Die rituelle Mannifaltigkeit des Hochamtes in den Handschriften des ...

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Die rituelle Mannifaltigkeit des Hochamtes in den Handschriften des ...

26Widmungen) beschrieben. Zusätzliche Variationen sind ja wohl besonders häufig imFall der Zeremonien an die Frauuaš iš. Heute werde ich hier die wichtigsten kurzschildern.Ich beginne mit Y23 und Y26. Kellens schreibt in seinem neulich erschienenen Buchüber Y16 bis 27: “Y23 et Y26 … sont omis dans le Vidêvdâd-Sâde”. Diese Behauptungist in dieser Form nicht wahr und muss nuanziert werden. Erstens fehlt der gesamteY23 in keiner VS-Hs. Die Auslassung betrifft nur Y23.1-3, und auch nicht in allen VS-Hss, und dazu nicht nur in den VS-Hss, sondern auch in anderen wie den VrS-Hss. Esgibt VS-Hss, die Y23 und 26 haben und andere, in den sie fehlen. Dasselbe gilt auch fürdie Visperad-Handschriften. Die Auslassung von Y23.1-3 und Y26 ist kein Merkmaleines Hauttyps von Hochamt (VS), sondern eine Variation, die in mehrerenHaupttypen stattfinden kann. Die Gründe dafür stehen in Verbindung mit den ebenangesprochenen Variationen in der Feier des Hochamtes unter bestimmtenBedingungen.Y23.1-3 erscheint in den Yasna-Handschriften zweimal: einmal an der entsprechendenStelle nach der Widmung von Y22 und ein weiteres Mal nach der Widmung von Y66,das bei Geldner als Y67 erscheint. Im Visperad-Hochamt und in den Einschalt-Zeremonien wird es noch einmal in VrS32.35 wiederholt, im Bhaj-Dharnā, weil dortstatt Y3 die ähnliche Variante Y22 erscheint 6 . Aufälligerweise fehlt jedoch Y23.1-3nach Y22 und nach Y67, sowie in VrS32.35 in den meisten Visperad-, Videvdad- undVīštāsp-Yašt-Handschriften. In einigen kommt es aber vor, wie z. B. in den Vīdēvdād-Handschriften T46 und ML630 in Y22 und in Y22 und Y66 in G112. Y23.1-3 erscheintalso nur in solchen Videvdad-Handschriften, die an den entsprechenden Stellen die imYasna übliche Widmung haben. Die Auslassung scheint also kein zufälligerÜberlieferungsfehler, sondern eine rituelle Variante zu sein. Dies wird von denNērangs der iranischen Handschriften (G18b, K4, Ave976, Ave977/78, RSPA 230, K7b)bestätigt. Sie sagen es deutlich: Wenn die Widmung mit der Erwähnung von denFrauuaš is endet, wie es in der in Yasna üblichen Widmung und in den Frawardīgān-Tagen u.a. der Fall ist, dann wird Y23.1-3 rezitiert. Dagegen wird es in den Visperad-Hochämtern, die im Rahmen der Gāhānbār und in Srōš-Zeremonien gefeiert werden,sowie im Vidēvdād-Srōš, nicht rezitiert.6Nach dem Zeugnis von K4 wird Y23.1-3 im Vištāsp Yašt auch nach Y66.1 rezitiert

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