Die rituelle Mannifaltigkeit des Hochamtes in den Handschriften des ...

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Die rituelle Mannifaltigkeit des Hochamtes in den Handschriften des ...

11Vr 15Y 35-42 (Yasna Hapt.) Vr 16-17Y 43-46 Vr 18Y 47-50 Vr 19Y 51 Vr 20(2º Yasna Hapt.) Vr 21-22Y 52-53 Vr 23Y 54 Vr 24Y 55-72Leider ist diese Beschreibung des Visperad-Hochamtes sehr ungenau. Aus diesenInformationen ist die Zeremonie, wie sie in den Handschriften erscheint, ganz und garnicht zu rekonstruieren. Geldner behauptet mit klaren Worten: „Mit Yasna 55 hörendiese Einschaltungen ganz auf und es wird nur noch der Yasna bis zum Ende rezitiert“.Leider ist diese Aussage unberechtigt, und Geldner hätte es genau wissen sollen. Nurseine Abhängigkeit von den Phl.-Hss. kann eine solche Behauptung erklären. Nach Y55finden wir 8 Einschaltungen. Davon ist eine, die dem Fšušō Mąθra (Y59) folgt, sehrlang. Sie umfasst in der Hs. K8 17 komplette Folios, wobei das gesamte Visperad-Hochamt in derselben Hs. aus 129 Folios besteht (man muss jedoch beachten, dass vieleYasna-Texte dabei sehr abgekürzt sind). Ich werde sie kurz schildern, um zu zeigen,dass es sich hier nicht um bloss unbedeutende Varianten handelt.Die Einschaltung nach dem Fšūšō Mąθra entspricht einer zweiten Feier der srōš drōn-Zeremonie, die wichtige Abweichungen gegenüber der ersten (Y3-8) zeigt. In dermodernen Praxis ist sie als Bāj-dharnā bekannt (Anklesaria 1957 403 ff.). Es ist imRahmen dieses Vortrags nicht möglich, eine eingehende Analyse dieser Abweichungenzu liefern. Ich werde jedoch die wichtigsten Züge zeigen, damit man sieht, dass solcheEinschaltungen wohl einer Analyse würdig sind. Auf der Ebene der rituellen Praxis istdie wichtigste Abweichung, dass im Bāj-Dharmnā kein cāšnīg „Genuss desOpferbrotes“ stattfindet. Es ist also keine Drōn-Zeremonie im engen Sinne des Wortes.Dementsprechend wird der begleitende Text des cāšnīg (Y8) nicht rezitiert, mitAusnahme des ersten Paragraphs.Die Einschaltung beginnt mit Y62.1-6, dem Anfang von der Feuerlitanei (ātaxš niyāyiš),der dann nach Y61 nicht wiederholt wird. Dies deutet daraufhin, dass in diesemHochamt die zweite Rezitation des Srōš-Drōn und die Dahma Āfrīti (Y60-61) als Teile

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