Leseprobe - Verlag Deutsche Polizeiliteratur

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Leseprobe - Verlag Deutsche Polizeiliteratur

www.VDPolizei.deGewerkschaft der PolizeiBezirk BundespolizeiFoto: Arno Bachert/Fotolia.comImpressumVerantwortlich für den redaktionellen Teil:pressto gmbh – agentur für medienkommunikation,Köln; Thomas Eckelmann, Walter Liedtke,Robert Sedlak, Simone WroblewskiTitelfoto: Adrian Hâncu/Fotolia.comNachdruck des redaktionellen Teils nur nachausdrücklicher Genehmigung des Herausgebers.Sämtliche hier veröffentlichte Anzeigen, die imKundenauftrag für die Drucklegung vom Verlaggestaltet wurden, sind urheberrechtlich geschützt.Nachdruck, Vervielfältigung und elektronischeSpeicherung ist nur mit Zustimmung des Anzeigenkundenund des Verlages erlaubt. Verstöße hiergegenwerden vom Verlag, auch im Auftrag des Anzeigenkunden,unnachsichtig verfolgt.Verlag, Anzeigenwerbung und Gestaltung:VERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBHAnzeigenverwaltungEin Unternehmen der Gewerkschaft der PolizeiForststraße 3 a • 40721 HildenTelefon 02 11/71 04-0 • Telefax 02 11/71 04-174AV@VDPolizei.deGeschäftsführer: Bodo Andrae, Joachim KranzAnzeigenleiterin: Antje KleukerGestaltung und Layout: Jana KolfhausSatz und Druck:DTP & Druck GmbH & Co. KG, Düsseldorf© 201112/2011/xxVERLAG DEUTSCHE POLIZEILITERATUR GMBHAnzeigenverwaltungTatort BahnhofVorwort .............................................................0Kapitel 1: Bestandsaufnahme: Sicher am Bahnhof? ..............0Kapitel 2: Drogenhandel, Diebstahl, Vandalismus:Wer sind die Täter? ............................................0Kapitel 3: Nötigung, Raub, Körperverletzung:Jeder kann betroffen sein ....................................0Kapitel 4: So behalten Sie immer den Durchblick:Sicheres Verhalten rund um den Bahnhof,Züge und Gleise.................................................0Kapitel 5: Sicherheitsmaßnahmen:Gute Bahnhöfe sind hell und gut einsehbar...........0Kapitel 6: Blick ins Ausland:Bahnübergänge sind teuer und riskant .................0Kapitel 7: Kindergeschichte: Abenteuer Bahnhof ..................0


Kapitel 3Nötigung, Raub, Körperverletzung:JEDER KANNBETROFFEN SEIN!Foto: Deutsche Bahn AGOpfer von Gewalt an Bahnhöfen kanngrundsätzlich jeder werden – ein „typisches“Opfer gibt es nicht. So kann derJugendliche, der von Altersgenossendrangsaliert wird genauso Opfer werden,wie die alte Dame, der das Handgepäckgestohlen wird. Matthias Oomen vomFahrgastverband Probahn weiß: „Es kannderjenige zum Opfer werden, der das Pechhat, gerade vor Ort zu sein. Es kann Menschenjeden Alters, jedes Geschlechts, jederHerkunft und jedes sozialen Status treffen.Außerdem kann es an Bahnhöfen in allenStadtteilen passieren – in gut bürgerlichengenauso wie in Problemvierteln.“Die Folgen vonGewalttaten sind vielschichtig.So kann esneben körperlichenVerletzungen bei denBetroffenen auch zuTraumata kommen –etwa nach einem körperlichenAngriff,einem Raub odereinem Unfall. Traumatasind starkeStressreaktionen aufaußergewöhnlicheEreignisse. Diese müssen nicht gleich imAnschluss eines Geschehnisses auftreten,sondern können auch erst zu einem späterenZeitpunkt zu Tage treten. Auch beiZeugen einer Gewalttat oder Angehörigenvon Opfern können sich Traumafolgen einstellen.Zu den Symptomen eines Traumasgehören etwa Albträume oder Panikattacken.Unbehandelte Traumata können zubelastenden Folgeerkrankungen bei denBetroffenen führen. Daher sollte jeder, deretwas Traumatisierendes erlebt hat, dieprofessionelle Hilfe eines ausgebildetenPsychotherapeuten in Anspruch nehmenund über das Erlebte sprechen.10


Kapitel 4SO BEHALTENSIE IMMER DENDURCHBLICKSicheres Verhalten rund umBahnhof, Züge und GleiseFoto: greenmedia/Fotolia.comDer Bahnhofsbereich ist Teil des öffentlichenRaums – Menschen aus allenAltersstufen und gesellschaftlichenSchichten treffen hier aufeinander. DerManager im Anzug auf dem Weg zumMeeting ist hier genauso vertreten wie dasKind auf dem Weg zur Schule, der Fußballfanzum nächsten Match seines Lieblingsvereinsoder die Hausfrauauf dem Weg zum Einkaufen.Als Reisender kann man imBahnhofsbereich oder inZügen mit den verschiedenstenSituationen konfrontiertwerden – nicht alle sind immerangenehm. Doch wie verhalteich mich, wenn ich etwa eineStraftat beobachte oder selbstOpfer von Gewalt werde? Wiereagiere ich richtig, wenn icheinen zurückgelassenen Kofferentdecke oder auf Gruppenvon randalierenden Fußballfanstreffe? Die folgendenTipps sollen Ihnen helfen, sichin unangenehmen oder gefährlichenSituationen richtig zuverhalten.13


Kapitel 4Foto: www.polizei-beratung.deJemand wird am Bahnhofoder im Zug bedroht,belästigt oder angegriffen:Immer wieder kommt es in der Öffentlichkeitzu Pöbeleien, Beleidigungen oderauch Handgreiflichkeiten. Hier ist die Mithilfealler gefragt. Denn wer zuschaut,macht mit. Dabei geht es nicht darum, denHelden zu spielen, sondern darum, Zivilcouragezu zeigen und deutlich zu machen,dass Gewalt von der Gesellschaft abgelehntwird. Deshalb:• Sehen Sie nicht schweigend zu, wennandere bedroht oder belästigt werden,sondern bieten Sie dem Opfer IhreHilfe an.• Sprechen Sie Umstehende direkt anund bitten Sie diese, ebenfalls zuhelfen.• Provozieren Sie den oder die Täternicht und lassen Sie sich von diesennicht provozieren.• Halten Sie räumliche Distanz zumTäter.• Wenden Sie sich an das Sicherheitspersonalder DB oder direkt an dieBundespolizei im Bahnhof.• Rufen Sie ggf. über Handy die Polizeiund/oder rufen Sie Hilfe über dieNotrufsäulen an Bahnsteigen.• Prägen Sie sich Tätermerkmale gutein und stellen Sie sich der Polizeiwenn nötig als Zeuge zur Verfügung.• Kümmern Sie sich um verletzte Opferund leisten Sie ggf. Erste Hilfe.Informieren Sie wenn nötig denRettungsdienst.Sie erreichen die Bundespolizei über diekostenlose Hotline-Nummer 0800 68 88000 (am Besten belegen Sie eine Kurzwahltastebeim Handy mit dieser Nummer),im Internet finden Sie sie unter derURL www.bundespolizei.de. Dort kannman sich im Bereich „Service – Kriminalprävention“auch verschiedene Merkblätterherunter laden, beispielsweise zumsicheren Verhalten von Schülern auf Bahnanlagenoder zum Metalldiebstahl anBahngleisen.14


Kapitel 4Konfrontation mitproblematischen Gruppen(Fußballfans etc.):Fußballfanreisende binden bei Polizei undBahn viele Kapazitäten. Denn grölendeund aggressive Fans können in Zügen undauf Bahnhöfen für viel Unruhe sorgen.Gerät man als Reisender zwischen dieFronten, kann das unangenehm werden.Daher:• Verschaffen Sie sich ein Bild über dieLage und halten Sie sich von größerenGruppen fern, wenn sie sich unwohlfühlen.• Bleiben Sie ruhig und reagieren Siegelassen auf mögliche Provokationen.• Wenden Sie sich an die Bundespolizei,wenn Sie sich bedroht fühlen.Vandalismus:Vandalismus im Bahnhofsbereich und inZügen ist ein großes Problem. Durch Graffitisund dem so genannten „Scratching“,also dem Zerkratzen von Scheiben, entstehenjedes Jahr Schäden in Millionenhöhe.Allein die Deutsche Bahn gibt jedes Jahrrund 50 Millionen Euro für die Beseitigungdieser Schäden aus. Niemand mag es, ineinem U-Bahnhof warten zu müssen, indem die Wände beschmiert sind und niemandsitzt gerne in einer S-Bahn, durchderen Scheiben man nichts mehr sieht, weilsie zerkratzt sind. Es ist daher wichtig,schnell und konsequent zu reagieren, wennman Zeuge von Vandalismus wird. WennSie beobachten, dass Personen Sachbeschädigungenbegehen, dann:• erstatten Sie unverzüglich Anzeigebei der Polizei.• prägen Sie sich Tätermerkmale gut einund machen Sie genaue Angaben zuTatzeit, Tatort und zu ggf. genutztenFahrzeugen.• provozieren Sie die Täter nicht.• geben Sie ggf. anwesendem BahnpersonalBescheid, damit diese dafürsorgen können, dass etwa Graffitisschnellstmöglich entfernt werdenkönnen. Eine rasche Beseitigung derSchmierereien nimmt den Täternhäufig die Lust am Weitermachen.ZurückgelasseneGepäckstücke:Herrenloses Gepäck an Bahnhöfen oderin Zügen sollte auf jeden Fall ihre Aufmerksamkeiterregen, denn es besteht die Möglichkeit,dass sich im Gepäck Sprengstoffbefindet. Daher gilt:• Fassen sie das fragliche Gepäckstücknicht an.• Informieren Sie umgehend einenMitarbeiter der Bahn oder dieBundespolizei.15

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