachenimmer neue regulatorische Vorgaben und Anpassungen höhere Kosten. Die Margensind unter Druck – und werden es auch weiterhin bleiben. Für uns bedeutet dies, dass wir unsereWachstumsziele beibehalten müssen, um mit grösseren Volumen an die frühere Profitabilitätanschliessen zu können.Sie planen, die Dividende von zuletzt CHF 3.40 auf CHF 0.30 zu senken.Wie erklären Sie das Ihren Aktionären?Hans-Werner Gassner: Wir stehen seit vielen Jahren für Sicherheit und Stabilität, unsereKunden schenken uns deshalb ihr Vertrauen. Diese Werte wollen wir noch unterstreichen, indemwir unsere Eigenkapitaldecke weiter ausbauen. Es liegt damit auch im Interesse unsererAktionäre, dass wir zu diesem Zweck Gewinne einbehalten. Eine solide Eigenkapitalausstattungist ein Grundpfeiler des unternehmerischen Wirkens und ein Garant der Unabhängigkeit einesUnternehmens. Um in die zukünftige Entwicklung der LLB-Gruppe investieren zu können, setzenwir erarbeitete freie Mittel gezielt zur Stärkung des Eigenkapitals ein.


2010 haben Sie Investitionsprogramme von über CHF 100 Mio., verteilt auf fünf Jahre,angekündigt. Wie kommen diese voran?Roland Matt: Planmässig. Wir wollen auch in 150 Jahren eine bedeutende Universalbankmit liechtensteinischen Wurzeln sein. Deshalb halten wir – gerade wegen des laufenden Strukturwandels– an unserer Wachstumsstrategie mit Fokus auf unsere Zielmärkte fest. Diese Strategiesehen wir als Garantie, dass wir im 21. Jahrhundert die optimale Betriebsgrösse und dasnötige Know-how besitzen, um erstklassige Dienstleistungen anzubieten. Dazu haben wir 2011in unsere Infrastruktur, unsere IT und unsere Mitarbeitenden investiert. Die Projekte entwickelnsich nach Plan. Mit dem operativen Betrieb der Bankensoftware Avaloq haben wir ein Fundamentfür die Geschäftsentwicklung der kommenden Jahre gelegt. Der Neubau der Geschäftsstelle inEschen mit dem «grünen» Rechenzentrum liegt im Zeitplan. Zudem investieren wir in unsereWachstumsmärkte. Wir haben unsere Bank in Wien sowie unsere Repräsentanz in Dubai erweitertund in Genf eine neue Niederlassung gegründet, von wo aus wir internationale Kundenansprechen wollen. Im Rahmen der Wachstumsinitiative «Crescendo» hat unsere TochtergesellschaftBank Linth 2011 neue Geschäftsstellen in Erlenbach und Winterthur eröffnet. Mit ihrsind wir dabei, eine der führenden Regionalbanken in der Ostschweiz zu werden.1011Der Bankensektor befindet sich im Wandel. Wo sehen Sie die Chancen, wo die Risiken?Hans-Werner Gassner: Erste Voraussetzung ist, den raschen Strukturwandel zu akzeptieren.Nicht zu handeln und zu hoffen, dass die goldenen 1990er und die frühen 2000er Jahrezurückkehren, wäre das grösste Risiko. Die kritische Betriebsgrösse von Banken, die wettbewerbsfähigbleiben wollen, wird im Vergleich zu heute zunehmen. In naher Zukunft werden wirverschiedene Formen der Zusammenarbeit und vermehrt Zusammenschlüsse von Banken sehen.Es geht – erlauben Sie mir ein Schlagwort – um die «Industrialisierung» von Bankdienstleistungen.Wer hier die Weichen rechtzeitig und richtig stellt, dem eröffnen sich Chancen.Roland Matt: Die LLB-Gruppe hat bereits geeignete Massnahmen eingeleitet. Zum einenkooperieren wir mit der VP Bank beim Druck und Versand sowie beim Einkauf von Informationsdienstenund legen 2012 unser Geldautomatennetz mit dem der Liechtensteinischen Postzusammen. Zum anderen erhöhen wir mit Shared Service Centers die Qualität und Effizienz inden Bereichen Zahlungsverkehr, Handel und Wertschriftenadministration. Inzwischen habenwir weitere Synergiepotenziale analysiert und werden mit einem Programm unter dem Titel«move!» Kosten einsparen.Das Private Banking, eine Kernkompetenz der LLB-Gruppe, steht vor einer Neuausrichtung.Wie sehen Sie die Perspektiven?Roland Matt: Im Bereich Privat- und Firmenkunden verfügen wir über eine solide Basis,die wir festigen und ausbauen wollen. Grosses Potenzial sehen wir im Private Banking undim institutionellen Geschäft. Das bedeutet, dass wir unsere Strategie gezielt auf unsere HeimmärkteLiechtenstein und Schweiz und die Wachstumsmärkte Russland, Osteuropa sowieNaher und Mittlerer Osten ausrichten. Für diese Märkte bauen wir auch spezielles Wissen überdas jeweilige Steuersystem und die jeweilige Steuerpraxis aus und entwickeln länderspezifischeProdukte.Hans-Werner Gassner: Die internationalen Kunden zeigen starkes Interesse an unserentraditionellen Werten und am professionellen Service. Unsere Tochtergesellschaften mit Schwerpunktinternationale Vermögensverwaltung entwickeln sich gut. Wir schätzen unsere Perspektivensehr positiv ein, auch wenn sich das noch nicht im Netto-Neugeld-Zufluss und in denverwalteten Kundenvermögen ausdrückt. Hier sei erwähnt, dass wir einen Bereinigungsprozessbegonnen haben: Angesichts zahlreicher regulatorischer Neuerungen und des Margendrucksüberprüfen wir systematisch unsere Kundenportfolios. Die Analysen können auch dazu führen,dass wir Kundenbeziehungen auflösen, wenn sie nicht unseren Kriterien entsprechen. DieserBereinigungsprozess wird uns 2012 weiter beschäftigen.Welche Ziele haben Sie sich für 2012 gesetzt?Roland Matt: Die Unsicherheiten sind gross: Wir müssen weiterhin mit niedrigen Zinsenund volatilen Aktienmärkten rechnen. Prognosen sind daher besonders schwierig. Wir konzentrierenuns auf das, was wir beeinflussen können. Wir gehen davon aus, dass wir mit unserenInitiativen zur Effizienzsteigerung unsere Kosten schon 2012 nachhaltig beeinflussen können.Wir planen zudem, die Organisationsstruktur der LLB-Gruppe noch stärker auf die Kunden undMärkte auszurichten. Allerdings werden wir die Ziele für unsere Kosten- und Kapitaleffizienzim kommenden Jahr noch nicht erreichen.


Roland Matt, Chief Executive Officer


Verwaltungsrat1 2 34 51 Roland Oehri, Treuhänder 2 Markus Büchel, Personalleiter 3 Dr. Felix R. Ehrat, Rechtsanwalt/Group General Counsel4 lic. oec. publ. Markus Foser, Unternehmensberater 4 Ingrid Hassler-Gerner, Vermögensverwalterin5 Konrad Schnyder, Unternehmer


Dr. Hans-Werner Gassner, Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer1213


Geschäftsleitung1 231 Dr. Josef Fehr, Vorsitzender der Geschäftsleitung bis 15. Januar 20122 lic. iur. Urs Müller, Markt Inland und Markt Institutionelle3 Dr. Kurt Mäder, Corporate Service Center


Roland Matt, Chief Executive Officer seit 16. Januar 2012, Markt International ad interim1415


Strategie und OrganisationDie LLB-Gruppe ist eine zuverlässige Partnerinfür Bankgeschäfte – national, regional undinternational. Unser Ziel ist, die führende Universalbankmit Liechtensteiner Wurzeln zusein und profitabel zu wachsen. Das Geschäftsmodellstützt sich auf unsere bewährte Drei-Säulen-Strategie, die wir stetig vorantreiben.Wir stehen für die Werte Sicherheit, Fairness,Stabilität und Kundennähe.GeschäftsmodellDie LLB-Gruppe ist als führende Universal- und Geschäftsbankin der Region Liechtenstein und Ostschweiz breit aufgestelltund bietet umfassende Dienstleistungen an. Dazu zählendas Privat- und Firmenkundengeschäft, die private und betrieblicheVorsorge, Private Banking, Asset Management, FundServices und Trust Services.Unsere Drei-Säulen-Strategie zielt auf Wachstum in Liechtensteinund der Schweiz sowie auf die Erschliessung neuerMärkte. 2011 hat der Verwaltungsrat der LLB-Gruppe diese Strategiebestätigt. Insbesondere angesichts des Strukturwandels,in dem sich der Bankensektor sowie die Finanzplätze Liechtensteinund Schweiz befinden, sind mehrere Standbeine zentral,um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern. Dabei fokussiert dieLLB-Gruppe auf die Umsetzung laufender strategischer Initiativenund verlangsamt das Tempo bei der Lancierung neuerWachstums-Projekte. Die Heimmärkte bilden für die Internationalisierungein starkes Fundament.Strategische LeitlinienMitarbeitendeWir suchen die besten Mitarbeitenden und bieten ihnen Chancen.StrategieFestigungHeimmarktLiechtensteinAktionäreWir verdienen eine Prämie auf die Kapitalkosten.Wir sind lokal verwurzelt und übernehmenVerantwortung für die Gemeinschaft.ÖffentlichkeitVisionFührende Universalbankmit LiechtensteinerWurzelnAusbauAktivitätenSchweizUnternehmensgrundsätze◆ Breit abgestütztesGeschäftsmodell◆ Prozesseffizienz◆ Hochwertige Produkteund Dienstleistungen◆ WettbewerbsfähigeKostenWerteFairness, Sicherheit,Stabilität, KundennäheAufbauneuerMärkte◆ Marktorganisation◆ Aktives Unternehmensmanagement◆ TransparenteCorporate Governance◆ KonservativeRisikopolitikWir helfen unseren Kunden, ihre finanzielle Zukunft zu gestalten.Kunden


Im Heimmarkt Liechtenstein ist die LLB flächendeckend vertreten:mit fünf eigenen Standorten und ab 2012 mit einem erweitertenBancomatennetz an 20 Standorten. In der Schweizverfügt die Unternehmensgruppe mit der Bank Linth in denKantonen St. Gallen, Glarus, Schwyz und Zürich über 25 Geschäftsstellen.Unter dem Dach der LLB Schweiz sind wir mitNiederlassungen in Zürich, Lugano und Genf in drei Sprachregionenpräsent. Mit der LLB Österreich in Wien haben wirden Zugang zu Österreich, Osteuropa sowie Russland und mitRepräsentanzen in Abu Dhabi und Dubai den Zugang zumNahen und Mittleren Osten.2011 erwirtschafteten wir den Hauptteil unserer Erträge,das heisst 51.6 Prozent, im Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft,46.9 Prozent erzielten wir im Zinsengeschäft. Die LLB-Gruppe gliedert sich in drei operative Geschäftsfelder: MarktInland, Markt International und Markt Institutionelle. Überunser Corporate Center koordinieren wir die Umsetzung derStrategie innerhalb der Unternehmensgruppe und unterstützenGeschäftsfelder und Gruppengesellschaften in ihren Aktivitäten.Geschäftsertrag nach Geschäftsfeldern2008– 2011, in Prozent201141.5 32.326.2201037.3 33.429.3200936.8 36.2 27.0◆ Onshore Private Banking: Wachstum, neue Kundensegmentierung◆ Beratungsqualität: Investitionen in die BereicheKreditmanagement, Finanzplanung und Altersvorsorge◆ Kooperation: Zusammenlegung des LLB-Geldautomatennetzesmit dem der Liechtensteinischen PostHerausforderungen 2011:◆ Volatile Aktienmärkte, tiefe Zinsen, Währungsturbulenzen◆ Passives Anlageverhalten der Kunden angesichts derFinanz- und Vertrauenskrise◆ Intensiver Wettbewerb im HypothekargeschäftMarkt InternationalDas Geschäftsfeld Markt International steht für das internationaleWealth Management der LLB-Gruppe. 2011 erwirtschaftetees 32.3 Prozent (2010: 33.4 %, 2009: 36.2 %) unseresErtrags und verwaltete 29.7 Prozent (31. Dezember 2010:31.0 %, 31. Dezember 2009: 33.4 %) der Kundenvermögen.Im Bereich internationales Wealth Management liegt unserFokus auf den klar bestimmten Kernmärkten Deutschland,Österreich und Italien sowie auf den Wachstumsmärkten. Mitunserer Bank in Wien intensivieren wir das Onshore PrivateBanking in Österreich sowie das grenzüberschreitende PrivateBanking (Cross Border Banking) in Osteuropa und Russland.Von den Repräsentanzen in Abu Dhabi und Dubai aus konzentrierenwir uns auf Kunden im Nahen und Mittleren Osten.1819200834.1 35.5 30.410 20 30 40 50 60 70 80 90 100Markt InlandMarkt InternationalMarkt InstitutionelleGeschäftsfelderStrategische Prioritäten:◆ Aufstockung der Beraterteams und Erhöhung ihrerFachkompetenz◆ Verstärkte Präsenz in den Wachstumsmärkten◆ Fokussierung auf klar definierte Märkte und Kundenbeziehungen◆ Investitionen in das Cross Border Banking: Ausbau derRessourcen, des Know-hows und der DienstleistungenMarkt InlandDas Geschäftsfeld Markt Inland umfasst das UniversalbankenundVermögensverwaltungsgeschäft in den HeimmärktenLiechtenstein und Schweiz. 2011 erwirtschaftete es 41.5 Prozent(2010: 37.3 %, 2009: 36.8 %) unseres Ertrags und verwaltete30.4 Prozent (31. Dezember 2010: 28.6 %, 31. Dezember2009: 28.3 %) der Kundenvermögen.Unser Ziel ist es, kontinuierlich stärker zu wachsen als dieWirtschaft in den Heimmärkten. Wir werden deshalb dasPrivat- und Firmenkundengeschäft sowie das Private Bankingforcieren. Zudem wollen wir zu den führenden Anbietern inder privaten und betrieblichen Altersvorsorge zählen.Strategische Prioritäten:◆ Marktbearbeitung und Sicherung der Beratungsqualität◆ Zugewinn von Marktanteilen im Private Banking◆ Ausbau der privaten und betrieblichen Altersvorsorge◆ Erweiterung des Geschäftsstellennetzes◆ Festigung der führenden Position im HypothekargeschäftUmsetzung von Teilplänen 2011:◆ Wachstumsstrategie «Crescendo» der Bank Linth:Modernisierung des Geschäftsstellennetzes sowieEröffnung der Standorte in Erlenbach und Winterthur◆ Hypothekargeschäft: neue Rekordmarken◆ Fondsgeschäft: ProduktinnovationenUmsetzung von Teilplänen 2011:◆ Grenzüberschreitendes Private Banking:Anwendung der Cross Border-Regulierung◆ Naher und Mittlerer Osten: Aufstockungder Beraterteams◆ Osteuropa und Russland: Wachstum◆ LLB (Österreich) AG: Ausbau◆ Wachstumsmärkte: Entwicklung neuerländerspezifischer Produkte◆ Kundenbetreuung: «Active Advisory»,Einführung eines aktiven Berateransatzes◆ Kundenportfolios: weitere Fokussierungauf klar definierte MärkteHerausforderungen 2011:◆ Volatile Aktienmärkte, tiefe Zinsen, Währungsturbulenzen◆ Passives Anlageverhalten der Kunden angesichts derFinanz- und Vertrauenskrise◆ Wachsende Regulierung im grenzüberschreitendenPrivate Banking◆ Mangel an qualifizierten Fachkräften◆ Intensiver Wettbewerb und Margendruck


Markt InstitutionelleZum Geschäftsfeld Markt Institutionelle gehören das klassischeIntermediär- und Fondsgeschäft sowie die Vermögensverwaltung(Asset Management) der LLB-Gruppe. 2011 erwirtschaftetees 26.2 Prozent (2010: 29.3 %, 2009: 27.0 %) unseres Ertragsund verwaltete 39.9 Prozent (31. Dezember 2010: 40.4 %,31. Dezember 2009: 38.3 %) der Kundenvermögen.Für dieses wichtige Wachstumsfeld hat sich die LLB-Gruppedas Ziel gesetzt, die führende Position in Liechtenstein zu festigen.Wir erweitern deshalb laufend unsere Angebotspalette.Mit der Einführung der EU-Richtlinie UCITS IV können wir unsvermehrt international engagieren.Strategische Prioritäten:◆ Ausbau der Private-Labelling-Dienstleistungenund der Anlagemöglichkeiten für Fondspromotoren◆ Optimierung von Prozessen◆ Steigerung der Marktleistung◆ Entwicklung neuer Produkte und Prozesse fürkomplexe Finanzinstrumente◆ Überdurchschnittliche Performance bei Fondsproduktenund in der VermögensverwaltungUmsetzung von Teilplänen 2011:◆ Steigerung der Mandate in den Bereichen Fondsleitung,Fondsadministration, Depotbank◆ Lancierung neuer inflationsgeschützter Fonds undProdukte für die Wachstumsmärkte◆ Einführung des Key Investor Information Document(KIID) für Publikumsfonds, automatisierte Erstellungvon Factsheets◆ Zusätzliche SpezialmandateHerausforderungen 2011:◆ Volatile Aktienmärkte, tiefe Zinsen, Währungsturbulenzen◆ Passives Anlageverhalten der Kunden angesichts derFinanz- und Vertrauenskrise◆ Wachsende Regulierung◆ Marktkonsolidierung im Trustgeschäft und im Geschäftmit externen Vermögensverwaltern◆ Mangel an qualifizierten FachkräftenCorporate CenterDas Corporate Center koordiniert die Umsetzung der Strategieinnerhalb der LLB-Gruppe. Es unterstützt die Aktivitätender marktorientierten Gruppengesellschaften und Geschäftsfelder.Bankprozesse sowie die gruppenweite Aufbau- undAblauforganisation sollen optimiert werden. Zudem stellt dasCorporate Center sicher, dass Vorschriften und Regularieneingehalten werden. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischenWirtschaftlichkeit und Sicherheit steht dabei ebenso imVordergrund wie der Nutzen für unsere Kunden.Unsere fünf Schwerpunkte 2011:Seit 1. Januar 2011 ist die Banken-Standardsoftware Avaloqim LLB-Hauptsitz und bei der LLB Schweiz in Betrieb. Die BankLinth arbeitet bereits seit November 2010 mit der neuestenVersion. Der Betrieb im IT-Service-Center vereinfacht operativeAbläufe. Mit Avaloq können wir Kernprozesse automatisieren,wovon wir uns einen Produktivitätsschub erwarten. Das Engagementunserer Mitarbeitenden stellte sicher, dass die Umstellungauf Avaloq weitgehend reibungslos verlief. Nun verfügenalle Banken der LLB-Gruppe – mit Ausnahme der LLBÖsterreich – über dieselbe IT-Landschaft. Somit ist die Grundlagegeschaffen, um Synergien und Potenziale zu nutzen.Dadurch sind wir für weiteres Wachstum noch besser aufgestellt.Die Plattform ist mandantenfähig und erlaubt eine Abwicklungin mehreren Sprachen und verschiedenen Währungen.Parallel zur Einführung von Avaloq haben wir die Bankprozesseim Detail erfasst, analysiert und vereinheitlicht. Ergebnisdes Projekts «Business Process Management» ist eineLandkarte über alle Abläufe in unserer Unternehmensgruppe.Im LLB-Stammhaus, bei der Bank Linth und bei der LLB Schweizist jeweils ein Projektmanager dafür verantwortlich, die Prozessezu koordinieren, zu verfeinern und voranzutreiben. DerenOptimierung verläuft innerhalb der LLB-Gruppe nun synchron,die Grundlage für Effizienzsteigerung ist gelegt.Unter diesen Voraussetzungen ist es möglich, SharedService Centers zu bilden. Für die Liechtensteinische LandesbankAG und die LLB (Schweiz) AG werden der Zahlungsverkehr,die Wertschriftenadministration und der Handel seit 1. Januar2011 zentral in Vaduz abgewickelt. Bis Mitte 2012 schliesstsich die Bank Linth den Kompetenzzentren in Vaduz an. Wir erwartenSynergieeffekte und Einsparungen von jährlich rundCHF 3 Mio. Gruppenweit entfallen mit dieser Prozessoptimierung27 Stellen.Ziel der LLB-Gruppe ist es, die Effizienz zu erhöhen, Impulsefür Innovationen auszulösen und damit die Wettbewerbsfähigkeitlangfristig zu sichern. Über das Programm move! habenwir Potenziale ausgelotet. Auf Basis dieser Analyse werden wirim Jahr 2012 Projekte realisieren, um die Effizienz zu steigernund Kosten einzusparen. Zugleich wollen wir den sich laufendverändernden regulatorischen Rahmenbedingungen gerechtwerden. So definieren wir voraussichtlich im kommenden Geschäftsjahrdrei Prozesse, bei denen folgende Projekte im Zentrumstehen: Abgeltungssteuer, US-Steuergesetz FATCA undInternes Kontrollsystem (IKS).Um die Kosten zu senken, ist die Liechtensteinische Landesbankin einzelnen Kernprozessen überdies Kooperationen mitder VP Bank, Vaduz, eingegangen. Die beiden Banken habeneine gemeinsame Einkaufsgesellschaft für Informationsdienstegegründet, die Data Info Services AG, und kooperieren beimDruck und Versand. Ende 2012 werden die Rechenzentren derLLB-Gruppe und der VP Bank Gruppe in der neuen LLB-Geschäftsstellein Eschen in Betrieb gehen. Dadurch bieten sichSynergien in den Bereichen Sicherheitstechnik und Energieeffizienz.Anfang 2012 starteten wir eine engere Zusammenarbeitmit der Liechtensteinischen Post und integrierten diePostomaten in das LLB-Bancomatennetz.Umsetzung der WachstumsstrategieIm Jahr 2004 haben wir unsere Drei-Säulen-Strategie definiert:Festigung Heimmarkt Liechtenstein, Ausbau AktivitätenSchweiz und Aufbau neuer Märkte. Mit der konsequentenUmsetzung hat die LLB-Gruppe ihre Position kontinuierlichgestärkt. 2012 planen wir, die Organisationsstruktur der LLB-Gruppe noch konsequenter auf die Kunden und Märkte auszurichten.


Meilensteine der LLB-Strategie2021Festigung Heimmarkt Liechtenstein Ausbau Aktivitäten Schweiz Aufbau neuer Märkte2005◆ Gründung der LLB Vorsorge-◆ Erhöhung der Beteiligung an◆ Eröffnung der Repräsentanzstiftung für Liechtensteinder swisspartners Investmentin Abu Dhabi◆ Erwerb der MehrheitsbeteiligungNetwork AG auf 51 Prozentan der Jura Trust AG2006◆ Eröffnung der Zweigniederlassungin Lugano2007◆ Mehrheitsbeteiligung an der BankLinth LLB AG2008◆ Eröffnung des Bank-Linth-◆ Eröffnung der RepräsentanzStandorts in Meilenin Dubai2009◆ Neuorganisation der Gruppenleitung mit vier Verantwortungsbereichen:Markt Inland, Markt International, Markt Institutionelle, Corporate Service Center◆ Schaffung der neuen Einheit◆ Übernahme der Geschäfts-◆ Eröffnung der LLB (Österreich) AG«Finanzplanung und Vorsorge»führung der Pensionskassein WienALVOSO LLB2010◆ Lancierung von TRIA-Vorsorge-◆ Wachstumsinitiative◆ Ausbau der Beraterteams inprodukten (Todesfall, Invalidität)«Crescendo» mit RebrandingVaduz, Zürich und Wien für diefür die 3. Säuleder Marke «Bank Linth»osteuropäischen Märkte◆ Beginn des Neubaus der◆ Ausbau der Kompetenzen inGeschäftsstelle Eschenden Bereichen internationalesSteuerrecht und Vermögensstrukturierung2011◆ Einführung der einheitlichen Bankenplattform Avaloq, Bildung von Shared Service Centers◆ Überarbeitung der Unternehmens-Websitewww.llb.li◆ Zusammenarbeit mit der VP BankGruppe und Vorbereitung derKooperation mit der LiechtensteinischenPost◆ Ernennung des Leiters PrivateBanking der Bank Linth◆ Eröffnung der Geschäftsstellenin Erlenbach und Winterthur◆ Eröffnung der ZweigniederlassungGenf◆ Ausbau der LLB (Österreich) AGund der Repräsentanz in Dubai2012◆ Programm move!, neue Führungs- und MarktorganisationWertemanagementGewinnorientierung ist in der LLB-Gruppe ein zentraler Unternehmenswert.In unserem Verständnis geht wirtschaftlicherErfolg jedoch Hand in Hand mit unserer gesellschaftlichen Verantwortungfür Kunden sowie Mitarbeitende und – als regionalverankerte Bank – für die breite Öffentlichkeit. Wir achtendarauf, dass wir auf lange Sicht rentabel bleiben. Dazu messenwir die Wertsteigerung unseres Unternehmens nach dem Economic-Profit-Modell,das alle finanziellen und operativen Leistungsindikatoren(Key Performance Indicators, KPIs) umfasst.Um nachhaltigen Wert für Kunden, Aktionäre und Mitarbeitendezu schaffen, folgt die LLB-Gruppe dem Grundsatz: DieEigenkapitalrendite übertrifft die Kapitalkosten deutlich. DerGewinn nach Kapitalkosten ist unsere zentrale Ziel- und Steuerungsgrösse.Dies spiegelt unsere Risikopolitik wider, die daranausgerichtet ist, möglichst dauerhaft eine angemesseneRendite zu erzielen. Mit dem Gewinn nach Kapitalkosten berücksichtigenwir, dass Aktionäre für das bereitgestellte Kapitaleine Verzinsung erwarten.Massgebliche Kriterien:◆ Jede geschäftliche Entscheidung basiert auf einem Ertrags-Risiko-Profil.◆ Wertorientierte Steuerungsgrössen machen Strategie undInvestitionen vergleichbar.◆ Strategische und operative Planung sind eng verbunden,Verantwortlichkeiten klar geregelt.◆ Die Aspekte Ertrag und Risiko sind bei der Entlohnung undErfolgsbeteiligung der Mitarbeitenden gebührend berücksichtigt.


Finanzielle und operative LeistungsindikatorenOberste ZieleEconomic-Profit-ModellEconomic Profit = Gewinn – (Eigenkapitalkostensatz × Eigenkapital)Wachstum Kosteneffizienz KapitaleffizienzFinanzielle Werttreiber-Ebenen (KPI)Balanced ScorecardFinanzielle WerttreiberWachstum Kosteneffizienz Kapitaleffizienz◆ Netto-Neugeld-Zufluss > 3 % p.a.◆ Cost-Income-Ratio nimmt im Branchenvergleicheine Spitzenposition ein.Neu ab 2012: 55– 60 %◆ Return on Equity > 12 %*◆ Tier 1 Ratio = 16 %* Unter Annahme normaler Marktverhältnisse.Operative WerttreiberKundenMitarbeitendeProzesseOperationelle Risiken◆ Kundenzufriedenheit³◆ Motivation/Leistung¹◆ Prozesseffizienz²◆ Optimierung Risikoprofil1 2010 haben wir innerhalb der LLB-Gruppe eine Mitarbeitendenumfrage durchgeführt(siehe Geschäftsbericht 2010, Seiten 60 und 61).2 2011 stand der operative Werttreiber «Prozesse» im Zentrum (siehe Kapitel «CorporateCenter, Unsere fünf Schwerpunkte 2011», Seite 20).3 Für das Geschäftsjahr 2012 ist vorgesehen, den operativen Werttreiber «Kunden» alsSchwerpunkt zu setzen.Entwicklung unserer ZielgrössenDie LLB-Gruppe kommuniziert ihre Ziele transparent undmisst ihre Leistungen an ihren Vorgaben.Wachstum2007–2011, Netto-Neugeld-Zufluss in Prozent20111.120105.52009 –2.22008–1.020075.9–3 –2 –1 0 1 2 3 4 5 6 7Rückblick2007 konnten wir in Osteuropa und im Mittleren Ostenstarke Netto-Neugeld-Zuflüsse verzeichnen. 2008 und 2009erschwerten die Finanz- und Wirtschaftskrise sowie Steuerdiskussionendie Neugeld-Akquisition im Geschäftsfeld MarktInternational erheblich. 2010 erzielten wir in allen Geschäftsfeldernerfreuliche Netto-Neugeld-Zuflüsse. Im Markt Internationalgewannen wir Mandate hinzu.KPI: Netto-Neugeld-ZuflussZiel: Der Netto-Neugeld-Zufluss beträgt mindestens3 Prozent pro Jahr.Ergebnis 20112011 erreichten wir in den Märkten Inland und Internationalerfreuliche Netto-Neugeld-Zuflüsse. Im Markt Institutionelleverzeichneten wir ein leichtes Minus aufgrund von Abflüssenbei Kunden und Intermediären.


Kosteneffizienz22232007– 2011, Cost-Income-Ratio in Prozent201195.6201072.72009200863.065.2200748.610 20 30 40 50 60 70 80 90 100Rückblick2007 führte die erstmalige Konsolidierung der Bank Linth zueinem Anstieg der Cost-Income-Ratio. 2008 und 2009 wirktesich die weltweite Finanz- und Wirtschaftskrise nachteiligauf das Kosten-Ertrags-Verhältnis aus. 2010 hat sich die Cost-Income-Ratio aufgrund sinkender Erträge nochmals erhöht.Historisch tiefe Zinsen, das direkt über die Erfolgsrechnungverbuchte Finanzergebnis sowie Wertberichtigungen schlugensich negativ auf das Ergebnis nieder.KPI: Cost-Income-Ratio*Ziel: Die Cost-Income-Ratio nimmt im Branchenvergleicheine Spitzenposition ein. Ab 2012: 55– 60 Prozent.* Die Kosten inklusive Abschreibungen und Wertberichtigungenwerden ins Verhältnis zum Geschäftsertrag gestellt.Ab 2012: Personal-, Sachaufwand und Abschreibungen imVerhältnis zum Geschäftsertrag.Ergebnis 2011Die Erträge gingen 2011 nochmals zurück und die operativenKosten nahmen leicht zu. Hinzu kam die im September 2011vorgenommene Einzelwertberichtigung eines Lombardkredits.Dies wirkte sich negativ auf die Gesamtkosten und auf dieCost-Income-Ratio aus.Kapitaleffizienz2007–2011, Return on Equity in Prozent2011 0.720106.2200910.820089.2200715.92 4 6 8 10 12 14 16 18RückblickBis 2007 konnten wir die Kapitaleffizienz laufend steigern undunsere anspruchsvolle Zielgrösse halten. Gründe dafür warenunsere Wachstumsaktivitäten und günstige Rahmenbedingungenan den Finanzmärkten. 2008 und 2009 führten dieFinanz- und Wirtschaftskrise sowie unser negatives Finanzergebniszum Rückgang der Erträge und somit der Eigenkapitalrentabilität.Bis 2010 sank die Eigenkapitalrendite auf 6.2 Prozentund lag unter unseren mittelfristigen Zielen.KPI: Return on EquityZiel: Die Eigenkapitalrendite liegt über 12 Prozent. ** Unter Annahme normaler Marktverhältnisse.Ergebnis 2011Die Eigenkapitalrendite fiel auf 0.7 Prozent. Der Hauptgrunddafür war die Einzelwertberichtigung eines Lombardkredits.Zugleich nahmen die Erträge aus dem Dienstleistungs- undKommissionsgeschäft sowie dem Handelsgeschäft ab.Kapitaleffizienz2007–2011, Tier 1 Ratio in Prozent201120102009200813.913.913.713.520079.72 4 6 8 10 12 14 16 18KPI: Tier 1 RatioZiel: Die Tier 1 Ratio beträgt 16 Prozent.RückblickSeit 2007 konnten wir die Tier 1 Ratio kontinuierlich erhöhen.2010 erreichten wir 13.9 Prozent, eine Marke, die nicht nurdeutlich über dem gesetzlichen Minimum von 8 Prozent, sondernauch über unserem damaligen Mittelfristziel von 12 Prozentlag. Um unseren Kunden auch unter den neuen regulatorischenRahmenbedingungen eine überdurchschnittlicheSicherheit zu bieten, haben wir unser mittelfristiges Ziel ab2011 auf 16 Prozent angehoben. Dies soll bis Ende 2016 erreichtwerden.Ergebnis 2011Mit 13.9 Prozent lag die Tier 1 Ratio weiterhin über den gesetzlichenVorgaben. Trotz kontinuierlichem Kreditwachstum bliebder Wert, verglichen mit 2010, stabil. Weder die Kapitalbasisnoch die risikogewichteten Aktiven haben sich markant verändert.


Zielband der Cost-Income-Ratio von 55 bis 60 ProzentUnsere Cost-Income-Ratio liegt per 31. Dezember 2011 bei95.6 Prozent. In diese Berechnung flossen sämtliche Aufwendungenein, so auch die Einzelwertberichtigung eines Lombardkredits.Die Berücksichtigung von Wertberichtigungenund Rückstellungen bringt eine starke Verzerrung der Kennzahlim Jahr 2011 mit sich. Die Cost-Income-Ratio erreichtedamit unseren Zielwert nicht.Ab 2012 werden wir die Cost-Income-Ratio ohne die Position«Wertberichtigung, Rückstellung und Verluste» berechnen.Damit wird die Kennzahl im Branchenvergleich aussagekräftigerund ist weniger starken Schwankungen unterworfen.Eine interne Analyse und ein externes Benchmarking habenergeben, dass unter Berücksichtigung des neuen Berechnungsansatzesmit einem Zielband von 55 bis 60 Prozent ein gesundesKosten-Ertrags-Verhältnis besteht, wobei die Innovationskrafterhalten bleibt.Kapital- und RisikomanagementZum Bankgeschäft gehört es, Risiken zu übernehmen. Die LLB-Gruppe bewirtschaftet Risiken nach strategischen Vorgabenaktiv und wendet eine konservative Finanzierungsstruktur an.2011 haben wir die risikopolitischen Leitlinien überarbeitetund sie den veränderten Marktbedingungen, den neuen regulatorischenAnforderungen (Basel III) sowie der gewachsenenUnternehmensstruktur angepasst. Wir haben die qualitativenund quantitativen Standards für Risikoverantwortung, Risikomanagementund Risikokontrolle aktualisiert und detailliertfestgelegt. Zudem wurde auf Stufe Gruppen- und Geschäftsleitungdie Stelle eines Chief Financial Officer (CFO) geschaffen.Dieser Schritt unterstreicht die Bedeutung des Finanz- undRisikomanagements in unserem Unternehmen.Zugleich haben wir zur Bewertung und Steuerung vonRisiken einen adäquaten organisatorischen und methodischenRahmen definiert. Mit dem Aufbau des sogenannten «InternalCapital Adequacy Assessment Process» (ICAAP) stellen wirsicher, dass stets genügend Eigenkapital zur Abdeckung allerwesentlichen Risiken vorhanden ist. Darüber hinaus werdendie Risikostrategie und die Risikoeignung definiert, alle wesentlichenRisiken bewertet sowie die Prozesse und Kontrollmechanismenvorgeschrieben.Der ICAAP-RahmenRisikostrategie und RisikoneigungKapitalplanung und-managementBerechnungsmodelleKapitalÖkonomische Perspektive der RisikobewertungLiquiditätsundRefinan-StrategischesMarktpreis- Zinsänderungs- Währungs- zierungs- Operatio- Risiko und Gruppen-Kreditrisiko risiko risiko risiko risiko nelles Risiko Geschäftsrisiko perspektiveRisikomonitoring und Management-Informationen,Risikokonzentration, Risikokontrolle, Limitensystem,Abläufe, Szenario-Analysen und Stresstests,Risikoaggregation, Risikomodellierung↦↦↦↦↦LLB VaduzBank LinthLLB SchweizLLB Österreich↦↦↦↦Gesamtposition Gesamtposition Gesamtposition Gesamtposition Gesamtposition Gesamtposition GesamtpositionKreditrisiko Marktpreis- Zinsänderungs- Währungs- Liquiditäts- operatio- strategischesrisiko risiko risiko risiko nelles Risiko Risiko undGeschäftsrisiko↦↦↦↦↦Übrige GruppengesellschaftenGesamtrisikopositionderLLB-Gruppe


EigenkapitalstrategieEine gute Eigenkapitalquote schützt nicht nur die Reputation,sondern gehört zum wirtschaftlich und finanziell glaubwürdigenVerhalten einer Bank. Die LLB gilt für die liechtensteinischeVolkswirtschaft als systemrelevant. Es ist deshalb Teil unseresSelbstverständnisses, über genügend qualitativ hochstehendeEigenmittel zu verfügen. Kreditwürdigkeit – selbst in schwierigenZeiten – bietet Kunden, Aktionären und Mitarbeitendeneinen wichtigen Mehrwert. Wir sind überzeugt, dass eine starkeEigenkapitalbasis künftig ein deutlicher Wettbewerbsvorteilsein wird.Unsere Eigenmittel decken den an unseren Zielen ausgerichtetenKapitalbedarf und entsprechen den Forderungen derAufsichtsbehörden. Die Finanzkraft der LLB-Gruppe unterstütztdie Wachstumsstrategie und soll von den Schwankungen amKapitalmarkt unbeeinträchtigt bleiben. Mit Szenario-Analysenbeziehungsweise Stresstests simulieren wir Einflüsse vonaussen und zeigen auf, welche Auswirkungen diese auf unserEigenkapital haben.Die LLB-Gruppe betreibt ein umsichtiges Kapitalmanagement.Per Ende 2011 verfügte sie über eine solide Eigenmittelausstattungvon CHF 1.6 Mia., was einer Tier 1 Ratio von13.9 Prozent (31. Dezember 2010: 13.9 %, 31. Dezember 2009:13.7 %) entspricht. Unser «hartes» Kernkapital liegt bereitsheute deutlich über dem, was die ab 2013 gültigen internationalenEigenmittelstandards Basel III vorschreiben. Wir wollenunseren Kunden weiterhin eine überdurchschnittliche Sicherheitgarantieren. Deshalb gehört es zu unseren mittelfristigenZielen, die Tier 1 Ratio bis spätestens 2016 auf 16 Prozent anzuheben.und langfristig mit seiner Mehrheitsbeteiligung umzugehenplant. Dadurch bietet sich auch den MinderheitsaktionärenPlanungssicherheit. Gestützt auf Art. 15 des Corporate-Governance-Gesetzeswurde die Beteiligungsstrategie nach Rücksprachemit dem Verwaltungsrat der LLB festgelegt.Die Regierung bekennt sich zur Börsenkotierung der LLBund hält an ihrer Mehrheitsbeteiligung von mindestens 51 Prozentfest. Sie vertritt die Aktionärsinteressen des Landes imRahmen der aktienrechtlichen Kompetenzen bei der Generalversammlung.Sie berücksichtigt die unternehmerische Autonomiesowie die Rechte und Pflichten, die sich aus der Börsenkotierungergeben. Zugleich respektiert sie als Aktionärin dieEntscheidungsfreiheit des Verwaltungsrates hinsichtlich Unternehmensstrategieund Unternehmenspolitik.Qualitäts- und InnovationsmanagementBanken setzen laufend Veränderungen um, damit sie den Bedürfnissenihrer Kunden gerecht werden können. Die LLB-Gruppe will Produkte und Dienstleistungen in hoher Qualitätzu attraktiven Konditionen anbieten. 2011 haben wir unsauf Produkt- und Prozessinnovationen, Kooperationen sowieauf die Systemintegration konzentriert. Wichtige traditionelleInstrumente unseres Qualitäts- und Innovationsmanagementssind die Auswertung von Kunden-Feedbacks und dasbetriebliche Vorschlagswesen.Qualitätsmanagement: Unsere Mitarbeitenden tragen wesentlichzur Verbesserung unserer Angebotspalette bei. Sie beteiligensich mit wertvollen Anregungen aktiv an der Optimierungvon Produkten und Prozessen.2425Ausleihungspolitik2011 standen wir unseren Kunden in Liechtenstein und inder Ostschweiz stets zur Seite. Wir unterstützten Gemeinden,Unternehmen, Kleinbetriebe und Privatpersonen bei der Finanzierungihrer Zukunftspläne. Der Hauptteil der Ausleihungen,nämlich 84 Prozent, waren hypothekarisch gedeckte Kredite.Überdies gewährten wir Betriebs- und Lombardkredite.Die LLB-Gruppe orientiert sich in ihrer Ausleihungspolitikstrikt an marktwirtschaftlichen Grundsätzen. Jede Entscheidungist individuell auf den Privat- oder Firmenkunden zugeschnitten.Erfahrene Spezialisten prüfen die Bonität neuerKreditnehmer und legen deren Risikostufe fest. Wir vergebenEinzelkredite nach Abwägung von Risiko und Rentabilität gemässdefinierten Vorgaben. Die Kosten ordnen wir nach demVerursacherprinzip zu und setzen so eine risikogerechte Preispolitikum.Das Kreditrisikomanagement ist für unsere Unternehmensgruppevon zentraler Bedeutung. Neben dem systematischenRisiko-Rendite-Management von Einzelkrediten überwachenwir ebenfalls unsere Ausfallrisiken auf Portfolio-Ebene. FolgendeZiele stehen dabei im Vordergrund: Das Gesamtrisiko durchDiversifikation zu senken und eine stetige Rendite zu erwirtschaften.Dies sind entscheidende Eckwerte unserer Ausleihungspolitikzur Beibehaltung der Wettbewerbsfähigkeit.Hauptaktionär Land LiechtensteinAm 22. November 2011 verabschiedete die Regierung als Vertreterinunseres Hauptaktionärs, des Landes Liechtenstein,eine Beteiligungsstrategie für die Liechtensteinischen LandesbankAG. Damit setzte sie das Gesetz über die Steuerung undÜberwachung öffentlicher Unternehmen (Öffentliche-Unternehmen-Steuerungs-Gesetz,ÖUSG) um, das am 1. Januar2010 in Kraft trat. Die Strategie definiert, wie das Land mittel-Produktinnovationen: 2011 haben wir zwei inflationsgeschützteFonds (in CHF und EUR) lanciert. Als Grundlage dafürdiente unsere wissenschaftliche Studie «Finanzanlagen undInflation». Dazu haben wir relevante Assetklassen auf ihre Wirksamkeitals Inflationsschutz untersucht.Für unsere Wachstumsmärkte Russland, Osteuropa sowieNaher und Mittlerer Osten haben wir länderspezifischeProdukte entwickelt und die Kreditpolitik angepasst.Zudem haben wir für aktive Privatanleger das Dienstleistungspaket«Active Advisory» zusammengestellt und eineResearch-Organisation für BRIC-Länder eingerichtet.Wir wollen die vom Markt geforderten Innovationen gezieltumsetzen. Aus diesem Grund pflegen unser GruppenstabGroup Corporate Development sowie unsere Produkt- undDienstleistungsverantwortlichen regelmässige Kontakte zuKnow-how-Trägern, Branchenverbänden, Amtsstellen undzur Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA).Prozessinnovationen: Den Beratungsprozess zu verbessernist uns ein wesentliches Anliegen. 2011 haben wir für unsereKundenberater Länder-Factsheets eingeführt, die marktspezifischeInformationen für Dienstleistungen und Produkteenthalten.2011 haben wir die gruppenweite Einführung der BankensoftwareAvaloq abgeschlossen. Die einheitliche IT-Plattformerhöht die Verarbeitungsqualität und die Produktivität.Für das Onshore Private Banking in Liechtenstein habenwir die Kundensegmentierung neu definiert.Im Rahmen des Programms move! haben wir weitere Potenzialezur Optimierung der Kosten und der Effizienz ermittelt.Entsprechende Projekte werden 2012 angegangen.


Zur Verbesserung der Prozesse im Fondsgeschäft habenwir die Überwachung von Meldepflichten und die Kontrolleder Einhaltung der Anlagerichtlinien automatisiert.Kooperationen: Die Liechtensteinische Landesbank kauft mitder VP Bank, Vaduz, Informationsdienste ein. Beide Bankengehen auch in den Bereichen Druck und Versand gemeinsameWege. Ab Ende 2012 werden die Rechenzentren der beidenBanken in der neuen LLB-Geschäftsstelle in Eschen untergebrachtsein.Eine weitere Kooperation besteht seit 16. Januar 2012:Die Liechtensteinische Landesbank AG und die LiechtensteinischePost AG haben ihr Geldautomatennetz zusammengelegt.Die LLB bietet ihren Kunden in Liechtenstein damitDienstleistungen an 20 Standorten.Christoph M. Reich wurde per 16. Januar 2012 zum ChiefFinancial Officer (CFO) bestellt. Gleichzeitig beförderte ihn derVerwaltungsrat zum Mitglied der Gruppen- und Geschäftsleitung.Christoph M. Reich war seit November 2010 Leiter desStabes Group Finance & Risk der LLB-Gruppe.Seit 16. Januar 2012 besteht die Gruppen- und Geschäftsleitungaus fünf Mitgliedern. Der Prozess der Rekrutierung fürdie vakante Position des Leiters Markt International hat begonnen.Verwaltungsrat sowie Gruppen- und Geschäftsleitungwollen die Organisationsstruktur der LLB-Gruppe noch stärkerauf die Kunden und Märkte ausrichten und haben ein entsprechendesProjekt gestartet. Das Inkrafttreten der neuenOrganisationsstruktur ist für 1. Juli 2012 geplant.Wechsel im VerwaltungsratMit der Generalversammlung vom 6. Mai 2011 schied SiegbertLampert aufgrund der Amtsdauerbeschränkung nachneun Jahren aus dem Verwaltungsrat der LiechtensteinischenLandesbank aus. Er zeichnete massgeblich für die strategischeNeuausrichtung der LLB-Gruppe in den letzten Jahren mitverantwortlich.Verwaltungsrat und Geschäftsleitung dankenSiegbert Lampert für seinen grossen Einsatz sowie für die stetskonstruktive und erfolgreiche Zusammenarbeit.Die Generalversammlung wählte neu Dr. Felix R. Ehrat füreine Amtszeit von drei Jahren in den Verwaltungsrat. IngridHassler-Gerner und Konrad Schnyder wurden jeweils für eineweitere Amtszeit von drei Jahren bestätigt.Wechsel in der Gruppen- und GeschäftsleitungElfried Hasler schied aus persönlichen Gründen und auf eigenenWunsch per 30. Juni 2011 aus der Gruppen- und Geschäftsleitungder Liechtensteinischen Landesbank aus. Verwaltungsratund Geschäftsleitung danken Elfried Hasler für sein grossesund weitsichtiges Engagement sowie für seinen Einsatz zumWohle der LLB-Gruppe.Urs Müller, Leiter der Geschäftseinheit Institutionelle Kunden,wurde vom Verwaltungsrat zum Mitglied der GruppenundGeschäftsleitung ernannt. Er übernahm per 1. April 2011die Funktion von Roland Matt und zeichnet für die MärkteInland und Institutionelle verantwortlich. Roland Matt übernahmden Bereich Markt International. Dr. Kurt Mäder bliebLeiter des Corporate Service Center. Dr. Josef Fehr hatte weiterhinden Vorsitz der Gruppen- und Geschäftsleitung inne.Per 16. Januar 2012 trat Dr. Josef Fehr aus persönlichenGründen und auf eigenen Wunsch als Vorsitzender der Gruppen-und Geschäftsleitung zurück. 26 Jahre lang hatte er sichgrosse Verdienste um die Entwicklung der LLB-Gruppe erworben.Seit 1992 gehörte er der Geschäftsleitung an, Anfang2000 wurde er deren Vorsitzender. Dr. Josef Fehr prägte allewichtigen Meilensteine der LLB AG massgebend mit: die Teilprivatisierungim Jahr 1993, die Erschliessung neuer Geschäftsfelderund Märkte, den Auf- und Ausbau des Private Banking,den Erwerb der Mehrheitsbeteiligung an der Bank Linth unddie Wachstumsstrategie der Unternehmensgruppe.Roland Matt übernahm am 16. Januar 2012 den Vorsitzder Gruppen- und Geschäftsleitung, der er seit 2009 angehört.Seit April 2011 war er stellvertretender Vorsitzender der Gruppen-und Geschäftsleitung. Zuvor hatte er seit 2002 verschiedeneleitende Funktionen innerhalb der LLB bekleidet, zuletztbis März 2011 als Verantwortlicher für die Märkte Inland sowieInstitutionelle und seit April 2011 als Leiter des Marktes International.


Ausblick2627Wir nehmen den Strukturwandel in derBankenwelt als Chance wahr. Auch dank derneu eingeführten IT-Plattform Avaloq werdenwir 2012 die Effizienz in der LLB-Gruppesteigern. Die Zinsen werden tief, die Aktienmärktevolatil bleiben. Um erfolgreich zusein, schauen wir voraus und investieren indie Zukunft.MarktentwicklungTiefgreifende Veränderungen prägen die Hauptgeschäftsfelderder LLB-Gruppe: Kunden im grenzüberschreitenden PrivateBanking sind anspruchsvoll, und zur Notwendigkeit regulatorischerAnpassungen gesellen sich weiterhin volatile Finanzmärkte.Wir erwarten, dass die Geldpolitik zur Bewältigung derSchuldenkrise in Europa locker und damit das ungewöhnlichtiefe Zinsniveau erhalten bleibt. Deshalb gehen wir sowohl imVermögensverwaltungs- als auch im Kreditgeschäft von einemanhaltenden Margendruck aus. Zugleich wollen wir denStrukturwandel aktiv gestalten. So werden wir 2012 unsereInfrastruktur weiter modernisieren, Kooperationen vertiefen,Prozesse optimieren und Aufgaben automatisieren. Überdiesinvestieren wir in die Steigerung der Marktleistung.Rahmenbedingungen◆ Die Konjunktur schwächt sich weltweit ab. Die Folgewird ein geringes Wachstum in Europa sein – eine Entwicklung,der sich auch Liechtenstein und die Schweiznicht entziehen können. Das Wachstum in den EmergingMarkets bleibt stabil.◆ Die Immobilienmärkte in Liechtenstein und in derOstschweiz sind robust.◆ Die Zentralbanken SNB, EZB und Fed betreiben eineexpansive Geldpolitik, dies bei gleichzeitig restriktiverFiskalpolitik im Euro-Raum und in den USA.◆ Die expansive Geldpolitik zieht kein Aufflammen derInflation nach sich.◆ In den Kernwährungen CHF, EUR und USD verharrendie Zinsen auf tiefem Niveau.◆ Die Aktienmärkte präsentieren sich volatil.◆ Die Wechselkurse bleiben unverändert: CHF 1.20 bisCHF 1.30 pro EUR, CHF 0.90 bis CHF 1.00 pro USD.◆ Die regulatorischen Anforderungen werden komplexer:zum Beispiel durch Basel III, FATCA, AIFM, Cross-Border-Vorschriften.Mögliche negative Einflüsse:◆ Anhaltende Euro-, Finanz- und Schuldenkrise◆ Eine weitere Aufwertung des Schweizer Frankensgegenüber Euro und US-Dollar◆ Ein Kollaps grosser europäischer Banken im Zugeder Euro-Krise◆ Eine Rezession in Europa und in den USAZiele der LLB-Gruppe 2012Die Grundsteine, auf denen wir für unsere Entwicklung aufbauenkönnen, sind gelegt: Mit der Einführung von Avaloqlässt sich unsere Effizienz deutlich steigern. Mitte 2012 gehendie Shared Service Centers für Zahlungsverkehr, Wertschriftenverwaltungund Handel gruppenweit in Betrieb. Der Analysedes Programms move! folgen zusätzliche Massnahmen zurErhöhung der Produktivität. 2012 konzentrieren wir uns aufdie Umsetzung verschiedener Projekte des Programms move!


und der geplanten Reorganisation der LLB-Gruppe. In unserenHeimmärkten investieren wir in die Erneuerung des Geschäftsstellennetzes.Hier stehen die Bauprojekte im liechtensteinischenEschen sowie in den Schweizer Gemeinden Pfäffikon/SZ,Kaltbrunn und Schmerikon im Vordergrund. In unseren WachstumsmärktenOsteuropa, Naher und Mittlerer Osten erhöhenwir die Marktpräsenz.Wir halten an unserer Drei-Säulen-Strategie fest. Zugleichkonzentrieren wir uns auf unser Kerngeschäft. Aus diesemGrund hat die LLB im September 2011 ihre 48-Prozent-Beteiligungan der Lebensversicherungsgesellschaft Elips Life AG andie Schweizerische Rückversicherungs-Gesellschaft (Swiss Re)verkauft. Ausserdem beabsichtigen wir, im ersten Halbjahr2012 unsere 67-Prozent-Beteiligung an der swisspartners InvestmentNetwork AG zu veräussern.ErgebnisprognoseDie Marktturbulenzen und die Dynamik, der die internationalenökonomischen und regulatorischen Rahmenbedingungenunterliegen, sowie die Veränderungen im grenzüberschreitendenPrivate Banking bringen Unsicherheiten mit sich. Deshalbverzichten wir auf eine Ergebnisprognose und konzentrierenuns auf das, was wir beeinflussen können. Mit unseren SharedService Centers und dem Programm move! werden wir Kostensenken. Zugleich werden wir die Organisationsstruktur derLLB-Gruppe verstärkt auf die Kunden und Märkte ausrichtenund die Voraussetzungen schaffen, um gestärkt in die Zukunftzu gehen.AusschüttungspolitikAufgrund des unbefriedigenden Jahresergebnisses 2011schlagen wir der Generalversammlung vom 4. Mai 2012 einedeutliche Senkung der Dividende 2011 vor. In Zukunft wollenwir unseren Aktionären auch in einem anspruchsvollen Marktumfeldwieder eine attraktive Dividendenrendite bieten.


1GeschäftslageSegmentberichterstattung Kunden und Märkte 31 i Markt Inland 36Markt International 39 i Markt Institutionelle 42 i Corporate Center 45Stakeholder-Bericht LLB-Aktie 47 i Marke und Sponsoring 49Mitarbeitende 52 i Regulatorische Vorgaben und Entwicklungen 55Soziale und ökologische Verantwortung 57 i Corporate Governance 60Geschäftslage


Kunden und Märkte3031Mit der Finanz- und Wirtschaftskrise hat sichdas Verhalten der Kunden verändert: Sicherheitund Vertrauen sind entscheidend. Die LLB-Gruppe hat in den Märkten Liechtenstein undSchweiz ihre Position behauptet sowie in denWachstumsmärkten zugelegt. Der Wettbewerbwird sich in Zukunft noch verschärfen.Markt InlandPrivat- und FirmenkundenDie Weltkonjunktur zeigte sich 2011 fragil. Das Marktumfeldwurde von einem intensiven Wettbewerb geprägt. Dennochkonnte die LLB-Gruppe die Zahl ihrer Privat- und Firmenkundenim Markt Inland leicht erhöhen sowie ihre starke Position imHypothekargeschäft festigen. Trotz grossem Konkurrenzdruckkonnten wir die Zinsmargen im Kreditgeschäft halten. Diedurchschnittlichen Belehnungssätze blieben stabil. Erste Wahlwaren bei den meisten Kunden kurz laufende Festhypotheken.Die Liechtensteinische Landesbank wendet bei der Kreditvergabeihre bewährten Grundsätze an. Wesentlich sind hierbeider Belehnungswert und eine ausreichende Tragbarkeit.Das wirtschaftliche Umfeld war im Berichtsjahr anspruchsvoll:Die Schuldenkrise in der Euro-Zone, die starke Aufwertungdes Schweizer Frankens und die abflauende Auslandskonjunkturbelasteten die Wirtschaft in unseren Heimmärkten. DieEntwicklung in Europa gilt für die Wirtschaftsstandorte Liechtensteinund Schweiz als Hauptrisiko, denn für beide Länder istdie EU der wichtigste Handelspartner. Die Exportindustriemusste sich 2011 mit Währungseffekten auseinandersetzen.Am 6. September entschied die Schweizerische Nationalbank,den Mindestkurs des Frankens zum Euro auf 1.20 festzulegen.Diese Massnahme führte zu einer Stabilisierung der Lage undbrachte für die Unternehmen mehr Planungssicherheit. Inden ersten drei Quartalen 2011 nahmen die Ausfuhren zu, imletzten Quartal jedoch kühlte das Exportklima merklich ab.Auch die Umsätze des Detailhandels gingen zurück, derstarke Franken zog einen Einkaufstourismus in die Euro-Ländernach sich. Der Boom in der Bauwirtschaft hielt, gestützt durchdie historisch tiefen Zinsen, weiter an. In der Ostschweiz bliebdie Nachfrage nach Wohnungseigentum aufgrund der Zuwanderunggross. Mit der erwarteten Liberalisierung in diesemBereich verharrte auch die Bauwirtschaft in Liechtenstein aufhohem Niveau. Die Arbeitslosenquote lag in den Heimmärktender LLB-Gruppe unter dem Schweizer Durchschnitt von 3.3 ProzentEnde Dezember 2011. In Liechtenstein betrug sie 2.5 Prozent,in der Ostschweiz 2.4 Prozent.Geschäftslage i Kunden und MärkteBetriebliche und private VorsorgeWeiterhin dynamisch – wenn auch langsamer – hat sich 2011der Vorsorgeplatz Liechtenstein entwickelt. Hauptprodukteder Versicherungsgesellschaften sind innovative Versicherungslösungen,die auf die rechtlichen und steuerlichen Gesetzgebungender Zielländer zugeschnitten werden und eine wichtigeForm der Altersvorsorge darstellen. Als EWR-Staat undZollvertragspartner der Schweiz ist Liechtenstein das einzigeLand mit Zugang zum schweizerischen und zum europäischenMarkt. Die stabile und liberale Wirtschaftsordnung fördertProduktinnovationen. So ist Liechtenstein ein guter Standortfür internationale Pensionsfonds. Seit 1989 ist in Liechtensteindas Know-how im Bereich der obligatorischen beruflichen Vorsorgegewachsen. 2007 hat Liechtenstein die EU-Pensionfonds-


Wichtigste Marktbearbeitungsmassnahmen im Markt InlandNeue Produkteund DienstleistungenLLBBank Linth◆ Zwei inflationsgeschützte Fonds◆ Kampagne «Richtig einfach» (Konzept zur◆ Einführung des Segments Individualkunden Vereinfachung der Bankdienstleistungen)◆ Spezialaktionen zum 150-Jahr-JubiläumKundenanlässe◆ «Exklusiv im Hof» (Kundenanlässe imPrivate Banking)◆ Women Finance◆ Investmentforum◆ Inhouse-Seminare bei Unternehmen◆ Finanzperspektiven zum Themabetriebliche Vorsorge◆ Diverse Aktionen im Rahmen des150-Jahr-Jubiläums◆ LLB-Golfturnier Domat/Ems◆ Zwei Anlegerkonferenzen in Pfäffikon (SZ)und Bad Ragaz◆ 7. Bank-Linth-Golf-Einladungsturnier inBad Ragaz◆ Vier Kundenanlässe im Private BankingMessen◆ GEWA HombrechtikonStandorte◆ Neubau der Geschäftsstelle Eschen◆ Zusammenarbeit mit der LiechtensteinischenPost im Bereich Geldautomatenab 2012◆ Eröffnung der Geschäftsstellen Erlenbachund Winterthur◆ Planung und/oder Beginn der Neubauten/Renovierungen der Geschäftsstellen Pfäffikon(SZ), Kaltbrunn und SchmerikonMarktauftritt◆ Überarbeitung der Website www.llb.li◆ Imagekampagne 150-Jahr-Jubiläumrichtlinie im nationalen Pensionsfondsgesetz verankert. Damitbefindet es sich in einer guten Ausgangslage, um im jungenWachstumsmarkt mitzuspielen.Die Liechtensteinische Landesbank AG hat sich auf demVorsorgeplatz als Kompetenzzentrum für die betriebliche undprivate Altersvorsorge etabliert. Auch wenn sie im September2011 ihre 48-prozentige Beteiligung an der LebensversicherungsgesellschaftElips Life AG an die Schweizerische Rückversicherungsgesellschaft(Swiss Re) verkauft hat, arbeitet sieim Bereich der kollektiven Vorsorge nach wie vor mit dem Unternehmenzusammen. Sie baut die Bereiche private Finanzplanungund betriebliche Vorsorge weiter aus.Zugleich wächst die LLB Vorsorgestiftung für Liechtensteinstetig. Per 31. Dezember 2011 betreute sie 330 (2010: 300,2009: 288) Unternehmen mit 3'500 (2010: 2'981, 2009: 2'679)Mitarbeitenden. Das Vorsorgekapital lag bei CHF 291 Mio.(2010: CHF 243 Mio., 2009: CHF 212 Mio.). Der SchweizerPensionskasse ALVOSO LLB waren 261 (2010: 271, 2009: 231)Unternehmen mit 1'281 (2010: 1'294, 2009: 1'024) Mitarbeitendenangeschlossen. Das Vorsorgekapital belief sich aufCHF 156 Mio. (2010: CHF 154 Mio., 2009: CHF 128 Mio.).Trotz der schwachen Finanzmärkte und volatiler Währungensind die Pensionskassen der LLB-Gruppe unverändert solidefinanziert. Die LLB Vorsorgestiftung für Liechtenstein zeigtsich stabil und wächst weiter. Die Verzinsung der Alterskapitaliender Versicherten lag bei 2.0 Prozent. Die jährlichen Altersgutschriftenbetrugen rund CHF 23 Mio. Nach Grösse undMarktanteilen belegt die jüngste Vorsorgestiftung des LandesPlatz zwei unter den unabhängigen Sammelstiftungen inLiechtenstein. 2011 haben wir unsere technischen Grundlagenüberprüft. Im Mittelpunkt stand dabei zum einen der technischeZinssatz, der jetzt bei 4.0 Prozent liegt und ab 1. Januar2012 angesichts der demografischen Entwicklung auf 3.5 Prozentgesenkt wird. Zum anderen ging es um die Festlegungdes Rentenumwandlungssatzes, der 7.0 Prozent beträgt undab 1. Januar 2015 auf 6.8 Prozent gesenkt wird. Die LLB Vorsorgestiftungfür Liechtenstein verfügt über eine sehr gute Versichertenstruktur:Einem Rentner stehen 100 aktive Versichertegegenüber.Entwicklung Vorsorgekapital2007– 2011, in Millionen CHF2011291201024320092122008145200711550 100 150 200 250 300


3233Die Hypothekarkredite, die eine Bank heute eingeht,bestimmen ihre Bilanz für die nächsten zwanzig bisdreissig Jahre. Die Entwicklung in der Schweiz rückte2011 ein nachhaltiges Risikomanagement der Hypothekaranbieterins Zentrum. Dieses muss sicherstellen,dass trotz tiefer Zinsniveaus und enger Margeneine vorsichtige und sorgfältige Kreditvergabe betriebenwird. Die Eidgenössische Finanzmarktaufsicht(FINMA) und die Schweizerische Nationalbanksowie die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein (FMA)haben 2011 das Hypothekargeschäft der Bankengenauer überprüft. Die LLB-Gruppe hält sich an einestrenge Ausleihungspolitik. Sie verfolgte auch 2011das Ziel, die Eigenmittel zu erhöhen, und hat dieEigenmittel- und Liquiditätsvorschriften des neuenGlobalstandards Basel III bereits weitgehend umgesetzt.Markt InternationalDer Finanzplatz Liechtenstein ist sich seiner Verantwortungals Teil eines weltweit integrierten Wirtschaftsraumes bewusst.Seit 2008 hat Liechtenstein zwei Dutzend OECD-konformeSteuerinformationsaustausch-Abkommen sowie Doppelbesteuerungsabkommen(DBA) – darunter mit der BundesrepublikDeutschland – abgeschlossen. Im Herbst 2011 hat diePeer Group des Global Forum der OECD die erste Phase ihresReview-Prozesses beendet. Sie stellte Liechtenstein ein gutesZeugnis aus. Im Bereich Banken hat sie alle Prüfpunkte mit«fully compliant», das heisst als OECD-konform bewertet. Damitwird Liechtenstein international als moderner, stabilerund nachhaltiger Finanzplatz anerkannt und nicht mehr als Offshore-Finanzplatzgesehen. Ende 2012 soll die Umsetzungder OECD-Standards in der Praxis geprüft werden.2011 hat sich der Bankenplatz Liechtenstein gut behauptet.Zwar wirkten sich die Turbulenzen an den Börsen negativauf die Performance der Investments aus, gleichzeitig aberhielten die Banken im Durchschnitt freiwillig mehr als das Doppelteder erforderlichen Eigenmittel. Das Geschäftsmodell desPrivate Banking erwies sich als stabil, die Banken verzeichnetenweitere Neugeld-Zuflüsse. Im Markt International der LLB-Gruppe waren folgende Trends zu beobachten: Vermögen ausden Emerging Markets werden zunehmen und an Bedeutunggewinnen, Vermögen aus den bisherigen Kernmärkten hingegenwerden in Zukunft zurückgehen.Der Druck seitens der Europäischen Union und der USA aufdie Finanzplätze Schweiz und Liechtenstein bleibt bestehen.Die Schweiz hat mit Deutschland und Grossbritannien Abkommenüber die Abgeltungssteuer unterzeichnet. Die RegulierungGeschäftslage i Kunden und Märkteund Harmonisierung der Finanzmärkte setzt sich fort. NebenAnpassungen an neue Rahmenbedingungen scheinen zusätzlichestrukturelle Änderungen unvermeidbar. Der Konsolidierungsdruckwird steigen, sodass im Finanzsektor verschiedeneFormen der Zusammenarbeit zu erwarten sind.Aufgrund des starken Schweizer Frankens sind internationaleVermögensverwalter sowohl in der Schweiz als auch inLiechtenstein in eine sich öffnende Kosten-Ertragsschere geraten.Die Einnahmen fallen zum Grossteil in Euro oder US-Dollaran, die Kosten aber in Franken. Wegen des tiefen Zinsniveaussanken die Erträge aus dem Zinsengeschäft, überdies verhieltensich die verunsicherten Kunden passiv.Die Aktienmärkte blieben 2011 unberechenbar, sie schlossenbei hoher Volatilität unter dem Wert von 2010. FestverzinslicheAnlagen boten insbesondere auch deshalb kaum eineAlternative, weil die Unsicherheiten der Märkte auf Staatsanleihenübergriffen. Viele Kunden hielten entweder einen grossenAnteil an Liquidität, führten Gelder in eigene Unternehmenzurück oder investierten in traditionelle Sachwerte wie Immobilienoder Gold. 2011 ging es in erster Linie um den Erhalt unddie Sicherung von Vermögen.


Entwicklung Kundenvermögen2007– 2011, in Millionen CHF2011201020092008200713'46714'47415'03015'69813'4753'000 6'000 9'000 12'000 15'000 18'000Aufsicht. Bis 21. Juli 2013 müssen die europäischen Mitgliedstaatendie Vorschriften in nationales Recht überführen. Managernmit Sitz in der EU steht damit ab 2013 der EU-Pass zurVerfügung, der das EU-weite Management und den Vertrieb vonNon-UCITS ermöglicht. Davon sind neben Hedge Funds undPrivate Equity Funds auch Immobilien- und Rohstofffonds sowiealle offenen und geschlossenen Kollektivanlagen betroffen.Die Richtlinie gilt ebenfalls für Manager von Non-UCITS, dieihren Sitz in einem Drittstaat wie etwa der Schweiz haben, undvon dort einen Non-UCITS in der EU vertreiben möchten.Markt Institutionelle2011 stand der liechtensteinische Fondsplatz unter hohemKonkurrenzdruck. Der Wettbewerb unter den europäischenFondsstandorten verstärkte sich spürbar. Neue Fonds wurdenangesichts volatiler Aktienmärkte sowie der Euro-Krise undtiefer Zinsen zurückhaltend lanciert. Zudem kamen nur wenigeInnovationen auf den Markt. Bei diesen handelte es sich hauptsächlichum Strukturen von Family Offices, wie beispielsweisefür Private Equity oder Immobilien.Intermediäre wie Endkunden zeigten sich 2011 äusserstpreissensitiv und erwarteten ein den Marktbedingungen entsprechendesPreis-Leistungs-Verhältnis. Die Anbieter reagiertenmit wachsend aggressiver Preisreduzierung, um die wenigenzufliessenden Neugelder zu sichern.Als einer der drei grössten Fondsanbieter in Liechtensteinstehen wir in Zukunft vor neuen Herausforderungen: Liechtensteinhat am 1. August 2011 mit dem Gesetz für bestimmteOrganismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren die EU-Richtlinie UCITS IV übernommen, um Marktchancen in derEU zu eröffnen und dem Fondsstandort Liechtenstein zusätzlicheAttraktivität zu verleihen. Bis Juli 2013 soll zudem dieAIFM-Richtlinie (Alternative Investment Fund Managers) innationales Recht umgesetzt werden. Die neuen EU-Richtlinienwerden den Konkurrenzdruck im europäischen Fondsmarktweiter erhöhen.Das UCITS-IV-Gesetz dürfte Liechtenstein in Zukunft besondersfür Fondspromotoren mit international ausgerichtetenFondsstrukturen noch interessanter machen. So ermöglichtder EU-Pass einer Kapitalanlagegesellschaft, in einem anderenEU-Land domizilierte UCITS – Fonds, die der EU-Investmentdirektiveentsprechen – aufzulegen, ohne dort eine Tochtergesellschaftoder Niederlassung zu gründen oder zu unterhalten.Das sogenannte «Key Investor Information Document» (KIID),das die wesentlichen Informationen für den Anleger beinhaltet,löst den bisherigen vereinfachten Verkaufsprospekt ab. DasKIID ist europaweit standardisiert und erlaubt es Investoren,verschiedene Fonds rasch zu vergleichen.Das liechtensteinische UCITS-Gesetz sieht neu auch grenzüberschreitendeMaster-Feeder-Strukturen unter dem UCITSLabel vor. Die Schaffung eines Feeder UCITS setzt voraus, dassdieser mindestens 85 Prozent seines Vermögens in Anteileeines anderen UCITS oder eines Teilvermögens eines anderenMaster UCITS anlegt. Ausserdem bestehen neu klare Rahmenbedingungenfür die Verschmelzung von Fonds, und die «timeto market» im grenzüberschreitenden Vertrieb wird durch eineffizienteres Zulassungsverfahren wesentlich verkürzt. DieAnzeige zur Erstzulassung von Fonds erfolgt direkt zwischenden Aufsichtsbehörden.Die AIFM-Richtlinie der EU trat am 21. Juli 2011 in Kraft,sie ist eine direkte Folge der Finanzkrise. Mit ihr unterstellt dieEU alle Verwalter alternativer Investmentfonds (AIFM) einerEntwicklung Fondsvolumen2007– 2011, in Millionen CHF2011201020098'6419'3148'81720086'560200710'8322'000 4'000 6'000 8'000 10'000 12'000Entwicklung Depotbankmandate2007– 2011, Anzahl2011240201021820092008198185200715630 60 90 120 150 180 210 240


Geschäftsfelder der LLB-Gruppe: nach Zielmärkten, Kunden und Trends3435Markt Inland Markt International Markt InstitutionelleErtragCHF 153.1 Mio.CHF 119.2 Mio.CHF 96.8 Mio.Anteil am Geschäftsertrag41.5 %32.3 %26.2 %Ergebnis vor SteuernCHF 43.6 Mio.CHF 0.4 Mio.CHF 0.3 Mio.KundenvermögenCHF 13.8 Mia.CHF 13.5 Mia.CHF 18.1 Mia.Anzahl Mitarbeitende,per 31. Dezember 2011(teilzeitbereinigt)41829679Kunden◆ Privatpersonen◆ Privatpersonen◆ Intermediäre◆ Klein- und Mittelunternehmen◆ Fondspromotoren◆ Unabhängige Vermögensverwalter◆ Öffentlich-rechtliche Körperschaften◆ Einrichtungen der betrieblichenVorsorgeHerkunft der Kunden◆ Liechtenstein◆ Kernmärkte: Österreich, Italien,◆ Liechtenstein◆ SchweizDeutschland◆ Schweiz◆ Wachstumsmärkte: Russland,◆ InternationalOsteuropa, Naher und MittlererOstenAngebot◆ Retail Banking: z.B. Spar- und◆ Private Banking: z.B. Anlage-◆ Fonds- und Asset ManagementHypothekargeschäft, Zahlungs-beratung, Vermögensverwaltung◆ Private-Labelling-Dienst-verkehrund -strukturierung, privateleistungen◆ FirmenkundengeschäftFinanzplanung◆ Brokerage and Custody Services◆ Private Banking◆ Lombardkredite◆ LombardkrediteVertriebMarkttreiber◆ Private Finanzplanung◆ Liechtenstein: 5 Geschäftsstellen,20 Bancomaten (gemeinsamerBetrieb der LLB-Bancomaten undder Postomaten ab 2012), OnlineBanking◆ Schweiz: 25 Geschäftsstellen,30 Bancomaten, Online-Banking◆ Generelles Wirtschaftswachstum◆ 3 Buchungszentren (Vaduz,Zürich, Wien)◆ 4 weitere nationale und internationaleStandorte◆ Vermittlernetzwerke in Wachstumsmärkten◆ Starkes Wachstum der HNWI-◆ Vertrieb via Vaduz und Zürich◆ Wachsendes Bedürfnis nachGeschäftslage i Kunden und Märkte◆ BautätigkeitVermögen (High Net Worth Indi-massgeschneiderten Anlage-◆ Tiefe Zinsenviduals in Osteuropa sowie immöglichkeiten und transparen-◆ Zunehmende Nutzung desNahen und Mittleren Osten)ten AnlagelösungenOnline Banking◆ Wachsendes Bedürfnis nach ein-◆ Suche nach Alternativen für◆ Private Vorsorge (3. Säule)fachen und massgeschneidertenstrukturierte AnlagegefässeAnlagemöglichkeiten, sowie nach◆ Attraktivität des Fondsstand-transparenten Anlagelösungenortes Liechtensteinund Asset Protection◆ Börsenperformance◆ Stabilität des Schweizer FrankensMarktanteile◆ Marktführer im liechtensteini-◆ Nischenanbieter im inter-◆ Grösster Fondsanbieter inschen Spar- und Hypothekar-nationalen Private BankingLiechtenstein*geschäft sowie in der privaten◆ Zweitgrösster Vermögens-Vorsorgeverwalter in Liechtenstein**◆ Grösste Regionalbank der Ostschweiz* Gemessen an der AnzahlDepotbankmandate.** Nach verwalteten Vermögen.Wichtigste Wettbewerber◆ Liechtenstein: VP Bank, LGT,◆ Diverse international tätige◆ LGT, VP Bank, Centrum Bank,Centrum Bank, Neue BankGross- und PrivatbankenNeue Bank◆ Schweiz: St. Galler Kantonalbank,◆ Diverse international tätigeGraubündner Kantonalbank,Gross- und PrivatkundenUBS, Credit Suisse, Raiffeisenbanken,Regionalbanken


Markt InlandDie Tiefzinssituation führte 2011 zu einererhöhten Kreditvergabe der Liechtensteinerund Schweizer Banken. Der Immobilienmarktblieb dynamisch, der Wettbewerb intensiv.Die LLB-Gruppe verzeichnete im Hypothekargeschäfttrotz strikter Kreditpolitik erneutein hohes Niveau. Wie in den vergangenenJahren investierten wir in den Ausbau und dieModernisierung des Geschäftsstellennetzes.StrukturDas Geschäftsfeld Markt Inland ist ein starkes Fundament derLLB-Gruppe. Es umfasst das Universalbanken- sowie das Private-Banking-Geschäftin den Heimmärkten Liechtenstein undSchweiz. Die Liechtensteinische Landesbank mit Hauptsitz inVaduz und die Bank Linth mit Hauptsitz in Uznach bieten diegesamte Bandbreite der Bank- und Finanzdienstleistungsgeschäftefür Privat- und Firmenkunden: darunter Anlageberatungund Vermögensverwaltung, private Finanzplanung undbetriebliche Vorsorge sowie Spar- und Hypothekargeschäft. Sieverfügen über 5 Geschäftsstellen in Liechtenstein und 25 inden Schweizer Kantonen Zürich, St. Gallen, Schwyz und Glarus.Hinzu kommen 50 Bancomat-Standorte: 20 in Liechtensteinund 30 in der Ostschweiz.Investitionen2011 haben wir in den Ausbau und die Erweiterung des Geschäftsstellennetzes,in einen modernen Online-Auftritt sowiein die Erneuerung der Banken-IT investiert. Seit 1. Januar ist dergesamte Markt Inland vom Front- bis in den Back-Office-Bereichmit dem Avaloq Banking System vernetzt. Damit wollenwir unsere Effizienz steigern und zeitnah den Anliegen unsererKunden noch besser Rechnung tragen. Grundsätzlich steht fürdie LLB-Gruppe der persönliche Kontakt zu ihren Kunden imVordergrund. So haben wir 2011 das Segment Individualkundeneingeführt, was eine gezieltere und aktivere Kundenanspracheermöglicht. Im Juni eröffnete die Bank Linth eine neueGeschäftsstelle in Erlenbach, im November in Winterthur.2012 ist geplant, Neubauten im liechtensteinischen Eschensowie in den Schweizer Gemeinden Kaltbrunn, Pfäffikon (SZ)und Schmerikon in Betrieb zu nehmen. Überdies investiertenwir im Berichtsjahr in den Ausbau unseres Know-hows imKredit- und Steuerbereich. Am 5. Dezember ging unsere überarbeiteteWebsite online, die unter www.llb.li Übersicht undOrientierung gibt.SegmentergebnisIm Geschäftsfeld Markt Inland konnte sich die LLB-Gruppe2011 trotz schwieriger Rahmenbedingungen gut behaupten.Die Ausleihungen – insbesondere Hypotheken – stiegen aufein hohes Niveau, weshalb der Erfolg aus dem Zinsengeschäfttrotz Tiefzinsphase und anhaltendem Margendruck gesteigertwerden konnte. Gute Neugeld-Zuflüsse schlugen sich positivauf die Entwicklung des Erfolgs aus dem Kommissions- undDienstleistungsgeschäft nieder. Die Kunden waren zurückhaltendin ihrem Anlageverhalten, was sich auf unser Ergebnisauswirkte. Gleichzeitig stieg unser Aufwand, bedingt durchdie Investitionen in die neuen Geschäftsstellen der Bank Linthsowie die Einführung des Segments Individualkunden.


Der Geschäftsertrag nahm um 12.8 Prozent auf CHF 153.1 Mio.(2010: CHF 135.8 Mio., 2009: CHF 145.0 Mio.) zu. Der Geschäftsaufwanderhöhte sich um 5.2 Prozent auf CHF 109.5 Mio. (2010:CHF 104.1 Mio., 2009: CHF 100.6 Mio.). Das Segmentergebnisvor Steuern stieg um 37.8 Prozent auf CHF 43.6 Mio. (2010:CHF 31.7 Mio., 2009: CHF 44.4 Mio.). Die Cost-Income-Ratioging auf 71.5 Prozent zurück (2010: 76.7 %, 2009: 69.4 %). DerNetto-Neugeld-Zufluss belief sich auf CHF 655 Mio. (2010:CHF 1'023 Mio., 2009: CHF 682 Mio.). Die Kundenvermögen verzeichneteneinen Zuwachs von 3.1 Prozent auf CHF 13.8 Mia.(31. Dezember 2010: CHF 13.3 Mia., 31. Dezember 2009:CHF 12.7 Mia.). Der dynamische Immobilienmarkt in Liechtensteinund der Ostschweiz, die aktive Bearbeitung der Märkteund eine gute Beratung unserer Kunden hatten zur Folge, dassdas Hypothekarvolumen auf CHF 7.7 Mia. (31. Dezember 2010:CHF 7.2 Mia, 31. Dezember 2009: CHF 6.8 Mia.) anstieg.«In unseren Heimmärkten Liechtensteinund Schweiz betreuen wir rund 170'000Kunden. Sie alle erwarten von uns, dasswir moderne und zuverlässige Bankdienstleistungenzu fairen Preisen anbieten.Wie ich finde: mit Recht!»36374-Jahres-TrendDie kontinuierliche Margenerosion hat das stetige Wachstumder Kreditvolumen und der Kundenvermögen wieder wettgemacht.Für die LLB-Gruppe bedeutet dies, laufend in dieProzesseffizienz und Automatisierung investieren zu müssen.Unser Markt wächst im Rahmen der Gesamtwirtschaft.Urs Müller, als Mitglied der Gruppenleitungverantwortlich für das Geschäftsfeld Markt InlandEntwicklung des Geschäftsertrages2008– 2011, in Tausend CHF2011201020092008153'145135'792144'965163'06930'000 60'000 90'000 120'000 150'000 180'000Entwicklung des Gewinns vor Steuern2008– 2011, in Tausend CHF2011201031'670200943'63744'367Geschäftslage i Markt Inland200849'77810'000 20'000 30'000 40'000 50'000 60'000Entwicklung der Cost-Income-Ratio2008– 2011, in Prozent201120102009200871.576.769.469.510 20 30 40 50 60 70 80 90 100


Segmentrechnungin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Erfolg Zinsengeschäft 110'701 95'527 15.9Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 35'712 34'010 5.0Erfolg Handelsgeschäft 6'542 7'741 –15.5Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmen 190 –1'486Total Geschäftsertrag 153'145 135'792 12.8Personalaufwand –53'146 –50'752 4.7Sachaufwand –19'782 –25'239 –21.6Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen –6'463 –6'403 0.9Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste –1'613 –4'836 –66.6Dienstleistungen von/an andere(n) Segmente(n) –28'504 –16'892 68.7Total Geschäftsaufwand –109'508 –104'122 5.2Segmentergebnis vor Steuern 43'637 31'670 37.8Kennziffern2011 2010Netto-Neugeld-Zufluss /(-Abfluss) (in Millionen CHF) 655 1'023Wachstum Netto-Neugeld-Zufluss /(-Abfluss) (in Prozent) 4.9 8.0Geschäftsaufwand / Geschäftsertrag (in Prozent) 71.5 76.7Zusätzliche Informationenin Millionen CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %Kundenvermögen 13'766 13'347 3.1Personalbestand (teilzeitbereinigt, in Stellen) 418 384 8.9


Markt International3839Internationales Private Banking hat Wachstumspotenzial,steht aber unter grossem Veränderungsdruck.Die Kunden sind vorsichtigund erwarten Dienstleistungen mit Mehrwert.2011 stand für sie die Vermögenssicherungim Vordergrund. Wir haben unser Fachwissenim Bereich Steuern vertieft, länderspezifischeProdukte für unsere Zielmärkte entwickelt unduns auf den Ausbau der Präsenz in den Wachstumsmärktenkonzentriert.StrukturDas Geschäftsfeld Markt International umfasst das internationalePrivate Banking und Wealth Management der LLB-Gruppe. Auf diesem Gebiet verfügen wir über ein in vielen Jahrengewachsenes und verfeinertes Wissen. Unter den Marken«Liechtensteinische Landesbank» – einschliesslich LLB Schweizund LLB Österreich – und «Jura Trust» stehen wir vermögendenPrivatkunden mit unserer Erfahrung und unserem Know-howzur Seite: Wir bieten Anlageberatung, Vermögensverwaltung,Vermögensstrukturierung und Finanzplanung an. Unser Fokusliegt auf den Märkten Deutschland, Österreich, Italien, Russland,Osteuropa sowie Naher und Mittlerer Osten. Wir sind anfolgenden Standorten präsent: Vaduz, Zürich, Lugano, Genf,Wien, Abu Dhabi und Dubai.Investitionen2011 haben wir fortgesetzt, was wir 2010 begonnen hatten.Da in Zukunft hohe Flexibilität und konsequente Kundenorientierungüber unsere Position in den Zielmärkten entscheidet,haben wir weiter in die Ausbildung unserer Mitarbeitenden, inden Ausbau unserer Teams sowie die Qualität und Effizienzunserer IT-Prozesse und betrieblichen Abläufe investiert. Wirhaben unsere Beraterteams in Vaduz, Zürich, Genf, Wien undDubai um 16 Mitarbeitende aufgestockt und die Kompetenzunserer Kundenberater erhöht. Sie müssen nicht nur Kundenbedürfnisse,die sich verändern, erkennen und erfüllen, sondernebenso in puncto zunehmender Regularien auf dem neuestenStand sein. Entsprechend haben wir unser Know-how inder komplexen Thematik des Cross Border Banking gruppenweitvertieft.Seit Juli 2011 bauen wir unser grenzüberschreitendesPrivate Banking mit einer Zweigniederlassung in Genf aus. Fürunser Ziel, in den aufstrebenden Märkten Russland, Osteuropasowie Naher und Mittlerer Osten weiter zu wachsen, haben wirin die Entwicklung länderspezifischer Produkte und Prozesseinvestiert.Der Fuchsbriefe-Verlag hat die Kontinuität unserer Beratungsqualitätin seinem Ranking 2012 unterstrichen: Die LLBerreichte den sehr guten 16. Gesamtrang unter 100 getestetenVermögensverwaltern im deutschsprachigen Raum und rückteauf der «Ewigen Bestenliste» auf Platz 19 vor.Geschäftslage i Markt InternationalSegmentergebnisDas Umfeld im internationalen Private-Banking-Markt blieb2011 angespannt. Viele Kunden sind angesichts der Turbulenzenan den Kapitalmärkten verunsichert, ihr Vertrauen in dieFinanzindustrie und die Finanzmärkte ist allgemein gesunken.Die Anleger investierten vorwiegend in risikoarme und somitmargenschwache Produkte. Die LLB-Gruppe baute ihre Kapazitätenin Osteuropa sowie im Nahen und Mittleren Ostenaus und konnte dort ein gutes Wachstum ausweisen. Die Entwicklungder Wechselkurse sowie die schwache Performanceder Aktienmärkte liessen die verwalteten Vermögen insgesamtsinken.


«Internationale Private-Banking-Kundensuchen heute wieder vermehrt sichere undzuverlässige Partner. Unser Hauptaktionär,das Land Liechtenstein, gehört zu densechzehn Ländern weltweit, die über einAAA-Rating verfügen. Wir sind damitgut positioniert.»Roland Matt, als Mitglied der Gruppenleitung 2011verantwortlich für das Geschäftsfeld Markt InternationalInsgesamt ging der Geschäftsertrag um 1.9 Prozent aufCHF 119.2 Mio. (2010: CHF 121.5 Mio., 2009: CHF 142.7 Mio.)zurück. Der Geschäftsaufwand erhöhte sich um 8.3 Prozentauf CHF 118.8 Mio. (2010: CHF 109.7 Mio., 2009: CHF 119.0Mio.). Das Segmentergebnis vor Steuern lag mit CHF 0.4 Mio.signifikant unter dem Wert des Vorjahres (2010: CHF 11.8 Mio.,2009: CHF 23.7 Mio.). Dies ist im Wesentlichen auf Wertberichtigungen,Rückstellungen und Verluste zurückzuführen. DieCost-Income-Ratio erhöhte sich auf 99.7 Prozent (2010: 90.3 %,2009: 83.4 %). Die Bruttomarge stieg um 2.9 auf 85.3 Basispunkte(2010: 82.4 Basispunkte, 2009: 92.9 Basispunkte). DieKundenvermögen nahmen um 7.0 Prozent auf CHF 13.5 Mia.(31. Dezember 2010: CHF 14.5 Mia., 31. Dezember 2009:CHF 15.0 Mia.) ab. Der Netto-Neugeld-Zufluss belief sich aufCHF 216 Mio. (2010: Zufluss von CHF 955 Mio., 2009: Abflussvon CHF 939 Mio.).4-Jahres-TrendNach 2010 konnte der Finanzplatz Liechtenstein auch 2011 dieVerunsicherung korrigieren, die in den Jahren 2008 und 2009durch die internationalen Steuerdiskussionen entstanden war.Der LLB-Gruppe flossen wieder Neugelder zu. Die Entwicklungder Börsen und der Wechselkurse hat dieses Wachstum allerdingszunichte gemacht. Mit zunehmender Regulierung stiegenzugleich die Kosten, was sich negativ auf die Margen auswirkte.Weiteres Wachstum für unser Geschäftsfeld MarktInternational sehen wir in den Emerging Markets, vor allem inunseren Zielmärkten Russland, Osteuropa sowie Naher undMittlerer Osten. Die traditionellen Kernmärkte hingegen stagnieren.Entwicklung des Geschäftsertrages2008– 2011, in Tausend CHF20112010119'188121'4842009142'7092008169'83330'000 60'000 90'000 120'000 150'000 180'000Entwicklung des Gewinns vor Steuern2008– 2011, in Tausend CHF2011350201011'802200923'658200862'64810'000 20'000 30'000 40'000 50'000 60'00070'000Entwicklung der Cost-Income-Ratio2008– 2011, in Prozent201199.7201090.3200983.4200863.110 20 30 40 50 60 70 80 90 100


Segmentrechnung4041in Tausend CHF 2011 2010 + /– %Erfolg Zinsengeschäft 14'333 11'014 30.1Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 91'073 98'840 –7.9Erfolg Handelsgeschäft 6'812 6'723 1.3Übriger Erfolg 6'970 4'907 42.0Total Geschäftsertrag 119'188 121'484 –1.9Personalaufwand –64'507 –67'257 –4.1Sachaufwand –23'979 –22'740 5.4Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen –9'496 –9'929 –4.4Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste –12'732 –5'874 116.8Dienstleistungen von/an andere(n) Segmente(n) –8'124 –3'882 109.3Total Geschäftsaufwand –118'838 –109'682 8.3Segmentergebnis vor Steuern 350 11'802 –97.0Kennziffern2011 2010Netto-Neugeld-Zufluss /(-Abfluss) (in Millionen CHF) 216 955Wachstum Netto-Neugeld-Zufluss /(-Abfluss) (in Prozent) 1.5 6.4Geschäftsaufwand / Geschäftsertrag (in Prozent) 99.7 90.3Geschäftsertrag/Durchschnittliches Kundenvermögen (in Basispunkten) 85.3 82.4Zusätzliche Informationenin Millionen CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %Kundenvermögen 13'467 14'474 –7.0Personalbestand (teilzeitbereinigt, in Stellen) 296 293 1.0Geschäftslage i Markt International


Markt InstitutionelleDie Strategiefonds der LLB-Gruppe zählenseit Jahren zu den besten in Europa. Wir bauenunser Anlage-Know-how stetig aus. Mit derUmsetzung der EU-Richtlinie UCITS IV ergebensich neue Chancen, passgenau geschneiderteFonds europaweit anzubieten und dem Konsolidierungsdruckzu begegnen, unter dem EuropasFondsbranche steht.StrukturDas Geschäftsfeld Markt Institutionelle umfasst das klassischeIntermediär- und Fondsgeschäft sowie das Asset Managementder LLB-Gruppe. Gemeinsam mit den drei GruppengesellschaftenLLB Asset Management AG, LLB Fund Services AG und LLBFondsleitung AG konzentrieren wir uns auf professionelle Anlegerund Finanzintermediäre. Treuhänder, Vermögensverwalter,Fondspromotoren und Investmentgesellschaften messen derQualität einen hohen Stellenwert bei. Sie finden bei uns umfassendeDienstleistungen nach dem Konzept des One-Stop-Shop: zur Gründung und Verwaltung von Private Label Fundsals Depotbank sowie als Manager und Anbieter eigener LLB-Fonds. Unsere Zielmärkte sind Liechtenstein und die Schweiz.Investitionen2011 haben wir in die Erweiterung und Vertiefung unseresKnow-hows sowie in den Aufbau von Research- und Analysekapazitäteninvestiert.SegmentergebnisDer wichtigste Wachstumsmotor im Geschäftsfeld Markt Institutionelleist der Bereich Fund Services. Hier realisieren wirmassgeschneiderte Fonds für unabhängige Vermögensverwalterund andere Fondspromotoren. Dieser Geschäftsbereich istallerdings äusserst zyklisch, seine Entwicklung hängt stark mitder Performance der Finanzmärkte zusammen. 2011 zeigtensich die Kunden bei der Lancierung neuer Fonds zurückhaltend,zudem kam es auch zu einzelnen Rückgaben von Anteilen bestehenderFonds. Dennoch konnten wir die Anzahl der Depotbankmandateum 22 erhöhen und damit einen Anstieg von 218auf 240 verzeichnen. Die Liechtensteinische Landesbank istdamit nach der Anzahl der Mandate eindeutig Marktführerin inLiechtenstein. Das Fondsvolumen verringerte sich um 7.2 Prozentauf CHF 8.6 Mia.Die Kundenvermögen gingen um 4.0 Prozent auf CHF 18.1Mia. (31. Dezember 2010: CHF 18.8 Mia., 31. Dezember 2009:CHF 17.2 Mia.) zurück. Der Netto-Neugeld-Abfluss belief sichauf CHF 64 Mio. gegenüber Netto-Neugeld-Zuflüssen vonCHF 811 Mio. im Jahr 2010 und von CHF 89 Mio. im Jahr 2009.Das Tiefzinsumfeld wirkte sich negativ auf den Erfolg aus demZinsengeschäft aus. Ebenfalls unter Druck waren die Erträgeaus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft. Insgesamtsank der Geschäftsertrag um 9.3 Prozent auf CHF 96.8 Mio.(2010: CHF 106.7 Mio., 2009: CHF 106.3 Mio.). Der Geschäftsaufwanderhöhte sich auf CHF 96.5 Mio. (2010: CHF 45.8 Mio.,2009: CHF 26.3 Mio.). Grund dafür waren vor allem die aufCHF 65.9 Mio. gestiegenen Wertberichtigungen. Das Segmentergebnisvor Steuern reduzierte sich 2011 im Vergleich zu 2010deutlich auf CHF 0.3 Mio. (2010: CHF 60.8 Mio., 2009: CHF 79.9Mio.). Die Cost-Income-Ratio betrug 99.7 Prozent (2010: 43.0 %,2009: 24.8 %). Die Bruttomarge lag bei 52.5 Basispunkten(2010: 59.2 Basispunkte; 2009: 65.7 Basispunkte).


4-Jahres-TrendDer Fondsplatz Liechtenstein hat sich in Europa etabliert,die Fondsvolumen sind stetig gewachsen. Doch unterliegensowohl Fonds- als auch Depotbankgeschäft stark den Marktschwankungen.In schwachen Marktphasen werden neueFonds nur sehr zurückhaltend lanciert. Im Treuhandgeschäftund im Geschäft mit externen Vermögensverwaltern findetin Liechtenstein eine Strukturbereinigung statt. Insgesamtstufen wir die Aussichten vor dem Hintergrund der Einführungder EU-Richtlinie UCITS IV positiv ein. Seit 1. August 2011 istin Liechtenstein das Gesetz über bestimmte Organismen fürgemeinsame Anlagen in Wertpapieren (UCITSG) in Kraft, dasdie EU-Richtlinie UCITS IV umsetzt. Dadurch ist die Zulassungneuer Fondsprodukte in wesentlich kürzerer Zeit möglich.Zugleich profitieren Verwaltungsgesellschaften in Liechtensteinvom EU-Pass.«Wir profitieren überdurchschnittlich vonder Attraktivität des Fondsstandorts Liechtenstein.Als führender Anbieter stellen wirunseren Kunden ein umfassendes Servicepaketzusammen.»Urs Müller, als Mitglied der Gruppenleitungverantwortlich für das Geschäftsfeld Markt Institutionelle4243Entwicklung des Geschäftsertrages2008– 2011, in Tausend CHF20112010200996'783106'650106'2532008145'58120'000 60'000 100'000 140'000Entwicklung des Gewinns vor Steuern2008– 2011, in Tausend CHF2011 262201060'832200979'9302008107'77220'000 40'000 60'000 80'000 100'000 120'000Entwicklung der Cost-Income-Ratio2008– 2011, in ProzentGeschäftslage i Markt Institutionelle201199.7201043.02009200824.826.010 20 30 40 50 60 70 80 90 100


Segmentrechnungin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Erfolg Zinsengeschäft 13'158 14'286 –7.9Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 73'673 80'217 –8.2Erfolg Handelsgeschäft 9'391 12'147 –22.7Übriger Erfolg 561 0Total Geschäftsertrag 96'783 106'650 –9.3Personalaufwand –12'590 –13'976 –9.9Sachaufwand –2'653 –2'685 –1.2Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen –258 –67 285.1Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste –65'896 –15'864 315.4Dienstleistungen von/an andere(n) Segmente(n) –15'124 –13'226 14.4Total Geschäftsaufwand –96'521 –45'818 110.7Segmentergebnis vor Steuern 262 60'832 –99.6Kennziffern2011 2010Netto-Neugeld-Zufluss /(-Abfluss) (in Millionen CHF) –64 811Wachstum Netto-Neugeld-Zufluss /(-Abfluss) (in Prozent) –0.3 4.7Geschäftsaufwand / Geschäftsertrag (in Prozent) 99.7 43.0Geschäftsertrag/Durchschnittliches Kundenvermögen (in Basispunkten) 52.5 59.2Zusätzliche Informationenin Millionen CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %Kundenvermögen 18'059 18'814 –4.0Personalbestand (teilzeitbereinigt, in Stellen) 79 80 –1.3


Corporate Center4445Das Corporate Center steuert, koordiniert undkontrolliert konzernweite Geschäftsaktivitätenund Prozesse. 2011 standen die Inbetriebnahmeder Bankensoftware Avaloq und der Neubauder Geschäftsstelle in Eschen (FL) mit einem«grünen» Rechenzentrum im Mittelpunkt. Mitneuen Shared Service Centers gewinnt dasCorporate Center als Service-Einheit der LLB-Gruppe an Bedeutung.StrukturDas Corporate Center umfasst die Organisationseinheit CorporateService Center, die Gruppenleitung und die EinheitSpecial Clients. Es unterstützt unsere marktorientierten GeschäftsfelderInland, International und Institutionelle bei derUmsetzung ihrer Aktivitäten und Strategien. Der Fokus liegtauf Funktionen in den Bereichen Finanz- und Risikomanagement,Marketing und Kommunikation, Handel und Wertschriftenadministration, Zahlungsverkehr, Personalmanagement,Recht und Compliance, Unternehmensentwicklung,Produktmanagement, Logistik, Informatik. Die Bewirtschaftungder eigenen Finanzanlagen wird im Corporate Centerausgewiesen.Investitionen2011 hat die LLB-Gruppe ihr bislang grösstes Investitionsprojektabgeschlossen. Am 1. Januar ging am Hauptsitz in Vaduzund bei der LLB Schweiz in Zürich die Bankensoftware Avaloqin Betrieb. Die Bank Linth hatte die neueste Version bereitsim November 2010 eingeführt. Bei den Investitionen in Immobilienstand 2011 der Neubau der Geschäftsstelle in Eschenim Mittelpunkt. Wir planen, das Gebäude im Minergie-Standardund das angeschlossene Rechenzentrum nach hohen ökologischenStandards im vierten Quartal 2012 fertigzustellen. Zugleichüberprüfen und optimieren wir die Nutzungskonzepteunserer Immobilien. 2012 streben wir erneut die Mitgliedschaftan der SIX Swiss Exchange an. Mitte 2012 fasst die LLB-GruppeZahlungsverkehr, Handel und Wertschriftenverwaltung inShared Service Centers am Hauptsitz in Vaduz zusammen. Mitderen Einrichtung und Organisation wird das Corporate Centerals zentraler Dienstleister noch bedeutender.SegmentergebnisDie volatilen Finanzmärkte, die Schwäche von Euro und US-Dollar sowie das anhaltend tiefe Zinsniveau wirkten sich nachteiligaus. Auch die Wertänderungen der Zinssatzswaps schlugennegativ zu Buche. Als Folge sank der Geschäftsertrag aufCHF 35.8 Mio. (2010: CHF 73.0 Mio., 2009: CHF 135.4 Mio.).Der Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Valuebewertet, belief sich auf CHF 0.4 Mio. (2010: minus CHF 0.3Mio., 2009: plus CHF 33.2 Mio.). Der Geschäftsaufwand betrugCHF 62.3 Mio. (2010: CHF 57.8 Mio., 2009: CHF 87.6 Mio.).Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Amortisationen derInvestitionen in Avaloq und die Ausgaben für das 150-Jahr-Jubiläum zurückzuführen. Das Segmentergebnis vor Steuernwies 2011 aufgrund des Verlustes aus dem Handelsgeschäfteinen Jahresverlust von CHF 26.4 Mio. aus (Jahresgewinn 2010:CHF 15.2 Mio., Jahresgewinn 2009: CHF 47.8 Mio.).Geschäftslage i Corporate Center4-Jahres-TrendDer Erfolg aus Finanzanlagen bestimmt das Ergebnis des CorporateCenter. Diesen verbucht die LLB-Gruppe direkt über dieErfolgsrechnung. Der Personalbestand und entsprechend auchder Geschäftsaufwand blieben in den letzten Jahren stabil.


Entwicklung des Geschäftsertrages2008– 2011, in Tausend CHF201135'8312010200972'948135'41920082'51220'000 60'000 100'000 140'000«Das Corporate Center wird immer mehr zumEntwicklung des Gewinns vor SteuernKompetenzzentrum für verschiedene Bereiche2008– 2011, in Tausend CHFder LLB-Gruppe. Wir müssen diese Dienste zuwettbewerbsfähigen Preisen anbieten. Daranwerden wir gemessen.»201120102009–26'43115'18147'817Dr. Kurt Mäder, als Mitglied der Gruppenleitungverantwortlich für das Corporate Service Center2008 –52'814–60'000–40'000–20'0000 20'000 40'000 60'000Segmentrechnungin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Erfolg Zinsengeschäft 51'586 54'327 –5.0Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 8'426 10'964 –23.1Erfolg Handelsgeschäft –28'937 898Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 449 –342Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmen 0 –1'534 –100.0Übriger Erfolg 4'307 8'635 –50.1Total Geschäftsertrag 35'831 72'948 –50.9Personalaufwand –50'850 –46'335 9.7Sachaufwand –41'657 –33'967 22.6Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen –19'960 –13'241 50.7Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste –1'547 1'776Dienstleistungen von/an andere(n) Segmente(n) 51'752 34'000 52.2Total Geschäftsaufwand –62'262 –57'767 7.8Segmentergebnis vor Steuern –26'431 15'181Kennziffern2011 2010Netto-Neugeld-Zufluss / (-Abfluss) (in Millionen CHF) –235 –83Wachstum Netto-Neugeld-Zufluss / (-Abfluss) (in Prozent) –7.5 –1.8Zusätzliche Informationenin Millionen CHF 31. 12. 2011 31. 12. 2010 + / – %Kundenvermögen 2'808 3'142 –10.6Personalbestand (teilzeitbereinigt, in Stellen) 330 330 0.0


LLB-Aktie4647Die Aktie der Liechtensteinischen Landesbankist an der SIX Swiss Exchange kotiert. Banktitelgerieten 2011 besonders unter Druck. DieSchuldenkrise der Euro-Staaten, Währungsturbulenzenund das allgemein gesunkeneVertrauen in Finanzinstitute liessen in Europadie Kurse fallen. Die LLB-Aktie konnte sichdiesem Trend nicht entziehen, sie verlor43.2 Prozent.MarktkapitalisierungDie LLB-Aktie ist an der SIX Swiss Exchange unter dem SymbolLLB (Valorennummer 3019524) kotiert. 2011 wurden dort2.05 Mio. LLB-Aktien gehandelt, das entspricht 6.7 Prozentaller ausgegebenen Aktien. Am 31. Dezember 2011 betrug dieMarktkapitalisierung der Liechtensteinischen Landesbank AGbei einer Anzahl von 30.8 Millionen Aktien CHF 1.3 Mia.AktionärsstrukturDas Land Liechtenstein hielt 2011 unverändert 57.5 Prozentder LLB-Aktien. Die liechtensteinische Regierung hat als Vertreterindes Hauptaktionärs ihre mit der Beteiligung an derLiechtensteinischen Landesbank AG verfolgte Strategie verabschiedet.Mit dem Erlass der Beteiligungsstrategie wird eineVorgabe des Gesetzes über die Steuerung und Überwachungöffentlicher Unternehmen (ÖUSG) von 2009 umgesetzt. DieRegierung befürwortet die Börsenkotierung der LLB ausdrücklichund hält an ihrer Mehrheitsbeteiligung von mindestens51 Prozent fest.Die LLB besass am Ende des Berichtsjahres 7.7 Prozentihrer eigenen Aktien, 4.5 Prozent hielten Thornburg InvestmentManagement Inc. und 0.1 Prozent die Mitglieder des Verwaltungsratesund der Geschäftsleitung. Die übrigen Aktien befandensich per 31. Dezember 2011 in Streubesitz. Kein weitererAktionär verfügte über mehr als 3 Prozent des Aktienkapitals.Kursentwicklung 2011Während der letzten fünf Jahre hatte die LLB-Aktie ihre Bankenvergleichsgruppeübertroffen. Auch im Börsenjahr 2011hielt sie sich trotz volatiler Finanzmärkte bis Ende Auguststabil und besser als der europäische Branchenindex. Ihr Kursschwankte zwischen CHF 70.– und CHF 80.–. Mit der Veröffentlichungdes nicht zufriedenstellenden Halbjahresergebnissesund schliesslich mit der Information über die WertberichtigungEnde September gab die Aktie deutlich nach. Sie schloss2011 bei einem Kurs von CHF 41.50, das heisst, mit einem Verlustvon 43.2 Prozent. Im Vergleich dazu büssten der StoxxEurope 600 Banks Index in CHF 34.2 Prozent und der Swiss PerformanceIndex (SPI) 7.7 Prozent ein.Der Gesamtertrag der LLB-Aktie lag 2011 bei –40.7 Prozent(2010: 10.8 %). Ein Anleger, der Ende 2001 für CHF 1'000.– investierthatte, erzielte bis Ende 2011 ein Minus von CHF 213.80.Mit einer Rendite von –2.4 Prozent pro Jahr übertraf die Aktie jedochden europäischen Branchenindex, der bei –7.9 Prozent lag.Die Entwicklung der LLB-Aktie spiegelt die allgemeine Lagewider. Nach einem guten Start der Finanzmärkte 2011 verunsichertendie Atomkatastrophe in Japan, der Arabische Frühlingund die Konflikte im Nahen Osten die Anleger. Die Märkte erholtensich zwar bis Ende Mai wieder, bevor schwache Konjunkturdaten,die Verschärfung der europäischen Schuldenkriseund die Diskussionen über die Schuldenobergrenze in den USAdie Kurse erneut deutlich unter Druck brachten.Geschäftslage i LLB-Aktie


Im zweiten Halbjahr 2011 sorgten die anhaltende StaatsverschuldungGriechenlands sowie die finanzielle InstabilitätItaliens und Spaniens für weitere Verunsicherung. Gegen AnfangOktober erreichten die internationalen Aktienmärkte denTiefpunkt, wobei die Verluste in Europa höher ausfielen als inden USA und in Asien.Die internationalen Ereignisse des Jahres 2011 trafen vieleBankaktien überdurchschnittlich stark. Die wirtschaftlicheUnsicherheit, Währungsproblematiken und grössere Risikenim Kreditgeschäft lasteten zudem auf den Finanzinstituten.Und im Zuge der Diskussion um die Systemrelevanz unter demStichwort «Too big to fail» musste eine Reihe internationalerBankengruppen ihr Geschäftsmodell überprüfen, neues Kapitalaufnehmen und ihre Ertragsziele nach unten korrigieren.AusschüttungspolitikDie Liechtensteinische Landesbank verfolgt eine langfristigausgerichtete und attraktive Ausschüttungspolitik zugunstenihrer Aktionäre. Entsprechend kontinuierlich entwickeltensich die Dividenden pro Aktie in der Vergangenheit. Die Ausschüttungsquotebewegte sich zwischen 40 Prozent (2007)und 89 Prozent (2010) des Konzerngewinns. Gleichzeitig ist dieLLB-Gruppe jedoch verpflichtet, ihre finanzielle Sicherheit undStabilität zu bewahren. Angesichts des unbefriedigenden Jahresergebnisses2011, der fordernden wirtschaftlichen Rahmenbedingungenund der Zielsetzung, die Eigenkapitaldecke zustärken, hat sich der Verwaltungsrat entschieden, der Generalversammlungvom 4. Mai 2012 eine Dividende von CHF 0.30(2010 und 2009: CHF 3.40) vorzuschlagen. Dies entspricht für2011 einer Ausschüttungsquote von 55.3 Prozent. Die Dividendensummebeträgt CHF 8.5 Mio.Kommunikation mit dem KapitalmarktUm ein aktuelles Bild der Chancen und Risiken unseres Geschäftsverlaufszu geben, führt die LLB-Gruppe mit Investoren,Analysten und Medien einen offenen und kontinuierlichenDialog. Als börsenkotiertes Unternehmen sind wir verpflichtet,für den Aktienkurs wichtige Informationen bekannt zu geben.Dies beinhaltet Ad-hoc-Informationen bei kursrelevanten Ereignissenmittels Medienmitteilung an alle Stakeholder. Wirinformieren Aktionäre, Kunden, Mitarbeitende und die Öffentlichkeitzeitgleich, umfassend und regelmässig über unserenGeschäftsgang, über Werttreiber, sowie unsere Strategie undgeben einen Überblick über die finanziellen und operativenKennzahlen. Ziel ist es, sicherzustellen, dass der Kurs der LLB-Aktie den Wert des Unternehmens fair widerspiegelt.Die LLB-Gruppe veröffentlicht Jahresergebnisse und Halbjahresergebnisse.Dazu gehören Medien- und Analystenkonferenzensowie Conference Calls. Bei den Generalversammlungenberichten Verwaltungsrat und Geschäftsleitung transparent.Ausserdem führen wir im Laufe des Jahres regelmässig Gesprächemit Investoren, informieren im Rahmen von Roadshowsund nehmen an Fachkonferenzen für Finanzanalysten undInvestoren teil.Alle öffentlich zugänglichen Informationen über dieLLB-Gruppe sind auf unserer Website www.llb.li abrufbar. Viawww.llb.li/registrierung kann sich jeder Interessierte für denelektronischen Versand kursrelevanter Informationen über dieLLB-Gruppe registrieren. Jahres- und Halbjahresberichte gebenwir in Buchform heraus – und seit 2005 auch in einer umfassendenOnline-Version mit zahlreichen Zusatzfunktionen. Der Geschäftsbericht2011 in deutscher Sprache ist unter gb2011.llb.liund in englischer Sprache unter ar2011.llb.li abrufbar.AnalystenempfehlungenAnalysten folgender Banken deckten 2011 die LLB-Aktie ab undveröffentlichten regelmässig Studien und Einschätzungen zurLLB: Bank Vontobel, MainFirst, UBS und Zürcher Kantonalbank.Im Verlauf des Jahres 2011 stufte ein Analyst die Aktie von«Halten» auf «Verkaufen» zurück. Drei Analysten blieben mitihrer Bewertung das ganze Jahr über bei «Halten».Dividende pro Aktie2007– 2011, in CHF2011 0.30 *20102009200820073.403.403.403.400.5 1 1.5 2 2.5 3 3.5 4Aktienperformance31.12.2011 31.12.2010Anzahl dividendenberechtigte Aktien 28'415'624 28'500'000Streubesitz (Anzahl Aktien) 10'715'624 10'800'000Jahreshöchstkurs (22. Februar 2011/16. April 2010) 80.95 83.70Jahrestiefstkurs (12. Dezember 2011/29. Juni 2010) 38.50 65.00Jahresschlusskurs 41.50 73.00Performance LLB-Aktie (in Prozent) –43.2 5.9Performance SMI (in Prozent) –7.8 –1.7Performance Stoxx Europe 600 Banks in CHF (in Prozent) –34.2 –11.6Durchschnittliches Handelsvolumen (Anzahl Aktien) 8'065 7'505Marktkapitalisierung (in Mia. CHF) 1.3 2.2Gewinn pro LLB-Aktie (in CHF) 0.38 3.61Dividende pro LLB-Aktie (in CHF) *0.30 3.40Ausschüttungsquote (in Prozent) 55.3 89.0Dividendenrendite auf Jahresschlusskurs (in Prozent) 0.7 4.7* Antrag des Verwaltungsrates an die Generalversammlung vom 4. Mai 2012.


Marke und Sponsoring4849Die Marke Liechtensteinische Landesbankverbindet uns mit unseren Kunden und alsUnternehmensgruppe. Unsere Bilder erzählenGeschichten aus einem interessanten Land –unserem Land. Die Marke kennzeichnet unsals verlässliche Partnerin, die weltweit durchLeistung überzeugt. 2011 haben wir unserenAuftritt um ein Signet ergänzt. Für ein Jahr –das Jahr unseres 150-jährigen Bestehens.MarkenstrategieDie Liechtensteinische Landesbank ist als Universalbank mitihren Kernkompetenzen Private Banking, Asset Management,Fund Services und Trust Services seit bald fünf Jahren zu einerMarke verschmolzen. Die Marke Liechtensteinische Landesbanksetzt ein Zeichen für den Aufbruch in neue Märkte. Ausserdemzeigt sie das Zusammenspiel unserer vielen Facetten,ist zentraler Teil unserer Unternehmens- und Wachstumsstrategie.Sie wird kontinuierlich weiterentwickelt.Im Jahr 150 nach der Gründung unserer Bank haben wirmit einem Jubiläumssignet auf den Punkt gebracht, was wir fürdas Land Liechtenstein, unsere Kunden, Aktionäre und Mitarbeitendenwaren und sind: «150 Jahre Zukunft». Dies habenwir mit einer Imagekampagne in der Schweiz und in Liechtensteinunterstrichen. Zudem hat die Liechtensteinische Postder Liechtensteinischen Landesbank eine Briefmarke gewidmet.Auf der Marke ist ein sogenannter QR-Code angebracht,der Punktcode lässt sich mit Smartphones einlesen und verbindetden Nutzer mit der Jubiläums-Website der LLB.Zum 150-Jahr-Jubiläum ist unter dem Titel «Im Wandelbeständig. 1861–2011» ein Buch erschienen. Denn: Wer in derZukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern. DieAutoren sind namhafte Historiker aus Liechtenstein und derSchweiz. Die Gründung der Liechtensteinischen Landesbankals «Zins- und Credit-Landes-Anstalt im souverainen FürstenthumeLiechtenstein» war ein Meilenstein auf dem WegLiechtensteins zur wirtschaftlichen Modernisierung. Die Bankstand am Anfang all der Reformen, die mit der ersten liechtensteinischenVerfassung von 1862 folgten.2011 hat die Marke Liechtensteinische Landesbank beizahlreichen Veranstaltungen unterstrichen, wie das Land, dieelf Liechtensteiner Gemeinden und die Bank verflochten sind.150 Jahre – das sind fünf Generationen gegenseitigen Vertrauenszwischen Kunden und Bank. 150 Jahre – das sind zugleichfünf Generationen verantwortlichen Handelns im Umgangmit Menschen, Ressourcen, Risiken und Chancen desjeweiligen Zeitgeschehens.Geschäftslage i Marke und SponsoringMarkeninhaltDie Welt, in der wir aktiv sind, ist eine natürliche, reale Welt;denn wir sind eine Bank, in der Menschen zuhören, Lösungenfinden und beraten. Als Landesbank sind wir Partnerin desLandes Liechtenstein und seiner Menschen: für Privat- und Firmenkundensowie im Private Banking. Gleichzeitig wachsenwir in der Schweiz und erschliessen weltweit neue Märkte. Wirstehen für Bindung, Treue und Vertrauen. Wir handeln langfristigund bleiben – geht es um unsere Werte – bewusst konservativ.Wir bieten Sicherheit, um Fortschritt zu ermöglichen.Über Generationen.Unsere Marke ist deshalb klassisch und modern gehalten.Die klare Geometrie des Markenzeichens steht für Sicherheitund Stabilität. Die Winkel, die über die Grundform hinausführen,symbolisieren unsere Offenheit. Die Farbe Grün signalisiertunsere Herkunft, der rote Mittelpunkt bekräftigt unsereKonzentration auf das Wesentliche und auf unsere Partner.


Der Markenwert liegt laut Rating des Schweizer Wirtschaftsmagazins«Bilanz» bei CHF 301 Mio. Die LiechtensteinischeLandesbank hält damit Platz zehn unter den wertvollstenSchweizer Bankmarken. In Liechtenstein kennt jeder die Marke,in der Ostschweiz bis zum Zürichsee gewinnt sie stetig anFormat. Zur Unternehmensgruppe gehören zudem zwei weitereMarken: Bank Linth und Jura Trust.2011 hat die LLB-Gruppe in einen modernen, interaktivenOnline-Auftritt investiert, der die Kommunikation nach aussenwie nach innen vereinfacht. Übersicht gibt Orientierung. Dasgilt auch für das überarbeitete Markenprofil der Tochter BankLinth. Sie bringt eine Tradition von 163 Jahren mit. Jetzt ist sieauf dem Weg, eine der führenden Banken in der Ostschweizzu werden. Als erstes Finanzinstitut in der Schweiz kommt siemit «Einfachheit im Bankgeschäft» einem Bedürfnis der Kundenkonsequent entgegen. Hohe Dienstleistungsqualität, klarund nachvollziehbar kommuniziert, macht aus Kunden Partnerauf Augenhöhe.MarkenarchitekturKernkompetenzen der LLB-Gruppe*Retail- und Private Asset Fund TrustLLB-Gruppengesellschaften Corporate Banking Banking Management Services ServicesLLB AGLLB (Schweiz) AG (100 %)LLB (Österreich) AG (100 %)Bank Linth LLB AG (74.2 %)LLB Asset Management AG (100 %)LLB Fund Services AG (100 %)LLB Fondsleitung AG (100 %)Jura Trust AG (100 %)* Primäre Kernkompetenzen.Markenführung2011Liechtensteinische Landesbank◆ Imagekampagne 150-Jahr-Jubiläum◆ Neuer Online-Auftritt◆ Markenkonforme Gestaltung◆ Zweigniederlassung GenfBank Linth◆ Projekt «Profil»: Bankgeschäft einfach gemacht◆ Neue Geschäftsstellen in Erlenbach undWinterthurMarkenschutz2011Liechtensteinische Landesbank◆ Eintragung in den MarkenregisternLiechtenstein, Schweiz, Deutschland,Österreich, Benelux, Tschechien,Frankreich, Italien, Ungarn, Polen,Rumänien, Russland, Slowenien,SlowakeiBank Linth◆ Eintragung im Markenregister Schweiz


Kommunikationsplattform «Sponsoring»Der Gedanke, Kunden, Geschäftspartner und Mitarbeitendewährend ihrer Freizeit anzusprechen, ist bei der LLB-Gruppeein wichtiger Teil der strategischen Markenführung. Die Technologisierungdes Bankgeschäfts und der verstärkte Wettbewerbmachen eine klare Positionierung durch Sponsoring immerwichtiger. Unsere Mission lautet: «Wir kümmern uns umjeden Kunden. Zu Hause und in der Welt. Persönlich, partnerschaftlich,intensiv, engagiert und kompetent.» Unsere Kommunikationszielerichten wir an den Kernbotschaften unsererMarke aus: «Wir sind Partner in der Welt. Wir sind Partner inder Leistung. Wir sind Partner im Erfolg.»Als Universalbank nehmen wir eine gesellschaftliche Verantwortungwahr und unterstützen Anlässe öffentlichen Charakters.Wir setzen uns für soziale und ökologische Projekteebenso ein wie für die nachhaltige Förderung der Gesundheitder Menschen in Liechtenstein. Sport-Sponsoring gehörtgleichermassen zu unserer Unternehmensphilosophiewie das Engagement für Kultur und Bildung. Die Balancezwischen Kundenpflege und gesellschaftlicher Verantwortungist uns wichtig. Der Fördercharakter steht dabei imVordergrund und damit der Grundsatz der inhaltlichen undformalen Unabhängigkeit der jeweiligen Projekte.2011 investierte die Liechtensteinische LandesbankCHF 960'000.– in Projekte in Liechtenstein, die Bank LinthCHF 650'000.– in Projekte in der Schweiz. Hinzu kommenSpenden, die in unserer Unternehmensgruppe eine langeTradition haben. So unterstützt die LLB seit über 30 Jahrenkaritative und soziale Organisationen. 2011 bestand derKreis der Empfänger aus 19 gemeinnützigen Institutionen.5051Sponsoring-AktivitätenLLBSoziales, Ökologie, Bildung Sport Kultur/Bildung◆ Verein Holzkreislauf◆ Beach Volleyball –◆ Erwachsenenbildung Stein Egertawww.holzkreislauf.liCEV Satellite Vaduzwww.steinegerta.li◆ Helpmail / Verein NetzWerk www.beachvolley.li◆ Operette Balzerswww.helpmail.li◆ FC Vaduzwww.operette-balzers.li◆ Liechtensteinische Ärztekammer www.fcv.li◆ Schlösslekellerwww.gesundesliechtenstein.li ◆ Nordic Club Liechtensteinwww.schloesslekeller.li◆ «aha – Tipps und Infos fürwww.nordicclub.li◆ Filmfest Vaduzjunge Leute»◆ Städtlelauf Vaduzwww.filmfest.liwww.aha.liwww.lcv.li◆ Eigene Anlässe «im Hof»◆ «Radfahren für Ihre Gesundheit» –www.llb.liVerkehrs-Club Liechtensteinwww.vcl.liBank Linth◆ Forum Vogtei, Herrlibergwww.forumvogtei.ch◆ ZHAW-Studie «Schweizer Wohlstandzwischen Vergangenheitund Zukunft», Winterthurwww.zhaw.ch◆ Rapperswil-Jona Lakers,◆ Kulturtreff Rotfarb, UznachEishockeywww.rotfarb.chwww.lakers.ch◆ Lachfestival, Lachen◆ Pfadi Winterthur, Handball www.schwyzkultur.chwww.pfadi-winterthur.ch◆ Massiv Bank Linth SkateparkGlarnerlandwww.massivskatepark.blogspot.com◆ Wake the Lake, Weesenwww.cablewakeboardweesen.chGeschäftslage i Marke und SponsoringLLB SchweizCharity-AktivitätenSeit acht Jahren eröffnet die LLB (Schweiz) AG ihren Kunden dieMöglichkeit, Gutes zu tun und sich sozial zu engagieren. Sieverzichtet bei den Depots, die über den Charity Desk verwaltetwerden, auf 30 Prozent ihrer Courtage und Administrationsgebühren.Der Kunde entscheidet, welche gemeinnützigen Stiftungenund Organisationen mit der Spende gefördert werden.Ein Beispiel für Hilfe zur Selbsthilfe in Indien ist die MädchenschuleGirls Basic Productivity Training Center, Thotlapalli,Kadapa Region. Es handelt sich um ein Projekt der Village ReconstructionOrganisation VRO Schweiz, Basel, das von einerStiftung für die nächsten drei Jahre eine Ausschüttung vonCHF 60'000.– erhalten hat.2011 hat die LLB (Schweiz) unterstützt:◆ Schweizerische Vereinigung der Gelähmten, www.aspr-svg.ch◆ Green Cross Schweiz, www.greencross.ch◆ SOS-Kinderdorf, www.sos-kinderdorf.ch◆ Winterhilfe Schweiz, www.winterhilfe.ch◆ Stiftung SILVIVA, www.silviva.ch◆ VRO Schweiz, www.vro.chZukunftsstiftungZum 150-Jahr-Jubiläum gründete die LiechtensteinischeLandesbank im Mai 2011 eine Zukunftsstiftung. Bei diesersteht die Förderung von Projekten und Menschen im Mittelpunkt,die sich für die Bereiche Umwelt und Soziales einsetzenund dadurch Zukunftschancen für Dritte eröffnen (sieheKapitel «Soziale und ökologische Verantwortung», Seite 57).


MitarbeitendeDer Erfolg der Liechtensteinischen Landesbankfusst auf den Stärken der Mitarbeitenden.Sie geben immer wieder Anstösse für Innovationund Veränderung. Wir pflegen Wertewie Bindung, Vertrauen sowie Offenheit undschaffen den Rahmen, um die Entwicklungder Menschen in unserer Unternehmensgruppezu fördern. Kompetenzzentren sichern unsereWettbewerbsfähigkeit.Personalstrategie«Nur was sich verändert, bleibt.» Dieser Leitsatz prägt dieUnternehmenskultur der international orientierten LiechtensteinischenLandesbank. Anspruchsvollere Kunden, neueRegulierungen und ein verschärftes Risikomanagement bestimmenweitgehend, wie die Bank der Zukunft aussieht. Vordiesem Hintergrund ist es entscheidend, Wissen und Kompetenzenzu bündeln, Services und Prozesse zu standardisieren,sich kunden- und serviceorientiert zu vernetzen, um so dieWeichen vorausschauend zu stellen. Die besten Talente zu gewinnenund halten zu können, wird den Geschäftserfolg massgeblichbeeinflussen. Das gelingt nur mit interessanten Aufgaben,mit einer respektvollen Unternehmenskultur und Entwicklungsperspektiven.Zugleich gilt es, die Mitarbeitendenfür das stetig zunehmende Tempo und die wachsende Informationsdichtefit zu machen. Die LLB-Gruppe nimmt die Herausforderungender Arbeitswelt von morgen an und sieht Veränderungenals Chance.Shared Service CentersUnsere Mitarbeitenden sind seit 2010 mit graduellen Anpassungengefordert. Dank ihres Fachwissens und Engagementssowie ihrer Motivation ist es gelungen, unsere Gruppe mitder standardisierten Kernbankensoftware Avaloq auszurüsten.Das Ziel der Plattform besteht unter anderem darin, zentraleDienste zu Kompetenzzentren zusammenzufassen und verstärktgruppenweite Synergien zu nutzen.In einem nächsten Schritt vereint die LLB-Gruppe ab Mitte2012 Zahlungsverkehr, Handel und Wertschriftenverwaltungin Shared Service Centers am Hauptsitz in Vaduz. Durch dieFreisetzung von Ressourcen können die Kosten um CHF 3 Mio.gesenkt und die Qualität des Angebots gesteigert werden. Mitder Zusammenführung der Dienstleistungen werden 27 Stellenabgebaut. Durch Shared Service Centers erhöhen sich der gruppenweiteKnow-how-Transfer und die Effizienz.Der Trend zu Shared Service Centers wird in unserer Unternehmensgruppekünftig an Bedeutung gewinnen. Die konzerninterneBündelung von Leistungen bietet viel strategischesPotenzial: einerseits zur Kostenoptimierung sowie zur Qualitätsverbesserungvon Steuerungs- und Supportprozessen, andererseitsum in Centers of Excellence Experten-Know-how zukonzentrieren.PersonalbestandDie Mitarbeitenden der LLB-Gruppe identifizieren sich starkmit ihrem Unternehmen, wie eine Befragung 2010 ergeben hat.Das 150-Jahr-Jubiläum 2011 hat diese Verbundenheit bestätigt:Am Group Day fuhren die Mitarbeitenden aus Liechtenstein,der Schweiz, Österreich, Deutschland und aus 27 weiteren Nationenzusammen mit der Geschäftsleitung und dem Verwaltungsrat«in einem Boot» auf dem Bodensee.Ende Dezember 2011 hat die LLB-Gruppe 1'290 Mitarbeitendebeschäftigt: 635 davon im Stammhaus in Vaduz. Die Anzahlder Stellen nahm um 3.3 Prozent zu (2010 war sie um3.1 Prozent auf 1'087 gestiegen). Die Fluktuationsrate lag 2011bei 13.1 Prozent (2010: 12.5 %, 2009: 9.7 %).


Mitarbeiterstatistik der LLB-Gruppe52532011 2010 2009 2008 2007MitarbeitendeAnzahl Mitarbeitende (teilzeitbereinigt) 1'123 1'087 1'054 1'010 615Vollzeitbeschäftigte 923 906 883 850 517Teilzeitbeschäftigte 367 347 337 329 109Lernende 50 52 52 53 26BEM-Praktikanten 4 6 6 6 5Trainees 3 1 1 2 1KennzahlenFluktuationsrate in Prozent 13.1 12.5 9.7 11.6 7.2Durchschnittliches Dienstalter in Jahren 8.9 8.0 7.8 7.5 8.9Durchschnittliches Lebensalter in Jahren 39.6 39.3 39.3 38.8 39.3Vielfalt und ChancengleichheitAnzahl Nationen 30 26 28Anteil Frauen in Prozent 47 48 49 49 42Aus- und WeiterbildungAusbildungskosten in Tausend CHF 1'167 1'902 1'955 2'341 3'083InvestitionenDie Liechtensteinische Landesbank AG investierte im Geschäftsjahr2011 CHF 1.2 Mio. in Aus- und Weiterbildung. Ein bedeutenderTeil der Workshops und Kurse fand gruppenintern statt:47 Prozent (2010: 71 %, 2009: 48 %).Aus- und WeiterbildungNachwuchsförderungQualifizierte und leistungsstarke Mitarbeitende sind ein strategischerErfolgsfaktor. Ihre Weiterentwicklung als Fachkraft,als Führungskraft und als Mensch ist uns wichtig. So bildetdie Liechtensteinische Landesbank eine Reihe ihrer Nachwuchskräftetraditionell selbst aus. 2011 betreuten drei professionelleAusbildner 57 Berufseinsteiger. Die hochwertige dualeAusbildung in Theorie und Praxis gibt ihnen eine solide Grundlagemit auf den Weg des lebenslangen Lernens. Wir nehmendie Vermittlung eines breiten Wissens sehr ernst, gerade auchum Jugendlichen über die Berufsmaturität den Zugang zuFachhochschulen oder Universitäten offenzuhalten.Dasselbe gilt für Bankeinsteiger nach der Mittelschule oderder Matura. Sie schliessen mit dem BEM-Zertifikat der SchweizerischenBankiervereinigung ab. Und auch für Hochschulabsolventenhält die LLB-Gruppe Chancen bereit, eine Bankkarrierezu starten. Diese bereiten wir in einem individuell gestaltetenTrainee-Programm auf ihre künftigen Aufgaben vor.Ihr Grundwissen erlernen die jungen Talente am Center forYoung Professionals in Banking (CYP), dem Kompetenz- undAusbildungszentrum für die Schweizer Banken, oder beimBankenberatungszentrum St. Gallen. Weitere Fach- und Persönlichkeitskompetenzenfördern wir mit internen Modulen.AusbildungFür die LLB-Gruppe ist die Ausbildung ein wichtiges Instrumentzur Unternehmensentwicklung. Die dafür anfallenden Kostenverstehen wir als Investition in die Zukunft.Der gute Ruf als attraktive Arbeitgeberin gehört zu unsererTradition. Wie in unseren Grundsätzen festgelegt, gilt das Prinzip,dass die richtigen Mitarbeitenden zur richtigen Zeit einewirksame berufliche Förderung erhalten. Dabei legen wir grossenWert auf den Praxisbezug und die Chancengleichheit allerMitarbeitenden.Die Ausbildung am Arbeitsplatz ist eine zentrale, permanenteAufgabe jedes Vorgesetzten. 2011 fand eine Reihe bankinternerVeranstaltungen statt: Seminare für Kundenberaterin den Bereichen Vermögensverwaltung und Finanzplanung,Führungstrainings im Bereich Personalmanagement sowieSchulungen zum Zukunftsthema «Grenzüberschreitendes PrivateBanking», sprich Cross Border Banking. Mittels E-Learningmachen sich unsere Mitarbeitenden im neuen Avaloq-Systemsattelfest.WeiterbildungUnsere Fachleute nehmen regelmässig an Weiterbildungsveranstaltungender Universität Liechtenstein teil. So 2011 zufolgenden Spezialthemen: aktuelle Entwicklung der internationalenSteuerkooperation Liechtensteins, Gesetzesänderungenin Europa zum Vertrieb von Finanzprodukten, Anpassungenim Sorgfaltspflichtrecht, Bank- und Finanzmarktrecht,Stiftungs- und Trustrecht, Private Banking und InternationalAsset Management.Gemeinsam mit der Universität Liechtenstein führt dieLiechtensteinische Landesbank die Fachtagung «Finanz-Perspektiven» durch, die aktuelle Finanz- und Wirtschaftsthemenin den Mittelpunkt stellt. 2011 ging es um Entwicklungender betrieblichen Altersvorsorge. Rund ein Drittelunserer Bildungsinvestitionen fliesst in berufsbegleitendeWeiterbildung.Geschäftslage i Mitarbeitende


DiversityAus Erfahrung wissen wir: Gemischte Teams sind wirtschaftlicherfolgreicher. Auch wenn wir kein spezielles Diversity-Förderprogramm anbieten, ist bei uns die Zusammenarbeitverschiedener Nationalitäten seit vielen Jahren Alltag. ZahlreicheFachkräfte pendeln täglich aus der Ostschweiz, demösterreichischen Bundesland Vorarlberg und Süddeutschlandzu ihrem Arbeitsplatz bei der Liechtensteinischen Landesbank.Wir streben nach Wertschätzung für alle Mitarbeitenden,gleich welcher Nationalität, welchen Alters, Geschlechts etc.Als internationales Unternehmen sind wir auf Märkten inEuropa sowie im Nahen und Mittleren Osten aufgestellt. Ineiner zunehmend globalisierten Welt achten wir darauf, unserenKundenstamm in unseren Mitarbeitenden widerzuspiegeln.Der Frauenanteil ist bei uns mit 47 Prozent relativ hoch,in Führungspositionen jedoch ist das weibliche Geschlechtnoch untervertreten. Angesichts des demografischen Wandelsund immer mehr gut ausgebildeter Frauen dürfte hier in dennächsten Jahren einiges in Bewegung kommen. Das gilt auchfür ältere Mitarbeitende, die garantieren, dass Know-howweiterfliesst. Das Prinzip der Chancengleichheit ist in unsererUnternehmenskultur verankert. Die LLB-Gruppe beschäftigtMenschen aus 30 Nationen.VergütungUm qualifizierte Mitarbeitende in der Unternehmensgruppezu halten und neue Fachkräfte zu gewinnen, achten wir auf einewettbewerbsfähige und leistungsgerechte Entlohnung. DieVergütungsstruktur orientiert sich an den in der Bankenbrancheüblichen Marktwerten. Frauen und Männer erhalten bei gleicherPosition und Leistung dieselbe Gehaltseinstufung.Vor dem Hintergrund des schwierigen wirtschaftlichen Umfeldssowie angesichts der Auswirkungen der Finanz- und Wirtschaftskrisehat sich die LLB-Gruppe verstärkte Sparmassnahmenverordnet. Dennoch hat die Geschäftsleitung die Lohnsummeper 1. Juli 2011 um 1.5 Prozent angehoben. Der Grossteilder Mitarbeitenden der Liechtensteinischen Landesbankerhielt eine Lohnerhöhung – eine Anerkennung für den aussergewöhnlichenEinsatz bei der Implementierung von Avaloq.In den Jahren 2009 und 2010 hatte es Lohnanpassungen lediglichin begrenztem Rahmen gegeben.Die Entlohnung setzt sich aus drei Komponenten zusammen:dem Grundgehalt, einer variablen, von den Ergebnissender Unternehmensgruppe abhängigen Erfolgsbeteiligungsowie Zusatzleistungen. Einmal pro Jahr wird die Höhe desGrundgehalts überprüft. Änderungen werden dann vorgenommen,wenn die Vergütung eines Mitarbeitenden im Hinblickauf seine Funktion, Erfahrung, Fähigkeit und Leistung nichtangemessen ist.Gemeinsam mit dem Stab Group Human Resources befasstsich die ANV unter anderem mit der Weiterentwicklung desbetrieblichen Gesundheitsmanagements und vertritt die Mitarbeitendenin der Parkplatzkommission. Die ANV setzt sichzusammen aus Vertretern der Geschäftseinheiten und derGruppenstäbe.AusblickDie Banken- und Finanzwelt unterliegt einem permanentenWandel. Unser professionelles Personalmanagement achtetdarauf, mit den Veränderungen Schritt zu halten: um die LLB-Gruppe weiterhin als attraktive Arbeitgeberin zu positionieren,um die richtigen Mitarbeitenden für die Herausforderungenvon morgen auszuwählen und zu binden, um mit gezielter Personalentwicklungfür stetig neuen Schwung im Unternehmenzu sorgen. Einerseits müssen wir unser Mitarbeiterportfolioan die jeweiligen Marktbedingungen anpassen, andererseitsdürfen wir langfristige Tendenzen nicht aus dem Blick verlieren.Mit geeigneten Instrumenten trägt unsere Personalabteilungdazu bei, die Umsetzung der Unternehmensstrategie zu sichern.2012 sollen mit optimierten Managementprozessen sowiedurch Mitarbeiterförderung Kompetenz und Performance erhöhtwerden. Und damit sich Leistung für unsere Mitarbeitendenauszahlt, wird ein neues transparentes Vergütungssystemgeschaffen. Um Zeit und Ressourcen einzusparen, soll die Personalverwaltungbei der Liechtensteinischen Landesbank weiterautomatisiert werden.Unser Leitsatz lautet: «Fordern und fördern.» Diese leistungsorientierteKultur werden wir 2012 verstärken. Dazuwerden wir die Selbstverantwortung unserer Mitarbeitendensteigern sowie ihre Leistungen und ihr Potenzial mit den zukünftigenBedürfnissen der Unternehmensgruppe vergleichen.Gut ausgebildete Kundenberater für die individuelle Betreuungvon Privatkunden sind heute ein entscheidender Wettbewerbsfaktor,weshalb wir mit noch intensiveren Trainingsin deren Qualifikation investieren. Ebenso entscheidend ist dieEntwicklung von Führungskräften. Diese müssen trotz wachsenderKomplexität und Geschwindigkeit der Business-Prozesseangesichts des erhöhten Wettbewerbsdrucks globaler Märkteimmer schneller mit neuen Wirtschaftsfaktoren umgehen.Unternehmens- und Managerentwicklung werden künftig inder LLB-Gruppe verzahnt. Es sind Mitgestalter gefragt, dieverstärkt auf den gezielten Ausbau von Potenzialen und auf dieWerte der Mitarbeitenden fokussieren.ArbeitnehmervertretungEines unserer Ziele besteht darin, eine verantwortungsvolleund faire Arbeitgeberin zu sein. Seit 1999 pflegt eine betriebsinterneArbeitnehmervertretung (ANV) des Stammhauseseinen aktiven Dialog zu den Kolleginnen und Kollegen einerseitsund zur Unternehmensleitung andererseits. Die ANV hateine Scharnierfunktion, die in Zukunft an Bedeutung gewinnenwird. Sie wird das Mitsprache- und Informationsrecht nutzen,um sich für die Interessen der Mitarbeitenden einzusetzen unddie Geschäftsleitung bei der Planung von Massnahmen zu unterstützen.


Regulatorische Vorgabenund Entwicklungen5455Der Verlauf der Weltwirtschaft sowie dieregulatorischen Veränderungen nach der globalenFinanz- und Wirtschaftskrise werdenden Bankenplatz Liechtenstein weiterhin starkbeeinflussen. Das dynamische Umfeld lässtauf eine anspruchsvolle Zukunft schliessen.Als langfristig denkendes Unternehmen setzenwir uns vorausschauend mit den Herausforderungenauseinander.Internationale StandardsSteuerinformationsabkommenLiechtenstein will sein Profil als professionelles Zentrum fürinternational ausgerichtete, innovative und nachhaltige Bankgeschäftestärken. Das setzt auf regulatorischer Seite voraus,dass die Standortattraktivität gewahrt und stabile Rahmenbedingungensichergestellt bleiben. Liechtenstein kann sich vorallem auf seine traditionellen Werte wie die gesamtwirtschaftlicheund politische Stabilität, das hohe Ausbildungsniveauund die über Jahre gewachsene Positionierung im Private Bankingverlassen.Im Kerngeschäft, dem grenzüberschreitenden Private Banking,ist der Bankenplatz von den verschärften internationalenAuflagen betroffen. Politik und Marktteilnehmer handeln entsprechend,um Unsicherheiten zu verringern. Mit der «Liechtenstein-Erklärung»vom 12. März 2009 bekennt sich das Land zumglobalen OECD-Standard in der Amtshilfe bei Steuerdelikten.Mit zwei Dutzend Ländern hat Liechtenstein bis Ende 2011Steuerinformationsaustausch-Abkommen (TIEA) oder Doppelbesteuerungsabkommen(DBA) zur grenzüberschreitendenAmtshilfe nach den Regeln der OECD abgeschlossen. Darunterfällt auch ein im November 2011 unterzeichnetes DBA mit derBundesrepublik Deutschland. Damit besteht gegenseitigeRechts-, Planungs- und Investitionssicherheit. Bereits 2009hatten Liechtenstein und Grossbritannien ein Steuerabkommenvereinbart, das bis Anfang 2015 ein befristetes Offenlegungsprogrammfür UK-Steuerpflichtige regelt. Das Bankgeheimnisbleibt auch nach der Übernahme der OECD-Standardsbestehen.Um den stetigen Veränderungen in der Steuergesetzgebungder Zielmärkte zu begegnen, hat die LiechtensteinischeLandesbank im Oktober 2011 ein «Kompetenzzentrum Steuern»geschaffen. Interne Informationsplattformen liefern denMitarbeitenden wichtige Angaben zu den Steuersystemender LLB-Kernmärkte.Geschäftslage i Regulatorische Vorgaben und EntwicklungenCross Border BankingFinanzinstitute sind gefordert, umfassende Massnahmenzu treffen, um die Einhaltung des ausländischen Rechts zu gewährleisten.Dazu gehört, Rechts- und Reputationsrisiken zuerfassen, zu begrenzen und zu überwachen. Vor diesem Hintergrunderliessen die Banken der LLB-Gruppe – LLB Vaduz, LLBSchweiz, LLB Österreich und Bank Linth LLB AG – länderspezifischeVerhaltensanweisungen für die Mitarbeitenden. An denStandorten Vaduz, Zürich, Wien, Dubai, Lugano und Genf fandenSchulungen zum Cross Border Banking statt.Die Liechtensteiner und Schweizer Banken räumen der Umsetzungund Einhaltung der Vorgaben zum Cross Border Bankingvorrangiges Interesse ein. Dies gilt ebenso für die AufsichtsbehördenFINMA (Schweiz) und FMA (Liechtenstein), die Prüfungendurchgeführt und angekündigt haben. Die Vorgabentragen dazu bei, dass die LLB-Gruppe die Qualität ihrer Dienstleistungenund Aktivitäten weiter steigert. Zudem schaffen wirmehr Rechtssicherheit für Kunden, Bank und Mitarbeitende.


Grosser Mehraufwand durch FATCADas US-Gesetz Foreign Account Tax Compliance Act (FATCA)verpflichtet Finanzinstitute weltweit vertraglich, ihre US-Kunden zu identifizieren und deren Vermögen und Erträge derBundessteuerbehörde der Vereinigten Staaten (Internal RevenueService, IRS) offenzulegen. Die Informationen gehenüber die geltenden Bestimmungen des Qualified IntermediaryRegime (QI) hinaus. Das US-Finanzministerium und die US-Steuerbehörde haben die Einführung des Gesetzes auf 1. Januar2014 verschoben: Für Sommer 2012 ist die Veröffentlichungder endgültigen FATCA-Richtlinie sowie der FATCA-Verträgevorgesehen. Am 1. Januar 2013 führt der IRS ein elektronischesAntragsverfahren für den Status Foreign Financial Institution(FFI) ein. Anträge, die bis zum 30. Juni 2013 eingehen, erhaltenper 1. Juli 2013 einen Status als Participating FFI (PFFI).FATCA stellt Finanzinstitute mit US-Kunden vor einen grossenadministrativen Aufwand. Die LLB-Gruppe plant, mit derUS-Steuerbehörde einen FATCA-Vertrag abzuschliessen. Mitdiesem verpflichtet sie sich, die in der Gruppe geführten Kontenvon US-Personen und US-beherrschten ausländischen Rechtsträgernautomatisch zu melden. Institute, die nicht kooperieren,müssen eine Quellensteuer in Höhe von 30 Prozent auf alleZahlungen aus US-Quellen (Withholding Payments) leisten.Herausforderung AbgeltungssteuerabkommenIm Herbst 2011 haben die Schweiz und die BundesrepublikDeutschland sowie die Schweiz und Grossbritannien neueSteuerabkommen unterzeichnet. Ziel ist, die Abkommen am1. Januar 2013 in Kraft zu setzen. Zur Nachbesteuerung bestehenderBankbeziehungen sollen Kunden die Möglichkeit haben,anonym eine pauschal bemessene Steuer zu entrichten oderihre Konten offenzulegen. Künftige Kapitalerträge und -gewinnesollen über eine Abgeltungssteuer erfasst werden, eine Quellensteuer,nach deren Bezahlung die Steuerpflicht gegenüber demWohnsitzland erfüllt ist. Kunden können ihre Vermögen regularisierenund die Banken ihre Treuepflicht gegenüber langjährigenKunden wahren.Liechtenstein beabsichtigt, mit Deutschland ein dem mitder Schweiz gleichwertiges Abkommen auszuhandeln, daszum selben Zeitpunkt in Kraft tritt, damit zwischen den beidenFinanzplätzen kein Regelungsgefälle entsteht.Regulatorisches UmfeldEigenkapital und AnlegerschutzNach der Finanzkrise einigten sich die wichtigsten Industriestaatenund Schwellenländer auf Reformen, um die Stabilitätdes Finanzsystems zu erhöhen. Zum Beispiel müssen bis 1. Januar2013 die neuen Basel-III-Regeln für die Ausgestaltung desEigenkapitals in nationales Recht überführt werden. Die LiechtensteinischeLandesbank hat diese Basler Eigenmittel- undLiquiditätsvorschriften bereits weitgehend umgesetzt.Die Anstrengungen der Europäischen Union wirken sichdirekt auf das EWR-Land Liechtenstein aus. Für das PrivateBanking und das Privatkundengeschäft ist der Einleger- undKonsumentenschutz bedeutsam. Zur Sicherung der Einlagenund Anlagen besteht in Liechtenstein eine EinlagensicherungsundAnlegerschutz-Stiftung des Liechtensteinischen Bankenverbandes(EAS). Damit sind Einlagen von privaten Kunden biszu einer Höhe von CHF 100'000.– gesichert. Die LLB ist zudemdie einzige Liechtensteiner Bank, die über eine Staatsgarantieauf Spareinlagen und Kassenobligationen verfügt. Die Garantieist in Art. 5 des Gesetzes vom 21. Oktober 1992 über dieLiechtensteinische Landesbank verankert.Darüber hinaus entspricht die Rechtslage in Liechtensteinden internationalen regulatorischen Anforderungen der EU, diedarauf abzielen, die Integrität und Transparenz des Finanzsystemssowie den Anlegerschutz im europäischen Finanzmarktzu verbessern. Am 1. November 2007 hat der Bankenplatz dieRichtlinie Markets in Financial Instruments Directive (MiFID)umgesetzt. Inzwischen arbeitet die EU-Kommission Vorschlägefür eine weitergehende Regulierung von Finanzmärkten undWertpapierdienstleistungen aus. MiFID II ist Teil einer umfassendeneuropäischen Regulierungsagenda im Finanzsektor. Hierzugehören auch beabsichtigte Marktinfrastruktur- und Marktablaufregulierungen:European Market Infrastructure Regulation(EMIR) und Market Abuse Regulation (MAR). Die LiechtensteinischeLandesbank verfolgt die Entwicklung aufmerksam.Verbesserungen für EU-FondsAls einer der grössten Fondsanbieter in Liechtenstein befasstsich die LLB-Gruppe laufend mit der Wettbewerbssituation inEuropa. Seit 1. August 2011 sind das Gesetz über bestimmteOrganismen für gemeinsame Anlagen in Wertpapieren (UCITSG;UCITS: Undertakings for Collective Investment in TransferableSecurities) und die dazugehörige Verordnung in Kraft, die neueRegelungen für in der EU vertriebene Fonds beinhalten. Dieserhöht den Investorenschutz, reduziert administrative Hürdenund steigert die Effizienz des grenzüberschreitenden Vertriebs.Fondsanbieter profitieren von einer beschleunigten «time tomarket», wesentlich kürzeren Genehmigungsfristen und einemstandardisierten Zulassungsprozess. Zudem erlaubt der EU-Pass Verwaltungsgesellschaften, Fonds im ganzen europäischenWirtschaftsraum (EWR) aufzulegen, ohne dass sie Niederlassungenin einzelnen Ländern gründen müssen.Die LLB Fund Services AG kann in einem vereinfachtenNotifikationsverfahren auch Fonds verwalten und vermarkten,die dem Recht eines anderen EU/EWR-Mitgliedstaates unterliegen.Neu wird der vereinfachte Prospekt durch ein Key InvestorInformation Document (KIID) ersetzt. Vermutlich bereits2012 verabschiedet die EU mit UCITS V neue Bestimmungenzu den Rechten und Verantwortlichkeiten von Depotbanken.Bis Juli 2013 muss die Richtlinie für Alternative InvestmentFund Managers (AIFM) in nationales Recht umgesetzt sein.Ziel der Richtlinie ist unter anderem die Reglementierung vonPrivate Equity Funds und Hedge Funds, aber auch von nichtharmonisierten,also Non-UCITS-Fonds, die sich an professionelleAnleger, institutionelle Investoren und vermögendePrivatpersonen richten. Verwaltungsgesellschaften von Non-UCITS-Fonds müssen zukünftig erhöhte Anforderungen bezüglichRisikomanagement und Compliance erfüllen. UCITS-IV-konforme Verwaltungsgesellschaften entsprechen bereitshohen organisatorischen Anforderungen. Die Anpassungendürften sich als unproblematisch erweisen.Neue FATF-EmpfehlungenDie Financial Action Task Force (FATF) hat im Februar 2012einige ihrer Empfehlungen zur Bekämpfung der Geldwäschereiund Terrorismusfinanzierung (40 Empfehlungen plus 9 Spezialempfehlungen)neu formuliert. Ein Punkt ist: Schwere Steuerdeliktewerden künftig als Vortaten zur Geldwäscherei gelten.Damit sind Finanzintermediäre bei entsprechenden Verdachtsmomentenverpflichtet, dies der nationalen Geldwäscherei-Meldestelle mitzuteilen. Im zweiten Halbjahr 2012 steht fürLiechtenstein eine Länderprüfung durch Moneyval, den Expertenausschussdes Europarates, an. Im Zuge dieses Assessmentswerden Experten des Internationalen Währungsfonds (IWF)die Umsetzung der FATF-Empfehlungen überprüfen.


Soziale undökologische Verantwortung5657Wir bekennen uns zu einer nachhaltigen Unternehmensführung.Wirtschaftliches Handelnheisst für uns immer auch, gesellschaftlicheund ökologische Aspekte einzubeziehen. ImMittelpunkt des betrieblichen Umweltschutzessteht die Optimierung des Ressourcenverbrauchs.Mit der Gründung der «Zukunftsstiftungder Liechtensteinischen Landesbank AG»haben wir ein weiteres Zeichen sozialer Verantwortunggesetzt.Unternehmerisches HandelnDie Liechtensteinische Landesbank ist seit anderthalb Jahrhundertentief verwurzelt im Land Liechtenstein. Sie bewährtsich als verlässliche Partnerin der Menschen und der Wirtschaft.Den Gleichklang zwischen Ökonomie und sozialer Verantwortungherzustellen, gehört seit der Gründung 1861 zuunseren Zielen und ist auch Teil unseres gesetzlichen Auftrags.Zugleich wird die Ökologie immer wichtiger. Wir sensibilisierenunsere Mitarbeitenden, täglich ihren Beitrag zu leisten, umdas nachhaltige unternehmerische Handeln der LLB in den Zielmärktenzu verankern.Ein angemessenes Risikomanagement gehört zum Selbstverständnisder LLB-Gruppe. 2011 hat die LiechtensteinischeLandesbank eine neue Risikomanagement-Organisation aufgebautund die Rolle des Chief Financial Officer aufgewertet.Mit derselben Konsequenz wird die Unternehmenskulturgelebt. Qualität und Transparenz, Leistung und Verantwortungbestimmen den hohen Gütegrad der Corporate Governance,die der Verwaltungsrat stetig weiterentwickelt. Die guten Beziehungenzu unseren Mitarbeitenden und Geschäftspartnernsowie unser Engagement für Umwelt und Gesellschaft sindTeil der Unternehmensstrategie.Rechtliche Grundlage für die nachhaltige Geschäftstätigkeitder an der SIX Swiss Exchange kotierten LLB-Gruppe ist dieBeteiligungsstrategie der Regierung des Fürstentums Liechtensteinvom 22. November 2011. Mit ihr werden die Anforderungengemäss Corporate-Governance-Gesetz von 2010 erfüllt.Das Land als Mehrheitsaktionär bekennt sich zur Börsenkotierungund zur unternehmerischen Autonomie des Verwaltungsrates.Der volkswirtschaftliche Beitrag – Dividendenund direkte Steuern – der Liechtensteinischen Landesbankbelief sich 2011 auf CHF 87.0 Mio.Zukunftsstiftung«150 Jahre Zukunft» – dieser Leitsatz zum 150-Jahr-Jubiläumder Liechtensteinischen Landesbank 2011 bezieht sich sowohlauf Generationen in der Vergangenheit als auch in der Zukunft.Unsere Nachkommen werden uns daran messen, ob wir inder Gegenwart unserer Verantwortung gerecht werden. Mitder Gründung der «Zukunftsstiftung der LiechtensteinischenLandesbank AG» hat die LLB dazu ein Zeichen gesetzt. DieStiftung gehört zum Netzwerk der Vereinigung liechtensteinischergemeinnütziger Stiftungen. Ziel der Vereinigung ist,den Gedanken unternehmerischer Philanthropie zu fördern.Die Zukunftsstiftung der LLB unterstützt Aktivitäten, diewesentlich mithelfen, den kommenden Generationen einemöglichst intakte Umwelt sowie stabile soziale Verhältnissezu hinterlassen. Begünstigt werden können Personen undprivate Organisationen, die mit ihren innovativen Projektendiesen Anspruch erfüllen. Die Stiftung kann zudem einen Zukunftspreisvergeben, der bereits Geleistetes würdigt undAnsporn für die Weiterführung des ausgezeichneten Engagementssein soll. Das Stiftungskapital von CHF 30'000.– wurdevon den Aktionärinnen und Aktionären im Rahmen der Generalversammlungvom Mai 2011 um CHF 3 Mio. erhöht.Geschäftslage i Soziale und ökologische Verantwortung


Nachhaltige ProdukteDie LLB setzt sich ausdrücklich mit Zukunftsthemen auseinander.Wir sind Partner der LIFE Klimastiftung Liechtenstein, derenZiel es ist, Impulse für die Entwicklung und Förderung von marktwirtschaftlichenInstrumenten im Bereich des Klimaschutzeszu geben. Überdies fungieren wir als Depotbank des erstenliechtensteinischen Mikrofinanz-Fonds, des EMF MicrofinanceFund AGmvk, und unterstützen die Center for Social and SustainableProducts AG in Vaduz.Als Teil des komplexen Systems Umwelt ist der Energieverbrauchvon Gebäuden ein wichtiger Aspekt. Die LLB bietet fürden nachhaltigen Umgang mit Ressourcen Öko- und Renovationshypothekenan und fördert so Investitionen für Neubauten,die das Prädikat Minergiehaus oder Passivhaus tragen odervergleichbare Alternativenergie-Standards erfüllen. Die Verantwortungfür zukünftige Generationen spiegelt sich zudem inunseren Produkten rund um die Finanz- und Nachlassplanungwider.«Grünes» RechenzentrumKünftige Massstäbe für die Region Rheintal setzt die LiechtensteinischeLandesbank mit dem Bau der neuen Geschäftsstellein Eschen (FL). Das Gebäude entspricht dem Minergie-Standard,das angeschlossene Data Center ist ein Bekenntnis zu «GreenIT». Die Energiedichte und damit der Kühlungsbedarf steigenin Rechenzentren stetig an, Energieeffizienz ist deshalb entscheidend.Um diese zu erhöhen wurden alle Bauelemente vonder Konstruktion über die Isolierung bis zur Gestaltung desGebäudes sorgfältig aufeinander abgestimmt. Der Aufbau desneuen LLB-Rechenzentrums erlaubt die gezielte Verwendungnur einzelner Module. Server und Kühlelemente sind so angeordnet,dass allein der Rechner gekühlt wird und nicht der kompletteRaum. Das System nutzt die Aussentemperatur, sodassbei unter 17 Grad Celsius keine zusätzliche technische Kühlungnotwendig ist. Die Abwärme dient dazu, die Geschäftsstellezu beheizen. IBM Schweiz bescheinigt dem neuen «grünen»Rechenzentrum Modellcharakter.Seit der Einführung des Mobilitätsmanagements im Januar2010 kommen wir stetig voran, auch wenn die Anzahl der vergütetenLBA-Abonnements um 10 Prozent gesunken ist. Dieslässt sich damit erklären, dass die Zahl der Mitarbeitenden,die aus der Ostschweiz und aus Zürich zupendeln, gestiegenund die der Mitarbeitenden, die in Liechtenstein leben, gesunkenist.Neu planen wir, die Summe der zurückgelegten Dienstreisekilometerzu reduzieren, indem wir technische Alternativenwie Telefon- und Videokonferenzen weiter ausbauen. Ausserdemfordern wir unsere Mitarbeitenden auf, Dienstreisenwenn immer möglich mit öffentlichen Verkehrsmitteln zuunternehmen.BetriebsökologieStromverbrauchEinsparungen beim Energieverbrauch bergen nicht nur ökologisches,sondern auch ökonomisches Potenzial. Der Neubauin Eschen, der Ende 2012 eröffnet wird, ist auf Energieeffizienzausgelegt und somit ein grosser Wirkhebel. 2011 hat dieLiechtensteinische Landesbank am Hauptstandort 816'779 Kilowattstundenan Heizenergie verbraucht, 2010 waren es noch1'076'644 Kilowattstunden. Und auch beim Stromverbrauchist die Tendenz weiter sinkend: 2011 hat die LLB am StandortLiechtenstein 4'217'619 Kilowattstunden Strom bezogen,das sind 8 Prozent weniger als im Vorjahr. Am Hauptsitz gehtder Stromverbrauch seit Inbetriebnahme der neuen BankensoftwareAvaloq wieder leicht um 1.3 Prozent auf 1'609'510Kilowattstunden zurück, nach einem sprunghaften Anstieg inder Implementierungsphase. Unsere Zentralgebäude sind fürden Grossteil des Energieverbrauchs verantwortlich. Mit Fotovoltaikanlagenauf drei Bürogebäuden (Hauptsitz, Haus WuhrOst, Haus Engel) erzeugen wir einen Teil unserer elektrischenEnergie umweltschonend. 2011 haben die Anlagen 10'642 Kilowattstundenproduziert, was gegenüber 2010 einer Zunahmevon 26 Prozent entspricht.MobilitätsmanagementWeil Ökologie und Ökonomie untrennbar miteinander verbundensind, arbeitet die LLB-Gruppe daran, den ökologischenFussabdruck auch über organisatorische Massnahmen zu verkleinern.So motivieren wir unsere Mitarbeitenden durch Informationen,für den Arbeitsweg nach Möglichkeit auf das Autozu verzichten, Fahrgemeinschaften zu bilden oder auf umweltfreundlicheresowie Kosten sparende Alternativen umzusteigen.Unser umfassendes Mobilitätsmanagement besteht ausverschiedenen Bausteinen. Es beinhaltet ein abgestuftes Gebührensystemfür Mitarbeiterparkplätze. Zudem übernimmtdie LLB die Kosten für das Jahresabonnement der LiechtensteinBus Anstalt (LBA). Mitarbeitende, die ausserhalb des LBA-Einzugsgebieteswohnen, erhalten Zuschüsse für die Benutzungder öffentlichen Verkehrsmittel in der Region. Wir regen an, fürSitzungen und Veranstaltungen in Liechtenstein auf den Busoder auf unsere Firmenfahrräder umzusteigen.Zudem bieten wir ein Mobility-Carsharing an, wobei dieAutos geschäftlich wie privat zur Verfügung stehen. Dass unsereMitarbeitenden punktuell auf ein Auto zurückgreifen können,erhöht ihre Mobilität, spart zugleich aber Abstellplätzeund hilft die Zahl der Autokäufe sowie den CO ²-Ausstoss zureduzieren. Seit 2011 teilen wir unsere beiden Mobility-Carsmit der liechtensteinischen Landesverwaltung. Der neue Standortim Vaduzer Zentrum ist attraktiver, zugleich bieten wirdie Dienstleistung deutlich mehr Interessierten an und sparendamit Kosten.Strom von Fotovoltaikanlagen2007– 2011, in Kilowattstunden201110'6422010200920088'4789'1248'9532007 9'1763'000 6'000 9'000 12'000 15'000Stromverbrauch2007– 2011, in Kilowattstunden20114'217'61920102009200820075'175'3655'365'4694'847'0984'694'9241'000'000 2'000'000 3'000'000 4'000'000 5'000'000 6'000'000


Papierverbrauch2011 war das UNO-Jahr des Waldes. Die europäischen Regionen,in denen wir mit Standorten vertreten sind – Liechtenstein,Schweiz und Österreich –, halten sich an die Grundsätzeder sozial- und umweltgerechten Waldwirtschaft. Weil nichtnur die Quantität des Papiers zählt, das ein Unternehmen verbraucht,sondern auch die Qualität, benutzt die LLB-Gruppefür Broschüren, die monatlich oder quartalsweise in grosserStückzahl erscheinen, ausschliesslich Papier mit dem weltweitgültigen FSC-Label aus nachhaltiger Waldwirtschaft. Danebenachten wir darauf, den Papierverbrauch laufend zu reduzieren.So weisen wir unsere Kunden darauf hin, dass zahlreiche Broschürenund Dokumente als PDF-Dateien auf unserer Websiteabrufbar sind. Immer mehr Kunden – zurzeit sind es 26.5 Prozent– erledigen Zahlungen und Börsenaufträge mit unseremLLB iBanking. Über das elektronische Postfach stehen alle Belegeonline zur Verfügung.5859Papierverbrauch2007– 2011, in Tonnen20112010200984.1888.5696.062008117.55200797.4220 40 60 80 100 120AbfallAbfallmanagement heisst bei der LLB-Gruppe: vermeiden,verwerten, sachgerecht entsorgen. Zur Trennung und Entsorgungvon Papier, Glas-, und PET-Flaschen sowie für Spezialabfällestehen in allen Gebäuden Sammelstellen zur Verfügung.Abfallstatistik2007– 2011, in Tonnen2011108.72010102.9Geschäftslage i Soziale und ökologische Verantwortung200920082007115.9116.7119.420 40 60 80 100 120 140


Corporate GovernanceDurch unsere Corporate Governance stellen wireine verantwortungsbewusste und transparenteLeitung sowie Kontrolle der LLB-Gruppe sicher.Wesentliche Grundlagen sind die Richtlinie derSIX Swiss Exchange zur Corporate Governance,das liechtensteinische Öffentliche-Unternehmen-Steuerungs-Gesetz (ÖUSG) und das Gesetz überdie Liechtensteinische Landesbank. 2011 hat dieRegierung für die LLB eine Beteiligungsstrategieerlassen.Hauptaktionär Land LiechtensteinDas Gesetz über die Steuerung und Überwachung öffentlicherUnternehmen, das am 1. Januar 2010 in Kraft trat, verpflichtetdie liechtensteinische Regierung zum Erlass einer sogenanntenBeteiligungsstrategie für die Beteiligung des Landes an derLiechtensteinischen Landesbank AG. Am 22. November 2011hat die Regierung, als Vertreterin des Hauptaktionärs, desLandes Liechtenstein, diese Strategie verabschiedet. Die Beteiligungsstrategiedefiniert, wie das Land mit seiner Mehrheitsbeteiligungan der Liechtensteinischen Landesbank AG mittelundlangfristig umzugehen plant, und bietet dadurch auch denMinderheitsaktionären Planungssicherheit.Die Regierung bekennt sich zur Börsenkotierung der LLBund hält an ihrer Mehrheitsbeteiligung von mindestens 51 Prozentfest. Bei der Generalversammlung vertritt sie im Rahmender aktienrechtlichen Kompetenzen die Interessen des Landes.Sie berücksichtigt die unternehmerische Autonomie sowiedie Rechte und Pflichten, die sich aus der Börsenkotierung ergeben.Zugleich respektiert sie als Aktionärin die Entscheidungsfreiheitdes Verwaltungsrates hinsichtlich Unternehmensstrategieund Unternehmenspolitik. Gestützt auf Art. 15 desCorporate-Governance-Gesetzes wurde die Beteiligungsstrategienach Rücksprache mit dem Verwaltungsrat der LLB festgelegt.Als Unternehmensgruppe, die sich teilweise in öffentlicherHand befindet, sich aber gleichzeitig den Regeln desMarktes und dem Wettbewerb stellen muss, entwickeln wirunsere Corporate Governance kontinuierlich weiter.GrundlagenZu den Kennzeichen unserer verantwortungsbewussten undan langfristiger Wertschöpfung ausgerichteten Unternehmensführunggehören gute Beziehungen zu den Aktionären, dieeffiziente Zusammenarbeit von Geschäftsleitung und Verwaltungsrat,ein erfolgsorientiertes Vergütungssystem sowieeine transparente Rechnungslegung und Berichterstattung.Die Prinzipien und Regeln zur Corporate Governance sindin zwei Gesetzen niedergelegt: im Gesetz über die Steuerungund Überwachung öffentlicher Unternehmen (Öffentliche-Unternehmen-Steuerungs-Gesetz, ÖUSG) vom 19. November2009 und im Gesetz über die Liechtensteinische Landesbank(LLBG) vom 21. Oktober 1992. Zudem sind sie in den Statutenund der Geschäftsordnung der LLB festgehalten, die regelmässigüberprüft und bei Bedarf angepasst werden. Diese Dokumenteorientieren sich an den Leitlinien und Empfehlungendes «Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance»des Verbandes der Schweizer Unternehmen (economiesuisse).Seit Dezember 2010 führt der Verwaltungsrat der LLB-Gruppe das «Best Board Practice»-Label der SchweizerischenVereinigung für Qualitäts- und Management-Systeme (SQS)sowie der Liechtensteinischen Gesellschaft für Qualitätssicherungs-Zertifikate(LQS). Tätigkeit und Organisation desVerwaltungsrates verfügen über einen hohen Gütegrad.Der nachfolgende Corporate-Governance-Bericht erfüllt dieAnforderungen der seit 1. Juli 2002 geltenden «Richtlinie betreffendInformationen zur Corporate Governance» der Schweizer


Börse SIX Swiss Exchange sowie des per 20. September 2007aktualisierten Kommentars der SIX. Werden die in der Richtlinieverlangten Informationen im Anhang zur Jahresrechnungoffengelegt, wird auf die entsprechende Anmerkung im Anhangverwiesen.1 Konzernstruktur und Aktionariat1.1 Konzernstruktur1.1.1 Darstellung der operativen KonzernstrukturDie Liechtensteinische Landesbank ist eine Aktiengesellschaftnach liechtensteinischem Recht. Sie ist die Muttergesellschaftder LLB-Gruppe, die auf einer Stammhausstruktur basiert.Das vom Verwaltungsrat verabschiedete Gruppenreglement«Führung und Organisation der LLB-Gruppengesellschaften»sichert die einwandfreie Geschäftstätigkeit, die angemesseneOrganisation sowie die einheitliche Führung der LLB-Gruppe.Deren Handelnde sind der Gruppenverwaltungsrat und dieGruppenrevision, die Gruppenleitung, die Verwaltungsratsgremiender Gruppengesellschaften und das Group Service Center.Gruppenverwaltungsrat und Gruppenleitung bestehen inPersonalunion aus dem Verwaltungsrat beziehungsweise derGeschäftsleitung der LLB-Muttergesellschaft. Im Rahmen derim Gruppenreglement definierten Kompetenzen können dieLLB-Gruppenfunktionen auch Entscheidungen und Anordnungentreffen, die sowohl für das Stammhaus als auch für dieLLB-Gruppengesellschaften verbindlich sind – dies unter Beachtungdes für die einzelnen Gruppengesellschaften geltenden,lokal anwendbaren Rechts.Die Mitglieder der Geschäftsleitung der LiechtensteinischenLandesbank sind in den Verwaltungsräten der konsolidiertenGesellschaften vertreten. Als Verwaltungsratspräsident einerTochtergesellschaft fungiert entweder der Vorsitzende oder einMitglied der Geschäftsleitung der LLB. Ausnahmen bilden folgendeGesellschaften: Bank Linth LLB AG, swisspartners InvestmentNetwork AG, Jura Trust AG. Bei diesen hat – abgesehenvon der swisspartners Investment Network AG – ein Mitgliedder Geschäftsleitung der Liechtensteinischen Landesbankdas Vizepräsidium inne.Das Organigramm der LLB-Gruppe per 16. Januar 2012finden Sie auf den Seiten 16 bis 17, die detaillierte Segmentberichterstattungauf den Seiten 31 bis 46.1.1.2 Kotierte Gesellschaften,die zum Konsolidierungskreis gehörenDie Liechtensteinische Landesbank mit Hauptsitz in Vaduzist an der SIX Swiss Exchange kotiert. Die Börsenkapitalisierungbetrug per 31. Dezember 2011 CHF 1.3 Mia. (30'800'000 Inhaberaktienzu nominal CHF 5.– beim Jahresschlusskurs vonCHF 41.50).Die Bank Linth LLB AG mit Hauptsitz in Uznach, an der dieLiechtensteinische Landesbank eine Mehrheitsbeteiligungvon 74.2 Prozent hält, ist ebenfalls an der SIX Swiss Exchange,Segment «Local Caps», kotiert. Ihre Börsenkapitalisierung betrugper 31. Dezember 2011 CHF 359.2 Mio. (805'403 Namensaktienzu nominal CHF 20.– beim Jahresabschlusskurs vonCHF 446.–).6061Kotierte Gesellschaften,die zum Konsolidierungskreis gehörenBörsenkapitalisierungBeteiligungs- Valoren-Firma Sitz Ort der Kotierung (in Tausend CHF) quote (in %) nummer ISINLiechtensteinische Landesbank AG Vaduz SIX Swiss Exchange 1'278'200 3019524 LI0030195247Bank Linth LLB AG Uznach SIX Swiss Exchange 359'210 74.2 130775 CH00013077571.1.3 Nicht kotierte Gesellschaften,die zum Konsolidierungskreis gehörenDie Details zu den nicht kotierten, zum Konsolidierungskreisgehörenden Gesellschaften (Firma, Sitz, Tätigkeit, Aktienkapital,Beteiligungsquote) finden Sie im Anhang zur konsolidiertenJahresrechnung der LLB-Gruppe in der Tabelle «Konsolidierungskreis»auf den Seiten 139 bis 140.Dieser Anteil diente zur Sicherstellung der im April 2011 ausgelaufenenWandelanleihen in Höhe von CHF 270 Mio. DieAktien werden vorerst in den eigenen Büchern belassen.Die übrigen Inhaberaktien befanden sich im Streubesitz,wobei kein weiterer Aktionär über mehr als drei Prozent desAktienkapitals verfügte. Aktionärsbindungsverträge bestehenkeine.Geschäftslage i Corporate Governance1.2 Bedeutende AktionäreDas Land Liechtenstein ist Mehrheitsaktionär der LiechtensteinischenLandesbank. Gemäss Gesetz über die LiechtensteinischeLandesbank hält das Land kapital- und stimmenmässigmindestens 51 Prozent der Aktien. Diese sind unveräusserlich.Ende 2011 betrug der Anteil des Landes Liechtenstein anden Aktien der Liechtensteinischen Landesbank unverändert57.5 Prozent. Detaillierte Angaben zur Entwicklung dieses Anteilsfinden Sie unter www.llb.li/kapitalstruktur+staatsanteil.Die Thornburg Investment Management Inc. besass per 31. Dezember2011 insgesamt 1'377'064 LLB-Aktien, was einemAnteil von 4.5 Prozent entsprach. 0.1 Prozent entfielen aufdie Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung,während die LLB-Gruppe 7.7 Prozent der eigenen Aktien hielt.1.3 KreuzbeteiligungenZwischen der Liechtensteinischen Landesbank und derenTochtergesellschaften beziehungsweise Drittgesellschaftenbestehen keine Kreuzbeteiligungen.


2 Kapitalstruktur2.1 KapitalDas Aktienkapital der Liechtensteinischen Landesbank betrugper 31. Dezember 2011 CHF 154 Mio. (30'800'000 auf denInhaber lautende, voll einbezahlte Aktien im Nennwert vonCHF 5.–).2.2 Bedingtes und genehmigtes Kapital im BesonderenPer Bilanzstichtag bestanden kein bedingtes und kein genehmigtesKapital.2.4 Aktien und PartizipationsscheineDas Aktienkapital war per 31. Dezember 2011 eingeteilt in30'800'000 auf Inhaber lautende, voll einbezahlte Aktien imNennwert von CHF 5.–. Mit Ausnahme der LLB-Aktien, welchedie Liechtensteinische Landesbank und ihre Tochtergesellschaftenhalten (2'384'376 Stück), sind sämtliche Aktien dividendenberechtigt.Das dividendenberechtigte Kapital betrugdamit per 31. Dezember 2011 CHF 142.1 Mio. Grundsätzlichsind alle LLB-Aktien stimmberechtigt nach dem Prinzip «oneshare, one vote». Allerdings sind aufgrund der Vorschriftenüber den Erwerb eigener Aktien (Art. 306a ff. PGR) die von derLiechtensteinischen Landesbank und ihren Tochtergesellschaftengehaltenen LLB-Aktien vom Stimmrecht ausgenommen.Vorzugsrechte oder ähnliche Berechtigungen gibt esnicht. Werden neue Aktien ausgegeben, steht den Aktionärenein Bezugsrecht zu, gemäss welchem sie einen ihrem bisherigenAktienbesitz entsprechenden Teil der neuen Aktien übernehmenkönnen.Partizipationsscheine hat die Liechtensteinische Landesbankkeine ausgegeben.2.5 GenussscheineEs besteht kein Genussscheinkapital.2.3 KapitalveränderungenInformationen zu den Kapitalveränderungen der letzten dreiBerichtsjahre finden Sie in der Tabelle «Konsolidierte Eigenkapitalentwicklung»auf der Seite 83.2.6 Beschränkung der Übertragbarkeitund Nominee-EintragungenDie Liechtensteinische Landesbank hat ausschliesslich Inhaberaktienausgegeben. Diese sind unbeschränkt übertragbar.2.7 Wandelanleihen und OptionenDie Liechtensteinische Landesbank hatte am 12. April 2006eine Wandelanleihe über CHF 270 Mio. emittiert. Der Couponbetrug 1.65 Prozent pro Jahr, erstmals zahlbar am 12. April2007, der Wandelpreis CHF 117.75. Die Anleihe wurde im April2011 fällig. Es erfolgten keine Wandlungen.Weitere Angaben finden Sie im Anhang zur konsolidiertenJahresrechnung der LLB-Gruppe in der Tabelle «AusgegebeneSchuldtitel und Pfandbriefdarlehen» auf der Seite 126.Die Liechtensteinische Landesbank hat per 31. Dezember2011 keine Optionen auf eigenen Beteiligungstiteln ausstehend.3 Verwaltungsrat3.1 Mitgliedera) Name, Nationalität, Ausbildung und beruflicher HintergrundName Jahrgang Beruf NationalitätHans-Werner Gassner* 1958 Unternehmensberater und Wirtschaftsprüfer FLMarkus Foser** 1969 Unternehmensberater FLMarkus Büchel 1953 Personalleiter FLFelix R. Ehrat 1957 Rechtsanwalt / Group General Counsel CHIngrid Hassler-Gerner 1947 Vermögensverwalterin FLRoland Oehri 1968 Treuhänder FLKonrad Schnyder 1956 Unternehmer CH* Präsident** VizepräsidentLic. iur. Siegbert Lampert schied aufgrund der Amtsdauerbeschränkungnach neun Jahren aus dem Verwaltungsrat derLiechtensteinischen Landesbank aus. Die Generalversammlungvom 6. Mai 2011 wählte Dr. Felix R. Ehrat zum neuen Mitglied.


Hans-Werner GassnerFelix R. Ehrat6263Ausbildung:◆ Lizenziat der Wirtschaftswissenschaften an derHochschule St. Gallen, 1983◆ Eidg. dipl. Bücherexperte, 1988◆ Dr. oec. HSG, 1989◆ Swiss Banking School, 1996Beruflicher Hintergrund:◆ Wirtschaftsprüfer in der Neutra Treuhand-Gruppe,1984 – 1989◆ Leiter interne Revision der Liechtensteinischen Landesbank,1990 – 1998◆ Leiter Finanzen der Liechtensteinischen Landesbank,1998 – 2000◆ Partner der APG Wirtschaftsprüfung AG, Vaduz (vormalsGassner & Partner Wirtschaftsprüfung und Beratung AG,Balzers) seit April 2000◆ Inhaber des Adcom Treuunternehmen reg., Balzers,seit April 2000Markus FoserAusbildung:◆ Lizenziat der Wirtschaftswissenschaften an derUniversität Zürich, Richtung Wirtschaftsinformatik, 1996◆ Eidg. dipl. Finanzanalyst und Vermögensverwalter CEFA,2000Ausbildung:◆ Lizenziat der Rechtswissenschaften an der UniversitätZürich, 1982◆ Anwaltliche Zulassung, 1985◆ LL.M. in Business and Taxation-Transnational Practicean der McGeorge School of Law, Sacramento, Kalifornien,1986◆ Dr. iur., Universität Zürich, 1990Beruflicher Hintergrund:◆ Associate bei der Anwaltskanzlei Bär & Karrer,Zürich, 1987–1992◆ Partner bei Bär & Karrer, 1992–2000◆ Managing Partner bei Bär & Karrer, 2000–2003◆ Senior Partner und Vorsitzender der Geschäftsleitungbei Bär & Karrer, 2003–2011◆ Exekutiver Präsident des Verwaltungsrates beiBär & Karrer, 2007–2011◆ Group General Counsel der Novartis-Gruppe,Basel, seit 1. Oktober 2011Ingrid Hassler-GernerAusbildung:◆ Handelsdiplom, 1964◆ Hochschule Liechtenstein, Lehrgang nach PGR Art. 180a,2005 – 2006Beruflicher Hintergrund:◆ Aktienresearch und Fondsmanagement bei der LiechtensteinischenLandesbank, 1997 – 2002◆ Beratung von vorwiegend institutionellen Kunden mitderivativen und strukturierten Produkten bei der BankVontobel (Liechtenstein) AG, Vaduz, 2002 – 2003◆ Bereichsleiter Fund & Investment Services (AssetManagement) bei der swissfirst Bank (Liechtenstein) AG,Vaduz, 2004 – 2007◆ Mitglied der Geschäftsleitung der Banque Pasche(Liechtenstein) SA, Vaduz, verantwortlich für den BereichFund & Investment Services (Asset Management),2008 – 2009◆ Inhaber der MAFOS Consult Anstalt, Vaduz, seit 2009Beruflicher Hintergrund:◆ Leitung Asset Management und Research bei A.M.I.S.,Schaan, 1976 – 1989◆ Geschäftsführerin der Pan Portfolio AG, Schaanwald,seit 1989◆ Geschäftsführerin der PanFinanzPartner AG, Schaanwald,seit 2005Roland OehriAusbildung:◆ Kaufmännische Lehre, 1987◆ Betriebsökonom HWV, 1993◆ Liechtensteinische Treuhänderprüfung, 1998Geschäftslage i Corporate GovernanceMarkus BüchelAusbildung:◆ Lehre als Maschinenzeichner, 1969 – 1973◆ Abendhandelsschule Buchs, 1973 – 1974◆ Maschinenbau Dipl. Ing. FH, Abendtechnikum Vaduz,1974 – 1978Beruflicher Hintergrund:◆ Hilti AG, Schaan (verschiedene Funktionen im technischenBereich), 1973 – 1981◆ ThyssenKrupp Presta AG, Eschen, Entwicklung / Arbeitsvorbereitung(verschiedene Funktionen), 1981 – 1991◆ ThyssenKrupp Presta AG, Eschen, BereichsleiterTechnische Dienste, 1991 – 1995◆ ThyssenKrupp Presta AG, Eschen, Bereichsleiter Personalder Presta-Gruppe, seit 1995Beruflicher Hintergrund:◆ Anlageberater im Ressort Privatkunden Auslandbei der VP Bank AG, Vaduz, 1993 – 1999◆ Abteilungsleiter Privatkunden Auslandbei der VP Bank AG, Vaduz, 1999◆ Kundenberater Private Trust Bankingbei der VP Bank AG, Vaduz, 2000◆ Kundenberater und Leiter der Abteilung Intermediärebei der Bank Wegelin (Liechtenstein) AG, Vaduz, späterswissfirst Bank (Liechtenstein) AG, Vaduz, 2000 – 2003◆ Vizedirektor bei LOPAG Louis Oehri & Partner Trust reg.,Ruggell, 2004 – 2009◆ Partner und Geschäftsführer des Sequoia TreuhandTrust reg., Ruggell, seit 2006◆ Partner und Geschäftsführer der Sequoia CapitalManagement AG, Ruggell, seit 2007


Konrad SchnyderAusbildung:◆ Ausbildung zum Maschinenbauer, 1977◆ Technischer Kaufmann, 1979◆ SKU Schweizerischer Kurs für Unternehmensführung, 1992Beruflicher Hintergrund:◆ Inhaber, Vizepräsident und Delegierter des Verwaltungsratesder in der Sersa Group zusammengefassten Unternehmungen,seit 1985◆ Mitglied des Verwaltungsrates der Bank Linth LLB AG,Uznach, 1998 – 2008◆ Delegierter des Verwaltungsrates der Euroswitch AG,Pfäffikon / SZ, seit 2004◆ CEO Sersa Group Management AG, Pfäffikon / SZ, seit 2001b) Exekutive / nicht exekutive MitgliederSämtliche Mitglieder des Verwaltungsrates der LiechtensteinischenLandesbank sind nicht exekutive Mitglieder. GemässArt. 22 des liechtensteinischen Bankengesetzes in Verbindungmit Art. 10 des Gesetzes über die Liechtensteinische Landesbankmüssen die Oberleitung, Aufsicht und Kontrolle einerseitsund die Geschäftsleitung andererseits in den Händen verschiedenerOrgane sein. Kein Mitglied des Verwaltungsrates darf derGeschäftsleitung angehören.c) UnabhängigkeitAlle Mitglieder des Verwaltungsrates sind unabhängig imSinne der SIX-Richtlinie betreffend Informationen zur CorporateGovernance. Kein Mitglied des Verwaltungsrates gehörte2011 sowie in den drei vorausgehenden Geschäftsjahren derGeschäftsleitung der Liechtensteinischen Landesbank odereiner Konzerngesellschaft an. Kein Mitglied stand in wesentlichengeschäftlichen Beziehungen mit der LiechtensteinischenLandesbank oder einer Konzerngesellschaft. Laut Art. 12 desliechtensteinischen Gesetzes über die Steuerung und Überwachungöffentlicher Unternehmen müssen Verträge mit Mitgliederndes Verwaltungsrates schriftlich abgeschlossen werden.Sie bedürfen der Zustimmung des Verwaltungsrates, wobeidie gleichen Konditionen wie gegenüber Dritten gelten.3.2 Weitere wesentliche Tätigkeiten und InteressenbindungenDr. Felix R. Ehrat ist Präsident des Verwaltungsrates der GlobalanceBank AG, Zürich (seit Ende 2010), und Mitglied desVerwaltungsrates der Müller-Möhl Group, Zürich (seit 2003).Ingrid Hassler-Gerner ist seit 1. Januar 2010 Präsidentin desStiftungsrates der Pensionsversicherung für das Staatspersonal.Konrad Schnyder ist Präsident des Verwaltungsrates derRaility AG, Biel (seit 2006), Delegierter des Verwaltungsratesder Euroswitch AG in Pfäffikon/SZ (seit 2004), Verwaltungsratder Sustra Tiefbau + Strassen AG, Sursee (seit 1998), Verwaltungsratder Dedalus Holding AG, Sursee (seit 2005), Vizepräsidentder Vereinigung Schweizerischer Gleisbauunternehmer(VSG), Zürich (seit 2000), Präsident der Vereinigung SchweizerischerBahntechnikunternehmen (VSBTU), Baden (seit 2011),Delegierter der VSBTU bei der European Federation of RailwayTrackwork Contractors (EFRTC), Paris (seit 2007) sowiePräsident des Verwaltungsrates SCL Zürich AG, Unterägeri(seit Juli 2011).Ansonsten üben die Mitglieder des Verwaltungsrates keineTätigkeiten in Führungs- und Aufsichtsgremien bedeutenderliechtensteinischer, schweizerischer und ausländischer Körperschaften,Anstalten oder Stiftungen des privaten und des öffentlichenRechts aus. Sie nehmen auch keine dauernden LeitungsundBeraterfunktionen für wichtige liechtensteinische, schweizerischeoder ausländische Interessengruppen wahr undbekleiden weder amtliche Funktionen noch politische Ämter.3.3 Wahl und Amtszeit3.3.1 Grundsätze des WahlverfahrensGemäss Gesetz und Statuten gehören dem Verwaltungsratder Liechtensteinischen Landesbank fünf bis sieben Mitgliederan, die von der Generalversammlung jeweils einzeln gewähltwerden. Ihre Amtszeit dauert drei Jahre, wobei ein Jahr denZeitraum von einer ordentlichen Generalversammlung bis zurnächsten umfasst. Die Mitglieder sind zweimal wiederwählbar.In begründeten Fällen kann der Präsident des Verwaltungsratesnach Ablauf von drei Amtsperioden nochmals für eineausserordentliche Amtsdauer von höchstens zwei Jahren gewähltwerden. Den Präsidenten wählt die Generalversammlung,den Vizepräsidenten wählt der Verwaltungsrat aus seinerMitte. Die aus einer Ersatzwahl hervorgegangenen neuen Mitgliederdes Verwaltungsrates sind für die volle Amtsperiode vondrei Jahren gewählt. Die Generalversammlung kann Mitgliederdes Verwaltungsrates aus wichtigen Gründen abberufen. DieAltersgrenze für die Mitgliedschaft liegt bei 70 Jahren.Das Präsidium des Verwaltungsrates hat seit 2006 Dr. Hans-Werner Gassner inne, das Vizepräsidium seit 2009 Markus Foser,Protokollführer ist seit September 2009 Patrick Helg, LeiterGroup Internal Audit.3.3.2 Erstmalige Wahl und verbleibende AmtsdauerName Wahl durch Erstmalige Ernennung Gewählt bisHans-Werner Gassner Landtag 2006 2012Markus Foser Landtag 2009 2012Markus Büchel Landtag 2009 2012Felix R. Ehrat Generalversammlung 2011 2014Ingrid Hassler-Gerner Generalversammlung 2005 2014Roland Oehri Landtag 2009 2012Konrad Schnyder Generalversammlung 2008 2014Seit Mai 2010 wählt die Generalversammlung alle Mitglieder des Verwaltungsrates.Davor wurden vier Mitglieder vom Landtag und drei Mitglieder von der Generalversammlung gewählt.


3.4 Interne Organisation64653.4.1 Aufgabenteilung im VerwaltungsratName Funktion Mitgliedschaft in AusschüssenHans-Werner Gassner Präsident Nominierungs- und Entschädigungsausschuss*Strategieausschuss*Markus Foser Vizepräsident Group Audit & Risk CommitteeNominierungs- und EntschädigungsausschussStrategieausschussMarkus Büchel Mitglied Nominierungs- und EntschädigungsausschussFelix R. Ehrat Mitglied Group Audit & Risk CommitteeIngrid Hassler-Gerner Mitglied Group Audit & Risk CommitteeRoland Oehri Mitglied Group Audit & Risk Committee*Konrad Schnyder Mitglied Strategieausschuss* Vorsitz3.4.2 Personelle Zusammensetzung sämtlicher Verwaltungsratsauschüsse,deren Aufgaben und KompetenzregelungDer Verwaltungsrat kann einen Teil seiner Aufgaben an Ausschüssedelegieren. Zur Unterstützung hat er zwei ständigeAusschüsse eingesetzt: das Group Audit & Risk Committee sowieden Nominierungs- und Entschädigungsausschuss. Zudembesteht ein ad hoc gebildeter Strategieausschuss. DerVerwaltungsrat wählt aus seinem Kreis die Ausschussmitgliederund bestimmt die Vorsitzenden. Jeder Ausschuss setztsich aus mindestens drei Mitgliedern zusammen. Als vorbereitendeGremien befassen sie sich vertieft mit den ihnen zugewiesenenAufgaben, legen dem Verwaltungsrat die Ergebnisseihrer Arbeit vor und stellen Anträge, wenn Entscheidungengefällt werden müssen. Der Verwaltungsrat kann denAusschüssen Entscheidungskompetenzen übertragen, hataber von diesem Recht noch keinen Gebrauch gemacht. DieAusschüsse sind somit ausschliesslich beratend tätig.Die Ausschussmitglieder müssen über Fachkenntnisseverfügen, die dem übernommenen Aufgabenbereich entsprechen.Alle Mitglieder müssen unabhängig sein. Für die beidenständigen Ausschüsse hat der Verwaltungsrat separate Reglementeerlassen, in welchen die Aufgaben und Kompetenzabgrenzungenfestgelegt sind. Diese haben wir nachfolgendzusammengefasst.Group Audit & Risk CommitteeDas Group Audit & Risk Committee unterstützt den Verwaltungsratbei der Erfüllung der ihm gemäss Bankengesetz übertragenenAufgaben in Bezug auf die Oberleitung, Aufsichtund Kontrolle. Das «Reglement Group Audit & Risk Committeeder LLB-Gruppe» regelt Organisation und Arbeitsweise sowieKompetenzen und Aufgaben des Group Audit & Risk Committee,soweit diese nicht zwingend durch Gesetz, Statutenoder Geschäftsordnung vorgegeben sind. Den Vorsitz hatteRoland Oehri inne; als Mitglieder gehörten Markus Foser,Ingrid Hassler-Gerner und nach seiner Wahl Dr. Felix R. Ehrat an.Das Group Audit & Risk Committee hat insbesonderefolgende Aufgaben:◆ Überwachung und Beurteilung der Integrität der finanziellenBerichterstattung einschliesslich der Ausgestaltungdes Rechnungswesens, der Finanzkontrolle und der Finanzplanung.◆ Überwachung und Beurteilung der internen Kontrolleim Bereich der finanziellen Berichterstattung.◆ Überwachung und Beurteilung der Wirksamkeit derexternen Revision sowie ihrer Zusammenarbeit mit derinternen Revision (Group Internal Audit).◆ Beurteilung der über den Bereich der finanziellen Berichterstattunghinausgehenden internen Kontrolle und desGroup Internal Audit.◆ Überwachung und Beurteilung des Risikoprofils und derRisikosituation der LLB-Gruppe.Nominierungs- und EntschädigungsausschussDas «Reglement Nominierungs- und Entschädigungsausschuss»der LLB-Gruppe regelt Organisation und Arbeitsweise sowieKompetenzen und die Aufgaben des Ausschusses, soweit diesenicht zwingend durch Gesetz, Statuten oder Geschäftsordnungvorgegeben sind. Dr. Hans-Werner Gassner hatte den Vorsitzinne, Markus Foser und Markus Büchel gehörten dem Gremiumals Mitglieder an. Markus Büchel folgte in dieser FunktionSiegbert Lampert, der aufgrund der Amtsdauerbeschränkungim Mai 2011 aus dem Verwaltungsrat ausschied.Der Nominierungs- und Entschädigungsausschuss nimmtinsbesondere folgende Aufgaben wahr:◆ Entwicklung von Kriterien für Vorschläge zur Selektionund Beurteilung der von der Generalversammlung zuwählenden Verwaltungsratsmitglieder sowie Unterbreitungvon Wahlvorschlägen an den Verwaltungsratzuhanden der Generalversammlung.◆ Erarbeitung von Nachfolgeplänen und deren periodischeÜberprüfung sowohl für den Fall des altersbedingten alsauch des situativen Ausscheidens von Mitgliedern desVerwaltungsrates.◆ Entwicklung von Kriterien für die Selektion und Ernennungvon Mitgliedern der Geschäftsleitung zuhandendes Verwaltungsrates.◆ Ausarbeitung und jährliche Überprüfung der Grundsätzeund Reglemente für die Entschädigung der Mitglieder desVerwaltungsrates, der Mitglieder der Geschäftsleitungund der Mitarbeitenden der Liechtensteinischen Landesbankzuhanden des Verwaltungsrates.◆ Ausarbeitung von Vorschlägen für die Entschädigungder Mitglieder des Verwaltungsrates, der Mitglieder derGeschäftsleitung und der Mitarbeitenden der internenRevision zuhanden des Verwaltungsrates nach Massgabebestehender Grundsätze und Reglemente.Geschäftslage i Corporate Governance


◆ Jährliche Überprüfung der Entschädigung der Mitgliederdes Verwaltungsrates und der Mitglieder der Geschäftsleitungzuhanden des Verwaltungsrates nach Massgabebestehender Grundsätze und Reglemente.Vertretung in StiftungenHans-Werner Gassner ist Mitglied des Stiftungsrates der«Zukunftsstiftung der Liechtensteinischen Landesbank AG».Zwei Mitglieder des Verwaltungsrates waren 2011 in denVorsorgestiftungen der Liechtensteinischen Landesbank AGvertreten: Markus Büchel als Präsident des Stiftungsrates derPersonalvorsorgestiftung sowie als Mitglied des Stiftungsratesder Zusatzvorsorgestiftung und der Arbeitgeberstiftung; IngridHassler-Gerner als Mitglied des Stiftungsrates der Personalvorsorgestiftungsowie als Präsidentin des Stiftungsrates derZusatzvorsorgestiftung und der Arbeitgeberstiftung.3.4.3 Arbeitsweise des Verwaltungsratesund seiner AusschüsseDer Verwaltungsrat der Liechtensteinischen Landesbank AGtrifft sich monatlich (ausgenommen im Juli) zu seinen mindestenshalbtägigen ordentlichen Sitzungen. Im Geschäftsjahr2011 trat er insgesamt 15-mal zu ordentlichen und ausserordentlichenSitzungen zusammen. Neun Sitzungen dauerteneinen Tag, fünf Sitzungen maximal einen halben Tag und dieKlausurtagung zwei Tage. Diese führte der Verwaltungsrat mitder Geschäftsleitung im Anschluss an die ordentliche Sitzungim Juni 2011 durch. Die Klausurtagung war ausschliesslichRisikothemen gewidmet. Bei den ausserordentlichen Sitzungenwurden vor allem strategische Themen diskutiert. Mit folgendenAusnahmen waren jeweils sämtliche Verwaltungsratsmitgliederanwesend: Dr. Felix R. Ehrat war bei dreieinhalb Sitzungennicht anwesend aufgrund anderweitiger beruflicherVerpflichtungen in Zusammenhang mit seiner neuen Tätigkeitals Group General Counsel der Novartis-Gruppe. Markus Foserwar bei einer Sitzung nicht anwesend, Grund war die Geburtseiner Tochter.Der Präsident des Verwaltungsrates – oder im Verhinderungsfalleder Vizepräsident – lädt zu den Sitzungen ein undleitet diese. Mit der schriftlichen Einladung werden den Mitgliederndie Traktandenliste, das letzte Protokoll sowie weiterewesentliche Sitzungsunterlagen zugestellt. Aus wichtigenGründen können zwei Verwaltungsratsmitglieder die unverzüglicheEinberufung einer Sitzung verlangen.Der Verwaltungsrat ist beschlussfähig, wenn die Mehrheitseiner Mitglieder anwesend ist. Er fasst seine Beschlüsse mitder einfachen Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Bei Stimmengleichheitentscheidet der Präsident. In dringenden Fällenkönnen Beschlüsse auf dem Zirkularweg gefasst werden. ZumZirkulationsverfahren ist Einstimmigkeit erforderlich. Zirkularbeschlüssewerden mit dem einfachen Mehr der abgegebenenStimmen gefasst. Bei Stimmengleichheit entscheidet der Präsident.Die Mitglieder des Verwaltungsrates sind verpflichtet,dem Präsidenten allfällige Interessenkonflikte mitzuteilen. DerVerwaltungsrat entscheidet, ob ein Ausstandsgrund vorliegt.Im Falle eines Ausstandsgrundes darf der Betroffene weder beider Beratung noch bei der Abstimmung zum entsprechendenGeschäft anwesend sein. Der Vorsitzende der Geschäftsleitungnimmt in der Regel an den Sitzungen des Verwaltungsratesteil. Die übrigen Mitglieder der Geschäftsleitung sind bei densie betreffenden Traktanden anwesend.Anfang 2011 beurteilte der Verwaltungsrat seine eigenenLeistungen im Rahmen einer Selbstevaluation. Diese umfassteauch die Tätigkeit des Group Audit & Risk Committee und desNominierungs- und Entschädigungsausschusses. Um hoheAussagekraft der Ergebnisse zu erreichen, wurde die Selbstbeurteilungmittels strukturierter Fragebogen auf anonymisierterBasis vorgenommen. Diese wertete das BeratungsunternehmenPricewaterhouseCoopers aus. Die Ergebnisseder Selbstevaluation zeigten die hohe Qualität der Arbeitim Verwaltungsrat und seinen Ausschüssen auf.Die Mitglieder des Group Audit & Risk Committee treffensich mindestens viermal jährlich zu ordentlichen Sitzungen.Diese werden vom Vorsitzenden einberufen. Vor jeder Sitzungerstellt er eine Traktandenliste, die den Sitzungsteilnehmernzusammen mit den notwendigen Unterlagen frühzeitig zugeht.Die Mitglieder des Group Audit & Risk Committee, dieexterne Revision, der Leiter Group Internal Audit und die Vorsitzendender Group Risk Committees können beim Vorsitzendendes Group Audit & Risk Committee die Einberufung vonausserordentlichen Sitzungen beantragen. Im Geschäftsjahr2011 fanden sieben ordentliche Sitzungen statt. Diese dauertenzwischen zweieinhalb und acht Stunden. Bei einer Sitzungwar ein Mitglied entschuldigt, ansonsten waren alle Ausschussmitgliederanwesend. Das Group Audit & Risk Committee kannzur Behandlung spezifischer Themen auch weitere Personenwie Mitglieder der Gruppenleitung, die Vorsitzenden der GroupRisk Committees, andere Mitarbeitende von Gesellschaftender LLB-Gruppe, Vertreter der externen Revision oder externeBerater einladen. Der Vorsitzende der Geschäftsleitung sowieder Leiter Group Internal Audit nehmen üblicherweise mit beratenderStimme an den Sitzungen teil. Im Geschäftsjahr 2011wurden keine externen Experten beigezogen.Der Nominierungs- und Entschädigungsausschuss tagt,sooft es die Geschäfte erfordern, mindestens jedoch einmal proJahr. 2011 fanden fünf Sitzungen statt. Diese dauerten zwischenzwei und und dreieinhalb Stunden. Bei allen Sitzungen warensämtliche Ausschussmitglieder anwesend. Der Vorsitzendeder Geschäftsleitung nahm nicht an den Sitzungen teil. ExterneExperten wurden im Geschäftsjahr 2011 nicht beigezogen.Der Strategieausschuss traf sich im Jahr 2011 nicht separat.Die Strategieüberprüfung erfolgte bei einer ausserordentlichenSitzung. Der Verwaltungsrat bestätigte die Drei-Säulen-Strategie, die auf Wachstum in Liechtenstein und in der Schweizsowie auf die Erschliessung neuer Märkte abzielt. Zur Vorbereitungund Durchführung wurde ein externer Experte beigezogen.In den Ausschüssen werden Beschlüsse mit der absolutenMehrheit der anwesenden Mitglieder gefasst. Stimmberechtigtsind nur die Mitglieder der Ausschüsse. Bei Stimmengleichheitentscheidet der Vorsitzende. Die Behandlung der Traktandenund insbesondere die gefassten Beschlüsse werden protokolliert.Die Protokolle werden den Sitzungsteilnehmern undden Mitgliedern des Verwaltungsrates zugestellt. Die Vorsitzendender Ausschüsse informieren den Gesamtverwaltungsratan den Sitzungen über die Traktanden, die sie an ihrer letztenAusschusssitzung behandelt haben, und unterbreiten ihmdiejenigen Punkte, über die Beschluss gefasst werden muss.Zudem legen sie dem Gesamtverwaltungsrat einmal pro JahrRechenschaft über die Tätigkeit der Ausschüsse ab.3.5 KompetenzregelungDem Verwaltungsrat obliegen die Oberleitung, Aufsicht undKontrolle. Ihm kommen alle Pflichten und Befugnisse zu, diedurch Gesetz, Statuten oder interne Vorschriften nicht anderenOrganen zugewiesen werden. Zusätzlich zu den in den Statutenaufgeführten Pflichten und Befugnissen hat der Verwaltungsratinsbesondere folgende unübertragbare Aufgaben:


◆ Festlegung und periodische Überprüfung der mittel- undlangfristigen Unternehmensziele (Strategie) sowie Bestimmungder Ressourcen zur Erreichung der Unternehmensziele.◆ Genehmigung des jährlichen Budgets.◆ Festlegung der Führungspolitik.◆ Ernennung◆ der Ausschussmitglieder aus seiner Mitte,◆ des Vorsitzenden und der anderen Mitgliederder Geschäftsleitung,◆ der Mitarbeitenden der internen Revision.◆ Behandlung der Berichte der internen Revision und derRevisionsstelle sowie Abnahme der Berichterstattungüber diesbezüglich ergriffene Massnahmen.◆ Pflicht, sich über den Geschäftsgang und besondere Ereignisseregelmässig unterrichten zu lassen, insbesondere durch◆ die mindestens vierteljährliche Abnahme kommentierterBerichterstattungen in Bezug auf Geschäftsgang, Ertragslage,Bilanzentwicklung, Liquidität, Eigenkapitalerfordernisseund Risikolage,◆ die Sicherstellung der zeitnahen Informationen beiunmittelbar drohenden Risiken.◆ Erlass von Richtlinien oder Reglementen über die Grundzügedes Risikomanagements sowie über die Zuständigkeit unddas Verfahren für die Bewilligung von risikobehafteten Geschäften,wobei insbesondere Markt-, Kredit-, Ausfall-, Abwicklungs-,Liquiditäts- und Imagerisiken sowie operationelleund rechtliche Risiken zu erfassen, zu begrenzen und zuüberwachen sind.◆ Entscheid betreffend die Übernahme oder den Verkaufvon Beteiligungen an anderen Unternehmungen sowie dieGründung oder Liquidation von Tochtergesellschaften unddie Nominierung der Verwaltungsräte, die Mitarbeitendeder Liechtensteinischen Landesbank sind.◆ Entscheid über die Errichtung und Aufhebung von Geschäftsstellen,Zweigniederlassungen und Repräsentanzen.◆ Entscheid über die Anhebung von Prozessen sowie denAbschluss von gerichtlichen und aussergerichtlichen Vergleichenmit Streitwerten über CHF 10 Mio.◆ Festlegung von Kreditkompetenzen und Beschlussfassungüber Grossengagements (inkl. Klumpenrisiken) und Organkreditesowie Sicherstellung von Regelungen über OrganundPersonalgeschäfte.◆ Mindestens jährliche Festlegung von GesamtpositionsundEinzellimiten.◆ Genehmigung des Geschäftsberichtes und Beschlussfassungüber alle weiteren Anträge zuhanden der Generalversammlung.◆ Festlegung der Grundsätze für das Entschädigungssysteminklusive Festlegung der Löhne der Mitglieder der Geschäftsleitungsowie der Mitarbeitenden der internen Revision.◆ Festlegung der Ausgabenkompetenzen sowie Beschlussfassungüber Geschäfte ausserhalb des vorgegebenenRahmens.◆ Entscheid über die Ausübung von nebenberuflichen Tätigkeitendurch Mitglieder der Geschäftsleitung sowie Mitarbeitendeder internen Revision.Die Geschäftsleitung ist das oberste geschäftsführende Organ.Sie vertritt die Gesellschaft gegenüber Dritten, sofern vom Verwaltungsratnicht eine besondere Delegation für einzelne Fällebestellt wird. Zusätzlich zu den in den Statuten aufgeführtenGrundsätzen ist die Geschäftsleitung insbesondere verantwortlichfür:◆ Sicherstellung der Ausführung der Beschlüsse des Verwaltungsratesund seiner Ausschüsse.◆ Unterbreitung von Vorschlägen an den Verwaltungsrat unddie zuständigen Ausschüsse, welche die Organisation desGeschäftsbetriebes im Allgemeinen zum Gegenstand haben,sowie von Anträgen für einzelne Geschäfte, soweit dieselbendie Kompetenzen der Geschäftsleitung übersteigen, insbesonderebetreffend:◆ Festsetzung und periodische Überprüfung der mittelundlangfristigen Unternehmensziele (Strategie) undBestimmung der Ressourcen zur Erreichung der Unternehmensziele,◆ Beteiligungen, Tochtergesellschaften, Geschäftsstellen,Zweigniederlassungen und Repräsentanzen,◆ jährliches Kosten- und Ertragsbudget,◆ Entwurf des Geschäftsberichtes.◆ Implementierung einer effizienten Aufbau- und Ablauforganisationund eines wirkungsvollen internen Kontrollsystemszur Vermeidung und Limitierung von Risikenaller Art.◆ Ernennung der Personen (ausgenommen sind die Mitarbeitendender internen Revision), welche für die LiechtensteinischeLandesbank als Handlungsbevollmächtigte,Prokuristen, Vizedirektoren, stellvertretende Direktorenund Direktoren im Sinne der gesetzlichen Bestimmungenzeichnen.◆ Regelmässiges Reporting an den Verwaltungsrat, diezuständigen Ausschüsse und vornehmlich an den Präsidenten,unter anderem über den Geschäftsgang undbesondere Ereignisse, sowie Vorlage des Entwurfs desGeschäftsberichtes.◆ Erlass der erforderlichen Anordnungen und Weisungen fürdie Geschäftsführung der Liechtensteinischen Landesbank,ihrer Geschäftsstellen, Zweigniederlassungen und Repräsentanzen.◆ Entscheidung über Geschäfte, sofern und soweit dieseGeschäftseinheiten übergreifend sind oder diese die demLeiter einer Geschäftseinheit und dem Vorsitzenden derGeschäftsleitung gemeinsam zustehenden Kompetenzenüberschreiten.◆ Koordination der Führung und Verwaltung der Tochtergesellschaftenund Beteiligungen.◆ Limitierung der Festübernahmen von Wertpapieren oderWertpapierrechten im Rahmen von Primärmarkt-Transaktionen.◆ Koordination des Produktangebots der LiechtensteinischenLandesbank sowie Abstimmung der Preis- und Konditionenpolitikfür die angebotenen Produkte und Dienstleistungen.◆ Entscheidung beziehungsweise Erlass von Grundsätzenüber die Ausübung von nebenberuflichen Tätigkeiten durchdas Personal, vorbehaltlich der Kompetenzen des Verwaltungsrates.◆ Übernahme von Repräsentationspflichten als Kollektivorganund / oder als einzelnes Mitglied der Geschäftsleitung.◆ Abschluss von Zusammenarbeits- und Partnerschaftsverträgensowie Beitritt zu Berufsverbänden.◆ Entscheid über den Erwerb und die Veräusserung vonLiegenschaften im Rahmen der allgemeinen Ausgabenkompetenzen.6667Geschäftslage i Corporate Governance


3.6 Informations- und Kontrollinstrumentegegenüber der GeschäftsleitungDer Präsident des Verwaltungsrates nimmt einmal im Monatmit beratender Stimme an den Sitzungen der Geschäftsleitungteil. Zweck ist ein gegenseitiges Update über wichtige Themen.Die Berichterstattung der Geschäftsleitung an den Verwaltungsraterfolgt grundsätzlich durch deren Vorsitzenden. Ernimmt in der Regel, und zwar mit beratender Stimme, an denSitzungen des Verwaltungsrates teil, informiert diesen überden Geschäftsgang sowie über besondere Ereignisse und stehtfür die Erteilung von Auskünften zur Verfügung. Die übrigenMitglieder der Geschäftsleitung sind bei den sie betreffendenTraktanden vertreten. Der Vorsitzende der Geschäftsleitungnimmt in der Regel auch an den Sitzungen des Group Audit &Risk Committee teil.Jedes Mitglied des Verwaltungsrates kann in den SitzungenAuskunft über sämtliche Angelegenheiten der LiechtensteinischenLandesbank verlangen. Auch ausserhalb der Sitzungenkann jedes Mitglied des Verwaltungsrates von den Mitgliedernder Geschäftsleitung Einblick in die Protokolle der Geschäftsleitungssitzungen,Auskunft über den Geschäftsgang und – mitErmächtigung des Präsidenten des Verwaltungsrates – auchüber einzelne Geschäftsvorfälle verlangen.Der Vorsitzende der Geschäftsleitung informiert den Präsidentendes Verwaltungsrates – bei Bedarf auch ausserhalb derSitzungen des Verwaltungsrates – über den Geschäftsverlaufund besondere Ereignisse. Der Präsident des Verwaltungsrateshat den Gesamtverwaltungsrat über wichtige Ereignisse inKenntnis zu setzen.Interne Steuerung und KontrolleDie LLB-Gruppe verfügt für das monatliche Reporting über einausgebautes und standardisiertes Management InformationSystem (MIS). Dieses beinhaltet quantitative und qualitativeDaten zu Vergangenheit und Zukunft. Damit kann sich der Verwaltungsratin konzentrierter Form ein Bild über die massgeblichenEntwicklungen – wie den Geschäftsgang, die Ertragslage,die Bilanzentwicklung, die Liquidität und die Risikosituation –machen.Zur Ausübung seiner Aufsichts- und Kontrollfunktion stehtdem Verwaltungsrat zusätzlich das Group Internal Audit zurSeite. Dieses ist ihm direkt unterstellt. Als unabhängige Instanzüberprüft es insbesondere das Risikomanagement sowie dieEffektivität der internen Kontrollen und der Führungs- und Überwachungsprozesse.Pflichten und Befugnisse der internenRevision sind in einem besonderen Reglement festgelegt. DiePlanung der jährlichen Prüfungen erfolgt nach Massgabe derRisiko- und Kontrollfunktion und orientiert sich bei der langfristigenAbdeckung an einem Prüfinventar. Zur Vermeidungvon Doppelspurigkeiten und zur Optimierung der Kontrollewerden die Prüfungspläne mit der gesetzlichen Revisionsstelleabgestimmt. Der kurzfristige Prüfungsplan sowie der Personalbedarfsplanwerden vom Group Audit & Risk Committee begutachtetund dem Verwaltungsrat zur Genehmigung vorgelegt.Group Internal Audit überwacht ausserdem in regelmässigenAbständen die Behebung der festgestellten Mängelsowie die Umsetzung der Empfehlungen und berichtet demGroup Audit & Risk Committee darüber.RisikomanagementDie LLB-Gruppe misst einem proaktiven und ganzheitlichenChancen- / Risikomanagement einen hohen Stellenwert bei.Der Verwaltungsrat hat Richtlinien und Reglemente überdie Grundsätze des Risikomanagements sowie über die Zuständigkeitund das Verfahren für die Bewilligung von risikobehaftetenGeschäften erlassen.2011 haben wir unsere risikopolitischen Leitlinien überarbeitetund diese den veränderten Marktbedingungen, denneuen regulatorischen Anforderungen (Basel III) sowie dergewachsenen Unternehmensstruktur angepasst. Wir habendie qualitativen und quantitativen Standards für Risikoverantwortung,Risikomanagement und Risikokontrolle aktualisiertund detailliert festgelegt. Überdies haben wir die Bedeutungdes Finanz- und Risikomanagements gestärkt, indemwir per Anfang 2012 auf Stufe der Gruppen- und Geschäftsleitungdie Funktion des Chief Financial Officer (CFO) geschaffenhaben. Zugleich haben wir zur Bewertung und Steuerung vonRisiken einen adäquaten organisatorischen und methodischenRahmen definiert. Mit dem Aufbau des so genannten «InternalCapital Adequacy Assessment Process» (ICAAP) stellen wirsicher, dass stets genügend Eigenkapital zur Abdeckung allerwesentlichen Risiken vorhanden ist.Das Risikomanagement ist bestrebt, eine einheitlicheRisikokultur und -betrachtung zu schaffen und aufrechtzuerhalten.Dadurch wird die Grundlage für ein angemessenesRisiko-Ertrags-Profil und für eine optimale Kapitalallokationgelegt. Das Group Audit & Risk Committee lädt die Vorsitzendenfolgender Group Risk Committees zur quartalsweisenBesprechung der Statusberichte ein: Group Risk ManagementCommittee, Group Asset & Liability Committee, Group CreditRisk Committee und Group Operational Risk Committee. DerenBerichte werden halbjährlich zu einem Gesamtrisikoreport derLLB-Gruppe zusammengefasst, welcher vom Verwaltungsratbehandelt wird. Weitere Angaben zum Risikomanagement findensich im Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung derLLB-Gruppe auf den Seiten 92 bis 110.InformationssicherheitDie Mitarbeitenden der LLB-Gruppe sind zur Compliance – dasheisst zur Einhaltung aller gesetzlichen, regulatorischen undbetriebsinternen Vorschriften – verpflichtet. Sie werden dabeivom Fachstab Group Compliance unterstützt. Dessen Aufgabenund Grundsätze sind in einem internen Regelwerk umschrieben.Dieses beinhaltet auch ein striktes Compliance-Management, das garantiert, dass sich die Mitarbeitenden uneingeschränktan die Gesetze der Länder, in denen die LLB-Gruppe tätig ist, halten. Neben der systematischen Ausbildungder Mitarbeitenden und dem Erlass detaillierter Weisungen wirdvor allem auch auf wirkungsvolle Kontroll- und ÜberwachungsinstrumenteWert gelegt. Die Oberaufsicht und Kontrolle überdie Compliance obliegen dem Verwaltungsrat. Dabei wird ervom Group Audit & Risk Committee unterstützt. Der Verwaltungsratgibt sich mindestens einmal jährlich darüber Rechenschaft,ob die für ihn und das Unternehmen anwendbarenCompliance-Grundsätze hinreichend bekannt sind und ihnendauernd nachgelebt wird.


4 Geschäftsleitung4.1 MitgliederDie Geschäftsleitung des Stammhauses bildete auch dieGruppenleitung. 2011 bestand sie aus vier Mitgliedern. ElfriedHasler trat aus persönlichen Gründen und auf eigenen Wunschper 30. Juni 2011 aus der Gruppen- und Geschäftsleitungder Liechtensteinischen Landesbank aus. Lic. iur. Urs Müller, bisdahin Leiter der Geschäftseinheit Institutionelle Kunden derLLB, wurde vom Verwaltungsrat zum Mitglied der GruppenundGeschäftsleitung ernannt. Er folgte per 1. April 2011Roland Matt als Verantwortlicher für die Märkte Inland undInstitutionelle. Roland Matt wurde im April 2011 zum stellvertretendenVorsitzenden der Gruppen- und Geschäftsleitungbestellt und übernahm von Elfried Hasler das GeschäftsfeldMarkt International. Dr. Kurt Mäder blieb Leiter des CorporateService Center und Dr. Josef Fehr hatte 2011 weiterhin denVorsitz der Gruppen- und Geschäftsleitung inne.6869Mitglieder der Geschäftsleitung*Name Jahrgang Nationalität Funktion / Zuständigkeitsbereich Eintritt in die GeschäftsleitungJosef Fehr 1957 FL Vorsitzender seit 2000 1992Roland Matt 1970 FL Stellvertretender Vorsitzender 2009Markt InternationalKurt Mäder 1962 CH Mitglied der Geschäftsleitung 2009Corporate Service CenterUrs Müller 1962 FL /CH Mitglied der Geschäftsleitung 2011Märkte Inland und Institutionelle* Informationen über Veränderungen in der Gruppen- und Geschäftsleitung Anfang 2012 findenSie im Punkt 10 «Wesentliche Änderungen seit dem Bilanzstichtag», Seite 74.Josef FehrAusbildung:◆ Lizenziat der Rechtswissenschaften an der UniversitätFribourg, 1981◆ Dr. iur., Universität Fribourg, 1984◆ Swiss Banking School, 1995Beruflicher Hintergrund:◆ Rechtskonsulent der Liechtensteinischen Landesbank,1986–1992◆ Ressortleiter Handel der Liechtensteinischen Landesbank,1992 – 1998◆ Ressortleiter Privatkunden der LiechtensteinischenLandesbank, 1998 – 2000◆ Mitglied der Geschäftsleitung der LiechtensteinischenLandesbank, 1992 – 2000◆ Vorsitzender der Geschäftsleitung der LiechtensteinischenLandesbank, 2000–15. Januar 2012◆ Vorsitzender der Gruppenleitung der LiechtensteinischenLandesbank, 2007–15. Januar 2012Verwaltungsratsmandate bei Gruppengesellschaftender Liechtensteinischen Landesbank:◆ Liechtensteinische Landesbank (Schweiz) AG (Mitglied)◆ Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG(Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates)◆ Bank Linth LLB AG (Mitglied)◆ LLB Asset Management AG (Mitglied)◆ LLB Treuhand AG (Mitglied)◆ Jura Trust AG (Mitglied)◆ swisspartners Investment Network AG (Mitglied)Weitere Funktionen:◆ Vorstandsmitglied der Liechtensteinischen IndustrieundHandelskammer◆ Vorstandsmitglied des Liechtensteinischen Bankenverbandes◆ Mitglied des Stiftungsrates der Personalvorsorgestiftungder Liechtensteinischen Landesbank AG◆ Mitglied des Stiftungsrates der Zusatzvorsorgestiftungder Liechtensteinischen Landesbank AG◆ Mitglied des Stiftungsrates der Arbeitgeberstiftung derLiechtensteinischen Landesbank AG◆ Präsident des Stiftungsrates der «Zukunftsstiftung derLiechtensteinischen Landesbank AG»Roland MattAusbildung:◆ Eidg. dipl. Betriebsökonom FH, 1995◆ Eidg. dipl. Finanzanalytiker und Vermögensverwalter, 1999◆ Eidg. dipl. Finanz- und Anlageexperte, 2002Beruflicher Hintergrund:◆ Leiter Research bei der VP Bank AG, Vaduz, 1999◆ Bereichsleiter Asset Management bei der VP Bank AG,Vaduz, 2000–2001◆ Projektleiter Family Office bei der VP Bank AG, Vaduz, 2002◆ Bereichsleiter Investment Services der LiechtensteinischenLandesbank, 2002 – 2006◆ Leiter der Geschäftseinheit Kunden Inland derLiechtensteinischen Landesbank, 2007 – 2008◆ Mitglied der Gruppen- und Geschäftsleitung derLiechtensteinischen Landesbank, seit 2009◆ Leiter der Geschäftsfelder Markt Inland und MarktInstitutionelle der Liechtensteinischen Landesbank,2009–März 2011◆ Stellvertretender Vorsitzender der Gruppen- undGeschäftsleitung der Liechtensteinischen Landesbank,April 2011 – 15. Januar 2012◆ Leiter des Geschäftsfeldes Markt International,April 2011 – 15. Januar 2012◆ Vorsitzender der Gruppen- und Geschäftsleitung derLiechtensteinischen Landesbank, seit 16. Januar 2012Geschäftslage i Corporate Governance


Verwaltungsratsmandate bei Gruppengesellschaften derLiechtensteinischen Landesbank:◆ Liechtensteinische Landesbank (Schweiz) AG (Präsident)◆ Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG(Vorsitzender des Aufsichtsrates)◆ Bank Linth LLB AG (Mitglied)◆ LLB Asset Management AG (Vizepräsident)◆ LLB Fund Services AG (Vizepräsident)◆ LLB Fondsleitung AG (Vizepräsident)◆ Jura Trust AG (Vizepräsident)◆ swisspartners Investment Network AG (Mitglied)Weitere Funktionen:◆ Mitglied des Stiftungsrates der LLB Vorsorgestiftungfür Liechtenstein◆ Mitglied des Stiftungsrates der «Zukunftsstiftung derLiechtensteinischen Landesbank AG»◆ Bereichsleiter Recht/Compliance der LiechtensteinischenLandesbank, 1998 – 2007◆ Leiter der Geschäftseinheit Institutionelle Kunden derLiechtensteinischen Landesbank, 2007 – April 2011◆ Mitglied der Gruppen- und Geschäftsleitung der LiechtensteinischenLandesbank, seit April 2011◆ Leiter der Geschäftsfelder Markt Inland und MarktInstitutionelle, seit April 2011Verwaltungsratsmandate bei Gruppengesellschaftender Liechtensteinischen Landesbank:◆ Liechtensteinische Landesbank (Schweiz) AG (Mitglied)◆ Bank Linth LLB AG (Vizepräsident)◆ LLB Asset Management AG (Präsident)◆ LLB Fund Services AG (Präsident)◆ LLB Fondsleitung AG (Präsident)◆ swisspartners Investment Network AG (Mitglied)Kurt MäderAusbildung:◆ Dipl. Physiker, ETH Zürich, 1987◆ Dr. sc. nat., ETH Zürich, 1992Weitere Funktionen:◆ Vorstandsmitglied des Liechtensteinischen Anlagefondsverbandes◆ Mitglied des Stiftungsrates der «Zukunftsstiftung derLiechtensteinischen Landesbank AG»Beruflicher Hintergrund:◆ Scientist, National Renewable Energy Laboratory, Golden,Colorado, 1992 – 1994◆ Senior Scientist, Centre Européen de Calcul Atomiqueet Moléculaire, Lyon, 1994 – 1996◆ Head of Operations, ELCA Informatik AG, Zürich, 1996 – 2004◆ Mitglied der Geschäftsleitung der Bank Linth LLB AG,Uznach, 2005 – 2008◆ Mitglied der Gruppen- und Geschäftsleitung der LiechtensteinischenLandesbank, seit 2009◆ Leiter des Corporate Service Center, seit 2009Verwaltungsratsmandate bei Gruppengesellschaftender Liechtensteinischen Landesbank:◆ Liechtensteinische Landesbank (Schweiz) AG (Vizepräsident)◆ Bank Linth LLB AG (Mitglied)◆ LLB Services (Schweiz) AG (Präsident)◆ LLB Beteiligungen AG (Vizepräsident)◆ Data Info Services AG (Präsident)Weiteres Verwaltungsratsmandat:◆ Verwaltungsratspräsident der Scout & Sport AG, BernWeitere Funktion:◆ Mitglied des Stiftungsrates der «Zukunftsstiftung derLiechtensteinischen Landesbank AG»Urs MüllerAusbildung:◆ Lizenziat der Rechtswissenschaften an der HochschuleSt. Gallen, 1993Beruflicher Hintergrund:◆ Auditor am Bezirksgericht Unterrheintal und ausserordentlicherGerichtsschreiber am BezirksgerichtOberrheintal, 1993– 1995◆ Rechtskonsulent der Liechtensteinischen Landesbank,1995 – 19984.2 Weitere Tätigkeiten und InteressenbindungenAusser den unter Ziffer 4.1 aufgeführten Mandaten bestehenkeine weiteren bedeutenden und wichtigen Interessenbindungen.4.3 ManagementverträgeDie Liechtensteinische Landesbank hat keine Managementverträgeabgeschlossen.5 Entschädigungen, Beteiligungen und Darlehen5.1 Inhalt und Festsetzungsverfahren der Entschädigungenund der Beteiligungsprogramme5.1.1 Zuständigkeit und FestsetzungsverfahrenDer Nominierungs- und Entschädigungsausschuss (vgl. Punkt3.4.2 «Personelle Zusammensetzung sämtlicher Verwaltungsratsausschüsse,deren Aufgaben und Kompetenzregelung»,Seite 65), dem ausschliesslich unabhängige Mitglieder desVerwaltungsrates angehören, schlägt dem Verwaltungsrat dieGrundsätze und Reglemente für die Entschädigung des Verwaltungsrateseinerseits und der Geschäftsleitung andererseitssowie die Höhe der Entschädigungen für die Mitgliederdes Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung vor. Der Verwaltungsratin corpore genehmigt die Grundsätze und Reglementefür die Entschädigung und setzt die Höhe der Entschädigungenfür sich und die Mitglieder der Geschäftsleitung fest.Für die Ausgestaltung der Entschädigungen wird keinBerater beigezogen. Der Verwaltungsrat erstellt einmal proJahr aus öffentlich zugänglichen Quellen – unter Berücksichtigungvergleichbarer Banken (börsenkotierte Privatbankenund Kantonalbanken mit bedeutendem Private-Banking-Anteil)aus Liechtenstein und der Schweiz – eine Zusammenfassungüber die Entschädigung von Verwaltungsratsmitgliedern, Verwaltungsratspräsidentenund Geschäftsleitungsmitgliedern.Diese Zusammenfassung ermöglicht es dem Verwaltungsrat,sich an der Marktsituation zu orientieren. Der Entscheid überdie Höhe der Entschädigung an die Mitglieder des Verwaltungsratesund der Geschäftsleitung beruht auf freiem Ermessendes Verwaltungsrates. Die Mitglieder der Geschäftsleitung sind


ei der Diskussion und bei der Entscheidung über die Höheihrer Entschädigung nicht anwesend. Der Verwaltungsrat hatgemäss Art. 12 Abs. 2 des Gesetzes über die LiechtensteinischeLandesbank die für ihn festgelegte Entschädigungsregelungder Regierung zur Kenntnis zu bringen.In Anlehnung an den Swiss Code of Best Practice forCorporate Governance ging der Verwaltungsrat an der Generalversammlungvom 6. Mai 2011 spezifisch auf die Vergütungsthematikein. Der Verwaltungsrat wollte das zukünftige Vorgehennach den definitiven rechtlichen Bedingungen ausrichten,weshalb er auf die Durchführung einer Konsultativabstimmungverzichtete. Verschiedene, derzeit noch offene rechtlichePunkte haben ihn zu diesem Vorgehen bewogen. Anfang2011 trat die neue EU-Vergütungsregelung in Kraft. Als EWR-Land hat Liechtenstein diese Richtlinie in nationales Rechtumgesetzt, was mit der Inkraftsetzung des Anhangs 4.4 derVerordnung über die Banken und Wertpapierfirmen (Bankenverordnung)per 1. Januar 2012 erfüllt wird. Diese Entscheidungbeeinflusst hat auch die weiterhin unklare rechtliche Situationin der Schweiz; die künftige gesetzliche Regelung wird auch fürdie LLB-Gruppe massgebend sein.5.1.2 GrundlagenDie Grundsätze und Reglemente für die Entschädigung der Mitgliederdes Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung werdenperiodisch überprüft. Die Entschädigungen für die Mitgliederdes Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung werden jährlichfestgelegt.Die Verwaltungsräte erhalten eine fixe Entschädigung,Sitzungsgelder (für Ausschuss- und Stiftungsratssitzungen) sowieeine variable Entschädigung. Diese beläuft sich (ohne Arbeitgeberbeiträge)auf 0.175 Prozent des Konzernergebnissesdes jeweiligen Kalenderjahres und ist auf die Höhe der fixenEntschädigung limitiert. Die fixe wie die variable Entschädigungwerden in bar ausbezahlt. Abgangsentschädigungen bei Beendigungdes Mandats sind von Gesetzes wegen nicht zulässig(Art. 21 Abs. 2 des Gesetzes über die Steuerung und Überwachungöffentlicher Unternehmen).Die Mitglieder der Geschäftsleitung erhalten eine fixe undeine variable Entschädigung. Die fixe Entschädigung wird inbar ausgerichtet. Massgebend für die variable Entschädigungsind quantitative Ziele. Die variable Entschädigung beläuft sich(ohne Arbeitgeberbeiträge) auf maximal 0.8 Prozent des Konzernergebnissesdes jeweiligen Kalenderjahres. Bei der Zuteilungan die Mitglieder der Geschäftsleitung wird die individuelleLeistung berücksichtigt. Die variable Entschädigung ist auf dieHöhe der fixen Entschädigung limitiert. Die Auszahlung erfolgtin bar und durch Zuteilung von LLB-Aktien. Die Aufteilung zwischenBar- (ein Viertel) und Aktienanteil (drei Viertel) ist reglementarischfixiert. Den Mitgliedern der Geschäftsleitung stehtkeinerlei Recht zu, das Verhältnis zwischen Aktienanteil undBarauszahlung zu bestimmen. Der Preis pro Aktie für die aktienbasierteVergütung entspricht dem Durchschnittskurs des letztenQuartals des Geschäftsjahres. Die ausgegebenen Aktienunterliegen einer Sperrfrist von drei Jahren. Mit dem Austrittaus der Bank entfällt die Sperrfrist. Neben der Zuteilung vonAktien im Rahmen der Erfolgsbeteiligung gibt es keine weiterenAktienpläne.Das Arbeitsverhältnis der Mitglieder der Geschäftsleitungist in Einzelarbeitsverträgen geregelt. Die Kündigungsfristenbetragen drei beziehungsweise vier Monate. Die Arbeitsverträgesehen keine Spezialklauseln wie beispielsweise Abgangsentschädigungenbei der Auflösung des Arbeitsverhältnissesim Fall eines Kontrollwechsels vor.Die Liechtensteinische Landesbank gewährt allen Mitarbeitenden(inkl. Geschäftsleitung) branchenübliche Vorzugskonditionenauf Bankprodukte. Dabei handelt es sich vorwiegend umeine limitierte Vorzugsverzinsung im Hypothekarbereich undvon Guthaben. Für den Verwaltungsrat gelten bei allen Geschäftenmit der Bank marktübliche Konditionen.5.1.3 ElementeDie Mitglieder des Verwaltungsrates erhielten für das Geschäftsjahr2011 eine fixe Entschädigung in Höhe von Tausend CHF826. Auf die Ausrichtung einer variablen Entschädigung wurdeverzichtet. Die Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen beliefensich auf Tausend CHF 45. Die fixe Entschädigung wurde in barausbezahlt.Die Mitglieder der Geschäftsleitung erhielten für das Geschäftsjahr2011 eine fixe Entschädigung in Höhe von TausendCHF 2'491. Auf die Ausrichtung einer variablen Entschädigungwurde verzichtet. Die Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen betrugenTausend CHF 377. Die fixe Entschädigung wurde in barentrichtet.Im Vergleich zum Vorjahr ist die Gesamtentschädigungder Mitglieder des Verwaltungsrates und der Mitglieder der Geschäftsleitung2011 um 14.1 beziehungsweise 13.3 Prozentgesunken. Dies ist insbesondere darauf zurückzuführen, dassauf die Ausrichtung einer variablen Entschädigung verzichtetwurde.Die Gesamtentschädigung der Mitglieder des Verwaltungsratesund der Mitglieder der Geschäftsleitung für das Geschäftsjahr2011 ist periodengerecht abgegrenzt.5.2 Transparenz der Entschädigungen, Beteiligungenund Darlehen von Emittenten mit Sitz im AuslandDie Liechtensteinische Landesbank hat ihren Sitz in Vaduz,Liechtenstein. Sie untersteht deshalb grundsätzlich nicht derBestimmung von Art. 663b bis des Schweizerischen Obligationenrechts(OR). Damit den Anlegern die entsprechendenInformationen aber trotzdem zur Verfügung stehen, verpflichtetdie SIX Swiss Exchange Emittenten, deren Sitz nicht in derSchweiz ist, im Rahmen der Corporate-Governance-BerichterstattungArt. 663b bis OR analog anzuwenden.Die Angaben zu den Entschädigungen und Beteiligungender Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitungsowie die Darlehen an dieselben sind im Anhang zur konsolidiertenJahresrechnung der LLB-Gruppe, «Geschäftsvorfälle mitnahe stehenden Unternehmen und Personen», Seiten 135 bis137, im Detail aufgeführt.6 Mitwirkungsrechte der Aktionäre6.1 Stimmrechtsbeschränkung und -vertretungDie Liechtensteinische Landesbank hat Inhaberaktien ausgegeben.An der Generalversammlung der LiechtensteinischenLandesbank berechtigt jede Aktie zu einer Stimme. Aufgrundvon Art. 306a ff. PGR sind die von der LiechtensteinischenLandesbank und deren Tochtergesellschaften gehaltenen LLB-Aktien (2'384'376 Stück per 31. Dezember 2011) vom Stimmrechtausgenommen.Jeder Aktionär kann seine Aktien an der Generalversammlungselbst vertreten oder diese einem beliebigen Dritten zurVertretung überlassen.7071Geschäftslage i Corporate Governance


6.2 Statutarische QuorenDie Generalversammlung ist beschlussfähig, wenn die Hälftedes Aktienkapitals vertreten ist. Sofern die gesetzlichen Bestimmungennicht zwingend etwas anderes vorschreiben,fasst die Generalversammlung ihre Beschlüsse und nimmt ihreWahlen mit der absoluten Mehrheit der abgegebenen Stimmenvor.6.3 Einberufung der GeneralversammlungDer Verwaltungsrat beruft unter Einhaltung einer dreiwöchigenFrist die ordentliche Generalversammlung ein, die innerhalbvon sechs Monaten nach Ablauf des Geschäftsjahres stattfindet.Die Einberufung der Generalversammlung erfolgt durch Bekanntmachungin den amtlichen Publikationsorganen. Sie mussdie Verhandlungsgegenstände, die Anträge des Verwaltungsratessowie bei Wahlen die Namen der vorgeschlagenen Kandidatenenthalten.Sofern es im dringenden Interesse der LiechtensteinischenLandesbank liegt oder auf Verlangen von Aktionären, die zehnProzent des Aktienkapitals vertreten, lädt der Verwaltungsratzu einer ausserordentlichen Generalversammlung ein.6.4 TraktandierungDie Traktandierung der Verhandlungsgegenstände für die Generalversammlungerfolgt gemäss Statuten der LiechtensteinischenLandesbank durch den Verwaltungsrat. Die Statutenkönnen auf www.llb.li/statuten eingesehen werden. Eine demschweizerischen Recht (Art. 699 Abs. 3 OR) entsprechende gesetzlicheBestimmung, welche das Traktandierungsrecht vonAktionären regelt, gibt es im liechtensteinischen Aktienrecht indieser Form nicht. Allerdings existieren gesetzmässig verankerteMinderheitsrechte, die sicherstellen, dass mittels unterschriebenerund dem Verwaltungsrat zuzustellender Eingabenäher bezeichnete Gegenstände zur Beratung und Beschlussfassungauf die Tagesordnung gesetzt werden können. Eineweiter gehende statutarische Regelung des Traktandierungsrechteszugunsten der Aktionäre ist derzeit aufgrund vonzwingenden Vorschriften im liechtensteinischen Gesellschaftsrechtnicht möglich.8 Revisionsstelle8.1 Dauer des Mandats und Amtsdauer des leitenden Revisors8.1.1 Zeitpunkt der Übernahme des bestehendenRevisionsmandatsAls gesellschaftsrechtliche und bankengesetzliche Revisionsstelleamtet seit 1998 die PricewaterhouseCoopers AG, St. Gallen.Das Revisionsmandat wurde von der Revisuisse PriceWaterhouse AG, St. Gallen, beziehungsweise deren Vorgängerin,Revisa Treuhand AG, St. Gallen, übernommen. Die Revisionsstellenach dem Personen- und Gesellschaftsrecht sowiedem Bankengesetz wird – auf Vorschlag des Verwaltungsrates –von der Generalversammlung jeweils für ein Jahr gewählt.8.1.2 Amtsantritt des leitenden Revisors, der für dasbestehende Revisionsmandat verantwortlich istSeit 2011 ist Roman Berlinger verantwortlicher Mandatsleiter.Der Rotationsrhythmus für den Mandatsleiter beträgt siebenJahre.8.2 RevisionshonorareIm Geschäftsjahr 2011 stellte die PricewaterhouseCoopers AGden Gesellschaften der LLB-Gruppe Revisionshonorare in derHöhe von CHF 2.7 Mio. (2010: CHF 2.4 Mio.) in Rechnung.Diese beinhalten die Arbeiten, die aufgrund des gesetzlichenAuftrags der jeweils regulierenden Aufsichtsbehörde durchdie Revisionsstelle durchzuführen sind. Das Group Audit & RiskCommittee überwacht die Honorare, welche der PricewaterhouseCoopersAG für ihre Dienstleistungen bezahlt werden.8.3 Zusätzliche HonorareFür zusätzliche Dienstleistungen wurden den Gesellschaftender LLB-Gruppe von der PricewaterhouseCoopers AG im Geschäftsjahr2011 CHF 0.5 Mio. (2010: CHF 0.6 Mio.) in Rechnunggestellt.Revisionshonorare und zusätzliche Honorare6.5 Eintragungen im AktienbuchDie Liechtensteinische Landesbank hat ausschliesslich auf denInhaber lautende Aktien emittiert.7 Kontrollwechsel und AbwehrmassnahmenBei der Liechtensteinischen Landesbank handelt es sich umeine nach liechtensteinischem Recht konzessionierte Bank mitSitz im Fürstentum Liechtenstein. Die Vorschriften des schweizerischenBörsengesetzes betreffend öffentliche Kaufangebotesind auf die Liechtensteinische Landesbank als möglicheZielgesellschaft deshalb nicht anwendbar. Die Statuten derLiechtensteinischen Landesbank enthalten keine den schweizerischenBestimmungen vergleichbaren Regelungen zum«opting-out» beziehungsweise «opting-up». Ebenso bestehenkeine Kontrollwechselklauseln zugunsten der Mitglieder desVerwaltungsrates und / oder der Geschäftsleitung sowie weitererKadermitglieder.Gemäss Gesetz über die Liechtensteinische Landesbank hältdas Land kapital- und stimmenmässig zumindest 51 Prozentder Aktien.in Tausend CHF 2011 2010Revisionshonorare 2'743 2'381Zusätzliche Honorare 525 615Internationale Rechnungslegung 55 59Steuerberatung 110 95Regulatorische Fragestellungen 67 129Projektbegleitung IT-Plattform 62 273Rechts- und sonstige Beratung 231 598.4 Informationsinstrumente der externen RevisionDas Group Audit & Risk Committee erfüllt eine Aufsichts-,Kontroll- und Überwachungsfunktion, die sich auch auf dieexterne Revision erstreckt. Ihm obliegen unter anderem:◆ Kenntnisnahme und Besprechung der Risikoanalyse, derdaraus abgeleiteten Prüfstrategie und des entsprechendenrisikoorientierten Prüfplanes der externen Revision.◆ Kritische Analyse der von externer Revision und GroupInternal Audit zuhanden des Gruppenverwaltungsratesabgegebenen Prüfberichte.


◆ Besprechung wesentlicher Probleme mit der externenRevision, die im Rahmen der Revisionstätigkeitaufgetaucht sind.◆ Überwachung und Umsetzung von Empfehlungen zurBeseitigung der von externer Revision und Group InternalAudit festgestellten Schwachstellen/Mängel.◆ Beurteilung der Qualität von interner und externerRevision (bankengesetzliche Revisionsstelle und Revisionsstellenach dem Personen- und Gesellschaftsrecht) sowieihrer Zusammenarbeit.◆ Besprechung des jährlichen Tätigkeitsberichtes und derJahresplanung des Group Internal Audit einschliesslichBeurteilung, ob dieses über angemessene Ressourcenund Kompetenzen verfügt, sowie Antragstellung zurGenehmigung an den Gruppenverwaltungsrat.◆ Beurteilung der Qualifikation, der Unabhängigkeit, derObjektivität und der Leistung von externer Revision undGroup Internal Audit.◆ Prüfung der Vereinbarkeit der Revisionstätigkeit derexternen Revision mit allfälligen Beratungsmandatensowie Beurteilung und Besprechung der Honorierung.◆ Unterbreitung eines Vorschlags an den Gruppenverwaltungsratzuhanden der Generalversammlung betreffend die Wahlbeziehungsweise Abwahl der externen Revision (bankengesetzlicheRevisionsstelle und Revisionsstelle nach demPersonen- und Gesellschaftsrecht). Das Group Audit & RiskCommittee legt das Verfahren zur Wahl einer neuen externenRevision fest.Die externe Revision führt ihre Arbeit im Rahmen der gesetzlichenVorschriften sowie nach den Grundsätzen des Berufsstandesdes jeweiligen Sitzlandes der Gruppengesellschaft undnach den «International Standards on Auditing» durch. Die Revisionsstelleinformiert den Verwaltungsrat, das Group Audit &Risk Committee sowie die Geschäftsleitung regelmässig überihre Feststellungen und über Verbesserungsvorschläge. Derwichtigste Bericht ist der bankengesetzliche Revisionsberichtzur LLB-Gruppe. Diese zusammenfassende Berichterstattungan den Verwaltungsrat erfolgt jährlich. Der Bericht wird schriftlichabgegeben. Zudem berichtet der verantwortliche Mandatsleiterder externen Revision anlässlich einer Sitzung des GroupAudit & Risk Committee. Sämtliche Berichte der externen undder internen Revision, die alle Gruppengesellschaften betreffen,werden dem Group Audit & Risk Committee zugestellt.Wesentliche Feststellungen, die sich aus den seit der letztenSitzung eingegangenen und alle Gruppengesellschaften betreffendenBerichten der externen und internen Revision ergeben,werden an der nächstfolgenden Sitzung des Group Audit & RiskCommittee besprochen. Für die Bereitstellung der jeweiligenInformation ist der Leiter Group Internal Audit zuständig. Dieserberichtet dem Group Audit & Risk Committee. Er wird durchden Verwaltungsrat bestellt und untersteht dessen Präsidenten.Vertreter der externen Revision haben im Berichtszeitrauman zwei Sitzungen des Group Audit & Risk Committee undan keiner Sitzung des Gesamtverwaltungsrates teilgenommen.Der Leiter des Group Internal Audit war mit einer Ausnahmebei allen Sitzungen des Group Audit & Risk Committee und miteiner Ausnahme bei allen Sitzungen des Gesamtverwaltungsratesanwesend. Das Reporting der externen Revision erfolgtperiodisch und umfasst die auf der Risikoanalyse basierendePrüfplanung, die laufende Berichterstattung, den jährlichenTätigkeitsbericht sowie eine Gegenüberstellung der budgetiertenmit den effektiven Honoraren.Die Leistungen der externen und internen Revision werdenvom Group Audit & Risk Committee jährlich in Abwesenheit derbetreffenden Personen beurteilt. Für die Beurteilung der Leistungder externen Revision und deren Honorierung für die erbrachtenPrüfdienstleistungen (Revisions- und zusätzlichesHonorar) werden folgende Kriterien herangezogen: Honorar-,Budget- und Vorjahresvergleich, Feedback der geprüften Stellen,Qualität der Feststellungen, strukturierte Beurteilung desKnow-hows. Die Unabhängigkeit der externen Revision wirdanhand folgender Kriterien beurteilt: jährliche Berichterstattungder PricewaterhouseCoopers AG über ihre Unabhängigkeit inihrem Geschäftsbericht und Beurteilung ihres Verhaltens. DieKostenplanung sowie deren Einhaltung werden ebenfalls jährlichüberprüft und besprochen. Im Weiteren prüft das GroupAudit & Risk Committee jährlich Alternativen und unterbreitetdem Gesamtverwaltungsrat zuhanden der Generalversammlungeinen Antrag zur Wahl der externen Revisionsstelle unddes Gruppenprüfers.Zusätzliche Aufträge werden aufgrund von Konkurrenzoffertenunter Berücksichtigung des Know-hows vergeben. DasGroup Audit & Risk Committee stützt seine Beurteilung überdie Vergabe von zusätzlichen Dienstleistungen bezüglich Zulässigkeit,Umfang und Verhältnis zum Revisionshonorar auf dieperiodische Berichterstattung durch das Group Internal Audit.Das Group Audit & Risk Committee berichtet dem Gesamtverwaltungsrateinmal pro Jahr über die Tätigkeit der Revisionsgesellschaftund die Beurteilung ihrer Leistung.Der direkte Zugang der externen Revision zum Verwaltungsratist jederzeit gewährleistet. Mit dem Präsidenten des Verwaltungsratessowie dem Vorsitzenden des Group Audit & RiskCommittee finden regelmässige Gespräche statt. Themenwaren 2011:◆ Analyse und Beurteilung von Risiken◆ Prüfstrategie und Prüfplan◆ Umsetzungsstand von Prüfempfehlungen◆ Besprechung von wesentlichen Prüfungsfeststellungen◆ Areas of Judgement im Jahresabschluss◆ Entwicklungen in der Rechnungslegung◆ Festlegung Revisionshonorar◆ Beurteilung der Arbeit der Revisionsstelle◆ Zusammenarbeit interne und externe Revision9 InformationspolitikDie Liechtensteinische Landesbank informiert Aktionäre,Kunden, Mitarbeitende und die Öffentlichkeit gleichzeitig, umfassendund regelmässig. Auf diese Weise wird die Gleichbehandlungaller Anspruchsgruppen sichergestellt. Durch die Institutionalisierungund Pflege der Beziehungen sowie denAufbau und Erhalt eines Vertrauensverhältnisses zur Finanzwelt,aber auch zu den Medien und allen weiteren interessiertenInformationsempfängern sollen die Chancengleichheitund die Transparenz gewährleistet werden.Die wichtigsten Informationsinstrumente sind die Websitewww.llb.li, der Geschäfts- und der Halbjahresbericht, Medienmitteilungen,die Bilanzpräsentation respektive der ConferenceCall für Medien und Analysten sowie die Generalversammlung.Die Liechtensteinische Landesbank erstellt für das Geschäftsjahr2011 keinen Entschädigungsbericht im Sinne von Ziff. 8des Anhangs 1 («Empfehlungen zu den Entschädigungen fürVerwaltungsrat und Geschäftsleitung») des «Swiss Code of BestPractice for Corporate Governance» der economiesuisse. DieAngaben zu den Entschädigungen und Beteiligungen der Mitgliederdes Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung sowie7273Geschäftslage i Corporate Governance


zu den Darlehen an dieselben sind im Anhang zur konsolidiertenJahresrechnung der LLB-Gruppe, «Geschäftsvorfälle mitnahe stehenden Unternehmen und Personen», Seiten 135 bis137, im Detail aufgeführt. In Anlehnung an den «Swiss Code ofBest Practice for Corporate Governance» wurde an der Generalversammlungvom 6. Mai 2011 im Rahmen des Traktandums«Genehmigung des Geschäftsberichtes und des konsolidiertenGeschäftsberichtes» auf die Entschädigungen gesondert eingegangen.Als börsenkotiertes Unternehmen ist die LiechtensteinischeLandesbank zur Bekanntgabe kursrelevanter Informationen(Ad-hoc-Publizität, Art. 72 Kotierungsreglement) verpflichtet.Für die automatische Zustellung von Ad-hoc-Mitteilungengemäss der Richtlinie betreffend Ad-hoc-Publizität kann sichein Interessent unter www.llb.li/registrierung anmelden. Adhoc-Mitteilungenwerden unter www.llb.li/medienmitteilungenveröffentlicht.Agenda 2012Datum Zeit Veranstaltung27. März 2012 7.00 Uhr Veröffentlichung Jahresergebnis 2011, AufschaltungOnline-Geschäftsbericht 2011 auf www.llb.li10.30 Uhr Bilanzmedien- und Analystenkonferenz28. März 2012 Inserat zum Jahresergebnis 2011 im LiechtensteinerVaterland und im Liechtensteiner Volksblatt13. April 2012 Auflage gedruckter Geschäftsbericht 20114. Mai 2012 18.00 Uhr Generalversammlung8. Mai 2012 Ex-Dividende11. Mai 2012 Dividendenzahlung30. August 2012 7.00 Uhr Veröffentlichung Halbjahresergebnis 2012, Auflagegedruckter Halbjahresbericht 2012 und AufschaltungOnline-Halbjahresbericht 2012 auf www.llb.li10.30 Uhr Conference Call31. August 2012 Inserat zum Halbjahresergebnis 2012 im LiechtensteinerVaterland und im Liechtensteiner VolksblattFür Fragen steht Ihnen der Verantwortliche für InvestorRelations zur Verfügung:Dr. Cyrill SeleLeiter Group Corporate CommunicationsTelefon +423 236 82 09Fax +423 236 87 71E-Mail cyrill.sele@llb.li10 Wesentliche Änderungen seit dem BilanzstichtagDr. Josef Fehr trat aus persönlichen Gründen und auf eigenenWunsch per 16. Januar 2012 als Vorsitzender der GruppenundGeschäftsleitung zurück. Der Verwaltungsrat ernannteseinen bisherigen Stellvertreter Roland Matt zum Chief ExecutiveOfficer und beförderte Christoph M. Reich zum ChiefFinancial Officer und zum neuen Mitglied der Gruppen- undGeschäftsleitung. Die Gruppen- und Geschäftsleitung bestehtneu aus fünf Mitgliedern. Der Prozess der Rekrutierung für dievakante Position des Leiters des Geschäftsfeldes Markt Internationalhat begonnen.Verwaltungsrat und Gruppen- und Geschäftsleitung wollendie Organisationsstruktur der LLB-Gruppe noch stärker auf dieKunden und Märkte ausrichten und haben ein entsprechendesProjekt gestartet. Das Inkrafttreten der neuen Organisationsstrukturist für 1. Juli 2012 geplant.Mit der Kotierung an der SIX Swiss Exchange ist für die LLB-Gruppe massgeblich, wie die Schweiz die Vergütungsthematikregelt. Das Schweizer Parlament will bis zum Sommer 2012einen Gegenvorschlag zur sogenannten Abzocker-Initiative ausarbeiten.Für das EWR-Land Liechtenstein ist zugleich auchdie Entwicklung in der Europäischen Union relevant. Am 1. Januar2012 traten in Liechtenstein die Vorschriften der neuenEU-Vergütungsregelung in Kraft.Der Verwaltungsrat hat am 18. August 2011 ein Gruppenreglement«Vergütungsstandards» für die LiechtensteinischeLandesbank AG und deren Gruppengesellschaften genehmigt.Grundlage sind der Anhang 4.4 der Verordnung über die Bankenund Wertpapierfirmen (Bankenverordnung) und die neueEU-Richtlinie 2010/76/EU. Wie in den Übergangsbestimmungender Bankenverordnung festgehalten, gilt die Regelung fürVergütungen von Leistungen, die im Jahr 2012 erbracht werden.Der Erlass von darauf aufbauenden Vergütungsreglementenfür die Liechtensteinische Landesbank AG und deren Gruppengesellschaftenist für 2012 vorgesehen.


2Konsolidierte Jahresrechnung der LLB-GruppeRevisionsbericht 77 i Konsolidierter Jahresbericht 78 i Konsolidierte Erfolgsrechnung 80Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung 81 i Konsolidierte Bilanz 82Konsolidierte Eigenkapitalentwicklung 83 i Konsolidierte Mittelflussrechnung 84Anhang zur konsolidierten Jahresrechnung 86Rechnungslegungsgrundsätze 86 i Risikomanagement 92 i Segmentberichterstattung 111Anmerkungen zur konsolidierten Erfolgsrechnung 113 i Anmerkungen zur konsolidiertenBilanz 117 i Anmerkungen zu den konsolidierten Ausserbilanzgeschäften 131 i Vorsorgepläneund andere langfristig fällige Leistungen 132 i Geschäftsvorfälle mit nahe stehendenUnternehmen und Personen 135 i Konsolidierungskreis 139 i Kundenvermögen 141Konsolidierte Jahresrechnung


Revisionsbericht7677Als Konzernprüfer haben wir die konsolidierte Jahresrechnung(Erfolgsrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Eigenkapitalentwicklung,Mittelflussrechnung und Anhang, Seiten80 bis 142) und den kon solidierten Jahresbericht (Seiten 78 bis79) der Liechtensteinischen Landesbank Aktien ge sell schaftfür das am 31. Dezember 2011 abgeschlossene Geschäftsjahrgeprüft.Für die konsolidierte Jahresrechnung und den konsolidiertenJahresbericht ist der Verwaltungs rat verantwortlich, währendunsere Aufgabe darin besteht, diese zu prüfen und zubeurteilen. Wir be stätigen, dass wir die gesetzlichen Anforderungenhinsichtlich Befähigung und Unabhängigkeit erfüllen.Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des liechtensteinischenBerufsstandes sowie den International Standardson Auditing, wonach eine Prüfung so zu planen und durchzuführenist, dass wesentliche Fehlaussagen in der konsolidiertenJahresrechnung und im konsolidierten Jahresbericht mit angemessenerSicherheit erkannt werden. Wir prüften die Postenund Angaben der konsolidierten Jahresrechnung mittels Analysenund Erhebungen auf der Basis von Stichproben. Fernerbeur teil ten wir die Anwendung der massgebenden Rechnungslegungsgrundsätze,die wesentlichen Bewer tungsentscheidesowie die Darstellung der konsolidierten Jahresrechnung alsGanzes. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine ausreichendeGrundlage für unser Urteil bildet.Gemäss unserer Beurteilung vermittelt die konsolidierteJahresrechnung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendesBild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmungmit den International Financial Reporting Standards(IFRS) und entspricht dem liechtensteinischen Gesetz.Der konsolidierte Jahresbericht steht mit der konsolidiertenJahresrechnung im Einklang.Wir empfehlen, die vorliegende konsolidierte Jahresrechnungzu genehmigen.PricewaterhouseCoopers AGHans WeyRoman Berlinger(Mandatsleiter)St. Gallen, 5. März 2012Konsolidierte Jahresrechnung i Revisionsbericht


Konsolidierter JahresberichtKonzernergebnisDie konsolidierte Jahresrechnung ist gemäss den InternationalFinancial Reporting Standards (IFRS) erstellt. Das den Aktionärender LLB AG zustehende Ergebnis 2011 beläuft sich aufCHF 11.0 Mio. (2010: CHF 102.8 Mio.), was einem Rückganggegenüber dem Vorjahr von 89.3 Prozent entspricht. Aufgrundgeringerer Kundenaktivitäten reduzierte sich der Erfolg ausdem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft um 6.8 Prozent.Die gestiegenen Zinsabsicherungskosten führten zueinem Verlust aus dem Handelsgeschäft. Auch trug die Einzelwertberichtigungeines Lombardkredits dazu bei, dass der Gewinnzurückging. Das Konzernergebnis beträgt für das Jahr2011 CHF 15.4 Mio. (2010: CHF 108.5 Mio.).Das Verhältnis Geschäftsaufwand zu Geschäftsertrag lagbei 95.6 Prozent (2010: 72.7 %). Das Ergebnis pro Aktie sankauf CHF 0.38 (2010: CHF 3.61).KundenvermögenDie Akquisitionsleistungen der LLB-Gruppe führten zu einemNetto-Neugeld-Zufluss von CHF 0.6 Mia. (2010: CHF 2.7 Mia.).Dennoch reduzierten sich die Kundenvermögen um CHF 1.7 Mia.bedingt durch die weitere Stärkung des Schweizer Frankensund performancebedingter Vermögensabnahmen.Die Kundenvermögen betrugen per 31. Dezember 2011CHF 48.1 Mia. (31.Dezember2010: CHF 49.8 Mia.), diesentspricht einem Rückgang von 3.4 Prozent. Die Vermögenin eigenverwalteten Fonds blieben mit CHF 3.6 Mia. auf Vorjahresniveau,die Vermögen mit Verwaltungsmandat verringertensich um 12.1 Prozent auf CHF 7.5 Mia. Die übrigenKundenvermögen beliefen sich auf CHF 37.0 Mia. (31.Dezember2010:CHF 37.6 Mia.).Kundenvermögen per 31. Dezember 2011CHF 48.1 MilliardenVermögen in eigenverwalteten Fonds 7.4 %Vermögen mit Verwaltungsmandat 15.7 %Übrige Kundenvermögen 76.9 %ErfolgsrechnungUngeachtet der volatilen Märkte und des starken SchweizerFrankens konnten wir im Geschäftsjahr 2011 einen Geschäftsertragvon CHF 404.9 Mio. ausweisen. Das sind CHF 31.9 Mio.beziehungsweise 7.3 Prozent weniger als im Vorjahr.Wie in den Vorjahren trugen hauptsächlich die beidenErtragssäulen Zinsengeschäft sowie Kommissions- und Dienstleistungsgeschäftzum Geschäftsertrag bei. Der Erfolg ausdem Zinsengeschäft stieg um 8.3 Prozent auf CHF 189.8 Mio.(2010: CHF 175.2 Mio.). Grund dafür war hauptsächlich ein um9.3 Prozent auf CHF 107.4 Mio. gesunkener Zinsaufwand sowieein um 1.2 Prozent höherer Zinsertrag dank gestiegenerKundenausleihungen. Zwar erholten sich die Finanzmärkte imersten Halbjahr 2011, doch wurde dies durch die negative Entwicklungim Euro-Raum im weiteren Jahresverlauf kompensiert.Vor diesem Hintergrund und angesichts des starken SchweizerFrankens konnten die erwarteten Erträge im DienstleistungsundKommissionsgeschäft nicht generiert werden. Dies hattezur Folge, dass der Erfolg aus dem Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäftum 6.8 Prozent auf CHF 208.9 Mio. (2010:CHF 224.0 Mio.) sank. Grund dafür waren im Wesentlichen um11.9 Prozent niedrigere Courtagen, sie betrugen im BerichtsjahrCHF 73.4 Mio., sowie ein um 7.4 Prozent geringerer Erfolgaus der Wertschriftenverwaltung, dieser belief sich auf CHF 37.5Mio. Positiv wirkte sich aus, dass der Aufwand des übrigenDienstleistungs- und Kommissionsgeschäfts um CHF 4.8 Mio.beziehungsweise 14.6 Prozent auf CHF 28.1 Mio. zurückging.Insgesamt reduzierte sich der Aufwand aus dem Dienstleistungs-und Kommissionsgeschäft um CHF 4.0 Mio. beziehungsweise8.5 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Aus Handelsgeschäftenhingegen resultierte ein Verlust von CHF 6.2 Mio.;2010 hatte die LLB-Gruppe noch einen Gewinn von CHF 27.5Mio. verbucht. Grund hierfür ist insbesondere die Wertänderungder Zinssatzswaps, welche zu einem Verlust von CHF 33.8Mio. im Jahr 2011 führte (2010: Verlust von CHF 2.1 Mio.).Der übrige Erfolg betrug CHF 11.8 Mio. (2010: CHF 13.5 Mio.).Der Geschäftsaufwand erhöhte sich 2011 um 22.0 Prozentauf CHF 387.1 Mio. Im Wesentlichen ist dies auf die Einzelwertberichtigungeines Lombardkredits sowie auf höhere Rückstellungenfür operationelle Risiken zurückzuführen. Hinzukamen um CHF 6.5 Mio. höhere Abschreibungen und Amortisationenaufgrund der getätigten Investitionen im Zusammenhangmit der Einführung der Bankensoftware Avaloq.Der Personalaufwand lag mit CHF 181.1 Mio. nur leichtüber dem Vorjahreswert von CHF 178.3 Mio. Der Sachaufwandstieg um CHF 3.4 Mio. beziehungsweise 4.1 Prozent aufCHF 88.1 Mio. (2010: CHF 84.6 Mio.). Diese Zunahme resultiertaus erhöhten Aufwendungen für die neue gruppenweiteIT-Plattform sowie einmaligen Kosten für das 150-Jahr-Jubiläumder Liechtensteinischen Landesbank AG.Per Ende 2011 beschäftigte die LLB-Gruppe teilzeitbereinigt1'123 Mitarbeitende (31. Dezember2010: 1'087 Mitarbeitende).Der durchschnittliche Personalbestand lag im Berichtsjahrbei 1'105 Mitarbeitenden (2010: 1'070 Mitarbeitende).


Geschäftsertrag 20117879CHF 404.9 MillionenErfolg Zinsengeschäft 46.9 %Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 51.6 %Übrige 1.5 %BilanzDie konsolidierte Bilanzsumme belief sich per 31. Dezember2011 auf CHF 21.1 Mia., was im Vergleich zum Vorjahr einemRückgang von 4.8 Prozent entspricht. Dies ist vor allem aufdie Reduktion der Finanzanlagen um CHF 2.8 Mia. zurückzuführen.Der Rückgang der Finanzanlagen steht unter anderemim Zusammenhang mit der geplanten Veräusserung derTochtergesellschaft swisspartners Investment Network AG.In Übereinstimmung mit IFRS werden die Vermögenswerte derTochtergesellschaft in der Bilanz separat unter der Position«Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte»ausgewiesen (weitere Informationen siehe Anmerkung 40).Die Kundenausleihungen erhöhten sich um 4.6 Prozent aufCHF 10.3 Mia. Auf der Passivseite stiegen die Verpflichtungengegenüber Kunden um 5.7 Prozent auf CHF 15.8 Mia. Diefinanziellen Verpflichtungen, die erfolgswirksam zum FairValue bewertet werden, sind per 31. Dezember 2011 vollständigunter der Position «Verpflichtungen von zur Veräusserunggehaltene langfristige Vermögenswerte» ausgewiesen.Das den Aktionären der LLB AG zustehende Eigenkapitalhat sich per 31. Dezember 2011 um 7.9 Prozent auf CHF 1.5 Mia.reduziert. Die Tier 1 Ratio lag bei 13.9 Prozent (31.Dezember2010: 13.9 %). Die Rendite auf dem den Aktionären der LLB AGzustehenden Eigenkapital erreichte per 31. Dezember 20110.7 Prozent (31. Dezember 2010: 6.2 %).Konsolidierte Jahresrechnung i Konsolidierter Jahresbericht


Konsolidierte Erfolgsrechnungin Tausend CHF Anmerkung 2011 2010 + /– %Zinsertrag 297'190 293'638 1.2Zinsaufwand –107'412 –118'484 –9.3Erfolg Zinsengeschäft 1 189'778 175'154 8.3Ertrag Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 251'684 270'794 –7.1Aufwand Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft –42'800 –46'763 –8.5Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 2 208'884 224'031 –6.8Erfolg Handelsgeschäft 3 –6'192 27'509Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 4 449 –342Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmen 5 190 –3'020Übriger Erfolg 6 11'838 13'542 –12.6Total Geschäftsertrag 404'947 436'874 –7.3Personalaufwand 7 –181'093 –178'320 1.6Sachaufwand 8 –88'071 –84'631 4.1Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen 9 –36'177 –29'640 22.1Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste 10 –81'788 –24'798 229.8Total Geschäftsaufwand –387'129 –317'389 22.0Ergebnis vor Steuern 17'818 119'485 –85.1Steuern 11 –2'413 –11'005 –78.1Konzernergebnis 15'405 108'480 –85.8Davon entfallen auf:Aktionäre der LLB AG 10'954 102'806 –89.3Minderheiten 4'451 5'674 –21.6Ergebnis pro Aktie, das den Aktionären der LLB AG zustehtUnverwässertes Ergebnis pro Aktie (in CHF) 12 0.38 3.61 –89.5Verwässertes Ergebnis pro Aktie (in CHF) 12 0.38 3.61 –89.5


Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung8081in Tausend CHF Anmerkung 2011 2010 + / – %Konzerngewinn in der Erfolgsrechnung 15'405 108'480 –85.8Sonstiges Gesamtergebnis (nach Steuern)Aktuarielle Gewinne und Verluste gemäss IAS 19 37/38 –41'227 4'694Steuereffekte 29/37/38 5'735 –633Währungsumrechnung 37 –922 –3'040 –69.7Total sonstiges Gesamtergebnis –36'414 1'021Gesamtergebnis für die Periode –21'009 109'501Davon entfallen auf:Aktionäre der LLB AG –24'040 104'408Minderheiten 3'031 5'093 –40.5Konsolidierte Jahresrechnung i Konsolidierte Gesamtergebnisrechnung


Konsolidierte Bilanzin Tausend CHF Anmerkung 31.12.2011 31.12.2010 + /– %AktivenFlüssige Mittel 13 896'749 572'706 56.6Forderungen aus Geldmarktpapieren 0 286'931 –100.0Forderungen gegenüber Banken 14 6'819'971 6'852'622 –0.5Kundenausleihungen 15 10'327'445 9'874'584 4.6Handelsbestände 16 4'379 7'802 –43.9Derivative Finanzinstrumente 17 125'988 168'796 –25.4Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 18 937'954 3'727'949 –74.8Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 19 30 5'115 –99.4Liegenschaften und übrige Sachanlagen 20 178'524 170'718 4.6Als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften 20 23'090 22'200 4.0Goodwill und andere immaterielle Anlagen 21 199'622 306'326 –34.8Latente Steuerforderungen 29 27'597 24'137 14.3Rechnungsabgrenzungen 46'538 39'943 16.5Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte 40 1'473'301 0Übrige Aktiven 22 34'786 106'149 –67.2Total Aktiven 21'095'974 22'165'978 –4.8FremdkapitalVerpflichtungen gegenüber Banken 24 595'105 389'464 52.8Verpflichtungen gegenüber Kunden 25 15'769'758 14'926'149 5.7Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen 26 0 99'524 –100.0Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 27 0 2'857'146 –100.0Derivative Finanzinstrumente 17 166'387 162'361 2.5Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 28 1'249'356 1'617'296 –22.8Laufende Steuerverpflichtungen 6'032 32'582 –81.5Latente Steuerverpflichtungen 29 30'810 38'314 –19.6Rechnungsabgrenzungen 33'994 41'902 –18.9Verpflichtungen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte 40 1'438'236 0Übrige Verpflichtungen 30 158'761 226'294 –29.8Rückstellungen 31 5'871 1'887 211.1Total Fremdkapital 19'454'310 20'392'919 –4.6EigenkapitalAktienkapital 33 154'000 154'000 0.0Abzüglich eigene Aktien 34 –206'179 –198'387 3.9Kapitalreserven 35 49'458 49'479 0.0Gewinnreserven 36 1'594'895 1'686'949 –5.5Sonstige Reserven 37 –51'666 –18'672 176.7Total den Aktionären der LLB AG zustehendes Eigenkapital 1'540'508 1'673'369 –7.9Minderheitsanteile 38 101'156 99'690 1.5Total Eigenkapital 1'641'664 1'773'059 –7.4Total Fremd- und Eigenkapital 21'095'974 22'165'978 –4.8


Konsolidierte Eigenkapitalentwicklung8283in Tausend CHFden Aktionären der LLB AG zustehendTotalAktien- Eigene Kapital- Gewinn- Sonstige Minder- EigenkapitalAktien reserven reserven Reserven Total heiten kapitalStand am 1. Januar 2009 154'000 –201'848 49'768 1'609'671 –39'576 1'572'015 95'542 1'667'557Konzerngewinn in der Erfolgsrechnung 174'245 174'245 6'783 181'028Aktuarielle Gewinne und Verluste gemäss IAS 19 inkl. Steuereffekte 15'890 15'890 –253 15'637Währungsumrechnung –588 –588 –588Gesamtergebnis 2009 174'245 15'302 189'547 6'530 196'077Veränderung eigene Aktien 2'144 –24 2'120 2'120Dividende 2008, Zahlung 2009 –96'848 –96'848 –96'848Dividende an Minderheiten 2008, Zahlung 2009 –1'510 –1'510 –2'330 –3'840Erhöhung (Reduktion) Minderheitsanteile 0 –2'620 –2'620Zuwendung an die LLB-Arbeitgeberstiftung –2'000 2'000 0 0Übrige Veränderungen 895 895 895Stand am 31. Dezember 2009 154'000 –199'704 49'744 1'684'453 –22'274 1'666'219 97'122 1'763'341Konzerngewinn in der Erfolgsrechnung 102'806 102'806 5'674 108'480Aktuarielle Gewinne und Verluste gemäss IAS 19 inkl. Steuereffekte 4'642 4'642 –581 4'061Währungsumrechnung –3'040 –3'040 –3'040Gesamtergebnis 2010 102'806 1'602 104'408 5'093 109'501Veränderung eigene Aktien 1'317 –265 1'052 1'052Dividende 2009, Zahlung 2010 –96'900 –96'900 –96'900Dividende an Minderheiten 2009, Zahlung 2010 –1'413 –1'413 –2'336 –3'749Erhöhung (Reduktion) Minderheitsanteile 0 –189 –189Zuwendung an die LLB-Arbeitgeberstiftung –2'000 2'000 0 0Übrige Veränderungen 3 3 3Stand am 31. Dezember 2010 154'000 –198'387 49'479 1'686'949 –18'672 1'673'369 99'690 1'773'059Konzerngewinn in der Erfolgsrechnung 10'954 10'954 4'451 15'405Aktuarielle Gewinne und Verluste gemäss IAS 19 inkl. Steuereffekte –34‘072 –34‘072 –1‘420 –35‘492Währungsumrechnung –922 –922 –922Gesamtergebnis 2011 10'954 –34‘994 –24‘040 3‘031 –21‘009Veränderung eigene Aktien –7'792 –21 –7'813 –7'813Dividende 2010, Zahlung 2011 –96'636 –96'636 –96'636Dividende an Minderheiten 2010, Zahlung 2011 –1'283 –1'283 –2'366 –3'649Erhöhung (Reduktion) Minderheitsanteile 0 801 801Zuwendung an die LLB-Arbeitgeberstiftung –2'000 2'000 0 0Zuwendung an die LLB-Zukunftsstiftung –3'000 –3'000 –3'000Übrige Veränderungen –89 –89 –89Stand am 31. Dezember 2011 154'000 –206'179 49'458 1'594'895 –51'666 1'540'508 101'156 1'641'664Konsolidierte Jahresrechnung i Konsolidierte Eigenkapitalentwicklung


Konsolidierte Mittelflussrechnungin Tausend CHF 2011 2010Mittelfluss aus operativer GeschäftstätigkeitErhaltene Zinsen (ohne Finanzanlagen) 292'742 300'770Erhaltene Zinsen auf Finanzanlagen 12'496 12'753Erhaltene Dividenden auf Finanzanlagen 624 549Bezahlte Zinsen –111'632 –126'626Erhaltene Dienstleistungsgebühren und Kommissionen 246'429 269'843Bezahlte Dienstleistungsgebühren und Kommissionen –35'102 –50'357Einnahmen aus Handelsgeschäften 27'320 29'917Übrige Einnahmen 5'966 7'653Zahlungen für Personal und Sachkosten –276'080 –272'895Übrige Ausgaben –669 –399Bezahlte Gewinnsteuern –28'890 –35'701Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit vor Veränderungender Vermögen und Verpflichtungen aus operativer Geschäftstätigkeit 133'204 135'507Forderungen / Verpflichtungen gegenüber Banken 439'529 1'087'142Finanzanlagen aus Versicherungsverträgen 1'651'810 501'475Handelsbestände inklusive Wiederbeschaffungswerte netto 16'716 1'185Forderungen / Verpflichtungen gegenüber Kunden 290'134 –259'207Übrige Aktiven 59'291 13'833Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen –49'468 –33'363Finanzielle Verpflichtungen –1'603'287 –541'121Übrige Verpflichtungen 2'081 –4'946Veränderungen der Vermögen und der Verpflichtungen aus operativer Geschäftstätigkeit 806'806 764'998Netto-Mittelfluss aus operativer Geschäftstätigkeit 940'010 900'505Mittelfluss aus InvestitionstätigkeitErwerb von Liegenschaften und übrige Sachanlagen –25'073 –25'941Veräusserung von Liegenschaften und übrige Sachanlagen 0 4'765Veräusserung von als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften 555 430Erwerb von anderen immateriellen Anlagen –13'340 –32'667Erwerb von Finanzanlagen –271'233 –259'344Veräusserung von Finanzanlagen 265'091 274'129Erwerb von assoziierten Gesellschaften –25 0Veräusserung von assoziierten Gesellschaften 5'300 0Erhöhung der Anteile an Gruppengesellschaften –4'974 –3'603Netto-Mittelfluss aus Investitionstätigkeit –43'699 –42'231Mittelfluss aus FinanzierungstätigkeitErwerb eigener Aktien –10'615 –2'895Veräusserung eigener Aktien 2'802 3'947Dividendenausschüttung –96'636 –96'900Zuwendung an die LLB-Arbeitgeberstiftung, LLB-Zukunftsstiftung –5'000 –2'000Minderheiten –2'848 –3'938Ausgabe von Schuldtiteln und Pfandbriefdarlehen 397'920 167'372Rücknahme von Schuldtiteln und Pfandbriefdarlehen –765'389 –550'852Netto-Mittelfluss aus Finanzierungstätigkeit –479'766 –485'266


Konsolidierte Jahresrechnung i Konsolidierte Mittelflussrechnung8485in Tausend CHF 2011 2010Auswirkungen der Währungsumrechnung –922 –3'040Netto-Zunahme / (-Abnahme) des Zahlungsmittelbestandes 415'623 369'968Zahlungsmittelbestand am Jahresanfang 1'874'238 1'504'270Zahlungsmittelbestand am Jahresende 2'289'861 1'874'238Der Zahlungsmittelbestand umfasst:Flüssige Mittel 896'749 572'706Flüssige Mittel aus zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte 12 0Forderungen aus Geldmarktpapieren (ursprüngliche Laufzeit bis 3 Monate) 0 286'931Forderungen gegenüber Banken (täglich fällig) 1'374'922 1'014'601Forderungen gegenüber Banken (täglich fällig) aus zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte 18'178 0Total Zahlungsmittelbestand 2'289'861 1'874'238


Rechnungslegungsgrundsätze1 Grundlegende InformationenDie LLB-Gruppe bietet eine breite Palette von Finanzdienstleistungenan. Der Schwerpunkt liegt in den Bereichen Vermögensverwaltungund Anlageberatung für private und institutionelleKunden sowie im Privat- und Firmenkundengeschäft.Die Liechtensteinische Landesbank Aktiengesellschaft,gegründet und mit Sitz in Vaduz, ist die Muttergesellschaft derLLB-Gruppe. Sie ist an der SIX Swiss Exchange kotiert.Die vorliegende konsolidierte Jahresrechnung wurde vomVerwaltungsrat in seiner Sitzung vom 1. März 2012 genehmigtund zur Veröffentlichung freigegeben.Zudem muss die konsolidierte Jahresrechnung der Generalversammlungvom 4. Mai 2012 zur Genehmigung vorgelegtwerden.2 Zusammenfassung der wesentlichenRechnungslegungsgrundsätzeDie wesentlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden,die bei der Erstellung der vorliegenden konsolidierten Jahresrechnungangewendet wurden, sind im Folgenden dargestellt.Die beschriebenen Methoden wurden konsequent auf die dargestelltenBerichtsperioden angewendet, sofern nichts anderesangegeben ist.2.1 Grundlagen der AbschlusserstellungDie konsolidierte Jahresrechnung wurde in Übereinstimmungmit den International Financial Reporting Standards (IFRS)erstellt.Der Konzernabschluss wurde, mit Ausnahme der Neubewertungvon einigen finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten,auf der Basis der historischen AnschaffungsoderHerstellungskosten erstellt.Die IFRS enthalten Richtlinien, die von der LLB-Gruppe beider Erstellung der konsolidierten Jahresrechnung Annahmenund Schätzungen erfordern. Goodwill, immaterielle Anlagen,Fair-Value-Bestimmungen für Finanzinstrumente sowie Vorsorgeplänesind Bereiche mit höheren Beurteilungsspielräumen,bei denen Annahmen und Schätzungen von entscheidenderBedeutung für den Konzernabschluss sind. Erläuterungen dazusind unter Anmerkung 21, Anmerkung 39 und unter den Vorsorgeplänen(Seite 132) aufgeführt.Anpassung von bestehenden Standards beziehungsweiseNeuinterpretationen, die ab 2011 anzuwenden sind:◆ IAS 24 (angepasst) «Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen». Der revidierteStandard ändert die Definition der Beziehung zu nahe stehendenPersonen und Unternehmen sowie die Befreiungvon gewissen Offenlegungspflichten von Transaktionenzwischen der Regierung nahe stehende Unternehmen.◆ IAS 32 (angepasst) «Finanzinstrumente: Darstellung». DieAnpassung sieht vor, dass Bezugsrechte als Eigenkapitalzu klassifizieren sind, wenn deren Ausübung zu einem fixenBarbetrag erfolgt, wobei die Währung des Ausübungspreisesirrelevant ist, sofern die Bezugsrechte anteilsmässigzum selben Betrag an alle Anteilseigner ausgegeben werden.◆ IFRIC 14 (angepasst) «Vorauszahlung einer Mindestdotierungsverpflichtung».Die vom IASB vorgenommenenAnpassungen im IFRC 14, welcher eine Interpretation vonIAS 19 «Leistungen an Arbeitnehmer» darstellt, präzisiert,dass freiwillige Zahlungen in einen Vorsorgeplan mit Überdeckungals Vermögenswert zu erfassen ist.◆ IFRIC 19 (angepasst) «Tilgung finanzieller Verbindlichkeitendurch Eigenkapitalinstrumente». Wenn ein KreditnehmerEigenkapitalinstrumente zur vollständigen oder partiellenTilgung der finanziellen Verbindlichkeit an Kreditgeber ausgibt,sind diese Eigenkapitalinstrumente als gezahltes Entgeltanzusehen und der Kreditnehmer hat die finanzielle Verbindlichkeitvollständig oder partiell auszubuchen.Diese Änderungen haben keinen Einfluss auf den Jahresabschluss.Auf die frühzeitige Anwendung zusätzlicher ab dem 1. Januar2012 oder später gültiger Standards und Interpretationenwurde verzichtet. Es sind dies:◆ IAS 12, «Ertragsteuern» (Geschäftsjahre beginnend am1. Januar 2012). Die Änderung betrifft die Renditeliegenschaften,die zum Fair Value bewertet werden, wobeibei der Ermittlung der latenten Steuern die Erwartung zuberücksichtigen ist, ob sich der Buchwert durch Verkaufoder Nutzung der Liegenschaft resultieren lässt.◆ IAS 19, «Leistungen an Arbeitnehmer» (Geschäftsjahrebeginnend am 1. Januar 2013). Die vom IASB veröffentlichtenAnpassungen umfassen den Ansatz von Änderungenin der Nettoschuld (dem Nettovermögen) aus leistungsorientiertenPlänen einschliesslich der sofortigen Erfassungvon leistungsorientierten Kosten, dem Ansatz von Neubewertungenim sonstigen Gesamtergebnis, zudem werdenbessere Angaben zu leistungsorientierten Plänen gefordert.◆ IAS 27 «Konzern- und separate Abschlüsse nach IFRS» undIAS 28 «Anteile an assoziierten Unternehmen» im Zusammenhangmit der Einführung von IFRS 10 «Konzernabschlüsse»,IFRS 11 «Gemeinsame Vereinbarungen» und IFRS 12 «Angabenzu Beteiligungen an anderen Unternehmen» (Geschäftsjahrebeginnend am 1. Januar 2013). Die neuen IFRSStandards ersetzen beziehungsweise ergänzen die Bilanzierungund Offenlegung in Konzern- und Einzelabschlüssen.Weiter werden einzelne Definitionen in den Standards neuinterpretiert beziehungsweise ergänzt oder ersetzt.◆ IFRS 7, «Finanzinstrumente: Angaben» (Geschäftsjahre beginnendam 1. Juli 2011). Die angepasste Offenlegungspflichtsieht zusätzliche Angabepflichten zum Transfer von finanziellenVermögenswerten und den damit verbundenen Verpflichtungenvor.


◆ IFRS 9, «Finanzinstrumente» (Geschäftsjahre beginnend am1. Januar 2015). Der aktualisierte IFRS 9, welcher auch dieüberarbeiteten Regelungen zur Klassifizierung und Bewertungvon finanziellen Vermögenswerten beinhaltet, enthältAnwendungsrichtlinien zu finanziellen Verbindlichkeitenund zur Ausbuchung von Finanzinstrumenten. Der Standardsieht zwei Bewertungskategorien für finanzielle Vermögenswertevor: fortgeführte Anschaffungskosten und Fair Value.IFRS 9 verlangt, dass alle finanziellen Vermögenswerte nachdem Geschäftsmodell des Unternehmens für die Verwaltungder finanziellen Vermögenswerte und den vertraglichenCashflow-Merkmalen des Vermögenswerts klassifiziert werden.Nicht börsenkotierte Beteiligungstitel können in derGesamtergebnisrechnung zum Fair Value erfasst werden. Inder Gesamtergebnisrechnung einmal erfasste realisierteGewinne oder Verluste können nachträglich nicht mehr erfolgswirksamerfasst werden. Alle anderen finanziellen Vermögenswertewerden erfolgswirksam zum Fair Value bewertet.Die Designation erfolgt bei der Ersterfassung für jedesInstrument separat und ist unwiderruflich. Die Vorschriften inIAS 39 bezüglich der Klassifizierung und Bewertung von finanziellenVerbindlichkeiten wurden beibehalten. Die beidenBewertungskategorien für finanzielle Verbindlichkeiten bleibengegenüber den jetzigen Regelungen in IAS 39 («Finanzinstrumente:Ansatz und Bewertung») unverändert. DieKriterien für die Klassifizierung einer erfolgswirksam zum FairValue designierten finanziellen Verbindlichkeit bleibenebenfalls unverändert. Für erfolgswirksam zum Fair Value designiertefinanzielle Verbindlichkeiten werden Fair-Value-Veränderungen infolge des geänderten eigenen Kreditrisikoseines Unternehmens direkt in der Gesamtergebnisrechnunganstatt in der Erfolgsrechnung berücksichtigt.Ein Projektteam der LLB analysiert gegenwärtig die Auswirkungenauf die Jahresrechnung der LLB-Gruppe.Im Rahmen der jährlichen Verbesserungen wurden verschiedeneAnpassungen von sieben bestehenden Standardsund Interpretationen verabschiedet, die grösstenteils per 1. Januar2012 in Kraft treten. Das Projektteam hat diese neuenStandards, Interpretationen und Anpassungen beurteilt undist zum Schluss gekommen, dass diese die Finanzberichterstattungder LLB-Gruppe nicht wesentlich beeinflussen werden.2.2 KonsolidierungsgrundsätzeDie Darstellung der Konzernrechnung richtet sich nach derwirtschaftlichen Betrachtungsweise. Der Konsolidierungszeitraumentspricht dem jeweiligen Kalenderjahr. Bei allen konsolidiertenGesellschaften ist das Geschäftsjahr mit dem Kalenderjahridentisch.TochtergesellschaftenDie konsolidierte Rechnung umfasst die Abschlüsse der LiechtensteinischenLandesbank AG und ihrer Tochtergesellschaften.Gruppengesellschaften, an denen die LiechtensteinischeLandesbank AG direkt oder indirekt die Stimmenmehrheit besitztoder an denen sie auf andere Weise die Kontrolle ausübt,werden vollkonsolidiert. Erworbene Tochtergesellschaftenwerden von dem Zeitpunkt an konsolidiert, an welchem dieKontrolle auf die LLB übergeht, und zu dem Zeitpunkt entkonsolidiert,an dem die Kontrolle endet.Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode.Die Auswirkungen konzerninterner Transaktionen und Saldenwerden bei der Erstellung der Konzernrechnung eliminiert.Transaktionen mit Minderheiten werden im Eigenkapitalverbucht.Assoziierte GesellschaftenBeteiligungen an assoziierten Gesellschaften, bei denen dieLLB-Gruppe einen signifikanten Einfluss ausüben kann, abernicht die Kontrolle besitzt (in der Regel entspricht dies einemStimmenanteil zwischen 20 % und 50 %), werden nach derEquity-Methode bilanziert.Änderungen im KonsolidierungskreisDie Data Info Services AG, Vaduz, wurde im Jahr 2011 gegründet.Die Liechtensteinische Landesbank AG, Vaduz, hält50 Prozent an dieser Gesellschaft. Diese wurde nach derEquity-Methode in den Konsolidierungskreis aufgenommen.2.3 Allgemeine GrundsätzeErfassung der GeschäfteKäufe und Verkäufe von Handelsbeständen, derivativen Finanzinstrumentenund Finanzanlagen werden am Abschlusstagverbucht. Forderungen, einschliesslich Kundenausleihungen,werden im Zeitpunkt erfasst, in dem die Mittel an den Schuldnerfliessen.Abgrenzung der ErträgeErträge aus Dienstleistungen werden erfasst, wenn dieseerbracht wurden. Vermögensverwaltungsgebühren, Depotgebührenund ähnliche Erträge werden anteilsmässig währendder Dauer der Dienstleistung erfasst. Zinsen werdennach der effektiven Zinsmethode erfasst. Dividenden werdenmit der Entstehung des Rechtsanspruchs erfasst.Inland versus AuslandUnter «Inland» wird die Schweiz miteinbezogen.2.4 FremdwährungsumrechnungFunktionale Währung und BerichtswährungDie im Abschluss eines jeden Konzernunternehmens enthaltenenPosten werden auf Basis der jenigen Währung bewertet,die der Währung des primären wirtschaftlichen Umfeldes,in dem das Unter nehmen operiert, entspricht (funktionaleWährung).Der Konzernabschluss ist in Schweizer Franken ausgewiesen.Der Schweizer Franken stellt die funktionale Währung unddie Berichtswährung des Unternehmens dar.GruppengesellschaftenGruppengesellschaften, die in einer von der Konzernwährungabweichenden funktionalen Währung bilanzieren, werdenwie folgt umgerechnet: Aktiven und Verbindlichkeiten werdenzu den Bilanz stichtagskursen umgerechnet, die Positionender Erfolgsrechnung und der Mittelflussrechnung zum Durchschnittskursder Periode. Alle sich daraus ergebenden Umrechnungsdifferenzenwerden als se pa rate Posten im Eigenkapitalerfasst.8687Konsolidierte Jahresrechnung i Rechnungslegungsgrundsätze


Transaktionen und SaldenFremdwährungstransaktionen werden mit den Wechselkursenzum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet.Am Bilanzstichtag werden Aktiven und Passiven inFremd wäh rungen zu den Stichtagskursen umgerechnet. Dieaus der Bewertung resultierenden Kurserfolge wer den erfolgswirksamverbucht. Für die Währungsumrechnung wurdenfolgende Kurse verwendet:2.8 Forderungen aus GeldmarktpapierenForderungen aus Geldmarktpapieren werden bei erstmaligerErfassung zu effektiven Kosten bewertet, was dem Fair Valuebei Gewährung entspricht. Die Folgebewertung erfolgt zuamortisierten Kosten, wobei die Effektivzinsmethode angewendetwird.Zinsen auf Forderungen aus Geldmarktpapieren werdenperiodengerecht abgegrenzt und nach der Effektivzinsmethodeunter dem Zinsertrag ausgewiesen.Stichtagskurs 31. 12. 2011 31. 12. 20101 USD 0.9381 0.93751 EUR 1.2158 1.24351 GBP 1.4550 1.4475Durchschnittskurs 2011 20101 USD 0.8861 1.03811 EUR 1.2320 1.37821 GBP 1.4198 1.60372.5 SegmentberichterstattungDie Segmentberichterstattung stimmt mit den internenBerichten, die an den «Chief Operating Decision Maker» gemeldetwerden, überein. Der «Chief Operating Decision Maker»ist für die Allokation von Ressourcen und die Überwachungder Ergebnisse der Geschäftsfelder verantwortlich. In der LLB-Gruppe nimmt die Gruppenleitung diese Funktion wahr.Die Erträge und Aufwendungen werden nach dem Verantwortungsprinzip,basierend auf der Organisationsstruktur,den Geschäftsfeldern zugeordnet. Indirekte Kosten für interneLeistungsbeziehungen zwischen den Segmenten werden grundsätzlichnach dem Verursacherprinzip berücksichtigt: beimLeistungserbringer als Aufwandminderung und beim Leistungsempfängerals Aufwand. Im Corporate Center verbleiben dieErträge und Kosten für übergeordnete Dienstleistungen, dieden Segmenten nicht zugeteilt werden können. Ausserdem sinddie Konsolidierungsposten im Corporate Center enthalten. InÜbereinstimmung mit IFRS 8 ist die LLB-Gruppe in folgendeSegmente unterteilt: Markt Inland, Markt International undMarkt Institutionelle. Diese Struktur bildet die Basis für dieprimäre Segmentberichterstattung. Die geografische Segmentberichterstattungerfolgt nach dem Betriebsstättenprinzipin den Segmenten Liechtenstein, Schweiz und andere Länder.2.9 Forderungen gegenüber Banken und KundenausleihungenForderungen gegenüber Banken und Kundenausleihungenwerden bei erstmaliger Erfassung zu effek tiven Kosten bewertet,was dem Fair Value bei Gewährung entspricht. Die Folgebewertungerfolgt zu amortisierten Kosten, wobei die Effektivzinsmethodeangewendet wird.Zinsen auf For de rungen gegenüber Banken und Kundenausleihungenwerden periodengerecht abgegrenzt und nachder Effektivzinsmethode unter dem Zinsertrag ausgewiesen.Wertberichtigungen und Rückstellungen für KreditrisikenGrundsätzlich gewährt die LLB-Gruppe Ausleihungen nur aufgedeckter Basis beziehungsweise nur an Gegenparteien mitsehr hoher Bonität.Eine Ausleihung wird als wertbeeinträchtigt erachtet,wenn die Wahrscheinlichkeit besteht, dass nicht der gesamtegemäss Vertrag geschuldete Betrag einbringbar ist. Ursachenfür eine Wert min derung sind gegenparteien- oder länderspezifischerNatur. Hinweise für eine Wertminde rung sind:◆ Finanzielle Schwierigkeiten des Schuldners◆ Vertragsbruch wie beispielsweise ein Ausfall oder Verzugvon Zinsen- oder Tilgungszahlungen◆ Erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass der Kreditnehmerin Insolvenz oder ein sonstiges Sanierungsverfahren geht◆ Volkswirtschaftliche oder regionale wirtschaftlicheBedingungen, die mit Ausfällen bei den Vermögenswertender Gruppe korrelierenDie Höhe der Wertminderung bemisst sich als Differenzzwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert dergeschätzten zukünftigen Cashflows aus dieser Forderung,diskontiert mit dem Effek tivzinssatz. Eine Wertberichtigungfür Kreditrisiken wird als Herabsetzung des Buchwertes einerForderung in der Bilanz erfasst. Für Ausserbilanzpositionen,wie eine feste Zusage, wird dagegen eine Rückstellung fürKreditrisiken ausgewiesen. Die Wertminderungen werdenerfolgswirksam erfasst.2.6 ZahlungsmittelbestandDer Zahlungsmittelbestand umfasst die flüssigen Mittel, Forderungenaus Geldmarktpapieren mit einer Ursprungslaufzeitvon weniger als drei Monaten sowie Forderungen gegenüberBanken (täglich fällig).2.7 Flüssige MittelFlüssige Mittel enthalten Bargeld, Postscheckguthaben undGiro- beziehungsweise Sichtguthaben bei der SchweizerischenNationalbank und ausländischen Notenbanken sowie Clearing-Guthaben bei an erkannten Girozentralen und Clearing-Banken.2.10 Forderungen und Verpflichtungenaus VersicherungsverträgenDie Forderungen und Verpflichtungen aus Versicherungsverträgenwerden zum Fair Value be wer tet. Die Forderungenwerden auf der Aktivseite für 2011 unter der Bilanzposition«Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte»ausgewiesen. Auf der Passivseite werden für 2011 die Verpflichtungenin der Position «Verpflichtungen von zur Veräusserunggehaltene langfristige Vermögenswerte» ausgewiesen.Veränderungen der Fair Values und der Prä mien einnahmensowie der versicherungsmathematischen Rückstellungenwerden im «Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft»in der Position «Erfolg Versicherungsgeschäft» ausgewiesen.


Die Finanziellen Verpflichtungen werden zum Fair Value bewertet,da die korrespondierenden Ak ti ven ebenfalls zum FairValue bewertet sind und somit ein «Accounting Mismatch» verhindertwird.2.11 HandelsbeständeDie Handelsbestände setzen sich aus Aktien, Anleihen undstrukturierten Produkten zusammen. Zu Handelszwecken gehaltenefinanzielle Vermögenswerte werden zum Fair Valuebewertet. Short-Positionen in Wertschriften werden als Verpflichtungenaus Handelsbeständen zum Fair Value ausgewiesen.Realisierte und unrealisierte Gewinne und Verluste sowieZinsen und Dividenden werden im Erfolg Handelsgeschäfterfasst.Die Fair Values notierter Anteile bemessen sich nach demaktuellen Angebotspreis. Wenn für fi nan zielle Vermögenswertekein aktiver Markt besteht oder es sich um nicht notierte Vermögenswer te handelt, werden die Fair Values mittels geeigneterBewertungsmethoden (siehe 2.13 «Finanzanlagen»)ermittelt.2.12 Derivative FinanzinstrumenteAlle derivativen Finanzinstrumente werden als positive undnegative Wiederbeschaffungswerte, was dem Fair Value entspricht,bewertet und in der Bilanz ausgewiesen. Der Fair Valuewird aufgrund von Börsen notie rungen ermittelt; falls keinesolchen vorhanden sind, werden Bewertungsmodelle he ran -gezogen. Realisierte und nicht realisierte Gewinne und Verlustewerden im Erfolg Handels ge schäft erfasst.AbsicherungsgeschäfteDie LLB-Gruppe kann Hedge Accounting anwenden, wenndie Voraussetzungen gemäss IAS 39 für die Zulassung der Verbuchungals Absicherungsgeschäft erfüllt sind. Beim Abschlusseines Ab siche rungs geschäftes wird bestimmt, ob es sich umdie Absicherung des Fair Values einer Bilanz position (Fair ValueHedge) oder um die Absicherung eines künftigen Geldflusseseiner Bilanzposition beziehungsweise einer zukünftigen Transaktion(Cashflow Hedge) handelt.Bei einem Fair Value Hedge wird die Veränderung des FairValue des Absicherungsgeschäftes in der Erfolgsrechnung erfasst.Die Veränderung des Fair Value des abgesicherten Grundgeschäftes,die dem abgesicherten Risiko zugerechnet werdenkann, berichtigt den Buchwert des abgesicherten Grundgeschäftesund wird ebenfalls in die Erfolgsrechnung aufgenommen.Bei einem Cashflow Hedge wird die Veränderung des FairValue des effektiven Teils des Absiche rungsgeschäftes in einerseparaten Position im Eigenkapital erfasst. Der im Eigenkapitalausgewiesene Gewinn oder Verlust aus dem Absicherungsgeschäftwird in jenen Perioden erfolgswirksam verbucht, indenen auch die abgesicherten Zahlungsströme des Grundgeschäfteserfolgswirksam er fasst werden.Bestimmte Derivatgeschäfte stellen zwar wirtschaftlichgesehen Absicherungsgeschäfte dar und stehen im Einklangmit den Risikomanagement-Grundsätzen der LLB-Gruppe. Aufgrundder strengen und spezifischen IFRS-Richtlinien erfüllensie aber nicht die Kriterien, buchhalterisch als Ab sicherungsgeschäftebehandelt zu werden. Wertveränderungen werdenin der entsprechenden Periode im Erfolg Handelsgeschäfterfasst.2.13 FinanzanlagenDie Finanzanlagen können gemäss IFRS in verschiedene Kategorienunterteilt werden. Die Klassi fi zierung hängt vom jeweiligenZweck ab, für den die Finanzanlagen erworben wurden.Das Manage ment der LLB-Gruppe bestimmt die Klassifizierungder Finanzanlagen beim erstmaligen Ansatz. Im Ge schäftsjahr2011 wie auch im Geschäftsjahr 2010 wurden alle Finanzanlagender Kategorie «Finanz anlagen, erfolgswirksam zumFair Value bewertet (at fair value through profit and loss)»zugeordnet.Diese Designation ist in Übereinstimmung mit der Investitionsstrategie.Die Titel werden auf einer Fair-Value-Basisbewirtschaftet und deren Performance entsprechend evaluiert.Die Mitglieder der Gruppenleitung erhalten die entsprechendenInformationen.Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertetDie finanziellen Vermögenswerte werden zum Fair Value bilanziert.Nicht realisierte Gewinne oder Verluste abzüglich derzugehörigen Transaktionskosten werden im Erfolg aus Finanzanlagen,er folgs wirksam zum Fair Value bewertet, verbucht.Der Fair Value notierter Anteile bemisst sich nach dem aktuellenAngebotspreis. Wenn für finanzielle Vermögenswertekein aktiver Markt besteht oder es sich um nicht notierte Vermögenswertehandelt, wird der Fair Value mittels geeigneterBewer tungs methoden ermittelt. Diese umfassen: Bezugnahmenauf kürzlich stattgefundene Transak tio nen zwischenunabhängigen Geschäftspartnern; die Verwendung aktuellerMarktpreise anderer Ver mögens werte, die im Wesentlichendem betrachteten Vermögenswert ähnlich sind; das Dis counted-Cash flow-Verfahren; externe Preismodelle, welche die speziellenUmstände des Emitten ten berücksichtigen.Zinsen- und Dividendenerträge der Finanzanlagen werdenim Erfolg aus Finanzanlagen, er folgswirksam zum Fair Valuebewertet, erfasst. Zinsen werden periodengerecht abgegrenzt.2.14 Liegenschaften, als Finanzinvestitionengehaltene Liegenschaften und übrige SachanlagenLiegenschaften werden zu Anschaffungskosten, vermindertum die betriebswirtschaftlich erforderlichen Abschreibungen,bilanziert. Bankgebäude sind Liegenschaften, welche vonder LLB-Gruppe zur Erbringung von Dienstleistungen oder zuadministrativen Zwecken gehalten und genutzt werden, währendals Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften derErwirtschaftung von Miet erträgen und/oder der Wertsteigerungdienen. Wenn eine Liegenschaft teilweise als Finanzinvestitiondient, gilt für die Klassierung das Kriterium, ob diebeiden Teile einzeln verkauft werden können. Ist ein Teil verkaufmöglich, wird jeder Teilbereich entsprechend verbucht.Können die Teile nicht einzeln verkauft werden, wird die ganzeLiegenschaft als Bankgebäude klassiert, es sei denn, der alsBank gebäude genutzte Teil ist unbedeutend.Die übrigen Sachanlagen beinhalten Einrichtungen, Mobiliar,Maschinen und Informatik an lagen. Diese werden aktiviertund über die geschätzte Nutzungsdauer abgeschrieben.8889Konsolidierte Jahresrechnung i Rechnungslegungsgrundsätze


Die Abschreibungen erfolgen linear über die geschätzteNutzungsdauer:Liegenschaften33 JahreUnbebautes Landkeine AbschreibungBaunebenkosten10 JahreEinrichtungen, Mobiliar, Maschinen5 JahreInformatikanlagen3 JahreGeringfügige Anschaffungen werden direkt dem Sachaufwandbelastet. Unterhalts- und Reno vations aufwand wird in derRegel unter dem Sachaufwand verbucht. Wenn der Aufwandsubstanziell ist und zu einer wesentlichen Wertsteigerung beiträgt,erfolgt eine Aktivierung. Diese wird über die Nutzungsdauerabgeschrieben. Gewinne aus der Veräusserung von Sachanlagenwerden als übriger Erfolg ausgewiesen. Verluste ausdem Verkauf führen zu zusätzlichen Abschreibungen auf demAnlagevermögen.Die Werthaltigkeit von Liegenschaften und übrigen Sachanlagenwird regelmässig, jedoch immer dann überprüft, wennaufgrund von Ereignissen oder veränderten Umständen eineÜber be wertung der Buchwerte möglich zu sein scheint. Ergibtsich bei der Überprüfung der Wert hal tigkeit eine veränderteNutzungsdauer oder eine Wertminderung, wird der Restbuchwertplanmässig über die neu festgelegte Nutzungsdauer abgeschriebenoder eine ausserplanmässige Abschrei bunggetätigt.2.15 Zur Veräusserung gehaltenelangfristige VermögenswerteLangfristige Vermögenswerte (oder eine Veräusserungsgruppe)werden als zur Veräusserung bestimmt, wenn der zugehörigeBuchwert überwiegend durch ein Veräusserungsgeschäft undnicht durch fortgesetzte Nutzung realisiert wird. Damit diesder Fall ist, muss der Vermögenswert (oder die Veräusserungsgruppe)im gegenwärtigen Zustand zu Bedingungen, die fürden Verkauf derartiger Vermögenswerte (oder Veräusserungsgruppen)gängig und üblich sind, sofort veräusserbar und einesolche Veräusserung höchstwahrscheinlich sein. Die Angabenim Anhang zum Konzernabschluss – soweit sie Bezug auf dieKonzernbilanz nehmen – beziehen sich grundsätzlich auf nichtzur Veräusserung bestimmte Vermögenswerte. Die zu Veräusserunggehaltene langfristige Vermögenswerte (oder Veräusserungsgruppen)werden separat in der Anmerkung 40 «ZurVeräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte» gezeigt.Langfristige zur Veräusserung gehalten Vermögenswerte undVeräusserungsgruppen werden zum niedrigeren Wert aus Buchwertund beizulegendem Zeitwert, abzüglich Verkaufskosten,bewertet, es sei denn, die in der Veräusserungsgruppe dargestelltenPosten fallen nicht unter die Bewertungsregeln desIFRS 5 «Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerteund aufgegebene Geschäftsbereiche».2.16 Goodwill und andere immaterielle AnlagenDer Goodwill entspricht der Differenz zwischen dem bezahltenKaufpreis und dem per Akquisitions datum bestimmten FairValue des identifizierbaren Nettovermögens einer von der LLB-Gruppe er worbenen Unternehmung. Übrige immaterielle Vermögenswerteenthalten separat identifizierbare immaterielleWerte, die aus Akquisitionen sowie gewissen gekauftenKundenwerten und Ähn lichem resultieren und über eine geschätzteNutzungsdauer von zehn bis fünfzehn Jahren linearamortisiert werden. Goodwill und übrige immaterielle Vermögenswertewerden in der Bilanz zu Anschaffungs kosten imZeitpunkt der Akquisition aktiviert. An jedem Bilanzstichtagoder wenn Anzeichen be stehen, wird überprüft, ob es Anhaltspunktefür eine Wertbeeinträchtigung oder Änderung im geschätzten zukünftigen Nutzen gibt. Bestehen solche Anhaltspunkte,wird ermittelt, ob der Buchwert des Goodwills oder derübrigen immateriellen Vermögenswerte vollständig einbringbarist. Über steigt der Buchwert den realisierbaren Wert, wirdeine Amortisation vorgenommen. Der Goodwill wird zum Zweckdes Werthaltigkeitstests auf Cash Generating Units verteilt.Die Cash Generating Units entsprechen dem primären Berichtssegment.Entwicklungskosten für Software werden aktiviert,wenn sie bestimmte Kriterien bezüglich Identifizierbarkeit erfüllen,wenn dem Unternehmen daraus wahrscheinlich zukünftigewirtschaftliche Erträge zufliessen werden und wenn dieKosten zuverlässig bestimmt werden können. Intern entwickelteSoftware, die diese Kriterien erfüllt, sowie gekaufte Softwarewerden aktiviert und über drei bis zehn Jahre amortisiert.2.17 Steuern und latente SteuernDie laufenden Gewinnsteuern werden auf der Basis der anwendbarenSteuergesetze der einzelnen Länder berechnet undals Aufwand jener Rechnungsperiode erfasst, in welcher dieentsprechenden Ge winne anfallen. In der Bilanz werden sie alsSteuerverpflichtungen ausgewiesen. Die Steuereffekte auszeitlichen Unterschieden zwischen den in der Konzernbilanzausgewiesenen Werten von Aktiven und Verpflichtungen undderen Steuerwerten werden als latente Steuerforderungenrespektive latente Steuerverpflichtungen bilanziert. LatenteSteuerforderungen aus zeitlichen Unterschieden oder aussteuerlich verrechenbaren Verlustvorträgen werden dann aktiviert,wenn es wahrscheinlich ist, dass genügend steuerbareGe winne verfügbar sein werden, gegen welche diese Unterschiederespektive Verlustvorträge ver rechnet werden können.Latente Steuerforderungen und Steuerver pflich tungen werdengemäss den Steuer sätzen berechnet, die voraussichtlich inder Rechnungs periode gelten, in der diese Steuer forderungenrealisiert oder diese Steuerver pflichtungen beglichen werden.Latente Steuern werden direkt dem Eigenkapital gutgeschriebenoder belastet, wenn sich die Steuern auf Postenbeziehen, die in der gleichen oder einer anderen Periode unmittelbardem Eigen kapital gutgeschrieben oder belastetworden sind.2.18 Verpflichtungen gegenüber Banken und KundenDie Verpflichtungen werden mit dem Nominal- beziehungsweiseRückzahlungsbetrag erfasst. Zinsen und Diskont werdenzeitlich abgegrenzt dem Zinsaufwand belastet.2.19 Ausgegebene SchuldtitelDie Kassenobligationen werden zum Ausgabewert erfasstund mit fortgeführten Anschaffungs kosten bewertet.Bei Anleihen, die eine eingebettete Option zur Wandlungder Schuld in Aktien der LLB AG enthalten, werden eine Fremdundeine Eigenkapitalkomponente ermittelt. Die Differenzzwischen dem Erlös aus der Ausgabe und dem Fair Value derAnleihe zum Zeitpunkt der Emission wird direkt im Eigenkapitalverbucht. Der Fair Value des Fremdkapitalanteils zum Zeitpunktder Emission wird auf Basis des Marktzinssatzes für vergleichbareInstrumente ohne Wandelrechte ermittelt. Danachwird er unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortge-


führten Anschaffungskosten ausgewiesen. Differenzen zwischendem Erlös und dem Rückzahlungsbetrag werden erfolgswirksamüber die Lauf zeit der betreffenden Anleihe ausgewiesen.Die LLB-Gruppe verbucht keine Wertveränderungen derEigen kapitalkomponente in nachfolgenden Berichtsperioden.2.20 Leistungen an ArbeitnehmerPersonalvorsorgeDie LLB-Gruppe unterhält für die Mitarbeitenden in Liechtensteinund im Ausland sowohl leistungs- als auch beitragsorientierteVor sorgepläne.Bei leistungsorientierten Vorsorgeplänen werden diePeriodenkosten durch Gutachten ex terner Ex perten bestimmt.Die Vorsorgeleistungen dieser Pläne basieren in der Regel aufden Ver sicherungs jahren, dem Alter, dem versicherten Gehaltund teilweise auf dem angesparten Kapital.In Anwendung der Wahlmöglichkeit für die Erfassungder versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste (IAS19p93a) werden diese direkt über das Eigenkapital erfasst.Für leistungsorientierte Vorsorgepläne mit ausgeschiedenemVermögen wird somit die Unter- oder Über deckung desBarwertes der Ansprüche im Vergleich zum Vermögen, welcheszu Markt wer ten be rechnet wird, zuzüglich oder abzüglichvon später zu verrechnenden Beträgen aus Plan ände rungen, inder Bi lanz als Verbindlichkeit oder Aktivposten ausgewiesen(«Projected Unit Credit Met hod»). Ein Aktiv posten wird nach denVorgaben von IFRIC 14 berechnet.Bei den Plänen ohne ausgesondertes Vermögen entsprichtdie in der Bilanz erfasste Ver bind lich keit dem Barwert der Ansprüche,zuzüglich oder abzüglich von später zu verrechnendenBeträgen aus Planänderungen.Der Barwert der Ansprüche wird unter Anwendung der«Projected Unit Credit Method» berechnet. Bei der Berechnungwerden die bis zum Bewertungsstichtag zurückgelegten Versicherungsjahreberücksichtigt.Rückwirkende Leistungsverbesserungen durch Planänderungenwerden linear über den durchschnittlichen Zeitraumbis zum Eintritt der Unverfallbarkeit als Aufwand verbucht. SoweitAnwart schaften sofort unverfallbar sind, wird der entsprechendeAufwand unmittelbar erfasst.Daneben bestehen Pläne für Dienst jubiläen, die sich alsandere lang fristige Leistungen an Arbeitnehmer qualifizieren.Erfolgsbeteiligung und Bonusplänesowie aktienorientierte VergütungenFür Bonuszahlungen und Erfolgsbeteiligungen bestehen Reglemente.Die Bewertungsverfahren bei den Bonusreglementenbasieren auf der individuellen Zielerreichung, bei den Reglementender Er folgs beteiligungen auf dem Gewinn. DasKader kann einen Teil der Erfolgsbeteiligung in Form von LLB-Inhaberaktien beziehen. Ausübungsbedingungen sind damitjedoch keine verbunden.Die LLB-Gruppe passiviert in jenen Fällen eine Verpflichtung,in denen eine vertragliche Verpflichtung besteht odersich aufgrund der Geschäftspraxis der Vergangenheit eine faktischeVerpflichtung er gibt. Der Aufwand wird im Personalaufwanderfasst. Die in bar zu begleichende Verpflichtung wirdunter übrige Verpflichtungen passiviert. Der mit LLB-Inhaberaktienbeglichene Anteil wird im Eigenkapital erfasst. Der Preispro Aktie für die aktienbasierte Vergütung berechnet sich ausdem Durch schnittspreis des letzten Quartals des Geschäftsjahres.Für die Erfolgsbeteiligung und die Bonus pläne wurdenim 2011 insgesamt Tausend CHF 10'031 (2010: TausendCHF 12'474) im Personalaufwand belastet. Davon wurden imGeschäftsjahr 2011 5'300 Aktien zu einem durchschnittlichenPreis von CHF 44.75 gewährt (Vorjahr: 25'500 Aktien zu einemdurchschnittlichen Preis von CHF 69.30).2.21 RückstellungenRückstellungen werden nur dann bilanziert, wenn die LLB-Gruppe eine Verpflichtung gegenüber Dritten hat, welche aufein Ereignis in der Vergangenheit zurückzuführen ist, die Verpflichtungzuverlässig geschätzt werden kann und ein Abflussvon Ressourcen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlichist.2.22 Eigene AktienVon der LLB-Gruppe gehaltene Aktien der LiechtensteinischenLandesbank AG sind zu Anschaffungs kosten bewertet undals Reduktion des Eigenkapitals ausgewiesen. Die Differenzzwischen dem Ver kaufserlös der eigenen Aktien und den entsprechendenAnschaffungskosten wird unter den Kapital -reserven ausgewiesen.2.23 Securities-Lending- und -Borrowing-GeschäfteSecurities-Lending- und -Borrowing-Transaktionen werdengrundsätzlich nur auf gedeckter Basis ein gegangen, wobeiüberwiegend Wertschriften als Sicherheit erhalten odergegeben werden.Ausgeliehene eigene Wertschriften bleiben im Handelsbestandoder in den Finanzanlagen, solange die Risiken undChancen aus Eigentum über die Wertschriften nicht verlorengehen. Geborgte Wertschriften werden nicht bilanzwirksamerfasst, solange die Risiken und Chancen aus Eigentum überdie Wertschriften beim Verleiher bleiben.Erhaltene oder bezahlte Gebühren werden nach der Abgrenzungsmethodeim Kommissions erfolg verbucht.2.24 AusserbilanzgeschäfteAusserbilanzgeschäfte werden zum Nominalwert ausgewiesen.Erkennbaren Risiken aus Eventual verpflichtungen undanderen Ausserbilanzgeschäften wird mit der Bildung vonRückstellungen Rechnung getragen.3 Änderungen zum VorjahrKeine.4 Wesentliche Änderungen seit dem BilanzstichtagEs gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag,welche zusätzliche Angaben oder eine Korrektur der Konzernrechnungfür das Jahr 2011 erfordern würden.9091Konsolidierte Jahresrechnung i Rechnungslegungsgrundsätze


RisikomanagementGrundsätze des RisikomanagementsEs gehört zu den Kernkompetenzen der LLB-Gruppe, Risikenbewusst einzugehen und profitabel zu bewirtschaften. In derRisikopolitik definiert die LLB-Gruppe qualitative und quantitativeStandards zur Risikoverantwortung, zum Risikomanagementund zur Risikokontrolle. Zudem wird der organisatorischeund methodische Rahmen zur Identifizierung, Messung,Steuerung und Überwachung von Risiken bestimmt. Derproaktive Umgang mit Risiken ist ein fester Bestandteil derUnter neh mensstrategie und stellt die Risikofähigkeit derLLB-Gruppe sicher.Organisation und VerantwortlichkeitenGruppenleitungDie Gruppenleitung ist für die Gesamtsteuerung der Risikeninnerhalb der vom Gruppenverwaltungsrat definierten Risikobereitschaftund für die Umsetzung der Risikomanagementprozessezuständig. Sie wird in dieser Aufgabe durch GroupRisk Committees unterstützt.Group Risk ControllingDas Group Risk Controlling identifiziert, bewertet und überwachtdie massgeblichen Risiken der LLB-Gruppe und ist funktionalsowie organisatorisch unabhängig von den operativenEinheiten. Es unterstützt die Gruppenleitung bei der Gesamtrisikosteuerung.GruppenverwaltungsratDer Verwaltungsrat der LLB-Gruppe ist für die Regelung derGrundsätze des Risikomanagements sowie für die Festlegungder Zuständigkeit und der Verfahren für die Bewilligung vonrisikobehafteten Geschäften verantwortlich. Er legt die grundsätzlicheRisikopolitik und die Risikotoleranz fest. Bei der Wahrnehmungseiner Aufgaben wird er durch das Group Audit &Risk Committee unterstützt.RisikokategorienDie LLB-Gruppe ist verschiedenen Risiken ausgesetzt. Sieunterscheidet zwischen den in der Grafik dargestellten Risikokategorien.RisikokategorienMarktrisiko Liquiditäts- und Refinanzierungs risiko KreditrisikoOperationelles Risiko Versicherungsrisiko Strategisches RisikoReputationsrisikoMarktrisikoDas Verlustrisiko resultiert aus ungünstigen Veränderungenvon Zinssätzen, Wechsel kur sen, Aktien preisen und anderenrelevanten Marktparametern.Liquiditäts- und RefinanzierungsrisikoDas Liquiditäts- und Refinanzierungsrisiko bezeichnet dasRisiko, Zahlungsverpflichtungen nicht termingerecht erfüllenoder am Markt zu einem angemessenen Preis Mittel aufnehmenzu können, um aktuellen oder künftigen Verpflichtungennachkommen zu können.Operationelles RisikoEin operationelles Risiko ist die Gefahr von Verlusten, die infolgeder Unange mes senheit oder des Ver sagens von internenVerfahren, Menschen und Systemen oder infolge externerEreignisse eintreten.Strategisches RisikoStrategische Risiken resultieren aus Beschlüssen der Unternehmensführung,welche die Überlebens- und Entwicklungsfähigkeitsowie die Unabhängigkeit der LLB-Gruppe negativbeeinflussen.KreditrisikoDas Verlustpotenzial besteht im teilweisen oder vollständigenAusfall von erwarteten Zahlungs strö men sowie in einer Wertminderungvon offenen Guthaben aufgrund der Bonitätsverschlechterung des Schuldners.ReputationsrisikoWerden Risiken nicht erkannt, nicht angemessen gesteuertund überwacht, so kann dies neben er heb lichen finanziellenVerlusten auch zu einer Rufschädigung führen.


RisikomanagementprozessDamit Risiken identifiziert, bewertet, gesteuert und überwachtwerden können, ist die Imple men tierung eines effizientenRisikomanagementprozesses unabdingbar. Der Gruppen -verwal tungs rat legt eine Risikostrategie fest, die den operativenEinheiten einen Rahmen für die Handhabung von Risikenvorgibt. Je nach Art der Risiken ist nicht nur die Festlegungvon Ver lustobergrenzen, sondern auch ein detailliertes Regelwerkerforderlich, das bestimmt, welche Risiken unter dendefinierten Ge gebenheiten eingegangen werden dürfen beziehungsweisewann Mass nahmen zur Risiko steue rung einzuleitensind.In der Grafik ist der Regelkreis des Risikomanagementprozessesder LLB-Gruppe dargestellt.1 MarktrisikenUnter Marktrisiken werden Schwankungen von Zinsen,Währungen und Kursen an den Finanz- und Kapitalmärktenverstanden. Zu unterscheiden ist zwischen Marktrisikenim Handelsbuch und Mark t risiken im Bankbuch. Das Verlustpotenzialbesteht primär in einer Wertminderung der Guthabenbe ziehungsweise einer Wertsteigerung der Verpflichtungen(Marktwertperspektive) sowie sekundär in einerMinderung der laufenden Erträge beziehungsweise einer Erhöhungder laufenden Auf wen dungen (Ertrags perspektive).1.1 MarktrisikomanagementDie LLB-Gruppe verfügt über ein differenziertes Managementund Kontrollsystem für Marktrisiken. Der Prozess der Marktrisikosteuerungbesteht aus einem komplexen Regelwerk, derdie Identifikation und die einheitliche Bewertung von marktrisikorelevantenDaten sowie die Steue rung, die Über wachungund das Reporting der Marktrisiken beinhaltet.9293Risikomanagementprozess↦Risikopolitik / RisikostrategieGruppenverwaltungsrat↦Risikoidentifikation Risikobewertung Risikoreporting Risikosteuerung Risikoüberwachung↦↦Group Risk Controlling* Group Risk Controlling* Group Risk Controlling* Gruppenlei tungGroup Risk CommitteesGroup Risk Controlling*ProzessüberwachungGroup Internal Audit* Das Risikocontrolling der «Operationellen Risiken» erfolgt durch den Fachstab Group Compliance.Das Risikocontrolling der «Strategischen Risiken» erfolgt durch das Group Audit & Risk Committee.HandelsbuchDie LLB-Gruppe geht im Handelsbuch keine wesentlichenRisiken ein.BankbuchDas Marktrisiko im Bankbuch umfasst im Wesentlichen Zinsänderungs-,Wechselkurs- und Aktien kursrisiken.ZinsänderungsrisikoUnter Zinsänderungsrisiko versteht man nachteilige Auswirkungenveränderter Marktzinssätze auf das Kapital oder dielaufenden Erträge. Unterschiedliche Zinsfest legungsfristen vonForderungen so wie Ver bindlichkeiten aus bilanziellen Geschäftenund Derivaten stellen deren bedeutendste Grund lage dar.WechselkursrisikoAls Wechselkursrisiko bezeichnet man das aus der Unsicherheitüber zukünftige Wech selkurs ent wick lungen entstehendeRisiko. Dessen Berechnung erfolgt unter Berücksich tigungsämtlicher von der Bank eingegangenen Positionen.AktienkursrisikoUnter dem Aktienkursrisiko versteht man das Verlustrisiko, dassich aufgrund von nachteiligen Ver ände rungen in den Marktpreisenvon Aktien ergibt.1.2 Bewertung von MarktrisikenValue at RiskDas Value-at-Risk-Konzept quantifiziert den möglichen Verlust,der unter normalen Markt be din gungen während einervorgegebenen Haltedauer mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeitnicht überschritten wird.Szenario-AnalyseWährend das Value-at-Risk-Konzept eine Aussage über möglicheVerluste unter normalen Markt be dingungen liefert, kannes keine Aussage über drohende Verluste unter extremen Bedingungentreffen. Die Zielsetzung von Szenario-Analysen derLLB-Gruppe besteht darin, die Wirkung von Normal- und Stressszenarienzu simulieren.1.3 Steuerung von MarktrisikenDie einzelnen Gruppengesellschaften steuern ihre Zinsrisikeninnerhalb der vorgegebenen Limiten in eigener Verantwortung.Zur Steuerung von Zinsänderungsrisiken werden Zinsswaps abgeschlossen.Die Risikobegrenzung erfolgt mittels Sensitivitätslimiten.Im Kundengeschäft werden Währungsrisikengrundsätzlich währungskongruent angelegt beziehungsweiserefinanziert. Das verbleibende Währungsrisiko wird anhandvon Sen si tivitätslimiten eingeschränkt. Aktien anlagen werdenmittels Nominallimiten begrenzt.Konsolidierte Jahresrechnung i Risikomanagement


1.4 RisikoüberwachungDas Group Risk Controlling überwacht die Einhaltung derMarktrisikolimiten und ist für die Be richt erstattung über dieMarktrisiken zuständig.1.5 Value at Risk und Sensitivitäten nach RisikokategorienValue at RiskDer Value at Risk ist eine Schätzung für den potenziellen Verlustunter normalen Marktbedingungen. Er wird bei der LLB-Gruppe auf Basis eines Konfidenzniveaus von 99 Prozent undeiner Halte dauer von zwölf Wochen ermittelt.SensitivitätenDie Zinssensitivität misst die Marktwertveränderung aufzinssensitiven Instrumenten für die LLB-Gruppe durch eineglobale Zinsänderung um +/– 100 Basispunkte.Im Gegensatz hierzu betrifft die Währungsveränderungsowohl zinssensitive als auch nicht zinssensitive Instrumente.Die Bestimmung der Sensitivität von Instrumenten in Fremdwährungerfolgt durch Multiplikation des CHF-Marktwerts mitder angenommenen Wechselkursänderung von +/– 10 Prozent.Die Aktienkursrisiken werden unter der Annahme einerKursveränderung von +/– 10 Prozent der Aktienbörse berechnet.Sensitivitätenin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010ValueValueat Risk Sensitivität at Risk SensitivitätWährungsrisiken 12'037 17'974Zinsrisiken 45'152 69'133 51'251 78'049Aktienkursrisiken 39'043 32'452Auswirkungen auf das Konzernergebnis und das EigenkapitalWährungsrisikoDie aus der Bewertung resultierenden Kurserfolge werdenerfolgswirksam verbucht.ZinsrisikoDie Finanzanlagen sind der Kategorie «Finanzanlagen, erfolgswirksamzum Fair Value bewertet» zugeordnet. Wertveränderungenaus den in den Finanzanlagen enthaltenen Zinsinstrumentenwerden in der Erfolgsrechnung ausgewiesen. Wertveränderungenaus Derivatgeschäften und dem Handelserfolgwerden im Erfolg Handelsgeschäft erfasst. Bei derivaten Hedginggeschäften(Cashflow Hedges) wird die Veränderung desFair Value des effektiven Teils des Absicherungsgeschäfts direktim Eigenkapital erfasst. Im Berichtsjahr waren keine entsprechendenHedges zu verzeichnen.AktienkursrisikoDie Bewertung erfolgt zu aktuellen Marktpreisen. Das Aktienkursrisikowiderspiegelt sich vollumfänglich in der Erfolgsrechnung.


1.6 Währungsrisiken9495Währungsexposure per 31. Dezember 2011in Tausend CHF 31.12.2011CHF USD EUR Diverse TotalAktivenFlüssige Mittel 865'392 809 30'100 448 896'749Forderungen aus Geldmarktpapieren 0 0 0 0 0Forderungen gegenüber Banken 1'725'556 1'949'969 2'522'825 621'621 6'819'971Kundenausleihungen 9'612'535 371'328 279'878 63'704 10'327'445Handelsbestände 2'915 –162 1'277 349 4'379Derivative Finanzinstrumente 122'088 159 2'592 1'149 125'988Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 843'948 46'220 47'704 82 937'954Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften 30 0 0 0 30Liegenschaften und übrige Sachanlagen 177'958 0 566 0 178'524Als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften 23'090 0 0 0 23'090Goodwill und andere immaterielle Anlagen 199'622 0 0 0 199'622Latente Steuerforderungen 27'597 0 0 0 27'597Rechnungsabgrenzungen 29'114 4'442 10'031 2'951 46'538Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte 1'473'301 0 0 0 1'473'301Übrige Aktiven 10'703 44 1'562 22'477 34'786Total bilanzwirksame Aktiven 15'113'849 2'372'809 2'896'535 712'781 21'095'974Lieferansprüche aus Devisenkassa-,Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften 2'195'340 2'088'114 1'430'167 538'566 6'252'187Total Aktiven 17'309'189 4'460'923 4'326'702 1'251'347 27'348'161Fremd- und EigenkapitalVerpflichtungen gegenüber Banken 384'541 19'930 98'427 92'207 595'105Verpflichtungen gegenüber Kunden 10'162'244 2'306'173 2'688'180 613'161 15'769'758Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen 0 0 0 0 0Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 0 0 0 0Derivative Finanzinstrumente 162'502 159 2'577 1'149 166'387Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 1'218'605 0 30'751 0 1'249'356Laufende Steuerverpflichtungen 5'875 0 157 0 6'032Latente Steuerverpflichtungen 30'810 0 0 0 30'810Rechnungsabgrenzungen 30'344 855 1'461 1'334 33'994Verpflichtungen von zur Veräusserunggehaltene langfristige Vermögenswerte 1'438'236 0 0 0 1'438'236Übrige Verpflichtungen 153'996 1'241 3'426 98 158'761Rückstellungen 5'871 0 0 0 5'871Aktienkapital 154'000 0 0 0 154'000Abzüglich eigene Aktien –206'179 0 0 0 –206'179Kapitalreserven 49'458 0 0 0 49'458Gewinnreserven 1'594'895 0 0 0 1'594'895Sonstige Reserven –51'666 0 0 0 –51'666Minderheitsanteile 101'156 0 0 0 101'156Total bilanzwirksames Fremd- und Eigenkapital 15'234'688 2'328'358 2'824'979 707'949 21'095'974Lieferverpflichtungen aus Devisenkassa-,Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften 2'193'455 2'087'444 1'431'495 538'381 6'250'775Total Fremd- und Eigenkapital 17'428'143 4'415'802 4'256'474 1'246'330 27'346'749Konsolidierte Jahresrechnung i RisikomanagementNettoposition pro Währung –118'954 45'121 70'228 5'017 1'412


Währungsexposure per 31. Dezember 2010in Tausend CHF 31.12.2010CHF USD EUR Diverse TotalAktivenFlüssige Mittel 556'773 516 14'923 494 572'706Forderungen aus Geldmarktpapieren 286'931 0 0 0 286'931Forderungen gegenüber Banken 2'007'648 1'735'121 2'676'138 433'715 6'852'622Kundenausleihungen 9'103'354 372'507 345'009 53'714 9'874'584Handelsbestände 7'043 15 744 0 7'802Derivative Finanzinstrumente 162'463 279 3'683 2'371 168'796Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 804'741 2'119'862 791'748 11'598 3'727'949Beteiligungen an assoziierten Gesellschaften 5'115 0 0 0 5'115Liegenschaften und übrige Sachanlagen 169'896 0 822 0 170'718Als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften 22'200 0 0 0 22'200Goodwill und andere immaterielle Anlagen 306'326 0 0 0 306'326Latente Steuerforderungen 24'137 0 0 0 24'137Rechnungsabgrenzungen 28'873 2'587 7'344 1'139 39'943Übrige Aktiven 92'509 156 757 12'727 106'149Total bilanzwirksame Aktiven 13'578'009 4'231'043 3'841'168 515'758 22'165'978Lieferansprüche aus Devisenkassa-,Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften 1'916'967 1'765'748 839'709 408'018 4'930'442Total Aktiven 15'494'976 5'996'791 4'680'877 923'776 27'096'420Fremd- und EigenkapitalVerpflichtungen gegenüber Banken 145'979 19'473 203'894 20'118 389'464Verpflichtungen gegenüber Kunden 9'710'451 2'008'706 2'758'145 448'847 14'926'149Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen 2'869 71'861 24'567 227 99'524Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 82'358 2'062'999 705'269 6'520 2'857'146Derivative Finanzinstrumente 156'045 279 3'666 2'371 162'361Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 1'577'667 0 39'629 0 1'617'296Laufende Steuerverpflichtungen 32'582 0 0 0 32'582Latente Steuerverpflichtungen 38'314 0 0 0 38'314Rechnungsabgrenzungen 38'279 590 2'526 507 41'902Übrige Verpflichtungen 221'099 1'969 3'034 192 226'294Rückstellungen 1'887 0 0 0 1'887Aktienkapital 154'000 0 0 0 154'000Abzüglich eigene Aktien –198'387 0 0 0 –198'387Kapitalreserven 49'479 0 0 0 49'479Gewinnreserven 1'686'949 0 0 0 1'686'949Sonstige Reserven –18'672 0 0 0 –18'672Minderheitsanteile 99'690 0 0 0 99'690Total bilanzwirksames Fremd- und Eigenkapital 13'780'589 4'165'877 3'740'730 478'782 22'165'978Lieferverpflichtungen aus Devisenkassa-,Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften 1'893'886 1'763'736 839'722 432'859 4'930'203Total Fremd- und Eigenkapital 15'674'475 5'929'613 4'580'452 911'641 27'096'181Nettoposition pro Währung –179'499 67'178 100'425 12'135 239


1.7 Zinsrisiken9697Zinsänderungsrisiko nach Währungenin Tausend CHF Innerhalb 1 bis 3 3 bis 12 1 bis 5 Über 5pro 100 Basispunkte Anstieg 1 Monats Monate Monate Jahre Jahre Total31.12.2011CHF –15 51 –9'459 –37'734 –16'516 –63'673EUR 24 –881 –3'637 280 –214 –4'428USD –11 109 –1'360 258 –55 –1'059Übrige Währungen –1 –7 –100 180 –44 27Alle Währungen –3 –728 –14'556 –37'016 –16'829 –69'13331.12.2010CHF 3 478 –5'455 –57'654 –11'093 –73'721EUR 17 –1'050 –1'919 569 –26 –2'409USD 13 –671 –1'306 154 –82 –1'892Übrige Währungen 0 –15 –87 99 –24 –27Alle Währungen 33 –1'258 –8'767 –56'832 –11'225 –78'049Konsolidierte Jahresrechnung i Risikomanagement


ZinsbindungsbilanzIn der Zinsbindungsbilanz werden die Aktiv- und Passivüberhängeaus den bilanziellen Festzins posi tionen sowie den zinssensitivenDerivatepositionen ermittelt und in Laufzeit-bändern unterteilt. Die Positionen mit einer unbestimmtenZinsbindungsdauer werden auf Basis einer Replikation den entsprechendenLaufzeitbändern zugeordnet.Zinsbindung der finanziellen Aktiven und Passiven (nominal)Innerhalb 1 bis 3 3 bis 12 1 bis 5 Über 5in Tausend CHF 1 Monats Monate Monate Jahre Jahre Total31.12.2011Finanzielle AktivenFlüssige Mittel 896'749 0 0 0 0 896'749Forderungen gegenüber Banken 3'355'137 1'297'061 1'828'549 140'150 0 6'620'898Kundenausleihungen 1'565'138 1'057'899 2'071'904 4'555'498 1'060'877 10'311'316Handelsbestände 50 150 24 1'816 2'028 4'068Finanzanlagen 132'266 60'372 109'754 206'321 84'655 593'368Total finanzielle Aktiven 5'949'341 2'415'482 4'010'232 4'903'785 1'147'559 18'426'399Derivative Finanzinstrumente 90'000 171'000 763'315 249'315 0 1'273'630Total 6'039'341 2'586'482 4'773'547 5'153'100 1'147'559 19'700'029Finanzielle PassivenVerpflichtungen gegenüber Banken 362'623 31'411 175'938 0 0 569'972Verpflichtungen gegenüber Kunden 9'715'333 912'683 1'915'649 2'979'736 0 15'523'401Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 28'659 66'791 174'790 631'274 347'843 1'249'356Total finanzielle Passiven 10'106'614 1'010'884 2'266'377 3'611'010 347'843 17'342'729Derivative Finanzinstrumente 150'000 85'000 394'315 203'315 441'000 1'273'630Total 10'256'614 1'095'884 2'660'692 3'814'325 788'843 18'616'359Zinsbindungslücke –4'217'274 1'490'598 2'112'855 1'338'775 358'716 1'083'67031.12.2010Finanzielle AktivenFlüssige Mittel 572'706 0 0 0 0 572'706Forderungen aus Geldmarktpapieren 200'000 87'000 0 0 0 287'000Forderungen gegenüber Banken 3'699'401 1'307'957 1'430'850 150'650 940 6'589'798Kundenausleihungen 1'875'107 1'351'935 1'435'141 4'253'524 880'052 9'795'759Handelsbestände 0 0 1'000 2'254 4'595 7'849Finanzanlagen 16'997 55'617 178'899 289'812 96'057 637'382Total finanzielle Aktiven 6'364'211 2'802'509 3'045'890 4'696'240 981'644 17'890'494Derivative Finanzinstrumente 138'962 71'716 879'728 597'247 47'087 1'734'740Total 6'503'173 2'874'225 3'925'618 5'293'487 1'028'731 19'625'234Finanzielle PassivenVerpflichtungen gegenüber Banken 182'652 71'310 99'610 30'000 0 383'572Verpflichtungen gegenüber Kunden 9'466'296 1'069'128 1'660'132 2'595'248 10'000 14'800'804Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 64'387 81'811 590'072 574'898 306'128 1'617'296Total finanzielle Passiven 9'713'335 1'222'249 2'349'814 3'200'146 316'128 16'801'672Derivative Finanzinstrumente 220'000 75'000 864'870 129'000 445'870 1'734'740Total 9'933'335 1'297'249 3'214'684 3'329'146 761'998 18'536'412Zinsbindungslücke –3'430'162 1'576'976 710'934 1'964'341 266'733 1'088'822


2 LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko besteht darin, dass gegenwärtigen undzukünftigen Zahlungsverpflichtungen nicht vollständig oderzeitgerecht nachgekommen werden kann oder dass im Falleeiner Liquiditäts kri se Refinanzierungsmittel nur zu erhöhtenMarktsätzen (Refinanzierungskosten) beziehungsweiseAktiven nur mit Abschlägen zu den Marktsätzen liquidiertwerden können (Markt liqui di täts risiko).2.1 LiquiditätsrisikomanagementProzesse und organisatorische Strukturen stellen sicher, dassLiquiditätsrisiken identifiziert, einheitlich bewertet, gesteuertund überwacht werden sowie Teil der Risikoberichterstattungsind. Das zugrunde liegende Reglement, einschliesslich derRisikotoleranz der LLB-Gruppe, wird von der Gruppenleitungregelmässig geprüft und durch den Gruppenverwaltungsratgenehmigt. Im Reglement werden die auf die LLB-Gruppe anzuwendendenLiquiditätsrisikolimiten festgelegt.2.2 Zielsetzungen des LiquiditätsrisikomanagementsDie Ziele des Liquiditätsrisikomanagements bei der LLB-Gruppe beinhalten die folgenden Punkte:◆ Jederzeitige Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit◆ Einhaltung der regulatorischen Auflagen◆ Optimierung der Refinanzierungsstruktur◆ Optimierung der Zahlungsströme innerhalb der LLB-Gruppe2.3 Bewertung von LiquiditätsrisikenSzenario-Analysen spielen in unserem Konzept des Liquiditätsrisikomanagementseine zentrale Rolle. Hierzu gehört aucheine Bewertung der Liquidität der Aktiva, das heisst der Liquiditätseigenschaftenunseres Bestands an Vermögenswerten,unter verschiedenen Szenarien.Die folgende Tabelle zeigt die Fälligkeiten nach vertraglichenLaufzeiten.9899Fälligkeitsstruktur der finanziellen Aktiven und Passiven (nominal inkl. Coupons)*FälligFällig nach 12Fällig nach 3 Monaten Fälliginnert 3 bis zu 12 bis zu 5 nach 5in Tausend CHF Auf Sicht Kündbar Monaten Monaten Jahren Jahren Total31.12.2011Flüssige Mittel 896'749 0 0 0 0 0 896'749Forderungen gegenüber Banken 1'337'878 0 3'526'361 1'856'906 147'471 0 6'868'616Kundenausleihungen 314'292 807'969 1'980'561 1'654'681 5'021'613 1'140'851 10'919'968Handelsbestände 0 0 5 109 2'325 2'190 4'630Derivative Finanzinstrumente 125'988 0 0 0 0 0 125'988Finanzanlagen,erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 0 72'980 119'049 397'721 139'288 729'038Total finanzielle Aktiven 2'674'907 807'969 5'579'907 3'630'745 5'569'131 1'282'329 19'544'988Finanzielle PassivenVerpflichtungen gegenüber Banken 250'706 1'216 167'631 176'725 0 0 596'277Verpflichtungen gegenüber Kunden 7'808'514 6'455'110 972'961 516'193 22'953 0 15'775'730Derivative Finanzinstrumente 166'387 0 0 0 0 0 166'387Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 0 0 101'608 192'252 685'887 368'586 1'348'332Total finanzielle Passiven 8'225'607 6'456'326 1'242'199 885'169 708'839 368'586 17'886'727Netto-Liquiditätsexposure –5'550'700 –5'648'357 4'337'707 2'745'576 4'860'291 913'743 1'658'261Ausserbilanzgeschäfte 262'111 262'111Konsolidierte Jahresrechnung i Risikomanagement


FälligFällig nach 12Fällig nach 3 Monaten Fälliginnert 3 bis zu 12 bis zu 5 nach 5in Tausend CHF Auf Sicht Kündbar Monaten Monaten Jahren Jahren Total31.12.2010Flüssige Mittel 572'706 0 0 0 0 0 572'706Forderungen aus Geldmarktpapieren 0 0 287'000 0 0 0 287'000Forderungen gegenüber Banken 1'014'601 105'347 4'158'910 1'443'451 164'480 951 6'887'740Kundenausleihungen 324'943 1'121'822 2'292'348 1'367'308 4'372'241 940'450 10'419'112Handelsbestände 0 0 14 1'118 2'777 4'955 8'864Derivative Finanzinstrumente 168'796 0 0 0 0 0 168'796Finanzanlagen,erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 2'764'370 49'797 146'403 384'374 106'022 3'450'966Total finanzielle Aktiven 2'081'046 3'991'539 6'788'069 2'958'280 4'923'872 1'052'378 21'795'184Finanzielle PassivenVerpflichtungen gegenüber Banken 157'307 0 102'657 100'029 30'004 0 389'997Verpflichtungen gegenüber Kunden 5'643'726 6'668'172 2'383'328 275'639 17'919 10'299 14'999'083Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen 0 99'524 0 0 0 0 99'524Finanzielle Verpflichtungen 0 2'857'146 0 0 0 0 2'857'146Derivative Finanzinstrumente 162'361 0 0 0 0 0 162'361Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 0 0 155'213 615'817 627'537 325'978 1'724'545Total finanzielle Passiven 5'963'394 9'624'842 2'641'198 991'485 675'460 336'277 20'232'656Netto-Liquiditätsexposure –3'882'348 –5'633'303 4'146'871 1'966'795 4'248'412 716'101 1'562'528Ausserbilanzgeschäfte 320'478 320'478* Derivate Finanzinstrumente zu Wiederbeschaffungswerten.3 KreditrisikenDer Vermeidung von Kreditverlusten und der Früherkennungvon Ausfallrisiken kommt innerhalb des Kreditrisikomanagementsentscheidende Bedeutung zu. Neben einem systematischenRisiko- / Rendite-Management auf Einzelkreditebeneverfolgt die LLB-Gruppe eine proaktive Steuerung ihrer Kreditrisikenauf Kreditportfolioebene. Im Vordergrund stehen eineSenkung des Gesamtrisikos durch Diversifikation sowie eineVerstetigung der erwarteten Renditen.3.1 KreditrisikomanagementProzesse und organisatorische Strukturen stellen sicher, dassKreditrisiken identifiziert, einheitlich bewertet, gesteuert undüberwacht werden sowie Teil der Risikoberichterstattung sind.Der Prozess der Kreditgewährung basiert auf einer eingehendenBeurteilung der Bonität des Schuld ners, der Werthaltigkeitund des rechtlichen Bestandes der Sicherheiten sowieder Risiko ein stu fung im Ratingverfahren durch erfahreneKreditspezialisten. Die Kreditgewährung erfolgt im Rah mender jeweiligen Kreditkompetenz.3.2 Bewertung von KreditrisikenDie konsistente Bewertung der Kreditrisiken stellt eine zentraleVoraussetzung für ein erfolgreiches Ri si komanagementdar. Das Kreditrisiko kann dabei in die Komponenten Ausfallwahrschein lichkeit, Ver lustquote bei Ausfall und erwarteteHöhe der Forderung zum Zeitpunkt des Ausfalls unterteiltwerden.AusfallwahrscheinlichkeitDie LLB-Gruppe beurteilt die Ausfallwahrscheinlichkeiteinzelner Gegenparteien anhand diverser interner Ratingverfahren.Diese sollen auf die unterschiedlichen Charakteris ti ka des Kreditnehmers abgestimmt sein. Die für dasKreditrisikomanagement verwendeten Ratings ge genüberBanken und Schuld titeln basieren auf externen Ratingsvon anerkannten Rating agenturen.Die Überleitung der internen zu den externen Ratingserfolgt anhand nachstehender Master skala.Überfällige ForderungenEine Forderung ist überfällig, wenn eine wesentliche Verbindlichkeiteines Schuldners gegenüber dem Kreditinstitutausstehend ist. Die Überziehung beginnt mit dem Tag, andem der Kreditnehmer ein zugesagtes Limit überschrittenhat, Zinsen oder Raten nicht gezahlt hat, oder er einen nichtgenehmigten Kredit in Anspruch genommen hat.Ausfallgefährdete ForderungenAls ausfallgefährdet gelten Forderungen, wenn aufgrund derBonität des Kunden ein Kreditausfall in naher Zukunft nichtmehr auszuschliessen ist.VerlustquoteDie Verlustquote bei Ausfall wird durch den Besicherungsanteilsowie die Kosten der Sicherheiten verwertung beeinflusst.Sie wird in Prozent des jeweiligen Engagements ausgedrückt.


Die Verlustpotenziale auf Portfolioebene werden bei der LLB-Gruppe folgendermassen unterteilt:Erwarteter VerlustDer erwartete Verlust ist ein zukunftsbezogenes, statistischesKonzept, mit dem die LLB-Gruppe die durchschnittlichen jährlichenKosten schätzt, die anfallen, weil Positionen des aktuellenPortfolios als gefährdet eingestuft werden. Er errechnetsich aus der Ausfallwahr scheinlichkeit einer Gegenpartei,aus dem erwarteten Kreditengagement gegenüber dieserGegenpartei zum Zeit punkt des Ausfalls so wie aus der Höheder Verlustquote.Value-at-Risk-KonzeptDer Value-at-Risk-Ansatz zielt darauf ab, das Ausmass vonSchwankungen in den eingetretenen Kreditverlusten mittelseines statistischen Modells zu erfassen und die Veränderungdes Risikostatus des Kreditportfolios darzustellen.100101RatingklassenLLB-Rating Beschreibung Externes Rating (Moody's)**1 bis 4 Investment Grade AAA, Aa1, Aa2, Aa3, A1, A2, A3,Baa1, Baa2, Baa35 bis 8, nicht geratet* Standard Monitoring Ba1, Ba2, Ba3, B1, B29 bis 10 Special Monitoring B3, Caa, Ca, C11 bis 14 Sub-standard Default* Bei den nicht gerateten Kunden handelt es sich um gedeckte und betraglich begrenzte Forderungen.** Die LLB-Gruppe verwendet für die Unterlegung der Kreditrisiken im Standardansatz ausschliesslich die externenRatings der Ratingagentur Moody's (für die Segmente Forderungen gegenüber Banken, Finanzgesellschaftenund Wertpapierfirmen, Forderungen gegenüber Unternehmen sowie Forderungen gegenüber internationalenOrganisationen).Szenario-AnalyseDas Modellieren extremer Kreditverluste erfolgt anhand vonStressszenarien, die es uns ermöglichen, die Auswirkungenvon Schwankungen der Ausfallraten und der zur Sicherungübereigneten Ver mö gens werte unter Berücksichtigung derbestehenden Risikokonzentration in jedem Portfolio zu be -wer ten.3.3 Steuerung von KreditrisikenDas Steuern von Kreditrisiken hat die Aufgabe, die Risikosituationder LLB-Gruppe aktiv zu beeinflussen. Dies findetmittels eines Limitensystems, eines risikoadjustierten Pricings,durch die Mög lich keit des Einsatzes von Instrumenten zurRisikoabsicherung und der gezielten Rückführung von En ga -ge ments statt. Die Risikosteuerung findet sowohl auf Einzelkredit-als auch auf Portfolioebene statt.RisikobegrenzungZur Begrenzung der Kreditrisiken verfügt die LLB-Gruppe überein umfassendes Limitensystem. Neben der Limitierung voneinzelnen Kundenrisiken setzt die LLB-Gruppe zur Vermeidungvon Konzen tra tionsrisiken Limiten auf Länder, Segmente undBranchen aus.RisikominderungAls risikomindernde Massnahme wendet die LLB-Gruppehauptsächlich Besicherungen von Krediten in Form von grundpfändlichenSicherstellungen und finanziellen Sicherheitenan. Bei Finanzsicher heiten in Form von marktgängigen Wertschriftensetzen wir deren Belehnungswert durch Anwen dungvon Abschlägen fest, deren Höhe sich nach der Qualität, Liquidität,Volatilität und Komplexität der einzelnen Instru menterichtet.3.4 Überwachung der KreditrisikenDie Organisationsstruktur der LLB-Gruppe stellt sicher, dasszwischen Bereichen, welche die Risiken verursachen, sowiejenen Bereichen, welche die Risiken bewerten, steuern undüberwachen, eine Tren nung vollzogen wird.Die einzelnen Kreditrisiken werden mittels eines umfassendenLimitensystems überwacht. Über schreitungen werdenumgehend den entsprechenden Kompetenzträgern gemeldet.3.5 Wertberichtigungen für KreditrisikenEinzelwertberichtigungenJede gefährdete Forderung wird einzeln beurteilt. Nachdemdie Sanierungsstrategie sowie die Schät zung der zukünftigerzielbaren Zahlungseingänge ermittelt sind, wird die Einzelwertberichtigung gebildet.Pauschale WertberichtigungenEin Portfolio wird auf pauschaler Basis als gefährdet eingestuft,wenn objektive Hinweise dafür be stehen, dass es gefährdeteForderungen enthält, die sich aber im Einzelnen nichtermitteln lassen.3.6 LänderrisikoEin Länderrisiko entsteht, wenn länderspezifische politischeoder wirtschaftliche Bedingungen den Wert eines Auslandsengagementsbeeinflussen. Es setzt sich aus dem Transferrisiko(z. B. Beschränkung des freien Geld- und Kapitalverkehrs)und den übrigen Länderrisiken (z. B. länderbezogene Liquiditäts-,Markt- und Korrelationsrisiken) zusammen.Die Länderrisiken werden anhand eines Limitensystemsbegrenzt und laufend überwacht. Für einzelne Länder werdendie Ratings einer anerkannten Ratingagentur herangezogen.Konsolidierte Jahresrechnung i RisikomanagementDerivateZur Risikominderung kann die LLB-Gruppe auch Kreditderivateeinsetzen. In den vergangenen beiden Jahren wurde dieseMöglichkeit nicht genutzt.


3.7 Maximales Kreditrisiko ohne Berücksichtigung von SicherheitenDurchinTausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 schnittKreditrisiken aus BilanzgeschäftenForderungen gegenüber Banken 6'819'971 6'852'622 6'836'297KundenausleihungenHypothekarforderungen 8'647'273 8'020'441 8'333'857Öffentlich-rechtliche Körperschaften 60'212 133'505 96'859übrige Forderungen 1'619'960 1'720'638 1'670'299HandelsbeständeFestverzinsliche Wertpapiere 4'000 7'615 5'808Derivative Finanzinstrumente 125'988 168'796 147'392Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertetFestverzinsliche Wertpapiere 547'528 639'056 593'292Total 17'824'932 17'542'673 17'683'803Kreditrisiken aus AusserbilanzgeschäftenEventualverpflichtungen 114'202 127'793 120'998Unwiderrufliche Zusagen 139'057 183'791 161'424Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 8'852 8'894 8'873Total 262'111 320'478 291'2953.8 Kundenausleihungen und Forderungen gegenüber Bankenin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010Kunden- Forderungen Kunden- Forderungenauslei- gegenüber auslei- gegenüberhungen Banken hungen BankenWeder überfällig noch wertberichtigt 9'927'079 6'807'756 9'426'314 6'841'280Überfällig, aber nicht wertberichtigt 164'988 388 145'902 0Überfällig, einzelwertberichtigt 156'718 243 121'100 0Ausfallgefährdet, einzelwertberichtigt 258'531 48'687 297'040 47'543Pauschalwertberichtigt 2'308 0 16'192 0Brutto 10'509'624 6'857'074 10'006'548 6'888'823Abzüglich Einzelwertberichtigungen –182'042 –37'103 –130'599 –36'201Abzüglich Pauschalwertberichtigungen –137 0 –1'365 0Netto 10'327'445 6'819'971 9'874'584 6'852'622


Kundenausleihungen und Forderungen gegenüberBanken weder überfällig noch wertberichtigt102103ÖffentlichrechtlicheTotal ForderungenHypothekar- Körper- Übrige Kunden- gegenüberin Tausend CHF forderungen schaften Forderungen ausleihungen Banken31.12.2011Investment Grade 2'610'754 16'001 288'406 2'915'161 5'618'181Standard Monitoring 5'613'560 42'656 1'009'957 6'666'173 1'189'575Special Monitoring 197'848 12 102'142 300'002 0Sub-standard 44'577 0 1'166 45'743 0Total 8'466'739 58'669 1'401'671 9'927'079 6'807'75631.12.2010Investment Grade 1'029'755 1 76'376 1'106'132 5'043'723Standard Monitoring 6'401'008 133'504 1'243'979 7'778'491 1'797'557Special Monitoring 413'270 0 128'421 541'691 0Sub-standard 0 0 0 0 0Total 7'844'033 133'505 1'448'776 9'426'314 6'841'280Kundenausleihungen überfällig, aber nicht wertberichtigtÖffentlichrechtlicheTotalHypothekar- Körper- Übrige KundeninTausend CHF forderungen schaften Forderungen ausleihungen31.12.2011Überfällig bis 30 Tage 45'381 1'543 61'635 108'559Überfällig 31 bis 60 Tage 3'280 0 37'904 41'184Überfällig 61 bis 90 Tage 8'000 0 7'245 15'245Total 56'661 1'543 106'784 164'98831.12.2010Überfällig bis 30 Tage 50'770 0 72'028 122'798Überfällig 31 bis 60 Tage 0 0 14'911 14'911Überfällig 61 bis 90 Tage 0 0 8'193 8'193Total 50'770 0 95'132 145'902Ausleihungen mit EinzelwertberichtigungenÖffentlichrechtlicheTotal ForderungenHypothekar- Körper- Übrige Kunden- gegenüberin Tausend CHF forderungen schaften Forderungen ausleihungen Banken31.12.2011Überfällige Forderungen 32'365 0 124'354 156'719 243Ausfallgefährdete Forderungen 119'994 0 138'537 258'531 48'687Fair Value der Deckungen –123'859 0 –109'349 –233'208 –11'827Total Einzelwertberichtigungen 28'500 0 153'542 182'042 37'10331.12.2010Überfällige Forderungen 7'526 0 113'574 121'100 0Ausfallgefährdete Forderungen 148'307 0 148'733 297'040 47'543Fair Value der Deckungen –125'428 0 –162'113 –287'541 –11'342Total Einzelwertberichtigungen 30'405 0 100'194 130'599 36'201Konsolidierte Jahresrechnung i RisikomanagementNeu ausgehandelte KundenausleihungenDie neu ausgehandelten Kundenausleihungen sind betragsmässig unwesentlich.


3.9 Ausfallgefährdete und überfällige Forderungen nach geografischen Gebietenin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010Desig-Desig-Handels- nation Handels- nationbestand Fair Value Total bestand Fair Value TotalAusfall-AusfallgefährdeteÜberfällige Einzelwert- gefährdete Überfällige Einzelwert-Forderungen Forderungen berichtigung Forderungen Forderungen berichtigungLiechtenstein und Schweiz 258'531 224'189 148'497 287'715 178'360 100'528Europa ohne FL/CH 0 45'207 18'827 9'325 72'390 21'111Nordamerika 0 17 0 0 1'917 0Asien 48'687 15'952 46'631 47'543 9'407 44'922Übrige 0 36'972 5'190 0 4'928 239Total 307'218 322'337 219'145 344'583 267'002 166'8003.10 Schuldtitelin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010AAA 1'957 391'298 393'255 4'762 377'277 382'039AA1 bis AA3 687 67'215 67'902 1'383 126'025 127'408A1 bis A3 1'100 61'378 62'478 166 10'165 10'331Tiefer als A3 19 0 19 0 0 0Ohne Rating 237 27'637 27'874 1'304 125'589 126'893Total 4'000 547'528 551'528 7'615 639'056 646'6713.11 Übernommene Sicherheitenin Tausend CHF 2011 2010Grund-Grundstücke/stücke/Finanz- Liegen- Finanz- Liegenanlagenschaften Total anlagen schaften TotalStand am 1. Januar 122 0 122 27'742 925 28'667Zugänge / Veräusserungen 0 0 0 –29'386 –980 –30'366Gewinne / Verluste 13 0 13 1'766 55 1'821Stand am 31. Dezember 135 0 135 122 0 122Übernommene Sicherheiten werden so bald als möglich wieder veräussert und in denübrigen Aktiven respektive den Finanzanlagen oder im Handelsbestand ausgewiesen.


3.12 Risikokonzentration104105Risikokonzentration nach RegionenLiechten- Europastein/ ohne NordinTausend CHF Schweiz FL/CH amerika Asien Übrige Total31.12.2011Kreditrisiken aus BilanzgeschäftenForderungen gegenüber Banken 1'174'352 5'343'264 248'955 20'610 32'790 6'819'971KundenausleihungenHypothekarforderungen 8'647'273 0 0 0 0 8'647'273Öffentlich-rechtliche Körperschaften 60'212 0 0 0 0 60'212übrige Forderungen 1'006'697 189'212 10'802 151'457 261'792 1'619'960HandelsbeständeFestverzinsliche Wertpapiere 0 3'205 240 0 555 4'000Derivative Finanzinstrumente 104'294 18'095 1'098 1'133 1'368 125'988Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertetFestverzinsliche Wertpapiere 203'614 289'086 44'721 5'016 5'091 547'528Total 11'196'442 5'842'862 305'816 178'216 301'596 17'824'932Kreditrisiken aus AusserbilanzgeschäftenEventualverbindlichkeiten 89'454 5'464 67 3'536 15'681 114'202Unwiderrufliche Zusagen 138'341 0 30 686 0 139'057Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 8'852 0 0 0 0 8'852Total 236'647 5'464 97 4'222 15'681 262'11131.12.2010Kreditrisiken aus BilanzgeschäftenForderungen gegenüber Banken 1'802'486 4'742'217 268'617 20'183 19'119 6'852'622KundenausleihungenHypothekarforderungen 8'020'441 0 0 0 0 8'020'441Öffentlich-rechtliche Körperschaften 133'505 0 0 0 0 133'505übrige Forderungen 1'171'603 230'991 10'358 104'873 202'813 1'720'638HandelsbeständeFestverzinsliche Wertpapiere 0 6'884 166 0 565 7'615Derivative Finanzinstrumente 125'400 39'301 925 115 3'055 168'796Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertetFestverzinsliche Wertpapiere 253'965 318'927 45'336 0 20'828 639'056Total 11'507'400 5'338'320 325'402 125'171 246'380 17'542'673Kreditrisiken aus AusserbilanzgeschäftenEventualverbindlichkeiten 99'810 7'294 120 11'812 8'757 127'793Unwiderrufliche Zusagen 120'830 8 0 0 62'953 183'791Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 8'852 42 0 0 0 8'894Total 229'492 7'344 120 11'812 71'710 320'478Konsolidierte Jahresrechnung i Risikomanagement


Risikokonzentration nach BranchenFinanz- Energie-/dienst- Wasser- Privatein Tausend CHF leistungen versorgung Immobilien Haushalte Übrige Total31.12.2011Kreditrisiken aus BilanzgeschäftenForderungen gegenüber Banken 6'819'938 0 0 33 0 6'819'971KundenausleihungenHypothekarforderungen 118'696 12'736 874'768 6'484'890 1'156'183 8'647'273Öffentlich-rechtliche Körperschaften 0 16'001 0 5'518 38'693 60'212übrige Forderungen 755'850 79'974 52'867 222'899 508'370 1'619'960HandelsbeständeFestverzinsliche Wertpapiere 2'693 0 6 0 1'301 4'000Derivative Finanzinstrumente 77'082 73 257 39'966 8'610 125'988Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertetFestverzinsliche Wertpapiere 369'581 0 0 0 177'947 547'528Total 8'143'840 108'784 927'898 6'753'306 1'891'104 17'824'932Kreditrisiken aus AusserbilanzgeschäftenEventualverbindlichkeiten 36'515 1'881 26'130 26'075 23'601 114'202Unwiderrufliche Zusagen 25'053 0 2'060 62'021 49'923 139'057Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 8'852 0 0 0 0 8'852Total 70'420 1'881 28'190 88'096 73'524 262'11131.12.2010Kreditrisiken aus BilanzgeschäftenForderungen gegenüber Banken 6'852'622 0 0 0 0 6'852'622KundenausleihungenHypothekarforderungen 21'127 5'185 771'499 6'170'330 1'052'300 8'020'441Öffentlich-rechtliche Körperschaften 0 25 0 0 133'480 133'505übrige Forderungen 224'004 99'402 304'325 691'993 400'914 1'720'638HandelsbeständeFestverzinsliche Wertpapiere 7'124 0 0 0 491 7'615Derivative Finanzinstrumente 115'220 0 0 49'192 4'384 168'796Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertetFestverzinsliche Wertpapiere 462'890 0 0 0 176'166 639'056Total 7'682'987 104'612 1'075'824 6'911'515 1'767'735 17'542'673Kreditrisiken aus AusserbilanzgeschäftenEventualverbindlichkeiten 36'544 0 25'598 25'078 40'573 127'793Unwiderrufliche Zusagen 82'510 0 1'250 84'077 15'954 183'791Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 8'894 0 0 0 0 8'894Total 127'948 0 26'848 109'155 56'527 320'4784 Operationelles und rechtliches RisikoDie LLB-Gruppe definiert den Begriff operationelle Risiken alsGefahr von Verlusten, die durch das Versagen interner Verfahren,Menschen und IT-Systemen oder durch ein externesEreignis eintreten. Recht liche Risiken sind Teil der operationellenRisiken. Die LLB-Gruppe verfügt über ein aktives undsystematisches Management operationeller Risiken. Fürdie Erfassung, Bewirtschaftung und Steue rung dieser Ri si ko -klasse bestehen Grundsätze mit Geltung für sämtliche Gruppengesellschaften.Inner halb des LLB-Stammhauses werdeneingetretene und mögliche Verluste aus verschiedenen Or ga -ni sations ein hei ten zeitnah erfasst und ausgewertet, ebensobedeutende externe Ereignisse. Die LLB-Gruppe erhebtund ana lysiert zudem relevante Risikokennzahlen, z. B. ausden Bereichen Sorg falts pflich ten und Mit ar bei tergeschäfte.Schliesslich werden die Risiken durch interne Regel wer kezur Orga ni sation und Kontrolle beschränkt. Eine spezialisierteSoftware unterstützt den Risiko manage mentprozess.


5 VersicherungsrisikoDie swisspartners-Gruppe mit ihren Geschäftseinheiten imFürstentum Liechtenstein und auf den Cay man Islands zeichnetausschliesslich fondsgebundene Lebensversicherungenfür vermögende Pri vat personen. Bei der fondsgebundenenLebensversicherung handelt es sich im Allgemeinen um einegemischte Lebensversicherung, die dem Versicherungsnehmerbeim Anlageprozess eine erhöhte Flexi bilität bietet.Dieser trägt das Anlagerisiko selbst und profitiert von einerallfälligen Per formance.Bei diesen Versicherungsprodukten werden weder derRückkaufswert noch die Ablaufleistung garantiert. Im Todesfallerhält der Begünstigte die Versicherungssumme oder dasFondsguthaben, falls dieses die Versicherungssumme übersteigt.Für die Finanzierung der Todesfalldeckung im Falleeiner positiven Differenz zwischen der Versicherungssummeund dem Fondsguthaben wird dem Fonds quartalsweiseeine Risikoprämie belastet.Das versicherungsspezifische Risiko Tod wird laufendvon den verantwortlichen Aktuaren überwacht. Dabei werdenmarktübliche, aktuariell bestimmte und mit ausreichendenSicherheitsmargen versehene Methoden (Value at Risk derGesamtschadenverteilung zum gegebenen Sicherheits niveau)verwendet. Die Todesfallrisiken werden – bis auf einen kleinenSelbstbehalt – ausnahmslos rückver sichert. Die Rückversichererhaben ein Mindestrating von «AA-» von Standard &Poor's. Das Aus fall risiko der Rückversicherer wird regelmässigüberprüft.Die swisspartners-Gruppe soll im ersten Halbjahr 2012 verkauftwerden. Siehe hierzu Anmerkung 40 der Konzernbilanz.Mit dem Verkauf werden alle Versicherungrisiken auf den neuenEigentümer übergehen.6 Strategisches RisikoFür die LLB-Gruppe beinhaltet ein strategisches Risiko dieGefährdung der Ergebniserreichung infolge einer unzureichendenAusrichtung des Konzerns auf das politische, ökonomische,technologische und ökologische Umfeld. DieseRisiken können somit aus einem unzureichenden strategischenEntschei dungs prozess, unvorhersehbaren Ereignissenim Markt oder aus einer mangelhaften Um setzungder gewählten Strategien resultieren.Die strategischen Risiken werden regelmässig durch dasGroup Audit & Risk Committee und den Gruppenverwaltungsratüberprüft.7 ReputationsrisikoWerden Risiken nicht erkannt, nicht angemessen gesteuertund überwacht, so kann dies neben er heb lichen finanziellenVerlusten auch zu einer Rufschädigung führen. Die LLB-Gruppe be trachtet das Re pu tationsrisiko nicht als eine eigenständigeRisikokategorie, sondern als die Gefahr von zusätzlichenVer lusten aus betroffenen Risikokategorien. In sofernkann ein Reputationsrisiko Verluste in al len Ri si kokategorien,etwa Markt- oder Kreditrisiken, sowohl verursachen als auchzur Ursache haben.Die Reputationsrisiken werden regelmässig durch dasGroup Audit & Risk Committee und den Grup pen verwaltungsratüberprüft.8 Fair Value von FinanzinstrumentenDie Tabelle zeigt den Fair Value von Finanzinstrumenten, basierendauf den nachfolgend erläuterten Bewertungsmethodenund Annahmen. Der Fair Value entspricht dem Betrag,zu dem unter vertrags willigen und sachverständigen, voneinanderunabhängigen Parteien Vermögenswerte getauschtbeziehungsweise Verpflichtungen erfüllt werden könnten. Sofernein aktiver Markt (z. B. eine anerkannte Börse) besteht,ermittelt die LLB-Gruppe den Fair Value anhand des Marktpreisesoder anderer Marktnotierungen. Details zur Bestimmungder Fair Values sind in Anmerkung 39 aufgeführt.106107Fair Value von Finanzinstrumentenin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010Bilanz-BilanzwertFair Value Abweichung wert Fair Value AbweichungAktivenFlüssige Mittel 896'749 896'749 0 572'706 572'706 0Forderungen gegenüber Banken 6'819'971 6'855'292 35'321 6'852'622 6'875'579 22'957Kundenausleihungen 10'327'445 10'795'518 468'073 9'874'584 10'096'787 222'203Handelsbestände 4'379 4'379 0 7'802 7'802 0Derivative Finanzinstrumente 125'988 125'988 0 168'796 168'796 0Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 937'954 937'954 0 3'727'949 3'727'949 0FremdkapitalVerpflichtungen gegenüber Banken 595'105 596'049 –944 389'464 389'454 10Verpflichtungen gegenüber Kunden 15'769'758 15'801'285 –31'527 14'926'149 14'920'060 6'089Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen 0 0 0 99'524 99'524 0Finanzielle Verpflichtungen,erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 0 0 2'857'146 2'857'146 0Derivative Finanzinstrumente 166'387 166'387 0 162'361 162'361 0Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 1'249'356 1'317'044 –67'688 1'617'296 1'663'867 –46'571Konsolidierte Jahresrechnung i RisikomanagementDifferenz zwischen Fair Value und Bilanzwert 403'235 204'688


Es werden folgende Bewertungsmethoden und Annahmenfür den Fair Value von Finanz instru menten angewendet:Flüssige Mittel, Forderungen aus GeldmarktpapierenDiese Finanzinstrumente haben eine Fälligkeit oder ein Refi -nanzierungsprofil von maximal einem Jahr. Der Buchwert entsprichtannäherungsweise dem Fair Value.Forderungen und Verpflichtungen gegenüber Banken,Kundenausleihungen und Verpflichtungen gegenüber KundenDer Fair Value dieser Positionen mit einer Fälligkeit oder einemRefinanzierungsprofil wird nach der Bar wertmethode ermittelt.Dabei werden die Geldflüsse mit laufzeitadäquaten Swapsätzenabdiskontiert. Für Produkte, deren Zinsbindung beziehungsweiseCashflows nicht im Voraus feststehen, gelangenreplizierende Portfolios zur Anwendung.Handelsbestände, Finanzanlagen, derivativeFinanzinstrumente, Forderungen und Verpflichtungenaus VersicherungsverträgenFür die Mehrheit dieser Finanzinstrumente entspricht derFair Value dem Marktwert. Der Fair Value der Instrumente ohneMarktwert wird durch anerkannte Bewertungsmethodenermittelt.9 Eigenmittelerfordernis (Säule I)Die angemessene Kapitalausstattung wird durch die LLB-Gruppe sowie durch die individuellen operativen Einheitenüberwacht. Grundlage bilden die Eigenmittelvorschriften desFürstentums Liech ten stein, die auf den Richtlinien des BaslerAusschusses für Bankenaufsicht basieren.Zur Berechnung der Eigenmittelanforderungen für Kredit-,Markt- und operationelle Risiken steht den Banken unterBasel II eine Auswahl verschiedener Ansätze zur Verfügung.Die LLB-Gruppe wendet den Standardansatz für Kreditrisiken,den Basisindikatorenansatz für operationelle Risiken so wieden De-Minimis-Ansatz für Marktrisiken an. Die Bestimmungdes Eigenmittel erforder nisses und des Tier Kapitals erfolgtauf Basis des IFRS-Konzernabschlusses, wobei unrealisierteGewinne vom Kernkapital in Abzug gebracht werden.Der Konsolidierungskreis zur Berechnung der Eigenmittelanforderungund zum Abschluss der Jah res rechnung sind beider LLB-Gruppe identisch. Die für die Konsolidierung relevantenInforma tio nen sind im Geschäftsbericht auf Seite 139ersichtlich.Abgesehen von den gesetzlichen Erfordernissen, welchedie Übertragung von Geldern oder Eigen mitteln innerhalb derLLB-Gruppe verhindern, bestehen keine weiteren Restriktionen.


Eigenmittelerfordernis (Säule I)108109in Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010Tier 1 Ratio (in Prozent) 13.9 13.9Anrechenbare EigenmittelAktienkapital 154'000 154'000Kapitalreserven 49'458 49'479Gewinnreserven 1'594'895 1'686'949Sonstige Reserven –51'666 –18'672Minderheitsanteile 101'156 99'690Abzüglich Gewinnverwendung –8'525 –101'900Nicht realisierte Gewinne nach Steuern –18'959 –14'841Kernkapital (vor Bereinigung) 1'820'359 1'854'705Netto-Long-Position in eigenen Beteiligungstiteln –206'179 –198'387Andere Elemente, die vom Kernkapital abzuziehen sind –294'156 –306'326Anrechenbares Kernkapital (bereinigtes Kernkapital) 1'320'024 1'349'992Total anrechenbare Eigenmittel 1'320'024 1'349'992Risikogewichtete AktivenKreditrisiken Bilanzgeschäfte 8'335'513 8'355'737Kreditrisiken Ausserbilanzgeschäfte 106'991 97'150Marktrisiken 216'438 380'375Operationelle Risiken 804'694 900'913Total risikogewichtete Aktiven 9'463'636 9'734'175Erforderliche EigenmittelKreditrisiko 675'400 676'231davon Kursrisiko bezüglich Beteiligungstitel im Bankenbuch 42'768 48'857Nicht gegenparteibezogene RisikenMarktrisiko 17'315 30'430davon auf Devisen und Edelmetalle 12'465 23'784davon auf Rohstoffe 4'850 6'646Operationelle Risiken 64'376 72'073Total erforderliche Eigenmittel 757'091 778'734Konsolidierte Jahresrechnung i Risikomanagement


Segmentierung der Kreditrisikenin Tausend CHFAufsichtsrechtliche Risikogewichte0 % 10 % 20 % 35 % 50 % 75 % 100 % 150 % Total31.12.2011Zentralregierungen und -banken 941'106 0 0 0 0 0 0 0 941'106Gebietskörperschaften 23'175 0 444 0 0 0 6'273 0 29'892Verwaltungseinrichtungen 13'904 0 11 0 24'768 0 1'095 0 39'778Multinationale Entwicklungsbanken 1'332 0 0 0 0 0 0 0 1'332Internationale Organisationen 0 0 1'187 0 0 0 0 0 1'187Banken und Wertpapierfirmen 0 0 5'095'210 0 1'724'693 0 0 0 6'819'903Unternehmen 0 0 29'493 0 68'132 0 970'029 3'490 1'071'144Retail 0 0 665 0 618 228'082 890'598 931 1'120'894Grundpfandgesichert 3'291 0 0 6'407'932 320'836 0 1'971'735 0 8'703'794Überfällige Positionen 0 0 0 0 0 0 47'855 90'934 138'789Beteiligungstitel 0 0 0 0 0 0 44'244 64'946 109'190Gedeckte Schuldverschreibungen 140'611 406'161 41'028 0 0 0 0 0 587'800Anteile an Wertpapierfonds 0 0 0 0 0 0 746 247'386 248'132Sonstige Positionen 0 0 0 0 0 0 4'315 0 4'315Total 1'123'419 406'161 5'168'038 6'407'932 2'139'047 228'082 3'936'890 407'687 19'817'256Total Vorjahr 1'094'359 125'003 6'552'128 5'486'408 1'341'288 335'026 3'970'434 515'670 19'420'316Kreditrisikominderungin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010GedecktGedecktdurch Andere durch Andereanerkannte Gedeckt Kredit- anerkannte Gedeckt Kreditfinanzielledurch enga- finanzielle durch enga-Sicherheiten Garantien gements Total Sicherheiten Garantien gements TotalBilanzpositionen 0 400 0 400 0 750 0 750Ausserbilanzpositionen 0 0 0 0 32'868 0 0 32'868Derivate 0 0 0 0 0 0 0 0Total 0 400 0 400 32'868 750 0 33'61810 Internes Kapital (Säule II)Die aufsichtsrechtlichen Anforderungen an ein quantitativesRisikomanagement, die sich aus der Säule II und dem Konsultationspapierzur Anwendung des Internal Capital AdequacyAssessment Process (ICAAP) ergeben, werden bei der LLB-Gruppe unter anderem durch eine Risikotragfähigkeitsrechnungabgedeckt. Das Ziel der Risikotragfähigkeitsrechnung ist dieSicherstellung des Weiterbestandes der LLB- Gruppe zu gewährleisten.Dabei gilt es die Angemessenheit der Eigenkapitalausstattungdurch interne Modelle zu prüfen. Die Risikoergebnisseder einzelnen Risikoarten werden zu einem Gesamtverlustpotenzialaggregiert und der zur Deckung dieser potenziellenVerluste zur Verfügung stehenden Deckungsmassegegenübergestellt. Dabei wird festgestellt inwieweit die LLB-Gruppe in der Lage ist, potenzielle Verluste zu tragen.Die LLB-Gruppe verwendet für die Risikotragfähigkeitsrechnungden Value-at-Risk-Ansatz mit einem Konfidenzniveauvon 99.93 Prozent und einer Haltedauer von einem Jahr.Korrelationen zwischen den einzelnen Risikoarten werdennicht berücksichtigt. Zur Unterlegung der operationellenRisiken übernimmt die LLB-Gruppe die Werte aus dem Basisindikatoren-Ansatzder Säule I und passt diesen durch einenRisikoaufschlag an.


Segmentberichterstattung110111Entsprechend dem Managementansatz von IFRS 8 erfolgtdie Berichterstattung für die Geschäftsfelder in Übereinstimmungmit den internen Berichten, die an die Gruppenleitung(«Chief Operating Decision Maker») gemeldet werden. DieGruppenleitung ist für die Allokation von Ressourcen in dieberichtspflichtigen Segmente verantwortlich und beurteiltderen Leistung. Alle von der LLB-Gruppe verwendeten Geschäftssegmenteentsprechen der Definition eines berichtspflichtigenSegments gemäss IFRS 8.Einhergehend mit unserer fokussierten Wachstumsstrategiehaben wir uns auch organisatorisch noch stärker auf unsereKunden- und Marktsegmente ausgerichtet.Die LLB-Gruppe ist deshalb in die drei folgenden Segmenteunterteilt:◆ Markt Inland: Universalbanken- und Private-Banking-Geschäft in den Heimmärkten Liechtenstein und Schweiz. Esumfasst die folgenden Bankdienstleistungen: Anlageberatungund Vermögensverwaltung, private Finanzplanung undbetriebliche Vorsorge, Spar- und Hypothekargeschäft sowieUnternehmensfinanzierung.◆ Markt International: Internationales Private-Banking-Geschäft und Vermögensverwaltungsdienstleistungen inden Märkten Österreich, Deutschland, Italien, Osteuropasowie Naher und Mittlerer Osten.◆ Markt Institutionelle: Finanzintermediär-Geschäft, Anlagefondsund Vermögensverwaltung.Das Corporate Center umfasst die folgenden Funktionen:Finanz- und Risikomanagement, Handel und Wertschriftenadministration,Zahlungsverkehr, Personalmanagement,Marketing und Kommunikation, Recht und Compliance,Unternehmensentwicklung und Produktmanagement sowieLogistik und Informatikdienstleistungen.Während des Geschäftsjahres wurden in den berichtspflichtigenSegmenten keine Änderungen vorgenommen.Transaktionen zwischen den Segmenten erfolgen zumarktüblichen Konditionen.Die zu jedem Segment gemachten Angaben basierenauf den internen Berichten über die Segmentrechnung sowiezum Vermögen und zu weiteren Informationen, die von derGruppenleitung regelmässig überprüft werden.Die Segmentberichterstattung per 31. Dezember 2011 setzt sich wie folgt zusammen:Markt MarktMarkt Inter- Institu- Corporate Totalin Tausend CHF Inland national tionelle Center GruppeErfolg Zinsengeschäft 110'701 14'333 13'158 51'586 189'778Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 35'712 91'073 73'673 8'426 208'884Erfolg Handelsgeschäft 6'542 6'812 9'391 –28'937 –6'192Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 0 0 449 449Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmen 190 0 0 0 190Übriger Erfolg 0 6'970 561 4'307 11'838Total Geschäftsertrag 153'145 119'188 96'783 35'831 404'947Personalaufwand –53'146 –64'507 –12'590 –50'850 –181'093Sachaufwand –19'782 –23'979 –2'653 –41'657 –88'071Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen –6'463 –9'496 –258 –19'960 –36'177Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste –1'613 –12'732 –65'896 –1'547 –81'788Dienstleistungen von / an andere(n) Segmente(n) –28'504 –8'124 –15'124 51'752 0Total Geschäftsaufwand –109'508 –118'838 –96'521 –62'262 –387'129Ergebnis vor Steuern 43'637 350 262 –26'431 17'818Steuern–2'413Konzernergebnis 15'405Konsolidierte Jahresrechnung i SegmentberichterstattungZusätzliche InformationenSegment-Aktiven (in Millionen CHF) 8'701 2'215 406 9'774 21'096Segment-Fremdkapital (in Millionen CHF) 8'408 4'356 4'462 2'228 19'454Investitionen 6'087 3'555 0 29'559 39'201


Die Segmentberichterstattung per 31. Dezember 2010 setzt sich wie folgt zusammen:Markt MarktMarkt Inter- Institu- Corporate Totalin Tausend CHF Inland national tionelle Center GruppeErfolg Zinsengeschäft 95'527 11'014 14'286 54'327 175'154Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 34'010 98'840 80'217 10'964 224'031Erfolg Handelsgeschäft 7'741 6'723 12'147 898 27'509Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 0 0 –342 –342Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmen –1'486 0 0 –1'534 –3'020Übriger Erfolg 0 4'907 0 8'635 13'542Total Geschäftsertrag 135'792 121'484 106'650 72'948 436'874Personalaufwand –50'752 –67'257 –13'976 –46'335 –178'320Sachaufwand –25'239 –22'740 –2'685 –33'967 –84'631Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen –6'403 –9'929 –67 –13'241 –29'640Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste –4'836 –5'874 –15'864 1'776 –24'798Dienstleistungen von / an andere(n) Segmente(n) –16'892 –3'882 –13'226 34'000 0Total Geschäftsaufwand –104'122 –109'682 –45'818 –57'767 –317'389Ergebnis vor Steuern 31'670 11'802 60'832 15'181 119'485Steuern–11'005Konzernergebnis 108'480Zusätzliche InformationenSegment-Aktiven (in Millionen CHF) 8'404 3'708 595 9'459 22'166davon Anteile an assoziierten Unternehmen 5 0 0 0 5Segment-Fremdkapital (in Millionen CHF) 8'090 5'670 4'213 2'420 20'393Investitionen 6'479 7'516 0 48'557 62'552Es gab keine Erträge aus Geschäften mit einem einzigen externen Kunden, die sich aufzehn Prozent oder mehr der Gesamterträge der LLB-Gruppe beliefen.Geografische SegmentberichterstattungGeschäftsjahr 2011Andere Totalin Tausend CHF Liechtenstein Schweiz Länder GruppeGeschäftsertrag 241'420 155'216 8'311 404'947Aktiven (in Millionen CHF) 13'660 6'991 445 21'096Investitionen 28'857 10'344 0 39'201Geschäftsjahr 2010Andere Totalin Tausend CHF Liechtenstein Schweiz Länder GruppeGeschäftsertrag 263'143 163'088 10'643 436'874Aktiven (in Millionen CHF) 13'632 6'432 2'102 22'166Investitionen 49'522 12'956 74 62'552Die Berichterstattung erfolgt nach dem Betriebsstättenprinzip.


Anmerkungen zurkonsolidierten Erfolgsrechnung1121131 Erfolg Zinsengeschäftin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Zins- und Diskontertrag aus Geldmarktpapieren 303 331 –8.5Zinsertrag aus Forderungen gegenüber Banken 77'729 76'532 1.6Zinsertrag aus Kundenausleihungen 215'577 213'717 0.9Kreditkommissionen mit Zinscharakter 3'581 3'058 17.1Total Zinsertrag 297'190 293'638 1.2Zinsaufwand aus Verpflichtungen gegenüber Banken –19'012 –17'825 6.7Zinsaufwand aus Verpflichtungen gegenüber Kunden –85'740 –97'820 –12.3Übriger Zinsaufwand –2'660 –2'839 –6.3Total Zinsaufwand –107'412 –118'484 –9.3Total Erfolg Zinsengeschäft 189'778 175'154 8.32 Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäftin Tausend CHF 2011 2010 + / – %Courtagen 73'399 83'335 –11.9Wertschriftenverwaltung 37'480 40'457 –7.4Vermögensverwaltung und Anlagegeschäft 60'263 61'869 –2.6Fondsmanagement 31'606 31'839 –0.7Kommissionsertrag Kreditgeschäft 2'641 4'088 –35.4Erfolg Versicherungsgeschäft* 8'119 9'326 –12.9Kommissionsertrag übriges Dienstleistungsgeschäft 38'176 39'880 –4.3Total Ertrag Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 251'684 270'794 –7.1Courtageaufwand –14'682 –13'825 6.2Übriger Dienstleistungs- und Kommissionsaufwand –28'118 –32'938 –14.6Total Aufwand Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft –42'800 –46'763 –8.5Total Erfolg Dienstleistungs- und Kommissionsgeschäft 208'884 224'031 –6.8* Der Erfolg Versicherungsgeschäft beinhaltet die vereinnahmten Prämien und Kommissionen sowie die Nettowertveränderungender Anlagen, Verpflichtungen und versicherungstechnischen Rückstellungen. Die Fair-Value-Veränderung geht aus Anmerkung 27 hervor.3 Erfolg HandelsgeschäftKonsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Erfolgsrechnungin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Handelsbestände 656 58Devisen 24'774 25'223 –1.8Valuten 446 –231Edelmetalle 1'688 4'512 –62.6Zinssatzswaps* –33'756 –2'053Total Erfolg Handelsgeschäft –6'192 27'509* Die LLB-Gruppe setzt Zinssatzswaps zu Handels- und Absicherungszwecken ein. Wenn die Zinssatzswaps zu Absicherungszweckendie Voraussetzungen für die Zulassung der Verbuchung als Absicherungsgeschäft gemäss IAS 39 nicht erfüllen, werden diese wie dieZinssatzswaps zu Handelszwecken behandelt.


4 Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertetin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Zinsen 11'790 12'233 –3.6Dividenden 624 549 13.7Kurserfolge* –11'965 –13'124 –8.8Total Erfolg aus Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet** 449 –342* Die realisierten Kurserfolge beliefen sich im Jahr 2011 auf minus Tausend CHF 2'168 (Vorjahr: Tausend CHF 3'019).** In dieser Position werden nur die Erfolge aus Finanzanlagen, welche im Eigenbestand der LLB-Gruppe sind, ausgewiesen.Die Erfolge aus Finanzanlagen aus Versicherungs verträgen sind in der Position «Erfolg Versicherungsgeschäft»(Anmerkung 2) ausgewiesen. Die Aufteilung der Finanzanlagen ist in der Anmerkung 18 ersichtlich.5 Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmenin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Kurserfolge 0 –1'534 –100.0Anteil am Gewinn / Verlust 190 –1'486Total Anteil am Erfolg an assoziierten Unternehmen 190 –3'0206 Übriger Erfolgin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Liegenschaftenerfolg 1'102 845 30.4Wertveränderungen der Kaufpreisverbindlichkeiten aus Akquisitionen 6'970 4'907 42.0Anderer übriger Erfolg 3'766 7'790 –51.7Total übriger Erfolg 11'838 13'542 –12.67 Personalaufwandin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Löhne und Gehälter –147'138 –147'429 –0.2Vorsorgeaufwand für leistungsorientierte Pläne –13'664 –16'302 –16.2Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen für beitragsorientierte Pläne –121 –37 227.0Übrige Sozialleistungen –12'808 –12'371 3.5Übriger Personalaufwand –7'972 –5'870 35.8Aktivierter Anteil Personalaufwand 610 3'689 –83.5Total Personalaufwand –181'093 –178'320 1.6Der durchschnittliche Personalbestand der LLB-Gruppe betrug teilzeitbereinigtim Geschäftsjahr 2011 1'105 und im Geschäftsjahr 2010 1'070 Stellen.8 Sachaufwandin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Raumaufwand –10'962 –10'487 4.5EDV-Systeme, Maschinen, Einrichtungen –23'998 –19'602 22.4Informations- und Kommunikationsaufwand –14'872 –14'557 2.2Marketing und Public Relations –16'722 –15'240 9.7Beratungs- und Revisionshonorare –10'154 –10'577 –4.0Kapitalsteuern und übrige Steuern –288 –3'808 –92.4Übriger Sachaufwand –11'075 –10'360 6.9Total Sachaufwand –88'071 –84'631 4.1


9 Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen114115in Tausend CHF 2011 2010 + /– %Abschreibungen auf Liegenschaften –6'669 –7'149 –6.7Abschreibungen auf übrige Sachanlagen –9'070 –6'065 49.5Abschreibungen auf als Finanzinvestitionen gehaltene Liegenschaften –116 –126 –7.9Amortisationen auf immaterielle Anlagen –20'322 –16'300 24.7Total Abschreibungen und Amortisationen auf dem Anlagevermögen –36'177 –29'640 22.110 Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verlustein Tausend CHF 2011 2010 + /– %Kreditrisiken –65'668 –23'203 183.0Operationelle Risiken –10'322 –1'595 547.1Wertberichtigung aus zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte –5'798 0Total Wertberichtigungen, Rückstellungen und Verluste –81'788 –24'798 229.811 Steuernin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Laufende Gewinnsteuern –5'933 –28'457 –79.2Latente Gewinnsteuern* 3'520 17'452 –79.8Total Steuern –2'413 –11'005 –78.1* Details siehe Anmerkung 29.Die effektiven Nettozahlungen des Konzerns für in- und ausländische Gewinnsteuernbetrugen im Geschäfts jahr 2011 CHF 28.9 Mio. und im Geschäftsjahr 2010 CHF 35.7 Mio.Die Steuer auf den Vorsteuergewinn des Konzerns weicht vom theoretischen Betrag, der sichbei An wen dung des gewichteten durchschnittlichen Konzernsteuersatzes auf das Ergebnis vorSteuern ergibt, wie folgt ab:in Tausend CHF 2011 2010 + /– %Ergebnis vor Steuern 17'818 119'485 –85.1Steuer gemäss angenommenem Steuersatz von 11.5 % (2010: 11.5 %) –2'049 –13'741 –85.1Ursachen für Mehr- / MindererträgeDifferenz zwischen effektivem und angenommenem Steuersatz –3'884 –14'716 –73.6Nutzung steuerlicher Verlustvorträge 0 –2'396 –100.0Nicht steuerbare Erträge –527 –288 83.0Nicht abziehbare Amortisationen auf immaterielle Anlagen 1'384 1'421 –2.6Übrige steuerlich nicht abzugsfähige Aufwände 2'663 18'715 –85.8Total Steuern –2'413 –11'005 –78.1Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Erfolgsrechnung


12 Ergebnis pro Aktie2011 2010 + /– %Ergebnis, das den Aktionären der LLB AG zusteht (in Tausend CHF) 10'954 102'806 –89.3Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Aktien 28'451'977 28'491'213 –0.1Unverwässertes Ergebnis pro Aktie (in CHF) 0.38 3.61 –89.5Ergebnis, das den Aktionären der LLB AG zusteht (in Tausend CHF) 10'954 102'806 –89.3Bereinigtes Ergebnis, das den Aktionären der LLB AG zusteht (in Tausend CHF) 10'954 102'806 –89.3Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Aktien 28'451'977 28'491'213 –0.1Gewichteter Durchschnitt der Anzahl ausstehender Aktienzur Berechnung des verwässerten Konzernergebnisses 28'451'977 28'491'213 –0.1Verwässertes Ergebnis pro Aktie (in CHF) 0.38 3.61 –89.5


Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz11611713 Flüssige Mittelin Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Kassabestand 59'351 50'777 16.9Sichtguthaben bei Postscheckämtern 20'043 –3'177Sichtguthaben bei National- und Zentralbanken 817'355 525'106 55.7Total flüssige Mittel 896'749 572'706 56.614 Forderungen gegenüber Bankenin Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Forderungen gegenüber Bankentäglich fällig 1'374'922 1'014'601 35.5mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 5'482'152 5'768'875 –5.0Wertberichtigungen für Kreditrisiken –37'103 –36'201 2.5Total Forderungen gegenüber Banken 6'819'971 6'747'275 1.1Forderungen gegenüber Banken aus Versicherungsverträgen*gemäss IFRS 4 0 16'813 –100.0gemäss IAS 39 0 88'534 –100.0Total Forderungen gegenüber Banken aus Versicherungsverträgen 0 105'347 –100.0Total Forderungen gegenüber Banken 6'819'971 6'852'622 –0.5* Die Forderungen stellen Forderungen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte darund werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.15 Kundenausleihungenin Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + / – %Hypothekarforderungen 8'675'773 8'050'846 7.8Öffentlich-rechtliche Körperschaften 60'212 133'505 –54.9Übrige Forderungen 1'773'639 1'755'805 1.0Kundenforderungen aus Versicherungsverträgen gemäss IFRS 4* 0 3'588 –100.0Kundenforderungen aus Versicherungsverträgen gemäss IAS 39* 0 62'804 –100.0Wertberichtigungen für Kreditrisiken –182'179 –131'964 38.1Total Kundenausleihungen 10'327'445 9'874'584 4.6* Die Forderungen stellen Forderungen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte darund werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten BilanzÜbersicht über die Deckungsarten nettoin Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Hypothekarische Deckung 8'810'010 8'231'162 7.0Andere Deckung 1'164'447 1'198'814 –2.9Ohne Deckung 352'988 444'608 –20.6Total 10'327'445 9'874'584 4.6


Wertberichtigungen für KreditrisikenHypothekar- Übrigein Tausend CHF forderungen Forderungen TotalStand am 1. Januar 2011 30'405 101'559 131'964Abschreibungen von Ausleihungen /Zweckkonforme Verwendung –372 –22'293 –22'665Eingänge auf bereits abgeschriebenen Ausleihungen /Gefährdete Zinsen 114 3'716 3'830Neubildung zulasten der Erfolgsrechnung 22'245 99'389 121'634Auflösung zugunsten der Erfolgsrechnung –23'892 –32'983 –56'875Währungsumrechnung und übrige Anpassungen 0 4'291 4'291Stand am 31. Dezember 2011 28'500 153'679 182'179Stand am 1. Januar 2010 33'685 76'370 110'055Abschreibungen von Ausleihungen /Zweckkonforme Verwendung –300 –4'135 –4'435Eingänge auf bereits abgeschriebenen Ausleihungen /Gefährdete Zinsen 55 3'435 3'490Neubildung zulasten der Erfolgsrechnung 11'755 46'914 58'669Auflösung zugunsten der Erfolgsrechnung –14'790 –21'025 –35'815Währungsumrechnung und übrige Anpassungen 0 0 0Stand am 31. Dezember 2010 30'405 101'559 131'96416 Handelsbeständein Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Schuldtitelbörsenkotierte 3'502 7'615 –54.0nicht börsenkotierte 498 0Total Schuldtitel 4'000 7'615 –47.5Beteiligungstitelbörsenkotierte 133 127 4.7nicht börsenkotierte 246 60 310.0Total Beteiligungstitel 379 187 102.7Total Handelsbestände 4'379 7'802 –43.9


17 Derivative FinanzinstrumenteZur Absicherung von Zinsänderungsrisiken im Bilanzgeschäftwerden Zinsswaps abgeschlossen. Dabei handelt es sich umFair Value Hedges. Darüber hinaus werden derivative Finanzinstrumentehauptsächlich im Rahmen des Kundengeschäfteseingesetzt. Dabei wird sowohl mit standardisierten als auchmit OTC-Derivaten auf Rechnung des Kunden gehandelt. AlsGegenparteien dienen Schweizer Banken mit hoher Bonität.Eine Market-Maker-Tätigkeit wird nicht ausgeübt. In geringemUmfang kommen derivative Finanzinstrumente auch bei derBewirtschaftung des bankeigenen Wert schrif ten portfolioszum Einsatz.118119Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeit Restlaufzeitbis 3 3 bis 12 1 bis 5 über 5 TotalMonate Monate Jahre Jahre Total KontraktinTausend CHF PW NW PW NW PW NW PW NW PW NW volumen31.12.2011ZinsinstrumenteTrading-Swaps 404 218 3'678 205 9'127 12'200 0 24'174 13'209 36'797 1'158'840Fair Value Hedge 0 0 0 0 0 3'228 0 13'231 0 16'459 114'790Termingeschäfte 0 1'678 0 101 0 0 0 0 0 1'779 8'629DevisenTerminkontrakte 54'066 53'285 24'157 23'520 802 806 0 0 79'025 77'611 5'972'284Optionen (OTC) 13'982 13'982 15'998 15'998 0 0 0 0 29'980 29'980 335'763EdelmetalleTerminkontrakte 1'076 1'087 1'390 1'366 0 0 0 0 2'466 2'453 39'187Optionen (OTC) 74 74 85 85 0 0 0 0 159 159 4'287Beteiligungstitel / IndizesOptionen (OTC) 1'149 1'149 0 0 0 0 0 0 1'149 1'149 71'060Total derivativeFinanzinstrumente 70'751 71'473 45'308 41'275 9'929 16'234 0 37'405 125'988 166'387 7'704'84031.12.2010ZinsinstrumenteTrading-Swaps 0 0 12'103 178 6'682 7'779 4'701 11'369 23'486 19'326 1'429'740Fair Value Hedge 0 769 0 0 4'978 715 0 3'382 4'978 4'866 305'000Termingeschäfte 5 433 0 121 0 0 0 0 5 554 34'464DevisenTerminkontrakte 75'165 73'282 22'229 21'416 312 297 0 0 97'706 94'995 5'454'465Optionen (OTC) 19'339 19'339 19'895 19'895 0 0 0 0 39'234 39'234 433'411EdelmetalleTerminkontrakte 14 13 0 0 0 0 0 0 14 13 540Optionen (OTC) 29 29 209 209 0 0 0 0 238 238 8'833Beteiligungstitel / IndizesOptionen (OTC) 3'135 3'135 0 0 0 0 0 0 3'135 3'135 137'234Total derivativeFinanzinstrumente 97'687 97'000 54'436 41'819 11'972 8'791 4'701 14'751 168'796 162'361 7'803'687PW: Positive WiederbeschaffungswerteNW: Negative WiederbeschaffungswerteKonsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz


18 Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertetin Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Schuldtitelbörsenkotierte 512'693 619'246 –17.2nicht börsenkotierte 34'835 19'810 75.8Total Schuldtitel 547'528 639'056 –14.3Beteiligungstitelbörsenkotierte 39'712 15'143 162.2nicht börsenkotierte 350'714 309'380 13.4Total Beteiligungstitel 390'426 324'523 20.3Finanzanlagen aus Versicherungsverträgen*gemäss IFRS 4 0 58'542 –100.0gemäss IAS 39 0 2'705'828 –100.0Total Finanzanlagen aus Versicherungsverträgen 0 2'764'370 –100.0Total Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 937'954 3'727'949 –74.8* Die Finanzanlagen stellen Finanzanlagen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte darund werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.19 Beteiligungen an assoziierten UnternehmenName Sitz Tätigkeit Beteiligung in %2011 2010Elips Life AG* Vaduz Versicherungsgesellschaft 0.00 48.00Data Info Services AG Vaduz Dienstleistungsgesellschaft 50.00 0.00in Tausend CHF 2011 2010 + /– %Stand am 1. Januar 5'115 267'411 –98.1Zugänge 25 0Abgänge* –5'300 –259'276 –98.0Nicht realisierte Kurserfolge 0 7'077 –100.0Realisierte Kurserfolge 0 –8'611 –100.0Anteil am Gewinn / Verlust 190 –1'486Stand am 31. Dezember Total Beteiligungen an assoziierten Unternehmen 30 5'115 –99.4Details zu Beteiligungen an assoziierten UnternehmenName Sitz Tätigkeit Beteiligung in %Elips Life AG* Vaduz Versicherungsgesellschaft 48.00in Tausend CHF 2011 2010Vermögenswerte 0 15'249Verbindlichkeiten 0 538Geschäftsertrag 0 3'812Ergebnis 0 –3'096* Die Elips Life AG wurde im Jahr 2011 verkauft.


Name Sitz Tätigkeit Beteiligung in %120121Data Info Services AG Vaduz Dienstleistungsgesellschaft 50.00in Tausend CHF 2011Vermögenswerte 71Verbindlichkeiten 12Geschäftsertrag 1'095Ergebnis 920 Liegenschaften und übrige Sachanlagensowie als Finanzinvestitionen gehaltene LiegenschaftenTotal Als Finanz-Liegen- investitionenschaften und gehalteneÜbrige übrige LiegeninTausend CHF Liegenschaften Sachanlagen Sachanlagen schaftenStand am 1. Januar 2010Anschaffungskosten 226'185 68'914 295'099 39'777Kumulierte Abschreibungen –86'535 –56'231 –142'766 –10'419Buchwert netto 139'650 12'683 152'333 29'358Geschäftsjahr 2010Eröffnungsbuchwert netto 139'650 12'683 152'333 29'358Zugänge 11'862 14'079 25'941 0Umbuchungen Anschaffungskosten 11'833 79 11'912 –11'912Umbuchungen Abschreibungen –5'066 –55 –5'121 5'121Abgänge inklusive Ausbuchungen* –1'200 –6'739 –7'939 –265Auflösung von Abschreibungen* 0 6'806 6'806 24Abschreibungen –7'149 –6'065 –13'214 –126Endbuchwert netto 149'930 20'788 170'718 22'200Stand am 31. Dezember 2010Anschaffungskosten 248'680 76'333 325'013 27'600Kumulierte Abschreibungen –98'750 –55'545 –154'295 –5'400Buchwert netto 149'930 20'788 170'718 22'200Geschäftsjahr 2011Eröffnungsbuchwert netto 149'930 20'788 170'718 22'200Zugänge 19'924 5'316 25'240 1'307Abgänge inklusive Ausbuchungen* 0 –168 –168 –342Auflösung von Abschreibungen* 0 0 0 42Abschreibungen –6'668 –9'070 –15'738 –117Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte 0 –1'528 –1'528 0Endbuchwert netto 163'186 15'338 178'524 23'090Stand am 31. Dezember 2011Anschaffungskosten 268'604 76'248 344'852 28'565Kumulierte Abschreibungen –105'418 –60'910 –166'328 –5'475Buchwert netto 163'186 15'338 178'524 23'090Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz* Beinhaltet Ausbuchungen von vollständig abgeschriebenem Vermögen.


Zusatzangabenin Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Brandversicherungswert der Liegenschaften 278'303 266'383 4.5Brandversicherungswert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Liegenschaften 9'986 10'829 –7.8Brandversicherungswert der übrigen Sachanlagen 74'607 73'332 1.7Fair Value der als Finanzinvestitionen gehaltenen Liegenschaften 23'646 23'585 0.3Mietertrag der als Finanzinvestitionen gehaltenen Liegenschaften 213 281 –24.2Mietaufwendungen der als Finanzinvestitionen gehaltenen Liegenschaften 101 178 –43.3Es bestehen keine Sachanlagen aus Finance Leasing.Zukünftige Netto-Verpflichtungen aus Operating Leasingin Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Restlaufzeit bis 1 Jahr 4'338 3'301 31.4Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 8'165 8'348 –2.2Restlaufzeit über 5 Jahre 11'209 12'813 –12.5Total zukünftige Netto-Verpflichtungen aus Operating Leasing 23'712 24'462 –3.1Im Geschäftsaufwand sind für das Geschäftsjahr 2011Tausend CHF 5'041 und für das Geschäftsjahr2010 Tausend CHF 4'426 aus Operating Leasing enthalten. Per Ende 2011 bestehen verschiedeneOperating-Lea sing-Verträge für Liegenschaften und übrige Sachanlagen, welche für dieAusübung der Geschäftstätigkeit der LLB-Gruppe genutzt werden. Die wesentlichen Leasingverträgeenthalten Ver längerungs optio nen und Ausstiegsklauseln.Zukünftige Netto-Forderungen aus Operating Leasingin Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Restlaufzeit bis 1 Jahr 404 329 22.8Restlaufzeit 1 bis 5 Jahre 1'500 409 266.7Restlaufzeit über 5 Jahre 655 1'760 –62.8Total zukünftige Netto-Forderungen aus Operating Leasing 2'559 2'499 2.4Im Übrigen Erfolg sind für das Geschäftsjahr 2011 Tausend CHF 1'374 und für dasGeschäftsjahr 2010 Tausend CHF 1'250 aus Operating Leasing enthalten.


21 Goodwill und andere immaterielle Anlagen122123Andereimmateriellein Tausend CHF Goodwill Anlagen Software TotalStand am 1. Januar 2010Anschaffungskosten 170'421 112'374 76'211 359'006Kumulierte Amortisationen –26'261 –30'497 –15'978 –72'736Buchwert netto 144'160 81'877 60'233 286'270Geschäftsjahr 2010Eröffnungsbuchwert netto 144'160 81'877 60'233 286'270Zugänge 0 0 36'611 36'611Abgänge inklusive Ausbuchungen 0 0 –423 –423Auflösung von Abschreibungen 0 0 168 168Amortisationen 0 –8'124 –8'176 –16'300Endbuchwert netto 144'160 73'753 88'413 306'326Stand am 31. Dezember 2010Anschaffungskosten 170'421 112'374 112'399 395'194Kumulierte Amortisationen –26'261 –38'621 –23'986 –88'868Buchwert netto 144'160 73'753 88'413 306'326Geschäftsjahr 2011Eröffnungsbuchwert netto 144'160 73'753 88'413 306'326Zugänge 0 0 13'961 13'961Abgänge inklusive Ausbuchungen 0 0 –10 –10Auflösung von Abschreibungen 0 0 0 0Amortisationen 0 –8'084 –12'238 –20'322Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte –76'897 –22'280 –1'156 –100'333Endbuchwert netto 67'263 43'389 88'970 199'622Stand am 31. Dezember 2011Anschaffungskosten 93'524 71'050 119'192 283'766Kumulierte Amortisationen –26'261 –27'661 –30'222 –84'144Buchwert netto 67'263 43'389 88'970 199'622GoodwillDer Goodwill ist den identifizierten Zahlungsmittel generierendenEinheiten (CGUs) des Konzerns nach Segmenten zugeordnet.in Tausend CHF 2011 2010Markt Inland 55'620 55'620Markt International 11'643 88'540Markt Institutionelle 0 0Corporate Center 0 0Total 67'263 144'160Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz


Der erzielbare Betrag einer CGU bestimmt sich aus dem operativenNutzungswert und dem überschüs sigen Eigenkapital.Diese Be rech nungen basieren auf den Daten per 31. Dezember2011 und auf prognostizierten Cashflows, die aus der vomManagement verabschiedeten Fünf-Jahres-Planung ab geleitetwurden. Cashflows nach diesem Fünf-Jahres-Zeitraum werdenmit einer durchschnitt lichen Wachstumsrate extrapoliert.Annahmen bei der Berechnung des NutzungswertesMarktMarkt InterinProzent Inland nationalCashflow im Verhältnis zum Geschäftsertrag (durchschnittlicher Planwert) 23.6% 14.3%Durchschnittliche Wachstumsrate zur Extrapolation von Cashflows ausserhalb des Planungszeitraums 4.5% 3.1%Diskontierungszins 6.0% 8.5%Das Management hat die Erträge und Aufwendungen, basierendauf Entwicklungen in der Ver gangen heit und Erwartungenbezüglich der zukünftigen Marktentwicklung sowieder strategischen Ent wick lung, bestimmt. Die durchschnittlicheWachstumsrate deckt sich mit Voraus sagen aus derIn dus trie. Der Diskontierungszins, welcher zur Diskontierungder Cashflows herangezogen wird, ist ein Eigenkapitalkostensatzund reflektiert die spezifischen Risiken der betreffendenSegmente. Die Analyse der Werthaltigkeit des Goodwills hatergeben, dass keine Wertminderung vorliegt.Für die Analyse trifft der Konzern Einschätzungen und Annahmen,welche die Zukunft betreffen. Die hieraus abgeleitetenSchätzun gen werden naturgemäss in den seltenstenFällen den späteren tatsächlichen Gegebenheiten entsprechen.Folgende Übersicht gibt über das sig nifikante Risikoin Form einer Anpassung der Buch werte innerhalb desnächsten Geschäftsjahres Auskunft.Sensitivitäts-AnalyseTatsächlicher Wertzu geplantem WertWertminderungGoodwillMarktMarkt Inter-Inland nationalCashflow vor Steuern –10.0 % keine keineDiskontierungszins +10.0 % keine keineWenn in der Folge der Cashflow vor Steuern höher oder derDiskontierungszinssatz niedriger wäre als vom Managementgeschätzt, kann eine bereits vorgenommene ausserplanmässigeAbschrei bung (Wertminderung) des Goodwills nicht mehrrückgängig gemacht werden.Andere immaterielle AnlagenUnter andere immaterielle Anlagen sind Kundenbeziehungenund Markenwerte aktiviert. Diese werden über eine Zeitperiodevon zehn bis fünfzehn Jahren linear amortisiert. Diegeschätzten aggregierten Amortisationen auf andere immaterielleAnlagen belaufen sich auf:in Tausend CHF2012 5'1172013 5'1172014 5'1172015 5'1162016 3'7192017 und danach 19'203Total 43'389


22 Übrige Aktiven124125in Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Abwicklungskonten 10'566 69'187 –84.7Mehrwertsteuer und andere Steuerforderungen 3'069 3'120 –1.6Edelmetallbestand 21'151 15'089 40.2Forderungen aus Rückversicherungen* 0 18'753 –100.0Total übrige Aktiven 34'786 106'149 –67.2* Die Forderungen stellen Forderungen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte darund werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.23 Zur Sicherung eigener Verpflichtungen verpfändete oderabgetretene Aktiven und Aktiven unter Eigentumsvorbehaltin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010EffektiveEffektiveBilanzwert Verpflichtung Bilanzwert VerpflichtungFinanzanlagen 57'421 0 78'741 0Forderungen gegenüber Banken 0 0 7'531 7'531Hypothekarforderungen 953'497 636'644 946'806 711'237Total verpfändete Aktiven 1'010'918 636'644 1'033'078 718'768Die Finanzanlagen sind für Lombardlimiten bei National- undZentralbanken, für Börsen kautionen und zur Sicherstellung derGe schäfts tätigkeit der Auslandsorganisationen gemäss lokalengesetz lichen Vorschriften verpfändet.Die Forderungen gegenüber Banken sowie die Hypothekarforderungensind zur Sicherstellung von Darlehen sowiePfandbriefdarlehen verpfändet.24 Verpflichtungen gegenüber Bankenin Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Täglich fällig 251'924 157'307 60.1Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 343'181 232'157 47.8Total Verpflichtungen gegenüber Banken 595'105 389'464 52.825 Verpflichtungen gegenüber Kundenin Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Täglich fällig 8'902'512 8'229'651 8.2Mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 2'425'853 2'672'218 –9.2Spargelder 4'441'393 4'024'280 10.4Total Verpflichtungen gegenüber Kunden 15'769'758 14'926'149 5.726 Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen*in Tausend CHF 2011 2010 + /– %Stand am 1. Januar 99'524 132'887 –25.1Neu ausgegebene Versicherungsverträge 24'728 3'082 702.3Ausgelaufene oder gekündigte Versicherungsverträge –63'163 –237Performanceveränderung –4'176 –21'921 –80.9Veränderung versicherungstechnische Rückstellung –6'857 –14'287 –52.0Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte –50'056 0Stand am 31. Dezember 0 99'524 –100.0Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz* Die Verpflichtungen stellen Verpflichtungen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswertedar und werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.


27 Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet*in Tausend CHF 2011 2010 + /– %Stand am 1. Januar 2'857'146 3'398'267 –15.9Neu ausgegebene Versicherungsverträge 108'026 67'265 60.6Ausgelaufene oder gekündigte Versicherungsverträge –1'613'946 –47'452Performanceveränderung –97'368 –560'934 –82.6Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte –1'253'858 0Stand am 31. Dezember 0 2'857'146 –100.0* Die Verpflichtungen stellen Verpflichtungen von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswertedar und werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.28 Ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehenin Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Wandelanleihen* 0 270'141 –100.0Kassenobligationen** 612'712 635'918 –3.6Pfandbriefdarlehen 636'644 711'237 –10.5Total ausgegebene Schuldtitel und Pfandbriefdarlehen 1'249'356 1'617'296 –22.8* Am 12. April 2006 gab die Liechtensteinische Landesbank AG eine Wandelanleihe in der Höhe von Tausend CHF 270'000 aus.Die Anleihe wurde im April 2011 fällig. Der Wandelpreis betrug CHF 117.75. Es erfolgten keine Wandlungen.** Die durchschnittliche Verzinsung betrug per 31. Dezember 2011 1.56 Prozent und per 31. Dezember 2010 1.96 Prozent.29 Latente Steuernin Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Latente SteuerforderungenSteuerliche Verlustvorträge 4'738 4'738 0.0Liegenschaften und Sachanlagen 4'081 4'081 0.0Übrige 18'778 15'318 22.6Total latente Steuerforderungen 27'597 24'137 14.3Latente SteuerverpflichtungenWertberichtigungen für Kreditrisiken 17 17 0.0Immaterielle Werte 8'395 13'448 –37.6Liegenschaften 538 675 –20.3Finanzinstrumente 11'159 6'386 74.7Übrige Rückstellungen 10'701 17'788 –39.8Total latente Steuerverpflichtungen 30'810 38'314 –19.6Veränderung latenter Steuern nettoStand am 1. Januar 10'462 30'996 –66.2Erfolgsneutrale Veränderung –4'468 633Neubildung zulasten der Erfolgsrechnung 9'255 4'655 98.8Auflösung zugunsten der Erfolgsrechnung –12'036 –22'107 –45.6Stand am 31. Dezember 3'213 14'177 –77.3Per 31. Dezember 2011 bestehen temporäre Differenzen vonTausend CHF 10'869, die nicht als latente Steuerforderungenverbucht sind und welche zukünftig mit potenziellen steuerlichenBerichtigungen verrechnet werden könnten (Vorjahr:Tausend CHF 7'836).Im Allgemeinen können steuerliche Verluste in der Schweizfür sieben Jahre, im Fürstentum Liechtenstein und in Österreichunbegrenzt vorgetragen werden. Die steuerlichen Verlustvorträge,die nicht per 31. Dezember 2011 als latente Steueransprücheberücksichtigt worden sind, und innerhalb der nächstensieben Jahre verfallen werden, betragen Tausend CHF 7'006(Vorjahr: Tausend CHF 5'705).Die latenten Steuern sind begründet durch temporäreDifferenzen aufgrund unterschiedlicher Bewertungen zwischenIFRS- und steuerrechtlichem Abschluss.


30 Übrige Verpflichtungen126127in Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Passive Kassenobligationen 826 690 19.7Nicht eingelöste Coupons 14 10 40.0Abgabekonten 12'441 9'758 27.5Kreditoren 12'335 15'016 –17.9Abwicklungskonten 10'708 11'861 –9.7Verpflichtungen aus Vorsorgeplänen 108'651 80'378 35.2Ferien / Gleitzeit 6'755 7'851 –14.0Verpflichtungen aus anderen langfristig fälligen Leistungen 7'031 7'318 –3.9Kaufpreisverbindlichkeiten aus Akquisitionen* 0 93'412 –100.0Total übrige Verpflichtungen 158'761 226'294 –29.8* Die Verbindlichkeiten stellen Verbindlichkeiten von zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswertedar und werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.31 Rückstellungenin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Stand am 1. Januar 1'887 1'598 18.1Zweckkonforme Verwendung –1'493 –154 869.5Neubildung zulasten der Erfolgsrechnung 8'227 531Auflösung zugunsten der Erfolgsrechnung 0 –88 –100.0Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte –2'750 0Stand am 31. Dezember 5'871 1'887 211.1Rückstellungen für operationelle Risiken* 5'871 1'887 211.1Total 5'871 1'887 211.1* Im Wesentlichen handelt es sich um Rückstellungen für Rechts- und Prozessrisiken.in Tausend CHF 31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Kurzfristige Rückstellungen 2'676 1'137 135.4Langfristige Rückstellungen 3'195 750 326.0Total 5'871 1'887 211.132 Pendente RechtsfälleDie LLB-Gruppe ist im Rahmen des normalen Geschäftsgangesin verschiedene rechtliche Verfahren involviert. Sie nimmt fürlaufende und drohende Verfahren Rückstellungen vor, wennnach Mei nung der zuständigen Spezialisten Zahlungen beziehungsweiseVerluste seitens der Gruppengesellschaf ten wahrscheinlichsind und wenn deren Betrag abgeschätzt werdenkann. Alle Rück stel lungen für Prozessrisiken sind in der PositionRück stellungen in der Konzernbilanz enthalten.Die Bank wurde informiert, dass das US Department ofJustice das Verhalten von gewissen Banken inklusive derLiechtensteinischen Landesbank untersucht. Dabei wird imZusammenhang mit früheren oder gegenwärtigen US-Kundenabgeklärt, ob von diesen Banken US Recht, im Speziellen USSteuerrecht und Wertschriftenvorschriften, eingehalten wurde.Die Risiken sind gegenwärtig weder beurteil- noch quantifizierbar.Die Bank hat die Risiken bezüglich des grenzüberschreitendenGeschäfts im Zusammenhang mit US Kunden untersuchtund ist zum Schluss gekommen, dass im gegenwärtigen Zeitpunktkeine Rückstellungen nötig sind.Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz33 Aktienkapital31. 12.2011 31. 12.2010 + /– %Anzahl Inhaberaktien (bewilligt und voll einbezahlt) 30'800'000 30'800'000 0.0Nominalwert pro Inhaberaktie (in CHF) 5 5 0.0Gesamtnominalwert (in Tausend CHF) 154'000 154'000 0.0


34 Eigene Aktienin TausendAnzahlCHFStand am 1. Januar 2010 2'288'683 199'704Käufe 46'261 2'895Verkäufe –60'444 –4'212Stand am 31. Dezember 2010* 2'274'500 198'387Käufe 140'780 10'615Verkäufe –36'204 –2'823Stand am 31. Dezember 2011* 2'379'076 206'179* Für die Erfolgsbeteiligung des Geschäftsjahres 2011 (Zahlung im 2012) wurden 5'300 Stück beziehungsweiseTausend CHF 237 mit den eigenen Aktien verrechnet (Vorjahr: 25'500 Stück bzw. Tausend CHF 1'767).35 Kapitalreservenin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Stand am 1. Januar 49'479 49'744 –0.5Veränderung eigene Aktien –21 –265 –92.1Stand am 31. Dezember 49'458 49'479 0.036 Gewinnreservenin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Stand am 1. Januar 1'686'949 1'684'453 0.1Ergebnis, das den Aktionären der LLB AG zusteht 10'954 102'806 –89.3Dividende der LLB AG –96'636 –96'900 –0.3Zuwendung an die LLB-Arbeitgeberstiftung –2'000 –2'000 0.0Zuwendung an die LLB-Zukunftsstiftung –3'000 0Dividenden an Minderheiten –1'283 –1'413 –9.2Übrige Veränderungen –89 3Stand am 31. Dezember 1'594'895 1'686'949 –5.537 Sonstige Reservenin Tausend CHF 2011 2010 + /– %Stand am 1. Januar –18'672 –22'274 –16.2Währungsumrechnung –922 –3'040 –69.7Vermögenseingang IAS 19 2'000 2'000 0.0Aktuarielle Gewinne und Verluste gemäss IAS 19 (nach Steuern) –34'072 4'642Stand am 31. Dezember –51'666 –18'672 176.738 Minderheitsanteilein Tausend CHF 2011 2010 + /– %Stand am 1. Januar 99'690 97'122 2.6Aktuarielle Gewinne und Verluste gemäss IAS 19 (nach Steuern) –1'420 –581 144.4Dividende/Nennwertreduktion Minderheiten –2'366 –2'336 1.3Erhöhung (Reduktion) Minderheitsanteile 801 –189Minderheitsanteile am Konzernergebnis 4'451 5'674 –21.6Stand am 31. Dezember 101'156 99'690 1.5


39 Fair-Value-Hierarchie von Finanzinstrumenten128129in Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 +/– %Level 1Handelsbestände 3'635 7'742 –53.0Derivative Finanzinstrumente 0 0Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 552'405 856'677 –35.5davon Finanzanlagen aus Versicherungsverträgen* 0 222'288 –100.0Total Level 1 556'040 864'419 –35.7Level 2Handelsbestände 744 60Derivative Finanzinstrumente 125'988 168'796 –25.4Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 385'549 1'203'832 –68.0davon Finanzanlagen aus Versicherungsverträgen* 0 874'642 –100.0Total Level 2 512'281 1'372'688 –62.7Level 3Handelsbestände 0 0Derivative Finanzinstrumente 0 0Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 1'667'440 –100.0davon Finanzanlagen aus Versicherungsverträgen* 0 1'667'440 –100.0Total Level 3 0 1'667'440 –100.0Total Aktiven 1'068'321 3'904'547 –72.6Level 1Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 222'288 –100.0davon finanzielle Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen* 0 222'288 –100.0Derivative Finanzinstrumente 0 0Total Level 1 0 222'288 –100.0Level 2Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 967'418 –100.0davon finanzielle Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen* 0 967'418 – 100.0Derivative Finanzinstrumente 166'387 162'361 2.5Total Level 2 166'387 1'129'779 –85.3Level 3Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet 0 1'667'440 –100.0davon finanzielle Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen* 0 1'667'440 –100.0Derivative Finanzinstrumente 0 0Total Level 3 0 1'667'440 –100.0Total Passiven 166'387 3'019'507 –94.5* Die Finanzanlagen und finanziellen Verpflichtungen sind aus von zur Veräusserung gehaltenelangfristige Vermögenswerte und werden per 31. Dezember 2011 separat ausgewiesen.Im Geschäftsjahr 2011 erfolgten keine wesentlichen Transfers zwischen Level 1 und Level 2 Finanzinstrumenten.Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zur konsolidierten Bilanz


Bewegungen von Level-3-Finanzinstrumenten*in Tausend CHF Aktiven PassivenFinanzielleFinanzanlagen, Verpflichtungen,erfolgswirksam zum erfolgswirksam zumFair Value bewertet Fair Value bewertetStand am 31. Dezember 2009 2'074'354 2'074'354Gewinne / Verluste –413'146 –413'146Käufe 3'994 3'994Verkäufe 0 0Neu ausgegebene Versicherungsverträge 4'688 4'688Ausgelaufene oder gekündigte Versicherungsverträge –9'396 –9'396In Level 3 transferiert (aus Level 2) 6'946 6'946Stand am 31. Dezember 2010 1'667'440 1'667'440Gewinne / Verluste –410'377 –410'377Käufe 22'489 22'489Verkäufe –10'706 –10'706Neu ausgegebene Versicherungsverträge 12'531 12'531Ausgelaufene oder gekündigte Versicherungsverträge –1'327'853 –1'327'853In Level 3 transferiert (aus Level 2) 143'446 143'446Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte –96'970 –96'970Stand am 31. Dezember 2011 0 0* Es bestehen keine Risiken aus Level-3-Positionen.Level 1: Der Fair Value von kotierten Wertpapieren und Derivatenin den Handelsbeständen und Finanzanlagen wird anhandvon Marktnotierungen an einem aktiven Markt bestimmt.Level 2: Falls keine Marktnotierungen verfügbar sind, wird derFair Value anhand von Bewertungsmethoden oder Modellenbestimmt. Die zugrunde liegenden Annahmen werden durchbeobachtbare Marktpreise und andere Marktnotierungengestützt.Level 3: Für die restlichen Finanzinstrumente sind weder Marktnotierungennoch Bewertungsmethoden oder -modelle, welcheauf Marktpreisen beruhen, verfügbar. Für diese Instrumentewerden eigene Bewertungsmodelle oder -methoden verwendet.40 Zur Veräusserung gehaltenelangfristige VermögenswerteDie swisspartners Investment Network AG, an welcher dieLiechtensteinische Landesbank AG mit 67 Prozent beteiligt ist,ist ein unabhängiger schweizerischer Vermögensverwalter. Eswird beabsichtigt, diese Beteiligung im ersten Halbjahr 2012zu veräussern. Erste Gespräche mit möglichen Interessentenwurden bereits aufgenommen. Die Verkaufsabsicht derBeteiligung ist Ausdruck der Fokussierung auf das Kerngeschäftder LLB-Gruppe. Die Vermögenswerte und Verpflichtungender swisspartners Investment Network AG sind per 31. Dezember2011 als «Zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte»klassifiziert und als solche in der Jahresrechnung2011 der LLB-Gruppe ausgewiesen.in Tausend CHF 31.12.2011AktivenForderungen gegenüber Banken 176'360Finanzanlagen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet1'132'363Übrige Aktiven 164'578Total Aktiven1'473'301FremdkapitalVerpflichtungen aus Versicherungsverträgen 50'056Finanzielle Verpflichtungen, erfolgswirksam zum Fair Value bewertet1'253'858Übrige Verpflichtungen 134'322Total Fremdkapital1'438'236


Anmerkungen zu den konsolidiertenAusserbilanzgeschäften130131Eventualverpflichtungen und -forderungenin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 + /– %Kreditsicherungsgarantien und Ähnliches 42'222 65'977 –36.0Gewährleistungsgarantien und Ähnliches 71'980 61'816 16.4Total Eventualverpflichtungen 114'202 127'793 –10.6Kreditrisikenin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 + /– %Unwiderrufliche Zusagen 139'057 183'791 –24.3Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 8'852 8'894 –0.5Total Kreditrisiken 147'909 192'685 –23.2Treuhandgeschäftein Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 + /– %Treuhandanlagen bei Drittbanken 615'107 1'269'791 –51.6Treuhandkredite 382'745 382'775 0.0Andere treuhänderische Finanzgeschäfte 407'290 401'754 1.4Total Treuhandgeschäfte 1'405'142 2'054'320 –31.6Darlehensgeschäfte und Pensionsgeschäfte mit Wertpapierenin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010EffektiveEffektiveBilanzwert Verpflichtung Bilanzwert VerpflichtungIm Rahmen von Securities Lending ausgeliehene oder von Securities Borrowingals Sicherheit gelieferte Wertpapiere im eigenen Besitz 999 999 0 0davon, bei denen das Recht zur Weiterveräusserungoder Verpfändung uneingeschränkt eingeräumt wurde 999 999 0 0Im Rahmen von Securities Lending als Sicherheiten oder von SecuritiesBorrowing geborgte Wertpapiere, bei denen das Recht zur Weiterveräusserungoder Weiterverpfändung uneingeschränkt eingeräumt wurde 0 1'385'803 0 1'494'950davon weiterverpfändete oder weiterverkaufte Wertpapiere 0 1'385'803 0 1'494'950Konsolidierte Jahresrechnung i Anmerkungen zu den konsolidierten Ausserbilanzgeschäften


Vorsorgepläne und anderelangfristig fällige LeistungenIn Übereinstimmung mit den jeweiligen rechtlichen Gegebenheitenverfügt die LLB-Gruppe über eine Reihe von Vorsorgeplänen,welche die meisten Mitarbeitenden im Falle von Tod,Invalidität und Pensionierung versichern. Unter diesen Plänenbefinden sich sowohl leistungs- als auch beitragsorientierteVorsorgepläne. Daneben bestehen Pläne für Dienstjubiläen,welche sich als andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmerqualifizieren.Bei den meisten Vorsorgeplänen beteiligen sich die Mitarbeitendenmit Beitragszahlungen, die von der LLB-Gruppedurch entsprechende Beiträge ergänzt werden. Die Finanzierungerfolgt in Übereinstimmung mit den lokalen gesetzlichenund steuerlichen Bestimmungen.Die Vorsorgeleistungen basieren auf den Versicherungsjahren,dem Alter, dem versicherten Lohn und teilweise auf demangesparten Kapital. Das Vermögen der Vorsorgepläne istin von der Unternehmung getrennte Stiftungen oder an Versicherungenausgesondert und kann nicht an den Arbeitgeberzurückfliessen.Die Berechnungen der Vorsorgeverpflichtungen für leis -tungsorientierte Pläne erfolgte mittels der «Projected UnitCredit Method». Bei einigen Vorsorgeplänen wurde aufgrundder Ausgestaltung der Altersleistungen die «Traditional UnitCredit Method» angewendet. Die letzten aktuariellen Bewertungenwurden per 31. Dezember 2011 respektive 31. Dezember2010 vorgenommen.Die aktuariellen Gewinne und Verluste werden direkt imEigenkapital erfasst.Die in den folgenden Tabellen gezeigten Werte beinhalten die zur Veräusserung gehaltenen langfristigenVermögenswerte. Folgende Beträge wurden in der Erfolgsrechnung als Personalaufwand erfasst:Anderelangfristigfälligein Tausend CHF Vorsorgepläne Leistungen2011 2010 2011 2010Laufender Dienstzeitaufwand –15'344 –17'941 –772 –1'073Zinsaufwand der Verpflichtungen –12'041 –12'774 –186 –245Erwarteter Ertrag aus Planvermögen 13'368 13'667 0 0Erfasste versicherungsmathematische (Verluste)/ Gewinne 0 0 –300 1'731Erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 353 746 0 0Vorsorgeaufwand für leistungsorientierte Pläne –13'664 –16'302 –1'258 413Beiträge an Vorsorgeeinrichtungen für beitragsorientierte Pläne –121 –37 0 0Tatsächliche Erträge auf dem Planvermögen –1'281 10'953 0 0Die folgende Zusammenstellung zeigt die in der konsolidierten Gesamtergebnisrechnungerfassten Gewinne und Verluste:in Tausend CHFVorsorgepläne2011 2010Stand am 1. Januar –52'798 –57'492Aktuarielle Gewinne /(Verluste) –26'578 7'049Gewinne /(Verluste) aus Vermögensertrag –14'649 –2'355Stand am 31. Dezember –94'025 –52'798


Entwicklung der Vorsorgeverpflichtungen132133Anderelangfristigfälligein Tausend CHF Vorsorgepläne Leistungen2011 2010 2011 2010Stand am 1. Januar 447'584 432'269 7'318 8'671Laufender Dienstzeitaufwand 15'344 17'941 772 1'073Beiträge der Arbeitnehmer 7'284 7'132 0 0Zinsaufwand der Verpflichtungen 12'041 12'774 186 245Rentenzahlungen und netto Freizügigkeitsleistungen –16'933 –14'407 –1'197 –940Rentenzahlungen durch Arbeitgeber –30 –30 0 0Versicherungsmathematische (Gewinne)/ Verluste 26'578 –7'049 300 –1'731Planänderungen 44 –1'046 0 0Stand am 31. Dezember 491'912 447'584 7'379 7'318Entwicklung des Vorsorgevermögensin Tausend CHFVorsorgepläne2011 2010Stand am 1. Januar 368'757 348'523Beiträge der Arbeitnehmer 7'284 7'132Beiträge des Arbeitgebers 15'920 16'197Rentenzahlungen und netto Freizügigkeitsleistungen –16'933 –14'407Erwarteter Vermögensertrag 13'368 13'667Gewinn /(Verlust) aus Vermögensertrag –14'649 –2'355Stand am 31. Dezember 373'747 368'757Das Vorsorgevermögen per 31. Dezember 2011 beinhaltetAktien der LLB AG mit einem Marktwert von Tausend CHF 10(per 31. Dezember 2010: Tausend CHF 126) sowie Aktien derBank Linth LLB AG mit einem Marktwert von Tausend CHF 88(per 31. Dezember 2010: Tausend CHF 93). Der für das Geschäftsjahr2012 erwartete Arbeitgeberbeitrag beläuft sich auf TausendCHF 14'265 für die Vorsorgepläne und Tausend CHF 878 für dieanderen langfristig fälligen Leistungen.Zusammensetzung der in der Bilanz erfassten NettoschuldAnderelangfristigfälligein Tausend CHF Vorsorgepläne Leistungen31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010Barwert der über einen Fonds finanzierten Vorsorgeverpflichtungen 491'711 447'369 0 0Abzüglich Marktwert des Vermögens 373'747 368'757 0 0Unter- /(Über-)deckung 117'964 78'612 0 0Barwert der nicht über einen Fonds finanzierten Vorsorgeverpflichtungen 201 215 7'379 7'318Nicht erfasster nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand 1'154 1'551 0 0In der Bilanz erfasste Nettoschuld 119'319 80'378 7'379 7'318Konsolidierte Jahresrechnung i Vorsorgepläne und andere langfristig fällige Leistungen


Anlagekategorien und erwartete Renditein Prozent 31.12.2011 31.12.2010AnteilAnteilam Gesamt- Erwartete am Gesamt- Erwartetevermögen Rendite vermögen RenditeAktien 18.1 6.40 18.8 6.75Obligationen 41.6 2.40 42.7 2.75Immobilien 5.5 4.50 5.9 4.50Flüssige Mittel und andere Finanzanlagen 34.8 2.40 32.6 2.75in Prozent 2012 2011Gewichtete Rendite 3.25 3.60Die erwarteten Renditen für Obligationen und Aktien basieren auf der Rendite für langfristigeBun desobligationen und entsprechenden Markterwartungen. Die übrigen erwarteten Renditenbasieren auf Erfahrungswerten.Gewichtete Durchschnitte der wichtigstenversicherungstechnischen AnnahmenBestimmung der VorsorgeverpflichtungenAnderelangfristigfälligein Prozent Vorsorgepläne Leistungen31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010Technischer Zinssatz 2.40 2.75 2.40 2.75Künftige Gehaltssteigerungen 1.65 2.00 1.20 1.65Künftige Rentenanpassungen 0.25 0.25Bestimmung des JahresaufwandesAnderelangfristigfälligein Prozent Vorsorgepläne Leistungen2011 2010 2011 2010Technischer Zinssatz 2.75 3.00 2.75 3.00Erwarteter Vermögensertrag 3.60 3.85Verlauf der Verpflichtungen und des VermögensDie folgende Tabelle zeigt die Abweichungen des effektiven vom angenommenen Verlaufder Verpflichtungen und des Vermögens für die Vorsorgepläne:in Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2009 31.12.2008 31.12.2007Vorsorgeverpflichtungen 491'711 447'369 432'075 401'860 357'966Abzüglich Marktwert des Vermögens 373'747 368'757 348'523 300'551 314'962Unter- /(Über-)deckung 117'964 78'612 83'552 101'309 43'004Erfahrungsabweichungen der Verpflichtungen 7'261 –6'510 1'733 –555 –5'271Gewinn /(Verlust) auf dem Vermögen –14'649 –2'355 15'525 –44'741 –9'380


Geschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen134135Das Land Liechtenstein hielt 2011 unverändert 57.5 Prozentder LLB-Aktien. Die LLB besass am Ende des Berichtsjahres7.7 Prozent ihrer eigenen Aktien, 4.5 Prozent hielten ThornburgInvestment Management Inc. und 0.1 Prozent die Mitgliederdes Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung. Die übrigenAktien befanden sich per 31. Dezember 2011 in Streubesitz.Zu den nahe stehenden Unternehmen und Personen der LLB-Gruppe gehören: das Land Liech ten stein, assoziierte Gesellschaften,Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitungsowie deren nächste Angehörige und Unternehmen,die von diesen Personen entweder durch Mehr heits betei li gungoder infolge ihrer Rolle als Präsident des Verwaltungsratesund / oder Vorsitzender der Ge schäfts leitung kontrolliert werden,sowie eigene Vorsorgestiftungen.VergütungenBeiträge anAktienbasiertein Tausend CHF Honorar fix* Honorar variabel Vorsorgeeinrichtungen Vergütungen Total2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010 2011 2010Mitglieder des VerwaltungsratesHans-Werner Gassner, Präsident 324¹ 295 0 48 45 41 0 0 369 384Markus Foser, Vizepräsident 133 132 0 36 0 0 0 0 133 168Markus Büchel, Mitglied 75 66 0 24 0 0 0 0 75 90Felix Ehrat, Mitglied ab 6. Mai 2011 44 0 0 0 44Ingrid Hassler-Gerner, Mitglied 91 86 0 24 0 0 0 0 91 110Siegbert Lampert, Mitglied bis 6. Mai 2011 24 58 0 24 0 0 0 0 24 82Roland Oehri, Mitglied 81 73 0 24 0 0 0 0 81 97Konrad Schnyder, Mitglied 54 59 0 24 0 0 0 0 54 83Total 826 769 0 204 45 41 0 0 871 1'014Mitglieder der Geschäftsleitung**Josef Fehr, Vorsitzender 803² 684 0 62 118 116 0 160 921 1'022Übrige Mitglieder der Geschäftsleitung 1'688³ 1'528 0 145 259 238 0 376 1'947 2'287Total 2'491 2'212 0 207 377 354 0 536 2'868 3'309* Feste Entschädigung und Sitzungsgelder (für andere als VR-Sitzungen).** Die Geschäftsleitung besteht aus vier Mitgliedern.1 Der Präsident erhält für sein 60-Prozent-Pensum (Vorjahr: 50-Prozent-Pensum) eine feste Entschädigung. Er erhält keine Sitzungsgelder.2 Inklusive reglementarische Entschädigung für 25-Jahr-Dienstjubiläum.3 Elfried Hasler bis 30. Juni 2011 und Urs Müller ab 1. April 2011.Ausleihungen VerwaltungsratVariablein Tausend CHF Festhypotheken Hypotheken Total2011 2010 2011 2010 2011 2010Mitglieder des VerwaltungsratesHans-Werner Gassner, Präsident 0 0 0 0 0 0Markus Foser, Vizepräsident 0 0 0 0 0 0Markus Büchel, Mitglied 1'167 1'218 0 0 1'167 1'218Felix Ehrat, Mitglied ab 6. Mai 2011 0 0 0Ingrid Hassler-Gerner, Mitglied 0 0 0 0 0 0Siegbert Lampert, Mitglied bis 6. Mai 2011 0 0 0 0 0 0Roland Oehri, Mitglied 0 0 0 0 0 0Konrad Schnyder, Mitglied 0 0 0 0 0 0Nahe stehende Personen 1'846 2'503 0 157 1'846 2'660Total 3'013 3'721 0 157 3'013 3'878Konsolidierte Jahresrechnung i Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenDie Laufzeiten der Festhypotheken betragen per 31. Dezember 2011 zwischen 5 und 59 Monaten (Vorjahr:zwischen 2 und 41 Monaten) bei Zinssätzen von 1.25 bis 2.625 Prozent p.a. (Vorjahr: 1.25 bis 2.625 %).


Ausleihungen GeschäftsleitungVariablein Tausend CHF Festhypotheken Hypotheken Total2011 2010 2011 2010 2011 2010Mitglieder der GeschäftsleitungJosef Fehr, Vorsitzender 0 0 0 508 0 508Übrige Mitglieder der Geschäftsleitung 3'498 1'893 137 8 3'635 1'901Nahe stehende Personen 1'408 0 0 35 1'408 35Total 4'906 1'893 137 551 5'043 2'444Die Laufzeiten der Festhypotheken betragen per 31. Dezember 2011 zwischen 4 und 82 Monaten (Vorjahr:zwischen 16 und 94 Monaten) bei Zinssätzen von 0.95 bis 2.875 Prozent p. a. (Vorjahr: 1.80 bis 2.875 %).Von den Hypotheken entfallen Tausend CHF 1'526 (Vorjahr: Tausend CHF 1'025) auf den begünstigtenZinssatz für Personal, der Rest unterliegt dem regulären Kundensatz.GeschäftsvorfälleDie LLB-Gruppe wickelt im Rahmen ihrer Geschäftstätigkeit auch Bankgeschäfte mit nahe stehenden Unter -nehmen und Personen ab. Dabei handelt es sich vor allem um Ausleihungen, Einlagen und Dienst leistungs -geschäfte. Die Volumen dieser Transaktionen, die Bestände und die entsprechenden Einnahmen und Ausgabensind unten aufgeführt.Geschäftsvorfälle mit Organenin Tausend CHF 2011 2010 + /– %AusleihungenStand am 1. Januar 6'322 6'657 –5.0Ein-/Austritte von Organen 1'196 0Im laufenden Jahr gewährte Darlehen 2'030 1'521 33.5Erhaltene Darlehensrückzahlungen –1'492 –1'856 –19.6Stand am 31. Dezember 8'056 6'322 27.4Darlehen wurden im laufenden Jahr an Organe zu Zinssätzen von 0.95 bis 1.90 Prozent (Vorjahr:1.25 bis 2.375 %) gewährt. Der Fair Value der Deckungen für die neugewährten Darlehen beträgtTausend CHF 4'302 (Vorjahr: Tausend CHF 5'336).Eine Wertberichtigung für die Ausleihungen an Organe war nicht erforderlich.in Tausend CHF 2011 2010 + /– %EinlagenStand am 1. Januar 11'902 11'658 2.1Veränderung –1'554 244Stand am 31. Dezember 10'348 11'902 –13.1Einnahmen und AusgabenZinseinnahmen 194 153 26.8Zinsausgaben –57 –42 35.7Übrige Einnahmen* 46 13 253.8Übrige Ausgaben** 0 0Total 183 124 47.6* Vor allem Kommissions- und Dienstleistungserträge.** Leistungen im Zusammenhang mit Beratung.Die LLB-Gruppe hat keine Garantien für Organe gegenüber Dritten gewährt.


Aktienbesitz (inkl. nahe stehende Personen)136137Anzahl Aktien2011 2010Mitglieder des VerwaltungsratesHans-Werner Gassner, Präsident 529 529Markus Foser, Vizepräsident 160 160Markus Büchel, Mitglied 0 0Felix Ehrat, Mitglied ab 6. Mai 2011 0Ingrid Hassler-Gerner, Mitglied 851 851Siegbert Lampert, Mitglied bis 6. Mai 2011 310Roland Oehri, Mitglied 500 500Konrad Schnyder, Mitglied 0 0Total 2'040 2'350Mitglieder der GeschäftsleitungJosef Fehr, Vorsitzender 8'844 9'090Elfried Hasler, bis 30. Juni 2011 7'180Roland Matt 5'768 5'435Kurt Mäder 4'275 2'442Urs Müller, ab 1. April 2011 4'860Total 23'747 24'147Kein Mitglied des Verwaltungsrates oder der Geschäftsleitung verfügt über einen Stimmrechtsanteilvon mehr als 0.1 Prozent.Geschäftsvorfälle mit dem Land Liechtensteinin Tausend CHF 2011 2010 + /– %EinlagenStand am 1. Januar 269'563 183'036 47.3Veränderung 13'726 86'527 –84.1Stand am 31. Dezember 283'289 269'563 5.1AusleihungenStand am 1. Januar 45 1'993 –97.7Veränderung 2'123 –1'948Stand am 31. Dezember 2'168 45Einnahmen und AusgabenZinsausgaben –280 –197 42.1Zinseinnahmen 4 1 300.0Übrige Einnahmen* 492 1'567 –68.6Übrige Ausgaben** –418 –412 1.5Total –202 959* Vor allem Kommissions- und Dienstleistungserträge.** Betrifft Abgeltung der Staatsgarantie. Die EFTA-Überwachungsbehörde hat im Juli 2005 entschieden, dass die der LLBgewährte Staatsgarantie bestehen bleiben kann. Die jährliche Abgeltung für die Staatsgarantie berechnet sich aufgrundvom EWR-Recht vorgegebener Kriterien sowie der Höhe der tatsächlich gedeckten Spareinlagen und Kassenobligationen.Diese Regelung gilt mindestens für die nächsten acht Jahre.Konsolidierte Jahresrechnung i Geschäftsvorfälle mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenDie LLB-Gruppe hat keine Garantien für das Land Liechtenstein gegenüber Dritten gewährt.


Geschäftsvorfälle mit assoziierten Gesellschaftenin Tausend CHF 2011 2010 + /– %EinlagenStand am 1. Januar 76 7'882 –99.0Veränderung –76 –7'806 –99.0Stand am 31. Dezember 0 76 –100.0Einnahmen und AusgabenZinsausgaben –1 –25 –96.0Zinseinnahmen 3 0Übrige Einnahmen* 7 296 –97.6Total 9 271 –96.7* Vor allem Kommissions- und Dienstleistungserträge.Die LLB-Gruppe hat keine Garantien für assoziierte Gesellschaften gegenüber Dritten gewährt.Geschäftsvorfälle mit der eigenen Vorsorgeeinrichtungin Tausend CHF 2011 2010 + /– %EinlagenStand am 1. Januar 15'283 11'045 38.4Veränderung 809 4'238 –80.9Stand am 31. Dezember 16'092 15'283 5.3Einnahmen und AusgabenZinsausgaben –298 –219 36.1Zinseinnahmen 43 2Übrige Einnahmen* 216 172 25.6Total –39 –45 –13.3* Vor allem Kommissions- und Dienstleistungserträge.Die LLB-Gruppe hat keine Garantien für die eigene Vorsorgeeinrichtung gegenüber Dritten ge währt.


Konsolidierungskreis138139Konzern-Grund- beteiligungGesellschaft Anmerkung Sitz Tätigkeit Währung kapital gem. IFRS RechtlichVollkonsolidierte GesellschaftenBank Linth LLB AG Uznach Bank CHF 16'108'060 75.4 74.2Jura Trust AG Vaduz Treuhandgesellschaft CHF 100'000 100.0 100.0Jura Overseas Limited Tortola, BVI Verwaltungsgesellschaft CHF 150 100.0 100.0Jura Overseas (Hong Kong) Limited Hongkong Verwaltungsgesellschaft HKD 10'000 100.0 100.0Jura Management Trust reg. Vaduz Verwaltungsgesellschaft CHF 30'000 100.0 100.0Nemaru Trust reg. Vaduz Verwaltungsgesellschaft CHF 30'000 100.0 100.0Jura Asset Controlling Trust reg. Vaduz Treuhandgesellschaft CHF 100'000 100.0 100.0Liechtensteinische Landesbank AG Vaduz Bank CHF 154'000'000 100.0 100.0Liechtensteinische Landesbank (Schweiz) AG Zürich Bank CHF 100'000'000 100.0 100.0Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AG Wien Bank EUR 2'000'000 100.0 100.0Liechtensteinische Landesbank (Österreich) Holding GmbH Wien Holdinggesellschaft EUR 35'000 100.0 100.0LLB Beteiligungen AG Uznach Beteiligungsgesellschaft CHF 100'000 100.0 100.0Vermögensverwaltungs-LLB Asset Management AG Vaduz gesellschaft CHF 1'000'000 100.0 100.0LLB Berufliche Vorsorge AG Lachen Vorsorgeeinrichtung CHF 100'000 100.0 100.0LLB Fondsleitung AG Vaduz Fondsleitungsgesellschaft CHF 1'000'000 100.0 100.0LLB Fund Services AG Vaduz Fondsleitungsgesellschaft CHF 1'000'000 100.0 100.0LLB Holding (Schweiz) AG Zürich Holdinggesellschaft CHF 250'000 100.0 100.0LLB Services (Schweiz) AG Uznach Dienstleistungsgesellschaft CHF 100'000 100.0 100.0LLB Invest AGmvK Vaduz Investmentgesellschaft CHF 50'000 100.0 100.0LLB Linth Holding AG Uznach Holdinggesellschaft CHF 95'328'000 100.0 100.0LLB Treuhand AG Vaduz Treuhandgesellschaft CHF 1'000'000 100.0 100.0LLB Qualified Investors AGmvK Vaduz Investmentgesellschaft CHF 50'000 100.0 100.0Milfolium Management Inc. Tortola, BVI Verwaltungsgesellschaft USD 10'000 100.0 100.0VermögensverwaltungsswisspartnersInvestment Network AG 1 Zürich gesellschaft CHF 500'000 100.0 67.4swisspartners AG 1 Zürich Treuhandgesellschaft CHF 100'000 100.0 67.4swisspartners Wealth Management AG 1 Zürich Treuhandgesellschaft CHF 1'000'000 100.0 67.4SP Management AG 1 Vaduz Treuhandgesellschaft CHF 100'000 100.0 67.4SP Trustees GmbH 1 Zürich Treuhandgesellschaft CHF 20'000 100.0 67.4Arch Capital Partners AG 1 Zürich Investmentgesellschaft CHF 100'000 100.0 67.4Consulting Partners Ltd. 1 Tortola, BVI Verwaltungsgesellschaft USD 1'000 100.0 67.4swisspartners Versicherung AG 1 Vaduz Versicherungsgesellschaft CHF 6'500'000 100.0 67.4Vermögensverwaltungsswisspartners(Liechtenstein) AG 1 Vaduz gesellschaft CHF 500'000 100.0 67.4Grand Cayman,swisspartners Insurance Company SPC Ltd. 1 Cayman Island Versicherungsgesellschaft CHF 3'000'000 100.0 67.4HQE Trust AG 1 Zürich Treuhandgesellschaft CHF 100'000 100.0 67.4Quo Datis AG 1 Zürich Verwaltungsgesellschaft CHF 1'000'000 100.0 67.4swisspartners Wealth Services AG 1 Zürich Treuhandgesellschaft CHF 100'000 100.0 67.4VermögensverwaltungsswisspartnersAdvisors AG 1 Zürich gesellschaft CHF 1'000'000 100.0 67.4Terrenia Anstalt Vaduz Verwaltungsgesellschaft CHF 100'000 100.0 100.0LLB Exclusive Partners I Vaduz InvestmentunternehmenLLB Exclusive Partners II Vaduz InvestmentunternehmenLLB Qualified Investors Strategy One Vaduz InvestmentunternehmenKonsolidierte Jahresrechnung i Konsolidierungskreis1 Die LLB-Gruppe hält am 31. Dezember 2011 67.4 Prozent des Aktienkapitals und der Stimmen an der swisspartners Investment Network AG, Zürich (inkl. ihrerTochtergesellschaften). Per 31. Dezember 2011 besteht ein Aktionärsbindungsvertrag, in welchem den Aktionären das Recht eingeräumt wird, die restlichen32.6 Prozent des Aktienkapitals und der Stimmen an die LLB zu verkaufen. Gleichzeitig haben die Aktionäre der LLB das Recht eingeräumt, die restlichen 32.6 Prozentdes Aktienkapitals und der Stimmen zu kaufen. Aufgrund dieser Put / Call-Kombination sind gemäss IFRS die restlichen 32.6 Prozent des Kapitals und derStimmen keine Minderheiten. Somit hat die LLB-Gruppe, ungeachtet der rechtlichen Situation, 100 Prozent des Aktienkapitals zu konsolidieren.Die Gesellschaften werden in 2011 als zur Veräusserung gehaltene langfristige Vermögenswerte klassifiziert.


Konzern-Grund- beteiligungGesellschaft Sitz Tätigkeit Währung kapital gem. IFRS RechtlichÄnderungen im Konsolidierungskreis 2011Erstmals vollkonsolidierte GesellschaftenKeineAus dem Konsolidierungskreisausgeschiedene GesellschaftenKeineNamensänderungen im Geschäftsjahr 2011KeineAssoziierte GesellschaftenData Info Services AG Vaduz Dienstleistungsgesellschaft CHF 50'000 50.0 50.0


Kundenvermögen140141in Millionen CHF 31.12.2011 31.12.2010 + /– %Vermögen in eigenverwalteten Fonds 3'583 3'592 –0.3Vermögen mit Verwaltungsmandat 7'549 8'591 –12.1Übrige Kundenvermögen 36'967 37'594 –1.7Total Kundenvermögen (inkl. Doppelzählungen) 48'099 49'777 –3.4davon Doppelzählungen 3'184 3'207 –0.7Netto-Neugeld-Zufluss / -Abfluss 572 2'706 –78.9Gliederung der Kundenvermögenin Prozent 31.12.2011 31.12.2010Aufteilung nach AnlagekategorienAktien 21.3 18.9Obligationen 21.1 18.7Anlagefonds 21.0 28.0Liquidität 33.0 32.9Edelmetalle/Übrige 3.6 1.5Total 100.0 100.0Aufteilung nach WährungenCHF 44.2 44.6EUR 26.8 29.2USD 21.5 18.7Übrige 7.5 7.5Total 100.0 100.0Konsolidierte Jahresrechnung i Kundenvermögen


BerechnungsmethodeAls Kundenvermögen gelten alle zu Anlagezwecken verwaltetenoder gehaltenen Kundenvermögen. Darin enthalten sindgrundsätzlich alle Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, Treuhandfestgelderund alle bewerteten Depotwerte.Hinzu kommen allenfalls weitere Arten von Kundenvermögen,die sich aus dem Prinzip des An lage zwecks ableitenlassen. Custody-Vermögen (ausschliesslich zu Trans ak tionsundAufbewah rungs zwecken gehaltene Vermögen) sind nichtin den Kundenvermögen eingeschlossen.Vermögen in eigenverwalteten FondsDiese Position umfasst die Vermögen in den eigenen Anlagefondsder LLB-Gruppe.Vermögen mit VerwaltungsmandatBei der Berechnung der Vermögen mit Verwaltungsmandatwerden Wertpapiere, Wertrechte, Edelmetalle, bei Drittenplatzierte Treuhandanlagen zum Marktwert sowie Kundengeldererfasst. Die Angaben umfassen sowohl bei Konzerngesellschaftendeponierte Werte als auch bei Dritten de ponierteWerte, für die Konzerngesellschaften ein Verwaltungsmandatausüben.Übrige KundenvermögenBei der Berechnung der übrigen Kundenvermögen werdenWertpapiere, Wertrechte, Edelmetalle, bei Dritten platzierteTreuhandanlagen zum Marktwert sowie Kundengelder erfasst.Die Angaben um fassen Vermögenswerte, für die einAdministrations- oder Beratungsmandat ausgeübt wird.DoppelzählungenDiese Position umfasst Fondsanteile in eigenverwaltetenFonds, die sich in den Kundendepots mit Vermögensverwaltungsmandatund den übrigen Kundendepots befinden.Netto-Neugeld-Zufluss /-AbflussDiese Position setzt sich aus Akquisition von Neukunden,Kundenabgängen sowie dem Zufluss oder Ab fluss bei bestehendenKunden zusammen. Performancebedingte Vermögensänderungenwie Kurs veränderungen, Zinsen- und Dividendenzahlungensowie die den Kunden in Rechnung gestellten Zin -sen, Kommissionen und Spesen gelten nicht als Zufluss oderAbfluss. Akquisitionsbedingte Ver mö gens änderungen werdenebenfalls nicht berücksichtigt. Umklassierungen von Custody-Vermögen in die ausgewiesenen Kundenvermögen haben keinestattgefunden. Im Berichtsjahr wurden CHF 68 Mio. von denübrigen Kundenvermögen in Custody-Vermögen umklassiert.


3Jahresrechnung der LLB AG, VaduzRevisionsbericht 145 i Jahresbericht 146 i Bilanz 147 i Erfolgsrechnung 149Gewinnverwendung 150 i Anhang zur Jahresrechnung 151Erläuterungen zur Geschäftstätigkeit 151 i Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 152Risikomanagement 154 i Informationen zur Bilanz 155 i Informationen zu den Ausserbilanzgeschäften166 i Informationen zur Erfolgsrechnung 167Jahresrechnung


Revisionsbericht144145Als Revisionsstelle haben wir die Buchführung und die Jahresrechnung(Bilanz, Erfolgsrechnung und Anhang, Seiten 147 bis167) und den Jahresbericht (Seite 146) der LiechtensteinischenLandes bank Aktien gesellschaft für das am 31. Dezember 2011abge schlos sene Geschäftsjahr geprüft.Für die Jahresrechnung und den Jahresbericht ist der Verwaltungsratverantwortlich, während unsere Aufgabe darinbe steht, diese zu prüfen und zu beurteilen. Wir bestätigen,dass wir die gesetzlichen Anforde rungen hinsichtlich Befähigungund Un abhängigkeit erfüllen.Unsere Prüfung erfolgte nach den Grundsätzen des liechtensteinischenBerufsstandes, wonach eine Prüfung so zu planenund durchzuführen ist, dass wesentliche Fehlaussagen in derJahres rechnung und im Jahresbericht mit angemessener Sicherheiterkannt werden. Wir prüften die Posten und Angaben derJahresrechnung mittels Analysen und Erhebungen auf derBasis von Stichproben. Ferner beurteilten wir die Anwendungder mass gebenden Rechnungslegungsgrund sätze, die we sent -lichen Be wertungsentscheide sowie die Darstellung der Jahresrechnungals Ganzes. Wir sind der Auffassung, dass unserePrüfung eine ausreichende Grundlage für unser Urteil bildet.Gemäss unserer Beurteilung vermittelt die Jahres rech nungein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild derVer mögens-, Finanz- und Ertragslage in Übereinstimmung mitdem liechten steinischen Gesetz. Ferner entsprechen die Buchführung,die Jahresrechnung und der Jahres be richt sowie derAntrag über die Verwendung des Bilanzgewinnes dem liechtensteinischenGe setz und den Statuten.Der Jahresbericht steht im Einklang mit der Jahres rechnung.Wir empfehlen, die vorliegende Jahresrechnung zuge neh mi gen.PricewaterhouseCoopers AGRoman Berlinger(Mandatsleiter)Marco LechthalerSt. Gallen, 5. März 2012Jahresrechnung i Revisionsbericht


JahresberichtDer Jahresbericht der Liechtensteinischen Landesbank AG,Vaduz, ist weitgehend aus dem konsolidierten Jahresberichtder LLB-Gruppe ersichtlich.Per Bilanzstichtag hielten die Liechtensteinische LandesbankAG, Vaduz, und deren Tochter gesellschaften insgesamt2'384'376 Inhaberaktien (Vorjahr: 2'300'000 Inhaberaktien).Dies entspricht einem Aktienkapitalanteil von 7.7 Prozent(Vorjahr: 7.5 %). In Bezug auf Bestand und Veränderungen dereigenen Aktien der Liechtensteinischen Landesbank AG seiüberdies auf den Anhang der entsprechenden Jahresrechnungverwiesen.Der Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlungvom 4. Mai 2012 eine Dividende von CHF 0.30 pro Inhaberaktie.Es gab keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag,welche zusätzliche Angaben oder eine Korrektur derJahresrechnung 2011 erfordern würden.


BilanzArt. 24b, BankV146147in Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 + /– %AktivenFlüssige Mittel 727'370 383'239 89.8Forderungen gegenüber Banken 7'641'075 7'550'109 1.2täglich fällig 1'261'417 957'629 31.7sonstige Forderungen 6'379'658 6'592'480 –3.2davon nachrangige Forderungen 50'000 50'000 0.0Forderungen gegenüber Kunden 5'480'464 5'362'976 2.2davon Hypothekarforderungen 4'062'133 3'849'437 5.5davon nachrangige Forderungen (brutto) 69'600 82'500 –15.6Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 345'897 717'124 –51.8Geldmarktpapiere 37'520 324'356 –88.4von öffentlichen Emittenten 37'520 37'493 0.1von anderen Emittenten 0 286'863 –100.0Schuldverschreibungen 308'377 392'768 –21.5von öffentlichen Emittenten 39'602 51'807 –23.6von anderen Emittenten 268'775 340'961 –21.2davon nachrangige Schuldverschreibungen 0 0Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 379'231 318'026 19.2Beteiligungen 380 5'554 –93.2Anteile an verbundenen Unternehmen 169'538 189'316 –10.4Immaterielle Anlagewerte 86'663 84'947 2.0Sachanlagen 98'467 90'394 8.9Eigene Aktien 98'952 167'900 –41.1Sonstige Vermögensgegenstände 248'992 212'514 17.2Rechnungsabgrenzungsposten 48'415 36'490 32.7Total Aktiven 15'325'444 15'118'589 1.4PassivenVerbindlichkeiten gegenüber Banken 1'557'682 1'383'343 12.6täglich fällig 944'651 889'051 6.3mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 613'031 494'292 24.0Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 11'490'190 11'140'484 3.1Spareinlagen 3'499'747 3'120'859 12.1sonstige Verbindlichkeiten 7'990'443 8'019'625 –0.4täglich fällig 6'899'051 6'500'292 6.1mit vereinbarter Laufzeit oder Kündigungsfrist 1'091'392 1'519'333 –28.2Verbriefte Verbindlichkeiten 396'366 618'521 –35.9davon Kassenobligationen 396'366 348'769 13.6Sonstige Verbindlichkeiten 243'574 146'112 66.7Rechnungsabgrenzungsposten 17'869 12'149 47.1Rückstellungen 2'795 31'754 –91.2Steuerrückstellungen 0 31'004 –100.0sonstige Rückstellungen 2'795 750 272.7Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken 335'000 425'000 –21.2Gezeichnetes Kapital 154'000 154'000 0.0Kapitalreserven 47'750 47'750 0.0Gewinnreserven 1'055'545 908'545 16.2gesetzliche Reserven 390'550 390'550 0.0sonstige Reserven 566'043 350'095 61.7Reserven für eigene Aktien oder Anteile 98'952 167'900 –41.1Gewinnvortrag 2'295 1'761 30.3Jahresgewinn 22'378 249'170 –91.0Total Passiven 15'325'444 15'118'589 1.4Jahresrechnung i Bilanz


Ausserbilanzgeschäftein Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 + /– %Eventualverbindlichkeiten 106'746 116'618 –8.5Kreditrisiken 24'509 86'968 –71.8unwiderrufliche Zusagen 24'467 86'926 –71.9Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 42 42 0.0Derivative Finanzinstrumente 7'299'886 7'244'498 0.8positive Wiederbeschaffungswerte 94'572 127'440 –25.8negative Wiederbeschaffungswerte 125'321 113'719 10.2Treuhandgeschäfte 598'091 518'994 15.2


ErfolgsrechnungArt. 24c, BankV148149in Tausend CHF 2011 2010 + /– %Zinsertrag 203'242 195'270 4.1davon aus festverzinslichen Wertpapieren 6'486 7'056 –8.1davon aus Handelsgeschäften 161 96 67.7Zinsaufwand –65'157 –67'663 –3.7Erfolg aus dem Zinsengeschäft 138'085 127'607 8.2Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 123 49 151.0davon aus Handelsgeschäften 2 0Beteiligungen 1 1 0.0Laufende Erträge aus Wertpapieren 124 50 148.0Kommissionsertrag Kreditgeschäft 619 713 –13.2Kommissionsertrag Wertpapier- und Anlagegeschäft 123'582 130'944 –5.6Kommissionsertrag übriges Dienstleistungsgeschäft 18'033 16'495 9.3Kommissionsaufwand –41'357 –42'115 –1.8Erfolg aus dem Kommissions- und Dienstleistungsgeschäft 100'877 106'037 –4.9Erfolg aus Finanzgeschäften –55'274 23'994davon aus Handelsgeschäften 21'413 25'523 –16.1Erfolg aus Finanzgeschäften –55'274 23'994Liegenschaftenerfolg 536 521 2.9Anderer ordentlicher Ertrag 12'750 –81Übriger ordentlicher Ertrag 13'286 440Bruttoertrag 197'098 258'128 –23.6Personalaufwand –80'432 –77'432 3.9Sachaufwand –45'807 –34'602 32.4Geschäftsaufwand –126'239 –112'034 12.7Bruttogewinn 70'859 146'094 –51.5Abschreibungen auf immaterielle Anlagewerte und Sachanlagen –20'117 –13'116 53.4Anderer ordentlicher Aufwand –3'702 –979 278.1Wertberichtigungen auf Forderungen und Zuführungen zuRückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken –82'410 –31'974 157.7Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen und ausder Auflösung von Rückstellungen für Eventualverbindlichkeiten und Kreditrisiken 5'138 4'900 4.9Abschreibungen auf Beteiligungen, Anteile an verbundenenUnternehmen und wie Anlagevermögen behandelte Wertpapiere –44'085 –1'486Erträge aus Zuschreibungen zu Beteiligungen, Anteilen an verbundenenUnternehmen und wie Anlagevermögen behandelten Wertpapieren 190 3'780 –95.0Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit –74'127 107'219Ertragssteuern 6'505 –5'012Sonstige Steuern 0 –3'037 –100.0Ertrag aus der Auflösung von Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken 90'000 150'000 –40.0Jahresgewinn 22'378 249'170 –91.0Jahresrechnung i Erfolgsrechnung


GewinnverwendungDer Verwaltungsrat beantragt der Generalversammlung vom 4. Mai 2012 den Bilanzgewinnper 31. De zem ber 2011 wie folgt zu verwenden:in Tausend CHF 2011 2010Jahresgewinn 22'378 249'170Gewinnvortrag 2'295 1'761Bilanzgewinn 24'673 250'931GewinnverwendungZuweisung an sonstige Reserven 14'000 147'000Ausschüttungen auf dem Gesellschaftskapital 8'525 96'636Zuwendung an die LLB-Arbeitgeberstiftung 0 2'000Zuwendung an die Zukunftsstiftung der Liechtensteinischen Landesbank AG 0 3'000Gewinnvortrag 2'148 2'295Bei Annahme dieses Antrages zahlt die LLB die Dividende für das Geschäftsjahr 2011mit Valuta 11. Mai 2012 und Ex-Datum 8. Mai 2012 wie folgt aus:in CHF 2011 2010Brutto pro Inhaberaktie 0.30 3.40Abzüglich 0 % Couponsteuer (Vorjahr: 2 %)* 0.00 0.07Netto zur Auszahlung 0.30 3.33* Für 2011 erfolgt, vorbehaltlich der Zustimmung durch die Generalversammlung,eine Antragsbesteuerung zu Lasten des Eigenkapitals der LLB AG, Vaduz.


Erläuterungenzur Geschäftstätigkeit150151Art. 24e Abs. 1 Ziff. 1, BankVDie Liechtensteinische Landesbank Aktiengesellschaft mitHauptsitz in Vaduz und vier inländischen Geschäftsstellen istals Universalbank tätig. Die LLB AG verfügt über Tochtergesellschaftenin Liechtenstein, Österreich und der Schweiz. Per Ende2011 wurden teilzeitbereinigt 554 Personen (Vorjahr: 544Personen) beschäftigt. Der durchschnittliche Personalbestandbetrug im Jahr 2011 546 Personen (Vor jahr: 539 Personen).Als Universalbank ist die LLB AG im Kommissions- undDienstleistungsgeschäft, Kredit geschäft, Geldmarkt- und Interbankengeschäftsowie im Handelsgeschäft tätig.Kommissions- und DienstleistungsgeschäftDer Hauptanteil der Erträge aus dem Kommissions- undDienstleistungsgeschäft entfällt auf die Kom missionen imZusammenhang mit dem Handel von Wertpapieren fürKunden. Weitere wichtige Er trags komponenten bilden dieWertschriftenverwahrung, die Vermögensverwaltung (inkl.Anlage fondsgeschäft) und die Vermittlung von Treuhandanlagen.KreditgeschäftDer überwiegende Teil der Ausleihungen besteht aus Hypotheken,Lombardkrediten und Vor schüs sen an öffentlichrechtlicheKörperschaften. Hypotheken werden zur Finanzierungvon Liegen schaften in Liechtenstein und in der benachbartenSchweiz gewährt. Liegenschafts finan zie rungenin der restlichen Schweiz und Lombardkredite werden imRahmen der integrierten Ver mögens verwal tung angeboten.Vorschüsse an öffentlich-rechtliche Körperschaften werdenzu einem grossen Teil als Kredite an Kantone und Städte inder Schweiz gewährt. Das internationale Kreditgeschäftmit Konsortial finan zierungen wird in einem beschränktenRahmen betrieben.Geldmarkt- und InterbankengeschäftAus dem In- und Ausland zufliessende Gelder werden, soweitsie nicht in das Kreditgeschäft investiert werden können,hauptsächlich bei erstklassigen schweizerischen und im übrigenWesteuropa ansässigen Banken angelegt.HandelsgeschäftDer Kundschaft werden die Ausführung und Abwicklung sämtlicherbanküblicher Handelsgeschäfte angeboten. Der Handelauf eigene Rechnung wird in bescheidenem Ausmass betrieben.Derivative Finanzinstrumente auf eigene Rechnung werdengrösstenteils zu Absicherungszwecken eingesetzt.Jahresrechnung i Erläuterungen zur Geschäftstätigkeit


BilanzierungsundBewertungsgrundsätzeArt. 24e Abs. 1 Ziff. 2, BankVGrundlagenBuchführung, Bewertung und Bilanzierung richten sich nachden Vorschriften des Personen- und Gesellschaftsrechtes (PGR)sowie des liechtensteinischen Bankengesetzes und der zugehörigenVerordnung.Erfassung der GeschäftsvorfälleSämtliche Geschäftsvorfälle werden gemäss den festgelegtenBewertungsgrundsätzen am Abschluss tag verbucht und bilanziert.Termingeschäfte werden bis zum Erfüllungstag beziehungsweiseValu ta tag zu ihren Wiederbeschaffungswerten inden sonstigen Vermögens gegen stän den beziehungsweisesonstigen Verbindlichkeiten bilanziert.FremdwährungenForderungen und Verpflichtungen in fremden Währungenwerden zum Devisenmittelkurs des Bilanz stichtages, Sortenbeständefür das Change-Geschäft zu den am Bilanzstichtaggeltenden Noten geld kursen bewertet. Für Erträge und Aufwendungenwerden die zum Transaktionszeitpunkt geltendenKurse verwendet. Die aus der Bewertung resultierenden Kurserfolgewerden erfolgswirksam verbucht. Für die Währungsumrechnungwurden folgende Kurse verwendet:31. 12. 2011 31. 12. 20101 USD 0.9381 0.93751 EUR 1.2158 1.24351 GBP 1.4550 1.4475Flüssige Mittel, Schuldtitel öffentlicher Stellen undWechsel, die zur Refinanzierung bei Zentralnotenbankenzugelassen sind, Forderungen gegenüber Banken undKunden, VerbindlichkeitenDie Bilanzierung erfolgt zum Nominalwert, abzüglich eines allenfallsnoch nicht verdienten Diskonts bei Geldmarktpapieren.Gefährdete Forderungen, das heisst Forderungen, beiwelchen es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seinen zukünftigenVerbindlichkeiten nachkommen kann, werden aufEinzelbasis bewertet und die Wertminderung durch Einzelwertberichtigungenabgedeckt. Ausserbilanzgeschäfte, wie festeZusagen, Garantien oder derivative Finanzinstrumente, werdenin diese Bewertung ebenfalls einbezogen. Ausleihungen werdenspätestens dann als gefährdet eingestuft, wenn die vertraglichenZahlungen für Kapital und/oder Zinsen mehr als 90 Tageausstehend sind. Zinsen, die mehr als 90 Tage ausstehend sind,gelten als überfällig. Überfällige Zinsen und Zinsen, deren Einganggefährdet ist, werden nicht mehr vereinnahmt, sonderndirekt den Wertberichtigungen und Rückstellungen zugewiesen.Ausleihungen werden zinslos gestellt, wenn die Einbringlichkeitder Zinsen derart zweifelhaft ist, dass die Abgrenzungnicht mehr als sinnvoll erachtet wird.Die Wertminderung bemisst sich nach der Differenz zwischendem Buchwert der Forderung und dem voraussichtlicheinbringlichen Betrag, unter Berücksichtigung des Gegenparteirisikosund des ge schätzten Nettoerlöses aus der Verwertungallfälliger Sicherheiten. Falls erwartet wird, dass der Verwertungsprozesslänger als ein Jahr dauert, erfolgt eine Ab -diskontierung des geschätzten Verwer tungs erlöses auf denBilanzstichtag. Die Einzelwertberichtigungen werden von denentsprechenden Aktivpositionen direkt abgezogen. GefährdeteForderungen werden wiederum als vollwertig eingestuft,wenn die ausstehenden Kapitalbeträge und Zinsen wiederfristgerecht gemäss den vertraglichen Vereinbarungen bezahltwerden. Für nicht bereits einzeln wertberichtigte Blankoausleihungenund Limitenüberzüge werden zur Risikoabdeckungim Massengeschäft, das sich aus einer Vielzahl kleiner Forderungenzusammensetzt, pauschalierte Einzelwertberichtigungengebildet, die sich aufgrund von Erfahrungswerten berechnen.Schuldverschreibungen und andere festverzinslicheWertpapiere, Aktien und andere nicht festverzinslicheWertpapiereDie Handelsbestände in Wertpapieren und Edelmetallen werdenzum Kurswert des Bilanzstichtages bewertet. Fehlt einrepräsentativer Markt, wird dem Niederstwertprinzip Rechnunggetragen. Be stän de in Wertpapieren und Edelmetallendes Umlaufvermögens werden nach dem Niederstwert prinzipbewertet. Zinserträge sind in der Position Zinsertrag enthalten,Dividendenerträge in der Po s i tion laufende Erträge aus Wertpapieren.Kurserfolge werden in der Position Erfolg ausFinanz geschäften ausgewiesen.Bei den festverzinslichen Wertschriften, die bis zum Endverfallgehalten werden sollen, erfolgt die Bewertung nach derAccrual-Methode. Dabei wird das Agio beziehungsweise Disagioüber die Lauf zeit bis zum Endverfall abgegrenzt. Zinsenbezogenerealisierte Gewinne oder Verluste aus vorzeitigerVeräusserung oder Rückzahlung werden über die Restlaufzeit,das heisst bis zur ursprünglichen Endfälligkeit, abgegrenzt.Zinserträge sind in der Position Zinsertrag enthalten. Beteiligungstitelund Edelmetallbestände im Anlagevermögenwerden nach dem Niederst wert prinzip bewertet. Dividendenerträgesind in der Position laufende Erträge aus Wertpapierenent halten. Wertkorrekturen werden über die Positionen Abschreibungenauf (bzw. Erträge aus Zuschrei bungen zu) Beteiligungen,Anteile an verbundenen Unternehmen und wieAnlagevermögen be handelte Wertpapiere verbucht.BeteiligungenAls Beteiligungen werden im Eigentum der LLB AG befindlicheBeteiligungstitel von Unter neh mungen, die eine Minderheitsbeteiligungdarstellen und die mit der Absicht der dauerndenAnlage gehalten werden, sowie Anteile an Unternehmen mitInfrastrukturcharakter bilanziert. Die Beteili gungen sind zuAnschaffungswerten, abzüglich betriebswirtschaftlich erforderlicherWertberich ti gungen, bewertet.


Anteile an verbundenen UnternehmenAls Anteile an verbundenen Unternehmen werden die bestehendenMehrheitsbeteiligungen der LLB AG bilanziert. Anteilean verbundenen Unternehmen sind zu Anschaffungswerten,abzüglich be triebs wirtschaftlich erforderlicher Wertberichtigungen,bewertet.Immaterielle AnlagewerteEntwicklungskosten für Software werden aktiviert, wenn siebestimmte Kriterien bezüglich Identi fi zie r barkeit erfüllen, wenndem Unternehmen daraus wahrscheinlich zukünftige wirtschaftlicheEr träge zufliessen werden und wenn die Kosten zuverlässigbestimmt werden können. Intern entwickelte Software,die diese Kriterien erfüllt, sowie gekaufte Software werdenaktiviert und über drei bis zehn Jahre amortisiert.Geringfügige Anschaffungen werden direkt dem Sachaufwandbelastet.SachanlagenImmobilien werden zu Anschaffungskosten, zuzüglich wertvermehrenderInvestitionen abzüglich betriebswirtschaftlichnotwendiger Abschreibungen, bilanziert. Neu- und Umbautenwerden über 33 Jahre, Baunebenkosten über 10 Jahre abgeschrieben.Auf unbebautem Land werden keine Abschrei -bungen vorgenommen, mit Ausnahme allenfalls notwendigerAnpassungen an einen tieferen Verkehrswert. Die übrigenSachanlagen beinhalten Einrichtungen, Mobiliar, Maschinenund Informatik an la gen. Diese werden aktiviert und über diegeschätzte Nutzungsdauer (3 bis 5 Jahre) abgeschrieben.Geringfügige Anschaffungen werden direkt dem Sachaufwandbelastet.Finanzin stru men ten brutto – positive und negative Wiederbeschaffungswertewerden nicht verrechnet – auf geführt. Ausgewiesenwerden sämtliche Wiederbeschaffungswerte derauf eigene Rechnung abge schlos senen Kontrakte. Demgegenübererfolgt bei Kundengeschäften ein Ausweis der Wiederbeschaffungswerte lediglich bei OTC-Kontrakten und bei börsengehandeltenProdukten, soweit die Margen erfordernissenicht ausreichen. Das Kontraktvolumen wird unter den Ausserbilanzge schäf ten und im Anhang wiedergegeben. Handelsgeschäftewerden zu Marktwerten bewertet, sofern die Kontraktebörsenkotiert sind oder ein repräsentativer Markt besteht.Fehlt diese Voraussetzung, werden die Kontrakte gemässdem Niederstwertprinzip bewertet. Werden Positionen imRahmen des Zins geschäftes durch Derivate abgesichert, sowird der Unterschiedsbetrag zwischen Markt wert bewer tungund Accrual-Methode im Ausgleichskonto ausgewiesen.MittelflussrechnungDurch die Pflicht, eine konsolidierte Jahresrechnung zu erstellen,ist die Liechtensteinische Landes bank AG vom Ausweisder Mittelflussrechnung befreit (Art. 24l, BankV). Die konsolidierteMittel fluss rechnung der LLB-Gruppe ist Teil der konsolidiertenJahresrechnung.Änderungen gegenüber dem VorjahrKeine.152153Wertberichtigungen und RückstellungenFür alle am Bilanzstichtag erkennbaren Risiken werden nachdem Vorsichtsprinzip Einzelwert be rich tigungen und -rückstellungensowie Pauschalwertberichtigungen gebildet. DieWertberichtigungen werden direkt mit der entsprechendenAktivposition verrechnet. Die Rückstellungen sind in der gleichnamigenBilanzposition verbucht.SteuernLaufende Steuern auf dem Periodenergebnis werden als Aufwandin der Rechnungsperiode erfasst, in welcher die entsprechendenGewinne angefallen sind. Für nur steuerrechtlichanerkannte Wertbe richtigungen und Rückstellungen wirdeine Rückstellung für latente Steuern erfolgswirksam gebildet.Die Berechnung erfolgt aufgrund der bei der tatsächlichenBesteuerung geschätzten Steuer sätze.Rückstellungen für allgemeine BankrisikenRückstellungen für allgemeine Bankrisiken sind vorsorglichgebildete Reserven zur Absicherung gegen latente Risiken imGeschäftsgang der Bank.AusserbilanzgeschäfteAusserbilanzgeschäfte werden zum Nominalwert ausgewiesen.Erkennbaren Risiken aus Eventual verbindlichkeitenund anderen Ausserbilanzgeschäften wird mit der Bildungvon Rück stellungen in der Bilanz Rechnung getragen.Derivative FinanzinstrumenteIn der Bilanz (Positionen sonstige Vermögensgegenständebzw. sonstige Verbindlichkeiten) und im Anhang sind die Wiederbeschaffungswerteder einzelnen Kontrakte in derivativenJahresrechnung i Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze


RisikomanagementArt. 24e Abs. 1 Ziff. 2, BankVAllgemeinesDie Risikopolitik der LLB AG orientiert sich rechtlich und operativam liechtensteinischen Banken gesetz, der dazu gehörendenVerordnungen, den Grundsätzen des Basler Ausschussesfür Banken auf sicht sowie an den geschäftsinternen Statutenund der Geschäftsordnung. Der Verwaltungsrat trägt die Gesamtverantwortungfür das Risikomanagement und überwachtdie Risikosituation der Bank so wie die Umsetzung der Risikopolitik.Der Geschäftsleitung obliegt die Gesamt risikosteuerung.Die Aufgaben des Risikomanagements werden durch die Geschäftsleitungsowie einzelne spezialisierter Committees ausgeführt.Das unabhängige Group Risk Controlling überwachtdie Ein haltung der erlas senen Vorschriften.Operationelle und rechtliche RisikenDie operationellen und rechtlichen Risiken werden mittelsinterner Reglemente und Weisungen zur Orga nisation undKontrolle beschränkt. Das Group Operational Risk Committeeunter stützt dabei die Ge schäfts leitung. Die Einhaltung dieserVorschriften wird regelmässig durch den Fachstab Group Complianceund durch Group Internal Audit geprüft. Zur Begrenzungund Bewirtschaftung der Rechts risi ken werden fallweiseexterne Rechtsberater beigezogen.LiquiditätsrisikenDie Liquiditätsrisiken werden auf der Basis der bankengesetzlichenVorgaben überwacht und ge steuert.MarktrisikenAufgrund der Geschäftstätigkeit ist die LLB AG hauptsächlichZinsänderungs-, Aktienkurs- und Wäh rungsrisiken ausgesetzt.Für die Steuerung der Risiken aus Handelsaktivitäten ist dasGroup Risk Management Committee und für die Steuerungvon Zinsänderungsrisiken das Asset & Liability Committee verantwortlich.Diese Gremien begrenzen die Risikopositionenmittels Volumen- und Sensitivitäts vor gaben. Regelmässigwerden die kumulierten Risiken analysiert und Simulationenvon Worst-Case-Szenarien durchgeführt.Geschäftspolitik beim Einsatz vonderivativen FinanzinstrumentenZur Absicherung von Zinsänderungsrisiken im Bilanzstrukturmanagementwerden Zinsswaps abgeschlossen. Darüber hinauswerden derivative Finanz in stru mente hauptsächlich imRahmen des Kundengeschäftes eingesetzt. Dabei wird sowohlmit standardisierten als auch mit OTC-Derivaten auf Rechnungder Kunden gehandelt.AusfallrisikenDie Ausleihungen werden primär im Interbankengeschäft, imPrivat- und Firmenkundengeschäft hauptsächlich in gedeckterForm und im Geschäft mit öffentlich-rechtlichen Körperschaftengetätigt. Das Kreditrisikomanagement wird durch das GroupCredit Risk Committee ausgeführt. Die Ausleihungs politik istkonservativ. Kreditbewilligungen erfolgen im Rahmen der Kompetenzordnungund der internen Richtlinien. Zur risikogerechtenKalkulation der Konditionen wird ein internes Ratingverfahrenan gewendet. Länderrisiken werden aufgrund der Bonitätdes jeweiligen Landes anhand eines Limitensystems begrenzt.Die Schätzung von Immobilien ist in internen Weisungenverbindlich geregelt. Der als Ausgangs punkt für die Belehnungdienende «Verkehrswert» wird wie folgt ermittelt:◆ Selbst bewohnte Objekte: Realwert◆ Renditeobjekte: Ertrags- und Realwert, abhängig vonObjekt und Verhältnis Ertrags- zu Realwert◆ Selbst genutzte Gewerbe- oder Industrieobjekte: im Markterzielbarer Ertrags- und Realwert, abhängig von Objektund Verhältnis Ertrags- zu Realwert◆ Bauland: intern festgelegte Schätzpreise unter Berücksichtigungder zukünftigen Nutzung


Informationen zur Bilanz154155Übersicht der DeckungenArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.1, BankVin Tausend CHFDeckungsartAusleihungenHypothekarischeAndere OhneDeckung Deckung Deckung TotalForderungen gegenüber Kunden (ohne Hypothekarforderungen) 56'139 860'468 501'724 1'418'331HypothekarforderungenWohnliegenschaften 3'385'290 0 0 3'385'290Büro- und Geschäftshäuser 283'919 0 0 283'919Gewerbe und Industrie 218'747 0 0 218'747übrige 174'177 0 0 174'177Total Ausleihungen 31.12.2011 4'118'272 860'468 501'724 5'480'46431.12.2010 3'891'229 937'261 534'486 5'362'976AusserbilanzEventualverbindlichkeiten 5'193 4'189 97'364 106'746Unwiderrufliche Zusagen 21'800 0 2'667 24'467Einzahlungs- und Nachschussverpflichtungen 0 0 42 42Total Ausserbilanz 31.12.2011 26'993 4'189 100'073 131'25531.12.2010 25'086 47'929 130'571 203'586Gefährdete ForderungenGeschätzteVerwer-Brutto- tungserlöse Netto- Einzelschuld-der Sicher- schuld- wertbeinTausend CHF betrag heiten betrag richtigung31.12.2011 318'198 141'784 176'414 176'41431.12.2010 322'114 213'618 108'496 108'496Handelsbestände in Wertpapieren und EdelmetallenArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.2, BankVin Tausend CHF Buchwert Anschaffungswert Marktwert31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010Schuldtitel 3'999 7'614 4'047 7'953 3'999 7'614börsenkotierte 3'999 7'614 4'047 7'953 3'999 7'614nicht börsenkotierte 0 0 0 0 0 0Beteiligungstitel 580 39 737 61 580 39börsenkotierte 392 39 552 61 392 39davon eigene Beteiligungstitel 362 0 497 0 362 0nicht börsenkotierte 188 0 185 0 188 0Edelmetalle 5'452 5'248 5'457 4'046 5'452 5'248Total 10'031 12'901 10'241 12'060 10'031 12'901Davon notenbankfähige Wertpapiere (inkl. repofähig) 3'498 7'449 3'535 7'783 3'498 7'449Jahresrechnung i Informationen zur Bilanz


Wertpapier- und Edelmetallbestände des Umlaufvermögens (ohne Handelsbestände)Art. 24e Abs. 1 Ziff. 3.2, BankVin Tausend CHF Buchwert Anschaffungswert Marktwert31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010Schuldtitel 294'282 634'358 298'585 644'114 297'988 636'654börsenkotierte 259'958 614'570 263'690 624'326 262'201 616'864nicht börsenkotierte 34'324 19'788 34'895 19'788 35'787 19'790Beteiligungstitel 193'843 243'853 312'106 290'684 194'519 244'691börsenkotierte 138'179 176'437 245'547 208'940 138'397 176'631nicht börsenkotierte 55'664 67'416 66'559 81'744 56'122 68'060Total 488'125 878'211 610'691 934'798 492'507 881'345Davon notenbankfähige Wertpapiere (inkl. repofähig) 246'803 501'861 251'067 509'822 250'502 503'434Wertpapier- und Edelmetallbestände des AnlagevermögensArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.2, BankVin Tausend CHF Buchwert Anschaffungswert Marktwert31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010Schuldtitel 47'614 75'150 47'579 75'065 48'673 76'440nach Accrual-Methode bewertet 47'614 75'150 47'579 75'065 48'673 76'440Beteiligungstitel 283'761 242'035 329'703 280'243 283'761 242'035börsenkotierte 0 0 0 0 0 0nicht börsenkotierte 283'761 242'035 329'703 280'243 283'761 242'035Edelmetalle 15'635 9'781 15'562 9'791 15'635 9'769Total 347'010 326'966 392'844 365'099 348'069 328'244Davon notenbankfähige Wertpapiere (inkl. repofähig) 42'624 69'150 42'592 69'065 43'483 70'428Agio der nach Accrual-Methode bewerteten Schuldtitel 0 0Disagio der nach Accrual-Methode bewerteten Schuldtitel 0 0Angaben zu den eigenen Aktien im Umlaufvermögen (ohne Handelsbestände)Art. 24e Abs. 1 Ziff. 3.2, BankVin Stück / in Tausend CHF Anzahl Buchwert31.12.2011 31.12.2010 31.12.2011 31.12.2010Anfangsbestand 2'300'000 2'300'000 167'900 158'585Kauf 102'000 0 8'058 0Verkauf –26'344 0 –2'292 0Wertberichtigungen 0 0 –75'076 9'315Endbestand 2'375'656 2'300'000 98'590 167'900


Beteiligungen und Anteile an verbundenen Unternehmen156157Art. 24e Abs. 1 Ziff. 3.2, BankVin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010BeteiligungenMit Kurswert 0 89Ohne Kurswert 380 5'465Total Beteiligungen 380 5'554Anteile an verbundenen UnternehmenMit Kurswert 4 4Ohne Kurswert 169'534 189'312Total Anteile an verbundenen Unternehmen 169'538 189'316Wesentliche Beteiligungen und Anteile an verbundenen UnternehmenArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.3, BankVFirmenname und Sitz Tätigkeit 31.12.2011 31.12.2010BeteiligungenGesell-Gesellschafts-Stimm- Kapital- schafts- Stimm- Kapital-Währung kapital anteil % anteil % Währung kapital anteil % anteil %Elips Life AG, Vaduz Versicherungsgesellschaft CHF 0 0.0 0.0 CHF 12'400'000 48.0 48.0MBPI AG, Triesen verwaltungsgesellschaft CHF 2'000'000 17.5 17.5 CHF 2'000'000 17.5 17.5Data Info Services AG, Vaduz Dienstleistungsgesellschaft CHF 50'000 50.0 50.0Anteile anverbundenen UnternehmenLLB Treuhand AG, Vaduz Treuhandgesellschaft CHF 1'000'000 100.0 100.0 CHF 1'000'000 100.0 100.0LLB Fondsleitung AG, Vaduz Fondsleitungsgesellschaft CHF 1'000'000 100.0 100.0 CHF 1'000'000 100.0 100.0LLB Fund Services AG, Vaduz Fondsleitungsgesellschaft CHF 1'000'000 100.0 100.0 CHF 1'000'000 100.0 100.0LLB Beteiligungen AG, Uznach Beteiligungsgesellschaft CHF 100'000 100.0 100.0 CHF 100'000 100.0 100.0LLB Holding (Schweiz) AG, Zürich Holdinggesellschaft CHF 250'000 100.0 100.0 CHF 250'000 100.0 100.0Liechtensteinische Landesbank(Schweiz) AG, Zürich* Bank CHF 100'000'000 100.0 100.0 CHF 100'000'000 100.0 100.0LLB Asset Management AG, Vaduz verwaltungsgesellschaft CHF 1'000'000 100.0 100.0 CHF 1'000'000 100.0 100.0LLB Qualified Investors AGmvK,Vaduz Investmentgesellschaft CHF 50'000 100.0 100.0 CHF 50'000 100.0 100.0Milfolium Management Inc.,Tortola, BVI Verwaltungsgesellschaft USD 10'000 100.0 100.0 USD 10'000 100.0 100.0Terrenia Anstalt, Vaduz Verwaltungsgesellschaft CHF 100'000 100.0 100.0 CHF 100'000 100.0 100.0swisspartners InvestmentVermögens-Vermögens-Vermögens-Network AG, Zürich*/** verwaltungsgesellschaft CHF 500'000 67.4 67.4 CHF 500'000 64.2 64.2Jura Trust AG, Vaduz Treuhandgesellschaft CHF 100'000 100.0 100.0 CHF 100'000 100.0 100.0Jura Asset Controlling Trust, Vaduz Treuhandgesellschaft CHF 100'000 100.0 100.0 CHF 100'000 100.0 100.0LLB Linth Holding AG, Uznach Holdinggesellschaft CHF 95'328'000 100.0 100.0 CHF 95'328'000 100.0 100.0Bank Linth LLB AG, Uznach* Bank CHF 16'108'060 74.2 74.2 CHF 16'108'060 74.2 74.2Liechtensteinische Landesbank(Österreich) Holding GmbH, Wien Holdinggesellschaft EUR 35'000 100.0 100.0 EUR 35'000 100.0 100.0Liechtensteinische Landesbank(Österreich) AG, Wien* Bank EUR 2'000'000 100.0 100.0 EUR 2'000'000 100.0 100.0* Indirekte Beteiligung.**Für den Erwerb von weiteren Anteilen dieser Beteiligung bestehen an bestimmte Bedingungen geknüpfte, nicht bilanzierte Übernahmepflichten und Übernahmerechteder Liechtensteinischen Landesbank AG, welche bewertet per 31. Dezember 2011 total CHF 36.7 Mio. betragen (Verkaufsrecht bzw. Verkaufspflicht der Aktionäre derswisspartners Investment Network AG gegenüber der Liechtensteinischen Landesbank AG). Das Eigenkapital der swisspartners Investment Network AG per 31. Dezember 2011beträgt CHF 47.2 Mio., der Jahresverlust beläuft sich auf CHF 1.1 Mio.Jahresrechnung i Informationen zur Bilanz


AnlagespiegelArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.4, BankVBisher aufgelaufeneDes-Anschaf- Abschrei- Buchwert Investi- investi- Um- Zuschrei- Abschrei- Buchwertin Tausend CHF fungswert bungen 31.12.2010 tionen tionen buchungen bungen bungen 31.12.2011Total Beteiligungen(Minderheitsbeteiligungen) 7'901 –2'347 5'554 25 –5'300 –89 190 0 380Total Anteile an verbundenen Unternehmen 189'572 –256 189'316 16'592 0 0 0 –36'370 169'538Total Wertpapier- und Edelmetallbeständedes Anlagevermögens 406'827 –79'861 326'966 55'299 –27'500 –7'719 0 0 347'046Total immaterielle Anlagewerte* 95'885 –10'938 84'947 12'543 0 0 0 –10'827 86'663LiegenschaftenBankgebäude 143'037 –82'774 60'263 14'147 0 0 0 –3'680 70'730andere Liegenschaften 28'574 –10'038 18'536 1'307 0 0 0 0 19'843Übrige Sachanlagen 58'300 –46'705 11'595 1'910 0 0 0 –5'611 7'894Total Sachanlagen 229'911 –139'517 90'394 17'364 0 0 0 –9'291 98'467Brandversicherungswert der Liegenschaften 160'154 162'869Brandversicherungswert der übrigen Sachanlagen 39'842 40'253* Ausschliesslich Lizenz- und Softwarekosten.Die Abschreibungen erfolgen nach betriebswirtschaftlichen Kriterien über die Nutzungsdauer. Es bestehen keine stillen Reserven.Verpfändete oder abgetretene Vermögensgegenständesowie Vermögensgegenstände unter EigentumsvorbehaltArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.6, BankVin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010Ohne Darlehensgeschäfte und Pensionsgeschäfte mit WertpapierenBuchwert der verpfändeten und abgetretenen (sicherungsübereigneten) Vermögensgegenstände 51'363 74'974Darlehensgeschäfte und Pensionsgeschäfte mit WertpapierenIm Rahmen von Securities Lending ausgeliehene oder von Securities Borrowing als Sicherheitengelieferte Wertpapiere im eigenen Besitz 999 0davon, bei denen das Recht zur Weiterveräusserung oderVerpfändung uneingeschränkt eingeräumt wurde 999 0Im Rahmen von Securities Lending als Sicherheiten oder von Securities Borrowing geborgte Wertpapiere,bei denen das Recht zur Weiterveräusserung oder Weiterverpfändung uneingeschränkt eingeräumt wurde 1'385'803 1'494'950davon weiterverpfändete oder weiterverkaufte Wertpapiere 1'385'803 1'494'950


Verpflichtungen gegenüber eigenen Vorsorgeeinrichtungen158159Art. 24e Abs. 1 Ziff. 3.7, BankVin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 + /– %Kontokorrent, Call- und Festgelder 6 1'026 –99.4Spareinlagen 13'680 10'852 26.1Kassenobligationen 0 2'000 –100.0Total 13'686 13'878 –1.4Ausstehende ObligationenanleihenArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.8, BankVin Tausend CHF 31.12.2011Zinssatz Ausgabe- Früheste Ausstehenin% jahr Kündigung Währung der BetragLLB-Wandelanleihe* 1.65 2006 27.04.2009 CHF 0* Die LLB-Wandelanleihe wurde am 12. April 2011 fällig.Wertberichtigungen und Rückstellungen /Rückstellungen für allgemeine BankrisikenArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.9, BankVWiedereingänge,Neu- Auf-Zweck- überfällige bildungen lösungenkonforme Zinsen, zulasten zugunstenStand Verwen- Währungs- Erfolgs- Erfolgs- Standin Tausend CHF 31.12.2010 dungen differenzen rechnung rechnung 31.12.2011Wertberichtigungen für AusfallrisikenEinzelwertberichtigungen 107'131 –17'541 8'187 82'385 –3'885 176'277davon bei verbundenen Unternehmen 61'717 0 1'158 11'500 0 74'375Pauschalierte Einzelwertberichtigungen(inkl. solche für Länderrisiken) 1'365 0 0 25 –1'253 137Rückstellungen für Steuern und latente Steuern 31'004 –24'755 0 0 –6'249 0Übrige Rückstellungen 750 0 0 2'045 0 2'795Total Wertberichtigungen und Rückstellungen 140'250 –42'296 8'187 84'455 –11'387 179'209Abzüglich Wertberichtigungen –108'496 –176'414Total Rückstellungen gemäss Bilanz 31'754 2'795Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken 425'000 –90'000 335'000GesellschaftskapitalArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.10, BankVin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010Gesamt- Dividenden- Gesamt- Dividendennominal-berechtig- nominal- berechtigwertStückzahl tes Kapital wert Stückzahl tes KapitalAktienkapital 154'000 30'800'000 142'078 154'000 30'800'000 142'500Total Gesellschaftskapital 154'000 30'800'000 142'078 154'000 30'800'000 142'500Es besteht weder genehmigtes noch bedingtes Kapital.Jahresrechnung i Informationen zur Bilanz


Bedeutende Kapitaleigner undstimmrechtsgebundene Gruppen von KapitaleignernArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.10, BankVin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010AnteilAnteilNominal in % Nominal in %Mit Stimmrecht: Land Liechtenstein 88'500 57.5 88'500 57.5Nachweis des EigenkapitalsArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.11, BankVin Tausend CHF 2011Eigenkapital am Anfang des GeschäftsjahresEinbezahltes gezeichnetes Kapital 154'000Kapitalreserven 47'750Gesetzliche Reserven 390'550Reserven für eigene Aktien 167'900Sonstige Reserven 350'095Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken 425'000Bilanzgewinn 250'931Total Eigenkapital am Anfang des Geschäftsjahres (vor Gewinnverwendung)1'786'226Dividende und andere Ausschüttungen aus dem Jahresgewinn des Vorjahres–101'636Auflösung von Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken–90'000Jahresgewinn des Geschäftsjahres 22'378Total Eigenkapital am Ende des Geschäftsjahres (vor Gewinnverwendung)1'616'968Davon:Einbezahltes gezeichnetes Kapital 154'000Kapitalreserven 47'750Gesetzliche Reserven 390'550Reserven für eigene Aktien 98'952Sonstige Reserven 566'043Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken 335'000Bilanzgewinn 24'673


Fälligkeitsstruktur der Aktiven sowie derVerbindlichkeiten und RückstellungenArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.12, BankVFällig nachFällig nach 12 Monaten FälligFällig innert 3 bis zu bis zu nach ImmoinTausend CHF Auf Sicht Kündbar 3 Monaten 12 Monaten 5 Jahren 5 Jahren bilisiert TotalAktivenFlüssige Mittel 727'370 0 0 0 0 0 0 727'370Forderungen gegenüber Banken 1'261'416 0 3'982'023 1'915'491 256'472 225'673 0 7'641'075Forderungen gegenüber Kunden 0 464'445 1'284'866 1'079'630 2'222'180 429'343 0 5'480'464davon Hypothekarforderungen 0 463'069 549'853 458'802 2'174'076 416'333 0 4'062'133Handelsbestände in Wertpapieren und Edelmetallen 10'031 0 0 0 0 0 0 10'031Wertpapier- und Edelmetallbestände desUmlaufvermögens (ohne Handelsbestände) 488'125 0 0 0 0 0 0 488'125Wertpapier- und Edelmetallbeständedes Anlagevermögens 15'636 283'760 6'149 26'987 14'478 0 0 347'010Übrige Aktiven 0 0 211'125 43'990 19'997 1'209 355'048 631'369Total Aktiven 31.12.2011 2'502'578 748'205 5'484'163 3'066'098 2'513'127 656'225 355'048 15'325'44431.12.2010 2'241'869 917'460 6'747'308 2'536'879 1'869'927 434'935 370'211 15'118'589160161Verbindlichkeiten und RückstellungenVerbindlichkeiten gegenüber Banken 944'651 0 351'631 259'800 1'600 0 0 1'557'682Verbindlichkeiten gegenüber Kunden 5'852'058 4'546'740 749'275 342'001 116 0 0 11'490'190davon Spareinlagen 0 3'499'747 0 0 0 0 0 3'499'747davon sonstige Verbindlichkeiten 5'852'058 1'046'993 749'275 342'001 116 0 0 7'990'443Verbriefte Verbindlichkeiten 0 0 30'880 59'576 281'109 24'802 0 396'367davon Kassenobligationen 0 0 30'880 59'576 281'109 24'802 0 396'367Rückstellungen (ohne Rückstellungenfür allg. Bankrisiken) 0 0 0 0 2'795 0 0 2'795Übrige Verbindlichkeiten 140 0 142'769 60'851 25'749 31'934 0 261'443Total Verbindlichkeitenund Rückstellungen 31.12.2011 6'796'849 4'546'740 1'274'555 722'228 311'369 56'736 0 13'708'47731.12.2010 4'749'540 5'760'661 1'833'533 773'752 195'212 19'666 0 13'332'364Schuldverschreibungen und andere festverzinslicheWertpapiere, die im folgenden Geschäftsjahr fällig werden 149'718Jahresrechnung i Informationen zur Bilanz


Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüberBeteiligungen und verbundenen UnternehmenArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.13, BankVin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 + /– %Forderungen gegenüber Beteiligungen 0 0Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungen 2'466 2'486 –0.8Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen 1'325'620 1'283'181 3.3Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1'572'796 1'365'779 15.2Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber qualifiziertBeteiligten und verbundenen Unternehmen des LandesArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.13, BankV und Art. 81 Abs. 2in Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 + /– %Forderungen gegenüber dem Land Liechtenstein 2'168 45Verbindlichkeiten gegenüber dem Land Liechtenstein 283'289 269'563 5.1Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen des Landes* 22'198 26'273 –15.5Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen des Landes* 74'953 83'982 –10.8* Verbundene Gesellschaften: Liechtensteinische Kraftwerke, Liechtensteinische Gasversorgung,LTN Liechtenstein TeleNet AG, Liechtensteinische Post AG, Liechtenstein Bus Anstalt und AHV-IV-FAK-Anstalt.Die erwähnten Forderungen und Verbindlichkeiten sind in den Bilanzpositionen Forderungengegenüber Kunden und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden enthalten.OrgankrediteArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.13, BankVin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 + /– %Mitglieder des Verwaltungsrates 3'013 3'878 –22.3Mitglieder der Geschäftsleitung 5'043 2'444 106.3Transaktionen mit nahe stehenden PersonenArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.13, BankVMit nahe stehenden Personen werden Transaktionen (wie Wertschriftengeschäfte, Zahlungsverkehr,Kreditgewährung und Entschädigungen auf Einlagen) zu Konditionen durchgeführt,wie sie für Dritte zur Anwendung gelangen.


Bilanz nach In- und Ausland162163Art. 24e Abs. 1 Ziff. 3.14, BankVin Tausend CHF 31. 12.2011 31.12.2010Inland Ausland Inland AuslandAktivenFlüssige Mittel 727'370 0 383'239 0Forderungen gegenüber Banken 1'995'719 5'645'356 2'575'595 4'974'514Forderungen gegenüber Kunden (ohne Hypothekarforderungen) 973'998 444'333 1'130'428 383'111Hypothekarforderungen 4'062'133 0 3'849'437 0Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 0 345'897 339'780 377'344Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 327'270 51'961 243'011 75'015Beteiligungen 380 0 5'465 89Anteile an verbundenen Unternehmen 125'623 43'915 161'993 27'323Immaterielle Anlagewerte 86'663 0 84'947 0Sachanlagen 98'467 0 90'394 0Eigene Aktien 98'952 0 167'900 0Sonstige Vermögensgegenstände 230'803 18'189 172'609 39'905Rechnungsabgrenzungsposten 29'642 18'773 14'898 21'592Total Aktiven 8'757'020 6'568'424 9'219'696 5'898'893PassivenVerbindlichkeiten gegenüber Banken 1'261'971 295'711 1'176'528 206'815Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (ohne Spareinlagen) 5'967'213 2'023'230 6'137'563 1'882'062Spareinlagen 3'128'713 371'034 2'777'102 343'757Verbriefte Verbindlichkeiten 396'366 0 581'333 37'188Sonstige Verbindlichkeiten 201'810 41'764 118'145 27'967Rechnungsabgrenzungsposten 15'472 2'397 7'914 4'235Rückstellungen 2'795 0 31'754 0Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken 335'000 0 425'000 0Gezeichnetes Kapital 154'000 0 154'000 0Kapitalreserven 47'750 0 47'750 0Gesetzliche Reserven 956'593 0 740'645 0Reserven für eigene Aktien 98'952 0 167'900 0Gewinnvortrag 2'295 0 1'761 0Jahresgewinn 22'378 0 249'170 0Total Passiven 12'591'308 2'734'136 12'616'565 2'502'024Aktiven nach Ländern beziehungsweise LändergruppenArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.15, BankVin Tausend CHF 31. 12.2011 31.12.2010Absolut Anteil in % Absolut Anteil in %Liechtenstein / Schweiz 8'757'020 57.1 9'219'696 61.0Europa (ohne Liechtenstein / Schweiz) 5'885'698 38.4 5'263'288 34.8Nordamerika 336'215 2.2 310'580 2.1Asien 61'616 0.4 82'333 0.5Übrige 284'895 1.9 242'692 1.6Total Aktiven 15'325'444 100.0 15'118'589 100.0Jahresrechnung i Informationen zur Bilanz


Bilanz nach WährungenArt. 24e Abs. 1 Ziff. 3.16, BankVin Tausend CHF CHF USD EUR Diverse TotalAktivenFlüssige Mittel 714'477 339 12'283 271 727'370Forderungen gegenüber Banken 2'613'116 2'025'799 2'556'604 445'556 7'641'075Forderungen gegenüber Kunden (ohne Hypothekarforderungen) 890'367 277'946 181'205 68'813 1'418'331Hypothekarforderungen 4'062'133 0 0 0 4'062'133Schuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 283'097 37'520 25'280 0 345'897Aktien und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 355'108 1'551 22'572 0 379'231Beteiligungen 380 0 0 0 380Anteile an verbundenen Unternehmen 125'623 12 43'903 0 169'538Immaterielle Anlagewerte 86'663 0 0 0 86'663Sachanlagen 98'467 0 0 0 98'467Eigene Aktien 98'952 0 0 0 98'952Sonstige Vermögensgegenstände 239'268 219 8'168 1'337 248'992Rechnungsabgrenzungsposten 30'276 4'458 11'833 1'848 48'415Total bilanzwirksame Aktiven 9'597'927 2'347'844 2'861'848 517'825 15'325'444Lieferansprüche aus Devisenkassa-,Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften 2'037'072 1'990'001 1'398'522 537'498 5'963'093Total Aktiven 11'634'999 4'337'845 4'260'370 1'055'323 21'288'537PassivenVerbindlichkeiten gegenüber Banken 349'664 483'975 574'356 149'687 1'557'682Verbindlichkeiten gegenüber Kunden (ohne Spareinlagen) 3'504'118 1'822'536 2'142'782 521'007 7'990'443Spareinlagen 3'497'468 0 2'279 0 3'499'747Verbriefte Verbindlichkeiten 365'615 0 30'751 0 396'366Sonstige Verbindlichkeiten 233'003 1'399 7'920 1'252 243'574Rechnungsabgrenzungsposten 13'172 1'160 2'598 939 17'869Rückstellungen 2'795 0 0 0 2'795Rückstellungen für allgemeine Bankrisiken 335'000 0 0 0 335'000Gezeichnetes Kapital 154'000 0 0 0 154'000Kapitalreserven 47'750 0 0 0 47'750Gesetzliche Reserven 956'593 0 0 0 956'593Reserven für eigene Aktien 98'952 0 0 0 98'952Gewinnvortrag 2'295 0 0 0 2'295Jahresgewinn 22'378 0 0 0 22'378Total bilanzwirksame Passiven 9'582'803 2'309'070 2'760'686 672'885 15'325'444Lieferverpflichtungen aus Devisenkassa-,Devisentermin- und Devisenoptionsgeschäften 2'035'306 1'989'343 1'399'880 537'328 5'961'857Total Passiven 11'618'109 4'298'413 4'160'566 1'210'213 21'287'301Nettoposition pro Währung 16'890 39'432 99'804 –154'890 1'236Sonstige VermögensgegenständeArt. 24e Abs. 2 Ziff. 6, BankVin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 +/– %Edelmetallbestand 21'086 15'029 40.3Vorsteuern 318 301 5.6Positive Wiederbeschaffungswerte 94'572 127'440 –25.8Ausgleichskonto* 121'926 0Abwicklungskonten 6'658 65'568 –89.8Latente Steuerforderung 4'432 4'176 6.1Total sonstige Vermögensgegenstände 248'992 212'514 17.2* Im Berichtsjahr werden die Wiederbeschaffungswerte brutto ausgewiesen.


Sonstige Verbindlichkeiten164165Art. 24e Abs. 2 Ziff. 6, BankVin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 +/– %Passive Kassenobligationen 130 0Nicht eingelöste Coupons 10 0Abgabekonten 6'998 3'349 109.0Negative Wiederbeschaffungswerte 125'321 113'720 10.2Kreditoren 10'810 12'133 –10.9Ausgleichskonto* 93'183 5'059Abwicklungskonten 7'122 11'851 –39.9Total sonstige Verbindlichkeiten 243'574 146'112 66.7* Im Berichtsjahr werden die Wiederbeschaffungswerte brutto ausgewiesen.Jahresrechnung i Informationen zur Bilanz


Informationenzu den AusserbilanzgeschäftenEventualverbindlichkeitenArt. 24e Abs. 1 Ziff. 4.1, BankVin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 + /– %Kreditsicherungsgarantien und Ähnliches 38'248 45'930 –16.7Gewährleistungsgarantien und Ähnliches 31'785 15'941 99.4Unwiderrufliche Verbindlichkeiten 36'713 54'747 –32.9Total Eventualverbindlichkeiten 106'746 116'618 –8.5Offene derivative FinanzinstrumenteArt. 24e Abs. 1 Ziff. 4.3, BankVin Tausend CHF Handelsinstrumente «Hedging»-InstrumenteZinsinstrumentePositive Negative Positive NegativeWiederbe- Wiederbe- Wiederbe- Wiederbeschaffungs-schaffungs- Kontrakt- schaffungs- schaffungs- Kontraktwertewerte volumen werte werte volumenSwaps 2'592 2'577 48'630 10'618 40'852 1'165'000Termingeschäfte 0 1'779 8'629 0 0 0DevisenTerminkontrakte 77'507 76'271 5'854'717 0 0 0Optionen (OTC) 81 81 108'376 0 0 0EdelmetalleTerminkontrakte 2'466 2'453 39'187 0 0 0Optionen (OTC) 159 159 4'287 0 0 0Beteiligungstitel / IndizesOptionen (OTC) 1'149 1'149 71'060 0 0 0Total vor Berücksichtigungder Nettingverträge 31.12.2011 83'954 84'469 6'134'886 10'618 40'852 1'165'00031.12.2010 100'754 98'793 5'619'498 26'686 14'926 1'625'000Die Liechtensteinische Landesbank AG verfügt über keine Nettingverträge.TreuhandgeschäfteArt. 24e Abs. 1 Ziff. 4.4, BankVin Tausend CHF 31.12.2011 31.12.2010 + / – %Treuhandanlagen bei Drittbanken 598'091 518'994 15.2Total Treuhandgeschäfte 598'091 518'994 15.2


Informationenzur Erfolgsrechnung166167Erfolg aus dem HandelsgeschäftArt. 24e Abs. 1 Ziff. 5.2, BankVin Tausend CHF 2011 2010 +/– %Devisen 19'351 19'107 1.3Valuten 396 542 –26.9Edelmetalle 1'550 4'461 –65.3Wertschriften 116 185 –37.3Swaps 0 1'228 –100.0Total Erfolg aus dem Handelsgeschäft 21'413 25'523 –16.1PersonalaufwandArt. 24e Abs. 1 Ziff. 5.3, BankVin Tausend CHF 2011 2010 +/– %Löhne und Gehälter –64'084 –63'351 1.2Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung –11'982 –11'527 3.9davon für Altersversorgung –7'263 –6'893 5.4Übriger Personalaufwand –4'366 –2'554 70.9Total Personalaufwand –80'432 –77'432 3.9Die Bezüge des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung sind in der konsolidierten Jahresrechnungnach IFRS offengelegt.SachaufwandArt. 24e Abs. 1 Ziff. 5.4, BankVin Tausend CHF 2011 2010 +/– %Raumaufwand –4'763 –4'081 16.7Aufwand für EDV, Maschinen, Mobiliar, Fahrzeuge und übrige Einrichtungen –14'947 –7'125 109.8Übriger Geschäftsaufwand –26'097 –23'396 11.5Total Sachaufwand –45'807 –34'602 32.4Jahresrechnung i Informationen zur Erfolgsrechnung


Standorte und AdressenHauptsitzGruppengesellschaftenLiechtensteinische Landesbank AGStädtle 44 · Postfach 384 · 9490 Vaduz · LiechtensteinTelefon +423 236 88 11 · Fax +423 236 88 22Internet www.llb.li · E-Mail llb@llb.liLiechtensteinische Landesbank (Schweiz) AGStampfenbachstrasse 114 · 8006 Zürich · SchweizTelefon +41 44 421 46 11 · Fax +41 44 421 46 22Internet www.llb.ch · E-Mail llb@llb.chGeschäftsstellenBalzersHöfle 5 · 9496 Balzers · LiechtensteinTelefon +423 388 22 11 · Fax +423 388 22 22EschenSt. Martins-Ring 6 · 9492 Eschen · LiechtensteinTelefon +423 377 55 11 · Fax +423 377 55 22Liechtensteinische Landesbank (Österreich) AGWipplingerstrasse 35 · 1010 Wien · ÖsterreichTelefon +43 1 533 73 83-0 · Fax +43 1 533 73 83-22Internet www.llb.at · E-Mail llb@llb.atBank Linth LLB AGZürcherstrasse 3 · Postfach 168 · 8730 Uznach · SchweizTelefon +41 844 11 44 11 · Fax +41 844 11 44 12Internet www.banklinth.ch · E-Mail info@banklinth.chSchaanLandstrasse 36/38 · 9494 Schaan · LiechtensteinTelefon +423 236 99 11 · Fax +423 236 99 24TriesenbergSchlossstrasse 1 · 9497 Triesenberg · LiechtensteinTelefon +423 262 89 22 · Fax +423 268 23 43LLB Asset Management AGStädtle 7 · Postfach 201 · 9490 Vaduz · LiechtensteinTelefon +423 236 95 00 · Fax +423 236 95 06Internet www.llb.li/assetmanagementE-Mail assetmanagement@llb.liLLB Fund Services AGÄulestrasse 80 · Postfach 1238 · 9490 Vaduz · LiechtensteinTelefon +423 236 94 00 · Fax +423 236 94 06Internet www.llb.li/fundservices · E-Mail fundservices@llb.liLLB Fondsleitung AGÄulestrasse 80 · Postfach 1256 · 9490 Vaduz · LiechtensteinTelefon +423 236 81 40 · Fax +423 236 81 46Internet www.llb.li/fondsleitung · E-Mail fondsleitung@llb.liJura Trust AGMitteldorf 1 · 9490 Vaduz · LiechtensteinTelefon +423 237 75 75 · Fax +423 237 75 76Internet www.juratrust.li · E-Mail info@juratrust.liImpressumHerausgeber: Liechtensteinische Landesbank AG, 9490 Vaduz, Liechtenstein · Konzept und Gestaltung: Montfort Werbung, 9491 Ruggell, LiechtensteinDruck: BVD Druck + Verlag AG, 9494 Schaan, Liechtenstein · Fotos: Christian Kaufmann, 80803 München, Deutschland · Papier: Gedruckt auf Munken Polar


1925 04.12

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