Geheimtipp war gestern

whalesongs

Geheimtipp war gestern

Geheimtipp war gestern

Musicals von Martin Lingnau und Heiko Wohlgemuth

erobern Millionenpublikum

Als Geheimtipp zählen sie lange zu den Besten. Seit Dezember 2008 siedelt sie nun

auch die bundesweite Presse dort an, wohin sie gehören: an die Spitze der zeitgenössischen,

deutschsprachigen Musicalautoren. Die ebenso schrägen, unterhaltsamen wie

geistreichen Kreationen des eingespielten Duos aus der Talentschmiede des Schmidts

Tivoli und Schmidt Theaters, der beiden erfolgreichsten Hamburger Privattheater von

Corny Littmann und Norbert Aust, begeistern deutschlandweit und generationsübergreifend

ein Millionenpublikum.

Dezember 2008: Am „Mutterhaus“ in Hamburg, dem Schmidts Tivoli, tobt im sechsten

Jahr die Originalproduktion „Heiße Ecke – mit ungebrochenem Erfolg, was 1.300 Vorstellungen

mit einer Gesamtzuschauerzahl von rund 750.000 eindrucksvoll belegen. Nebenan

im Schmidt Theater laufen die Wiederaufnahmeproben für „Villa Sonnenschein“. Theater

Dresden und Schwedt locken ihr Publikum zur selben Zeit ebenfalls mit eigenen „Heiße-Ecke“-Inszenierungen.

Zur selben Zeit präsentiert sich dem Wiener Off-Publikum die

Premiere des Musicals „Das Orangenmädchen“ nach Jostein Gaarder. An den Vereinigten

Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach geht „Swinging St. Pauli“ in einer

hauseigenen Inszenierung über die Bühne. FKP Scorpio startet die zweite Tourneestaffel

des Familienmusicals „Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär“. Stationen: Berlin, Hamburg,

Braunschweig, Bremen, Stuttgart, Frankfurt, Köln, Oberhausen. Und: Die Stage Enter-

Seite 1 / 2


tainment feiert im Berliner Theater des Westens die Weltpremiere des Musicals „Der

Schuh des Manitu“.

Diese Bühnenspektakel lassen Dezembertristesse vergessen und Presse wie Publikum

gleichermaßen jubeln. Künstlerisch tragen alle Produktionen die Handschrift von Martin

Lingnau (Musik) und Heiko Wohlgemuth (Text). Einzige Ausnahme: „Das Orangenmädchen“

(Buch: Christian Gundlach, Liedtexte: Edith Jeske). Für Insider sind die Namen

Lingnau/ Wohlgemuth längst ein Markenzeichen. Dennoch brauchte es noch den „Schuh

des Manitu“, bis sich Kulturberichterstatter in der ganzen Republik den letzten Schlaf aus

den Augen rieben.

Dabei datiert der erste Erfolg bereits auf 2001 zurück. Mit „Swinging St. Pauli“, einer

Hausproduktion des Schmidts Tivoli, gelang den beiden zusammen mit Thomas Matschoß

und Edith Jeske der erste große Wurf. Die vielbeachtete Inszenierung wurde noch

im Uraufführungsjahr das erfolgreichste deutschsprachige Originalmusical und ein Dauerbrenner

an dem legendären Reeperbahn-Theater. 2005 erhielt Ballett Classic & Entertainment

für die Tourneeproduktion des Musicals den Inthega-Musikpreis.

Im Februar 2005 setzte das Stück seine Karriere in einer Berlinversion im Theater am

Kurfürstendamm unter dem Titel „Swinging Berlin“ fort. Im selben Jahr inszenierte es

Musicallegende Helmut Baumann am Bremer Theater und übernahm wie bereits in der

Berliner Inszenierung selbst eine der Hauptrollen – wiederum mit fulminantem Publikumsecho.

Beide Stücke wurden in den folgenden Jahren an zahlreichen renommierten

Häusern im deutschsprachigen Raum inszeniert.

Dass die Pläne für 2009 in recht unterschiedliche Richtungen führen, wird die künstlerischen

Wege der beiden nicht voneinander trennen. Martin Lingnau zieht es mehr und

mehr nach Los Angeles, wo er sich zusammen mit seiner Frau Annic-Barbara Fenske allmählich

einen zweiten Wohnsitz und neben den Musicals ein zweites Standbein in der

Filmbranche aufbauen möchte. Heiko Wohlgemuth, der mit seiner Frau Christine und den

Kindern Emma (3) und Jacob (8) im österreichischen Kärnten lebt und seinen Zweitwohnsitz

in Hamburg hat, zieht es wieder als Schauspieler auf die Bühne zurück. Wohlgemuth:

„Nach dieser aktiven Schreibphase will ich mich neu inspirieren lassen.“

Weitere Links:

Martin Lingnau

Heiko Wohlgemuth

Seite 2 / 2

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine