Individuelle Förderung – Varianten I - Petra-buchwald.de

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Seminar: Individuelle FörderungProf. Dr. Petra BuchwaldSoSe 2008Referat: A. Mückenhoff, A. Pyrskala, S. v. UrffDatum: 06.05.2008Thema: Innere Differenzierung, kooperatives Lernen, Wochenplanarbeit1. Teil (Pyrskala)Individuelle Förderung – Varianten IInnere Differenzierung:„Innere Differenzierung Bezeichnet alle Formen der zeitlich befristeten und/oder dauerhaftenAufteilung eines Lernverbandes in arbeitsfähige Teilgruppen“ (Wolf Klafki)- Ist nicht nur eine Maßnahme, sondern ein Unterrichtsprinzip- Ist die individuelle oder gruppenspezifische Passung der Unterrichtsinhalte undLernarrangements an die Prämissen der Lernenden1. Grundformen des Unterrichts als Grundlage für innere Differenzierung:Dispositionen des Unterrichts:- Sozialformen und Handlungsmuster- Zeitlicher Rhythmus- Maß an Lehrerlenkung und Schülerlebsttätigkeit- Unterschiedliche Gestaltung des Lernortes und der MedienGrundformen:1. Individualisierter Unterricht- Selbstorganisation2. Kooperativer Unterricht- Teamwork3. Gemeinsamer Unterricht- Vermittlung von Sach-, Sinn- und Problemzusammenhängen2. Möglichkeiten der inneren Differenzierung innerhalb der Grundformen:


Individualisierter Unterricht (Interessen- und Wahldifferenzierung)- keine weiteren differenzierenden Maßnahmen notwendig Forderung der Ich-Identität und Selbstvergewisserung (learn to be)Kooperativer Unterricht (schulorganisatorische Differenzierung)- Differenzierung durch Bildung von Gruppen nach didaktischen, methodischen,pädagogischen oder pragmatischen Prinzipien Toleranz und Leben im Pluralismus, Zivilcourage (learn to live together)Gemeinsamer Unterricht (didaktische Differenzierung)- Differenzierung nach didaktischen und lernspezifischen Kriterien Entwicklung von Wissen und wissen, wie man lernt (learnen to know)3. Ebenen der inneren Differenzierung- Grobstruktur: Schulorganisatorische Differenzierung: Bildung von Lerngruppen innerhalb der Klasse/Schule- Feinstruktur: Didaktische/lernspezifische Differenzierung Variierendes Vorgehen in der Darbietung und Bearbeitung von Lernhinhalten4. Differenzierungskonsequenzen- Systematisch kognitives vs. Situiertes Lernen beide werden benötigt für anspruchsvolle Lernziele


5. Organisatorische und inhaltliche Konsequenzen6. Praxis„ein Arbeitsblatt ist ein didaktisch strukturierter, schriftlich, rechnerisch oder bildnerisch zulösender Arbeitsauftrag.“ (Hilbert Meyer)2. Teil (v. Urff)Kooperatives LernenGrundstruktur:1. Einzelarbeit2. Kooperation (arbeiten in Kleingruppen)3. Vorstellen→ „ Denken – Austauschen – Vorstellen“Variationen der Grundstruktur:· Gruppenpuzzle· reziprokes Lesen· Lerntempoduett· Gruppenturnier· strukturierte KontroverseVier Thesen zur Individuellen Förderung durch Kooperatives Lernen1. Kooperatives Lernen schafft Freiräume für individuelles Lernen2. Kooperatives Lernen erlaubt die Berücksichtigung unterschiedlicher Lernzeiten3. Kooperation erlaubt Lernen in Zonen der nächsten Entwicklung (in leistungsheterogenenGruppen)4. Kooperatives Lernen erlaubt die Differenzierung nach Kompetenzniveaus (inleistungshomogenen Gruppen)


3. Teil (Mückenhoff)Wochenplanarbeit1) Was ist Wochenplanarbeit? Was ist ein Wochenplan?2) Anforderungen an die Lehrenden3) Anforderungen an die Lernenden4) Auswertung und Notengebung5) Stärken der Wochenplanarbeit1) Was ist Wochenplanarbeit? Was ist ein Wochenplan?- eine Methode des offenen Unterrichts- ein Konzept zur Unterrichtsstrukturierung und Unterrichtsorganisation-eine von Schülern und Lehrern gemeinsam geplante Arbeitswoche, die inhaltlich den gültigenLehrplänen entspricht- eine Unterrichtsform, die die Fach-, Sozial- und Methodenkompetzen fördertWochenplanarbeit ist nicht ein festgelegter, linear abzuarbeitender Arbeitsplan!- WP beinhaltet Wahlpflicht-, Pflicht- und Zusatzaufgaben- ein WP kann für ein Unterrichtsfach oder fächerübergreifend ausgerichtet sein-Aufgabenstellungen müssen offen formuliert sein, es muss verschiedene Lösungsansätze undverschiedene Lösungswege geben- die einzelnen Aufgaben dürfen nicht in einer sachlogischen Reihenfolge stehen- WP klärt zweifelsfrei, was die Schüler tun sollen-- WP klärt, was die Schüler zur Lösung der Wochenplanaufgaben benötigen- WP gibt Hinweise zur Vorgehensweise2) Anforderungen an die Lehrenden- Lehrender vollzieht Rollenwechsel von Lehrendem zumLernberater/Unterstützer/Hilfesteller- Kooperationsverhalten innerhalb des Kollegiums bei fächerübergreifender WPA erforderlich- zeitintensive Vor- und Nachbereitung des WP- teilweise Planung des WP in Kooperation mit den Lernenden- den Wochenplan den Lernenden erklären3) Anforderungen an die Lernenden- den Wochenplan verstehen- Einzel- und Gruppenarbeitsphasen planen- eigenverantwortliches Zeitmanagement lernen, selbstorganisiertes Lernen lernen, welcherLerntyp- Selbstportfolio erstellen „was habe ich wann wie gelernt, was klappte gut, was ging schief?“x) exemplarischer Wochenplan- Plan nicht im Anhang, bei Interesse im Internet schauen, da gibt es viele Beispiele


4) Auswertung der Wochenarbeit, Notengebung- Reflektion der Woche und der Aufgaben (Schwierigkeitsgrad, Zeitvolumen etc.)- Präsentation der Ergebnisse- Notengebung anhand der Präsentationen, der Qualität der Ergebnisse und derBeobachtungsphasen innerhalb der Woche5) Stärken der Wochenplanarbeit- Förderung von Fach-, Sozial- und Methodenkompetenz- Eigenverantwortlichkeit der Schüler wird gefördert- Zeitmanagement und Selbsteinschätzung wird geübt- differenzierte Aufgabenstellungen ermöglichen unterschiedliche Herangehensweisen anThemen- unterschiedliche Lerntypen werden angesprochen- individuelle Voraussetzungen von Schülern werden berücksichtigt- fächerübergreifender Einsatz der Wochenplanarbeit ist möglichBei unseren Ausarbeiten haben wir uns hauptsächlich auf die Seiten 65 – 90 in dem BuchKunze, I & Claudia Solzbacher (2008). Individuelle Förderung in der Sekundarstufe Iund II. Schneider Verlag Hohengehren konzentriert. In dem Text wird auf weitere Autorenwie Meyer, Jank etc. verwiesen.

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