Hamburger Bildungsempfehlungen für ... - NUN

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Hamburger Bildungsempfehlungen für ... - NUN

www.kita.hamburg.den MusikÜbergang in die GrundschuleDie Bildungsempfehlungen legen Wert auf mehr Begegnungenzwischen Kitas und Schulen. Die Zusammenarbeitbeider Institutionen ermöglicht es den Kindern, sich besserauf neue Anforderungen einzustellen. Die Erzieherinnen unterstützendie Neugier, Lernbereitschaft und Vorfreude aufdie Schule. Sie helfen Ihrem Kind, mit Unsicherheit und Ängstenzurechtzukommen und tragen dazu bei, dass es sichbewusst wird, wie viel Wissen und Fähigkeiten es bereitserworben hat.Kitas vereinbaren Besuche für die einzuschulenden Kinder ineiner aufnehmenden Schule. Sie bieten Grundschullehrerinnenund -lehrern die Möglichkeit zur Hospitation und denEltern einen Elternabend zum Thema Übergang in die Grundschulean. Den Eltern der viereinhalbjährigen Kinder, die zumVorstellungsgespräch in die Schule eingeladen werden, bietetdie Kita ein Entwicklungsgespräch und Beratung an.Musik ist eine Quelle für reiche Empfindungen und großenGenuss. Sie hat Wirkungen auf Geist und Seele, sie fördertdie innere Ausgeglichenheit und die kindliche Intelligenz.Musikalisches Empfinden gehört zu den Fähigkeiten desMenschen von Geburt an. Deshalb ist jedes Kind „musikalisch“.Die Stimme ist ein Ausdrucksmittel für Gefühle. Sie istauch unser wichtigstes Musikinstrument. Singen und Musizierenentwickeln bei Kindern die Feinheiten des Gehörs. Inder Kita lernt Ihr Kind u.a.… Melodie und Rhythmus einzuhalten,… beim gemeinsamen Musizieren auf andere zu achten,… Harmonie und Disharmonie durch Töne und Musik auszudrücken,… Lieder zu bestimmten traditionellen Zusammenhängen(Geburtstagen, Festtagen, Jahreszeiten) zu singen,… einzelne Elemente des Notensystems zu erfassen.n Mathematische GrunderfahrungenDie Grundlagen für mathematisches Denken werden in denersten Lebensjahren gelegt, wenn ein Kind Erfahrungen mitZeit und Raum, mit Messen, Zählen, Schätzen, Ordnen undVergleichen machen kann. Die Fähigkeiten zu logischem undabstrahierendem Denken sind nicht geschlechtsspezifisch.Was Jungen und Mädchen sich zutrauen ist auch davon abhängig,was ihnen zugetraut wird. In der Kita wird Ihr Kindu.a. darin unterstützt,… ein Grundverständnis für Ordnungsstrukturen der Zeit zuentwickeln (Uhrzeit, Tage, Monate, Jahre),… mathematische Vorstellungen zum Strukturieren sozialerSituationen zu nutzen (Verwendung von Zahlen zum Tauschen,Teilen, Verteilen),… in kleinen Zahlenräumen zu agieren und einige geometrischeFormen zu erkennen,… mit Geld umzugehen.n Naturwissenschaftliche und technischeGrunderfahrungenMit all seinen Sinnen erschließt sich das Kind die Natur. Esmacht Erfahrungen mit den Elementen, mit technischen Vorgängenund Naturerscheinungen. Es spürt und beobachtetihre Eigenschaften und Veränderungen. Es stellt Betrachtungenzu Unterschieden und Gemeinsamkeiten an undstellt sich und anderen tausend Fragen. Ein Kind geht denDingen ernsthaft auf den Grund. Es ist nicht an langen oderwissenschaftlichen Erklärungen interessiert. Aber es möchteerlebte Phänomene verstehen, vor allem in Bezug aufUrsache und Wirkung („wenn – dann“).Der Umgang mit Natur, mit Pflanzen und Tieren, ist traditionellBestandteil der pädagogischen Arbeit in der Kita. DerUmgang mit Chemie und Physik wird zunehmend selbstverständlicher.In der Kita wird Ihr Kind u.a. darin gefördert,… Fragen zu stellen und den Dingen auf den Grund zu gehen,… Dinge differenziert wahrzunehmen, zu beobachten undzu prüfen,… Einfache Ursachen- und Wirkungszusammenhänge herzustellen,… Physikalische Phänomene zu erkennen und zu benennen(z.B. Schwerkraft, Magnetismus, Spiegelung).Und was können Sie tun?Die Erzieherinnen und Erzieher in der Kita sorgen dafür, dasses Ihrem Kind gut geht. Dabei sind sie auf Ihre Unterstützungangewiesen. Erzählen Sie von den Vorlieben und InteressenIhres Kindes. Nehmen Sie die Gesprächsmöglichkeitenauf Elternabenden und in Einzelgesprächen wahr. DieErzieherinnen werden Ihnen von den Fortschritten Ihres Kindesund von ihren Beobachtungen berichten. Wenn Sie Kritikhaben, hat man in der Kita ein offenes Ohr für Sie. Natürlichfreut man sich dort auch über Ihre Anerkennung und IhrLob.Vielleicht haben Sie einen Beruf oder ein Hobby, das die Kinderin der Einrichtung interessiert und können Ihre Tätigkeitdort einmal vorstellen. Oder Sie kommen aus einem anderenLand und können den Kindern davon erzählen. Es gibtviele Möglichkeiten der Zusammenarbeit. Ihr Kind freut sich,wenn Sie an seinem Leben in der Kita teilhaben.HerausgeberFreie und Hansestadt HamburgBehörde für Soziales, Familie, Gesundheit undVerbraucherschutzFotos: Michael MeyborgDruck: Compact Media KG, HamburgAugust 2007Hamburger Bildungsempfehlungenfür KindertageseinrichtungenInformationen für Elternn Körper, Bewegung, Gesundheitn Soziale und kulturelle Umweltn Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur und Medienn Bildnerisches Gestaltenn Musikn Mathematische Grunderfahrungenn Naturwissenschaftliche und technischeGrunderfahrungenDiese Druckschrift wird im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit des Senats der Freienund Hansestadt Hamburg herausgegeben. Sie darf weder von Parteien noch vonWahlbewerbern oder Wahlhelfern zum Zwecke der Wahlwerbung oder in einer Weiseverwendet werden, die als Parteinahme der Landesregierung zugunsten einzelnerpolitischer Gruppen verstanden werden könnte.


in der frühen Kindheit werden entscheidende Grundlagenfür den weiteren Bildungsweg und damit für diegesamte Entwicklung von Kindern geschaffen. Versäumnissein dieser frühen Lebensphase sind späternur schwer auszugleichen.Der Hamburger Senat hat sich zum Ziel gesetzt, diegute Bildungsarbeit, die in den Hamburger Kindertageseinrichtungengeleistet wird, zu festigen und zustärken. Die Einführung der für alle Kitas verbindlichenBildungsempfehlungen war hierbei ein wichtiger Schritt.Die Bildungsarbeit in Kitas und Vorschulen basiert aufden gleichen Grundlagen. Jedes Kind soll optimal gefördertwerden, gleich welche Einrichtung es besucht.Mit diesem Faltblatt erhalten Sie eine erste Informationüber die Inhalte der „Hamburger Bildungsempfehlungen“.Wenn Sie mehr wissen wollen, fragen Sie inIhrer Kita nach. Dort wird man Ihnen gerne erläutern,wie die Bildungsempfehlungen umgesetzt werdenund welches Konzept bzw. welche besonderen Schwerpunktees in der pädagogischen Arbeit gibt.IhreBirgit Schnieber-JastramLiebe Eltern,Zweite Bürgermeisterin derFreien und Hansestadt HamburgDieses Faltblatt kann nur einen ersten Eindruck über die inden Hamburger Bildungsempfehlungen dargestellten Bildungszieleund -inhalte geben. Die kompletten Bildungsempfehlungenkönnen Sie in Ihrer Kita einsehen, in denHamburger Bücherhallen ausleihen oder im Internet herunterladen:www.kita.hamburg.deWie lernen kleine Kinder?Kinder entdecken und erforschen ihre Umwelt aus eigenemAntrieb. Sie lernen mit allen Sinnen und machen sich ein Bildvon der Welt und von sich selbst. Dabei erwerben sie Fähigkeiten,Fertigkeiten und Kenntnisse und bilden Verhaltensweisenund Persönlichkeitseigenschaften aus.Besonders erfolgreich lernen sie, wenn sie Bestätigung inihrem Tun erfahren. Sie brauchen dazu die Zuwendung unddas Interesse von ihren Bezugspersonen. Sie werden dadurchermutigt und trauen sich neue Dinge zu.In der Kita sind die pädagogischen Fachkräfte angehalten,das Kind aufmerksam zu beobachten und durch angemesseneBildungsangebote seine Entwicklung zu fördern. DerEntwicklungsverlauf des Kindes wird für die Eltern dokumentiert.Warum Bildungsempfehlungen für Kitas?Bildung in der Kita soll die Entwicklung des Kindes zu einerselbstbewussten und eigenverantwortlichen Persönlichkeitunterstützen und ihm helfen, grundlegende Kompetenzenzu erwerben.Die Bildungsempfehlungen beschreiben mit vielen praktischenBeispielen, wie Kinder durch die Verknüpfung desKita-Alltags mit Spielen und Lernen, durch gemeinsam geplanteProjekte, durch Spielanregungen und durch eine anregendeRaumgestaltung gefördert werden können. Durchdiese Erfahrungsmöglichkeiten lernen die Kinder die Welt,in der sie leben, zu begreifen, ihre Kompetenzen zu erweiternund sich neuen Aufgaben zu stellen.Die BildungsbereicheDie Bildungsempfehlungen unterscheiden sieben Bildungsbereiche,in denen Kinder im Verlauf ihres Kita-Lebens Erfahrungenmachen sollen um grundlegende Kompetenzen erwerbenzu können. Im Folgenden werden die Bereiche vorgestelltund mit einigen Beispielen illustriert.n Körper, Bewegung, GesundheitBewegung, Hören, Sehen, Riechen, Schmecken und Fühlensind die Quellen der Lebenserfahrungen Ihres Kindes. Daherist es wichtig, auf seine Körperwahrnehmung zu achten,seine Lust an der Bewegung, seine Geschicklichkeit undsein Koordinationsvermögen zu fördern und ein Grundwissenüber den Körper und seine Funktionen zu vermitteln. Inder Kita wird Ihr Kind u.a. darin gefördert,… sich körperlich geschickt zu bewegen (Balancieren, Ballfangen, Radfahren etc.),… Regeln auszuhandeln über erwünschten und unerwünschtenKörperkontakt,… gemeinsame Mahlzeiten zu genießen und zu einer angenehmenEsskultur beizutragen,… rechts und links unterscheiden zu können,… die Bedeutung von gesunder Ernährung zu erkennen.n Soziale und kulturelle UmweltIn der Kita ist Ihr Kind erstmals regelmäßig in einer größerenGruppe mit anderen Kindern zusammen, mit allen Anforderungenund Lernchancen, die eine Kindergemeinschaft bietet.Es entdeckt Unterschiede und Gemeinsamkeiten, lerntRegeln und gestaltet sie mit. Ihr Kind entwickelt Freundschaftenund lernt Verantwortung zu übernehmen. Es lernt ,eigene Interessen und Gefühle angemessen auszudrückenund die der anderen wahrzunehmen und zu akzeptieren,Nein zu sagen und sich zu verständigen. In der Kita wird IhrKind u.a. darin gefördert,… sich eine Meinung zu bilden, Position zu beziehen,… Ideen zu entwickeln, Initiative zu ergreifen, andere zu begeistern,sich durchzusetzen,… erste Erfahrungen in Abstimmungsprozessen zu sammen(z.B. auf Gruppenversamlungen),… persönliche Daten nennen zu können (Name, Anschrift,Telefonnummer etc.).n Kommunikation: Sprachen, Schriftkultur undMedienSprache ist die Grundlage der Verständigung mit anderen.Deshalb werden in der Kita die sprachlichen FähigkeitenIhres Kindes gefördert und sein Interesse für Bücher geweckt.In der Gemeinschaft erlebt Ihr Kind auch, welchesGewicht sein Wort hat, wie ernst es genommen wird. Anfangskommt es noch nicht auf die korrekte Form an in derein Kind sich ausdrückt, sondern auf den Willen, sich zu verständigen.In der Kita lernt Ihr Kind u.a.… deutlich in ganzen Sätzen zu sprechen,… Ereignisse und Geschichten nachzuerzählen,… aufmerksam zuzuhören und auf das Gehörte zu reagieren,… Zeichen, Symbole und Piktogramme zu erkennen und zuverwenden,… den eigenen Namen zu schreiben,… Bücher und andere Medien zu nutzen.Für Kinder mit besonderem Sprachförderungsbedarfbieten Kitas gezielte Fördermaßnahmen an.n Bildnerisches GestaltenIndem Kinder zeichnen, malen, mit Knete, Gips oder Ton arbeiten,mit Draht, Wasser und Papier experimentieren, setzensie sich mit ihrer Umwelt auseinander, verarbeiten ihreErlebnisse und entwickeln ihre Phantasie. Im bildnerischenGestalten entwickeln sie ihre Visionen. Sie können sich alsGestalter ihrer Welt erleben. In der Kita lernt Ihr Kind verschiedeneGestaltungstechniken und Materialien kennen.Es schärft seine Sinne, entwickelt seine Fähigkeiten undwird sich seiner Empfindungen und der eigenen Ausdrucksmöglichkeitenbewusst. Zum Beispiel lernt es… ein breites Repertoire an Farben, Materialien und Bearbeitungsverfahrenkennen,… mit Licht und Schatten zu experimentieren,… mit Werkzeugen sachgerecht umzugehen,… Zugang zu einzelnen Kunstwerken zu finden,… eigene Sammlungen und Dokumentationen anlegen.

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