Chancen & Risiken

windkraft.franken.de

Chancen & Risiken

Bürgerwindpark Frauental

Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2

Windpark Frauental

Bürgerbeteiligung


Impressum:

H e r a u s g e b e r

SFB Strategie Finanz Beratung GmbH

Geseker Str. 5

D-33154 Salzkotten

Satz & Layout

SFB Strategie Finanz Beratung GmbH

Geseker Str. 5

D-33154 Salzkotten

Druck

d-Druck GmbH

Fürstenbergstr. 7a

D-33102 Paderborn


Einführung

Grußwort

Angebot im Überblick

Standort & Projekt

Beteiligungsalternativen

Standortadäquate Technik

Verlustausgleichsbegrenzung

Chancen & Risiken

Wirtschaftlichkeit

Investition und Finanzierung

Wirtschaftliche Vorausschau

Erläuterungen

Rechtliche Aspekte

Steuerliche Hinweise

Rechtliche Hinweise

Beteiligung

So beteiligen Sie sich

So beenden Sie Ihre Beteiligung

Individuelle Beratung

Prospekthaftung

Projektpartner

Anhang

Satzung der Beteiligungsgesellschaft

Beitrittserklärung

Interessenbekundung

Seite

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Inhalt

Ihre Vorteile im Überblick:

20,5 Jahre Vergütungssicherheit

durch Erneuerbare-Energien-Gesetz

Standortadäquate Anlagentechnik:

+ modernste Anlagengeneration

+ führender Anlagenhersteller

+ Betrieb mit 2.000 Volllaststunden

Hersteller-Service-Konzept:

+ 12 Jahre keine Wartungskosten

+ 12 Jahre keine Reparaturkosten

+ 12 Jahre keine Instandhaltungskosten

+ 12 Jahre garantierte Verfügbarkeit

Konservatives Wirtschaftskonzept:

+ erfahrene Windgutachter

+ 10 % Sicherheitsabschlag

+ hohe Liquiditätsreserven

Beteiligungsmöglichkeiten:

A) Kommanditist mit Gewinnbeteiligung

+ bereits ab 5.000 Euro

+ steuerfreie, dynamische Ausschüttung

+ steigend von 7 % auf 40 % (O 14,68%)

+ Ausschüttung von insgesamt 300 %

B) Wertpapiere

+ bereits ab 1.000 Euro

+ niedrige Laufzeit ab 2 Jahre

+ Zinsen von 4,75 % bis 7,25 % nom.

+ kein Kursrisiko, Kapitalstreuung


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Grußwort

Grußwor

Die Stromerzeugung auf der Basis von Kernenergie

und fossilen Energieträgern ist nicht nur durch

abnehmende Ressourcen zeitlich befristet, sondern

auch mit erheblichen Umwelteinwirkungen und

Risiken verbunden. Die Auswirkungen auf unsere

Gesundheit und Lebensqualität sind noch gar nicht

abschätzbar.

Darüber hinaus ist der Ausstoß von Kohlendioxid, das

bei der Verbrennung von Kohle, Öl und Gas entsteht,

auch für den weltweiten Temperaturanstieg und die

damit drohende Klimakatastrophe verantwortlich.

Hinzu kommen zahlreiche Abgase und Stäube, deren

Wechselwirkungen bisher unerforscht sind und durch

die unsere Umwelt zusätzlich belastet wird. Insofern

tragen auch die zukünftigen Generationen die Kosten

und Lasten unserer Energiewirtschaft.

Die bisherige Energiepolitik belohnte Multikonzerne

auf dem Rücken von Steuerzahlern und Stromverbrauchern.

Die Monopolisierung hat dazu geführt,

dass die Konzerne den Markt beherrschen und trotz

dringend notwendiger Ersatzinvestitionen kaum in

Altanlagen investieren. Die steigenden Strom-, Ölund

Gaspreise spiegeln daher nicht nur die

Verknappung der fossilen Energieträger wieder, sondern

sind auch die Folge der zunehmenden

Monopolisierung der Energiewirtschaft.

Die volkswirtschaftliche Abhängigkeit von Öl-, Gas- und

Kohleimporten ist inzwischen so ausgeprägt, dass

unsere Konjunktur nervös auf jede Energiepreisänderung

reagiert. Immerhin wird etwa 50 % des

Energieverbrauchs importiert. Das Europäische

Parlament unterstützt die regenerativen Energien

daher nicht allein wegen den mit ihr einhergehenden

Umweltschutzaspekten, sondern vor allem, weil es

sich dabei um die einzige in Europa im nennenswerten

Umfang ausbaubare Energieform handelt. Nur

durch den Ausbau der regenerativen Energien kann

eine zunehmende Außenabhängigkeit der europäischen

Wirtschaft verhindert werden.

Die reformierte Energiepolitik ist eine Folge europäischer

Vorgaben und macht gleichzeitig mit der

Monopolisierung Schluss! Regenerative Energien

sichern uns wirtschaftliche Unabhängigkeit, sichern

stabile Energiepreise und sichern uns wie auch

zukünftigen Generationen eine saubere Umwelt.

Mit diesem Hintergrund stellt ein finanzielles

Engagement am Windpark Frauental über die

Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2 eine ökologische

und gleichsam eine einzel- und volkswirtschaftlich

sinnvolle Investition dar.

Mit diesem Beteiligungsprospekt werden Sie ausführlich

über die Möglichkeit einer unternehmerischen

Beteiligung als Kommanditist an der Seewiesen

Power GmbH & Co. KG 2 informiert. Als Kommanditist

sind Sie am Gewinn- und Verlust der

Gesellschaft beteiligt und profitieren durch steuerfreie

Ausschüttungen in attraktiver Höhe.

Ich persönlich bin von dem Vorhaben überzeugt und

bin privat, als auch über meine Aktiengesellschaft

SEG AG, an der Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2

beteiligt. Über einen gesonderten Wertpapierverkaufsprospekt

der SEG AG wird Ihnen durch den

Erwerb von Wertpapieren auch die Möglichkeit einer

indirekten Beteiligung angeboten. Die Wertpapiere

sind zeitlich befristet und weisen eine attraktive

Verzinsung aus. Bei der Erteilung eines Freistellungsauftrages

bleiben auch diese Zahlungen steuerfrei.

Selbstverständlich können Sie auch beide Angebote

annehmen und doppelt profitieren.

Es würde mich freuen, auch Sie als Gesellschafter

oder Anleger begrüßen zu dürfen.

Salzkotten, den 1. Februar 2005

SFB Strategie Finanz Beratung GmbH

ein Unternehmen der BEHLAU Energie

Dipl.-Wirt. Ing. Michael Behlau

geschäftsführender Gesellschafter


Beteiligungsgesellschaft

Der Name der Beteiligungsgesellschaft lautet

“Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2”. Gegenstand

der Gesellschaft ist der Betrieb regenerativer

Energieanlagen, insbesondere der Betrieb der

Windkraftanlage 2 im Windpark Frauental.

Standort

Der Standort liegt nahe der Stadt Creglingen, im

Ortsteil Frauental (Baden-Württemberg), südlich von

Würzburg und westlich von Rothenburg ob der Tauber.

Anlagentyp

Die Windkraftanlage des Typs MD 77 hat eine Nabenhöhe

von 100 m und einen Rotordurchmesser von

77 m. Die elektrische Nennleistung beträgt 1.500 kW.

Servicevertrag ISPplus

Die Gewährleistung der Windkraftanlage beträgt zwei

Jahre. Ergänzend wird über einen Servicevertrag mit

dem Hersteller REpower Systems AG eine 12-jährige

garantieähnliche Vereinbarung geschlossen.

In diesem Vertrag wird neben dem Service und der

Instandhaltung auch eine technische Verfügbarkeit

garantiert. Dazu wird eine ertragsabhängige

Vergütung in Verbindung mit einem Fixbetrag für die

gesamte Laufzeit vereinbart.

Energieertrag

Laut der von unabhängigen und erfahrenen

Windgutachtern erstellten Wind- und Ertragsprognosen

ist bei einer prognostizierten Windgeschwindigkeit

von 6,0 / 6,1 m/s in Nabenhöhe ein

Energieertrag von 3,43 Mio. kWh zu erwarten.

Unter Berücksichtigung des Parkwirkungsgrades von

2,88 % und sonstigen Abschlägen von 10 % wird im

Durchschnitt ein Jahresenergieertrag von 3 Mio. kWh

je Windkraftanlage erwartet. Naturgemäß schwankt

dieser Energieertrag von Jahr zu Jahr. Nachfolgend

wird der Energieertrag von 3 Mio. kWh als

Durchschnittsertrag verwendet. Die Erträge des

Windparks Frauental werden gepoolt.

Einnahmen aus Stromverkauf

Auf der Grundlage dieses Energieertrages und einer

Einspeisevergütung gemäß Erneuerbare-Energien-

Gesetz (EEG) wird eine durchschnittliche Jahreseinnahme

von 255.900 Euro netto erwartet.

Dauer der Einspeisevergütung

Durch das EEG ist die Vergütung über die Dauer von

20 Jahren ab dem Jahr der Inbetriebnahme sicher

gestellt. Die Vergütungshöhe ist für die Dauer von 20

Jahren gesetzlich festgelegt.

Angebot im Überblick

Betriebskonzept

Das wirtschaftliche Konzept ist so ausgestaltet, dass

neben einer hohen technischen Zuverlässigkeit der

Windkraftanlage, abgesichert durch den 12 jährigen

Servicevertrag ISPplus, auch der ausreichenden

Liquidität in der Gesellschaft ein hoher Stellenwert

beigemessen wird. Dadurch soll erreicht werden, dass

trotz naturgemäßer Ertragsschwankungen die

regelmäßigen Ausschüttungen erfolgen können.

Beteiligungsangebot / Prospektbezug

Mit diesem Prospekt wird die Möglichkeit der

Kommanditbeteiligung an der Seewiesen Power

GmbH & Co. KG 2 angeboten. Es wird darauf

hingewiesen, dass durch den Erwerb von Wertpapieren

in Form von Genussscheinen, Anleihen und Zerobonds

der SEG Salzkottener Energie Gesellschaft AG (SEG

AG) ergänzend die Möglichkeit einer indirekten

Beteiligung besteht. Die Laufzeiten beginnen hierbei ab

zwei Jahre. Hierzu verweisen wir auf den gesonderten

Wertpapierverkaufsprospekt der SEG AG.

Beteiligung als Kommanditist

Da die Lebensdauer von Windkraftanlagen konstruktiv

für mindestens 20 Jahre ausgelegt wird, ist die

wirtschaftliche Vorausschau auch für diesen Zeitraum

zugrunde gelegt. Die Mindestzeichnungssumme

beträgt 5.000 Euro und die Mindestdauer der

Beteiligung 15 Jahre. Die Haftung ist auf die

Kommanditeinlage begrenzt.

Ausschüttungen

Die geplanten Ausschüttungen an die Kommanditisten

betragen anfänglich 7 % und erhöhen sich bis auf 40 %.

Die tatsächlichen Ausschüttungen sind abhängig vom

wirtschaftlichen Erfolg der Beteiligung. Die kumulierte

Ausschüttung über eine Betriebsdauer von 20,5

Jahren beträgt 300 %. Die durchschnittliche Ausschüttung

beträgt somit 14,68 % p. a.

Versteuerung der Ergebnisse

Die Ausschüttungen sind steuerfrei. Den Kommanditisten

werden die steuerlichen Ergebnisse der

Gesellschaft anteilig zugewiesen.

Steuerliche Verluste mindern das zu versteuernde

Einkommen der Kommanditisten, Gewinne hingegen

erhöhen es. Für 2005 wird ein steuerlicher Gewinn

von minus 100 % auf die Kommanditeinlage erwartet

und den Kommanditisten anteilig zugewiesen, so

dass eine Verrechnung mit anderen Einkommensarten

möglich wird.

Gründungsgesellschafter

Gründungsgesellschafter der Betriebsgesellschaft ist

Herr Michael Behlau.

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Standort Standort

& Projekt Projekt

Der Standort

Der Windpark Frauental liegt im Gebiet der Stadt

Creglingen, Ortsteil Frauental, im nördlichen Baden-

Württemberg, auf einer Höhe von 364 m über NN.

Insgesamt besteht der Windpark Frauental aus drei

Windkraftanlagen gleicher Bauart.

Der Windpark Frauental befindet sich in einem von

der Stadt Creglingen im Flächennutzungsplan als

Windvorranggebiet ausgewiesenen Gebiet.

Der Standort liegt auf einer Anhöhe. Zu allen

Richtungen fällt das Gelände sanft ab. Dadurch sind

die Voraussetzungen für eine vorteilhafte laminare

Anströmung gegeben.

Der Abstand jeder Windkraftanlage zur nächsten

Wohnbebauung beträgt mindestens 950 m. Dadurch

wurde erreicht, dass die Schallimmissionen deutlich

unterhalb den gesetzlichen und empfohlenen

Grenzwerten liegen.

Die Betriebsgesellschaft errichtet und betreibt eine

Windkraftanlage, die Windkraftanlage Nr. 2. Diese

befindet sich in Hauptwindrichtung vor den anderen

Windkraftanlagen.

Der Anlagentyp

Errichtet wird eine Windkraftanlage des deutschen

Herstellers REpower Systems AG mit der Typbezeichnung

MD 77.

Dieser Anlagentyp hat eine elektrische Nennleistung

von 1.500 Kilowatt (kW), dies entspricht 1,5 Megawatt.

Bei einem Rotordurchmesser von 77 m und

einer Nabenhöhe von 100 m ergibt sich eine

Gesamthöhe von 138,5 m.

Das Grundstück

Zwischen der Beteiligungsgesellschaft und der

Grundstückseigentümer besteht ein Nutzungsvertrag.

Das Recht zum Betreiben der Windkraftanlage ist auf

der Grundlage dieses Vertrages in Abteilung 2 des

Grundstücks erstrangig eingetragen.

Durch diese Rechte ist die zweckgebundene Nutzung

über die Dauer von 20 Jahren mit zwei Verlängerungsoptionen

von jeweils fünf Jahren - beginnend

mit dem Datum der Inbetriebnahme - gesichert.

Das Nutzungsentgelt beträgt 12.782,30 Euro (vormals

25.000 DM) über den gesamten Betriebszeitraum.

Das entspricht etwa 5 % der Nettoeinspeiseerlöse. Es

ist eine Anpassung an den Lebenshaltungsindex vereinbart.

Dieses Entgelt hat der Grundeigentümer an die

Eigentümergemeinschaft Windpark Frauental GbR

abgetreten, deren Gesellschafter über mindestens ein

Grundstück innerhalb des Vorranggebietes verfügen.

Die Eigentümer teilen sich sämtliche Erträge innerhalb

der Gesellschaft auf, so dass niemand bevorzugt

oder benachteiligt wird. Diejenigen Eigentümer, die

keine Windkraftanlage auf ihrem Grundstück haben

erklären, dass sie ihre Grundstücke nicht für das

Betreiben von Windkraftanlagen zur Verfügung

stellen. Dadurch ist die Windparkkonfiguration

langfristig fixiert und die mit der Konfiguration verbundenen

Parameter bleiben beständig.

Dem Eigentümer wird keine Bürgschaft zur Sicherung

der Rückbauansprüche gestellt. Eine solche

Bürgschaft wird dem Landratsamt Tauberbischofsheim

in Höhe von 25.000 Euro gestellt.


Genehmigungen

Auf der Grundlage der Baugenehmigung wurde am

22.02.2005 die Baufreigabe erteilt. Die Netzanschlusszusage

für den etwa 2,7 km entfernten

Anschlusspunkt liegt vor. Mit der Stadt Creglingen

wurde ein städtebaulicher Vertrag für das Befahren

der Wirtschaftswege sowie für das Verlegen von Netzund

Steuerkabel vereinbart. Darüber hinaus liegen von

zahlreichen Fachbehörden die Schachtgenehmigungen

für die Kabeltrasse vor.

Die Windkraftanlage wird als Luftfahrthindernis

gekennzeichnet. Die Tagkennzeichnung erfolgt durch

orange-weiße Rotorblattspitzen (alternativ durch

weißes Blitzlicht) und die Nachtkennzeichnung durch

rotes Blinklicht.

Die Grenzwerte für Schall und Beschattung werden

aufgrund der großzügigen Entfernung zur Wohnbebauung

deutlich unterschritten. Gleichwohl wurde

gegenüber der Stadt Creglingen erklärt, dass durch

Installation einer Schattenwurfautomatik eine

Beschattung der Wohnhäuser der Anwohner grundsätzlich

vermieden wird. Die damit verbundenen

Mindererträge sind marginal und entsprechen einem

Mindererlös von weniger als 50 Euro jährlich.

Netzanschluss

Mit den Überlandwerken Schäftersheim GmbH (ÜWS)

wurde ein Stromeinspeisevertrag geschlossen. Der

Netzzugang ist im nahegelegenen Ortsteil Sechselbach

sichergestellt. Durch eine Sonderregelung wurde

vereinbart, dass der eingespeiste Strom nicht am

Einspeisepunkt, sondern an der Masteranlage des

Windparks (Anlage Nr. 2) gemessen wird.

Bauzeitenplan

Mit den Bauarbeiten wurde inzwischen begonnen. Die

Realisierung ist für Ende Juni 2005 vorgesehen.

Standort Standort

& Projekt Projekt

Wind und Energieertrag

Die in diesem Beteiligungsangebot vorliegenden

Modellrechnungen basieren auf den Grundlagen

zweier Windgutachten. Beide Gutachter verfügen

über langjährige Erfahrung.

In den Gutachten wurden die Energieerträge der in

der näheren Umgebung bereits in Betrieb befindlichen

Windkraftanlagen zum Abgleich und zur Plausibilitätsprüfung

hinzugezogen.

Dabei wurde eine Windgeschwindigkeit von 6,0 m/s

bzw. 6,1 m/s ermittelt. Die Abweichung des Energieertrags

der beiden Gutachten ist mit etwa 2,5 % sehr

gering. Die Gutachten sind somit zueinander plausibel,

was für eine sehr hohe Prognosesicherheit

spricht. Der hier zugrunde gelegte Jahresenergieertrag

von 3 Mio. kWh je Windkraftanlage ist der

Mittelwert beider Windgutachten. Er ist bereits um allgemeine

Abschläge und Abschläge für den Parkwirkungsgrad

bereinigt.

Umsatzerlöse

Die Energieversorger sind laut dem Erneuerbare-

Energien-Gesetz (EEG) zur Abnahme und Vergütung

des eingespeisten Stroms verpflichtet. Bei Inbetriebnahme

der Anlage im Jahr 2005 beträgt die Stromeinspeisevergütung

8,53 Cent/kWh. Bei Inbetriebnahme

im Jahr 2006 würde die Vergütung um 2,0 %

niedriger liegen, also bei 8,36 Ct/kWh.

Bei einem Energieertrag von 3.000.000 kWh und

einer Vergütung von 8,53 Cent/kWh ist eine jährliche

Einnahme von etwa 255.900 Euro zu erwarten.

Das EEG schreibt die Vergütung für einen Zeitraum

von 20 Jahren, gerechnet ab dem Jahr nach der

Inbetriebnahme, fest. Nach Ablauf einer Mindestzeit,

die sich nach einer im Gesetz festgesetzten Formel

ergibt, reduziert sich die Vergütung später auf 5,39

Cent/kWh. Rechnerisch tritt die Vergütungsreduzierung

am Standort Frauental erst nach der maximalen

Zeit von 20 Betriebsjahren nach dem Jahr der

Inbetriebnahme ein, so dass der eingespeiste Strom

über den gesamten in diesem Prospekt betrachteten

Zeitraum konstant 8,53 Cent/kWh beträgt.

Wird der prognostizierte Energieertrag überschritten,

reduziert sich die Dauer der Hochvergütung.

Mittelverwendungskontrolle

Für die Einzahlung des Beteiligungskapitals wurde

das Sonderkonto 9.138.615.500 bei der Volksbank

Paderborn-Höxter eG (BLZ 472.601.21) eingerichtet.

Über dieses Konto kann nur im Vier-Augen-Prinzip

verfügt werden, also zwei Personen sind nur gemeinsam

unterzeichnungsberechtigt.

Finanzierung

Die Finanzierung erfolgt über ein deutsches

Kreditinstitut. Die Finanzierungszusage liegt vor. Die

Wirtschaftlichkeitsberechnung berücksichtigt die mit

dem Kreditinstitut abgestimmten Bedingungen.

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Beteiligungsalternativen

Beteiligungsalternativen

Wahl der Beteiligungsalternativen

Mit diesem Prospekt wird Ihnen die Möglichkeit angeboten,

sich als Kommanditist an der Seewiesen

Power GmbH & Co. KG 2 zu beteiligen. Ergänzend

wird auf die Möglichkeit hingewiesen, durch den

Erwerb von Wertpapieren der SEG AG alternativ oder

zusätzlich eine indirekte Beteiligung an der

Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2 einzugehen.

Beteiligung als Kommanditist

Mit der Beteiligung als Kommanditist erwerben Sie

Gesellschaftsanteile der Seewiesen Power GmbH &

Co. KG 2. Alle Kommanditisten werden im Handelsregister

eingetragen oder treten einem Treuhandkommanditisten

bei. Das eingeworbene Kommanditkapital

(Bareinlagen) stellt das Eigenkapital dar.

Der Kommanditist erhält eine Ausschüttung, die dem

Grunde und der Höhe nach vom Ergebnis der

Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2 abhängig ist.

Die Summe der Ausschüttungen ermittelt sich nach

Abzug aller Verbindlichkeiten.

Über die Betriebsdauer ist eine Gesamtausschüttung

in Höhe von 300 % auf die Bareinlage

vorgesehen. Die durchschnittliche Ausschüttung

beträgt 14,68 %.

Der Kommanditist ist direkt am steuerlichen Gewinn

und Verlust der Gesellschaft beteiligt. Die Zuweisung

negativer Erträge kann maximal in Höhe des

Haftkapitals / des Zeichnungskapitals erfolgen. Durch

Anlaufverluste entstehen im Jahr 2005 negative

Erträge in Höhe von ca. 100 % der Bareinlagen.

Mit dieser Beteiligungsmöglichkeit werden die

unternehmerisch denkenden Interessenten angesprochen,

die bereit sind, neben der Chance auf

eine höhere Verzinsung auch die damit verbundenen

unternehmerischen Risiken zu tragen.

Die Kommanditbeteiligung

- ab 5.000,00 Euro (Staffelung in 1.000,00 EUR)

- zeitlich unbestimmte Beteiligung

- kündbar ab dem 31.12.2020

- ertragsabhängige Ausschüttungen

- steuerfreie Ausschüttungen von 7 % bis 40 %

- Beteiligung am Gewinn und Verlust

- keine Haftungserweiterung

- geplante Gesamtausschüttung von 300 %

- durchschnittliche Ausschüttung von 14,68 % p. a.

Um die für Ihre Ansprüche günstigste Variante zu finden,

setzen Sie sich bitte inhaltlich mit der direkten und

indirekten Beteiligung auseinander. Nachstehend

sind die Wertpapiere mit den wesentlichen Eckdaten

aufgeführt. Maßgeblich ist jedoch allein der

Wertpapierverkaufsprospekt. Zögern Sie nicht eine

Beratung in Anspruch zu nehmen.

Die Wertpapiere

Beim Erwerb von Wertpapieren der SEG AG

genießen Sie eine besonders hohe Flexibilität. Sie

können sich bereits ab 1.000 Euro und einer Laufzeit

ab zwei Jahren bei attraktiven Zinsen engagieren.

Durch das Angebot unterschiedlicher Wertpapiere

bestimmen Sie selbst die Laufzeit und Höhe der

Zinssätze (Wertpapierkennnummern im Prospekt).

Anleihen

Laufzeit 2 Jahre 4,75 %

Laufzeit 5 Jahre 5,75 %

Laufzeit 12 Jahre 6,25 %

Laufzeit 15 Jahre 6,75 %

Laufzeit 18 Jahre 7,25 %

Zerobonds

Laufzeit 5 Jahre 5,75 % nom. / 6,45 % eff.

Laufzeit 12 Jahre 6,25 % nom. / 8,91 % eff.

Laufzeit 15 Jahre 6,75 % nom. / 11,09 % eff.

Laufzeit 18 Jahre 7,25 % nom. / 14,03 % eff.

Genussscheine

Laufzeit mindestens 10 Jahre

Zinssatz 7 % nom.

zzgl. Gewinnbeteiligung

Zielrendite 8 % bis 10 %

Bei Interesse an einer dieser Angebote fordern Sie

bitte den Wertpapierverkaufsprospekt der SEG

Salzkottener Energie Gesellschaft AG an.

Wertpapiere der SEG AG

- ab 1.000,00 Euro (Staffelung in 10,00 Euro)

- zeitlich begrenzte Beteiligung

- Mindestlaufzeit 2 Jahre

- regelmäßige Ausschüttungen in fester Höhe

- Gewinnbeteiligung möglich (Genussscheine)

- keine Beteiligung am Gewinn und Verlust

- keine Haftungserweiterung

- Erteilung eines Freistellungsauftrages möglich

- Aufteilung in verschiedene Wertpapiere möglich


Allgemeine Daten

Hersteller: REpower Systems AG

Typ: MD 77

Einschaltung*: bei 3,0 m/s (Windgeschw.)

Nennleistung*: bei 12,5 m/s (Windgeschw.)

Abschaltung*: bei 20,0 m/s (Windgeschw.)

Transformator: extern

Leistungssteuerung: Pitch

* Abhängig von Parametern wie z. B. Luftdichte

Turm

Nabenhöhe: 100 m

Ausführung: Stahlrohrturm, konisch

Ausstattung: Fahranlage (ähnlich Aufzug)

Rotor

Ausführung: drei Rotorblätter

Rotorradius: 38,5 m (77 m Durchmesser)

Rotorfläche: 4.657 m 2 überstrichene Fläche

Drehzahl: zwischen 9,6 und 17,3 U/min.

Blitzschutz: integriert

Bremse: separate Einzelblattverstellung

Generator

Ausführung: doppelt gespeist, asynchron,

Polung: 4-polig

Schutzklasse: IP 54

Betriebsart: drehzahlvariabel

Nennleistung: 1.500 kW

Nenndrehzahl: 1.000 bis 1.800 min-1

Kühlung: zwangsgeführte Luftventilation

Getriebe

Standard-Bauart: eine Planetenstufe,

zwei Stirnradstufen

Leistung: 1.615 kW

Übersetzung: i = 104

Alternativ: RENK-Getriebe mit geringeren

Eingriffen und einem höheren

Wirkungsgrad

Windnachführung

Ausführung: 4 Getriebemotoren

Stabilisierung: 10 Bremszangen

Anlagenüberwachung

Drehzahlsensor: Rotor, Generator, Windführung

Temperaturfühler: Generator, Getriebe

Thermoschalter: Hauptschalter, Motorschütz

Vibrationsfühler: Maschinenhaus, Rotor

Meteorologie: Anemometer, Windfahne

Gewährleistung

Auf alle Teile: 2 Jahre

Verfügbarkeit: 96 % (für Windpark Frauental)

Besonderes

12-jähriges REpower Servicekonzept ISPplus

Standortadäquate

Standortadäquate

Technik echnik

Die Windkraftanlage

Der Hersteller REpower Systems AG ist einer der

weltweit führenden deutschen Windkraftanlagenhersteller.

Die geplante Windkraftanlage des Typs

MD 77 ist das erfolgreichste Produkt des börsennotierten

Unternehmens. Dieser Anlagentyp wurde

in den vergangenen Jahren hundertfach errichtet,

so dass umfangreiche Betriebserfahrungen vorliegen.

Die MD 77 wurde für das Binnenland entwickelt

und gilt allgemein als robust und zuverlässig. Der

drehzahlvariable Betrieb in Verbindung mit der

elektrischen Einzelblattverstellung bietet sehr gute

Ergebnisse in Bezug auf mechanische Beanspruchung

und Netzqualität.

Der Generator hat eine elektrische Nennleistung

von 1,5 MW. Dadurch ergibt sich ein Verhältnis von

Rotorfläche zu Nennleistung von 3,105, so dass

bei einem Ertrag von 3.000.000 kWh, also nach

Abschlägen, 2.000 Volllaststunden zu erwarten

sind, wodurch gezeigt wird, dass der Anlagentyp

für das Binnenland besonders geeignet ist. Bei

8.760 Jahresstunden ermittelt sich eine durchschnittliche

Auslastung von 22,83 %. Das

entspricht einer Jahresdauerleistung von 342 kW.

Der Generator hat eine Spannung von 690 Volt. Im

Transformator erfolgt die Umspannung auf die

Mittelspannungsebene von 20 Kilovolt (20.000

Volt), über die der Strom in das Netz eingespeist

wird. Vorher ist jedoch eine Schalt- und

Messeinrichtung zwischengeschaltet.

Durch die Pitchregelung wird die Leistung im

Nennlastbereich durch Verstellen der Rotorblätter

reguliert. Um auch bei Stromausfall diese

Regelung funktionsfähig zu halten, ist jeder der

drei Antriebe mit einem Akkumulator ausgestattet.

Zum Bremsen werden die Rotorblätter so verstellt,

dass ein Bremseffekt eintritt.

Die laufende Überwachung erfolgt über das

Telefonnetz via Modem. Die Windkraftanlage kann

von den Berechtigten jederzeit angewählt werden

und meldet sich bei Störungen selbsttätig. Über

Sensoren und Thermoschalter werden Rotor,

Generator, Windnachführung und Motorschütz

überwacht. Vibrationsschalter überwachen das

Maschinenhaus und den Rotor.

Es ist optional geplant, dass Standardgetriebe

durch ein sogenanntes RENK-Getriebe zu ersetzen.

Dadurch wird ein höherer Wirkungsgrad bei

besserer Getriebequalität erzielbar.

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Verlustausgleichsbegr

erlustausgleichsbegrenzung enzung

Begrenzung des Verlustausgleichs

für Kommanditisten

Kommanditisten sind auch am Verlust der Beteiligungsgesellschaft

bis zur Höhe ihres Kommanditanteils

(Haftsumme) beteiligt. In diesem Zusammenhang ist

darauf hinzuweisen, dass gemäß § 2 b EStG, der

durch das Steuerentlastungsgesetz 1999 / 2000 /

2002 gesetzlich normiert wurde, negative Einkünfte

aufgrund von Beteiligungen an Gesellschaften nicht

mit anderen Einkünften ausgeglichen werden können,

sondern lediglich mit anderen positiven Einkünften

aus Beteiligungen an solchen Gesellschaften oder

ähnlichen Modellen, wenn bei dem Erwerb oder der

Begründung der Einkunftsquelle die Erzielung eines

steuerlichen Vorteils im Vordergrund steht.

Dabei steht die Erzielung eines steuerlichen Vorteils

insbesondere dann im Vordergrund, wenn nach dem

Betriebskonzept der Gesellschaft die Rendite auf das

einzusetzende Kapital nach Steuern mehr als das

Doppelte der Rendite vor Steuern beträgt und ihre

Betriebsführung überwiegend auf diesem Umstand

beruht oder wenn Kapitalanlegern Steuerminderungen

durch Verlustzuweisungen in Aussicht gestellt werden.

Fremdfinanzierung der Kommanditbeteiligung

Der Anwendungserlass der Finanzverwaltung sieht vor,

dass bei einer modellhaften Anteilsfinanzierung die

Auswirkungen dieser Anteilsfinanzierung (Minderung

des eingesetzten Kapitals und höhere Verluste durch

Zinsaufwendungen) bei dem Renditevergleich nach

dem Internen Zinsfuß berücksichtigt werden müssen.

An dieser Stelle wird ausdrücklich darauf hingewiesen,

dass dieses Beteiligungsangebot keine modellhafte

Anteilsfinanzierung vorsieht. Ob die Finanzverwaltung

bei einem sich im Nachhinein herausstellenden hohen

Anteil fremdfinanzierender Anleger eine modellhafte

Anteilsfinanzierung annimmt, kann nicht ausgeschlossen

werden.

Im Falle einer Fremdfinanzierung sollte aus diesem

Grund immer ein persönlicher Berater aufgesucht

werden, der den Renditevergleich mit der Anteilsfinanzierung

durchführt und so die maximale Höhe

des fremdfinanzierten Anteils ermittelt. Führt der persönliche

Renditevergleich mit Anteilsfinanzierung

dazu, dass die Rendite nach Steuern doppelt so hoch

ist wie die Rendite vor Steuern und sieht die

Finanzverwaltung diese Anteilsfinanzierung als

modellhaft an, so fällt dieser Gesellschafter unter die

Verlustabzugsbeschränkung des § 2 b EStG.

Verfassungsmäßigkeit

Ob die Vorschrift des § 2 b EStG verfassungsgemäß ist,

ist nach Ansicht der steuerlichen Berater der

Beteiligungsgesellschaft fraglich. Von namhaften

Autoren wird die Vorschrift für verfassungswidrig

erachtet. Gleichwohl hat die Vorschrift des § 2 b EStG

bei der Konzeption des vorliegenden Beteiligungsangebotes

Berücksichtigung gefunden.

Die Finanzverwaltung hat am 5. Juli 2000 (GZ: IV A5-

S 2118 b-111/00) einen Anwendungserlass zu § 2 b

EStG herausgegeben, der ebenso Eingang in die

Konzeption gefunden hat.

Bewertung

Ferner werden dem einzelnen Anleger nach

Auffassung der Beteiligungsgesellschaft keine

Verlustzuweisungen in Aussicht gestellt. Der

Beteiligungsprospekt, der nach Maßgabe der

Gesetzesbegründung für die rechtliche Beurteilung

entscheidende Bedeutung hat, wirbt nicht mit

Verlustzuweisungen. Es handelt sich bei der

Beteiligungsofferte vielmehr um eine auf eine attraktive

Ausschüttungen ausgelegte Beteiligung mit der

Grundlage einer festen Vergütung für Strom nach

Maßgabe des Erneuerbare-Energien-Gesetzes.

Zugleich wird in eine zukunftsweisende Technologie

der Energieerzeugung in Form der Windenergieanlage

der neuesten Generation investiert. Also handelt

es sich nicht um eine sogenannte Verlustzuweisungsgesellschaft.

Der Tatbestand des § 2 b EStG ist daher nach

Auffassung der Beteiligungsgesellschaft nicht erfüllt.

Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass

die Finanzverwaltung die Auffassung vertreten wird,

dass § 2 b EStG anwendbar ist. In diesem Falle wäre

der Rechtsweg durch die Beteiligungsgesellschaft zu

beschreiten.

Sollte entgegen der Auffassung der Beteiligungsgesellschaft

§ 2 b EStG zur Anwendung kommen, hätte

dieses zur Folge, dass steuerliche negative Einkünfte

aus der Beteiligung infolge von betriebswirtschaftlichen

Anlaufverlusten lediglich mit positiven Einkünften verrechnet

werden können. Im Ergebnis würden die Ausschüttungen

an die Anleger in den ersten Jahren vollständig

steuerfrei bleiben.

Sodann können Steuerpflichtige, wenn nach

Saldierung sämtlicher Einkünfte ein negatives Ergebnis

verbleibt, dieses nach ihren Möglichkeiten in das vorangegangene

Jahr zurück- oder in künftige Jahre

vortragen.

Dieser Betrag der negativen Einkünfte wird vorrangig

vor Sonderausgaben, außergewöhnlichen Belastungen

und sonstigen Abzugsbeträgen vom Gesamtbetrag

der Einkünfte abgezogen.


Die Beteiligung an der Seewiesen Power GmbH & Co.

KG 2 ist eine unternehmerische Beteiligung mit allen

damit verbundenen Chancen und Risiken.

Für das Eintreten der vorausberechneten Ergebnisse

kann keine Gewähr übernommen werden.

Der wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft ist vor allem

von der erzeugten Energiemenge der Windkraftanlage

und diese wiederum von den Windverhältnissen am

Standort abhängig. Ferner hat die Höhe der spezifischen

Vergütung für die erzeugte Energie einen

Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit des Vorhabens. Diese

Vergütungshöhe ist gemäß Erneuerbare-Energien-

Gesetz (EEG) langfristig festgeschrieben.

Auch die Höhe der Betriebskosten ist für die

Wirtschaftlichkeit bedeutsam. Diese wurden mit druchschnittlich

ca. 30% der Umsatzerlöse angesetzt. Es

wurde versucht die Betriebskosten möglichst

ertragsabhängig oder fix zu gestalten. Durch das

ISPplus-Konzept wird langfristig eine zusätzliche

Sicherheit hinsichtlich der Kosten für Instandhaltung

und Reparaturen geschaffen.

Allerdings können schon geringfügige Schwankungen

der erzeugten Energiemenge oder der Vergütungshöhe

zu deutlichen Veränderungen der Wirtschaftlichkeit

der geplanten Windkraftanlage führen.

Es ist über die langjährige Betriebsdauer möglich,

sogar wahrscheinlich, dass nicht vorhersehbare

Entwicklungen Ereignisse eintreten, durch welche die

prognostizierten Ergebnisse sowohl negativ als auch

positiv beeinflusst werden können.

Chancen & Risiken Risiken

Eine der positiven Entwicklungen könnte die Erhöhung

des Energieertrages durch neue Steuerungstechnologien

(z. B. Fuzzy-Logik) sein. Hier werden bereits

Systeme für kleinere Anlagen erfolgreich entwickelt.

Ebenfalls kann die angenommene Betriebsdauer überschritten

werden oder der prognostizierte Energieertrag

zu niedrig angesetzt worden sein. Beides würde zu

einer erhöhten Wirtschaftlichkeit führen. Auch die

derzeit stark diskutierte Verknappung von Standorten,

an denen Windkraftanlagen betrieben werden dürfen /

können, könnte zu einem hier nicht kalkulierten

Restwert führen, der nach Ablauf des geplanten

Betriebszeitraums einen positiven Veräußerungserlös

zur Folge hätte. Ferner handelt es sich bei der

Vergütung gemäß EEG um eine Mindest-Vergütung.

Bei steigender Nachfrage nach Strom, insbesondere im

Hinblick auf die in den nächsten Jahren erforderlich

werdenden Ersatzinvestitionen bei konventionellen

Kraftwerken, als auch die überdurchschnittlich hohe

Inflation im Energiesektor, läßt die Phantasie zu, dass

langfristig auf dem freien Markt eine höhere Vergütung

für ökologisch erzeugten Strom erzielt werden kann, als

gesetzlich durch das EEG geregelt ist. Diese Beispiele

machen deutlich, das der unternehmerische Erfolg

dieser Beteiligung von zahlreichen Parametern abhängig

ist, die zum großen Teil nicht beeinflussbar sind.

Ebenso ist das Gegenteil möglich.

Es handelt sich hierbei um eine unternehmerische

Beteiligung und ist mit einer Geldanlage, beispielsweise

auf dem Sparbuch, nicht zu vergleichen. Im

schlimmsten Fall kann ein extrem negativer Verlauf

zum Totalverlust der Bareinlagen einschließlich der

über den Betriebszeitraum getätigten Ausschüttungen

führen. 11


12

Chancen & Risiken Risiken

Haftung

Bei einer Beteiligung als Kommanditist haftet der

Gesellschafter in Höhe der von ihm gezeichneten

Haftungssumme. Eine Haftung über die Höhe der

gezeichneten Haftsumme hinaus ist ausgeschlossen

(§171 Abs. 1 HGB).

Wenn der Buchwert der Kommanditbeteiligung unter

100 % absinkt (z. B. durch Abschreibungen) und der

Kommanditist Finanzmittel (Entnahmen durch

Ausschüttungen) aus der Gesellschaft entnimmt, so

lebt die Haftung in Höhe der während des Betriebs

getätigten Entnahmen wieder auf (§171 Abs. 4 HGB).

Rückabwicklung

Bei den Berechnungen in diesem Prospekt wurde

unterstellt, dass das Kommanditkapital im Jahr 2005

voll gezeichnet und eingezahlt und somit die

Windkraftanlage noch 2005 errichtet wird. Eine

Vollzeichnung des Eigenkapitals ist jedoch nicht

garantiert. Eine Platzierungsgarantie besteht nicht.

Gemäß der Vereinbarung im Gesellschaftsvertrag in

§ 15 kann eine Rückabwicklung erfolgen, wenn bis

zum 31. Dezember 2006 die Gesamtfinanzierung des

Projektes nicht gesichert ist.

Es ist im Falle einer nicht vollständigen Zeichnung zu

erwarten, dass die SEG AG oder Herr Michael Behlau

die restlichen Kommanditanteile erwerben. Jedoch ist

dies nicht bindend geregelt.

Realisierung

Die unternehmerischen Herausforderungen sind

vielfältiger Natur. Neben technischen Mängeln der

Anlagen oder fehlerhafter Projektierung existieren

auch Risiken, worauf die Gesellschaft keine oder nur

sehr geringe Einflussmöglichkeiten besitzt. Hierzu

zählen beispielsweise meteorologische Faktoren wie

die Windgeschwindigkeit. Steuern und Rechte sowie

sich wandelnde politische Rahmenbedingungen stellen

weitere nicht kalkulierbare Risiken dar.

Die technische Nutzung erneuerbarer Energien erhält

jedoch eine solide Grundlage durch das Erneuerbare-

Energien-Gesetz (EEG) vom 1. April 2000, in der

Fassung vom 1. August 2004. Die durch das EEG

erreichte langfristige Voraussagesicherheit vermindert

sich das finanzielle Risiko für Investoren.

Investitionskosten

Der Investitionsplan basiert auf verbindlich vorliegenden

Angeboten und abgeschlossenen Verträgen. Allerdings

können sich im Rahmen der Fremdfinanzierung des

Projektes Veränderungen im Finanzierungsplan

ergeben. Änderungen der Investitionskosten sowie des

Finanzierungsplanes können sich auf das wirtschaftliche

Ergebnis der Beteiligung positiv oder negativ auswirken.

Finanzierung

Der Finanzierungsplan basiert auf aktuellen Erkenntnissen.

Eine Finanzierungszusage liegt unter

Vorbehalten vor. Der endgültige Finanzierungsplan ist

abhängig vom Emissionserfolg. Veränderte

Finanzierungsbedingungen können sich auf das

wirtschaftliche Ergebnis der Beteiligung positiv oder

negativ auswirken.

Inbetriebnahme

Als Inbetriebnahmezeitpunkt ist Ende Juni 2005 vorgesehen.

Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme und die

Vorausschauen beruhen auf dem gegenwärtigen

Planungsstand. Bei Windkraftprojekten sind Terminverschiebungen

von mehreren Monaten aber nicht

auszuschließen. Durch eine Terminverschiebung würde

es zu einer Verschiebung der Ausschüttungen und des

Erreichens der Gewinnzone kommen. Darüber hinaus

würden sich bei einer Realisierung in 2006 die spezifische

Vergütung und damit die Umsatzerlöse um 2 %

reduzieren.

Gesetzliche Risiken

Die Gesetzgebung der Bundesrepublik Deutschland

und der Europäischen Union bestimmen zumindest

teilweise das Tätigkeitsfeld des Unternehmens.

Zukünftige gesetzliche Änderungen können sich

negativ auf das Unternehmen auswirken.

Betriebskosten

Die in den Vorausschauen angesetzten Betriebskosten

basieren auf der erläuterten Kalkulationsgrundlage. Die

genaue Entwicklung ist jedoch nur bedingt im Voraus

bestimmbar. Es ist daher nicht auszuschließen, dass

die Ausgaben höher ausfallen oder stärker ansteigen

als angenommen.


Das würde folglich zu einer Verminderung der

Ausschüttungen führen. Einsparungen von Ausgaben

würden zu höheren Erträgen führen.

Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung wird durch das Erneuerbare -

Energien-Gesetz (EEG) für 20 Betriebsjahre und

zusätzlich für das Jahr der Inbetriebnahme festgeschrieben.

Auf Grundlage des EEG wird die produzierte

Strommenge mit einer Eingangsvergütung

von 8,53 Ct/kWh bis voraussichtlich Ende 2025

gezahlt. Bei starker Abweichung vom prognostizierten

Energieertrag nach oben würde insbesondere in den

letzten Betriebsjahren die Vergütung sinken. Ferner

können gesetzliche Änderungen die Höhe der

Stromerlöse beeinflussen, wenngleich der Grundsatz

des Bestandsschutzes nach Ansicht der Gesellschaft

eine hinreichend große Planungssicherheit

gewährleistet.

Versicherung

Durch das ISPplus-Wartungskonzept sind wesentliche

Risiken abgedeckt. Ergänzend wird eine Substitutärversicherung

abgeschlossen, durch die Risiken, die nicht

durch das ISPplus-Konzept abgedeckt sind. Dadurch

wird quasi eine Allgefahrenversicherung mit den damit

verbundenen Ausnahmen (Bürgerkrieg, Atomschlag,

etc.) erzielt. Ergänzend wird eine Haftpflichtversicherung

nebst Bauherrenversicherung abgeschlossen. Es ist

vorgesehen nach Ablauf des ISPplus-Konzeptes eine

Maschinen-Kaskoversicherung, eine Betriebsunterbrechungsversicherung

sowie eine Betreiberhaftpflicht

abzuschließen. Die Laufzeit der Versicherungen beträgt

üblicherweise 5 Jahre.

Windverhältnisse

Die Prognose bezüglich der Windverhältnisse und des

Energiepotentials wurde im Rahmen zweier unabhängiger

Beurteilungen (Windgutachten) vorgenommen.

In einzelnen Jahren kann das tatsächliche

Windaufkommen jedoch deutlich von dem eines mittleren

Jahres abweichen. Statistisch gesehen gleichen

sich diese Schwankungen im Laufe der Jahre wieder

aus. Dennoch kann der langfristige Mittelwert von den

hier angegebenen Energieerträgen nach oben oder

unten abweichen.

Chancen & Risiken Risiken

Außerdem sind für Verfügbarkeit und technische

Verluste Abschläge vorzunehmen. Hier wurde ein

Abschlag von insgesamt 10 % zzgl. den Abschlägen

für den Parkwirkungsgrad berücksichtigt.

Sollten die Erträge dennoch unter den prognostizierten

Annahmen liegen, werden auch die

geplanten Ausschüttungen geringer ausfallen. Sollten

die Erträge über den prognostizierten Annahmen

liegen, werden die geplanten Ausschüttungen höher

ausfallen. Der tatsächliche Energieertrag hat somit

unmittelbaren Einfluss auf die Höhe der

Ausschüttungen.

Lebensdauer / Verfügbarkeit

Die Lebensdauer von Windenergieanlagen wird mit

mindestens 20 Jahren angegeben. Da jede

Windenergieanlage stark wechselnden Belastungen

ausgesetzt ist, kann die tatsächliche Lebensdauer insbesondere

der Einzelkomponenten abweichen. Für das

Projekt ist eine Anlage des Typs REpower MD 77 mit

einer Nennleistung von 1.500 kW und einer

Nabenhöhe von 100 m vorgesehen. Langzeiterfahrungen

mit Anlagen dieser Größenordnung liegen

noch nicht vor. Über die langfristige Verfügbarkeit und

die langfristigen Materialeigenschaften können daher

keine verbindlichen Aussagen getroffen werden. Der

Windkraftanlagenhersteller garantiert über das Service-

Paket ISPplus während des Betriebszeitraums von 12

Jahren für den Windpark Frauental eine 96 %ige

Verfügbarkeit.

Sollte die tatsächliche Lebensdauer der Windkraftanlage

weniger dem des Betrachtungszeitraums

betragen, vermindert sich die Rentabilität der Kapitalbeteiligung

und damit die Höhe der Ausschüttungen.

Eine längere Lebensdauer hätte unter Umständen

einen Mehrerlös und somit höhere Ausschüttungen

zur Folge.

Eine Bestimmung des Restwertes der Anlage nach

Ablauf der geplanten Nutzungsdauer ist zum heutigen

Zeitpunkt nicht möglich, da keine Erfahrungswerte

zum Vergleich vorliegen. In der Ergebnisvorausschau

wurde unterstellt, dass mit Betriebsaufgabe nach etwa

20 Jahren die Winkraftanlage samt aller dazugehörigen

Rechte und Pflichten demontiert wird. Auch die

Demontagekosten durch den Verkauf der Windkraftanlage

bzw. durch die Zahlung für die zahlreichen

wieder verwendbaren Rohstoffe (Stahl, Kupfer, etc.)

werden kompensiert.

13


14

Chancen & Risiken Risiken

Inflation / Zinsniveau

Wenngleich sich die Inflationsrate derzeit auf sehr

niedrigem Niveau befindet, kann eine Veränderung

über die langjährige Betriebszeit nicht ausgeschlossen

werden. Aufgrund der Festpreisvergütung nach dem

EEG kann sich der reale Wert der Ausschüttungen

durch Inflation verringern.

Bei jeder Anlageform ist der aktuelle Kapitalzins zur

Renditebeurteilung ausschlaggebend. In der Regel

steigt die Rendite bei wachsendem Risiko einer

unternehmerischen Beteiligung und liegt oberhalb des

Kapitalzinses. Steigende Kapitalzinsen schmälern

jedoch die Risikoverzinsung.

Die Zinsbindung für Darlehen / Kredite beträgt i. d. R.

10 Jahre, so dass ungewiss ist, wie hoch die Zinsen

nach Ablauf dieses Zeitraums sein werden. Höhere

Zinsen als kalkuliert würden sich negativ auswirken,

niedrigere Zinsen hingegen positiv. Dabei ist zu

berücksichtigen, dass nach Ablauf der ersten

Zinsbindungsphase bereits wesentliche Teile der

Verbindlichkeiten getilgt wurden und sich

Zinsänderungen nur auf den Restkredit auswirken.

Steuerliche Aspekte

Vor einer Beteiligung an der Windkraftanlage

Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2 sollte in jedem

Fall ein Steuerberater konsultiert werden, um die individuellen

steuerlichen Auswirkungen zu klären.

Eine steuerliche Beratung, insbesondere mit oder

durch diesen Prospekt ist in jedem Falle ausgeschlossen.

Voraussetzungen des § 2 b EStG

Nach den vorliegenden Berechnungen beträgt die

Nachsteuerrendite nicht das Doppelte der Vorsteuerrendite.

Insofern handelt es sich nach Ansicht der

Beteilgungsgesellschaft bei dieser Beteiligung nicht

um eine Verlustzuweisungsgesellschaft. Für diese

Prüfung hat die Finanzverwaltung (BMF-Schreiben

vom 20. Dezember 2000 - GZ: IV A5 - S 2118b -

202/00) die Methode des Internen Zinsfußes als

verbindlich vorgeschrieben. Danach darf die Nachsteuerrendite

einer Beteiligung an der Beteiligungsgesellschaft

über einen Prognosezeitraum von 20

Jahren nicht mehr als das Doppelte der Vorsteuerrendite

betragen.

Gleichwohl kann nicht ausgeschlossen werden, dass

die Finanzverwaltung die Auffassung vertreten wird,

dass § 2 b EStG anwendbar ist. In diesem Falle wäre

der Rechtsweg durch den Beteiligten (Kommanditisten)

zu beschreiten. Hierzu wird auf die Ausführungen unter

dem Kapitel Verlustausgleichsbegrenzung auf Seite 10

verwiesen.

Veräußerung der Beteiligung

Bei den angebotenen Kommanditanteilen, handelt es

sich um beschränkt veräußerbare Beteiligungen, für

die ein öffentlicher Handel nicht existiert. Eine

Beteiligung sollte daher grundsätzlich als langfristige

Kapitalanlage angesehen werden.

Zusammenfassung

In jedem Fall handelt es sich um eine

unternehmerische Beteiligung und das eingelegte

Kapital stellt grundsätzlich Wagniskapital dar. Der

Anleger sollte neben den Chancen auf hohe Erträge

im Notfall bei extrem schlechtem Verlauf auch einen

Totalverlust seiner Einlage verkraften können. Die

angebotenen Beteiligungen sind weder mündelsicher

noch durch besondere Haftungsfonds geschützt.

Abwägung von Chancen und Risiken

Die Investition in die Seewiesen Power GmbH & Co.

KG 2 bietet neben erhöhten Chancen auch die mit

einer unternehmerischen Beteiligung verbunden

Risiken.

Aus heutiger Sicht überwiegen die Chancen und ein

planbarer Erfolg scheint realisierbar zu sein. Sie sind

aufgefordert die Chancen und Risiken selbst abzuwägen

und dazu neben dem Beteiligungsprospekt auch

ggf. externen Rat einzuholen. Die Chancen und

Risikoabwägung stellt die derzeitige subjektive

Einschätzung der Initiatorin dar.


Investitionsplan

Windkraftanlage (WKA)

(betriebs- und schlüsselfertig)

Mehrkosten RENK-Getriebe

Ökomaßnahmen

Zwischensumme

Prospekterstellung

Druck

Vertrieb

Gründung Betriebsgesellschaft

Anlaufkosten

Gesamtinvestition

Finanzierungsplan

Kommanditkapital

Darlehen / Kredit

Gesamtfinanzierung

Ertragsplan

Stromertrag laut Gutachten

Stromertrag nach

Sicherheitsabschlag

Einspeisevergütung

Umsatzerlöse

Ausschüttung

jährlich

Laufzeit von über 20,5 Jahre

Durchschnittlich p. a.

Investition In estition & Finanzierung

1.980.000 Euro

30.000 Euro

15.000 Euro

2.025.000 Euro

10.000 Euro

12.000 Euro

15.000 Euro

3.000 Euro

20.000 Euro

2.085.000 Euro

500.000 Euro

1.585.000 Euro

2.085.000 Euro

3.432.000 kWh

3.000.000 kWh

8,53 Cent / kWh

255.900 Euro

über 20 Jahre

7 % bis 40 %

300 %

14,68 %

Der Investitionsplan weist die zu erwartenden

Einzelkosten und in der Summe die Gesamtinvestitionskosten

aus. Da wesentliche Kosten fix sind,

ist eine Abweichung dieser Angaben nicht zu erwarten.

Es ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Mehrkosten

für das RENK-Getriebe optional sind.

Die Windkraftanlage wird betriebs- und schlüsselfertig

zum Festpreis geliefert, einschließlich Trafostation

sowie der Infrastruktur wie Wegebau und Netzanschluss

als auch Planung und Genehmigungen.

Die Kosten für die wirtschaftliche Konzeption und

Prospekterstellung sind vertraglich fixiert. Die Höhe

der Druckkosten sowie die Vertriebskosten sind normaler

weise abhängig vom Aufwand und Erfolg, werden

jedoch zum Festpreis geliefert. Der Anteil der

Nebenkosten beträgt lediglich 2,2 %.

Für die Gründung der Gesellschaft und deren

Aufrechterhaltung sind bereits Kosten entstanden.

Die Gesamtinvestition beschreibt die voraussichtlichen

Gesamtkosten für das Vorhaben. In den Anlaufkosten

sind Steuer-, Rechtsberatungs- und, Finanzierungskosten

sowie Honorare für die bisherigen Jahresabschlüsse,

sowie bereits gezahlte Nutzungsentgelte

enthalten.

Der Finanzierungsplan beschreibt, mit welchen

Mitteln das Vorhaben finanziert werden soll.

Es ist vorgesehen, 500.000 Euro durch noch einzuwerbende

Kommanditeinlagen zu finanzieren, wobei

ein Teil bereits von der SEG AG gezeichnet ist. Der

Anteil des Eigenkapitals beträgt somit etwa 21 % des

Gesamtinvestitionsvolumens.

Die Laufzeit der Darlehen / Kredite beträgt 15 Jahre,

wobei zwei Jahre tilgungsfrei berücksichtigt sind.

Der Ertragsplan gibt an, auf welcher Grundlage der

Ertrag erwirtschaftet wird. Dabei wurde der arithmetisch

gemittelte Wert der prognostizierten Energieerträge

unter Berücksichtigung vom Parkwirkungsgrad

und 10 % Abzug zugrunde gelegt.

Da die Windkraftanlagen innerhalb des Windparks

grundsätzlich in Abhängigkeit zur Hauptwindrichtung

unterschiedliche Erträge erwirtschaften, werden die

Erträge des Windparks Frauental gepoolt.

Gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz beträgt die

Einspeisevergütung 8,53 Cent je eingespeister

Kilowattstunde.

Durch Multiplikation der spezifischen Vergütung mit

dem Energieertrag ermitteln sich die in diesem

Prospekt zugrunde gelegten jährlichen Umsatzerlöse.

Die Ausschüttung ist jährlich unterschiedlich und wird

sowohl als kumulierter Betrag über den Betrachtungszeitraum

angegeben, als auch als durchschnittlicher

Wert. Es ist zu berücksichtigen, dass diese Angaben

mit einem Guthabenszins vergleichbar sind.

15


16

Wirtschaftliche

Wirtschaftliche

Vor orausschau ausschau

Jahr 2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014

1. Einzahlungen / Ertrag

1.1 Einspeisevergütung 127.950 255.900 255.900 255.900 255.900 255.900 255.900 255.900 255.900 255.900

1.2 Zinserträge 4.429 5.436 4.710 4.116 3.567 3.065 2.702 2.481

1.3 Gesamte Einnahmen 127.950 255.900 260.329 261.336 260.610 260.016 259.467 258.965 258.602 258.381

2. Auszahlungen

2.1 Wartungskosten *

2.2 Versicherungen * 1.290 2.580 2.580 2.580 2.580 2.606 2.632 2.658 2.685 2.712

2.3 Nutzungsentschädigung 9.585 12.780 12.780 12.780 12.780 12.780 12.780 12.780 12.780 12.780

2.4 ISPplus - Wartungskonzept 12.000 24.000 27.000 30.000 30.000 33.000 36.000 36.000 36.000 36.000

2.5 Haftungsvergütung Komplementär 1.000 2.000 2.000 2.000 2.000 2.000 2.000 2.000 2.000 2.000

2.6 Reparaturen/Reparaturrückstellungen

2.7 Buchhaltung, Abschluss * 1.200 2.400 2.400 2.424 2.448 2.473 2.497 2.522 2.548 2.573

2.8 Geschäftsführung kaufm. + techn. 5.118 10.236 10.236 10.236 10.236 10.236 10.236 10.236 10.236 10.236

2.9 Sonstige Kosten * 1.000 2.000 2.000 2.020 2.040 2.061 2.081 2.102 2.123 2.144

2.10 Zinsen 37.181 74.363 71.772 66.590 61.408 56.226 51.045 45.863 40.681 35.500

2.11 Summe Auszahlungen 68.374 130.359 130.768 128.630 123.493 121.382 119.271 114.162 109.053 103.945

3. Liquidität

3.1 Tilgung Darlehen 60.962 121.923 121.923 121.923 121.923 121.923 121.923 121.923

3.2 Restkredit Darlehen 1.585.000 1.585.000 1.524.038 1.402.115 1.280.192 1.158.269 1.036.346 914.423 792.500 670.577

3.3 geplante Liquiditätsrücklage 93.496 98.496 100.092 98.285 96.477 89.670 82.863 76.055 69.248 62.441

4. cash-flow und Liquidität vor Steuern

4.1 cash-flow 59.576 125.542 68.599 10.784 15.194 16.711 18.273 22.881 27.626 32.513

4.2 Liquidität vor Ausschüttungen 59.576 185.117 253.717 264.500 279.694 296.406 314.678 337.559 365.185 397.698

5. Ausschüttungen

5.1 Ausschüttung relativ 1,0% 7,0% 7,0% 7,0% 7,0% 7,0% 7,0% 7,0% 7,0% 8,0%

5.2 Ausschüttung absolut 2.500 35.000 35.000 35.000 35.000 35.000 35.000 35.000 35.000 40.000

5.3 Liquidität nach Ausschüttungen 57.076 147.617 181.217 157.000 137.194 118.906 102.178 90.059 82.685 75.198

Nachsteuer-Beispielberechnung: Einkommensteuersatz: 30,00% Kommanditeinlage: 10.000 Euro

Ausschüttung 100 700 700 700 700 700 700 700 700 800

> Gewinnzuweisung -10.000 406 486 549637 668699 791 886 984

./. Steuerzahlung -3.000 122 146 165 191 200 210 237 266 295

= Ertrag nach Steuer 3.100 578 554 535 509 500 490 463 434 505

EK-Einlage und Verzinsung nach Steuern 6.900 8,38% 8,03% 7,76% 7,37% 7,24% 7,11% 6,71% 6,29% 7,32%

Hinweis:Die Berechnung erfolgt ohne Berücksichtigung der Gewerbesteuer. Bisher ist eine Steuererstattung für die Kommanditisten möglich.

Die Berechnung stellt ferner nur eine prognostizierte Vorausschau dar (Zukunftsprognose). Reale Zahlen ergeben die sich beim Betrieb der Windkraftanlage.

Für die Darstellung wird keine Haftung übernommen. Ansprüche auf Auszahlung und Zinsen wie in der Prognose beschrieben bestehen nicht.

Die Ausschüttungen richten sich nach den Erträgen der Betriebsgesellschaft der Windkraftanlage.


Wirtschaftliche

Wirtschaftliche

Vor orausschau ausschau

2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 2022 2023 2024 2025 Gesamt

255.900 255.900 255.900 255.900 255.900 255.900 255.900 255.900 255.900 255.900 255.900 5.245.950

2.256 2.088 1.828 1.718 1.830 1.148 1.250 3.177 2.905 2.468 2.011 53.183

258.156 257.988 257.728 257.618 257.730 257.048 257.150 259.077 258.805 258.368 257.911 5.299.133

5.000 12.500 12.688 12.815 12.943 13.072 13.203 13.335 13.469 109.025

2.739 2.766 3.650 4.750 4.798 4.845 4.894 4.943 4.992 5.042 5.093 73.414

12.780 12.780 12.780 12.780 12.780 12.780 12.780 12.780 12.780 12.780 12.780 265.185

39.000 42.000 21.000 402.000

2.000 2.000 2.000 2.000 2.000 2.000 2.000 2.000 2.000 2.000 2.000 41.000

10.000 20.000 30.000 45.000 45.000 50.000 50.000 50.000 50.000 350.000

2.599 2.625 2.651 2.678 2.704 2.731 2.759 2.786 2.814 2.842 2.871 53.546

10.236 10.236 10.236 10.236 10.236 10.236 10.236 10.236 10.236 10.236 10.236 209.838

2.166 2.187 2.209 2.231 2.254 2.276 2.299 2.322 2.345 2.369 2.392 44.622

30.318 25.136 19.954 14.773 6.091 636.900

101.837 99.730 89.481 81.948 83.550 92.684 92.911 98.140 98.371 98.604 98.840 2.185.530

121.923 121.923 121.923 121.923 121.923 60.962 1.585.000

548.654 426.731 304.808 182.885 60.962

55.633 48.826 42.018 35.211 28.404 25.000 25.000 25.000 25.000 25.000 25.000

34.396 36.334 46.324 53.747 52.257 103.402 164.239 160.937 160.434 159.764 159.071

432.094 468.428 514.752 568.499 620.756 724.158 888.397 1.049.334 1.209.769 1.369.532 1.528.603

8,0% 9,0% 10,0% 10,0% 15,0% 20,0% 20,0% 34,0% 35,0% 35,0% 40,0% 14,68%

40.000 45.000 50.000 50.000 75.000 100.000 100.000 170.000 175.000 175.000 200.000 1.502.500

69.594 60.928 57.252 60.999 38.256 41.658 105.897 96.834 82.269 67.032 26.103 300,50%

800 900 1.000 1.000 1.500 2.000 2.000 3.400 3.500 3.500 4.000 30.100

1.021 1.060 1.260 1.408 1.379 1.182 3.285 3.219 3.209 3.195 3.181 19.506

306 318 378 423 414 355 985 966 963 959 954 5.852

494 582 622 577 1.086 1.645 1.015 2.434 2.537 2.541 3.046 24.248

7,15% 8,43% 9,01% 8,37% 15,75% 23,85% 14,70% 35,28% 36,77% 36,83% 44,14% 15,32%

17


18

Erläuterungen

Die wirtschaftliche Vorausschau erfolgt über eine

Laufzeit von 20,5 Jahren. Das entspricht in etwa der

erwarteten Mindestlebensdauer der Windkraftanlage.

Der Nutzungsvertrag läuft über die Dauer von 20

Jahren zuzüglich Verlängerungsoption von zwei mal

fünf Jahren.

Finanzierung

Die Gesamtinvestition von 2.085.000 Euro netto wird

über Bareinlagen in Form von Kommanditbeteiligungen

in Höhe von insgesamt 500.000 Euro

und Darlehen über 1.585.000 Euro erbracht. Die

Darlehenszinsen richten sich nach den zum Zeitpunkt

der Zusage gültigen Zinssätzen des finanzierenden

Kreditinstitutes. Für die Berechnung wurden folgende

Konditionen unterstellt: Nominalzinsen 4,50 % über 10

Jahre fest, 100 % Auszahlung, 2 Jahre tilgungsfrei.

Diese Angaben entsprechen den Bedingungen zum

Zeitpunkt der Prospektherausgabe.

Einspeisevergütung / Verkauf

Für die Vergütung wird gemäß Erneuerbare-Energien-

Gesetz (EEG) 0,0853 Euro/kWh über die gesamte

Vertragslaufzeit angesetzt (bei einer Inbetriebnahme

im Jahr 2005).

Zinserträge

Es wird davon ausgegangen, dass für die

Liquiditätsreserven ein durchschnittlicher Zinsertrag

von 2,5 % erzielt wird.

Wartungskosten

Das Service-Konzept ISPplus des Herstellers beinhaltet

Ersatzteile, Hilfs- und Verbrauchsstoffe. In den

ersten beiden Betriebsjahren gilt die kostenfreie

Gewährleistung des Herstellers. Die Kosten sind

jährlich gestaffelt. Es wird unterstellt, dass ab dem 3.

Betriebsjahr die Wartung vom Hersteller oder einem

freien Wartungsunternehmen unabhängig vom

Service-Konzept durchgeführt wird.

Versicherung

Mit Abschluss des ISPplus-Vertrages sind wesentliche

Risiken abgedeckt. Ergänzend wird eine Substitutärversicherung

abgeschlossen, durch die Risiken, die nicht

durch das ISPplus-Konzept abgedeckt sind. Ergänzend

wird eine Haftpflichtversicherung nebst Bauherrenversicherung

abgeschlossen, mit welcher Vermögensund

Personenschäden abgesichert werden.

Es ist vorgesehen nach Ablauf des ISPplus-Konzeptes

eine Maschinen-Kaskoversicherung, eine Betriebsunterbrechungsversicherung

sowie eine Betreiberhaftpflicht

abzuschließen. Die Laufzeit dieser Versicherungen

beträgt üblicherweise 5 Jahre.

Nutzungsentschädigung

Für die Nutzung des Grundstückes ist eine jährliche

Zahlung in Höhe 12.782,30 Euro vereinbart.

Service-Konzept REpower Systems AG

Das Service-Konzept des Herstellers läuft zunächst

für einen Zeitraum von 12 Jahren. Der Vertrag beinhaltet

einen Inflationsausgleich. Eine Preissteigerung

wurde berücksichtigt.

Haftungsvergütung

Die Komplementärin haftet für die Betriebsgesellschaft.

Dazu ist eine Aufwandsentschädigung erforderlich. Hier

wurde eine jährliche Haftungsvergütung von 2.000 Euro

fix berücksichtigt.

Reparaturen

Die Reparaturen wurden nach Ablauf des Service-

Konzeptes ISPplus pauschal kalkuliert. Mangels

Erfahrungen handelt es sich hierbei um Schätzungen.

Buchhaltung, Abschluss

Hiermit sind die Honorare für die Buchhaltung und den

Jahresabschluss gemeint, die gegenüber dem

Steuerberater / Wirtschaftsprüfer zu zahlen sind.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung, also die Durchführung

sämtlicher kaufmännischer Tätigkeiten sowie die

laufende technische Betreuung erfolgt durch die vollhaftende

Komplementärin SFB GmbH, die dafür eine

Vergütung in Höhe von 4 % der Nettoeinspeiseerlöse

(1 % für die kaufmännische und 3 % für die technische

Betreuung) erhält.

Sonstige Kosten

Die sonstigen Kosten dienen vornehmlich als Kostenreserve.

Gewerbesteuer

Die Gewerbesteuer wurde bei der Berechnung außer

Acht gelassen. Zum Einen wird die Abschaffung dieser

Steuer politisch diskutiert, zum Anderen wird sie mit der

Einkommenssteuer der Kommanditisten verrechnet,

sofern diese Einkommenssteuerpflichtig sind. Die

Gewerbesteuer fällt nach Überschreitung des Freibetrages

(ab ca. dem 12. Betriebsjahr) an.

Liquidität

Vom Jahresergebnis muss die Tilgung der Darlehen

abgezogen werden. Aus dem verbleibenden Betrag

erfolgt auf Beschluss der Gesellschaftsversammlung

die Ausschüttung. Um unvorhergesehene Ereignisse

(z. B. Schwankungen der Erträge) finanziell abzusichern,

ist eine solide Liquidität über die Vertragslaufzeit

sinnvoll und hier auch vorgesehen. Eine ausreichende

Liquidität sichert stetige Ausschüttungen.

Geplante Ausschüttung

Die Gesamtausschüttung für die Kommanditisten

über die Laufzeit von 20,5 Jahren wird mit 300 % der

Einlage prognostiziert.


Verlust / Gewinnzuweisung

Im ersten Betriebsjahr erfolgt eine degressive

Abschreibung gemäß § 7 Abs. 2 EStG in Verbindung

mit einer Sonderabschreibung nach § 7 g EStG.

Danach erfolgt über den Zeitraum von 15 Jahren eine

lineare Abschreibung. Die Dauer der Abschreibung

beträgt insgesamt 16 Jahre.

Weitere mitfinanzierte Kosten:

Treuhand- und Gründungskosten

Für die Gründung der Seewiesen Power GmbH & Co.

KG 2 sind einmalige Kosten in Höhe von etwa 3.000

Euro entstanden. Die Kosten für die erforderlichen

Handelsregisteranmeldungen und die Eintragungen

ins Handelsregister hat die Gesellschaft bereits

gezahlt.

Ausgleichsmaßnahmen, Beiträge

Für den Eingriff in den Naturhaushalt durch die Windkraftanlage

wurde durch die Genehmigungsbehörde

eine einmalige Ausgleichsabgabe festgelegt. Für die

Mitgliedschaft bei der Industrie- und Handelskammer

und anderen Institutionen fallen Gebühren in

geringem Umfang an.

Vertrieb, Werbung

Für die Werbung und den Vertrieb der Kommanditanteile

entstehen der Gesellschaft einmalige Kosten.

Rücklagen, Rückstellungen, Rückbaubürgschaft

Zur finanziellen Absicherung des Rückbaus nach entgültiger

Stilllegung der Windkraftanlage wird

gegenüber dem Landratsamt Tauberbischofsheim

eine Bürgschaft in Höhe von 25.000 Euro gestellt.

Dafür fallen jährliche Avalkosten in Höhe von etwa

1 % des Bürgschaftsbetrages an. Rückstellungen

gehen in die Gewinn- und Verlustzuweisung ein.

Rücklagen werden aus versteuerter Liquidität

gebildet.

Beispielrechnung:

Ausschüttung und Steuern

Kommanditisten erhalten eine jährliche steuerfreie

Ausschüttung. Der Gewinnanteil der Gesellschaft ist

quotal der jeweiligen Kapitaleinlage zu versteuern.

Gewerbesteueranrechnung

Die Gewerbesteuer kann voraussichtlich ab 2017

angerechnet werden.

Ertrag nach Steuern

Es wird beispielhaft ein persönlicher Steuersatz in Höhe

von 30 % unterstellt. Das Jahr 2005 berücksichtigt die

Steuergutschrift.

Verzinsung EK-Einlage

Errechnete Verzinsung unter Berücksichtigung der

voraussichtlichen Steuergutschrift für das effektiv

eingesetzte Kapital.

Erläuterungen

Betriebswirtschaftliche Grundkonzeption

Es wurde versucht Sicherheit mit Renditestärke

zu kombinieren. Dieses Konzept wurde mit folgenden

Maßnahmen umgesetzt:

keine Haftungserweiterung

Die Begrenzung der Haftung auf die Kapitaleinlage

hat zur Folge, dass die Kommanditisten

im Falle eines Totalverlustes keine Nachschusspflicht

haben.

konservative Rücklagenpolitik

Das Betriebskonzept ist so aufgebaut, dass in

den ersten tilgungsfreien Jahren eine Liquiditätsrücklage

gebildet werden kann. Durch den cashflow

der Windkraftanlage kann diese nach und

nach aufgebessert werden.

Aus dieser Rücklage erfolgen die geplanten

Ausschüttungen an die Kommanditisten. Damit

soll eine Planmäßigkeit der Ausschüttungen

gewährleistet werden, denn in ertragsschwachen

Jahren kann die Rücklage geringer,

in ertragsstarken Jahren höher sein als angegeben.

Die Rücklage dient somit als Puffer

etwaiger unternehmerischer Unwägbarkeiten.

Eingrenzung der Betriebskosten

Aufgrund des umfassenden Servicekonzeptes

ISPplus des Windkraftanlagenherstellers sind

über den Zeitraum dieses Vertrages keine besonderen

Rückstellungen für Reparaturen oder

Instandhaltungen erforderlich. Dadurch wird für

diesen Zeitraum eine hohe Planungssicherheit

geschaffen.

Glättung der Erträge

Durch die Poolung der Windkraftanlagen innerhalb

des Windparks Frauental wird das

Ertragsrisiko aller Anlagen geteilt.

Übererfolgsbeteiligung

Der Windkraftanlagenhersteller möchte, sofern er

seine vertraglich garantierten Leistungen überschreitet,

am Mehrerfolg im geringen Umfang

beteiligt werden. Dieses ist verständlich und

wirtschaftlich sinnvoll. Diese Beteiligung bezieht

sich ausdrücklich auf den durch ihn herbeigeführten

MEHRERLÖS. Im Gegenzug zahlt der

Hersteller den vollen Ertragsausfall, sofern er

seine Leistungen nicht vertragsgemäß erbringt.

Durch diese Regelung ist der Hersteller motiviert

die Arbeiten zügig und gut zu erbringen und die

Service- und Instandsetzungsarbeiten vorausschauend

durchzuführen. Insgesamt ist eine

höhere Betriebssicherheit zu erwarten, was einen

höheren wirtschaftlichen Erfolg zur Folge hat.

19


20

Steuerliche Hinweise

Grundsätzlich gilt, dass die steuerliche Konzeption

des Beteiligungsangebots der Seewiesen Power

GmbH & Co. KG 2 auf den Steuergesetzen, der

Verwaltungsauffassung und der veröffentlichten

Rechtssprechung zum Zeitpunkt der Prospektherausgabe

basiert. Das Steuerrecht ist jedoch in

ständiger Veränderung begriffen. Gesetzgebung,

Rechtssprechung und die Auffassung der Finanzverwaltung

zu einzelnen Besteuerungsfragen können

sich daher jederzeit ändern. Künftige Änderungen im

Steuerrecht zum Nachteil des Steuerpflichtigen lassen

sich nicht grundsätzlich ausschließen. Die folgenden

Angaben dienen zur grundsätzlichen Information.

I.) Einkommensteuer

Einkunftsart der Einkünfte der Gesellschaft

Die Gesellschaft erzielt durch Erzeugung und Verkauf

elektrischer Energie Einkünfte aus Gewerbebetrieb im

Sinne des § 15 EStG. Die Gesellschafterinnen und

Gesellschafter der Beteiligungsgesellschaft sind

steuerlich als Mitunternehmer zu behandeln. Ihnen

werden die Einkünfte nach Ihrer quotalen Beteiligung

an der Gesellschaft unmittelbar für Ihre Einkommensteuerveranlagung

zugerechnet. Aufwendungen, die

die Gesellschafterinnen und Gesellschafter in eigener

Person haben, z. B. Darlehenszinsen für die

Fremdfinanzierung ihrer Einlage oder Fahrt- und

Reisekosten zu Gesellschafterversammlungen, sind

als Sonderbetriebsausgaben im Rahmen der einheitlichen

und gesonderten Gewinnfeststellung für die

Gesellschaft zu berücksichtigen und daher immer am

Jahresanfang der Gesellschaft zu melden. Diese

Kosten können nicht im Rahmen der Einkommensteuererklärung

des Gesellschafters geltend gemacht

werden. Ausschüttungen aus der Gesellschaft werden

steuerlich als Entnahmen behandelt und sind daher

nicht zu versteuern.

Gewinnerzielungsabsicht

Voraussetzung für das Vorliegen von steuerlichen

zuzurechnenden Einkünften aus Gewerbebetrieb ist,

dass sowohl die Gesellschaft selbst als auch die

Gesellschafter ihre Betätigung mit der Absicht

ausüben, während der Dauer der Gesellschaft

(während des normalen Betriebs der Energieanlage(n)

für die Gesellschaft) oder während der planmäßigen

Dauer des Haltens der Beteiligung einen Totalgewinn

durch entsprechend laufende Erträge und / oder

anschließende Veräußerungsgewinne erzielen. Dabei

wird auf die voraussichtliche Betriebsdauer der

Energieanlage(n) abgestellt oder auf der Gesellschafterebene

nach der planmäßigen Haltedauer für

die Beteiligung. Ergibt sich danach aus der

Prognoserechnung ein positives Ergebnis, können

auch Verluste der Anlaufphase abgezogen werden.

Begrenzung des Verlustausgleiches

gemäß § 15a EStG

Gemäß § 15a Abs. 1 S. 1 EStG werden Verlustzuweisungen,

die beschränkt haftende Gesellschafter

(insbesondere Kommanditisten) von einer gewerblich

tätigen Personengesellschaft zugerechnet erhalten,

nur bis zur Höhe der gezeichneten Einlage sofort mit

anderen positiven Einkünften verrechnet. Dies gilt

ausschließlich für den Verlust aus der Gesellschaft

selbst. Die Sonderbetriebsausgaben sind in jedem

Fall abzugsfähig. Über die Einlage hinausgehende

Verluste werden als nicht abzugsfähige Verluste

behandelt und als verrechenbare Verluste für Sie festgehalten

und können mit Gewinnen aus der

Gesellschaft in späteren Jahren verrechnet werden.

Einschränkung der Verlustberücksichtigung nach 2 b EStG

Durch das Steuerentlastungsgesetz 1999, 2000 und

2002 hat der Gesetzgeber den Verlustausgleich bei

sogenannten Verlustzuweisungsgesellschaften und

ähnlichen Modellen erheblich eingeschränkt (§ 2b

EStG). Danach gilt als Verlustzuweisungsgesellschaft

eine Gesellschaft, bei der die Erzielung eines steuerlichen

Vorteils im Vordergrund steht. Die Erzielung

eines steuerlichen Vorteils steht insbesondere dann

im Vordergrund, wenn nach dem Betriebskonzept der

Gesellschaft die Rendite auf das eingesetzte Kapital

nach Steuern mehr als das Doppelte dieser Rendite

vor Steuern beträgt und ihre Betriebsführung überwiegend

auf diesem Umstand beruht, oder wenn

Kapitalanlegern Steuerminderungen durch Verlustzuweisungen

in Aussicht gestellt werden. Nach der im

BMF-Schreiben vom 5.7.2000 IV A5 - S 2118 B -

111/00 vorgesehenen Renditeberechnung ist die

Nachsteuerrendite negativer als die Vorsteuerrendite,

weil die Gesellschaft nach der beigefügten

Prognoserechnung bereits ab 2009 steuerliche

Gewinne erzielt. Die Verlustausgleichsbeschränkung

für Verlustzuweisungsgesellschaften nach § 2b EStG

findet daher keine Anwendung. Desweiteren wurde

der Verlustausgleich unter den Einkunftsarten mit

dem Steuerentlastungsgesetz 1999, 2000 und 2002

eingeschränkt. Ist eine Saldierung innerhalb der

Einkünfte aus Gewerbebetrieb nicht möglich und

muss der Anfangsverlust mit positiven Einkünften

anderer Einkunftsarten ausgeglichen werden, so können

51.500 Euro bei ledigen Steuerpflichtigen pro

Jahr und 103.000 Euro bei zusammenveranlagten

Ehegatten pro Jahr unbeschränkt ausgeglichen werden.

Darüber hinausgehende Verluste unterliegen

weiteren Beschränkungen.


Begrenzung des Verlustausgleichs / “Liebhaberei”

Eine Beteiligung an der Seewiesen Power GmbH &

Co. KG 2 ist generell als eine auf Dauer angelegte

Kapitalbeteiligung anzusehen. Steuerliche Verluste in

den Anfangsjahren werden von den Finanzbehörden

in der Regel nur dann anerkannt, wenn eine

Gewinnerzielungsabsicht des Kommanditisten

erkennbar ist. Von einer Gewinnerzielungsabsicht

kann in der Regel dann ausgegangen werden, wenn

die Beteiligung an der Gesellschaft solange besteht,

bis die steuerlichen Verluste der Anfangsphase durch

spätere Gewinne wieder aufgeholt sind. Bei dieser

Betrachtung sind Fremdfinanzierungskosten (Fremdkapitalzinsen

usw.) des Kommanditisten mit

einzubeziehen, falls er einen Teil seiner Kommanditbeteiligung

fremdfinanziert. Veräußert ein Gesellschafter

seinen Kommanditanteil und ergibt die

steuerliche Rechnung keinen Totalgewinn, so wird die

Beteiligung an der Gesellschaft von den Finanzbehörden

in der Regel als "Liebhaberei' eingestuft; es

ist davon auszugehen, dass anfängliche steuerliche

Verluste rückwirkend aberkannt und nachträglich als

zu versteuerndes Einkommen behandelt werden. Bei

einer Veräußerung der Beteiligung und der

entsprechenden steuerlichen Betrachtung ist jedoch

ein etwaiger Veräußerungsgewinn der Kommanditbeteiligung

mit zu berücksichtigen.

Steuerliche Hinweise

Veräußerung der Beteiligung

Veräußert der Kommanditist seinen Kommanditanteil

über dem Buchwert dieses Anteils, so entsteht ein

Veräußerungsgewinn. Der Veräußerungsgewinn ist

nach neuester Gesetzgebung bei natürlichen

Personen mit einem besonderen Steuersatz nach

Maßgabe des § 16 EStG i. V. mit § 34 Abs. 1 EStG zu

versteuern.

Abschreibungen von Windkraftanlagen

Bei der Windkraftanlage Frauental 2 handelt es sich

um bewegliche Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens.

Demnach können Abschreibungen linear

oder degressiv bei einer betriebsgewöhnlichen

Nutzungsdauer von 16 Jahren gemäß der vom

Bundesministerium der Finanzen veröffentlichten

amtlichen Abschreibungstabelle vom 15. Dezember

2001 vorgenommen werden.

Steuerermäßigung

bei Einkünften aus Gewerbebetrieb

Gemäß der im Rahmen des Steuersenkungsgesetzes

verabschiedeten Fassung des § 35 EStG erfolgt zum

Ausgleich der durch die Gesellschaft gezahlten

Gewerbesteuer eine Anrechnung auf die Einkommensteuer

der einzelnen Kommanditisten. Zum Tragen

kommt diese Anrechnung zeitlich erst, wenn die

Gesellschaft unter Berücksichtigung der vortragsfähigen

Gewerbeverluste gewerbesteuerlich in der

Gewinnphase ist, also die Gewerbesteuerzahlungen

erstmals einsetzen. Das Anrechnungsverfahren

kommt bei einer Beteiligung an der Seewiesen Power

GmbH & Co. KG 2 voraussichtlich erst ab 2017 in

Betracht.

21


22

Steuerliche Hinweise

II.) Andere Steuerarten

Gewerbesteuer

Die Gesellschaft unterliegt als Gewerbebetrieb der

Gewerbesteuer. Dabei wird der Gewerbeertrag

anhand des Gewinnes zuzüglich der Hälfte der

Dauerschuldzinsen ermittelt. Bei Personengesellschaften

besteht derzeit ein Freibetrag von

24.500 Euro pro Gesellschaft und ein gestaffelter

Steuermessbetrag von 1 % bis 5 % für den Gewerbeertrag.

Gewerbesteuerliche Verluste sind vortragsfähig,

soweit der Gesellschafterbestand unverändert

bleibt.

Umsatzsteuer

Die Gesellschaft ist umsatzsteuerliche Unternehmerin

im Sinne des Umsatzsteuergesetzes. Die Lieferungen

von Strom sind umsatzsteuerpflichtig. Damit kann

aber auch die Gesellschaft die Umsatzsteuer, die ihr

von anderen Unternehmen für Baukosten, Verwaltungskosten

und sonstige Kosten in Rechnung

gestellt wird, als sogenannte Vorsteuer abziehen.


Die rechtliche Konzeption des Beteiligungsangebotes

der Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2 basiert auf

einer Vielzahl von Verträgen, rechtlichen Vorschriften

und Rechtsprechungen. Durch die folgenden

Ausführungen wird die rechtliche Gesamtkonzeption

kurz beschrieben. Nähere Informationen erhalten Sie

in den Anhängen zum Prospekt oder können bei uns

angefordert werden. Ergänzend ist es immer sinnvoll

einen Rechtsanwalt Ihres Vertrauens zu konsultieren.

Rechtsform und Gegenstand der Gesellschaft

Die Gesellschaft ist eine Kommanditgesellschaft mit

Sitz in D-33154 Salzkotten. Die Gesellschaft wurde

am 1. April 2002 gegründet und am 28. Mai 2002 im

Handelsregister des Amtsgerichts Paderborn unter

HRA 2558 eingetragen. Sie führt den Namen

Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2. Gründungskommanditist

ist Herr Michael Behlau mit einer

derzeitigen Hafteinlage von 20.000 Euro. Gegenstand

der Gesellschaft ist das Betreiben regenerativer

Energieanlagen, insbesondere von Windkraftanlagen.

Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin)

ist die Strategie Finanz Beratung GmbH (SFB

GmbH) mit Sitz in Salzkotten.

Geschäftsführung

Die Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft

erfolgt durch die Komplementärin. Nur diese ist zur

Vertretung der Gesellschaft berechtigt. Die SFB

GmbH wird durch den alleinigen geschäftsführenden

Gesellschafter Michael Behlau vertreten. Die

Komplementärin erhält eine für ihre Geschäftsführungstätigkeit

und für die Übernahme der persönlichen

Haftung erlaubnisunabhängige Vergütung und

zwar:

a) während der lnvestitionsphase einmalig 2.000 Euro,

fällig bei Inbetriebnahme der Windkraftanlage.

b) ab Inbetriebnahme der Windkraftanlage einen

Betrag in Höhe von 4 % p. a. der Nettoumsatzerlöse

der Gesellschaft in dem jeweiligen Geschäftsjahr;

hierauf können angemessene monatliche Abschläge

entnommen werden,

c) und eine Vergütung für die persönliche Haftung

von 2.000 Euro pro Jahr.

Die Komplementärin ist berechtigt und verpflichtet,

sämtliche für das lnvestitionsvorhaben der Gesellschaft

und dessen Finanzierung erforderlichen

Verträge sowie die weiteren erforderlichen Dienstleistungsverträge

abzuschließen und durchzuführen.

Sie ist berechtigt, die Geschäfte ganz oder teilweise

von Dritten besorgen zu lassen und die dazu erforderlichen

Vollmachten zu erteilen.

Rechtliche Hinweise

Die Komplementärin ist u. a. berechtigt, Verträge mit

anderen Betreibern von Windenergieanlagen über die

Poolung von Stromeinspeiseerlösen und den gemeinsamen

Betrieb der Netzanbindung und Verträge zu

Beteiligungen an Gesellschaften, die dies zum

Unternehmensgegenstand haben, abzuschließen. Hier

sind insbesondere die Betreiber der im Windpark

Frauental in Bau befindlichen Windkraftanlagen 1 und 3

gemeint.

Die persönlich haftende Gesellschafterin bedarf der

Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2 folgenden

Rechtsgeschäften und Maßnahmen der vorherigen

Zustimmung der Gesellschafterversammlung:

a) bei Veräußerung oder Verpachtung des

Unternehmens der Gesellschaft oder wesentlicher

Teile davon,

b) bei der Aufnahme von Darlehen, die im prospektierten

Finanzierungsplan nicht vorgesehen sind und

nicht der Finanzierung zustimmungsfreier Mehraufwendungen

dienen, ausgenommen jedoch die

Ersetzung nicht gezeichneten Kommanditkapitals

durch weitere Fremdmittel und Darlehen,

c) bei Rechtshandlungen und Maßnahmen, die über

den gewöhnlichen Geschäftsbetrieb der Gesellschaft

erheblich hinausgehen oder für die Gesellschaft von

besonderer Bedeutung sind,

d) bei wesentlichen Änderungen von bereits

geschlossenen Verträgen.

Wenn in einigen Fällen die Komplementärin die

Zustimmung der Gesellschafterversammlung nicht

einholen kann, so hat sie nach pflichtgemäßem

Ermessen zu handeln und unverzüglich die

Stellungnahme der Gesellschafterversammlung

einzuholen.

23


24

Rechtliche Hinweise

Folgenden Geschäften stimmen die Gesellschafter

schon jetzt zu:

- der wirtschaftlichen Konzeption gemäß Prospekt

- den diesem Prospekt zugrundeliegenden Verträgen

über:

a) den Nutzungsvertrag

b) die Eintragungen im Grundbuch

c) den städtebaulichen Vertrag

d) die Bestellung der Windkraftanlage

e) den Kauf und Verkauf der Windkraftanlage

f) die Bereitstellung der Infrastruktur

g) Gutachten und Erschließung

h) die Betriebsführung und Verwaltung

i) den Abschluss von Versicherungen

j) Wartung und Gewährleistungsergänzung

k) die Poolung der Einspeiseerlöse

l) die Prospekterstellung

m) den Druck und die Werbetätigkeit

n) die Kapitaleinwerbung bzw. den Vertrieb

o) Stromeinspeisung, Strombezug und Netzanschluss

p) Darlehen und sonstige Fremdmittel

q) über die sonstigen Ausgaben

r) Mittelverwendungskontrolle

Kapitalaufnahme

Das Kommanditkapital der Gesellschaft soll durch

Aufnahme weiterer Gesellschafter erhöht werden. Die

Komplementärin ist zur Annahme der Beitrittserklärungen

namens aller Gesellschafter unter

Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB

bevollmächtigt.

Die Kommanditeinlage der weiteren Gesellschafter

soll mindestens 5.000 Euro betragen, höhere Beträge

müssen durch 1.000 teilbar sein. Die Kommanditeinlage

haben die Kommanditisten in Höhe ihrer

Bareinlage einzuzahlen. Es wird ein Agio in Höhe von

5 % auf die Kapitaleinlage erhoben. Für Anwohner mit

Hauptwohnsitz im Stadtgebiet Creglingen entfällt das

Agio.

Die Kommanditisten haben der Komplementärin für

die gesetzlich vorgeschriebene Anmeldung im

Handelsregister eine Handelsregistervollmacht nach

Vorgabe der Gesellschaft in notariell beglaubigter

Form zu erteilen. Der Vordruck der Vollmacht wird den

neuen Gesellschaftern nach Eingang des

Zeichnungsscheines mit der Bestätigung über die

Annahme der Beteiligung zugesandt.

Ergänzend kann Eigenkapital auch durch eine Einlage

der SEG AG aufgebracht werden.

Mittelverwendungskontrolle

Für die Einzahlung des Beteiligungskapitals wurde

das Sonderkonto 9.138.615.500 bei der Volksbank

Paderborn-Höxter eG (BLZ 472.601.21) eingerichtet.

Über dieses Konto kann nur im Vier-Augen-Prinzip

verfügt werden, also zwei Personen sind nur gemeinsam

unterzeichnungsberechtigt.

Ergebnis- und Vermögensbeteiligung

Die Kommanditisten sind im Verhältnis ihrer festen

Kapitalkonten am Vermögen und Ergebnis der

Gesellschaft beteiligt. Die Ergebnisverteilung erfolgt

dabei im Jahr 2005 unabhängig vom Zeitpunkt des

Beitritts der Kommanditisten während des Geschäftsjahres

nach der Höhe der Kommanditeinlage (vergleiche

hierzu § 11 Abs. 2 des Gesellschaftsvertrages).

Verluste der Gesellschaft werden den Kommanditisten

in den Geschäftsjahren der Investitions- und

Platzierungsphase unabhängig vom Zeitpunkt ihres

Beitritts derart zugewiesen, dass am jeweiligen

Bilanzstichtag die Verlustvortragskonten im selben

Verhältnis zueinander stehen wie die festen

Kapitalkonten. Die Verteilung erfolgt dabei in der

Weise, dass Verluste der Gesellschaft, insbesondere

infolge von Sonderabschreibungen, später beitretenden

Kommanditisten entsprechend ihren Einlagen

insoweit vorab zugewiesen werden, wie vorher beigetretene

Kommanditisten entsprechend ihren Einlagen

an Verlusten beteiligt waren. Durch diese Sonderregelung

soll sichergestellt werden, dass alle

Kommanditisten entsprechend ihren Beteiligungsquoten

an dem Ergebnis der Investitions- und

Platzierungsphase gleichmäßig teilnehmen. Einem

Kommanditisten werden Verlustanteile auch dann

zugerechnet, wenn diese seine Kommanditeinlage

übersteigen. Zum Ausgleich eines Verlustvortragskontos

sind die Kommanditisten weder gegenüber der

Gesellschaft noch untereinander verpflichtet.

Wertpapieranleger sind am Verlust der Gesellschaft

nicht beteiligt. Genussscheininhaber obligt ein

Anspruch am Gewinn der SEG AG, nicht expliziet des

Windparks Frauental. Ein Anspruch auf Beteiligung

am Gewinn in einem Jahr begründet keinen Anspruch

auf Gewinnbeteiligung in den Folgejahren.

Liquidität und Ausschüttungen

Aus dem jeweiligen Liquiditätsüberschuss der

Gesellschaft ist eine angemessene Liquiditätsreserve

in der Liquiditätsvorschau des Beteiligungsprospektes

angegebenen und mindestens in der von den

finanzierenden Kreditinstituten geforderten Höhe zu

halten. Dies geschieht nach Ermessen der Komplementärin

zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen

Geschäftsführung, insbesondere zur Sicherstellung der

Zins- und Tilgungsleistungen und der Rücklagen.


Der nach Bildung der Liquiditätsreserve verbleibende

Liquiditätsüberschuss ist innerhalb von 30 Tagen nach

Genehmigung des Jahresabschlusses an die

Kommanditisten im Verhältnis ihrer festen Kapitalkonten

auszuschütten. Ermöglicht die Liquiditätslage

der Gesellschaft Ausschüttungen, die über den im

Beteiligungsprospekt prognostizierten Beträgen

liegen, so bedarf die Komplementärin für solche

Ausschüttungen der vorherigen Zustimmung der

Gesellschafterversammlung.

Soweit die Ausschüttungen nach den handelsrechtlichen

Vorschriften als Rückzahlung der

Kommanditeinlagen anzusehen sind, entsteht bis zur

Höhe des jeweils übernommenen Kommanditanteils

eine persönliche Haftung der Kommanditisten für die

Verbindlichkeiten der Gesellschaft (§172 Abs. 4 HGB).

Gesellschafterbeschlüsse

Die Gesellschafter fassen ihre Beschlüsse mit einfacher

Mehrheit der abgegebenen Stimmen, soweit

nicht zwingende gesetzliche Regelungen oder der

Gesellschaftsvertrag ausdrücklich andere Mehrheitserfordernisse

vorsehen. Sie beschließen insbesondere

über:

a) Genehmigung des geprüften Jahresabschlusses;

b) Entlastung der Komplementärin;

c) Maßnahmen der Geschäftsführung;

d) Ausschüttungen;

e) den Ausschluss eines Gesellschafters;

f) Änderungen des Gesellschaftsvertrages;

g) die Auflösung der Gesellschaft.

Schriftliche Beschlussfassungen sind zulässig. Die

Kommanditisten haben je volle 1.000 Euro ihres festen

Kapitalkontos eine Stimme.

Die Komplementärin hat 10 Stimmen. Der Darlehensgeber

hat durch die Stellung des Darlehens ebenfalls

je 1.000 Euro Restkredit eine Stimme.

Kontrollrechte, Rechnungslegung und Berichte

Die Kommanditisten sind berechtigt, in Angelegenheiten

der Gesellschaft in oder außerhalb einer

Gesellschafterversammlung Auskunft zu verlangen

und nach Ankündigung mit angemessener Frist

Bücher und Schriften der Gesellschaft am Sitz der

Gesellschaft einzusehen. Jeder Gesellschafter kann

dieses Recht auf seine Kosten durch eine in

Angelegenheiten der Gesellschaft zur Berufsverschwiegenheit

verpflichteten Person ausüben lassen.

Rechtliche Hinweise

Die Komplementärin hat innerhalb von sechs

Monaten nach Schluss des Geschäftsjahres die

Jahresbilanz mit der Gewinn- und Verlustrechnung

nach den gesetzlichen Vorschriften aufzustellen und

einen Steuerberater ihrer Wahl mit der Prüfung des

Jahresabschlusses zu beauftragen. Sondervergütungen

im Sinne von § 15 Abs. 1 Ziffer 2 EStG (insbesondere

die Vergütung der persönlich haftenden

Gesellschafterin) sind als Aufwand zu behandeln. Die

Komplementärin wird alljährlich den Kommanditisten

einen Geschäftsbericht erstatten und sie im übrigen

über außergewöhnliche Geschäftsvorfälle unverzüglich

unterrichten.

Rechtsnachfolge bei Tod eines Gesellschafters

Verstirbt ein Kommanditist, so geht seine

Kommanditbeteiligung auf seine Erben über.

Abtretungen von Erben untereinander oder an

Vermächtnisnehmer bedürfen nicht der Zustimmung,

sind jedoch der Komplementärin anzuzeigen. Die

Ausübung der Rechte aus der Kommanditbeteiligung

eines verstorbenen Kommanditisten durch einen

Testamentsvollstrecker ist zulässig. Die Rechtsnachfolger

des verstorbenen Kommanditisten haben

sich gegenüber der Komplementärin durch Vorlage

eines Erbscheins zu legitimieren.

Ausscheiden von Gesellschaftern,

Kündigung, Verkauf der Beteiligung

Ein Kommanditist scheidet aus der Gesellschaft aus,

wenn

a) er seine Gesellschaftsbeteiligung wirksam

gekündigt hat und die Gesellschaft nicht infolge der

gleichzeitigen Kündigung anderer Kommanditisten in

Liquidation tritt,

b) in die Kommanditbeteiligung oder in einzelne

Ansprüche aus dem Gesellschaftsverhältnis die

Zwangsvollstreckung betrieben wird und die

Zwangsvollstreckungsmaßnahme nicht innerhalb von

drei Monaten, spätestens bis zur Verwertung, aufgehoben

wird,

c) über das Vermögen des Kommanditisten ein

Insolvenzverfahren eröffnet oder die Eröffnung des

Insolvenzverfahrens mangels Masse abgelehnt wird

oder der Kommanditist aus der Gesellschaft ausgeschlossen

wird.

25


26

Rechtliche Hinweise

Die Komplementärin ist berechtigt, einen

Kommanditisten aus der Gesellschaft auszuschließen,

wenn dieser seine Kommanditeinlage trotz Mahnung

unter Setzung einer Nachfrist von 30 Tagen nicht oder

nicht vollständig geleistet hat oder er seine

Mitwirkungspflichten u. a. hinsichtlich seiner Eintragung

in das Handelsregister nicht erfüllt.

Kommanditisten, die ihre Einlage voll erbracht haben

und später ausscheiden, erhalten eine Abfindung, die

sich nach dem wirklichen Wert ihrer Beteiligung

richtet. Dieser Wert ist in entsprechender Anwendung

der Grundsätze des Stuttgarter Verfahrens zur

Ermittlung des gemeinen Werts von Anteilen an

Kapitalgesellschaften auf der Grundlage der Jahresbilanz,

die dem Zeitpunkt des Ausscheidens des

Kommanditisten am Nächsten liegt und unter Berücksichtigung

des Stands seines Verrechnungskontos zu

berechnen. Spätere Bilanzberichtigungen aufgrund

steuerlicher Außenprüfungen haben auf die Abfindung

keinen Einfluss.

Haftung

Der Kommanditist haftet den Gläubigern der

Gesellschaft bis zur Höhe seiner im Handelsregister

eingetragenen Haftsumme (Kommanditanteil) unmittelbar

(Haftsumme = Bareinlage).

Eine weiterreichende Haftung ist ausgeschlossen,

soweit die Einlage geleistet ist (§ 171 Abs. 1 HGB).

Soweit die Kommanditeinlage nur zum Teil eingezahlt

ist, haften die Kommanditisten den Gläubigern der

Gesellschaft weiter in Höhe des Differenzbetrages

zwischen eingetragener und eingezahlter Kommanditeinlage.

Wenn die Kapitalanteile durch Entnahmen

(Ausschüttungen) unter den Betrag der eingetragenen

Kommanditeinlage gemindert werden, lebt die Haftung

nach § 172 Abs. 4 HGB bis maximal in Höhe des

eingetragenen Kommanditanteils wieder auf. Das

Gleiche gilt, soweit Entnahmen - auch auf Gewinne -

getätigt werden, während der Kapitalanteil des

Kommanditisten durch Verluste unter den Betrag der

eingetragenen Kommanditeinlage herabgemindert ist.

Die geplanten Ausschüttungen werden nach der

Liquiditätsvorausschau in den ersten Jahren aus den

liquiden Mitteln der Gesellschaft finanziert, obwohl

diese noch keine Gewinne ausweist. Es ist insoweit

nicht auszuschließen, dass im Falle der Illiquidität der

Gesellschaft bis zum Ausgleich des Kapitalkontos

durch Gewinnzuweisungen bereits vorgenommene

Ausschüttungen an die Gesellschaft zurückbezahlt

werden müssen. Bis zur Eintragung wird die

Beteiligung als atypisch stille Gesellschaftsbeteiligung

in Höhe der einzuzahlenden Kommanditeinlage

behandelt. Die weiteren gesellschaftsvertraglichen

Regelungen sind dem abgedruckten Gesellschaftsvertrag

zu entnehmen.

Generalübernehmervertrag

Die Windkraftanlage wird von dem Generalübernehmer

schlüsselfertig zum Festpreis errichtet.

Darüber wurde ein Generalübernehmervertrag

abgeschlossen.

Netzanschlussvertrag

Die Komplementärin rechnet den erzeugten Strom für

die einzelnen Betriebsgesellschaften des Windparks

Frauental (Seewiesen Power GmbH & Co. KG 1,

Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2 und Seewiesen

Power GmbH & Co. KG 3) im Namen der

Betriebsgesellschaften zu gleichen Teilen (Pool) mit

dem Energieversorgungsunternehmen (EVU) ab. Das

EVU ist die Überlandwerke Schäftersheim GmbH

(ÜWS). Die Einspeisezusage liegt vor. Der Stromeinspeisevertrag

wurde bereits abgeschlossen.

Vertrag über die Betriebsführung

Mit der Komplementärin wurde ein Betriebsführungsvertrag

über die kaufmännische und technische

Betriebsführung über einen Zeitraum von 20

Jahren geschlossen. Die Vergütung beträgt 4 % p. a.

und richtet sich nach der Höhe der Nettoerträge. Eine

Anpassung der Vergütung an die jährliche

Preissteigerungsrate (Inflationsausgleich) erfolgt nicht.

Nutzungsvertrag

Der abgeschlossene Nutzungsvertrag hat eine Laufzeit

von mindestens 20 Jahren ab Inbetriebnahme der

Anlage mit jeweils 2 mal 5 Jahren Verlängerungsoption.

Dieses Nutzungsrecht ist erstrangig in Abteilung II des

Grundbuches eingetragen. Dafür zahlt die Betriebsgesellschaft

ein jährliches Nutzungsentgelt in Höhe von

12.782,30 Euro , was etwa 5 % der Nettoerlöse

entspricht. Alle vom Windpark Frauental betroffenen

Grundeigentümer haben sich zu einer Eigentümergemeinschaft

zusammen gefunden. Sämtliche Erlöse

aus dem Windpark wurden in den Nutzungsverträgen

an diese Gesellschaft abgetreten, so dass das Entgelt

an die Eigentümergemeinschaft gezahlt wird. Die

Eigentümer teilen das Gesamthonorar innerhalb der

Gesellschaft nach eigenen Vorgaben auf, so dass auch

diejenigen Eigentümer ein Entgelt erhalten, die keine

Windkraftanlage auf ihrem Grundstück haben. Im

Gegenzug haben sich diese Grundeigentümer dazu

verpflichtet ihre Grundstücke keinem Dritten für das

Errichten und Betreiben von Windkraftanlagen zur Verfügung

zu stellen. Der Grundeigentümer erwägt, den

Nutzungsvertrag in einen Erbbauvertrag zu wandeln.


Gewährleistungszeitraum

Der Gewährleistungszeitraum beginnt mit Gefahrübergang.

Der Hersteller gewährt 24 Monate Gewährleistung

auf alle Teile der Windkraftanlage. Die

Gewährleistungszeit kann gegen Aufpreis auf fünf

Jahre verlängert werden. Der Servicevertrag ISPplus

ersetzt die Gewährleistungsverlängerung.

Leistungskennlinie

Der Hersteller garantiert eine technische

Verfügbarkeit von 96 % über einen Bemessungszeitraum

von 12 Monaten (8.760 h) ab dem vierten

Monat der Inbetriebnahme bei einem Windpark ab

drei und mit bis zu zehn Windkraftanlagen.

Servicevertrag

Optional wird seitens des Herstellers ein

Servicevertrag bis zum 12. Betriebsjahr der Windkraftanlage

angeboten. Der Vertrag bietet ggf. eine

wirtschaftlich höhere Sicherheit, ist jedoch mit

Zusatzkosten verbunden. In der Vorausschau ist der

Abschluss des Servicevertrages berücksichtigt.

Rückbaubürgschaft

Gegenüber den Grundstückseigentümern ist keine

Rückbaubürgschaft zu stellen. Im Rahmen einer

Zusatzvereinbarung haben die Grundstückseigentümer

auf die Einhaltung dieser Zusage

verzichtet. Im Gegenzug stellt die Betriebsgesellschaft

dem zuständigen Landratsamt Tauberbischofsheim

zur Sicherung des Rückbaus nach

endgültiger Betriebsaufgabe eine Bürgschaft in Höhe

von 25.000 Euro zur Verfügung. Diese Bürgschaft

wurde im Vorfeld des Baubeginns von der Behlau

Energiewende GmbH gestellt und ist spätestens mit

Inbetriebnahme von der Betriebsgesellschaft zu

übernehmen.

Darlehen

Das Darlehen kann von einem Kreditinstitut, als auch

von Personen oder Gesellschaften zur Verfügung

gestellt werden. (Darlehensgeber)

Die SEG AG hat das Darlehen beantragt und

beschafft und verbürgt sich für den antragsgemäßen

Ablauf.

Rechtliche Hinweise

Sicherungsabtretung

Zur Sicherstellung des / der Darlehen wird die

Windkraftanlage die Rechte aus dem Projekt

(Grundstücksrechte, Rechte aus der Baugenehmigung,

Einspeiserechte etc.), sowie die Rechte aus

dem Wartungsvertrag / Servicevertrag als auch die

Rechte aus Versicherungen sowie alle direkt oder

indirekt mit der Windkraftanlage verbundenen Rechte

dem kreditgebenden Institut / Darlehensgeber abtreten.

Soziales Engagement

Im Vorfeld der Planung hat die Behlau Energiewende

GmbH für zwei Kinderspielplätze innerhalb der Stadt

Creglingen sowie für ortsansässige Kindergärten

Spenden geleistet. Die Betriebsgesellschaft ist von

diesen Spenden nicht betroffen. Die Spenden erfolgten

ausdrücklich unabhängig vom Genehmigungserfolg

des Windparks Frauental und stellen somit

keine Einflussnahme auf das Genehmigungsverfahren

dar.

Erschließungsvertrag / Sondernutzungsgebühr

Die Nutzung der Wege während der Bauphase und

die Behebung von Beschädigungen in/nach der

Bauphase ist durch einen städtebaulichen Vertrag

zwischen der Stadt Creglingen und dem Projektträger

Behlau Energiewende GmbH geregelt. Die einmalige

Sondernutzungsgebühr ist im Kaufpreis für die

Windkraftanlage enthalten.

Vertragserfüllungsbürgschaft für Wegebau

Die Behlau Energiewende GmbH hat in ihrer Funktion

als Projektträgerin der Stadt Creglingen eine

Vertragserfüllungsbürgschaft zur Sicherung der

Wiederherstellung der Wege hinterlegt. Eine Umlage

auf die Beteiligungsgesellschaft ist ausgeschlossen,

da diese Aufwendungen im Kaufpreis für die

Windkraftanlage enthalten sind.

27


28

So beteiligen Sie sich

SO WERDEN SIE KOMMANDITIST

1. Beitrittserklärung ausfüllen

Nachdem Sie sich mit dem Prospekt inhaltlich

auseinandergesetzt und den Entschluss für eine

Beteiligung getroffen haben, füllen Sie bitte die

Beitrittserklärung aus, welche im Anhang 1 zur

Satzung zu finden ist. Darin geben Sie bitte unbedingt

Ihre persönlichen Daten sowie die gewünschte Höhe

Ihrer Bareinlage an und unterzeichnen an den

gekennzeichneten Stellen.

Die Mindesteinlage beträgt 5.000 Euro. Über die jeweilige

Mindesteinlage hinaus sind Stückelungen von

1.000 Euro möglich.

Die Kommanditeinlage wird mit einem Agio von 5 %

berechnet. Für Anwohner der Stadt Creglingen einschließlich

ihrer Ortsteile entfällt das Agio.

2. Beitrittserklärung zusenden

Senden Sie bitte die vollständig ausgefüllte

Beitrittserklärung (den weißen Originalbogen sowie

den blauen und gelben Durchschlag) an die Strategie

Finanz Beratung GmbH, Geseker Str. 5, 33154

Salzkotten. Sie können hierzu den beiliegenden

Antwortumschlag verwenden. Die letzte Durchschrift

(grün) ist für Ihre Unterlagen bestimmt.

3. Annahme des Antrages

Die Gesellschaft behält sich vor, den Antrag

anzunehmen. Die Nichtannahme (z. B. bei Überzeichnung)

kann ohne Angabe von Gründen erfolgen. Der

Antragsteller wird innerhalb von 4 Wochen über

Annahme oder Ablehnung schriftlich unterrichtet.

4. Registervollmacht beurkunden lassen

Nach Eingang der Beitrittserklärung erhalten Sie eine

gegengezeichnete Kopie der Beitrittserklärung sowie

eine Registervollmacht gemäß Anlage 2 der Satzung.

Diese Registervollmacht füllen Sie dann bitte aus und

unterschreiben diese im Beisein eines Notars. Bitte

vergessen Sie nicht zum Notartermin Ihren Ausweis

mitzunehmen!

Anschließend senden Sie die Registervollmacht

ebenfalls an uns zurück, damit wir dann Ihre

Beteiligung in das Handelsregister eintragen lassen

können.

5. Einzahlung Ihrer Einlage

Bitte überweisen Sie Ihre Einlagesumme innerhalb

von 14 Tagen nach Aufforderung auf das Sonderkonto

bei der Volksbank Paderborn-Höxter, BLZ

472.601.21, Konto Nr. 9.138.615.500.

Sobald alle Bareinlagen in erforderlicher Höhe

getätigt sind, werden Sie umgehend benachrichtigt.

6. Eintragungs im Handelsregister

Nach Vorlage der Zeichnungsscheine und der

Registervollmachten sowie nach Eingang der

Zahlungen der einzelnen Kommanditisten wird unsererseits

die namentliche Eintragung in das

Handelsregisrter vorgenommen.

Rechtlich gesehen sind Sie erst mit Eintragung im

Handelsregister Kommanditist der Seewiesen Power

GmbH & Co. KG 2.

7. Ausschüttungen

Die jährlichen Ausschüttungen schreiben wir Ihrem

Konto gut. Kommandititsten machen ihre anteilige

Gewinn- oder Verlustzuweisung im Rahmen Ihrer

Steuererklärung geltend. Alle Gesellschafter werden

jährlich zur Gesellschafterversammlung eingeladen.

Außerdem erhalten Sie von der Seewiesen Power

GmbH & Co. KG 2 einen Jahresbericht. Das für die

Beteiligungsgesellschaft zuständige Finanzamt rechnet

Ihrem Einkommen die entstandenen Gewinne und

Verluste entsprechend Ihrem Gesellschaftsanteil zu.


SO BEENDEN SIE DIE BETEILIGUNG

Beendigung der Beteiligung

Bei den hier angebotenen Gesellschaftsanteilen handelt

es sich um beschränkt veräußerbare Beteiligungen,

für die kein öffentlicher Handel besteht.

Die Beteiligung sollte daher als längerfristige

Kapitalanlage angesehen werden. Für die Beendigung

der Beteiligung sind nachstehende Aspekte

von besonderer Bedeutung.

Verkauf und Kündigung der Beteiligung

Für Kommanditisten ist die Beteiligung an der

Windkraftanlage unbefristet. Jeder Kommanditist

kann seine Beteiligung mit Zustimmung der persönlich

haftenden Gesellschafterin mit Wirkung von Beginn

eines nachfolgenden Jahres an Dritte abtreten.

Der einzelne Kommanditist kann den Zeitpunkt frei

wählen, zu dem er ausscheiden möchte - er hat allerdings

zu beachten, dass er das Gesellschaftsverhältnis

nicht vor dem 31.12.2020 kündigen kann.

Die Kündigung hat immer zum Jahresende unter

Einhaltung einer einjährigen Kündigungsfrist zu erfolgen.

Der ausscheidende Kommanditist erhält eine

Abfindung für seine Beteiligung, die sich nach dem

wirklichen Wert richtet (vgl. § 16 der Satzung).

Steuerliche Aspekte

Eine Kündigung oder ein Verkauf von Anteilen hat

immer auch Auswirkungen auf Ihre persönliche

steuerliche Situation.

Ausschluss eines Gesellschafters

Die persönlich haftende Gesellschafterin ist

berechtigt, einen Kommanditisten aus der

Gesellschaft auszuschließen, wenn dieser seine

Einlage nicht oder nicht vollständig leistet.

Das gilt auch, wenn er seine Mitwirkungspflichten hinsichtlich

seiner Eintragung in das Handelsregister

nicht erfüllt.

Ein Gesellschafter scheidet ferner in bestimmten

Fällen des Vermögensverfalls oder bei grober

Verletzung seiner Verpflichtungen gegenüber der

Gesellschaft aus. In diesen Fällen erhält der ausscheidende

Gesellschafter eine Abfindung, die sich nach

den Salden seiner Gesellschafterkonten richtet.

Auflösung der Gesellschaft

Die Gesellschaft tritt nur unter den gesetzlichen

Voraussetzungen sowie dann in Liquidation, wenn die

Kommanditisten die Auflösung mit einer Mehrheit von

75 % der vorhandenen Stimmen beschließen.

Rückabwicklung

Sollte das Investitionsvorhaben aus unvorhersehbaren

Gründen nicht durchgeführt werden können,

hat eine Gesellschafterversammlung über den

Fortgang der Gesellschaft zu beschließen. In diesem

Fall können die Gesellschafter durch Beschluss die

Auflösung der Gesellschaft herbeiführen.

Aus dem nach der Berichtigung der Verbindlichkeiten

und der Erfüllung eingegangener Verträge übrig

bleibenden Gesellschaftsvermögen sind die Einlagen

zurück zu erstatten.

29


30

Individuelle Beratung Beratung

Individuelle Beratung

Wir haben uns bemüht, alle für Ihre Entscheidungen

relevanten Tatsachen und Annahmen verständlich

darzulegen. Es wird jedoch sicherlich so sein, dass

Sie zu dem einen oder anderen Punkt noch Fragen

haben. Dafür stehen wir und unsere Vertriebspartner,

über die Sie den Prospekt erhalten haben, gerne zur

Verfügung.

Die individuellen Bedürfnisse unserer Anleger sind

uns wichtig. Maßgeschneiderte Lösungen sind

gefragt. Um diesem Anspruch gerecht zu werden,

haben wir mit diesem Prospekt die Wahlmöglichkeit

zwischen der Kommanditbeteiligung und der Anlage

in Wertpapieren aufgezeigt.

Das reicht uns aber noch nicht. Selbstverständlich

sind wir auch bereit, individuelle Berechnungen

anzufertigen, so dass eine für Ihre Bedürfnisse

zugeschnittene Lösung erarbeitet werden kann.

Sie erreichen uns während unserer Büroöffnungszeiten

werktags von 9 bis 17 Uhr telefonisch unter

0 52 58 / 93 56 - 500 und per Fax über 0 52 58 / 93 56 -

577. Unser Anlegertelefon 0 52 58 / 93 56 - 666 ist im

Regelfall auch außerhalb der Geschäftszeiten besetzt.

Im Internet finden Sie uns unter www.strategiefinanz.de

und www.behlau-energie.de. Ferner finden

Sie ausführliche Informationen über die Wertpapiere

unter www.seg-ag.de.

Über info@windpark-frauental.de errichen Sie uns

projektbezogen per e-Mail. Ebenso finden Sie aktuelle

Informationen und Veröffentlichungen unter

www.windpark-frauental.de.

Mit Beteiligung an der Seewiesen Power GmbH & Co.

KG 2 werden Sie mitunternehmerisch tätig und sind

dadurch unmittelbar an den Chancen und Risiken der

Gesellschaft beteiligt. Bitte lesen Sie daher die in

diesem Prospekt enthaltenen Informationen in aller

Ruhe, sorgfältig und umfassend durch.

Bei Fragen nehmen Sie bitte mit uns Kontakt auf, wir

helfen Ihnen gerne. Bitte haben Sie dafür Verständnis,

dass wir keine steuerliche oder rechtliche Beratung

leisten können und dieses aus gesetzlichen Gründen

auch nicht dürfen. Insofern empfiehlt es sich für Sie

auf jeden Fall, ergänzend zu unseren Beratungen

einen Steuerberater und / oder Rechtsanwalt hinzuzuziehen.

Selbstverständlich können wir auch Ihrem

Berater ein Exemplar dieses Prospektes zusenden.

Ausführliche Informationen und Belehrungen zu den

Wertpapieren der SEG AG finden Sie im gesonderten

Wertpapierverkaufsprospekt, den Sie ebenfalls über

die SFB GmbH anfordern können.

Strategie Finanz Beratung GmbH

Ein Unternehmen des Unternehmensverbunds BEHLAU Energie

A n s c h r i f t :

Geseker Str. 5

D-33154 Salzkotten

Büroöffnungszeiten:

Montags - Freitags

9 bis 17 Uhr

Telekommunikation:

Tel. 0 52 58 / 93 56 - 500

Fax 0 52 58 / 93 56 - 577

I n t e r n e t :

www.strategie-finanz.de

info@strategie-finanz.de

Anlegertelefon:

Tel. 0 52 58 / 93 56 - 666

www.windpark-frauental.de


Verantwortlichkeit

Verantwortlich für diesen Prospekt ist die Prospektherausgeberin,

die Strategie Finanz Beratung GmbH

mit Sitz in 33154 Salzkotten, Geseker Str. 5.

Sie ist gleichzeitig geschäftsführende Komplementärin

der Betriebsgesellschaft Seewiesen Power GmbH &

Co. KG 1 und Seewiesen Power GmbH & Co. KG 3

sowie weiterer Gesellschaften und wird durch den

alleinvertretungsberechtigten geschäftsführenden

Gesellschafter Herrn Michael Behlau vertreten.

Inhalt dieses Prospektes ist ein Beteiligungsangebot

und eine Darstellung der zukünftig erwarteten Unternehmensentwicklung.

Der Beteiligungserfolg begründet

sich auf den Annahmen der hier dargestellten

Werte. Die geschäftsführende Komplementärin erklärt,

dass Ihres Wissens die Angaben in diesem

Prospekt richtig und keine wesentlichen Umstände

ausgelassen worden sind.

Umfang der Prospekthaftung

Auf etwaige Schadensersatzansprüche wegen

unrichtiger oder unvollständiger Prospektangaben

finden gem. § 13 VerkprospG die Bestimmungen der

§§ 44 bis 48 BörsG entsprechend Anwendung.

Derartige Ansprüche sind auf die Erstattung des

Erwerbspreises und auf die mit dem Erwerb verbundenen

üblichen Kosten beschränkt, sofern das

Erwerbsgeschäft nach Veröffentlichung des Prospekts

und innerhalb von sechs Monaten nach dem ersten

öffentlichen Angebot erfolgte. Darüber hinaus unterliegen

sie gegenüber den Verantwortlichen einer

Verjährungsfrist von einem Jahr seit Kenntnis der

Unrichtigkeit oder Unvollständigkeit des Prospektes,

höchstens drei Jahre seit Veröffentlichung des

Prospektes.

Berater-/Vermittlerhaftung

Kein Vermittler, Anlageberater oder sonstiger Dritter

ist berechtigt, Auskünfte zu geben oder Zusicherungen

zu machen, die von diesem Prospekt abweichen

oder über ihn hinausgehen. Auskünfte oder

Zusicherungen sind nur wirksam, wenn sie schriftlich

durch die Prospektherausgeberin erfolgen. Etwaige

Schadensersatzansprüche wegen Verletzung der

Pflicht zur Information und wegen fehlerhafter

Beratung im Zusammenhang mit dem Erwerb dieser

Beteiligungen verjähren in drei Jahren von dem

Zeitpunkt an, in dem der Anspruch entstanden ist.

Selbständige Anlagevermittler sind für die hier

gemachten Prospektangaben nicht verantwortlich.

Prospekthaftung

Prospekthaftung

Angabenvorbehalte

Alle Prospektangaben, insbesondere die aufgeführten

Zahlen und Berechnungsbeispiele, die Entwicklungsvorgaben,

die rechtlichen und steuerlichen Hinweise

und sonstigen Angaben sind von der Prospektherausgeberin

sorgfältig zusammengestellt worden.

Sie beruhen teilweise auf Angaben der Vertragspartner

der Komplementärin und auf den vorliegenden

Vertragsangeboten.

Sämtliche Angaben und Berechnungsbeispiele

entsprechen dem Stand der Planung zum Zeitpunkt der

Prospektherausgabe.

Sie stehen unter dem Vorbehalt grundsätzlich unveränderter

Planungs- und Berechnungsgrundlagen und

gleichbleibender rechtlicher Verhältnisse einschließlich

der Spruchpraxis der Gerichte, Verwaltungs- und

Finanzbehörden.

Bei den Angaben zur Wirtschaftlichkeit handelt es sich

nicht um Prognosen, sondern um anzustrebende Zielergebnisse;

das endgültige Ergebnis des

Beteiligungskapitals ist von der tatsächlichen

wirtschaftlichen Entwicklung abhängig.

Die steuerlichen Grundlagen beruhen auf der zur Zeit

der Prospektherausgabe bekannten Rechtslage. Eine

Haftung für den Eintritt der getroffenen Aussagen

kann nicht übernommen werden, da die Festsetzung

der Besteuerungsgrundlagen durch die Steuerbehörden

erfolgt.

Widerrufsbelehrung

Sie können Ihre Betrittserklärung innerhalb von zwei

Wochen (Frist) schriftlich widerrufen.

Die Frist beginnt mit Unterzeichnung der Beitrittserklärung.

Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige

Absendung des Widerrufs.

Der Widerruf ist zu richten an die Strategie Finanz

Beratung GmbH, Geseker Straße 5, D-33154

Salzkotten, Tel.: 05258 / 9356-500, Fax: 05258 / 9356-

577, info@strategie-finanz.de.

Ort und Datum der Prospektherausgabe

Salzkotten, den 1. Februar 2005

31


32

Projektpar

Projektpartner

tner

Beteiligungsgesellschaft:

Name: Seewiesen Power

GmbH & Co. KG 2

Sitz: Geseker Str. 5, 33154 Salzkotten

Registergericht: Paderborn, HRA 2558

Kommanditist: Michael Behlau

Funktion: Betrieb der Windkraftanlage

Frauental Nr. 2

Komplementärgesellschaft:

Name: Strategie Finanz Beratung GmbH

Sitz: Geseker Str. 5, 33154 Salzkotten

Stammkapital: 25.000 Euro

Registergericht: Paderborn, HRB 3885

Geschäftsführer: Michael Behlau

Funktion: wirtschaftliche und steuerliche

Konzeption nebst Prospekterstellung,

Vertrieb, Komplementärin

und Geschäftsführerin der

Beteiligungsgesellschaft,

Haftungsübernahme für die

Beteiligungsgesellschaft

Verträge: Vertrag zur Prospektherstellung

Vertriebsvertrag

Betriebsführungsvertrag

Gesellschaftsvertrag

Projektträgerin:

Name: Behlau Energiewende GmbH

Sitz: Geseker Str. 5, 33154 Salzkotten

Stammkapital: 25.000 Euro

Registergericht: Paderborn, HRB 2588

Geschäftsführer: Michael Behlau

Funktion: Projektträgerin während der

Konzeptions- und Planungsphase,

Lieferung der betriebs- und

schlüsselfertigen Windkraftanlage

Verträge: Kaufvertrag über die Windkraftanlage

einschließlich der ökologischen

Ausgleichsmaßnahmen

Projektverantwortung in der

Planungs- und Bauphase

Bereitstellung des Risikokapitals

in der Planungsphase

Windkraftanlagenhersteller:

Name: REpower Systems AG

Sitz: Alsterkrugchaussee 378

D-22335 Hamburg

Registergericht: Hamburg, HRB 75543

Funktion: Lieferung der Windkraftanlage

technische Wartung und

Instandhaltung

Verträge: Wartungsvertrag

ISPplus-Konzept

Netzanschluss:

Name: Überlandwerke Schäftersheim

GmbH (ÜWS)

Sitz: Unterer Brühl 2

D-73479 Ellwangen (Jagst)

Registergericht: Crailsheim, HRB 202 M

Funktion: Abnahme der erzeugten Energie

und Versorgung mit Energie

Verlegung der Kabel vom

Windpark zum Einspeisepunkt

Verträge: Strombezugsvertrag

Stromeinspeisevertrag

Grundstücksnutzung:

Name: Nennung auf Anfrage

Vertreten durch: Eigentümergemeinschaft

Windpark Frauental GbR

Wohnhaft: Nennung der Straße auf Anfrage

D-Creglingen-Frauental

Funktion: Bereitstellung des Grundstücks

Verträge: Grundstücksnutzungsvertrag

Versicherungspartner:

Name: Enser Versicherungskontor GmbH

Vertreten durch: Christian Schlösser

Sitz: D-59469 Ense, An der Tigge 4

Registergericht: Arnsberg, HRB 6648

Funktion: Versicherungsmakler

Verträge: Verträge zur Herbeiführung und

Betreuung von Versicherungspolicen

Sonstige Vertragspartner:

Name: Seewiesen Power

GmbH & Co. KG 1

Sitz: Geseker Str. 5, 33154 Salzkotten

Einlagen: 20.000 Euro

Registergericht: Paderborn, HRA 2551

Kommanditist: Michael Behlau

Name: Seewiesen Power

GmbH & Co. KG 3

Sitz: Geseker Str. 5, 33154 Salzkotten

Einlagen: 20.000 Euro

Registergericht: Paderborn, HRA 2559

Kommanditist: Michael Behlau

Funktion: Betrieb der Windkraftanlagen

Nr. 1 und 3 im Windpark Frauental

Vertrag: Vertrag über die Poolung der

Einspeiseerlöse

* Wir bitten um Verständnis, dass aus Gründen des

Datenschutzes Privatpersonen nicht genannt werden.


Anhang

Anhang

Satzung der

Beteiligungsgesellsc

Beteiligungsgesellschaft

haft

nebst Zeichnungssc

Zeichnungsschein

hein

Interessenbekundung

Interessenbekundung

33


34

Satzung

§ 1 Firma, Sitz

Satzung der

Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2

1. Die Firma der Gesellschaft lautet Seewiesen Power GmbH

& Co. KG 2.

2. Sitz der Gesellschaft ist in D-33154 Salzkotten, Geseker

Straße 5.

§ 2 Gegenstand des Unternehmens

1. Gegenstand des Unternehmens ist die Errichtung und /

oder der Betrieb regenerativer Energieanlagen, insbesondere

einer Windkraftanlage.

2. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen

berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschäftszwecks

notwendig oder zweckmäßig erscheinen.

3. Die Gesellschaft kann sich an anderen Gesellschaften derselben

oder ähnlicher Branchen beteiligen.

§ 3 Geschäftsjahr, Dauer der Gesellschaft, Kündigung

1. Das Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

2. Die Gesellschaft hat am 1. April 2002 begonnen. Die

Gesellschaft ist auf unbestimmte Zeit errichtet.

3. Die Kommanditisten können ihr Gesellschaftsverhältnis

unter Einhaltung einer einjährigen Kündigungsfrist zum Ende

eines Geschäftsjahres, erstmals jedoch zum 31. Dezember

2020, durch ein an die persönlich haftende Gesellschafterin

gerichtetes Einschreiben kündigen. Für die Rechtzeitigkeit der

Kündigung kommt es auf den Zugang bei der persönlich haftenden

Gesellschafterin an.

4. Haben Kommanditisten, die zusammen mehr als 25 % des

Kommanditkapitals halten, ihr Gesellschaftsverhältnis zum gleichen

Termin gekündigt, hat die persönlich haftende

Gesellschafterin alle Kommanditisten unverzüglich davon zu

unterrichten.

5. Die persönlich haftende Gesellschafterin kann ihr

Gesellschaftsverhältnis unter Einhaltung einer einjährigen

Kündigungsfrist zum Ende eines Geschäftsjahres, frühestens

zum 31. Dezember 2020, durch ein an alle Kommanditisten zu

richtendes Einschreiben kündigen.

§ 4 Gesellschafter, Einlagen

1. Persönlich haftende Gesellschafterin ist die Strategie

Finanz Beratung GmbH mit Sitz in D-33154 Salzkotten,

Geseker Straße 5. Sie ist nicht verpflichtet, aber berechtigt,

eine Kapitaleinlage zu leisten. Leistet sie keine Kapitaleinlage,

ist sie am Vermögen und am Ergebnis der Gesellschaft nicht

beteiligt.

2. Gründungskommanditist ist Herr Michael Behlau, Salzkotten,

mit einer derzeitigen Kommanditeinlage von 20.000 Euro.

3. Das Kommanditkapital der Gesellschaft soll durch

Aufnahme weiterer Gesellschafter erhöht werden. Die persönlich

haftende Gesellschafterin ist zur Annahme der

Beitrittserklärungen namens aller Gesellschafter unter

Befreiung von den Beschränkungen des § 181 BGB

bevollmächtigt.

4. Die Kommanditeinlage der weiteren Gesellschafter soll mindestens

5.000 Euro betragen, höhere Beträge sind durch 1.000

teilbar. Die Kommanditeinlage haben die Kommanditisten in

voller Höhe einzuzahlen. Es wird ein Agio in Höhe von 5 % auf

die Kapitaleinlage erhoben. Für Anwohner mit Hauptwohnsitz

im Stadtgebiet Creglingen entfällt das Agio.

5. Die Bareinlagen der Kommanditisten sind nach Maßgabe

der Beitrittserklärung, die diesem Vertrag in der Anlage 1 als

Muster beigefügt ist, auf das dort angegebene Bankkonto

(Sonderkonto) der Gesellschaft zu leisten. Verspätet geleistete

Einlagen sind mit 8 % p. a. zu verzinsen.

6. Im Außenverhältnis wird die Beteiligung eines weiteren

Kommanditisten erst mit der Eintragung seines Kommanditanteils

im Handelsregister wirksam. Bis zur Eintragung im

Handelsregister wird seine Beteiligung als atypisch stille

Gesellschaftsbeteiligung behandelt, auf die die Regelungen

dieses Gesellschaftsvertrages entsprechende Anwendung

finden. Die persönlich haftende Gesellschafterin darf die

Anmeldung der weiteren Kommanditisten zum Handelsregister

erst vornehmen, nachdem die Endfinanzierung der

Gesellschaft gesichert ist.

7. Die Kommanditisten sind verpflichtet, der persönlich haftenden

Gesellschafterin in notariell beglaubigter Form eine

Handelsregistervollmacht (Registervollmacht) nach beigefügtem

Muster (Anlage 2 zum Gesellschaftsvertrag) zu erteilen.

8. Die Gesellschafter sind zu einem Nachschuss nicht

verpflichtet. Eine Nachschussverpflichtung kann ohne

Zustimmung aller Gesellschafter auch nicht durch einen den

Gesellschaftsvertrag ändernden Beschluss begründet werden.

Sobald die Kommanditeinlage voll geleistet ist, sind die

Gesellschafter zu keinem Nachschuss verpflichtet.

9. Die Gesellschafter können mit einfacher Mehrheit die

Erhöhung des Kommanditkapitals, insbesondere zum Zwecke

der Errichtung und des Betriebes weiterer regenerativer

Energieanlagen oder zur Verbesserung der Leistungsfähigkeit

der bestehenden Energieanlagen (z. B. durch Repowering),

beschließen. Die Gesellschafter sind in diesem Fall berechtigt,

aber nicht verpflichtet, anteilig an einer Kapitalerhöhung durch

quotale Erhöhung ihrer Beteiligung teilzunehmen. Nehmen die

Gesellschafter nicht anteilig an der Kapitalerhöhung teil, so sind

die übrigen Gesellschafter berechtigt, den verbleibenden Anteil

quotal zu übernehmen. Die Gesellschafter sind hierbei ggf. an

die Laufzeit ihrer bereits gezeichneten Beteiligung gebunden.

Der nach Übernahme des (Teil)-Anteils ggf. noch verbleibende

Anteil an der Kapitalerhöhung kann durch die Aufnahme weiterer

Kommanditisten in die Gesellschaft erbracht werden.

10. Die Gesellschafter unterliegen keinem Wettbewerbsverbot.

§ 5 Investitions- und Finanzierungsplan,

Mittelverwendungskontrolle

1. Die Investition der Gesellschaft richtet sich nach dem

Investitions- und Finanzierungsplan, der in dem von der

Gesellschaft in Auftrag gegebenen und vor seiner Herausgabe

von ihr zu genehmigenden Beteiligungsprospekt dargestellt ist.

2. Die Geschäftsführung ist berechtigt, von dem vorgegebenen

Investitions- und Finanzierungsplan abzuweichen, wenn die

Gesellschafterversammlung gemäß § 4 Abs. 9 die Errichtung

weiterer regenerativer Energieanlagen oder Verbesserungen der

Leistungsfähigkeit (Repowering) beschließt.

§ 6 Geschäftsführung und Vertretung

1. Zur Geschäftsführung und Vertretung der Gesellschaft ist

nur die persönlich haftende Gesellschafterin berechtigt und

verpflichtet. Sie hat die Geschäfte der Gesellschaft mit der

Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns zu führen. Die persönlich

haftende Gesellschafterin ist von den Beschränkungen des

§ 181 BGB befreit, solange sie Geschäftsführungsbefugnis und

Vertretungsmacht inne hat.

2. Der persönlich haftenden Gesellschafterin können die

Geschäftsführungsbefugnis und die Vertretungsmacht nur aus

wichtigem Grunde entzogen werden. Dies bedarf der Mehrheit

von 75 % aller Stimmen. Der Beschluss wird erst wirksam,

wenn die abberufene Gesellschafterin und ihre Gesellschafter


Geschäftsführer von einer etwa übernommenen Haftung für

Darlehen und sonstigen etwa übernommenen Verpflichtungen

freigestellt sind. Dazu genügt es, dass ein von den fremdfinanzierenden

Kreditinstituten / Darlehensgeber akzeptierter

Dritter sich zur Übernahme der Haftung bereit erklärt.

3. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist berechtigt und

verpflichtet, sämtliche für das lnvestitionsvorhaben der

Gesellschaft und dessen Finanzierung erforderlichen Verträge

sowie die weiteren erforderlichen Dienstleistungsverträge

abzuschließen und durchzuführen. Sie ist berechtigt, die

Geschäfte ganz oder teilweise von Dritten besorgen zu lassen

und die dazu erforderlichen Vollmachten zu erteilen. Die persönlich

haftende Gesellschafterin ist u. a. berechtigt, Verträge

mit anderen Betreibern von Windenergieanlagen über die

Poolung von Stromeinspeiseerlösen und den gemeinsamen

Betrieb der Netzanbindung und des Umspannwerkes und

Verträge zu Beteiligungen an Gesellschaften, die dies zum

Unternehmensgegenstand haben, abzuschließen.

4. Die persönlich haftende Gesellschafterin bedarf zu folgenden

Rechtsgeschäften und Maßnahmen der vorherigen

Zustimmung der Gesellschafterversammlung:

a) bei Veräußerung oder Verpachtung des Unternehmens der

Gesellschaft oder wesentlicher Teile davon,

b) bei der Aufnahme von Darlehen, die im prospektierten

Finanzierungsplan nicht vorgesehen sind und nicht der

Finanzierung zustimmungsfreier Mehraufwendungen dienen,

ausgenommen jedoch die Ersetzung nicht gezeichneten

Kommanditkapitals durch weitere Fremdmittel und Darlehen,

d) bei Rechtshandlungen und Maßnahmen, die über den gewöhnlichen

Geschäftsbetrieb der Gesellschaft erheblich hinausgehen

oder die für die Gesellschaft von besonderer

Bedeutung sind;

e) bei wesentlichen Änderungen von bereits geschlossenen

Verträgen.

5. Wenn in einigen Fällen die Komplementärin die

Zustimmung der Gesellschafterversammlung nicht einholen

kann, so hat sie nach pflichtgemäßem Ermessen zu handeln

und unverzüglich die Stellungnahme der Gesellschafterversammlung

einzuholen.

6. Folgenden Geschäften stimmen die Gesellschafter schon

jetzt zu:

- der wirtschaftlichen Konzeption gemäß Beteiligungsprospekt

- den Verträgen über:

a) den Nutzungsvertrag

b) die Eintragungen im Grundbuch

c) den städtebaulichen Vertrag

d) die Bestellung der Windkraftanlage

e) den Kauf und Verkauf der Windkraftanlage

f) die Bereitstellung der Infrastruktur

g) Gutachten und Erschließung

h) die Betriebsführung und Verwaltung

i) den Abschluss von Versicherungen

j) Wartung und Gewährleistungsergänzung

k) die Poolung der Einspeiseerlöse

l) die Prospekterstellung

m) den Druck und die Werbetätigkeit

n) die Kapitaleinwerbung bzw. den Vertrieb

o) Stromeinspeisung, Strombezug und Netzanschluss

p) Darlehen und sonstige Fremdmittel

q) über die sonstigen Ausgaben

r) Mittelverwendungskontrolle

§ 7 Tätigkeits- und Haftungsvergütung

der persönlich haftenden Gesellschafterin

1. Die persönlich haftende Gesellschafterin erhält eine für ihre

Geschäftsführungstätigkeit und für die Übernahme der

persönlichen Haftung erlaubnisunabhängige Vergütung

(jeweils zuzüglich etwaiger Umsatzsteuer):

Satzung

a) für die lnvestitionsphase eine feste Vergütung von 2.000 Euro

je Windkraftanlage, fällig bei Inbetriebnahme der Windkraftanlage.

b) ab Inbetriebnahme der Windkraftanlage einen Betrag von

4 % der Nettoumsatzerlöse der Gesellschaft in dem jeweiligen

Geschäftsjahr; hierauf können angemessene monatliche

Abschläge entnommen werden.

c) eine Vergütung für die persönliche Haftung von 2.000 Euro

pro Jahr.

2. Mit der Pauschale nach Abs. 1 sind sämtliche Kosten der

persönlich haftenden Gesellschafterin abgegolten, die ihr durch

ihre Geschäftsführungstätigkeit entstehen. Dazu gehören nicht

die Vergütungen Dritter für die laufende Verwaltung und fachliche

Betreuung der Windkraftanlage, die von der Gesellschaft

selbst zu tragen sind, sowie die Kosten für sonstige Leistungen

Dritter an die Gesellschaft, z. B. Steuerberatungs- und Rechtsberatungskosten

sowie Kosten der Prüfung des Jahresabschlusses.

3. Die genannten Vergütungen sind jeweils zum 31. Dezember

eines jeden Geschäftsjahres fällig. Soweit das Geschäftsjahr

kein volles Kalenderjahr umfasst, wird die Vergütung pro rata

temporis berechnet.

§ 8 Gesellschafterbeschlüsse / -versammlung

1. Die Gesellschafter fassen ihre Beschlüsse in der

Gesellschafterversammlung oder im schriftlichem Umlaufverfahren.

Das schriftliche Umlaufverfahren ist von der Gesellschafterversammlung

mit einfacher Mehrheit zu beschließen.

2. Gesellschafterversammlungen werden von der persönlich

haftenden Gesellschafterin mit einer Frist von vier Wochen

unter Angabe der Tagesordnung schriftlich einberufen. Eine

Gesellschafterversammlung ist beschlussfähig, wenn

Gesellschafter anwesend oder vertreten sind, die zusammen

mindestens 75 % des Gesellschaftskapitals halten. Ist eine

Gesellschafterversammlung nicht beschlussfähig, so ist gemäß

Satz 1 eine weitere Gesellschafterversammlung mit der gleichen

Tagesordnung einzuberufen, die ohne Rücksicht auf die

Anzahl der anwesenden oder vertretenen Stimmen

beschlussfähig ist; hierauf ist in der Einladung zu dieser

Gesellschafterversammlung hinzuweisen. Die Gesellschafterversammlung

findet am Sitz der Gesellschaft statt, soweit die

Gesellschafter nicht etwas anders beschließen. Die

Gesellschafterversammlung wird von der persönlich haftenden

Gesellschafterin geleitet.

3. Die Gesellschafter beschließen nach Maßgabe dieses

Vertrages über alle Angelegenheiten der Gesellschaft. Sie

beschließen insbesondere über:

a) die Genehmigung des geprüften Jahresabschlusses,

b) die Entlastung der persönlich haftenden Gesellschafterin,

c) Maßnahmen der Geschäftsführung gem. § 6 Abs.4,

d) Ausschüttungen gemäß § 12 Abs. 2 Satz 2,

e) den Ausschluss von Gesellschaftern gem. § 15 Abs.3,

f) Änderungen des Gesellschaftsvertrages,

g) die Auflösung der Gesellschaft.

4. Eine ordentliche Gesellschafterversammlung, in der insbesondere

über die Genehmigung des geprüften Jahresabschlusses

und die Entlastung der persönlich haftenden

Gesellschafterin zu beschließen ist, soll einmal im Jahr bis zum

30. September des entsprechenden Folgejahres stattfinden.

Vor der ordentlichen Gesellschafterversammlung sind der

geprüfte Jahresabschluss (Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung)

und der Geschäftsbericht der Gesellschaft den

Kommanditisten zuzusenden.

5. Eine außerordentliche Gesellschafterversammlung ist

einzuberufen, wenn dies nach Auffassung der persönlich haftenden

Gesellschafterin im Interesse der Gesellschaft liegt

oder Kommanditisten, die mindestens 25 % des

Kommanditkapitals halten, schriftlich unter Angabe der 35


36

Satzung

Tagesordnung die Einberufung einer außerordentlichen

Gesellschafterversammlung verlangen. Kommt die persönlich

haftende Gesellschafterin dieser Aufforderung nicht innerhalb

von 14 Tagen nach, so sind die Kommanditisten, die die

Einberufung der außerordentlichen Gesellschafterversammlung

ordnungsgemäß verlangt haben, berechtigt, die

Gesellschafterversammlung selbst einzuberufen.

6. Ein Beschluss im schriftlichen Verfahren ist durch die persönlich

haftende Gesellschafterin durch schriftliche Aufforderung

an die Kommanditisten zur Stimmabgabe innerhalb von

vier Wochen ab Postaufgabedatum mit der Aufforderung unter

Angabe des Beschlussgegenstandes und einer Stellungnahme

der persönlich haftenden Gesellschafterin herbeizuführen.

Ein Beschluss im schriftlichen Verfahren bedarf der Mehrheit

von Kommanditisten, die zusammen mindestens 75 % des

Kommanditkapitals halten. Eine nicht fristgerechte

Stimmabgabe gilt als Stimmenthaltung.

7. Die Kommanditisten haben je 1.000 Euro ihres festen

Kapitalkontos eine Stimme. Die persönlich haftende Gesellschafterin

hat 10 Stimmen.

8. Soweit in diesem Gesellschaftsvertrag nicht abweichend

geregelt, fassen die Gesellschafter ihre Beschlüsse mit der einfachen

Mehrheit der abgegebenen Stimmen. Einer Mehrheit

von 75 % der vorhanden Stimmen bedürfen Beschlüsse über:

a) Maßnahmen der Geschäftsführung gemäß § 6 Abs. 4

Buchst. a),

b) Auflösung der Gesellschaft,

c) Änderungen des Gesellschaftsvertrages; jedoch können

vertragliche Sonderrechte einzelner Gesellschafter nicht ohne

deren Zustimmung beeinträchtigt werden.

9. Jeder Kommanditist kann sich in der Gesellschafterversammlung

durch einen Gesellschafter, einen Angehörigen

oder eine in Angelegenheiten der Gesellschaft zur

Berufsverschwiegenheit verpflichtete Person aufgrund einer

schriftlichen Vollmacht vertreten lassen. Die persönlich

haftende Gesellschafterin kann andere ordnungsgemäß

bevollmächtigte Personen als Vertreter zulassen.

10. Gesellschafterbeschlüsse sind in einem von der persönlich

haftenden Gesellschafterin zu unterzeichnenden Protokoll

festzuhalten und den Kommanditisten zu übersenden.

Einsprüche gegen das Protokoll sind innerhalb von vier

Wochen nach Absendung schriftlich mit Begründung

gegenüber der persönlich haftenden Gesellschafterin geltend

zu machen. Über die Einsprüche entscheidet die nächste

Gesellschafterversammlung.

11. Fehlerhafte Beschlüsse der Gesellschafter können nur

innerhalb von zwei Monaten nach der Beschlussfassung durch

Klage gegen alle Gesellschafter angefochten werden.

12. Sollte die Gesellschafterversammlung die Veräußerung

des Unternehmens der Gesellschaft oder wesentlicher Teile

davon beschließen, steht der persönlich haftenden

Gesellschafterin ein Vorkaufsrecht zu. Für das Vorkaufsrecht

gelten die Vorschriften der §§ 504 ff. BGB.

§ 9 Jahresabschluss, Berichte

1. Die persönlich haftende Gesellschafterin hat innerhalb von

sechs Monaten nach Schluss des Geschäftsjahres die

Jahresbilanz mit der Gewinn- und Verlustrechnung nach den

gesetzlichen Vorschriften aufzustellen und einen Steuerberater

ihrer Wahl mit der Prüfung des Jahresabschlusses zu beauftragen.

Sondervergütungen im Sinne von § 15 Abs. 1 Ziffer 2

EStG (insbesondere die Vergütung der persönlich haftenden

Gesellschafterin gemäß § 7) sind als Aufwand zu behandeln.

2. Die persönlich haftende Gesellschafterin wird alljährlich den

Kommanditisten einen Geschäftsbericht erstatten und sie im

übrigen über außergewöhnliche Geschäftsvorfälle

unverzüglich unterrichten.

3. Sonderbetriebsausgaben der Gesellschafter (z. B. Zinsen

auf die Finanzierung der Kommanditeinlage) sind der persönlich

haftenden Gesellschafterin bis zum 01.03. des Folgejahres

nachzuweisen. Später nachgewiesene Sonderbetriebsausgaben

können nur berücksichtigt werden, wenn dies

verfahrensrechtlich noch möglich ist und nur gegen Erstattung

der entstehenden Aufwendungen.

§ 10 Gesellschafterkonten

1. Für die Gesellschafter werden folgende Konten geführt:

a) Kapitalkonten,

b) Verlustvortragskonten,

c) Verrechnungskonten.

2. Auf den Kapitalkonten, die Festkonten sind, sind die gezeichneten

Kommanditeinlagen (einschließlich Kapitalerhöhungen)

zu buchen.

3. Auf den Verlustvortragskonten, die Unterkonten der

Kapitalkonten sind, werden die von den Kommanditisten zu tragenden

Verlustanteile verbucht. Gewinnanteile sind den

Verlustvortragskonten so lange gutzuschreiben, bis diese ausgeglichen

sind.

4. Auf den Verrechnungskonten werden alle Gutschriften und

Belastungen verbucht, die nach den vorstehenden

Bestimmungen nicht auf einem der anderen Konten zu verbuchen

sind. Die Verrechnungskonten sind weder im Soll noch

im Haben zu verzinsen.

§ 11 Ergebnis- und Vermögensbeteiligung

1. An dem Vermögen und am Gewinn und Verlust sind die

Kommanditisten in dem zum Ende des jeweiligen

Geschäftsjahres gegebenen Verhältnis ihrer festen

Kapitalkonten beteiligt.

2. Verluste der Gesellschaft werden den Kommanditisten in

den Geschäftsjahren der Investitions- und Platzierungsphase

unabhängig vom Zeitpunkt ihres Beitritts derart zugewiesen,

dass am jeweiligen Bilanzstichtag die Verlustvortragskonten im

selben Verhältnis zueinander stehen wie die festen

Kapitalkonten. Die Verteilung erfolgt dabei in der Weise, dass

Verluste der Gesellschaft, insbesondere infolge Sonderabschreibungen,

später beitretenden Kommanditisten entsprechend

ihren Einlagen insoweit vorab zugewiesen werden,

wie vorher beigetretene Kommanditisten entsprechend ihren

Einlagen an Verlusten beteiligt waren. Durch diese Sonderregelung

soll sichergestellt werden, dass alle Kommanditisten

entsprechend ihren Beteiligungsquoten an den Verlusten der

Investitions- und Platzierungsphase gleichmäßig teilnehmen.

3. Einem Kommanditisten werden Verlustanteile auch dann

zugerechnet, wenn diese seine Kommanditeinlage übersteigen.

Zum Ausgleich eines Verlustvortragskontos sind die

Kommanditisten weder gegenüber der Gesellschaft noch

untereinander verpflichtet.

§ 12 Verwendung von Liquiditätsüberschüssen

1. Aus dem jeweiligen Liquiditätsüberschuss der Gesellschaft

ist nach Ermessen der persönlich haftenden Gesellschafterin

zur Sicherstellung einer ordnungsgemäßen Geschäftsführung,

insbesondere zur Sicherstellung der Zins- und Tilgungsleistungen

und der Rückstellungen, eine angemessene

Liquiditätsreserve in der in der Liquiditätsvorschau des

Beteiligungsprospektes angegebenen Höhe und mindestens in

der von den finanzierenden Kreditinstituten geforderten Höhe

zu halten.

2. Der nach Bildung der Liquiditätsreserve gemäß Abs. (1)


verbleibende Liquiditätsüberschuss ist innerhalb von 30 Tagen

nach Genehmigung des Jahresabschlusses an die

Kommanditisten im Verhältnis ihrer festen Kapitalkonten

auszuschütten. Ermöglicht die Liquiditätslage der Gesellschaft

Ausschüttungen, die über den im Beteiligungsprospekt prognostizierten

Beträgen liegen, so bedarf die persönlich haftende

Gesellschafterin für solche Ausschüttungen der vorherigen

Zustimmung der Gesellschafterversammlung.

3. Soweit die Ausschüttungen nach den handelsrechtlichen

Vorschriften als Rückzahlung der Kommanditeinlagen anzusehen

sind, entsteht bis zur Höhe der jeweils übernommenen

Hafteinlage eine persönliche Haftung der Kommanditisten für

die Verbindlichkeiten der Gesellschaft (§172 Abs. 4 HGB).

§ 13 Kontrollrechte der Kommanditisten

Die Kommanditisten sind berechtigt, in Angelegenheiten der

Gesellschaft in oder außerhalb einer Gesellschafterversammlung

Auskunft zu verlangen und nach Ankündigung

mit angemessener Frist Bücher und Schriften der Gesellschaft

am Sitz der Gesellschaft einzusehen. Jeder Kommanditist

kann dieses Recht auf seine Kosten durch eine in

Angelegenheiten der Gesellschaft zur Berufsverschwiegenheit

verpflichtete Person ausüben lassen.

§ 14 Verfügungen über Beteiligungsrechte,

Ableben eines Kommanditisten

1. Jeder Kommanditist kann seine Kommanditbeteiligung mit

Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafterin, die nur

aus wichtigem Grund versagt werden darf, abtreten, jedoch nur

mit Wirkung von Beginn eines nachfolgenden Geschäftsjahres

und nur insgesamt. Jeder Kommanditist kann ferner diese

Rechte sowie einzelne (ihm im Verhältnis zur Gesellschaft unmittelbar

zustehende) Ansprüche aus dem Gesellschaftsverhältnis

zur Absicherung eines Kredits, den er ganz oder teilweise

zur Finanzierung seiner Kommanditeinlage aufnimmt,

abtreten oder verpfänden. Jede sonstige Verfügung über diese

Rechte, insbesondere jede sonstige Belastung und die

Begründung von Unterbeteiligungen, bedürfen der

Zustimmung der persönlich haftenden Gesellschafterin, die

darüber nach billigem Ermessen zu entscheiden hat.

2. Verstirbt ein Kommanditist, so geht seine

Kommanditbeteiligung auf seine Erben über. Abtretungen von

Erben untereinander oder an Vermächtnisnehmer bedürfen

nicht der Zustimmung nach Abs. 1 Satz 1, sind jedoch der persönlich

haftenden Gesellschafterin anzuzeigen. Die Ausübung

der Rechte aus der Kommanditbeteiligung eines verstorbenen

Kommanditisten durch einen Testamentsvollstrecker ist zulässig.

Die Rechtsnachfolger des verstorbenen Kommanditisten

haben sich gegenüber der persönlich haftenden Gesellschafterin

durch Vorlage eines Erbscheins zu legitimieren.

3. Geht eine Kommanditbeteiligung auf mehrere Personen

über, so sind diese verpflichtet, einen gemeinsamen

Bevollmächtigten für die Ausübung ihrer Rechte aus der

Beteiligung zu bestellen. Bis zur Bestellung des Bevollmächtigten

ruhen mit Ausnahme der Ergebnisbeteiligung alle Rechte

aus der Beteiligung. Ausschüttungen sind nur an den gemeinsamen

Bevollmächtigten vorzunehmen.

§ 15 Ausscheiden von Gesellschaftern

1. Ein Kommanditist scheidet aus der Gesellschaft aus, wenn:

a) er seine Gesellschaftsbeteiligung wirksam gekündigt hat und

die Gesellschaft nicht infolge der gleichzeitigen Kündigung anderer

Kommanditisten in Liquidation tritt (§ 17 Abs. 1 Buchst. c),

b) in die Kommanditbeteiligung oder einzelne Ansprüche aus

dem Gesellschaftsverhältnis die Zwangsvollstreckung

betrieben wird und die Zwangsvollstreckungsmaßnahme nicht

Satzung

innerhalb von drei Monaten, spätestens bis zur Verwertung,

aufgehoben wird,

c) über das Vermögen des Kommanditisten ein Insolvenzverfahren

eröffnet oder die Eröffnung des Insolvenzverfahrens

mangels Masse abgelehnt wird oder

d) der Kommanditist gemäß Abs. 2 oder Abs. 3 aus der

Gesellschaft ausgeschlossen wird.

2. Die persönlich haftende Gesellschafterin ist berechtigt,

einen Kommanditisten aus der Gesellschaft auszuschließen,

wenn dieser seine Kommanditeinlage trotz Mahnung unter

Setzung einer Nachfrist von 30 Tagen nicht oder nicht vollständig

geleistet hat oder seine Mitwirkungspflichten u. a. hinsichtlich

seiner Eintragung in das Handelsregister nicht erfüllt.

3. Ein Kommanditist kann durch Beschluss der Gesellschafterversammlung

aus der Gesellschaft ausgeschlossen

werden, wenn er in grober Weise trotz schriftlicher Abmahnung

seine sonstigen Verpflichtungen aus dem Gesellschaftsverhältnis

verletzt und den anderen Gesellschaftern die

Fortsetzung des Gesellschaftsverhältnisses mit diesem

Kommanditisten unzumutbar geworden ist. Bei der

Beschlussfassung über den Ausschluss hat der betroffene

Kommanditist kein Stimmrecht. Er ist jedoch anzuhören, wenn

er an der Gesellschafterversammlung, in der über seinen

Ausschluss Beschluss gefasst werden soll, teilnimmt.

4. Scheidet ein Kommanditist aus der Gesellschaft aus, so

wird die Gesellschaft von den verbleibenden Gesellschaftern

fortgesetzt. Der ausscheidende Kommanditist ist gemäß den

Bestimmungen des § 16 abzufinden. Auf Verlangen der Gesellschaft

ist der ausscheidende Kommanditist verpflichtet, seine

Kommanditbeteiligung auf einen von der Gesellschaft zu

benennenden Erwerber gegen Zahlung eines sofort fälligen

Entgelts in Höhe einer Abfindung nach § 16 zu übertragen. In

diesem Falle haftet die Gesellschaft für die Zahlung des

Entgelts als Gesamtschuldnerin neben dem Erwerber. Findet

eine Übertragung nicht statt, wächst der Gesellschaftsanteil

des ausgeschiedenen Kommanditisten den verbleibenden

Kommanditisten im Verhältnis ihrer festen Kapitalkonten an.

5. Scheidet die persönlich haftende Gesellschafterin aufgrund

eigener Kündigung oder aufgrund der auf sie entsprechend

anwendbaren Bestimmungen des Abs. 1 Buchst. b) und c) aus

der Gesellschaft aus, erhält sie keine Abfindung.

Die Gesellschaft wird mit den verbleibenden Gesellschaftern

fortgesetzt, sofern sie mit einfacher Mehrheit der vorhandenen

Stimmen eine andere natürliche oder juristische Person zum

persönlich haftenden Gesellschafter bestellen.

§ 16 Abfindung eines ausscheidenden Kommanditisten

1. Vorbehaltlich der Bestimmungen der Abs. 2 und 3 erhält der

ausscheidende Kommanditist eine Abfindung, die sich nach

dem wirklichen Wert seiner Beteiligung richtet. Dieser Wert ist

in entsprechender Anwendung der Grundsätze des Stuttgarter

Verfahrens zur Ermittlung des gemeinen Werts von Anteilen an

Kapitalgesellschaften auf der Grundlage der Jahresbilanz, die

dem Zeitpunkt des Ausscheidens des Kommanditisten am

nächsten liegt und unter Berücksichtigung des Stands seines

Verrechnungskontos zu berechnen. Spätere Bilanzberichtigungen

aufgrund steuerlicher Außenprüfungen haben auf die

Abfindung keinen Einfluss. Der ausscheidende Kommanditist

erhält als Abfindung mindestens einen Betrag in Höhe der

Salden seiner Gesellschafterkonten (§ 10 Abs. 1).

2. Scheidet ein Kommanditist gemäß § 15 Abs. 2 aus der

Gesellschaft aus, so ist er an dem Ergebnis der Gesellschaft in

dem Zeitraum zwischen Beitritt und Ausschluss nicht beteiligt

und hat an die Gesellschaft - zur Deckung der mit seinem

Beitritt zur Gesellschaft verbundenen Kosten - einen Betrag in

Höhe von 10 % des Nominalbetrages seiner gezeichneten

Einlage zu zahlen. Hat dieser Kommanditist einen Teil seiner

Einlage geleistet, so erhält er diesen Teil seiner Einlage,

gekürzt um den Kostenbeitrag gemäß Satz 1, zurück.

37


38

Satzung

3. Scheidet ein Kommanditist gemäß § 15 Abs. (1) Buchst. b)

oder c) oder gemäß §15 Abs. (3) aus, so erhält er als Abfindung

den sich bei den Berechnungen nach Abs. 1 Satz 2 und 4

ergebenden geringeren Betrag.

4. Ein Ausscheiden ist nur zum Geschäftsjahresende möglich.

5. Die Ermittlung des Abfindungsguthabens des ausscheidenden

Kommanditisten ist, sofern es nicht aus Verkäufen anderer

Kommanditisten innerhalb des letzten Jahres vor dem

Ausscheidensstichtag abgeleitet werden kann, vom zuletzt

gewählten Abschlussprüfer der Gesellschaft auf deren Kosten

vorzunehmen. Im Streitfalle erfolgt sie für sämtliche Beteiligten

verbindlich durch einen von der Wirtschaftsprüferkammer zu

benennenden Wirtschaftsprüfer, sofern sich die Beteiligten

nicht auf eine andere sachverständige Person einigen. Die

Kosten der Ermittlung des Abfindungsguthabens durch den

Sachverständigen sind von der Gesellschaft und dem ausscheidenden

Kommanditisten in entsprechender Anwendung

der Bestimmungen der §§ 91 ff. ZPO zu tragen.

6. Das Abfindungsguthaben gemäß Abs. 1 oder 3 ist in sechs

gleichen Halbjahresraten zu bezahlen, deren erste ein Jahr

nach dem Ausscheiden fällig wird. Die Gesellschaft hat

Anspruch auf weitergehende Stundung, wenn und soweit ihre

Liquiditätslage die Zahlung der Raten nicht zulässt. Das Abfindungsguthaben

ist mit jährlich 2 % über dem jeweiligen Bundesbankdiskontsatz

zu verzinsen. Die Zinsen sind jeweils mit

der nächsten Abfindungsrate fällig. Die Gesellschaft ist

berechtigt, das Abfindungsguthaben vorzeitig auszuzahlen

Eine Sicherheitsleistung für das Abfindungsguthaben oder eine

Haftungsbefreiung gegenüber den Gesellschaftsgläubigern

kann der ausscheidende Gesellschafter nicht verlangen.

§ 17 Auflösung der Gesellschaft

1. Die Gesellschaft tritt unter den gesetzlichen Voraussetzungen

sowie dann in Liquidation, wenn:

a) die Nutzungsverträge über die für den Betrieb des

Windparks / der Windkraftanlage erforderlichen Flächen ausgelaufen

sind,

b) die Gesellschafter die Auflösung der Gesellschaft

beschließen oder

c) das Gesellschaftsverhältnis nach dem 31.12.2020 zum

gleichen Termin von Kommanditisten gekündigt worden ist, die

zusammen mehr als 25 % des Kommanditkapitals halten. In

diesem Fall können die Gesellschafter mit einer Mehrheit von

75 % der vorhandenen Stimmen derjenigen Kommanditisten,

die zu diesem Termin nicht die Kündigung erklärt haben, die

Fortsetzung der Gesellschaft beschließen.

2. Bei Auflösung der Gesellschaft erfolgt die Liquidation durch

die persönlich haftende Gesellschafterin. Der Umfang ihrer

Geschäftsführungs- und Vertretungsmacht wird durch die

Auflösung der Gesellschaft nicht verändert.

3. Die persönlich haftende Gesellschafterin hat das Vermögen

der Gesellschaft bestmöglich zu veräußern und den nach

Berichtigung aller Verbindlichkeiten der Gesellschaft

verbleibenden Liquidationsüberschuss an die Gesellschafter

im Verhältnis der festen Kapitalkonten auszuzahlen, soweit

nicht vorab die Verrechnungskonten der Gesellschafter auszugleichen

sind.

4. Anstelle einer Liquidation nach Abs. 3 ist die persönlich haftende

Gesellschafterin berechtigt und von allen

Kommanditisten dazu ermächtigt, sämtliche Kommanditanteile

für Rechnung der Kommanditisten zu veräußern, sofern der

Kaufpreis für sämtliche Kommanditanteile nach Abzug

etwaiger Veräußerungskosten nicht geringer ist als ein voraussichtlicher

Liquidationsüberschuss nach Abs. 3) und die

Kaufpreiszahlung gesichert ist. Gleiches gilt, wenn die

Gesellschafter die Veräußerung des Unternehmens der

Gesellschaft im Ganzen beschlossen haben.

5. Der persönlich haftenden Gesellschafterin ist ein

Vorkaufsrecht einzuräumen (§ 8 Abs. 12).

§ 18 Schlussbestimmungen

1. Sämtliche rechtsgeschäftliche Erklärungen, die das

Gesellschaftsverhältnis berühren, bedürfen zu ihrer

Wirksamkeit der Schriftform, die mündlich nicht abbedungen

werden kann. Dies gilt nicht für Erklärungen durch

Gesellschafterbeschlüsse, die bei Gesellschafterversammlungen

mit der Beschlussfassung und bei Beschlussfassung

im schriftlichen Umlaufverfahren mit Ablauf der Stimmabgabefrist

wirksam werden, unabhängig davon, wann das

Beschlussfassungsergebnis schriftlich mitgeteilt wird.

2. Sollte eine Bestimmung dieses Vertrages unwirksam sein

oder werden, so wird die Gültigkeit des Vertrages im übrigen

hierdurch nicht berührt. Vielmehr gilt in diesem Falle eine

solche Bestimmung als vereinbart, durch die der mit der

unwirksamen Bestimmung beabsichtigte wirtschaftliche Zweck

rechtswirksam weitestgehend erreicht wird. Entsprechendes

gilt, wenn sich bei Durchführung dieses Vertrages eine regelungsbedürftige

Lücke ergibt. Beruht die Unwirksamkeit einer

Bestimmung auf einem darin festgelegten Maß der Leistung

oder Zeit, so gilt das rechtlich zulässige Maß als vereinbart, das

dem Ziel des Bestands- und Liquiditätsschutzes der

Gesellschaft am nächsten kommt.

3. Erfüllungsort ist Salzkotten. Gerichtsstand für alle

Verpflichtungen aus diesem Gesellschaftsvertrag und / oder

aus Gesellschafterbeschlüssen ist - soweit gesetzlich zulässig

- Paderborn.

4. Die Kosten dieses Vertrages und seiner Durchführung trägt

die Gesellschaft.

5. Alle sich aus diesem Vertrag ergebenden Rechte und

Pflichten bestimmen sich ausschließlich nach dem Recht der

Bundesrepublik Deutschland.

Salzkotten, den 1. Februar 2005

Michael Behlau

als Geschäftsführer der Strategie Finanz Beratung GmbH

für die Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2

und als Gründungskommanditist


Anlage

zur Satzung der Seewiesen Power

GmbH & Co. KG 2

Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2

Geseker Straße 5, D-33154 Salzkotten

Persönliche Angaben

Name

Vorname

Strasse / Hausnr.

PLZ

Beteiligungsbetrag Euro

zzgl. 5 % Agio * Euro

Einzahlungsbetrag Euro

* Das Agio entfällt für Einwohner im Stadtgebiet Creglingen.

Betrag in Worten

"Verbraucherinformation für den Fernabsatz"

Besondere Informationen gemäß § 312 c BGB i.V. m. § 1 der Verordnung

über Informations- und Nachweispflichten nach bürgerlichem Recht (BGB-

Informationspflichten-Verordnung - BGB-Info V) sind seit dem 08.12.2004

Vorschrift für Beteiligungen der vorliegenden Art.

Auf einem gesonderten Beiblatt sind nochmals wichtige Informationen zusammengefaßt.

Sie bestätigen hier mit Ihrer Unterschrift das Beiblatt erhalten und verstanden zu

haben und akzeptieren deren Inhalt als Vertragsbestandteil Ihrer

Beitrittserklärung.

Ort, Datum Unterschrift Antragssteller

Beitrittserklärung

Herr Frau Firma

Titel

Telefon Telefax

e-Mail

Wohnort

Ich möchte folgende Einzahlung tätigen

(Mindestbeteiligung 5.000 Euro - höhere Beträge durch 1.000 teilbar)

Ich zahle auf das eingerichtete Sonderkonto

durch Überweisung

auf das Sonderkonto bei der Volksbank Paderborn-Höxter eG

BLZ: 472 601 21 Konto: 9 138 615 500

Vertragsnummer

(Bitte nicht ausfüllen)

Hiermit beantrage ich meinen Beitritt zur

Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2

als Kommanditist

Geburtsdatum

Steuerliche Angaben (bitte mit ausfüllen)

Steuer-Nummer

PLZ und Ort Ihres Finanzamtes

Chancen und Risiken

W I D E R R U F S B E L E H R U N G

Bei diesem Angebot zur Beteiligung an der Seewiesen Power GmbH & Co.

KG 2 handelt es sich nicht um eine sogenannte mündelsichere

Kapitalanlage, sondern um eine Unternehmensbeteiligung mit den im

Prospekt beschriebenen Chancen und Risiken. Eine Kapitalanlage in eine

Unternehmensbeteiligung stellt wie jede unternehmerische Tätigkeit ein

Wagnis dar. Somit kann prinzipiell ein Verlust des eingesetzten

Wagniskapitals des Anlegers nicht ausgeschlossen werden. Der

Kapitalanleger sollte daher stets einen Teil- oder gar Totalverlust aus dieser

Anlage wirtschaftlich verkraften können.

Die Beteiligungskonditionen sind im Beteiligungsangebot / Prospekt zur

Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2 (Stand: 1. Februar 2005) ausführlich

beschrieben. Sein Inhalt ist mir bekannt. Ich willige in die Verarbeitung,

Auskunftserteilung sowie Nachfrage meiner Daten bei Dritten ein.

Hiermit bestätige ich den Beteiligungsprospekt sowie einen

Durchschlag der Beitrittserklärung erhalten, ihn gelesen und verstanden

zu haben.

Ort, Datum Unterschrift Antragssteller

Vermittler-Bestätigung Vermittler-Nr.:

Ich bestätige hiermit, den o.g. Zeichner über den Inhalt der Beteiligungsbedingungen,

der Angabenvorbehalte und der Risikobelehrung entsprechend dem

Prospekt unterrichet und ihm ein Exemplar des Prospektes sowie eine Kopie der

Beitrittserklärung ausgehändigt zu haben. Das Gespräch fand persönlich statt.

Ort, Datum Unterschrift Vermittler

Hiermit wird die Annahme des Antrages bestätigt:

Stempel Datum Unterschrift Geschäftsführer

Widerrufsrecht

Sie können Ihre Beteiligungserklärung innerhalb von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform (z.B. Brief, Fax, E-Mail) widerrufen. Die Frist beginnt

mit Erhalt dieser Belehrung. Zur Wahrung der Frist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs. Der Widerruf ist zu richten an:

SFB Strategie Finanz Beratung GmbH oder an die Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2

Geseker Straße 5, 33154 Salzkotten, Tel.: 0 52 58 / 93 56 - 0, Fax: 0 52 58 / 93 56 - 177, info@windpark-frauental.de

Widerrufsfolgen

Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen zurückzugewähren und ggf. gezogene Nutzungen herauszugeben. Können Sie uns

die empfangene Leistung ganz oder teilweise nicht oder nur in verschlechtertem Zustand zurückgewähren, müssen Sie uns insoweit ggf. Wertersatz leisten.

Finanzierte Geschäfte

Haben Sie diesen Vertag durch Darlehen finanziert und widerrufen Sie den finanzierten Vertrag, sind Sie auch an den Darlehensvertrag nicht mehr gebunden,

wenn beide Verträge eine wirtschaftliche Einheit bilden. Dies ist insbesondere dann anzunehmen, wenn wir gleichzeitig Ihr Darlehensgeber sind oder wenn sich

Ihr Darlehensgeber im Hinblick auf die Finanzierung unserer Mitwirkung bedient. Wenn uns das Darlehen bei Wirksamwerden des Widerrufs oder der Rückgabe

bereits zugeflossen ist, können Sie sich wegen der Rückabwicklung nicht nur an uns, sodern auch an Ihren Darlehensgeber halten.

Das Deckblatt (weiß), den Durchschlag (blau) und den Durchschlag 2 (gelb) bitte zurücksenden. Der Durchschlag 3 (grün) ist für Ihre Unterlagen bestimmt.

1 9

Beruf

- -

02/2005

39


40

Vorname:

Straße:

Geburtsdatum:

Interessensbekundung

Bitte faxen an: 0 52 58 / 93 56 - 177

oder

auf dem Postweg zurücksenden

Nachname:

PLZ / Ort:

Berufsbezeichnung:

Telefon / Fax: e-Mail / Internet:

Hiermit bekunde ich unverbindlich mein ausdrückliches Interesse am

Beteiligungskonzept / Bürgerwindkraftanlage

- Seewiesen Power GmbH & Co. KG 2 -

(Windpark Frauental).

Ich kann mir vorstellen, eine Beteiligung

als Kommanditist / Kommanditistin

in Wertpapieren der SEG AG (Windpark-Betreiberin)

mit einer Bareinlage von etwa _____________________,-- Euro

(mindestens 5.000 Euro als Kommanditist oder 1.000 Euro in Wertpapieren)

zu zeichnen.

Bitte senden Sie mir eine kurze Projektbeschreibung zu.

Mit meiner Interessensbekundung ist ausdrücklich kein verbindlicher Beitritt zur Beteiligungsgesellschaft verbunden.

Die von mir gemachten Angaben sind vertraulich zu behandeln und nicht an Dritte weiter zu geben.

Ort und Datum: Unterschrift:

Einige Tage nach Eingang der Interessensbekundung werden wir uns mit Ihnen telefonisch in Verbindung setzen um die weitere Vorgehensweise abzustimmen.

Strategie Finanz Beratung GmbH - Windpark Frauental - Geseker Straße 5 - 33154 Salzkotten - Tel: 0 52 58 / 93 56 - 500 Fax: 0 52 58 / 93 56 - 577


Notizen Notizen


Notizen Notizen


Das Angebot

im Überblick:

Die Kommanditbeteiligung

ab 5.000 Euro

kündbar ab 31.12.2020

Ausschüttungen von 7% bis 40% p.a.

Beteiligung am Gewinn

Beteiligung am Verlust

keine Haftungserweiterung

Ausschüttung von 300%

durchschnittlich 14,68% p.a.

Die Wertpapiere der SEG AG

Anleihen ab 1.000 EUR

2-jährig zu 4,75%

5-jährig zu 5,75%

12-jährig zu 6,25%

15-jährig zu 6,75%

18-jährig zu 7,25%

Zerobonds ab 5.000 EUR

5-jährig zu 5,75% nom. / 6,45% eff.

12-jährig zu 6,25% nom. / 8,91% eff.

15-jährig zu 6,75% nom. / 11,09% eff.

18-jährig zu 7,25% nom. / 14,03% eff.

Genussscheine ab 1.000 EUR

7,00% zzgl. Gewinnbeteiligung

ab 10 Jahre Laufzeit

SFB Strategie Finanz Beratung GmbH

Ein Unternehmen der BEHLAU Energie

Korrespondenz: Geseker Str. 5

D-33154 Salzkotten

Telekommunikation: Tel. 05258 / 9356-500

Fax 05258 / 9356-577

Anleger-Telefon: Tel. 05258 / 9356-666

www.strategie-finanz.de www.behlau-energie.de

info@strategie-finanz.de info@behlau-energie.de

www.windpark-frauental.de

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