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topofstyria.at

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die top 100

der Steiermark

toPS of Styria

2011

Das EinmaligE

wirtschaftsmagazin 2011

raum

Bildung

integration

Laufende Nummer 38a P.b.b. Verlagspostamt 9500 Villach 02Z032267M


2

Wenn’s um meinen Betrieb geht,

top of styria 2010

ist nur eine Bank meine Bank.

Als Unternehmer trägt man viel Verantwortung. Für den

Betrieb, für die Mitarbeiter und deren Familien – und auch

für die Region. Da ist es besonders wichtig, einen Partner

zu haben, der genauso denkt. www.raiffeisen.at/steiermark


Starker Standort

Die Wirtschaft lebt von den Leistungen ihrer Unternehmen.

Und diese leben von der Qualität des

Standorts. Standortqualität zeigt sich auch an der

Qualifikation der Menschen, vor allem der Jungen.

Der Standort Steiermark war in

den letzten Jahren stark von

den Auswirkungen der weltweiten

krise betroffen. Wobei „Steiermark“

durch so gut wie jede andere Region in

Europa und darüber hinaus zu ersetzen

wäre. in dermaßen schwierigen Zeiten

heißt es umso mehr, sich auf die eigenen

Stärken zu konzentrieren und diese

voranzutreiben. Ein land wie die Steiermark

tut sich dabei vielleicht etwas

leichter, vor allem deshalb, weil die Steiermark

von einem enormen unternehmerischen

„Spirit“ getragen ist, der sich

in den starken steirischen Unternehmen

von der Gründerzeit bis zu den unternehmerischen

Erfolgsgeschichten der letzten

Jahrzehnte widerspiegelt.

Genau dieser unternehmerische Geist

bringt leidenschaftliche Unternehmer

hervor, die ideen haben und sie umsetzen.

Wer dabei auch noch Arbeitsplätze

schafft und lehrlinge ausbildet, kann

sich zu Recht zu den „top of Styria“ zählen.

100 davon werden auf den kommenden

Seiten vorgestellt. Weitere 56.900

dürfen sich aber auch gerne dazu zählen,

denn die wirtschaftliche kraft eines

landes, einer Region, wird von allen

Wirtschaftstreibenden mitbestimmt.

Sie alle zusammen sorgen für einen starken

Standort und eine florierende Wirtschaft.

Damit das auch so bleibt, müssen die

Rahmenbedingungen so gestaltet wer-

den, dass sich Unternehmerinnen und

Unternehmer auch entfalten können.

Forschung und infrastruktur spielen

in diesem Zusammenhang eine wichtige

Rolle, vor allem aber Ausbildung und

Qualifizierung. Wir wissen ganz genau,

was uns erwartet, nämlich ein heftiger

Einbruch bei den jungen Menschen. Was

wir gerne etwas distanziert als „demografischen

Wandel“ bezeichnen, betrifft

uns in Wahrheit ganz besonders stark.

Denn eine Wirtschaft, die keinen Nachwuchs

hat, hat auch keine Fachkräfte.

Und wer keine Fachkräfte hat, wird früher

oder später den Anschluss verlieren.

Was die lehre betrifft, so müssen wir

uns (noch) keine Sorgen machen. im

Jahr 2010 wurden in der Steiermark

19.298 lehrlinge ausgebildet, 5.072 davon

waren im ersten lehrjahr. Damit

ist die Zahl der lehranfänge im Vergleich

zu den Vorjahren stabil geblieben.

Dass die lehre nach wie vor ein attraktives

Ausbildungsmodell für junge

Menschen ist, zeigt die tatsache, dass

sich fast die Hälfte aller Jugendlichen

(47,2 % der 15-Jährigen) für die lehre

josef herk

„Eine Wirtschaft, die keinen Nachwuchs hat,

hat auch keine Fachkräfte.“

2011

top of styria

Politik

entschieden hat. Den größten Anteil an

lehrlingen verzeichnet die Sparte Gewerbe

und Handwerk (8.411; 43,6 %), gefolgt

von industrie (3.000; 15,6 %), Handel

(2.414; 12,5 %) und tourismus (1.755;

9,1 %). Die Zahl der absolvierten lehrabschlussprüfungen

lag 2010 bei 7.323

und ist im Vergleich zu 2009 um 558

gestiegen. Dennoch: Die Herausforderungen

der Zukunft sind längst schon

Gegenwart. in der Steiermark gab es

etwa 2008 noch 14.068 15-Jährige, heuer

sind es nur rund 13.000 und bis 2018

wird sich diese Zahl noch einmal um

2.600 reduzieren.

Die Wirtschaft – also wir alle! – muss daraus

die richtigen Schlüsse ziehen. Ausbildung

und Qualifizierung müssen von

uns allen getragen werden: als Unternehmer,

Ausbildner, Eltern, lehrer und

nicht zuletzt von den jungen Menschen

selbst. So bleibt die Steiermark auch

in Zukunft das, was sie ist: ein starker

Standort.

Ing. Josef Herk ist Präsident der Wirtschaftskammer

Steiermark.

3

Foto: Fischer


Foto: Schiffer (2), beigestellt (2)

EDitoRiAl

Wachsen in

durchwachsenen Zeiten

Eines der Paradigmen der Wirt-

4

eDITORIAL. Vom unvermeidlichen Wachstum müssen wir

uns verabschieden. Aber nicht vom erfolgreichen Bemühen

der herausragenden Unternehmen des Landes, so viel

Arbeit wie nur möglich zu geben.

schaft (und der Medienwirt-

schaft) lautet: Es muss immer

mehr sein. Wenn es einmal nicht mehr ist,

gehen wir diskret darüber hinweg. in Zei-

ten des ungebrochenen, nahezu selbstver-

ständlichen Wachstums lässt es sich mit

diesem Grundprinzip wunderbar leben.

in den durchwachsenen Zeiten geht das

nicht so gut. Es gibt kein Gewohnheits-

recht auf lineares Wachstum.

Das auch mit der angemessenen Selbst-

verständlichkeit zu sagen, sollten wir

rasch lernen, um nicht lernen zu müssen,

in eine permanente Sinnkrise zu geraten.

top of styria ist, quantitativ betrachtet,

in diesem Jahr nicht gewachsen.

Nicht auf 80 oder 100, sondern auf 64

Seiten dürfen wir beeindruckenden Unternehmerinnen

und Unternehmer, den

toPS of styria, gratulieren. Weniger Seiten

hat dieses Heft, weil es auch weniger

Anzeigen gab. Umso dankbarer sind wir

den inserenten, denen wir das Erschei-

top of styria 2011

nen der diesjährigen Ausgabe verdanken.

Das Ranking der toP 100-Unternehmen

ist, was den Gesamtumsatz (für 2010)

und den Mindestumsatz betrifft, der erforderlich

war, um in das Ranking zu

kommen, signifikant besser ausgefallen

als im Vorjahr. Die Werte von 2009 (für

das Geschäftsjahr 2008) bleiben jedoch

unübertroffen. Umso bemerkenswerter

ist es, dass die toP 100 Unternehmen im

Geschäftsjahr 2010 mehr Menschen beschäftigt

haben als im Jahr 2008 vor der

krise. Die Beschäftigungs-Zahlenreihe

136.737–131.045–137.300 ist weit mehr

ein indiz für die unternehmerische Verantwortung

als für die Entwicklung des

Wirtschaftsklimas. oder einfacher: Die

bedeutendsten Unternehmen des landes

haben – erfolgreich – alle kräfte aufgeboten,

um Arbeit zu geben und den unvermeidlichen

Einbruch des krisenjahres

auszugleichen.

inhaltlich beschäftigt sich top of styria

mit drei themenkreisen, die nicht nur von

MARTIN NOVAK

vitaler Bedeutung für Wirtschaft und das

land insgesamt, sondern auch eng verzahnt

sind: der Erhaltung aller Regionen

als lebendige lebens- und Wirtschaftsräume,

der integration ausländischer

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der

Bildungsfrage. Wie gewohnt begleiten eigenständige

künstlerische Statements die

Beiträge namhafter Autorinnen und Autoren.

künstler und künstlerin sind von den

leitthemen auch persönlich berührt. Der

studierte Architekt Axel Staudinger hat

zum thema Raum auch die titelillustration

beigesteuert, der 62jährige akademische

bosnische künstler Mirko Marić das

integrationsthema behandelt. Die 20-jährige

Grafikerin und kommunikationsdesignerin

Christina Hauszer, die das thema

Bildung illustrierte, wurde in Südamerika

geboren und ist erst mit zwölf Jahren

nach Österreich übersiedelt. Sie steht vor

dem Abschluss der HtBlA ortweinplatz.

Martin Novak leitet die Redaktion

von top of styria.

Der Architekt, der ein bildender Künstler ist, der

Künstler aus Zenica, den der Bosnienkrieg nach

Österreich verschlug, die österreichische Grafikdesignerin,

die in Ecuador geboren wurde: Axel

Staudinger, Mirko Marić und Christina Hauszer

(v.l.n.r.) haben top of styria 2011 illustriert.


Politik

Josef Herk · Starker Standort 3

Martin Novak · Wachsen in durchwachsenen Zeiten 4

Hermann Schützenhöfer, Franz Voves · Wirtschaftsfragebogen 8

Christian Buchmann, Josef Herk, Claus Repnik,

Maren Richter, Heinz Schöttli · Den Raum nutzen 10

Thomas Spann · in erfolgreiche Fußstapfen treten 66

RAUM

Wolfgang Sauer · NEtZ.WERk.StADt. Neues leben in alten Städten 17

Martin Krusche · land in Sicht? 18

Franz Wallig · Von der Mitte an den Rand? 20

Katharina Krenn · „think global act regional!” Zentral in der Peripherie 22

iNtEGRAtioN

Catrin Pekari · Diversität als Herausforderung und Chance 24

Austin Bell, Ljubica Negovec, elisabeth Wu, Tatjana Petrovic,

Achim Meurer, Frank Van Avermaet · Statements 26

TOP 100-Survey · Arbeitskräfte aus dem Ausland sind notwendig 30

Hauszer

DiE toP 100

Christina

David Windisch · top 100-Unternehmen als top-Arbeitgeber 32

Marić,

Thomas Gaber · Steirische top-Performer 38

TOPS of Styria · toPS of Styria 2011 39 Mirko 2010),

BilDUNG

73x103cm,

Gottfried Maresch · Bildung ist Zukunft 59

Hans Sünkel · Vorbilder der Bildung 60

Jost Bernasch · Virtuelles Bildungsnetzwerk 63

Anette Zimmer, erich Brugger ·

Materialcollage,

Akademische Bildung auf dem Weg in die Zukunft 64

Impressum: laufende Nummer 38a, November 2011, www.topofstyria.at « » Herausgeber & Verleger: Wirtschaftskam-

(Bücherwunderwelt,

mer Steiermark, körblergasse 111-113, A-8021 Graz « » Konzeption, Redaktion & Produktion: Conclusio PR Beratungsgesellschaft

mbH, Schmiedgasse 38, A-8010 Graz, tel: +43/ (0) 316 / 837 065, E-Mail: office@conclusio.at, www.conclusio.at « » Redaktionsleitung:

Martin Novak « » Redaktion: Dr. Jasmin Novak (Gesamtkoordination), Sandra Fritz, Mag. (FH) Maria Winkler,

Staudinger

Patrick Herler, Sandra Bauer « » Layout: konrad lindner, Sandra Murnig « » Cover: Axel Staudinger, »Goldgräberwunderwelt«,

Materialcollage, 73x103 cm, 2010 « » Illustrationen: Christina Hauszer, Mirko Marić, Axel Staudinger « » © Conclusio PR Beratung Axel

2011 « » Kaufmännische Organisation, Anzeigen, Redaktion: styrian business: MEMA Medien Marketing GmbH, Bruno Rabl, Reitschulgasse

5, A-8010 Graz, telefon +43 / (0) 316 / 81 70 90, E-Mail: anzeigen.stwi@mema.at, Wienerstraße 2, A-8605 kapfenberg, telefon

+ 43 / (0) 3862 / 28 202. « » Mit »styrian business« gekennzeichnete texte sind entgeltliche Veröffentlichungen lt. § 26, Mediengesetz.

« » Druck: a-Print, industriering 7, 9020 klagenfurt. Illustrationen:

2011

top of styria

iNHAlt

5


AUtoRiNNEN & AUtoREN

Beiträge von

thomas gaber frank van

Avermaet

franz voves heinz schöttli catrin pekari gottfried

maresch

6

top of styria 2011

Austin bell

mirko marić christina

hauszer

tatjana

petrovic

franz wallig hermann

schützenhöfer

jost bernasch

josef herk

Achim meurer

claus repnik

thomas spann

david windisch

Erich brugger

katharina

krenn

ljubica

Negovec

maren richter

Axel

staudinger

Elisabeth wu

christian

buchmann

martin

krusche

martin Novak

wolfgang

sauer

hans sünkel

Anette zimmer


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top 7

of 2011

EDELSTAHL

styria

FÜR DIE BESTEN DER WELT


Foto: beigestellt

Politik

8

hermann

schützenhöfer

Umweltschutz und Wirtschaft verbindet:

… eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten zu sein!

top of styria 2011

Wirtschafts

Landeshauptmann-Stellvertreter Hermann Schützenhofer

Das Grundprinzip der steirischen Wirtschaftspolitik muss sein:

Das Grundprinzip unserer Wirtschaftspolitik lautet: den Standort stärken – und das gelingt

mit einer guten infrastruktur, exzellenten Bildungsinstitutionen und ausreichend vorhandenen

Fachkräften. Die Steiermark positioniert sich seit Jahren als technologieorientierter sowie

innovativer Standort – die höchste Forschungsquote Österreichs mit 4,4% ist die Auszeichnung

dafür, und damit spielt die Steiermark in einer liga von Forschungs-topregionen wie Finnland,

Dänemark, Schweden und Baden/Württemberg.

Diese wirtschaftspolitischen Aufgaben werden wir im kommenden Jahr bewältigen müssen:

Die Steiermark muss sich wie jede Region in Europa dem Problem der Demografie und dem Mangel

an qualifiziertem Fachpersonal stellen. Die Herausforderungen der nächsten Jahre liegen

in einer Attraktivierung des dualen Bildungssystems. Zurzeit gehen dem Arbeitsmarkt jährlich

1.000 junge Menschen verloren, weil sie aus dem Bildungssystem kippen.

Der größte Erfolg der steirischen Wirtschaftspolitik im letzten Jahr war:

Ein leitprojekt von Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann ist die Erlebniswelt Wirtschaft,

wo Unternehmen ihre tore öffnen und innovationen der steirischen Unternehmen für alle erlebbar

werden. Bis jetzt sind 14 Unternehmen mit dem Gütesiegel „Erlebniswelt Wirtschaft“ ausgezeichnet

worden. Sie wurden allein im heurigen Jahr von 110.000 Menschen besucht, weitere

sechs Betriebe werden noch eröffnet und elf sind in Warteposition.

Die größten Erfolge der steirischen Wirtschaft im letzten Jahr waren:

Die steirischen Unternehmen haben Durchhaltevermögen bewiesen, zum teil mit großer Unterstützung

der öffentlichen Hand. Das hatte zur Wirkung, dass viele Fachkräfte in den Betrieben

gehalten werden konnten und die Unternehmen beim Aufschwung Mitte 2010 voll durchstarten

konnten.

Die Bündelung der Cluster und Netzwerke in Stärkefelder bedeutet für die Steiermark:

… eine klare Positionierung, die auch international wahrgenommen wird. Mit den Stärkefeldern Mobilität – es umfasst Auto,

Schiene und luft –, Umwelttechnologie sowie Human- und lebensmitteltechnologie ist die Steiermark in allen Zukunfts- und

Wachstumsfeldern sehr gut aufgestellt.

Aus der krise haben wir gelernt, dass:

… wenn manche Sparten in der Welt Schnupfen haben, diese in der Steiermark gleich eine veritable Grippe bekommen. Dem gilt

es durch die Bündelung auch anderer Stärkefelder gegenzusteuern.

Die größte Herausforderung für Unternehmerinnen und Unternehmer in den nächsten Jahren wird es sein:

… in kreativität zu investieren, um zu neuen ideen und Produkten zu kommen und die dafür entsprechenden Fachkräfte zu finden.

Von der Wirtschaft kann die Politik lernen, dass:

… dass Entscheidungen schnell und klar gefällt werden können.

Als Unternehmer würde ich:

… Vieles schneller umsetzen, weil kein kompromiss gefunden werden muss.


Fragebogen

Landeshauptmann Mag. Franz Voves

Das Grundprinzip der steirischen Wirtschaftspolitik muss sein:

... optimale Rahmenbedingungen für die steirischen Unternehmen zu schaffen, damit diese

sich verstärkt auf ihre kernkompetenzen konzentrieren können. Die vom Wirtschaftsförderungsbeirat

einstimmig positiv begutachtete neue „Wirtschaftsstrategie 2020 – Wachstum

durch innovation“ setzt dabei die richtigen Schwerpunkte für die Zukunft.

Diese wirtschaftspolitischen Aufgaben werden wir im kommenden Jahr bewältigen müssen:

Sowohl auf internationaler als auch auf nationaler Ebene müssen die jeweiligen politischen

Verantwortungsträger/innen aktiv Schritte in Richtung Budgetkonsolidierung sowie Pensions-,

Spitals-, Bildungs- und Verwaltungsreform einleiten. Die Reformpartnerschaft zwischen

SPÖ und ÖVP in der Steiermark verfolgt konsequent diesen Weg.

Der größte Erfolg der steirischen Wirtschaftspolitik im letzten Jahr war:

… die Fokussierung in Richtung kompetenzzentren, die das Rückgrat der steirischen innovationen

darstellen. Mittlerweile hält die Steiermark mit 19 von 45 kompetenzzentren die Spitzenposition

in Österreich, wobei sogar drei der fünf größten österreichischen kompetenzzentren

(k2-Zentren) in der Steiermark beheimatet sind. Dies wirkt sich natürlich auch auf die

Forschungs- und Entwicklungsquote aus, die mit 4,4% eine der höchsten europaweit ist.

Die größten Erfolge der steirischen Wirtschaft im letzten Jahr waren:

• Die Wahl von ECo WoRlD StYRiA Anfang 2010 zum „Weltbesten Greentech Cluster“, wodurch

die steirische Wirtschaft mit einem Schlag ins internationale Rampenlicht gerückt ist.

• Das „Wiedererstarken“ des Automobilclusters nach dem massiven Einbruch 2009.

• Wie unsere klein- und Mittelunternehmen die Wirtschaftskrise bewältigt haben.

• Die verstärkten Aktivitäten des internationalisierungscenters Steiermark in Richtung Russland,

China und der Golfregion.

franz voves

2011

top of styria

Politik

Umweltschutz und Wirtschaft verbindet:

… die Zukunft, denn vielerorts werden die öffentlichen Fördersysteme immer stärker auf Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit

ausgerichtet.

Die Bündelung der Cluster und Netzwerke in Stärkefelder bedeutet für die Steiermark:

… die Chance, im internationalen Wettbewerb konkurrenzfähig zu sein. Hier möchte ich wieder auf die neue Wirtschaftsstrategie

2020 der Steiermark verweisen, wo Cluster und Netzwerke in Zukunft als ersten Schritt verstärkt eine unterstützende Rolle im

Standortmanagement übernehmen sollen.

Aus der krise haben wir gelernt, dass:

… dass nationale wie auch internationale politische Flexibilität, um schnell arbeitsmarkt- und wirtschaftspolitische Maßnahmen

setzen zu können, unverzichtbar geworden sind.

Die größte Herausforderung für Unternehmerinnen und Unternehmer in den nächsten Jahren wird es sein:

… sich dem volatilen globalen Finanz- und Wirtschaftsumfeld flexibel anzupassen.

Von der Wirtschaft kann die Politik lernen, dass:

… nicht das Ankündigen von Maßnahmen zum Erfolgt führt, sondern nur das Handeln selbst.

Als Unternehmer würde ich:

…mich mit den inhalten der „Ökosozialen Marktwirtschaft“ intensiv auseinandersetzen, um die richtigen Produkt- und Dienstleistungspotentiale

für meine Branche zu erkennen.

9

Foto: beigestellt


Fotos: Schiffer

MEiNUNG

josef herk

Den Raum nutzen

top of styria: In der Steiermark

müssen wir – außer in ganz

wenigen Zentralräumen – damit

rechnen, dass die Bevölkerungszahl

sinkt. Sie wird in den

nächsten Jahren noch weiter

sinken. Kann man diesen Prozess

grundsätzlich aufhalten

oder müssen wir uns damit abfinden,

dass Zentralräume noch

zentraler werden und die Peripherie

noch peripherer?

Repnik: Diese tendenz ist eine

große Gefahr. Wenn die Regionen

rund um die Zentralräume

entvölkert werden, ist das

ein großes Problem. Ein wichtiger

Faktor, dem entgegenzuwirken

besteht meiner Ansicht

nach darin, mehr lebensqualität

zu bieten. Dann werden

die Menschen auch gerne außerhalb

der Ballungszentren

wie Wien und Graz wohnen.

10 top of styria 2011

Das gilt ja auch für mich:

ich bin in klagenfurt geboren

und habe lange in Graz

gelebt. Seit 30 Jahren bin

ich in Fürstenfeld und finde,

dass es am land eine

hohe lebensqualität gibt.

Man muss sie den Menschen

aber auch schmackhaft

machen. Grundsätzlich

gibt es drei Ebenen zu

beachten: Das eine ist die

Wohnqualität, das zweite

sind die Arbeitsplätze, die

am land vorhanden sein

müssen. Das Hauptthema,

um einen Abzug zu verhindern,

ist aber die Bildung.

Wenn Bildung nur im Ballungszentrum

stattfinden

kann, dann darf ich mich

nicht wundern, wenn die

Menschen in die Stadt ziehen

und nie mehr zurückkehren.

christian buchmann

christian buchmann claus r

2050 werden in der Steiermark 61.000 Menschen mehr leben als heute. In neun

steirischen Bezirken wird die Bevölkerungszahl gleichzeitig sinken. ein Gespräch

über das Schrumpfen von Regionen, dessen Ursachen und die Möglichkeit es zu

verhindern mit Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann, Wirtschaftskammerpräsident

Josef Herk, Claus Repnik, dem langjährigen Vorstand der Fürstenfelder

ACC, der künstlerischen Leiterin der ReGIONALe12 in Murau, Maren Richter,

und dem gebürtigen Schweizer und Grazer Stadtplanungs-Chef Heinz Schöttli.

Herk: Die Bevölkerung

nimmt vor allem an den

Randgebieten ab. Erschwerend

kommt noch hinzu,

dass auch die Erwerbsquote

sinkt. Überspitzt formuliert

wird die Region zum

Altersheim. Eine große

Rolle spielt auch die identität

einer Region. Als ich zu

studieren begonnen habe,

war es undenkbar, nach

knittelfeld zurückzukehren.

Mich haben Freunde

gefragt, wie ich nur daran

denken könne, in so

einer Provinzstadt zu leben.

Die Mobilität und das

Gefühl, das in den Regionen

herrscht, passten nicht

mehr zusammen. Deshalb

ist es wichtig, eine gute infrastruktur

zu schaffen

und die identität in einer

Region zu stärken.

Schöttli: in der Schweiz spielt

die Mobilität in den Regionen

schon seit 30 Jahren eine ganz

wesentliche Rolle. Jeder hat

an seinem Wohnort im Umkreis

von 300 Metern eine Bushaltestelle

– auch in den Bergen!

Durch das dichte Bahnnetz

kann man heutzutage problemlos

abends in Bern in den

Zug steigen, in die oper nach

Zürich fahren und danach wieder

mit dem Zug nach Hause

kommen. Das hat auch damit

zu tun, dass man in der

Schweiz schon sehr früh begonnen

hat, nicht mehr von

den Regionen, sondern von der

Stadtlandschaft Schweiz zu reden.

Natürlich gibt es weiterhin

eine Hierarchie von Regionen,

Städten und Gemeinden,

aber man spricht von einer

Stadtlandschaft, die sehr

eng ineinander verwoben ist.


epnik maren richter heinz schöttli

So gehört es zur absoluten Normalität,

dass ein konzernchef

auf einem Bauernhof am land

lebt und mit dem Zug in die Arbeit

fährt. in Österreich wird

sehr stark zwischen Wien, allen

anderen Hauptstädten und

dem land unterschieden.

Richter: Mir gefällt die idee der

Enthierarchisierung, denn das

ist eines der kernprobleme, die

Aufrechterhaltung des Stadtland-Gefälles,

obwohl es doch

längst um andere Formen der

Bedeutungsökonomien geht. Der

Bezirkshauptstadt Murau, wo

die REGioNAlE12 u.a. stattfinden

wird, werden zunehmend

ihre Aufgaben entzogen. Sie verliert

ihre Funktion als Einkaufsstadt,

möglicherweise als BH. Da

braucht es neue Qualitäten. Es

gibt wunderbare Beispiele, etwa

universitäre Ausbildungen am

land. oder Good Practice Modelle

von Regionenbelebungen.

in Sizilien hat man Migrantinnen

in sterbende Dörfer angesiedelt,

wodurch der Dorfkern

belebt wurde, Schulen und Nahversorger

wieder aufmachten.

ich habe gestern zwei Jugendliche

in Murau bei einem Gespräch

zugehört. Die eine hat zur

anderen gesagt: „Und? Bist

du gern in Murau?“ Die andere

antwortete: „Hier passiert

doch nichts. in tamsweg

ist sogar am Sonntag

was los.“ Das macht viel von

der lebensqualität junger

Menschen aus. lebensqualität

zeichnet sich heute durch

Vielfalt aus, auch am land.

Buchmann: Wir sollten hier

zuerst einmal den Begriff

Region definieren. Die Steiermark

ist eine von 271 Regionen

in Europa. Was meinen

wir also mit Region?

Für mich ist die Steiermark

eine sich im Wettbewerb

mit anderen Regionen befindliche

Region. klar ist

auch, dass in unserer Region

Wachstum nur durch

Zuzug stattfinden kann.

Die Frage ist: Brauchen

wir eine wachsende Bevölkerung?

Wenn wir weiter

wachsen wollen, dann

wollen wir auch Zuzug aus

dem Ausland. Die Österreich-Card

ist ein wichtiger

Schritt, um sicherzustellen,

dass ein qualifizierter Zu-

zug stattfindet. Wir müssen

aber den Raum, den wir zur

Verfügung haben, auch intensiv

nutzen. Dabei geht es

vor allem um die Erreichbarkeit

durch Breitbandinternet

und Verkehr. Deshalb

wird das land Steiermark

mit der Breitbandinitiative

bis 2013 mehr als

neun Millionen Euro investieren

und so den Regionen

einen schnellen internetzugang

ermöglichen.

Herk: Bis 2030 gibt es in

der westlichen obersteiermark

mit minus 17 Prozent

eine sinkende Erwerbsquote.

Da reden wir nicht mehr

von Wachstum. Da reden

wir davon, ob industriebetriebe

und andere Unternehmen

überhaupt noch

weitermachen können.

Wenn man eine Region entwickeln

will, muss man mit

klein-klein aufhören und

organisationen und Strukturen

zusammenbringen.

Sonst kann es nicht weitergehen.

Ein Beispiel: in einem

Raum wie der obersteiermark

West gibt es 14

2011

top of styria

MEiNUNG

tourismusverbände. Es gibt ge-

nug Beispiele dafür, dass viel

passieren kann, wenn man traditionelle

Grenzen aufmacht.

Noch ein Punkt: Wir haben

zahlreiche kultur- und Sportveranstaltungen,

nur die Bevölkerung

nimmt das nicht bewusst

wahr. Es ist immer schön,

wenn leute von auswärts kommen

und erstaunt sind, wie viele

kulturräumlichkeiten es in

einer Region gibt. Aber die Jugend

sagt, es ist nichts los.

Richter: Das Wir-Gefühl existiert

in Österreich noch nicht

gut in Großräumen. Es umfasst

eher kleine identitätskreise.

in der Wirtschaft ist man

viel weiter durch die Globalisierung.

in anderen Bereichen

funktioniert das Denken aber

nicht. Hier hört die Förderung

und die kooperation an den Bezirksgrenzen

oft auf, da diese

ja im Wettbewerb stehen müssen.

Die nächste REGioNAlE

findet innerhalb einer Bezirksgrenze

statt. Umso wichtiger ist

es uns, über diese Bezirksgrenzen

hinaus zu gehen, aber auch

den kern des Denkens zu beleuchten.

11


Fotos: Schiffer

MEiNUNG

„Man muss mit Klein-Klein aufhören und Organisationen und Strukturen zusammenbringen.“ Josef Herk

„Das Wir-Gefühl funktioniert nur noch in einem sehr kleinen Raum.“ Maren Richter

„Irgendwann muss man ein Projekt auch einmal abschließen.“ Heinz Schöttli

„Manche Verantwortlichen verstehen sich leider zu wenig als Ermöglicher.“ Christian Buchmann

„Das Hauptthema, um einen Abzug zu verhindern, ist aber die Bildung.“ Claus Repnik

Repnik: Diese Grenzen müs-

sen geöffnet werden. Es gibt

die impulsregion in der oststeiermark.

Dort nimmt sogar

der burgenländische ort Rudersdorf

teil. Über die landesgrenzen

hinaus eine kooperation

zu bilden, ist gigantisch.

Man muss die Menschen aber

langsam heranführen. ich denke,

dass es notwendig ist, diese

kooperationen zu verstärken.

Stichwort kommunalsteuersplitting:

Man muss sich überlegen,

wie sich Regionen gemeinsam

entwickeln können.

ich möchte auch noch einmal

die infrastruktur ansprechen.

Natürlich ist es notwendig, die

infrastruktur zu stärken und

weiter zu entwickeln. Wir sind

aber in Österreich schon an einem

Punkt angelangt, wo wir

Jahre und Jahrzehnte brau-

12 top of styria 2011

chen werden, um Projekte zu realisieren. inzwischen kann

jeder frühpensionierte Aktivist mit seinem Freundeskreis

solche Maßnahmen und Projekte ins Endlose verzögern.

Die Projekte werden dadurch nicht besser – und die Region

koppelt sich dadurch immer mehr ab.

Buchmann: Um ein aktuelles Beispiel zu geben: Am Red Bull

Ring haben 27 verschiedene Sachverständige mitgewirkt.

Hier hat die Politik leider Verhinderungsmechanismen geschaffen.

Die Umweltanwaltschaft, aber auch alle anderen

Anwaltschaften, gehören daher dringend abgeschafft.

Herk: Wir haben die Bürgermeister einmal aufgefordert

uns mitzuteilen, wie ihre Wunschgemeinde aussehen würde.

Da kam bei der wirtschaftlichen Zielsetzung von fast

jeder Gemeinde, dass sie gerne eine sanfte tourismusgemeinde

wäre. Das ist absolut unrealistisch. Man muss sich

auch zu einer Region bekennen, die tourismus und Wirtschaft

hat. Es kann nicht jedes Dorf eine sanfte tourismusgemeinde

werden. Genau mit diesem Ansatz behindert

der eine den anderen. Wenn ich neben einem Eurofighter-

Stützpunkt oder einer Autobahn eine therme baue, muss

ich mir überlegen, ob das ein geschickter Standort ist. Aber

was passiert bei uns? Wir bauen es und regen uns danach

auf, wenn sich daneben eine

Schnellstraße oder ein Flughafen

befindet.

Buchmann: Dann baut man

lärmschutzwände.

Herk: Genau, dann baut man

mit viel Geld eine lärmschutzwand.

Das kann es ja nicht sein!

Schöttli: Das ist ja eine eigene

industrie. Die unterschiedlichen

– auch hierarchischen – Ebenen

führen bei wesentlichen Projekten

immer wieder zu Pattsituationen.

Unterm Strich ist keine

Führerschaft erkennbar. irgendwann

muss man ein Projekt

auch einmal abschließen.

ich kenne das auch aus Graz: Es

gibt verschiedene Projekte, wo

sich gewisse Hierarchieebenen

nicht durchgesetzt haben.


Buchmann: Manche Verant-

wortlichen verstehen sich leider

zu wenig als Ermöglicher. Wenn

wir schnelle Entscheidungen

wollen, brauchen wir vor allem

eine Beschleunigung der zahlreichen

Verfahren.

Ein wichtiges Thema ist auch der

Zuzug. Kann und soll der Zuzug

aus dem Ausland die Abwanderung

aus den Regionen aufhalten?

Repnik: ich glaube, es herrscht

ein konsens darüber, dass ein

Komplett nur

mit Industrie

qualifizierter Zuzug notwendig

ist. Wir brauchen qualifizierte

Menschen, die sich

ordentlich eingliedern können

und auch bereit sind,

ein teil dieser Gesellschaft

zu werden. Das ist am land

vielleicht sogar leichter als

in der Stadt. Wir haben auch

in unserem Unternehmen einige

ausländische Mitarbeiter,

die sich wunderbar integriert

haben und unter Beachtung

ihrer kultur dieses

neue land auch entspre-

chend annehmen. Wenn jemand

aber herkommt und

die Vorzüge dieses Sozialstaates

haben will, andererseits

aber so bleiben will,

wie er immer war und keinen

Beitrag zu dieser Gesellschaft

leistet, dann geht das

nicht.

Herk: Es gibt einen springenden

Punkt – und zwar

die Sprache. Meistens geht

der Mann arbeiten und die

Frau, die zuhause bleibt,

kann nach Jahren die

Sprache noch nicht. Deshalb

funktioniert die Migration

im urbanen Bereich

besser. Dort haben Ausländer

ihre eigene Community.

Wir müssen aber auch in

den Regionen dieses thema

mit allen schwierigen Situationen

ansprechen.

Schöttli: Graz ist sehr stolz

2011

top of styria

MEiNUNG

darauf, dass die Stadt wächst.

ich frage dann immer: „Wie

wächst die Stadt denn?“ Es

ist interessant, wie der Zuzug

strukturiert ist und ob es sich

um ausgebildete Menschen handelt

oder nicht.

Buchmann: Problematisch ist

sicherlich, wenn der Zuzug nur

in einen Stadtteil erfolgt. in

Graz merken wir das. Wenn in

einem ortsteil mehr als 30 Prozent

Ausländer sind, fängt das

Ganze an zu kippen. Dann wird

die Situation zum Problem.

Richter: Wenn wir von Graz

sprechen, sind wir wieder beim

Wettbewerb, dem man ausgesetzt

ist und Großregionen denken

erschwert. im ländlichen

Raum ist vor allem die Geldumverteilung,

die durch die demografische

Rückentwicklung entsteht,

ein Problem. Graz verspricht

Studierenden, die Graz

Mit der Industrie – das bedeutet

285.000 Arbeitsplätze,

die direkt und indirekt durch die

Industrie

gesichert werden. Das sind mehr als die

Hälfte aller steirischen Arbeitsplätze.

Nur mit der Industrie ist

die Steiermark komplett.

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13


MEiNUNG

als Hauptwohnsitz wählen, di-

verse Vergünstigungen. in vie-

len Gemeinden Muraus ist es

ein massiver Einschnitt, dass

sich ihre Bürger abmelden und

damit ein großes loch ins Gemeindebudget

reißen. Zuzug

und dadurch verbesserte Gemeindekassen,

die infrastrukturen

ausbauen können, scheinen

also notwendig zu sein im

momentanen System. Dennoch

ist es in der Realität schwieriger

am land Fuß zu fassen.

14 top of styria 2011

Repnik: Um noch einmal auf das thema Ausbildung zurückzukommen.

Die Steiermark ist eine industrieregion

mit einem hohen Anteil an Produktion, auch in kleinund

Mittelbetrieben. Das Angebot an technikern ist aber

schlicht und einfach zu gering. Hier müssen wir Maßnahmen

setzen. Für mich beginnt das bereits in der Volksschule,

wo den kindern gezeigt werden muss, dass technik sehr

interessant sein kann. Wichtig ist es auch, in den Bezirken

technische Ausbildungen anzubieten. Deswegen haben wir

jahrelang darum gekämpft, dass wir eine Htl in Fürstenfeld

bekommen. Das war ein sehr langer Prozess. Mein Appell

ist daher, solche Entwicklungen zu fördern.

Herk: Das Stichwort industrie ist meist negativ behaftet,

da immer noch ein veraltetes Bild in vielen köpfen verankert

ist, nämlich Hochöfen, Schweiß und rauchende Fabriken.

Deshalb ist es wichtig, die industrie und die Wirtschaft

in einem anderen licht darzustellen. De facto ist

nämlich die industrie nicht mehr mit rauchenden Schloten

zu verbinden. Außerdem bringt industrie auch Wohlstand.

in industriegebieten liegt das durchschnittliche Einkommen

wesentlich höher als in anderen Wirtschaftszonen.

Die Dezentralisierung der Bildung sehe ich differenzierter.

Bis zur mittleren Ebene ist das denkbar. Bei den kleinen

Standorten der Fachhochschulen und Universitäten ist das

aber schwierig. Wenn Vortragende zwar in eine Fachhochschule

in trieben gehen und dort unterrichten, aber dort

nicht leben wollen, ist das auch nicht hilfreich für die Region.

Die Frage ist aber: Warum haben die Eltern Angst,

wenn die kinder und Jugendlichen das heimatliche Nest

verlassen? Wenn die Heimat attraktiv ist, dann können sie

in der ganzen Welt studieren und kommen wieder zurück.

Wenn wir in kleinen Gemeinden eine Fachhochschule hinstellen,

dann glauben viele, dass die Jugendlichen nicht

auf andere Gedanken kommen und nicht weggehen. Es gibt

bei uns leute, die sagen: „Wir bauen keine Straßen, weil

dann können sie nicht wegfahren.“

Schöttli: ich finde, man sollte

das genau umkehren: Die Steiermark

ist eine Bildungsregion.

ihr habt eine Dichte und eine

Qualität an Hochschulen, die

es in dieser konzentration woanders

kaum gibt. ich verstehe

nicht, warum man nicht gerade

diesen Aspekt herausstreicht.

ihr hattet eine weltberühmte

Architekturhochschule. Mit eurer

Fachhochschule habt ihr im

Bereich Autodesign einen Weltruf.

ich würde also versuchen,

die leute über die Bildung hier

zu halten und die Bildung dadurch

stärken, dass man die

besten leute hierher holt.

Richter: Wenn Schülerinnen

eineinhalb Stunden in die

Schule ihrer Wahl fahren, ist

das keine Qualität. Ein Mädchen

aus St. lambrecht ist froh

gerade den Führerschein gemacht

zu haben. Vor kurzem

wurde der Bus gestrichen, der

sie rechtzeitig in die Schule

brachte. Es ist die kombination

aus Einzelfaktoren wie diesem,

die das Problem erzeugen.

ich bin auch der Meinung, dass

man einem Braindrain entgegenwirken

soll, leute kann

man zum Zurückkommen bewegen.

Aber dafür muss etwas

getan werden.

Moderation: Martin Novak


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2011

top of styria

15


RAUM

16

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GENUSS UND SCHÖNHEIT

Die Steiermark, das Grüne Herz Österreichs, besticht durch landschaftliche

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top of styria 2011

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NEtZ.WERk.StADt.

Neues leben in alten Städten

Vor den Toren der Bezirksstädte sorgen ausreichend vorhandene

Gratisparkplätze, abgestimmte Branchenmix-Lösungen sowie einheitliche

Öffnungszeiten für Frequenzen und somit Umsätze für die

dortigen Händler, Dienstleister und Gastronomen. egal ob in Voitsberg/Rosental,

Fohnsdorf/Judenburg, Leibnitz/Gralla – überall dasselbe

Bild. Und: Bilder sagen mehr als Worte.

In den ortskernen bzw. Be-

zirksstädten sorgen ge-

nau diese dort ungelös-

ten Faktoren, nämlich in Bezug

auf Parken, Branchenmix-Ma-

nagement sowie Öffnungszei-

ten-Auftritt, genau für das Ge-

genteil: Frequenzverlust, leer-

flächenzunahme,uneinheitli- cher Gesamtauftritt – sprich in-

nenstadtverödung. Exakt diese

Defizite greift die Wirtschafts-

kammer auf und startet das

landesweite Pilotprojekt NEtZ.

WERk.StADt.

Der Zugang ist

denkbar einfach

Erfolgreiche Handels-, Gastro-

nomie- und Dienstleistungszen-

tren, also Einkaufs- und Fach-

marktzentren, sind straff orga-

nisiert und gut gemanagt. orts-

kerne bzw. innenstädte sind das nicht. Die drei Betreiber-

gruppen von Stadtzentren – kommune, Unternehmer so-

wie immobilienbesitzer – agieren leider nicht gemeinsam,

sondern gestalten großteils unkoordiniert das „Einkaufs-

und Erlebniszentrum“ Stadtkern. Rechnet man die Gestal-

ter eines Stadtzentrums zusammen, kommt man bei rd.

100 Häusern, 150 Geschäftsflächen und dem Gemeinderat

auf rd. 280 individuell agierende Citymanager – de facto

ein „Flohzirkus“: Das Pilotprojekt NEtZ.WERk.StADt der

Wirtschaftskammer hat ein Betriebsführungsmodell ent-

worfen, welches für und mit diesen Betroffenen ein ebenso

partnerschaftliches, wie professionelles Programm für die

Wiederbelebung des orts bzw. der Stadtkerne organisiert.

Dieses Programm ist in drei Phasen gegliedert: in einer

kurzen Analysephase – dem Citycheck – wird ein Soll-Zu-

stand formuliert. in Phase 2 – die Dauer beträgt rund sechs

Monate – werden die Partner ins Boot geholt und Einzelpro-

jekte vorbereitet. in Phase 3 wird die Umsetzung vollzogen,

womit sich eine Gesamtdauer von ca. 1 ½ bis 2 Jahren ergibt.

Grundvoraussetzung Einigkeit

Bürgermeister und Wirtschaftsvertreter müssen sich ei-

nig sein, für das gemeinsame Projekt motivieren und selbst

„Ungelöste Faktoren in den Ortskernen sorgen

für Frequenzverlust, Leerflächenzunahme und

einen uneinheitlichen Gesamtauftritt – sprich

Innenstadtverödung.“

wolfgang sauer

2011

top of styria

RAUM

„anpacken“. Mit den Standortgemeinden

Voitsberg, Mureck,

Hartberg und Fürstenfeld wurde

im ersten Halbjahr 2011 bereits

die Phase 1 abgeschlossen,

im 2. Halbjahr starten Bad

Radkersburg und Bruck an der

Mur ebenso wie köflach und

Bärnbach. Ziel ist es, diese Pilotgemeinden

in einem Zeitraum

von maximal zwei Jahren

im ortskern neu aufzustellen

und diese wieder für ihre

eigentliche Funktion als wirtschaftlicher,

kultureller und gesellschaftlicher

Mittelpunkt in

ihrer Region fit zu machen. Das

zu Grunde liegende Modell der

NEtZ.WERk.StADt Citygesellschaft

entspricht einem zeitgemäß

verstandenen Begriff einer

Genossenschaft.

Hürden gibt es noch viele zu

überwinden, etwa die von der EU

vorgesehenen Förderprogramme

aus dem EFRE Fonds in die

Programmperiode 2014-2020

für die Wirtschaftspolitik Steiermark

hineinzuverhandeln.

Wolfgang Sauer ist Obmann

der Sparte Handel in der

Wirtschaftskammer Steiermark.

17

Foto: beigstellt


Foto: beigestellt

RAUM

land in Sicht?

Die agrarische Welt

18

Ich lebe in der Oststeiermark, die im Raum zwischen

Weiz und Gleisdorf von einer kuriosen ökonomischen

Mischung geprägt ist. Das vormalige „Armenhaus

Österreichs“ hat über die Industrialisierung erhebliche

Sprünge Richtung Wohlstand geschafft.

spielt aber nach wie

vor eine gewichtige

wirtschaftliche Rolle. Mentali-

tätsgeschichtlich ist der urba-

ne lebensstil, welcher entlang

dieser sozialen Entwicklung

nach dem 2. Weltkrieg breit

Einzug hielt, ohnehin nur eine

dünne Schicht über den Prä-

gungen von wenigstens hun-

dert Generationen von Dienst-

boten, kleinhäuslern und

keuschlern. Das ergibt eine in-

teressante Melange, die sich

von den Genres her vielfältig

zusammensetzt. Was Pend-

ler von anderen orten und Ar-

beitswelten an Erfahrungen

mitbringen, trifft sich mit dem,

was sich regional durch die

High tech-Betriebe ergeben

hat und macht eine Mischung

aus bäuerlicher und industriel-

ler landwirtschaft in Wechsel-

wirkung aus. Daraus entsteht

eine knifflige Situation, wenn

man nach etwas trüben kate-

gorien wie „regionaler identi-

tät“ fragt. Aber genau darum

kann ich als kulturschaffen-

der mich nicht drücken, falls

ich hier ein Engagement entfal-

ten möchte, in dem nicht ein-

fach Motive und Strategien aus

dem urbanen landeszentrum

adaptiert werden.

top of styria 2011

Markige Sprüche

haben ein kurzes

Ablaufdatum

ich frage stets mit großer

Neugier nach den Ansich-

ten der Menschen, was denn

nun diese Region ausma-

che. Es hat sich in den letz-

ten Jahrzehnten eine be-

dauerliche Schlampigkeit

eingeschlichen, wenn ich

den Beschreibungen aus

den Büros diverser Managements

folge. Die Schilderungen

bestehen vor allem

aus landesüblichem

PR-kram mit eher geringer

Aussagekraft über die

realen Verhältnisse und Eigenheiten

dieses lebensraumes.

Markige Sprüche

und knackige Slogans haben

ja ein sehr kurzes Ablaufdatum,

wenn es um reale

Problemlösungen und

zukunftsträchtige Entwicklungen

geht. ich höre von

sachkundigen leuten, dass

in dieser Region gerade

Vollbeschäftigung herrsche

und dass die Betriebe weit

mehr gute Fachkräfte brauchen

könnten, als verfügbar

sind. Das wäre eigentlich

eine gute Nachricht,

fiele einem nicht sofort der

harte kontrast im kommu-

nalen Bereich auf. Stagnation

und kompetenzverlust

sind leider zu deutlichen

Merkmalen vieler gesellschaftlicher

und kommunalpolitischer

Bereiche geworden.

Während in Politik und

Verwaltung eine wachsende

Überregulierung immer

lauter beklagt wird, holpert

die kommunikation unter

den einzelnen Gemeinden

einer Region. Zur landesebene

hin ist das Verhältnis

merklich belastet

und zur Bundesebene sogar

stellenweise von Zorn

dominiert. Währenddessen

baut sich schon längst eine

neue landflucht auf. Demographische

Einbrüche

in der „Provinz“ sind kein

Geheimnis, bleiben aber

martin krusche

als thema lieber unterm tisch.

Von der landesebene her höre

ich, dass die Menschen in vielen

Gegenden nicht bloß in die

nächst größere Stadt flüchten,

um Arbeitsmöglichkeiten

nachzugehen, sondern auf die

nächste Autobahn.

Was schert

mich das?

ich muss die jüngsten Bankenund

Budgetkrisen nicht referieren,

die liste schlechter Nachrichten

ist lang und mehrfach

ausgefertigt. Ein Großteil der

Probleme, über die zu reden ist,

birgt keine Geheimnisse. Das

heißt: Wir wissen sehr viel über

die aktuellen krisenfälle und

Problemkataloge. Die Verschärfung

des Gefälles zwischen Zentrum

und Provinz, die galoppierende

landflucht, die Struktureinbrüche

und Budgetmiseren,

„Stagnation und Kompetenzverlust sind

leider zu deutlichen Merkmalen vieler

gesellschaftlicher und kommunalpolitischer

Bereiche geworden. “


die kommunikationsprobleme

und hinreichend hohes Behar-

rungsvermögen, weil manche

Funktionstragende den lauf der

Dinge doch lieber blockieren als

Änderungen zu begrüßen – da

muss heutzutage nichts verkün-

det oder gepredigt werden.

Aber was schert mich das? ich

bin künstler und daher mit gro-

ßer leidenschaft mit den Fragen

und Aufgaben der kunst ver-

bunden. Die kunst ist sich selbst

Zweck und bietet Menschen –

egal ob kunstschaffende oder

Rezipierende – sehr grundlegen-

de Erfahrungsmöglichkeiten.

Aber die kunst ist kein Betriebs-

mittel zur sozialen interventi-

on, kein Dekorationsgeschäft,

kein Wellness-Angebot und kein

Quotenwerkzeug für den tou-

rismus. Das wird vor allem jen-

seits der landeszentren oft nicht

gerne verstanden. Folglich erle-

be ich so meine Überraschungen,

Nähe

ein Produkt

der Energie Graz

wenn ich als künstler – vernarrt in Sozialgeschichte und an

regionalpolitischen Fragestellungen interessiert – einerseits

die Sache der kunst sehr bestimmt vertrete und anderer-

seits kulturpolitische Forderungen stelle.

kunst fördert kompetenzen

Unser landeskulturförderungsgesetz überträgt den kom-

munen einen äußerst klaren kulturauftrag, doch ich darf

wetten, dass ein Großteil regionaler kulturbeauftragter

und Gemeinderatsmitglieder es noch nie für nötig befand,

einen Blick in dieses Gesetz zu werfen. Daher gibt es jen-

seits von Graz natürlich auch keine deutliche Vorstellung

von kulturpolitik, die über ortsgrenzen hinaus sinnvol-

le Wirkung entfalten könnte. Aber was würde das nützen,

wenn kulturpolitik ohnehin hauptsächlich als das Ver-

teilen von kulturbudgets verstanden wird und dem Eröff-

nen von Veranstaltungen gewidmet ist? So ergeben sich

dann auch keine nennenswerten Anknüpfungspunkte für

Wirtschaftstreibende, um da oder dort kulturelle Prozes-

se mitzutragen und zugleich kulturelle Potenziale für den

eigenen Betrieb zu nutzen. Wie angedeutet, kunst und

kultur sind zweierlei! Da ist trennschärfe in der Betrach-

tung hilfreich. Die kunst ist keinen anderen Zwecken als

ihren eigenen dienstbar, aber die Befassung damit fördert

kompetenzen, die auch im Gemeinwesen und in der Wirt-

schaft gebraucht werden. Daraus folgt, dass ich weder als

künstler, noch als kulturschaffender regionalen Betrie-

„Als Energiedienstleister Nr. 1 sorgen wir dafür, dass die

Energie dort eingesetzt wird, wo sie den größten Nutzen

entfaltet - bei den Menschen unserer Stadt.“

Nähere Infos zum Thema Nähe unter

0316/8057-857 oder office@energie-graz.at

2011

top of styria

RAUM

ben etwas „verkaufen“ möchte.

Mich interessiert, ob wir Fra-

gestellungen finden, die uns

gleichermaßen interessieren.

Bestätigt sich das, lässt sich

herausfinden, ob wir daraus in

kooperation eine gemeinsame

Aufgabenstellung finden können.

Falls das dann zu einer

kooperation führt, haben wir

unterwegs schon geklärt, wer

dabei was an Mitteln und Möglichkeiten

einbringt. Jetzt ist

der Begriff mehrfach gefallen.

ich rede also nicht von Sponsoring,

sondern von kooperation.

Martin Krusche, Jahrgang

56, lebt und arbeitet als

freischaffender Künstler in

Gleisdorf. Im Rahmen seines

Langzeitprojektes „the long

distance howl“ realisiert

er auch die soziokulturelle

Drehscheibe „kunst ost“; im

Web unter: www.kunstost.at

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Kundennähe ist für uns kein Schlagwort, sondern gelebte Praxis. Egal ob bei der Arbeit, im Sport oder bei Kulturveranstaltungen

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19


Foto: beigestellt/Illustration: Axel Staudinger

RAUM

Von der Mitte an den Rand?

V

or allem die Straßen

im flächenmäßig größten

Bezirk Österreichs

erscheinen wie ein Überbleib-

sel aus grauer Vorzeit. Es gibt

keine ernst gemeinten Ausbau-

maßnahmen, um die Straßen

annähernd an den Bedarf an-

zugleichen, sondern vielmehr

Bürgerinitiativen, die selbst die

bescheidene vorhandene infra-

struktur noch in der Nutzung

einschränken wollen. Das führt

für Produzenten wie Verarbeiter

in der Region zu tausenden ver-

lorenen Stunden auf „besseren

Feldwegen“.

Noch stärker leidet der touris-

mus, zumal die schlechte Er-

reichbarkeit durch zahlreiche

Baustellen sich in den Sommer-

monaten noch zuspitzt. So ist,

verglichen mit an der tauern-

autobahn gelegenen Destinati-

onen, bereits ein stetiger Rück-

fall zu erkennen, der sich in Zu-

kunft wohl weiter verschlim-

mern wird. Dadurch sind in den

vergangenen Jahren auch kaum

größere Betriebsansiedlungen

gelungen, wodurch auch zu we-

nige qualifizierte Arbeitsplätze

entstehen und die Jugend im-

mer mehr dazu tendiert, der Re-

gion den Rücken zu kehren, was

im Bezug auf die kaufkraft ei-

20

Speziell das Ausseerland bezeichnet sich als der Mittelpunkt Österreichs,

und das gilt wohl für den ganzen Bezirk Liezen: Alle

größeren Städte Österreichs sind mit überschaubarem Zeitaufwand

zu erreichen, ein Asset, das sowohl der Wirtschaft als auch

dem Tourismus zu Gute kommen müsste. Dass man davon wenig

spürt und auch die Zukunft nicht wirklich rosig einzuschätzen

ist, liegt nicht an den Anbindungen zu anderen Regionen, sondern

an der katastrophalen Lage der Infrastruktur im Bezirk selbst.

top of styria 2011

nen teufelskreis auslöst.

Die wenigen Sektoren wie

Verwaltungsbehörden und

Spitäler, die in nennenswertem

Umfang Akademiker

brauchen, werden in

den nächsten Jahren wohl

auch deutlich redimensioniert

werden, was den oben

genannten trend noch verstärken

wird.

Auch die Auswirkungen

auf die Handelslandschaft

sind bereits spürbar: Die

Zahl der freien Flächen

steigt und ein gutes Angebot

ist nur noch in wenigen

Gemeinden vorhanden.

Dadurch leidet ebenso

die Wertschöpfung vor ort,

denn wenn man ohnehin

für jeden Einkauf ein Auto

benutzen muss (der öffentliche

Verkehr fristet ohnehin

ein Mauerblümchendasein,

wenn nicht gerade

für eine Großveranstaltung

ein Bahnhof gebaut

wird, in dem dann nie wieder

ein Zug hält), führt der

Weg oft gleich in die nächste

Stadt. Dieser trend wird

sich weiter verstärken und

ortschaften ohne Nahversorger

werden schon bald

die Regel sein.

Händeringend

warten

Parallel dazu werden sich

auch die Strukturen der Gemeinden

in den kommenden

Jahren deutlich ändern, wobei

unreflektierte Zusammenlegungen

keine gute

franz wallig

idee sein dürften. Gerade kleine

Gemeinden sind oft wesentlich

sparsamer strukturiert als die

großen Nachbarn, die sich mit

(noch) sprudelnden Einnahmen

Mammutprojekte und überzogene

Personalstände leisten. Daher

dürfte der Zusammenschluss


von kleingemeinden in vielen Fällen wesentlich günstigere Er-

gebnisse liefern als die künstliche Schaffung von Verwaltungs-

molochen, von denen es ohnehin schon viel zu viele gibt.

Wenn man den iststand betrachtet, zeigt sich also kein allzu po-

sitives Bild. Die größten Chancen der Region liegen sicherlich im

tourismus, wo es speziell im Winter bereits ein sehr gutes An-

gebot gibt, das im Zug der Skiweltmeisterschaft 2013 auch deut-

lich ausgebaut werden wird. Wenn es dazu gelingt, auch die Be-

herbergungsmöglichkeiten in Anzahl und Qualität ähnlich pro-

fessionell zu erweitern, wie das bei der Skiinfrastruktur der Fall

ist, dann wäre jedenfalls ein großer Schritt getan, um auch den

Sommertourismus deutlich zu beleben. Den restlichen Unter-

nehmen im Bezirk, bei denen es sich auch durchaus um überre-

gionale Player handelt, hilft das zwar auch, den „großen impuls”

bedeutet es aber nicht: Sie warten nach wie vor händeringend auf

den Ausbau der infrastruktur, um endlich auch bei Betriebser-

weiterungen und Neuansiedlungen wettbewerbsfähig zu sein. Es

ist freilich zu befürchten, dass in dieser Beziehung der Dornrös-

chenschlaf weitergeht und unsere Region Schritt für Schritt von

der Mitte Österreichs immer weiter an den Rand gedrängt wird.

Ing. Mag. Franz Wallig ist studierter Betriebswirt sowie

Ingenieur der Drucktechnik und leitet seit 1993 das Unternehmen

„Ennstaler Druckerei und Verlag“, das 1898 von KR

Johann Wallig I. gegründet wurde. Er ist Herausgeber der

Wochenzeitung „Der Ennstaler“ und Obmann der Fachgruppe

Druck in der Wirtschaftskammer Steiermark.

Axel Staudinger,

„Puppenwunderwelt“,

Materialcollage,

73x103 cm, 2010.

2011

top of styria

RAUM

Raiffeisen-Landesbank Steiermark

Der starke Partner der

steirischen Wirtschaft

Einen verlässlichen Partner erkennt man in

schwierigen Zeiten. Dann zeigt sich, auf wen

man zählen kann. Wem man vertrauen

kann. In der Wirtschaft ist das nicht anders

wie in anderen Bereichen. Auch hier braucht

man einen verlässlichen Partner, der zu

einem hält. Am besten einen, der sich im

Inland und Ausland gut auskennt. Einen wie

die Raiffeisen-Landesbank Steiermark.

Das Spitzeninstitut der Raiffeisen-Bankengruppe

Steiermark bietet seit 83 Jahren

maßgeschneiderte Produkte und Lösungen

für die steirische Wirtschaft. Wir begleiten

unsere Kunden in die Märkte im In- und

Ausland, wo immer es sie und ihre Produkte

hinzieht. Und bieten dabei die Sicherheit von

Österreichs größtem Banken-Netzwerk:

die von Raiffeisen.

Kaiserfeldgasse 5-7, 8010 Graz

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E-Mail: info@rlb-stmk.raiffeisen.at

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21


RAUM

„think global act regional!“

Zentral in der Peripherie

Foto: beigestellt Hat Region Saison? Was

22

krenn

... eine Region, Menschen und IHR Museum.

Angesichts der Tatsache, dass sich Regionalität in ökonomischer, politischer,

sozialer und kultureller Praxis deutlich als Gegensatz von Globalisierung

formiert, stellt sich vor allem in ländlichen Regionen die Frage

nach Identität, nach Authentizität und nach Schaffung neuer Räume. katharina

machen 15 Genussre-

gionen aus, was bieten

250 regionale Museen im land

Steiermark? Schaffen neue Re-

gionen tatsächlich neue Räume?

in welcher Form werden sich

Regionen entfalten, in welcher

Form Regionen geschaffen? in

welcher Form lässt sich das Engagement

von Menschen erfassen,

die Hauptverantwortung

für Gemeinden tragen oder jenen,

die ehrenamtliche, organisatorische

Aufgaben übernehmen?

Die Netzwerke mögen in

den Regionen engmaschiger erscheinen,

vielleicht einfacher –

und dennoch bin ich überzeugt

davon, dass es überall jener Visionärinnen

bedarf, die die Visionen

in ihrer täglichen Arbeit

weitertragen, die als koordinatorinnen

impulse für Netzwerke

geben und diese auch mit ganzem

Herzen umsetzen.

kulturelle impulse

zwischen innovation

und tradition

Die fünfzigjährige Geschichte des

Museums in Schloss trautenfels

ist vielschichtig und reicht vom

Heimatmuseum bis zum Universalmuseum.

Seit seiner Gründung

widmet sich das Museum

den vielfältigen Äußerungen von

top of styria 2011

kultur sowie der regionalen identität und Geschichte des Bezirkes

liezen und dessen Bewohnerinnen. in Zahlen ausgedrückt:

40.000 objekte, 30.000 Schwarz-Weiß-Fotos, 25.000

Dias, mehr als 20.000 digitale Aufnahmen. 172 Ausstellungen

wurden organisiert und zahlreiche wissenschaftliche Publikationen

und Ausstellungskataloge herausgegeben.

Rational betrachtet fungieren Museen als Sacharchive und

orte des Vergleiches, als Speicher des Gedächtnisses, als

orte der sympathisierenden und distanzierenden Zugänge,

als orte der Wissenschaft und der Bildung, als orte instrumentellen

Wissens, als orte von Sachwissen, als orte

von identitätswissen und lernorte sozialer und interkultureller

kompetenz, als orte der öffentlichen Debatten, als

orte der kritischen Öffentlichkeit … Und wenn das Museum

dazu noch Herz und Seele hat, wenn es lebt – und nur dann

– „wird ES zur Zündholzschachtel für die Region, die wir auch

Heimat nennen können, wenn unsere ausgestellten Sammlungen

und unsere Sonderausstellungen die Reibfläche abgeben,

zu der sich die BesucherInnen wie Zündhölzer verhalten

und durch Reibung entzünden.“ 1

Die Herausforderung für das Museum im Schloss trautenfels

heißt also „eine Region sammeln“, heißt dokumentieren

und kontextualisieren, heißt Sonderausstellungen mit nationalem

und internationalem Anspruch auf regionaler Ebene

zu konzipieren und diesen auch Charme und Strahlkraft

zu verleihen.

Zentral und authentisch in der Peripherie

Zentren und Peripherien entwickeln sich zwar in unterschiedlichen

Prozessen, sind aber strukturell sehr eng verbunden

und können auch nicht getrennt voneinander betrachtet

werden. Welche Funktion hat/wird/kann ein regionales

Museum wie das landschaftsmuseum Schloss

trautenfels in diesem transdisziplinären Prozess einnehmen?

Beispielhaft hat die Region einem kulturdenkmal

Bedeutung gegeben und 1983 einen Verein zu dessen Erhaltung

gegründet, der 1.100 Mitglieder zählt. Als Aner-

kennung für das Engagement

in der Region wurde Schloss

trautenfels mit der Austragung

der landesausstellung 1992 betraut,

verbunden mit den nötigen

Budgetmitteln für die vollständige

Renovierung des Gebäudes

und die Erstellung einer

infrastruktur für einen zeitgemäßen

Museums- und Ausstellungsbetrieb.

Heute gilt dieses Projekt als ein

selbstbewusstes Beispiel für

„Nachhaltigkeit“. im Wettbewerb

der Regionen erhielt der Bezirk

liezen den Zuschlag für die Austragung

der regionale10 mit dem

titel „in der Mitte am Rand“.

Für die Bewerbung haben sich

die kultur- und Medieninitiativen

des Bezirkes zum Dachverband

R.E.X zusammengeschlossen.

in vielen Besprechungen

haben wir mit den verantwortlichen

Politikern an den eigenen

„kirchtürmen“ gerüttelt und gesehen,

dass Zeitgenössisches

durchaus zu kritischen Denkprozessen

führt und dass Authentisches

Bestand hat: 35 Projekte

zwischen zeitgenössischer

kunst und Alltagskultur rücken

den Bezirk liezen mit der Austragung

der regionale10 auch

heute noch in das internationale

Blickfeld von kunst und kultur.


Die zeitgenössische, künstleri-

sche Auseinandersetzung mit

authentischen, regionalen kul-

turformen hat mit ihrer Nähe

zur einheimischen Bevölkerung

aufregende Erlebnisse ermög-

licht und so die Wahrnehmung

für offene Dialoge geschärft. in

einer aktuellen Definition ver-

stehen wir Schloss trautenfels

mit dem landschaftsmuseum

als einen ort der permanen-

ten konferenz, als Zukunfts-

werkstatt und als ort der ak-

tiven Auseinandersetzung mit

Geschichte, Natur und kultur

des Bezirks liezen. im kon-

zept des landschaftsmuseums

wird der Aufgabe und dem Na-

men dadurch Rechnung getra-

gen, dass jeder themenraum

wie draußen in der Natur eine

kombination von kultur, Natur

und Mensch darstellt und auch

Blicke in die landschaft eröff-

net. Die Vernetzung von the-

men versteht sich als transdis-

ziplinäre Verständigung zur

kommunikation zwischen regi-

onal und global, zwischen innen

und außen. Das thema land-

schaft hat eine europaweite Auf-

wertung erfahren. im Rahmen

der Europäischen landschafts-

konvention verpflichten sich alle

Vertragsparteien, „landschaf-

ten als wesentlichen Bestandteil

des lebensraums der Menschen,

als Ausdruck der Vielfalt ihres

gemeinsamen kultur- und Na-

turerbes und als Grundstein ih-

rer identität rechtlich anzuer-

kennen.“ Damit identifiziert und

fixiert der Europarat das the-

ma „landschaft“ als ein zentrales

europäisches Politikfeld. 2

Horizonte neu

bestimmen!

in diesem Prozess neu-

er Verräumlichung muss

ein regionales Museum wie

Schloss trautenfels mit seiner

unverwechselbaren

Marke und dem authentischen

konzept eine wichtige

Rolle spielen. Seit der Gründung

nehmen die Menschen

dieses Bezirkes Anteil an

„ihrem Museum“. Schloss

trautenfels ist zu einem ort

der aktiven Auseinandersetzung

mit Geschichte und

zu einer institution geworden,

in der Vergangenes und

Gegenwärtiges Platz findet,

diskutiert, kritisch betrachtet,

aufgearbeitet und

bewahrt wird. Als Museum

und Zukunftswerkstatt für

den Bezirk liezen gilt es, die

identität der Region als etwas

Dynamisches, als immerwährenden

Prozess zu

sehen und Aspekte des Historischen

mit Elementen der

Perspektive und Zukunftsorientierung

zu verbinden.

Mit einem Grundverständnis

für notwendige Sparmaßnahmen

im kulturellen

Bereich sollte dieser Weg

eines Zentrums in der Peripherie

den Bedürfnissen der

Region entsprechend mit gebündelten

kräften weiter

verfolgt werden.

Mag. Katharina Krenn

leitet seit 2006 die Abteilung

„Schloss Trautenfels“

des Universalmuseums

Joanneum.

1 Thomas Brune, Region Welt Ding. Bemerkungen zum Sammeln fürs Regionalmuseum.

In: ÖZV, Heft 2/2010, Seite 232.

2 Hans-Peter Jeschke, Die europäische Landschaftskonvention. Die Europäische

Landschaftskonvention (ELK – Florenz, 20.Oktober 2000) wurde

von bisher 38 europäischen Staaten unterzeichnet und von 32 Mitgliedstaaten

des Europarates ratifiziert. Es fehlen noch Albanien, Andorra, Deutschland,

Estland, Island, Liechtenstein, Österreich und Russland. Ziel der Europäischen

Landschaftskonvention ist es, „den Schutz, das Management

und die Planung der Landschaft zu fördern und die europäische Zusammenarbeit

in Landschaftsfragen zu organisieren.” Manuskript.

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23


iNtEGRAtioN

Diversität als

Herausforderung

und Chance

Foto: Kathrin Kraxner / Illustration: Mirco Marić Geschlecht, Hautfarbe,

24

Vielfalt ist besser als einfalt, sagt der Volksmund.

Ob allerdings die Volksseele auch wirklich erfasst, was

das eigentlich bedeuten soll, darf zumindest im Hinblick

auf den Umgang mit Menschen, die nicht der dominanten,

als homogen empfundenen Kultur der Sozial- und

Arbeitswelt angehören, bezweifelt werden.

Religion, Alter – je-

mand, bei dem diese

vier wohl populärsten kriteri-

en der Diskriminierungsskala –

männlich, weiß, christlich, un-

ter 45 – nicht gelten, wird sich

mit hoher Wahrscheinlichkeit

irgendwann den kopf an der

gläsernen Decke stoßen. oder

erst gar nie so weit kommen,

dass selbige eine Rolle spielen

könnte.

Bleibt die Frage, inwieweit das

in Wirtschaftskontexten tatsächlich

problematisch ist.

Schließlich ist das Management

einer homogenen Gruppe

in vielerlei Hinsicht vorderhand

einfacher als die Auseinandersetzung

mit stark differierenden

kulturellen Hintergründen,

ihren Weltanschauungen

und den daraus resultierenden

unterschiedlichen Arbeitsstilen,

kommunikationsmustern, Zielorientierungen

und Zeitauffassungen.

Vielleicht meint inhomogenität

schlicht ineffizienz,

und einfältig ist, wer die Vielfalt

überbewertet? Der Volksseele

– insbesondere der österreichischen

– käme es vermutlich

durchaus gelegen, könnte

man diese Frage einfach bejahen.

Unglücklich nur, dass die-

top of styria 2011

ses Ja einem ein bemerkenswertes Maß an Verleugnung gesellschaftlicher

Realitäten abverlangen würde.

Heterogenität ist unabdingbar

in einer zunehmend globalisierten Welt, in der das Mobilitätsparadigma

schon längst nicht mehr nur geografisch,

sondern auch sozial und ökonomisch verstanden werden

muss, ist Heterogenität ein unabdingbarer lebensweltlicher

Faktor. Es geht daher nicht darum, mehr Menschen

in eine marginal adaptierte homogene Mehrheitskultur

einzupassen, sondern heterogene kulturen zuzulassen,

wertzuschätzen und ihr Potenzial zu erkennen. im politischen

Diskurs firmiert dieser stets zweiseitige Prozess der

Schaffung gemeinsamer Verantwortung als integration,

wobei der Begriff jedoch gern missverstanden, missinterpretiert

und mitunter gar in sein Gegenteil, die Assimilation,

verkehrt wird.

Für Unternehmen ist es einfacher und zielführender, sich

auf jene Aspekte der großen Debatte zu konzentrieren, die

unmittelbare Auswirkungen auf ihren Erfolg haben: Diversity

Management heißt hier das Zauberwort, bei dem

es zwar durchaus vorrangig, aber nicht allein um die eingangs

beispielhaft erwähnten demografischen kriterien

der Heterogenität und die damit tatsächlich verknüpften

oder angenommenen kulturellen Besonderheiten geht,

sondern auch um strukturelle Heterogenität innerhalb

und außerhalb von organisationen. Unter interner struktureller

Heterogenität versteht man dabei die

sich aus der interaktion über Hierarchie-, Funktions-

und Abteilungsgrenzen hinweg ergebende

Vielfalt. Externe Heterogenität bedeutet demgegenüber

die vielschichtigen Regulierungsumfelder

sowie gesellschaftliche und ethische Normen,

innerhalb derer Unternehmen agieren. Dieses

in seiner Grundausrichtung zutiefst systemische

konzept ist in den USA schon lange Grund-

catrin pekari

lage der tätigkeit von Unternehmen,

die verstanden haben,

dass Vielfalt nicht nur aus einer

eher schwer fassbaren moralischen

Grundlage gut, sondern

vor allem und ganz konkret gut

fürs Geschäft ist.

Globale Recruiting-

Dimensionen

immer mehr setzt sich diese

Erkenntnis auch hierzulande

durch. Fernab von Quotenregelungen

steht dabei die

Freiwilligkeit des organisatorischen

Änderungsprozesses

im Vordergrund. triebfeder

sind oftmals Beobachtungen

und eigene Erfahrungen im

internationalisierungsprozess,

denn dadurch werden die heimischen

Headquarters unausweichlich

mit neuen Zielgruppen,

Regulierungsumfeldern

und länderkulturen konfrontiert,

die neue Fragen aufwerfen

und neue lösungsstrategien

erfordern. Mitarbeiterinnen,

die Erfahrung

mit anderen Märkten

haben oder dort

heimisch sind, werden

wertvoll, insgesamt

gewinnt das Recruiting

globalere Dimensionen,

denn es

erschließen sich nicht


nur Absatz-, sondern auch Arbeitsmärkte

unterschiedlich ster

Qualifikationsniveaus.

Durch das diversifiziertere Arbeitskräftepotenzial

lassen sich

auch am Heimatmarkt zusätzliche

Schichten von kund-

innen erschließen, die davor

aufgrund kultureller Barrieren

nicht wahrgenommen beziehungsweise

nicht angesprochen

wurden. Das ist nicht nur

auf die insgesamt breitere Pers-

pektive und das größere kulturelle

Wissen zurückzuführen,

sondern vor allem auf die individuelle

Vielfalt und die breit

gefächerten inputs, die das

Denken außerhalb etablierter

Schemata zum organisationalen

Standard machen kann.

Nicht umsonst gelten kreativität

und innovation als die relevantesten

und spürbarsten

Vorteile erfolgreichen Diversity

Managements. Die so entstehenden

Arbeitsumfelder

ermöglichen es Mitarbeiterinnen,

ihre eigenen Fähigkeiten

bestmöglich, da diskriminierungsfrei,

einzubringen.

Von der höheren Arbeitszufriedenheit

und Motivation

profitiert wiederum auch das

Unternehmen – zumindest im

idealfall.

Nicht ohne

Mühe zu haben

Diese letzte Einschränkung

muss sein, da die in der

theorie so schöne Welt der

erfolgreich gemanagten

Vielfalt in der Praxis nicht

ohne einige Mühen zu haben

ist. Das beginnt bei

recht alltäglichen Problemen,

wie der Etablierung

von für verschiedene Glaubensgemeinschaftenakzeptablen

Menüplänen in

der Unternehmenskantine,

erstreckt sich in themenbereiche

wie kinderbetreuungsangebote

und flexible

Arbeitszeitmodelle und

reicht bis zur inanspruchnahme

externer Mediationsangebote,

um adäquate

konfliktlösungsstrategien

zu finden.

Was konkret im jeweiligen

Unternehmen erforderlich

ist, kann nicht pauschal

beantwortet werden. Doch

auch ohne allgemein gültiges

Erfolgsrezept lässt

sich eine Grundstrategie

für die implementierung

von Diversity-Management-

Ansätzen sehr wohl skizzieren.

Am Anfang stehen

dabei das Commitment des

top-Managements und die

Entwicklung einer klaren

Vision, die Vielfalt und Diskriminierungsfreiheit

als

Werte verankert. Damit die-

se Werte im Alltag sinnvoll

gelebt werden können,

müssen lern- und Bewältigungsinstrumente

zur Verfügung

stehen. Zur Verbesserung

der interkulturellen

kommunikation

bieten sich Mentoring-Systeme

und Coaching ebenso

an wie Job-Rotation im in-

und Ausland.

Erfolge mit und durch Heterogenität

sollten so sichtbar

wie möglich gemacht

werden. Gleichzeitig müssen

aber auch konflikte

und Probleme thematisiert

werden, um den Beteiligten

die Möglichkeit zu geben,

Bewältigungsalternativen

zu finden und an der Situa-

tion zu wachsen. Dabei darf

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2011

iNtEGRAtioN

nicht unterschätzt werden, wie

schwierig es sein kann, Stereo-

type und damit auch eigene

Weltanschauungen zu hinterfragen

und zu ändern. Nicht

umsonst ist die Volksseele eben

nicht so begeistert von der Vielfalt,

wie es das Eingangszitat

glauben machen will. Darob

in Einfalt zu verharren, dürfte

für Unternehmen aber wohl

kaum eine option sein, belegen

doch nicht zuletzt auch immer

mehr Beispiele aus der österreichischen

Praxis, wie es

möglich ist, aus Heterogenität

Wettbewerbsvorteile zu generieren.

Diversität und ihr

Management mögen eine Herausforderung

sein – aber eine

durchaus bewältigbare, die

enorme Chancen in sich birgt.

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UNSERES LEBENS.

Catrin Pekari ist Assistentin

der Geschäftsführung beim

Grazer Unternehmen XAL.

Die Intelligenz, die in

Zement steckt, ermöglicht

innovatives Bauen.

top of styria

25

Illustration: Mirco Marić


Fotos: beigestellt, Alle Sprachen

iNtEGRAtioN

26

eine Unternehmensgründung ist immer mit gewissen Schwierigkeiten

verbunden. Doch wie ergeht es Unternehmern mit Migrationshintergrund?

SANdrA BAuEr und MichAEl NEumAyr haben sich in Graz

auf die Suche gemacht und sind fündig geworden: 6 Unternehmerinnen

und Unternehmer mit Migrationshintergrund erzählen, wie es ihnen

bei der Gründung ihres Unternehmens ergangen ist.

Austin Bell

aus Nigeria ist

Betreiber eines

Afroshops.

Als ich 2002 nach Österreich gekommen

bin, hatte ich noch keine

Arbeitserlaubnis und musste

mich mit dem Verkauf der Straßenzeitung

Megaphon über Wasser halten.

Es sollte bis 2009 dauern bis ich meinen

Afroshop eröffnen konnte. Davor habe

ich vier Jahre lang auf der Baustelle gearbeitet

und wurde im lauf der Wirtschaftskrise

gekündigt. Wenn man sich

als Afrikaner in Österreich für einen Job

bewirbt, ist das oft sehr erniedrigend.

Das wollte ich nicht mehr, deshalb habe

ich mich selbstständig gemacht.

ich hatte noch Ersparnisse von meiner

Arbeit auf der Baustelle und deswegen

keine großen Probleme das Unternehmen

zu gründen. Neben den normalen

Formalitäten musste ich nur noch einen

kurs besuchen, der mir über das AMS

finanziert wurde. Die meisten meiner

kunden kommen aus der afrikanischen

Community, aber es gibt auch einige, vor

allem junge, Österreicherinnen und Österreicher,

die zu mir kommen.

top of styria 2011

Austin bell

ljubica Negovec

ljubica Negovec aus

kroatien führt Übersetzungsbüros

in

Graz und Wien.

E

igentlich fühle ich mich in Österreich

gut aufgehoben, zumindest

kenne ich es schon seit vielen

Jahren nicht anders. Es ist so, dass

ich mir AllES durch meine Hartnäckigkeit

und meinen Fleiß erarbeiten musste,

und es war tatsächlich nicht leicht. ich

war schon seit meiner Schulzeit in Österreich

damit konfrontiert, dass man

als „Ausländer“ doppelt so hart arbeiten

muss, aber gerade das hat mich nur

noch ehrgeiziger gemacht. ich habe gesehen,

wie schwer meine Eltern arbeiten

mussten – die ganze Woche in der Firma

und am Wochenende noch privat, damit

wir kinder in die Schule gehen und eine

gute Ausbildung bekommen konnten. Vor

allem meine Mutter hat sich immer darum

bemüht, uns eine gute Ausbildung zu

ermöglichen, koste es auch all ihre kraft.

Die österreichische Mentalität ist eher zurückhaltend

– und sagen wir etwas „kühler“

– man zeigt seine Gefühle nicht so und

damit – denke ich – habe ich noch immer

ein wenig meine Probleme. Ansonsten liebe

ich Österreich und auch Graz, ich fühle

mich hier sehr von der Natur und den

tieren aufgehoben – und von der Schwingung,

die man an vielen orten findet.

Elisabeth wu

Elisabeth Wu und

ihre Familie führen

mehrere Chinarestaurants

in Graz.

Mein Großvater verließ China

1984 und eröffnete zusammen

mit seiner Familie das erste Restaurant

„Große Mauer“ in Graz. in den

darauffolgenden Jahren folgten die Restaurants

„Hunan“ und „konfuzius“. 2007

beschlossen wir, uns von der Masse abzuheben

und gründeten das vierte Restaurant

„Cooking Wu“, das dem kontemporären

lifestyle gerecht werden soll. Eine

der größten Hürden für Unternehmer aus

dem Ausland ist die Sprachbarriere. Vor

allem bei der sozialen integration und

um kulturelle Missverständnisse zu vermeiden,

ist kommunikation sehr wichtig.

Wir haben aber schnell Menschen kennengelernt,

die uns dabei geholfen haben.

Österreich bietet einen der höchsten

lebensstandards in Europa. Ein weiterer

Grund für unsere Wahl war, dass wir bereits

Verwandte in Österreich hatten, die

uns Graz als Standort empfohlen haben.

Unternehmern aus dem Ausland würde

ich als erste Anlaufstelle die Wirtschaftskammer

empfehlen. Es ist auch von großem

Vorteil, sich mit anderen Unternehmern

zu treffen und sich über neue Regelungen

und Veränderungen des Marktes

zu unterhalten. Besonders chinesischen

Unternehmern kann ich raten, sich beim

Verband der Chinesen in Österreich zu informieren.

Dieser bietet zahlreiche Geschäftskontakte

sowie Hilfe bei der sozialen

integration.


2011

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top of styria

27


Fotos: beigestellt, Illustration: Mirco Marić

iNtEGRAtioN

tatjana Petrovic

ist Designerin und

Psychotherapeutin

aus Bosnien.

28

top of styria 2011

tatjana petrovic

Ich arbeite seit zwölf Jahren selbstständig

als Psychotherapeutin und

Designerin. ich würde nicht sagen,

dass es schwer war, mein Unternehmen

zu gründen. ich musste bestimmte Voraussetzungen

erfüllen und hatte nur

den Eindruck, dass es auch schneller gehen

könnte. Das gilt aber für alle Unternehmer,

unabhängig von der Herkunft.

Die einzige Schwierigkeit, die ich hatte,

bestand darin, einen kredit zu bekommen:

ich hatte kein Geld und auch keine

österreichische Staatsbürgerschaft. ich

betrachte Schwierigkeiten aber als Herausforderung

und nicht als Problem,

ich glaube, das ist sehr wichtig. kulturelle

Schwierigkeiten gab es für mich

nicht. Am ehesten habe ich noch Neid

erfahren, aber das betrifft alle erfolgreichen

Menschen.

ich fühle mich in Österreich zuhause.

Das land hat mir viele Möglichkeiten

gegeben. Meine Wurzeln sind aber

auch sehr hilfreich. ich betrachte mich

als eine Mischung zwischen südländischem

temperament und kreativität

und österreichischer Struktur und ordnung.

Diese „Buntheit“ ist eine Bereicherung.

Es ist schade, dass man sich

durch das „anders sein“ bedroht fühlt.

Stattdessen sollte man es als Chance sehen,

noch besser zu sein und das Beste

herauszuholen.

Achim meurer

Achim Meurer ist

selbstständiger

Fotograf aus

Deutschland.

V

or vier Jahren hat es uns – meine

Frau und mich – erst nach

kärnten und jetzt nach Graz gezogen.

Die Gründe waren vielfältig, doch

im Wesentlichen ging es um eine Steigerung

der lebensqualität.

Das leben als EPU in Deutschland war

doch recht mühsam: Es gibt kaum Unterstützung

und Anerkennung, wenn

man nicht mindestens 50 Angestellte hat.

Deutschland ist viel hektischer, Österreich

hingegen etwas entspannter, was auf jeden

Fall gesünder und angenehmer ist!

Graz ist genau richtig für uns: groß genug,

dass alles vorhanden ist (kultur,

infrastruktur, Geschäft, etc.) und klein

genug, damit ich noch den Überblick behalte.

Die Wahl zwischen Salzburg und

Graz hat uns letztendlich die CiS recht

leicht gemacht, die uns einige kontakte

verschafft und die Vielfältigkeit von

Graz näher gebracht hat. Zudem bringen

die Studenten eine gute Dynamik

in die Stadt.

Als HDR-Fotograf habe ich das

Gefühl, mit dem Design und

der Architektur an der richtigen

Stelle zu sein. Alles in allem

bereuen wir keine Sekunde,

den Schritt ins Ausland

gemacht zu haben. Die lebensqualität

ist definitiv

besser!


Gegründet haben wir unsere

Chocolaterie am 1. Juni 2007,

nach sechs Monaten, die wir

für die Planung benötigten. Nachdem

es in Graz keine echte belgische Choco-

laterie gegeben hat, versuchten wir un-

sere idee schnell umzusetzen. Für mich

war es eine Herausforderung, gute belgi-

sche Produkte in Graz auf den Markt zu

bringen.

frank v. Avermaet

Frank Van Avermaet

brachte belgische

Schokolade nach

Graz.

Da ich einen österreichischen Partner

habe, war es für mich nicht schwer, in

Graz Fuß zu fassen. Mein Partner, Josef

Wolf, ist aus Graz und darum haben wir

uns auch für diesen Standort entschie-

den. leuten, die vorhaben in die Steier-

mark zu kommen, würde ich empfehlen,

sich gründlich über alle Details zu infor-

mieren, bevor sie eine Firma gründen.

Gut wäre es, etwas Deutsch zu können, da

man ansonsten bei den Ämtern Probleme

hat. Nach vier Jahren Selbstständigkeit

können wir nun sagen, dass wir mit unse-

rem Geschäft zufrieden sind. Aber Einsatz

und viele Stunden Arbeit gehören zum

Aufbau eines Unternehmens dazu.

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2011

top of styria

29


iNtEGRAtioN

Ausländische Arbeitskräfte sind

30

generell wichtig für die steiri-

sche Wirtschaft und gerade-

zu unentbehrlich, was die Besetzung

von Schlüsselpositionen betrifft. „Für

uns kommt es ausschließlich auf Qua-

lifikationen an und nicht auf die Her-

kunft“, fügt Max oberhumer, CEo des

Papierproduzenten Sappi Austria, hin-

zu.

Mehr als die Hälfte der top-100-Unter-

nehmen des Vorjahres findet, dass aus-

ländische Arbeitskräfte notwendig sind.

in jedem vierten Unternehmen ist man

sogar der Auffassung, dass Auslände-

rinnen und Ausländer absolut notwen-

dig für die steirische Wirtschaft sind.

Und: in 88 Prozent der Fälle werden Mi-

grantinnen und Migranten in die kern-

belegschaft integriert. lediglich in sechs

Prozent der Betriebe federt man mit ih-

nen Auftragsspitzen ab. im Schnitt be-

trägt der Anteil ausländischer Beschäf-

tigter bei den top-100-Unternehmen 17

Prozent.

Mangel an Facharbeitern

und Hochqualifizierten

Mehr als die Hälfte der ausländischen

Arbeitskräfte, die in den top-100-Un-

ternehmen arbeiten, weisen einschlägi-

ge Qualifikationen auf: 36 Prozent sind

ausgebildete Fachkräfte und fast ein

Viertel der Beschäftigten hat eine höhe-

re Schulbildung. 41 Prozent rekrutieren

sich aus dem ungelernten und angelern-

ten Segment.

Top 100-Survey: Ausländische

Arbeitskräfte sind notwendig

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer aus dem Ausland sind für

die steirische Wirtschaft unerlässlich. Die Geschäftsführerinnen

und Geschäftsführer der Top-100-Unternehmen des Vorjahres

fordern laut top of styria-Umfrage in Sachen Integration mehr

Unterstützung von der Politik: Insbesondere eine schnellere Abwicklung

bei Arbeitsbewilligungen ist unumgänglich.

top of styria 2011

„Unsere Branche ist vom Facharbeiter-

mangel betroffen. So sind wir auf Ar-

beitnehmerinnen und Arbeitnehmer

aus dem Ausland angewiesen“, begrün-

det zum Beispiel Doris Enzenberger, Ge-

schäftsführerin von lieb Bau. Um den

drastischen Mangel an ausgebildeten Ar-

beitskräften auszugleichen, müssten die

top-100 also vermehrt auf Migrantin-

nen und Migranten zurückgreifen kön-

nen. Die Crux bei der Sache: Auslände-

rinnen und Ausländer mit Qualifikatio-

nen entscheiden sich bevorzugt für ande-

re länder, die österreichische Bürokra-

tie braucht viel zu lange, um Arbeitsbe-

willigungen auszustellen.

Max oberhumer von Sappi fordert daher

„möglichst wenig bürokratische Hinder-

nisse bei der Beantragung der Arbeits-

erlaubnis“. Auch Stephan Baron, Perso-

nalleiter bei AVl list, Weltmarktführer

für die Entwicklung von Antriebssyste-

men, ist der Meinung, dass die Beschleu-

nigung und Vereinfachung von Bewilli-

gungsprozessen ein erster Schritt wäre,

um ausländischen Spitzenkräften die

Steiermark als Standort attraktiver zu

machen. Es entstehen nicht nur Umstän-

de für die Antragsteller, sondern auch

Wartezeiten für Unternehmen, denen bis

zur Bewilligung schließlich Arbeitskräf-

te fehlen.

Sprachliche und

gesellschaftliche Hindernisse

Es gibt aber auch Schwierigkeiten bei

der integration, die nicht politisch be-

dingt sind: „Die häufigsten Probleme

entstehen sicher durch sprachliche Barrieren.

Wenn Zuwanderer die deutsche

Sprache nicht ausreichend beherrschen,

führt das oft zu Missverständnissen und

stößt auf Unverständnis bei den Mitmenschen“,

erklärt Annemarie Müller, Stabstelle

Humanes und Soziales des Feinkostunternehmens

Schirnhofer. Auch

das lesen arbeitsrelevanter Unterlagen

sei oft ein Problem neuer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, heißt es seitens des

leiterplattenherstellers At&S. Und: oft

gibt es auch Schwierigkeiten, weil Ausbildungen

und Zertifikate aus dem Ausland

von österreichischen institutionen

nicht anerkannt werden. Ein weiteres

Problem ist die integration von Familienmitgliedern,

die ohne Deutschkenntnisse

nach Österreich kommen. „Begleitende

Partnerinnen oder Partner sind

meist ohne soziales Netzwerk“, begründet

Stephan Baron von AVl list. Er bemängelt

auch, dass es in Graz zu wenige

zweisprachige Schulen gibt.

Zusätzlich erschweren gesellschaftliche

Faktoren die integration von ausländischen

Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern.

Ein großes Problem sei politische

Polemik: „Diese beeinflusst die

Gesellschaft. irreführende Argumente

werden von inländern aufgeschnappt

und schaffen negative Vorurteile“, erklärt

Andreas kindermann, Geschäftsführer

bei Wollsdorf leder, einem der

führenden ledererzeuger Europas. Harald

Holzgruber, CEo von inteco, argu-


Wie teilen sich Beschäftigte

aus dem Ausland in ihrem

Unternehmen hinsichtlich des

Qualifikationsniveaus auf?

23 %

36 %

41 %

ungelernte und angelernte Beschäftigte

Absolventinnen höherer Schulen

Facharbeiter

Quelle: top of styria-Umfrage 2011 (schriftliche

Befragung der Geschäftsführungen der 100 umsatzstärksten

Unternehmen der Steiermark)

2011

iNtEGRAtioN

mentiert ähnlich: „keiner unserer ausländischen Mitarbeiterinnen und Mit-

arbeiter nimmt einem inländer den Arbeitsplatz weg“. Es komme auch in

keinem Fall zu einer Nivellierung des Gehaltsniveaus nach unten.

integrationsfördernde Maßnahmen

Um Migrantinnen und Migranten den Einstieg in den österreichischen Ar-

beitsmarkt zu erleichtern, haben viele der top-100-Unternehmen bereits be-

triebsinterne Maßnahmen entwickelt. So gibt es Sprachkurse für neue Mitar-

beiterinnen und Mitarbeiter mit mangelnden Deutschkenntnissen und Hilfe

bei Formalitäten. Bei Schirnhofer stehen den Angestellten zum Beispiel drei

Personalcoachs zur Verfügung, die bei Behördenwegen und schwierigen Alltagssituationen

behilflich sind. Bei Anton Paar, dem weltweit führenden Entwickler

von Mess- und Analysegeräten, hat man ein spezielles System für

Mitarbeiterintegration gefunden, so Geschäftsführer Friedrich Santner: „Erfahrene

kolleginnen und kollegen begleiten neue während der Anfangszeit.

Darüber hinaus gibt es rund 100 verschiedene Angebote pro Jahr, von Sportkursen

bis zu mehrtägigen Veranstaltungen im Sport- und kulturbereich“.

Angestellte haben auch die Möglichkeit, Freunde und Familienmitglieder zu

den Veranstaltungen einzuladen.

Bei At&S legen Führungskräfte besonders Augenmerk auf die vollkommene

Gleichbehandlung aller Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. in anderen

Unternehmen verteilt man auch ausländische Arbeitskräfte auf die

unterschiedlichen Abteilungen so, dass sie von möglichst vielen Einheimischen

umgeben sind und sich auch persönlich um integration bemühen

können.

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top of styria

31


Foto: beigestellt

toP 100

toP 100-Unternehmen

als top-Arbeitgeber

Die Hürde für den Ein-

32

Die steirischen Unternehmen konnten den einbruch des

Krisenjahres 2009 im aktuellen „Top 100 Ranking“ weitgehend

wettmachen. Als Arbeitgeber haben sie sogar das

ergebnis vor der Krise übertroffen.

stieg in die top 100

liegt mit 63,25 Millio-

nen Euro mehr als 20 Prozent

höher als im Jahr zuvor. Bemer-

kenswert ist auch, dass gleich 15

neue oder wiedergekehrte Un-

ternehmen den Sprung unter

die top 100 schaffen.

Beeindruckend ist das kumu-

lierte Ergebnis: im Jahr 2010

konnten die top-100-Unterneh-

men gemeinsam einen Umsatz

von mehr als 28,50 Milliarden

Euro erwirtschaften und damit

das Ergebnis des vorhergehen-

Rang Vergleich

Rang

Vorjahr

Vergleich

Vorjahr

top of styria 2011

den Jahres bei weitem übertreffen. Damit schlossen sie beim

Umsatz fast an das Ergebnis des letzten Jahres vor der kri-

se an. Noch beeindruckender sind die Beschäftigungszahlen

der toP 100: 2010 boten die top 100 mehr als 137.300 Men-

schen einen Arbeitsplatz, deutlich mehr als im krisenjahr

– und sie überboten sogar die Zahlen, die erreicht wurden,

bevor die Auswirkungen der krise die steirische Realwirt-

schaft erreichten. Mehr als 65.100 der Beschäftigten entfal-

len übrigens auf die zehn größten steirischen Unternehmen.

Die Werte für das Jahr 2010 sind ein beeindruckendes indiz

dafür, wie regenerationsfähig die großen steirischen Unter-

nehmen sind.

Die Umsatz- und Mitarbeiterzahlen des Rankings wur-

den in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Unter-

nehmen mit Hilfe eines elektronischen Fragebogens er-

Unternehmen Firmensitz Umsatz Umsatz 2010

Legende: gestiegen gleich gesunken Ranking-Newcomer

hoben. Voraussetzung für die

Aufnahme in das Ranking ist

ein Hauptsitz des Mutter- oder

tochterunternehmens in der

Steiermark.

Die Entscheidung von Un-

ternehmen, in diesem Jahr

nicht am Ranking teilzuneh-

men, wird – wie immer – res-

pektiert.

david windisch

Mag. David Windisch ist

Universitätsassistent am

Institut für Unternehmens-

rechnung und Controlling

an der Karl-Franzens-Uni-

versität Graz.

Anzahl

Branche

MA Branche

1 Andritz AG Graz 3.553.800.000 14.655 industrie

2

voestalpine Division Bahnsysteme / Holding:

voestalpine Bahnsysteme GmbH

leoben 2.723.323.700 10.182 industrie

3 MAGNA StEYR Fahrzeugtechnik AG & Co kG Graz 1.900.000.000 8.200 industrie

4 Roth Gruppe Graz 1.400.000.000 3.900 Handel

5 Energie Steiermark AG Graz 1.252.100.000 1.797 Energie

6 Siemens AG Österreich (Gruppe) 1 siehe S. 35 Graz 819.000.000 2.400 industrie

7

Steiermärkische krankenanstaltengesellschaft

m.b.H.

Graz 770.295.407 16.641 Dienstleistungen

8 Sappi Austria Produktions-GmbH & Co. kG Gratkorn 663.067.000 1.365 industrie

9 AVl list GmbH Graz 650.000.000 4.570 industrie

10 MAGNA Powertrain AG & Co kG lannach 598.000.000 1.413 industrie


Rang Vergleich

Rang

Vorjahr

Vergleich

Vorjahr

Unternehmen Firmensitz Umsatz Umsatz 2010

Legende: gestiegen gleich gesunken Ranking-Newcomer

Anzahl

Branche

MA Branche

11 leder & Schuh Holding AG Graz 542.800.000 3.731 Handel

12 At&S Austria technologie & Systemtechnik AG leoben 488.000.000 7.500 industrie

2011

top of styria

toP 100

13 JCl logistics (JCl AG) Graz 480.000.000 1.600 Dienstleistungen

14 Styria Media Group AG Graz 457.000.000 2.900 Sonstiges

15

16 EPCoS oHG

Holding Graz - kommunale

Dienstleistungen GmbH 2 siehe S. 35 Graz 353.300.379 1.652 Dienstleistungen

Deutschlandsberg

338.800.000 1.063 industrie

17 Bauunternehmung Granit Gesellschaft m.b.H. Graz 302.000.000 1.400

Gewerbe und

Handwerk

18 Christof Holding AG Graz 285.000.000 2.200 industrie

19 landgenossenschaft Ennstal eGen Stainach 280.000.000 1.160 industrie

20 kastner & Öhler Warenhaus AG Graz 275.265.000 1.520 Handel

21 Fresenius kabi Austria GmbH Graz 272.300.384 671 industrie

22 kNAPP AG Hart bei Graz 272.200.000 1.800 industrie

23 Mayr-Melnhof karton Gesellschaft m.b.H. Frohnleiten 260.000.000 800 industrie

24 Zellstoff Pöls AG Pöls 242.501.546 359 industrie

25 AHt Cooling Systems leoben 236.686.000 1.003 industrie

26 obersteirische Molkerei eGen knittelfeld 210.848.217 584 Mischunternehmen/

-konzern

27 austriamicrosystems AG Unterpremstätten 209.400.000 1.119 industrie

28 Norske Skog Bruck GmbH Bruck an der Mur 204.080.491 495 industrie

29 iSoVoltAiC AG lebring 201.350.092 151 industrie

30 Energie Graz GmbH & Co kG 3 siehe S. 35 Graz 195.366.523 277 Energie

31 ÖStU-StEttiN Hoch- und tiefbau GmbH leoben 195.357.000 553 industrie

32 Schirnhofer Familien Unternehmen Holding GmbH kaindorf 195.000.000 1.900 industrie

33 VoGl+Co Gruppe Graz 194.000.000 305 Handel

34 Gerot lannach Holding GmbH lannach 192.300.000 1.020 industrie

35 toNDACH Gleinstätten AG Gleinstätten 181.000.000 2.400 industrie

36 VERBUND thermal Power GmbH & Co kG Graz 180.408.900 314 Energie

37 Wolfram Bergbau und Hütten AG

St. Martin im

Sulmtal

180.014.000 323 industrie

38 Grazer Armaturen-Werk Pildner-Steinburg GmbH Graz 180.000.000 850 industrie

39 let´s Print Holding AG Graz 179.700.000 493 industrie

40 kNill Gruppe Weiz 178.287.000 1.459 industrie

41 Stahl- und Walzwerk Marienhütte GmbH Graz 176.102.000 230 industrie

42 lieb Bau Unternehmensgruppe Weiz 174.500.000 917 Mischunternehmen/

-konzern

43 Breitenfeld AG Mitterdorf 170.000.000 320 industrie

44 Sandvik Mining and Construction G.m.b.H. Zeltweg 167.537.616 526 industrie

45 Cytec Austria GmbH Werndorf 162.589.506 437 industrie

46 ACC Austria GmbH Fürstenfeld 155.000.000 703 industrie

47 Charles Vögele (Austria) GmbH kalsdorf 150.562.500 914 Handel

48 Stölzle-oberglas GmbH köflach 150.000.000 1.128 industrie

49 Styriabrid GmbH St.Veit am Vogau 149.043.729 24 Handel

50 Haas Group Österreich

Grosswilfersdorf,

Gabersdorf, Graz

143.000.000 936 industrie

33


toP 100

Rang Vergleich

Rang

Vorjahr

Vergleich

Vorjahr

34

top of styria 2011

Unternehmen Firmensitz Umsatz Umsatz 2010

Anzahl

Branche

MA Branche

51 Anton Paar GmbH Graz 139.546.803 1.151

Gewerbe und

Handwerk

52 konrad Wittwar GmbH Graz 137.731.500 394 Mischunternehmen/

-konzern

53 legero Schuhfabrik Gesellschaft m.b.H. Graz 136.982.568 699 industrie

54 Böhler Schmiedetechnik GmbH & Co kG kapfenberg 136.271.263 492 industrie

55 MAGNA Presstec AG Weiz 134.693.000 594 industrie

56

Sandvik Mining and Construction Materials

Handling GmbH & Co kG

leoben 132.000.000 90 industrie

57 Georg Fischer GmbH & Co kG

Altenmarkt/

St. Gallen

128.939.000 510 industrie

58 Böhler Bleche GmbH & Co kG Mürzzuschlag 126.085.623 435 industrie

59 Röhren- und Pumpenwerk BAUER GmbH Voitsberg 122.518.000 507 industrie

60 ADA Möbelfabrik GmbH Anger 118.230.542 1.964 industrie

61 Steirerfleisch GesmbH

Wolfsberg im

Schwarzautal

115.216.969 259 Mischunternehmen/

-konzern

62 pewag austria GmbH Graz 114.000.000 722 industrie

63 Maschinenfabrik liezen und Gießerei Ges.m.b.H. liezen 111.936.094 695 industrie

64 odörfer Haustechnik GmbH Graz 111.188.875 312 Handel

65 Stiefelkönig Schuhhandels GmbH Graz 110.011.050 1.044 Handel

66 Magna Auteca AG krottendorf 91.524.189 289 industrie

67 F. Url & Co GmbH Unterpremstätten 90.748.226 44 Handel

68 NEURotH AG

Wolfsberg im

Schwarzautal

90.000.000 680 industrie

69 EliN Motoren GmbH krottendorf 89.170.203 364 industrie

70 Wollsdorf Holding Schmidt GmbH Wollsdorf 88.696.602 689 industrie

71 Johann Pabst Holzindustrie GmbH Zeltweg 87.944.213 299 industrie

72 komptech GmbH Frohnleiten 87.710.133 474 industrie

73 Pankl Racing Systems AG kapfenberg 87.553.000 809

Gewerbe und

Handwerk

74 Gady Gruppe lebring 87.000.000 252 Handel

75 Boehlerit GmbH & Co kG kapfenberg 86.000.000 700 industrie

76 Frikus Gruppe Zettling 84.337.378 648 Verkehr

77 Seidel Elektronik Group

Deutschlandsberg

83.700.000 700 industrie

78 MWV Alfred Wall GmbH Graz 82.308.000 403 industrie

79 Payer international technologies GmbH & Co. kG St. Bartholomä 81.918.000 1.223 industrie

80 Sattler AG Graz 81.509.838 539 industrie

81 lagerhaus Graz land reg. Gen.m.b.H. Voitsberg 80.306.126 297 Handel

82 Gaulhofer industrie-Holding GmbH Übelbach 79.855.000 550 industrie

83 Stahl Judenburg GmbH Judenburg 78.776.202 324 industrie

84 Mandlbauer AG Bad Gleichenberg 77.960.000 410 Mischunternehmen/

-konzern

85 Almland eGen (mbH) Weiz 77.850.000 323 Handel

86 Porzellanfabrik Frauenthal GmbH Wien 77.005.405 282 industrie

87 inteco special melting technologies GmbH Bruck an der Mur 75.994.285 277 Dienstleistungen

88 Michael Pachleitner Group Graz 75.000.000 300 Handel

89 lagerhaus Wechselgau reg. Gen.m.b.H Hartberg 74.155.000 234 Handel

90 Schenker & Co AG (Zweigniederlassung Graz) Wien 73.900.000 172 Verkehr

Legende: gestiegen gleich gesunken Ranking-Newcomer


Rang Vergleich

Rang

Vorjahr

Vergleich

Vorjahr

Unternehmen Firmensitz Umsatz Umsatz 2010

Anzahl

Branche

MA Branche

91 Roto FRANk AUStRiA GmbH kalsdorf 71.630.117 441 industrie

2011

top of styria

toP 100

92 Quester Baustoffhandel GmbH Wien 71.592.879 125 Handel

93 knauf Ges.m.b.H.

Weißenbach bei

liezen

68.508.000 232 industrie

94

Agrarunion Südost registrierte Gen. m.b.H.

lagerhaus kG

Feldbach 68.505.000 221 Handel

95 iBS Austria GmbH teufenbach 66.162.310 500 industrie

96 Bt-Group Holding GmbH Gleisdorf 65.595.000 269 Mischunternehmen/

-konzern

97 AtB Motorenwerke GmbH Spielberg 65.090.000 564 industrie

98 Green Building Group GmbH Graz 65.000.000 481

Gewerbe und

Handwerk

99 Saint-Gobain Rigips Austria GesmbH Bad Aussee 64.800.000 234 industrie

100 Binder + Co AG Gleisdorf 63.250.000 230 industrie

1 Gruppe inkl. Mobility Werk Graz und Siemens Transformers Austria GmbH & Co KG Werk Weiz

2 inkludiert Umsatz der Energie Graz

3 siehe oben

Legende: gestiegen gleich gesunken Ranking-Newcomer

Top 10 Arbeitgeber aus Top 100

Rang Rang Unternehmen

Unternehmen MA Branche

1

Steiermärkische krankenanstaltengesellschaft

m.b.H.

Top 10 Industrie aus Top 100

16.641 Dienstleis-

tungen

2 Andritz AG

voestalpine Division Bahn-

14.655 industrie

3 systeme / Holding: voestalpine

Bahnsysteme GmbH

10.182 industrie

4

MAGNA StEYR Fahrzeugtechnik

AG & Co kG

8.200 industrie

5

At&S Austria technologie &

Systemtechnik AG

7.500 industrie

6 AVl list GmbH 4.570 industrie

7 Roth Gruppe 3.900 Handel

8 leder & Schuh Holding AG 3.731 Handel

9 Styria Media Group AG 2.900 Sonstiges

10 toNDACH Gleinstätten AG 2.400 industrie

10 Siemens AG Österreich (Gruppe) 2.400 industrie

Rang Rang Unternehmen MA Umsatz Umsatz 2010 Rang Rang Unternehmen MA Umsatz Umsatz 2010

1 Andritz AG 14.655 3.553.800.000

2

voestalpine Division

Bahnsysteme

10.182 2.723.323.700

3

MAGNA StEYR

Fahrzeugtechnik AG & Co kG

8.200 1.900.000.000

4 Siemens AG Österreich (Gruppe) 2.400 819.000.000

5 Sappi Austria 1.365 663.067.000

6 AVl list GmbH 4.570 650.000.000

7 MAGNA Powertrain AG & Co kG 1.413 598.000.000

8

At&S Austria technologie &

Systemtechnik AG

7.500 488.000.000

9 EPCoS oHG 1.063 338.800.000

10 Christof Holding AG 2.200 285.000.000

Top 10 Umsatz pro Mitarbeiter aus Top 100

Rang Rang Unternehmen

Unternehmen

Umsatz

pro MA

Branche

1 Styriabrid GmbH 6.210.155 Handel

Branche

2 F. Url & Co GmbH

Sandvik Mining and Const-

2.062.460 Handel

3 ruction Materials Handling

GmbH & Co kG

1.466.667 industrie

4 iSoVoltAiC AG 1.333.444 industrie

5

Stahl- und Walzwerk Marienhütte

GmbH

765.661 industrie

6 Energie Graz GmbH & Co kG 705.294 Energie

7 Energie Steiermark AG 696.772 Energie

8 Zellstoff Pöls AG 675.492 industrie

9 VoGl+Co Gruppe 636.066 Handel

10

VERBUND thermal Power

GmbH & Co kG

574.551 Energie

Top 10 Handel aus Top 100

1 Roth Gruppe 3.900 1.400.000.000

2 leder & Schuh Holding AG 3.731 542.800.000

3 kastner & Öhler AG 1.520 275.265.000

4 VoGl+Co Gruppe 305 194.000.000

5 Charles Vögele GmbH 914 150.562.500

6 Styriabrid GmbH 24 149.043.729

7 odörfer Haustechnik GmbH 312 111.188.875

8 Stiefelkönig GmbH 1.044 110.011.050

9 F. Url & Co GmbH 44 90.748.226

10 Gady Gruppe 252 87.000.000

35


toP 100

Top 5 Mischunternehmen/-konzern aus Top 100

Rang Unternehmen MA

Umsatz Umsatz 2010

Top 5 Banken

Jahresbilanz-

Rang Unternehmen Firmensitz Jahresbilanzsumme 2010

summe

36

1 obersteirische Molkerei eGen 584 210.848.217

2 lieb Bau Unternehmensgruppe 917 174.500.000

3 konrad Wittwar GmbH 394 137.731.500

4 Steirerfleisch GesmbH 259 115.216.969

5 Mandlbauer AG 410 77.960.000

Top 3 Gewerbe und Handwerk aus Top 100

Rang Rang Unternehmen MA

Umsatz Umsatz 2010

1 Bauunternehmung Granit Gesellschaft m.b.H. 1.400 302.000.000

2 Anton Paar GmbH 1.151 139.546.803

3 Pankl Racing Systems AG 809 87.553.000

Top 3 Dienstleistung aus Top 100

Rang Unternehmen MA

Umsatz Umsatz 2010

1 Steiermärkische krankenanstaltengesellschaft m.b.H. 16.641 770.295.407

2 JCl logistics (JCl AG) 1.600 480.000.000

3 Holding Graz - kommunale Dienstleistungen GmbH 1.652 353.300.379

Top 3 energie aus Top 100

Rang Unternehmen MA

Umsatz Umsatz 2010

1 Energie Steiermark AG 1.797 1.252.100.000

2 Energie Graz GmbH & Co kG 277 195.366.523

3 VERBUND thermal Power GmbH & Co kG 314 180.408.900

1 Steiermärkische Bank und Sparkassen AG Graz 14.103.208.000

2 Raiffeisen-landesbank Steiermark AG Graz 13.750.500.000

3 Volksbank Graz-Bruck reg.GenmbH Graz 1.456.477.262

4 Bankhaus krentschker & Co AG Graz 1.143.346.966

5 Volksbank für die Süd- u. Weststeiermark reg.GenmbH köflach 598.859.812

Top 2 Versicherungen

Prämien-

Rang Rang Unternehmen Unternehmen

Prämienvolumen 2010

volumen

1 Grazer Wechselseitige Versicherung AG 459.700.000

2 Merkur Versicherung AG 437.676.000

Branchenverteilung aus Top 100

industrie 64 %

Verkehr 2 %

top of styria 2011

Mischunt. /

-konzern 6 %

Handel 16 %

Dienstleistungen

4 %

Sonstiges

1 %

Energie

3 %

Gewerbe &

Handwerk

4 %


Rang Vergleich

TOP 100 von A bis Z

Rang

Vorjahr

Vergleich

Rang TOP 100 von A bis Z

Vorjahr

Vergleich

TOP 100 von A bis Z Rang

Vorjahr

Vergleich

TOP 100 von A bis Z

Vorjahr

46 ACC Austria GmbH

60 ADA Möbelfabrik GmbH

94

Agrarunion Südost registrierte

Gen. m.b.H. lagerhaus kG

25 AHt Cooling Systems

85 Almland eGen (mbH)

1 Andritz AG

51 Anton Paar GmbH

12 At&S Austria technologie & Systemtechnik AG

97 AtB Motorenwerke GmbH

27 austriamicrosystems AG

9 AVl list GmbH

17 Bauunternehmung Granit Gesellschaft m.b.H.

100 Binder + Co AG

75 Boehlerit GmbH & Co kG

58 Böhler Bleche GmbH & Co kG

54 Böhler Schmiedetechnik GmbH & Co kG

43 Breitenfeld AG

96 Bt-Group Holding GmbH

47 Charles Vögele (Austria) GmbH

18 Christof Holding AG

45 Cytec Austria GmbH

69 EliN Motoren GmbH

30 Energie Graz GmbH & Co kG

5 Energie Steiermark AG

16 EPCoS oHG

67 F. Url & Co GmbH

21 Fresenius kabi Austria GmbH

76 Frikus Gruppe

74 Gady Gruppe

82 Gaulhofer industrie-Holding GmbH

57 Georg Fischer GmbH & Co kG

34 Gerot lannach Holding GmbH

38

Grazer Armaturen-Werk Pildner-

Steinburg GmbH

98 Green Building Group GmbH

50 Haas Group Österreich

15

Holding Graz - kommunale

Dienstleistungen GmbH

95 iBS Austria GmbH

87 inteco special melting technologies GmbH

29 iSoVoltAiC AG

13 JCl logistics (JCl AG)

71 Johann Pabst Holzindustrie GmbH

20 kastner & Öhler Warenhaus AG

22 kNAPP AG

93 knauf Ges.m.b.H.

40 kNill Gruppe

72 komptech GmbH

52 konrad Wittwar GmbH

81 lagerhaus Graz land reg. Gen.m.b.H.

89 lagerhaus Wechselgau reg. Gen.m.b.H

19 landgenossenschaft Ennstal eGen

11 leder & Schuh Holding AG

2011

top of styria

toP 100

53 legero Schuhfabrik Gesellschaft m.b.H.

39 let´s Print Holding AG

42 lieb Bau Unternehmensgruppe

66 Magna Auteca AG

10 MAGNA Powertrain AG & Co kG

55 MAGNA Presstec AG

3 MAGNA StEYR Fahrzeugtechnik AG & Co kG

84 Mandlbauer AG

63 Maschinenfabrik liezen und Gießerei Ges.m.b.H.

23 Mayr-Melnhof karton Gesellschaft m.b.H.

88 Michael Pachleitner Group

78 MWV Alfred Wall GmbH

68 NEURotH AG

28 Norske Skog Bruck GmbH

26 obersteirische Molkerei eGen

64 odörfer Haustechnik GmbH

31 ÖStU-StEttiN Hoch- und tiefbau GmbH

73 Pankl Racing Systems AG

79

Payer international technologies GmbH & Co.

kG

62 pewag austria GmbH

86 Porzellanfabrik Frauenthal GmbH

92 Quester Baustoffhandel GmbH

59 Röhren- und Pumpenwerk BAUER GmbH

4 Roth Gruppe

91 Roto FRANk AUStRiA GmbH

99 Saint-Gobain Rigips Austria GesmbH

44 Sandvik Mining and Construction G.m.b.H.

56

Sandvik Mining and Construction Materials

Handling GmbH & Co kG

8 Sappi Austria Produktions-GmbH & Co. kG

80 Sattler AG

90 Schenker & Co AG (Zweigniederlassung Graz)

32

Schirnhofer Familien Unternehmen

Holding GmbH

77 Seidel Elektronik Group

6 Siemens AG Österreich (Gruppe)

83 Stahl Judenburg GmbH

41 Stahl- und Walzwerk Marienhütte GmbH

7

Steiermärkische krankenanstaltengesellschaft

m.b.H.

61 Steirerfleisch GesmbH

65 Stiefelkönig Schuhhandels GmbH

48 Stölzle-oberglas GmbH

14 Styria Media Group AG

49 Styriabrid GmbH

35 toNDACH Gleinstätten AG

36 VERBUND thermal Power GmbH & Co kG

2

voestalpine Division Bahnsysteme /

Holding: voestalpine Bahnsysteme GmbH

33 VoGl+Co Gruppe

37 Wolfram Bergbau und Hütten AG

70 Wollsdorf Holding Schmidt GmbH

24 Zellstoff Pöls AG

37


Foto: beigestellt

toP 100

Steirische top-Performer

Als Vergleichsgröße für

38

gaber

Am Aktienmarkt präsentierten sich die steirischen Unternehmen

im Jahr 2010 hervorragend. Während im Jahr davor die

Hälfte der steirischen Unternehmen Kursverluste hinnehmen

musste, konnten sich die Aktionäre diesmal bei jedem einzelnen

Unternehmen im Portefeuille an einem dicken Plus erfreuen. thomas

die steirischen börsen-

notierten Unterneh-

men dient der AtX (Austrian

traded index), der im Jahr 2010

eine Performance von 16,39 %

erzielte. Der marktbreitere

AtX Prime erhöhte sich im selben

Zeitraum um 19,82 %. Unter

den top-ten-treibern des

österreichischen Aktienindex

befinden sich zwei steirische

Unternehmen: der Maschinenund

Anlagenbauer Andritz auf

Platz 9 mit einer Wertsteigerung

von 69,77 % und der leiterplattenproduzent

At&S auf

Unternehmen

At&S Austria technology &

Systemtechnik AG

top of styria 2011

dem dritten Platz mit einem Zuwachs von 172,15 %

– knapp hinter kapsch (+184,81 %) und Do&Co (+200,54 %) .

Das Portefeuille aus allen steirischen börsennotierten Unternehmen

konnte die Benchmark AtX um längen abhängen:

Die Werte der steirischen Unternehmen zusammen steigerten

sich im Vergleichszeitraum um 80,16 % und befanden

sich während des Betrachtungszeitraums nahezu immer

über dem Wertverlauf der Benchmark. Beim Betrachten des

total Shareholder Return, bei dem man zur Aktienrendite

auch die Dividendenzahlungen einberechnet, präsentiert

sich naturgemäß ein noch erfolgreicheres Bild: Plus 82,87 %.

Einschränkend muss erwähnt werden, dass die historische

(Jahres-)Performance nicht als alleinige Basis für Anlageentscheidungen

herangezogen werden sollte: Es zählen

auch Faktoren wie Fundamentaldaten der Unternehmen,

Kurs am

01.01.2010

Kurs am

31.12.2010

Dividende

je Aktie

Aktienrendite

Risiko und korrelation sowie

erwartete zukünftige Entwicklungen.

trotz dieser Einschränkung

stellt die herausragende

Performance der steirischen

Unternehmen am Aktienmarkt

einen guten indikator für die

wirtschaftliche und fundamentale

Entwicklung der untersuchten

Unternehmen dar.

Mag. Thomas Gaber ist Universitätsassistent

am Institut

für Unternehmensrechnung

und Controlling der Karl-

Franzens-Universität Graz.

Dividendenrendite

TSR (1)

TSR (1)

6.14 16.71 0.1 172,15% 1.63% 173.78%

Austria Email AG 4.66 9.12 2.07 95.71% 44.42% 140.13%

Pankl Racing Systems AG 8.35 17.88 0 114.13% 0.00% 114.13%

austriamicrosystems AG 22.65 44.75 0 97.57% 0.00% 97.57%

Andritz AG 40.52 68.79 1 69.77% 2.47% 72.24%

BDi Biodiesel Energy 12.19 17.99 2.3 47.64% 18.87% 66.51%

Binder+Co AG 11.10 15.90 0.32 43.24% 2.88% 46.13%

Gewichteter Durchschnitt 80,16 2,71 82,87

Aktienperformance steirischer börsennotierter Unternehmen

(1) TSR = (Aktienkursgewinn/-verlust + Dividende)/Kurs zu Beginn des Jahres.

Die Aktienkurse wurden um Kapitaltransaktionen adjustiert und auf 2 Stellen gerundet. Die Berechnung der Renditen erfolgt auf Basis der ungerundeten adjustierten

Kurse. Die Berechnung des Durchschnitts wird mit den Marktwerten gewichtet. Die verwendeten Kurse und Daten wurden aus der Datenbank Datastream und den veröffentlichten

Geschäftsberichten der Unternehmen entnommen sowie je nach Verfügbarkeit um Daten aus Aktienkursdatenbanken ergänzt.


toPS oF StYRiA

TOPS of Styria 2011

Lebenswerk Innovation Tourismus/Handel/Dienstleistung Produktion

144 Personen finden sich in diesem Jahr in der liste jener wieder, die von der 300-köpfigen „toPS of Styria“-

Jury genannt wurden. So breit die Basis der herausragenden Unternehmenspersönlichkeiten der Steiermark

war, so klar fiel letztlich die Entscheidung an der Spitze aus. Unter der Aufsicht von Notar Hellfried klaftenegger

wurden die Wahlformulare der Jurymitglieder – den Verantwortlichen der toP 100-Unternehmen des

Vorjahres, leitern wirtschaftsnaher institute und Studiengänge der steirischen Universitäten und Fachhochschulen,

Vertretern der Wirtschaftskammer Steiermark und der industriellenvereinigung sowie namhaften

Wirtschaftsjournalisten – ausgewertet. Für die notariell beglaubigten Gewinner gibt es die verdienten trophäen,

in Stahl gefasste Steine vom „top of Styria“, dem Dachstein.

top of 2011

styria

39

Foto: / Illustration:


Foto: Frankl

toPS oF StYRiA

40

Familienunternehmen, in denen bereits die dritte

oder vierte Generation die Verantwortung übernommen

hat und aufbauend auf der Tradition

neue Wege geht, dominieren die diesjährige Wahl

der TOPS of Styria.

lebenswerk

32 Jahre führte Waltraud Schin-

ko-Neuroth das Hörakustikun-

ternehmen Neuroth und baute

es nicht nur zum Marktführer in

Österreich aus, sondern schaffte

auch den Sprung über die Gren-

zen, in die Schweiz und nach

liechtenstein, nach Slowenien

und zuletzt 2011 auch nach kroa-

tien. im Herbst dieses Jahres voll-

endete sie ihr unternehmerisches

lebenswerk mit der lange vorbe-

reiteten, vollständigen Überga-

be der Unternehmensverantwor-

tung an ihre kinder lukas Schin-

ko als neuen Vorstandsvorsitzen-

den und Julia Draxler-Schin-

ko, die schon seit 2003 die Vor-

standsverantwortung für die Fi-

nanzen trägt. ihr ältester Sohn

Gregor Schinko sitzt dem Auf-

sichtsrat vor. Damit hat Waltraud

Schinko-Neuroth etwas Außer-

gewöhnliches erreicht: die kon-

tinuität des Familienunterneh-

mens, das 680 Mitarbeiter be-

schäftigt, in die vierte Generati-

on zu tragen. Was nicht bedeutet,

dass die tier- und kunstliebhaberin

sich künftig gar nicht mehr

top of styria 2011

mit dem thema Hörakustik

befassen wird: Es gibt auch

außerhalb der Neuroth AG

viel zu tun.

Produktion

Wer von einem erhöhten

Standpunkt auf Judenburg

blickt, entdeckt sofort

das markante Firmengelände

von Stahl Judenburg.

Als Geschäftsführer steht

Ewald thaller einem traditionsreichen

und traditionellen

industrieunternehmen

vor, das als Hersteller von

Edelbau- und Werkzeugstahl,

einbaufertigen lenkungskomponenten

sowie

kolbenstangen für die Hydraulikindustrie,

den Maschinenbau

und die Automobilindustrie

mit exzellenten

kennzahlen gestärkt aus

dem krisenjahr 2009 her-

Im top of styria-Fragebogen (frei nach Marcel Proust) erläu-

tert Waltraud Schinko-neuroth ihre Wirtschaftsphilosophie.

Die wichtigste eigenschaft einer/eines Unternehmensverantwortlichen:

Den Beruf als Berufung zu sehen, an jedem

tag Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern und

den kunden zu leben und konsequent an seinem Marktauftritt,

den Produkten und dem image des Unternehmens zu

arbeiten. Nur wer permanent hinterfragt und an sich arbeitet,

kann Unternehmensziele und Visionen für sich und die

Mitarbeiter definieren und verfolgen.

Die wichtigsten eigenschaften einer/eines Mitarbeiterin/

Mitarbeiters:

Freundlichkeit, offenheit und die Eigenschaft, Menschen

Wertschätzung entgegenbringen zu können. in unserer Neuroth-Philosophie

haben wir uns als Ziel gesetzt, uns für Menschen

mit Hörminderung einzubringen – persönlich und

im Sinne unserer kunden. Dies funktioniert durch viel Verständnis

im Umgang miteinander.

Was mir bei den Partnern meines Unternehmens am wichtigsten

ist: treue zum Unternehmen, Zuverlässigkeit in der

Belieferung und der Qualität sowie Fairness am Markt.

Das Unternehmen, das ich am liebsten gegründet hätte (außer

dem eigenen): Fasziniert haben mich einige Bereiche der

Medizintechnik. Da ich aber eine starke soziale Ader habe,

würde ich auch eine Foundation mit Hunden (soziale kontakte

mit Hunden) oder Betreutes Wohnen für denkbar halten.

Mein/e historische/r Held/in im Wirtschaftsleben:

Ferdinand Porsche

Mein/e aktuelle/r Held/in im Wirtschaftsleben: Dr. ludwig

Scharinger, der sich in seiner tätigkeit als Generaldirektor

und Vorstandsvorsitzender der Raiffeisenbank oberösterreich

und auch im Universitätsrat für kleine Unternehmen

eingesetzt und Großes bewirkt hat.

Wirtschaftliche Reform, die ich am meisten bewundere:

Der EU-Beitritt, der Euro, der freie Arbeitsmarkt und die Niederlassungsfreiheit

(welche zu wenig geschätzt wird). Auch

die Gruppenbesteuerung war eine sehr wesentliche Entscheidung.

Meine Wirtschaftsphilosophie: leistung sollte belohnt und

anerkannt werden, derzeit sind jedoch die steuerlichen Anreize

zu gering. Eine Förderung des Unternehmertums würde

die Freude an wirtschaftlicher Entfaltung bewirken.

Mein Leitspruch: Edel sei der Mensch, hilfreich und gut.

(Johann Wolfgang von Goethe)

Mein wichtigster Charakterzug: Ehrlich und strebsam

Meine wichtigste Niederlage: Meine wichtigste Niederlage

war zugleich eine große Motivation: Ein Mitbewerber hat

einige meiner Mitarbeiter abgeworben und mich somit zur

Gründung der Neuroth-Akademie und die Mitarbeiter zu einer

geschlossenen Neuroth-Strategie gebracht.

Mein größter erfolg: Mein größter Erfolg sind drei gesunde

kinder, die das Unternehmen mit Freude in 4. Generation

weiterführen werden und der Aufbau zu einem internationalen

Unternehmen mit mehr als 680 Mitarbeitern in fünf

ländern.


Die toPs of Styria sind …

LeBeNSWeRK

Waltraud Schinko-Neuroth

toPS oF StYRiA

top of 2011 styria 41


Fotos: Ott, Goiser, Liebminger, Jungwirth, Furgler, beigestellt (4)

toPS oF StYRiA

vorgegangen ist. Die unterneh-

merische Verantwortung nimmt

Stahl Judenburg aber weit über

das kerngeschäft hinaus wahr

und bemüht sich um attraktive

Arbeitsbedingungen, die die Ab-

wanderung aus der Region ein-

dämmen und Menschen in die

Region bringen sollen. Dazu ge-

hören initiativen in der betriebli-

chen Gesundheitsförderung (2011

mit dem „Fit im Job“-Preis ausge-

zeichnet), ambitionierte Aus- und

Weiterbildungsmodelle, speziel-

le Bemühungen um ältere Arbeit-

nehmer sowie die Partnerschaft

im Projekt „kraft. Das Murtal“.

Das Ergebnis: Die Fluktuation der

360 eigenen Mitarbeiter liegt bei

unter einem Prozent.

Zweiter in dieser kategorie ist

Franz kailbauer, der nach einer

vierjährigen laufbahn als Universitätsassistent

an der tU Graz

unter anderem Geschäftsführer

bei verschiedenen Energieunternehmen

war, zuletzt technischer

Vorstand der Energie Steiermark.

Seit 2009 fungiert er als Vorstandsvorsitzender

der Breitenfeld

Edelstahl AG.

Dritter im Bunde ist Alexander

tessmar-Pfohl, Sohn des ehemaligen

iV-Präsidenten Werner

tessmar-Pfohl und seit 2007

Vorstandsmitglied im Familienunternehmen

Sattler AG, einem

führenden Unternehmen für

Spezialtextilien. in diesem Jahr

wurde der Wirtschaftsingenieur

als Vorsitzender der Jungen industrie

wiedergewählt. kürzlich

erst kam sein viertes kind zur

Welt.

42

top of styria 2011

Handel/Dienstleistung/tourismus

Sieger in dieser kategorie ist Martin Wäg, der als Vorstand von

kastner&Öhler gemeinsam mit seinem Cousin thomas Böck

eines der mutigsten investitionsprojekte der Stadt Graz verantwortete,

den 40 Millionen Euro teuren Ausbau des traditionsreichen

Grazer kaufhauses. Dieser tage feierte der „neue

kastner“ seinen ersten Geburtstag und Wäg konnte eine mehr

als erfreuliche Bilanz ziehen: eine 40-prozentige Steigerung

der kundenfrequenz und einen deutlichen Umsatzzuwachs.

kein Wunder, dass Wäg mehr als zufrieden ist: „Rückblickend

gesehen würden wir es zu 99 Prozent wieder genau so machen“,

sagt er im Jubiläumsinterview mit der kleinen Zeitung.

Als zweiter „top“ in dieser kategorie ist Reinhard Pabst, der gemeinsam

mit Johann Pabst in dritter Generation die seit mehr

als 40 Jahren bestehende, in Zeltweg und obdach ansässige

Johann Pabst Holzindustrie GmbH führt. Vom klassischen

Sägewerk hat sich die Firma zu einem europaweit agierenden

High-tech Holzunternehmen entwickelt.

Ebenfalls ein – rasant wachsendes – Familienunternehmen

führt der Dritte in dieser kategorie, Stephan Jöbstl. 2008 hat

er den Vorstandsvorsitz des transportlogistik-Unternehmens

JCl AG von seinem Vater Hermann übernommen und es zum

international agierenden konzern ausgebaut.

innovation

Ebenfalls Geschäftsführer eines Familienunternehmens, und

zwar eines durch und durch bemerkenswerten, ist der Gewinner

in der kategorie innovation. 1997 hat der promovierte

Psychologe Friedrich Santner die Führung des Messtechnikunternehmens

Anton Paar GmbH von seinem Schwiegervater

Ulrich Santner übernommen. innovativ ist Paar nicht

nur als technikunternehmen.

2003 wurde es in die gemeinnützige

Santner Privatstiftung eingebracht,

die aus ihren Erträgen

ausschließlich und unmittelbar

die gemeinnützige Wissenschaft

und Forschung auf dem Gebiet

der Naturwissenschaften und

der technik sowie die Vorbeugung

gegen Drogenabhängigkeit

und andere Süchte sowie die Entwöhnung

von Drogen und anderen

Suchtmitteln fördert. Mit der

Übernahme der Arbeiter des Unternehmens

in das Angestelltenverhältnis

setzte Paar ein ungewöhnliches

Zeichen, um der, so

Santner, mangelnden Wertschätzung

für manuelle tätigkeiten

entgegenzutreten.

Zweiter in dieser kategorie ist

thomas Rossegger, Geschäftsführer

des zur turnauer Gruppe

gehörenden Photovoltaik-Unternehmens

isovoltaic GmbH. Das

Unternehmen ging 2010 aus dem

1985 in der iSoVoltA Group gegründeten

Geschäftsfeld Photovoltaics

hervor. isovoltaic ist seit

2005 ausschließlich auf die Herstellung

von Rückseitenfolien für

Solarmodule spezialisiert und

in seinem Segment technologieund

Weltmarktführer.

Norbert Heß, der gemeinsam mit

Jürgen Holzinger die Geschäfte

der zur tDk-EPC gehörenden

Epcos oHG in Deutschlandsberg

leitet, ist der Dritte in diesem Bereich.

Der Standort in der Weststeiermark

ist das kompetenzzentrum

für keramische Bauelemente

von Epcos. Heß leitet auch

diesen Geschäftsbereich.


PRODUKTION

1. ewald Thaller

2. Franz Kailbauer

3. Alexander Tessmar-Pfohl

HANDeL/DIeNSTLeISTUNG/

TOURISMUS

1. Martin Wäg

2. Reinhard Pabst

3. Stephan Jöbstl

INNOVATION

1. Friedrich Santner

2. Thomas Rossegger

3. Norbert Heß

2011

toPS oF StYRiA

top of styria

43


Foto: / Illustration:

toPS oF StYRiA

toPs 2011:

Alle Namen

Gunter Apfalter, Felix Bartolits, Martin Barzauner, Josef Binder, thomas

Böck, Helmut Bratschitsch, Dominik Brunner, Herbert Depisch, Frank Di-

cker, Willibald Dörflinger, othmar Ederer, Familie Pretterhofer, Regina

Friedrich, Rudolf Dax, Ewald Fuchs, Franz Gady, leopold Gartler, Andre-

as Gerstenmayr, Peter Giffinger, Alois Gölles, karl Grabner, Johann Gritsch,

Harald Gutschi, Marianne und Xaver Haas, Wolfgang Habersatter, Matthias

Hartmann, Hans Michael Heger, Josef Heissenberger, Norbert Heß, John A.

Heugle, Alois Hiebaum, Andreas Hierzer, Gerald Hochstrasser, Dieter Höfler,

Manfred Hohensinner, Hans Höllwarth, Harald Holzgruber, Wilhelm Hörmanseder,

Fritz Hubmann, Erich Jöbstl, Stephan Jöbstl, Hans Aage Joergensen,

Werner Jost, Rudolf Jurak, Franz kailbauer, Stefan kainz, Franz kapaun,

Stefan klug, Georg knill, oswin kois, Angelika kresch, Ferdinand

krobath, Gisela kroisenbrunner, Christian kussmann, Gerald lasnik, toni

legenstein, Wolfgang leitner, Helmut list, kurt Maier, Markus Mair, Wolfgang

Maitz, otmar Mally, Willibald Mautner, Michael Mayer-Rieckh, Hubert

Mayrhofer, Franz Mayr-Melnhof, Elfriede Messner, Wolfgang Mitterbäck,

Nicole Monsberger, Andrea Müller, Hubert Neuper, Max oberhumer, Heinrich

obernhuber, Georg oberth, karl olbrich, otto ordelt, Reinhard Pabst,

Michael Pachleitner, Hubert Palfinger, Gerold Pankl, Martin Pansy, Ägyd

Pengg, Jochen Pildner-Steinburg, Josef Pitzer, Erich und Walter Polz, Stefan

Polzhofer, Stefan Ponsold, Fritz Poppmeier, Alexander Quester, Heinz Reitbauer,

Joachim Reitbauer, thomas Reiter, Claus Repnik, Josef Rieberer, Silvia

Riediger, Michael Ritt, otto Roiss, thomas Rossegger, Hans Roth, Friedrich

Santner, Ulrich Santner, Waltraud Schinko-Neuroth, karl Schirnhofer,

Erwin Schmuck, Susanne Schneider-Assion, thomas Schönwälder, Michaela

Schramm, karl Schwarzl, Hans Schulin, Gerfried Schuller, Heinz Simon,

Ferdinand Sorger, Elke Steffen-kühnl, Stefan Stolitzka, Frank Stronach,

Franz Struzl, Hans Sünkel, Hans-Peter Süss, Wilhelm techt, Manfred

tement, Alexander tessmar-Pfohl, Werner tessmar-Pfohl, Ewald thaller,

Johann tinnacher, Friedrich tiroch, Gerd trattner, Johannes trauttmansdorff-Weinsberg,

Michael Viet, Michael Wachsler-Markowitsch, Martin

Wäg, Josef Walzer, Rudolf Waltersdorfer, Johannes Weiß, Nicola Weitzer,

Friedl Wesiak, Gerhard Widmann, oliver Wieser, Arnold Wratschko, Viktor

Wratschko, Eduard Wünscher, Hannes Zeder, Burghard Zeiler, Josef Zotter

44

Diese 144 Persönlichkeiten wurden 2011 nominiert.

top of styria 2011

Weiterbildung

an der uni graz

Für alle, die persönlich

und beruFlich wachsen wollen

iHr KarrieretiCKet

relevantes wissen branchenspezifisch

aktuell halten, notwendige spezialkenntnisse

vertiefen, neueste Forschungsergebnisseanwendungsorientiert

umsetzen – das sind nur einige der

heutigen bildungstechnischen herausforderungen.

uni for liFe, die weiterbildungsgesellschaft

der universität Graz, bietet

ein breit gefächertes angebot an weiterbildungsprogrammen

an, in denen

die aktuellsten Forschungsergebnisse

entsprechend den anforderungen

des arbeitsmarktes, den Trends der

wirtschaft bzw. industrie vermittelt

werden. hier finden sie universitäre

weiterbildung aus den bereichen

wirtschaft, recht, pädagogik, Kunst &

Kultur, Medizin & Gesundheit, pflege

sowie Medien & design auf höchstem

internationalen niveau, aktuell und

sofort in der praxis umsetzbar. in allen

programmen unterrichten einerseits renommierte

professorinnen der universität

Graz und andererseits anerkannte

expertinnen aus der praxis. aktualität

und umsetzbarkeit des vermittelten

wissens sind somit garantiert. die Teilnehmerinnen

erwerben nach erfolgreichem

abschluss ein (inter-)national

anerkanntes universitätszertifikat oder

einen höherwertigen universitären abschluss

der universität Graz. sämtliche

lehrgänge werden berufsbegleitend

durchgeführt.

detaillierte informationen sowie das

vollständige programm finden sie unter

www.uniforlife.at.

www.uniforlife.at


Ehrenamt11(185x260)_Ehrenamt11(185x260) 17.10.11 14:39 Seite 1

Heute Schülerin,

morgen Schutzengel:

In jedem von

uns steckt

ein Held.

Zusammen Zusammen arbeiten: arbeiten:

Für eine Steiermark

mit Zukunft.

H

ochwasser, Muren, Feuer, Hagel und Schnee. Tausende Steire rinnen und Steirer stellen ihre

Kraft, ihr Wissen und ihre Zeit zur Ver fügung, um die Folgen immer häufiger werdender

Naturkatas trophen zu mindern. Diesen Freiwilligen bei Rettungs diens ten, Feuerwehren und

vielen anderen Einsatz organisationen im Land gebührt unser Dank und unsere Anerkennung.

Wenn auch Sie Ihren Teil beitragen möchten: Eine Liste aller steirischen Organisationen, die sich

über Ihre Hilfe freuen, finden Sie im Internet unter: www.katastrophenschutz.steiermark.at

Katastrophenschutz und Landesverteidigung

2011

top of styria

45


46

styrianBusinEss

Flächenmanagement für Voitsberg

Strategien zur Reduktion des Flächenverbrauchs. Telepark Bärnbach ist Partner des EU-Projektes CircUse.

Der Telepark Bärnbach, ein seit rund

zehn Jahren bestehendes weststeirisches

Impulszentrum mit internationaler Projekterfahrung,

ist seit März 2010 in

Zusammenarbeit mit elf weiteren Organisationen

aus Polen, Deutschland, Italien,

Slowakei, Tschechien und Österreich

Partner im EU-Projekt CircUse („Circular

fl ow land use management“).

Projektinhalt ist der in den letzten Jahren

in vielen europäischen Regionen stark

gestiegene Flächenverbrauch. Die zahlreichen

negativen Effekte dieser Entwicklung

sind bekannt: Zersiedelung und

intensive Bautätigkeiten am Ortsrand

führen zu höherem Verkehrsaufkommen,

wachsenden Erschließungskosten für Gemeinden

für neue Leitungen, Kanalisation

und Straßen und zur Verödung von

Stadtkernen. Flächenverbrauch ist immer

top of styria 2011

auch Landschaftsverbrauch

und nagt somit an Österreichs

Erholungs-

und Freizeitwert.

Ziel des Projekts ist

es, Konzepte und Instrumente

zu entwickeln,

um künftig den

Bestand an Bauland und

Gebäuden zu erhalten, möglichst

fl ächensparende Bauweisen

anzuwenden, Zwischennutzungen sowie

die Renaturierung von ungenutzten Flächen

zu fördern und vor allem Brachfl ächen

wieder nutzbar zu machen.

Letzteres steht im Fokus der Tätigkeit

des Teleparks im Projekt CircUse. In

Kooperation mit dem Regionalentwicklungsverein

Voitsberg hat man sich zum

Cluster mit Geschmack

Ziel des Clusters ist es, für all jene Unternehmen

aktiv zu sein, die in den Bereichen

Lebensmittelverarbeitung, Lebensmitteltechnik,

-qualität und -sicherheit

sowie spezielle Dienstleister in diesem

Umfeld tätig sind. Dabei spielen Unternehmensgröße

und Branche keine Rolle,

die Bandbreite der Clusterpartner reicht

von Kleinstunternehmen bis zu Konzernen,

die sich am Weltmarkt behaupten.

Der Cluster unterstützt die Partner mit

konkreten Maßnahmen, Leistungsangeboten

und Kompetenztransfer bei Problemen,

Anliegen und Bedürfnissen, um

Impulse für Innovationen zu setzen und

Schlüsselprojekte für die Steiermark zu

initiieren. Dafür gibt es klar definierte

Ziel gesetzt, eine Flächenmanagementagentur

über

Gemeindegrenzen hinweg

aufzubauen und

Möglichkeiten zu fi nden,

um vor allem die

ehemaligen Bergbaufl

ächen des Bezirk Voitsberg

einer sinnvollen

Verwendung (etwa Anlegung

eines Testgeländes für

den Anbau diverser Arten von Biomasse

als Pilotaktion) zuzuführen.

STYRIAN BUSINESS

Telepark Bärnbach

Telepark 1, 8572 Bärnbach

Tel +43 / 3142 / 62000 - 33301

offi ce@telepark.at

www.telepark.at

Seit April 2006 bündelt die TECHforTASTE.net GmbH vorhandene Stärken im

steirischen Stärkefeld Lebensmitteltechnologie. Und das mit Erfolg: 11.455

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus 62 Partnerunternehmen erwirtschaften

einen Jahresumsatz von rund 1,24 Mrd. Euro.

Dienstleistungen und Services. So gibt

die vom Cluster geschaffene Rechtsdatenbank

einen Überblick über alle wichtigen

Gesetzestexte – branchenspezifisch

und nach Produktklassen sortiert.

Auch bei der Umsetzung der neuen Regelung

zur Lebensmittel- und Nährwertkennzeichnung

steht der Cluster

seinen Partnerunternehmen beratend

zur Seite.

STYRIAN BUSINESS

TECHforTASTE.net GmbH

Parkring 6, 8403 Lebring

T: +43 318249900

office@techfortaste.net

www.techfortaste.net


Export = Chance auf

Wirtschaftswachstum

Wirtschaftlich turbulente Zeiten erfordern ein Höchstmaß an Beratung. Die Steiermärkische

Sparkasse als größtes Geldinstitut im Süden Österreichs setzt auf Transparenz

und Berechenbarkeit in der Kundenbeziehung, so Vorstandsdirektor Franz Kerber.

Nach der Finanzkrise 2008/09 ein rascher

– staatlich massiv unterstützter

– Wiederaufbau. Ist die steirische Wirtschaft

damit quasi saniert?

Kerber: 70 Prozent der heimischen KMU

erwarten in den nächsten drei bis fünf Jahren

signifikant mehr Umsatz, jeder vierte

Betrieb denkt an Expansion, die Hälfte der

Unternehmen geht von steigenden Gewinnen

aus. Die steirischen Klein- und Mittelbetriebe

sind somit im Österreichvergleich

in Summe vorsichtig optimistisch.

Das für die nächsten Jahre prognostizierte

Wachstum in Höhe von 1,5% – 2,0% p.a.

ist zumindest ein Zeichen für die Stabilität

unserer wirtschaftlichen Lage, gibt allerdings

wenig Spielraum und keinen Platz

für Fehlentscheidungen oder Nichthandeln.

Wir müssen unter diesen Rahmenbedingungen

der Stabilisierung die Chance

nutzen, unser Wachstum in seiner Qualität

neu zu definieren! Wachstum nicht nur

eindimensional als inflationäre Größe zu

sehen, sondern vielmehr danach auszurichten,

wo nachhaltig natürliche Nachfrage

nach Produkten und Dienstleistungen

besteht und nicht nur künstlich geschaffene

Bedürfnisse befriedigt werden.

Wie können KMU ihre Marktposition

positiv beeinflussen?

Kerber: Der Einbruch durch die Finanzkrise

birgt auch Chancen. Die aktuelle Herausforderung

für KMU liegt in der Sicherung

ihrer Konkurrenzfähigkeit und Liquidität.

Die Mehrheit der steirischen Unternehmen

setzt gerade deshalb auf Investitionen in

die Modernisierung ihrer Betriebe und auf

mögliche neue Kooperationen. Voraussetzung

dafür ist, den eigenen Betrieb auf

Schwachstellen zu durchleuchten, Risiken

genau zu kalkulieren, Wirtschaftswachstum

auch im Export zu suchen und die

Kos ten zu optimieren.

Die Steiermärkische Sparkasse unterstützt

die steirischen Klein- und Mittelbetriebe

hierbei als verlässlicher und flexibler Partner

mit einem breit gefächerten Beratungs-

und Betreuungsportfolio.

Wie kann die Steiermärkische Sparkasse

unterstützen?

Kerber: Unsere Wirtschaft ist vom Export

abhängig, da liegen große Chancen für

KMU. Gerade bei Exportgeschäften ist es

für Klein- und Mittelbetriebe von Vorteil,

eine kompetente Bank an der Seite zu haben.

Eine Bank, die ihre Kunden tatsächlich

bei ihren Geschäften über die Grenzen mitbegleitet;

dabei vor Ort im Inland bei der

Abwicklung an die Hand geht und ihre Präsenz

im Ausland zum Vorteil des Kunden

nutzt. Mögliche sprachliche Barrieren oder

fehlende Informationen und Netzwerke vor

Ort sollten daher künftig kein Hindernis für

erfolgreiche Exportgeschäfte sein.

Ihr Unternehmen hat den Slogan „In jeder

Beziehung zählen die Menschen“ …

Kerber: Als Regionalbank mit gemeinwohlorientiertem

Gründungsgedanken

ist sich die Steiermärkische Sparkasse seit

über 185 Jahren ihrer Verantwortung für

die Menschen und die Wirtschaft des

Landes bewusst. Unsere besondere Stärke

sehen wir in der tatsächlich erlebbaren

Nähe zu unseren Kunden, im verantwortungsvollen

Umgang mit Einlagen und in

der unbürokratischen Bearbeitung von

Kundenwünschen.

Wir wollen eine Bank sein, die das Geschäft

ihrer Kunden versteht, Gestaltungskraft

zeigt und ein nachhaltiges Ge-

styrianBusinEss

schäftsmodell fährt, um für unsere Kunden

transparent und berechenbar zu sein. Als

verlässlicher Partner ist es auch Teil unseres

Selbstverständnisses, ein kalkulierbares

Risiko in der Geschäftsbeziehung

einzugehen. Nur erfolgreiche Kunden sichern

unsere Existenz, und damit ist der

Erfolg des Kunden wesentliche Voraussetzung

für unseren Erfolg.

Finanzcrash, Basel II und III, harter Bankentest

– was bedeutet das für die Steiermärkische

Sparkasse?

Kerber: Es hat nach Lehman Brothers und

dem starken Wirtschaftseinbruch große

Verunsicherung bei Privatkunden wie auch

bei Unternehmen gegeben. Wir haben aber

daraus in den Kundenbeziehungen Vorteile

gezogen, weil sich gerade in einer derart

extremen Situation gezeigt hat, was es bedeutet,

eine stabile und sichere Bank als

Partner zu haben! Unsere Kunden haben

uns hier als sicheren Hafen bei stürmischer

See erlebt, das kommt uns heute zugute.

Auf Basel III und seine Auswirkungen sind

wir als eigenkapitalstarke Bank gut vorbereitet

und damit ein starker Partner für

KMU. Klar ist aber auch, dass Eigenkapital

und Liquidität künftig ihren Preis haben

werden; da führt kein Weg vorbei. Geschäfte

werden daher künftig von Banken

noch genauer auf ihre Risikogewichtung

und damit die Eigenkapitalunterlegungsverpflichtung

geprüft und besonderes Augenmerk

auf eine fristenadäquate Finanzierung

von Investitionen gelegt.

STYRIAN BUSINESS

2011

top of styria

Franz Kerber

47


48

styrianBusinEss

In der Ruhe liegt die Kraft

In Krisenzeiten trennt sich in der Vermögensberatung die Spreu vom Weizen.

Angst, Unsicherheit, aber auch Ratlosigkeit

prägen das Anlegerverhalten im

Augenblick. Überhastete und unüberlegte

Entscheidungen über die getätigten

Veranlagungen sind oft die Folge. Gerade

jetzt ist es wichtig, den richtigen Partner

an seiner Seite zu haben, um die Weichen

für eine erfolgreiche Entwicklung des eigenen

Vermögens zu stellen. Denn turbulente

Zeiten bringen enorme Risiken,

aber auch einmalige Chancen mit sich.

Bestmögliche Beratung ist zurzeit das

wichtigste Investment!

Seit Generationen bewährt:

Private Banking mit

langfristiger Wertsicherung

Das Erfolgsrezept hat sich in den 88 Jahren

seit unserer Gründung als Privatbank

in Graz und Wien im Kern nicht verändert:

Nicht der „schnelle Profi t“ zählt,

Spezialisten für Wabenkeramik

Unter dem Namen ceram verbirgt sich die weltweit führende Porzellanfabrik Frauenthal GmbH.

Die 1921 gegründete Porzellanfabrik

Frauenthal GmbH – die Umwelttechniksparte

der börsennotierten Frauenthal

Holding AG mit Sitz in Wien – ist auf die

Erzeugung von Wabenkeramik im Extrusionsverfahren

spezialisiert und auf

diesem Gebiet weltweit führend. Das

Unternehmen ist stark exportorientiert

und verfügt über Niederlassungen bzw.

Repräsentanten in den USA und Asien.

Langjährige Erfahrung und umfassendes

Know-how auf dem Gebiet der Wabenkeramik

und Anwendungstechnik ga-

top of styria 2011

sondern die langfristige Wertsicherung

und Entwicklung des Vermögens. Unsere

höchst private, diskrete und individuelle

Kundenbetreuung besteht daher über

Jahrzehnte und Generationen, und auf

diese Weise haben wir mit unseren Kunden

vier Landeswährungen, einen Weltkrieg

und unzählige Wirtschafts- und

Finanzkrisen gemeistert. Wie das geht?

Im Grunde ganz einfach: indem wir uns

die Zeit nehmen, unsere Kunden in allen

Anlageentscheidungen intensiv zu begleiten.

Und je schwieriger das Umfeld,

desto öfter hören Sie von uns.

STYRIAN BUSINESS

Bankhaus Krentschker & Co. AG

Am Eisernen Tor 3, 8010 Graz

Johannesgasse 29, 1010 Wien

Info-Hotline 0316/8030-38777

mail@krentschker.at

www.krentschker.at

rantieren maßgeschneiderte und anwendungsorientierte

Lösungen.

Derzeit sind am Standort Frauenthal in

der Weststeiermark 316 Mitarbeiter damit

beschäftigt, Wabenkeramik zur besten

Zufriedenheit der weltweiten Kunden

in höchster Qualität auf den Markt zu

bringen.

Die Produktpalette

■ SCR-Katalysatoren zur NO x- und

Dioxin-Abscheidung in Abgasen

Willibald

Gmoser

Bereichsleiter

Private Banking

Graz

■ Wärmespeicher für RTO-Anlagen

■ Gießfi lter zum Filtern, Kontrollieren

und Laminarisieren von fl üssigen

Metallströmen

■ Oxidationskatalysatoren zur

Verminderung von CO, VOC und NH 3

in Abgasen

Porzellanfabrik

Frauenthal GmbH

STYRIAN BUSINESS

A-8523 Frauental

Gamser Straße 38

Tel. 03462/2000-0

Fax DW -3286

info@frauenthal.net

www.frauenthal.net


Weltmarktführer

aus Zeltweg

Die Sandvik Mining and Construction ist als Geschäftsbereich der Sandvik-

Gruppe weltweit im Einsatz. Ein Interview mit Geschäftsführer Mag. Michael

Viet über Firmenphilosophie und Ziele.

Herr Viet, können Sie uns einen Überblick

über Sandvik und speziell den

Standort hier in Zeltweg geben?

Michael Viet: Der schwedische Sandvik-

Konzern ist heute Industrie- und Marktführer

in vielen Bereichen und beschäftigt

in 140 Ländern mehr als 47.000 Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter.

Unser Unternehmen, die Sandvik Mining

and Construction G.m.b.H. am Standort

Zeltweg, feierte kürzlich das 160-jährige

Firmenjubiläum. Wir sind das Kompetenzzentrum

für die „schneidende Gesteinsbearbeitung“

und mit rund 550

Mitarbeitern Weltmarktführer in der

Herstellung von Spezialmaschinen für

den Berg- und Tunnelbau.

Wenn Sie von weltweit sprechen, nehme

ich an, dass vermutlich ein Großteil der

von Ihnen produzierten Maschinen ins

Ausland versandt wird?

Viet: Das ist richtig, in Österreich und

den benachbarten Ländern wäre der Bedarf

dafür gering. Nahezu 100 Prozent

unserer Erzeugnisse werden in europäische

Länder, vorwiegend jedoch nach

China, Amerika, Australien, Asien oder

auch Südafrika exportiert.

Ihr Unternehmen produziert Tunnelbohr-

und Bergbaumaschinen auf einem

High-Tech-Niveau, mit dem weltweit

nur wenige mithalten können. Was tun

Sie, um diesen Technologievorsprung in

Zukunft zu halten?

Viet: Eine wesentliche Voraussetzung

dafür ist eine intensive und kundenbezogene

Forschung und Entwicklung. Die

styrianBusinEss

„Entscheidend ist auch die

Kompetenzentwicklung

unserer Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter.“

Geschäftsführer Michael Viet

meisten unserer Projekte werden in enger

Zusammenarbeit mit Kunden erarbeitet,

aber auch in Kooperation mit zum Beispiel

der Montanuniversität Leoben oder

der Technischen Universität Graz.

Wir investieren viel in Forschung und Entwicklung,

entscheidend ist auch die Kompetenzentwicklung

unserer Mitarbeiter.

Hier möchte ich zum Beispiel die „Sandvik

International Mining and Construction

School“ hervorheben, die gemeinsam

mit der Montanuniversität Leoben und

anderen Universitäten gegründet wurde,

um unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern

fundiertes Wissen über Berg- und

Tunnelbau vermitteln zu können.

STYRIAN BUSINESS

Firmengeschichte

1851 gründete Graf Hugo Henckel von

Donnersmarck das Eisenwerk „Hugohütte“.

Schon 1862 produzierten 1200

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vorwiegend

Material für Eisenbahnen. Ein

Kunde war auch die Staatsoper Wien,

für die 1865 Montagearbeiten an der

Staatsoper durchgeführt wurden.

Die VOESTALPINE Bergtechnik wurde

1996 vom fi nnischen Konzern Tamrock

übernommen, 1998 kam es zur Eingliederung

in SANDVIK.

Sandvik Mining and

Construction G.m.b.H.

Alpinestraße 1

8740 Zeltweg

Tel. +43 (0)3577 755-0

offi ce@sandvik.com

w w w. m i n i n g a n d c o n s t r u c t i o n . s a n d v i k . c o m

2011

top of styria

49


50

top of styria 2011


Innovative Kundenlösungen

und Wertebewusstsein

Neben einer schlanken Unternehmensstruktur und jahrelanger Erfahrung in den diversen Geschäftsbereichen

zeichnet sich JCL Logistics durch höchste Kundenorientierung aus. JCL übernimmt die Verantwortung für die

Produkte der Kunden entlang der gesamten Supply Chain.

Die Anforderungen an moderne Logistik

werden immer spezifi scher. Die Bedürfnisse

jedes einzelnen Kunden sind

speziell, die Zeiten in denen der einfache

Transport von A nach B das Portfolio

eines Logistikunternehmens erschöpft

hat, sind vorbei. JCL Logistics mit Hauptsitz

in Graz ist in den letzten Jahren stetig

gewachsen und erwirtschaftet im Jahr

2011 560 Millionen Euro Umsatz. Mehr

als 1.900 Mitarbeiter an 64 Standorten

in über 20 Ländern sind für die transport-

und produktlogistischen Leistungen des

Unternehmens verantwortlich. Dieses

gesunde Wachstum stellt nicht nur eine

Anpassung an Kundenbedürfnisse dar,

sondern dient auch der geografi schen

und fachlichen Stärkung von JCL. Sowohl

bei der Transportlogistik via Sea &

Air und Overland als auch bei Produktlogistik

mit value added services verfügt

das Unternehmen über jahrzehntelange

Erfahrung und hohe Fachkompetenzen.

Die kundenspezifi schen innovativen Lo-

„JCL Logistics hat sich auf allen

Ebenen positiv entwickelt.“

Stephan Jöbstl, CEO

gistiklösungen werden in den Branchen

Retail, Industry, Health, Automotive und

Chemical Industry erbracht.

Unternehmenswerte als Fundament

Die tägliche Arbeit der JCL Mitarbeiter

basiert auf starken Unternehmenswerten.

Bei den Leistungen des Unternehmens ist

Achtsamkeit der entscheidende Faktor.

Die oft fragilen Güter werden mit größter

Sorgfalt behandelt, die Ausführung

und Planung der Leistungen erfolgt mit

höchster Präzision. Die Logistik ist ein

komplexes Feld mit zahlreichen ineinandergreifenden

Prozessen. Für JCL ist die

Nachvollziehbarkeit und Transparenz entlang

der Supply Chain eine bedeutende

Verpfl ichtung, um dem Informationsbedürfnis

der Kunden gerecht zu werden.

Daher werden sie laufend über den Status

und Aufenthaltsort ihrer Güter informiert

und können auf eine gute Kommunikationsbasis

vertrauen. JCL Logistics reagiert

styrianBusinEss

schnell und fl exibel auf sich verändernde

Anforderungen und erarbeitet auch bei

unvorhergesehenen Ereignissen immer

ideale, wirtschaftliche Lösungen. Die

ökologische Verantwortung gegenüber

der Umwelt wird mittels sorgfältiger Planung

und dem Einsatz modernster Transportmittel

und Anlagen wahrgenommen.

So werden Prozessabläufe auch unter

ökologischen Gesichtspunkten geplant

und optimiert.

Spezialisten mit viel Erfahrung

Die Einbindung von eCommerce als Geschäftsfeld

ist für JCL der logische Schritt,

um das Angebotsportfolio abzurunden.

Mit JCL Market verfügt das Unternehmen

über das technische Know-how, um

beispielsweise Onlineshops für Kunden

zu erstellen, die auf den neuesten Technologien

basieren. Mit diesen Werten,

dem engagierten Einsatz und Know-how

der Mitarbeiter und einer stetigen Weiterentwicklung

übernimmt JCL die Verantwortung

für die Produkte der Kunden

entlang der gesamten Supply Chain. JCL

Logistics CEO Stephan Jöbstl ist mit der

bisherigen Entwicklung von JCL sehr zufrieden,

hat aber noch große Pläne für die

Zukunft des Unternehmens: „Wir haben

uns 2010 auf allen Ebenen positiv entwickelt.

In Zukunft werden wir Full-Service

Logistics fl ächendeckend anbieten können.

Über alle Branchen, Geschäftsbereiche

und Ländergrenzen hinweg.“

STYRIAN BUSINESS

JCL AG

Liebenauer Tangente 4-6

8041 Graz

Tel. +43 (0) 316/9190 6100

offi ce@jcl-logistics.com

www.jcl-logistics.com

2011

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51


styrianBusinEss

Semmering-Basistunnel neu – mit Europa auf Schiene

Semmering-Basistunnel neu neu – mit – mit Europa Europa auf auf Schiene Schiene

Das Herzstück

der neuen Südbahn

Der Der Semmering-Basistunnel neu neu neu ist ist eines ist eines eines mehr mehr wie wie bisher bisher von von zwei zwei oder oder drei drei LoLoLomendenmenden Jahren Jahren Jahren zu bewältigen. zu zu bewältigen. Mit Mit dem Mit dem dem

der der wichtigsten Infrastruktur-Großprokomotivenkomotiven

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im Herzen im Herzen Herzen Europas. Der Der Der zweiröhrige

den,den, sondern sondern nur nur noch noch mit mit einer. einer. Neben Neben wartendewartende Anstieg Anstieg im Güterverkehr im im Güterverkehr abgeabgeabge- 27,3 27,3 km km lange lange Eisenbahntunnel stellt stellt für für für der der enormen enormen Effi Effi zienzsteigerung Effi zienzsteigerung im Gü- im GüGüwickeltwickelt werden werden kann. kann.

Österreich Österreich eine eine nachhaltige Investition in in in terverkehr wird wird sich sich auch auch die die Fahrzeit die Fahrzeit von von Wegen Wegen der der derzeit der derzeit langen langen Fahrzeiten Fahrzeiten ist ist ist

die die Eisenbahn-Infrastruktur Eisenbahn-Infrastruktur dar dar dar und und ist ist ein ist ein ein Wien Wien nach nach Graz Graz und und umgekehrt umgekehrt um um ca. um ca. ca. das das Fahrgastaufkommen das Fahrgastaufkommen im Fernverkehr

im im Fernverkehr

Schlüsselprojekt der der neuen neuen Südbahn. Mit Mit Mit 30 30 Minuten 30 Minuten verkürzen. Reisende Reisende werden werden auf auf der auf der Südbahn der Südbahn nur nur gering. nur gering. gering. Mit Mit dem Mit dem dem

dem dem Semmering-Basistunnel neu neu neu wird wird wird auf auf auf dann dann für für für die die Strecke Strecke weniger weniger als als zwei als zwei zwei Ausbau Ausbau werden werden werden künftig künftig künftig attraktivere attraktivere VerVerVer- der der Südbahn Südbahn im im Abschnitt im Abschnitt Abschnitt Semmering Semmering die die die Stunden Stunden benötigen. benötigen.

bindungenbindungen und und kürzere und kürzere kürzere Reisezeiten Reisezeiten ananan- infrastrukturelle Grundlage

Grundlage für für

für ein ein

ein verververgeboten,geboten,geboten, die die den die

den Reisekomfort den

Reisekomfort

Reisekomfort für für die für

die

die

bessertes Angebot im Personen- und Gü- Gemeinsam mit dem künftigen Haupt- Fahrgäste und die Auslastung auf der

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Gemeinsam

Gemeinsam

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Fahrgäste

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auf der

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bahnhofbahnhof Wien, Wien, der der neuen neuen Verkehrsdreh-

Südachse Südachse erheblich erheblich steigern. steigern.

terverkehr geschaffen.

bahnhof Wien, der neuen Verkehrsdreh- Südachse erheblich steigern.

scheibescheibe Hauptbahnhof Graz Graz und und der der in in Nach Nach dem dem Endausbau der der neuen neuen Südbahn Südbahn

scheibe Hauptbahnhof Graz und der in Nach dem Endausbau der neuen Südbahn

Nutzen Nutzen und und Bedeutung

Bau Bau befi befi ndlichen ndlichen Koralmbahn schafft schafft wird wird die die Strecke Strecke Wien–Graz–Klagenfurt

Nutzen und Bedeutung

Bau befi ndlichen Koralmbahn schafft wird die Strecke Wien–Graz–Klagenfurt

für für Österreich

der der Semmering-Basistunnel neu neu die die VoVo- in rund in rund drei drei Stunden Stunden zurückgelegt werwer- für Österreich

der Semmering-Basistunnel neu die Vo- in rund drei Stunden zurückgelegt wer-

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in Niederösterreich

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erschließen Bedeutung für für Europa Europa

das tig entlasten. tig Weltkulturerbe entlasten. Im Gegensatz Im Gegensatz Ghega-Bahn zur zur BergstreBergstre- – künfräume. sich räume. damit neue Märkte und WirtschaftsDie

Die Bedeutung Südbahn Südbahn ist für ist mit mit Europa ihrem ihrem Herzstück,

tigcke entlasten. cke wird wird der der Tunnel Im Tunnel Gegensatz dank dank seiner seiner zur geringen Bergstre- geringen Zudem räume. Zudem dient dient der der Ausbau Ausbau der der Kapazitäts-

dem dem Die Semmering-Basistunnel Südbahn ist mit ihrem neu, neu, inner- Herzstück, innercke

Neigung Neigung wird der selbst selbst Tunnel für für schwere dank schwere seiner Güterzüge geringen Güterzüge steigerung Zudem steigerung dient im Güterverkehr. im der Güterverkehr. Ausbau Die der Die heutigen Kapazitäts- heutigen halbhalb dem Europas Europas Semmering-Basistunnel das das zentrale zentrale Verbindungs-

neu, inner-

Neigung uneingeschränkt selbst für befahrbar befahrbar schwere sein. Güterzüge sein. TonTon- Kapazitäten steigerung Kapazitäten der im der Schiene Güterverkehr. Schiene reichen reichen Die bei bei heutigen weiweigliedgliedhalb auf auf Europas der der transeuropäischen das zentrale Verbindungs-

Route Route

uneingeschränkt nenschwere Güterwagons befahrbar müssen müssen sein. nicht Ton- nicht tem Kapazitäten tem nicht, nicht, um um den der den Zuwachs Schiene Zuwachs reichen in den in den kom- bei komweivon von der glied der Ostsee auf Ostsee der bis bis zur transeuropäischen zur Adria. Adria. Durch Durch den den Route

nenschwere Güterwagons müssen nicht tem nicht, um den Zuwachs in den komAusbau

Ausbau von dieser der dieser Ostsee Baltisch-Adriatischen bis zur Adria. Ach- Durch Ach- den

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Triest, Industrieräume Venedig

Industrieräume

und Bologna in Polen in Polen

werden

und und Osteuropa mit mit dem dem starken starken oberitaoberita- die wachsenden Industrieräume in Polen

lienischenlienischen Wirtschaftsraum vernetzt. vernetzt.

und Osteuropa mit dem starken oberitalienischen

Wirtschaftsraum vernetzt.

Im Einklang mit Natur und Umwelt

PB PB … Portalbaustelle

… Portalbaustelle

Im Einklang mit Natur und Umwelt

ZA ZA … Zwischenangriff

… Zwischenangriff

Neben Neben der der besseren besseren Schienenverbindung

BL BL … Baulüftungsschacht

… Baulüftungsschacht

Im Einklang mit Natur und Umwelt

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PB ER …

Ersatzretetionsraum

Portalbaustelle

… Ersatzretetionsraum

sowohl sowohl national national als als auch auch international

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ZA UW …

Unterwerk

Zwischenangriff

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Neben der besseren Schienenverbindung

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und und der der Sicherung Sicherung des des Wirtschaftsstand-

ER … Ersatzretetionsraum

sowohl national als auch international

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52

und der Sicherung des Wirtschaftsstand-

top of styria 2011


Bilder: ÖBB-Infrastruktur AG

styrianBusinEss

top 53

of

ortes ortes Österreich ortes Österreich Österreich zahlt zahlt sich zahlt sich die die Investition sich Investition die Investition

gischer gischer Verhältnisse gischer Verhältnisse Verhältnisse sowie sowie aufgrund aufgrund sowie der aufgrund der Einsatz. Einsatz. der

Während Während Einsatz. der Während der Bauphase Bauphase der werden Bauphase werden Bauphase wer we

in den in den in Semmering-Basistunnel in den Semmering-Basistunnel Semmering-Basistunnel auch auch für für auch Länge für Länge für des Länge des Länge Bauwerks Bauwerks des in Bauwerks mehreren in mehreren in Bauab- mehreren Bauab- eigens Bauab-

eigens Umfahrungsstraßen eigens Umfahrungsstraßen Umfahrungsstraßen errichtet errichtet oder oder errichtet o

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Die schnitten. Die entsprechenden Die entsprechenden entsprechenden Baustellen Baustellen Baustellen

hochrangige hochrangige Straßenwege Straßenwege als als OrtsumOrtsumals als Orts

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befi befi nden nden sich befi sich nden in Gloggnitz, in sich Gloggnitz, in Gloggnitz, in Mürzzu- in Mürzzu- in MürzzufahrungenMürzzufahrungen genutzt. fahrungen genutzt. Zusätzlich genutzt. Zusätzlich werden Zusätzlich werden wer we

von von der von der Straße Straße der auf Straße auf die die Schiene auf Schiene die zu Schiene brin- zu brinzu

zu schlagbrinschlag sowie schlag sowie in Göstritz, in sowie Göstritz, in Fröschnitzgra-

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gen.gen. Dadurch gen. Dadurch Dadurch steigt steigt die steigt die Verkehrssicher-

die VerkehrssicherVerkehrssicherbenben

und und Grautschenhof.

ben Grautschenhof.

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Grautschenhof. schutzwände schutzwände errichtet. errichtet. Soweit errichtet. Soweit möglich, möglich, Soweit mög

heitheit und heit und gleichzeitig und gleichzeitig gleichzeitig werden werden das werden das Klima Klima das Klima

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Erste Erste wasserbauliche Erste wasserbauliche wasserbauliche Maßnahmen Maßnahmen fi nden fi nden Schiene fi Schiene nden

befördert. befördert. Schiene Weiters befördert. Weiters werden werden Weiters DeDewerden werden

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bei der Portalbaustelle

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Gloggnitz Gloggnitz

Gloggnitz statt. statt. Gleichzeitig statt. Gleichzeitig erfolgt erfolgt hier hier

erfolgt Ende Ende

hier

der der Ablagerung Ende Ablagerung

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Bereits Mai Ende dieses Mai Jahres dieses wurde Jahres seiwurde

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bepfl anzt, sodass neuer Lebensraum enttens

Bundesministeriums für Verkehr,

bepfl anzt, sodass neuer Lebensraum enttens

des Bundesministeriums Bundesministeriums für Verkehr,

die kommenden Vortriebstätigkeiten.

Vortriebstätigkeiten. bepfl anzt, sodass neuer Lebensraum

Innovation und und Technologie die die UmweltUmweltsteht.steht. Innovation und Technologie die Umwelt-

steht.

verträglichkeit des des Projekts Projekts bestätigt bestätigt und und Der Der erste erste Tunnelvortrieb ist ist 2014 2014 im im

verträglichkeitverträglichkeit des Projekts bestätigt und

Der erste Tunnelvortrieb Tunnelvortrieb ist 2014 im

die die Baugenehmigung für für den den Basistunnel

Fröschnitzgraben geplant. geplant. 2015 2015 soll soll mit mit

die Baugenehmigung Baugenehmigung für den Basistunnel

Fröschnitzgraben Fröschnitzgraben geplant. 2015 soll mit

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erteilt.

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Genehmigungsverfahren.

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die den

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Göstritz Göstritz

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Mitte Mitte

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Genehmigungsverfahren.

Genehmigungsverfahren.

in Niederösterreich

in Niederösterreich werden. werden.

beim Voraussichtlich Zwischenangriff Zwischenangriff

2016 2016

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begonnen

Die Die Eckdaten Eckdaten

die die mündliche mündliche Mitte Oktober Verhandlung hat stattgefun-

in stattgefun- Niederösterreich

Niederösterreich

letzte letzte Tunnelbaulos

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in in Grautschenhof

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Die Eckdaten

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den.den. In die der In mündliche der Steiermark Verhandlung wird wird diese diese für stattgefun-

für gestartet. gestartet. letzte Bis Bis 2020 2020 Tunnelbaulos sollen sollen alle alle Vortriebs- in Vortriebs- Grautschenhof

Grautschenhof

Hochleistungsstrecke

Transeuropäische

Transeuropäische

Anfang Anfang den. 2012 2012 In erwartet. In der erwartet. der Steiermark Anfang Anfang Juli wird Juli 2011 2011 diese arbeiten für arbeiten für abgeschlossen gestartet. abgeschlossen Bis und 2020 und die sollen die beiden beiden alle Vortriebs-

Fahrgeschwindigkeit Hochleistungsstrecke

Hochleistungsstrecke

bis 230 bis 230 km/h km/h

ist ist im im naturschutzrechtlichen Anfang naturschutzrechtlichen 2012 erwartet. Verfahren Anfang Verfahren Juli Tunnelröhren 2011

Tunnelröhren arbeiten im im Rohbau abgeschlossen abgeschlossen Rohbau durchgängig

und die beiden

Tunnellänge 27,3 km

in der Steiermark ein positiver Bescheid fertiggestellt sein. Nach Einbau der Tun-

Tunnellänge

Fahrgeschwindigkeit Fahrgeschwindigkeit

27,3 km

bis 230 km

in der Steiermark ist im naturschutzrechtlichen naturschutzrechtlichen ein positiver Bescheid Verfahren

fertiggestellt Tunnelröhren sein. Nach Einbau im Rohbau der Tundurchgängig

durchgängig

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Neigung Neigung Tunnellänge 8,4 8,4 ‰ ‰ 27,3 k

in der Steiermark ein positiver Bescheid

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in Niederösterreich in Niederösterreich ergangen, das soll soll entsprechende entsprechende noch noch Ende Ende 2011 2011 Verfahren

Basis Basis tunnel tunnel nelausrüstungnelausrüstung neu neu voraussichtlich kann der Ende Ende Semmering-

Güterzüge Güterzüge bis Neigung zu bis 1.600 zu 1.600 t t

abgeschlossen in Niederösterreich Niederösterreich sein. sein. soll noch Ende 2024 2011

2024 in Betrieb in Basis Betrieb tunnel genommen neu werden. voraussichtlich voraussichtlich werden. mit Ende

mit nur nur einer einer Güterzüge Lokomotive

bis zu 1.600 t

8,4

Bei Bei positivem, positivem, abgeschlossen abgeschlossen rechtskräftigem sein.

und und zeitzeit- 2024 in Betrieb genommen werden.

Zeitgemäßer mit Fahrkomfort

nur einer Lokomotive

gerechtem Bei Vorliegen positivem, Vorliegen der rechtskräftigem rechtskräftigem der erforderlichen

und Gut zeit-

Gut durchdachte Baulogistik

und und Zeitersparnis

Zeitgemäßer Fahrkomfort

behördlichen gerechtem Genehmigungen Vorliegen der und und erforderlichen

erforderlichen

BeBe- Die Die Errichtung Errichtung Gut eines durchdachte eines Infrastrukturprojekts

Baulogistik

Zukunftssichere und Ergänzung Zeitersparnis

Ergänzung zur zur bebewilligungen wird wird im im Frühjahr Frühjahr 2012 2012 mit mit dieser dieser Größe Größe verlangt verlangt eine eine umfassende

stehendenstehenden Semmering-Bergstrecke

behördlichen Genehmigungen Genehmigungen und Be-

Die Errichtung eines Infrastrukturprojekts

Infrastrukturprojekts Zukunftssichere Zukunftssichere Ergänzung zur be-

den den vorbereitenden Maßnahmen in in Baulogistik. Die Die Baustellen Baustellen müssen müssen einereinerwilligungen wird im Frühjahr 2012 mit

dieser Größe verlangt eine umfassende

Bauzeit Bauzeit stehenden 2012 Semmering-Bergstrecke

Semmering-Bergstrecke

2012 bis 2024 bis 2024

Gloggnitz Gloggnitz begonnen.

seitsseits mit mit Baustoffen versorgt versorgt und und andeande- den vorbereitenden vorbereitenden Maßnahmen in

Baulogistik. Die Baustellen müssen einer-

Bauzeit 2012 bis 20

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Gloggnitz begonnen.

seits mit Baustoffen versorgt und ande-

Baulose im Überblick

Semmering-Basistunnel neu abtranspor-

STYRIAN STYRIAN BUSINESS BUSINESS

Baulose im Überblick

Semmering-Basistunnel neu abtransporrerseits

muss das Ausbruchsmaterial Ausbruchsmaterial des

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www.oebb.at/semmering

Baulose im Überblick

Semmering-Basistunnel Semmering-Basistunnel neu abtranspor-

www.oebb.at/infrastruktur

STYRIAN BUSINESS

grundgrund geologischer und und hydrogeolo-

lärm- lärm- und und emissionsarme Fahrzeuge Fahrzeuge zum zum

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werden. Dafür kommen modernste

www.oebb.at/semmering

www.oebb.at/semmering

grund geologischer und hydrogeolo-

lärm- und emissionsarme emissionsarme Fahrzeuge zum

www.oebb.at/infrastruktur

www.oebb.at/infrastruktur

2011 styria

Bilder: ÖBB-Infrastruktur AG

Bilder: ÖBB-Infrastruktur AG


54

styrianBusinEss

Personaldienste vom Profi

Die bridge personal & service GmbH & Co KG: Brückenbauer zwischen Unternehmen und qualifi ziertem Personal

bridge personal & service – seit über 20

Jahren Partner mit Handschlagqualität –

vermittelt österreichweit mit vier Niederlassungen

und europaweit mit Büros in

Deutschland, Tschechien, der Slowakei,

Ungarn sowie Slowenien Personaldienstleistungen.

Auf inländischen Techniker-

und Fachkräftemangel kann so vorausschauend

reagiert und diesem erfolgreich

entgegengesteuert werden.

Gewachsenes Know-how, ein ausgeprägtes

Verständnis für die Bedürfnisse

der Unternehmen und ein motiviertes

Engagement bilden neben dem überregionalen

Netzwerk die Basis für eine erfolgreiche

Zusammenarbeit.

Das einzigartige bridge-Personalmanagementsystem

mit softwareunterstützter

Analyse erhöht die Trefferquote bei der

Konsequent ganzheitlicher Ansatz

Kristl, Seibt & Co: Mit steirischer Innovationskraft ist die Grazer Firma weltweit erfolgreich.

Seit der Gründung vor rund 35 Jahren

hat sich die Grazer Firma Kristl, Seibt &

Co GmbH zu einem international tätigen

Unternehmen entwickelt. 230 Mitarbeiter

sind in den drei Geschäftsbereichen

Automotive Engineering, Industrial Automation

und technische Gebäudeausstattung

tätig. Neben dem Hauptsitz in

Graz verfügt Kristl, Seibt & Co auch über

Standorte in Deutschland und Indien.

Wichtigster Erfolgsfaktor ist der ganzheitliche

Ansatz.

Begonnen hat die Erfolgsgeschichte im

Jahr 1972 als Gewerbebetrieb für Elektronik

und Sanitär-, Heizungs- und Lüftungstechnik.

Schon bald exportierte

das zukunftsorientierte Unternehmen

sehr erfolgreich technische Gebäudeausstattungen

in den Irak, nach Ägypten,

Saudi-Arabien und Jordanien. Mitte der

top of styria 2011

Ing. Andreas Jirka

Geschäftsführer

Personalauswahl um ein Vielfaches und

ermöglicht schnellste und unbürokratische

Abwicklung. bridge ist damit in der

Lage, Personal zur Verfügung zu stellen

für …

■ Industrie & Gewerbe

■ Montage

■ Produktion & Logistik

■ Büro & Administration

■ Call Center

Achtzigerjahre kamen der Bereich der

Automatisierungstechnik sowie die Prüfstandtechnik

hinzu.

Die richtige Lösung

Die Geschäftsfelder Automotive Engineering,

Industrial Automation sowie

die technische Gebäudeausstattung sind

mit erstklassig ausgebildeten Spezialisten

besetzt. Kontinuierliche Forschung, der

Wille, etwas zu bewegen, und auch das

hohe Maß an Kundenorientierung, das

zu wirklich maßgeschneiderten Lösungen

führt, machen Kristl, Seibt und Co zu

einem wertvollen Partner.

■ Technik & IT

■ Hotellerie & Gastronomie

■ Gesundheitswesen

Zur Effi zienzsteigerung im Unternehmen

bietet bridge zudem eine Palette an Industrieserviceleistungen

an. Diese Arbeiten

werden von kompetentem Fachpersonal

ausgeführt und ermöglichen

eine optimierte Auslastung der Maschinen

und Anlagen: Flüssige Produktionsabläufe

und ein fachlich kompetentes

und motiviertes Personal sind die Eckpfeiler

zum Erfolg von bridge personal &

service.

STYRIAN BUSINESS

8045 Graz-Andritz

Tel. +43 (0) 316/69 69 99-0

graz@bridge.co.at

www.bridge.co.at

Die Arbeit der Grazer Ingenieure ist heute

weltweit gefragt: So verlassen sich

mittlerweile Kunden aus dem gesamten

EU-Raum, aus Indien, Malaysia, Indonesien

und den USA auf das Know-how des

Grazer Unternehmens.

Das Erfolgsrezept liegt im konsequenten

ganzheitlichen Ansatz: Die Kristl, Seibt

& Co GmbH hat sich in Zusammenarbeit

mit der TU Graz auf die Gesamtheit von

Software, Elektrik, Mechanik und technischer

Gebäudeausstattung spezialisiert

und somit offensichtlich ein attraktives

Angebot am Markt positioniert.

STYRIAN BUSINESS

Kristl, Seibt & Co GmbH

Tel. +43 (0) 316 59 95-0

offi ce@ksengineers.at

www.ksengineers.at


Stahlharte Kompetenz

Bei INTECO schmilzt vieles. Nur nicht Erfolg und Umsatz.

Seit der Gründung im Jahr 1973 als

Zwei-Mann-Beratungsfi rma ist das Umschmelzen

von Edelstählen, welche später

als Vormaterial in der Luftfahrt oder

im Bau von Energiemaschinen eingesetzt

werden, eine der Kernkompetenzen von

INTECO special melting technologies.

Heute zählt die Brucker Firma 180 MitarbeiterInnen

und ist mit einer Exportrate

von über 90 Prozent die globale Nummer

Eins, wenn es darum geht, hochentwickelte

und moderne Ausrüstungen

und Technologien für die Erzeugung von

hochqualitativen Stählen zu entwickeln.

INTECO zeichnet aus, dass es weltweit

kein anderes Unternehmen gibt, welches

alle erforderlichen Schmelz- und Veredelungsverfahren

für die Herstellung von

großen Edelstahlblöcken anbietet. So ist

es nicht verwunderlich, dass INTECO in

den letzten fünf Jahren in der Lage war,

die Mehrzahl der ausgeschriebenen Projekte

in Europa akquirieren und abwickeln

zu können. Darüber hinaus konnte

das Unternehmen seinen geographischen

Mix diversifi zieren, indem vor allem die

Geschäfte in China, Korea und Lateinamerika

ausgebaut wurden. Mit Tochterfi

rmen und Zweigstellen zählt die Gruppe

styrianBusinEss

über 300 MitarbeiterInnen in Österreich,

Deutschland, China, Indien und den USA,

welche diesen Ausbau natürlich maßgeblich

erleichtern und unterstützen.

Im September 2011 wurde – um die

große Nachfrage am asiatischen Markt

bedienen zu können – nun auch die erste

eigene Produktionsstätte mit Standort

in Dalian, China, eröffnet. So wird es

INTECO in Zukunft möglich sein, seinen

Kunden nicht nur innovativstes Engineering

und ausgezeichnete Projektleitung

anzubieten, sondern selbst große Teile

der Anlage fertigen zu können.

STYRIAN BUSINESS

Wiener Strasse 25, 8600 Bruck a.d. Mur

Tel. +43 (0) 3862 53110 0

inteco.austria@inteco.at, www.inteco.at

Innovative Dichtungslösungen

Seal Maker ist Spezialist für Hydraulikdichtungen, Zylinderreparaturen und Kunststoffdrehteile.

Die Produkte der Seal Maker Dichtungstechnik

GmbH mit Stammsitz in Kapfenberg

können aufgrund des modernen

Fertigungsparks, ausgestattet mit hochwertigen

CNC-Drehsystemen, binnen

weniger Minuten gefertigt werden. Die

Stillstandszeiten bei Wartungsarbeiten

im Hydraulikbereich werden somit deutlich

verkürzt und der gesamte Instandhaltungsprozess

noch effi zienter gestaltet.

Gefertigt wird je nach Kundenwunsch,

von einem Stück bis zu mehreren tausend

Stücken und in einem Durchmesserbereich

von 0 bis 2.500 mm.

Die Seal Maker Gruppe (mit Niederlassungen

und Partnern weltweit) fertigt

auch die Halbzeuge und Maschinen zur

Dichtungserzeugung selbst an, die gesamte

Wertschöpfungskette bis zum

hochqualitativen Endprodukt bleibt so-

mit im Haus. „Unsere Kunden profi tieren

durch unsere straffe Organisation

von kürzesten Lieferzeiten für innovative

Dichtungslösungen“, so Geschäftsführer

Ing. Mario Gansberger.

Zukunftsweisend

Als neuer österreichischer Exklusivpartner

für den europäischen Spezialisten

für Packungen, Gleitringdichtungen und

Flachdichtungen, die Firma LATTY, hat

Seal Maker seine Produkpalette den Kundenwünschen

entsprechend zukunftsweisend

erweitert.

Seal Maker

Dichtungstechnik GmbH

STYRIAN BUSINESS

Industriestraße Ost 7 A

8605 Kapfenberg

Tel. +43 (0) 3862/33 5 33-0

2011

austria@seal-maker.com

www. seal-maker.com

top of styria

55


56

styrianBusinEss

Wirtschaft Graz

Eine Plattform mit klaren Zielen – und alles andere als ein „Amt“

Gute Strategen zeichnen zwei Eigenschaften

aus: die richtigen Fragen zu stellen

und eine Strategie auch tatsächlich auf

den Boden zu bringen. Unsere Fragen:

Was bedeutet Wertschöpfung für eine

Stadt wie Graz wirklich? Und wie kann

man diese, eingebettet in ein globales

Gefüge, wirklich fördern und entwickeln?

Das erfordert eine gute strategische Basis.

Dazu evaluiert die Wirtschaftsabteilung

in regelmäßigen Abständen die

volkswirtschaftlichen Parameter der Stadt

Graz und passt die Wirtschaftsstrategie

laufend an die jeweiligen Rahmenbedingungen

an. Und das erfordert, die dafür

notwendigen wirtschaftlichen Institutionen

und Entscheider der Stadt an einen

Tisch zu bringen. Unterstützt wird dieser

Prozess unter anderem durch die Strategieplattform

„Wirtschaft … Graz“. Deren

Ziel: eine transparente und kooperative

top of styria 2011

Umsetzung der Wirtschaftsstrategie. Damit

sie nicht nur strategische Idee, sondern

auch gelebte Praxis in der Stadt wird.

Service

„Sagen Sie einfach nicht Amt zu uns“

steht in unserem Credo. Und dabei

können Sie uns wörtlich nehmen. Oder

hätten Sie vermutet, dass unsere Reaktionszeit

auf Anfragen maximal 24 Stun-

den beträgt? Oder dass wir eine eigene

Hotline für Unternehmen haben? Denn

wir haben erkannt, dass Service gefühlt

werden muss. Und wir haben erkannt,

dass das für ein wirtschaftsfreundliches

Klima in einer Stadt wie Graz unverzichtbar

geworden ist. Deshalb setzt sich die

Wirtschaftsabteilung beratend und vermittelnd

für die Grazer Unternehmen ein;

ist Anlaufstelle für UnternehmerInnen

und jene, die es noch werden möchten;

und bearbeitet wirtschaftsrelevante Fragen

an die öffentliche Verwaltung; unter

anderem zu Zahlen, Daten und Fakten

zum Wirtschaftsstandort Graz.

STYRIAN BUSINESS

STADT GRAZ

Abt. für Wirtschafts- und Tourismusentwicklung

Stigergasse 2/1, 8011 Graz

Servicehotline +43 (0) 664/60 872 4884

wirtschaft@stadt.graz.at


Rekordumsatz

bei Exportprofi

KNAPP steigerte im Wirtschaftsjahr 2010/11

den Umsatz um 30 Prozent auf über 272 Millionen Euro.

Die steirische KNAPP AG ist ein international marktführender

Anbieter für ganzheitliche Intralogistiklösungen. Weltweit sind

mehr als 1.300 Anlagen von KNAPP in über 50 Ländern im Einsatz.

Top-Unternehmen aus unterschiedlichsten Branchen, wie

Avon Cosmetics, Coca-Cola, JCL Logistics, L’Oreal, REWE, Sony

oder Tiffany setzen auf KNAPP.

1952 gegründet, avancierte KNAPP mit konsequenter Innovationsorientierung

zum Technologieführer. Von den weltweit mehr

als 1.800 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind über 80 % in

Österreich beschäftigt. Die hohe Exportquote von 99 % spiegelt

die Internationalität des Konzerns wider: KNAPP ist mit 18 Niederlassungen

und 14 Repräsentanzen in allen Erdteilen vertreten

und wurde 2011 mit dem steirischen Exportpreis ausgezeichnet.

STYRIAN BUSINESS

KNAPP AG

Günter-Knapp-Straße 5 – 7

A-8075 Hart bei Graz

Tel. +43 316 495 0, Fax +43 316 491 395

sales@knapp.com, www.KNAPP.com

styrianBusinEss

Hoch hinaus

mit top Beratung

Sie schaffen heute das Unternehmen, in dem

Sie und Ihre Mitarbeiter morgen arbeiten werden!

Seit über zehn Jahren verdeutlicht next level consulting in unzähligen

Projekten die Kompetenz in Projektmanagement, Prozessmanagement

und Change Management.

Im Zentrum der Leistungen steht der Kunde. Die Consultants der

next level consulting in Bonn, Bratislava, Cham, Graz, München,

Salzburg, Wien und Zagreb sowie seit neuestem auch in Kapstadt

beraten auf hohem Niveau und begleiten die Kunden mit

großem Einsatz auf ihrem Weg in eine erfolgreiche Zukunft.

Das Unternehmen mit ca. 100 Mitarbeitern ist international in

den Branchen IT, Telekommunikation, Maschinen- und Anlagenbau,

Energie, Industrie & Pharma, Mobility & Logistik, Banken

& Versicherungen und Verwaltung, Gesundheit & NGOs aktiv.

Projektmanagement next level-Experten mit branchenspezifischem

Know-how und langjähriger Erfahrung begleiten die

Kunden dabei, mit Projektmanagement entscheidende Wettbewerbsvorteile

zu erzielen.

Prozessmanagement Das professionelle Prozessmanagement

der next level consulting unterstützt, die Effizienz der Organisation

zu steigern. Denn das laufende Optimieren bestehender

Prozesse bestimmt auf wesentliche Weise den Erfolg Ihres

Unternehmens.

Change Management Mit dem Change Management-Ansatz

unterstützt next level consulting bei der erfolgreichen Umsetzung

von Veränderungen in Organisationen. Die emotionale

Wirkung wird berücksichtigt und so wird sichergestellt, dass

die Veränderung von allen Beteiligten mitgetragen wird.

STYRIAN BUSINESS

next level consulting Österreich GmbH

Liebenauer Hauptstrasse 2-6/D/1, 8041 Graz

Tel +43 (0) 316/32 51 42-0

office-graz@nextlevelconsulting.eu

www.nextlevelconsulting.eu

2011

top of styria

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58

styrianBusinEss

MPS Personalservice GmbH

Ihr kompetenter Partner in der Personalbereitstellung

MPS Personalservice steht seit 1992 für umfassende Serviceleistungen in der Personalbereitstellung. An

20 Standorten in Österreich sowie in mehreren CEE-Ländern und mit mehr als 1.200 Mitarbeitern ist

MPS Personalservice eines der größten österreichischen Traditionsunternehmen in der Branche der Arbeitskräfteüberlassung.

Seit der Firmengründung konnte mehr als 80.000 Menschen zu einem neuen Job

verholfen werden. Der Einsatz von Zeitarbeitnehmern ist ein optimales Mittel zur Kostensteuerung. Ob

bei Auftragsspitzen, Urlaubs- oder Karenzvertretung, Projektarbeiten – MPS Personalservice überlässt Personal mit bestmöglicher

Qualifikation in individueller Einsatzdauer. Dabei wird ausschließlich die reine Arbeitszeit verrechnet, ohne zusätzliche Kosten und

Zeitaufwand wie beispielsweise für Rekrutierung und Auswahl.

Maßgeschneiderte Personallösungen

MPS Personalservice entwickelt mit Know-how und 20 Jahren Erfahrung rasch und unkompliziert optimale Personallösungen für

jeden Kunden. Das MPS Angebot umfasst: Annoncengestaltung- und Inseratenservice, Personalauswahl- und vermittlung, Integrationspersonalbereitstellung,

HRM-Outsourcing und Payrolling inkl. Steuerservice.

Nähere Informationen auf:

www.mps.at, office@mps.at

MPS International

MPS Personalservice war seit der

Gründung ein stark expandierendes

Unternehmen. Mit der Öffnung des

Arbeitsmarktes wurden mehrere

CEE-Ländern erschlossen. Als

fachkundiger Partner in der Arbeitskräfteüberlassung- und

vermittlung steht MPS International Kunden aller Branchen

in Deutschland, Slowenien, Ungarn, der Slowakei und in der

Tschechischen Republik zur Seite. Durch dieses Netzwerk

kann MPS rasch und flexibel agieren, um den unterschiedlichsten

Märkten und Kundenwünschen gerecht zu werden.

Nähere Informationen auf:

www.mps-personal.com, office@mps-personal.com

MPS Facility & Security

MPS Facility & Security bietet mit den

Sparten Sicherheits-, Reinigungs-,

Anlagen und Personalservice eine

lückenlose Vollversorgung im modernen

Gebäudemanagement. Für jedes

Unternehmen wird ein maßgeschneidertes Konzept erstellt, das

effizient alle Anforderungen im Bausteinsystem erfüllt. Als Systemdienstleister

sorgt MPS Facility & Security für nachhaltige

Entlastung wesentlicher Kernprozesse.

Nähere Informationen auf:

www.mps-facility.at, office@mps-facility.at

Dornbirn

DEUTSCHLAND

Hart bei Graz / Raaba

top of

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styria 2011

Burghausen

Innsbruck

Hallein

Saalfelden

Linz

Steyr

Klagenfurt

Prag

TSCHECHIEN

Leoben

Wr. Neudorf

ÖSTERREICH

Maribor

SLOWENIEN

SLOWAKEI

Bratislava

Györ

Gralla UNGARN

KROATIEN

Budapest

POLEN

Subotica

Kecskemét

SERBIEN


Es entscheidet die Zu-

kunft des Wirtschafts-

und Arbeitsstandortes

Österreich und damit auch die

Frage, ob eine nachhaltig gute

Qualität des lebens in unserem

land erreicht, gehalten und

ausgebaut werden kann.

Dass Bildung lebensumspan-

nend zu verstehen ist, spricht

sich ebenfalls nur zögerlich he-

rum. Gerne werden teilaspekte

diskutiert, was natürlich not-

wendig ist, vielfach geht dabei

jedoch der so wichtige „Blick

auf das Ganze“ verloren. Und

gerne wird mit vergangenen

oder auch gegenwärtigen „Er-

folgen“ begründet, warum ge-

rade in dem Bereich, von des-

sen Änderungen man betrof-

fen sein könnte, Reformen völ-

lig überflüssig wären.

Heilige kühe

schlachten!

Daher nochmals: Es geht um

die Zukunft. Es geht um die Fra-

ge, wie wir unser gesamtes Bil-

dungssystem gestalten, um die

künftigen Herausforderungen –

auch heute noch unbekannte –

bewältigen zu können. Es geht

um eine umfassende Bildungs-

reform!

Bildung ist

Zukunft

Wir befinden uns in einer Bildungsdiskussion,

und das ist gut so. Denn – leider

– nur langsam wird klar, dass Bildung das

zentrale Thema für die Gesellschaft ist.

Eine solche Reform reicht vom kindergarten über die Schu-

le bis zu den Universitäten und Erwachsenenbildungsins-

titutionen, von öffentlichen und privaten Bildungseinrich-

tungen bis zu den Unternehmen. Unter Zugrundelegung der

„österreichischen Reformfreude“ ist evident, dass umfang-

reiche Änderungen nur in Etappen bewältigbar sind. Wich-

tig bleibt aber, dass diese Änderungen einer Gesamtstrategie

folgen, die dem Ziel „Österreich wird Bildungsweltmeister“

verpflichtet ist, und dass Änderungen dort begonnen wer-

den, wo der Handlungsbedarf am größten ist: in der Schule!

Eine erfolgreiche Reform des Schulsystems setzt das

Schlachten von Heiligen kühen voraus, um das zu errei-

chen, was wir wirklich brauchen: eine Neue Schule. Eine

Schule, die

• individuelle Fähigkeiten, Fertigkeiten

und Begabungen fördert,

• Freude am lernen vermittelt,

• leistungsdifferenzierung sicherstellt,

• auf das leben vorbereitet (non scolae, sed

vitae discimus!),

• ohne parteipolitischen Einfluss Autonomie lebt,

• mit regelmäßiger externer Evaluierung arbeitet und

• frühe Selektion (derzeit mit 10 Jahren!) vermeidet.

So ist der Untergang sicher

Utopie? Nein, auf dieser Welt gibt es solche Schulsyste-

me. Und sie sind allesamt jedenfalls wesentlich erfolgrei-

cher als unseres. Wir haben also Vorbilder, die wir – ohne

sozial zu experimentieren – umsetzen können. kommt

dann noch der Einwand, dass dies ja die Abschaffung der

AHS in ihrer heutigen Form bedeute, was dem „Untergang

des Abendlandes“ gleichzusetzen wäre, so sei dem entge-

gen gehalten, dass die Wahrscheinlichkeit des Untergangs

bei Beibehaltung des derzeitigen Systems wesentlich grö-

ßer ist. Es ist nicht bedeutend, was auf dem türschild ei-

gottfried maresch

2011

top of styria

BilDUNG

ner Schule zu lesen ist, sondern

es ist wichtig, was in der Schule

passiert! Dazu sind aber auch –

horribile dictu – neue Rahmen-

bedingungen für die Schule zu

schaffen:

• klare kompetenzen der Ge-

bietskörperschaften unter Auf-

wertung der Bundeskompe-

tenz,

• effiziente und schlanke Ver-

waltungsstrukturen unter

Verzicht auf so manche Zwi-

schenebene,

• eine verbesserte und einheit-

lichere lehreraus- und -wei-

terbildung,

• ein einheitliches lehrer-

dienstrecht und

• ein neues Verständnis von

lehrenden und Gesellschaft

über Aufgaben, Verantwor-

tung und Bedeutung der

lehrberufe.

Was es dafür braucht? Andere

machen es uns vor: einen nati-

onalen konsens über das wich-

tigste Zukunftsthema! Hoffent-

lich trägt das Bildungsvolksbe-

gehren dazu bei!

Dr. Gottfried Maresch ist

Vorstandsvorsitzender der

Leder & Schuh Internatio-

nal AG .

59

Foto: beigestellt / Illustration: Christina Hauszer


Foto: beigestellt / Illustration: Christina Hauszer

BilDUNG

Vorbilder der Bildung

Natürlich liegt in die-

60

„Über die Konkurrenzfähigkeit eines Landes wird nicht

in den Fabriken, sondern in den Klassenzimmern entschieden.“

Diese erkenntnis stammt nicht erst aus der

Gegenwart, sondern vielmehr von Henry Ford und hat

seither wohl nichts an Gültigkeit eingebüßt.

ser Verkürzung ein we-

nig Übertreibung, und

selbstverständlich wird der Er-

folg im globalen Wettbewerb

durch die Qualität unserer Pro-

dukte bestimmt. Wenn wir je-

doch als Hochlohnland reüssie-

ren wollen, so haben wir keine

andere Wahl, als Spitzenquali-

tät zu liefern, die nun einmal Bil-

dung und Ausbildung mit mög-

lichst hoher Qualität erfordert.

Qualität hat eben ihren Preis

– und zwar nicht nur für das

tolle Auto, sondern selbstver-

ständlich auch für gute Bildung.

Die Bedeutung der Bildung für

die Zukunft eines landes zu

erkennen, ist nicht dem Wes-

ten und mit ihm dem Zeital-

ter der industrialisierung zu-

zuschreiben, sondern hat sei-

ne Ursprünge vielmehr im os-

ten: China, indien und vor al-

lem der heutige arabische Raum

waren Brutstätten des Wissens,

neben Ägypten und natürlich

Griechenland. Parallel zur Ver-

mehrung des Wissens fanden

wirtschaftliche Entwicklung

und erheblicher Machtgewinn

statt. Europas Höhenflug hat

erst sehr spät eingesetzt, und

zwar als die Macht des ostens

zu schwinden begann.

top of styria 2011

Best-Practice in Fernost

Nun erleben wir erneut eine Bildungsoffensive im Fernen

osten: ein kaskadenartig durchgestyltes Bildungssystem

vom kindergarten bis hin zur Universität und fortgesetzt

im lebenslangen lernen. Singapur, Hongkong und Südko-

rea stehen zwar nicht repräsentativ für den gesamten ost-

asiatischen Raum, sie sind jedoch Best Practice-Modelle,

an denen Maß genommen werden kann.

Man begegnet einer Campus-Atmosphäre vom Feinsten

und einer perfekten infrastruktur, die kaum Wünsche offen

lässt. Alumni lassen ihrer jeweiligen Alma Mater großzügige

finanzielle Unterstützungen angedeihen. kooperation

sowie Austausch von Studierenden und lehrenden findet

– handverlesen – mit hervorragenden westlichen Universitäten

statt. Wenn der ohnehin bereits sehr gute Rankingplatz

des Vorjahres erneut gesteigert werden konnte,

ist man stolz auf seine Universität. Aber ebenso selbstverständlich

ist ein geordneter Hochschulzugang mit strenger

Eingangsselektion und solider Studienplatzfinanzierung.

Und natürlich werden Studienbeiträge in erheblicher Höhe

eingenommen. Die auf konfuzius zurück gehende „Meritocracy“

wird zum alles bestimmenden leitmotiv für die Universität

und für die Gesellschaft überhaupt.

Yes, we can!

Vor einigen Jahren noch hätte

man den Vergleich zwischen

Fernost und dem

Westen mit „ex oriente

lux – ex occidente

luxus“ kommentiert.

Doch selbst dies gilt

heute nicht mehr

uneingeschränkt,

denn auch der luxus

wird in Südostasien mitt-

hans sünkel

lerweile gerne gelebt und ebenso

selbstbewusst zur Schau gestellt –

als angenehme Folgeerscheinung

von Bildung.

Ja können wir im Westen dem

fulminanten Aufstieg des Fernen

ostens dann überhaupt

noch etwas entgegen halten? Yes,

we can! Wir können und sollen

unsere angestammten Stärken

ausspielen: kreativität, individualität,

Flexibilität, Humanität

und letztlich wohl auch

Fleiß. Diese wertvollen Attribute

sorgfältig zu pflegen, gezielt

weiter zu entwickeln und in unserem

Bildungssystem bewusst

zu leben, das ist unsere Chance

– nicht weniger, aber auch nicht

sehr viel mehr. Nutzen wir daher

unsere Chance, gehen wir

nicht leichtfertig mit ihr um.

Und erinnern wir uns an Henry

Ford: „Über die konkurrenzfähigkeit

eines landes wird

nicht in den Fabriken,

sondern in den

k l a s s e n z i m -

mern entschieden.“

Hans Sünkel

war bis September

2011

Rektor der TU

Graz.


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2011

top of styria

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61


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top of styria 2011

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Virtuelles

Bildungsnetzwerk

Junge Forscherinnen und Forscher stehen am

VIRTUAL VeHICLe Forschungszentrum in

Graz im Schnittpunkt von akademischer exzellenz

und internationalen Marktführern der

Automotive-Technologie.

Im Raum Graz formt das

ViRtUAl VEHiClE Forschungszentrum

in enger

Zusammenarbeit mit der tU

Graz und ihren instituten sowie

global operierenden industriepartnern

wie AVl, MAGNA

Steyr und Siemens eine besondere

Expertise im Bereich innovativer

Fahrzeugentwicklung.

Über 180 Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter realisieren neue

ideen und entwickeln Spitzentechnologie

für die Fahrzeuge

von morgen. Sie bilden das

Fundament, auf dem sich das

ViRtUAl VEHiClE innerhalb

von weniger als zehn Jahren

zu einem international führenden

Forschungs- und Entwicklungszentrum

für virtuelle

Fahrzeugentwicklung etablieren

konnte.

internationales

Bildungsnetzwerk

Bildung gilt als entscheidender

Grundpfeiler für Forschung auf

international anerkanntem Niveau.

Hochqualifizierte Mitarbeiter

sind von essentieller Bedeutung,

um nicht nur den

Wirtschaftsstandort Steiermark,

sondern auch den internationalen

Erfolg des Forschungszentrums

zu sichern. Besonderes

Augenmerk liegt daher auf dem kontinuierlichen Ausbau ei-

nes innovativen und fachlich hervorragenden Schlüsselper-

sonals für die einzelnen Forschungsbereiche, das durch Dip-

lomanden und Dissertanten gezielt verstärkt wird.

im Brennpunkt der Personalentwicklung am ViRtUAl VE-

HiClE stehen neben zahlreichen technischen Aus- und Wei-

terbildungen auch die Bereiche Soft Skills und Projektma-

nagement. Forschungsexperten aus industrie und Wissen-

schaft liefern aktuelle Anforderungsprofile für individuell

abgestimmte Weiterbildungsmaßnahmen. Für junge For-

scherinnen und Forscher ergeben sich damit umfassende

Entwicklungschancen, denn in kaum einem anderen Ar-

beitsumfeld verbindet sich führendes Forschungswissen in

Zusammenarbeit mit über 20 internationalen Universitäts-

partnern so intensiv mit den präzisen Anforderungen und

dem know-How von derzeit über 70 global agierenden indus-

trieunternehmen wie Audi, BMW, DAiMlER, MAN, Porsche,

PSA oder Renault. Das internationale klima wird durch

Gastforscher und Praktikanten aus verschiedenen ländern

weiter verstärkt. Wissenstransfer und Vernetzung erfolg-

ten auch durch die enge kontaktpflege zwischen früheren,

international tätigen Mitarbeitern und dem gegenwärtigen

team. Das ViRtUAl VEHiClE hat sich durch diese Vernet-

jost bernasch

2011

top of styria

BilDUNG

zung als wertvolle informations-

plattform für Wissenschaft und

industrie positioniert. Gefördert

wird der externe Wissensaus-

tausch auch durch wechselsei-

tige Besuche bei Partnerfirmen

und Forschungsinstitutionen

sowie durch den gezielten Austausch

von wissenschaftlichem

Schlüsselpersonal. Vorträge bei

Symposien und konferenzen

im in- und Ausland sowie Vorlesungen

an der technischen

Universität Graz unter Einbindung

von Experten der Wirtschaft

bilden weitere wesentliche

Wissens-Drehscheiben.

Mit zwei internationalen kongressen,

dem „ 5. Grazer Symposium

Virtuelles Fahrzeug“

sowie dem renommierten „international

Styrian NVH Congress“

in Zusammenarbeit mit

der SAE bietet das ViRtUAl

VEHiClE neben einer Fülle an

ergänzenden Aktivitäten auch

im kommenden Jahr wieder

ein ganz reales „virtuelles“ Bildungsnetzwerk.

Dr. Jost Bernasch ist Geschäftsführer

des Kompetenzzentrums

– Das Virtuelle

Fahrzeug – Forschungsgesellschaft

mbH.

63

Foto: beigestellt / Illustration: Christina Hauszer


Fotos: beigestellt

BilDUNG

Akademische Bildung

auf dem Weg in die Zukunft

Man hat dem Bildungswesen

oft nachgesagt,

dass es auf die Anforderungen

der Zeit nur sehr

zögerlich reagiere: ein Vorurteil,

das für den akademischen

Bildungsbereich längst nicht

mehr gelten kann, wie an einer

Reihe von Beispielen dargestellt

werden soll.

Die kürzere Dauer von Studien

und zugleich mehr treffsicherheit

in der orientierung auf die

künftigen Berufe standen lang

an der Spitze des Forderungskatalogs.

Dazu kam, die Globalisierung

der Wirtschaft begleitend,

dass die internationale

Vergleichbarkeit von Studienabschlüssen

verbessert werden sollte

– was in die Erklärung von Bologna

über den gemeinsamen europäischen

Bildungsraum mündete,

aus der sich die Gliederung

in Bachelor- und Masterstudien

ableitete. Bei der Umsetzung

hatten die Fachhochschulen gegenüber

den traditionsreichen

Universitäten einige Startvorteile:

Vieles wurde bereits bei ihrer

Entwicklung in den 90er-Jahren

„vorausgedacht“.

Die Zeitkomponente

kann die Studiendauer verkürzt

werden, ohne einschnei-

64

Die akademischen Bildungswege sind längst dabei, sich

auf die aktuellen Herausforderungen einzustellen: in den

Bildungszielen, in den Bildungsinhalten und in der Organisation.

top of styria 2011

dende Einbußen an Bildungsqualität hinnehmen zu müssen?

in einem beträchtlichen Umfang ist das möglich, und

zwar durch die Steigerung der Effizienz. Eine optimierung

des lernerfolgs kann man erreichen, wenn man das didaktische

instrumentarium ausnützt. Die lernpädagogik

hat längst gezeigt, dass lehrmethoden mit einer intensiven

teilnahme der lernenden zu weit besseren lernergebnissen

führen. Die Fachhochschulen haben daher von Anfang

an auf Methodenvielfalt gesetzt. Die meisten dieser

erfolgreichen didaktischen Ansätze gehen aber von einer

beschränkten Gruppengröße an lernenden aus, was sowohl

in Hinsicht auf das lehrpersonal, als auch auf die infrastruktur

ein hohes Maß an Planbarkeit verlangt.

Die Zahl der Studierenden

An Fachhochschulen ist die Zahl der Studienplätze vorgegeben.

Sie wird bereits bei der Akkreditierung des Studiengangs

festgelegt. Damit ist eine entscheidende Planungskomponente

sichergestellt, die es ermöglicht, den Studienverlauf

in inhaltlicher, didaktischer und personeller Hinsicht

vorausschauend zu strukturieren. Wenn es mehr Bewerber

als Studienplätze gibt – an der FH CAMPUS 02 liegt

das Verhältnis im Schnitt bei 3:1 – entscheidet ein Aufnahmeverfahren.

in tests und Aufnahmegespräch können

die interessen und Motive der Studieninteressierten erhoben

werden – und dadurch auch beeinflusst werden, wie

sich die künftige Gemeinschaft der Studierenden in ihrem

Jahrgang zusammensetzt.

Die Berufsorientierung

Bei der Zielbestimmung für die Fachhochschulen hat man

sich bewusst dafür entschieden, auf eine „wissenschaftlich

fundierte Berufsausbildung auf Hochschulniveau“ zu setzen.

Für den Antrag auf Akkreditierung eines Fachhochschulstudiengangs

muss eine Bedarfs- und Akzeptanzerhebung beigebracht

werden, in der die Übereinstimmung der Studienziele

mit den Ansprüchen und Erwartungen der künftigen

Erich brugger Anette zimmer

Arbeitgeber dargestellt werden

muss. Die Planung von Fach-

hochschulstudien geht also be-

reits konkret von den künftigen

Berufsansprüchen aus.

Die Erfolgskontrolle

Die Akkreditierung von Fach-

hochschulstudiengängen ist zeit-

lich beschränkt. Die Verlänge-

rung setzt die Vorlage eines um-

fangreichen konvoluts an Evalu-

ierungsergebnissen voraus, die

in detailliert vorgegebenen Verfahren

gewonnen werden müssen.

ihre Begutachtung war bisher

Aufgabe des Fachhochschulrats

und wird in Zukunft von der

neuen „Agentur für Qualitätssicherung

und Akkreditierung


Austria“ vorgenommen. Die FH

CAMPUS 02 holt darüber hinaus

auch Beurteilungen der Arbeitgeber

von Absolventinnen ein,

wie sich die im Studium vermittelten

kompetenzen konkret im

Berufsalltag bewähren.

Der Studienablauf

Mit klar definierten Studienzielen,

einer vorhersehbaren Zahl

an Studierenden, einem breiten

Methodenkatalog und der

darauf ausgerichteten Planung

von Personal und infrastruktur

lässt sich ein sehr stringenter

Studienablauf organisieren.

hört auf Seiten der lehre die Vermittlung wissenschaftlicher

Methodik, die das Hinterfragen von Sachaussagen

genauso unterstützt wie die orientierung in pluralen lösungsangeboten.

Und dazu gehört die Verpflichtung, anwendungsbezogene

Forschungs- und Entwicklungsarbeiten

zu erbringen, mit denen das lehrpersonal neueste Erkenntnisse

in seine Studieninhalte einbringt.

Die Prinzipien

inwieweit die strukturellen und organisatorischen Ansätze

der Fachhochschulstudien, wie sie in ausgewählten Beispielen

skizziert wurden, auch auf andere akademische

Bildungsinstitutionen und Studienrichtungen übertragen

werden können, soll hier nicht diskutiert werden. Zu zeigen

war, dass Erwartungen wie eine klar abschätzbare Studiendauer,

deutliche Berufsorientierung und anerkanntes kompetenz-Niveau

in der österreichischen Bildungslandschaft

durchaus mit ein, auch das Erst-

studium erst mit Berufserfah-

rung aufzunehmen. Vom inein-

andergreifen von Berufspraxis

und Studium profitieren der Stu-

dienerfolg und der Berufserfolg

gleichermaßen. Und die Einstel-

lung zum berufsbegleitenden, le-

benslangen lernen wird geför-

dert.

Neue

Bildungslandschaft

Es ist abzusehen: Die Welt der aka-

demischen Bildungswege wird

vielfältiger werden. Sie wird

die Wahl der Studienzeitpunk-

Hauszer

Christina Illustration:

Es gibt keine Überschneidun- durchaus bereits erfolgreiche Antworten gefunden haben. te, die Abstimmung von Berufsgen

und keine Wartezeiten auf

und Studienzielen und die Ver-

die teilnahme an lehrveran- Die Modularisierung

netzung von Berufs- und Bilstaltungen.

Allerdings: Durch kurze Studiendauer, Ausrichtung auf Berufsziele und dungswegen flexibler gestal-

das „Stundenplanprinzip“ ist mehrstufiger Aufbau des akademischen Studiums schaften. Akademische Bildungsein-

die Flexibilität in der Zeiteinteifen zugleich das Potenzial, auf eine weitere Entwicklung richtungen werden sich weniger

lung für die Studierenden ein- einzugehen: die Verteilung des Wissenserwerbs über die als „Erstausbildner“, sondern

geschränkt. Die Mehrzahl der Berufslaufbahn. Es ist beim raschen Fortschritt des Wis- viel mehr als Partner für die le-

Absolventinnen und Absolvensens durchaus folgerichtig, dass die im Studium erworbebensbegleitende Vermittlung von

ten bestätigt jedoch, dass geranen kenntnisse laufend aktualisiert werden müssen. Und kompetenzen verstehen. Die verde

die klaren terminvorgaben es ist evident, dass sich im laufe einer beruflichen karriestärkte Nachfrage nach „lear-

ihr Zeitmanagement erleichtert re die Ansprüche an die berufliche Funktion verändern. Die ning on Demand“ wird zu ei-

und den lernfortschritt geför- FH CAMPUS 02 hat die Bachelorstudien darauf hin konziner optimierung der didaktidert

haben.

piert, dass die Absolventinnen und Absolventen vor allem schen konzepte und organisa-

auf operative Aufgaben in ihren Berufsgebieten vorbereitet torischen Rahmenbedingungen

Die Wahlfreiheit

sind; die Masterstudien konzentrieren sich auf die strategi- führen. Der Zugang zum Studi-

Das vorgegebene Zeitgerüst muss schen und Management-kompetenzen. Nach dem Bachelorum kann sich breiteren kreisen

jedoch keineswegs die Flexibilität studium einen Zeitraum der beruflichen Praxis zu widmen öffnen, ohne dass sich der Stau

in der Wahl spezifischer Studi- und das Masterstudium später zu absolvieren – an der FH an der Schnittstelle zur Matueninhalte

einschränken. An der CAMPUS 02 sind alle Masterstudien berufsbegleitend orgara verstärkt. Denn eine Vielfalt

FH CAMPUS 02 gibt es innerhalb nisiert – kommt dem sukzessiven Aufbau von Wissen in der späterer optionen nimmt auch

jeder Studienrichtung ein brei- Berufslaufbahn durchaus entgegen. Das akademische Bil- der Wahl des Erststudiums den

tes Angebot an Wahlfächern, die dungssystem hat aber durchaus noch Ausbaubedarf bei er- Zeitdruck und ermöglicht eine

den interessen und speziellen Begänzenden und erweiternden Studienangeboten für spätere sorgfältigere orientierung. Allen

rufszielen der Studierenden ent- Phasen des Berufslebens.

Vorurteilen widersprechend also:

gegenkommen. Die Spezialisie-

Die akademische Bildungswelt

rungsmöglichkeiten können so lebenslang Studieren

wandelt sich rascher, als man ihr

weit gehen, dass Studieninhalte Die Aufteilung von kompetenzen auf mehrere, mit Zeitab- nachgesagt hat. Und wenn auch

an den beruflichen Aufgaben bestand verlaufende Studienschritte sichert nicht nur aktu- manchmal Diskussionen über

rufsbegleitend Studierender oriellstes Wissen im lauf des Berufswegs, sie enthebt auch vom Strukturen noch verunsichernd

entiert werden.

Druck, das Erststudium aus Unsicherheit gegenüber der Zu- wirken sollten: Die Zukunft hat

kunft zu überfrachten. lebensbegleitendes lernen ermög- schon begonnen.

Die Wissenschaftlichkeit licht kurze Studiendauern, fördert die Festigung des Erlern-

Auch in einer straffen Studienten in der Praxis und – ein nicht zu unterschätzender Effekt

organisation kann der Vielfalt – es vermindert den Zeitverlust, sollte man einmal mit der Dr. Anette Zimmer und Mag.

der lehrmeinungen Rechnung Studienwahl „daneben gelegen“ sein. Studieren nach Be- Dr. Erich Brugger sind Ge-

getragen werden. Fachhochrufsfortschritt – und man wird nun zu Recht sagen, dass die schäftsführer von Campus

schulen sind der Wissenschaft- FH CAMPUS 02 hier (noch) nicht repräsentativ ist – bedeu- 02 Fachhochschule der Wirtlichkeit

verpflichtet: dazu ge- tet vor allem, parallel zum Beruf zu studieren. Das schließt schaft.

2011

top of styria

BilDUNG

65


Foto: Wolf

ZUM SCHlUSS

In erfolgreiche

Fußstapfen treten

Unternehmerinnen und Unter-

66

Das Unternehmertum ist die wichtigste Keimzelle für

den wirtschaftlichen erfolg einer Region. Der Start

in die Selbstständigkeit muss aber nicht zwangsläufig

mit der Neugründung eines Unternehmens beginnen

– viele nutzen das Potenzial von Übergaben.

nehmer sind DiE leistungsträ-

ger unserer Gesellschaft. Sie ste-

cken ihr Herzblut und ihre kraft in ihr

Unternehmen und tragen damit wesent-

lich zum Erfolg unseres landes bei. Am

Ende ihres Berufslebens stehen viele Un-

ternehmer aber vor der Frage, was mit

ihrem Unternehmen geschieht. Die Sta-

tistik beweist, dass das bei weitem kein

Einzelschicksal ist: Bis 2018 stehen in

der Steiermark über 7.000 Betriebsüber-

nahmen an. An der erfolgreichen Wei-

terführung dieser Betriebe hängen rund

60.000 Arbeitsplätze. Alleine im letzten

Jahr fanden in der Steiermark fast 900

Übergaben statt. Betriebsübergaben sind

somit von großer Bedeutung für den stei-

rischen Wirtschaftsstandort.

Die Suche nach dem geeigneten Nachfol-

ger bedarf jedoch großer Sorgfalt. Frü-

her wurde die Nachfolge fast selbstver-

ständlich innerhalb der Familie gere-

gelt. Heutzutage erfolgt etwa die Hälfte

der Übergaben bereits außerhalb der Fa-

milie. Wie aber findet man den geeigne-

ten Nachfolger? Wem kann man zutrau-

en, die nötige leidenschaft und das nöti-

ge unternehmerische können aufzubrin-

gen, um das Unternehmen zu leiten?

„Follow me”

Um Unternehmer bei dieser Entschei-

dung zu unterstützen, hat die Wirt-

schaftskammer Steiermark gemeinsam

mit dem Wirtschaftsressort des landes

top of styria 2011

Steiermark und der Stadt Graz das Pro-

jekt „Follow me“ intiiert. „Follow me“ ist

eine umfassende Servicestelle zum the-

ma Übergabe und bringt Unternehmer

und deren mögliche Nachfolger zusam-

men. Begleitet wird die initiative durch

namhafte Projektpartner: die Steier-

märkische Sparkasse, die Notariatskam-

mer für die Steiermark, die kammer der

Wirtschaftstreuhänder und die Fach-

gruppe der ingenieurbüros. Gemeinsam

stellen wir Übergebern und Überneh-

mern das entsprechende know-How zur

Verfügung. Über 100 Berater stehen da-

mit Unternehmern in der Steiermark mit

Rat und tat beim thema Übergabe zur

Seite: Das ist ein enormer think-tank,

in dem hohe Service-kompetenz konzen-

triert ist. Die meisten Unternehmer über-

geben bzw. übernehmen nur einmal in

ihrem leben – rechtzeitige Planung und

Unterstützung ist dabei unerlässlich.

Die Zahlen belegen den Erfolg dieser

Anstrengungen eindrucksvoll: innerhalb

von vier Jahren hat sich die Zahl

der „Übergabe-Pärchen“ verdoppelt. Alleine

2010 fanden 1.160 matchings statt.

Wesentlich dazu beigetragen hat die ak-

„Follow me ist ein Think-Tank zum Thema

Betriebsübergabe.“

thomas spann

tiv gemanagte steirische Nachfolge-Börse

www.nachfolgeboerse.at, die seit dem

kick-off 2007 unangefochten Spitzenreiter

bei Nachfolgenachfragen und -angeboten

in Österreich ist. Finanzierungsund

betriebswirtschaftliche Beratungen,

Seminare und Coachings runden das

Angebot von „Follow me“ ab.

Fazit: Es gibt genügend junge, gut ausgebildete

kräfte in der Steiermark, die

sich als Unternehmer beweisen möchten.

Eine Übernahme bietet viele Vorteile:

Ein bestehender kundenstock, erfahrene

Mitarbeiter und ein bewährtes

Geschäftsmodell erleichtern den Start

in die Selbstständigkeit. Als Übernehmer

kann man auf die Erfahrungen

des Vorgängers aufbauen und hat somit

Raum zur Verwirklichung seiner eigenen

ideen. Wir unterstützen die Übernahme-

bzw. Übergabewilligen mit Rat

und tat bei den Details der Übergabe.

Die Unternehmer können sich so auf

das Wesentliche konzentrieren: Die leitung

des Betriebs.

Mag. Thomas Spann ist Direktor der

Wirtschaftskammer Steiermark


Steiermarks 1. Erlebnis-Ausstellung

rund um grüne Energie:

Geheimnisse

hinter der

steckdose!

Wie funktioniert Strom? Und wo kann

man sparen? Gratis-Führungen für Kinder

und Erwachsene.

Wie wird Energie erzeugt – und wo? Wieviel

Strom kann man sparen? Wie schaut mein

ökologischer Fußabdruck aus? Buchen Sie noch

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leisten, sondern auch, was wir

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und Anmeldungen per Telefon: 0316 / 9000-52195,

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es in der Grünraumpflege, im

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Vorstandsvorsitzender

Ing. Mario Hütter

Geschäftsführung


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Förderung für Forschung, Entwicklung und kreative Impulse

Neue Produkte, Verfahren und Dienstleistungen fallen

nicht vom Himmel – sondern sie fallen einem

ein: oft als kleine Idee, aus der dank Forschung &

Entwicklung etwas Großes wird. Mit dem Programm

„Geistes!Blitz“ unterstützt die Steirische Wirtschaftsförderung

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dem Weg zu Innovationen. In drei Schienen stehen

bis zu 35.000 Euro Förderungsmittel bereit – für

professionelle Beratung & Analyse ebenso wie für

betriebliche F&E oder den Bau von Prototypen.

Steirische Wirtschaftsförderung

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