Formel 1 der Offroader in Aktion

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Formel 1 der Offroader in Aktion

Istanbuls Nothelfer

Immer wieder haben in der Vergangenheit schwere Schneefälle die

türkische Metropole lahm gelegt. Eine Flotte von 51 Unimog U 500 für

den Winterdienst soll das in Zukunft verhindern

Am 23. Januar 2004 um 16.30 Uhr beginnt

die Stadt, im Verkehrschaos zu

versinken. Die schweren Schneefälle stellen

sich drei Stunden früher ein als vorhergesagt.

Der Berufsverkehr der 13-Millionen-

Metropole Istanbul, in der fünf Millionen

Autos fahren, kommt zum Erliegen. Etwa

5.000 Menschen und teilweise 300 Fahrzeuge

kämpfen gegen den Schnee, der sich

auf Höhen von bis zu einem Meter auftürmt.

Drei Tage lang schneit es in Istanbul ununterbrochen,

erst dann haben die Einsatzkräfte

die Lage unter Kontrolle. Nach diesen

Ereignissen entschloss sich die Stadtverwaltung,

ihren Winterdienstfuhrpark kräftig

aufzustocken. „Wir haben 26 Unimog U 500

in Dienst gestellt, weitere 25 werden demnächst

hinzukommen“, berichtet Mehmet

Özçelik, der für die Befahrbarkeit von 5.000

Straßenkilometern der türkischen Metropole

verantwortlich ist.

„In Istanbul schneit es zwar nicht häufig,

aber wenn, dann kommt es zu Problemen“,

so Necdet Berber. Er ist Einsatzleiter im

hochmodernen Katastrophenschutzzentrum

AKOM (Afet Koordinasyon Merkezi), das im

Jahr 2000 eröffnet wurde. Im Ernstfall operiert

von hier aus der Krisenstab, angeführt

vom Bürgermeister. Projektionen von 50

Kameras schaffen einen Überblick über die

Stadt, bald sollen es sogar doppelt so viele

sein. „Mit den neuen Unimog sind wir auf

den nächsten Winter gut vorbereitet“, so Berber.

Bis dahin ist die U 500-Flotte im Stadtteil

Kartal auf der asiatischen Seite stationiert.

„Im vergangenen, eher moderaten Winter haben

die Unimog schon mehrere Male gezeigt,

was sie können“, sagt Sami Uman, der dort

die Fahrer der Stadtverwaltung koordiniert.

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„Den Unimog kann man mit keinem anderen

Fahrzeug vergleichen – ein einzigartiger

Geräteträger mit enormen Kraftreserven.“

Noch dazu, wenn er für seinen Einsatzzweck

so perfekt ausgerüstet ist.

Die gelben U 500 tragen einen Schneepflug

mit einer Arbeitsbreite von 2,70 Metern.

Die Scheinwerfer sind erhöht, um über

ihn hinwegstrahlen zu können. Auf der Pritsche

mit Schnellwechselsystem ist ein Salzstreuer

mit fünf Kubikmetern Fassungsvermögen

aufgebaut, der auch mit Flüssigsalz,

Sand oder Kies arbeitet. Seine Streuintensität

wird vom Cockpit

aus gesteuert.

Die Frontscheibe

der Winterdienstfahrzeuge

ist aus

Verbundglas und

kann wie die Außenspiegel

beheizt werden.

Das zulässige

Gesamtgewicht der

205 kW (280 PS)

starken Unimog beträgt

16 Tonnen,

und im Einsatz bringen sie es auf 50 bis 60

Stundenkilometer. Aber auch im Sommer

stehen die Fahrzeuge nicht still. „Alle drei

Wochen testen wir ihre Funktionstüchtigkeit“,

erzählt Fahrerkoordinator Uman.

„Manchmal fahren wir im Tross durch die

Stadt, was regelmäßig für einiges Aufsehen

sorgt.“ Unimog sind in der Türkei sehr beliebt.

Seit 1986 werden Unimog auch in der Türkei

gefertigt. Im Werk Aksaray wurden bereits

rund 7.500 U 1300 produziert und seit

einigen Monaten läuft dort der U 4000 vom

Band. ■

Ein U 500 rückt zur

Testfahrt aus

Unimog 2|2005 21

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