Studinfo_Juli 2007.pdf - Veterinärmedizinische Fakultät - Universität ...

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Studinfo_Juli 2007.pdf - Veterinärmedizinische Fakultät - Universität ...

STUDINFOVeterinärmedizinische FakultätStand: April 2007Geschichte der Veterinärmedizinischen Fakultätder Universität Leipzig - in StichwortenIm Jahre 1775 Errichtung einer privaten tierärztlichen Lehranstalt inDresden durch Oberrossarzt Dr. Christian Friedrich WEBER. Nach dessenTod am 2. November 1778 Ankauf der Lehranstalt und Unterstellungunter das Oberstallamt.1780 - 1817 Tierarzneischule Dresden unter dem Oberstallamt1817 - 1856 Tierarzneischule Dresden unter Vereinigung mit derChirurgisch- medicinischen Akademie Dresden1857 - 1903 Tierarzneischule, ab 1889 Tierärztliche HochschuleDresden unter der „Commission für das Veterinärwesen“Im Jahre 1902 wird die Forderung der Reifeprüfung als Voraussetzungfür das Studium durchgesetzt, am 17. Nov. 1903 tritt die Habilitationsordnungin Kraft.1903 - 1923 Tierärztliche Hochschule Dresden unter Rektor undSenatIm Jahre 1907 Zustimmung zu einer Promotionsordnung zur „Erlangungder veterinärmedizinischen Doktorwürde“.1923 - 1968 Veterinärmedizinische Fakultät der Universität LeipzigEingliederung der Tierärztlichen Hochschule Dresden als VeterinärmedizinischeFakultät in die Universität Leipzig.1968 - 1990 Sektion Tierproduktion und Veterinärmedizin derKarl-Marx-Universität LeipzigIm Oktober 1968 wurde die Veterinärmedizinische Fakultät mit Teilender Landwirtschaftlich-Gärtnerischen Fakultät (als Folge der III. Hochschulreform)zur Sektion Tierproduktion und Veterinärmedizinvereinigt.1990 Wiederbegründung der Veterinärmedizinischen Fakultätder Universität LeipzigAuf der Grundlage des Entscheids des AkademischenSenats der Universität Leipzig vom 29. Mai1990 wird die Veterinärmedizinische Fakultät am1. Juli 1990 wiederbegründet.


Die Veterinärmedizinische Fakultät heute1.Studiengang:VeterinärmedizinAlle Institute und Kliniken der Veterinärmedizinischen Fakultät liegenin einem (mit der Straßenbahn gut erreichbaren) überschaubarenCampus.An der Fakultät lehren und forschen 31 Hochschullehrer und 70 Wissenschaftlerin 12 Instituten und 4 Kliniken.Vorklinische InstituteVeterinär-Anatomisches InstitutVeterinär-Physiologisch-Chemisches InstitutVeterinär-Physiologisches InstitutInstitut für ImmunologieKlinikenMedizinische Tierklinik (Großtiere)Chirurgische Tierklinik (Großtiere)Ambulatorische und GeburtshilflicheTierklinik (Großtiere)Klinik für KleintiereKlinik für Vögel und ReptilienLehr- und Versuchsgut OberholzKlinische InstituteInstitut für Bakteriologie undMykologieInstitut für VirologieInstitut für ParasitologieInstitut für Tierhygiene undÖffentliches VeterinärwesenInstitut für Tierernährung,Ernährungsschäden undDiätetikInstitut für Pharmakologie,Pharmazie und ToxikologieVeterinär-Pathologisches InstitutInstitut für LebensmittelhygieneSeit der Wende wurden 3 größere Neubauten erstellt und in Betriebgenommen, die Altbauten sind etwa zur Hälfte renoviert. Die technischeAusstattung entspricht modernsten Anforderungen.Jährlich werden etwa 140 - 150 Studierende zu Beginn des Wintersemesters(2. Oktoberwoche) eingeschrieben.Das Studium an der Veterinärmedizinischen Fakultät der UniversitätLeipzig richtet sich nach den Vorgaben der für alle deutschen Bildungsstättenverbindlichen Tierärztlichen Approbationsordnung. Es umfasstinsgesamt 5.020 Stunden, von denen 3.850 an der Universität in neunSemestern abzuleisten sind, die restlichen Stunden entfallen auf Praktika.Die Besonderheiten des tiermedizinischen Studiums in Leipzig ergebensich aus der Campus-Lage, dem Angebot eines einwöchigen klinischenIntensivpraktikums, das jeder Student in vier Kliniken zu durchlaufenhat, sowie der Möglichkeit für die meisten Studierenden, ihre Fachkenntnisseals studentische Hilfskraft während des Studiums zu erweitern.2. Abschluss: Approbierter Tierarzt/approbierte Tierärztin(Abschluss Staatsprüfung)3. Regelstudienzeit: 11 SemesterStudienbeginn: Das Studium kann nur zum Wintersemesteraufgenommen werden4. Studienvoraussetzung: Die Zulassung zum Studium setzt dieallgemeine oder fachgebundene Hochschulreifeoder ein von der zuständigen staatlichenStelle als gleichwertig anerkanntes Zeugnisvoraus.Zulassungsbeschränkung: Für das 1. Fachsemester: zentraler Numerusclausus und Auswahlverfahren der Hochschule,Bewerbung nur über die ZVS.5. Ausbildungsinhalt:Für die höheren Fachsemester: örtlicher NC,Bewerbung an der Universität Leipzig.Nach Paragraph 1 Abs. (1) der Bundes-Tierärzteordnung ist der Tierarztberufen, Leiden und Krankheiten der Tiere zu verhüten, zu lindern und zuheilen, zur Erhaltung und Entwicklung eines leistungsfähigen Tierbestandesbeizutragen, den Menschen vor Gefahren und Schädigungendurch Tierkrankheiten sowie durch Lebensmittel und Erzeugnisse tierischerHerkunft zu schützen und auf eine Steigerung der Güte vonLebensmitteln tierischer Herkunft hinzuwirken. Das Studium der Veterinärmedizinsoll den Studierenden Kenntnisse und Fertigkeiten vermitteln,die sie nach erfolgreichem Abschluss des Studiums dazu befähigen, denBeruf des Tierarztes auszuüben.6. Aufbau des Studiums (einschließlich Praktika):Das Studium der Veterinärmedizin ist entsprechend der Approbationsverordnungfür Tierärzte (TAppV) vom 27. Juli 2006 in einen wissenschaftlich-theoretischenund einen praktischen Studienteil aufgeteilt.Folgende Prüfungen unterteilen das Studium in zwei Abschnitte:Die Tierärztliche VorprüfungDie Tierärztliche Prüfung


6.1 Die Tierärztliche Vorprüfung6.1.1 Wissenschaftlich-theoretischer Teil der Tierärztlichen Vorprüfung• Naturwissenschaftlicher Abschnitt der Tierärztlichen Vorprüfung(Vorphysikum) mit den Prüfungsfächern:a) Physik einschl. der Grundlagen des physikal. Strahlenschutzesb) Chemiec) Zoologied) Botanik der Futter-, Gift- und HeilpflanzenkundeDie zugehörigen Lehrveranstaltungen werden im erstenStudiensemester angeboten. Bis zum Vorphysikum muss der Erwerbdes „Kleinen Latinums“ oder die regelmäßige und erfolgreicheTeilnahme an einem Kursus für medizinische Terminologienachgewiesen werden. Die Universität Leipzig bietet den Studierendenan, innerhalb des ersten Monats nach Beginn des erstenStudiensemesters in einer mündlichen Prüfung nachzuweisen, dasssie über ausreichende Kenntnisse in den Fächern Physik, Chemie,Zoologie und Botanik verfügen. Einzelheiten sind in derStudienordnung geregelt.• Anatomisch-physiologischer Abschnitt der TierärztlichenVorprüfung (Physikum) mit den Prüfungsfächern:a) Anatomieb) Histologie undEmbryologiec) Physiologied) Biochemiee) Tierzucht undGenetik einschl.TierbeurteilungDie entsprechenden Lehrveranstaltungenwerdenim ersten und zweiten Studienjahr angeboten.6.1.2 Praktischer Studienteil der Tierärztlichen Vorprüfung70 Stunden auf einem Lehrgut über Landwirtschaft, Tierzucht undTierhaltung6.2 Die Tierärztliche Prüfung6.2.1 Wissenschaftlich-theoretischer Teil der Tierärztlichen Prüfunga) Tierhaltung und Tierhygieneb) Tierschutz und Ethologiec) Tierernährungd) Klinische Propädeutike) Virologief) Bakteriologie und Mykologieg) Parasitologieh) Tierseuchenbekämpfung und Infektionsepidemiologiei) Pharmakologie und Toxikologiej) Arznei- und Betäubungsmittelrechtk) Geflügelkrankheitenl) Radiologiem) Allgemeine Pathologie und spezielle pathologische Anatomieund Histologien) Lebensmittelkunde einschl. Lebensmittelhygieneo) Fleischhygienep) Milchkunder) Innere Medizins) Chirurgie und Anästthesiologiet) Gerichtliche Veterinärmedizin, Berufs- und StandesrechtDie entsprechenden Lehrveranstaltungen werden überwiegend imdritten, vierten und fünften Studienjahr angeboten.6.2.2 Praktischer Studienteil der Tierärztlichen Prüfung150 Stunden (innerhalb von 4 Wochen) in einer kurativen tierärztlichenPraxis oder tierärztlichen Klinik75 Stunden (innerhalb von 2 Wochen) in der Hygienekontrolle,Lebensmittelüberwachung und –untersuchung100 Stunden (innerhalb von 3 Wochen) in der Schlachttier- und Fleischuntersuchung(Schlachthof)75 Stunden (innerhalb von 2 Wochen) im öffentlichen Veterinärwesen(Dienststellen der Veterinärverwaltung)700 Stunden (innerhalb von 16 Wochen) in einer kurativen tierärztlichenPraxis oder tierärztlichen Klinik; davon können bis zu 350 Stunden (8Wochen) als Wahlpraktikum abgeleistet werden


7. Prüfungen:Die Prüfungen werden von dazu eigens staatlich bestellten Mitgliedernder Universität abgenommen. Die tierärztliche Vorprüfung besteht auszwei Abschnitten, einem ersten naturwissenschaftlichen Abschnitt (Prüfungennach dem 1. Fachsemester) und einem zweiten anatomisch-physiologischenAbschnitt (Prüfung nach dem zweiten Studienjahr). Die tierärztlichePrüfung besteht aus 20 Prüfungen, die in den Semestern fünfbis elf stattfinden und nach dem 11. Fachsemester abgeschlossen sind.8. Berufseinsatz:Der Einsatz erfolgt als Tierarzt/Tierärztin in den verschiedenenAufgabenbereichen der tierärztlichen Tätigkeit, z. B. in der Groß- bzw.Kleintierpraxis, als Tierarzt in der Lebensmittelüberwachung sowie imUmweltschutz, als Schlachthoftierarzt, als Amtstierarzt sowie alsMitarbeiter in Kliniken, Instituten und Forschungsabteilungen.PromotionAn der Fakultät besteht die Möglichkeit, sich nach dem Studium durcheine wissenschaftliche Arbeit zum Dr. med. vet. zu qualifizieren. Etwa60 % der Absolventen machen von dieser Möglichkeit Gebrauch. Hierfürsind in aller Regel ca. zwei Jahre zu veranschlagen.Die Übergabe der Promotionsurkundenfindet zweimal jährlich in feierlichemRahmen statt: im Sommersemester imRatsplenarsaal des Rathauses, imWinter-semester am dies academicus (2.Dezember) in der Alten Handelsbörse(siehe Abbildung).FachtierarztDurch eine höchstens 5-jährige Tätigkeit an einem Institut oder einerKlinik können die Voraussetzungen zum Erwerb des (fachspezifischen)Fachtierarztes nachgewiesen werden. Die Promotionszeit kann in allerRegel angerechnet werden. Die Prüfung findet dann vor einem Ausschussder zuständigen Tierärztekammer statt.Das Studium der Veterinärmedizin in Leipzig:neues Recht und neue WegeWie in den meisten anderen Studienfachrichtungen wird auch in der Veterinärmedizinnicht nur in Deutschland sondern in Europa diskutiert,welche Folgerungen sich aus den Bologna-Beschlüssen ergeben. Ein wesentlichesZiel von Bologna ist die Förderung der Mobilität der Studierendenund Absolventen auf europäischer Ebene. Dieser Anspruch ist fürdie Veterinärmedizin schon seit langem definiert und wird erfolgreichumgesetzt. Grundlage der Qualitätssicherung der Lehre in der Veterinärmedizinin Europa ist eine regelmäßige Evaluation und demnächstauch Akkreditierung der Bildungsstätten durch die E.A.E.V.E. (EuropeanAssociation of Establishments for Veterinary Education), den europäischenDachverband der Fakultäten. Die Veterinärmedizinische Fakultätder Universität Leipzig ist bereits im Jahr 1998 erfolgreich evaluiert worden,allerdings wurde durch die Evaluierungskommission auch Kritikgeäußert und es wurden Verbesserungsmöglichkeiten aufgezeigt, denensich die Fakultät aktuell stellt.Bei allem Bemühen um Evaluierung und Optimierung des Studiums kannaber nicht ignoriert werden, dass es sich bei der Tiermedizin in Deutschlandum einen Staatsexamensstudiengang handelt, der durch Bundesrechtin seinen Inhalten und seinem Ablauf geregelt ist. Die Einführungvon Bachelor- und Masterabschlüssen ist darin explizit nicht vorgesehenund kann daher weder in Leipzig noch in den anderen vier Bildungsstättender Veterinärmedizin realisiert werden.Dies ändert sich auch mit der erst vor kurzem durch den Gesetzgeber inKraft gesetzten Tierärztlichen Approbationsverordnung (TAppV vom 27.Juli 2006) nicht, allerdings werden nun den Bildungsstätten wesentlichgrößere Freiräume in der Ausgestaltung des Studiums eingeräumt. Dennochwird das Studienziel beibehalten: das Staatsexamen als Voraussetzungzur Approbation von Tierärzten, die in der ganzen Breite des Fachesausgebildet sein müssen.Zur Prüfung der mit der neuen Rechtsgrundlage entstandenen Optionenund Erarbeitung eines reformierten Curriculums wurde Anfang 2006 vonder Veterinärmedizinischen Fakultät eine Arbeitsgruppe installiert. Mittlerweilesind die Planungen praktisch abgeschlossen und eine neue


Studienordnung sowie eine Prüfungsordnung sind in Vorbereitung. Auchwenn die zuständigen Gremien über den neuen Studienablauf noch nichtbeschlossen haben, sollen im Folgenden die wesentlichen Überlegungenzur geplanten Studiengangsreform dargestellt werden.Nach wie vor ist rechtlich festgelegt, dass das Studium in einen vorklinischenAbschnitt, der nach dem 4. Semester mit der TierärztlichenVorprüfung (Physikum) abgeschlossen wird, und einen klinischen Abschnittaufgeteilt ist. Im klinischen Abschnitt waren bislang in fixiertenZeiträumen die drei Abschnitte der Tierärztlichen Prüfung im Regelfallmündlich abzulegen. Mit der neuen TAppV können die Prüfungsform(mündlich, schriftlich, multiple choice) und der Zeitpunkt der Prüfungwesentlich flexibler an die Erfordernisse des jeweiligen Prüfungsfachesangepasst werden. Es sind nun auch Teilprüfungen und für die Prüfunganrechenbare studienbegleitende Leistungskontrollen möglich.Eine Forderung der E.A.E.V.E. und im Prinzip auch von Bologna ist einestärkere Vernetzung von Lerninhalten über Fächergrenzen hinweg. DiesesZiel wird intensiv mit Inkraftsetzung der TAppV an unserer Fakultätverfolgt. Konkret bedeutet dies, dass wir, wo es möglich und sinnvoll ist,den Weg des an der Disziplin orientierten Unterrichts verlassen und wesentlicheAnteile der Lehre ab dem kommenden Wintersemester themenorientiertin interdisziplinären Modulen anbieten werden. Beispielsweisewird es einen Modul zu den Herzerkrankungen geben, in demLehranteile aus den Kliniken der Fakultät mit den Fächern Physiologie,Pathologie, Pharmakologie und Parasitologie aufeinander inhaltlich abgestimmtund miteinander verzahnt sind. Unter anderem wird über dieModule auch die traditionell strikte Trennung zwischen Vorklinik undKlinik durchbrochen, was durchaus den berechtigten Erwartungen aneine moderne Lehre entgegenkommt. Mehr als 25 solcher Module, die einenStundenumfang von jeweils etwa 20 bis ca. 140 Stunden haben, solles im neuen Studiengang Veterinärmedizin geben. Die Lernziele werdenfür jedes Modul definiert und der Lernerfolg wird in studienbegleitendenLeistungskontrollen bewertet, die auf die verbindlich in der TAppV festgeschriebenenPrüfungen angerechnet werden. Es wird also in Zukunftein substanzieller und sicherlich noch zunehmender Anteil des Studiumsfächerübergreifend gelehrt und geprüft werden.Zwei weitere Kernpunkte des reformierten Studiengangs sind die Konzentrationder naturwissenschaftlichen Grundlagenfächer Physik, Chemie,Botanik und Zoologie auf das 1. Semester mit anschließender Prüfungim Vorphysikum (bisher 2 Semester) und die Einführung eines Klinisch-praktischenJahrs im 9. und 10. Semester. In das Klinisch-praktischeJahr sollen die extramurale Ausbildung der Studenten in Form vonPraktika und ein großer Teil des klinischen Unterrichts in der Fakultäteingehen. Damit soll der Erwartung der E.A.E.V.E. und auch der Berufsverbändean die Universität, dass die Ersttagskompetenz der Absolventenbesser gefördert wird, entsprochen werden. Weiterhin sollen die bislangüber die Semester verteilten Wahlpflichtstunden im Klinisch-praktischenJahr zu Schwerpunkten zusammengefasst werden, die sich zielgerichtetund wiederum disziplinenübergreifend und themenbezogen mitbestimmten Fragestellungen beschäftigen. Die drei Elemente Praktika,klinische Ausbildung und Wahlpflichtschwerpunkte sollen in einemRotationssystem miteinander verschaltet werden. Schließlich gibt es nochdie Überlegung, einen Teil der Wahlpflichtstunden für eine studentischeProjektarbeit einzusetzen. Hier sollen einzelne Studenten oder Gruppenin tutoriell begleiteter Eigenarbeit ein konkretes Thema bearbeiten undanschließend hochschulöffentlich vorstellen.Auch wenn in Deutschland aus übergeordneten Gründen weder Bachelornoch Master in der Veterinärmedizin in absehbarer Zeit umgesetzt werdenkönnen, stellt sich doch die Veterinärmedizinische Fakultät der UniversitätLeipzig den Erwartungen, die an eine moderne Lehre gestelltwerden. Unabhängig davon ist die Harmonisierung und Anerkennungdes Studiums in Europa über die E.A.E.V.E. seit langem realisiert, so dassdiese Forderung des Bologna-Prozesses in der Veterinärmedizin bereitsvorweg genommen wurde und keine durch das Studium begründetenMobilitätshemmnisse für Tierärzte in Europa bestehen. Das reformierteStudium wird sich wesentlich vom bisherigen Curriculum unterscheiden.Mit der Flexibilität, die die TAppV uns bietet, können Stärken derFakultät betont und das eigene Profil in Konkurrenz mit den anderenBildungsstätten in Deutschland weiter geschärft werden. Das Ziel wirdund muss es bleiben, Tierärzte auszubilden, die in der Breite der Anforderungenund bei steigenden Erwartungen von Tierbesitzern und Öffentlichkeitan den Berufsstand erfolgreich im europäischen Umfeld bestehenkönnen.


Die FakultätsbibliothekDie Bibliothek der Veterinärmedizinischen Fakultät ist eine Zweigstelleder Universitätsbibliothek Leipzig und über einen Personal-Computeran deren zentralen Katalog angeschlossen. Die Fakultätsbibliothek stehtunter Leitung einer Bibliothekarin, Frau Ingrid Pustlauk, die von einerteilbeschäftigten Bibliotheksmitarbeiterin und einer studentischen Hilfskraftunterstützt wird.Die Zweigstelle ist eine Ausleihbibliothek mit eigenständiger Erwerbung,Erschließung, Bereitstellung und Verwaltung der zu Studien-, Lehr- undForschungszwecken dienenden veterinärmedizinischen Fachliteratur(Fach- und Lehrbücher, Monographien sowie Zeitschriften) für die Studentenund Wissenschaftler der Fakultät. Die Bestände der Fakultätsbibliothekwerden jedoch auch anderen Einrichtungen der Universitätund der Region sowie national und international im Rahmen derFernleihe (als Kopien) zur Verfügung gestellt.Zum Gesamtbestand gehören derzeit ca. 50.000 Bände, von denen 20.000Bände zentral in der Fakultätsbibliothek, die anderen in den Institutenund Kliniken der Fakultät untergebracht sind. Gegenwärtig werden 154laufende Zeitschriften aus Deutschland und 17 ausländischen Staatenbezogen. Es erfolgt die Sammlung der an der Fakultät angefertigtenDissertationen und Habilarbeiten mit z. Z. etwa 4.500 Belegexemplaren.Der Präsenzbestand der „Studentenbibliothek“ (mindestens einExemplar, zum Teil bis zu 10 Exemplaren der wichtigsten Lehrbücher)umfaßt gegenwärtig 1.000 Bände für alle an der Fakultät gelehrtenFachgebiete.Gegenwärtig sind ca. 1.250 Leser als ständige Nutzer an der Fakultätsbibliothekeingetragen. An den 250 Öffnungstagen pro Jahr werden täglichim Mittel 80 Entleihungen vorgenommen, 6 Fernleihbestellungenrealisiert und 20 Auskünfte über Bezugsquellen im Leihverkehr erteilt.Der Lesesaal mit 24 Plätzen sowie die zur Aufstellung der Bibliotheksbeständevorhandene Magazinfläche reichen gegenwärtig für die Versorgungder Studenten und Wissenschaftler mit Fachliteratur nicht mehraus. Ein Neubau ist im Planungsstadium.Öffnungszeiten: Mo - Do: 9 - 12 und 13 - 18 Uhr, Fr: 9 - 12 und 13 - 16 UhrTel: 0341 / 97 30 623e-mail: zbvetmed@ub.uni-leipzig.deStudentisches Leben an der FakultätJedes Jahr im Oktober reisen ca. 150 junge Menschen aus ganz Deutschlandan, um in Leipzig ihr veterinärmedizinisches Studium zu beginnen. Umihnen den Einstieg zu erleichtern, werden sie am ersten Tag von Dekan,Prodekan und Studiendekan und den Drittsemestern begrüßt. Die Studentenzeigen ihnen das Fakultätsgelände und stehen für die vielen Fragenrund um das künftige Studium zur Verfügung. Beim anschließendenGrillen zeigt sich dann, daß neben allen Anstrengungen und Prüfungshürdendas Studieren in Leipzig auch noch viele andere nette Seiten hat.Im Laufe der Jahre haben sich an der Fakultät viele weitere schöne Traditionenentwickelt. In der 2. Studienwoche laden die Hochschullehrer dieNeuimmatrikulierten zu einem Kennenlernabend ein. Bei Bier und einemImbiss besteht Gelegenheit, mit den Professoren und Dozenten ersteKontakte zu knüpfen. Im WS findet auch eine Weihnachtsfeier derStudenten statt.Ein Spezifikum und ein alljährlicher Höhepunkt an der Leipziger Fakultätist das Bergfest. Im Mai feiert das 6. Semester die Hälfte des Studiumsund das bestandene Physikum. In Wettspielen messen sich die Professoren,Dozenten und Lehrkräfte. Seit einigen Jahren strahlt das Bergfestauch auf andere veterinärmedizinische Fakultäten aus. So fuhren lustigsingende Leipziger nach Bern, Gießen und Hannover. Zum Abschlußfindet der Bergfestball statt, zu dem auch alle Eltern willkommen sind.Hat man es dann endlich geschafft, sich Tierarzt nennen zu dürfen,werden noch einmal alle Eltern, Hochschullehrer und Mitstudenteneingeladen, um dem Studium einen würdigen Abschluß zu geben (Exma-Ball).Auch außerhalb der Fakultät sind Tiermedizinstudenten aktiv an derGestaltung des Leipziger studentischen Lebens beteiligt. TV - SektionTierproduktion und Veterinärmedizin. So hieß die Fakultät vor der Wende.Und so heißt auch heute noch einer der ältesten Studentenklubs Leipzigs.Alternativ geht man in die „Schwemme“. Sonntag bis Mittwoch wartetder kleine, aber freundliche Studentenklub im Wohnheim „Straße des 18.Oktober“ auf seine Gäste. TV-HELAU heißt es beim besten Fasching(zumindest nach „Vetti“-Meinung) zweimal im Jahr im Anker.Nach all dem vielen Lernen und Feiern sind sportliche Aktivitäten einewillkommene Abwechselung. Auf dem fakultätseigenen Sportplatz werdenFußballturniere ausgetragen, wobei jedes Studienjahr nicht nur einemännliche Mannschaft stellt...


Kulturelle und sportliche MöglichkeitenDie Universität Leipzig bietet ihren Studierenden und Mitarbeitern eineVielzahl von Möglichkeiten für kulturelle und sportliche Aktivitäten.Wesentlichen Anteil am kulturellen Leben der Universität Leipzig habender Leipziger Universitätschor sowie das Pauliner Kammerorchester.Durch regelmäßige Aufführungen, durch Konzertreisen im In- undAusland sowie durch Funk- und Schallplattenproduktionen wurde derUniversitätschor über Leipzig hinaus bekannt. Einen besonderen Höhepunktstellen die Universitätsmusiktage dar, auf denen neben dem LeipzigerUniversitätschor und dem Pauliner Kammerorchester weitere ander Universität Leipzig beheimatete Musikemsembles auftreten: das AkademischeOrchester Leipzig e. V., das Kammermusikensemble „FranzSchubert“, die „Musici delectans“ u. a.. In Leipzig bestehen weitereakademische bzw. studentische Vereine und Ensembles. Zu diesenKulturgruppen gehören das international bekannte Collegium Vocaleder Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix MendelssohnBartholdy“, das Blaswerk-Studentenblasorchester Leipzig e. V., der ChorVivat Academia e. V., die Studiobühne Leipzig sowie das StudentenkabarettK.NOR.K.E.Die Universität Leipzig verfügt mit ihren kunst- undkulturgeschichtlichen sowie naturwissenschaftlichen Sammlungen übereinen einzigartigen und breiten Fundus an Kunstgegenständen undkostbaren Exponaten.Bei der Aufzählung der kulturellen Angebote für die Studierenden darfdie „Moritzbastei“ nicht vergessen werden. Das allabendliche Programmdieses einzigartigen Studentenclubs (in einer verschütteten ehemaligenBefestigungsanlage aus dem 16. Jahrhundert) reicht von Rock, Pop, Jazzbis zu off-Theater, Film- und Leseabenden und Streitgesprächen.Das Zentrum für Hochschulsport bietet in jedem Semester ein umfangreichesund vielseitiges Sportprogramm für die Studierenden an. Dabeihandelt es sich überwiegend um breitensportlich orientierte Veranstaltungen,aber auch leistungsbezogenes Training und Wettkampfmöglichkeitensowie Workshops und Sporturlaube. Der Allgemeine DeutscheHochschulsportverband veranstaltet in über 30 Sportarten nationaleHochschulmeisterschaften. Bei deutschen und sächsischen Meisterschaftensind alle Studierenden und Mitarbeiter der Universität Leipzigstartberechtigt. Für Teilnehmer aus den Breitensportangeboten werdenzahlreiche hochschulinterne Turniere und andere Wettbewerbeorganisiert.AdressenUniversität LeipzigDekanat der Veterinärmedizinischen FakultätAn den Tierkliniken 1904103 LeipzigSekretariat:Ina ScherbaumTel: 0341 / 97 38 000Fax: 0341 / 97 38 099E-Mail:Website:Dekan:Prodekan:Studiendekan:dekanat@vmf.uni-leipzig.dewww.vmf.uni-leipzig.deProf. Dr. Karsten FehlhaberProf. Dr. Gotthold GäbelProf. Dr. Arwid DaugschiesStudienberatung: Studiendekan und Studiensekretariat (siehe Seite 16)Ansicht des Fakultätseingangs aus dem Jahr 1923


StudiendekanProf. Dr. Arwid DaugschiesTel.: 0341 / 97 38 080Fax: 0341 / 97 38 099e-mail:daugschi@vmf.uni-leipzig.deSprechzeiten:nach VereinbarungStudiensekretariatChristine Große-UhlmannTel.: 0341 / 97 38 004Fax: 0341 / 97 38 099e-mail:cuhlmann@vmf.uni-leipzig.deSprechzeiten:Mo, Fr : 09:00 - 11:30 UhrDi, Do: 09:00 - 11:30 Uhr13:00 - 15:00 UhrPrüfungsamtBärbel ReimerTel.: 0341 / 97 38 003Fax: 0341 / 97 38 099e-mail:b.reimer@vmf.uni-leipzig.deSprechzeiten:Mo, Di, Do: 9:00-11:30 UhrLandesprüfungsstelle: Sächs. Staatsministerium für Soziales, Gesundheit,Jugend und Familie, Albertstr. 10, 01097 Dresden Tel.: 0351 / 5645768