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Karin LangeMobbingMOBBINGam ArbeitsplatzDie Arbeitskollegen kann man sich bekanntlich nicht aussuchen. Eine Arbeitsgruppeist fast immer eine Zwangsgemeinschaft. Immerhin arbeitet man nichtzusammen, weil man sich mag, sondern weil bestimmte Aufgaben gelöst werdensollen. Fühlt sich ein Mitarbeiter in dieser Zwangsgemeinschaft nicht wohl,so kann er nicht einfach gehen. Es sei denn, es findet sich relativ schnell einneuer Arbeitsplatz, der aus einer angenehmeren Arbeitsgruppe besteht. Grundsätzlichtritt Mobbing in freiwilligen Zusammenschlüssen nur selten auf, wiezum Beispiel Sportvereinen oder Freizeitclubs. Aus dem einfachen Grund, weilderjenige, der sich nicht akzeptiert fühlt, sich einen anderen Verein oder einanderes Hobby suchen kann. Eine Voraussetzung für Mobbing stellen die festenRahmenbedingungen des Arbeitslebens dar.Was ist unter Mobbing zuverstehen?Der Begriff leitet sich aus dem englischen„to mob“ ab, das gleichzusetzen ist miteinem Bedrängen, Angreifen, Attackieren(Neuberger 1999). In der Bezeichnung„mobile vulgus“ liegt mit hoher Wahrscheinlichkeitder Ursprung des Wortes.Übersetzt heißt das „aufgewiegelte Volksmenge,Pöbel“ (Premper, 2002). Heutespricht man meistens schon in Verbindungmit einzelnen Streitereien oder Beleidigungenvon Mobbing. Die eigentliche Bedeutungdes Begriffes wird verharmlost bzw.das Problem verniedlich.Im Verlauf eines Arbeitstages begegnensich Kollegen und es wird viel kommuniziert– überwiegend fachlich, jedoch auchprivat. In jedem Arbeitsfeld gibt es einekonfliktbelastete Kommunikation. HerrSchulze ist im Stress und faucht seine KolleginFrau Müller an: „Können Sie nichtdie Tür zumachen, oder haben Sie bei sichzu Hause Säcke vor den Türen!“ OhneWorte ist eine konfliktbelastete Kommunikationauch möglich. Verweigert HerrSchulze der Kollegin den Gruß oder erredet demonstrativ über ihren Kopf hinweg,so als sei sie Luft, ist die Kommunikationebenfalls konfliktbelastet. In demZusammenhang stellt sich die Frage, obdas schon Mobbing ist? In dem Fall müsstedie konfliktbelastete Kommunikationüber einen längeren Zeitraum andauern.Grüßt Herr Schulze seine Kollegin bereitsseit einer Woche nicht mehr, ist es mehrals ein normaler Streit. Wird dieses Verhaltenseit Monaten praktiziert, wird FrauMüller darunter leiden. Entwickelt sichdie Situation wie folgt weiter, dass diegesamte Arbeitsgruppe aufhört Frau Müllerzu grüßen, entsteht ein enormer psychischerDruck. Spätestens dann handeltes sich um ein Mobbing.Ein Mobbing kann man sich konkret wiefolgt vorstellen: Kommt der betreffendeKollege ins Zimmer, verstummen dieGespräche, die Tür wird vor der Nasegeschlossen, die Erklärung der Arbeitsabläufeerfolgt unzureichend, so dass es Problemegeben muss, oder die Arbeit wirddem Kollegen ganz entzogen. Für die Dinge,die es schon lange gibt, ist Mobbingder bekannte Begriff: Ignorieren, Einschüchtern,Bloßstellen, Intrigen spinnen(Schröter, 2000).Ursachen und Motive fürMobbingFür Mobbing gibt es verschiedene Ursachenund Motive. Die Zielgruppe derMobbingopfer ist genauso unterschied-lich wie das Persönlichkeitsprofil derSchikanetäter. Die Täter des Mobbingsverfolgen unterschiedlichste Ziele. Stelltman den Versuch einer Kategorisierungan, ist zu unterscheiden zwischen der• Schikane durch den Arbeitgebergegenüber dem Beschäftigten,• Schikane durch den Vorgesetztengegenüber dem Untergebenen,• Schikane durch Kollegen untereinander,• Schikane durch Mitarbeiter gegenüberihren Vorgesetzten („am Stuhl sägen“)oder ihrem Arbeitgeber und• Schikane durch Außenstehende (z.B.Leiharbeitnehmer, Wettbewerber, Zulieferanten).1. Führungskräftegegen MitarbeiterFührungskräfte (Arbeitgeber und Vorgesetzte)können mitunter das Ziel verfolgen,durch Schikanemaßnahmen Mitarbeiterzu disziplinieren, einen Informationsvorsprungzu behalten oder zu errei-23

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