Raben in Kinderreimen - Schloss Landshut

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Raben in Kinderreimen - Schloss Landshut

Die Ausstellung ist inhaltlich so aufgebaut, dass man sie mit unterschiedlichen

Themenschwerpunkten je nach Interessenlage und Alter der Kinder besuchen kann.

Hier sollen Ihnen ergänzend zum Ausstellungsführer noch weitere Informationen zu

einzelnen Themenbereichen gegeben werden.

Das kleine

„Who Is Who“

der Rabenvögel

Wir gehören zur Familie der Rabenvögel (Corvidae). Die meisten von uns sind eher unauf-

fällig schwarz bis schwarzgrau. Wir zählen auch zu den Singvögeln, obwohl unser Gesang

nicht so schön klingt. Dafür sind wir begabte Imitatoren von vielen Vogelrufen, Geräuschen

und sogar die menschliche Stimme können wir in unser Repertoire aufnehmen. Anders als

andere Singvögel brüten wir nur einmal im Jahr. Wir Rabenvögel sind sehr gesellig. Meistens

leben wir das ganze Leben mit unserem Partner zusammen. Ausserdem sind wir KEINE

Rabeneltern - wie viele Menschen meinen - sondern kümmern uns sehr lange und intensiv

um unseren Nachwuchs.

aus: Unsere Vogelwelt im

Jahreslauf. Kosmos

Eichelhäher (Garrulus glandarius)

Seinen deutschen Namen erhielt er, weil Eicheln seine Lieblingsnahrung

sind. Gelegentlich wird auch der Name Holzhäher gebraucht.

Aussehen:

Die rötlich-braunen Eichelhäher sind die Farbigsten unter den

Rabenvögeln. Ihr typisches Erkennungszeichen sind ihre schwarz-blau

gebänderten Flügeldecken. Ausserdem besitzen sie etwas verlängerte

schwarzgestreifte Kopffedern, die zu einer Haube aufgestellt werden

können, weisse Bürzel und Unterschwanzdecken sowie hellblaue

Augen.

Verbreitung & Lebensraum:

Diese, in der ganzen Schweiz häufige Art bewohnt bevorzugt Laub- und Mischwälder, v.a. in

tieferen Lagen, ebenso Kulturland mit Gehölzen. In Mitteleuropa fehlt sie nur in waldfreien

Gebieten. Neuerdings wird der Eichelhäher mancherorts immer mehr zum Stadtvogel und

dringt dort bis in die Stadtzentren vor.

Neststandort:

Ihre Nester befinden sich meist ziemlich niedrig im dichten Unterholz des Waldes.

Besonderheiten:

• Als ortstreuer Standvogel, der bei uns ganzjährig anzutreffen ist, bekommt er im Winter

noch Gesellschaft von Artgenossen aus Nord und Osteuropa. Alle vier Jahre finden sogar

riesige Masseneinwanderungen nordischer Eichelhäher statt, die im Frühling wieder in ihre

Heimat aufbrechen. Dies steht offenbar im Zusammenhang mit dem Fruchtansatz ihrer

Hauptnahrungsbäume Eiche und Rotbuche. Viele Fragen zum warum, wann und wie sind

bis heute noch ungeklärt.

• Der Eichelhäher gilt als “Wächter des Waldes“, sein typischer Alarmruf meldet nicht nur

Artgenossen die Anwesenheit von Reviereindringlingen, sondern wird auch von artfremden

Tieren ernst genommen! Seine Scheu und Vorsicht haben ihre Ursache vermutlich auch in

der Jahrhunderte lang währenden Verfolgung durch den Menschen.


Tannenhäher (Nucifraga caryocatactes)

Aussehen:

Der Tannenhäher ist dunkelbraun mit weiss gesprenkeltem Gefieder. Er besitzt eine

schwarze Kopfkappe, schwärzliche Flügel und leuchtend weisse Unterschwanzdecken sowie

einen kräftigen langen schwarzen Schnabel, der je nach bevorzugter Hauptnahrung etwas

anders ausgestattet ist.

Verbreitung & Lebensraum:

Die Art lebt in den Gebirgsregionen Mitteleuropas,

bevorzugt in Nadel- und Nadelmischwäldern in denen

oder deren Nähe Haselnüsse oder Arven zu finden sind.

Die Verbreitung dieser Vogelart wird durch das

Vorkommen bestimmter Nahrungspflanzen bestimmt.

Infolge des forstwirtschaftlichen Fichtenanbaus v.a. im 20.

Jahrhundert wurde ihr Areal vergrössert. In der Schweiz trifft man den Tannenhäher im Jura

oder in den Alpen, wo sich eine starke Bindung an das Vorkommen der Arve zeigt.

Neststandort:

Die Nester werden in immergrünen Nadelbäumen in Höhen zwischen 3 und 10 m direkt am

Stamm angelegt.

Besonderheiten:

• Tannenhäher sind ausgesprochene Einzelgänger, die den ganzen Winter mit der

„Verwaltung und Betreuung“ ihrer Nahrungsverstecke beschäftigt sind. Das Einzelgängertum

zeigt sich auch in einer überaus grossen Individualdistanz von mehr als 1 m.

Sogar gegenüber dem Partner wird diese – mit Ausnahme der Paarung, Balzfütterung und

Brutablösung - strikt eingehalten. Diese hohen Individualdistanzen ermöglichen es den

Tieren, ihre individuellen Futterverstecke besser gegen das Merkvermögen der Nachbarn

abzugrenzen.

• Für Tannenhäher ist es überlebenswichtig, Dauervorräte von Samen der Hauptnahrungspflanzen

anlegen zu können: erstens, um den Winter zu überstehen und zweitens, um ausreichend

Nahrung für die Aufzucht der Jungvögel zu haben. Der Bruterfolg ist somit

abhängig von der vorjährigen Samenernte.

• In besonders strengen nordischen Wintern kommt es in Mitteleuropa - ähnlich wie beim

Eichelhäher - zu grossen Einflügen nordischer Tannenhäher. Dann sind die Tiere auch an

Futterhäuschen in Gärten zu finden.

Alpendohle (Pyrrhocorax graculus)

Aussehen:

Alpendohlen sind schwarze Rabenvögel - zierlicher als Rabenkrähen Die

Altvögel sind an ihrem gelbem kaum gekrümmten Schnabel und den roten

Beinen gut zu erkennen, die Jungvögel haben schwarz-braune Beine.

Verbreitung & Lebensraum:

Man findet diesen Gebirgsvogel in den Felsregionen der Hochgebirge. In den

Alpen ist die Alpendohle oberhalb der Baumgrenze einer der häufigsten und

auffälligsten Vögel.

In den Gebirgen Südeuropas brütet sie bis zur Schneegrenze hinauf, bei uns liegt ihr

Brutgebiet in den Alpen, vorzugsweise in Bergregionen mit steilen Felswänden, Geröllhalden

und Bergwiesen. An Skiliften, Bergbahnen und Berggasthäusern ist sie bedingt durch das

üppige Nahrungsangebot wenig scheu und häufig anzutreffen, wie z.B. am Pilatus.

Neststandort:

Alpendohlen brüten bevorzugt in Felsklüften, in denen die Temperatur auch bei Kälteeinbrüchen

relativ konstant bleibt, lokal aber auch in anderen witterungsgeschützten Orten

wie Gebäuden und in Bergbahntunneln.

Besonderheiten:

• Alpendohlen sind besonders gesellig und nicht scheu, so dass man sie oft beim Picknick

mit Bergwanderern beobachten kann, was ihnen auch den Beinamen „Brotzeitkrähe“

eingebracht hat. Im Winter nutzen sie auf ihren Nahrungsflügen auch das

Nahrungsangebot in die Siedlungen der Täler. Dabei erreichen sie bei ihren Stossflügen

talwärts bis zu 200 km/h.


Kolkrabe (Corvus corvus)

Aussehen:

Kolkrabe im Rückenflug

Kolkraben besitzen ein schwarzes Gefieder mit metallenem

Glanz, am Hals lange oft zottig abstehende Kehlfedern, einen

grossen klobigen Schnabel, einen keilförmigen Schwanz sowie

proportional sehr lange Handflügel mit stark gefiederten

Handschwingen.

Kolkraben sind fast doppelt so gross wie Saatkrähen und damit

etwa bussardgross.

Verbreitung & Lebensraum:

Kolkraben leben in den Gebirgsregionen und ausgedehnten Waldgebieten Europas, fehlen

aber in tieferen Lagen Mitteleuropas. Vielerorts ist die Art ausgerottet. Je nach regionaler

Situation ist der Kolkrabe potentiell oder akut vom Aussterben bedroht – wobei der Mensch

ihr Hauptfeind ist! Bis heute ist im Gegensatz zu anderen Rabenvögeln keine Verstädterung

feststellbar. Ausnahme: die brütenden Kolkraben am Giebel des Bundeshauses in Bern.

Neststandort:

Kolkraben brüten in hohen alten Bäumen und Nischen oder Halbhöhlen an Steilwänden,

gelegentlich findet man ihre Horste auch in Hochspannungsmasten. Sie wechseln das Nest,

wenn eine Brut nicht erfolgreich war.

Besonderheiten:

• Kolkraben sind nicht nur die grössten Vertreter der Rabenvögel, sondern gleichzeitig auch

die grössten Singvögel der Welt!

• In der Schweiz sind Untersuchungen zu den Lautäusserungen der Kolkraben gemacht

worden. Dabei zeigte sich, dass sie praktisch über eine unbegrenzte Zahl an Rufen verfügen.

Die meisten Rufe werden gelernt, nur wenige sind angeboren.

• Berühmte Vertreter: Die Kolkraben aus dem Tower in London – eine Erinnerung an die

Hinrichtungen in früheren Zeiten - und die brütenden Kolkraben im Giebel des

Bundeshauses in Bern.

Alpenkrähe (Pyrrhocorax pyrrhocorax)

Aussehen:

Erwachsene Alpenkrähen haben ein schwarzes Gefieder,

einen roten gebogenen Schnabel und im Gegensatz zur

nahe verwandten Alpendohle rote Beine, ausserdem sind

sie etwas grösser als diese.

Verbreitung & Lebensraum:

Alpenkrähen leben in Gebirgsregionen. Das letzte noch bestehende Brutvorkommen (ca. 50

Brutpaare) dieser Art in der Schweiz befindet sich im Unterengadin (Wallis). Früher gab es

auch eine Population im Schloss Tarasp/Graubünden. Alpenkrähen brüten vorwiegend in

Hochgebirgen, wo sich schroffe Felswände mit Hochmatten abwechseln. Die Art leidet in

unseren Breiten stark unter den Veränderungen der Landwirtschaft: Alpenkrähen sind mehr

als alle andern Rabenvogelarten Europas auf extensive Landnutzung und störungsfreie

Rückzugsräume angewiesen.

Neststandort:

Ihre Neststandorte in Felsen, und zerklüfteten Steilwänden sind ähnlich wie bei den

Alpendohlen, aber meist exponierter und werden oft über mehrere Jahre genutzt.

Besonderheiten:

• In Europa sind sie auch aufgrund ihrer engen Nahrungsansprüche: keine Abfallfresser,

keine Vorratshaltung und den etwas spezielleren Umweltansprüchen, noch stärker als die

Alpendohle im Rückzug begriffen. Regional sind Alpenkrähen potentiell bis stark gefährdet.

• Die Tiere sind - wie die Alpendohle – ganzjährig sozial. Der Zusammenhalt der Nichtbrüter

scheint locker. Es findet ein ständiger Wechsel statt, wodurch es wie bei den Alpendohlen

zur Durchmischung benachbarter Populationen kommen kann. Dies hilft, Inzucht zu vermeiden.


Saatkrähe (Corvus frugilegus)

Der wissenschaftliche Name der Saatkrähe kann wörtlich

mit “Früchte sammelnder Rabe“ übersetzt werden.

Aussehen:

Im Unterschied zu anderen schwarzen Rabenvogelarten

besitzen ausgewachsene Saatkrähen eine grau-weissliche

Schnabelbasis, die keine Federn trägt. Ihr Schwanz ist stärker gerundet als der der

Rabenkrähe. Ihre locker herab hängenden Flankenfedern sehen aus wie „Federhosen“.

Verbreitung & Lebensraum:

Saatkrähen sind fast in ganz Europa zuhause. Sie bevorzugen das Flachland. In Mitteleuropa

ist das momentane Verbreitungsgebiet stark zersplittert. Zum einen ist das auf die

intensive Verfolgung bis zur lokalen Ausrottung zurückzuführen, zum anderen bedingt durch

das sehr unterschiedliche zur Ansiedlung oder Wiederansiedlung geeignete Lebensraumangebot.

Im zentralen und westlichen Mittelland sowie in der Nordwestschweiz ist die Saatkrähe

ein spärlicher, wenn auch zunehmender Koloniebrüter. Sie fehlt in den südlichen

Landesteilen.

Saatkrähen bevorzugen bodenfeuchte Landschaften mit hohem Grundwasserstand, da nur

dort auch bei sommerlicher Trockenheit Nahrungsorganismen erreichbar bleiben. Diese

speziellen Ansiedlungsvoraussetzungen sind aber nie flächendeckend, sondern eher sporadisch

anzutreffen. Daher sind Saatkrähen stark an die Nutzung von derartigen Lebensraum“inseln“

angepasst. Man findet sie in offenen Kulturlandschaften mit Ackerbau, Grünlandwirtschaft

mit Feldgehölzen, Wäldern sowie in Auen, aber zunehmend auch in Städten.

Aufgrund der menschlichen Nachstellungen hat sich ihr Lebensraum mancherorts - ähnlich

wie bei der Elster – in den Siedlungsraum verlagert. Die Nahrungssuche findet allerdings

meist ausserhalb der Stadt in Entfernungen bis zu 10km vom Horst in der Feldflur statt.

Neststandort:

Als Koloniebrüter legen mehrere Brutpaare ihre Nester in den höchsten Zweigen im selben

hohen Baum oder in benachbarten Bäumen an. Saatkrähen sind auch auf geeigneten

Bäumen in Städten anzutreffen. Die Nester werden oft über mehrere Jahre genutzt.

Besonderheiten:

• Saatkrähen sind sehr gesellig – oft auch mit anderen Rabenvögeln wie Dohlen vergesellschaftet

- und besonders ortstreu, was mit Ringfunden belegt werden konnte. Fremdansiedlungen

in weit entfernten Gebieten sind eher die Ausnahme. Im Winter gesellen sich

noch Tiere aus den östlichen Brutgebieten dazu.

„Transport-meister“

Sammelt bei einem Ausflug 15 Eicheln. Dann fertigt ihr aus

Sperrholz oder dicker Pappe die Silhouette (Abbildung

entsprechend vergrössern) eines Eichelhähers in Originalgrösse

an (Vorlagen für den Eichelhäher findet Ihr in den

Bestimmungsbüchern oder im Internet; ausserdem gibt es ein

ähnliches Model im Ausstellungskoffer).

Füllt dann die gesammelten Früchte in ein kleines Säckchen und montiert dieses auf Eurem

Vogel. Jetzt könnt Ihr sehen, wie viele Eicheln ein einziger Vogel in Schnabel und Kehlsack

transportieren kann. Ein Tannenhäher wurde sogar schon mit 25 Haselnüssen im Kehlsack

beobachtet!

In der Sonderausstellung findet Ihr noch eine Schätzaufgabe zu

diesen Transportmeistern! Vielleicht könnt Ihr sie ja lösen?!


Dohle (Corvus monedula)

Oft wird die Dohle wegen ihrer Vorliebe für alte Gemäuer im Deutschen

auch als Turmdohle, Turmkrähe, Turmrabe oder Domrabe bezeichnet.

Aussehen:

Durch den grauen Nacken und die helleren Kopfseiten sowie die hellen

Augen unterscheidet sie sich von den grösseren und völlig schwarzen

Saat- und Rabenkrähen.

Verbreitung & Lebensraum:

In der Schweiz ist ihr Vorkommen sehr zerstreut, aber sie treten häufig als Wintergast auf.

Seit 1971 wurde die Art auch aus Bellinzona/Tessin gemeldet, wo sie aber Mitte der 1980er

Jahre Opfer einer Taubenbekämpfungsaktion wurde. Wiederansiedlungsversuche schlugen

fehl. Ihr Bestand ist in den letzten Jahren zurückgegangen. Im Kulturland findet man Dohlen

in alten Laubwäldern, aber auch in Parks, Ruinen und Städten fühlen sich die Dohlen wohl.

Sie suchen ihre Nahrung bevorzugt auf niedrig oder lückig bewachsenen Flächen wie

Weideland, kurz geschnittenen Rasen, gepflügten und abgeernteten Feldern in offenen und

halboffenen Landschaften.

Die Hauptgründe des Bestandesrückganges dieser Art in der Schweiz sind:

� die Verknappung des Nahrungsangebotes durch die Intensivierung der Landwirtschaft

(dadurch u.a. Rückgang von Grossinsekten wie dem Maikäfer),

� der Verlust von Brutraum u.a. durch Gebäudesanierungen

� zu kurze Umtriebszeiten in der Forstwirtschaft und die Aufhebung von offenen Deponien.

Neststandort:

Ausser Baumhöhlen werden auch Höhlen in Felswänden, Steinbrüchen, Kirchtürmen sowie

Dachstühle, Schornsteine oder Mauer- und Felsnischen als hoch gelegene Neststandorte

gewählt. Da sie während der Brutzeit nur in Nestnähe auf Nahrungssuche gehen, stellen sie

sehr hohe Ansprüche an die Lebensqualität der unmittelbaren Nestumgebung als Voraussetzung

für eine erfolgreiche Brut.

Besonderheiten:

• Dohlen sind die einzigen Höhlenbrüter unter den Rabenvögeln. Als Koloniebrüter sind sie

ganzjährig sehr gesellig, es kommen aber auch einzeln brütende Paare vor.

Aaskrähen

Wie die Aaskrähen zu ihrem Namen kamen, ist unklar, denn sie fressen nicht mehr Aas als

andere Rabenvogelarten. Aaskrähen kommen in Europa in zwei farblich unterschiedlichen

Unterarten vor: die Rabenkrähe (Corvus corone corone) und die Nebelkrähe

(Corvus corone cornix).

Aussehen:

Rabenkrähen sind einfarbig schwarz, halb so gross wie Kolkraben und etwa gleichgross wie

Saatkrähen, von den sie sich aber u.a. in der Schnabelform unterscheiden.

Das Gefieder der Nebelkrähen ist zweifarbig: Brust,

Bauch, Hinterhals und Rücken sind hellgrau, das

restliche Gefieder ist schwarz.

Verbreitung & Lebensraum:

In der Schweiz brüten Rabenkrähen nördlich der

Alpen im Flachland, Nebelkrähen dagegen im Tessin

und Südbünden. Teilweise gibt es Überschneidungen

ihrer Brutgebiete. Dort kommt es dann auch zu fortpflanzungsfähigen

Mischpopulationen mit zahlreichen Färbungsvarianten.

Neststandort:

Aaskrähen brüten stets einzeln und legen ihr Nest häufig in Astgabeln hoher Bäume an.

Aber auch in Felsnischen, Gebäuden oder auf Hochspannungsmasten sind ihre Nester zu

finden – immer in sicherem Abstand zu Habichthorsten.

Besonderheiten:

• Die Flugsilhouetten beider Arten sind identisch. Auch in ihrem Verhalten und ihrer

Lebensweise stimmen die beiden Unterarten völlig überein. Sie sind begabte

Lautnachahmer. Ausserdem sind sie in der Lage, durch geschickte Flugmanöver anderen

Arten wie Saatkrähen, Alpendohlen, Würgern und Greifvögel die Beute abzujagen.


Elster (Pica pica)

Aussehen:

Ihre auffällige schwarz-weisse Gefiederfärbung und der lange stufige Schwanz machen die

scheue Elster unverwechselbar. Ihr lateinischer Name Pica bedeutet übersetzt “Schwarzweiss“.

Verbreitung & Lebensraum:

Die Elster ist in ganz Mitteleuropa von der Ebene bis ins Gebirge

ein häufiger Brutvogel. Bedingt durch das massive Nachstellen

durch den Menschen schwankt ihre Population stark. Ursprünglich

lag der Schwerpunkt ihrer Verbreitung auf halboffenen Landschaften

mit kurzrasigen Weiden und Wiesen, Hecken, Feldgehölzen,

Gebüschen etc. Grosse Wälder meiden sie ebenso wie

weite offene strukturarme Landschaften, denn offene Felder

werden weder besiedelt, noch überflogen. – Strukturvielfalt ist

Trumpf!

Inzwischen ist es wissenschaftlich belegt, dass sich der

Elsternbestand räumlich verlagert hat: zunehmende Bestände in

Siedlungsbereichen stehen abnehmenden in der freien Feldflur

gegenüber. Vorteil: Schutz vor Habichten, geringere Konkurrenz

mit Aaskrähen, Jagdverbot im Siedlungsraum, Bereicherung der Nahrungspalette durch

organische Abfälle.

Da das Nahrungsangebot für Stadtelstern ganzjährig besonders günstig ist, können sie ohne

winterlichen Konditionsverlust in die neue Brutsaison starten.

Neststandort:

Als kunstvollster Nestbauer unter den Rabenvögeln errichten Elstern überdachte Nester in

hohen Bäumen – allerdings nicht in der Nähe von Aaskrähenkolonien oder Habichthorsten.

Ab und zu findet man auch Nester in Gittermasten von Eisenbahnen oder Leitungsmasten,

obwohl geeignete Brutbäume vorhanden sind, da die schlauen Tiere gelernt haben, dass

diese Neststandorte ziemlich sicher vor menschlichen oder tierischen Zugriffen sind.

Besonderheiten:

• In der Regel sind Elstern extrem standorttreu und legen keine Entfernungen über 25 km

zurück. Zwar streichen vereinzelt die Tiere im Herbst und Winter etwas umher, aber die

Jungvögel siedeln immer in der Nähe ihres Geburtsortes.

• Elstern sind neben Menschen, Menschenaffen, Elefanten und Delfinen in der Lage, sich

selbst im Spiegel zu erkennen (sog. „Selbsterkenntnis“). Das schafft ein Haushund oder

eine Katze nicht, sie ignorieren einfach das Spiegelbild im Hausflur. Auch Kleinkinder

können sich erst mit ca. 18 Monaten selbst erkennen.

• Der Name der Zeitung „La Gazzetta della Sport“ leitet sich vom italienischen Namen der

Elster Gazza negra – die „Schwatzhafte“ ab. Man hält ganz offensichtlich die Journalisten

für ebenso redseelig wie die Elster.

„Buchstabenschlange“

Mit Geduld und Konzentration kann man der Linie folgen, die von einem Buchstaben zum

anderen führt. Beim Pfeil geht’s los. Auf diese Weise erhaltet Ihr nach und nach ein Wort.

Wie heisst es?

Kleiner Tipp: Es ist einer der Rabenvogelarten aus der Ausstellung!


Ideen rund um den Ausstellungsbesuch

Die Ideen sind als Einstimmung bzw. Vertiefung zum Ausstellungsbesuch gedacht und

können der jeweiligen Altersstufe der Kinder angepasst werden.

VOR dem Ausstellungsbesuch:

Rabenvögel im Alltag“

Wo im täglichen Leben begegnet Ihr überall Rabenvögeln und wie werden sie dargestellt?

Wird der Rabe eher als schlau dargestellt oder dient er zur Abschreckung? Gibt es ihn als

Spielzeug oder Buchfigur? Findet ihr Rabenvögel auch in der Werbung oder in Gedichten

und Kinderliedern? Wie war die Darstellung früher – wie ist sie heute? Gibt es Unterschiede?

Tragt gemeinsam alles zusammen, was Euch dazu begegnet. Vielleicht könnt Ihr im

Schulzimmer eine kleine Sammel- und Ausstellungsecke einrichten.

„Alltägliches“

Wo begegnen uns Begriffe im Alltag, die von Rabenvögeln abgeleitet sind?

Sammelt Begriffe wie zum Beispiel rabenschwarzer Tag, Rabenschläue, stehlen wie ein

Rabe, Rabeneltern, .... und überlegt, ob sie eher positiv oder negativ belegt sind?

Wie kommt es wohl dazu?

Hans Huckebein-Bildergeschichte gemeinsam anschauen. Was wird

uns darin bereits über die Rabenvögel und ihre besonderen

Eigenschaften erzählt? (farbiger Ausdruck im LehrerInnenordner)

VOR ODER NACH dem Ausstellungsbesuch:

Brainstorming

vorher:

Die Kinder bekommen ein Blatt und notieren stichwortartig, was ihnen zum Thema

Rabenvögel einfällt. Die Stichworte werden anschliessend in der Klasse und beim

Museumsbesuch mit der Ausstellung verglichen.

nachher:

Was für interessante Punkte habt Ihr in der Ausstellung noch zusätzlich kennen gelernt?

Die Notizen dazu im Anschluss im Museum oder später in der Klasse diskutieren.

Variante:

Die Kinder bekommen als Thema jeweils eine Rabenvogelart und notieren sich dazu

stichwortartig, was sie darüber wissen. Die Kinder mit gleicher Vogelart vergleichen ihre

Aussagen und überprüfen in der Ausstellung, was sie vielleicht über diese Vogelart noch

nicht wussten. Später werden die Rabenvogelarten gemeinsam in der Klasse vorgestellt und

diskutiert. Eventuell können – je nach Alter der Kinder – auch noch Informationen aus

Büchern oder dem Internet verwendet werden.

Besuch in einem Vogel-, Tierpark oder Zoo, wo Kolkraben gehalten werden.

Dort können die Verhaltensweisen der Tiere in Gefangenschaft beobachtet

werden.

Beobachtungsbogen (s. LehreInnenordner)

Die Kinder bekommen je einen Beobachtungsbogen und haben einige Tage Zeit, ihre

Beobachtungen zu notieren. Später werden die Ergebnisse in der Klasse vorgestellt und

besprochen.


Sternbild “Rabe“

In der Literatur oder im Internet Informationen zum Sternbild „Rabe“

suchen und ein grosses Bild für den Klassenraum zeichnen oder

ausdrucken. Vielleicht läst sich das Thema ja auch mit einem Besuch

in einer Sternwarte verbinden.

Merkvermögen

Rabenvögel haben ein tolles Erinnerungsvermögen. Ihr auch? Dann lasst es uns einmal

testen: Um das Merkvermögen der Rabenvögel etwas besser ermessen zu können,

sammeln die Kinder bei einem kurzen Ausflug unterschiedliche Gegenstände oder suchen

spontan Sachen aus ihrem Schulranzen und legen sie auf einer Unterlage aus. 2 Minuten

dürfen sich nun alle Kinder die Gegenstände einprägen. Anschliessend wird alles mit einem

Tuch zugedeckt. An welche Objekte können sich die Kinder noch erinnern?

Rabenvögel beobachten sich gegenseitig auch beim Verstecken von Futter. Gelegentlich

holen sie Objekte des Nachbarn aus dessen Verstecken und bringen sie in ihre.

Je nach Alter der Kinder kann man daher auch ein oder mehrere Gegenstände unbemerkt

wegnehmen oder die Lage bzw. Anzahl der Objekte auf der Unterlage verändern. Nach dem

abermaligen Aufdecken müssen die Kinder herausfinden, was verändert wurde.

Was fehlt? Ihr werdet sehen, das ist gar nicht so einfach! Und dabei sind es gar nicht so viele

Verstecke wie sich Rabenvögel merken müssen.

Namen, Wappentiere, Logos, Werbung und mehr....

Rabenvögel haben den Menschen schon seit jeher fasziniert. Nicht nur im Glauben und

Aberglauben spielen sie eine grosse Rolle. Auch in vielen Wappen, Logos – ja sogar in der

Werbung finden wir sie wieder. Auch in vielen Orts, Flur- oder Familiennamen begegnen sie

uns. Hier einige Beispiele:

Orts- und Gemeindewappen:

Agriswil (Elster), Corbières

Einsiedeln, Rapperswil, Claro, Novaggio (Eichelhäher)

Familiennamen: Rapp, Krähenbühl, de la Corbiére, Chuard, Cornillat, Agazziz, Piget (Elster)

Italienische Zeitung „La Gazetta dello Sport“. Scheinbar hält man Journalisten für ebenso

geschwätzig wie Elstern...

Der Tannenhäher als Logo des Schweizer Nationalparks (s. Artikel im LehrerInnenordner

bzw. Objekt in der Ausstellung)

auf Briefmarken, Münzen & in Kinderbüchern (Kleine Hexe,

Siebenstein, Rabe Socke)

in der Werbung, als Kinderspielzeug

als Taubenabschreckung aus Guss oder Plastik

Schaut Euch doch einmal um, wo die Rabenvögel Euch so überall begegnen und tragt das

zusammen.

Später könnt Ihr in der Klasse vergleichen und diskutieren, WO und vor allem

WIE Rabenvögel heute – aber auch früher verwendet sind.

Welche ihrer Fähigkeiten nutzt man für Werdezwecke? (Bsp. Werbung für

Geschirrspülmittel, auf Buchprospekten)


Ehrfurcht & Abneigung

Rabenvögel spielen auch in Glauben und Aberglauben eine grosse Rolle.

Die Kinder suchen einzeln oder in Gruppenarbeit jeweils Beispiele zu beiden Stichworten.

Hidatsakrieger mit Kopfschmuck

aus Rabenfedern

• Wie, Wo und Wann bzw. bei Wem spielen sie im Glauben eine

Rolle?

• Wie, Wo und ab Wann bzw. bei Wem prägen sie den

Aberglauben?

Beispiele Glauben:

Indianerstämme Nordamerikas: Rabe als Schöpfer der Welt

Nordische und germanische Mythologie: Odin mit seinen beiden

Raben als Berater

Götterboten oder Begleiter von Lichtgottheiten

Orakelvögel in der Antike: Flug und Ruf prophezeiten den Ausgang

wichtiger Ereignisse, Germanen: Vorboten, die Ausgang von

Schlachten vorhersagen konnten

Beispiele Aberglauben:

• ab Juden-/ Christentum: Sintflut in der Bibel: Taube positiv, Rabe negativ

• Krähe auf Dach: Vorboten des Todes

• Medizinische Rezepte gegen Fallsucht, Augenkrankheiten, Gicht, ......

• Übernatürliche Fähigkeiten: „Rabenstein

Die Kinder stellen sich das gesammelte Material im Klassenverband gegenseitig vor und

diskutieren die Entwicklung.

Eventuell kann das Thema auch als Wandkollage gestaltet werden.

Eine Rabengeschichte erfinden

Erfinde eine eigene Geschichte, in der ein Rabenvogel vorkommt

und schreibe sie auf.

Später könnt Ihr dann in der Klasse Eure Geschichten vortragen.

Vielleicht macht Ihr ja einen kleinen Wettbewerb und stellt Eure Geschicten einer

Parallelklasse vor.

NACH dem Ausstellungsbesuch:

Werbetext „PRO Rabenvögel“

Die Kinder entwerfen einen Werbetext oder ein Plakat „PRO Rabenvögel“. Wie müsste der

Text für unterschiedliche Gruppen (Jäger, Förster, Gartenbesitzer, etc.) abgeändert bzw.

spezialisiert werden?

„Diskussionsrunde“

Die Klasse lädt verschiedene Leute nacheinander oder gemeinsam

ein, hört sich ihre jeweiligen Standpunkte zu Rabenvögeln an und

diskutiert anschliessend mit ihnen das oft problematische Verhältnis

zwischen Menschen und Rabenvögeln. Welche Konflikte tauchen

dabei auf und wie wird damit umgegangen? Dabei auch Informationen

aus der Ausstellung einbringen!


Rabenvögel und Menschen

Wie kommen sich Rabenvögel und Menschen ins Gehege?

Wo dringen wir mit unseren Tätigkeiten in ihren Lebensraum ein? (Landwirtschaft, Jagd,

Hobbygärtner, ...)

Wo folgen sie uns? (Deponie, Kompost, Schulhof, ...)

Sucht Beispiele für die verschiedenen Rabenvogelarten. Diskutiert anschliessend Eure

Beispiele in der Klasse.

NACH bzw. WÄHREND des Ausstellungsbesuches:

Interviews (Gruppenarbeit)

Einzeln oder in Gruppen werden von den SchülerInnen

Fragebogen erarbeitet, um das Wissen und die Einstellung

verschiedener Personen oder Personengruppen über die ausgestellten Rabenvögel zu

erforschen. Die Kinder können allgemeine Fragen zum Thema ausarbeiten oder speziell zu

jeder Vogelart. Bei letzterem empfiehlt es sich, für alle Arten dieselben Fragen zu stellen.

Ein einfaches Beispiel für einen Interviewbogen befindet sich im LehrerInnenordner im

Ausstellungskoffer.

Die Kinder befragen in Gruppen verschiedene Leute über ihr Verhältnis zu

Rabenvögeln und zum Thema Rabenvögel allgemein (Bsp: Gartenbesitzer,

Jäger, Strassenreinigung, Falkner, Förster, Vogelschützer, Passanten, jemand,

der sich mit Mythen & Fabeln auskennt oder zufällige Auswahl).

Im Anschluss fassen sie das Gehörte zu einem kleinen Bericht zusammen, den

sie dann gemeinsam in der Klasse präsentieren.

Anschliessend diskutieren die Kinder über die unterschiedliche Einstellung der

Befragten, wie sie zustande kommt, wo Unterschiede bzw. Übereinstimmungen

bestehen etc.

Variante:

Wenn die Interviews mit einem Museumsbesuch verknüpft werden, können die Kinder auch

andere Besucher vor und nach dem Besuch der Ausstellung befragen und herausfinden, ob

und wie sich die Einstellung gegenüber diesen oft gehassten, aber dennoch faszinierenden

Vögeln eventuell verändert hat.

Rabenbaum

Bei einem Spaziergang entdeckt Ihr diesen Baum.

Die Krähen darin sind ganz aufgeregt.

Wieviele Vögel sitzen im Baum und vieviele

Nester mit Ei könnt Ihr erkennen?

Schreibt die Zahlen unten in die Kästchen.

Anschliesssend könnt Ihr das Bild ausmalen!


Forscherblatt

Rabenvögel“

Mein Name: ..............................................................................................................

Name der Rabenvogelart: .................................................................................

So sieht mein Rabenvogel aus:

Was mein Rabenvogel macht:

fliegen

rufen

sich putzen

fressen

brüten

....................................

graben & stochern

sitzt mit Partner auf dem Dach

trinkt

......................................

Zeichne den Vogel in den Rahmen, den Du beobachtet hast. Was macht er?

baut ein Nest

......................................

Kreise mit einem Farbstift die Wörter ein, die zutreffend sind oder trage auf den freien

Plätzen noch andere „Tätigkeiten“ ein.


Natur-Beobachtung: Eine Eiche wächst

Besorgt Euch Eicheln und etwas feuchtes Moss aus dem Wald. Gebt

beides in ein verschliessbares Marmeladenglas: zuerst etwas Moos,

dann die Eicheln und zum Schluss noch eine Moosschicht - mit der

Oberseite nach unten. Das Ganze mit wenig Wasser besprühen und

den Deckel schliessen. Das Glas nun an einen hellen Platz –

vielleicht in die Nähe des Schulzimmerfensters – stellen. Nachfolgend

könnt Ihr beobachten, was mit versteckten und nicht mehr

wiedergefundenen Eicheln im Frühjahr passiert.

Viel Spass Euch kleinen „Waldgärtnern!

Vielleicht könnt Ihr die kleine Eiche, wenn sie zu gross für Euer „Minigewächshaus“ wird, ja

im Schulgarten auspflanzen.

Kennt Ihr neben den Rabenvögeln noch andere Tiere, die Verstecke anlegen?

Flaschenpost

Uui, eine Flaschenpost wurde am Ufer neben

einem toten Fisch angespült. Nachdem die

Rabenkrähe sich gestärkt hat, macht sie sich

daran, die Flasche zu öffnen, was ihr auch

gelingt. Was mag da wohl darin sein?

Sie findet eine Botschaft – geschrieben in Geheimschrift. Wie spannend!

Hilfst Du ihr, die Nachricht zu entziffern?

Hallo,

diese Botschaft enthält ein Rätsel. Wenn Du es löst, weisst Du, wer ich bin!

Na, weißt Du schon, wer Dir diese Nachricht geschrieben hat? NEIN.

Dann habe ich noch einen letzten Tipp für Dich:

Wenn Du die Flaschenpost entziffert hast, kannst Du ja im Namen der

Rabenkrähe eine Antwort verfassen. Viel Spass!

Hier ist das geheimnisvolle Alphabet.

A B C D E F G H I J K L M

✬ ✒ ❒ ❂ ✎ ✐ � ✤ ● ✘ � ✄ ❧

N O P Q R S T U V W X Y Z

✍ ▲ ❉ ✌ ❖ � ✇ ✰ ✔ ❁ ▼ ✑ �


Zum Verwechseln ähnlich…..

Junge und ausgewachsene Eichelhäher kann man an der Bandenbreite auf den

blauen Federn unterscheiden (Abb. li: Jungvogel, Abb. re: Altvogel).

Bei den Elstern lassen sich Jung- und

Alttiere anhand der Breite der schwarzen

Federumrandung an den Flügelfedern

unterscheiden.

Auch bei den Fussspuren ist es gar

nicht so leicht, die verschiedenen

Rabenvogelarten zu unterscheiden.

Jungvogel

Altvogel

Der Kopf einer jungen Rabenkrähe (Abb. li) besitzt noch nicht die weisse Schnabelwurzel der Altvögel

(Abb. re), sondern ist noch befedert. Jetzt sind sie leicht mit anderen schwarzen Rabenvögeln zu

verwechseln. Als ausgewachsene Vögel sind sie dagegen unverwechselbar!

Auch die Eier der Rabenvögel unterscheiden sich nicht deutlich voneinander – wie man in der

Ausstellung sehen kann.

Die Flugsilhouetten vieler Rabenvogelarten, wie hier die

von Alpendohle (oben) und Alpenkrähe (unten), scheinen

auf den ersten Blick gleich zu sein.

Erst bei genauerem Hinsehen erkennt man die feinen

Unterschiede im Flügel- und Schwanzaufbau.

(Alle Abbildungen aus dem Handbuch der Vögel Mitteleuropas)


„VORSICHT GLAS!“ - Vogelsilhouetten selbst herstellen

Sucht aus Büchern die Vogelsilhouetten (Flugbilder) der verschiedenen Rabenvogelarten

und deren gefiederten Feinden. Zeichnet die Umrisse ab und vergrössert sie (möglichst

massstabsgetreu). Übertragt anschliessend die Silhouetten auf schwarzen Karton und

schneidet sie aus. Jetzt könnt Ihr die unterschiedlichen Flugbilder vergleichen. Welche

Unterschiede lassen sich erkennen (Grösse, Form)? Vielleicht schaut Ihr auch einmal aus

dem Fenster – eventuell entdeckt Ihr ja einen Eurer Vögel und erkennt ihn anhand Eures

Flugbildes wieder! Die fertigen Flugsilhouetten könnt Ihr dann mit Klebeband an Fenstern im

Klassenzimmer oder der Pausenhalle befestigen. Das verhindert, dass kleine Singvögel die

Scheibe nicht erkennen und plötzlich vor die spiegelnden Glasflächen fliegen. Wisst Ihr,

warum man da auch im Handel immer diese Vogelarten zur Abschreckung findet?

Eventuell die Silhouetten (Alpenkrähe, Kolkrabe, Alpendohle) hier vergrössern.

Wenn Ihr Eure Vogelsilhouette lieber für den Finger arbeiten möchtet – kein Problem. Die

Anleitung dazu ist im Ausstellungskoffer im LehrerInnenordner („Alle Raben fliegen hoch“).


Vorschläge für einen Ausstellungsbesuch

für Kindergarten (K) und Unterstufe (U)

Einstimmung der Kinder ins Thema mit der „Rabenlandschaft“ oder mit den Stofftieren im

Rabennest (s. Ausstellungskoffer). Die Lehrkraft kann auch eine Geschichte zum Einstieg

wählen. Bücher dazu befinden sich ebenfalls im Koffer. Sie behandeln in Geschichten die

unterschiedlichsten Aspekte zum Thema wie: Singvogel, Krähen und Vogelscheuche, etc.

Eichelhäherspiel als Transportmeister (K & U). Spielerisch erfahren die Kinder, wieviele

Eicheln ein Vogel in seinem Kehlsack transportieren kann und können es auf der

Eichelhähersilhouette ausprobieren. So bekommen sie einen Eindruck davon, wie der

Kehlsack sich im Vergleich zur Körpergrösse des Vogels füllen kann. Das ist schon eine tolle

Leistung!

Ausmalbilder „Nachmieter gesucht“. „Eichelhäher“, „Saatkrähe“, „Eichel“ oder

„Kartoffelkäfer“(K & U) als Futtertiere der Rabenvögel je nach Themenschwerpunkt für die

Kinder kopieren und bei einem Rundgang durch die Ausstellung ausmalen lassen.

Vogelsilhouetten (K & U) vergleichen (Ausstellungskoffer) auch die Federn dazunehmen.

Vielleicht als Vorbereitung für die Herstellung der eigenen Vogelsilhouetten für’s Fenster

oder den Finger verwenden. Beim Verlassen des Museums auch auf die Gestaltung der

Fenster und Fassade achten! Hier gibt’s noch jede Menge Anregungen.

Raben-Memory (K & U) spielen und so spielerisch einige Themen der Ausstellung

nochmals revuepassieren lassen und vertiefen.

Rätsel „Der kleine Rabe hat Geburtstag“(U).

Fantasie-Rabenvogel basteln. (K & U) Anleitung sie LehrerInnenordner

Suchblatt oder laminierte Fotos (K & U) (Ausstellungskoffer) benutzen, um einzelne

Aspekte in der Ausstellung zu suchen und dann gemeinsam zu besprechen. (Kann auch mit

den Raben-Memory-Karten kombiniert werden.)

Zuordnungs- & Gedächtnisspiel (K & U) (Ausstellungskoffer). Hier lernen die Kinder

spielerisch etwas über das Merkvermögen der Rabenvögel und den Nestbau. Es können

auch das Nest sowie die beiden Stoffvögel hinzugezogen werden.

Nachspielen des Schwarmverhaltens (K & U) mit den Objekten aus dem Koffer bzw. den

mitgebrachten gebastelten Krähen-Fingerpuppen. Dazu zuerst das Schwarmleben auf den

Ausstellungstafeln und an den Objekten studieren und besprechen.

Würfelspiel „Mit den Rabenvögeln unterwegs“(U). Die Kinder erfahren spielerisch

Wissenswertes zu den 10 in der Schweiz heimischen Rabenvogelarten. Insbesondere auch

zur Bestandesentwicklung, dem Einfluss von uns Menschen auf die Artbestände und vieles

mehr.

Vorschläge für den Ausstellungsbesuch Mittelstufe

Zur Einstimmung kann beispielsweise die Vogelstimmen-CD aus dem Koffer genutzt

werden.

Eigener Rundgang durch die Ausstellung

Die Kinder gehen einzeln oder in Gruppen durch die Sonderausstellung und notieren sich in

Stichworten jeweils einige Besonderheiten zu den Rabenvögeln. Später werden die Notizen

im Plenum vorgestellt und besprochen. Welche Themen werden am häufigsten genannt und

warum? Was ist den Kindern besonders aufgefallen? Was fanden sie nicht so interessant

und warum?

Suchblatt

Die Kinder bekommen eine Kopie des Suchblattes aus dem LehrerInnenordner, suchen die

Abbildungen in der Ausstellung und notieren stichwortartig wichtige Punkte. Später können

die gefundenen Informationen im Klassenverband verglichen und besprochen werden.


Rabenlandschaft

Die Kinder schauen sich die Ausstellung aufmerksam an. Im Anschluss können sie die

Informationen spielerisch in der Rabenlandschaft zusammentragen.

Eichelhäherspiel als Transportmeister. Spielerisch erfahren die Kinder, wieviele Eicheln

ein Vogel in seinem Kehlsack transportieren kann und können es auf der Eichelhähersilhouette

ausprobieren. So bekommen sie einen Eindruck davon, wie der Kehlsack sich im

Vergleich zur Körpergrösse des Vogels füllen kann. Das ist schon eine tolle Leistung!

Achtung: Schätzfrage in der Ausstellung nicht vergessen!

Interviews (LehrerInnenordner). Die Kinder können während des Ausstellungsbesuches

Interviews durchführen - mit Museumsbesuchern oder gegenseitig in der Klasse. Die Fragen

dazu können selbst erarbeitet werden oder Anregungen aus dem LehrerInnenordner

verwendet werden. Vielleicht ist die Ausstellung ja auch eine Anregung, die Fragen im

Museum zu erarbeiten und sie dann später in der Familie, bei Nachbarn oder Freunden zu

stellen. Die Antworten können später in der Klasse zusammengetragen und ausgewertet

werden.

Reporter unterwegs im Museum

Die Kinder erarbeiten in Gruppen eine kurze Führung durch einen Ausstellungsteil oder zu

einer Rabenvogelart. Jede Gruppe wählt ein Foto aus den Memorykarten oder einlaminierten

Fotos aus. Später führen sich die Kinder gegenseitig durch die betreffenden Ausstellungsteile.

Natürlich dürfen auch entsprechende Objekte der ständigen Ausstellung mit

einbezogen werden – oder auch Objekte aus dem Museumskoffer. Eventuell erstellen die

Kinder im Anschluss noch eine Zeitung (S. LehreInnenordner & Koffer) zu einzelnen

wichtigen Aspekten. Es können dazu die Vorgaben aus dem Ausstellungskoffer verwendet

werden oder eigene Gestaltungsideen umgesetzt werden.

Vogelsilhouetten vergleichen. Auch die Federn aus dem Ausstellungskoffer sowie das Blatt

„Zum Verwechseln ähnlich“ dazu nehmen.

Rabenbaum als Einstieg. Im Anschluss suchen die Kinder in der Ausstellung nach

Informationen zum Schwarmleben der Rabenvögel. Abschliessend können die Informationen

spielerisch zusammengefasst werden.

Würfelspiel „Mit den Rabenvögeln unterwegs“(U). Die Kinder erfahren spielerisch

Wissenswertes zu den 10 in der Schweiz heimischen Rabenvogelarten. Insbesondere auch

zur Bestandesentwicklung, dem Einfluss von uns Menschen auf die Artbestände und vieles

mehr.

Zuordnungs- & Gedächtnisspiel, um am eigenen Leib zu erfahren, wie das mit dem

Merkvermögen so ist.

Diskussionsrunde mit den vorgegebenen Stichworten (s. Ausstellungskoffer) spielen, um

die unterschiedlichen Ansichten zu den Rabenvögeln auf diese Art und Weise nochmals

zusammenzufassen. Diese spielerische Auseinandersetzung mit den Meinungen

verschiedener Personengruppen zum Thema kann auch als Vorbereitung für die Interviews

genutzt werden.

Artportraits erstellen

Die Kinder gehen mit den kopierten Blättern durch die Ausstellung, wählen sich eine in der

Schweiz heimische Rabenvogelart aus und notieren sich, was sie auf den Ausstellungstafeln

oder in den Filmszenen über „ihre“ Rabenvogelart erfahren. Später werden die Informationen

pro Vogelart im Klassenverband verglichen und besprochen.


Vorschläge für den Ausstellungsbesuch Oberstufe

Einstimmung anhand der Vogelstimmen-CD oder einem interessanten Text aus dem

LehrerInnenordner - beispielsweise zu einer Besonderheit der Rabenvögel.

Rabenvögel im Alltag Die Kinder tragen in einem kurzen Brainstorming zusammen, wo

ihnen im Alltag Rabenvögel oder von ihnen abgeleitete Namen, Begriffe etc. begegnen. In

welcher Weise werden sie gebraucht?

Interview

Die Kinder erarbeiten Fragen zum Thema Rabenvögel oder verwenden den Interview-

Bogen aus dem LehrerInnenordner. Nach dem Befragen der Klassenkollegen oder von

Museumsbesuchern vor und nach dem Besuch der Ausstellung, werten sie die Antworten

aus. Welches Bild der Rabenvögel besteht in der Öffentlichkeit? Hat sich nach dem

Ausstellungsbesuch etwas daran geändert?

Artportrait erstellen

Mit Hilfe der Literatur im Koffer und den Texten auf den Ausstellungstafeln erstellen die

Kinder ein Artportrait einer Rabenvogelart, die Ihnen besonders gefällt. Im Klassenverband

stellen die Kinder sich gegenseitig ihre Arbeiten vor. Es dürfen auch Informationen aus

Büchern oder Internet mit einfliessen.

Eigener Rundgang durch die Ausstellung

Die Kinder gehen einzeln oder in Gruppen durch die Sonderausstellung und notieren sich in

Stichworten jeweils einige Besonderheiten zu den Rabenvögeln. Später werden die Notizen

im Plenum vorgestellt und besprochen. Welche Themen werden am häufigsten genannt und

warum? Was ist den Kindern besonders aufgefallen? Was fanden sie nicht so interessant

und warum?

Die Reporter im Museum

Anfertigen einer Zeitungsseite zum Thema „Rabenvögel“, „Rabenvögel heute und gestern“,

„Sensationell“ etc, (s. LehrerInnenordner & Ausstellungskoffer)

„Zum Verwechseln ähnlich“. Mit den Präparaten und Eiern der Ausstellung sowie Federn,

Schädel und den lebensgrossen Vogelsilhouetten (Ausstellungskoffer) erfahren die Kinder

neben den Texten in der Ausstellung etwas über die Unterscheidbarkeit bzw. Ähnlichkeit der

Rabenvögel.

Diskussionsrunde. Nach dem Besuch der Ausstellung schlüpfen die Kinder in

unterschiedliche Rollen (Material s. Ausstellungskoffer) und geben als die entsprechende

Person ihre Statements ab. Es können dabei die Notizen aus der Ausstellung benutzt

werden oder die Karten im Ausstellungskoffer.

Suchblatt

Die Kinder bekommen eine Kopie des Suchblattes aus dem LehrerInnenordner, suchen die

Abbildungen in der Ausstellung und notieren stichwortartig wichtige Punkte. Später können

die gefundenen Informationen im Klassenverband verglichen und besprochen werden.

Rabenquiz oder andere Aufgabenblätter aus dem LehrerInnenordner oder der Broschüre

lösen und später gemeinsam besprechen.

Arbeitsblatt „Vogelschwarm“ besprechen und vielleicht das Gelernte auf dem

Nachhauseweg an einem vorbeifliegenden Schwarm testen.


Erstlesetext RABENVÖGEL

Früher wurden Rabenvögel verehrt.

Heute haben sie eher einen schlechten Ruf.

Rabenvögel sind schlaue Tiere.

Manchmal verstecken sie ihre Nahrung.

Fast alles finden sie wieder.

Aus der Nähe lassen sie sich nicht gerne

anschauen. Sie fressen sogar Fisch.

Auch Mäuse, Schnecken, Samen und Früchte stehen auf ihrem

Speiseplan. Oft gehen sie gemeinsam auf Futtersuche.

Im Schlafbaum geht es ganz schön laut zu.

Lückentext zur Ausstellung

Die Kinder können die fehlenden Worte und Zahlen in der Ausstellung suchen oder aus dem

unten Vorgegebenen auswählen.

Rabenvögel sind schon tolle Tiere

.................................sind die grössten Singvögel der Welt. Wie

alle Rabenvögel können sie ................. Stimmen und Geräusche

imitieren. Die Familie bleibt ein halbes Jahr zusammen. Solange

kümmern sich die ................. intensiv um ihren Nachwuchs. Trotz

dieser intensiven elterlichen Fürsorge sterben viele ................................ .

Die älteste Krähe starb mit ....... Jahren in Gefangenschaft. Normalerweise erreichen sie in

freier Wildbahn nur ein Alter von bis zu 20 Jahren.

.................. haben grossen Anteil an der Verbreitung unserer Wälder. Ihr Merkvermögen ist

ausserordentlich. Sie finden ......% ihrer versteckten Beute wieder. Säugetiere schaffen das

................... Rabenvögel helfen mit, tote Tiere zu beseitigen. Sie gelangen über die

Körperöffnungen wie ................................., ...................., ..................... und ........................

an die begehrte Nahrung oder sie warten, bis andere ............................. wie Wildschweine

oder Greifvögel ihnen diese Arbeit abnehmen.

Die gesuchten Wörter sind:

Maul, Eltern, Tiere, Kolkraben 80, After, Häher, gut, Nase, nicht, Jungvögel, 59, Nabel


Krähen-Fingerpuppe

Wenn alle Kinder der Klasse eine Krähe gebastelt haben, können sie

gemeinsam das Leben eines Koloniebrüters nachspielen oder das

Verhalten im Vogelschwarm (Rangkämpfe, gemeinsame Futtersuche

auf Äckern mit mindestens einem Wachposten, Futtersuche in der

Stadt auf den Pausenhöfen oder auf Deponien, Nistkolonien und

nachbarschaftliche Unterstützung bei Angriff von Greifvögeln etc.).

Was für Neuigkeiten werden auf Schlafbäumen ausgetauscht (z.B. wo gibt es Futter)?

Vielleicht bringen die Kinder ihre gebastelten Krähen zum Besuch der Sonderausstellung mit

und finden heraus, wie diese im Schwarm zusammenleben. Mit den Materialien im Koffer

(z.B. Rabenlandschaft, Baum & Futtertiere) und ihren gebastelten Krähen können sie dann

am Ende des Ausstellungsbesuches das Leben im Schwarm nachspielen.

Anleitung für Krähen-Fingerpuppe

Material:

Schwarzer, weisser (für die Augen) & gelber (für den Schnabel) Filz, Kreide oder weisser

Stift, Klebstoff, Nadel und Faden. (Anstelle von weissem Filz können alternativ auch fertige

Aufklebeaugen aus dem Bastelgeschäft verwendet werden.)

Bastelanleitung:

Das Muster entsprechend der Fingergrösse der Kinder kopieren. Die Schablone

ausschneiden und mit weiss zwei Mal auf den schwarzen Filz aufzeichnen Die beiden Teile

ausschneiden. Den Körper am Rand zusammennähen oder zusammenkleben (unten Platz

für den Finger lassen!). Zum Schluss Schnabel und Augen aufkleben – fertig! Jetzt kann das

Rollenspiel beginnen!

Die Fingerpuppen für Verse, Lieder, Spiele oder für Dialogspiele zwischen den Kindern

(Themen: Lebensweise, Lebensraum, Nahrungssuche, Schwarmverhalten etc.) verwenden.

Muster:


Der kleine Rabe hatte Geburtstag

Ob er si ch wo hl an alle Ge sc henke erinnern kan n?

Vielleic ht hilf st Du i hm e twas, indem Du di e Na men

der Bild er in die dane ben s te henden Käst chen schr eib st.

(Ä = AE)


Quiz-Fragen für Raben-Fans

1. Können sich Säugetiere wie z.B. Eichhörnchen genau so viele Verstecke merken wie die Häher?

2. Gehören Rabenvögeln zu den Insektenfressern, Fleischfressern, Pflanzenfressern oder

Allesfressern?

3. Wieso bezeichnet man Rabenvögel auch als Gesundheitspolizisten der Natur?

4. Wie beteiligen sich die Rabenvögel an der Verbreitung des Waldes?

5. Was hat die Wissenschaft Besonderes über Rabenvögel herausgefunden?

6. Kann man Rabenvogelpartner (Weibchen, Männchen) rein äusserlich von einander unterscheiden?

7. Wie kann man fliegende Kolkraben von Rabenkrähen unterscheiden?

8. Welche Vorteile bietet ein Leben im Schwarm?

9. Wie schaffen es Rabenvögel, bei hartschaligen Futterobjekten wie Nüssen, Schnecken oder

Muscheln an den begehrten Inhalt zu kommen?

10. Wieso werden Rabenvögel auch als „Schädlingsbekämpfer“ bezeichnet?

11. Wie schaffen es Rabenvögel, die Kadaver grössere Tiere zu öffnen und an die begehrten

Innereien zu gelangen?

Detektive gefragt!

Man sagt ja, Rabenvögel haben ein tolles Gedächtnis und können sich an sehr viele Verstecke erinnern.

Ob unser kleiner Rabe das auch kann? Vielleicht helft ihr ihm etwas auf die Sprünge und findet heraus, was er

und seine gefiederten Freunde Eichelhäher, Elster & Co so alles versteckt haben.

Ich hoffe, Ihr habt alle versteckten Sachen entdeckt!

Gibt es dabei auch etwas, das Ihr gerne esst? Dann kreist es mit rotem Sitft ein.

Kleiner Tipp: Die gesuchten Wörter sind: Mais, Lumpen, Kastanien, Raupen, Nuesse, Arven, Eicheln.

F R M H U J K I L

K L A G S A X R T

J A I Y R K E U T

K A S T A N I E N

Q R Z N U U C O U

W V H K P Z H M E

U E S P E I E U S

Z N A Y N L L L S

D L U M P E N T E


Arbeitsblatt: Vogelschwarm

Wenn man die Vögel in einem Schwarm zählen will, gibt es einen kleinen Trick:

Schliesse Deinen Daumen und Zeigefinger zu einem Kreis. Strecke nun Deinen Arm

aus. Zähle jetzt die Vögel, die Du in Deinem Kreis siehst. Schätze, wie viele Kreise

Du für den ganzen Vogelschwarm brauchst. Multipliziere die Anzahl der Vögel im

Kreis mit der geschätzten Anzahl Kreise und schon hast Du die Schwarmgrösse

ermittelt!


Bei manchen Kulturen sind Rabenvögel Ünglücksbringer, bei anderen Götterboten.

In welchem Verhältnis stand Odin zu ihnen?

Wieso traf man sie meist auf Schlachtfeldern an?

Welche aussergewöhnlichen Leistungen sind von Rabenvögeln bekannt?

Ordne diese den entsprechenden Vogelarten zu und verbinde mit Strichen.

Es können auch 2 Zuordnungen möglich sein. Hilfe findest Du in der Ausstellung!

Kolkrabe

Elster

Tannenhäher

Rabenvögel

Eichelhäher

Kolkrabe & Co.

Neukaledonische Krähe

Herstellung von Werkzeug

Knacken hartschaliger Futterobjekte mit Hilfe

der Strasse

Drehen sich im Flug auf den Rücken

begabte Imitatoren von anderen Vogelrufen,

Geräuschen bis hin zur menschlichen Stimme

bauen Nest mit Dach

Verbreitung der Arve in der Schweiz

Selbsterkennung im Spiegel

Ameisenbad gegen lästige Parasiten

Wie heisst der im Gebirge lebende Rabenvogel mit rotem Schnabel?

Alpendohle Kolkrabe Nebelkrähe Alpenkrähe Elster Eichelhäher

Über 60 cm von der Schnabelspitze bis zum Schwanzende gemessen – dies ist der

grösste Singvogel der Welt. Wie heisst er?

_______________________________________


Rätselwürfel

In diesem Buchstabengitter verstecken sich senkrecht und waagerecht 9 Rabenvogelarten.

Finde sie heraus und ziehe einen farbigen Rahmen um jede Art. Welche Rabenvogelart

fehlt? Die Präparate in der Ausstellung helfen Dir weiter.

D H Z E W A Q H K L N M R F G H J A

A E F V B B H J S A A T K R A E H E

J U Z D C B H J V S L F H K L E Q A

W K S C H E D F A L P E N D O H L E

D O H L E A D R T G E D W F V N S S

P L R T A N N E N N H A E H E R R

L K G D F G H J K L K A S E G H J L

I R B Q R A B E N K R A E H E C H R

U A N S A D F G T J A A U O L F B F

J B J C Q Y X V B N E D N X S E J S

E E I C C E L H A E H E R D T R K A

A K A F V H I O C H E G F B E T A C

A R C S E W Q A D F G B J K R G D B

Erstelle ein Artportrait einern Rabenvogelart

Mit Hilfe der Literatur im Koffer und den Texten auf den Ausstellungstafeln erstellt Ihr

ein Artportrait einer Rabenvogelart, die Euch besonders gefällt.

Aussehen:

Lebensraum:

Besonderheiten:


Ausstellungskoffer zur Ausstellung „Raben – schlaue Biester mit schlechtem Ruf“

Der Koffer richtet sich an Kindergarten und Schule.

Im LehrerInnenordner befinden sich Anleitungen, wie die Materialien des Koffers beim

Ausstellungsbesuch eingesetzt werden können. Zusätzlich enthält er Mal- und Aufgabenbögen,

Ideen, Informationen, Texte und Anleitungen für Arbeiten oder Unterricht, die vor,

während oder nach dem Ausstellungsbesuch eingesetzt werden können. Alle Unterlagen

können kopiert werden.

Der Museumskoffer kann im Museum während der Öffnungszeiten benutzt werden. Er ist

nicht als Spiel- und Wühlkoffer gedacht! Die Lehrkraft ist für den Inhalt des Koffers während

des Museumsbesuches verantwortlich. Bitte die Materialien sorgfältig behandeln!

Wichtig: Die Spiele und Materialien des Museumskoffers sind gezielt in der Gruppe einzusetzen.

Die Lehrkraft stellt die Materialien kurz vor bzw. erklärt die Spiel- bzw. Arbeitsanleitungen.

Inhalt:

Rabenlandschaft

Rabenvogel-Memory

• Ich sehe was, was Du nicht siehst! (Foto-Suchkarten zur Ausstellung)

Rabenvogel-Diskussionsrunde

• Mit den Rabenvögeln unterwegs (Würfelspiel für die ganze Klasse)

• Eichelhäher als Transportmeister

Rabenbaum

• Vogelsilhouetten & Federn & Rabenkrähenschädel

• Gedächtnis- & Zuordnugsspiel

• Zeitung (Vorlagen)

• 2 Augenbinden

Rabennest (Stofftier Rabe, Eule, Nest, Wiese)

• 1 LehrerInnenordner mit Anleitungen, Kopiervorlagen und Informationen, inkl.

Lösungen zu den Arbeitsbögen:

Sach- und Bilderbücher sowie CD’s im Ausstellungskoffer:

ABC-Malbuch vom kleinen Raben Socke. Rudolph, A. (2005), Esslinger Verlag Schreiber, Stuttgart,

ISBN 3480221165

Alles gemerkt! Oder Socke ist echt schlau. Geschichten vom kleinen Raben Socke. Moost, N.,

Rudolph, A. (2005), Esslinger Verlag Schreiber, Esslingen, ISBN 348022130-0

Clara. Said (2001), NP Buchverlag, Wien, ISBN 385326243-0

Der Rabe der anders war. Schreiber-Wicke, E, Holland, C. (1994), Thienemann Verlag, ISBN

352243158-8

Der Schnabelsteher. Schami, R. (1995), Edition Jürgen Lassig im Nord-Süd Verlag AG, Gossau

Zürich. ISBN 331400715-9

Der Weihnachtsrabe Rasputin findet das Glück. Abedi, I., Weller, A.-M. (2006), Ars Edition, ISBN

3760714870

Die Schule im Walde. Holst, A., Wenz-Vietor, E (2004), Lappan Verlag GmbH, Oldenburg, ISBN

383031079-X

Die Vogelhochzeit. Krätschmer, M. (2002), Egmont Pestalozzi Verlag, München, ISBN 361440072-7

Karl die Nebelkrähe. Gautschi, R., Manna G. (1998), bohem press, Zürich, ISBN 385581305-1

Manuel & Didi helfen den Krähen. Moser, E. (1999), Beltz Verlag, Weinheim/Basel, ISBN

340779235-2

Morgens früh um sechs ... Pradella, R. (2002), Egmont Pestalozzi Verlag, München, ISBN

361440070-0

Raben-Baby. Rowe, J.A. (1997), Michael Neugebauer-Verlag AG, Gossau Zürich, ISBN 385195558-7

(nur noch antiquarisch)

Rudi Rabe lernt fliegen. Wellershoff, I., Knorr, P. (2000), Verlag Friedrich Oetinger, Hamburg, ISBN

378917310-X

Krähe & Co. Steini Natur-Abendteuer mit Pro Natura, Biondo, M., Stierlin, M. (2005), Pro Natura

Basel


Hans Huckebein & Co. – die Familie der Rabenvögel. Keller, V. (1988/2004) Schweizerische

Vogelwarte Sempach, ISSN 1420-5807

Krähenvolk. Eine Lanze für Verfemte. Zürcher Tierschutz (2000)

Unsere Vogelwelt im Jahreslauf. Beobachten-erleben-verstehen, Specht, R. (2001), Frankh-

Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart, ISBN 344008215-6

Unsere Vogelwelt im Jahreslauf. Specht, R. (2001), Frankh-Kosmos-Verlags-GmbG & Co. KG,

Stuttgart, ISBN 344008215-6

Welcher Singvogel ist das? Dierschke, V. (2006), Frankh-Kosmos-Verlags-GmbG & Co. KG,

Stuttgart, ISBN 13: 978344010744-7

CD’s:

Die Rufe der Raub- und Rabenvögel (inkl. Vogel-Lexikon) (2000), Delta Music GmbH, Frechen

Die kleine Hexe. (Dialektfassung) Preussler, O. (1986/2004), Tudor Recording AG, Zürich

Weitere Literatur- und Medientipps sowie Internetadressen

Zum Ausstellungsthema befinden sich im LehrerInnenordner

Interessante Internetseiten zum Thema:

http://www.rabenvögel.de

http://www.oejv.de/positionen/rabenvoegel.htm

http://kindernetz.de/oli/tierlexikon/index.php?tid=91&reiter=steckbrief

http://www.samovila.de/raben/rabe.htm

http://de.wikipedia.org/wiki/Rabenv%C3%B6gel

http://ak-wildbiologie.de/raben/rabe1.htm

http://www.gnvu.ch/Homepage_Neu/Ratgeber/Rabenvoegel/Rabenvoegel.htm

http://www.rabekraxi.at

Lösungen:

Buchstabenschlage: KOLKRABE; Naturbeobachtung: Eine Eiche wächst: Eichhörnchen,

Hamster; Flaschenpost: Ich bin sehr wachsam. Ich lebe im Wald. Ich bade gerne im Wasser.

Meine Vorräte verstecke ich gut. Und ich finde fast alles wieder! Am liebsten mag ich

Eicheln. Ich habe braune und blau-schwarz-weiss gestreifte Federn. EICHELHÄHER;

Lückentext Rabenvögel sind schon tolle Tiere: Kolkraben, Eltern, Jungvögel, 59, Häher,

80, nicht , After Nase Nabel Maul, Tiere; Geburtstagsrätsel: Federn, Nuesse, Mais;

Quiz-Fragen für Raben-Fans: 1: NEIN; 2: Allesfresser; 3: Aasfresser; 4: verstecken von

Pflanzensamen; 5: Selbsterkennung im Spiegel, Werkzeugherstellung; 6: NEIN; 7: Kolkrabe

= keilförmiger Schwanz, Rabenkrähe = fächerförmiger Schwanz; 8: u.a. besserer Schutz vor

Feinden, gemeinsame Nahrungssuche & -aufnahme; 9: aus grösserer Höhe auf Strassen

fallen lassen; 10: fressen Tiere (Mäuse, Insekten), die massenhaft auftreten; 11: an den

natürlichen Körperöffnungen (Auge, Maul, After, Nabel)

Detektive gefragt! Rätselwürfel

(Restlichen Lösungen s. Ausstellung bzw. Broschüre)

Impresseum:

Olten, November 2006

Broschüre, Ideen, Texte, Illustrationen, Arbeitsblätter, Ausstellungskoffer: Dr. Doris

Hölling, Biologin, Leiterin Museumspädagogik Naturmuseum Olten

Umschlagsillustration: Marcel Zefferer; Illustrationen im „Who is Who“ aus: Handbuch der

Vögel Mitteleuropas; Herzlichen Dank bei der Umsetzung des Ausstellungskoffers an

Kathrin Wyss und das Präparatorenteam des Naturhistorischen Museums Basel


Raben in Kinderreimen

Sitzen zwei Raben,

sehn sich nicht an

was hat einer

dem andern getan -

sie haben einen Käfer entdeckt,

und jeder denkt nun

ob der wohl schmeckt?

aus einem russischen Bilderbuch mit dem Titel "Russische Kinderreime"

Gedichte oder kleine Verse selbst gemacht!

Die Kinder können sich kleine Gedichte oder Verse zu den 10 Rabenvogelarten oder deren

Besonderheiten ausdenken, die sie später in der Klasse vortragen oder mit Zeichnungen

verziert im Klassenzimmer aufhängen können.

Beispiele:

Die Dohle lebt gern im alten Turm,

das Junge füttert sie mit einem Wurm.

Elstern bau’n ein Nest mit Dach,

morgens krächzen sie uns wach.

Die Vogelscheuche von Christian Morgenstern

Die Raben rufen: "Krah, krah, krah!

Wer steht denn da, wer steht denn da?

Wir fürchten uns nicht, wir fürchten uns nicht

vor dir mit deinem Brillengesicht.

Wir wissen ja ganz genau,

du bist nicht Mann, du bist nicht Frau.

Du kannst ja nicht zwei Schritte gehn

und bleibst bei Wind und Wetter stehn.

Du bist ja nur ein bloßer Stock,

mit Stiefeln, Hosen, Hut und Rock.

Krah, krah, krah!

Ein schwarzer Rabe fliegt am Himmel,

unten auf dem Feld ist ein Gewimmel.

Der Eichelhäher nimmt gern’ ein Bad,

dreckig sein, das ist doch fad.

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