Lesekompetenz und - Bildung schadet nicht

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Lesekompetenz und - Bildung schadet nicht

MedienlisteInformationssystemMedienpädagogik„Lesekompetenz und –Förderung bei Kindern mitMigrationshintergrund“Erstellt von:Manuela Bielow (DIPF)Stand:13.04.2010URL:http://wiki.bildung-schadet-nicht.de/images/4/4d/Literaturliste_zum_Thema_Intimit%C3%A4t_im_Netz.pdfMit mehr als 100.000 ausführlichannotierten Nachweisen ist dasInformationssystem Medienpädagogik(ISM) als Open AccessDatenbanksystem der zentrale Einstiegim Internet für medienpädagogischrelevante Themen.Hier können Sie sich über Literatur,Filme, Internetressourcen und Projektesowie über Veranstaltungen und aktuelleNachrichten zu den ThemenMedienbildung undInformationskompetenz informieren..Zudem stellen wir Medientipps zuaktuellen Themen für Sie zusammen.Die Datenbanken werden regelmäßigaktualisiert und enthalten Nachweise zufolgenden Themen:- Medienpädagogik und Mediendidaktik- Informations- und Medienkompetenz- Lesekompetenz- Digitale Medien, E-Learning, Web 2.0- Fernsehen und Hörfunk für Kinder undJugendliche- Jugendmedienschutz und Medienrecht- Medienpolitik und –entwicklungen- Kommunikationswissenschaft undJournalismusBesuchen Sie unsere Websiteunter folgender Adresse:http://www.ism-info.de– aktuell und kostenfrei –Weitere aktuelle Medientipps finden Siekostenlos auf unserem Fachportal unter:http://www.ism-info.de/zeigen.html?seite=6821Sie haben Fragen?Schreiben Sie uns:ism@dipf.de


Autoren: Bellin, Nicole; Merkens, HansTitel: Klassenkomposition, Migrationshintergrund und Leistung.Mehrebenenanalysen zum Sprach‐ und Leseverständnis von Grundschülern. 1. Aufl.Quelle: Wiesbaden: VS, Verl. für Sozialwiss. (2009), 233 S.ISBN: 978‐3‐531‐16167‐9; 3‐531‐16167‐9Schlagwörter: Bildungsprozess; Empirische Untersuchung; Mehrebenensystem; Bildungschance;Soziale Herkunft; Kind; Schulklasse; Grundschule; Schüler; Bildungsabschluss;Schulleistung; Lernbedingungen; Sprachfertigkeit; Sprachkompetenz; Lesefertigkeit;Lesekompetenz; Migrationshintergrund; Analyse; Migrant; DeutschlandAbstract: Die Klassenzusammensetzung hat nachweislich Einfluss auf die Leistungen im LeseundSprachverständnis von Grundschülern. [Die Autorin] analysiert Daten von BerlinerGrundschülern aus sozialen Brennpunkten von der ersten bis zur vierten Klasse. DieAuswirkungen der Klassenzusammensetzung auf die Leistungen zeigen sich zu Beginnder Grundschulzeit. Die sozial‐räumliche Zusammensetzung der Schülerschaft in denSchuleinzugsbereichen spiegelt sich in den Klassen wider und beeinflusst dieLeistungen über Individualmerkmale hinaus. Für Kinder mit Migrationshintergrundund wenig sozialen Ressourcen ergeben sich somit zusätzliche,leistungsbeeinträchtigende Effekte. (DIPF/Orig.).Beteiligte: Bus, Adriana G. (Hrsg.); Neuman, Susan B. (Hrsg.)Titel: Multimedia and literacy development.Improving achievement for young learners. 1st publ.Quelle: New York, NY u.a.: Routledge (2009), IX, 291 S.ISBN: 978‐0‐415‐98842‐1; 0‐415‐98842‐XSchlagwörter: Empirische Untersuchung; Fallstudie; Forschung; Kognitiver Prozess;Bildungsfernsehen; Fernsehen; Medieneinsatz; Mediennutzung; Medientheorie;Multimedia; Kind; Kleinkind; Elementarbereich; Kindergarten; Schule; Schuljahr 01;Lernen; Lernumgebung; Computerunterstützter Unterricht; Unterricht;Sprachentwicklung; Spracherwerb; Bilingualismus; Legasthenie; Leseförderung;Lesekompetenz; Lesen; Lesenlernen; Migrationshintergrund; Statistik; Fallbeispiel;Intervention; Benachteiligtes Kind; England; Niederlande; USAAbstract: Representing the state‐of‐the‐art in multimedia applications and their promise forenhancing early literacy development, this volume broadens the field of readingresearch by looking beyond print‐only experiences to young readers' encounters withmultimedia stories on the Internet and DVD. Multimedia storybooks include, inaddition to static pictures and written text, features such as oral text, animations,sounds, zooms, and scaffolds designed to help convey meaning. These features arechanging how young children read text, and also provide technology‐based scaffoldsfor helping struggling readers. This book reports experimental research and practiceswith multimedia stories indicating that new dimensions of media contribute to youngchildren's ability to understand stories and to read texts independently. This is thefirst synthesis of evidence‐based research in this field. Four key themes arehighlighted: 1. Understanding the multimedia environment for learning; 2. Designingmultimedia applications for learning; 3. New approaches to storybook reading; 4.Multimedia applications in classroom instruction. (DIPF/Orig.).© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de3


Autoren: Bayer, Nicole; Moser, UrsTitel: Wirkungen unterschiedlicher Modelle der Schuleingangsstufe auf den Lern‐ undEntwicklungsstand.Erste Ergebnisse einer Längsschnittstudie.Quelle: In: Zeitschrift für Grundschulforschung, 2 (2009) 1, S. 20‐34ISSN: 1865‐3553Schlagwörter: Kompetenz; Empirische Untersuchung; Längsschnittuntersuchung;Mehrebenensystem; Bildungschance; Kognitive Entwicklung; Soziale Entwicklung;Förderung; Kind; Vorschule; Vorschuldidaktik; Vorschulerziehung; Schulanfang;Übergang; Primarbereich; Schüler; Schülerleistung; Anfangsunterricht; Leseförderung;Lesen; Lesenlernen; Rechnen; Migrationshintergrund; Flexibilisierung; Statistik;Benachteiligung; Herkunft; Vorwissen; Benachteiligtes Kind; Schulanfänger; SchweizAbstract: Seit rund vier Jahren werden in der Schweiz zwei neue Modelle derSchuleingangsstufe erprobt. Die Analysen nach drei von insgesamt fünf bis 2010geplanten Erhebungszeitpunkten zeigen, dass die Schülerinnen und Schüler nach zweiJahren in den beiden neuen Modellen höhere Leistungen in den Bereichen"phonologische Bewusstheit" und "Lesen" erzielen als die Kinder im Kindergarten.Allerdings holen diese ihre Rückstände bis zum Ende der 1. Klasse z. T. wieder auf.Kinder mit sozioökonomisch benachteiligender Herkunft vermögen ihreAnfangsrückstände jedoch auch in keinem der neuen Modelle aufzuholen.(DIPF/Orig.).Beteiligte: Lehberger, Reiner (Hrsg.); Sandfuchs, Uwe (Hrsg.)Titel: Schüler fallen auf.Heterogene Lerngruppen in Schule und Unterricht.Quelle: Bad Heilbrunn: Klinkhardt (2008), 304 S.ISBN: 978‐3‐7815‐1599‐4; 3‐7815‐1599‐0Schlagwörter: Empirische Forschung; Chancengleichheit; Gewalt; Hochbegabung;Unaufmerksamkeit; Diagnostik; Kultureinfluss; Junge; Familie; GeschlechtsspezifischerUnterschied; Förderung; Schule; Schulverweigerung; Hyperaktivität; Mobbing;Verhaltensauffälligkeit; Schulerfolg; Schülerleistung; Schüler‐Schüler‐Beziehung;Lernbedingungen; Lernvoraussetzungen; Jahrgangsübergreifender Unterricht;Lerngruppe; Leseförderung; Migrationshintergrund; Heterogenität; Integration;Mädchen; DeutschlandAbstract: Die Unterschiedlichkeit der Milieus, aus denen unsere Schulkinder kommen, hat sichin den letzten zwei Jahrzehnten verstärkt und ausdifferenziert. Das gilt insbesonderefür die soziale, nationale, sprachliche, kulturelle und religiöse Herkunft. DieUnterschiedlichkeit bezieht sich aber auch auf die Familienformen, in denen unsereSchüler leben, und nicht zuletzt auf die Wahrnehmung der Geschlechterrollen. All diesführt zu einer großen Bandbreite bei den Lernausgangslagen von Schülerinnen undSchülern. Mit dieser Heterogenität sollen und müssen Lehrerinnen und Lehrerumgehen, obwohl sie in der Regel nicht dafür ausgebildet worden sind. Und sie sollendie Heterogenität nicht nur als Problem, sondern auch als pädagogische Chancesehen. Individualisierung, Binnendifferenzierung und Respekt vor Verschiedenheit© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de4


sind die zentralen Stichworte dazu. Der vorliegende Band informiert grundlegend undumfassend und enthält Bausteine zum pädagogischen Umgang mit Heterogenität.(DIPF/Verlag).Beteiligte: Kalter, Frank (Hrsg.)Titel: Migration und Integration.1. Aufl.Quelle: Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften (2008), 569 S.Reihe: Kölner Zeitschrift für Soziologie und SozialpsychologieISBN: 978‐3‐531‐15068‐0; 3‐531‐15068‐5Schlagwörter: Stereotyp; Akkulturation; Einstellung (Psy); Entscheidung; Freundschaft;Lebensplanung; Soziale Integration; Generation; Ehe; Kind; Grundschule; Schüler;Schülerleistung; Außerschulisches Lernen; Spracherwerb; Bilingualismus;Regionalstruktur; Leseförderung; Fremdheit; Assimilation (Soz); Einbürgerung;Einwanderung; Fremdenfeindlichkeit; Migration; Migrationsforschung; Segregation;Religion; Sozialkapital; Arbeitsmarkt; Ökonomie; Ferien; Ausgrenzung; Einflussfaktor;Leistung; Struktur; Theorie; Ethnische Gruppe; Ausländer; Einwanderer; EthnischeMinderheit; Jude; Migrant; Türke; Deutschland; Großbritannien; Mexiko; Niederlande;Polen; USAAbstract: Fragen der Migration und der Integration ethnischer Minderheiten sind in den letztenJahrzehnten zunehmend in das Zentrum der gesellschaftlichen Aufmerksamkeitgerückt. Sie stellen auch und vor allem für die Sozialwissenschaften unmittelbareHerausforderungen dar. In diesem Band greifen namhafte nationale undinternationale Experten wichtige Probleme auf, die sich vor dem derzeitigen Stand derForschung als zentrale offene Fragen ergeben. Sie thematisieren dabei theoretischeund methodische Entwicklungen, die für die zukünftige Forschung als besondersfruchtbar und richtungsweisend anzusehen sind. Inhaltlich decken die Beiträge einweites Spektrum von Phänomenen ab: Sie reichen von den Ursachen der Migrationüber Aspekte der kulturellen, strukturellen, sozialen und emotionalen Integration bishin zu Prozessen ethnischer Grenzziehungen. Gemeinsam ist allen Beiträgen eineprinzipiell erklärende und empirisch‐analytische Perspektive. Der Band stellt somitinsgesamt eine systematische Sammlung von Grundmechanismen bzw. Teilprozessenbereit, die für ein adäquates Verständnis des aktuellen Migrations‐ undIntegrationsgeschehens unverzichtbar sind. (DIPF/Orig.).Autor: Dannecker, WiebkePersonen: Thielking, Sigrid (Hrsg.); Buchmann, Ulrike (Hrsg.)Titel: Lesevermögen.Lesen in allen Lebenslagen.Quelle: Frankfurt, Main u.a.: Lang (2008), 203 S.Reihe: Siegener Schriften zur Kanonforschung. 5ISBN: 978‐3‐631‐57542‐0; 3‐631‐57542‐4© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de5


Schlagwort: Geschlechtsspezifische Sozialisation; Junge; Mediendidaktik; Kind; Grundschule;Deutschunterricht; Literaturunterricht; Lesefertigkeit; Leseförderung; Lesekompetenz;Lesen; Mädchen; MigrantAbstract: Dieser Band ermöglicht neuartige Sichtweisen auf Stationen und Bedingungen desErwerbsprozesses von Lesevermögen in allen Lebenslagen. Die Gesamtheit derBeiträge vereinigt unterschiedliche fachdidaktische Aspekte und Fragestellungen, dienoch nicht in dieser Form oder nur am Rande der öffentlichen Diskussion Beachtunggefunden haben. Auf der Basis einer differenzierten Betrachtung der institutionellenund gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie der didaktischen Grundproblemevon Leseförderung und lebenslanger literarischer Sozialisation werden praxisbezogeneErkenntnisse gewonnen, die bisher zu wenig beachtete Potenziale erschließen helfen.Die Beiträge zeigen, wie, auf vorhandenen Ressourcen aufbauend, die Schätzeliterarischer Texte und besonders lesefördernder Genres gehoben werden und dieMöglichkeiten, die sowohl auf Seiten der Schülerinnen und Schüler als auch auf Seitender Lehrkräfte vorhanden sind, ausgeschöpft und weiterentwickelt werden können.(DIPF/Orig.).Autor: Recke, SibylleTitel: Lesekultur an der Grundschule als Risikominimierung.Quelle: Aus: Knobloch, Jörg (Hrsg.): Kinder‐ und Jugendliteratur für Risikoschülerinnen undRisikoschüler? München: Kopaed (2008) S. 135‐145Reihe: Kjl & m extra. 08ISBN: 978‐3‐86736‐043‐2; 3‐86736‐043‐XSchlagwörter: Junge; Eltern; Kind; Schüler; Motivation; Lektüre; Leseförderung; Lesen;Migrationshintergrund; Jugendlicher; Mädchen; MigrantAbstract: Lesemotivation und Risikominimierung sind die Themen dieses Aufsatzes. Beginnendwird auf die möglichen sozialen und sozialpolitischen Ursachen von Risikogruppeninnerhalb des Schulsystems eingegangen. Dabei wird auch eine Unterscheidungzwischen Schülern mit Migrationshintergrund und solchen aus sozial schwachendeutschen Schichten dargelegt. Lesekultur, Leseinteresse und Leseerfolg werdendadurch in einen direkten Zusammenhang gestellt und ihre Bedeutung für den Erwerbvon Lesekompetenz im Unterricht erörtert. Außerdem wird das Zusammenspiel vonFantasie, bildhaftem Denken und Lesen herausgearbeitet. Des Weiteren zeigt derArtikel die Bedeutung des Vorlesens in der schulischen Ausbildung, die Wichtigkeiteiner gut geführten Schulbibliothek und den Stellenwert aktiver Motivation zurFerienlektüre. Abschließend gibt der Beitrag noch Hinweise und Anregungen zurIntegration von Eltern und bestehenden Lesekreisen in den Leselernprozess.(DIPF/LK).© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de6


Autor: Müller, BeateTitel: Förderung der Lesekompetenz.Bei Jugendlichen mit Migrationshintergrund an Berufsschulen.Quelle: Saarbrücken: VDM Verlag Dr. Müller (2008), 83 S.ISBN: 978‐3‐639‐02476‐0Schlagwörter: Schüler; Leseförderung; Migrationshintergrund; BerufsschuleAutor: Kröll, DorotheaTitel: "Arkadas"="Freund".Unterschiedliche Kulturen und Kulturtechniken verbinden.Quelle: In: Pädagogik (Weinheim), 60 (2008) 7/8, S. 58‐61ISSN: 0933‐422xSchlagwörter: Kulturtechnik; Freundschaft; Kind; Vorschulalter; Gymnasium; Sprachförderung;Projekt; Leseförderung; Lesen; Schreiben; Grundschulalter; Kooperation; Migrant;TürkeAbstract: Die Autorin stellt ein Projekt vor, in dem Kulturtechniken gleich auf zwei ganzunterschiedlichen Ebenen eine Rolle spielen: Im Projekt "Arkadas" helfenOberstufenschüler (überwiegend türkischstämmigen) Kindern im Vor‐ undGrundschulalter, einen Anschluss an die deutsche Kultur zu finden, vor allem in denBereichen des Sprechens, Lesens und Schreibens. Die älteren Schüler praktizieren ‐erwerben und sichern! ‐ damit Kulturtechniken zweiter Ordnung. Sie pflegen einenverantwortungsvollen sozialen und solidarischen Umgang mit benachteiligten jungenMitbürgern, entwickeln also gleichsam ein Stück "Demokratiekompetenz".(DIPF/Orig.).Autoren: Voss, Andreas; Blatt, Inge; Gebauer, Miriam M.; Müller, Astrid; Masanek, NicoleTitel: Unterrichtsentwicklung als integrierte Schulentwicklung.Das Hamburger Leseförderprojekt (HeLp).Quelle: In: Jahrbuch der Schulentwicklung, (2008) 15, S. 93‐122Schlagwörter: Empirische Untersuchung; Schuljahr 05; Schulentwicklung; Lehrerfortbildung; Schüler;Leistungsbeurteilung; Schülerleistung; Unterrichtsmethode; Deutschunterricht;Leseförderung; Lesekompetenz; Projektbericht; Deutschland; HamburgAbstract: In diesem Beitrag wird [am Beispiel des Hamburger Leseförderprojekts HeLp]aufgezeigt, wie sich aus einer Lehrerfortbildung zum Schwerpunkt Lesekompetenz, inderen Zusammenhang Multiplikatoren zum Thema Leseförderung in allen Fächern inder Sekundarstufe I fortgebildet wurden, das Interesse entwickelte, innovativeKonzepte für den Lese‐ und Sprachunterricht zu erproben und zu evaluieren. ... ImFokus des Hamburger Leseförderprojekts steht die Erfassung derLernentwicklungsverläufe bei Schülerinnen und Schülern in Abhängigkeit vomeingesetzten Unterrichtskonzept. Dabei wird insbesondere überprüft, ob Kinder mitunterschiedlichem Bildungs‐ und Migrationshintergrund, mit unterschiedlicherLernausgangslage sowie Mädchen und Jungen gleichermaßen von diesemUnterrichtskonzept profitieren können. Zudem wird beispielhaft gezeigt, wie derFörderansatz auch zur Schulentwicklung beitrug. Am Gesamtprojekt wird deutlich© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de7


gemacht, wie die Akzeptanz von Schülern und Lehrern für den Einsatz vonquantitativen standardisierten Testverfahren im Unterricht wuchs und wieunterrichtstaugliche Tests beschaffen sein müssen, mit deren Hilfe die Effektivität desUnterrichts erfasst werden kann. (DIPF/Orig.).Autor: Bussmann, IngridTitel: "Sprachbalkon" in Stuttgart.Mehrsprachige Kinderliteratur in der Stadtbücherei.Quelle: In: Lehren und lernen, 34 (2008) 5, S. 15‐17ISSN: 0341‐8294Schlagwörter: Kinderliteratur; Pilotprojekt; Russisch; Türkisch; Leseförderung; Lesemotivation;Vorlesen; Stadtbücherei; Baden‐Württemberg; StuttgartAbstract: Die Autorin informiert in ihrem Beitrag über Kinderliteratur in 25 verschiedenenSprachen sowie über Materialien zum Erlernen der deutschen Sprache undFremdsprachen in der Zentralen Kinderbücherei im Wilhelmspalais in Stuttgart.Darüber hinaus erläutert sie das von der Landesstiftung Baden‐Württemberggeförderte erfolgreiche Projekt "Ich bau' Dir eine Lesebrücke", innerhalb dessenKinder aus Migrantenfamilien durch Vorlesen in ihrer Muttersprache (türkisch undrussisch) selbst zum Lesen motiviert werden sollen. Ermuntert vom Erfolg desProjekts, bietet die Stadtbücherei Stuttgart Programme zur Leseförderung auch inanderen Sprachen an. Die Verfasserin dokumentiert einige positive Rückmeldungenvon Nutzern und nennt Internetadressen, die über die oben beschriebenen Aktivitäteninformieren.Beteiligte: Allemann‐Ghionda, Cristina (Hrsg.); Pfeiffer, Saskia (Hrsg.)Titel: Bildungserfolg, Migration und Zweisprachigkeit.Perspektiven für Forschung und Entwicklung.Quelle: Berlin: Frank & Timme (2008), 153 S.Reihe: Pädagogik. 5ISSN: 1862‐6122ISBN: 978‐3‐86596‐153‐2; 3‐86596‐153‐3Schlagwörter: Bildungsforschung; Bildungsdefizit; Chancengleichheit; Soziale Integration; Eltern;Kind; Schule; Schulklasse; Lehrer; Lehrerausbildung; Schüler; Lernerfolg;Interkulturelle Kompetenz; Soziolinguistik; Sprache; Mehrsprachigkeit; Bilingualismus;Lesekompetenz; Migrationshintergrund; Forschungsstand; Zweitsprachenerwerb;Konferenzschrift; Kooperation; Tagungsbericht; Ausländer; Migrant; DeutschlandAbstract: Seit dem "PISA‐Schock" ist der geringe Bildungserfolg von Schülerinnen und Schülernmit Migrationshintergrund in Deutschland ein bildungspolitisch und pädagogischvieldiskutiertes Thema. Besteht ein Zusammenhang zwischen dem Bildungserfolgdieser Kinder und einer gezielten Förderung ihrer Zweisprachigkeit? Warum sindeinige ethnische Gruppen offenbar erfolgreicher als andere? Wie wirksam sindverschiedene Bildungsangebote zur sprachlichen Förderung? Welche Desiderate undPerspektiven ergeben sich aus der aktuellen Situation für Forschung und Entwicklung?Die Autorinnen und Autoren des vorliegenden Bandes beleuchten diese© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de8


Fragestellungen ausgehend von aktuellen Forschungsergebnissen und stellenLösungsansätze vor. (DIPF/Orig.).Autor: Mand, JohannesTitel: Lese‐ und Rechtschreibförderung in Kita, Schule und in der Therapie.Entwicklungsmodelle, diagnostische Methoden, Förderkonzepte.Quelle: Stuttgart: Kohlhammer (2008), 188 S.Reihe: Allgemeine PädagogikISBN: 978‐3‐17‐020092‐0Schlagwörter: Kind; Kindertagesstätte; Vorschulerziehung; Schule; Lernbehinderung;Förderunterricht; Sprachförderung; Therapie; Legasthenie; Lesekompetenz;Lesenlernen; Rechtschreibschwäche; Rechtschreibunterricht; Migrationshintergrund;Analphabetismus; MigrantAbstract: Über vier Millionen Menschen in Deutschland können nicht richtig lesen undschreiben. Wer sich mit diesem hohen Anteil von Analphabeten auf Dauer nichtabfinden will, muss neue Wege gehen und zwar vor allem in der vorschulischenSprachförderung, in der schulischen Lese‐ und Rechtschreibeförderung und in der LRS‐Therapie. Das Buch erklärt zunächst, wie Kinder lesen und schreiben lernen. Esbeschreibt dann die besonderen Probleme von Kindern aus Migrantenfamilien, vonKindern mit Lernbehinderungen und solchen mit Legasthenie. Im Zentrum des Buchessteht die eigentliche pädagogische Arbeit an Lese‐ und Rechtschreibproblemen unddie pädagogischen Entscheidungen über Ziele, Inhalte und Methoden der Lese‐/Rechtschreibförderung. (DIPF/Orig.).Autoren: Becker, Michael; Stanat, Petra; Baumert, Jürgen; Lehmann, RainerTitel: Lernen ohne Schule.Differentielle Entwicklung der Leseleistungen von Kindern mit und ohneMigrationshintergrund während der Sommerferien.Quelle: Aus: Kalter, Frank (Hrsg.): Migration und Integration. Wiesbaden: VS, Verl. fürSozialwiss. (2008) S. 252‐276Reihe: Kölner Zeitschrift für Soziologie und SozialpsychologieISBN: 3‐531‐15068‐5; 978‐3‐531‐15068‐0Schlagwörter: Kompetenz; Empirische Untersuchung; Lesetest; Soziale Herkunft; Kind; Schuljahr 04;Schuljahr 05; Grundschule; Leistungsbeurteilung; Außerschulisches Lernen;Lesefertigkeit; Lesekompetenz; Lesen; Sozioökonomische Lage; Ferien; Einflussfaktor;Migrant; Berlin; DeutschlandAbstract: An die US‐amerikanische Literatur zum sogenannten 'summer setback' anknüpfendwird untersucht, inwieweit das außerschulische Umfeld zur Entstehung vonethnischen Disparitäten beiträgt. Anhand einer Stichprobe von N=1592 Schülern ausBerlin wird analysiert, ob sich die Leseleistungen bei Kindern mitMigrationshintergrund über die Sommerferien zwischen der 4. und 5. Klasse wenigergünstig entwickeln als bei Kindern ohne Migrationshintergrund. Nach Kontrolle derAusgangsleistung sind mit dem ethnischen Hintergrund Leistungsdisparitätenverbunden. Diese hängen zum Teil, aber längst nicht vollständig, mit Disparitäten im© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de9


sozioökonomischen Hintergrund zusammen. Nachteile in Abhängigkeitunterschiedlicher Lerngelegenheiten, die direkt mit dem Migrationshintergrundverbunden sein können (z.B. Umgangssprache zu Hause), können jedoch nicht belegtwerden. Auch die Lese‐ und Freizeitaktivitäten der Kinder spielen keine moderierendeRolle für die identifizierten Unterschiede (DIPF/Orig.).Beteiligte: Ramseger, Jörg (Hrsg.); Wagener, Matthea (Hrsg.)Titel: Chancenungleichheit in der Grundschule.Ursachen und Wege aus der Krise. 1. Aufl.Quelle: Wiesbaden: VS Verl. für Sozialwiss. (2008), 306 S.Reihe: Jahrbuch Grundschulforschung. 12ISBN: 978‐3‐531‐15754‐2; 3‐531‐15754‐XSchlagwörter: Bildungsforschung; Erfahrung; Vergleichsuntersuchung; Chancengleichheit;Erwartung; Leitbild; Selbstkonzept; Sozialisationsforschung; Familie; Bildungspolitik;Förderungsmaßnahme; Eltern; Elementarbereich; Kindergarten; Schulform; Übergang;Grundschule; Lehrer; Lehramtsstudent; Schüler; Feed‐back; Lernprozess; Didaktik;Anfangsunterricht; Computer; Fachdidaktik; Sprachförderung; Bilingualer Unterricht;Englisch; Geschichte (Histor); Ästhetische Erziehung; Musische Erziehung;Lesekompetenz; Mathematische Kompetenz; Migrationshintergrund; Sachunterricht;Alltag; Ferien; Elternwille; Heterogenität; Leistungsmessung; Professionalität;Deutschland; Griechenland; SchweizAbstract: Die Situation der Grundschule in Deutschland ist prekär: In keinem vergleichbareneuropäischen Land ist der Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft undBildungschancen so eng wie in Deutschland. Schon am Ende der Grundschulzeit sinddie Bildungschancen weitgehend festgelegt ‐ und zwar überwiegend in Abhängigkeitvon der sozialen Herkunft der Schülerinnnen und Schüler. Das ist für die Grundschulein einer demokratisch verfassten Gesellschaft ein unerträglicher Zustand. Dieser Bandbeschreibt vielfältige Versuche, die Krise zu überwinden, und dokumentiert neuesteForschungsvorhaben zu diesem Thema. (DIPF/Verlag).Autor: Demmer, MarianneTitel: Risikoschüler in einem risikoreichen Schulsystem.Lesekompetenz im Spiegel von PISA und IGLU.Quelle: Aus: Knobloch, Jörg (Hrsg.): Kinder‐ und Jugendliteratur für Risikoschülerinnen undRisikoschüler? München: Kopaed (2008) S. 17‐34Reihe: Kjl & m extra. 08ISBN: 978‐3‐86736‐043‐2; 3‐86736‐043‐XSchlagwörter: Soziale Herkunft; Junge; Familie; Geschlechtsspezifischer Unterschied; Bildungspolitik;Schüler; Schülerleistung; Leseschwäche; Lesekompetenz; Integration;Leistungsmessung; Risiko; Mädchen; Migrant; IGLU (Internationale Grundschul‐Lese‐Untersuchung); PISA (Programme for International Student Assessment)Abstract: Der Artikel befasst sich mit Risikoschülern im Schulsystem und im Bezug auf die PISA© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de10


und IGLU‐Studien. Dabei wird zuerst auf eine Definition von Risikogruppen undKompetenzstufen für die Eingrenzung derselben unter Zugrundelegung der Studieneingegangen. Weiterführend werden die Bedeutung von Lesekompetenz in Hinsichtauf die spätere Entwicklung und Möglichkeiten am Arbeitsmarkt, die Gruppengrößeder leseschwachen Bevölkerung in Bezug auf verschiedene Altersgruppen und dieVeränderungen zwischen den Ergebnissen älterer und neuer PISA und IGLU‐Studienbeschrieben. Außerdem stellt der Beitrag einen Zusammenhang zwischen denFähigkeiten der Kompentenzschwachen, der geschlechtsspezifischenAnteilsverhältnisse und der sozialen sowie familiären Herkunft der den Risikogruppenzugehörigen Personen her. Im letzten Teil geht der Artikel auf die Reaktionen undMaßnahmen ein, die nach dem Erscheinen der Ergebnisse der ersten Studien von denGremien der Schul‐ und Bildungspolitik ergriffen wurden und stellt die Anforderungenan die medienpädagogische Forschung dar. Ebenso wird weiterer Handlungsbedarfaufgezeigt und Forderungen an die verantwortlichen Körperschaften formuliert.(DIPF/LK).Autor: Fischer, GeraldTitel: Leseförderung für Risikoschüler an Gymnasien?Quelle: Aus: Knobloch, Jörg (Hrsg.): Kinder‐ und Jugendliteratur für Risikoschülerinnen undRisikoschüler? München: Kopaed (2008) S. 177‐186Reihe: Kjl & m extra. 08ISBN: 978‐3‐86736‐043‐2; 3‐86736‐043‐XSchlagwörter: Wissensgesellschaft; Junge; Schüler; Motivation; Lesekompetenz; Lesen;Migrationshintergrund; Risiko; Jugendlicher; Mädchen; MigrantAbstract: Einleitend gibt Fischer einen Überblick über die Verteilung von Jugendlichen mitMigrationshintergrund an deutschen Schulen, da er sich großteils mit dieserRisikogruppe auseinander setzt. Ebenso führt er aus, dass geschlechterspezifischeGesichtspunkte als Steigerungsfaktoren niedriger Lesemotivation und ‐kompetenzanzusehen sind. Gleichzeitig fordert er eine intensivere Beschäftigung mitLeseförderung an Gymnasien, aufgrund einer erhöhten Zuwachsrate von Migrantenan dieser Schulform. Am Beispiel Bayerns allgemein und Münchens als Stadt sollbelegt werden, in welchem Umfang Risikoschüler an Gymnasien vertreten sind. Dabeifällt ein ausgeprägtes Stadt‐Land‐Gefälle auf. Weiterhin wird herausgearbeitet, dasses sich bei leseschwachen Gymnasiasten um eine eigenständige, schulforminterneRisikogruppe handelt. Als mögliche Leseförderungsmodelle rät der Autor zu einerzweistufigen Herangehensweise. Zuerst sollten effektive Lesestrategien vermittelt undanschließend die Lesemotivation gesteigert werden. Dies würde zu einer Ausprägungstabiler Lesegewohnheiten führen. Von einer "bildungsbürgerlichen Vorstellung vonGenusslektüre" sollte abgesehen werden, da ein Lesegenuss durch die Schwierigkeitenbei der Lektüre nicht erreicht werden kann. Abschließend gibt der Aufsatz einenAusblick in die nähere Zukunft. Er verbindet damit eine Forderung nach vermehrterBeschäftigung mit Fördermodellen für Gymnasiasten in Risikogruppen. (DIPF/LK).Autor: Walter, Oliver© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de11


Titel: Herkunftsassoziierte Disparitäten im Lesen, der Mathematik und denNaturwissenschaften.Ein Vergleich zwischen PISA 2000, PISA 2003 und PISA 2006.Quelle: Aus: Prenzel, Manfred (Hrsg.); Baumert, Jürgen (Hrsg.): Vertiefende Analysen zu PISA2006. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften (2008) S. 149‐168Reihe: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. Sonderheft. 10ISBN: 978‐3‐531‐15929‐4; 3‐531‐15929‐1Schlagwörter: Kompetenz; Vergleich; Zeitreihenanalyse; Soziale Ungleichheit; Soziale Herkunft;Eltern; Schüler; Schülerleistung; Lesekompetenz; Lesen; Mathematische Kompetenz;Naturwissenschaften; Naturwissenschaftlicher Unterricht; Migrationshintergrund;Einflussfaktor; Italiener; Jugoslawe; Pole; Russe; Türke; PISA (Programme forInternational Student Assessment); DeutschlandAbstract: Dieser Beitrag hat zum Ziel, die Disparitäten in der Lese‐, der mathematischen und dernaturwissenschaftlichen Kompetenz zwischen Jugendlichen ohne und solchen mitMigrationshintergrund im Zeitverlauf empirisch zu untersuchen. Zu diesem Zweckwerden die Daten der deutschen Stichproben von PISA‐I 2000, PISA‐I 2003 und PISA‐I2006 sowohl im Hinblick auf die Einwanderergeneration als auch auf den ethnischenHintergrund der Jugendlichen analysiert. Die Befunde zeigen trotz leicht veränderterTestkonzeptionen für die Mathematik und die Naturwissenschaften übereinstimmendfür alle drei Domänen, dass die Disparitäten zugunsten von Jugendlichen aus derehemaligen Sowjetunion über die drei Messzeitpunkte stark abnehmen, während siesich zuungunsten von Jugendlichen italienischer Abstammung vergrößern. FürJugendliche türkischer, polnischer und exjugoslawischer Herkunft fanden sich leichteVerbesserungen in einigen Kompetenzbereichen. Weitergehende Analysen belegen,dass sich die Disparitäten zum größten Teil auf die soziale Herkunft und denSprachgebrauch in der Familie statistisch zurückführen lassen. (DIPF/Orig).Autor: Walter, OliverTitel: Ethno‐linguale Kompositionseffekte in neunten Klassen.Befunde aus der Klassenstichprobe von PISA 2006.Quelle: Aus: Prenzel, Manfred (Hrsg.); Baumert, Jürgen (Hrsg.): Vertiefende Analysen zu PISA2006. Wiesbaden: VS Verlag für Sozialwissenschaften (2008) S. 169‐184Reihe: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft. Sonderheft. 10ISBN: 978‐3‐531‐15929‐4; 3‐531‐15929‐1Schlagwörter: Empirische Untersuchung; Soziale Herkunft; Eltern; Schuljahr 09; Schüler; Schulerfolg;Schülerleistung; Lesekompetenz; Lesen; Mathematikunterricht; MathematischeKompetenz; Naturwissenschaften; Naturwissenschaftlicher Unterricht;Migrationshintergrund; Einflussfaktor; PISA (Programme for International StudentAssessment); Deutschland; HerkunftslandAbstract: Im Beitrag wird empirisch untersucht, ob der Anteil von Jugendlichen mit© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de12


Migrationshintergrund in Schulklassen einen eigenständigen negativen Effekt auf dieLese‐, die naturwissenschaftliche und die mathematische Kompetenz hat. DieDatenbasis bildet eine Teilstichprobe von 6.776 Jugendlichen aus derKlassenstichprobe von PISA 2006. Während für die Lese‐ und dienaturwissenschaftliche Kompetenz unter Kontrolle einer Reihe von Individual‐ undKompositionsmerkmalen kein eigenständiger negativer Effekt festzustellen war, fandsich für die mathematische Kompetenz ein im Mittel geringfügiger negativer Effektvon 0.3 PISA‐Punkten pro Prozentpunkt Migrantenanteil. Dieser Effekt steigt inKlassen mit einem Anteil von über 70 Prozent Migranten auf etwa 30 Punkte an. Diesentspricht einem Kompetenzrückstand von etwa einem Schuljahr. Für die Annahme,dass der Effekt des Migrantenanteils vor allem durch die Herkunftssprache derJugendlichen zustande kommt, fanden sich nur schwache Belege. (DIPF/Orig)Autor: Belke, GerlindTitel: Schrifterwerb und Mehrsprachigkeit.Alle lernen lesen und schreiben ‐ aber in welcher Sprache?Quelle: In: Grundschule, 40 (2008) 5, S. 24‐27ISSN: 0533‐3431Schlagwörter: Kommunikation; Förderung; Sprachspiel; Grundschule; Primarbereich; EntdeckendesLernen; Lernschwierigkeit; Didaktik; Didaktische Grundlage; Deutsch als Zweitsprache;Kinderreim; Literarische Erziehung; Mündlicher Ausdruck; Poesie; Schriftlichkeit;Sprache; Sprachgebrauch; Text; Mehrsprachigkeit; Lesekompetenz; Lesen; Schreiben;Schreibkompetenz; Schriftsprache; Schriftspracherwerb; Muttersprache;Migrationshintergrund; Alphabetisierung; Konzept; MigrantAbstract: Inzwischen wird jedes dritte Kind der nachwachsenden Generation in der von ihmhäufig nur unzureichend beherrschten Zweitsprache Deutsch alphabetisiert. Esbesteht die Gefahr, dass diese Kinder weder in ihrer Muttersprache noch in Deutschschriftsprachliche Kompetenzen erwerben. Die Autorin stellt verschiedeneErwerbskontexte mehrsprachig aufwachsender Kinder vor, die bei der Vermittlung derSchriftsprache berücksichtigt werden müssen, und betont die Bedeutung derKoordination zum einen beim Sprach‐ und Schriftsprachenerwerb und zum anderenbeim Erwerb verschiedener Schriftsprachen.Autoren: Walter, Oliver; Stanat, PetraTitel: Der Zusammenhang des Migrantenanteils in Schulen mit der Lesekompetenz:Differenzierte Analysen der erweiterten Migrantenstichprobe von PISA 2003.Paralleltitel: The relationship between the proportion of immigrant students andreading competence: In‐depth analyses of the extended immigrant sample in PISA2003.Quelle: In: Zeitschrift für Erziehungswissenschaft, 11 (2008) 1, S. 84‐105Schlagwörter: Mehrebenensystem; Stichprobe; Schule; Schüler; Schülerleistung; Lesekompetenz;Migrationshintergrund; Analyse; Zusammensetzung; Jugendlicher; PISA (Programmefor International Student Assessment); Deutschland; Herkunftsland; Sowjetunion;Türkei© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de13


Abstract: Im vorliegenden Beitrag wird der Frage empirisch nachgegangen, ob in Schulen derAnteil von Jugendlichen, deren Familien aus der ehemaligen Sowjetunion oder aus derTürkei zugewandert sind, einen eigenständigen Effekt auf die individuelleLesekompetenz hat. Die zugrunde liegende Datenbasis bildet eine Teilstichprobe von14.169 Jugendlichen aus der erweiterten Stichprobe von PISA‐E 2003. Diemehrebenenanalytischen Auswertungen zeigen, dass der Anteil von Jugendlichen,deren Familien aus der ehemaligen Sowjetunion stammen, unter Kontrolle einerVielzahl von Individual‐ und Kompositionsmerkmalen keinen eigenständigen Effekt aufdie Lesekompetenz hat. Im Gegensatz dazu findet sich für den Anteil von Jugendlichentürkischer Herkunft ein signifikant negativer Zusammenhang mit der Leseleistung. Miteinem Leistungsnachteil von 22 Punkten auf der PISA‐Skala ist der Effekt in Schulen, indenen der Anteil dieser Herkunftsgruppe an der Schülerschaft größer als 40 Prozentist, besonders ausgeprägt. Die Annahme, dass der Effekt des Migrantenanteils auf dieLeseleistung überwiegend über die Herkunftssprache der Jugendlichen vermitteltwird, ließ sich nicht bestätigen. (DIPF/Orig.).Autoren: Voss, Andreas; Blatt, Inge; Gebauer, Miriam M.; Müller, Astrid; Masanek, NicoleTitel: Unterrichtsentwicklung als integrierte Schulentwicklung.Das Hamburger Leseförderprojekt (HeLp).Quelle: In: Jahrbuch der Schulentwicklung, (2008) 15, S. 93‐122ISSN: 0173‐4210Schlagworte: Empirische Untersuchung; Schuljahr 05; Schulentwicklung; Lehrerfortbildung; Schüler;Leistungsbeurteilung; Schülerleistung; Unterrichtsmethode; Deutschunterricht;Leseförderung; Lesekompetenz; Projektbericht; Deutschland; HamburgAbstract: In diesem Beitrag wird [am Beispiel des Hamburger Leseförderprojekts HeLp]aufgezeigt, wie sich aus einer Lehrerfortbildung zum Schwerpunkt Lesekompetenz, inderen Zusammenhang Multiplikatoren zum Thema Leseförderung in allen Fächern inder Sekundarstufe I fortgebildet wurden, das Interesse entwickelte, innovativeKonzepte für den Lese‐ und Sprachunterricht zu erproben und zu evaluieren. ... ImFokus des Hamburger Leseförderprojekts steht die Erfassung derLernentwicklungsverläufe bei Schülerinnen und Schülern in Abhängigkeit vomeingesetzten Unterrichtskonzept. Dabei wird insbesondere überprüft, ob Kinder mitunterschiedlichem Bildungs‐ und Migrationshintergrund, mit unterschiedlicherLernausgangslage sowie Mädchen und Jungen gleichermaßen von diesemUnterrichtskonzept profitieren können. Zudem wird beispielhaft gezeigt, wie derFörderansatz auch zur Schulentwicklung beitrug. Am Gesamtprojekt wird deutlichgemacht, wie die Akzeptanz von Schülern und Lehrern für den Einsatz vonquantitativen standardisierten Testverfahren im Unterricht wuchs und wieunterrichtstaugliche Tests beschaffen sein müssen, mit deren Hilfe die Effektivität desUnterrichts erfasst werden kann. (DIPF/Orig.).© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de14


Titel: Lesen im Medienensemble von Jugendlichen mit Migrationshintergrund in derSchweizAutoren: Bonfadelli, Heinz; Bucher, PriskaQuelle: Medien + Erziehung. ‐ München : KoPäd, Kommunikation u. Pädagogik e.V., Bd.52.2008, 6, S. 10‐23Schlagwort: Schweiz Jugendliche Lesekompetenz;Abstract: ”Der Medienumgang von Jugendlichen mit Migrationshintergrund und speziell derenLeseverhalten ist in der Schweiz bislang kaum erforscht. Im Rahmen des NationalenForschungsprogramms 52 wurden im Sommer 2004 in der Region Zürich mit einerschriftlichen Befragung bei 1.468 zwölf‐ bis 16‐jährigen Schülerinnen und Schülern ausgemischten Klassen Daten zum Medienumgang und zum Leseverhalten, aber ebensozur personalen Identität und zum soziokulturellen Selbstverständnis vonHeranwachsenden mit Migrationshintergrund und von Schweizer Jugendlichenerhoben. Im Vordergrund des vorliegenden Beitrags steht die Frage, ob es tatsächlichder ethnische Migrationshintergrund oder nicht vielmehr der niedrigesozioökonomische Status und die Bildungsferne in vielen Migrationsfamilien sind,welche für den geringen Stellenwert des Buchlesens bei Migrationsjugendlichenverantwortlich gemacht werden müssen.”Titel: Multikulturelle Bibliotheksarbeit : vorschulische Sprach‐ und Leseförderung vonKindern mit Migrationshintergrund; [Konzeption eines Programms für dieBücherhalle Wilhelmsburg]Quelle: Wiesbaden : Dinges & Frick, (2008) , 148 S. : Ill., graph. Darst., NotenAutoren: Thürsam, MyraISBN: ISBN 978‐3‐934997‐21‐9 EUR 24.5Reihe: BIT online : Innovativ; 18Schlagworte: Spracherziehung; Vorschulerziehung; Lesen; Sprachförderung; Leseförderung;Migrationshintergrund; Bibliothek; Familie; Eltern; Migrantenkind; Projekt;Abstract: Die vorliegende Arbeit gliedert sich in vier Teile: eine fachlich‐thematischeEinführung, die Darstellung der Grundlagen zur vorschulischen Sprach‐ undLeseförderung, eine Auswahl von Projekten zur Sprach‐ und Leseförderung inÖffentlichen Bibliotheken, die Kinder mit Migrationshintergrund berücksichtigen unddie Konzeptentwicklung des Sprach‐ und Leseförderungsprogramms der BücherhalleWilhelmsburg. Die einzelnen Kapitel und Abschnitte wurden durch eineübergeordnete Gliederung in römischer Zählung kenntlich gemacht. (DIPF/Orig.)© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de15


Autoren: Kollenrott, Anne I.; u.a.Titel: KOLIBRI.Leseförderung in der Grundschule.Quelle: Münster u.a.: Waxmann (2007), 118 S.ISBN: 3‐8309‐1756‐2; 9783830917564Schlagwörter: Kind; Grundschule; Motivation; Leseförderung; Lesegeschwindigkeit; Lesekompetenz;MigrantAbstract: Das Leseförderprogramm KOLIBRI ist für die Grundschule konzipiert und basiert aufempirisch bewährten Prinzipien. Kernelemente sind die Förderung derLeseflüssigkeit, die Entwicklung der Lesemotivation, eine kognitive Förderung und dieEntfaltung der Lesekompetenz. Das Programm zielt auf die Konsolidierung vonLesestrategien bei den Kindern und den bewussten Einsatz dieser Techniken in allenFächern. Die Vermittlung erfolgt über bewährte Verfahren wie die verbaleSelbstinstruktion. Die empirische Erprobung des Programms an Kindern ab derdritten Klassenstufe zeigt substanzielle Lernzuwächse in der Leseflüssigkeit und derLesekompetenz auch bei Kindern mit Migrationshintergrund. Die Fortschritte in derLesekompetenz sind größer als in durchschnittlichen Grundschulklassen. DieLesemotivation sinkt nicht wie sonst üblich ab, wird auf hohem Niveau stabilisiert.Das Programm belegt, dass bereits in der Grundschule die Lesekompetenz wirksamgefördert werden kann und durch die Stabilisierung der Lesemotivation derGrundstein für eine günstige Weiterentwicklung gelegt wird. Dieser praxisnah undu.a. durch Unterrichtsbilder, Instruktionsbeispiele und Auszüge aus Interviews mitLehrkräften anschaulich angelegte Band wendet sich an Lehrkräfte,Lehramtsstudierende, in der Lehrerbildung Tätige und interessierte Eltern.(DIPF/Orig.).Autoren: Artelt, Cordula; u.a.Institution: Deutschland. Bundesmin. für Bildung und ForschungTitel: Förderung von Lesekompetenz.Expertise. Unveränd. Nachdr.Quelle: Berlin u.a.: BMBF, Referat Publ., Internetred. (2007), 125 S.Reihe: Bildungsreform. 17; Bildung. Ideen zünden!Schlagwörter: Sozialisation; Geschlechtsspezifischer Unterschied; Förderungsmaßnahme; Kind;Schule; Schüler; Lernschwierigkeit; Außerschulisches Lernen; Projekt; Leseförderung;Lesekompetenz; Lesen; Bundesland; Kooperation; Bibliothek; Migrant; DeutschlandAbstract: Die Expertise gliedert sich in fünf Teile. Teil I erläutert den Ausgangspunkt derExpertise und stellt damit vor allem die an verschiedenen Stellen ermitteltenProblembereiche der Förderung von Lesekompetenz dar. Im zweiten Teil wird einumfassender Überblick über den aktuellen Forschungsstand und theoretische Modelleim Bereich der Lesekompetenz gegeben. Ziel dieses Überblicks ist es, auswissenschaftlicher Perspektive darzulegen, welche Erkenntnisse sich aus der Sichtunterschiedlicher Disziplinen ableiten lassen und wo Maßnahmen zur Förderung vonLesekompetenz sinnvoll erscheinen. Hierzu werden die verschiedenen Wirkfaktorenbei der Erklärung der komplexen Leistung der Lesekompetenz aufgezeigt, die© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de16


Entwicklung von Lesekompetenz nachgezeichnet, Erkenntnisse der Lesesozialisationund der Anschlusskommunikation bei literarischen Texten referiert und auf dieBedürfnisse einzelner Lesergruppen (schwache Leser/innen, Jungen versus Mädchen,Schüler/innen mit Migrationshintergrund) eingegangen. Teil II endet mit einemÜberblick über Förderkonzepte und Möglichkeiten sowie einer Bewertung derEffektivität dieser Maßnahmen. Teil III der Expertise nimmt Aspekte der schulischenund außerschulischen Förderung in den Blick und beleuchtet dabei u.a. auch diePotenziale der Zusammenarbeit zwischen schulischen und außerschulischenInstitutionen bei der Förderung von Lesekompetenz. Anhand von Beispielengelungener Kooperationen werden hier auch prinzipielle Bedingungen von effektivenKooperationsprozessen besprochen. Teil IV beinhaltet einen Überblick über dieumfangreichen Länderaktivitäten im Bereich der Förderung von Lesekompetenz, dermit Unterstützung von Ländervertreter/innen erstellt wurde. Alle 16 Bundesländerhaben Beiträge in Form von Projektinformationen zu den Länderaktivitäten geliefert.Die umfassende Sammlung von Ansatzpunkten und Projekten dient dazu, einenÜberblick über die Hauptansatzpunkte zu bekommen und ‐ im Sinne des Auftrags derExpertise ‐ auszuloten, inwiefern über diese Aktivitäten hinausgehend gemeinsamerHandlungsbedarf der Länder besteht. Die Aktivitäten der Länder zur Lese(kompetenz‐)Förderung werden dabei auf Grundlage der Ausführungen aus Teil II bewertet. Derabschließende Teil V enthält Empfehlungen zur weiteren Förderung vonLesekompetenz und wurde primär aus einer länderübergreifenden Perspektiveformuliert, bleibt jedoch in den Aussagen nicht auf länderübergreifende Maßnahmenbeschränkt. Die Empfehlungen zu Inhalten, Prozessen und Kooperationen bei derFörderung von Lesekompetenz bergen aus Sicht der Autor/innen ‐ innerhalb und überdie Länder hinweg ‐ wichtige Potenziale, die Lesekompetenz von Schüler/innen inDeutschland nachhaltig zu verbessern. (DIPF/Orig.).Titel: Medienrezeption, Sprachfoerderung und kulturelle Identitaet bei Migrantenkindern.Quelle: Bonfadelli, Heinz (Hrsg.) u.a. : Medien und Migration. Wiesbaden: VS Verl. fuerSozialwissenschafte, , (2007) , S. 303‐325.Autoren: Wieler, PetraSchlagworte: Elterlicher Einfluss; Elternbefragung; Familiale Interaktion; Fernsehnutzung;Fremdsprache; Immigrant; Kind; Kulturelle Identitaet; Lesefoerderung; Lesen;Mediennutzung; Mediensozialisation; Muendliche Befragung; MultikulturelleGesellschaft; Primarschule; Rezipientenverhalten; Spracherwerb; Zweisprachigkeit;Leitfadeninterview;Autor: Brandenburger, AnjaTitel: Fachunterricht ist Sprachförderung...Selbstständiger und kompetenter Umgang mit Lesetexten und Fachsprache.Quelle: In: Pädagogik (Weinheim), 59 (2007) 6, S. 29‐32ISSN: 0933‐422xSchlagwörter: Verstehen; Kind; Schüler; Unterrichtsbeispiel; Sachtext; Sprachförderung;Sprachkompetenz; Leseförderung; Lesekompetenz; Lesen; Schreiben; Migrant© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de17


Abstract: "Die Autorin untersucht in ihrem Beitrag, wie Lehrkräfte, durch gezielte Hilfen undVeränderungen ihres Unterrichts das Leseverständnis von Kindern mitMigrationshintergrund fördern können. Hier geht sie insbesondere auf dieNotwendigkeit ein, Vorab‐Analysen von "Stolpersteinen" durchzuführen, dieLeseverständnis erschweren können." Die Schwierigkeiten sieht die Autorin zum Teilin den Strukturen oder stilistischen Eigenheiten der deutschen Sprache. Hierzugehören u.a.. das Entschlüsseln von Komposita, das Erfassen unpersönlicherFormulierungen, das Erkennen von Passiv, das richtige Erfassen von Ellipsen, dierichtige Bedeutungszuweisung bei verschiedenen Nebensatzarten, das richtigeErfassen komplexer Satzstrukturen, die Benutzung von Synonymen oderOberbegriffen zur stilistischen Auflockerung. Wie man diese "Stolpersteine" durchVerknüpfung zum Vorwissen und durch ein einheitliches Texterschließungsverfahren,das von allen Fachlehrkräften konsequent verwendet wird, aus dem Weg räumenkann, wird in dem vorliegenden Beitrag erläutert. (DIPF/Orig./Bal).Titel: Was bewegt die Leseförderung in Deutschland?: Zweites Round Table Leseförderungder Stiftung Lesen in Mainz gefördert von dem Bundesministerium für Bildung undForschungQuelle: Forum Lesen, (2007)59, S. 11Schlagworte: Diskussion; Geschlechtsspezifische Sozialisation; Migrantenkind; Leseförderung;Lesen; Lesekompetenz; Junge;Abstract: Drei Fragen stehen ganz oben auf der Agenda, wenn es um die Frage geht, was dieLeseförderung in Deutschland bewegt: Wie können Kinder mit Migrationshintergrundans Lesen herangeführt werden? Wie erreicht das deutsche Bildungssystem die sogenannten bildungsfernen Schichten? Und wie kann eine besonders heikleLeseförderungs‐Zielgruppe erreicht werden ‐ die Jungen? Um diese drei Fragenkreisten die Diskussionen des bundesweit einzigartigen Leseförderungs‐Forums, dasin dem vorliegenden Beitrag vorgestellt wird. (DIPF/Orig.)Autor: Riechert, RüdigerTitel: Hypertexte, Blogs und Podcasts.Leseförderung mit dem Internet.Quelle: In: Pädagogik (Weinheim), 59 (2007) 6, S. 33‐37ISSN: 0933‐422xSchlagwörter: Verstehen; Kind; Schüler; Unterrichtsbeispiel; Sachtext; Sprachförderung;Sprachkompetenz; Leseförderung; Lesekompetenz; Lesen; Schreiben; MigrantAbstract: Der Autor zeigt auf, wie mit Hilfe des Internets Leseförderung in der Schule verbessertwerden kann und welche Konsequenzen andererseits die Entwicklung des Internetsauf die schulische Leseförderung hat. Dass das Internet auch gleich für die Probleme,die es produziert (z.B. beim Umgang mit Hypertexten), Hilfen und Lösungen in Formvon Online‐Fortbildungsangeboten und ‐hilfen anbietet, erscheint nicht alsWiderspruch, sondern zeigt die Möglichkeiten und Herausforderungen des Internets© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de18


für die Leseförderung. (DIPF/Orig.).Beteiligte: Ahrenholz, Bernt (Hrsg.)Titel: Deutsch als Zweitsprache.Voraussetzungen und Konzepte für die Förderung von Kindern und Jugendlichen mitMigrationshintergrund.Quelle: Freiburg, Breisgau: Fillibach (2007), 294 S.ISBN: 978‐3‐931240‐43‐1Schlagwörter: Sprachtest; Förderung; Förderungsmaßnahme; Kind; Kindergarten; Vorschule;Frühbeginn; Sekundarstufe I; Primarbereich; Vorbereitungsklasse; Ferienarbeit;Deutsch als Zweitsprache; Linguistik; Spracherwerb; Sprachförderung;Lesekompetenz; Schreiben; Muttersprache; Muttersprachlicher Unterricht;Migrationshintergrund; Ferienlager; Modell; Migrant; Basel; Deutschland; Sachsen;SchweizAbstract: Dass viele Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund sprachlich gefördertwerden müssen, ist heute weitgehend unstrittig; offen ist die Frage nach dem "Wie".Der Band möchte daher die Diskussion über Fördermöglichkeiten anregen und stelltunterschiedliche Förderkonzepte für Kindergarten, Vor‐ und Grundschule sowieSekundarstufe vor. Dabei werden umfassendere Ansätze wie das Kieler Modell,Deutsch für den Schulstart, Lernszenarien, FÖRMIG, die Förderung der StiftungMercator oder Feriencamps, aber auch Einzelinitiativen zur Schreib‐ undLeseförderung sowie Maßnahmen zur Förderung der Herkunftssprachen präsentiert.Darüber hinaus werden Voraussetzungen und Rahmenbedingungen vonSprachförderung aus der Sicht der Zweitspracherwerbsforschung sowie Fragen derDiagnostik aufgegriffen. (DIPF/Orig.).Autoren: Gräsel, Cornelia; Göbel, Kerstin; Stark, RobinTitel: Die Entwicklung von Lesekompetenz in der Sekundarstufe.Differentielle Analysen für Schülerinnen und Schüler mit unterschiedlichenMigrationserfahrungen.Quelle: Aus: Böhm‐Kasper, Oliver (Hrsg.); Schuchart, Claudia (Hrsg.); Schulzeck, Ursula (Hrsg.):Kontexte von Bildung. Münster u.a.: Waxmann (2007) S. 73‐91ISBN: 978‐3‐8309‐1906‐3Schlagwörter: Kultur; Empirische Untersuchung; Bildungsniveau; Familie; Eltern; Sekundarstufe I;Schüler; Schulerfolg; Sprache; Lesekompetenz; Muttersprache;Migrationshintergrund; Buch; Einflussfaktor; Deutschland; Rheinland‐Pfalz; SaarlandAbstract: Die Autoren thematisieren die Entwicklung der Lesefähigkeit vonSekundarstufenschülern in Abhängigkeit vom Migrationshintergrund und derfamiliären Verfügung über kulturelles Kapital. Ihre Ergebnisse deuten an, dass Schüler,die eine andere Sprache als Deutsch zu Hause sprechen, hinsichtlich ihrerLeseentwicklung in anderer Weise vom häuslichen Anregungskontext profitieren alsSchüler, die zu Hause deutsch sprechen. Die Autoren konstatieren jedoch, dass dieseBefunde zur Absicherung weiterer Replikationen bedürfen. (DIPF/Orig.).© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de19


Autor: Täuber, ElkeTitel: Förderung der Lesekompetenz von mittel‐ und hochgradig hörbehinderten Schülernaus Migrantenfamilien.Quelle: Berlin: Mensch‐&‐Buch‐Verl. (2007), 185 S.ISBN: 978‐3‐86664‐260‐; 3‐86664‐260‐7Schlagwörter: Kind; Frühförderung; Schüler; Deutschunterricht; Bilingualismus; Lesekompetenz;Gehörlosigkeit; Sonderpädagogik; Hörbehinderung; Sonderschule; AusländerAutor: Rühl, KatjaTitel: Förderung des Textverstehens.Prüfung der differentiellen Wirksamkeit eines strategieorientiertenUnterrichtsprogramms.Quelle: Hamburg: Kovac (2006), IX, 220 S.Reihe: Schriften zur pädagogischen Psychologie. 21ISSN: 1610‐0743ISBN: 3‐8300‐2230‐1; 978‐3‐8300‐2230‐5Schlagwörter: Empirische Untersuchung; Selbstregulation; Verstehen; Förderungsmaßnahme; Kind;Schuljahr 05; Schüler; Lernen; Unterrichtsforschung; Programm; Unterricht;Deutschunterricht; Text; Bilingualismus; Leseförderung; Lesekompetenz; Lesen;Hochschulschrift; Umsetzung; Wirkung; Migrant; Deutschland; Rhein‐Main‐GebietAbstract: Diese Arbeit beschreibt die Implementation eines Programms zur Förderung vonLesestrategien in den Deutschunterricht der 5. Klasse. Dabei wird geprüft, ob sich dasTextverstehen von Schülern mit unterschiedlichen Eingangsvoraussetzungen und mitunterschiedlichem Sprachhintergrund in gleichem Maße durch die Vermittlung vonWissen über Lesestrategien verbessern lässt. Die Befunde zeigen, dass alle Schüler ‐unabhängig von ihren Lernvoraussetzungen ‐ relevantes Strategiewissen erwerben.Eine Verbesserung des Textverstehens wird allerdings nicht erreicht. MöglicheUrsachen und Förderalternativen werden diskutiert. (DIPF/Orig.).Autor: Rabkin, GabrieleTitel: Migrantenkinder und Eltern auf dem Weg zur Schrift.Quelle: In: Die Grundschulzeitschrift, 20 (2006) 198, S. 28‐30ISSN: 0178‐8523; 0932‐3910Schlagwörter: Familie; Eltern; Kind; Kindergarten; Vorschule; Unterrichtsmaterial; Deutschunterricht;Literalität; Sprache; Sprachförderung; Sprachunterricht; Projekt; Leseförderung;Lesen; Schreiben; Schrift; Elternarbeit; Ausländer; MigrantAbstract: Der Einfluss der Familie auf die Sprachentwicklung und die Hinführung zurSchriftkultur wird international mit der Bedeutung von family‐literacy verknüpft. DieAutorin stellt ein Hamburger Family‐Literacy‐Projekt vor, in dem sich (Migranten‐)Eltern durch den Einsatz eines "Sprachförderkoffers" (eine ausleihbareMaterialsammlung zur Sprachförderung mit spielerischem Akzent) im familiärenUmfeld an der frühen Lese‐ und Schreibförderung beteiligen.© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de20


Autoren: Schründer‐Lenzen, Agi; Merkens, HansTitel: Differenzen schriftsprachlicher Kompetenzentwicklung bei Kindern mit und ohneMigrationshintergrund.Quelle: Aus: Schründer‐Lenzen, Agi (Hrsg.): Risikofaktoren kindlicher Entwicklung. Wiesbaden:VS, Verl. f. Sozialwiss. (2006) S. 15‐44ISBN: 3‐531‐14844‐3Schlagwörter: Längsschnittuntersuchung; Vergleichsuntersuchung; Kind; Schuljahr 01; Schuljahr 02;Schuljahr 03; Schuljahr 04; Schulklasse; Grundschule; Schüler; Schülerleistung; Lernen;Anfangsunterricht; Unterrichtsmethode; Sprachkompetenz; Lesekompetenz; Lesen;Lesenlernen; Rechtschreibung; Schreiben; Schriftsprache; Muttersprache;Forschungsstand; Entwicklung; Heterogenität; Migrant; DeutschlandAbstract: In der Berliner "Längsschnittstudie zur Lesekompetenzentwicklung vonGrundschulkindern (BeLesen)" wird die Schulleistungsentwicklung von Kindern mitMigrationshintergrund mit halbjährlichen Messintervallen von der 1. bis zur 4. Klasseverfolgt. Berichtet wird über Befunde aus bisher sechs Messzeitpunkten zum Lesenund Rechtschreiben. Hierbei zeigt sich, dass die mit Beginn der Grundschulebestehenden Leistungsdisparitäten zwischen Kindern mit und ohneMigrationshintergrund sich linear fortschreiben. Ein erhöhtes Risiko für dieLesekompetenzentwicklung von Kindern mit Migrationshintergrund deutet sich dabeiinsbesondere für die Kinder an, die in ihren Familien ausschließlich in einer anderenSprache als Deutsch sprechen. Varianz‐ und regressionsanalytisch lassen sich nurgeringe Effekte hinsichtlich unterschiedlicher fachdidaktischer und pädagogischerOrientierungen des Anfangsunterrichts ausmachen. Tendenziell günstigereLernergebnisse lassen sich für lehrgangsnahe Formen des Rechtschreibunterrichts undfür eher spracherfahrungsorientierte Formen des Leseunterrichts ausweisen.(DIPF/Orig.).Autor: Roth, Hans‐JoachimTitel: Perspektiven der Zweitspracherwerbsforschung für die Sprachförderung vonKindern mit Migrationshintergrund.Quelle: Aus: Hanke, Petra (Hrsg.): Grundschule in Entwicklung. Münster, Westfalen u.a.:Waxmann (2006) S. 159‐187ISBN: 3‐8309‐1722‐8; 978‐3‐8309‐1722‐9Schlagwörter: Pädagogische Diagnostik; Förderung; Kind; Kindertagesstätte; Vorschule; Grundschule;Schüler; Unterrichtsmodell; Sprachforschung; Sprachkompetenz;Sprachstandsforschung; Bilingualer Unterricht; Bilinguale Erziehung; Lesekompetenz;Forschungsstand; Zweitsprachenerwerb; Fallbeispiel; Theorie; Migrant; DeutschlandAbstract: Im Kontext der Befunde der nationalen und internationalen Schulleistungsstudien zumZusammenhang von Schülerleistung und Migrationshintergrund und sozialer Herkunfthat sich die Sprachförderung von Kindern mit Migrationshintergrund zu einemzentralen Reformschwerpunkt auch für die Grundschule herauskristallisiert. Der Autorgibt Einblick in theoretische Grundlagen der aktuell diskutiertenZweitspracherwerbsforschung und berichtet über Ergebnisse aus Evaluationsstudienzu bilingualen Modellen an Kindertageseinrichtungen und Grundschulen in© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de21


Deutschland. Vor diesem Hintergrund entwirft der Autor mit dem "HamburgerVerfahren zur Analyse des Sprachstands Fünfjähriger" (HAVAS) das Konzept einerförderorientierten Sprachdiagnostik, das an ausgewählten Sprachbeispielen vonKindern ausführlicher erörtert wird. (DIPF/Orig.).Autoren: Stanat, Petra; Christensen, GayleTitel: Schulerfolg von Jugendlichen mit Migrationshintergrund im internationalenVergleich.Eine Analyse von Voraussetzungen und Erträgen schulischen Lernens im Rahmen vonPISA 2003.Quelle: Berlin u.a.: BMBF (2006), 261 S.Reihe: Bildungsforschung. 19; Bildung ‐ Ideen zünden!Schlagwörter: Bildungsniveau; Einstellung (Psy); Identifikation; Problemlösen; Selbsteinschätzung;Selbstkonzept; Selbstwirksamkeit; Soziale Herkunft; Förderungsmaßnahme; Eltern;Kind; Elementarbereich; Schule; Primarbereich; Sekundarbereich; Schüler; Schulerfolg;Schülerleistung; Interesse; Lernumgebung; Motivation; Geschlecht; Sprachförderung;Sprachkompetenz; Unterrichtssprache; Geschichte (Histor); Lesekompetenz;Mathematik; Mathematische Kompetenz; Muttersprache; Naturwissenschaften;Migration; Migrationshintergrund; Internationaler Vergleich; Integration;Leistungsmessung; Ethnische Minderheit; Jugendlicher; Migrant; PISA (Programme forInternational Student Assessment); PISA‐Studie; Australien; Belgien; Dänemark;Deutschland; Frankreich; Hongkong; Kanada; Luxemburg; Macao; Neuseeland;Niederlande; Norwegen; OECD‐Staaten; Österreich; Russland; Schweden; Schweiz;USAAbstract: Der Bericht analysiert "Daten aus PISA 2003 zu Bildungserträgen unter anderem imHinblick auf die Frage, wie gut Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund imAlter von 15 Jahren in wichtigen Schulfächern [vor allem in den Bereichen Mathematikund Lesekompetenz, aber auch in Naturwissenschaften und in Bezug aufProblemlösungsfähigkeiten] abschneiden, wie sie sich selbst als Lernende einschätzenund wie sie generell zur Schule eingestellt sind. ... In dem Bericht werden dieSchülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund mit solchen aus einheimischenFamilien verglichen... [Es] wird versucht, Faktoren zu identifizieren, die für die imLändervergleich festgestellten Unterschiede, in den Leistungen der Schülerinnen undSchüler mit Migrationshintergrund, ausschlaggebend sein könnten und die denpolitisch Verantwortlichen somit Hinweise auf Ansatzpunkte liefern könnten, um dieSituation dieser Schülergruppen zu verbessern." Der Bericht ist folgendermaßenaufgebaut: "Kapitel 1: Zur Migrationsgeschichte und den Migrantenpopulationen derLänder; Kapitel 2: Leistungen von Schülerinnen und Schülern mitMigrationshintergrund in PISA 2003; Kapitel 3: Hintergrundmerkmale,Mathematikleistungen und das schulische Lernumfeld der Schülerinnen und Schülermit Migrationshintergrund; Kapitel 4: Die Lernermerkmale der Schülerinnen undSchüler mit Migrationshintergrund; Kapitel 5: Bestimmungen und Maßnahmen zurFörderung von Kompetenzen in der Unterrichtssprache für Schülerinnen und Schülermit Migrationshintergrund." Im Anhang sind u.a. Erläuterungen zur Konstruktion derIndizes sowie Datentabellen zu finden. (DIPF/Orig./av).© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de22


Autoren: Limbird, Christina K.; Stanat, PetraTitel: Prädiktoren von Leseverständnis bei Kindern deutscher und türkischerHerkunftssprache: Ergebnisse einer Längsschnittstudie.Paralleltitel: Predictors of reading comprehension among German and Turkish‐German bilingual children: analyses from a longitudinal investigation.Quelle: Aus: Ittel, Angela (Hrsg.): Veränderungsmessung und Längsschnittstudien in derempirischen Erziehungswissenschaft. Wiesbaden: VS Verl. f. Sozialwiss. (2006) S. 93‐123Schlagwörter: Empirische Untersuchung; Längsschnittuntersuchung; Kind; Grundschule; Phonologie;Textverständnis; Wortschatz; Hörverständnis; Bilinguale Erziehung; Lesekompetenz;Lesen; Deutscher; Migrant; Türke; Berlin; DeutschlandAbstract: Die vorliegende Studie untersucht, inwieweit bei bilingualen Kindern dieselbenFaktoren für die Entwicklung von Lesekompetenz in der ersten bis zur dritten Klassevon Bedeutung sind wie für monolinguale Kinder. In einer Stichprobe von 169Schülerinnen und Schülern (69 monolingual deutschsprachig 100 bilingual türkischdeutschsprachig)wurden kognitive Grundfähigkeiten, phonologische Bewusstheit,Wortschatz, verbales Arbeitsgedächtnis, Wortdekodierung und Leseverständnis übereinen Zeitraum von zwei Jahren mehrfach erfasst. Da Forschung auf der Grundlagevon Modellen der Lesekompetenz wiederholt gezeigt hat, dass phonologischeBewusstheit eine zentrale Rolle für die Leseentwicklung spielt, wurde der Fragenachgegangen, inwieweit dies auch für bilinguale Kinder gilt. Als bilingualeTeilstichprobe wurde die der türkisch‐deutschsprachigen Kinder gewählt, da diese zuden größten in Deutschland. lebenden Migrantengruppen zählen. Auf der Grundlagefrüherer Studien zum Zusammenhang zwischen Sprachhintergrund undphonologischer Bewusstheit wurde erwartet, dass bilingual türkisch‐deutschsprachigeKinder bessere phonologische Fähigkeiten aufweisen würden als monolingualdeutschsprachige Kinder und dass phonologische Bewusstheit bei den bilingualenKindern ein weniger bedeutsamer Prädiktor von Lesekompetenz sein würde als beiden monolingualen Kindern. Es zeigte sich, dass die türkisch‐deutschsprachigen Kindertendenziell tatsächlich etwas höhere Werte auf den Skalen der phonologischenBewusstheit erzielten als die ausschließlich deutschsprachigen Kinder. DieseUnterschiede ließen sich jedoch nicht gegen den Zufall absichern. Im Wortschatztestwar dagegen ein signifikanter Leistungsnachteil für die bilinguale Gruppe zuverzeichnen. Für die Dekodierfähigkeit und das Leseverständnis wiederum ergabensich keine nachweisbaren Gruppenunterschiede. Der zweiten Hypotheseentsprechend weisen die Ergebnisse einiger Analysen daraufhin, dass phonologischeBewusstheit für die Lesekompetenz türkisch‐deutschsprachiger Kinder eine geringereRolle spielt als für die Lesekompetenz ausschließlich deutschsprachiger Kinder. DieBefunde verdeutlichen, dass es in der Leseforschung notwendig ist, die besondereSituation von Kindern zu berücksichtigen, die unter Bedingungen derMehrsprachigkeit Lesen lernen. (DIPF/Orig.).© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.ism-info.de23


Beteiligte: Sasse, Ada (Hrsg.)Titel: Schriftspracherwerb und soziale Ungleichheit.Zwischen kompensatorischer Erziehung und Family Literacy.Quelle: Berlin: Deutsche Gesellschaft für Lesen und Schreiben (2006), 246 S.Reihe: DGLS‐Beiträge. 4ISBN: 3‐9809663‐3‐XSchlagwörter: Bildung; Erziehung; Chancengleichheit; Soziale Ungleichheit; Soziales Milieu; SozialeHerkunft; Förderung; Schule; Grundschule; Schüler; Lernbedingungen; Spracherwerb;Lesekompetenz; Lesen; Schriftsprache; Armut; Migrationshintergrund; Kompensation;Konferenzschrift; Tagungsbericht; Ausländer; Benachteiligtes Kind; IGLUAbstract: Mit der Veröffentlichung des Ersten Armuts‐ und Reichtumsberichtes derBundesregierung sowie mit der Veröffentlichung der ersten PISA‐Befunde im Jahr2001 ist die Unterstützung von (schrift‐)sprachlichen Bildungsprozessen bei Kindernund Jugendlichen aus sozial benachteiligten Milieus wieder ein virulentes Themageworden. Mittlerweile existieren unterschiedliche regionale und lokale Projekte mitsehr unterschiedlicher Ausrichtung nebeneinander. Um das Nachdenken übertheoretische Positionen und den Austausch über Praxisprojekte zur (schrift‐)sprachlichen Bildung von sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen anzuregen,fand die Fortbildungstagung der DGLS im Jahr 2005 zu der Frage: "SozialeBenachteiligung und Schriftspracherwerb ‐ Welche kompensatorische Erziehungbrauchen wir heute?" statt. Die Vorträge dieser Tagung und weitere relevanteBeiträge sind im vorliegenden Band dokumentiert. (DIPF/Orig.).Autor: Allemann‐Ghionda, ChristinaTitel: Klasse, Gender oder Ethnie? Zum Bildungserfolg von Schüler/innen mitMigrationshintergrund.Von der Defizitperspektive zur Ressourcenorientierung.Paralleltitel: Social class, gender, or ethnic background? On the educational careers ofstudents from migrant families. From a deficit‐guided perspective to an orientationtowards resources.Quelle: In: Zeitschrift für Pädagogik, 52 (2006) 3, S. 350‐362Schlagwörter: Kompetenz; Pädagogische Diagnostik; Soziale Herkunft; Kind; Schulsystem; Lehrer;Leistungsbeurteilung; Schulerfolg; Schülerleistung; Unterricht; Geschlecht;Sprachkompetenz; Bilingualismus; Lesekompetenz; Nationalität; Religion;Forschungsstand; Qualität; Ethnische Gruppe; Migrant; Deutschland; SchweizAbstract: Die europäische Forschung über die Faktoren, die zum Bildungserfolg bzw. Misserfolgvon Kindern mit Migrationshintergrund beitragen, lässt mehrere Erklärungsansätzeerkennen. Am meisten überzeugt die systemische Sichtweise, wonach ein Geflechtvon inner‐ und außerschulischen Faktoren am Werk ist. Neuere Untersuchungenzeigen deutlich, dass verschiedene ethnische Gruppen unterschiedlichen Erfolgaufweisen, ohne dass die Gründe klar wären. Einzelne Untersuchungen weisen aufeinen geschlechtsspezifischen Aspekt hin, wobei dieser erst in Kombination mit derWahrnehmung der ethnischen Zugehörigkeit, der Nationalität, der Religion und dersozialen Herkunft wirksam wird. (DIPF/Orig).© DIPF / Redaktion ISM Deutsches Institut für Internationale Pädagogische Forschunghttp://www.ism-info.de Schloßstr. 29, 60486 Frankfurt am Main© DIPF / Redaktion ISM (Manuela Bielow) in Kooperation mit mekonet (Thomas Tekster)http://www.dipf.de, ism@dipf.de24http://www.ism-info.de

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