Vortrag Maria Ebene 30 06 07

mariaebene

Vortrag Maria Ebene 30 06 07

Folie 1/

Sucht-Erfahrungen

Sucht Sucht-Erfahrungen

Erfahrungen

auf einer Frühpsychose

Fr Frühpsychose-Station

hpsychose-Station Station

Andreas Fries

Psychiatrische Klinik Münsterlingen MMünsterlingen

nsterlingen CH

MB/Dateiname/21.09.04


Sucht-Erfahrungen Sucht Sucht-Erfahrungen Erfahrungen auf einer Frühpsychosestation

Fr Frühpsychosestation

hpsychosestation

1. Die FP-Station der PK Münsterlingen

2. Welche Substanzen spielen eine Rolle ?

3. Patienten-Belegung am 28.06.2006

4. Umgang mit Konsum

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1. Die FP-Station FP FP-Station Station der PK Münsterlingen

MMünsterlingen

nsterlingen

Eröffnung der Station: 01.02.2002:

• seitdem 270 Patienten

• 10 (-14) Betten

• 3 - 6 Patienten in tagesklinischer Weiterbetreuung

Durchschnitt. Aufenthaltsdauer: 3 - 4 Monate , grosse Streuung

Angebundene ambulante Früherkennungs-Sprechstunde

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1. Die FP-Station FP FP-Station Station der PK Münsterlingen

MMünsterlingen

nsterlingen

Indikationen für eine stationäre Behandlung:

• Jugendliche und junge Erwachsene

• Diagnostik bei Psychoseverdacht und Prodromalstadien

• Erstepisoden

• nicht-chronifizierte Patienten (die ersten 5 Jahre des Verlaufs)

Kontraindikationen:

• Selbst- oder Fremdgefährdung

• Schwere psychomotorische Erregungszustände

• Organische Psychosen

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1. Die FP-Station FP FP-Station Station der PK Münsterlingen

MMünsterlingen

nsterlingen

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Personal

7 Pflegepersonal mit speziellen Aufgaben

3 Nachtwachen

1 Oberarzt als Therapeutischer Leiter

1 Assistenzarzt

1 Diplompsychologin

1 Neuropsychologen

50% Spezialtherapeutin (Bewegungsth. , kreatives Arbeiten)

50% Sozialarbeiterin

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1. Die FP-Station FP FP-Station Station der PK Münsterlingen

MMünsterlingen

nsterlingen

Hauptziele der Behandlung:

• Begleitung durch die Krise, Beruhigung und Stabilisierung

• Traumabearbeitung für Patienten und deren Angehörige

• Aufwendige diagnostische Abklärung

• Optimale Medikation

• Soziale und berufliche Reintegration

• Stützung und längerfristige Betreuung der Familien und/oder

engsten Bezugspersonen

• Entlassung in eine ambulante Weiterbetreuung

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1. Die FP-Station FP FP-Station Station der PK Münsterlingen

MMünsterlingen

nsterlingen

Therapieangebot

• Regelmässige Arztgespräche

• Regelmässige Bezugspersonengespräche

• Reizarmes Milieu

• Differenzierte Psychopharmakologie (ausschliesslich Atypika)

• Betreuung durch Sozialarbeiterin

• Familiengespräche

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1. Die FP-Station FP FP-Station Station der PK Münsterlingen

MMünsterlingen

nsterlingen

Gruppen

• Bewegungstherapie

• Kreatives Arbeiten

• Themenzentrierte Gruppen

• Psychoedukative Gruppe

• Kognitives Training

• Kochen

• Sport

• Mehrfamilientherapie-Gruppe

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Zeit Montag Dienstag Mittwoch Donnerstag Freitag Samstag Sonntag

07.15 Wecken Wecken Wecken Wecken Wecken

07.30

Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück Frühstück

08.10 Morgenrunde Morgenrunde Morgenrunde Morgenrunde Morgenrunde

08.45

-

09.30

Bewegungs

-therapie

Sport Kreatives

Arbeiten

Bewegungstherapie

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17.15 Abendessen Abendessen Abendessen Abendessen Abendessen Abendessen Abendessen

Sport

09.40 Z`nüni Z`nüni Z`nüni Z`nüni Z`nüni

10.15

-

11.00

11.45

13.00-

-

16.30

ab

10.00

ab

10.00

Visite Koch

en

Krise was tun? Kreatives

Arbeiten

Gespräche/

Einzeltherapien

Gespräche/

Einzeltherapien

Kognitives

Training

Gespräche/

Einzeltherapien

Skillsgruppe

Gespräche/

Einzeltherapien

Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen Mittagessen

Arbeitstherapie

Arbeitstherapie

Arbeitstherapie

Arbeitstherapie

15.30 Z`vieri Z`vieri Z`vieri Z`vieri

16.00

Freizeit Freizeit Freizeit

Arbeits-

therapie

16.10-16.25

Wochenauskl

ang

Wochenendaktivitäten

Wochenendaktivitäten

Z`vieri Z`vieri

Freizeit Freizeit Freizeit


1. Die FP-Station FP FP-Station Station der PK Münsterlingen

MMünsterlingen

nsterlingen

Gemeinsame Verständnisgrundlage:

systemisch orientiertes Vulnerabilitäts-Stress-Bewältigungsmodell

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Risikofaktoren: z. B. genetisch – EE – Drogen (THC)

Diagnostik bei Psychoseverdacht und Prodromalstadien:

• definiertes psychose-fernes & psychose-nahes Stadium

• Neuropsychologie

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Positiv-Symptome Wahn, Halluzinationen, Denk- und Ich-Störungen

Negativ-Sympt. + unspezifische + depressive + neurogognitive Symptome

Basis-Symptome

Soziale Funktionseinbusse

unspezifisch

psychosefern

„Knick in der

Lebenslinie“ , kaum

psychiatrische

Symptome

psychosenah

1-2 Jahre

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2. Welche Substanzen spielen eine Rolle ?

Konsum bei stationär Aufnahme

ICD-10 F2-Diagnosen oder Prodromalstadien:

1. Cannabis: ca. 50% (zeitweise > 60 % !)

2. Relevanter Alkoholabusus: ca. 5 - 15%

3. Stimulantien: < 1%

4. Kokain: < 1%

5. Halluzinogene: < 1%

6. Opiate: < 1%

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2. Welche Substanzen spielen eine Rolle ?

Suchtanamnese:

50 % der F2-THC-Patienten haben frühere Erfahrung mit

anderen Substanzen:

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– vor allem Kokain, Stimulantien und Halluzinogene

– kaum Opiate

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3. Patienten-Belegung Patienten Patienten-Belegung Belegung am 28.06.2006

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12

10

8

6

4

2

0

Männer Frauen

Patienten 28.06.06 F20, F25 F3 F1-Hauptdiagosen

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3. Patienten-Belegung Patienten Patienten-Belegung Belegung am 28.06.2006

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20

15

10

5

0

Gesamt 28.06.06

THC vor stat. Behandlung < 4 Joints/Woche

THC: nach mehrwöchiger stat. Behandlung

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4. Umgang mit THC-Abusus

THC THC-Abusus Abusus

Frühe Erfahrungen im Team:

was nichts brachte ....

• Dramatisierung im Team

• Versuche, den Konsum sofort zu unterbinden

• Ausgangssperren

• Versuche, „Dealer“ auf Station zu behalten

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4. Umgang mit THC-Abusus

THC THC-Abusus Abusus

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Gute Erfahrung mit:

• Bezugspersonenarbeit, Therapiegruppen, Freizeitkonzept

• Positive Verstärkung über individualisierten Punkteplan

• Erzeugen von kognitiver Dissonanz ( THC vs. Ausbildung)

• Thematisierung der individ. Folgen / Selbstverantwortung

• Grundhaltung: THC als Risikofaktor für Rezidiv

„Cannabis macht Psychosen“, verschlechtert Verlauf

• Schnelle Verlegung von „Dealern“ auf die Drogenstation

• Strategien in der Peer-Gruppe lernen

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Anhang: THC als kausaler Risikofaktor für Schizophrenie ?

• THC intravenös: (Cyril D`Souza)

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innerhalb 10 –60 Minuten PANSS-Positiv-Symptome bei

Schizophrenen und Gesunden

• Schwedische Kohortenstudie: (Andreasson S. Lancet 1987)

50.000 Rekruten, > 50 x im Leben THC-Konsum

6 x erhöhtes Risiko zur Entwicklung einer Schizophrenie

Repliziert gegen andere Substanzen: nur für THC

signifikant

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Fragen ?

Diskussion ?

Danke für Ihre Aufmerksamkeit

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Psychose-fernes

Psychose Psychose-fernes fernes Prodromal-Stadium

Prodromal Prodromal-Stadium Stadium (1/2)

I. Mindestens 1 von 10 prädiktive Basissymptome (SPI-A)

während der letzten 3 Monate mehrmals wöchentlich:

1. Gedankeninterferenzen 2. Gedankendrängen

3. Gedankenjagen 4. Gedankenblockierungen

5. Zwangähnliches Perseverieren 6. Störung der rezeptiven Sprache

7. Störung der Diskrimination von Vorstellungen und Wahrnehmungen

8. Eigenbeziehungstendenz 9. Derealisationserleben

10. Optische od. akustische Wahrnehmungsstörungen (nicht

Halluzinationen)

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Oder (SIPS C) : ....................

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Psychose-fernes

Psychose Psychose-fernes fernes Prodromal-Stadium

Prodromal Prodromal-Stadium Stadium (2/2)

II. Deutlicher Einbruch im Leistungs- und sozialen Funktions-

Niveau bei vorbestehendem Risiko:

Knick in der Lebenslinie:

1. Reduktion des GAF um mindestens 30 Punkte über mindestens

einen Monat

und

mindestens einer der folgenden Risikofaktoren:

2. Psychose bei erstgradigen Blutsverwandten

3. Geburtskomplikationen beim Betroffenen

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Psychose-nahes

Psychose Psychose-nahes nahes Prodromal-Stadium

Prodromal Prodromal-Stadium Stadium (1/2)

I. Attenuierte psychotische Symptome „APS“ (schizotype

Merkmale ICD-F21)

Wenn eines der Symptome innerhalb des letzten Jahres begonnen

hat oder zum jetzigen Zeitpunkt schlechter ist vor 12 Monaten und

in dieser Ausprägung mindestens 1x pro Woche innerhalb des

letzten Monats aufgetreten ist (SIPS-B)

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1. Beziehungsideen (kein Beziehungswahn)

2. Beschäftigung mit geheimnisvollen Dingen / ungewöhnlichen

Denkinhalten

3. Ungewöhnliche Wahrnehmungserfahrungen und körperbezogene

Illusionen.

4. Seltsame Denk- und Sprechweise

5. Argwohn und paranoide Vorstellungen oder ...................

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Psychose-nahes

Psychose Psychose-nahes nahes Prodromal-Stadium

Prodromal Prodromal-Stadium Stadium (2/2)

II. „Brief Limited and Intermittent Psychotic Symptoms“: „BLIPS“:

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Weniger als 7 Tage, mindestens ein spontan remittiertes der

folgenden Symptome: (SIPS-A)

1. Wahn

2. Halluzinationen

3. inkohärente Sprache (formale Denkstörungen)

4. desorganisiertes Verhalten oder katatone Symptome

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