Gabriele Buruck

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Gabriele Buruck

Fakultät Mathematik und Naturwissenschaften Professur für Arbeits- und OrganisationspsychologieEinfluss von psychischerFehlbelastung, Emotionsregulierungund Burnout auf arbeitsbezogenenchronischen unspezifischenRückenschmerzMPH Gabriele BuruckM. Sc. Sarah S. BromDipl.-Psych. Irén HorváthProf. Dr. Peter RichterBregenz, den 15.03.2013


AGENDA1. Theoretischer Hintergrund2. Fragestellung3. Projektbeschreibung4. Methodik5. Ergebnisse6. Fazit und AusblickFolie Nr. 2


1. Theoretischer Hintergrund• Rückenschmerzen mit einer Dauer von mehr als 12Wochen werden als chronischer Rückenschmerzbezeichnet (Nationale Versorgungsrichtlinie Kreuzschmerz,2011)• Persistenzen, Rezidive stärkere Berücksichtigung(European Guidelines for the Management of chronic nonspecificlow back pain, 2004)• Stärkere Einbeziehung von „yellow flags“(psychosozialen Risikofaktoren), (RKI-Bericht, 2012),• Zusammenhänge von Arbeitsstressoren undMuskelskelett-Problemen (Lang, Ochsmann, Kraus & Lang,2012)Folie Nr. 3


2. Fragestellung1. Welchen Einfluss hat das Erleben von sozialer Unterstützung auf denZusammenhang zwischen hoher Arbeitsbelastung und chronischenRückenschmerzen?2. Wird der Zusammenhang von erlebter Arbeitsbelastung undchronischem Rückenschmerz über Burnout vermittelt?3. Welchem Einfluss haben die Kompetenzen der Akzeptanz der eigenenGefühle und der Selbstunterstützung auf den Zusammenhang erlebterArbeitsbelastung und chronischen Rückenschmerz?Folie Nr. 4


3. Projektbeschreibung• Projektablauf cuRsphysische und psychische Fehlbelastung und chronischer unspezifischer Rückenschmerz)1. Phase (2011/2012)I. Analyse der Arbeitsbedingungendurch Experten(Begehung)II.Mitarbeiterbefragung 1und Arztgespräche2. Phase (2012/2013)III. Mitarbeiterbefragung 2IV. Start Interventionen3. Phase (2013)V. Mitarbeiterbefragung 3Lfd. Interventionen4. Phase (2014)VI. Analyse der Arbeitsbedingungendurch Experten(Begehung)VII. Mitarbeiterbefragung 41)• Kausalaussagen möglich• Betrachtung verschiedener Wirkpfade• Wirksamkeitsmessung von InterventionenFolie Nr. 5


4. Methoden• Verfahren/MethodenSubjektive Verfahren: (ausgewählte Verfahren)• Unabhängige Variable• Aspekte des Arbeitslebens (Leiter & Maslach, 2004; dt. Schulze, 2006): Arbeitsintensität, Spielräume, Anerkennung, sozialeUnterstützung, Fairness, Werte• Mediator/Moderatoren• Burnout (Büssing & Glaser, 1998): Emotionale Erschöpfung, Depersonalisation, reduziertesLeistungserleben• Emotionale Kompetenzen (SEK-27; Berking & Znoj, 2008): Aufmerksamkeit, Körperwahrnehmung, Verstehen,Akzeptieren, Tolerieren, Konfrontationsbereitschaft,Selbstunterstützung, Regulieren• Abhängige Variable• Chronischer Rückenschmerz (CPGQ; Klasen, 2004): Schmerzintensität, Beeinträchtigung Zzgl. Lokalisation, Häufigkeit, Arztdiagnose, Medikamenteect.Folie Nr. 6


5. Ergebnisse• Teilnehmerübersicht (Stand: Februar 2013)Anzahl der Einrichtungendavonneue EinrichtungenAnzahl derTeilnehmerInnen davonneue TeilnehmerGesamt205131. Messzeitpunkt2. Messzeitpunkt15 155322 2291793. Messzeitpunkt202212• Geschlechterverteilung: weiblich: 84,6%; 15,4%• Durchschnittsalter: 37 Jahre (Range 17- 64 Jahre)• Anstellung als Pflegefachkräfte 47,3 %; Pflegehilfskräfte 11,9 %;ungelernte Pflegehilfskräfte 13,8 %; Sonstige 27 %• knapp ein Drittel der Teilnehmer sind seit über 10 Jahren in der Pflege tätig• 21 % der Teilnehmer sind seit weniger als 1 Jahr im Unternehmen tätig und20,4% zwischen 3 und 5 Jahren• 70 % der Teilnehmer leben in Partnerschaft• 38,7 % der Teilnehmer leben mit Kind/Kindern im HaushaltFolie Nr. 7


5. Ergebnisse• Chronischer Rückenschmerz – CPQ (v. Korff, 1994; Klasen et al. , 2004)100%90%80%70%59%60%50%40%30%20%10%0%28%11%2%Grad I Grad II Grad III Grad IVN = 507Geringe BeeinträchtigungGrad I: Geringe SchmerzintensitätGrad II: Hohe SchmerzintensitätStarke BeeinträchtigungGrad III: Mäßige EinschränkungGrad IV: Hochgradige EinschränkungFolie Nr. 8


5. Ergebnisse100%• Chronischer Rückenschmerz – CPQ (v. Korff, 1994; Klasen et al. , 2004)N = 27Längsschnitt90%80%70%60%50%40%30%20%10%0%T1T2Grad I Grad II Grad III Grad IVNeu31 x 0-12 x 0-2Gleich115 x 1-16 x 2-2VerändertVerbesserung Verschlechterung168 85 x 1-0 1 x 0-11 x 2-0 2 x 0-21 x 2-1 2 x 1-21 x 3-0 1 x 1-31 x 2-31 x 2-4Folie Nr. 9


5. Ergebnisse• Interaktion zwischen Arbeitsbelastung und sozialer Unterstützungchronischer RückenschmerzB p R² NAlter .003 .63Dauer der Anstellung -.018 .71Partnerschaft -.010 .51Qualifikation .070 .18Arbeitsbelastung (AB) .1.84*** .00soziale Unterstützung (SÜ) -1.26*** .00AB x SÜ -.436*** .01 .18** 127Buruck, Schrod, Jungbauer, Horvath & Richter in pressFolie Nr. 10


4. ErgebnisseMediator: Emotionale Erschöpfung, Moderatoren:Akzeptanz und SelbstunterstützungAkzeptanzSelbstunterstützung(0.07 n.s.) -0.35* 0.07** -0.39***ArbeitsintensitätEmotionale1.66***Erschöpfung -0.42*0.27*chronischerRückenschmerzN = 130, Buruck, Schrod & Richter in preparation*** p ≤ .001, ** p ≤ .01, * p ≤ .05,adjustiert für Alter, R 2 = .23***Folie Nr. 11


6. Zusammenfassung und Ausblick• Zusammenfassung der Ergebnisse1. Zusammenhang zwischen erlebter Arbeitsbelastungund chronischem Rückenschmerzen in Abhängigkeitder Ausprägung der sozialen Unterstützung.2. Dieser Zusammenhang wird nur über die emotionaleErschöpfung vermittelt.3. Kompetenzen der Emotionsregulierung moderierenebenfalls diesen Zusammenhang.Folie Nr. 12


6. Zusammenfassung und Ausblick• Untersuchungskritik‣ Bisher nur Querschnitt‣ Überprüfung weiter Einflussvariablen durchStrukturgleichungsberechnungen‣ Zusammenführung der objektiven und subjektivenDaten durch Mehrebenenbetrachtung‣ Überprüfung von physiologischen Merkmalen (z.B.Muskeltonus) als Mediatoren in Teilstichprobe‣ Ambulatory Assessment Methode fürVerlaufsbetrachtung von psychologischenErholungsprozessen‣ Erhebung von weiteren Stichproben - HeterogenitätFolie Nr. 13


Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!cuRs-Team:MPH Gabriele BuruckM. Sc. Sarah BromDipl.-Psych. Irén HorváthProf. Dr. Peter RichterTel: 0351 - 463 36894E-mail: buruck@pychologie.tu-dresden.deFolie Nr. 14


6. Zusammenfassung und Ausblick• Aktueller Stand: Interventionen - AblaufplanDresden, 08.03.2013t2 (Gr. 1) t2 (Gr. 2) t3 (Gr. 1) t2 (Gr. 3) t3 (Gr. 2)t3 (Gr. 3)Folie Nr. 15


6. Zusammenfassung und Ausblick• Aktueller Stand: Interventionen (N = 9 Einrichtungen, 12 Maßnahmen)TrainingemotionalerKompetenzenGesundheitszirkelSummeabgeschlossen 2 2 4laufend 3 2 5nochausstehendvorauss.Abschluss1 2 3Juni 2013 Juli 2013weiter Anfragen 1 3 4Folie Nr. 16


• Veränderung in Interventionsgruppe nach TEK(N = 8 verhaltensbezogene Intervention)61 = nie2 = sehr selten3 = eher selten4 = manchmal5 = eher oft6 = sehr oft54321**Prä-MessungPost-MessungFolie Nr. 17


5. Ergebnisse1 Jahres-follow-upR 2 = .24*, ß = .80*, p = 0.27• kontrolliert für Alter und Geschlecht (N = 27)T1SchmerzgradeRückenT2SchmerzgradeRückenFolie Nr. 18


• Veränderung in Interventionsgruppe nach TEK(N = 8 verhaltensbezogene Intervention)5Cut-off

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