platsch 2/2006 - Solothurner Kajakfahrer

solothurner.kajakfahrer.ch

platsch 2/2006 - Solothurner Kajakfahrer

PLaTscH

Mitteilungsblatt der Solothurner Kajakfahrer

Pfingstlager

in Frankreich

Der Biber:

Was zu wissen ist über

unseren Nachbarn!

Simmelager 2006

Chriges Reisebericht

von Costa Rica

Abfahrts-EM

in Bosnien

Mikes exklusives

WM-Interview mit

Platsch

Schnappschüsse der

Solothurner Kajakfahrer

2006, 2. Ausgabe

www.solothurner-kajakfahrer.ch


w w w . pr o bs t -k u n s t s t o f f. c h

w w w . a lbr o. c h


INHALT

Mitteilungsblatt der Solothurner Kajakfahrer, 2. Ausgabe 2006

Wo die wichtigsten Themen zu finden sind:

3 Seite des Präsidenten, weise Worte unseres Präsi Peter Probst

7-9 Jahresbericht Wettkampfteam Rückblick von Reto Schläppi

13-17 Pfingstlager, or when camping goes wrong

18-19 Schnappschüsse, nicht ganz alltägliche Fotos

22-25 Simmelager, von tiefen Schluchten und fliegenden Solothurnern

26-27 Junioren Europameisterschaft in Bosnien

30-34 Biber, unsere neuen Nachbarn

35-38 «Near death experience» von Thijs

40-41 WM-Interview mit Mike Kurt

42-47 Christins Reisebericht aus Costa Rica

48-49 Ardèche-Marathon, die härtesten 32 Km der Welt

50 Rätsel

Impressum:

Auflage: 500 Exemplare

Redaktion und Gestaltung: Ellin Anderegg

Fotos: Peter Probst, Anja Stölken, Reto

Schläppi und viele mehr...


Der Vorstand

Präsident Peter Probst Tannenweg 5, 4552 Derendingen

P 032 682 11 01 G 032 682 03 03

Natel 079 426 72 12 FAX 032 682 03 05

E-Mail info@probst-kunststoff.ch

Vicepräsidentin Kristin Amstutz Schläppi Reinertstrasse 43, 4515 Oberdorf

P 032 622 85 94 Natel 078 666 85 94

E-Mail kristin.amstutz@gmx.ch

Kassier Edith Schweizer Kleinfeldstr. 15, 3380 Wangen

P 03wG 032 631 63 11

Natel 076 576 16 53 Fax 032 631 63 95

E-Mail edith.schweizer@ggs.ch

Aktuar Urs Wattinger Kieferweg 5, 4553 Subingen

P 032 675 71 02 G 062 916 36 16

Natel 076 433 44 07

E-Mail urs@wattinger.ch

Technischer Leiter Reto Schläppi Reinertstrasse 43, 4515 Oberdorf

P 032 622 85 94 Natel 079 426 13 14

E-Mail reto2@freesurf.ch

Slalomtrainerin Christin Probst Tannenweg 5, 4552 Derendingen

P 032 682 11 01 Natel 078 824 64 55

E-Mail cprobst@students.unibe.ch

Bootshauswart Norbert Tischer Weiherstr. 1a, 4512 Bellach

P 032 618 25 63 G 032 618 03 30

Natel 079 703 60 11 Fax 032 618 03 30

E-Mail norbert.tischer@bluewin.ch

Redaktorin Anderegg Ellin Barfüssergasse 3, 4500 Solothurn

Natel 079 566 98 28

E-Mail ellin@gmx.ch

Kurswesen Roland Wyss Zurmattenstr. 28, 4500 Solothurn

P 032 637 12 07 G 032 654 27 06

Natel 079 663 05 08

E-Mail roland.wyss@gmx.net

Wettkämpfer- Bader Manuel Schulhausstrasse 60, 4573 Lohn

vertreter P 032 677 18 73 Natel 079 502 25 41

E-Mail swisspaddler@hotmail.com

Torrichterobmann:

Ludwig Luef Schänzlistrasse 38, 4500 Solothurn 032 622 70 64

Revisoren:

Frank Stölken Eichenweg 20, 4500 Solothurn 032 623 60 78

Christian Peter Glacisstrasse 3, 4500 Solothurn 032 681 01 68

Margrith Büschi Rosenweg 7, 4533 Riedholz 032 623 84 10


Seite des Präsidenten

“Wieder kann ich auf ein erfolgreiches Jahr im

Kanuklub zurückblicken. Unser Topfahrer Mike Kurt

hat in diesem Jahr hervorragende Leistungen gezeigt:

Europameisterschaften 8. Rang, Weltmeisterschaften

7. Rang und Studentenweltmeisterschaften 2. Rang.

Ich gratuliere Mike recht herzlich und wünsche ihm

viel Glück für sein zukünftiges Ziel die Olympische

Spiele in China.

Aber auch unsere jungen Wettkämpfer holen Medaillen: Florian Stölken, Valentin

Tischer und Shaya Bourguignon sind Doppeljugendmeister in der Abfahrt und

Slalom geworden. Tolle Leistung.

Als Höhepunkt war in diesem Jahr die Durchführung der Schüler- und

Jugendmeisterschaften auf dem Emmenkanal. Auch hier kann ich nur das Beste

berichten: Alles ist sehr gut gelaufen: die Beiz, das Büro, die Zeitmessung, die

Küche und vor allem das Zusammenräumen war super. Allen möchte ich recht

herzlich danken für den Einsatz.

Die offiziellen Trainings am Montag im Bootshaus und am Donnerstag auf dem

Emmenkanal waren sehr gut besucht. Aber auch dort brauchte es Trainer, die alles

vorbereiten und auch leiten. Auch denen vielen Dank.

Auch dieses Jahr haben wir diverse Kanukurse von jung bis alt angeboten, die

auch sehr besucht wurden.

Hat Dir die neue Aufmachung des Platsch gefallen? Bis heute habe ich sehr positive

Antworten erhalten. Also Ellin, du hast die Sache sehr gut gemacht.

Die neuesten Infos zum Parkplatz Süd. Die ersten Investoren haben ihr Projekt

wegen Differenzen aufgegeben. Zur Zeit habe ich Kontakt mit der Firma Aldi, die

auf dem Grundstück einen Aldimarkt errichten möchte. Die ersten Verhandlungen

sind sehr positiv verlaufen.

Unsere Homepage wird immer wie mehr besucht. Seit Januar haben wir von 5600

verschiedenen Besucher rund 12`000 Zugriffe verzeichnet. Es zeigt sich, dass die

Infos auf der HP gelesen werden.

So ich wünsche Euch viel Vergnügen beim lesen des Platsches.

Peter Probst

5


6

Einladung zur 74. Generalversammlung

Datum:Freitag, den 19.Januar 2007

Zeit und Ort:19.30 Uhr im Restaurant Volkshaus, Rossmartktplatz, Solothurn (vis

à vis Kino Capitol)

Traktanden

1.Appell und Wahl der Stimmzähler

2.Protokoll der letzten GV

3.Genehmigung der Mutationen

4.Berichte Kassier, Rechnungsrevisoren, Bootshauswarte, Fahrtenwart, Präsident

5.Déchargeerteilung

6.Wahl des Vorstandes und der Rechnungsrevisoren

7.Festsetzung der Jahresbeiträge und der Bootsplatzmieten

8.Beschlussfassung über das Budget und die Ausgaben-Kompetenzen des Vorstandes

9.Festsetzung des Jahresprogrammes

10.Ehrungen

11.Anträge

12.Verschiedenes

Wir hoffen, dass viele Mitglieder den Weg zu unserer GV finden werden. Für

Überraschungen wird gesorgt.

der Vorstand

4552 Derendingen

Hauptstrasse 113

Tel. 032 682 03 03

Fax 032 682 03 05

www.probst-kunststoff.ch

Mathys und Scheitlin AG


Jahresbericht Solothurner Kajakfahrer

Wettkampfteam

von Reto Schläppi

Nach Abschluss der Kanusaison 2006 und damit auch der Wettkampfsaison gilt es

wieder einmal die Leistungen unserer Wettkämpfer und Wettkämpferinnen zu

analysieren und sich Gedanken zu machen, was in unserem Klub gut gelaufen ist

und wo Handlungsbedarf besteht.

SKF-Highlights

- Unser Aushängeschild, Mike Kurt wurde an den Studenten-

Weltmeisterschaften in Krakau (Polen) hervorragender Zweiter und

auch an den Slalom-Weltmeisterschaften 2006 in Prag belegte er den

6. Schlussrang. Er richtet sein Training klar auf die olympischen Spiele in

Peking 2008 aus und will dort ganz vorn dabeisein.

- Mike Kurt und seine Schwester Nadine Stoffel-Kurt wurden beide Slalom-

Schweizermeister.

- Unsere Jugend-Mannschaft bestehend aus Valentin Tischer, Florian

Stölken und Shaya Bourguignon wurden überraschend sowohl in

der Abfahrt, wie auch im Slalom, Jugend-Schweizermeister in der

Mannschaft.

- Melanie Mathys gewann die TCS-

Nachwuchswertung in der Kategorie Benjamin

(unter 14 Jahren) und Annika Stölken belegte

den zweiten Rang.

- Das Kanadierteam Andi Arnold und Julian

Hasler sorgten im Frühjahr mit guten

Resultaten für Aufsehen und konnten sich für

die Junioren-Europameisterschaften in Bosnien

qualifizieren. Allerdings lief es an der EM

wegen einer langwierigen Verletzung nicht

wie erwartet.

- Wir haben eine grosse und starke

Nachwuchsbewegung. Die Kanukurse und

Trainings waren gut besucht und viele junge

Nachwuchskanuten sind in diesem Jahr in den

Klub eingetreten.

- Tanja Wunderlin und Shaya Bourguignon

wurden ins Sichtungskader des Juniorenteams

Abfahrt aufgenommen und wollen sich nun mit

guten Resultaten für eine definitive Aufnahme

empfehlen.

Mike Kurt kann auf ein erfolgreiches Jahr

zurückblicken...sein exklusives Interview mit Platsch

auf Seite 40


8

- Unsere Vizepräsidentin, Kristin Amstutz

Schläppi, wurde vom Schweizerischen

Kanuverband als Nationaltrainerin für

die Abfahrt eingesetzt und übernimmt

nach einem Jahr Vakanz diesen Posten

von Peter Lüthi.

- Unser Klub konnte sich im

Impulsprogramm (siehe Beilage im

Platsch) unter den Besten behaupten und

liegt kurz vor Schluss auf dem 5. Rang. Die

Medienberichterstattung über unseren

Klub wird den Ausschlag geben, ob wir

noch auf den vierten Platz vorstossen

können.

- Wir können wiederum

auf eine gut organisierte

Jugendschweizermeisterschaft im Slalom

auf dem Emmenkanal zurückblicken,

welches viele Nachwuchskanuten

nach Derendingen brachte.

Der erfreuliche Teil überwiegt in diesem Jahr

klar. Wir konnten den Trainerstab wie geplant

verjüngen und neue Leute zur Übernahme eines

Trainerjobs motivieren. Unsere Klubinfrastruktur

befindet sich auf einem hohen Niveau, allerdings ist

der Verschleiss an Booten, Paddeln , Spritzdecken,

etc. auch enorm und beansprucht das SKF-Budget Annika jedes StölkenJahr

stark.

Dennoch gibt es auch einige Problemfelder, bei denen immer noch

Handlungsbedarf besteht:

- Der Einstieg ins Leistungstraining mit 4 – 7 Trainings (je nach

Alter) pro Woche gestaltet sich sehr schwierig und es benötigt

eine hohe Eigenmotivation und einen starken Willen, um sich

zum Leistungssport zu bekennen und dies auch umzusetzen.

Obwohl wir viele Nachwuchspaddler haben, lichten sich die Reihen

unserer Spitzensportler zusehends. Die Fördergruppe (die besten

Wettkämpfer der Solothurner Kajakfahrer werden speziell gefördert

– müssen sich aber zu klaren Zielsetzungen Richtung Weltmeisterschaft,

EM oder OS bekennen), ist von früher sechs Personen im Moment auf

gerade noch zwei Mitglieder geschrumpft.

- Unser Zweierkanadierprojekt mit Arnold/Hasler ist wegen schulischer

Überlastung bereits nach 2 Jahren gescheitert. Damit verlieren wir ein

Boot, welches grosses Potential hatte. Andi Arnold wird im kommenden

Jahr versuchen, die Limite für die Junioren-Weltmeisterschaften im


Club Benjamin

Herren

Benjamin

Damen

Schüler Schülerinnen Jugend

Herren

Einer-Kanadier zu schaffen.

- Auf diesen Punkt werden wir unsere Aufmerksamkeit richten müssen,

denn als wettkampforientierter Kanuklub, werden wir an den nationalen

und internationalen Erfolgen gemessen. Unser Ziel muss es sein, den

Juniorenkadern im Slalom und in der Abfahrt neue Talente liefern zu können.

Leider gibt es kein Kochrezept für diese Talentschmiede, sonst hätten

wir dies bereits längstens befolgt.

Die Solothurner Kajakfahrer sind ein wichtiger Bestandteil des Schweizerischen

Kanuverbandes. Viele Klubmitglieder arbeiten in ehrenamtlichen Positionen

im SKV (Fachkommissionen, Goldklub, etc.) und die Wertungen des TCS-

Nachwuchscups zeigen, dass wir im Wettkampf und Nachwuchsbereich zu den

Top Five gehören. Dies soll auch mittel- und langfristig so bleiben, wir streben

sogar einen Medaillenrang im TCS-Cup an. Dazu gehören aber sowohl Breite

(viele Nachwuchssportler), als auch Spitze (Erfolge im Nachwuchsbereich).

Ein wichtiges Anliegen für die SKF sollte es auch sein,

den Nachwuchssportlern den schwierigen Übergang vom

Juniorenfahrer ins Elitefeld zu erleichtern und auch unseren

Topsportlern die best mögliche Unterstützung zu gewähren.

Wir sind auf dem richtigen Weg, aber wir benötigen noch

mehr Funktionäre (Trainer, Betreuer, etc.) die uns unterstützen

und mithelfen. Jeder neue Jugend & Sport-Leiter ist für uns

wichtig, denn nebst der Quantität ist im Kanusport auch

die Qualität wichtig. Unsere Leiter und Trainer müssen sich

permanent weiterbilden, um den neuen Anforderungen, die

auf uns zukommen, gewachsen zu sein.

Reto Schläppi, Technischer Leiter SKF, Nov. 2006

Jugend

Damen

Junioren Juniorinnen Total

1 KCBM 185 302 476 420 386 144 516 15 2444

2 KCN 237 11 922 182 189 270 324 2135

3 KCRJ 133 194 395 145 302 156 374 60 1759

4 CCG 5 64 94 167 449 161 244 165 1349

5 SKF 70 237 29 108 358 224 157 1183

6 GPYT 247 196 470 115 14 1042

7 KCG 69 264 226 298 100 957

8 CCF 16 105 14 370 155 169 829

9 KCRO 102 73 49 98 278 90 103 18 811

10 KCC 78 27 26 13 124 107 178 254 807

11 TWF 285 164 26 116 160 751

12 KCSH 27 36 125 151 47 162 46 594

13 WVZ 26 171 141 102 65 505

14 RPB 12 115 373 500

15 KCZg 9 45 21 132 207

16 KCBr 7 103 87 197

17 PCK 98 98 196

18 KKB 64 83 25 172

19 KCL 50 81 11 142

20 KPZ 20 20 40 36 116

21 CCJ 63 15 78

22 KCO 57 57

22 KCLu 38 11 49

24 KCBW 29 29

Tanja Wunderlin ist im Sichtigungskader


10

20.10.2006 – Tages-Anzeiger

Kajaksprung war ein Wagnis

Ein Kajaksprung aus sieben Metern Höhe ins Wasser stellt ein Wagnis dar. Die

Unfallversicherung hat dem Kajakfahrer deshalb zu Recht die Geldleistungen um

50 Prozent gekürzt.

Mitte September 2004 sprang ein Kajakfahrer von der alten Aarebrücke in Olten

in die Aare. Weil er nicht wie vorgesehen in einem Winkel von 45 Grad, sondern

flach mit dem Kajakboden auf die Wasseroberfläche knallte, verletzte sich der

Kajakfahrer am Rücken und musste sich mehrere Wochen behandeln lassen. Die

Schweizerische Unfallversicherungsanstalt (Suva) anerkannte grundsätzlich ihre

Leistungspflicht für diesen Vorfall, kürzte aber die Geldleistungen wegen Vorliegens

eines Wagnisses um 50 Prozent.

Versicherungsgericht stützt Vorinstanz

Das Eidgenössische Versicherungsgericht hat jetzt diese Leistungskürzung wie

bereits zuvor das Solothurner Verwaltungsgericht geschützt. Wer bei der Ausübung

einer Sportart aussergewöhnliche Gefahren oder Wagnisse eingeht, dem

können laut Artikel 39 des Unfallversicherungsgesetzes die Leistungen gekürzt

oder gänzlich verweigert werden.

Für die Bundesrichter in Luzern war der spektakuläre Sprung von der Holzbrücke

in die Aare, den bisher nur ganz wenige Kajakfahrer gewagt hatten, rechtlich

gesehen ein Wagnis, weshalb die hälftige Leistungskürzung der SUVA berechtigt

ist. Daran ändert auch der Umstand nichts, dass der Kanu-

Fahrer zuvor im Rahmen eines Trainings mehrere

Sprünge vom fünf Meter hohen Turm in der Badeanstalt

erfolgreich bewältigt hatte.

Laut dem Urteil aus Luzern spricht einiges dafür,

dass der spektakuläre Sprung von der imposanten

Holzbrücke in der Abenddämmerung nicht bloss

zu Trainingszwecken ausgeführt wurde, sondern

dass ein eigentlicher Stunt beabsichtigt

war.


Gesucht:

Occasions-Fernseher für Videoauswertungen

Fürs Bootshaus der Solothurner Kajakfahrer suchen wir einen Fernseher

mit Videoeingang oder Scart-Buchse, um die Videoanalysen für unsere

Wettkämpfer direkt im Bootshaus auswerten zu können.

Wer einen Fernseher hat, den er nicht mehr benötigt (es braucht kein Plasma-

oder LCD-Bildschirm zu sein) und ihn gratis abgeben will, meldet sich bitte

beim Technischen Leiter SKF, Reto Schläppi (schlaeppi@gmx.ch oder 079 426

13 14).

Wir holen ihn selbstverständlich ab.

Die Wettkämpfer dannken im Voraus!

Rauchverbot im und ums Bootshaus

Nun ist es offiziell, das Rauchen ist auf dem Bootshausgelände untersagt für alle

Leute, ob Kanute oder Zuschauer. Dies wurde an der vorletzten Vorstandssitzung

beschlossen und hat eigendlich folgende Gründe:

1. Rauchen ist bekanntlich ungesund, für Raucher sowie für Nichtraucher.

2. Vorbildsfunktion, wollen wir wirklich dass die junge Nachwuchsfahrer ihre Eltern

oder ihre Vorbilder am Ufer rauchen sehen währenddem sie ihre Trainings

absolvieren? Wir sind schliesslich immer noch ein Sportklub...

3.Schlussendlich ist es auch noch ein bisschen eine Frage der Sauberkeit, es gibt

nichts hässlicheres als Zigarettenkippen zusammen zu suchen.

Also, vielen Dank für das Nicht-Rauchen!

Web

Willst du immer up to date sein? gehe auf www.solothurner-kajakfahrer.ch und

du findest alle News auf einen Blick!

Willst du mehr über unser Slalomaushängeschild Mike

Kurt erfahren? Er hat seine eigene Homepage auf welcher

du immer die neusten Resultate abrufen kannst...

gehe auf www.mikekurt.com!

Achtung neue Trainingszeiten im Slalomtraining!

Das Slalomtraining wird jetzt aufgeteilt in zwei Gruppen,

in Anfänger und «alte Hasen». Das Training der Anfänger

beginnt um 17.30 (umgezogen und auf dem Wasser)

und das der «alten Hasen» um 18.30 (auf dem Wasser und

schon eingefahren). Zu welcher Gruppe du gehörst, erfährst

du bei unserer Slalomtrainerin Christin Probst.

Warnung vor diesem Mann!

(Er beisst zwar nicht, aber man

weiss ja nie...)

Diverses

Inserate&News


12

ScHWeIzermeIsTersCHaFT SaaNe 2006

von Andi Arnold und Julian Hasler

Am Samstagmorgen trafen wir uns um 8.00

Uhr beim Bootshaus, um unsere Boote zu

laden. Mit guter Laune und voller Motivation

fuhren wir um halb neun los, Richtung Saane.

Dort angekommen, luden wir unser Gepäck

ab und türmten es liebevoll an die Hausmauer

unserer Unterkunft. Kurz darauf starteten wir

zu unserer ersten Trainingsfahrt, bei der wir

die Rennstrecke, vor allem die Schlucht am

Ende, erkundeten, denn dort hatten einige

Fahrer und Fahrerinnen kleinere bis grössere

Probleme, wie zum Beispiel Rahel, die ihr

Paddel zerbrochen vorfand als sie mit Müh und

Not wieder ins Boot steigen konnte nachdem

sie ziemlich lange im Wasser verbracht hatte...

Glücklicherweise leihte ihr Mänu sein Paddel,

so dass sie den Rest der Fahrt ohne weitere

Probleme meistern konnte.

Nach der zweiten Trainingsfahrt, bei der alle

keine Probleme mehr hatten, assen wir zu

Mittag und ruhten uns für das Abfahrtsrennen

aus, das um 16.00 begann.

Das Rennen verlief für die meisten recht gut

und am Abend assen alle mit rechtem Hunger

und grossem Appetit das feine Abendessen,

das Anja und Frank Stölken für uns zubereitet

hatten. Leider musste Julian am nächsten Tag

aussetzen, da während dem Abfahrtsrennen

sein Arm wieder anfing zu Schmerzen und

zwar so stark, dass er am Schluss vor Schmerzen

nicht mehr paddeln konnte und Andi sie

deshalb ins Ziel paddeln musste.

So musste das Sprintrennen am nächsten

Tag ohne ihn stattfinden. Die Solothurner

Kajakfahrer erzielten auch an diesem Rennen

sehr gute Ergebnisse.Am Sonntagabend

fuhren wir müde, aber glücklich wieder nach

Hause.


PFINGSTLAGER

OR WHEN CAMPING

von Felix Anderegg GOES WRONG

Es ist Freitagabend und unser Ziel, das Dorf Morteau

im französischen Jura kann nicht mehr weit sein,

denn es fängt an leicht zu Regnen.

Am Strassenrand im Dorf stehen schon zwei

bekannte Camper und unser Präsi sitzt bereits

gemütlich beim Apero und verpasst dadurch die

erste Halbzeit.

Ein bisschen ausserhalb des Dorfs, in der Mitte

des kleinen kommunalen Campingplatzes steht

der Schläppi-Amstutz-Camper unter einem Baum.

So fahren wir wie selbstverständlich auch dorthin

und laden unser Gepäck aus. Aber irgendwie

irritiert uns etwas. Vor uns, neben uns und hinter

uns stehen mit zwei Meter Abstand zueinander

und wie an einer Schnur ausgerichtet viele teure,

neue und blankgeputzte Camper auf dem Platz.

Wie grosse Ohren sitzen auf jedem Camper und

ebenfalls einheitlich nach süd-westen ausgerichtet

die Satellitenschüsseln.

Zwischen den Campern gehen ältere Herren mit ihren

übergewichtigen Hunden Gassi und mustern uns

Neuankömmlinge mit unverhohlenem Misstrauen.

Hinter den Camperfenstern erkennen wir die

Schatten ihrer Abendessen kochenden Frauen, und

wir haben das unbestimmte Gefühl auch von diesen

misstrauisch beobachtet zu werden.

Mit einer gewissen Routine stellen wir unsere

Iglu-, Trekking- und Hauszelte hinter dem

Baum entlang dem campingplatzbegrenzenden

Maschendrahtzaun auf. Die Elektrokabel, die

von den Stromverteilern spinnenartig zu den

hochglanzgeputzten Campern führen beachten wir

kaum, und so liegen am Ende einige Kabel unter

13


den Zelten.

Die übergewichtigen Hunde haben in der Zwischenzeit ihre Markierungen auf dem

Campingplatz verteilt und plötzlich kommen einige Herren wildgestikulierend

auf uns zu – das ist der den Beginn der ersten Halbzeit.

«Die übergewichtigen Hunde haben in

der Zwischenzeit ihre Markierungen

auf dem Campingplatz verteilt und

plötzlich kommen einige Herren

wildgestikulierend auf uns zu – das ist

der den Beginn der ersten Halbzeit.»

14

Wir können doch nicht unsere

Zelte auf ihre Kabel stellen, das sei

viel zu gefährlich- und unsere Zelte

stünden sowieso im für Camper

reservierten Bereich – und im

übrigen hätten sie bereits vor drei

Monaten den Platz reserviert – und

ab zehn Uhr abends sei Nachtruhe.

Wir entschuldigen uns, und

beginnen sogleich die Kabel um die Zelte herum zu führen. Angezogen durch

den Hundehalterlärm kommen immer mehr Leute aus ihren hochglanzpolierten

Nobelcampern und belehren uns über die Gefahren von Stromkabeln und weisen

uns zum Zeltsektor des Campingplatzes wo wir doch gefälligst unsere Zelte

hinzustellen haben.

Die Hundehalter mit ihren Nobelcampern gehören zu einem Frankreich weiten

Camperklub mit über 200 Mitgliedern, die für ihre Frühlingssternfahrt nach

Morteau gekommen sind – zu unserem Glück sind nur 25 Camper von diesem

Klub gekommen.

Obwohl keines der Zelte mehr auf einem Kabel steht

werden die Belehrungen über die Gefährlichkeit

von Stromkabeln unter Zelten immer eindringlicher,

und wo die Zelte hinzustellen sind immer lauter.

Die vermittelnden Worte eines älteren Herren ohne

übergewichtigen Hund, der früher für Rieter in

Winterthur gearbeitet hatte, meint väterlich, dass

er eigentlich nichts gegen Schweizer hätte. Er kann

damit aber die geladene Atmosphäre nicht mehr

wirkungsvoll beruhigen.

Umkreist von den schimpfenden Camperfreunden

rufen wir in unserer Not Reto an. Er bestätigt uns

übers Handy, dass unsere Zelte unter dem Baum

am richtigen Ort stünden und dass alles so mit dem

Platzwart abgesprochen sei. Diese Antwort löst bei

den Hundehaltern eine heftige Empörung aus, und

wir werden sogleich wiederum daran erinnert, dass ab

22.00 wirklich Nachtruhe herrsche und auch wir uns

daran zu halten hätten.

Völlig ausser Kontrolle gerät die Situation aber erst als

der Platzwart unerwartet und wohl auch nichtsahnend

auf dem Campingplatz eintrifft. Die aufgebrachten

Die Frage ist nur, wer plappert mehr, Sofia

oder der Papagei?


Peter gewinnt dieses knallharte Duell klar, er

hat die schöneren Füessli. Dabei gab sich

Hans doch so grosse Mühe..

Nobelcamperbesitzer gehen verbal mit

vereinten Kräften auf den Patzwart los

und lassen ihn all ihre Wut über Zelte

auf Kabeln und Zelte am falschen Ort

spüren. Dieser ist aber nicht besonders

beeindruckt ab ihrer Vorstellung, und

erklärt ihnen unumwunden, dass sie

ja auch wieder gehen können wenn es

ihnen nicht passe. Dies erbost einen

der Camperfreunde (die ja bereits

drei Monate zuvor den Campingplatz

reserviert hatten) sosehr, dass er zum

Telefon greift und die Polizei ruft. Diese

fährt dann auch kurze Zeit später mit

Sirene und Blaulicht vor. Fast gleichzeitig

mit der Polizei trifft auch unser Präsi auf

dem Zeltplatz ein –und kommt gerade

richtig zur zweiten Halbzeit.

Mittlerweile ist es einige Minuten vor

22.00. Bis sich unser Präsi ein Bild der

Lage verschaffen und seinen Camper neben unsere Zelte gestellt hat, ist bereits

die Nachtruhezeit angebrochen. Er hat leider die unsägliche Idee seinen Camper

vor dem Schlafengehen noch aufzubocken und auszunivellieren. Da sein Camper

schon vielen Strapazen überstanden hat und die Gewindestangen etwas Fett

vertragen würden, wird bereits das Senken der ersten Stütze von einem lauten

Quitschen begleitet.

Das ist aber entschieden zuviel für seine Nachbarin im Luxuscamper. Mit

überschlagender Stimme schreit sie unseren Präsi an, dass es bereits nach zehn Uhr

sei und er sich auch gefälligst daran zu halten habe still zu sein. Und so verbringen

unser Präsi und Moni die erste Nacht in Morteau in leichter Schräglage.

Samstag:

Der Morgen ist die Zeit der Gassigeher und Vermittler. Mit vertrauensbildenden

Konversationen in den engen Toilettengängen wie «Bon Jour» oder «il fesait

froid cette nuit» (für Fortgeschrittene) entspannt sich die Lage langsam.

Für den Samstagmorgen hat sich die SKF-

Nachhut angemeldet. Aber als wir dann

nach einem ausgiebigen Frühstück etwa

um elf Uhr übers Handy Nörbi anrufen,

vernehmen wir, dass dieser noch immer

am Autopacken sei. Natürlich sei an der

«Die Polizei fährt dann auch kurze

Zeit später mit Sirene und Blaulicht

vor. Fast gleichzeitig mit der Polizei

trifft auch unser Präsi auf dem

Zeltplatz ein –und kommt gerade

richtig zur zweiten Halbzeit.»


Das grosse Massenpaddeln

im Pfingstlager...

über eine schlechte Beteiligung

konnte man

sicher nicht klagen...

leichten Verzögerung der Abfahrt nur seine Frauen schuld (Originalzitat). So

entscheiden wir uns ohne Tischers für ein Einpaddeln auf dem Doubs.

Dem Abend mit der Nachtruhezeit ab zehn Uhr sehen wir schon mit etwas

Bangen entgegen, da sich mittlerweile über 20 SKF-ler auf dem kommunalen

Campingplatz in Morteau eingefunden haben. Wegen der angekündigten

Kaltwetterfront übers Wochenende gab es nur zwei kurzfristige Absagen (Urs

zieht wohl die warme Dusche zuhause vor).

Unser Präsi hat aber noch ganz andere Sorgen: Da Tischers für das Abendessen

verantwortlich sind, aber um elf Uhr noch zuhause Autopacken und die

Lebensmittelgeschäfte in Morteau doch wahrscheinlich bereits bald schliessen

werden, so müsste er doch jetzt wohl Einkaufen gehen. Mit all unserer rhetorischen

Überzeugungskraft können wir ihn aber doch noch davon abbringen.

Diese kleine Episode zeigt eines ganz deutlich: Wie immer ist unser Präsi mit

vollem Einsatz für den Klub da und nimmt seine Führungsrolle wahr!

Selbstverständlich serviert uns Simone am Abend ein hervorragendes Essen.

Den völkerverständigenden Brückenschlag mit unseren Nobelcampern wird aber

von Anja errichtet. Zum Dessert gibt es selbstgemachte Schokowaffeln nach altem

Familienrezept und mit Sölkens Waffeleisen. Diese herrlich duftenden Waffeln

bieten unsere Girls mit freundlichem Lächeln auch unseren Nachbarn an. Und bei

dieser Gelegenheit merken die Nobelcamper immer stärker, dass sie ja eigentlich

gar nichts gegen Schweizer haben.

Wir alle sind überzeugt, an diesem Abend Zeugen vom Anfang einer langen und

geliebten SKF-Pfingstlager-Schokowaffel-Tradition geworden zu sein.

Sonntag:

Am Morgen früh beginnen die Hundehalter nach der unvermeidlichen Kotrunde

die Sattelitenschüsseln einzuziehen und ein Nobelcamper nach dem andern fährt

von dannen. Vereinzelt sehen wir sogar ein kurzes Winken das uns gilt.

Mit seiner bekannten, keinen Widerstand duldenden Stimme treibt uns Reto an

unsere Kanusachen zu packen und spätestens um elf Uhr abfahrtbereit im Bus zu

sitzen. Dank dieser Autorität fahren wir dann wirklich schon um viertel nach elf

16


Richtung Loue ab. Der harte Kern fährt selbstverständlich den oberen Teil der

Loue. Dazu gehört auch das überfallkommandoähnliche Abladen der Boote beim

Wasserkraftwerk und das obligate „Paddel-über-die-Brücke-werfen“ nach halber

Strecke. Die Leistung kann dieses Jahr überhaupt nicht überzeugen - nur drei

Paddel auf der Brücke, keinen einzigen Überwurf - das ist zugegebenermassen

ein sehr enttäuschendes Resultat.

Beim Zeltplatz von Vuillafans (oder ähnlich) wassert auch der Rest der Gruppe

ein. Dieses Jahr fährt eine rekordverdächtige SKF-Armada von 14 Kajaks und

zwei Wanderkanadiern die Loue hinunter.

Wir lassen uns gemächlich paddelnd,

den zahlreichen Fischern ausweichend,

polospielend und vereinzelt auch

kanuleerend den Fluss hinunter treiben.

Bei einem der Wehre sucht sich der Präsi

eine Eisenstange aus, bleibt mit seinem

Wanderkanadier daran hängen und leert

«Im Führer steht: Bach mit

grossem Forellenbestand. Und ein

Forellenbach gehört den Forellen

(oder deren Fischern) und sicher

nicht den Kanufahren.»

Moni aus. Dank langen, gemeinsamen Ehejahren überstehen sie auch diese durch

das Missgeschick ausgelöste Krise locker.

Montag:

Versteckt steht die Warnung bereist im Kanuführer, aber wir wollen auch mal

einen Bach fahren den noch keiner von uns kennt, und so entscheiden wir uns

den Dessombre zu fahren. Im Führer steht: Bach mit grossem Forellenbestand.

Und ein Forellenbach gehört den Forellen (oder deren Fischern) und sicher nicht

den Kanufahren. Dies müssen wir auch schon bald von einer Frau hören, die uns

wild gestikulierend und laut schreiend mit der Polizei droht. So ist denn die Fahrt

eher eine Flucht vor der Polizei, die aber diesmal nicht erscheint.

Der harte Kern fährt wieder den oberen Teil und gemeinsam mit der gesamten

Gruppe dann die zweite Hälfte. Die Schwierigkeiten bestehen aber bei diesem

Bach vor allem darin einen Weg dem Bach entlang zu finden um die Boote um die

unfahrbaren, verblockten Stellen umtragen zu können. Im unteren Teil windet

sich der Bach durch ein kleines Tal und bietet fahrtechnisch keine Schwierigkeiten.

Als Abschluss zeigt uns Meli eine perfekte Eskimorolle, bravo.

Reto entscheidet sich für den kürzesten

Weg über Neuenburg und Biel. Und so

erhält er die Gelegenheit im Stau vor

Biel lange den Segelschiffen auf dem See

zuschauen zu können. Dank dem dass

sich Nörbi bereits in La-Chaux-de-Fonds

verfährt und uns aus einer Seitenstrassen

vorbeifahren sieht, fährt er uns nach und

macht die Strecke von Morteau nach

Solothurn in Rekordzeit. Und wir? Wir

im Probstbus geniessen die Fahrt durch

den Jura und machen unsere Witze über

Nobelcamper und ihre dicken Hunde.

Der Autor Felix Anderegg in einer

gefährlichen Stelle. Hoffendlich kaniederst

du nicht!

17


Christin Probst

Waschtag bei den Jungs...weil sie alles

warme Wasser aufgebraucht hatten,

mussten sie sich von nu an in der kalten

Simme waschen...

Es ist doch beruhigend zu wissen dass auch unser

erfolgreichster Kanute manchmal etwas belämmert aussieht...

Mike Kurt

Und du hast wirklich gedacht,

dass du mit diesem Foto nicht

auf dieser Seite landest, Chrige?

Nicht ganz

SCHnappscHüsse Der

SCHnappscHü se Der S

Urs Wattinger

– kein Kommentar –, ausser: ja, es

ist Urs Wattinger!!


Mutiert dieser Frosch wirklich zum

Prinzen, wenn man ihn küsst?

Freiwillige vor...

Andi Arnold

-kein Kommentar-, ausser:

ja es ist Andi Arnold, und

wir wollen es gar nicht so

genau wissen, was Andi in

diesem Moment durch den

Kopf ging...

alltägliche Fotos von unseren Paddlern

SoLotHurner

oLotHurner KaJakfahrer

KaJakfahrer

Nico Schläppi

Real Madrid hat David

Beckham? Wir haben

Nico Schläppi!! And he‘s

soo much cooler...

Reto Schläppi

Meli Mathys

Immer mehr Junge greifen zur

Flasche um ihre Sorgen zu ertrinken,

ein tragisches Schicksal, wie

uns auch Meli deutlich zu veranschaulichen

gibt...


PLATSCH KLATSCH

LOVE

Warnung: Die Klatschberichte müssen nicht

immer ganz der Wahrheit entsprechen. Die

Redaktion lehnt alle Verantwortung möglicher

Folgen ab.

Flos Neue

Da haben wir sie doch noch erwischt, Flo S. aus S.

und seine schöne Unbekannte. Dieses im Juli geschossene

Foto zeigt eindeutig Flo mit seiner neuen

Freundin, in inniger Zweisamkeit am turteln. Doch es

ist noch nicht ganz klar, wer denn diese junge Frau

an Flos Seite überhaupt ist. Man munkelt aber, dass

es eine Bekannte der Slalomtrainerin Chrige P. aus

D. ist, es sollte sich sogar um die Nachbarin handeln.

Die Gerüchteküche brodelt und der ganze Kanuklub

ist gespannt, wann sich Flo offiziell zu seiner neuen Liebe bekennt.

Urs W. auso S. verpasste seinen ersten Hochzeitstag

Arme Vera W. auso S., ihr Gatte Urs W. aus S. vergass schon ihren aller ersten

Hochzeitstag, nach einem Jahr Ehe scheint es Urs wohl nicht mehr so wichtig zu

sein wie lange er schon mit seiner Angetrauten zusammen ist. Man muss aber

sagen, dass dieses Phänomen des Vergessens eines Jubiläums, in vielen Ehen und

Beziehungen vorkommt. Man munkelt sogar, dass Peter P. aus D. seinen 40. Hochzeitstag

mit seiner Moni P. aus D. vergass und danach eine Woche lang auf dem

Sofa schlafen musste!

Aus Liebe zum Wasser

Der Skandal in der Slalomszene: Mike K. aus W. kenterte in einem Training und

musste schwimmen! Dies geschah im Frühling in Athen auf dem Olympiakanal

wo er vor vielen Leuten trainierte. Seine Ausrede? Er sagte dass Wasser in seine

Lungen kam. Wir sagen, er hat einen ordentlichen «Gutsch» Wasser abbekommen

und liess sich druch das beirren. Peindlich, denn als Weltklassefahrer sollte

man sich solche Dinge doch gewohnt sein?!

Chriges exotischer Latino-Lover

Seit ihrer Rückkehr von Costa Rica, scheint Chrige P. aus D. nicht

mehr die Gleiche zu sein. Dies hat natürlich seinen guten Grund,

wie die Platschredaktion herausfand: Chrige ist frisch verliebt. Ihre

grosse Liebe soll sie im fernen Costa Rica gefunden haben, wo sie

3 Monate herum reiste. Bei ihrer neuen Flamme handelt es sich

um niemand geringeren als den braungebrannten Costa Ricaner

«Standley», mit dem sie schon im Jahre 2000 in Sort (Spanien) eine

heisse Affäre hatte. Die Redaktion gratuliert den beiden herzlich

für ihr gemeinsames Glück und wartet gespannt auf die Einladung

zur baldigen Blitzhochzeit in San José...olé!


SPECIAL

Daniel Peter und seine Petra

Christine Schweizer und

der Franzose Emmanuel

Flouvat

Die trauten sich was.... Es scheint als ob das Jahr 2006 ein Jahr der Liebe war.

Gerade 3 Hochzeiten von Klubmitgliedern wurden gefeiert und in einigen Fällen

ist auch schon Nachwuchs ein Thema...Die Platschredaktion gratuliert allen drei

Paaren zur Hochzeit und ist natürlich auch höchst erfreut, dass einige Mitglieder

dafür sorgen dass unser Mitgliederbestand in der Zukunft nicht schrumpft...

Vorstandsmitglied Rolli Wyss

mit seiner Bernadette

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22

Von tiefen Schluchten und

fliegenden Solothurnern...


SIMME

LAGER 2006

Montag, 10.07.06

von Debbie Kähr

Am Montagmorgen um 9 Uhr haben wir uns alle beim

Bootshaus getroffen und sind gemeinsam an die Simme

gefahren. Beim Campingplatz «Heidenweidli», welcher eher

eine bessere Kuhweide als ein Campingplatz war, haben

wir uns eingerichtet. Nach dem Mittagspicknick sind wir zur

ersten Fahrt auf der Simme gestartet. Die Fahrt verlief ohne

weitere Probleme, ausser dass ein paar den Weg ins kühle

Nass gefunden haben. Leider verlief das Kochen nicht ganz

so reibungslos wie das Paddeln. Kristin hat aus Versehen die

Pfanne mit der feinen Currysauce quer durch ihren Camper

verteilt. Aber da wir alle harte Brocken sind (oder waren ;-) ),

welche sogar gezwungenermassen in der Simme duschten, hat

uns das nicht gestört und assen die «natürlich marinierte» Sauce

trotzdem. Nach dem Abendessen vergnügten sich alle mit ihren

Hobbies, oder mit dem zwanghaften Reinigen des gelbgefärbten

Campers. Andi war komischerweise schon nach dem Essen seeehr

müde, was auf sich hatte, dass Rahel auch müde war und sie gingen noch

vor der Dämmerung ins Bett. Jule und Debbie waren auch müde, aber sie

mussten wegen den anderen «Müden» draussen bleiben.. =P

Dienstag, 11.07.06

von Tanja Wunderlin

Als wir alle in unseren Zelten oder Campern noch tief schlummerten, weckte uns

Reto mit seiner unüberhörbaren Stimme. Doch zu meinem Erstaunen träumten

Jule, Andi, Rahel und Debi immer noch in ihrem Camper weiter. Mit Verspätung

schlossen sich die vier uns an beim Frühstück.

Wir hatten vor, von einem Stück oberhalb unseres Camps die Simme zu befahren,

was wir auch um 9:30 Uhr taten. Beim Traversieren stiess ich mit Andi zusammen,

da mir Reto überzeugend versicherte, dass Andi ausweichen könnte. Ich kenterte

trotzdem nicht. Dafür wagte sich Yves ins kalte Nass, da er auch beim Traversieren

zu sehr in die Kurve gelegen war. Nachdem Yves wieder in seinem «Bootli»

(wie es Rahel immer nennt) verstaut war, fuhren wir weiter bis zu einem Felsen

bei dem Rahel zur Abwechslung mal kenterte, da sie, Debi und ich zu nah beieinander

fuhren und wir Mühe hatten so langsam zu fahren, wie das Raftingboot,

welches vor uns her dackelte. Anscheinend fühlte sich Rahel so wohl im kalten

Wasser der Simme, sodass sie bei einem Blockwurfwehr das zweite Mal kenterte.

Danach fuhren wir ohne weitere Unterbrüche bis zum Camp, wo wir unseren

Hunger mit einem Lunch stillten.

23


24

Um 15:30 Uhr wollten wir vom Campingplatz

aus die etwas schwierigere

Strecke fahren.Yves, Rahel und ich

fuhren nicht den ganzen Teil und so

wurden wir von Kristin mit dem Bus

ein Stück nach unten gefahren. Dort

warteten wir nicht all zu lange Zeit auf

die Anderen.

Ich hatte mich zu früh gefreut, dass ich noch nie gekentert

war, denn das sollte sich kurz darauf ändern. Da ich nicht

genug Abstand von Yves hielt, sah ich die aus dem Wasser

ragenden Steine nicht früh genug, sodass ich kurz darauf

meine erste Kentererfahrung sammeln durfte. Wie ich sah,

erlitt Debi das gleiche Schicksal. Auch Debi wollte anscheinend

nochmals schwimmen, da sie am Ende der Fahrt ein

zweites Mal kenterte, sie sich zu Rahel treiben liess und

sich an Rahels Boot klammerte, sodass Rahel Halt suchte an

einem Ast, was man ja eigentlich wissen müsste, dass man

das nicht sollte. Doch sie kenterte trotzdem nicht.

Nachdem wir aus unseren Booten ausgestiegen waren, eilten

wir so schnell wie möglich zum Bus, da wir von einer

Invasion Bremsen verfolgt wurden.

Im Camp angekommen wuschen wir uns in der Simme und

liessen uns dann an der herrlichen Abendsonne trocknen.

Als unsere Mägen langsam anfingen zu knurren, machten

wir ein Feuer, brätelten Würste und assen den von Reto gekochten

Kartoffelstock. Zum krönenden Abschluss gab es

Caramel-und Vanillecrème, welche Jule mit einem Messer

verspeiste.

«Ich hatte mich zu früh gefreut,

dass ich noch nie gekentert war,

denn das sollte sich bald ändern.

Denn kurz darauf durfte ich

meine erste Kentererfahrung

sammeln!»

Mittwoch,12.07.06

von Yves

Heute waren wir in einem anderen

Fluss, der hiess Saane. Es war voll krass

dort! Besser als sonst weil es coole

Walzen hatte! Es hatte zwar wenig

Wasser aber es ging. Christin Probst

und Ellin Anderegg haben sich heute

auch angeschlossen. Ich bin heute zufälliger

Weise nicht gekentert. Mein

Boot macht was es will aber es macht

trotzdem auch Spass!!!

Ich glaube Felix ist zweimal gekentert!

Er wollte wohl keine Kenterkuchen

Lagers, Lagers, und und des

Kanute Kanute

Autor Autor ,

jüngste jüngste

sieht

der Yves, Yves,

etwas etwas müde müde aus.... aus....


acken. Dann hat er sich entschieden

für jedes Kindli eine Kentercoup zu

kaufen. Leider ist er nach dem krassen

fahren abgereist. Nach dem Coupessen

fing es an zu donnern. Der Wohnwagen

hat sogar vibriert, wegen dem

Donnern. Tanja massierte alle Kinder!

Jetzt bin ich gleich dran und muss aufhören.

Donnerstag 13.7.06

von Valentin Tischer

Heute Morgen nahmen wir wie gewöhnlich das Frühstück ein und begannen

gleich mit dem Packen.

Noch ein drittes Mal nahmen wir den oberen Teil der Simme in Angriff. Da die

meisten noch müde waren, bespritzte Reto sie mit eiskalten Simmenwasser

;das half aber nicht viel. Beim Herunterpaddeln wurden sie dann doch noch

lebendig.

Unsere Gruppe war heute kleiner als zuvor, da Debbie ,Julä und Felix schon am

Abend zuvor abgefahren waren.

Auf dem Bach hielten wir an einigen Stellen an, um ein bisschen zu spielen und/

oder neue Varianten auszuprobieren z.B. blind paddeln oder in der eiskalten

Simme mit den Händen paddeln. Dies ging einige Zeit gut, bis zu einer Stelle,

wo ein grosser Fels in der Simme liegt. Ich wollte eigentlich gemütlich daran

vorbeifahren, doch Rahel bemerkte erst, dass sie mir den Weg abgeschnitten hatte,

als ich schon vor dem Felsen hing. Glücklicherweise war mein Kanu über Wasser

und ich konnte ohne Probleme aus dem Kanu steigen. Dann kletterte ich auf den

Fels und rief, ob mir jemand helfen würde, denn ich schaffte es nicht, mein Kanu

aus den Ästen zu ziehen. Andi eilte gleich herbei und löste es aus denÄsten, mit

Erfolg. Durch dieses Geschehnis bekam ich von Reto den Übernamen «Kamikaze

Valä».Die letzen paar Minuten bis zum Camping verliefen ereignislos.

Nach dem z’Mittag wurden alle Zelte abgebrochen und den Rest gepackt.

Vollgepackt bis oben, brachen wir die Abreise an.

Bei Worblaufen hielten wir an, um noch ein paar Rettungsübungen zu

absolvieren und eskimotieren zu lernen. Zum Eskimotieren kamen wir nicht

mehr, da wir die ganze Zeit

über mit den Rettungsübungen

beschäftigt waren. Zum Glück

war die Aare einigermassen warm

zum Schwimmen. Am späteren

Nachmittag fuhren wir zurück zum

Bootshaus, wo wir noch unsere Boote

und die anderen Sachen versorgten.

Und so war wieder einmal super

Kanulager zu Ende.

25


Junioren-Europameisterschaft

von Andi Arnold und Julian Hasler

in Bosnien

von Andi Arnold

Die Schweizer-Junioren-Nationalmannschaft ging in diesem Jahr mit einem

sehr grossen Team an den Start. Das erste Mal seit Jahren konnte 3 Frauen

mitgenommen werden und somit auch eine Mannschaft gestellt werden.

Ebenfalls wurden gleich 2 C2 mitgenommen, was schon seit einigen Jahren nicht

mehr vorkam. Da wir nur 2 Herren dabei hatten, musste Andreas sein K1 auch

noch mitnehmen, das er nach Fabio und Christoph der schnellste Junior im K1

der Schweiz ist.

Wir verliessen also die Schweiz voll motiviert, um in Bihac in Bosnien unser Bestes

zu geben. Nach einer langen Reise, die jedoch ohne grössere Probleme verlief

kamen wir auch dort an und bezogen unsere Zimmer. Schnell wurde uns klar, dass

wir nicht gerade in einem Luxushotel wohnten. Eigentlich waren wir gar nicht im

Hotel. Wir wohnten in einem Holzhaus neben dem Hotel, welches in mehrere

Zweierzimmer unterteilt war. Jedoch liess der Zustand unserer Behausung sehr zu

wünschen übrig. Bei Andi und Dani tropfte es z.B. im Badezimmer von der Decke

herunter, wenn oben geduscht wurde.

«Das erste Mal seit Jahren konnten

drei Frauen mitgenommen werden

und somit auch eine Mannschaft

gestellt werden. Ebenfalls wurden

gleich zwei C2 mitgenommen.»

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Für unsere Verpflegung war Frank

Eigenstetter zuständig. Wir hatten extra

eine Küche ausserhalb des Hotels gebucht.

Doch bei der Küche angekommen,

erwartete uns schon die nächste

Überraschung. Die Küche war so verdreckt,

dass man nirgends etwas abstellen

konnte. Es hatte keinen Funktionierenden


Herd, der Grill war so voll mit Asche, dass man kein Feuer machen konnte, es

lag dreckiges Geschirr herum, kurz, die Küche war ein Desaster. Doch nachdem

wir uns beschwert hatten und eine richtigen Herd bekamen, konnte auch Frank

endlich loslegen.

«Der Fluss war nicht, wie wir

es erwartet hatten, steinig und

untief, sondern grösstenteils flach

mit einer kurzen Sprintstrecke

die aber ebenfalls sehr einfach

war.»

All dies konnte die Atlethen aber nicht

davon abhallten, sich voller Freude ins

kühle Nass zu stürzen. Doch da erlebten

wurden wir schon wieder überrascht. Der

Fluss war nicht, wie wir es erwartet hatten,

steinig und untief, sondern grösstenteils

Flach mit einer kurzen Sprintstrecke die

aber ebenfalls sehr einfach war. Dies kam

aber den beiden Kanadierfahrern Julian Hasler und Daniel Fergg sehr zu Gute, da

sie beide eine Verletzung am linken Arm hatten und so einige Trainingsfahrten

auslassen konnten, um sich zu schonen.

Für einige Paddler war der Tagesablauf

ziemlich hart, da wir jeden morgen um

6.45 Uhr aufstehen mussten, um mit Silvan,

Kristin oder Tordi ein so genanntes Footing

zu machen, bei dem man vor den Frühstück

versucht den Kreislauf in Schwung zu bringen.

Leider vermochten gewisse Personen nicht,

um diese Uhrzeit schon aufzustehen, was

schliesslich damit endete, dass sie bestraft

wurden, weil sie immer zu spät kamen.

Am Mittwoch vor dem ersten Rennen,

machten wir noch einen Erholungstag.

Wir wollten eigentlich einige Wasserfälle

besichtigen, die sich angeblich ganz in der

Nähe befanden. Nachdem wir aber etwa drei

Stunden auf einem Feldweg fuhren, der uns

alle gehörig durchschüttelte, gaben wir die

Suche auf und fuhren wieder nach Hause.

Eine weitere Besonderheit an dieser EM war,

dass die Schweiz mit einer C2-Mannschaft an

den Start ging, da es in diesem Jahr genug

Mannschaften gab, damit ein Titel vergeben

wurde. So setzten sich auch Fabio und

Christopf in einen C2. Leider reichte es dann

doch nicht für einen Titel.

Alles in allem war dies eine erfolgreiche und

auch lustige Meisterschaft für die Schweiz.


Europacup

in Thun

28

von Florian Stölken

Wir hatten mal wieder Glück, denn an

diesem Wochenende war perfektes

Wetter.

Das gesamte Freestyle-Kader nahm an

diesem Europacup teil. Am Freitagmorgen

kamen wir am Parkplatz der

Thunerwelle an. Den man mit einem

1-minutigen Fussmarsch vom Hauptbahnhof

erreicht. Alle anderen... Deutsche,

Engländer, Holländer, Tschechen,

Schweden, Österreicher waren bereits

da. Dann gings gleich aufs Wasser um

nach einer langen Autofahrt wieder

mal so richtig abrocken zu können.

Die Welle konnte durch 8 verschiedene

Schleusen verstellt werden. Am Freitag

und Samstag waren nur Trainings

und am Samstag Morgen begann der

Wettkampf, leider schaffte ich es nicht

in die nächste Runde. Am Abend war

der «King of the Wave». Mit ein bisschen

Glück schaffte ich es ins Final. Am

Samstagabend trafen sich alle Kanuten

in einer Disco. So konnte man auch mal

auf der Tanzfläche so richtig abrocken.

Mike Kurt versuchte sich auch an der Thuner Welle,

er wurde als Ehrengast nach Thun eingeladen...

Nach einer langen Nacht und wenig

Schlaf fuhren die Finalisten am Sonntagmorgen

noch ihren letzten Run.

Da ich nicht dazu gehörte konnte ich

entspannt ausschlafen und anschliessend

die Besten der Besten von Europa

anschauen, wie sie auf der Welle abrocken.

Danach genoss ich die schöne

Atmosphäre auf einem Sandsack. Die

überall herumlagen und extrem bequem

sind.

Am späten Nachmittag packten wir

unsere Kanusachen und fuhren nach

Hause.


Regiobank-Preisverleihung 2006

Peter Probst

Talentierte Sportlerinnen, Sportler und Kulturschaffende verdienen Unterstützung.

Die Regiobank verlieh deshalb am 6. Juli 2006 im Alten Spital an Personen und

Institutionen aus Sport und Kultur Anerkennungs- und Förderpreise. Dieses Jahr

bereits zum 12. Mal und im Gesamtwert von CHF 60›000.

«Unser Preis ist ein Zustupf, damit sich die Ausgezeichneten ihrem Lebensinhalt

voll und ganz widmen können.» Mit diesen Worten begrüsste Markus Boss,

Vorsitzender der Geschäftsleitung die Preisträgerinnen und Preisträger,

Behördenvertreter, Gäste und Angehörige. «Ich selber treibe regelmässig Sport,

mache gerne Musik und weiss: Das tut mir gut. Doch ich habe das Glück, jeden

Monat ein fixes Salär zu erhalten. Für Leute, die heute einen Preis erhalten, ist

Sport, Kultur oder Musik ihre Berufung - und oft müssen sie schmal durch, um

ihren Weg zu gehen» so Markus Boss.

So breit wie bei der diesjährigen Preisverleihung war die Palette der Sparten noch

nie: Musik, Kunst, Fotografie, Sport, Comedy und Film waren heuer vertreten.

Ob talentierte Nachwuchsschwimmerin oder berühmter Komiker, ob Spitzen-

Minigolfer oder Künstlerin - für die Regiobank zählt es jeweils zu den schönsten

Aufgaben, die Förderpreise an regionale verwurzelte Akteure überreichen zu

dürfen. Bei der stimmungsvollen Preisübergabefeier durften die folgenden 12

Geehrten von den Mitgliedern des Kuratoriums je einen Check über CHF 5›000.00

in Empfang nehmen.

Wir gratulieren Andi und Julian für diese Ehrung. Mit ihrem Fleiss und den

Erfolgen haben sie den Förderungsbeitrag redlich verdient. Wir danken natürlich

auch der Regiobank Solothurn, die übrigens seit Jahren

ein Sponsor unserer Jugendmannschaft ist, für ihr

Engagement.

Sport, 2-er Canadier:Julian Hasler, 1988 und Andreas

Arnold, 1989 Solothurn

Sport, Schwimmen: Sheena Cameron, 1992 Küttigkofen

Sport, Triathlon:Daniela Ryf, 1987 Solothurn

Sport, Miniglolf:Simon Marti, Grenchen

Bildende Kunst Lex Vögtli, 1972, Basel

FotografieClaudia Leuenberger, 1956 Solothurn

FilmIvo Kummer, 1959 Solothurn

Musik, TrompeteCyrill Sandoz, 1982, Lohn-Ammannsegg

Dank Wetterglück konnte der anschliessende Apéro im

lauschigen «Aaregarten» durchgeführt werden. «Ein

Anlass», so Markus Boss, «bei dem es nur Sieger gegeben

hat».


30

Biber,

unsere neuen Nachbarn

Zusammengestellt von Peter Probst, Internet River Side

«Viele haben bereits bemerkt, dass wir ca. 150 Meter aareaufwärts eine

Biberburg haben. In den Sommerferien ging ich mehrmals um 05.30

Uhr auf das Wasser und habe die Bekanntschaft dieser Tiere gemacht.

Der Höhepunkt war, dass von 5 Biber 3 Stück um mein Boot in einem

Abstand von 4 Meter geschwommen sind und mich beobachtet haben.

Damit wir etwas mehr über unsere Nachbarn erfahren, habe ich diesen

Bericht zusammengestellt.»


«Der Biber war ursprünglich fast auf der ganzen nördlichen

Halbkugel vertreten. Doch schon im 19. Jahrhundert existierten

in Europa nur noch Restbestände.»

Ich sehe was, was Du nicht siehst: ...

... hat riesengroße Nagezähne und einen platten Schwanz. Es ist nicht schwer zu

erraten, wer gemeint ist.

Man muß sich nur gut auskennen im Biberrevier und noch eine große Portion

Glück haben, um seine Bewohner einmal sehen zu können. Besteht doch auch

Grund zur Vorsicht, denn der Mensch hat dem Biber in den letzten Jahrhunderten

das Leben nicht gerade leicht gemacht. Es war fast, als sollte «Meister Bockert»

nur noch in Fabeln und Märchen weiterleben, so rücksichtslos war die Jagd auf

ihn. Kurzerhand zum Fisch gekürt, bereicherte er den mönchischen Speisezettel

in der Fastenzeit. Aber auch sonst war sein zartes Fleisch begehrt und besonders

der Schwanz eine Delikatesse. Sein weiches Fell hielt warm und war Statussymbol

zugleich. Da vor allem bei Begüterten die Nachfrage groß war und sich damit viel

Geld machen ließ, konnte nie genug von diesen Pelzen beschafft werden.

Die Indianer Nordamerikas werden wohl nie begriffen haben,

warum die weißen Siedler ihrem «kleinen Bruder» so

auf den schönen Pelz rückten, daß dieser dort sehr selten

wurde.Ein weiterer Grund für diese «Wertschätzung» lag

in der Nutzung des Bibergeils als Allheilmittel. Außerdem

waren Biberzähne als Amulett gut zu gebrauchen, so man

daran glaubte.

Der Biber war ursprünglich fast auf der ganzen nördlichen

Halbkugel vertreten. Doch schon im 19. Jahrhundert existierten

in Europa nur noch Restbestände an der unteren

Rhône, mittleren Elbe, in Südnorwegen und an der polnisch-russischen

Grenze.

Als er unter Schutz gestellt wurde, war es fast schon zu spät.

Durch vor Jahrzehnten eingeleitete Schutzmaßnahmen erholte

und stabilisierte sich der Bestand an der mittleren Elbe

wieder so gut, daß nun auch Niedersachsen und Brandenburg

durch Abwanderung davon profitieren.

Ansonsten hat man wie in Bayern versucht, durch Ansiedlung

anderer Biberunterarten ihn in mehreren Gebieten

Deutschlands wieder heimisch werden zu lassen. Meist mit

positivem Ergebnis, auch wenn einige Erfolgsmeldungen

mit etwas Zurückhaltung zu betrachten sind.


Allgemeine Facts über den Bieber:

– Größtes europäisches Nagetier, 20-30 kg schwer und mit

Schwanz ca. 110-140 cm lang

– breiter abgeplatteter, mit Hornschuppen bedeckter

Schwanz, der als Steuer sowie als Fettdepot und zur Regulierung

der Körpertemperatur dient

– kleine braune Augen, vor die sich unter Wasser ein hauchdünnes

Häutchen schiebt und die kurzen Ohren sind ebenfalls

wie die Nase verschließbar

– ausgezeichnetes Geruchssinn, sehr gutes Gehör, guter

Tastsinn

– Hinterpfote ist mit Schwimmhäuten versehen

– mit ca. 3 Jahren geschlechtsreif, Tragezeit: 105-107 Tage,

1 Wurf pro Jahr,

– 5 Junge, behaart, mit offenen Augen,können sofort

schwimmen, mit 2 Jahren verlassen die Jungen die Familie

– Biber werden 12–17 Jahre alt (im Zoo 20–25 Jahre)

Lebensraum:

Bevorzugt langsam fließende oder stehende Gewässer mit

reichem Uferbewuchs oder ausgedehnten Auewäldern, akzeptiert

aber auch andere Gewässertypen und versucht, sie

seinen Bedürfnissen entsprechend zu verändern,

da anpassungsfähig kann er auch in ehemaligen Tagebauen

und Kiesgruben sowie in Entwässerungsgräben und Ackergebieten

siedeln, erforderlich ist eine Wassertiefe, die das

Gewässer im Winter nicht bis auf den Grund gefrieren und

im Sommer nicht austrocknen läßt.

Voraussetzungen für eine Biberansiedlung:

• ausreichende Wasserfläche und -tiefe

• geeignete Ufer für Wohnbauten

• ausreichende Nahrungsgrundlage

• keine unmittelbare Störung seiner Aktivitäten

Lebensweise:

Vorwiegend dämmerungs- und nachtaktiv,

als guter Schwimmer und Taucher bleibt er meist nur 2-3 min. unter Wasser, kann

aber auch durch effiziente Ausnutzung des eingeatmeten Sauerstoffs bis 15 min.

abtauchen, lebt monogam im Familienverband, dem oft 2 Generationen Jungtiere

angehören, wenn Lebensraum groß genug ist, kann auch eine Biberkolonie

mit mehreren Familien bestehen, normalerweise unternehmen geschlechtsreife

Jungtiere Wanderungen bis 100 km und darüber hinaus, Reviergröße ist abhängig

von Gewässergröße bzw. Lebensraumqualität und kann 100 m an Seen und

bis 3000 m an Fließgewässern betragen, Revierkämpfe werden ausgetragen, auch

mit Verletzungen, nach Reviergründung ortstreu, dadurch existieren Reviere oft

über Generationen, Markierungen werden mit Bibergeil gesetzt, kein Winterschlaf,

aber u. U. wochenlang im Bau, ausgeprägtes Sozialverhalten.

32


Nahrung

Pflanzenfresser, Pflanzenangebot je nach Jahreszeit in und am Wasser

Sommer: vorwiegend Kräuter, auch Feldfrüchte

Winter: vorwiegend Zweige und Rinde

150-300 verschiedene Pflanzenarten, mit Vorliebe Pappeln, Weiden und Seerosen,

aber auch andere weiche Hölzer wie Erle, Birke, Ulme, Traubenkirsche,

braucht als erwachsenes Tier pro Jahr etwa 7,5 cbm Hölzer und Pflanzen als Nahrungsgrundlage,

deponiert Wintervorräte in Nahrungsflössen vor den Wohnbauten

unter Wasser

Bautätigkeit

Die einen nennen den Biber einen «vierbeinigen Ingenieur» bei der Landschaftsgestaltung,

die anderen sprechen von hochdifferenzierten, weitervererbbaren

Instinkthandlungen. Wie man es auch betrachtet: Als fleißiger Wasserbaumeister

gestaltet sich der Biber durch Burgen-, Damm- und Kanalbauten dort seinen arttypischen

Lebensraum, wo er ihn von der Natur nicht in der Weise angeboten bekommt.

Bei ausreichend hohen Fluß- oder Bachufern werden schräg nach oben

führende lange Gänge mit einem über der Wasserfläche liegenden kugeligen

Wohnkessel gegraben. An seichteren Gewässern entstehen mächtige geräumige

Burgen aus Ästen, Schilf und Schlamm, deren 1-2 Wohnkammern schon einen

Durchmesser von 1,20 m und eine Höhe von einem halben Meter haben können.

Dazwischen gibt es viele Mischformen, denn von oben eingebrochene oder überschwemmte

Erdbaue legen die Biber oft einen Stockwerk höher und dichten sie

von oben ebenfalls mit Zweigen, Schilf und Schlamm ab.

Es wird dann zwischen Erdbau, Mittelbau und Hochbau unterschieden.

Die Temperaturschwankungen in diesen Reisig- und Erdbauwerken sind relativ

gering. Allen Bauformen ist gemeinsam, daß der Wohnkessel - ausgepolstert mit

Nagespänen - über der Wasseroberfläche liegt, während der Biber bemüht ist,

die Eingangsröhren ständig und ganzjährig unter Wasser zu halten.

Dammbauten entstehen, um den Wasserstand auf ein für den Biber erforderliches

Maß anzuheben und zu regulieren. Dabei wird durch Einbau von Zweigen

und Ästen sowie Verwendung von Baumstämmen und Steinen Standfestigkeit

erreicht.

Das Baumaterial findet er vor seiner Haustür. Dank seiner Nagezähne, die er als

kräftiges Werkzeug einsetzt, fällt er Bäume von 40-50 cm Stärke ohne große

Anstrengung und in relativ kurzer Zeit. Je nach Standort des Baumes setzt er die

Bißkerben etwa 50 cm über dem Boden entweder einseitig oder in Sanduhrform

an


Wenn für den Transport des Baumaterials oder der Nahrungsvorräte relativ weite

Strecken zurückgelegt werden müssen, benutzt der Biber Kanäle.

Es ist schon erstaunlich, wie er durch ein Labyrinth von Kanälen und Dämmen

seinen Lebensraum zu seinem Nutzen gestaltet und dabei auch noch anderen

Tier- und Pflanzenarten Lebensraum schafft.

Weiteres über den Biber

Viele menschliche Verhaltensweisen hatte man bisher den Bibern angedichtet.

Sieht er doch beim Aufrechtsitzen mit seinen bedächtigen Bewegungen einem

gemütlichen älteren Herrn nicht unähnlich. Beim Schälen der Rinde setzt er sehr

geschickt seine Vorderpfoten ein. Das Putzen und Striegeln seines Fells geschieht

so oft und intensiv, als wollte er einen Schönheitswettbewerb gewinnen. Diese

Mühe muß er jedoch aufwenden um die Funktionen seines Pelzes hinsichtlich

Wärmeisolation, Wasserabweisung und Auftriebswirkung zu sichern.

Ungemütlich kann er werden, sollte ihm ein Artgenosse das Revier streitig machen.

Leider ist die sekundäre Infektion der dabei zugefügten Verletzungen eine

der Todesursachen bei den Bibern. Weitere Abgänge erfolgen durch Hochwasser,

Krankheiten - besonders bei Jungtieren - und Nachstellungen durch den Menschen.

Die Abgangsursache Verkehrstod hat inzwischen einen traurigen Rekord

von schätzungsweise 50% erreicht.

Vom Aussterben bedroht

Ob die Kanäle, die eigentlich nur der Erleichterung von Transportarbeiten dienen,

bewußt angelegt sind oder sich nur mit der Zeit durch ständige Benutzung

herausgebildet haben, ist nicht mit Bestimmtheit zu sagen. Auch das Herunterregulieren

des Wasserstandes bei zugefrorenem Gewässer, um eine wasserfreie

Zone unter dem Eis zu erhalten, kann

man schon fast als intelligent bezeichnen.

Trotz aller Bestandserholungen und

Neuansiedlungen gehört der Biber

in der Schweiz immer noch zu den

vom Aussterben bedrohten Tieren.

Aber er setzt sich durch und macht

sich damit nicht immer beliebt.

Der Biber beansprucht, bedingt durch

seine Lebensweise, die ufernahen Bereiche

der Gewässer und gerät dabei

in Konflikt zur Landnutzung des

Menschen. Hat der Mensch jedoch bedacht, welche Rolle eigentlich naturnahe

Gewässer und ihre Auenbereiche im Naturhaushalt und damit auch für ihn selbst

haben? Ein intakter Auenbereich bestimmt, abgesehen vom natürlichen Hochwasserschutz,

zum großen Teil die biologische Wirksamkeit und die Selbstreinigungskraft

des Gewässers. Von der Renaturierung und dem Schutz der Auenbereiche

profitieren also nicht nur der Biber und viele andere Tierarten, sondern

auch der Mensch.

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Meine «near death experience»

auf der Birs

Ich hoffe dass diese krasse Überschrift im Blick Style ein wenig Aufmerksamkeit

bringt! Für mich war dieses Erlebnis eine krasse Erfahrung die ich

nicht unbedingt noch einmal erleben möchte und die auch ganz anders

hätte ausgehen können!!

Die Birs ist ein Fluss der sein Ursprung im Schweizer Jura hat und mündet zwischen

Basel und Dornach in den Rhein. Interessant ist die Birs im Frühling, wenn

der Schnee schmilzt im Jura, oder nach ergiebigen Regenfällen.

Also, Anfang dieses Jahres, ganz genau Mitte April, bekam ich einen Anruf von

Mike, der mich fragte, ob ich Interesse hätte, mit ihm und Moritz Luescher die

Birs zu fahren!! Es war warm und da es im Winter viel Schnee im Jura gegeben

hat, war die Birs jetzt randvoll, eben perfekt für eine Fahrt am Sonntag Nachmittag!!

Die Birs hatte um die 60 Kubik Wasser und Mike war der Meinung, dass wir

das unbedingt machen müssten . Also packte ich mein Zeug zusammen und traf

Mike in Wiedlisbach. Zusammen fuhren wir nach Basel zu Moritz. In Birsfelden

haben wir uns umgezogen und alles ins Auto von Moritz verladen. Vom Auto

aus warfen wir einen flüchtigen Blick auf die Birs, die

randvoll, wunderschön und «schoggi»-braun war.

Da Mike und Moritz die Birs auch noch nie gefahren

sind, fanden wir auch den Einsteigspunkt nicht so

schnell. Mike und Moritz hatten beide eigene Vorstellungen

wie der Startpunkt zu erreichen war. Sehr

informativ was man alles so im Dialekt sagen kann.

Aber schlussendlich hatte wir das Ziel in Dornach erreicht.

Der Einstieg war direkt nach dem Wehr in Dornach.

Jawohl! Aber wie kamen wir da ins Wasser? Die

Uferzone auf der rechten Seite war ziemlich steil und

auf der linken Seite müssten wir durch die Gärten

laufen! Also immer noch besser als die steile rechte

Uferseite!

Endlich geschafft und ab ins Wasser. Wunderbares

warmes Wetter mit viel Sonne und eine randvolle

Birs! Es könnte nicht besser sein!

Kaum im Wasser und noch nicht richtig warm gepaddelt,

kam das erste Hindernis. Eine Brücke. Was nach

Thijs der unerschrockene Wildwasserfahrer machte eine nicht

sehr angenehme Erfahrung mit dem nassen Element...


der Brücke kam sahen wir nicht gut, wir konnten es aber hören! wir überlegten

noch schnell was wir machen wollten und entschieden uns diese Stelle auf gut

Glück zu fahren. Es kann doch nicht so schlimm sein. Es war ein kleiner Katarakt,

mit vielleicht ein paar Meter Gefälle, nicht wirklich heftig. Wir entschieden uns,

links vom mittleren Brückpfeiler zu fahren und das ging wunderbar. Plötzlich sah

ich, das Mike kräftig auf die rechte Ufer Seite paddelte und «Oh Schreck», ich

sah auch warum. Über fast die ganze Bachbreite, ca. 50 Meter, war eine wunderschöne

Grosse, bissige Walze! So eine, wo man sich wünscht, ja nicht hinein zu

rutschen ! Mike schaffte es knapp auf die rechte Seite dieser Walze zu entkommen.

Ich dagegen, hatte zu wenig Geschwindigkeit dies auch zu schaffen. Schnell

umdenken und ich probierte über diese Walze zu boofen, aber auch da fehlte

mir die Geschwindigkeit! Et voilà, der Rücklauf zog mich schön zurück , dorthin

wo ich gar nicht sein wollte! Scheisse, nicht gut. Moritz hatte es auch irgendwie

auf die linker Seite geschafft. Und jetzt??? Erst mal mein Kajak aufkanten, sonst

bin ich nur noch am drehen. Also das klappte prima. Nachher mal einen Überblick

über die Situation machen. Ich war mit meiner Bootsspitze Richtung der ganzen

Bachbreite. Also psychologisch nicht optimal. Mike und Moritz dachten noch das

ist jetzt mutig, was ich da mache, aber ein paar Minuten später merkten sie, dass

das Ganze doch nicht ganz freiwillig war. Ich probierte krampfhaft, mit meinem

Paddel, mich aus dieser Falle zu ziehen! Seitwärts ging nicht, weil der Rücklauf zu

breit war! Ich rutschte von links nach rechts, um Geschwindigkeit zu machen um

mich aus der Walze zu Beschleunigen. Leider ging das nicht, weil die blöde Walze

zu breit war. Eskimotieren war noch ein Option, in der Hoffnung das ich mit

meinem Paddel irgendwie eine Strömung ausnützen könnte und ich mich so aus

dieser Falle heraus zu ziehen!! Knapp fertig mit überlegen von dieser Möglichkeit,

kantete ich zu wenig und konnte so diese geniale Idee gerade in der Praxis

umsetzen. Knapp eine Sekunde später war ich wieder am gleichen Ort, eben immer

noch da, wo ich nicht sein wollte!! Ich bin übrigens in meiner ganzen Kajak

Karriere noch nie so schnell eskimotiert. Mike war gerade hinter diesem Rücklauf,

ca. 2 Meter und probierte mir zu helfen, aber viel erreichen konnte er da

auch nicht. Er hat sich überlegt aus dem Kajak zu steigen und mir den Wurfsack

zu zuwerfen, Schön, aber in dieser Situation nicht umsetzbar.

Weil erstens der Bach zu breit war und zweitens war es fraglich ob ich das Seil

fangen konnte, weil ich ziemlich fest beschäftigt war mich überhaupt zu stabilisieren.

Mike hatte sich noch überlegt, ob er den Wurfsack vom Kajak aus zu mir

werfen sollte, aber das wäre noch viel schwieriger gewesen und vor allem hätte

er sich vielleicht selber auch noch gefährdet.

«Eine Möglichkeit hatte ich noch,

die ich eigentlich wegen diesem

Rücklauf unbedingt vermeiden

wollte: schwimmen!»

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So, jetzt hatte ich schon fast alle Optionen

durch genommen und zum Teil in der Praxis

umgesetzt, Ein Möglichkeit hatte ich noch,

die ich eigentlich wegen diesem Rücklauf

unbedingt vermeiden wollte!! Und das war

schwimmen! Ich wurde langsam müde. Es

war ein «Soukrampf» mich überhaupt in dieser Walze zu stabilisieren. Und schwups,

plötzlich kippte ich wieder und in dem Moment dachte ich, ach was , auf-


ollen hat keinen Sinn, denn ich bin sofort wieder am gleichen Ort wie vorhin.

So bin ich auf gut Glück ausgestiegen, in der Hoffnung, das dieser Rücklauf doch

nicht so heftig ist. Als ich an der Wasseroberfläche kam, merkte ich schon das die

Strömung mich wieder zurück in der Walze zog.

Zum Glück war Mike in der Nähe und ich konnte gerade seine Kajakschlaufe

greifen, damit er mich aus diesem Rücklauf

zog.

Endlich!

Erst mal aus dem Wasser und mein Kajak

Zeug zusammen suchen. Auf dem Land

konnte ich mich mal beruhigen und wieder

aufatmen. Mike fragte mich ob alles

in Ordnung sei, oder ob ich jetzt einen

anderen Sport machen wollte?!

Mike und Moritz gingen wieder zurück

auf das Wasser, gerade hinter dieser

«Ich bin auf gut Glück ausgestiegen,

in der Hoffnung, das dieser

Rücklauf doch nicht so heftig ist.

Als ich an der Wasseroberfläche

ankam, merkte ich schon dass die

Strömung mich wieder zurück in

die Walze zog.»

Walze war eine wunderschöne Welle zum Surfen und für das waren wir schlussendlich

hier.

Ich brauchte einen Moment um mich zu beruhigen und wieder zu Kräften zu

kommen . Diese Aktion hat vielleicht nicht mehr als 10 Minuten gedauert, aber

es kam mir endlos vor. Es war erschreckend zu erfahren wie schnell meine Kräfte

schwanden !! Der ganze Stress mich zu orientieren, zu überlegen und die zusätzliche

Angstk, pumpte soviel Adrenalin in meinen Körper, dass ich innert kürzester

Zeit meine Energie verbraucht hatte. Dass dieser Prozess so schnell geht, hätte

ich nicht erwartet.

Nach etwa 15 Minuten war ich soweit, dass ich mich wieder ins Boot traute. Hier

auszusteigen kam für mich nicht in Frage. Lieber weiter fahren und probieren

mein verlorenes Selbstvertrauen wieder ein wenig aufzubauen. Im Kajak musste

ich erst über den ganzen Bach traversieren. Nicht weit stromabwärts, wartete

bereits die nächste Schwelle! Und diese war nicht gerade ein Kleiner!

Das bedeutete Gas geben !! Hmmm, das fangt schon gut an.

Zurück bei Mike und Moritz probierte ich auch in dieser Welle zu surfen. Surfen

macht mir normaler weise keine Probleme. Aber jetzt verhielt ich mich wie ein

absolutes Greenhorn in dieser Welle. Ich fühlte mich sehr unsicher, eben, das vertrauen

war definitiv weg! Hmmm, Nett dacht ich, wir haben noch einen langen

Weg bis zum Ausstiegspunkt, Die Birs hatte hier und da noch recht wuchtige

Abschnitte aber keine mehr so tückisch wie die Walze. Ich muss sagen, es ist ein

sehr schöner Bach bei diesem Wasserstand

(60 bis 70 Kubik) mit ein paar exzellenten

Surfwellen. Im Laufe des Tages bekam ich

das verlorene Selbstvertrauen wieder zurück.

Vor allem der Abschnitt in Birsfelden hat eine

wunderschöne Welle. Dazu der krönende Abschluss,

die letzten 50 Meter bis in den Rhein.

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Mein Fazit nach diesem Erlebnis:

Wenn du nicht sicher bist wie der Flusslauf ist, steig lieber zweimal mehr aus

und schau die unbekannten Abschnitte an, bevor du diese Strecke fährst. Es war

alles andere als lustig in diese Walze zu hängen. Und im nachhinein sogar grob

fahrlässig was wir da gemacht haben, dazu absolut unnötig!!!! Routine ist gut,

kann aber auch verhängnisvoll werden. Ich denke jeder Paddler der schon lange

Erfahrung hat, ist mal in eine brenzlige, unnötige Lage geraten. Aber eben, im

nach hinein ist man immer schlauer.

Dazu kommt, das ein Wurfsack unbedingt zur Standard Ausrüstung von jedem

Paddler gehört und ein Erste Hilfe Set auch!!!! Aber das ist wieder eine andere

Geschichte ;-))

Vielen, herzlichen Dank den Sponsoren die

uns das ganze Jahr unterstützt haben!

Klubsponsoren 2006:

Mathys&Scheitlin AG

Bantam Camping, Hindelbank

Allianz Versicherungen, Solothurn

Regiobank, Solothurn

Albro AG, Derendingen

Probst Kunststofftechnik, Derendingen

Widmer, Hellemann und Partner, Biberist

Hautle, Anderegg&Partner AG, Solothurn

Kufag AG, Oftringen

Charona, Lohn


Stylekolumne

In dieser neuen Kolumne gibt Chefredakteurin Ellin Anderegg

nützliche Beautytips für Kanufahrerinnen für auf und neben dem

Wasser. Heute zum Thema:

Stylisch Kanufahren, auch im Winter!

Die besten Tricks!

Trage die Trendfarben des Winters auch auf dem Wasser!

Du weisst nicht welche Farbe die Trendfarbe des Winters ist? Macht nichts, das erfährst

du also hier; es ist Rot. Trage also rote Paddeljacken, oder eine rote Mütze

oder eine rote Schwimmweste. Wichtig ist dass du es nicht übertreibst, rot ist eine

knallige Farbe, kombiniere sie also mit dezenten Farben oder mit schwarz oder

weiss. Hast du zu wenig Mut für solche Fashionstatements? Versuche es also mit

grau, das ist genauso angesagt, aber fällt nicht so ins Auge.

Extra Pfege für die strapazierte Haut.

Im Winter hat die Haut besonders zu kämpfen, die kalte und trockene Luft kann

ihr schwer zusetzen. Desswegen benötigt sie in den kalten Wintermonaten

eine Extra Portion Pflege. Dies gilt umso mehr für Kanufahrer/innen, denn auch

Wasser und kalter Wind strapazieren die Haut. Es ist daher wichtig sich nach

dem Training das Gesicht und die Hände gut einzucremen mit einer Feuchtigkeitscreme.

Als Finishing kommt dann noch der Lippenbalsam dazu, der im Winter

zur Grundausrüstung jedes Kanufahrers gehören sollte.

Finger weg von diesen Fashion Faux-pas!

–Socken in den Füessli! Sieht einfach nur komisch aus als dass es wirklich wärmen

würde. Ganz schlimm sind weisse Socken oder Omas Wollsocken!

–Knallige Neonfarben wie in den 80er und 90er Jahren! Man kann sich noch gut

an die knallgelben Sportstirnbänder von Probst erinnern, so kultig sie auch waren,

sie gehören ins letzte Jahrhundert, genauso wie die buntbedruckten Leggins

und knallpink an Männern!

–Farbenclash mit dem Kanu. Bei der Wahl der Kanukleidung darf man das Kanu

nicht ganz ignorieren. Die Farbe des Kanus und die Kleider müssen aufeinander

abgestimmt sein.

–Geschenkte Kleider müssen nicht des Anstands halber getragen werden. Bei

Kanurennen wird man oft von T-Shirts, Mützen und anderen Geschenken überschüttet.

Diese stimmen aber selten mit den neusten Trends überein und sollten

demnach nicht getragen werden, vor allem nicht wenn man sie nur des Anstands

halber trägt. Dies gilt hauptsächlich für Mützen, denn die meisten verschenkten

Mützen sind Fashionalpträume und haben auf den Köpfen nichts verloren!

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MMInterview

mit Mike Kurt

7. Rang an der Slalomweltmeisterschaft im Herren Einzel, das ist das beste

Schweizer Resultat an einer Slalom-WM seit mehr als 20 Jahren, da müssten Sie

doch zufrieden sein, oder?

Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden wie ich an der WM gefahren bin. Die

Vorbereitung auf die Titelwettkämpfe war aufgrund der Abschlussprüfungen

meines Studiums alles andere als optimal. Dennoch konnte ich um den

Weltmeistertitel mitfahren. Klar wäre sicherlich mehr drin gelegen als der siebte

Platz. Mein zweiter Lauf war sehr schnell und ich war

mental optimal auf den Final eingestellt. Leider aber

habe ich im oberen Teil der Strecke ein Tor berührt, was

mir schlussendlich die Silbermedaille gekostet hat.

Eine Zeit lang sah es ja fast so aus, als ob Sie sogar auf

den 6. Rang hinaufrutschen, was war da genau passiert?

Es gab einige skandalöse Torrichterentscheide an der

WM. Zuerst deutete alles

darauf hin, dass der spätere

Weltmeister Cipressi ein Tor

nicht korrekt passiert und

damit 50 Strafsekunden

bekommen hat. Kurz darauf

wurde dieser Entscheid

aber wieder rückgängig

gemacht. Deshalb bin ich

vom sechsten auf den siebten

Rang zurückgefallen. Ich

bin nur froh, dass meine Berührung klar war und ich

somit nicht aufgrund eines krassen Fehlentscheides den

Weltmeisterschaftstitel verloren habe.

«Mein Ziel war es hauptsächlich

wieder konstante

Leistungen wie in den

Jahren 2002-2004 zu erreichen,

dieses Ziel habe

ich sogar übertroffen.»

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Letztes Jahr, nach der verpfuschten WM in Penrith hatten

Sie sich fest vorgenommen mehr im mentalen Bereich an

Ihnen zu arbeiten, ist Ihnen das jetzt gelungen?

Mein Ziel war es hauptsächlich wieder konstante

Leistungen wie in den Jahren 2002-2004 zu erreichen. Das


Ziel habe ich sogar übertroffen. Mit der Ausnahme vom Weltcup in Athen war ich

an allen Rennen absolut konkurrenzfähig und konnte mit den besten Kanuten

der Welt mithalten. Dies obwohl ich deutlich weniger trainiert habe als andere

Jahre. Ich glaube das zeigt, dass ich im mentalen Bereich Fortschritte machen

konnte.

Sie haben diesen Herbst auch noch

die Fachhochschule in Olten erfolgreich

abgeschlossen wo Sie Betriebsökonomie

studiert haben. Wie sieht eigentlich ihre

berufliche und auch sportliche Zukunft aus?

Ich werde im November ein einjähriges

Praktikum bei Swiss Olympic in Bern im

Bereich Marketing anfangen. Ich hoffe ich

kann mich so auch sportlich optimal auf die

Olympischen Spiele vorbereiten. Was danach

kommt weiss ich noch nicht genau.

«Mit der Ausnahme vom

Weltcup in Athen war ich an

allen Rennen absolut konkurrenzfähig.

Ich glaube das zeigt,

dass ich im mentalen Bereich

Fortschritte machen konnte.»

Sie wissen ja dass Sie für viele junge Kanuten auch eine Vorbildsfunktion haben.

Können Sie unseren jungen Lesern auch noch einige Tipps auf den Weg geben?

Das wichtigste ist, dass der Spass am Paddeln nicht verloren geht. Deshalb sollten

die jungen Paddler möglichst oft auf das Wildwasser gehen. Wer im jungen Alter

viel Wildwasser fährt ist physisch fit, hat für sein ganzes Leben ein gutes Wasser-

und Bootsgefühlt und behält den Spass am Training!

Vielen Dank für das Interview und die Platschredaktion wünscht Ihnen natürlich

viel Glück für ihren Weg Richtung Olympische Spiele in Peking!

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42

Jawohl! Ich war wirklich in Costa Rica. Lange habe ich nur davon erzählt, aber

dieses Jahr konnte ich mir diesen Traum erfüllen.

Meine Vorstellungen haben sich mehr als erfüllt,

Costa

die Reise hat mir super gefallen und ich vermisse die

Zeit, die ich in Costa Rica verbringen konnte immer

noch!

Aber zuerst von Anfang an:

Meine Reise begann in Tamarindo. Dies ist ein kleiner Touristenort

an der Pazifikküste Costa Ricas. Ich verbrachte dort einen Monat einen Bericht von

und besuchte eine Spanischschule. Mit der Sprache habe ich mich

schon während meiner Kanti-Zeit angefreundet, daher musste ich das Spanisch

wieder ein bisschen auffrischen. Dies ist mir zum Glück sehr schnell gelungen. Die

Schulzimmer waren in Mitten von Bäumen, Palmen und Pflanzen und zum Teil im

Freien unter Strohdächer. Eines Morgens waren wir gerade fleissig auf Spanisch

am Diskutierten als plötzlich eine Affenfamilie durch die Bäume baumelten. Dies

waren die ersten Affen die ich in Costa Rica gesehen habe, das war so genial.

Einer der Affen kam ganz nah, holte sich eine Carambol-Frucht vom Baum, sass

auf einen Ast und ass gemütlich die ergatterte Beute. Ich war voller Freude die

ersten Affen gesehen zu haben und dies auch noch so nah, unglaublich!

Die Schule war jeweils halbtags, abwechslungsweise eine Woche am Morgen

und dann nachmittags. Die andere Hälfte des Tages verbrachten wir mit Baden,

«Sünnele», Fruchtsäfte trinken oder Surfen. Tamarindo ist sehr bekannt für seine

Surfwellen. Bei Highttide (die Tageszeit mit den grössten Wellen) waren bis zu

hundert Surfer im Wasser. Auch ich versuchte es ab und zu. Es hat mir super

gefallen und hat viel Spass gemacht. Auch beliebt ist Tamarindo für den Ausgang.

Jeden Abend gab es eine Party. Wir waren natürlich fast jeden Abend dabei. Die

Schweizer Männer können sich ein Beispiel an den Einheimischen nehmen; denn

jeder Tico (Costa Ricaner) kann Salsa, Merengue und Cumbia (typische Latino-

Tänze) tanzen!

Tamarindo ist zudem bekannt für seine schönen Sonnenuntergänge. Fast

jeden Abend verbrachten wir am Strand um den Sonnenuntergang zu sehen.

Unglaublich wie schön der ganze Himmel in einem rot-violetten Schleier erstrahlte

als die Sonne langsam im Meer verschwand. An den tollsten Sonnenuntergang

erinnere ich mich noch genau. Wir waren auf dem Surfbrett auf dem Wasser als

sich der Himmel langsam rot verfärbte. Wir paddelten nochmals hinaus, sassen

auf unseren Boards und genossen die unglaubliche Stimmung. Die Palmen am

Strand erleuchteten in einem goldenem gelb, der Himmel war voller Farben und

die Sonne verschwand am Horizont. Wir waren einfach nur überwältigt und

sprachlos vor Glück und Schönheit.

Aber nicht nur gemütliche Sachen erlebte ich in Tamarindo auch abenteuerliche

Ausflüge haben wir unternommen. Zum Teil fast gefährlich...


Rica

Christin Probst«Pura Vida»

An einem Nachmittag entschlossen wir uns einen Spaziergang an

einem nahegelegenen Strand zu machen, der für seine grossen

Wellen bekannt ist. Um an den Strand zu gelangen, musste man

etwa 5 Minuten weg von Tamarindo einen Fluss überqueren. Um

über diesen Fluss zu kommen, gab es kleine Boote, die einem über

Wasser führten. In der Ferne konnten wir einen Felsen sehen. Wir

wollten unbedingt wissen, was sich hinter diesem Felsen verbirgt.

Nach über einer Stunde erreichten wir dann unser Ziel. Der Strand

war super schön und verlassen. Wir gingen baden und ruhten uns

ein bisschen aus. Da der Abend nahte, entschlossen wir uns ein

Taxi zurück nach Tamarindo zu nehmen. Aber unsere schlaue Idee

entpuppte sich als sehr blöd, denn es gab keine Taxis. Es war auch

schwierig eine Person zu finden die uns weiterhelfen konnte. Wir

trafen dann einen Parkwächter. Die einzige Möglichkeit wieder

zurück nach Tamarindo zu kommen , war über den Fluss! Das

Problem war jedoch, dass es schon zu spät war und es keine Boote

mehr gab. Der Parkwächter meinte dann, wenn wir Glück haben ist

die Flut noch nicht zu hoch und wir können durch den Fluss gehen.

Er fuhr uns dann mit seinem Quat-Motorrad zurück an den Fluss.

Die Fahrt war echt cool, sie führte uns durch den Park. Auf dem Weg

hatte es unzählige rote Krebse die alle auf die Seiten verschwanden

als sie uns hörten. Auch eine Affenfamilie bekamen wir zu sehen.

Leider drängte die Zeit, die Sonne war schon am Untergehen und

wir mussten uns beeilen.

Am Fluss angekommen war unsere grosse Frage: «Können wir noch

durch den Fluss gehen oder müssen wir schwimmen?»

Mittlerweile war die Sonne untergegangen. Wir mussten

selbstverständlich noch einen kurzen Stop einlegen, um den

wunderschönen Sonnenuntergang auf Fotos festzuhalten. Aber

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dann mussten wir uns doch noch dem Fluss widmen. Eigentlich wäre ja der Fluss

alleine kein Problem gewesen. Das grössere Problem waren die Krokodile die in

diesem Gewässer leben! Früh morgens und gegen Abend wurden dort bereits

einige Krokodile gesichtet. Normalerweise sind die Krokodile im oberen Teil des

Flusses, aber man weiss ja nicht wie weit runter sie kommen. Ein zusätzliches

Problem waren die Fotokameras die wir mit uns trugen. Diese durften nicht

in Kontakt mit dem Salzwasser kommen und wir mussten sie während dem

überqueren des Flusses in die Höhe strecken.

Der Fluss war zum Glück nicht sehr breit, ca. 6–7m, aber durch das vielen

Lachen, das Kreischen vor Angst und mit einem Arm in der Luft kam mir diese

kurze Strecke unüberwindbar vor. Schlussendlich haben wir`s geschafft und die

Krokodile kamen wir glücklicherweise nicht zu Sicht. Ja, das war das gefährlichste

Erlebnis während meiner Zeit in Costa Rica, zum Glück ging alles gut aus.

Die Zeit in Tamarindo verging sehr schnell. Nach einem Monat in Tamarindo

war ich dann auch bereit, meine zweimonatige Reise durch ganz Costa Rica in

Angriff zu nehmen. Ich freute mich riesig das Land kennen zulernen und noch

viele schöne Sachen zu erleben.

Zuerst reiste ich eine Woche mit dem öffentlichen Bus. Das war echt ein Erlebnis.

Die Busse in Costa Rica sind sehr alt und man meint, dass sie bald auseinanderfallen

werden. Die Busse sind meistens überfüllt und als Tourist fällt man zwischen all

den Ticos auf. Das Gepäck lädt man unten ein und hofft, dass es nach der Fahrt

immer noch dort ist. Je nach Bus hält er jede fünf Minuten um weitere Fahrgäste

ein- und aussteigen zu lassen. Zusätzlich sind die Strassen in sehr schlechtem

Zustand, dadurch verlängert sich die Reise ungeheim. (Zum Beispiel brauchte

man von Tamarindo zur nächst grösseren Stadt, 33 km, etwa 2 Stunden!) Der

Strassenzustand kann überhaupt nicht mit der Schweiz verglichen werden.

Höchstens haben sie eine grosse Ähnlichkeit mit dem Schweizer Emmenthaler-

Käse; voller Löcher! Die Strassen

bestehen aus lauter Schlaglöcher, das

schwierigste am Autofahren besteht aus

dem Finden der besten Fahrroute ohne

zu viele Löcher nehmen zu müssen!

«Die Busse in Costa Rica sind sehr

alt und man meint, dass sie bald

auseinanderfallen werden.

Das Gepäck lädt man unten ein und

hofft, dass es nach der Fahrt immer

noch dort ist.»


Man gewöhnt sich an alles...obwohl es zum Teil fast zu nerven begann, denn

eine ruhige Fahrt konnte man nie erwarten!

Die Reise per öffentlichem Bus hat mir gut gefallen. Man konnte mit den

Einheimischen reisen und so auch ein Teil des Leben der Ticos kennen lernen.

Zudem sind die Ticos sehr gesprächig und erzählten viel über das Land und das

Leben. Natürlich hat das Reisen mit dem Bus auch Nachteile. Man muss sehr viel

Zeit für die Reise einplanen, denn die verschiedenen Destinationen haben keine

direkte Busverbindung und man muss zum Teil grosse Umwege machen. Um

flexibler zu sein, haben wir ein Auto gemietet.

Die Reise per Auto führte uns durch ganz Costa Rica. (Von der Hauptstadt zur

karibischen Küste, zurück in den Süden der Pazifikküste, entlang der Küste bis

in den Norden des Landes und dann im Landesinneren wieder zurück in die

Hauptstadt.) Wir haben unglaublich schöne und unvergessliche Sachen erlebt,

viele schöne Strände gesehen und viele nette Leute kennen gelernt. Da dieser

Bericht zu lange werden würde, beschränke ich mich hier auf eines der schönsten

Erlebnisse:

Unser Ziel an diesem einen Tag war Ostional. Der Strand von Ostional ist bekannt

für die Eierablage von Meeresschildkröten. Um überhaupt dort hin zu kommen,

mussten wir mit dem Auto einen Fluss überqueren. Als wir beim Fluss ankamen,

zögerten wir zuerst. Der Fluss war knietief und hatte Strömung. Nach langem hin

und her wagten wir es doch und es hat geklappt. Aufregend war die Überquerung

auf jeden Fall und wir brachen in Jubel aus, als wir das andere Ufer erreicht

hatten!

In Ostional angekommen wurde uns gesagt, dass wir 3 Tage zu spät wären.

Vor einigen Tagen kamen hundert von Schildkröten an den Strand um ihre

Eier abzulegen. Leider haben wir dies verpasst. Aber zu sehen bekamen wir

schlussendlich doch noch was. Und zwar weckten wir uns am nächsten Tag um 5

Uhr, um an den Strand zu gehen. Die Sonne ging langsam hinter dem Wald auf.

Am Strand konnten wir hundert von kleinen Schildkröten beobachten wie sie

frisch aus ihrem Nest schlüpften. Es war so süss zuzusehen, wie sie sich aus dem

Sand gruben und sich mit aller Kraft ins Meer bewegten. Wow, es war so schön,


am Liebsten hätte ich gerade eine Handvoll Baby-Schildkröten

mitgenommen. Wir verbrachten etwa 2 Stunden an diesem

Strand und waren überwältigt von diesem Naturspektakel.

Jedenfalls war es für mich wirklich ein Spektakel!

Nach vielen holperigen Strassen, lauter Reggaeton-Musik aus

den Boxen und vielen Foto-Stops wechselten wir von unserem

treuen Jeep wieder zum öffentlichen Bus. Und zwar war unser

Ziel «Bocas del Toro». Bocas sind verschiedene Inseln an der

Karibikküste in Panama. Dort verbrachten wir einige Tagen mit

Baden, Schnorcheln und vor allem Fotografieren. Die Kulisse

sah aus wie in einem Ferienkatalog. Einsame Inseln, nichts

ausser Palmen am Strand, weisser Sand, hellblaues klares und

warmes Wasser, viele interessante Fische...paradiesisch!

Danach war es für mich Zeit, mich von meinem Reisekollegen

zu verabschieden. Nach sechs Wochen mit meinen beiden

«Gespändli» Nicole & Romeo nahm ich noch den letzten Abschnitt meiner Reise

in Angriff. Ich freute mich auf meine letzten zwei Wochen alleine reisen; ich

hatte ja auch noch einige Pläne...Ich wollte die Costa Ricanische Gewässer kennen

lernen!

Nach 12 Stunden Boots-, Taxi- und vor allem Busfahrt mit etlichen Buswechsel

gelang ich von Panama wieder zurück nach Costa Rica, nach Turrialba. Turrialba

ist das Zentrum des Kanusports. Ich organisierte für den nächsten Tag eine

Kajaktour. Da Ende Juli nicht Feriensaison war und daher auch keine Touristen

an diesem Ort waren, konnte ich gerade mit drei Guides auf`s Wasser. Wir fuhren

den Fluss Bejibaye, ein kleiner Wildwasser Fluss der Schwierigkeit 2–3. Zuerst

fuhren wird den unteren Teil, sie mussten testen wie geübt ich im Kajak bin.

Danach fuhren wir mit dem Jeep durch verlassene Felder

um noch den oberen schwierigeren Teil zu befahren. Uh,

Glück gehabt, da hab ich wohl einen genug erfahrenen

Eindruck hinterlassen ;-). Es war so cool wieder einmal im

Kajak Wildwasser zu fahren. Das Wasser war genug warm

um im T-Shirt zu paddeln. Ständig war das Wasser bewegt

und es gab viele Stellen mit erhöhter Schwierigkeit, wo

man sich eine Linie durch die Wellen suchen musste.

Die Landschaft war super schön. Der Fluss floss mitten

durch den Urwald. Das Ereignis des Tages war ein kleines

Faultier-Baby, welches an einem Ast hängend vom

Fluss Wasser trank. Wir konnten es von nächster Nähe

beobachten, das Baby war so süss!

Am nächsten Tag machte ich einen Trip mit den selben

Guides auf den Rio Pacuare. Dieser Fluss mit dem

Schwierigkeitsgrad 5 ist unter den Top Ten der schönsten

Flüsse der Welt. Ich wagte nicht, mit dem Kajak diesen

Oberes Bild: Chrige faul an einem Baum hängend

Unteres Bild: ein Faultier mit einem Strohhut


Fluss zu befahren. Wir genossen die Fahrt mit dem Raft. Zu Beginn war der Fluss

nicht sehr wild. Jedoch je weiter wir kamen, desto wilder wurde der Fluss. Wir

kämpften uns durch grosse Wellen, Walzen, Löcher und Steine, es war ein riesen

Spass. Die einte Stelle war so wild, dass wir nicht durch eine Walze kamen und

schlussendlich kippten. Dieser Teil des Pacuare führte 4 Stunden durch den

tiefsten Regenwald. So weit man sehen konnte nur grüne Hügel voller Bäume,

Pflanzen und Lianen. Die Natur war so unglaublich schön. Es hat mir sehr gut

gefallen und eines Tages werde ich bestimmt wieder zurück nach Costa Rica

reisen, um noch mehr mittelamerikanische

Flüsse kennen zulernen. Vielleicht hätte ja

jemand Interessen...?!?

Eine meiner letzten Stationen war Puerto

Viejo de Sarapiqui. Wie wohl die meisten

SKFler wissen, habe ich im Sommer 2000 in

Spanien einen Rodeofahrer aus Costa Rica kennen gelernt. Er lebt im Moment in

Amerika und es war ihm nicht möglich nach Costa Rica zu reisen. Trotzdem besuchte

ich seine Familie. Es war ein tolles Erlebnis einige Tage mit einer einheimischen

Familie leben zu dürfen. Die Leute sind sehr hilfsbereit, freundlich, lieb und vor

allem gesprächig. Da die Mutter mit 51 Jahren bereits 11 Grosskinder hat, und

die meisten ihrer Kinder an der gleiche Strasse wohnen, war immer jemand zu

Besuch. Die Kinder waren so süss, ich verbrachte viel Zeit mit ihnen. Wir spielten

Jojo, sie lernten mir «Klatsch-Spiele» mit spanischen Versen, ich las ihnen aus dem

Kinderbuch vor oder sie wollten mit der digitalen Kamera fotografieren (solch

ein Gerät haben sie noch nie gesehen, es war also sehr spannend für sie).

Auch in Puerto Viejo konnte ich nochmals eine Wildwasserfahrt mit dem Kajak

machen. Diese Fahrt war zwar eher ruhig aber dafür hatte ich einen klugen

Begleiter, der sich gut mit der Natur auskannte. Er konnte mir viel Interessantes

über die Umgebung, die Bäume und die Tiere erzählen.

Die Reise nach Costa Rica hat mir super gut gefallen und hinterliess extrem

viele schöne, lustige und abenteuerliche Erinnerungen. Von schönen Stränden,

atemberaubenden Sonnenuntergängen über Abseilen kopfüber in eine

Schlucht, Baden unter Wasserfällen, spielenden Delphinen, springenden

Walfischen, glühendem Lava bis zu giftigen Schlangen, Baby-Schildkröten und

riesigen grünen Meeresschildkröten...

es war eine tolle

Erfahrung und ich

denke oft an diese Zeit

zurück.

Zum Abschluss bleibt mir

nur noch zu sagen:

Pura Vida, mae!

«Wie wohl die meisten SKFler

wissen, habe ich im Sommer 2000

in Spanien einen Rodeofahrer aus

Costa Rica kennen gelernt...»


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Ardèche- Marathon 2006

von Norbert Tischer

Das wichtigste gleich vorweg, Peter konnte Reto wieder nicht schlagen

und Nörbi nicht einmal den Kampfpaddler Peter, welcher ca. 6 min vor

ihm total kaputt ins Ziel kam. Schönwetter – Paddler Nörbi wollte ihn

gewinnen lassen, damit er auch weiterhin zur Ardèche kommt und nicht

schlapp macht wie der Roli.

Nun ja, fünf Paddler der Solothurner Kajakfahrer nämlich Reto, Peter, Ellin, Hans

Jörg und Norbert machten sich auf den weiten Weg um gegen ca. 1350 Paddler

anzutreten. Fünf ist nicht ganz korrekt da, die Nationalmannschaft mit Kristin,

Andy, Jule und Michel auch noch dabei waren. Dies sind aber Profis und von

denen kann ich hier nichts schreiben.

Nach fünf Stunden Anfahrt kamen wir an und bezogen so eine Holzkiste

auf einem Campingplatz, sprich Bungalow a'la France für 4 Personen, zwei

Einzelbetten und ein Ehebett. Nur wer schläft wo? Also losen wir es aus. Wer

darf mit Ellin, und wer muss mit Peter schlafen. Ich zog den kürzeren und musste

mit Reto ins Ehebett. Hans Jörg, der alte Indianer, schlief wie immer in seinem

Wohn, Schlaf, Koch, Mazda, selbst bei minus 15 Grad, wie er behauptet. Seinen

75. Geburtstag am Sonntag feierten wir bereits am Samstag, obwohl sein Rennen

nicht so optimal gelaufen war. Warum? Nun ja, sein Boot hatte nach dem Rennen

unten ein Loch, was von einem Fels am Charles le Mangne her rührte. Seine Hand

war geschwollen und ein Finger blutete. Trotzdem war er nicht der Letzte, der

durch das Ziel fuhr.

Mal ehrlich, welche Frau würde sich nicht ein

wenig schämen, wenn sie sich in Begleitung

dieser drei Herren befindet?


Wer sagt dass Oldtimers keinen «Pfupf» haben?

Unser Fischer beweist das Gegenteil...

Nun zum Rennen selbst. 1350 Paddler das sind ca. 1000

Boote, drängten sich an den drei Start Linien. Reto

drängelte sich in die ganz fordere Reihe, Peter und

ich wollten auf Nummer sicher gehen und reihten uns

weiter hinten rechts ein. Die anderen von uns waren

bei dem Gedränge nicht mehr zu sehen. Mich schob

die Strömung langsam in Richtung Flussmitte wo Boot

an Boot lag. So hatte ich beim Start keinen Platz um

mein Paddel ins Wasser einzutauchen. Also galt es das

Boot in Flussrichtung halten um nicht zu kippen bis das

Gewimmel vorbei war.

Nachdem ich letztes Jahr unglücklicherweise ein Stück

schwimmen musste (es hatte mich ich ein C2 von hinten

abgeschossen) nahm ich mir eine defensive Fahrweise vor, d.h. Kräfte sparen und

bis zum Suppenhalt auf Sparflamme fahren, um an den Flussverengungen nicht

abgeschossen zu werden. Unterwegs sah ich nach den berüchtigten Charles le

Mangne Chantal vom Swiss Canoe Team mit gebrochenem Paddel schwimmen

und später Hans Jörg fluchend, weil er auf einen Stein auffuhr und festsass.

Nachdem ich bis zum Suppenhalt kein Stück schwimmen musste, wusste ich, jetzt

kann ich Gas geben und meine Kraft wird bis zum Ziel reichen. Obwohl ich noch

kräftig durchzog und in der Zielgerade noch einen Endspurt hinlegte, reichte

es nicht um Peter zu schlagen, was mein Ziel war. Der nahm mir fast 6 min. ab.

Auch Heinz Wyss, ein anderer Konkurrent in meiner Alterklasse, fuhr mir um 2

min. davon. Von Reto wollen wir hier gar nicht reden. Nur zur Erinnerung, vor 2

Jahren schlugen Peter und ich, Reto im einem K2 Boot. Diese Niederlage hat bei

ihm offensichtlich noch Reserven mobilisiert.

Nebst dem eigentlichen Rennen ist die Abendunterhaltung nach der Siegerehrung

toll. So viel Kanu-Verrückte sieht man eben nicht so oft. Wir hatten nur das

Problem, rechtzeitig zum Nachtessen in unser Restaurant zu kommen. Warum?

Ganz einfach Ellin, die einzige Frau in unserem Team, musste sich noch schön

machen: duschen, Haare föhnen,

Haare strecken, Make-up aufpinseln,

modische Kleider anziehen und eines

von 8 Paar mitgenommenen Schuhen

aussuchen, was sich in die Länge zog.

Die leidgeplagten Männer wissen

was ich meine. Ich zog es vor, nicht

zu duschen, wie eben ein richtiger

Kanufahrer und trug das von Natur

gegebene Parfüme. Peter und Reto,

die Weicheier und Warmduscher,

mussten eben doch noch schnell

duschen. Wem die wohl damit

einwickeln wollten?

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Platsch

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viel Glück!

-sie ist eine frische Jubilarin, aber das

Leben fängt mit 30 ja erst an...

-sie ist blond und spricht fliessend italienisch,

das ist wohl der Grund wesshalb

sie bei ausländischen Wettkämpfen immer

von Italiener belagert wird...oder?

-wichtigsten zwei Personen in ihrem Leben?

zwei kleine, aber sehr laute Männer...

-dieser SKFler kann noch so schlecht fahren,

sein Kollege Julian Hasler wird immer

als Zweiter hinter ihm ins Ziel kommen...

-kann bei Klupspielen für Unterhaltung

sorgen, sein Trick? Einen gewagten Stunt

mit dem Velo!

b


B ern - B ös ingen/F R - S olothurn

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