Die rituelle Mannifaltigkeit des Hochamtes in den Handschriften des ...

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Die rituelle Mannifaltigkeit des Hochamtes in den Handschriften des ...

2meisten Texte sowohl in einer avestischen und einer pahlavi Version überliefertwurden, einige wahrscheinlich nur in Pahlavi. Wir können dieses „das exegetischeAvesta“ nennen.Dagegen sind die avestischen Texte, die uns tatsächlich in Handschriften erhalten sind,meistens rituelle Texte, die im Ritual rezitiert werden. Es kommen einige Texte hinzu,die vom Ritual und von der Priesterausbildung handeln. Die meisten Handschriftenbestehen einfach aus dem Text einer Zeremonie in avestischer Sprache, zusammen miteiner Reihe von rituellen Anweisungen, die in verschiedenen Sprachen (Pahlavi,Pazand, Gujarati, Persisch) verfasst sind, je nachdem, wo und wann sieniedergeschrieben wurden. Sie bilden zusammen das, was ich „das praktische oderrituelle Avesta“ nenne.Unter den uns erhaltenen Handschriften sind jedoch auch einige, die die exetischeTradition fortzusetzten scheinen. Es sind die, die man als Pahlavi-Handschriftenbezeichnet. Sie enthalten neben dem avestischen Text auch seine Phl.-Übersetzung.Zwischen den Pahlavi-Handschriften und den Sāde- oder reinen Hss., die nur denavestischen Text und die rituellen Anweisungen enthalten, gibt es jedoch weitereUnterschiede. Die Phl.-Handschriften enthalten häufig nicht genau denselben Textenwie ihre Sāde- Entsprechungen. Nur der Text der Yasna-Handschriften ist derselbe inbeiden Überlieferungen.Die Visperad-Sāde-Handschriften enthalten eine etwas längere und feierlichereVariante des Yasna-Hochamtes. In den Phl.Hss. des Vr erscheinen hingegen die vomYasna abweichenden Fragmente sowie Einschübe, die im Yasna nicht vorkommen.Aber in der Tat kommen in den Phl.-Vr auch nicht alle abweichenden Fragmente undEinschübe vor, sondern nur eine Auswahl. Ferner hören die aufgenommenenVarianten bei Y55 auf, obwohl, wie wir sehen werden, auch danach Abweichungen undEinschübe vorhanden sind. Im Fall des Vidēvdāds enthalten die Phl.-Hss. nur dasVidēvdād-Buch, welches eins der 21 Bücher des exegetischen Avesta war. In den Sāde-Hss. finden wir den gesamten Text eines Visperad-Hochamtes wiedergegeben, wobeidas eigentliche Videvdad-Buch zwischen den Gāthās stellenweise interkaliert wird.Ähnlich sieht es bei den Phl.-Handschriften des Vištāsp Yašt aus.Die traditionelle Meinung war, dass die Phl.-Hss. die ursprünglicheren und die Sāde-Hss. aus ihnen bloss durch das Weglassen der Phl.-Übersetzung entstanden sind. Dafürgab es kaum andere philologische Argumente als das Vorhandensein einiger Glossen,die urspünglich in den Phl.-Kommentaren zuhause waren und trotzdem in den VS

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