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Sicherheit

durch

Sachwerte

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Proven Oil Canada

Thema


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Muss nicht sein...

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Sehr geehrte Leserin, sehr geehrter Leser,

Sicherheit durch Sachwerte. Das klingt erst einmal gut. Aber

was bedeutet eigentlich Sicherheit? Gesicherte Renditen oder

„nur“ Kapitalerhalt? Bedeutet Sicherheit, dass meine Rendite

auch dann garantiert ist, wenn Kriege, Wirtschaftskrisen oder

Naturkatastrophen die Wirtschaft und den Welthandel gefährden?

Mit Sicherheit nicht!

Nehmen wir den Markt der Schiffsbeteiligungen. Hier kamen

viele Faktoren zusammen: die Finanzkrise, die Flaute des Welthandels,

der Überhang bereits georderter Schiffsneubauten,

die Kreditklemme der Banken und die Gier einiger weniger

Emissionshäuser, die auch schlecht kalkulierte Schiffe noch auf

den Markt werfen wollten. Das Resultat ist einer der größten

Imageschäden der Geschlossene-Fonds-Branche. Waren es

vorher ein paar unseriöse Dubai-Fonds, eine Riesenradbeteiligung

oder das Wegfallen des Steuervorteils von Medienfonds,

so trifft es hier zum ersten Mal und mit voller Wucht ein

ganzes Segment, welches zudem früher als absolut sicherer

Renditebringer eingestuft wurde. Die Branche darf sich nicht

in den Sog der sinkenden Schiffe mit hineinziehen lassen. Die

Zahlen der Leistungsbilanzen sprechen seit Jahrzehnten für

die gute Arbeit der meisten Emissionshäuser. Selbst in Krisenjahren

erwirtschaftete die Mehrheit aller Beteiligungen noch

Inhalt

procontraThema

Gewinne, die an die Anleger ausgezahlt werden konnten. Und

eingesetztes Kapital ging außer bei den bereits erwähnten

unrühmlichen Ausnahmen nie verloren. Wenn das andere Anlageklassen

für die letzten zehn bis zwölf Jahre auch von sich

behaupten könnten! Geschlossene Fonds sind unternehmerische

Beteiligungen, mit Chancen und Risiken. Hohe Renditen

bedeuten in der Regel auch höheres Risiko, dessen muss man

sich bewusst sein. Der guten Arbeit der meisten der Emissionshäuser

haben wir es zu verdanken, dass Sachwertbeteiligungen

wirklich vergleichsweise viel Sicherheit bieten. Kapital

wird erhalten, meistens inflationsgeschützt und Renditen

prognosegemäß ausgeschüttet, oft sogar übertroffen.

Ihre Aufgabe ist es, die Spreu vom Weizen zu trennen. Setzen

Sie nicht nur auf ein Pferd. Diversifizieren Sie das Portfolio Ihrer

Kunden nicht nur mit einer Beteiligung, sondern setzen Sie

auf verschiedene Segmente. Stellvertretend für viele attraktive

Märkte und Angebote stellen wir gemeinsam mit vier Emissionshäusern

vier Märkte vor. Die einen mit höheren Renditen,

die anderen mit maximaler Sicherheit. Mal mehr, mal weniger

Laufzeit. Für jeden Anlagetyp ist etwas dabei.

Es grüßt Sie Ihre procontra-Redaktion

Keine Stimmungsaufhellung bei geschlossenen Fonds ........................................................................4

Hat die Branche ein Imageproblem? .....................................................................................................6

Market Maker ........................................................................................................................................12

Renditeschubwerk .................................................................................................................................14

Trendprodukt Rohstoff .........................................................................................................................16

Holland-Immobilienfonds: sicher, nachhaltig und ertragreich investieren .......................................18

Prospektübersichten .............................................................................................................................20

Glossar ....................................................................................................................................................22

procontraThema

ist eine Verlags-Sonderveröffentlichung der

Alsterspree Verlag GmbH in Kooperation mit

Immobilien Scout GmbH

Schumannstraße 17

10117 Berlin

Telefon: +49 (0)30 21 96 08 30

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Verantwortlich für diese Ausgabe i. S. d. P.:

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© 2012 Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck,

Aufnahme in Online-Dienste, Internet und

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procontraThema

Keine Stimmungsaufhellung

bei geschlossenen Fonds

Scope befragt regelmäßig Vermittler und Initiatoren geschlossener Fonds. Das Ergebnis der

aktuellen Umfrage: Auch für das Jahr 2012 sehen die Emittenten die Marktlage skeptisch.

Initiatoren sind pessimistischer

als Vermittler

Nur jeder fünfte der befragten Initiatoren

rechnet mit einem Anstieg des Eigenkapitalplatzierungsvolumens

für den Gesamtmarkt.

Fast zwei Drittel hingegen

erwarten stagnierende Absatzzahlen in

diesem Jahr. 16 Prozent der Befragten

rechnen sogar mit einem sinkenden

Platzierungsvolumen. Leicht besser ist

die Stimmungslage bei den Vermittlern

geschlossener Beteiligungen. Fast ein

Drittel rechnet für den Gesamtmarkt

mit einem höheren Platzierungsvolumen

4

im Vergleich zu 2011. Vier von zehn Vermittlern

erwarten Stagnation. Immerhin

ein Viertel der Befragten rechnet mit

sinkenden Absatzzahlen für die Gesamtbranche.

Mangelnde Verfügbarkeit

attraktiver Investitionsobjekte

Die von Initiatoren und Vermittlern angegebenen

Gründe für ihre Einschätzung

der Marktlage sind vielfältig. Vor allem die

Risikoängste der Kapitalanleger, die generelle

Zurückhaltung insbesondere bei

erklärungsbedürftigen Produkten sowie

Unsicherheiten durch die anstehende Regulierung

werden von den Fondshäusern

genannt. Auf der Angebotsseite bereitet

Emittenten vor allem die mangelnde Verfügbarkeit

guter Investitionsobjekte Sorgen.

Auch die Zurückhaltung der Banken

spielt weiterhin eine Rolle. Sieben von

zehn der befragten Emissionshäuser

sehen sich mit Schwierigkeiten bei Zwischenfinanzierungen

konfrontiert.

Vermittler vermissen

qualitativ hochwertige Produkte

Die Vermittler wiederum machen vor

allem ein zu geringes Angebot an geeigneten

Fonds aus. Zwar würden teilweise

gut konzipierte Produkte angeboten. Auf

der anderen Seite gibt es nach Ansicht der

Befragten aber nach wie vor zahlreiche

Fonds, deren Qualität oder deren Renditenprognosen

nicht überzeugen können.

Es muss allerdings erwähnt werden, dass

sich Fonds mit höheren Renditen und geringen

Risiken – wie sie derzeit vom Vertrieb

gewünscht sind – mit der aktuellen

Situation auf den Beschaffungsmärkten

kaum darstellen lassen. Eine Immobilie

in sehr guter Lage mit einem Mieter hoher

Bonität hat ihren Preis. Renditen von

deutlich über 5 Prozent sind mit solchen

Investments derzeit kaum möglich.

Trend zu mehr Transparenz

Für den Vertrauensschwund und die Zurückhaltung

der Anleger sind nach Ansicht

der Berater darüber hinaus auch

die hohe Anzahl insolventer Fonds und

Foto: Nejron Photo/fotolia.com


mangelnde Transparenz verantwortlich.

In der aktuellen Befragung gaben 70

Prozent der Vermittler an, dass die Vertrauenskrise

eines der wichtigsten Themen

im Markt der geschlossenen Fonds

sei. Auch Scope sieht in der mangelnden

Transparenz – vor allem während der

Fondslaufzeit – einen Hauptgrund für

die Krise, in der sich der geschlossene

Fonds als Kapitalanlageprodukt befindet.

Hier muss ein Umdenken innerhalb

der Branche stattfinden, um verloren gegangenes

Vertrauen zurückzugewinnen.

Gegenwärtig ist zu beobachten, dass sich

zumindest ein Teil der Fondsemittenten

intensiv mit diesem Thema beschäftigt

und beispielsweise dem kontinuierlichen

Asset-Management und der fortlaufenden

Anlegerkommunikation während der

Fondslaufzeit eine größere Bedeutung

beimessen.

Interesse an Sachwerten nährt

Hoffnungen auf Marktbelebung

Neben aller Kritik und pessimistischen

Ausblicken gibt es durchaus auch

Geplane Aktivitäten im Jahr 2012

nach Segmenten

Immobilien

60,3 %

95,4 %

Energie

39,7 %

72,1 %

Flugzeuge

15,1 %

62,8 %

Mobilien

12,3 %

51,2 %

Schiffe

12,3 %

41,9 %

Emittenten

Rohstoffe

Vermittler

12,3 %

32,6 %

Portfolio

11 %

15,1 %

Infrastruktur

11 %

11,6 %

Private Equity

9,6 %

16,3 %

procontra

Quelle: Scope-

Jahresstudie 2011/2012_

Mehrfachnennungen

möglich_Alle Angaben

beziehen sich auf die

Gesamtheit der befragten

Emissionshäuser

(73) zu geplanten

Emissionsaktivitäten und

Vermittler (87) zu im Fokus

stehenden Segmenten bzw.

Zielmärkte.

Lichtblicke. Vor allem das grundsätzlich

hohe Anlegerinteresse an Sachwertanlagen

ist sowohl für Vermittler

als auch für Initiatoren ein Grund,

auf eine Verbesserung der aktuellen

Marktlage zu setzen. Auch die hohe

Liquidität und der damit verbundene

Anlagedruck bei vielen Investoren geben

Anlass zu Optimismus. Nichtsdestotrotz

gehen auch die Optimisten davon

aus, dass sich die Verunsicherung

am Markt nur langsam auflösen wird.

Konkret erwartet die Mehrzahl der

Vertriebe für das Jahr 2012 eine Stabilisierung

der Marktlage auf niedrigem

Niveau.

Deutsche Immobilien stehen

weiter im Fokus

Scope hat die Emittenten geschlossener

Beteiligungen auch nach geplanten

Aktivitäten befragt. Das

Erge bnis: Mehr als 60 Prozent der

Emissionshäuser wollen in diesem Jahr

im Immobiliensegment aktiv werden –

der Großteil setzt dabei auf deutsche

Objekte. Auch bei den Vermittlern

sind Immobilienfonds mit deutschen

Objekten derzeit das Maß aller Dinge.

Aktuell planen neun von zehn Beratern

Vertriebsaktivitäten im Segment

Immobilienfonds Inland.

procontraThema

Erwartungen für die Eigenkapitalplatzierung im Gesamtmarkt 2012

Emittenten geschlossener Fonds

Vermittler geschlossener Fonds

63 % gleich

20,6 % höher

16,4 % niedriger

40,7 % gleich

31,4 % höher

24,4 % niedriger

3,5 % keine Angaben

Quelle: Scope-Jahresstudie 2011/2012

Alle Angaben beziehen sich auf die Gesamtheit der befragten Emissionshäuser (73) und Vermittler (87) Geschlossener Fonds.

Schiffe weiter in schwerer See

Während Immobilien in der Gunst

der Anbieter und Vermittler weiter

zulegen können, fallen Schiffsfonds

aktuell drastisch zurück. Nur noch

jeder achte Initiator plant, in diesem

Jahr einen Schiffsfonds aufzulegen. Vor

einem Jahr waren es noch mehr als 34

Prozent. Bei den befragten Vertrieben

lässt sich ebenfalls ein Einbruch beobachten.

Die schlechten Aussichten

für das Schiffssegment sind vor allem

auf die zahlreichen negativen Meldungen

über Fonds in Schieflage zurückzuführen.

Die Signale auf den

globalen Schifffahrtsmärkten deuten

auch nicht auf eine schnelle Erholung

hin.

Wind statt Sonne bei Energiefonds

Energiefonds erzielten bei der diesjährigen

Marktbefragung mit 40 Prozent

einen ähnlich hohen Zustimmungswert

bei Initiatoren wie im Vorjahr. Interessant

dabei: Während die Anzahl der

Emittenten, die auf Fotovoltaik setzen,

vergleichsweise konstant blieb, stieg der

Anteil bei Windenergie deutlich bei allen

Befragten an. Fast 70 Prozent aller

Anbieter, die in diesem Jahr im Bereich

Energie aktiv werden wollen, setzen

auch auf Windkraft.

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procontraThema

Hat die Branche

ein Imageproblem?

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Kein Finanzprodukt ist transparenter als geschlossene Fonds. Trotzdem warnen Medien

und Anlegerschützer immer wieder vor Beteiligungen. Zu Unrecht, finden die Vertreter der

Emissionshäuser und stellen sich den Fragen rund um Regulierung, Transparenz, Provision

und das über allem schwebende Kernanliegen: Wie erkenne ich sichere Investments?

procontra: Die „Financial Times“ meldete

kürzlich, das Bundesfinanzministerium

fordere künftig von den Initiatoren,

nicht mehr nur eine, sondern mindestens

sieben Beteiligungen in einen Fonds zu

nehmen. Ein Objekt dürfe maximal 15

Prozent ausmachen. Ist das das Ende der

klassischen Beteiligungen?

Alfred Dietrich: Ganz sicher nicht,

aber eine sich verschärfende Situation

ist ja nun schon länger zu beobachten.

Die sogenannte Lobbyarbeit unserer

Branche läuft gerade in der Kommentierung

solcher Themenkomplexe oftmals

nicht wirklich optimal. So wie dies hier

formuliert wurde, denke ich, handelt es

sich möglicherweise nur um einen Versuch,

die Grenzen der Belastung in der

Beteiligungsbranche zu eruieren. Das

sollte man so nicht hinnehmen.

Thomas Kühl: Wahrscheinlich ist es

der Versuch einer Umsetzung dessen,

was man schon in der EU-Richtlinie zur

AIFM lesen konnte: Wie können Portfoliomanagement,Eigenkapitalunterlegung,

Liquiditätsmanagementsysteme,

gesteigerte Risikomanagement- und

Controllingverfahren umgesetzt werden?

Nur ist das meiste davon leider auf die

deutsche KG eins zu eins überhaupt

nicht anwendbar. Die Frage bleibt aber:

Wird es trotzdem durchgesetzt? Denn

dann kann es zu einem gewaltigen Umbruch

kommen.

Wolfgang Dippold: Ich würde erst

einmal unterscheiden: Handelt es sich

um einen Blind Pool? Dann kann ich

diese Richtlinie gut nachvollziehen. Da

ein Blind Pool keine Festlegung auf ein

bestimmtes Objekt hat, ergibt der Investment-

und Diversifikationsgedanke einen

Sinn. Unsere Investitionen übererfüllen

diese Anforderung. Handelt es sich aber

um ein spezielles Objekt, das durch

einen Fonds finanziert werden soll, dann

würden Finanzierungsmöglichkeiten vom

Markt genommen, die sinnvoll, wichtig

und volkswirtschaftlich förderlich sind.

Deswegen sollte man differenzieren.

Monika Galba: Aber wenn wir über

Blind Pools reden, sind wir eventuell eh

bald im Bereich der KWG-Lizenz. Denn

auch bei Blind Pools sollen die Vorschriften

härter werden. Keiner weiß, was

denn tatsächlich kommen wird. Klarheit

wird es noch nicht geben.

Dietrich: Ich würde in diesem Zusammenhang

trotzdem empfehlen wollen,

solche Publikationen aus dem BMF

nicht nur als reine Versuchsballons einzustufen.

In der Vergangenheit wurden

hinreichend Erfahrungen gesammelt,

wenn aus dem Bundesministerium der

Finanzen Statements und Vorankündigungen

gestreut wurden. Denken Sie

an die damaligen Flugzeugleasingfonds.

procontra


Auch dort wurden im Vorfeld Hinweise

aus dem BMF meines Erachtens nicht

ausreichend kommentiert und begleitet.

Die Folge: Modelle, die sich über

Jahre hinweg bewährt hatten, waren

von einem Tag auf den anderen nicht

mehr zu realisieren. Ich bin der Meinung,

man muss rechtzeitig Stellung

beziehen, um entsprechend frühzeitig

gegensteuern zu können.

Kühl: Was es aber auch zu bedenken

gilt, ist, dass die AIFM ja nicht einfach

zu umgehen ist. Das heißt es muss

irgendwo in der deutschen Durchführungsverordnung

der EU-Richtlinie einen

regulierten, vernünftigen Weg für eine

Fonds-KG gefunden werden. Und das

wird schon schwer genug sein.

procontra: Wird das zum großen

Emissionshaus-Sterben, zu einer Marktbereinigung

führen?

Kühl: Es wird einen gewissen Verdrängungswettbewerb

geben. Aber den gibt

es seit jeher, er wird dadurch nur noch

verschärft. Und eventuell muss man die

Fonds-KG als solche überdenken. Es gibt

auch andere gesellschaftsrechtliche Möglichkeiten,

solche Themen aufzulegen.

procontra: Warum brauchen wir denn

„Der Kunde ist informiert und

erwachsen, darauf muss sich der

Berater einstellen.“

Monika Galba,

Geschäftsführerin des Berliner Emissionshauses POC

eigentlich geschlossene Fonds?

Kühl: Ohne sie müssten kleinere Anleger

auf Gedeih und Verderb in offene

Fondsstrukturen investieren, ohne zu

wissen, was genau da eigentlich drin

ist. Denn das sind fast immer Blind-

Pool-Konzepte! Abgesehen davon, dass

die Performance eines geschlossenen

Fonds nicht von den offenen Immobilienfonds

geschlagen werden kann.

procontra

Schon allein, weil Sie auch immer eine

gewisse Liquidität vorhalten müssen, um

Abflüsse aufzufangen. Geld, das nicht

investiert werden kann. Deswegen halte

ich geschlossene Fonds für den Retail-

Anleger in Deutschland für hervorragend

geeignet.

Galba: Geschlossene Fonds schaffen

die Möglichkeit, Sachwertbeteiligungen

direkt umzusetzen – Projektfinanzierungen

im Gegensatz zu Unternehmensfinanzierungen.

Darauf kann der Markt

nicht verzichten.

procontra: Wie kommt es dann, dass

geschlossene Fonds kein besseres Image

genießen? Würde es vielleicht helfen,

Regulierungen vorwegzunehmen?

Dietrich: Wir sollten erreichen, dass

schwarze Schafe schon sehr frühzeitig

als solche erkannt werden. Steht

die Schlagzeile erst, ist es meist schon

zu spät.

Dippold: Ich halte es mit den Schwei-

procontraThema

zern, die sagen: Der Markt reguliert

sich selbst und benötigt keine engen

Vorgaben. Ein schwarzes Schaf wird

früher oder später von Beratern und Anlegern

identifiziert. Wenn beispielsweise

ein Anbieter die Chancen immer weiter

erhöhen will, dann wird sich automatisch

das Risiko erhöhen. Und irgendwann ist

das Risiko einfach zu hoch. Ein erster

Schritt ist aus meiner Sicht, dieses Thema

qualifiziert zu vertiefen und öffentlich

zu kommunizieren.

Kühl: Ich glaube, dass die Probleme auch

woanders herkommen. Es wird ja viel

darüber geredet, dass der geschlossene

Fonds letztendlich eine problembehaftete

Struktur darstellt, mit vielen Unwägbarkeiten.

Es kommt aber ganz entscheidend

darauf an, dass ich den Anleger

habe, der dieses Thema versteht. Ich

muss also den Anleger vernünftig

beraten können, und der Anleger muss

aufgrund dieser Beratung bewusst

7


procontraThema

seine Entscheidung treffen können.

Galba: Eigentlich ist es leichter, die

Werthaltigkeit eines einzelnen Projekts

im geschlossenen Fonds zu prüfen

als zum Beispiel den Wahnsinn strukturierter

Bankprodukte, wie wir bei

Lehman & Co. gesehen haben. Wenn wir

den Markt der Finanzprodukte anschauen,

werden wir wahrscheinlich mehr

schwarze Schafe finden als prozentual im

Bereich der geschlossenen Fonds.

procontra: Ein leidiges Thema sind ja

Weichkosten und Provisionen. Die Laufzeiten

der Produkte werden kürzer, die

Provisionen sind zum Teil noch genauso

hoch. Kann so etwas auf lange Sicht

funktionieren?

Kühl: Wenn ich eine kürzere Laufzeit

habe, muss ich eine geringere Provision

nehmen. Aber da ist schon ein Umbruch

im Gange. Natürlich gibt es immer

welche, die springen erst dann auf den

Zug auf, wenn es auch eine zweistellige

Provision gibt, das sind aber nicht die

von uns Gesuchten.

Galba: Wenn Sie Abschlussprovisionen

8

und Bestandsprovisionen in anderen Finanzbereichen

zusammenrechnen, sind

diese oft höher als bei geschlossenen

Fonds. Sie werden nur besser kaschiert

– wenn der Anleger ein gutes Geschäft

macht, darf auch der Berater verdienen.

procontra: Lässt sich da die Gleichung

„hohe Provision gleich schlechtes Produkt

gleich schlechte Berater“ aufstellen?

Dippold: Manchmal ist das richtig.

Wenn ich eine hohe Provision habe und

eine kurze Laufzeit, dann funktioniert

das Verhältnis Gewinne/ Kosten am

Schluss oft nicht. Manches Produkt ist

nach dem Motto gestrickt: „Na egal, der

„Da kann der Berater berechtigt

mitverdienen. Eine laufende Einnahme

macht ihn zudem auf Dauer unabhängig

vom Neugeschäft.“

Wolfgang Dippold, geschäftsführender Gesellschafter

der PROJECT Gruppe

Anleger zahlt’s ja!“ Unser Haus hat sich

bereits früh darüber Gedanken gemacht,

einen Teil der Provision nach hinten zu

schieben. Denn dann kann dieses Geld

für den Kunden erst einmal arbeiten und

wenn Gewinne erwirtschaftet wurden,

kann der Berater berechtigt mitverdienen.

Eine laufende Einnahme macht den

Berater zudem auf Dauer unabhängig

vom Neugeschäft. Das ist ein Prozess,

den wir in der gesamten Branche anstoßen

müssen.

procontra: Die Abneigung gegen zu

hohe Provisionen scheinen Sie alle zu

teilen – wäre das ein geeigneter Inhalt

für weitere Regulierungen, analog zur

Deckelung bei der KV-Vermittlung?

Kühl: Nein, das glaube ich nicht. Das

reguliert sich von allein (allgemeine

Zustimmung). Natürlich muss eine

Provision immer zum Produkt und zum

Konzept passen. Eine Provision wird

ganz unterschiedlich in einem Private-

Equity-Fonds oder in einer Projektentwicklung

geregelt sein oder in einer

Bestandsimmobilie oder in einem Schiff.

Und was Hurdle Rates angeht: Ich finde

nicht, dass ein Vertrieb im Hinblick auf

die Erfolgsabhängigkeit eines Investments

nun in der Tat massiv mitverdienen

sollte, denn schließlich hat er im

Asset-Management nichts zu suchen. Er

ist im Vertrieb tätig. Und seine Leistung,

die er erbringt, ist die, das Produkt

vernünftig zu vertreiben und zu beraten

und den Kunden zu finden.

Dippold: Da bin ich anderer Meinung:

Natürlich haben wir Initiatoren die

Verantwortung für das Asset-Manage-

procontra


ment und sorgen somit dafür, dass

entsprechende Erfolge realisiert werden

und eine Erfolgsvergütung oberhalb

der Hurdle Rate überhaupt entsteht.

Trotzdem bin ich der Überzeugung,

dass unser Vertriebspartner ein Anrecht

auf Teile dieser Gewinnbeteiligung hat,

weil er genauso im gesamten Prozess

engagiert ist.

Kühl: Als Bestandteil der Gesamtvergütung?

Das heißt er verzichtet vorneweg

und kriegt hinten einen Teil raus als

Erfolgsvergütung.

Dippold: Ja, beispielsweise als Bestandteil

der Gesamtvergütung. In der Summe

muss es immer noch ein vernünftiges

Konzept sein. Ich kann nicht sagen, ich

will eine überhöhte Abschlussprovision

und dann noch mal eine kräftige Gewinnbeteiligung.

Dann wird es nicht mehr

rund.

procontra: Würde das den Berater nicht

auch glaubwürdiger machen?

Kühl: Ich glaube, dass der Vertrieb sich

nicht darauf einlässt. Die Argumente,

die ich eben gebracht habe, sind ja

nicht meine, sondern das sind die des

Vertriebs.

Dippold: Diese Argumente haben wir

2009 auch gehört und zwar massiv.

Heute sehen das die meisten unserer

Vertriebspartner deutlich anders, denn

sie erkennen die Win-win Situation

für Anleger und Berater. Aber bei der

Provisionshöhe darf man eines nicht

vergessen: Eine Investmentberatung ist

einfacher als eine Beratung zu einem

geschlossenen Fonds. Also wird der

Berater berechtigt erwarten, dass er,

wenn er ein komplexeres Produkt mit

procontra

einer höheren Aufklärungspflicht und

einem umfangreicheren Prospekt beim

Mandanten präsentiert, einen Anspruch

auf eine etwas höhere Vergütung hat.

procontra: Zeigt nicht auch die Erfahrung,

dass auf Provision fixierte Berater

und ihre Produktlieferanten immer einen

kreativen Weg finden, um ihre Ansprüche

durchzusetzen, so dass Regulierungsversuche

wie der Hase gegen den

Igel das Nachsehen hätten?

Galba: Auch das reguliert der Markt

meiner Meinung nach selber – Berater,

die ihre Empfehlungen nur aufgrund

der Provisionshöhe aussuchen, sortieren

sich nach unserer Erfahrung von

„Die richtige Mischung macht

es. Erfahrung, Expertise und das

Händchen für die Situation.“

Alfred Dietrich, Vorstand für Vertrieb & Marketing der DCM Deutsche

Capital Management AG

procontraThema

ganz allein aus. Der Kunde ist informiert

und erwachsen, darauf muss sich

der Berater einstellen.

Dippold: Die wahre Verantwortung für

ein funktionierendes Produkt trägt der

Initiator. Wenn der Vertriebspartner zu

viel fordert, muss das Emissionshaus

stark bleiben. Bei einer gesetzlichen

Vorgabe übernimmt der Staat per Diktat

diese Verantwortung – und das hat in

einer freien Gesellschaft nie richtig

funktioniert.

Kühl: Die Regulierung von Provision im

Vertrieb geschieht meines Erachtens

schon durch den Kunden. Sie kennen

ja die Anforderungen an Beratungsprotokolle.

Das heißt der Berater muss

den Kunden darüber aufklären, wie viel

Provision er bekommt. Das ist ein ganz

natürlicher Effekt.

Dietrich: Das ist doch wunderbar.

Eigentlich schön festzustellen, dass alle,

die hier sitzen, sich einig sind, dass es

eine Regulierung in diesem Sinne nicht

geben darf. Ziel sollte sein, dass sich der

Markt selbst reguliert.

Dippold: Und in guten Phasen dür-

9


procontraThema

fen wir nicht übermütig werden ...

Dietrich: Eben. Überzogene Vorstellungen,

in welcher Hinsicht auch immer,

sollten wir in Zukunft möglichst außen

vor lassen.

procontra: Der VGF hat jüngst wieder

auf zwei große Trends bei geschlossenen

Fonds hingewiesen: Die Anleger werden

immer älter, und die Produkte werden

immer weniger von freien Vertrieben

verkauft. Wie sieht die Zukunft der

Geschlossene-Fonds-Branche aus und

welche Rolle werden die freien Vertriebe

darin spielen?

Dietrich: Wenn die Regularien dergestalt

zunehmen, könnten sich die Aussichten

für die Branche tatsächlich als nicht ganz

so rosig erweisen. Ich bin aber zuversichtlich,

dass sich der Vertrieb dann

zwar auf durchaus weniger, dafür aber

auf Partner mit deutlich zunehmender

Expertise verlassen kann.

Kühl: Dass der Anleger immer älter

wird, das war schon immer so. Unser

durchschnittlicher Anleger ist 60 Jahre

alt. Das liegt aber in der Natur der

Sache. Weil Sie in jungen Jahren Ihr Vermögen

letztendlich erst mal aufbauen

müssen. Beim freien Vertrieb gibt es

mit Sicherheit einen Bereinigungswettbewerb

durch die vielen regulatorischen

Anforderungen, bei denen manche

nicht mehr mithalten können. Ich glaube

aber, dass der freie Vertrieb geschlossene

Fonds in Zukunft sehr viel stärker

vertreiben wird. Banken werden künftig

nur noch mit wenigen, ausgesuchten

Initiatoren zusammenarbeiten.

Dippold: Aus unserer Sicht funktio-

10

niert der freie Vertrieb sehr gut. Und

er wächst. Das belegen auch unsere

Zahlen. Ich sehe einen entscheidenden

Unterschied zwischen freiem Berater

und Bankberater: Der freie Berater ist

derjenige, der persönlich-unternehmerisch

auftritt. Der Frust des Kunden trifft

ihn emotional somit weit stärker. Er ist

aufgrund seiner Erfahrungen der letzten

Jahre weit sensibler in der Produktauswahl

und wird dies bleiben.

Dietrich: Wir können einen Trend

beobachten. Zusätzlich zur Leistungsbilanz

eines Unternehmens rücken die

Aktivitäten des Managements immer

stärker in den Fokus der Produktprüfer

und damit der Kunden. Kann ich den

Entscheidungsträgern vertrauen? Bieten

sie eine positive persönliche Leistungsbilanz

über die Jahre hinweg? Wie lange

sind sie in der Branche? Was haben sie

bisher bewirkt?

Kühl: Für den Initiator ist dieser freie

Finanzvertrieb aus meiner Sicht immens

wichtig, weil er wesentlich verlässlicher

„Man kann nur eine bestimmte

Kompetenz besitzen und nicht in allen

Themen. Kompetenz muss langfristig

aufgebaut werden.“

Thomas Kühl, Generalbevollmächtigter

der Wölbern Invest KG

in seiner Produktentscheidung ist. Das

ist bei einer Bank noch gar nicht möglich.

Da haben Sie es mit Prozessen zu

tun, die extrem langwierig sind.

procontra: Sie sprechen vom freien

Vermittler. Kann der denn überhaupt

ähnlich gut sein wie der Prüfprozess bei

einer Bank?

Dietrich: Warum denn nicht? Nach

Bereinigungen im Markt war meines

Erachtens die Expertise des freien

Vertriebs nie höher als heute. Das

Unternehmerwesen und damit persönliche

Kompetenz rücken hier deutlich

in den Vordergrund. Die persönliche

Ansprache des Kunden wird als eminent

wichtig wahrgenommen, und daraus

auch die immer stärker in den Vordergrund

rückende Ansprache in Krisenzeiten.

Die ist beim freien Berater schon

dadurch gegeben, das er in den meisten

Fällen namentlich bekannt ist und man

seine Leistungen schon in der Vergangenheit

positiv beurteilt hat.

Galba: Die Prüfprozesse von Banken

haben, wenn wir uns den Markt im

Großen und im Kleinen ansehen, häufig

danebengelegen. Der freie Vertrieb ist

meist bestens ausgebildet, auf Teilbereiche

des Marktes fokussiert und hat

dadurch einen sehr guten Überblick. Ich

sehe hier keinen Vorteil für Banken.

procontra: Was braucht ein guter

Geschlossene-Fonds-Manager?

Kühl: Bei erfolgreichen Initiatoren sieht

man, dass sie lange am Markt bestehen

und offensichtlich auch deren Investmentstrategie

stimmt. Der Fondsmanager

muss auch einen entsprechenden

Weitblick haben, um zum Beispiel regulatorische

Anforderungen frühzeitig

umzusetzen. Der Fondsmanager sollte

einen reichhaltigen Erfahrungsschatz

besitzen. Was hat funktioniert? Was ist

vielleicht auch mal schlecht gegangen?

Gerade diese Erfahrung muss man

gemacht haben. Wie ist mein Benchmark-Vergleich?

Wie entwickeln sich

Märkte? Das alles müssen Fondsmanager

wissen. Ein Fondsmanager, der am

Anfang seiner Berufskarriere steht, ist

aus meiner Sicht nicht tragbar. Weil er

einfach keine Erfahrung hat, egal was

für ein helles Köpfchen er vielleicht

auch ist.

procontra: Mancher Wettbewerber von

Ihnen springt auf jeden Trendzug auf,

der vorüberfährt – kann sich das langfristig

rechnen, wenn man die nötige

Kompetenz erst einkaufen muss?

Galba: Kompetenz darf man nicht

einkaufen müssen, sondern sie muss

im Haus vorhanden sein. Man sollte

sie höchstens noch durch zusätzliche,

procontra


externe Kompetenz verstärken.

Kühl: Mit Sicherheit nicht. Wir haben

das ja erlebt bis 2007/08. Da gab es

ja einige große Emissionshäuser in

Deutschland, die meinten, immer auch

alle neuen Assetklassen begründen zu

können, weil der Vertrieb ja von alleine

funktioniert. Heute sind diese Häuser

nicht mehr so groß. Man kann nur

eine bestimmte Kompetenz besitzen

und nicht Kompetenz in allen Themen

haben. Kompetenz muss langfristig

aufgebaut werden. Das muss doch die

Lehre aus der Finanzmarktkrise sein.

Dippold: Ich habe noch keinen Manager

kennengelernt, der sich in allen

Bereichen auskennt. Deshalb ist es

langfristig kritisch, ein Konzept, das

ich selbst nicht ganz beherrsche, zu

kopieren. Die Kopie wird niemals so

gut wie das Original. Wenn du nur in

die Fußstapfen anderer trittst, wirst du

sie nie überholen. Spezialisten und Erfahrung

sind gefragt. Und: Der Asset-

procontra

Manager muss unabhängig sein – von

Dritten, von Geldgebern und auch

von seinen Vertriebspartnern. Der

Initiator ist und bleibt derjenige, der

die Verantwortung für das funktionierende

Anlagekonzept trägt, auch wenn

der Vertriebspartner mehr Provision

will oder eine kurze Laufzeit oder noch

etwas anderes. Für uns ist deshalb die

maximale Unabhängigkeit einer der

entscheidenden Aspekte, ergänzend zu

Kompetenz und Erfahrung.

Dietrich: Ich glaube, die richtige Mischung

macht es. Erfahrung, Expertise

und das Händchen für die Situation. In

Zukunft wird das noch vergleichsweise

wichtiger werden als in der Vergangenheit,

wo Produkte von selbst liefen.

Dippold: Und es geht um Vertrauen.

Ein Fondsmanager gewinnt aber erst

dann Vertrauen, wenn er in einer Stresssituation

vernünftig agiert. Solange

alles gut läuft, kann dies jeder.

Kühl: Management bedeutet, aktiv zu

procontraThema

sein und auf die Markterfordernisse

einzugehen. Und den Erfahrungsschatz

mitzubringen, gerade dann, wenn es

vielleicht mal nicht ganz so gut läuft.

Dietrich: Damit wären wir wieder beim

Thema Leistungsbilanz. Ich bin der

Meinung, es geht nicht nur um die Leistungsbilanz

mit gefühlt 100 Fonds aus

der Vergangenheit. Wir sollten vielmehr

stärker daran arbeiten, persönliche

Leistungsbilanzen sichtbar zu machen.

Und den Personen, von denen wir letztlich

auch abhängen, nämlich unseren

Kunden, dies auch vermitteln. Wir

müssen Management-Leistungsbilanzen

erstellen und auch im Public vertreten.

procontra: Welche für Ihre Branche

relevanten Trends sehen Sie?

Dietrich: Vermutlich wollen Sie mit der

Frage nach Trends neue Assets ins Spiel

bringen. Die Zeiten haben wir hinter

uns. Denken Sie an Rotweinfonds, denken

Sie an Zigarrenfonds, alles schon

da gewesen. Ich glaube eher, der neue

Trend ist der alte Trend: Wir brauchen

Produkte, die mit kurzen Laufzeiten

und einem gesunden Maß an Sicherheit

dem Wachstumsmarkt Rechnung tragen

und genau deswegen von den Kunden

verstärkt nachgefragt werden.

Kühl: Aus meiner Sicht: kürzere

Laufzeiten. Der Anleger will nicht

mehr zehn Jahre gebunden bleiben. Er

will überschaubar gebunden bleiben,

will keinen Renditeverzicht. Er will

immer noch minimal 5 Prozent auf

eine langfristige Anlage, eher etwas

darüber hinaus, entsprechend dem

Risikoprofil. Und als Drittes will er

Sicherheit über alles.

Dippold: Die Bedeutung einer funktionierenden

Exit-Strategie wird massiv

zunehmen, wie auch die damit verbundenen

Anforderungen. Gerade auch bei

kurzen Laufzeiten. Die berechtigte Frage

des Anlegers lautet: „Sagt mal, wie

und wie sicher werdet ihr das Asset am

Ende der Laufzeit wieder verkaufen?“

Das ist für mich ein Trend, den sollte ein

Initiator nicht verschlafen.

11


procontraThema

12

Der Andrang auf Fondskonzepte mit deutschen Immobilien ist groß.

Wir sind das Volk, wir sind das Volk.

Wir haben diesen „Chor“ aus den Tagen

der Wiedervereinigung alle noch im

Ohr. Damals erwartete Deutschland einen

Boom ohne Ende, im Immobilienmarkt

gleich mit. Jahre später gab es

Ernüchterung, zumindest teilweise.

Was mit der Wiedervereinigung geschaffen

wurde, war die Anpassung

„zweier Welten“, die vermutlich kaum

ein anderes Volk so schadlos überstanden

hätte. Aus heutiger Sicht die Basis

für eine prosperierende Wirtschaft,

denn Deutschland steht in Europa und

der Welt gut da. Auch die Immobilienwirtschaft

hat wieder deutlich angezogen,

schaut man sich alleine die Entwicklung

der meisten Metropolstandorte

an. Beispielsweise Berlin entwickelt

Market Maker

Aber hat wirklich jeder das richtige Konzept parat?

sich mit einer Rasanz, die selbst manche

Fachleute so nicht erwartet haben.

Die Bundeshauptstadt zeichnet sich

nicht nur durch weiterhin kräftig wachsendes

Bevölkerungs- und Wirtschaftswachstum

aus, in einigen Bezirken

spricht man schon von Mietpreissprüngen,

da die Neubautätigkeit dem Bedarf

deutlich hinterherhinkt. Jones Lang La-

Salle arbeitet in seinem Wohnungsmarktbericht

Berlin 2011 heraus, dass

es weiterhin starke Preissteigerungen

bei Eigentumswohnungen geben wird,

inzwischen auch in Nebenlagen. Der

Grund ist oftmals auch die Nachfrage

aus dem Ausland. Denn immer mehr

Bürger aus anderen Nationen haben ihren

Koffer in Berlin – und inzwischen

nicht nur den.

Alternative

Finanzierungsmöglichkeiten

Wurden in den Jahren vor der Finanzmarktkrise

viele Immobilien, so auch

in Form von Fonds, durch erhebliche

Bankenmittel finanziert, mussten die

Banken selbst – vor dem Hintergrund

von Basel II und III – ihre Gelder immer

mehr im eigenen Haus behalten.

Fehlende Finanzierungen, aber auch

der nur schwer einschätzbare Bedarf

an neuen Immobilien führte in den letzten

Jahren dazu, dass der Neubaubereich

deutlich zurückging. Umgekehrt

aber auch eine Chance für diejenigen

Immobilienentwickler, die andere Strategien

fahren und somit die Herausforderungen

an interessanten Standorten

annehmen. Beispielsweise hat sich die

PROJECT Unternehmensgruppe seit

1995 konsequent diesem Entwicklungsmarkt

zugewandt und hierzu auf der Basis

eigener Erfahrungen ein Stabilitätskonzept

umgesetzt, das noch heute die

klare Ausrichtung des Unternehmens

prägt: die ausschließliche Konzentration

auf Standorte in Deutschland, die hohes

Potenzial haben und an denen man

im Wege langjähriger Vorbereitungen

durch eigene Mitarbeiter bestens aufgestellt

ist. Und die Konzentration auf die

wesentlichen Wertschöpfungsbereiche

von Immobilien – das Ganze nur mit Eigenkapital,

und zwar auf allen Ebenen

des Unternehmens.

Hohe Flexibilität

„Gerade die Erfahrungen, die derzeit

viele Zeichner von Schiffsbeteiligungen

machen, sind symptomatisch für ein

Kernproblem von teilweise hoch finanzierten

Beteiligungsmodellen“, sagt

Foto: PROJECT


Wolfgang Dippold, Geschäftsführer in

der PROJECT Fonds Gruppe. Kommt

eine derartige Beteiligung in die wirtschaftliche

Schräglage, ist es zumeist

die Bank, die zuerst ihr Darlehen zieht.

„Die Fondszeichner sind nicht mehr

handlungsfähig und genau das schließen

wir von vornherein aus“, so Dippold.

Reale Werte nennt daher PRO-

JECT seine Fondsreihe und signalisiert

damit, dass die Fonds bei hoher Stabilität

selbst bei möglichen Schräglagen

steuerbar sind. Da die Anleger gemeinsam

mit dem Fondsmanagement die

alleinige Entscheidungsgewalt über die

Fonds und deren Investitionen haben,

kann es maximal zu Verzögerungen bei

den Ausschüttungen kommen oder zu

Verringerungen. Das eigentliche Investitionskapital

steht aber nie wirklich

„im Feuer“. Der Bereich der Immobilienentwicklung

bietet sich besonders

an: Bei einer Kapitalbindungszeit von

zwei bis vier Jahren pro Objekt kann

das Kapital rollieren und so nicht nur

mehr Erträge erwirtschaften, sondern

auch im Hinblick auf die Liquiditätsplanung

mehr Flexibilität schaffen. Ein

weiterer Vorteil besteht darin, dass die

Objekte dem Grunde nach nur anfinanziert

werden müssen, da bei schnel-

lem Abverkauf – beispielsweise einer

Wohnanlage – die durch die Käufer

frühzeitig nach Makler- und Bauträgerverordnung

zufließenden Gelder

die weitere Umsetzung gewährleisten.

Aus diesem Grund setzt PROJECT

ausschließlich auf angestellte Verkäufer,

die bereits in den Einkaufsprozess

integriert sind, beispielsweise auch

in die Grundrissplanung der einzelnen

Wohnungen. Nur wenn auch die

letzte Wohnung so gestaltet ist, dass

sie sich gut verkauft, haben alle verdient.

Und längst ist man kein kleiner

Player mehr. Derzeit stemmt die im

fränkischen Nürnberg ansässige PRO-

JECT Immobilien Gruppe, die den Einkauf,

die Projektumsetzungen und den

Verkauf der Wohnungen steuert, mit

einem Eigenkapital von über 200 Millionen

Euro aus den Fonds ein Entwicklungsvolumen

von knapp einer halben

Milliarde Euro. Tendenz stark steigend.

procontraThema

12 zeigt. Erneut erfolgen Investitionen

in die wirtschaftlich attraktivsten Phasen

der Immobilienwertschöpfung in

Deutschland. Die Ansparvariante ist

mit einer Anspardauer ab zwölf Jahren,

die Einmalanlage ab zehn Jahren

Laufzeit möglich. Die Mindestbeteili-

Investitionen in

die wirtschaftlich

attraktivsten Phasen der

Immobilienwertschöpfung

in Deutschland.

Neuauflage der Fonds

gungssumme beträgt bei beiden Varianten

10.000 Euro. Bei der Einmalanlage

sind laufende Ausschüttungen

von 8 Prozent pro Jahr möglich oder

aber eine Rückführung von 50 Prozent

der Investitionssumme nach fünf

Jahren. Erwirtschaftete Übergewinne

Und pünktlich zum Frühjahrsbeginn werden bei beiden Fonds thesauriert.

sprießen auch bei PROJECT die neuen Durch die breite Streuung in mindes-

Fonds. Nicht aus dem Boden, sondern tens 15 Zielobjekte pro Fonds findet

aus erfahrener Hand, wie eine Vielzahl eine hohe Risikodiversifizierung statt.

von sehr positiven Beurteilungen der Unterstellt wird dabei eine Rendite von

neuen Fonds REALE WERTE 11 und 7 bis 12 Prozent im Jahr nach allen

Kosten, was letztendlich zu den prospektierten

Ergebnissen führen soll.

Immobilienzyklus

Auch eine Hurdle Rate ist vorgesehen:

Diese greift allerdings erst dann, wenn

auf Objektebene 12 Prozent im Jahr

Projektentwicklung

erzielt werden. Die Investoren sind somit

deutlich bessergestellt. Auch die

Sonderkündigungsrechte wurden noch

einmal verbessert: Bei Arbeitslosig-

Immobilie

Projektentwicklungkeit,

Erwerbsunfähigkeit, Scheidung,

Vererbung sowie bei Feststellung einer

nur noch kurzen Lebenserwartung

können die Anleger auf ihr eingesetztes

Kapital vorzeitig zugreifen.

Ferner wurde die Haftungssumme auf

nur noch 1 Prozent gesenkt. In Anbetracht

der bislang überzeugenden

Quelle: PROJECT Leistungsbilanz ein eher kosmetischer

Aspekt.

procontra

13

Immobilienbestand

Idee

Immobilien im

Leerstand/Abriss

Neubau

Wandel der Zeit.

Projektentwicklungen

können

bei einem

Neubau oder

Zweite Nutzung

Erste Nutzung

während einer

Sanierungsphase

profitieren.

Sanierung

Nutzungswert sinkt

Leerstand

Immobilienbestand


procontraThema

14

Triebwerkfonds bieten Besonderheiten gegenüber klassischen Flugzeugbeteiligungen und

Die beiden größten Flugzeughersteller

der Welt, Boeing und Airbus, aber

auch viele unabhängige Fachleute sind

sich einig: Der Luftverkehrsmarkt wird

– wie in der Vergangenheit – auch in

Zukunft deutlich wachsen. So zeigen

beispielsweise die Experten der Deutschen

Flugsicherung auf, dass sich der

Luftverkehr in Deutschland 2010 erholt

hat, und vermuten, dass der bisherige

Rekordwert aus 2008 mit 3,15

Millionen Flügen 2012 sogar übertroffen

wird. Die Gründe sind schnell gefunden:

die fortschreitende Globalisierung

und das zunehmende Wachstum,

besonders in den sogenannten BRIC-

Renditeschubwerk

ergänzen damit optimal das Portfolio.

Staaten (Brasilien, Russland, Indien,

China). Ein kommender Hotspot wird

Dubai sein, wo derzeit die größte Flug-

Drehscheibe der Welt entsteht. Die Kapazität

soll am derzeitigen Dubai International

DXB bis 2020 auf 90 Millionen

Passagiere jährlich steigen, während

die Araber die Kapazität am neuen

„Dubai World Central“ sogar auf 150

Millionen Gäste, also insgesamt auf

240 Millionen Passagiere erhöhen wollen.

Schon jetzt ist der Dubai International

Airport der effizienteste Flughafen

der Welt, mit nur zwei Runways wurden

2011 über 51 Millionen Passagiere

abgefertigt.

Vorzeigefluglinie Emirates

Eine Luftverkehrslinie, die hiervon besonders

profitiert, ist die der Emire aus

Dubai: Emirates. Es handelt sich nicht

nur um eine der nachweisbar effizientesten

Fluggesellschaften der Welt, die

im Geschäftsjahr 2010/11 ihr bestes Ergebnis

der Firmengeschichte hingelegt

hat. Mit derzeit mehr als 31 Millionen

Passagieren zeichnet sich Emirates

auch durch ein massives Wachstum aus,

ein Wachstum, das Emirates durch weitere

193 feste Bestellungen von Flugzeugen

zu den bestehenden 148 zum

Ausdruck bringt. „Aber schon jetzt

generiert diese Flotte einen großen Be-

Foto: General Electric


Von Fachleuten erwartete Fracht- und Passagierentwicklung

Passagiere (in Tsd.)

darf an Wechseltriebwerken“, erklärt

Michael Trentzsch, Leiter der Assetklasse

Transport beim Emissionshaus

DCM AG. Diese sind wichtig, um bei

anstehenden Wartungsarbeiten an den

Triebwerken hohe Stillstandskosten zu

vermeiden und den Flugzeugen wieder

ein schnelles Abheben zu ermöglichen.

Triebwerke als werthaltige Anlage

Bei ihrem neuesten Fondsangebot „DCM

Triebwerkfonds 1“ setzen die Münchner

auf ein „Kraftpaket“ mit zwei der größten

und verlässlichsten Unternehmen

im Luftverkehr: Hersteller und Service-

Dienstleister der GE90-115B-Turbinen

ist General Electric, einer der größten

Mischkonzerne der Welt, mit einem

Jahresumsatz von rund 150 Milliarden

US-Dollar. „General Electric ist unter

anderem mit seinen Töchtern GECAS

und GE Aviation gleichzeitig Hersteller,

Lease-Manager, Wartungsdienstleister

und Remarketing-Agent der Triebwerke

GE90-115B, die in der Boeing 777-

300ER Einsatz finden. „Diese Triebwerke

befinden sich also in den besten

Händen“, weiß Trentzsch. Der Triebwerkstyp

GE90-115B ist der stärkste im

zivilen Einsatz und wurde als solcher

auch in das Guinness-Buch der Rekorde

eingetragen. Er wurde exklusiv für die

Boeing 777-300ER entwickelt und profitiert

damit von deren anhaltendem

Verkaufserfolg. In Kombination mit

diesen Triebwerken gilt dieses Modell

procontra

30.000

20.000

0

838

10.000 12.529

2004/

2005

2005/

2006

2006/

2007

1.282

21.229

Luftfracht in Tonnen

2007/

2008

Anzahl der Passagiere

2008/

2009

2009/

2010

1.750

1.767

31.422

2010/

2011

1.000

500

Quelle: The Emirates Group Annual Report, 2010-2011

als führend in seiner Klasse im Hinblick

auf die Treibstoffeffizienz, bei den Emissionswerten

sowie dem Lärmschutz.

Triebwerke sind deshalb so werthaltig,

da in regelmäßigen Abständen nahezu

jedes Teil ausgetauscht wird. Mieter der

Triebwerke ist Emirates, eine der profitabelsten

Fluggesellschaften der Welt,

die derzeit 61 Boeing 777-300R unterhält

und weitere 90 Maschinen dieses

Typs bestellt hat. Die wirtschaftliche

Potenz von Emirates ist von daher so

wichtig, da die Fluggesellschaft als Leasingnehmer

über die gesamte Fondslaufzeit

alle operativen Kosten trägt und

die Fondszeichner auch bei den Leasingeinnahmen

kein Ausfallrisiko haben

dürften. Hierfür spricht auch der unterstellte

konservative Verkaufsansatz.

Weltweiter jährlicher Luftverkehr in Mrd. RPK*

12

10

8

6

4

2

0

Öl-

Krise

Öl-

Krise

0

Luftverkehr hat sich alle

15 Jahre verdoppelt.

Golf-

Krise

1970 1980 1990 2000 2010

Prognse

Tonnen (in Tsd.)

procontraThema

Überzeugende Eckdaten

„Mit dem DCM Triebwerkfonds 1 bietet

sich Anlegern ab 10.000 US-Dollar

die Möglichkeit, von einer besonderen

Stabilitätsformel zu profitieren: Wertstabiles

Asset plus feste Mietverträge

plus starke Vertragspartner gleich Ertragsstabilität

über die gesamte Fondslaufzeit“,

sagt Alfred Dietrich, Vertriebsvorstand

bei der DCM AG. Das

bankenunabhängige Emissionshaus

setzt dabei mit General Electric und

Emirates auf zwei der wirtschaftlich bedeutendsten

Gesellschaften, die man in

der Aviation-Branche finden kann. Zusätzliche

Sicherheit bieten ein über die

gesamte Fondslaufzeit abgeschlossener

Leasingvertrag, der alle operativen Kosten

trägt, sowie eine fix eingedeckte

Fremdkapitalfinanzierung. Ein zusätzlicher

Anreiz für eine besondere „Pflege“

der Turbinen und die Erzielung

eines hohen Rückkaufswertes wurde

dadurch erreicht, dass die GE-Tochter

GECAS am Verkaufspreis zum Laufzeitende

des Fonds partizipiert. Insgesamt

wird den Anlegern ein interessantes

Asset mit hohen, 7-prozentigen Ausschüttungen

bei einer Laufzeit von nur

7,5 Jahren geboten. Die geplante Gesamtrückführung

beträgt 161 Prozent

vor persönlichen Steuern inklusive der

Einlage.

11. September

Asien-

Finanz-

Krise SARS Krise

Luftverkehrswachstum

weltweit um 4,8 %

Luftverkehr wird sich

in den nächsten

15 Jahren verdoppeln.

Quelle: Airbus Global Market Forecast 2011-2030

*RPK=Revenue Passenger Kilometers sind das Produkt aus der Anzahl der zahlenden Fluggäste und der Länge des Fluges in Kilometern.

2020

2030

15


procontraThema

16

Trendprodukt Rohstoff

Vom Energieboom wollen alle profitieren – aber unter Umständen erweisen sich auch hier

Würde jeder Chinese Auto fahren,

gingen bei uns die Lichter aus! Dieser sicher

etwas provokante Satz bringt auf

den Punkt, was in den nächsten Jahrzehnten

auf uns zukommt. So ist die

Nachfrage nach Öl von Seiten der OECD-

Staaten schon seit 2006 rückläufig, während

die globale Nachfrage, gerade aus

China und Indien, 2010 und 2011 erneut

gestiegen ist. Am 24. Februar 2012 war

es dann so weit: Unisono schrieben alle

Tageszeitungen von einem Ölpreisrekord,

und einige Medien hinterfragten schon,

ob ein Ölpreis von 93,64 Euro je Barrel

(159 Liter) der Nordseesorte Brent zumindest

in Europa nicht die angelaufene

Wirtschaft und den Aktienmarkt gefährden

könnte. Auch andere Szenarien wurden

durchgespielt, und in London rechneten

Experten schon mit einem Preis von

200 US-Dollar, wenn es zu militärischen

Auseinandersetzungen mit dem Iran

antizyklische Konzepte als intelligenter.

kommen würde. Aber auch wenn man es

weniger spektakulär sieht, gibt es eindeutige

Hinweise, dass der Ölpreis weiterhin

steigen wird: So kommt der bereits im Dezember

2011 erschienene Report „2012

The Outlook for Energy: A View to 2040“

von ExxonMobil zu dem ganz eindeutigen

Ergebnis, dass der Ölpreis bis 2040 weiterhin

steigen wird. Aber nicht nur das:

Obwohl es derzeit nicht danach aussieht,

wird nach diesem Report auch die Nachfrage

nach Gas und damit verbunden

auch der Preis hierfür steigen. ExxonMobil

geht dabei davon aus, dass die Nachfrage

nach Gas so schnell steigen wird, dass

es bereits 2025 den Platz der Kohle einnimmt.

Selbst China, mit rund 50 Prozent

des weltweiten Kohlebedarfs, wird

bis 2040 einen Rückgang um mehr als 10

Prozent erfahren und seinen Bedarf mit

neuen Atomkraftwerken, mit Erneuerbaren

Energien, aber eben verstärkt auch

mit Gas decken. Gas gilt dabei als saubere

Energiequelle. Und um den Anschluss

zum ersten Satz zu bringen: Bis 2030,

also in den kommenden 20 Jahren, soll

sich der weltweite Fahrzeugbestand verdoppeln:

1,7 Milliarden Fahrzeuge benötigen

dann Energie, die nach wie vor zum

größten Teil aus Öl und zunehmend mehr

aus Gas gewonnen wird. Für beide Rohstoffsorten

bedeutet dies weiter steigende

Preise, wobei von einer deutlichen Kompensation

des Öls durch Gas auszugehen

ist, wie sich bereits jetzt in Südamerika,

vor allem Brasilien, zeigt.

Jetzt aufspringen?

Boomende Märkte ziehen in der Regel

auch Mitläufer nach sich. „Wir sind bereits

2008 in den kanadischen Öl- und

Gasmarkt eingestiegen, als die Energiepreise

im Keller waren und die Erwerbspreise

von Quellen so, dass sie selbst

Fotos: POC


unter Berücksichtigung von Upside-

Potenzial (zusätzlichem Förderpotenzial)

noch unter den Gutachterwerten lagen“,

erläutert Monika Galba, Geschäftsführerin

von POC Proven Oil Canada. Die POC-

Grundidee: Man erwerbe produzierende

Quellen, optimiere sie und veräußere sie

dann am Ende der Laufzeit, während

man die prospektierten Ausschüttungen

während der Fondsdauer durch laufende

Öl- und Gaserträge sicherstellt. Durch die

Optimierung der Quellen, zumeist eine

technische Herausforderung, steigt natürlich

ihr Wert, da größere Anteile der

vorhandenen Öl- und Gasressourcen gewonnen

werden können. „Das ist weniger

spektakulär, als man sich das gemeinhin

vorstellt, und geschieht unter Berücksichtigung

von umweltschonenden Maßnahmen“,

so Galba.

Unabhängige Bewertung

„Bevor wir investieren, kommen aber

immer unabhängige Gutachter zu Wort,

die auch den aktuellen Marktwert ermitteln“,

erklärt Galba. Da ist die Gutachtergesellschaft

Sproule Associates mit

Work in progress. Direkt von der Quelle profitieren.

procontra

über 60-jähriger Erfahrung im Öl- und

Gasbusiness zu nennen, die auch an den

staatlichen kanadischen Regulierungsvorschriften

mitgearbeitet hat. Sproule

erstellt auch Gutachten für internationale

Konzerne wie Shell und ExxonMobil

oder für Institutionen wie die Weltbank.

Im Anschluss entwickelt Schlumberger

für die jeweiligen Quellen einen Maßnahmenplan

und erarbeitet Vorschläge

zur Erschließung des zusätzlichen För-

derpotenzials. „Mit Schlumberger haben

wir eine Exklusivvereinbarung für den

deutschsprachigen Raum“, hebt Galba

hervor. Um die Dimension zu verstehen:

Mit mehr als 80 Jahren Erfahrung, einem

Aktionsradius von 85 Ländern und über

113.000 Mitarbeitern ist Schlumberger

der weltweit größte Anbieter von Servicedienstleistungen

im Öl- und Gasbereich.

procontraThema

Profitieren von steigenden Preisen

Dass das Konzept bisher aufgeht, zeigt

die testierte Leistungsbilanz. Insgesamt

circa 220 Millionen kanadische Dollar

hat POC bislang in erfolgreich produzierende

Öl- und Gasgebiete investiert.

Alle Fonds laufen wie prospektiert oder

besser. Der nunmehr zweite Kurzläufer

aus dem Haus ist trotz Kapitalerhöhung

auf 70 Millionen Euro bereits weitestgehend

ausplatziert. Mit Stand von heute

„Wir bieten eine sehr gute Ergänzung im Bereich

der Sachwertanlagen und gehören somit in jedes gut

strukturierte Portfolio“.

sind ungeachtet der kurzen Platzierungshistorie

bereits 50 Millionen kanadische

Dollar investiert. Eine erste Ausschüttung

in Höhe von 3 Prozent (bei 12 Prozent

im Jahr) wurde daher aufgrund der

erfolgreichen Investitionen bereits auf

Ende Januar 2012 vorgezogen, die nächste

Ausschüttung wird im April erfolgen.

Der Fonds, an dem sich Anleger ab

10.000 Euro beteiligen können, hat eine

kurze Laufzeit von vier bis sechs Jahren,

in denen die Kapitaleinlage vor Steuern

verdoppelt werden soll. Bei einem entsprechenden

Rohölpreis – in diesem Fall

basierend auf dem West Texas Intermediate

(WTI), während der letzten zwölf Monate

vor der Liquidation der Objektgesellschaft

durchschnittlich mindestens 95

US-Dollar je Barrel Öl – fließen den Investoren

weitere 25 Prozent bezogen auf

das Fondskapital (ohne Agio) zu. Selbstverständlich

steht ein Nachfolgefonds mit

ähnlich guten Eckdaten bereits kurz vor

der Zulassung. „Wir sind der Meinung,

dass wir eine sehr gute Ergänzung im

Bereich der Sachwertanlagen bieten und

somit in jedes gut strukturierte Portfolio

gehören“, so die POC-Geschäftsführerin

Monika Galba. Fachleute jedenfalls haben

inzwischen den Anteil von Rohstoffen

in optimal gemanagten Portfolios

auf 25 Prozent erhöht.

17


procontraThema

18

Holland-Immobilienfonds:

sicher, nachhaltig und

ertragreich investieren

Auf Core-Immobilienfonds in den Niederlanden setzen – aber nachhaltig.

Geschlossene Immobilienfonds sind

aktuell die Champions der Beteiligungsbranche,

sie konnten im vergangenen Jahr

entgegen der Absatzschwäche bei geschlossenen

Fonds deutlich zulegen: 2011

haben die Mitglieder des Verbands Geschlossene

Fonds 3.030,95 Millionen

Euro allein für Immobilienfonds eingesammelt,

also mehr als 50 Prozent des

platzierten Kapitals. Davon flossen

2.235,66 Millionen Euro in Deutschlandfonds,

Auslandsimmobilienfonds erhielten

795,29 Millionen. Das entspricht einer

Steigerung von 10 Prozent gegenüber

dem Vorjahr, während die Anlegernach-

Zum Beispiel: direkt an der Waterfront in Amsterdam.

frage etwa bei Energiefonds um 23 und

bei Schiffsfonds sogar um 49 Prozent

nachgab.

Stabile Einnahmen und erhöhte Sicherheit

sind die beiden Hauptargumente, die

die Anleger derzeit für solch ein risikoarmes

Immobilieninvestment einnehmen.

Dabei konzentrieren sich Investoren vielfach

auf die sogenannten Core-Immobilien:

attraktive Objekte an gefragten Standorten,

die langfristig an zahlungskräftige

Unternehmen vermietet sind. Den erfolgreichen

Verkauf der Immobilien zum Ende

der Fondslaufzeit vorausgesetzt, können

Anleger hier durchschnittliche Renditen

von 5 bis 6 Prozent erwarten. Um dies

zu gewährleisten, erwirbt Wölbern Invest

schon seit 2007 nur zertifizierte Green

Buildings für seine Fonds.

Die nachhaltig errichteten und energieeffizienten

Gebäude versprechen langfristig

einen besseren Werterhalt und sind

auch in Zukunft noch für Mieter attraktiv.

Sie können auch steigenden gesetzlichen

Anforderungen besser begegnen, denn

„Die Niederlande sind

nach wie vor DER

Standort bei Auslands-

Immobilienfonds – und

das völlig zu Recht.“

ihr bereits sehr hoher Standard erfordert

kaum Sanierungen. Hinzu kommt: Green

Buildings schonen nicht nur den Planeten,

sondern auch die Geldbörse der Mieter.

Die Mietnebenkosten sind oft deutlich geringer.

Auch der Vermieter profitiert: Im

Gegenzug für reduzierte Betriebskosten

lassen sich höhere Nettomieten durchsetzen,

denn die Mieter achten letztlich auf

die Gesamtkosten pro Quadratmeter.

Neben hoher Gebäudequalität und moderner,

energiesparender Ausstattung ist

auch die Lage des Gebäudes zentral für

Foto: XtravaganT/fotolia.com


den Erfolg eines Immobilienfonds. Als

besonders attraktives Investitionsland gelten,

neben Deutschland, die Niederlande.

Die kleine, große Welthandelsnation bietet

alles, was sich Anleger nur wünschen

können: politische Stabilität, moderne

Immobilien, gute Mieter, keine Währungsrisiken.

Die sogenannten Holland-

Fonds sind deshalb vielfach – fast schon

traditionell – der Inbegriff für Auslands-

Immobilienfonds.

Die Niederlande zählen beispielsweise

zu dem kleiner werdenden Kreis europäischer

Staaten, die von der Ratingagentur

Standard & Poor’s die Bestnote

AAA erhalten. Das Bruttoinlandsprodukt

ist, nach kurzem Knick durch die globale

Finanz- und Wirtschaftkrise, weiter

stabil: Es lag 2010 bei 1,8 Prozent, 2011

bei schätzungsweise 1,9 Prozent und

für 2012 werden 1,7 Prozent erwartet,

so Germany Trade & Invest. Und laut

Eurostat-Angaben haben die Niederlande

mit 4,9 Prozent nach Österreich mit 4,1

Prozent EU-weit aktuell die niedrigste

Arbeitslosenquote. Anleger profitieren

mit Holland-Fonds aber nicht nur von der

Wirtschaftskraft der Niederlande, sondern

auch von ihrer günstigen Pauschalbesteuerung

für Immobilien: Sie unterstellt,

dass jedes Objekt 4 Prozent pro Jahr

erwirtschaftet. Dieser Ertrag wird mit

30 Prozent besteuert, so fallen jährlich

procontra

Nachhaltigkeit zahlt sich aus

2 Prozent höhere Baukosten erwirtschaften 20 Prozent Einsparungen im

Lebenszyklus.

+2 %

Stabiles Wirtschaftswachstum in den Niederlanden

Veränderung in Prozent, real

0,3 %

2,2 %

2 %

3,4 %

3,9 %

2003 2004 2005 2006 2007 2008

Einstellungskosten

Betriebs- und Unterhaltskosten

Einsparungen der gebäudebezogenen Kosten

Betriebs- und Unterhaltskosten

Zeit

nur 1,2 Prozent des durchschnittlichen

Nettovermögenswerts der Immobilie als

Steuern an. „Vergleicht man aktuelle

Beteiligungsangebote, kommt bei einer

Immobilie in Holland am Ende einfach

mehr heraus“, so Werner Ackermann,

Vertriebsleiter der Wölbern Invest KG.

Der aktuelle Wölbern-Fonds investiert

in einen Büro-Neubau im Hafen von

Amsterdam. Der Atrium-Bau mit Blick

auf das Stadtzentrum, entwickelt von

Bronvoort Blaak Architecten BNA, liegt

auf einem ehemaligen Werftgelände direkt

am Nordseezufluss IJ. In nur zehn Minuten

erreicht man durch den IJ-Tunnel die

1,9 % 1,8 %

2009

-3,9 %

1,9 %

1,7 %

2010 2011 1 2012 2

Quelle: gtai-Grafik_ 1 Schätzung_ 2 Prognose

> 20 %

procontraThema

Während eines

Betrachtungszeitraumes

von 20 Jahren ergeben

sich Einsparungen

von 20 Prozent der

gebäudebezogenen

Kosten.

Zur Realisierung

entsprechender

Ausstattungsmerkmale

bedarf es lediglich einer

Erhöhung der Bau- und

Planungskosten um 2

Prozent.

Quelle: G. Kats & L. Alevantis, 2003, the cost and financial benefits of green buildings

Innenstadt von Amsterdam, in 15 Minuten

den Flughafen Schiphol und — mit

direkter Busverbindung — den Hauptbahnhof

Amsterdam Centraal. Über den

Fluss besteht auch eine Fähranbindung

zum Stadtkern.

Die Amsterdamer Waterfront ist ein

besonderer Standort: Die städtische Neuentwicklung

ist vergleichbar mit der der

Hamburger HafenCity, die mittlerweile

zu den Top-Five-Standorten für Core-

Immobilien in Deutschland gehört. „Die

steigenden Mieten, die für den Standort

prognostiziert sind, und der Zug, den

die Waterfrontentwicklung entwickeln

dürfte, werden sich für das Objekt werterhaltend

– wenn nicht sogar stark wertsteigernd

– auswirken. Wir rechnen mit

einem Verkaufspreis, der deutlich über

dem Einkaufspreis liegt“, sagt Patrick

Hemmingson, Leiter der Akquisition von

Wölbern Invest.

Das zertifizierte und multifunktional

ausgelegte Gebäude bietet also sehr gute

Perspektiven für den Verkauf zum Ende

der Fondslaufzeit von nur etwa fünf Jahren.

Und dass Wölbern Invest auch Exit-

Strategien beherrscht, ist mit den Portfoliodeals

in Holland 2006 und 2007 und

spätestens seit dem Verkauf des eigenen

Unternehmenssitzes in der Hamburger

HafenCity Ende 2010 belegt.

19


procontraThema

20

PROJECT Fonds

PROJECT REALE WERTE Fonds 12

SCHWERPUNKT WOHNIMMOBILIENENTWICKLUNG DEUTSCHLAND

Einmalanlage

Der PROJECT REALE WERTE Fonds 12 bietet die chancen-

reiche Beteiligungsmöglichkeit an Wohnimmobilienent-

wicklungen in den fünf deutschen Metropolregionen Berlin,

Frankfurt, Hamburg, Nürnberg und München. Das Angebot

verzichtet aus Stabilitätsgründen auf jegliche Fremdfinanzierung.

Durch die Konzentration auf die kurzen und attraktiven

Phasen Neubau und Sanierung können die Vorteile der Wohnimmobilie

genutzt und gleichzeitig Stressfaktoren wie Verwaltungsprobleme,

Nachvermietungsrisiken, Revitalisierungskosten

oder die schlechte Abschätzbarkeit des späteren

Verkaufspreises vermieden werden. Der Fonds bietet zudem

mehr Diversifikation, Renditeperspektive und Flexibilität.

Dies bestätigen die Erfolge der Vorgängerfonds.

PROJECT REALE WERTE FONDS 12

PROJECT Fonds GmbH

Anlageobjekt PROJECT REALE WERTE

FONDS 12

Fondsvolumen mind. 15.000.000 €, max.

75.000.000 €

Rückfluss (gesamt)

vor Steuern

7–12 % p. a.

Mindestbeteiligung/Agio 10.000 €/5 %

Laufzeit 10, 11, 12 Jahre wählbar

Kontakt

Telefon (09 51) 9 17 90-330

Internet www.project-fonds.com

00_Umschlag-Triebwerkfonds-1.qxd:Layout 1 04.04.2012 9:15 Uhr Seite 1

DCM Deutsche Capital Management AG

Hopfenstr. 6 · 80335 München

Tel.: (089) 416097-0 · Fax (089) 416097-29

E-Mail: info@dcm-ag.de · www.dcm-ag.de

DCM TRIEBWERKFONDS 1

DCM

Das Kraftpaket.

Die Rekord-Triebwerke. Von General Electric. Für Emirates.

RENDITESCHUBWERK

ZUVERLÄSSIG · ERTRAGREICH · WERTSTABIL

DCM TRIEBWERKFONDS 1

In der Asssetklasse Transport legt die DCM Deutsche

Capital Mangament AG 2012 einen neuen Aviation-Fonds

auf und bietet Anlegern die Möglichkeit an der Marktentwicklung

der Luftfahrtbranche zu partizipieren. Mit dem

Triebwerksfonds 1 investiert der Anleger in das schubstärkste

zivile Triebwerk der Welt, das GE90-115B von General

Electric, das eines der größten Langstreckenflugzeuge der

Welt, die Boing-777-300ER, exklusiv antreibt. Während der

gesamten Fondslaufzeit von nur 7,5 Jahren sind die Triebwerke

an Emirates Airlines mittels eines Operating Lease

vermietet. Der neue DCM-Triebwerkfonds startet im Mai

2012 in den Vertrieb.

DCM Triebwerksfonds 1

DCM Deutsche Capital Management AG

Anlageobjekt DCM Triebwerksfonds 1

Fondsvolumen 73,5 Mio. $

Emissionskapital 41,3 Mio. $

Rückfluss (gesamt vor

persönlichen Steuern)

161 %

Mindestbeteiligung/Agio 10.000 $/3 %

Laufzeit rd. 7,5 Jahre

Kontakt

Telefon (0 89) 41 60 97-75

Internet www.dcm-ag.de

procontra


procontra

RZ_POCG-2_komplett_11-04-05_Layout 1 30.03.12 16:32 Seite 1

2

Nach dem erfolgreich abgewickelten Vorläufer-Fonds POC

Eins und POC Zwei wurden mit der POC-Produktreihe „POC

Growth“ ein Kurzläufer-Fonds mit zweistelligem Renditepotenzial

aufgelegt. Die Fondsgesellschaft erwirbt produzierende

Öl- und Gasgebiete in Kanada, die über erhebliches Zusatzpotenzial

verfügen. In Zusammenarbeit mit Schlumberger Canada

Limited, dem weltweit führenden Serviceanbieter im

Öl- und Gasbereich, erfolgt die Erschließung. Ziel der Fondsge-

sellschaft ist es, innerhalb einer Laufzeit von vier bis sechs Jahren

die Kapitaleinlagen der Anleger vor Steuern zu verdoppeln.

Zusätzlich erhält die Fondsgesellschaft einen Bonus bei Erreichen

eines durchschnittlichen Ölpreises von 95 US-Dollar, der

jeweils in den letzten zwölf Monaten vor der Liquidation der

Objektgesellschaft erreicht werden muss.

POC Growth 2. GmbH & Co. KG

POC Wölbern Invest

Growth

POC Growth 2. GmbH & Co. KG

INVESTITIONEN IN KANADISCHE ÖL- UND GASFÖRDERGEBIETE

VIERTER FONDS DER POC PROVEN OIL CANADA-SERIE

POC Energy Solutions GmbH

Anlageobjekt optimierungsfähige

Fondsvolumen

produzierende Öl- und

Gasgebiete in Kanada

20 Mio. €

Rückfluss (gesamt)

vor Steuern

200 %

Mindestbeteiligung/Agio 10.000 €/5 %

Laufzeit 4 – 6 Jahre

Kontakt

Telefon (0 30) 3 53 05 18-0

Internet www.provenoilcanada.de

procontraThema

Mit dem Fonds Holland 72 bietet Wölbern Invest 2012 erstmals

einen geschlossenen Immobilienfonds mit einer Laufzeit

von nur fünf Jahren zur Zeichnung an. So können sich nun auch

diejenigen Anleger beteiligen, die Core-Immobilienfonds bislang

wegen der langen Laufzeiten gescheut haben. Investitionsobjekt

des Fonds ist ein voll vermieteter Büroneubau im

Hafen von Amsterdam. Das Gebäude ist bereits seit September

2011 als Unternehmenszentrale der HEMA-Warenhauskette

und Hauptsitz von VNU Media vermietet. Die Mietverträge gehen

mit 15 beziehungsweise 10 Jahren weit über die angestrebte

Fondslaufzeit hinaus und lassen so stabile Mieterträge

während der gesamten Fondslaufzeit sowie ein gutes Ergebnis

beim Verkauf des Objekts erwarten. Der neue Fonds Holland 72

startet voraussichtlich im Mai 2012 in den Vertrieb.

Holland 72

Wölbern Invest KG

Holland 72

Wölbern Invest KG

Anlageobjekt Unternehmenszentrale HEMA

und VNU Media, Amsterdam

Fondsvolumen 100,8 Mio. €

Emissionskapital 48,4 Mio. € (zzgl. 5 % Agio)

Auszahlungen 6,5 % p. a.,

ansteigend auf 7 % p. a.

Mindestbeteiligung/Agio 10.000 €/5 %

Laufzeit ca. 5 Jahre

Kontakt

Telefon (0 40) 32 31 81-555

Internet woelbern-invest.de

21


procontraThema

Agio – Gebühr, die Anleger beim Erwerb von Fondsanteilen zahlen.

Sie dient zur Deckung der beim Absatz von Fondsanteilen

entstehenden Kosten.

Ausschüttung – Erträge, die nach Abzug von Kosten und Liquiditätsreserve

an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Beteiligung jährlich

ausgeschüttet werden

Beitrittserklärung – Zeichnungsschein als Anlage des Emissionsprospekts.

Mit Annahme der Beitrittserklärung bzw. des Zeichnungsscheins

und der schriftlichen Bestätigung durch die Gesellschaft oder

den Bevollmächtigten wird die Beteiligung wirksam.

Blind Pool – Hier steht nur die Fondsgattung, aber nicht das konkrete

Investitionsobjekt zum Zeitpunkt der Beteiligung fest. Ein

Blind-Pool-Fonds benennt nur die Branche und die Investitionskriterien

und prognostiziert den generellen Verlauf der Investition.

Direktkommanditist – Gesellschafter der Kommanditgesellschaft,

welcher der Gesellschaft direkt beitritt und als Gesellschafter auch

persönlich ins Handelsregister eingetragen wird

Doppelbesteuerungsabkommen – Vertrag zwischen zwei Staaten,

der u. a. die Besteuerung von Anlageausschüttungen regelt

Eigenkapital – Bei einer Kommandit-gesellschaft entspricht das

Eigenkapital dem eingelegten Kommanditkapital zzgl. der Rücklagen

der Gesellschaft und einem evtl. Gewinnvortrag.

Emissionshaus – Erstellt meist das Gesamtkonzept eines

geschlossenen Fonds und führt die Partner zusammen. Das

Emissionshaus organisiert den Vertrieb der Beteiligung über

qualifizierte Partner.

Emittent – Emittentin eines Beteiligungsangebots ist die Gesellschaft,

an der man Anteile erwerben kann, also die Fondsgesellschaft.

Fungibilität – Bezeichnet die Handelbarkeit der

Beteiligung. Anteile geschlossener Fonds weisen wegen ihrer langen

Laufzeiten eine geringe Fungibilität auf.

Fondsverwaltung – Umfasst die Betreuung der Kommanditisten

inkl. der Vorbereitung und Durchführung von Gesellschafterversammlungen,

die Erstellung von Geschäftsberichten

und Jahresabschlüssen.

Fremdkapital – Darlehen oder Kredite, die der

Fondsgesellschaft ergänzend zum Eigenkapital zur Verfügung

gestellt werden

Initiator – Ruft die Fondsgesellschaft ins Leben. Er wählt

und erwirbt das Investmentobjekt, koordiniert Eigenkapital-/Fremdkapitalbeschaffung

und überwacht den Fondsbetrieb.

IRR – Internal Rate of Return – Die interne Zinsfußmethode ist eine

finanzmathematische Methode, um die Wirtschaftlichkeit einer

Investition zu überprüfen.

Investitions- und Finanzierungsplan – Zusammenfassende

Darstellung von Mittelherkunft und -verwendung für einen

geschlossenen Fonds

Kommanditgesellschaft – Personengesellschaft mit mindestens zwei

Gesellschaftern: einem Komplementär und mindestens einem

Kommanditisten. Die Haftung des Komplementärs ist unbeschränkt,

während die Haftung der Kommanditisten auf die Höhe ihrer Einlage

beschränkt ist.

Kommanditist – Beschränkt haftender Gesellschafter einer

Kommanditgesellschaft. Die Haftung des Kommanditisten ist auf

22

Glossar

die geleistete Einlage beschränkt.

Leistungsbilanz – Jährlich von Fondsinitiatoren vorzunehmende

Darstellungen, in denen die Eckdaten wie Ausschüttungen,

Miet- oder Chartereinnahmen entsprechend ihrer Prognose

dem tatsächlich erzielten Ergebnis gegenübergestellt werden

Performance – Gibt die prozentuale Wertentwicklung eines

Fonds während eines bestimmten Zeitraums wieder. Dabei sollte

stets die langfristige Performance von mehreren Jahren betrachtet

werden, da diese aussagekräftiger ist.

Platzierungsgarantie – Gewährleistet, dass ein Projekt auch dann

realisiert werden kann, wenn nicht die volle Anzahl an Kommanditanteilen

platziert werden konnte. Sollte das benötigte Eigenkapital

nicht eingeworben werden können, stellt der Garantiegeber das

noch benötigte Eigenkapital bereit und vermeidet somit die

Rückabwicklung des Fonds.

Private Placement – Beteiligung an einer Gesellschaft, die lediglich

für Einzelanleger oder wenige private Investoren vorgesehen ist

Projektentwicklung – Konzeption und Erstellung von in der Regel

größeren Projekten in der Immobilienwirtschaft. Durch die Funktion

des Bauträgers deutlich höhere Wertschöpfung als bei Bestandsimmobilen

möglich.

Publikumsfonds – Im Gegensatz zu Private Placements eröffnen

Publikumsfonds einem großen Kreis von Anlegern eine Beteiligungsmöglichkeit.

Rating – Fondsbewertung durch Ratingagentur. In der Regel werden

quantitative Fondsgrößen wie Rendite oder Volatilität einer

zurückliegenden Zeitperiode ausgewertet. Häufig wird allerdings

eine Prognose suggeriert.

Rückabwicklung – Auflösung einer Fondsgesellschaft und Erstattung

der von den Anlegern gezahlten Einlagen, bevor die Gesellschaft ihre

eigentliche Geschäftstätigkeit aufgenommen hat

Treugeber – Gesellschafter, der seinen Gesellschaftsanteil über den

Treuhandkommanditisten zeichnet und von diesem verwalten lässt.

Der Treugeber wird selbst nicht ins Handelsregister eingetragen.

Das Verhältnis zwischen Treugeber und Treuhandkommanditist wird

im Treuhandvertrag geregelt.

Veräußerungsgewinn – Ergibt sich aus der Differenz zwischen

Veräußerungserlös und Restbuchwert des veräußerten Objekts

Verkaufsprospekt – Umfassende Darstellung der Beteiligung,

Prognosen und Rahmenbedingungen. Er muss dem Anleger

vor dem Erwerb von Fondsanteilen ausgehändigt werden und

ist einer formalen Prüfung durch die BaFin zu unterziehen.

Umfassende Darstellung der Beteiligung, Prognosen und Rahmenbedingungen.

Unterliegt der Vermögensanlagen-Verkaufsprospektverordnung

und wird in der Regel nach den entsprechenden Grundsätzen

des Instituts der Wirtschaftsprüfer erstellt.

Weichkosten – Nebenkosten eines Fonds, die nicht substanzbildend

sind. Darunter fallen Vertrieb, Steuerberatung, Treuhänder, Agio,

Prospekterstellung und ähnliche Faktoren.

Zweitmarkt – Hier werden Anteile an geschlossenen Fonds

gehandelt. Die Fungibilität von geschlossenen Fonds ist

eingeschränkt, da es sich um langfristige Anlagen handelt,

die auch unter steuerlichen Gesichtspunkten schwierig

zu veräußern sind.

Quelle: procontra und www.ofgf.de


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