Die rituelle Mannifaltigkeit des Hochamtes in den Handschriften des ...

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Die rituelle Mannifaltigkeit des Hochamtes in den Handschriften des ...

25durchgehend die Widmung an Sraoša hat, aber an zwei Stellen (Y0 und Y25) gibt siezwei unterschiedliche alternative Widmungen: die Frawardīgān-Widmung in Y0 unddie ausschliessliche Widmung an Ahura Mazdā und die Aməš a Spən ta in Y25. Fernerenthält M2 eine ausschliessliche Widmung an Ahura Mazdā. Also zeigen auch dieVidevdad-Handschriften für das Videvdad-Hochamt Spuren einer grösserenGestaltungsfreiheit als die einfache Verteilung in Standard-Videvdad und Videvdad-Srōš.Eine von allen anderen abweichende Widmung zeigt auch das Vištāsp-Yašt-Hochmat:ahurahe. mazd . raēuuatō. arənaŋuhatō. amə anąm. spəṇtanąm razištaii . cistaii .mazdaδātaii . a aonii . daēnaii . vaŋhuii . māzdaiiasnōiš.[+a āunąm. frauua inąm uγranąm aiβiϑūranąm paoiriiō. kaē anąm. frauua inąm.nabānazdištanąm. frauua inąm., wenn Frawardīgān oder Ardā Frawahr]Im Grossen und Ganzen zeigen jedoch die Handschriften nur ein Bruchstück der sehrzahlreichen Kombinationen von Widmungen, die das Nērangestān und die np. Rivāyatsbezeugen. Die Tatsache, dass häufig bloss der Hinweis ān šnūman kē bawēd be guftanerscheint, zeigt, dass die Beherrschung der erlaubten Widmungen ein wichtiger Teil derpriesterlichen rituellen Ausbildung war, und dass häufig der Hinweis genügte, dass ander Stelle die entsprechende Widmung zu rezitieren ist.Jeder Haupytyp von Hochamt also (sei es Yasna, Visperad, Videvdad oder VištāspYašt) kann nun in unterschiedlichen Varianten gefeiert werden. Solche Variantenbenutzt man für Zelebrationen zu besonderen Zwecken oder an besonderenFeierlichkeiten. In den Handschriften werden folgende Varianten besonders häufigbeschrieben:- die Variante der Zeremonien im Zusammenhang des Todes, die eine Widmung anSraoša hat- die fünf Gāhānbār oder Jahreszeitenfeste- die Feiern während der 10 Frawardīgān-Tage am Ende des JahresDarüber hinaus erwähnt die Hss. K7b die Dō-Hōmāst-Zeremonie, eine der zahleichenVarianten der Hōmāst-Zeremonie, die im Nērangestān erwähnt werden.Solche Feiern setzen die Verwendung bestimmter Widmungen voraus, aber häufig auchweitere Variationen. Die Angabe der Widmung muss in diesem Zusammehangverstanden werden: es werden nicht alle mögliche Widmungen angegeben, sonderneher bestimmte Varianten des Hochamtes mit allen seinen Variationen (u.a. auch den

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