EXtra-Magazin - Wertpapier Forum

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InvestmentDAX und MDAX – die Überflieger 2012Wer 2012 in deutsche Aktien investierte, konnte sich über hohe zweistellige Renditen erfreuen. Nur wenigeEmerging Markets wiesen eine bessere Jahresperformance auf. Das EXtra-Magazin blickt zurück und wagteinen Ausblick ins Jahr 2013.Auch dieses Börsenjahr stand wieder ganzim Zeichen der weltweiten Verschuldungskrise.Hinzu kam eine deutliche Verschlechterungdes weltweiten Konjunkturklimas.Die Nerven der Anleger wurden also wiederkräftig strapaziert. Eine zentrale Rolle spielten2012 die Notenbanken, die mittels einerlockeren Geldpolitik und Notenpresse dieWirtschaft befeuerten und damit erfolgreichdem weltweiten Konjunkturabschwung entgegenwirkten.Hauptaufgabe der EuropäischenZentralbank (EZB) war zudem die Erhaltungder Euro-Zone, die zwischenzeitlichauseinanderzubrechen drohte. Im Rückblickprofitierten Anleger bisher von diesenMaßnahmen. Doch Vorsicht bleibt geboten:So fühlte sich Morgan Stanley bereits EndeSeptember angesichts der guten Börsenentwicklungin einigen Regionen zu derWarnung veranlasst, dass sich die Börsenvon der tatsächlichen Konjunkturlage derWeltwirtschaft losgelöst haben. Der Börsenaufschwungsei allein liquiditätsgetrieben.Und diese Aussage dürfte auch jetzt nichtsvon ihrer Aktualität verloren haben.Rasante Börsenrally zu JahresbeginnDie Börsenentwicklung zu Jahresbeginnstand ganz im Zeichen der EZB-Entscheidungim November 2011, unbegrenztStaatsanleihen von Verschuldungsstaatenaufzukaufen. Das trieb den DAX über 7.100Punkte und auch der Euro Stoxx 50 kletterteauf über 2.600 Punkte. InsbesondereDeutschland konnte sich aufgrund einesstarken Exportgeschäfts erfolgreich gegenden weltweiten Abwärtstrend stemmen. Allerdingszeigten sich erste Bremsspuren:Ende Februar wurden die Zahlen für dieWirtschaftsentwicklung im 4. Quartal bekannt.Und hier wurde erstmals seit langerZeit wieder ein Rückgang von 0,2 Prozentfestgestellt. Die Gfk-Verbraucherstimmungin Deutschland stieg zwar noch, aber in einigenEuro-Staaten kriselte es gewaltig. Dasitalienische Wachstum sank von 1,9 auf nurnoch 0,4 Prozent. Die Arbeitslosenquote inGriechenland stieg auf 21 Prozent. Um dieBanken zu stabilisieren, borgte die EZB denBanken 530 Mrd. Euro. Die Liquidität wurdedamit erhöht und der Markt wieder angekurbelt.In Griechenland kam es dann nochzu einem Schuldenschnitt, bei dem privateGläubiger zur Kasse gebeten wurden.Krisenszenarien geraten in den FokusEnde März bis Anfang Juni sahen dieweltweiten Börsen rot. Die Euphorie warverflogen. Die Fakten gerieten wieder verstärktin den Fokus. Die Krise machte sichzudem auch verstärkt in Schwellenländernwie China bemerkbar, was die Ängste voreiner weltweiten Abschwächung der Weltkonjunkturschürte. China musste seineWachstumsprognose auf 7,5 Prozent zurücknehmen.Der chinesische Einkaufsmanagerindexsank mehrfach, während inDeutschland der Einkaufsmanagerindexund der ZEW-Konjunkturindex noch aufWachstumskurs waren. In der Eurokrisegerieten Spanien und Italien verstärkt inden Fokus. Die spanische Industrieproduktionging um 3,0 Prozent zurück und wurdegleich um zwei Stufen von der RatingagenturS&P herabgestuft. Die Risikoaufschlägefür spanische Staatspapiere stiegenauf Rekordniveaus. Auch spanische unditalienische Banken wurden reihenweiseherabgestuft. Spanien sah sich dann genötigt,die angeschlagene Bank Bankiamit Milliardenbeträgen zu retten, weigertesich aber noch, unter den EU-Rettungsschirmzu schlüpfen. Die Regierungskrisein Griechenland verschärfte zudem die Unsicherheit,es wurde offen über einen Euro-Austritt gesprochen. Auch in Deutschlandmachte sich nun die Krise bemerkbar. Derifo-Geschäftsklimaindex sank.Lockere Geldpolitik lässt Börsen steigenAnfang Juni kam dann die Trendwende.Die europäischen Politiker einigten sichauf die Einrichtung eines ständigen Rettungsschirmes,des ESM, und einen Fiskalpakt,dessen Rechtmäßigkeit zudemvom Verfassungsgericht in Karlsruhe bestätigtwurde. EZB-Chef Mario Draghi betonte,den Euro auf jeden Fall zu retten.Das EZB-Gremium stimmte für den unbegrenztenAufkauf von Staatsanleihen vonEU-Verschuldungsstaaten. China undJapan setzten ebenfalls auf eine Lockerungder Geldpolitik. China kündigte ein124-Mrd.-EUR-Infrastrukturpaket an undsenkte mehrfach die Zinsen, Ähnlichesgeschah in Japan. Die US-NotenbankSeite 6 Januar 2013

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