CONSAFIS Richtlinien zur visuellen Qualität von Verbund - Schlatt ...

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CONSAFIS Richtlinien zur visuellen Qualität von Verbund - Schlatt ...

Richtlinie zurBeurteilung dervisuellen Qualitätfür planes Verbund-und VerbundsicherheitsglasplanesVerbund- undVerbundsicherheitsglas


Inhaltsverzeichnis1. Geltungsbereich .............................................32. Prüfung ....................................................33. Zulässigkeiten für die visuelle Qualität von planem mehrscheibigenVerbundsicherheitsglas/Verbundglas ..............................43.1 Tabelle 1.2 – aufgestellt für planes Verbundsicherheitsglas undVerbundglas auf Floatbasis 2-scheibig. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 53.2 Tabelle 1.3 – aufgestellt für planes Verbundsicherheitsglas undVerbundglas auf Floatbasis 3-scheibig. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 63.3 Tabelle 1.4 – aufgestellt für planes Verbundsicherheitsglas undVerbundglas auf Floatbasis 4-scheibig. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 73.4 Tabelle 1.5 – aufgestellt für planes Verbundsicherheitsglas undVerbundglas auf Floatbasis 5-scheibig und mehr .................84. Sonderbedingungen4.1 Mehrfachfolien ...........................................94.2 Gussglas, Drahtgläser, mattierte Gläser ........................94.3 Halbharte und harte Beschichtungen ..........................94.4 Einscheibensicherheitsglas (ESG/TVG) .........................94.5 Einscheibensicherheitsglas (ESG), teilvorgespanntes Glas (TVG) ....104.6 Spiegel auf Floatbasis .....................................104.7 Farbige Folien / matte Folien ................................104.8 Siebdruck / Fotodruck / Digitaldruck auf Glas oder Folie,Polycarbonatverbund ......................................114.9 Verarbeitungshinweise / Glaskanten ..........................115. Allgemeine Hinweise .........................................116. Visuelle Eigenschaften von Glaserzeugnissen6.1 Eigenfarbe ..............................................116.2 Farbunterschiede. . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . . 126.3 Außenflächenbeschädigung ................................126.4 Physikalische Merkmale ...................................126.5 Hygroskopische Eigenschaften von Verbundfolien ...............127. Begriffserläuterungen7.1 Interferenzerscheinungen ..................................127.2 Anisotropien ............................................127.3 Kondensation auf Scheiben-Außenflächen (Tauwasserbildung) .....137.4 Benetzbarkeit von Glasoberflächen ...........................137.5 Hygroskopische Eigenschaften von Verbundfolien ...............132Diese Richtlinie ist Bestandteil der allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) dereinzelnen CONSAFIS Lizenznehmer. Für die Beurteilung der visuellen Qualität gegenüberdem Endverbraucher ist diese Richtlinie Vertragsbestandteil.CONSAFIS Beratungs GmbH • Robert-Bosch-Straße 36 • 46397 Bocholt • Tel. 0 28 71/ 99 400 • Fax 0 28 71/ 18 36 81


1. Geltungsbereich2. Prüfung1. GeltungsbereichDiese Richtlinie gilt für die Beurteilung dervisuellen Qualität von planem Verbundsicherheitsglas,Verbundglas nach den angegebenenTabellen. Verbundsicherheitsglas/Verbundglasist ein Produkt aus mehreren Komponenten(Glas, Folie, Beschichtung, Kunststoffe usw.)mit jeweils artspezifischen Eigenschaften, dieinsbesondere bei der Durch- und/oder Ansichtgegenüber anderen Flachglasproduktenabweichend sein können.Die Beurteilung erfolgt entsprechend dennachfolgend beschriebenen Prüfgrundsätzenmit Hilfe den in den Tabellen angegebenenZulässigkeiten.Die Richtlinie gilt nicht für Glas in Sonderausführungen,wie z.B. Brandschutzverglasungen.Für diese Produkte bestehen gesondertevisuelle Beurteilungsrichtlinien.Die Bewertung der visuellen Qualität derKanten von Glaserzeugnissen ist nicht Gegenstanddieser Richtlinie. Eine Bearbeitung derScheiben beeinflusst und erhöht u.U. Folieneinzüge,Blasen, Rückstände usw. insbesonderebei z.B. Bohrungen/Ausschnitten.Verbundsicherheitsgläser und/oder Verbundgläserin der Kombination mit Polycarbonat,farbigen bzw. matten Folienanteilen bzw.Fotodruck, Digitaldruck und Siebdruckkombinationenkönnen nach dieser Richtlinie nichtbeurteilt werden. Für diese Kombinationenbestehen gesonderte visuelle Beurteilungsrichtlinien.2. PrüfungGenerell ist bei der Prüfung die Durchsichtdurch die Verglasung , d.h. die Betrachtungdes Hintergrundes und nicht die Aufsichtmaßgebend. Dabei dürfen die beanstandetenStellen nicht besonders markiert sein.Die Prüfung der Verglasung ist aus mindestens1 Meter Abstand aus einem Betrachtungswinkel,welcher der allgemeinen üblichenRaumnutzung entspricht, gemäß derTabelle 1 vorzunehmen.Bewertet wird die im eingebauten Zustandverbleibende lichte Glasfläche.Geprüft wird bei diffusem Tageslicht (z.B. bedecktemHimmel) ohne direktes Sonnenlichtoder künstliche Beleuchtungsverstärkung. DieVerglasungen innerhalb von Räumlichkeiten(Innenverglasungen) sind bei normaler (diffuser),für die Nutzung der Räume vorgesehenerAusleuchtung unter einem Betrachtungswinkel,der der allgemein üblichen Raumnutzungentspricht, zu prüfen. Für die Betrachtung vonGlas in Fassaden in der Außenansicht müssenbesondere Bedingungen vereinbart werden.Prüfbedingungen und Betrachtungsabstände,die in Produktnormen beschrieben sind,können nicht auf diese Richtlinie übertragenwerden (z.B. Zebratest bei Floatglas), es seidenn, es wird nachfolgend explizit daraufverwiesen.3CONSAFIS Beratungs GmbH • Robert-Bosch-Straße 36 • 46397 Bocholt • Tel. 0 28 71/ 99 400 • Fax 0 28 71/ 18 36 81


3. Zulässigkeiten für die visuelle Qualitätvon planem mehrscheibigen Verbundsicherheitsglas/VerbundglasZulässigkeiten für die visuelle Qualität vonplanem mehrscheibigen Verbundsicherheitsglas/VerbundglasScheibenbreiteFLichtes Breitenmaß bFb/10Hauptzone Hb/10Fh/10HHauptzone HLichtes Höhenmaß hScheibenhöheRh/10FFF Falzzone:15 mm umlaufend – mit Ausnahme von mechanischenKantenbeschädigungen keinerleiEinschränkungen. In der Regel wird davonausgegangen, das Schnittkanten, gesäumte Kanten,maßgeschliffene und Sägekanten allseitigumrahmt werden.R Randzone:Fläche 10 % der jeweiligen lichten Breiten- undHöhenmaße (weniger strenge Beurteilung)H Hauptzone:strengste Beurteilung4CONSAFIS Beratungs GmbH • Robert-Bosch-Straße 36 • 46397 Bocholt • Tel. 0 28 71/ 99 400 • Fax 0 28 71/ 18 36 81


3.1 Tabelle 1.2 – aufgestellt für planes Verbundsicherheitsglasund Verbundglas auf Floatbasis2-scheibigTabelle 1.2 aufgestellt für planes Verbundsicherheitsglas und Verbundglas auf Floatbasis 2-scheibigZoneFZulässig pro Einheit sind bei:VSG/VG aus Float,Folienstärke 0,76 mmBlasen/Folieneinzüge/Folienüberstände:Zulässig pro Einheit sind bei:VSG/VG aus ESG/TVG oder ESG-H,Folienstärke 0,76 mmFolieneinzüge bzw. Folienüberstände bis zu 6 mm auf der Gesamtlänge zulässig.Mit zunehmendem Folienanteil erhöht sich die Zulässigkeit um 1,5 mm per 0,38 mm Foliendicke.Blasen bis 1,5 mm Ø uneingeschränktAußenliegende Randbeschädigungen und Muscheln:Außenliegende flache Randbeschädigungenbzw. Muscheln, die die Festigkeit des Glasesnicht beeinträchtigen.Außenliegende flache Randbeschädigungenbzw. Muscheln, welche bei VSG/VG aus ESG/TVG nicht mehr als 15% der Glasdicke ausmachen,bzw. 5% bei VSG/VG aus ESG-HREinschlüsse, Blasen, Flecken etc.:Scheibenfläche ≤ 1 m²Scheibenfläche > 1 m²max. 3 Stück à < 3 mm Ømax. 1 Stück à < 3 mm Ø je umlaufenden Meter KantenlängeKratzer:Einzellänge max. 30 mmSumme der Einzellängen: max. 90 mmEinzellänge max. 50 mmSumme der Einzellängen: max. 150 mmHaarkratzer: nicht gehäuft erlaubtH Einschlüsse, Blasen, Punkte, Flecken etc. :Scheibenfläche ≤ 2 m²Scheibenfläche > 2 m²max. 2 Stück à < 2 mm Ømax. 3 Stück à < 2 mm ØKratzer:Einzellänge max. 15 mmSumme der Einzellängen: max. 45 mmEinzellänge max. 25 mmSumme der Einzellängen: max. 100 mmHaarkratzer: nicht gehäuft erlaubtR+HMax. Anzahl der Zulässigkeiten:Einschlüsse, Blasen, Flecken etc. von 0,5 bis< 1,0 mm sind ohne Flächenbegrenzung zugelassen,außer bei Anhäufungen ab mind. 4 Einschlüsse,Blasen, Flecken etc. innerhalb einer Kreisflächemit einem Durchmesser von ≤ 20 cmEinschlüsse, Blasen, Flecken etc. von 0,5 bis< 1,0 mm sind ohne Flächenbegrenzung zugelassen,außer bei Anhäufungen ab mind.8 Einschlüsse, Blasen, Flecken etc. innerhalbeiner Kreisfläche mit einem Durchmesservon ≤ 10 cmF+R+HBeanstandungen < 0,5 mm werden nicht berücksichtigt.Vorhandene Störfelder (Hof) dürfen nicht größer als 3 mm sein.5CONSAFIS Beratungs GmbH • Robert-Bosch-Straße 36 • 46397 Bocholt • Tel. 0 28 71/ 99 400 • Fax 0 28 71/ 18 36 81


3.2 Tabelle 1.3 – aufgestellt für planes Verbundsicherheitsglasund Verbundglas auf Floatbasis3-scheibigTabelle 1.3 aufgestellt für planes Verbundsicherheitsglas und Verbundglas auf Floatbasis 3-scheibigZoneFZulässig pro Einheit sind bei:VSG/VG aus Float,Folienstärke 0,76 mmBlasen/Folieneinzüge/Folienüberstände:Zulässig pro Einheit sind bei:VSG/VG aus ESG/TVG oder ESG-H,Folienstärke 0,76 mmFolieneinzüge bzw. Folienüberstände bis zu 6 mm auf der Gesamtlänge zulässig.Mit zunehmendem Folienanteil erhöht sich die Zulässigkeit um 1,5 mm per 0,38 mm Foliendicke.Blasen bis 1,5 mm Ø uneingeschränktAußenliegende Randbeschädigungen und Muscheln:Außenliegende flache Randbeschädigungenbzw. Muscheln, die die Festigkeit des Glasesnicht beeinträchtigen.Außenliegende flache Randbeschädigungenbzw. Muscheln, welche bei VSG/VS aus ESG/TVG nicht mehr als 15% der Glasdicke ausmachen,bzw. 5% bei VSG/VG aus ESG-HREinschlüsse, Blasen, Flecken etc.:Scheibenfläche ≤ 1 m²Scheibenfläche > 1 m²max. 4 Stück à < 3 mm Ømax. 2 Stück à < 3 mm Ø je umlaufenden Meter KantenlängeKratzer:Einzellänge max. 40 mmSumme der Einzellängen: max. 120 mmEinzellänge max. 65 mmSumme der Einzellängen: max. 200 mmHaarkratzer: nicht gehäuft erlaubtH Einschlüsse, Blasen, Punkte, Flecken etc. :Scheibenfläche ≤ 2 m²Scheibenfläche > 2 m²max. 4 Stück à < 3 mm Ømax. 5 Stück à < 3 mm ØKratzer:Einzellänge max. 20 mmSumme der Einzellängen: max. 60 mmEinzellänge max. 35 mmSumme der Einzellängen: max. 130 mmHaarkratzer: nicht gehäuft erlaubtR+H Max. Anzahl der Zulässigkeiten wie in Zone R:Einschlüsse, Blasen, Flecken etc. von 0,5 bis< 1,0 mm sind ohne Flächenbegrenzung zugelassen,außer bei Anhäufungen ab mind. 6 Einschlüsse,Blasen, Flecken etc. innerhalb einer Kreisflächemit einem Durchmesser von ≤ 20 cmEinschlüsse, Blasen, Flecken etc. von 0,5 bis< 1,0 mm sind ohne Flächenbegrenzung zugelassen,außer bei Anhäufungen ab mind.10 Einschlüsse, Blasen, Flecken etc. innerhalbeiner Kreisfläche mit einem Durchmesservon ≤ 10 cm6F+R+HBeanstandungen < 0,5 mm werden nicht berücksichtigt.Vorhandene Störfelder (Hof) dürfen nicht größer als 3 mm sein.CONSAFIS Beratungs GmbH • Robert-Bosch-Straße 36 • 46397 Bocholt • Tel. 0 28 71/ 99 400 • Fax 0 28 71/ 18 36 81


3.3 Tabelle 1.4 – aufgestellt für planes Verbundsicherheitsglasund Verbundglas auf Floatbasis4-scheibigTabelle 1.4 aufgestellt für planes Verbundsicherheitsglas und Verbundglas auf Floatbasis 4-scheibigZoneFZulässig pro Einheit sind bei:VSG/VG aus Float,Folienstärke 0,76 mmBlasen/Folieneinzüge/Folienüberstände:Zulässig pro Einheit sind bei:VSG/VG aus ESG/TVG oder ESG-H,Folienstärke 0,76 mmFolieneinzüge bzw. Folienüberstände bis zu 6 mm auf der Gesamtlänge zulässig.Mit zunehmendem Folienanteil erhöht sich die Zulässigkeit um 1,5 mm per 0,38 mm Foliendicke.Blasen bis 1,5 mm Ø uneingeschränktAußenliegende Randbeschädigungen und Muscheln:Außenliegende flache Randbeschädigungenbzw. Muscheln, die die Festigkeit des Glasesnicht beeinträchtigen.Außenliegende flache Randbeschädigungenbzw. Muscheln, welche bei VSG/VS aus ESG/TVG nicht mehr als 15% der Glasdicke ausmachen,bzw. 5% bei VSG/VG aus ESG-HREinschlüsse, Blasen, Flecken etc.:Scheibenfläche ≤ 1 m²Scheibenfläche > 1 m²max. 6 Stück à < 4 mm Ømax. 3 Stück à < 4 mm Ø je umlaufenden Meter KantenlängeKratzer:Einzellänge max. 50 mmSumme der Einzellängen: max. 90 mmEinzellänge max. 80 mmSumme der Einzellängen: max. 240 mmHaarkratzer: nicht gehäuft erlaubtH Einschlüsse, Blasen, Punkte, Flecken etc. :Scheibenfläche ≤ 2 m²Scheibenfläche > 2 m²max. 4 Stück à < 4 mm Ømax. 6 Stück à < 4 mm ØKratzer:Einzellänge max. 30 mmSumme der Einzellängen: max. 90 mmEinzellänge max. 50 mmSumme der Einzellängen: max. 150 mmHaarkratzer: nicht gehäuft erlaubtR+H Max. Anzahl der Zulässigkeiten wie in Zone R:Einschlüsse, Blasen, Flecken etc. von 0,5 bis< 1,0 mm sind ohne Flächenbegrenzung zugelassen,außer bei Anhäufungen ab mind. 8 Einschlüsse,Blasen, Flecken etc. innerhalb einer Kreisflächemit einem Durchmesser von ≤ 20 cmEinschlüsse, Blasen, Flecken etc. von 0,5 bis< 1,0 mm sind ohne Flächenbegrenzung zugelassen,außer bei Anhäufungen ab mind.15 Einschlüsse, Blasen, Flecken etc. innerhalbeiner Kreisfläche mit einem Durchmesservon ≤ 10 cmF+R+HBeanstandungen < 0,5 mm werden nicht berücksichtigt.Vorhandene Störfelder (Hof) dürfen nicht größer als 3 mm sein.7CONSAFIS Beratungs GmbH • Robert-Bosch-Straße 36 • 46397 Bocholt • Tel. 0 28 71/ 99 400 • Fax 0 28 71/ 18 36 81


3.4 Tabelle 1.5 – aufgestellt für planesVerbund sicherheitsglas undVerbundglas auf Floatbasis5-scheibig und mehrTabelle 1.5 aufgestellt für planes Verbundsicherheitsglas und Verbundglas auf Floatbasis 5-scheibig und mehrZoneFZulässig pro Einheit sind bei:VSG/VG aus Float,Folienstärke 0,76 mmBlasen/Folieneinzüge/Folienüberstände:Zulässig pro Einheit sind bei:VSG/VG aus ESG/TVG oder ESG-H,Folienstärke 0,76 mmFolieneinzüge bzw. Folienüberstände bis zu 6 mm auf der Gesamtlänge zulässig.Mit zunehmendem Folienanteil erhöht sich die Zulässigkeit um 1,5 mm per 0,38 mm Foliendicke.Blasen bis 1,5 mm Ø uneingeschränktAußenliegende Randbeschädigungen und Muscheln:Außenliegende flache Randbeschädigungenbzw. Muscheln, die die Festigkeit des Glasesnicht beeinträchtigen.Außenliegende flache Randbeschädigungenbzw. Muscheln, welche bei VSG/VS aus ESG/TVG nicht mehr als 15% der Glasdicke ausmachen,bzw. 5% bei VSG/VG aus ESG-HREinschlüsse, Blasen, Flecken etc.:Scheibenfläche ≤ 1 m²Scheibenfläche > 1 m²max. 8 Stück à < 4 mm Ømax. 4 Stück à < 4 mm Ø je umlaufenden Meter KantenlängeKratzer:Einzellänge max. 30 mmSumme der Einzellängen: max. 90 mmEinzellänge max. 50 mmSumme der Einzellängen: max. 150 mmHaarkratzer: nicht gehäuft erlaubtH Einschlüsse, Blasen, Punkte, Flecken etc. :Scheibenfläche ≤ 2 m²Scheibenfläche > 2 m²max. 6 Stück à < 4 mm Ømax. 8 Stück à < 4 mm ØKratzer:Einzellänge max. 45 mmSumme der Einzellängen: max. 120 mmEinzellänge max. 75 mmSumme der Einzellängen: max. 225 mmHaarkratzer: nicht gehäuft erlaubtR+H Max. Anzahl der Zulässigkeiten wie in Zone R:Einschlüsse, Blasen, Flecken etc. von 0,5 bis< 1,0 mm sind ohne Flächenbegrenzung zugelassen,außer bei Anhäufungen ab mind. 10 Einschlüsse,Blasen, Flecken etc. innerhalb einer Kreisflächemit einem Durchmesser von ≤ 20 cmEinschlüsse, Blasen, Flecken etc. von 0,5 bis< 1,0 mm sind ohne Flächenbegrenzung zugelassen,außer bei Anhäufungen ab mind.20 Einschlüsse, Blasen, Flecken etc. innerhalbeiner Kreisfläche mit einem Durchmesservon ≤ 10 cm8F+R+HBeanstandungen < 0,5 mm werden nicht berücksichtigt.Vorhandene Störfelder (Hof) dürfen nicht größer als 3 mm sein.CONSAFIS Beratungs GmbH • Robert-Bosch-Straße 36 • 46397 Bocholt • Tel. 0 28 71/ 99 400 • Fax 0 28 71/ 18 36 81


4. Sonderbedingungen4. Sonderbedingungen4.1 Mehrfachfolien1. Wird Verbundsicherheitsglas und/oder Verbundglasmit mehr als 0,76mm Foliendickehergestellt, so erhöhen sich die Zulässigkeitennach den Tabellen um 25% pro 0,38mmFolienanteil.4.2 Gussglas, Drahtgläser, mattierte Gläser:1. Bei der Kombination mit Ornament/Gussglas/Rohglaserhöhen sich die Zulässigkeitennach den Tabellen um 100%.2. Bei der Kombination mit Drahtgläsernerhöhen sich die Zulässigkeiten nach denTabellen um 100%. Zusätzlich können Versatzerscheinungendes Drahtnetz sichtbarsein. Der Versatz kann bis zu 15 mm per lfd.Meter Kantenlänge betragen.3. Bei der Kombination mit mattierten/satinierenGläsern erhöhen sich die Zulässigkeitennach den Tabellen um 100%. Zusätzlichkönnen auf der Oberfläche Ätzfehler auf dermattierten Oberfläche sichtbar sein.4. Bei Gläsern mit einer mattierten odergeätzten Oberfläche kann aufgrund derFertigungsprozesse nicht sicher gestelltwerden, dass Scheiben gleicher Fertigungschargenein homogenes Erscheinungsbildbesitzen. Wolkenbildungen, Ätzbildverwischungen,Ätzverlaufstörungen stellen einproduktcharakterisches Merkmal dar undsind nicht reklamationsfähig.4. Da Spiegelrohglas und Gussgläser einemindividuellem Herstellungsprozess unterliegen,sind kugel- oder linienförmigeEinschlüsse und Bläschenbildung Ausdruckder charakteristischen Gütebeschaffenheit.Strukturabweichungen infolge von Walzenwechselund Musterversatz sind nichtimmer auszuschließen und damit nichtreklamationsfähig.4.3 Halbharte und harte BeschichtungenBei der Verwendung von beschichtetem Basisglaserhöhen sich die Zulässigkeiten nachden Tabellen um 100%Bedingt durch die Beschichtung ist einechemische und mechanische Veränderung derOberflächenbeschaffenheit – wie z.B. Pünktchenbildungund Reflektionsveränderung – inder jeweiligen Glasart nicht zu vermeiden.Insbesondere beim Einsatz solcher Beschichtungenkönnen die Veränderungen in derOberflächenbeschaffenheit zur einer deutlichenVeränderung des Reflektionsverhaltens– in der Durchsicht und Ansicht – führen. DieBeurteilung der Außenansicht und das damitverbundene Reflektionsverhalten ist nichtBestandteil dieser Beurteilungsrichtline. Fürdie Betrachtung von Glas in Fassaden in derAußenansicht müssen besondere Bedingungenvereinbart werdenDurch die chemische und mechanische Veränderungder Oberfläche beim Vorspannprozessverändert sich auch die Kratzempfindlichkeitder Oberfläche. Die besondere Kratzempfindlichkeitbei beschichteten Oberflächen isthierbei zu beachten. Dazu verweisen wir auf:• Merkblatt zur Glasreinigung, herausgegebenvom Bundesverband u. a.• Einbau- und Reinigungsvorschriften derBasisglashersteller in der jeweils gültigenAusgabe4.4 Einscheibensicherheitsglas (ESG/TVG)Bedingt durch den thermischen Vorspannprozessist eine chemische und mechanischeVeränderung der Oberflächenbeschaffenheit– wie Pünktchenbildung und Rollenabdrücke –in der jeweiligen Glasart nicht zu vermeiden.9CONSAFIS Beratungs GmbH • Robert-Bosch-Straße 36 • 46397 Bocholt • Tel. 0 28 71/ 99 400 • Fax 0 28 71/ 18 36 81


4. Sonderbedingungen10Jede Scheibe aus Einscheibensicherheitsglasist dauerhaft mit mindestens folgendem Kennzeichenzu versehen:DIN 1249 – ESG bzw.EN 12150 – ESGDarüber hinaus können ESG-Scheiben einemHeißlagerungstest (Heat-Soak-Test) unterzogenwerden. Einscheibensicherheitsglasneigt zum Spontanbruch durch Nickelsulfideinschlüsse.Das Risiko eines Spontanbrucheskann durch den Heißlagerungstest minimiertwerden, jedoch keinesfalls zu 100% ausgeschlossenwerden.Jede Verbundsicherheitsglas-/Verbundglasscheibekann gekennzeichnet werden.Mehrfachkennzeichnungen im Verbundsind möglich, wobei keine Gewähr für eineDeckungsgleichheit dieser Kennzeichnungübernommen werden kann.4.5 Einscheibensicherheitsglas (ESG), teilvorgepanntesGlas (TVG)1. Die lokale Welligkeit auf der Glasfläche -außer bei ESG und/oder TVG aus Ornamentbzw. Rohglas – darf 0,5 mm bezogen aufeine Messstrecke von 300 mm nicht überschreiten.2. Die Verwerfung bezogen auf die gesamteGlaskantenlänge – außer bei ESG und/oderTVG aus Ornament bzw. Rohglas – darfnicht größer als 3 mm pro 1000 mm Glaskantenlängesein.3. Die Zulässigkeiten verdoppeln sich bei derVerwendung von ESG bzw. TVG aus Ornament-bzw. Rohglas.4. Die Feststellung bzw. Messung der Verwerfungerfolgt unter den in der DIN-Norm12150 festgelegten Voraussetzungen.Bei quadratischen Formaten und annäherndquadratischen Formaten (bis 1:1,5) sowie beiScheiben mit einer Nenndicke von < 6mmkönnen Verwerfungen auftreten, die die unterPunkt 1.) genannten Zulässigkeiten überschreiten.4.6 Spiegel auf FloatbasisBei der Verwendung von Spiegeln, Spionspiegelnu.ä. Produkten, die zu Verbundglasund/oder Verbundsicherheitsglas verarbeitetwerden, erhöht sich Zulässigkeit nach denTabellen um 100%.Weiterhin kann es bedingt durch den Folienanteilim Verbund zu einer sichtbaren Wolken-und/oder Streifenbildung kommen. In derReflektion können deutlich sichtbare Verzerrungserscheinungenund Verlaufstörungenauftreten.4.7 Farbige Folien / matte FolienDie pigmentierte Mattfolie bzw. Farbfolieweist chargenabhängige Schwankungender Lichtdurchlässigkeit auf . Dadurch sindinsbesondere bei Nachbestellungen und imunmittelbaren Bereich leichte Hell-Dunkelunterschiedemöglich (Wolken- und Streifenbildung).Dies stellt keinen Reklamationsgrunddar.Wir weisen darauf hin, dass sich der optischeEindruck von Verbundsicherheitsgläsern/Verbundgläsern mit mehreren Folien bei derKombination klar und mattweiße Folie in einerFolienzwischenschicht je nach Position derMattfolie deutlich unterscheiden kann.Der Einsatz von Farbfolien und deren Kombinationmuss grundsätzlich mit dem Herstellerabgestimmt werden, da eine Vielzahl vonFarbkombinationen gewissen Verarbeitungs-CONSAFIS Beratungs GmbH • Robert-Bosch-Straße 36 • 46397 Bocholt • Tel. 0 28 71/ 99 400 • Fax 0 28 71/ 18 36 81


4. Sonderbedingungen5. Allgemeine Hinweise6. Visuelle Eigenschaften von Glaserzeugnissenbeschränkungen unterliegen (z.B. UV-Stabilitätder Farben).Für die Beurteilung der visuellen Qualität vonVerbundsicherheitsgläsern/Verbundgläsern mitdiesen Folienkombinationen gelten gesonderteRichtlinien.4.8 Siebdruck / Fotodruck / Digitaldruckauf Glas oder Folie, PolycarbonatverbundFür die Beurteilung der visuellen Qualität vonVerbundsicherheitsgläsern/Verbundgläsern mitdiesen Glaskombinationen gelten gesonderteRichtlinien.4.9 Verarbeitungshinweise / GlaskantenGrundsätzlich dürfen keine Silikone, Polyurethane,Polysulfide etc. mit dem Glaskantenverbundbzw. der Folie in Berührung kommen.Der Einsatz solcher Dichtmaterialien kann zuDelaminierungserscheinungen führen.Freiliegende Glaskanten sind grundsätzlichzu vermeiden, da durch die hygroskopischenEigenschaften der Folienverbunde Delamierungserscheinungensichtbar werden können.5. Allgemeine HinweiseDie Richtlinie stellt einen Bewertungsmaßstabfür die visuelle Qualität von Glas dar. Bei derBeurteilung eines eingebauten Glaserzeugnissesist neben der visuellen Qualität auch dieFunktionseigenschaft mit in die Beurteilungeinzubeziehen, denn vor der Ästhetik hat dasGlas übergeordnete Funktionen wie Sicherheit,Schallschutz usw. zu erfüllen.Eigenschaftswerte von Glaserzeugnissen,wie z. B. Schalldämm-, Wärmedämm- undLichttransmissionswerte etc. die für dieentsprechende Funktion angegeben werden,beziehen sich auf Prüfscheiben nach derentsprechend anzuwendenden Prüfnorm. Beianderen Scheibenformaten, Kombinationensowie durch den Einbau und äußere Einflüssekönnen sich die angegebenen Werte undoptischen Eindrücke ändern.Bei Beurteilung bestimmter Merkmale sinddie produktspezifischen Eigenschaften zubeachten.6. Visuelle Eigenschaften von Glaserzeugnissen6.1 EigenfarbeAlle bei Glaserzeugnissen verwendeten Materialienhaben rohstoffbedingte Eigenfarben,welche mit zunehmender Dicke deutlicherwerden können, z.B. Grünstich des Glases.Auch beschichtete Gläser besitzen eine Eigenfarbe.Diese Eigenfarbe kann in der Durchsicht und/oder in der Aufsicht unterschiedlich erkennbarsein. Schwankungen des Farbeindruckes sindaufgrund des Eisenoxidgehalts des Glases,des Beschichtungsprozesses, der Beschich-11CONSAFIS Beratungs GmbH • Robert-Bosch-Straße 36 • 46397 Bocholt • Tel. 0 28 71/ 99 400 • Fax 0 28 71/ 18 36 81


6. Visuelle Eigenschaften von Glaserzeugnissen7. Begriffserläuterungen12tung sowie durch Veränderungen der Glasdickenund des Scheibenaufbaus möglichund nicht zu vermeiden. Dieser Umstand istinsbesondere bei Nach- und Teilbestellungenzu beachten!6.2 FarbunterschiedeEine objektive Bewertung des Farbunterschiedeserfordert die Messung bzw. Prüfung desFarbunterschiedes unter vorher exakt definiertenBedingungen.6.3 AußenflächenbeschädigungMechanischen oder chemischen Außenflächenverletzungen,sind nicht Gegenstand dieserBeurteilungsrichtlinie und liegen außerhalbdes Verantwortungsbereiches des jeweiligenCONSAFIS Lizenznehmers. Dazu verweisenwir auf:• Merkblatt zur Glasreinigung, herausgegebenvom Bundesverband u. a.• Einbau- und Reinigungsvorschriften derBasisglashersteller in der jeweils gültigenAusgabe6.4 Physikalische MerkmaleVon der Beurteilung der visuellen Qualität ausgeschlossensind eine Reihe unvermeidbarerphysikalischer Phänomene, die sich in der lichtenGlasfläche bemerkbar machen können,wie:• Interferenzerscheinungen• Anisotropien• Benetzbarkeit von Glasoberflächen und diedamit verbundenen sichtbaren ErscheinungenBei den vorgenannten Merkmalen handelt essich um charakteristische Eigenschaften derenReklamationsfähigkeit ausgeschlossen ist.6.5 Hygroskopische Eigenschaften vonVerbundfolienIn der Regel wird davon ausgegangen, dasSchnittkanten, gesäumte Kanten, maßgeschliffeneKanten und Sägekanten allseitigumrahmt werden, so das die Kanten ausreichendvor Feuchtigkeit geschützt sind.7. Begriffserläuterungen7.1 InterferenzerscheinungenBei Floatglas, ESG und TVG können Interferenzenin Form von Spektralfarben auftreten.Optische Interferenzen sind Überlagerungserscheinungenzweier oder mehrerer Lichtwellenbeim Zusammentreffen auf einen Punkt.Sie zeigen sich durch mehr oder minderstarke farbige Zonen, die sich bei Druck aufdie Scheibe verändern. Dieser physikalischeEffekt wird durch die Planparallelität derGlasoberflächen verstärkt. Diese Planparallelitätsorgt für eine verzerrungsfreie Durchsicht.Interferenzerscheinungen entstehen zufälligund sind nicht zu beeinflussen.7.2 AnisotropienAnisotropien sind ein physikalischer Effektbei wärmebehandelten Gläsern resultierendaus der internen Spannungsverteilung. Eineabhängig vom Blickwinkel entstehende Wahrnehmungdunkelfarbiger Ringe oder Streifenbei polarisiertem Licht und/oder Betrachtungdurch polarisierende Gläser ist möglich.Polarisiertes Licht ist im normalen Tageslichtvorhanden. Die Größe der Polarisation istabhängig vom Wetter und vom Sonnenstand.Die Doppelbrechung macht sich unter flachemBlickwinkel oder auch bei im Eck zueinanderstehendenGlasflächen stärker bemerkbar.CONSAFIS Beratungs GmbH • Robert-Bosch-Straße 36 • 46397 Bocholt • Tel. 0 28 71/ 99 400 • Fax 0 28 71/ 18 36 81


Notizen14CONSAFIS Beratungs GmbH • Robert-Bosch-Straße 36 • 46397 Bocholt • Tel. 0 28 71/ 99 400 • Fax 0 28 71/ 18 36 81


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