Quartier - Obergrund

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Quartier - Obergrund

5 Quartierverein Obergrund

Stadion-Besichtigung

Fussball-Baustelle


Mit 30 Interessierten rechnete der Vorstand, die

sich detailliert über die im Bau befindliche Swisspor-Arena

informieren wollten. Beinahe drei Mal so

viele, genau 84, machten vom Angebot des Quartiervereins

Gebrauch, verbilligt durch die Baustelle

geführt zu werden. Abgesehen von der Neat hat

sich Luzerns neues Fussballstadion zur meistbesuchten

Baustelle der Schweiz entwickelt

Text: Peter Laube Bilder Irma Steinmann

Gewaltiges Dach

Keine Träger versperren die Sicht auf den grünen

Rasen, denn die Dachträger, 24 an der Zahl, sind

ausserhalb der Arena angebracht. Jeder von ihnen

kann 5000 Tonnen Last tragen. Bildlich gesprochen:

das Dach ist so ausgelegt, dass es selbst

eine Nassschneedecke von 1 Meter 80 tragen

könnte – und Nassschnee wird in Luzern nie so

hoch. Im Erdgeschoss der Haupttribüne sind die

Garderoben des FCL (oder, bei einem Länderspiel,

der Nationalmannschaft) und des Gastteams.

Für den FCL werden zudem Massage­ und

Saunaräume eingerichtet. Im Rund der Arena

steht das Erdgeschoss auch andern Vereinen zur

Verfügung. Die Arena wird aussen goldfarben

eingekleidet, so wie auch die beiden Hochhäuser

und das Multifunktionsgebäude mit dem Hallenbad,

dem M­Fitnesscenter und dem Migros­Laden.

So entsteht eine optische Einheit.

Höchster Standard

Nach Fifa­Normen erhält die Swisspor­Arena

Bestnoten. Dazu trägt bei, dass die wenigen Stehplätze,

die es bei FCL Meisterschaftsspielen gibt,

bei internationalen Begegnungen in Sitzplätze

umgewandelt werden können. Sofern Luzern

kein Länderspiel erhält, ist das allerdings vorerst

kein Thema, denn der Wintermeister FCL konnte

sich ja nicht für einen europäischen Wettbewerb

qualifizieren.

Verpflegungsstände und WC­Anlagen gibt es

rund ums Stadion auf Höhe der Eingänge ins Stadioninnere.

Wer weiter oben sitzt, findet dies na­

Oben: Blick auf

Tribünenunterbau

von künftigem

Stehplatz aus

Links sieht man

die noch unverklei-

deten Stahlträger

türlich auch dort. Zu Oberst sind die Logen für

VIPs. Bei unserem Besuch hatte es noch keinen

Rasen. Die Rohre der Rasenheizung waren sichtbar.

Noch tiefer liegen die Rohre für die Bewässerung.

Beleuchtet wird das Spielfeld etwa zu 80

Prozent von der Flutlichtanlage. Die Leuchten

unter dem Dach sorgen für eine gute Sichtbarkeit

von Grundlinien und Seitenlinien. Das Dach hält

also, im Gegensatz zu früher, einen Teil des

Lärms und auch des Lichts im Stadion zurück.

Verspätung

Nach den ursprünglichen Plänen hätte der FCL

die vergangene Rückrunde bereits in der Swisspor­Arena

gespielt. Jetzt wird hier erstmals am

31. Juli das Spiel gegen den FC Thun ausgetragen.

Anfangs August gibt es für die Bevölkerung zwei

Tage der offenen Tür. Das offizielle Eröffnungsspiel

wird am 3. September gegen den Hamburger

SV gespielt.

Irgendwann soll noch der Klotz erstellt werden,

das so genannte Kunstwerk. Aus Sicherheitsgründen

hoffen die Verantwortlichen des

FCL, dass dieser so klein und so weit weg vom

Stadion wie möglich gebaut wird.

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