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Die Studie im

Die Studie im Überblick.30Die Botschaften.Die Studie imÜberblick.I. Der AusgangspunktWeltweit erleben wir die rasante Entwicklung und Ausbreitung neuer Technikender Information und Kommunikation sowie neuer Medien. Das Wissens- undInformationszeitalter ist durch Beschleunigung und immer schnellere Technologiesprüngegeprägt. Lebensweisen und Wertschöpfungsstrukturen modernerGesellschaften verändern sich damit in immer kürzeren Abständen. Neue technischeInfrastrukturen, Plattformen und Dienste sind Ausdruck dieser Veränderungen.Sie eröffnen neue Zugänge für Information und Kommunikation ebensowie für Wissensvermittlung und Bildung. Das Spektrum reicht vonder Telemedizinund e-Learning bis zur Unterhaltung, vonProduktion und Konsum vonWarenundDienstleistungen bis zur sozialen Vernetzung und der Gestaltung modernerbürgerfreundlicher Verwaltungen.Den durch diese digitale Transformation verursachten Wandel gilt es durch vorausschauendeAnalyse und kritisch-konstruktiveExperten-Diskussionen zu gestalten.Dies ist die zentrale Herausforderung für den MÜNCHNER KREIS. Im Fokus dervorliegenden Studie steht dabei insbesondere die Frage, wie es gelingt,unsere klassischenindustriellen Stärken mit den digitalen Erfolgsfaktoren zu verknüpfen.Alle –Politik, Wirtschaft,Wissenschaft,Gesellschaft–sind gezwungen, etablierte,in der vor-digitalen Welt erfolgreicheWegezuverlassen.Angesichts der ErfolgsgeschichteundEntwicklungsdynamik vongroßenIKT-Unternehmen in den USAund Asien verlässt sich die deutsche Wirtschaft vielleicht zu sehr auf ihre klassischenindustriellen Stärken, verkennt Veränderungskraft der Digitalisierungund hält die eigenen Stärken für unverwundbar. In Analogie zum griechischenHelden Achilles, dessen letzter Kampf im Glauben an seine Unverwundbarkeittödlich ausging, da es eben doch eine verwundbare Stelle gab, lässt sich in derDigitalisierung mitall ihren Konsequenzen eineArt Achillesferse der Wirtschafterkennen. Treffen die Pfeile der Digitalisierung verwundbare Stellen der deutschenWirtschaftoder werden dieseSchwachstellen durch innovativeVerknüpfungder klassischenIndustrien mit neuen digitalen Technologien geschützt undzu starken Positionenumgewandelt?

Die VI. Zukunftsstudie des MÜNCHNER KREIS und seinerPartner gibt Hinweise darauf,worin jetzige und zukünftigeHerausforderungen der Digitalisierung gesehen werden,welche Akteure in der Verantwortung für eine Verbesserungder Situation sind, welche klassischen und zukünftigen Erfolgsfaktorenrelevant und welche Aktionen wichtig sind,um die Situation zu verbessern.Im Mittelpunkt der Zukunftsstudie Phase VI desMÜNCHNER KREIS und seiner Partner stehen dreiFragen:_ Stellt die Digitalisierung tatsächlich eine Achillesfersefür die deutsche Wirtschaftdar?_ Welche Impulse und Ansatzpunkte lassen sicherkennen, um die Chancen der Digitalisierung mitden klassischen Stärken so zu verknüpfen, dass diedeutsche Wirtschaftden Sprung in das digitaleZeitalter erfolgreich bewältigt?_ Welches sind erfolgsversprechende Wege in diedigitale Zukunft?Bei der Auseinandersetzung mit diesen Hauptfragensind zahlreiche Einzelaspekte zu betrachten, wie z. B.:_ die Art und Geschwindigkeit,wie dieDigitalisierungProduktarchitekturen, WertschöpfungsprozesseundGeschäftsmodelle verändert_ der Einfluss, den internationale Internetkonzerne aufdie angestammten deutschen Branchen haben bzw.haben können_ die Bedeutung des Endkunden im System derInternetökonomie_ mögliche (neue) Abhängigkeiten im Zusammenhangmit betriebssystemischen Grundlagen vieler zukünftigerProdukte, Produktgruppen und Infrastrukturen, ähnlichder heutigen Abhängigkeit vonÖloder Mikroelektronik_ rechtliche Unklarheiten und damit Benachteiligungenim weltweiten Wettbewerb_ neue Mechanismen, die Erfindungen den Wegzuweltweit anerkannten Produkten erlauben_ die Rolle von(neuen) Medien für die Kompetenzentwicklungdes Einzelnen_ Schutz und Sicherheit des Einzelnen, seiner digitalenDaten und seiner informationellen Selbstbestimmung„Ein ersteswichtiges inhaltlichesErgebnis derZukunftsstudiesind die 29 Thesenan sich.“Die Zukunftsstudie spannt ein Netz aus Themen auf, diedie verschiedenen Akteure auf unterschiedliche Art undWeiseansprechen. Es gibt konkrete Handlungsimpulse undMaßnahmen für Einzelakteure, aber auch übergeordneteProblemzusammenhänge, diemehrere Adressatenund Zielgruppenansprechen. Damit möchte die ZukunftsstudieMÜNCHNER KREIS einen Beitrag leisten, die erforderlichedigitale Transformation anzustoßen und mit den Gestalterndes digitalen Wandels in den Dialog treten.II. Die ErgebnisseVor dem Hintergrund der Methodik der Studie (siehe AbschnittIII) lassen sich grob vier verschiedene Ergebnissedifferenzieren:(1) Thesen, in denen die unterschiedlichen Herausforderungender digitalen Transformation als Bedrohungen für diedeutsche Wirtschaftzugespitzt werden.(2) Experteneinschätzungen zu den Thesen im Hinblick aufderen Relevanz heute und in Zukunft sowie im Hinblick aufmögliche Lösungswege zur Bewältigung der Herausforderungen.(3) Interpretation der Experteneinschätzungen mit Blick aufdie Ausgestaltung von Lösungswegen und die BedeutungvonAkteuren und Erfolgsfaktoren.(4) Übergreifende Erkenntnisse zu Herausforderungen undLösungswegen, die sich aus der Zusammenschau der empirischenErgebnisse und deren Interpretation ergeben.31Die Botschaften.Die Studie imÜberblick.(Ad 1) Jede These –eine HerausforderungEin erstes wichtiges inhaltliches Ergebnis der Zukunftsstudiesind die 29 Thesen an sich, da sie gegenwärtige unternehmerischeoder standortbezogene Herausforderungenim Zuge der Digitalisierung aufzeigen. Das Kapitel „DieZukunftsräume“ zeigt die Thesen im Überblick. Jede Thesebildet einen eigenen Einstieg in einen spezifischen inhaltlichenDiskurs und steht damit Pate für weitere Frage-