Hering Berlin auf dem Salone Internazionale del Mobile di Milano

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Hering Berlin auf dem Salone Internazionale del Mobile di Milano

Pressemitteilung

Hering Berlin auf dem Salone Internazionale

del Mobile di Milano

Mailand, 17. bis 22. April 2012

EUROCUCINA, Fiera Milano, Strada Statale del Sempione, 28, 20017 Rho

Halle 11, Stand E18

Hering Berlin stellt erstmals auf dem Salone Internazionale del Mobile in Mailand aus. Neben dem

charakteristischen Geschirr aus feinstem unglasiertem Biskuitporzellan präsentiert die Manufaktur

auch Leuchten aus diesem Material. Sie zeigt außerdem ihre Textilserie aus italienischer

Baumwolle sowie mundgeblasene Gläser, die exklusiv für Hering Berlin in der Glashütte Theresienthal

in Bayern gefertigt werden.

Gestaltet werden die edlen Produkte von der Designerin und Keramikmeisterin Stefanie Hering, der

zur Zeit meistbeachteten deutschen Porzellan-Designerin. Das sinnlich-minimalistische Design, die

zeitgenössische Interpretation des klassisch geltenden Materials Porzellan begeistert Genießer,

Gourmets und Köche in aller Welt. Die besten Hotels, Restaurants und Köche der Welt, darunter

Bart de Pooter (De Pastorale, Reet, Belgien), Massimo Bottura (Osteria la Francescana, Modena),

Jean-Georges Klein (L’Arnsbourg, Baerenthal en Moselle, Frankreich), Heston Blumenthal (The Fat

Duck, Berkshire, England), Laurent Gras (L2O, Chicago), Cesar Ramirez (Chef's Table at Brooklyn

Fare, New York), ab September 2012 Pierre Gagnaire im neuen Waldorf Astoria, Berlin, und im legendären

Ossiano (Atlantis The Palm, Dubai) schwören auf das „weiße Gold“ aus Berlin. Auch die

Prominenz aus Kultur, Film und Pop ist angetan: Stars wie Nicole Kidman, Lenny Kravitz und Dirigent

Sir Simon Rattle haben bereits bei Hering Berlin geordert.

„Mein Porzellan ist zeitgemäßer Luxus, der sich in die Spitzengastronomie, aber auch in den Alltag

einfügt“, erklärt Stefanie Hering. „Das Geschirr ist vielseitig einsetzbar: Es eignet sich gleichermaßen

für den schnellen Snack am Abend, eine opulente italienische Hochzeit oder den traditionellen

koreanischen Tisch.“ Die verschiedenen Dekore lassen sich miteinander kombinieren, die Stücke

funktionieren einzeln ebenso wie als Teil eines Ganzen.

Porzellan und Gläser von Hering Berlin werden in höchster handwerklicher Qualität ausschließlich

in Deutschland gefertigt. Die Produktion der Manufaktur entspricht dem außergewöhnlichen Können

seiner Handwerker. So werden etwa für die inzwischen legendären Lochschalen je nach Größe

mehr als 6000 Löcher von Hand in das lederharte Porzellan gebohrt. Langjährige Partner hat Hering

Stefanie Hering -Berlin GmbH / Königsweg 303 / 14109 Berlin / Germany / T +49.30.8105411-0 / F +49.30.8105411-29 / info@heringberlin.com

www.heringberlin.com / Handelsregister: Amtsgericht Charlottenburg HRB 73558 / Geschäftsführung: Stefanie Hering, Wiebke Lehmann, Götz Esslinger


Berlin u.a. mit der Manufaktur Reichenbach in Thüringen, der bayerischen Glashütte Theresienthal

und Steng Licht, Stuttgart, gefunden.

Die Arbeiten von Stefanie Hering wurden weltweit mit Design-Preisen wie der Gold Medal bei der

Ceramic Biennale in Korea, dem red dot award, design plus und ICFF Editors Award Craftmanship

ausgezeichnet und sind in renommierten internationalen Sammlungen wie dem Kunstgewerbemuseum,

Berlin, und Musée National de Céramique, Sèvres, vertreten. „Als höchste Auszeichnung

verstehen wir aber den Stolz, den die Handwerker für die von Ihnen für unsere Manufaktur gefertigten

Produkte empfinden“, sagt Stefanie Hering.

Hering Berlin: Wir arbeiten nicht für den Schmuck der Tafel, wir arbeiten an ihrem Wesen

Kollektionen: www.heringberlin.com/de/collections

Über Hering Berlin und Stefanie Hering: www.heringberlin.com/de/about

Kontakt Hering Berlin auf dem Salone Internazionale del Mobile/Eurocucina:

Wiebke Lehmann, +49-170-184 50 31

Für weitere Informationen und Bildmaterial in hochauflösendem Format steht Ihnen Achim Klapp,

Presse Hering Berlin, zur Verfügung, Tel. +49 30 - 257 970 16, pr@hering-berlin.de

Stefanie Hering -Berlin GmbH / Königsweg 303 / 14109 Berlin / Germany / T +49.30.8105411-0 / F +49.30.8105411-29 / info@heringberlin.com

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Pressematerialien / Pressmaterial 2012_01 1/2 DEU

Kontakt / Contact: Achim Klapp / Tel +49.30.257 970 16 / pr@heringberlin.com

Factsheet: Hering_FS_Deu/Eng/Fra/Esp/Ita.pdf

Shops / Restaurants: Hering_Haendler-Retailers.pdf / Hering_Restaurants.pdf

Piqueur_1.tif Piqueur_2.tif 101_450_00.tif Prime_2.tif

Domain_2.tif Porcelain.tif Noble_Case.tif Noble_Case_Detail_01.tif

1011_040_00.tif 1004_030_00.tif 530_030_00.tif Riscal+PoliteSilver.tif

Espresso_Table.tif 704_000_00.tif Tuch.tif 1108_020_00.tif

Note: All pictures © Hering Berlin. More pictures are available on request. Please also check our brochures, website and pricelist for more details.

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Pressematerialien / Pressmaterial 2012_01 2/2:

Kontakt / Contact: Achim Klapp / Tel +49.30.257 970 16 / pr@heringberlin.com

Factsheet: Hering_FS_Deu/Eng/Fra/Esp/Ita.pdf

Shops / Restaurants: Hering_Haendler-Retailers.pdf / Hering_Restaurants.pdf

Essence.tif Masters.tif Soul.tif Noble.tif

Essence_2.tif Masters_2.tif Soul_2.tif Noble_2.tif

Domain.tif 1019_030_00.tif Source.tif 219_020_00.tif

Desire.tif Light_008.tif Logo_h.eps Stefanie_Hering.tif

Note: All pictures © Hering Berlin. More pictures are available on request. Please also check our brochures, website and pricelist for more details.

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Factsheet

Kontakt Stefanie Hering - Berlin GmbH, Königsweg 303, D-14109 Berlin

Tel +49 30-810 5411-0, Fax +49 30-810 5411-29

info@heringberlin.com, www.heringberlin.com

Pressekontakt Hering Berlin: Achim Klapp, Tel. 030 - 257 970 16

pr@heringberlin.com

Profil Hering Berlin - Wir arbeiten nicht für den Schmuck der Tafel,

Referenzen

(Auswahl)

wir arbeiten an ihrem Wesen

1992 gründete Stefanie Hering, Designerin und Keramikmeisterin , die Manufak-

tur in Berlin. Durch ihre Persönlichkeit und Schaffenskraft geprägt, erzeugt Hering

Berlin heute Geschirr, Trinkgläser, Tischtextilien und Leuchten.

Neugieriges Hinterfragen eines immer noch vom Biedermeier geprägten Bildes

der klassischen Tafel und die daraus entstehende Neuinterpretation lässt Pro-

dukte entstehen, die eine genuss- und funktionsbetonte Einstellung unserer

aktuellen Zeit unterstützen.

Wir lösen uns dabei von dem traditionell geschlossenen „Service“ Begriff für

Geschirr und lassen eine neue Sichtweise auf die Möglichkeiten familiärer und

gesellschaftlicher Bewirtung zu. Wir bewegen mit Hering Berlin den Begriff der

Gastfreundschaft aus der gesellschaftlich etwas steifen, streng formalen, in eine

emotional getragene Dimension. Offene Freude, unkomplizierter Genuss, eine

klare Ästhetik, perfekte Handwerklichkeit, höchste Qualität und pure Lust am

Leben, so verstehen wir Hering Berlin. Begleitet wird dieser avantgardistische

Anspruch in der in Deutschland stattfindenden Produktion durch auf höchstem

Niveau angesiedelte handwerkliche Verfahren, im Sinne einer handwerklichen

Wertarbeit unter sozial fairen Bedingungen.

Weltweit vertrauen die besten Köche, darunter Sterneköche wie Michael Hof-

fmann (Margaux, Berlin), Bart de Pooter (De Pastorale, Reet, BE), Massimo Bot-

tura (Osteria la Francescana, Modena, IT), Jean-Georges Klein (L’Arnsbourg,

Baerenthal, F), Dieter Müller (MS Europa), Heston Blumenthal (The Fat Duck,

Berkshire, IK), Laurent Gras (L2O, Chicago) auf das Tafelgeschirr von Hering

Berlin.

Stefanie Hering -Berlin GmbH / Königsweg 303 / 14109 Berlin / Germany / T +49.30.8105411-0 / F +49.30.8105411-29 / info@heringberlin.com

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Stefanie Hering Neugierig aus Prinzip

Die schöpferisch kreative Basis der Manufaktur wird durch die Persönlichkeit

und Schaffenskraft der Firmengründerin Stefanie Hering geprägt.

Zu den herausragenden Fähigkeiten der Designerin und Keramikmeisterin zäh-

len, neben der bildnerischen Alleinstellung auch die handwerklich außergewöhnliche

Fähigkeit, formal anspruchsvolles Design in Dimensionen herzustel-

len, die an die Grenzen des aus Porzellan Machbaren reichen. Dies geschieht in

dem Bestreben, das Wissen um die Möglichkeiten handgefertigten Porzellans zu

erweitern und zu vervollständigen.

Stefanie Hering: „Unsere Produkte zeichnen sich durch ein eigenständiges De-

sign, getragen von klaren Linien und klaren Dekoren, aus. Diese Klarheit betont

und erhöht die vorhandenen Räume, in denen es wirkt. In diesem Sinne verändern

die Kollektionen unserer Manufaktur Räume, ohne in Konflikt mit anderen

Formen zu geraten. Das will sagen, dass Produkte unserer Manufaktur in einem

barocken Umfeld ebenso wenig in Konflikt mit dem optischen Umfeld geraten,

wie in puristischen Räumen zeitgenössischer Architektur. Unsere Kollektionen

kämpfen nicht gegen bestehende Räume, sie schaffen neue Räume. Durch ihre

klaren Formen konzentrieren sie auf das Wesentliche.“

Auszeichnungen Die Arbeiten von Stefanie Hering wurden mit zahlreichen internationalen De-

Wertarbeit Made

in Germany

sign-Preisen wie der Gold Medal bei der Ceramic Biennale in Korea, red dot a-

ward, design plus und ICFF Editors Awards Craftmanship ausgezeichnet und

sind in renommierten Sammlungen, darunter Deutsches Historisches Museum,

Kunstgewerbemuseum, Berlin, Musée National de Céramique, Sèvres und Mu-

seum für Kunsthandwerk, Frankfurt vertreten.

Die Produktionsstandards von Hering Berlin erfordern konsequenter Weise den

Anspruch an eine Ethik in der Produktion. Wir bekennen uns deshalb ausdrück-

lich zu fairen Herstellungsbedingungen und produzieren ausschließlich unter

sozial kontrollierten Bedingungen. Die Produktion unserer Hering Berlin Manu-

faktur entspricht dem außergewöhnlichen Können seiner Handwerker und er-

möglicht allen an der Produktion Beteiligten, stolz auf die von ihnen gefertigten

Produkte sein zu können. Langjährige Partner hat Hering Berlin u.a. mit der Manufaktur

Reichenbach in Thüringen, der bayerischen Glashütte Theresienthal

und Steng Licht, Stuttgart, gefunden.

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Kollektionen Masters Die Sterne Kollektion für die Avantgarde der Meister

Pure Ästhetik für die professionell anspruchsvolle Küche. Eine perfekte Symbiose.

Meisterliches Porzellan für meisterliche Speisen.

Prime Charaktervoll von Anfang an - vom Frühstück bis zum Tee am Nachmittag

Sympathisch, elegant und einladend. Ästhetische Leichtigkeit als Begleiter

durch den ganzen Tag. Private Freude, anspruchsvolle Gastlichkeit.

Essence Wenn schlichte Eleganz den Tisch zur Tafel macht

Avantgarde als Freude purer Gastlichkeit. Klar, deutlich und charaktervoll. Por-

zellan für die reine Lust am Leben.

Noble - Stilvolle Avantgarde - für den festlichen Moment edel vollendet

Wenn es ganz besonders wird. Einzigartig und edel in Form und Handwerk. Für

das Außergewöhnliche in Anspruch und Qualität.

Soul - Pure Schönheit für die Leichtigkeit des Augenblicks

Freude, Party, Freunde - auch wenn es mal viele werden. Charaktervoll und stark

im Detail. Für die lustvollen Momente, denen das Lächeln der Genießer folgt.

Desire - Für mich und Dich – Besonderes, das Freude verbreitet

Kleine Meisterwerke in Form und Handwerk, lustvolle Details. Das individuelle

Geschenk, die Freude im Detail, der kleine Unterschied in Porzellan.

Five - Wenn Anspruch den Tag bestimmt.Vom ersten Kaffee am Morgen bis zum

abendlichen Bankett, für den Tee am Nachmittag, den Espresso zwischendurch.

Die professionelle Antwort für den anspruchsvollen Tisch der Genießer

Source - Das Glas der Veredlung

Klare Linien meisterlichen Glases. Die vollendete Form für reinstes Wasser, cre-

migen Espresso, zartes Dessert, edlen Geist, puren Whisky und alle Standards.

Domain - Unverwechselbare Avantgarde in Glas

Das Glas mit Charakter, die Avantgarde der Connaisseure. Stilvolle Kultur in

meisterlicher Perfektion für den puren Genuss.

Oyster - Lustvoll textil, erhabenen präsent

Einzigartige Tafel Textilien, stofflich präsent und edel. Handwerkliche Perfektion

in vollendeter Form für die Tafel der Genießer.

Licht - Wenn Porzellan erstrahlt

Leuchtendes Porzellan für zarte Transparenz, charaktervoll im Raum. Individuell

und einzigartig, stimmungsvoll sanftes Licht, von meisterlicher Hand geformt.

„Tuch“ - Textile Perfektion der Tafel

Deutlich textil, elegant zurückhaltend, klar im Stil. Die perfekte Untermalung der

gastlichen Tafel. Meisterliches Tuch für anspruchsvollen Genuss.

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Portrait Stefanie Hering

Die Kunst der ruhigen Hand – oder warum Zerbrechliches

manchmal stabiler ist, als man glaubt

Stefanie Hering gründete ihr Keramikatelier Anfang der neunziger Jahre im wilden Ost-Berlin

nicht gerade bekannt als Heimstätte eleganter Tischkultur. Aber Widersprüche gefielen Stefanie

Hering schon immer. Inzwischen wohnt sie mit ihrer Familie in einem Haus am Wannsee und verkauft

ihre Stücke aus hauchdünnem Biskuitporzellan an Spitzenköche in der ganzen Welt. Geblie-

ben ist die Idee, dass man Dinge auch anders machen kann als andere.

Der Tee schimmert in der filigranen Tasse aus durchscheinendem, weißem Porzellan und bringt das

Streifenrelief zum Leuchten. Weich liegt die geschwungene Form in beiden Händen, die die Tasse

umfassen wie einen Handschmeichler. Man will sie gar nicht mehr abstellen zwischen den Schlu-

cken, man will sie nicht loslassen. „Mein Porzellan kommt zwar manchmal zurückhaltend daher,

weiß aber, sich bemerkbar zu machen“, sagt Stefanie Hering.

Sie deckt den Tisch. Deckenhohe Fenster geben den Blick frei auf einen großzügigen Garten. Das

Haus hat Stefanie Herings Mann, Götz Esslinger, für sie und die beiden Töchter entworfen. Zwi-

schen den herrschaftlichen Gründerzeitvillen gleich hinter dem Teltowkanal in Berlin-Wannsee fällt

die schlichte, in einem satten Grau gestrichene Fassade auf. Sie erinnert ein bisschen an die Bauhaus-Ära;

das blonde Holz der Fensterrahmen und die großen Papierlampen dahinter lassen an Ja-

pan denken. Familie Hering findet Widersprüche offenbar nicht irritierend, sondern schön.

Wahrscheinlich steht deshalb auch in der Mitte des Raums ein großer Tisch aus Basalt, einem

dunklen, rauen Gestein: darauf wirkt Hering Berlin Porzellan noch filigraner. Die Tafel sieht einla-

dend aus. Strahlend weiße Teller, massive Platten, weiße, goldene, silberne Tassen stapeln sich,

Tassen mit zierlichem blauem Muster, mit feinem Relief, mundgeblasene Gläser, Karaffen mit fei-

nem Schliff, Tischdecken aus Leinen. Man denkt an lange Abendessen mit Freunden und an aufregende

Dinner zu zweit, an tolles Essen, an leidenschaftliche Diskussionen und vertraute Gesprä-

che. Duftet es hier nicht auch nach... nach Zitronenhuhn? Nach gegrilltem Gemüse? Nein, eine Sin-

nestäuschung, das hier ist ein Showroom. Stefanie Hering präsentiert hier ihre Kollektionen. Aber

Porzellan, das wird einem bewusst, wenn man dieses Haus betritt, ist eine sinnliche und eine ziemlich

emotionale Angelegenheit. Weil es damit zu tun hat, wo wir zuhause sind, was uns wichtig und

kostbar ist. Porzellan war einmal der wichtigste Teil der Aussteuer eines jungen Mädchens und ist

heute noch etwas, das eine Frau von ihrer Mutter erbt. Und für viele Leute ist ein Porzellanservice,

nach dem Auto in der Garage, das Wertvollste, was sie besitzen.

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Es gab keinen Strom, aber große Abendessen

Stefanie Hering liebt es, zu kochen, einen Tisch zu decken, Gäste zu haben. Schon damals, als sie

kurz nach dem Mauerfall von Süddeutschland in den Prenzlauer Berg zog, wo es weder Telefonan-

schlüsse noch zuverlässig Strom gab, lud sie Leute zu großen Abendessen ein. Aber vor allem liebt

Stefanie Hering es, über Porzellan zu sprechen. Über Drehscheiben und Diamantschliff, über Feld-

spat- und Quarzgehalt, über Verschwämmeln und Kummen und über die Schönheit von Biskuit,

dem unglasierten Porzellan mit der etwas rauen, samtenen Oberfläche, das nur wenige Hersteller

überhaupt verarbeiten und das für Hering Berlin Porzellan charakteristisch ist.

„Das Großartige an Biskuitporzellan ist, dass es zerbrechlich und zart aussieht, aber extrem stabil

ist“, sagt sie. Noch so ein Widerspruch, an dem Stefanie Hering Gefallen gefunden hat. „Aber Bis-

kuit muss man mit absoluter handwerklicher Sorgfalt behandeln“, fügt sie hinzu. Sie lässt ausschließlich

von Hand im Thüringischen Reichenbach herstellen, in einer Manufaktur, die 1900 von

Porzellanmalern gegründet wurde. Die exakten Muster auf den Tassen und Tellern entstehen in

Handarbeit: Mit einem Pinsel wird Schelllack aufgetragen, die nicht lackierten Partien werden mit

einem Schwamm ausgewaschen, so dass sich ein Relief – Streifen oder Gitter beispielsweise – ergibt.

Für die inzwischen legendären Lochschalen werden je nach Größe mehr als 6000 Löcher von

Hand in das lederharte Porzellan gebohrt. In Reichenbach entdeckte Stefanie Hering die alte Dekor-

technik des Kobalt wieder: reines Kobalt wird als Freihandzeichnung aufgetragen, das Porzellan

dann sieben Stunden lang erhitzt. Die Reichenbacher sind stolz auf die ruhige Hand ihrer Keramiker.

Von Hand gefertigtes Porzellan ist außerdem stabiler als industriell hergestelltes. Die Industrie

presst die Porzellanmasse in Form, während eine Manufaktur gießt oder an der Scheibe dreht. Die

Plättchen in der weichen Porzellanmasse fügen sich so langsam aneinander und bilden einen star-

ken Verbund. Schließlich muss etwas nicht unpraktisch sein, nur weil es schön aussieht. Kein Prob-

lem zum Beispiel das hauchdünne Hering Berlin Porzellan nach dem Benutzen in die Spülmaschine

zu stellen. Und wenn man dabei einen der Teller aus Versehen gegen einen anderen schlägt, bricht

auch nicht gleich eine Ecke heraus. „Wir haben“, sagt Stefanie Hering, „in der Gastronomie weniger

als 2 Prozent Bruch. Die übliche Quote liegt weit höher.“

Was ist zeitgemäßer Luxus?

Es gibt also keinen Grund, ein Service von Hering Berlin in einer Vitrine in der guten Stube versau-

ern zu lassen und nur sonntags rauszuholen, wenn die Verwandtschaft zu Besuch kommt. „Mein

Porzellan fügt sich in den Alltag“, sagt sie. Schließlich kocht man heute nicht mehr sonntags den

Braten und isst unter der Woche trocken Brot. Das Alltägliche zelebrieren, sich selbst etwas Gutes

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tun, nach einem langen, anstrengenden Dienstag im Büro nur für sich ganz allein ein Carpaccio aus

Jakobsmuscheln zubereiten und dazu drei Folgen „Grey’s Anatomy“ gucken – so stellt man sich

doch zeitgemäßen Luxus vor.

Man muss auch nicht gleich ein ganzes Service kaufen. Die verschiedenen Dekore lassen sich mit-

einander kombinieren, und überhaupt funktionieren die Stücke einzeln ebenso wie als Teil eines

Ganzen. „Ich finde die Vorstellung schön, dass man sich eins meiner Stücke kauft, einen Brotkorb

zum Beispiel, und ihn vielleicht neben den Ikea-Teller auf den Tisch stellt. Es muss nicht immer al-

les zusammenpassen. Das ist im Leben auch nicht so.“

Schließlich gibt es ja auch keine Aussteuer mehr, und Frauen können ganz gut für sich selbst sorgen.

Das allerdings ist eine Tatsache, die man in der Fachhochschule für Keramik im Westerwald,

die Stefanie Hering nach ihrer Lehre als Keramikerin besuchte, noch nicht so richtig glauben wollte.

„Als ich bei der Berufsberatung sagte, ich wolle Keramikerin werden, sagte man mir, um sich diesen

Berufswunsch zu erfüllen, müsse man sich zuallererst einen Zahnarzt oder Anwalt zum Mann suchen.

Keramik ist ein Gattinnenhobby, das galt auch an unserer Schule als ausgemacht.“

Für Stefanie Hering aber war die Keramik immer etwas anderes. „Design, Ausdruck, Alltag, Stil – im

besten Sinne des Wortes Kunsthandwerk“, sagt sie. Also verließ sie gleich nach dem Studium das

so genannte „Kannenbäckerland“, wo die tönernen Apfelwein-Bembel das beliebteste Souvenir der

vielen Aktivtouristen ist – und ging nach Berlin.

Sie bezog ihr Atelier in einer ehemaligen Post in Prenzlauer Berg. Heute ein schicker Bezirk, damals

aber hausten in den heruntergekommenen Gründerzeithäusern verarmte DDR-Lyriker mit Abenteu-

rern aus dem Westen. Hering suchte auch das Abenteuer. Gemeinsam mit Wiebke Lehmann, einer

Kommilitonin aus dem Westerwald, gründete sie eine Galerie, in der die beiden ausstellten, was

ihnen gefiel: die Kunst ihrer Freunde und die Kunst der Freunde von Freunden. Nebenbei entwarfen

die beiden Keramikerinnen Leuchten aus Biskuitporzellan, minimalistische Objekte, die zu schwe-

ben schienen und deren Reiz wahrscheinlich auch darin bestand, dass sie aus Berlin kamen, dieser

kalten, herrenlosen Stadt nahe der polnischen Grenze. „Wir hätten nicht gedacht, dass wir damit so

einen Erfolg haben würden“, sagt Stefanie Hering. Bald orderten der Museumsshop des MoMAs

und das New Yorker Kaufhaus Bergdorf & Goodman.

Kleine Manufaktur in Thüringen, Kunden in der ganzen Welt

Dort verkauft Hering Berlin heute noch ihre Arbeiten sowie in mehr als zwanzig anderen Ländern.

Wiebke Lehmann, Stefanie Hering und ihr Mann Götz Esslinger gründeten 1999 die Hering Berlin

GmbH. Die Leuchten von damals werden immer noch hergestellt – neben den vier Tafelservicen,

immer wieder neuen Schalen, Vasen und weiteren Objekten, neben Figurinen und, seit 2010, einer

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Textilserie aus italienischer Baumwolle und Gläsern, die in der Glashütte Theresienthal in Bayern

gefertigt werden.

Aus Thüringen wird das Porzellan in die ganze Welt verschickt, wo dann ein Schälchen, je nach

dem, wo es landet, als Espressotasse oder als Sakebecher dient. Das Geschirr ist so vielseitig ein-

setzbar, dass es sich für eine italienische Hochzeit so gut eignet wie für einen traditionellen korea-

nischen Tisch. „Schließlich lassen sich unsere Inspirationen auch nicht festlegen“, sagt Stefanie

Hering und gießt Tee nach in die Tasse, in der man in Los Angeles vielleicht Barbecuesoße serviert.

„An einem Tag kocht man Japanisch, am nächsten französisch“. Auf einer Porzellanplatte von He-

ring Berlin lässt sich jedenfalls Sushi genau so gut anrichten wie ein reifer französischer Käse.

Die klügere Form gibt nach

Es ist die Essenz von Stefanie Herings Porzellan: die klugen, sorgfältigen Formen passen sich dem

Gebrauch an, und dennoch sind sie da, man bemerkt sie. Man fühlt die Kanten, Erhebungen, Run-

dungen. Man spürt die atmende Oberfläche des Biskuits. Manchmal, erzählt Stefanie Hering, geht

sie mit ihrem Mann bei einem der Sterneköche essen, die ihre Kostbarkeiten auf Hering Berlin Por-

zellan präsentieren. Dann beobachtet sie. Unauffällig blickt sie sich um. Es ist eine Szene, die sich

schon oft wiederholt hat: der Kellner stellt den Teller vor dem Gast auf dem Tisch ab, und während

er erläutert, was er da serviert hat, sehen die Gäste ehrfürchtig auf die kulinarische Kreation hinab,

um dann plötzlich, unwillkürlich, die Hand zu heben und mit den Fingern ganz leicht über das sam-

tene Biskuitporzellan fahren. „Das ist er, der Moment“, sagt Stefanie Hering, „der Moment, in dem

mein Porzellan sagt: ich bin da“.

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