Fahrgast Zeitung - FAHRGAST Steiermark

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Fahrgast Zeitung - FAHRGAST Steiermark

Österreichische Post AG Info.Mail Entgelt bezahltSondernummer Sommer 2011 – 1,90 EuroEs fährt kein ZugAb Dezember wird ein Viertel allerFernverkehrszüge von und nach Graz eingestellt.Fahrgast informiert und zeigt Alternativen auf


LeserbriefeAlles Lug und Trug!Die Züge 512 und 514 sindimmer sehr gut besucht. Immerzwischen 200 und 500Personen. Zug 514 gilt als weiteresals „Ersatz“ für die ehemaligeZugverbindung nachBregenz. Man teilte den Fahrgästenbei der Einstellung mit,sie können ja mit dem Zug 514nach Salzburg fahren und dortumsteigen. Dies sei nur mitgeringem Mehraufwand anZeit möglich. Jetzt ist auchdieser Zug weg. Die Bregenz-Verbindungen waren fast immerausgebucht. Hier musstendie Fahrgäste zum Teil sogarstehen.Um die Fahrgäste zu vergrämen,wurde daher die Verbindungeingestellt. Jetzt gibtes offenbar in den Zügen 512und 514 zuviele Fahrgäste,daher müssen diese Verbindungenauch eingestellt werden.Daher bleibt Zug 218, derwirklich nicht stark ausgelastetist. Dies gilt auch für Zug 718ab Leoben. Also, schwacheZüge bleiben und starke werdengestrichen (Kundenvertreibungsprogramm).Für diese Leistung braucheich keine Manager, dies könnenSonderschüler auch. AlsManager soll man bestehendeVerbindungen stärken undneue Märkte erschließen.Name der Redaktion bekanntEinstellungen Graz–SalzburgÖBB-Chef Kern beklagtsich, von den ÖsterreichischenBundesbahnen würde erwartet,dass sie „in jedem Gebirgstaljederzeit fünf Baumstämmeabholen.“ Er übertreibt. KeinMensch stellt derart irrige Erwartungenan die ÖBB.Herr Kern belehrt uns, dieÖBB nehme die ab Dezembervorgesehenen Fahrplanänderungen„nicht zum Spaß“vor. Das will jeder ÖBB-Kundeschwer hoffen und davonausgehen dürfen, dass manbei den ÖBB prinzipiell keineEntscheidungen einfach auseiner Laune heraus – halt sozum Spaß – fällt.BranchenvergleichDes Weiteren lässt uns HerrKern wissen, dass wie „in allenBranchen“ so auch in derÖBB Angebot und Nachfragealle Entscheidungen diktierenwürden. Ihm selbst ist,so will man zumindest annehmendürfen, schon klar,dass Bedarf bzw. Nachfragein staatlichen Dienstleistungsbetriebenwie der ÖBB nichtwirklich genau so bestimmtwerden kann wie „in allenBranchen,“ dass solche Betriebeauch den Auftrag zu erfüllenhaben, zumindest jeneStandards zu sichern, die sichÖsterreich ja auch in wirtschaftlichschlechteren Zeitenleisten konnte.Fern- und NahverkehrEs bleibt außerdem zu hoffen,dass der ÖBB-Chef denUnterschied zwischen Fernverkehrund Nahverkehr kennt,auch wenn er allen Ernstes argumentiert,Streichungen imFernverkehr würden durch eineStärkung des Nahverkehrsausgeglichen. Und man willauch nicht wirklich befürchtenmüssen, dass, wie seineÄußerungen suggerieren, erden wesentlichen Unterschiedzwischen Zugverbindungenvon Graz nach Salzburg undRailjet-Verbindungen zwischenanderen Landeshauptstädtennoch nicht durchschauthat:Auf der Strecke Graz–Salzburgsteigen die meisten Reisendenin Leoben, Schwarzach-St.Veitoder Bischofshofenum oder zu. Railjets haltendagegen ausschließlich inLandeshauptstädten.FahrgastzahlenDas ständig strapazierte Argument,es fehle der VerbindungGraz–Salzburg an Fahrgästen,die (so wie Railjet-Benützer)von Landeshauptstadtzu Landeshauptstadt reisen,ist reine Augenauswischerei,bei der einem nicht einmal erklärtwird, wie die merkwürdigeZahl von 132 (nämlich132 Personen, die täglich mitdem Zug von Graz nach Salzburgoder/und von Salzburgnach Graz verkehren) zustandegekommen ist.Ein Fall, der Zweifel anden Bedarfsberechnungen derÖBB aufkommen lässt: Besitzervon Netzkarten (und diesegibt es bekanntlich für dasganze Bundesgebiet) brauchenweder einen Fahrschein zu lösen,noch den Schaffner zu informieren,wohin sie fahren.Ihre Fahrten hätten bestenfallsdann in die Bedarfskalkulationder ÖBB einfließen können,hätte man auf der Streckezwischen Graz und Salzburgregelmäßig Fahrgastbefragungenunternommen.In den letzten 10 Jahren,in denen ich jede Woche zwischenGraz und Innsbruck gependeltbin, wurde ich selbstallerdings nur ein einzigesMal zur Teilnahme an einersolchen Befragung aufgefordert.ErfahrungenNie wäre mir in all den Jahrenaufgefallen, dass die Zahlder Reisenden auf dieser Streckezurückgegangen wäre. ImGegenteil: sie ist stetig gestiegen.Ein Verdienst der ÖBBwar dies jedoch mit Sicherheitnicht.Standort GrazWährend die ÖBB dieReise über das Ennstal nachGraz zu einer regelrechtenZumutung hat werden lassen,hat man in der Steiermarkwahrlich Beachtlichesgeleistet, Graz, die Süd- unddie Oststeiermark für Studierende,für Arbeitskräfte undfür Touristen immer attraktiverzu machen. Genau dieseBemühungen unterwanderndie ÖBB, indem sie die LandeshauptstädteBregenz, Innsbruck,Salzburg, Linz undWien auf ein immer großzügigerausgestattetes Railjet-Systemauffädelt, währenddafür gesorgt wird, dassGraz nur noch umständlicherreichbar sein wird.Es reicht!Wie lange werden sich dieVerantwortlichen in der Politikdies noch gefallen lassen?Wann werden sie endlich begreifen,dass die als Sparmaßnahmenverkauften Fahrplanänderungendie Konkurrenzfähigkeitihrer Region mitanderen Bundesländern beeinträchtigenund vor allem diejüngere Bevölkerung der Mobilitätberauben werden, dieheutzutage Voraussetzung fürberufliches Weiterkommenist? Noch wird zu den Wortspendenfleißig geschwiegen,mit denen ÖBB-Chef Kernglaubt, die Öffentlichkeit abspeisenzu können. Fühlensich unsere Abgeordneten amEnde selbst angesprochen vonHerrn Kerns kühner Unterstellung:„Wenn all die Leute,die sich an diesem Diskurs beteiligen,tatsächlich mit demZug von Graz nach Salzburgfahren würden, wären wir nieauf die Idee gekommen, Fernverkehrsverbindungenzu reduzieren“?Manager und KundenAls Stammkundin derÖBB kann ich Herrn KernRecht geben: Würden Managerder ÖBB, würde vor allemer selbst, sich gelegentlich ineinen der zuweilen unerträglichüberfüllten Züge pferchen,die zwischen Graz undSalzburg verkehren, würdewirklich niemand mehr, nichteinmal er, auf die Idee kommen,so rein gar nichts für dieAnbindung von Graz an West-Österreich zu unternehmen.Ao. Univ.-Prof. Dr. Mag. Helga Ramsey-KurzFahrgast 2/2011


Streichungen im FernverkehrAbgefahrenKahlschlag beim Intercity-Verkehr: Graz verliert einViertel (16 von 61) aller Fernverkehrszüge.Für Fahrgast sind die geplanten, massiven Rücknahmen der vonGraz in Richtung Norden bzw. Westen gehenden IC-Verbindungenein Anlass, in einem Positionspapier eingehend zur Verkehrspolitikder ÖBB in der Steiermark Stellung zu nehmen.Im Juli 2011 haben dieÖBB öffentlich gemacht,worüber schon seit MonatenGerüchte kursieren: EinGroßteil der Fernverkehrszügevon Graz in andere größereStädte (außer Wien) wird mitkommendem Dezember eingestellt.Konkret sind das diese Verbindungen:– Graz–Salzburg: 3 von 6Zugpaaren gestrichen– Graz–Innsbruck: 1 von 1Zugpaar gestrichen– Graz–Maribor: 4 von 6Zugpaaren gestrichenDie 33 Züge von und nachWien bleiben bestehen. Ohnedie Wiener Züge wäre die Bilanznoch erschreckender („16von 28 Zügen werden eingestellt.Das sind 57 %.“).Diese Streichungen habennicht nur Einfluss aufdie Direktverbindungen, sondernreichen weit in das SystemBahn hinein. Insbesondereder Wegfall der SalzburgerZüge schmerzt, gibt es dochdurch den Wegfall dieser Zügeauch weitere Verbindungennur mehr dreimal am Tag stattalle zwei Stunden:– Graz–Linz– Graz–Innsbruck– Graz–Bregenz– Graz–Zell a. See/Kitzbühel– Graz–DeutschlandNur die Züge um 5.45, 11.38 und 17.38 Uhr ab Graz (nach Frankfurt, Saarbrücken undSalzburg) bleiben ab Dezember im Angebot. Alle anderen werden gestrichen.Die steirischen Städte Liezenund Schladming verlierenihre gute Erreichbarkeit undman kommt nur mehr dreimalam Tag direkt nach Graz,sonst müssen Fahrgäste zweimalumsteigen, aus Bad Ausseesogar dreimal!Von Graz nach Leobenwird werktags ein Drittel, anSonn- und Feiertagen sogardie Hälfte aller direkten IC-Verbindungen gestrichen.Die erst vor zwei Jahreneingeführten Züge nach Mariborund darüber hinaus werdenzurückgenommen. Durchdie geplanten Abfahrtzeitender zwei verbliebenen Zugpaaregibt es keine Möglichkeitmehr, einen Tagesausflugnach Maribor, Ljubljana oderZagreb zu machen. Begründetwird Einstellung der Zügehier, wie auch im innerösterreichischenVekehr, mit zu geringerAuslastung.Realistische FahrgastzahlenVon den ÖBB wird alsGrund für die Einstellung derVerbindungen genannt, dassnur 32 Fahrgäste/Tag(!) mitder Bahn bzw. 100 weitereReisende zwischen Graz undSalzburg fahren. Das ist nichtnachvollziehbar. Die ÖBBmüssen bekannt geben, wiesie zu derartigen Zahlen kommen.In diese Rechnung müssenauch folgende Reisendemiteinbezogen werden:– Reisende zwischen Grazund Linz bzw. Salzkammergut(Anschluss inSelzthal bzw. Stainach)– Reisende mit Fahrtantrittvor Graz bzw. Fahrtendenach Salzburg (Deutschland,Westösterreich, regionaleAnschlüsse) und viceversa.– Reisende ab/bis Zonengrenzein Graz und Salzburg– Reisende mit Fahrscheinenaus Fahrscheinautomaten– Reisende mit Fahrscheinenaus dem InternetZusätzlich ist auf die geradebei diesen Verbindungennicht zu unterschätzendenAnteile von Fahrgästen im regionalenVerkehr (Graz–Leobenbzw. Salzburg–Bischofshofen)sowie auf jene aus demEnnstal zu verweisen. Vorallem letztere nutzen die Bahnoft weit über Salzburg hinaus(z. B. Tourismusverkehr nachSchladming).Aus Sicht von Fahrgast bewegtsich die Zahl der an denIm Stainach-Irdning besteht derzeit alle zwei Stunden ein attraktiver Anschluss insSalzkammergut. Ab Dezember gibt es das nur noch alle sechs Stunden.schwächsten Abschnitten imZug befindlichen Personen –je nach Reisetag und Saison– zwischen 70 und 200 Personenan Werktagen, an Freitagenund Sonntagen teilweisenoch deutlich darüber. Wahrist jedoch, dass die Anzahl derFahrgäste abgenommen hat.Gründe für den FahrgastrückgangSeit Jahren wird die Ennstalbahnzwischen Selzthalund Bischofshofen in denSommermonaten gesperrt unddie Züge im Schienenersatzverkehrmit Bussen geführt.Die durchgeführten Bauarbeitensind zwar offenbar zumFahrgast 2/2011


Streichungen im FernverkehrErhalt der Strecke notwendig,aber kein Fahrgast ist heutedeswegen auch nur um eineMinute schneller unterwegs.Das umständliche Umsteigenin die Busse, oft mitviel Gepäck und keiner Möglichkeit,Fahrräder mitzunehmen,hat wohl dazu geführt,dass sie die Bahnkundennach alternativen Reisemöglichkeitenumgesehenhaben. Es ist somit kein Wunder,vielleicht sogar beabsichtigt,dass hier Fahrgäste verlorengingen. Ohne erkennbareFahrzeitgewinne ist vonjeglichen weiteren Maßnahmen,die Schienenersatzverkehrenötig machen, abzusehen.Fahrgastpotenziale sindanhand jener Fahrgastzahlenzu beurteilen, die vor der Serievon Streckensperren bestandenhaben.Minimalforderung 2-h TaktEin Zweistundentakt stelltim Fernverkehr eine Mindestanforderungdar.Alles, was darunter liegt,erreicht die Wahrnehmungsschwellenicht, somit verkommtder Bahnverkehr zueinem absoluten Minderheitenprogramm,es bleibenpraktisch nur noch Fahrgästeohne jede Alternative übrig.Es wäre auch sinnlos, einsolches Angebot in irgendeinerForm zu bewerben, bzw.Autobesitzern die Bahn alsAlternative schmackhaft zumachen.Klimaschutz, Kyoto-Zieleetc. braucht man dann nichteinmal mehr in den zu Mundnehmen.WirtschaftlichkeitDie Eigenwirtschaftlichkeitdes Fernverkehres kann niemalsbedeuten, dass jeder einzelneZug Gewinn abwerfenmuss, auch nicht jede für sichbetrachtete Strecke, soferndas aufgrund der vielfältigenUmsteigebeziehungen überhaupterhoben werden kann.Solange der Fernverkehr insgesamtpositive Ergebnisseerwirtschaftet, können derartigmassive Streichorgien keinesfallshingenommen werden.Eine Forderung, die sichganz besonders an den Eigentümerrichtet.Wenn die ÖBB schon übereinzelne Züge/Verbindungendiskutieren möchten, müssensie unbedingt detaillierte Kalkulationenvorlegen, aus dernachvollziehbar die variablenKosten pro Kilometer in Abhängigkeitvon Traktionsart,Wagenanzahl etc. ermitteltwerden können. Es sind dieDer Bahnhof Schladming wird um 23 Millionen Euro generalrenoviert. Wozu, wennsich ab Dezember nur noch acht Fernzüge am Tag nach Schladming verirren?Die Bezirkshauptstadt Liezen wird ab Dezember nur noch drei Mal am Tag direkt erreichbarsein. Ansonsten heißt es zwei- bis dreimal Umsteigen!durchschnittlichen Einnahmenpro Personenkilometereinsichtig darzulegen, sodassabschätzbar ist, ob, bzw. wieweit man tatsächlich von derKostendeckung entfernt ist.Ohne genaue Kenntnis dieserZahlen erübrigt sich jedeweiter Diskussion mit denÖBB über die Wirtschaftlichkeitder Verbindungen.Alternativen, GWL-LeistungenKeinerlei Alternative stellenBusse dar, sie stellen dieBedienung der Unterwegshaltenicht ausreichend sicher,werden von Autobesitzernkaum als Alternative wahrgenommenund können die erforderlichenKapazitäten nichtbereitstellen.Alternativen bestehen jedochin der Wahl des Anbieters– wenn die ÖBB nicht bereitsind, diese Strecke zu betreiben,können auch Konkurrentenbeauftragt werden.Den Anbieter auszuwählen istländerübergreifend Sache desBundes.Vor wenigen Monatenwurden im Vertrag zwischenÖBB und dem VerkehrsministeriumgemeinwirtschaftlicheLeistungen definiert, diedie ÖBB aufgrund der Finanzierungdurch den Bund aufjeden Fall zu erbringen haben.Es ist auf eine Zugänglichmachungdieses Vertrageszumindest für die Länderzu drängen und genauzu prüfen, wie die vom Ministeriumvorgegebenen Bedienstandardserstellt wurden.Während es nämlich offenbarals ausreichend betrachtetwird, zwischen Graz undLinz gar nicht, zwischen Grazund Salzburg nur dreimal undzwischen Graz und Maribornur zweimal am Tag verkehrenzu müssen, steht wederder Zweistundentakt Klagenfurt–Salzburgnoch jenerzwischen Villach und Ljubljanazur Diskussion. Aus Sichtvon Fahrgast ist es auch vollkommenrichtig, letztere beideVerbindungen alle zwei Stundenanzubieten, doch stellt dieReduktion des von Graz ausgehendenFernverkehrs einekrasse Benachteiligung derSteiermark gegenüber anderenBundesländern dar!DruckmittelAuch wenn die ÖBB argumentieren,dass sie für denFernverkehr vom Land nichtsbezahlt bekämen, dürfen sienicht vergessen, dass sie aufvielfältige Weise Vertragspartnerdes Landes Steiermarksind. Obersteirertakt, S-Bahn,etc. sind nur einige Beispiele.Gerade in der Steiermark habenwir zwei weitere Bahnunternehmen,die zumindestmittelfristig in der Lage sind,auch im Regionalverkehr einegrößere Rolle zu spielen. Auchsind die ÖBB im Rahmen desVerkehrsverbundes Vertragspartnerdes Landes. Es wärealso durchaus einmal interes-Fahrgast 2/2011


Interregio – die LösungDie LösungEin Fahrgast-Konzept in drei StufenIn Anbetracht der massiven Einschnitte im Zugangebot auf denBahnstrecken abseits der West-, Süd- und Tauernbahn ab Dezember2011 möchten wir nochmals unser Interregio-Konzept erläutern.INNSBRUCKB.hofenSALZBURGAttnang-P.VillachStainach-I.Seit Jahren wird das Angebotan Fernverkehrsverbindungenauf deninnerösterreichischen Bahnstrecken(Pyhrn-Schober-Achse, Ennstalbahn, Salzburg-Tiroler-Bahn)sukzessivereduziert. Immer ist von denÖBB eine zu geringe Auslastungals Begründung genanntworden.Dabei haben vor allem dieZüge zwischen Salzburg undGraz, sowie Innsbruck undGraz eine sehr wichtige regionaleErschließungsfunktion:Sie verbinden nicht primärdie Landeshauptstädte,sondern die Regionen mit derenHauptstädten und untereinander.Um diese Funktionauch in Zukunft zu gewährleistenund durch neue Angeboteneue Fahrgäste zu gewinnen,legen wir den verkehrspolitischVerantwortlichendie Umsetzung des folgendenKonzeptes ans Herz.Stufenweiser AusbauAm Beginn steht der Erhaltder „Salzburger Züge“.Statt in Selzthal Umsteigeverbindungennach Linz anzubieten,schlagen wir vor, die Zügealle zwei Stunden von Graznach Linz und Salzburg bisSelzthal gemeinsam zu führenLINZKlagenfurtLeobenund in Selzthal zu teilen (undin der Gegenrichtung zu vereinen).Durch die gemeinsameFührung bis Selzthal kann mitgeringen Kosten die DirektverbindungSteiermark–Oberösterreichwieder hergestelltwerden.Stundentakt Leoben–GrazIn der nächsten Ausbaustufefährt in der einen Stundeein Zug nach Salzburg, inder anderen nach Linz. Dasergibt stündliche Direktverbindungenvon Graz nach Leoben.Ein großer Vorteil und„Fahrgastbringer“! Die Finanzierungerfolgt teilweisemit den Geldern des LandesSteiermark für den Obersteirertakt.Neue TriebwagenDie darauf aufbauendeStufe erfordert neue, leichte,beschleunigungsstarke Triebwagen.Mit leichten Zügenkann schneller im Bogen gefahrenwerden, im Fachjargonwird „mit erhöhter Seitenbeschleunigung“gefahren.Gut motorisierte Züge könnenbei gleich vielen AufenthaltenSt. PöltenSelzthal(Teilung der Züge nach Linz und Salzburg)Bruck/MurDas Interregio-Konzept sieht in der ersten Stufe vor, dass die Züge nach Linz und Salzburg gemeinsam bis Selzthal fahren.In weiteren Stufen wird dieses System schrittweise auf weitere Strecken ausgedehnt.GRAZWIENkürzere Gesamtfahrzeiten erzielen.Mit derartigen Schienenfahrzeugenist ein Fahrplanmöglich, in dem stündlichabwechselnd Graz mitSalzburg und Linz verbundenwird und bei dem in Selzthaldas Umsteigen von Linz insEnnstal und umgekehrt möglichist.Linz–Graz wird in knapp 3Stunden gefahren, Salzburg–Graz in etwa 3 Stunden und45 Minuten. Die Abfahrt inGraz wird auf die volle Stundegelegt, dadurch ist ein Umsteigenvon der S-Bahn direktauf die Interregio-Züge möglich.FlügelzügeDie letzte Ausbaustufebezieht das Salzkammergutund die Salzburg-Tiroler-Bahn mit ein. Zwischen Grazund Selzthal fahren stündlichzwei oder mehrere gekuppelteTriebwagen.In der einen Stunde werdendie Züge in Selzthal nachSalzburg und Linz geteiltbzw. vereint, in der anderenin Stainach-Irdning nach Innsbruckund Attnang-Puchheim.Dieses „Flügeln“ ist mitmodernen Zügen kein Problemund bei anderen Bahnenin Europa an der Tagesordnung.Die Bahn als SystemDie Eisenbahn als Systemfunktioniert umso besser, jeweiter verzweigt es ist. DieFahrgäste möchten so nahewie möglich von zu Hause abgeholtwerden.Das Interregio-Zugsystemkann abseits der großenHauptstrecken diese Zubringerfunktionerfüllen. Das Potenzialist vorhanden. Immerhinleben in den LändernSteiermark, Oberösterreich,Salzburg und Tirol etwa 3,8Millionen Menschen.Das Konzept im Detail findenSie unter:www.fahrgast-steiermark.atFahrgast 2/2011


EIGENTÜMERTAGEinladung2.SteirischerWerte erhalten, Kosten senken,Bewusstsein schaffenDIE ZUKUNFT DES PRIVATEN HAUSBESITZESFreitag23September 201115:30 UhrStadthalle Graz© Rüdiger-Lopatitsch/pixelio.deKostenfreieInformationsveranstaltungImpulsvorträgeWohnrecht – SteuerFachausstellungBauen, Wohnen, RenovierenEnergiesparen & FörderungenGewinnspiel: Flugreiseund Wellnessgutschein!15:30 Registrierung der TeilnehmerBegrüßungscocktail im AusstellungsbereichFachausstellung Bauen, Renovieren, Sanieren17:00 BegrüßungLandesverbandsobmann Dr. Hermann PucherPräsident des ÖHGB Dr. Friedrich NoszekBürgermeister Mag. Siegfried Nagl (ÖVP)Stadtrat Mag. Edmund Müller (SPÖ)Stadtrat Mag. (FH) Mario Eustacchio (FPÖ)17:20 „Ökonomische Folgen vonMietzinsbeschränkungen“Dr. Klaus Ladner17:40 „Steuer als Investitionsanreiz?“Dr. Stefan Drawetz18:00 „Mietvertragsgestaltung“Dr. Alexander Klein18:20 „Steuerfragen bei Vermietung“Dr. Hermann Pucher18:40 Pause19:00 „Bonität Ihrer Mieter – Wohnen, ohne zu zahlen:Der Alptraum Mietnomade“René Jonke - KSV 1870, Leiter Niederlassung Steiermark19:15 „Aktuelles im Wohnrecht – Was ändert sichbzw. soll sich ändern im MRG & im WEG?‘“Dr. Wolfgang Dirnbacher - Der WohnrechtsexperteEr informiert über alle Neuerungen im Miet- und Wohnrecht,deren Auswirkungen und die neueste Judikatur.Holen Sie sich Tipps & Tricks vom anerkanntestenWohnrechtsexperten mit anschließender Diskussion.20:15 Buffet von Toni Legenstein „Häuserl im Wald“aus dem Grazer Casino unterhält SieMag. Michael Weinmann, Steiermark 1Hausverwaltungsprogramm bicikostenfreier Parkplatz im MessegeländeFür die kostenfreie Informationsveranstaltung ist eine Anmeldungunbedingt erforderlich:Österr. Haus- und Grundbesitzerbund - Landesverband Stmk.Tel.: 0316/829519-0, per Fax.: 0316/829519-22 oder perE-Mail office@hausbesitzer-stmk.atwww.eigentümertag.at


Diese Züge werden ab Dezember gestrichen!MünchenSalzburgLinzBad AusseeInnsbruckKitzbühelZell/SeeSchladmingLiezenLeoben (nur Direktverbindungen)LEGENDEDirekter Zug, täglichmax. 1x Umsteigen, täglichDirekter Zug, werktagsGRAZMariborFahrgast Steiermark 2/2011Die Zeitung der steirischen Fahrgastvertretung,unabhängig und überparteilich.Erscheinungsweise: Nach Möglichkeit vier Mal im Jahr.Auflage: 1000 Stück.ImpressumMedieninhaber, Herausgeber und Redaktion:Fahrgast Graz/Steiermark, Postfach 30, 8016 Graz.Österreichische Post AGInfo.Mail Entgelt bezahlt Ich interessiere mich für Ihre Tätigkeit und ersucheSie, mir Informationsmaterial zuzusenden. Ich bestelle ein Jahresabo der Zeitung Fahrgast zumPreis von 5,80 Euro inkl. Porto und Versand. Ich trete dem Verein Fahrgast Graz/Stmk. als Mitgliedbei. Jahresbeitrag 20,– Euro; für Familien 25,– Euro;jeweils inklusive Zeitung.NameAdresseUnterschrift................................................................BitteausreichendfrankierenFahrgast Graz/Stmk.Postfach 308016 GrazWenn Sie Fahrgast-Mitglied werdenwollen oder lieber nur ein Zeitungsabomöchten, dann benutzenSie bitte nebenstehende Postkarte.2/2011

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