Nr. 63: September - Oktober - November 2008 - Evangelische ...

trinitatiskirche

Nr. 63: September - Oktober - November 2008 - Evangelische ...

Kinderkirchentage 2008

Die II. Kinderkirchentage der Trinitatiskirche finden vom 12.-13.

September 2008 statt.

Unser diesjähriges

Thema lautet:

Wunder gibt es immer

wieder – Gottes

bunter Garten.

Ganz herzlich dazu

eingeladen sind

Kinder und Jugendliche

im Alter von 5

bis 12 Jahren.

Die Kinderkirchentage

beginnen am

Freitag, dem 12.09.

um 17 Uhr in der

Trinitatiskirche und

enden am Samstag,

dem 13.09. um ca. 15 Uhr.

Wer möchte, kann auch in diesem Jahr wieder von Freitag auf

Samstag in den Räumen des Gemeindezentrums übernachten.

Der Unkostenbeitrag für die Verpflegung beträgt 10 € pro Kind.

Am Sonntag, dem 14. September, feiern wir einen Gottesdienst

für Jung und Alt, der von den Kindern und Jugendlichen mitgestaltet

wird.

Anmeldung:

Eltern werden gebeten, ihre Kinder bis zum 8. September im

Gemeindebüro anzumelden (Anmeldeformulare liegen dort aus!)

und dabei den Unkostenbeitrag zu bezahlen.

Wir freuen uns auf Euch! Euer Kinderkirchentagsteam

‐ 2 ‐


Liebe Leserin, lieber Leser,

in unserer Gemeinde gibt es einige Mitglieder,

die den Wunsch geäußert haben,

den Gemeindebrief gerne in größerer

Schrift zu lesen. Letztlich ist es leider das

liebe Geld, das es uns unmöglich macht, diese Schriftgröße,

in der ich hier schreibe, durchgängig zu verwenden.

In der Redaktion haben wir daher beschlossen, allen

Interessierten einen vergrößerten Ausdruck zur Verfügung

zu stellen, auch wenn der Gemeindebrief auf unserer

Website zur Verfügung steht und dort beliebig vergrößert

werden kann.

IMPRESSUM

Redaktionskreis:

Pfarrerin Bettina Mohr (V.i.S.d.P.), Stefan

Aumann, Dr. Hans-Gerd-Lehmann, Heinz

Rau, Dr. Erich Seitz, Joachim Striepecke

Anschrift:

Pfarrerin Bettina Mohr,

Magdeburgerstr. 3, 35041 Marburg

Internet:

www.trinitatis-kirche.de

Bankverbindung:

Trinitatiskirche Wehrda (Kirchenkreisamt),

Sparkasse Marburg, Kto. 12467,

BLZ 53350000

Auflage:

2.200 Exemplare

Druck:

Gemeindebriefdruckerei, Groß Oesingen

Titelbild:

Trinitatiskirche

Redaktionsschluss (nächste Ausgabe):

15. November 2008

In jedem Fall werden Sie dann

hoffentlich bequemer über Aktuelles

zum Straßenkinderprojekt

in Addis Abeba informiert,

wissen, an wen sich die diesjährige

Diakonie-Sammlung richtet,

wie der Gemeindeausflug nach

Mainz war und können unseres

ersten Pfarrers in Trinitatis,

Pfarrer Dr. Mommsen, in einem

Nachruf gedenken.

Scheuen Sie sich also bitte nicht,

den Großausdruck bei Frau

Henkel im Gemeindebüro anzufordern.

Joachim Striepecke

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Sonntagsruhe

Pfarrerin Bettina Mohr

Die Sommerferien sind zu Ende,

die Urlauber und Urlauberinnen

sind zurückgekehrt.

Der Alltag hat uns wieder. Nun

heißt es wieder früh aufstehen,

Hausaufgaben machen, geregelte

Arbeitszeiten …

Immer wenn ich aus

dem Urlaub zurückkomme,

versuche ich

etwas von dem schönen

Urlaubsgefühl in

den Alltag hinüberzuretten.

Also mir die

Zeit zu nehmen, um

Dinge zu genießen, die

völlig zweckfrei sind. Wie etwa

erholsame Spaziergänge in der

Natur oder spannende Krimis

lesen, mich mit Freunden treffen,

einen schönen Film im

Kino sehen.

Doch meine Erfahrung ist die:

Für Auszeiten bleibt meist außerhalb

des Urlaubs nur noch

wenig Zeit oder man nimmt sie

sich häufig nicht.

Der katholische Theologe Johann

Baptist Metz hat einmal

eine sehr kurze aber passende

Definition von Religion gegeben.

Sie sei „Unterbrechung“.

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Im Blick hat er dabei vor allem

die jüdisch-christliche Religion.

Religion als Unterbrechung im

Getriebe der Welt, als Unterbrechung

unheilsamer Zustände.

Sicherlich kann Religion nicht

verhindern, dass es unheilsame

Zustände in unserer Welt gibt,

dennoch kann sie das Ihrige tun,

um heilsame Verhältnisse zu

fördern.

Als eine heilsame Unterbrechung

– so lässt

sich auch die Heiligung

des Sabbats, des Sonntages

verstehen. Der

Sonntag ist eine regelmäßig

wiederkehrende

Auszeit vom Alltag: Alle

sieben Tage die Arbeit

unterbrechen und damit

auch all das, was man so oft für

zwangsläufig hält in seinem

Leben.

Das Sabbatgebot wird in der

Bibel mit dem Schöpfungshandeln

Gottes begründet. Mit

einem Ruhetag vollendet Gott

seine Schöpfung. Damit gehört

in der Schöpfungsgeschichte das

Ruhen, das Aufhören zum

Schaffen dazu. Denn nichts

anderes als „aufhören, ruhen“

bedeutet das hebräische Verb

„sabbat“.

„Sechs Tage sollst du arbeiten,

aber der siebte Tag ist der Sab-


at des HERRN,

deines Gottes. Da

sollst du keine Arbeit

tun, auch nicht dein

Sohn, deine Tochter,

dein Knecht, deine

Magd, dein Vieh,

auch nicht dein

Fremdling, der in

deiner Stadt lebt.“

Alle sieben Tage darf der

Mensch sich ausruhen. Dieser

Gedanke war in der damaligen

antiken Welt neu und revolutionär.

Dazu kam, dass dieses Privileg

nicht nur für die Mächtigen

gelten sollte, sondern für

alle, auch für die Zugewanderten,

Tagelöhner, Knechte und

Mägde.

Und - man beachte dies: Sogar

für das Vieh!

Eine weitere Begründung für

die Sabbatruhe finden wir im 5.

Buch Mose. Dort heißt es:

„Denk daran, dass du Sklave in

Ägyptenland warst und der

HERR, dein Gott, dich von

dort herausgeführt hat mit

mächtiger Hand und ausgerecktem

Arm. Darum hat dir der

HERR, dein Gott, geboten, dass

du den Sabbattag halten sollst.“

Verknüpft mit dem Sabbatgebot

ist also auch die Befreiung aus

versklavten und unfreien Verhältnissen.

Gott fordert uns auf,

‐ 5 ‐

an einem bestimmten Tag der

Woche innezuhalten, um abseits

der Hetze des Alltags auszuruhen

und nachzudenken über

das, was uns im Leben tatsächlich

wichtig ist.

Dazu gehört auch, sich Zeit zu

nehmen für die Dinge, die im

Alltag sonst zu kurz kommen:

für Gespräche, für schöpferische

Tätigkeiten, für Begegnungen

mit Freunden und Familie

und mit Gott. Der Gottesdienst

am Sonntag ist ein Ort, wo ich

mit Gott in besonderer Weise in

Beziehung treten kann, der mir

Ruhe und Kraft und vielleicht

auch eine neue Orientierung für

den Alltag geben kann.

Den Sonntag brauchen wir.

Deshalb sollte uns viel daran

gelegen sein, uns diese heilsame

Unterbrechung unseres Alltags

zu bewahren.

Denn: „Ohne Sonntag gibt es

nur noch Werktage!“

Ihre Pfarrerin Bettina Mohr


Tipps und Termine

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Erntedankfest mit

Kindermusical

Der diesjährige Erntedankgottesdienst

findet am 5. Oktober

2008 um 14.30 Uhr statt und

wird von unserem Kinderchor

mitgestaltet.

Der Kinderchor wird in dem

Gottesdienst für Jung und Alt

ein Musical aufführen, das die

Geschichte der Pilgerväter erzählt,

die im Jahr 1620 nach

Amerika auswanderten und bald

das erste Thanksgiving-Fest

feierten.

Nach dem Gottesdienst sind

alle Gottesdienstbesucher ganz

herzlich zu Kaffee und Kuchen

eingeladen.

Konzert der Kantorei

Marburg-Land

Am 1. November um 19 Uhr

führt die Kantorei Marburg-

Tipps und Termine

‐ 7 ‐

Land die Kantate von Leben

und Tod von Dieterich Buxtehude

auf. Bei dieser Musik zum

Ende des Kirchenjahres wirken

auch Solisten und ein Kammerorchester

mit. Die Leitung hat

Christiane Kessler.

Eintrittskarten sind im Vorverkauf

ab dem 15. Oktober

und an der Abendkasse erhältlich.

Zu Buxtehudes eher unbekannten

Werken gehört das dreiteilige

Oratorium „Wacht! Euch

zum Streit gefasset macht“,

auch bekannt unter dem Titel

„Das jüngste Gericht“.

Wegen der theologischen und

sprachlichen Problematik des

Librettos ist dieses Werk heute

als Ganzes nur schwer aufführbar.

Der frühere Landeskirchenmusikdirektor

Martin

Bartsch hat das umfangreiche

Werk mit hervorragender und

klangvoller Musik bearbeitet

und daraus einen „neuen Buxtehude“

entwickelt. Die Musik

wurde von ihm in Auswahl

unverändert übernommen, in

eine neue Reihenfolge gebracht

und teilweise mit bekannten und

neuen Texten versehen.

So erfährt der „Alte Buxtehude“

eine Erst-, ja sogar Uraufführung,

an der Sie teilhaben sollten.

Herzliche Einladung!


Martinsumzug

Am 11.11. um 17 Uhr startet

auch in diesem Jahr wieder der

beliebte Martinsumzug an der

Martinskirche. Von dort aus

ziehen die Kinder mit ihren

Laternen zur Trinitatiskirche.

Dort wird jedes Kind wieder

einen Stutenmann bekommen.

Außerdem wird es –

wenn das Wetter mitspielt -

ein gemütliches Beisammensein

an einem Lagerfeuer

geben.

Seniorennachmittag

am 13.11.

Vor 100 Jahren ist Wilhelm

Busch, der Vater des beliebten

Klassikers Max und Moritz,

gestorben. Nach einer Andacht

und dem gewohnten Kaffeetrinken

wird uns Gerd Kanke

am 13. November um 15.30

Uhr im Rahmen des Seniorennachmittags

diese vielfältige

Künstlerpersönlichkeit vorstellen.

Tipps und Termine

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Buß- und Bettag am

19. November

Wir laden Sie herzlich am Buß-

und Bettag um 19 Uhr zu einem

Abendmahlsgottesdienst in die

Trinitatiskirche ein.

Krippenspiel 2007

Wer macht mit beim

Krippenspiel?

Auch in diesem Jahr möchten

wir wieder an Heiligabend ein

Krippenspiel mit Kindern und

Jugendlichen aufführen. Alle

Kinder ab 6 Jahren, die gerne

bei diesem Krippenspiel mitmachen

wollen, sind herzlich eingeladen

am Mittwoch, dem 12.

November 2008, um 17 Uhr in

die Trinitatiskirche zu kommen.

Bei diesem ersten Treffen werden

auch die Rollen verteilt.


Evangelische Familien-Bildungsstätte

Neues Programm der ev. Familien-Bildungsstätte

Der farbenstarke Regenbogen auf der grünen Kursbroschüre

steht auch für die Fülle und Lebendigkeit des Veranstaltungsprogramms

der Evangelischen Familien-Bildungsstätte (FBS)

für das zweite Kurshalbjahr.

Willkommen sind Menschen aus der Stadt und dem Landkreis.

350 stärkende Kursangebote sprechen alle Generationen in den verschiedenen

Lebensphasen an: Kinder, Eltern, Singles, Paare, Familien,

Senioren. Ein Großteil fortlaufender Kurse startet direkt nach den Sommerferien,

später folgen Vorträge, Seminare und Ferienworkshops.

Das Programm erscheint auch im Internet unter www.fbs-marburg.de.

Dass das Leben wieder Freude macht

Sich Zeit nehmen und Entschleunigung ist nötig, wenn das Leben immer

schneller wird, ob in Familie, Beruf oder Freizeit. Das kann auf Kosten

von Gesundheit und Lebenskraft gehen. Im Wochenendseminar

„Hören Sie „einfach“ auf sich zu beeilen“ finden Teilnehmende praktische

Alltagshilfen, die Freude machen und zur Ruhe führen.

Den Glauben neu entdecken

Perlen des Glaubens: Wie kann vor dem Hintergrund vielfältiger Lebenserfahrungen

ein eigener spiritueller Weg gefunden werden? Mit dem Perlenband,

bestehend aus 18 Perlen, machen wir uns auf den Weg, den

christlichen Glauben neu zu entdecken. Am 24. 09., 15-18 Uhr, findet

dazu eine inspirierende Stationenwanderung auf dem Meditationsweg

zum Christenberg statt. Unter dem Stichwort „Spiritualität und Glaube“

sind weitere Veranstaltungen angekündigt.

Finden Sie Ihren Kurs und melden Sie sich jetzt an.

Programmhefte liegen in der FBS Marburg und den Kirchengemeinden im

Landkreis.

Auf Wunsch werden sie zugeschickt.

Jetzt informieren und anmelden!

Evangelische Familien-Bildungstätte: Tel. 06421/17508-0

(Mo-Do, 9-12 und 15-17 Uhr)

Email: fbs@fbs-marburg.de Internet: www.fbs-marburg.de

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Diakonie-

Sammlung 2008

Heinz Rau

Nachdem wir in unserer

meinde seit einigen Jahren keine

Haussammlung mehr durchführen,

wird auch in diesem Jahr

dem Gemeindebrief wieder ein

Überweisungsträger und ein

Informationsblatt für die aktuelle

„Diakonie-Sammlung“ beigefügt.

Damit werden Sie gebeten

eine Spende für die Diakonie in

unserer Landeskirche zu tätigen.

Die Herbstsammlung steht in

diesem Jahr unter dem Motto:

„Behindert - Und mitten im

Leben“

Weitere Meldungen

‐ 10 ‐

Nähere Informationen zu diesem

Thema finden Sie in dem

beigefügten Faltblatt.

Im „Leitbild Diakonie“ der

Landeskirche von Kurhessen-

Waldeck heißt es u.a.:

Wir orientieren unser Handeln

an der Bibel:

Wir nehmen den einzelnen Menschen

wahr.

Darin sehen wir unseren Auftrag in

der Nachfolge Jesu.

Wir schauen Not, Leid und Schwäche

als Teil des Lebens ins Gesicht.

Wir wenden uns nicht ab, sondern

lassen uns anrühren.

Dazu befähigen uns das Leiden und

Sterben Jesu am Kreuz.

Seine Auferstehung schenkt uns den

Glauben an die Überwindung des

Todes.

Aus der Hoffnung handeln wir, auch

in Krisen, die uns mitten im Leben

begegnen.

Durch den Heiligen Geist ist sie in

uns lebendig.

Weitere Informationen zur Arbeit

der Diakonie finden sie ab

Anfang September auf dem

Schriftentisch und einer separaten

Diakonie-Info-Wand im

Vorraum der Trinitatiskirche.


Seniorenfahrt nach

Mainz

Dr. Hans-Gerd Lehmann

Am Donnerstag, dem 29. Mai,

startete eine Gruppe von 31

Gemeindegliedern – vornehmlich

Seniorinnen und Senioren –

in Richtung Mainz. Dort war

das erste Besichtigungsziel der

Hohe Dom, Bischofskirche der

Diözese Mainz, die unter dem

Patrozinium des heiligen Martin

von Tours steht. Bei dem

schwül heißen Wetter wurde die

Kühle in der etwas düster wirkenden

romanischen Säulenbasilika

als recht angenehm empfunden.

Herausragende Ausstattungsstücke

sind u. a. ein spätgotischer,

geschnitzter Marienaltar,

genannt „Die schöne Mainzerin“

und das

Udenheimer Kruzifix

aus der Zeit der

Romanik. Eine sehr

schöne Atmosphäre

bietet ein Gang

durch den gotischen

Kreuzgang.

Nach dem Aufenthalt

im Dom war

ein Mittagessen im

„Proviant-Magazin“

angesagt, wohin die

einen mit dem Bus

kamen, die gehfreu-

Weitere Meldungen

‐ 11 ‐

digeren Teilnehmer durch die

Fußgängerzone, vorbei am

Fastnachtsbrunnen gelaufen

kamen. Im Proviant-Magazin

bekam dann jede und jeder sein

bereits vom Bus aus bestelltes

Gericht pünktlich serviert.

Obwohl es sich in der Mainzer

Innenstadt für den Busfahrer als

ein Problem herausstellte, die

Fahrgäste sicher ein- und aussteigen

zu lassen, erreichte man

pünktlich um 15 Uhr das

Hauptziel dieses Ausfluges: Die

Kirche St. Stephan mit den

großen farbigen Fenstern von

Marc Chagall.

Diese gotische, dreischiffige

Hallenkirche war im Zweiten

Weltkrieg fast völlig zerstört

worden. Im Rahmen des Wiederaufbaus

und der Restaurierung

ist es dem


damaligen Pfarrer Klaus Mayer

gelungen, den berühmten Künstler

Marc Chagall und das Glas-

Atelier Simon Marq in Reims

zur Gestaltung der Fenster zu

gewinnen. Das ist umso beachtenswerter,

als nach dem Terror

der Nazis der Jude Chagall eigentlich

nie wieder in Deutschland

hatte arbeiten wollen und

der Künstler schon 91 Jahre alt

war, als das erste Fenster dann

1978 eingesetzt wurde.

Wenn Msgr. Mayer heute mit

über 80 Jahren vor der Besuchergruppe

steht und das Glaskunstwerk

90 Minuten lang in

einer Meditation bespricht, dann

kann man ermessen, wie sehr

ihm die Verwirklichung dieses

Projektes zum Lebensinhalt

geworden ist. Eindrucksvoll in

Wort und Gestik wurde uns das

Werk nahe gebracht: Mit Informationen

zur Verwirklichung

und zu technischen Aspekten,

mit Interpretationsversuchen

zur künstlerischen Aussage und

mit Gedanken zur biblischen

Botschaft. Eine Teilnehmerin

unserer Gruppe brachte es auf

den Punkt: „Genauso interessant,

was er sagt, ist es, wie er es

sagt.“

Wir hatten natürlich vom Licht

her besonderes Glück an diesem

Tag, die ganze Leuchtkraft der

Farben kam zur Geltung. Man

Weitere Meldungen

‐ 12 ‐

ist zunächst überwältigt von

dem intensiven Blau, der Farbe

des Himmels, in die die Bildelemente

der Chorfenster eingebettet

sind. Uns wurde erklärt,

dass es viele bis dahin noch

nicht eingesetzte, neue Blautöne

in diesen Fenstern gibt und wie

die Intensität und Helligkeit der

Blautöne in den verschiedenen

Fenstern aufeinander abgestimmt

sind.

Alle Fenster im Chorraum und

im Querschiff sind von Marc

Chagall erarbeitet worden. Die

letzten wurden 1985, kurz nach

dem Tod des Künstlers, eingeweiht.

Er selbst hat sein Werk

nie vor Ort in St. Stephan gesehen,

aber seine zweite Ehefrau

Vava, die das Projekt auch sehr

unterstützt hatte, war bei der

Weihe 1985 anwesend.

Heutzutage sind sämtliche Fenster

rundum in der Kirche fertig

gestellt. Der Glasbaukünstler

Charles Marq aus Reims hatte es

übernommen, alle weiteren

Fenster in Abstimmung auf das

Gesamtwerk und in Harmonie

zu dem Werk von Marc Chagall

zu gestalten.

Mit tiefen Eindrücken über alles

Gehörte und Gesehene machte

sich die Gruppe auf den Heimweg

und war in Wehrda gegen

19 Uhr zurück.


Neuer Schaukasten

Auf dem Parkplatz zwischen der

Sparkasse und der Bäckerei

Wagner in der Ernst-Lemmer-

Straße gibt es seit August wieder

einen Schaukasten, der über das

Leben in der Trinitatiskirche

informiert. Heinz Rau und Erwin

Henkel sei an dieser Stelle

herzlich für den Aufbau gedankt!

Radler-Gottesdienst

Gut angenommen wurde die

von der Martinsgemeinde

durchgeführte Radtour mit Gottesdienst

nach Großseelheim am

8. Juni. Vom Baby bis zum Senior

waren an einem herrlichen

Weitere Meldungen

‐ 13 ‐

Sommertag nur erfreute Gesichter

zu sehen.

Kindergottesdienst

20 Kinder sind am 10. August

der Einladung des Kindergottesdienstes

gefolgt und haben

sich auf spannende und spielerische

Art in das neue Kindergottesdienstjahr

nach den Schulferien

mitnehmen lassen.

Wir hoffen, Ihr bleibt dabei!

Grillzange ersetzt

Taktstock

Mit einem gemütlichen Grillabend

im Juni ging der Posaunenchor

unter der Leitung von

Marc Multhaupt in die Sommerpause.

Auch wenn nicht alle

Mitglieder des Chores auf dem

Foto sind, freut sich Gruppe

schon auf die ersten Aufsteiger

aus den Reihen der Jungbläser.

Grillabend des Posaunenchores


Nachruf – Pfarrer i.R. Dr. F. J. Mommsen

Nachruf

von Pfarrerin Bettina Mohr

gehalten während der

Trauerfeier am 22.8.2008

Liebe Frau Mommsen, liebe

Familie Mommsen,

mit Ihnen zusammen empfinden

wir den großen Verlust, der

Sie jetzt durch den Tod Ihres

Ehemannes, Vaters, Großvaters

und Bruders getroffen hat.

Es ist ein Abschiednehmen aus

langem, liebevollem gemeinsamen

Leben.

Hier jedoch liegt dann auch

schon der Beginn eines Trostes:

Es war ein reiches, ein gesegnetes

Leben und so, wie wir als

seine Kirchengemeinde es von

ihm hören und lernen konnten,

gilt für uns die Zusage: Siehe, um

Trost war mir sehr bange. Du aber

hast dich meiner Seele herzlich angenommen.

(Jes.38,17)

Die Trinitatiskirchengemeinde

nimmt heute Abschied von dem

Gründer ihrer Kirchengemeinde,

von ihrem langjährigen Pfarrer,

Pfarrer Dr. Friedrich Jens

Mommsen.

Vieles hat sie ihm zu verdanken,

vieles, was auch heute noch

Bestand hat und weiterhin Bestand

haben wird und für unser

Gemeindeleben wichtig ist.

‐ 14 ‐

Zuallererst möchte ich die wunderbare

Kirche nennen, die

dank seines unermüdlichen

Einsatzes erbaut werden konnte.

Wenn er mir gegenüber von den

Anfängen der Gemeinde und

dem Bau der Kirche sprach,

konnte ich auch noch Jahrzehnte

später etwas von der Begeisterung

und Energie spüren, mit

denen er das Projekt damals

verfolgt haben muss.

Entstanden ist ein Kirchenraum

zur Ehre des lebendigen Gottes.

Jeder, der ihn betritt, erfährt ein

Stück weit Verkündigung unseres

christlichen Glaubens.

Wie etwa durch die Zeltform

des Kirchenraumes in Anlehnung

an die alttestamentliche

Tradition: ein Zeichen für die

Geborgenheit unter dem Schutz

Gottes.

Oder durch die wunderbaren

Betonglasfenster von dem bekannten

Künstler Heinz Lilienthal.

Jedes der drei Fenster ist

einem Artikel des Glaubensbekenntnisses

gewidmet. Auf ihnen

sind die biblischen Geschichten

so dargestellt, dass sie

sich dem Betrachter erschließen.

Es ist immer wieder etwas Besonderes,

wenn wir in der Gemeinde

sonntags Gottesdienst


Nachruf – Pfarrer i.R. Dr. F. J. Mommsen

feiern und durch das Pfingstfenster

die Sonne scheint und

ein lebendiges Farbenspiel im

Kirchenraum entsteht.

Der Name „Trinitatiskirche“

geht auch auf Pfarrer Mommsens

Vorschlag zurück, den er

so begründete, dass jeder Gottesdienst

im Namen des dreieinigen

Gottes, des Vaters und

des Sohnes und des Heiligen

Geistes gefeiert werde.

Der Gottesdienst stand für ihn

im Zentrum des Gemeindelebens.

Daran hat sich in unserer Kirchengemeinde

bis heute nichts

geändert.

Zusammen mit der Kirche entstand

auch ein integriertes Gemeindezentrum

mit vielen funktionalen

Gemeinderäumen.

‐ 15 ‐

Aus heutiger

Sicht ist es erstaunlich,

wie

viele seiner

kreativen und

praktischen

Ideen sich in

der Gestaltung

der Räume

wieder finden

und welchen

Weitblick er

damit bewiesen

hat.

Als eine Stätte

der Gemeinschaft sollte - und

konnte auch – vielen Menschen

die Trinitatiskirchengemeinde

eine geistliche Heimat werden.

Ein lebendiges und vielfältiges

Gemeindeleben konnte wachsen,

weil Friedrich Mommsen

alle Generationen mit ihren

verschiedenen Bedürfnissen und

Interessen im Blick hatte. Er

hatte die Gabe, viele für die

ehrenamtliche Mitarbeit in der

Gemeinde zu begeistern und sie

bei ihrer Tätigkeit mit seiner

theologischen Kompetenz zu

begleiten.

Schon früh entstand eine Vielzahl

von Gemeindegruppen,

auch unsere Kantorei, die den

heutigen Gottesdienst musikalisch

mitgestaltet.


Nachruf – Pfarrer i.R. Dr. F. J. Mommsen

Auch Ihnen, liebe Frau Mommsen,

gilt der Dank unserer Kirchengemeinde.

Sie haben Ihrem

Mann immer wieder den Rücken

gestärkt, haben ihn in seiner

Arbeit aktiv unterstützt, so dass

eine lebendige Gemeindearbeit

wachsen konnte.

Eine christliche Kirchengemeinde

hat auch einen diakonischen

Auftrag. Das Projekt

„Straßenkinder in Addis Abeba“

nahm seinen Anfang vor über

dreißig Jahren in unserer Kirchengemeinde.

Als damals bekannt

wurde, unter welchen

unsäglichen Verhältnissen viele

Kinder in der Hauptstadt

Äthiopiens lebten, entstand eine

große Bereitschaft mit Spenden

zu helfen.

Das Projekt begann mit siebzehn

Straßenkindern in Addis

Abeba, denen ein Leben in Familien

und eine Schulausbildung

finanziert werden konnte.

Heute können wir dank der

vielen Spenden aus dem Kirchenkreis

Marburg-Land und

darüber hinaus 1014 Kindern

ein menschenwürdiges Leben in

ihrer Heimat Äthiopien ermöglichen.

Auch durch Friedrich Mommens

unermüdlichen Einsatz

konnte diese Aktion zu einer

festen Institution wachsen.

‐ 16 ‐

Sein Engagement für die äthiopischen

Kinder möchte ich als

Beauftragte des Kirchenkreises

für das Projekt „Straßenkinder

in Addis Abeba“ und auch im

Namen des Ausschusses für

Mission und Partnerschaft des

Kirchenkreises besonders würdigen.

Dass dieses Projekt seit über

dreißig Jahren lebt, ist ein großes

Geschenk Gottes.

Zuletzt möchte ich noch einmal

auf die Betonglasfenster in unserer

Kirche zurückkommen,

die auch Friedrich Mommsen so

sehr geliebt hat.

Im Zentrum des Christusfensters

ist der Auferstandene, der

österliche Christus angedeutet:

Eine Gestalt, die zu schweben

scheint. Mit ausgebreiteten Armen

will der Auferstandene den

Seinen neues Leben schenken.

Möge auch Friedrich Jens

Mommsen nun bei ihm ewiges

Leben gefunden haben.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens

und in deinem Lichte sehen wir

das Licht. (Psalm 36, 10)


Perspektiven für das

Straßenkinder-

Projekt

Stefan Aumann

Vom 13. bis 15. Juni traf sich

der Ausschuss für Mission und

Partnerschaft zu einer Klausurtagung

in Hermannsburg, um

eine Bestandsaufnahme vorzunehmen

und über Perspektiven

für das Straßenkinder-Projekt zu

beraten.

Seit nunmehr 35 Jahren wird im

Kirchenkreis Marburg-Land für

bedürftige Kinder in einem der

auch heute noch ärmsten Länder

der Welt gesammelt, um

ihnen ein Aufwachsen in Würde

zu ermöglichen. In den zurückliegenden

Monaten wurden für

das Projekt zahlreiche neue

Impulse entwickelt. So konnte

am Ende des vergangenen Jahres

ein nachschulisches Förderprogramm

ins Leben gerufen

werden, das – zunächst auf drei

Jahre befristet – insgesamt 60

Kindern ein Studium oder eine

Berufsausbildung ermöglicht.

Für die Arbeit mit Jugendlichen

und Kindern im Kirchenkreis

selbst entstehen Einheiten für

den Konfirmanden- bzw. den

Religionsunterricht an Grundschulen,

um auch den Jüngeren

etwas von der Faszination, die

Straßenkinder-Projekt

‐ 17 ‐

von diesem einzigartigen Projekt

ausgeht, zu vermitteln.

Diese Faszination war nicht nur

bei den Gesprächspartnern in

Hermannsburg zu spüren; auch

auf einem von der Landeskirche

im Frühjahr organisierten Vorbereitungstreffen

für Teilnehmer

an Partnerschaftsreisen

wurden Anerkennung und Bewunderung

darüber zum Ausdruck

gebracht, dass Jahr für

Jahr mit großer Zuverlässigkeit

erhebliche Spendenbeträge innerhalb

des Kirchenkreises

gesammelt werden, ohne die ein

derart großes Projekt nicht am

Leben zu erhalten wäre.

Aus der Aktion „Straßenkinder

in Addis Abeba“, deren Anfänge

in Wehrda (s. Nachruf) liegen,

ist ein Langzeitprojekt des Kirchenkreises

geworden. Langzeitprojekte

sind ein Phänomen,

das in der heutigen Zeit immer

seltener anzutreffen ist. Die

Schnelllebigkeit unserer Medienwelt

funktioniert nach Gesetzen,

in denen Konstanz und

Verlässlichkeit, langer Atem und

geräuschloses Funktionieren

keinen Nachrichtenwert haben.

Wie schwierig es ist, Informationen

über das Straßenkinder-

Projekt – namentlich im Vorfeld

der großen Sammelaktionen zu

Erntedank und zu Weihnachten

– in der lokalen Presse unter


zubringen, muss der Ausschuss

immer wieder erfahren. Aufmerksamkeit

erregen allenfalls

Nachrichten wie der Unicef-

Skandal mit seinen verheerenden

Auswirkungen auf die

Spendenbereitschaft.

Von diesen äußeren Umständen

ist auch das Straßenkinder-Pro-

Pfarrerin Mohr, Ehepaar Wilke und

Stefan Aumann während einer Arbeitspause

in Hermannsburg

jekt nicht verschont geblieben.

Im vergangenen Jahr wurden

über 20.000 Euro weniger an

Einnahmen erzielt als in den

beiden Vorjahren. Zu den Ursachen

gehört, dass die massiv

gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten

für viele

Menschen kaum noch Spielräume

für ein finanzielles Enga-

Straßenkinder-Projekt

‐ 18 ‐

gement in Form von Spenden

lassen. Auch die Gemeinden im

Kirchenkreis sind immer häufiger

gezwungen, Kollekten und

Sammelaktionen, die in der

Vergangenheit dem Straßenkinder-Projekt

zugute kamen, für

dringend erforderliche Maßnahmen

vor Ort zu verwenden.

Der Auseinandersetzung

mit diesen

Problemen und

Gefahren für das

Projekt, aber auch

mit seinen Stärken

und Chancen diente

die Klausurtagung

in Hermannsburg.

Auf dem Programm

standen u.a. Gespräche

mit Hermann

Domianus,

dem Äthiopien-

Referenten des

ELM (Ev.-luth. Missionswerk in

Niedersachsen), ein Bericht von

Fulan Ritter-Chen über Menschenrechtsfragen

in Äthiopien

und eine Gesprächseinheit über

die Entwicklung von Zukunftsperspektiven,

die von Dr. Lutz

Meyer, dem Partnerschaftsreferenten

des ELM, moderiert

wurde.

Diese Gespräche erwiesen sich

als ausgesprochen fruchtbar.

Lange Zeit waren Partnerschaftsprojekte

zwischen kirch-


lichen Einrichtungen

in der Bundesrepublik

und den

Ländern des Südens

vor allem

durch den Gedanken

der Patenschaft

dominiert,

bei dem das einseitige

Helfen im

Vordergrund

stand. In den vergangenen

Jahren ist

zunehmend deutlich

geworden, dass ein

partnerschaftliches

Miteinander auf

Dauer nur auf Augenhöhe

möglich

ist. Dieses Miteinander

gilt es durch

gemeinsam formulierte

Zielsetzungen,

durch die Entwicklungpartnerschaftlich

zu bearbeitender

Themen und

durch einen regelmäßigen

Austausch

immer wieder mit

Leben zu füllen.

Gerade hier hat es mit Blick auf

das Straßenkinder-Projekt in der

Vergangenheit insofern Defizite

gegeben, als Informationen über

die jeweilige Arbeit in den Gemeinden

vor Ort fast aus-

Straßenkinder-Projekt

Das Logo des evangelisch-lutherischen

Missionswerks in Niedersachsen. Das

ELM ist eines der großen Missionswerke

in Deutschland. Als „Missionsanstalt

Hermannsburg“ wurde es 1849 von Ludwig

Harms gegründet, der als einer der

bedeutendsten Erweckungsprediger des

19. Jahrhunderts gilt. Harms machte das

nördlich von Celle gelegene Hermannsburg

zu einem Zentrum der Erweckungsbewegung

in Niedersachsen. Für

den Beginn der Missionsarbeit am Horn

von Afrika ließ Harms ein eigenes Missionsschiff

bauen, das nach der in der

Apostelgeschichte (8,27) erwähnten Königin

Candace genannt wurde. Heute ziert

die Candace das Logo des ELM.

‐ 19 ‐

schließlich durch Delegationsreisen

vermittelt wurden.

Im Oktober 2008 wird es wieder

eine Reise von Mitgliedern

des Partnerschaftsausschusses

unter der Leitung von Pfarrerin

Bettina Mohr nach Äthiopien


geben. Die Delegationsteilnehmer

freuen sich auf fruchtbare

Gespräche mit den Partnern der

Mekane Yesus Kirche, auf Treffen

mit den durch das Projekt

geförderten „Ehemaligen“, auf

den Besuch von Jugendlichen

und jungen Erwachsenen, die

am neu ins Leben gerufenen

nachschulischen Förderprogramm

teilhaben und natürlich

auf die mehr als 1000 Kinder in

Straßenkinder-Projekt

‐ 20 ‐

den 21 Gemeinden in Addis

Abeba und auf dem Land.

Über die Ergebnisse der Reise,

die ganz wesentlich der Neukonzipierung

und -orientierung

eines partnerschaftlichen Miteinanders

dienen wird, soll natürlich

an dieser Stelle und in gesondertenInformationsveranstaltungen

berichtet werden.

Oberhessische Presse, 20.8.2008


Liebe Kinder,

in diesem Quartal ist wieder viel

los: Erst kommen die Kinderkirchentage,

dann das Kindermusical

im Erntedankgottesdienst

und wer dann noch nicht

genug hat, kann sich gleich zum

Krippenspiel für Heiligabend

anmelden. Vergessen? - Ach, so!

Klar habe ich was vergessen:

Am 11.11. wird Laterne gelaufen,

ist doch klaro!

Suchspiel:

Kinderseite

‐ 21 ‐


Lebst Du schon …?

Anne-Kathrin Stöber

Bei andern ist es ja immer ordentlich.

Jedenfalls ordentlicher

als bei mir zu Hause. Schlimmstenfalls

werden vor den Augen

der Gäste eilig ein paar Zeitschriften

beiseite geräumt mit

der scheinheiligen Bemerkung:

„Ach, es sieht grausig aus hier.

Du darfst auf keinen Fall genau

hingucken!“

Ich gucke in diesen Fällen

heim-

lich sehr gern und sehr genau

hin.

Alles ist clean! Null Staub,

gepflegte

Tischkultur, nagelneue

Sitzgarnitur, spritzerfreie Badspiegel,

blitzende Küchenzeile.

Ich lebe natürlich nicht rundweg

liederlich - aber mir tut das weh.

Ist das nicht alltagsferner

Schicker-Wohnen-

Ehrgeiz?

Dass Menschen abends

ihre Socken irgendwo

hinwerfen und morgens

Kaffeetassen auf

der Kommode abstellen

und das Altglas in

der Ecke vergessen -

das wird verdrängt! Ich

aber mag von Aussterben

bedrohte Lebensarten

wie das unzurschaustellerischeWohnen,

und zu dem ge-

‐ 22 ‐

hört symbiotisch die wunderba re gefährdete Verhaltensweise

des Einfach-kurz-Vorbeikommens.

Wenn man Besuche akribisch

im Voraus verabredet,

muss heute jeder vorher noch

Staubsaugen, Polieren und Bildbände

auslegen. Als aber - ich

rede von der Vergangenheit -

noch stündlich mit Spontanbesuchen

zu rechnen war, da unterblieb

das. Man hätte sich ja

verrückt gemacht!

Darum war ich neulich so glücklich.

Ich spazierte abends durch

eine Straße und sah in erleuchtete

Fenster. Spontanbesuch mit

den Augen. Ach, und da fand

ich sie, Geschwister im Geiste:

Leute, die bei geöffneten Vorhängen

zwischen Wäscheständern

hin und her liefen, eine


Bierflasche mitten auf dem

Schreibtisch, ein Berg Bettlaken

in der Ecke. Klar, dass ihnen

mein Herz zuflog! Aktenordner

auf Sofas, überfüllte Garderobenhaken,

Kinderspielzeug

bodendeckend. Hej, dachte ich,

bei euch darf man ja auf keinen

Fall genau hingucken - wie

September

Gott spricht: Ich

habe dich je und je

geliebt, darum habe

ich dich zu mir gezogen

aus lauter Güte.

Jeremia 31,3

Monatssprüche

Oktober

Du machst

fröhlich,

was da lebet

im Os-

ten wie im Westen.

Psalm 65,9

‐ 23 ‐

sympathisch! Und ich stellte mir

vor, dass das ausgesucht nette

Menschen sind, die bei mir jederzeit

klingeln dürften und sich

zu einem Käsebrot mit an den

verkrümelten Küchentisch setzen.

November

Wenn du den Hungrigen

dein Herz finden

lässt und den

Elenden sättigst,

dann wird dein Licht

in der Finsternis

aufgehen.

Jesaja 58,10

Schnappschuss:

Antonia muss beim

Eierlauf durch einen

Ring steigen -

Überraschungsgottesdienst

für Kinder am

10. August


Aus den Kirchenbüchern

Taufen

Name Taufda tum Spruch

Leonie-Mara Hope 1. Juni 2008 1. Korinther 13,13 und

O.

Johannes 8,12

Jamie Lucas

R.

27. Juli 2008 Psalm 23,1

Isabell B. 3. August 2008 Psalm 91,11+12

Laura

B. 3. August 2008 Jesaja 40,31

Ricarda Anne Corinna

S.

3. August 2008 Römer 8,29

Hurra – 10 Jahre

Name Geburtstag Straße Erika L. 9. Oktober 1998 –

Chiara P. 15. November 1998 –

Björn W. 16. November 1998 –

Jan W.

16. November 1998 –

Konfirmation

Name

Konfirmationstag Spruch

Jana K. 22. Juni 2008 Psalm 46,2+3

Beerdigungen

Name Trauerfeier Spruch

Werner Eberhard Ulrich

Witte

8. Juli 2008 Prediger 3,1+2

Heinz Jürgen Franziskus

Quatram

11. Juli 2008 Psalm 46,2

Margarete Juliane Fichtner 21. Juli 2008 Jesaja 40,31

Otto Schell 25. Juli 2008 2. Korinther 5,1

Elli Martha Ast 1. August 2008 Psalm 91,11+12

‐ 24 ‐


Kirchenvorstand der Trinitatiskirche

Stefan Aumann

Magdeburge r Straße 46

� 982061

Clasani

6970085 �

Beate

Magdeburger Straße 5

Erwin Henkel

Freiherr v. Stein Str. 73

� 84122

Vorsitzender

Dr. Hans-Gerd Lehmann

Waldweg

5a

� 84126

Dorothee Mattern

Freiherr v. Stein

Str. 31

� 86683

Heinz Rau

In der Görtzbach 2

� 81824

Irmi Rauff

Am Kornacker 43

� 81308

Ute Schwarz

Am Weißenstein 2

� 81838

Joachim Striepecke

Unter

d. Gedankenspiel 22

� 871004

Pfarrerin

Bettina Mohr

Magdeburger

Straße 3

� 84985

Kirchenälteste

Dr. Erich Seitz

Dorle

Wilke

Mecklenburgerstr.

3

Grüner

Weg 20

� 82522

� 81997

Telefonseelsorge 08 00 - 111 0 111 --

www.telefonseelsorge.de

Anzeige

Gemeindebüro

Gertrud Henkel

Öffnungszeiten des Gemeindebüros: MO DI MI DO FR

Trinitatiskirche

� 81886

17-18 10-11

--- 10-11 17-18

‐ 25 ‐


Gottesdienste in Trinitatis

September 2008 (stets aktualisiert unter www.trinitatis-kirche.de)

07. 10.00 Uhr Pfarrerin B. Mohr und Posaunenchor


14. 10.00 Uhr Pfarrerin B. Mohr und Team

21. 10.00 Uhr Pfarrerin B. Mohr und Kantorei


28. 10.00 Uhr Pfarrerin B. Mohr

Oktober 2008

05. 14.3 0 Uhr

Pfarrerin B. Mohr und Kinderchor,

Erntedankgottesdienst

mit anschl. Kaffeetrinken �

12. 10.00 Uhr Dr. H.-G. Lehmann

19. 10.00 Uhr Pfarrer F.-K. Voll

26. 10.00 Uhr N.N.

November 2008

F.-K. Voll

02. 10.0 0 Uhr

ktag der Reformation

Pfarrer

Geden

09. 10.00 Uhr Dr. H.-G. Lehmann

16. 10.00 Uhr Pfarrerin B. Mohr

19. 19.00 Uhr Pfarrerin B. Mohr, Buß- und Bettag

10.00 Uhr

23.

14.00 Uhr

Pfarrerin B. Mohr und Kantorei

Ewigkeitssonntag

Pfarrer

A. Wehrmann

Andacht auf

dem Friedhof in Wehrda

30. 10.00 Uhr Pfarrerin B. Mohr,

1. Advent

Erläuterungen zu

den Gottesdiensten

� Gottesdienst mit

besonderem Gottesdienst

mit anschl.

Musikbeitrag

Kirchenkaffee

Got tesdienst für Jung und Alt Abendmahlsgottesdienst ‐ 26 ‐


SO MO DI MI DO FR SA

10.00 Uhr Gottesdienst

10.00 Uhr Kindergottesdienst,

Dorothee Mattern,

� 86683

20.15

Uhr Hauskreis

„Rödiger“, Fam. Rödiger,

� 85646

SO MO DI MI DO FR SA

09.00 Uhr Entspannungsgymnastik, Valeria Opitz, � 82282

09.45 Uhr Kirchenmäuse

(Eltern-Kind-Gruppe bis 3 Jahre)

Astrid

Kuhl � 210079

SO M O DI MI DO FR

16.00 Uhr Ko nfirmandenunterricht,

Pfarrerin B. Mohr � 84985

17.00 Uhr Kinderprojektchor

(von

6-12 Jahren),

Judith

Rödiger � 85646

18.00 Uhr Jungbläser, Ramona Kräling, � 0172-9502962

20.00 Uhr Posaunenchor,

Marc Multhaupt, � 06420-821475

SO M O DI MI DO FR SA

16.00 Uhr Jungschar (von 7-12 Jahren), vierzehntäglich

Pfarrerin B. Mohr � 84985

19.30 Uhr Kirchenvorstandssitzungen,

monatlich

SO MO DI MI DO FR SA

15.30 Uhr Seniorennachmittag,

Dr.

Hans-Gerd Lehmann,

�84126,

Termin:

13. November

18.45 Uhr Bibelgesprächskreis

(14-täglich), Erich Seitz,

� 82522

20.00 Uhr K a ntorei (Leitung Dr. B. Orlich),

SO MO DI MI DO FR SA

20.15 Uhr Web-Redaktion, Stefan Aumann, � 982061

SO MO DI MI DO FR SA

16.30 U hr Wochenschlussandacht im Haus Käte (1 x im Monat)

Termine:

20. September, 18. Oktober,

15. November (mit Abendmahl)

‐ 27 ‐

SA