Pilzinfektionen Pilzinfektionen - Aliud Pharma GmbH & Co. KG

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Tinea unguiumNAGELPILZGenau wie der Fußpilz ist auch der Nagelpilz eine häufigeInfektionserkrankung. Es wird geschätzt, dass ca.20% der Bevölkerung betroffen sind. Bei älteren Bevölkerungsgruppenliegt die Infektionsrate sogar noch höher. Amhäufigsten befallen sind die Fußnägel und hier insbesondereder Nagel der großen Zehe.Im medizinischen Sprachgebrauch wird eine Infektiondes Nagels mit Pilzen auch als Onychomykose oder Tineaunguium bezeichnet. Der häufigste Erreger ist wie beimFußpilz Trichophyton rubrum. Das verwundert nicht weiter,denn meist entsteht ein Nagelpilz auf der Basis einer Fußpilzinfektion.RISIKOFAKTOREN FÜR DIE ENTSTEHUNGEINER NAGELPILZINFEKTION SIND:• Ererbte Anfälligkeit für Pilzinfektionen• Schlechte Durchblutung der Beine (kalte Füße)• Vermehrtes Schwitzen• Zuckerkrankheit (Diabetes)• FußpilzinfektionenEs gibt unterschiedliche Formen von Nagelpilz. Grundsätzlichist aber jede Veränderung der Nägel verdächtig. Inden meisten Fällen beginnt der Befall am vorderen Randdes Nagels. Die betroffene Stelle verfärbt sich graugelbund wird bröckelig. Wird nicht behandelt, wächst der Pilzimmer weiter in den Nagel hinein, bis er schließlich die Wurzelerreicht. Der ganze Nagel ist dann verdickt, verfärbtund zerfällt bröckelig.Die befallenen Nägel sind infektiös und ein Übergreifenauf weitere Nägel des Fußes oder der Hand ist jederzeitmöglich. Bei der Pflege des erkrankten Fußes sollte man daherVorsicht walten lassen.Um eine Infektion von Familienangehörigen zu vermeiden,sind entsprechende Vorkehrungen zu treffen (siehe Seite18-20).Die Diagnose einer Nagelpilzinfektion sollte der Hautarztstellen. Es gibt nämlich auch andere Erkrankungen, die ähnlicheNagelveränderungen hervorrufen, zum Beispiel eineSchuppenflechte.Der Hautarzt sollte auch entscheiden, welche Art derBehandlung angezeigt ist. Zwar gibt es in Ihrer Apothekeauch Präparate wie z.B. Lösungen, diese sind aber nur Erfolgversprechend, wenn lediglich ein kleiner Teil des Nagelsbetroffen ist. Bei einem größeren Befall wird die Behandlungoft auch durch Tabletten unterstützt.Pilzinfektionen der Nägel sind äußert hartnäckig. Das liegtvor allem daran, dass unsere Nägel aus abgestorbenemHornmaterial bestehen und nur langsam wachsen. Für denPilz bedeutet das ideale Lebensbedingungen. Für die Therapiebedeutet es ein Problem, da es schwierig ist, Wirkstoffein ausreichender Menge in die befallenen Nägel hineinzubringen.Die Behandlungen müssen daher über einenlangen Zeitraum sehr konsequent durchgeführt werden. Außerdemkann eine kombinierte Behandlung mit Tabletten undLösungen oder Lacken sinnvoll sein.Viele Patienten scheuen sich zum Arzt zu gehen, weil siebefürchten, der Nagel müsse gezogen werden. Durch dieEinführung immer besserer Medikamente ist das aber heutenur noch in Ausnahmefällen nötig. Die heute verwendetenMedikamente sind darüber hinaus meist sehr gut verträglich,so dass auch eine langfristige Behandlung unproblematischist.10 11

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