Trockenbau Dachausbau Brandschutz Schallschutz - Stadtmagazin

stadtmag.de

Trockenbau Dachausbau Brandschutz Schallschutz - Stadtmagazin

66. Ausgabe Kostenlos zum Mitnehmen

2012

StadtMagazin Lünen August/Sept.

Von der Lippe

besucht Lippestadt

»Alles was geht,

möchte ich mitmachen!«

Im Gespräch mit Bärbel Stowasser

Hier wird ausgebildet!

Zukunftschancen in Lünen

Straßengeschichte(n)

Die Marktstraße


2

Inhalt

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Tätigkeitsschwerpunkte

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Familien-, Sozial- und Rentenrecht

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Arbeits- und Steuerrecht

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� Editorial 5

� »Alles was geht, möchte ich mitmachen!« 6

� Vital leben! 8

� Ausbildung in Lünen 13

� Unternehmen vorgestellt 18

� Aktiv auf vier Pfoten 19

� Straßengeschichte(n): die Marktstraße 20

� Ratgeber 22

� Blick hinter die Kulissen der neuen Feuerwache 24

� Kulinarisches: das ›Gold der Maya‹ 25

� Buchtipps 26

� Lüner S.V. Fußball e.V. startet durch 27

� Dies & Das 28

� Rätselspaß 30

� Hier ist was los! 31

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Urlaub zu Hause, in den Bergen, an der See

oder in Übersee? Die Auswahl ist schier unendlich.

Sie reduziert sich aber schon be-

Impressum

Das Stadtmagazin

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Verlag und Redaktion:

Correctum Verlag Erika Killing-Overhoff

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Herausgeber: Correctum Verlag

Redaktion: Erika Killing-Overhoff (verantw.),

Antje Dittrich, Pia Lüddecke,

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Frank Scheffler ➤

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Druck:

Strube Druck & Media OhG, www.ploch-strube.de

Titelbild:

Jürgen von der Lippe

Alle in dieser Zeitschrift erschienenen Beiträge sind urheberrechtlich

geschützt. Alle Rechte, auch Übersetzungen vorbehalten. Reproduktionen

jeder Art, auch der vom Verlag gestalteten Anzeigen, bedürfen der

schriftlichen Genehmigung des Verlages. Für unverlangt eingesandtes

Bild- und Textmaterial wird keine Haftung übernommen. Namentlich

gekennzeichnete Beiträge geben nicht unbedingt die Meinung der Redaktion

wieder. Eine Gewähr für die Richtigkeit der Veröffentlichung

kann trotz sorgfältiger Prüfung nicht übernommen werden.

Ein Magazin

nur für Sie

trächtlich, wenn es um

die ›Geschmacksfrage‹

geht und noch mal um

einiges mehr, wenn die

Finanzierung ansteht.

Letztlich bleiben aber

immer noch genug Alternativen

übrig, um

die man sich Gedanken

machen muss (oder

darf). Während es für

Erika Killing-Overhoff

Verlagsleitung

einige ein tolles Abenteuer und ein spannendes

Procedere ist, Kataloge zu durchstöbern,

Reisebüros aufzusuchen und Vorabinformationen

zu sammeln, ist es für andere

schlichtweg zum einen Stress aus unzähligen

Angeboten auszuwählen, zum anderen

auch noch Koffer zu packen, Blumen,

Hund, Katze und Wohnung in Pflege zu geben,

um in einem 14-tägigen All-inclusive-

Urlaub fremdes Land, seine Leute und Kultur

kennen zu lernen. Das ist auch zumeist

ein auswegloses Unterfangen, denn acht

Mahlzeiten am Tag wollen bewältigt werden,

da ist nicht mehr viel Spielraum für

Extravaganzen. »Mindestens die erste Woche«,

so ein erfahrener ›Zwangsurlauber‹,

der auch stets noch eine sorgfältige Aktenübergabe

im Büro stemmen muss, »benötige

ich, um mich von dem ganzen Vorbereitungsstress

zu erholen.« Die ersten drei

Tage der zweiten Woche seien dann meist

ganz nett, wohingegen er die restlichen Tage

gedanklich schon wieder zu Hause und

in der Firma verbringe. Anschließend daure

es noch Wochen, bis der Bürokram aufgearbeitet

sei – die Vertretung nähme sich

Antje Dittrich

stellv. Verlagsltg.

gern eine durchwachsene

Sommergrippe, die

verdorrten Pflanzen

bräuchten Extradünger

und liebevolle Zusprache

bis mindestens

Weihnachten und die

frischerworbene Psychose

des Hundes sei

auch nicht schneller

aus der Welt zu schaf-

fen. Dreckige Wäscheberge und ein leerer

Kühlschrank seien dann ebenfalls kein Anlass

der Freude, wieder in heimischen Gemäuern

zu weilen.

Nun, man kann sich natürlich aus jeder Situation

genussvoll die miesen Anteile herauspicken

und damit so richtig schön unzufrieden

durchs Leben tappern. Die nicht

schlechteste Alternative ist, sich nicht

zwangsverpflichten, sondern es sich zu

Hause einmal so richtig gut gehen zu lassen.

Es empfiehlt sich, hier und da die

Schönheiten um Lünen herum zu genießen,

Fahrradtouren oder ausgedehnte Spaziergänge

zu planen – wenn und wann man gerade

Lust dazu verspürt – und ansonsten

auch mal richtig faul zu sein.

Wo auch immer Sie sind, was auch immer

Sie vorhaben, ich wünsche Ihnen eine ganz

tolle, gelungene Zeit.

Herzlichst Ihr

Correctum-Verlag

E. Killing-Overhoff

Editorial

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6

Vital leben in Lünen

»Alles was geht, möchte ich mitmachen!«

Im Gespräch mit Bärbel Stowasser

Routiniert steuert Bärbel Stowasser ihr wendiges Elektromobil über die überdachte Außenterrasse des

Cafés zwischen Tischen und Stühlen hindurch bis hin zu einem Tisch in der äußersten Ecke, auf den heute

Mittag die Sonne scheint. »Davon hatten wir in diesem Jahr ja noch nicht allzu viel«, lächelt sie, »man

sollte den Moment nutzen!«

Dieser Satz, so leicht dahergesagt, scheint

das Motto der lebenslustigen Lünerin zu

sein, die Ausflüge, Konzerte und Feste liebt

und dann sogar im ›Rolli‹ zur Musik tanzt.

»Da spielt natürlich die Tagesform eine große

Rolle. Trotzdem: Alles was geht, möchte

ich mitmachen!« Dank ihres modernen

Elektromobils ist heute vieles möglich, wovon

sie früher nur träumen konnte. »Mit

frischen Akkus bringe ich es auf acht km/h

– super, weil mein Mann und ich im Sommer

häufig Radtouren an der Lippe oder

rund um den Seepark unternehmen! Auch

Bahn fahren ist endlich wieder möglich –

mit dem sperrigen Vorgängermodell passte

ich gar nicht durchs Abteil. Und das Beste:

Ich kann die Sitzeinstellung verändern, so

dass ich keine Muskelkrämpfe mehr bekomme!«

Dennoch hatte sie ein Jahr kämpfen

müssen, um den neuen Rollstuhl genehmigt

bekommen. »Wenn man als Behinderter

Hilfsmittel beantragt, die über

den sogenannten ›Standard‹ hinausgehen,

kann man sich in der Regel auf ein langes

Kräftemessen einstellen.«

In Berlin und im Urlaub an der Ostsee

Die Beschwerden begannen in frühester Jugend.

Bärbel Stowasser wurde von einem

Arzt zum nächsten geschickt, bekam orthopädische

Behandlungen und Rheumakuren

verordnet. Ohne Ergebnis. »Die Medizin

war eben noch nicht so weit.« Eine klare Diagnose

gibt es allerdings bis heute nicht.

»Wir wissen inzwischen nur, dass es sich

um eine neuromuskuläre Erkrankung handelt.

Die Therapien unterscheiden sich

nicht großartig, daher beschloss ich, keine

unnötigen Untersuchungen und Tests

mehr machen zu lassen, mit meinen Therapeuten

und behandelnden Ärzten zusammenzuarbeiten

und einen Weg zu finden,

mein Leben bestmöglich darauf einzustellen!«

Bis in die 80er-Jahre arbeitete die gebürtige

Dortmunderin im Kunst- und Möbelhandel.

Doch die Symptome wurden immer

schlimmer. »Allein einen Ordner zu greifen,

war die reinste Tortur. Da hat man mir mit

Mitte dreißig zur Rente geraten. Ich wollte

das nicht und stellte einen Antrag auf Umschulung,

der leider abgelehnt wurde.«

Schon viele Jahre im SPD-Ortsverein Lünen-Süd

und im SoVD Sozialverband

Deutschland engagiert, unterstützt sie ihren

Mann, der sich ehrenamtlich für sozial

Schwache und Behinderte einsetzt. »Im

Winter, wenn mir die Schmerzen besonders

zu schaffen machen, halte ich mich am

Computer auf dem Laufenden. Aber im

Das Malen zählt zu ihren liebsten Hobbys.


Sommer lasse ich keine Gelegenheit aus,

vor die Tür zu kommen, selbst wenn mein

Mann lieber mal auf der Couch bleiben

würde.« Theoretisch kann sie ganz kurze

Distanzen noch zu Fuß bewältigen. »Das

traue ich mich aber nur in unserer barrierefreien

Wohnung, wo es überall etwas zum

Festhalten gibt und mir keine eiligen Passanten

entgegenkommen.« Draußen ist

Bärbel Stowasser inzwischen nur noch im

elektrischen Rolli unterwegs. Geschoben

werden wollte sie nie. »So viel Selbstbestimmtheit

muss sein!«

Aus ihrer Sicht haben sich die Bedingungen

in der Stadt für Menschen mit Handicap in

den letzten Jahren verbessert. »Früher

musste man Busse mit Rampen extra anfordern.

Inzwischen sind alle Fahrzeuge behindertengerecht

ausgerüstet.« Doch nicht

alles ist gut. Hohe Bordsteine, Geschäftseingänge

ohne Rampen, Bahnsteige ohne

Lift – es sind Dinge, die gesunde Menschen

kaum wahrnehmen, die für Bärbel Stowasser

bisweilen zu unüberwindlichen Hürden

werden. »Als behinderter Mensch kann

man in solchen Situationen schon mal in

Panik geraten. Und es betrifft ja nicht nur

mich, Senioren, Blinde oder Mütter mit

Kinderwagen haben es genauso schwer.

Aber Selbstmitleid liegt mir nicht. Ich suche

dann das freundliche Gespräch mit den

Verantwortlichen oder überlege mir eine

Alternative – wenn die Aufzüge am Lüner

Bahnhof nicht zuverlässig funktionieren,

dann fährt man eben immer ab Dortmund

in den Urlaub.«

Eins ist klar: Bärbel Stowasser will auf

nichts verzichten, wenn es nicht unbedingt

sein muss. »Früher blieben Behinderte zu

Hause oder wurden einmal am Tag ums

Haus geschoben. Heute dürfen wir uns zeigen!

Und ich sage mir: Was soll schon pas-

Bärbel Stowasser

sieren?« Zum Glück seien viele Menschen

sehr hilfsbereit. »Als wir nach dem Lichterfest

von Dortmund nach Lünen fahren

wollten, strömten tausende Menschen zur

U-Bahn, es war ein fürchterliches Gedränge.

Da tauchten plötzlich diese kantigen,

zwei Meter großen Rockertypen auf und

haben den Eingang zur Bahn blockiert, so

dass ich ganz in Ruhe vor allen anderen

einsteigen konnte.« Manchmal wünscht

Vital leben in Lünen

sich die Lünerin dennoch mehr Verständnis

und weniger Bürokratie, vor allem im

Hinblick auf die Bewilligung von Hilfsmitteln

und Reha-Maßnahmen. »Solange man

in der Lage ist, am Leben teilzunehmen,

sollte man dabei bestmöglich unterstützt

werden, selbst wenn dies größere Anstrengungen

und höhere Kosten bedeutet! Hier

geht es nicht um Luxus, sondern um Selbstständigkeit!«

7


8

Vital leben in Lünen

Vital leben!

8. Lüner Senioren- und Behindertenmesse

Arbeiten. Mit der Familie in den Urlaub fahren. Sport machen. Bei schönem Wetter mal ganz spontan

zu Fuß in die Stadt. Und wenn es regnet, nimmt man eben das Auto oder den Bus …

Viele Dinge, die dem jungen, gesunden Menschen selbstverständlich

erscheinen, sind für betagte oder von einem Handicap betroffene

Menschen alles andere als das. Zwar ermöglichen spezielle

Freizeitangebote, schwellenfrei gestaltete Lebensräume sowie

ausgefeilte technische Hilfsmittel heute ein selbstständigeres Leben

als noch vor einigen Jahren, gleichzeitig existieren im Alltag

aber immer noch viel zu viele unnötige Hürden. Dazu kommt die

Herausforderung, sich im Wust der Möglichkeiten die passende

Unterstützung herauszupicken – und sie sich leisten zu können.

Einen Überblick verschafft die Lüner Senioren- und Behindertenmesse.

Unter dem Motto ›Vital leben‹ lädt die Stadt Lünen am 18.

und 19. August interessierte Besucher in den Hansesaal und die

Rundsporthalle ein.

Es ist die achte Messe dieser

Art, die von der Stadt gemeinsam

mit dem Seniorenbeirat

und dem Behindertenbeirat

veranstaltet wird. Was vor

vielen Jahren als kleine Informationsveranstaltungbegann,

hat sich inzwischen zu

einem echten Publikumsmagneten

entwickelt. Insgesamt

beteiligen sich rund 80 Aussteller,

darunter Anbieter aus

den Sparten Gesundheit, Reisen,

Wohnen und Pflege ebenso

wie Selbsthilfegruppen und

Vereine. Wie schon in den vergangenen

Jahren, stehen zudem

Vorträge und Forumsveranstaltungen

zu unterschiedlichen

Fachthemen auf der

Tagesordnung. »Speziell die

›berufliche Inklusion‹ (am

Samstag um 15.15 Uhr) liegt dem Behindertenbeirat besonders

am Herzen«, so Elisabeth Grieseler-Middendorf von der Stadt Lünen.

»Es wird diskutiert werden, wie Inklusion funktionieren

kann, wie die rechtliche Situation aussieht, welche Möglichkeiten

Menschen mit Behinderung im Arbeitsleben haben und wo sie

Unterstützung erhalten. Betroffene sollen ebenso zu Wort kommen

wie Fachleute und Behörden.« Am Sonntag geht es zum Beispiel

um Sport bei Diabetes, Herzklappen- und Augenerkrankungen.

Darüber hinaus wartet die Messe traditionsgemäß mit einem bunten

Unterhaltungsprogramm auf. Für die musikalische Untermalung

sorgen u. a. das Querflötentrio ›Pustefix‹, die Subecker Spatzen

und die fidelen Freunde – Mitsingen erwünscht! Das ganze

Wochenende sind Spaßmacher Axel Thiemann sowie Wilfried Ludin

mit seiner Drehorgel auf dem Gelände unterwegs. Agile Besucher

kommen bei Gymnastik, Sitztanz oder dem Schnupperkurs

›Nordic Walking‹ ins Schwitzen. Am Sonntag wird es zum Abschluss

dann noch einmal nostalgisch: Um 15.30 Uhr endet die

Senioren- und Behindertenmesse 2012 mit einer großen Heinz-

Erhard-Revue im Hansesaal.

8. Senioren- und Behindertenmesse

18. und 19. August

Hansesaal und Rundsporthalle Lünen

www.senioren-behindertenmesse-luenen.de


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1965 war die Einrichtung die erste ihrer

Art in Brambauer. Man hatte sie als

›Wohndorf‹ mit integriertem Altenkrankenheim

und Pflegebereich konzipiert,

was den Bewohnern ein weitgehend

selbstständiges Leben ermöglichte. »Die

Senioren waren damals viel fitter als heute«,

weiß Einrichtungsleiter Peter Boeckel.

»Das waren ehemalige ›Malocher‹

zwischen 65 und 70, die Schwierigkeiten

hatten ohne Ehefrau zurechtzukommen

und bei uns ihre Wäsche gewaschen und

ihr Essen gekocht bekamen.« Dieses Bild

hat sich inzwischen gewandelt. Die meisten

Menschen möchten so lange wie möglich

in den eigenen vier Wänden wohnen.

Wer heute in ein Seniorenheim zieht, ist

im Durchschnitt über 85 Jahre alt und

pflegebedürftig. AWO-Bezirksgeschäftsführer

Wolfgang Altenbernd: »Hier heißt

es umdenken, neue Konzepte verwirklichen

und veränderte Angebote unterbreiten!«

Die Kosten für die über zwei Jahre bei laufendem

Betrieb durchgeführten Sanierungsmaßnahmen

beliefen sich auf rund

7,5 Millionen Euro, die Deutsche Fernsehlotterie

unterstützte das Projekt mit Stiftungsgeldern

in Höhe von 96.000 Euro.

Drei Trakte des ehemaligen Wohndorfes

wurden baulich zusammengefasst, so dass

Mitarbeiter und Bewohner künftig trockenen

Fußes zwischen den Häusern wechseln

können. In zwei Komplexen wurden

seniorengerechte Wohnungen eingerichtet.

Ein weiterer wichtiger Schritt war die

Reduzierung der zuletzt 186 Plätze auf

126, davon 84 in Einzel- und 21 in

Zweibettzimmern. Gemäß den Anforderungen

des Wohn- und Teilhabegesetzes

NRW für 2018 stehen somit 80

Prozent Einzelzimmer zur Verfügung.

Denselben Auflagen entsprechend

wurde das ganze Haus barrierefrei

umgerüstet und mit dezentralen

Speise- und Aufenthaltsräumen sowie

modernster Brandschutztechnik

und Wärmedämmung versehen.

Herzstück der Einrichtung ist ein

neuer Tagesbetreuungsbereich für

Menschen mit Demenz. Ȇber 50

Prozent unserer Bewohner leiden an

einer dementiellen Erkrankung«, so

Wolfgang Altenbernd. »Durch die

neue Tagesstruktur kann jeder, der

bei uns einzieht, sein vertrautes Zimmer

behalten, egal welche gesund-

Vital leben in Lünen

AWO Seniorenzentrum Minister Achenbach

Vom ›Malocher-Dorf‹ zum modernen

Seniorenzentrum

Farblich abgestimmte Aufenthaltsbereiche, Fotostrecken mit historischen Motiven aus Brambauer, duftende

Sinnesgärten, in denen jetzt im Juli die ersten kleinen Äpfel wachsen … Der Gang durch das frisch

sanierte AWO Seniorenzentrum Minister Achenbach überzeugt: Hier hat sich jemand wirklich Gedanken

gemacht!

Der Nostalgieherd weckt Erinnerungen.

Peter Boeckel kümmert sich um die Apfelbäume. Wolfgang Altenbernd bei der ›Wiedereröffnung‹

heitlichen Beeinträchtigungen später eintreten

mögen.«

Die öffentlichen Bereiche wurden nach

den Wünschen der Bewohner mit nostalgischen

Möbeln ausgestattet. Wie in den

meisten der AWO Seniorenzentren im

westlichen Westfalen dient ein thematischer

roter Faden der Orientierung. Verschiedene

Motive zeigen Lebensbereiche

zwischen Arbeit, Freizeit und Sport im historischen

Brambauer, angefangen von der

Einschulung über lokale Berühmtheiten

bis hin zu Themen wie Straßenbahn, Reiten

oder Musik. Abwechslung bieten auch

die fünf neu angelegten Gärten mit einer

Vielfalt an Obststräuchern, Bäumen und

Kräutern. »Sobald sich die Sonne zeigt, sitzen

unsere Senioren draußen an der frischen

Luft«, lächelt Peter Boeckel. »Dann

wird auch gerne mal von den Erdbeeren

genascht!«

AWO Seniorenzentrum

Minister Achenbach

Hermann-Schmälzger-Str. 5-19

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Tel. 02 31 / 8 78 31

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Vital leben in Lünen

Selbstbestimmt im Alter leben

der Caritasverband Lünen unterstützt dabei

Ein Blick auf die Internetpräsenz des Verbandes

macht es deutlich – das Angebot

für ältere Menschen ist wirklich groß. Reisen

für Menschen im besten Alter mit speziellen

Angeboten z. B. für Menschen nach

Partnerverlust, der Mahlzeitendienst, der

für eine ausgewogene, seniorengerechte Ernährung

sorgt und auch Sonderkostformen

für Diabetiker oder pürierte und natriumverminderte

Menüs anbietet, der Hausnotruf,

der die Sicherheit für ein sorgenfreies

Leben in der gewohnten Umgebung liefert

oder die Leistungen der ambulanten Pflege.

»Aus einer Vielzahl von Angeboten

kann das individuelle Leistungspaket geschnürt

werden«, erläutert Vera Ketteler,

zuständig beim Caritasverband für den Be-

reich der ambulanten Pflege. »Die Körperpflege,

die Verbesserung der Mobilität oder

die Durchführung ärztlicher Verordnungen

oder Medikamentengabe gehören ebenso zu

unserem Angebot wie die Betreuung demenziell

erkrankter Menschen, die Beratung

pflegender Angehöriger, oder die hauswirtschaftlichen

Hilfen.«

»Und wer den eigenen Haushalt in altengerechten

und barrierefreien Wohnungen

eigenständig weiterführen und den Tagesablauf

ganz nach den eigenen Bedürfnisses

gestalten will, kann dies in einer der

fünf vom Caritasverband betreuten Service-Wohnanlagen

tun«, erläutert Hans-

Peter Benstein.

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Selbstbestimmt und sorgenfrei im Alter leben ist der Wunsch aller Menschen. Aber ist das so einfach

möglich? »Ich denke schon«, betont Hans-Peter Benstein, Geschäftsführer des ›Caritasverband Lünen

e.V.‹. »Die Sorge um alte, kranke und behinderte Menschen ist nach wie vor eine vorrangige Aufgabe der

Caritas. Dieser Aufgabe stellen wir uns und sind mit unseren vielfältigen, miteinander kombinierbaren

Diensten und Einrichtungen, insbesondere für alte und pflegebedürftige Menschen, in den Städten Lünen,

Selm und Werne ein Garant für ein möglichst sorgenfreies und selbstbestimmtes Leben im Alter«,

so der Geschäftsführer weiter.

Die Kurzzeitpflege St. Elisabeth wird von

alten und pflegebedürftigen Menschen

gerne besucht. Sei es bei Verhinderung der

eigenen Pflegeperson oder um einfach nur

in dieser wundervoll gelegenen Jugendstilvilla

mit ihrem parkähnlichen Garten ein

paar Tage Urlaub zu machen. »Eine frühzeitige

Buchung empfiehlt sich. Doch auch

bei kurzfristigem Platzbedarf sollte ruhig

angefragt werden«, weiß Christine Czapla,

zuständig für die Belegung des Hauses.

Mit den Altenhilfeeinrichtungen St. Norbert

in Lünen und St. Josef in Selm rundet

der Caritasverband sein Angebot im stationären

Bereich ab.

»Es existiert ein tragfähiges Netz verschiedener,

sich ergänzender Angebote. Besonders

wertvoll sind dabei unsere langjährige

Erfahrung sowie unsere motivierten

und qualifizierten Mitarbeiterinnen und

Mitarbeiter, die täglich ihren Beitrag dazu

leisten, älteren und pflegebedürftigen

Menschen ein selbstbestimmtes Leben zu

ermöglichen«, so Hans-Peter Benstein.

Caritasverband Lünen e. V.

Graf-Adolf-Str. 23 · 44534 Lünen

Tel. 0 23 06 / 70 04-0

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Vita im FAZ

Zwischen Sport und Medizin

Im Oktober 2011 hat die Praxis für Reha-Sport und Physiotherapie

– eine von sieben Vita-Filialen in ganz NRW – im Facharztzentrum

Mersch eröffnet. Der vom Lüner Bauverein errichtete

barrierefreie Komplex bündelt verschiedene Angebote aus dem

Gesundheitssektor unter einem Dach. Einige wenige Flächen sind

noch zu vergeben.

Auf den ersten Blick wirkt ›Vita‹ wie ein Fitnessstudio – es ist

aber keins! »Bei uns werden Sie von qualifizierten Physiotherapeuten

individuell betreut«, erklärt Martin Dzeik, Geschäftsführer

der Vita Konzept GmbH. »Die meisten unserer Kunden kommen

auf ärztliche Verordnung, z. B. bei chronischen Rückenleiden,

Hüftschäden, Knieproblemen, nach Verletzungen oder bei

Diabetes.« Bewusst habe man sich in einem Ärztehaus niedergelassen.

»Wir sehen uns als Bindeglied zur medizinischen Versorgung,

wollen Sport und Medizin zusammenbringen. Der enge

Kontakt zu den ansässigen Medizinern ermöglicht ein interdisziplinäres

Arbeiten, die Kunden profitieren darüber hinaus von

kurzen Wegen. Ziel ist es, ihnen gesunde Bewegung und Ernährung

nahezubringen, so dass sie diese eigenverantwortlich in ihren

Alltag integrieren!«

Vital leben in Lünen 11

Arthrose, Diabetes, ›Rücken‹ … Die Liste der sogenannten Volkskrankheiten wird immer länger. »Das

liegt daran, dass unsere Welt nicht mehr artgerecht ist«, weiß Gesundheitsberater Astin von der ›Vita

Gesundheit‹. »Eigentlich sollten wir jagen und auf Bäume klettern. Stattdessen verlassen wir uns auf

Rolltreppen, Aufzüge und Autos!«

Auszeit von der Bühne: Musiker Christoph John

Physiotherapeut Mehmet Ercan hilft einer Kundin an der Kniepresse.

Die Experten wissen: Die Spritze vom Arzt kann einem Patienten

kurzfristig Linderung verschaffen. Für den langfristigen Erfolg

ist jedoch eine gezielte Ursachenbekämpfung notwendig. Als

erster Schritt steht daher das Gespräch mit einem Vita-Gesundheitsberater

auf dem Programm. »Wir optimieren für Sie nicht

nur die medizinisch-sportliche, sondern auch die finanzielle Seite«,

erklärt Astin. »Da wir uns mit Rezepten und Verordnungen

auskennen, können wir Ihnen eine sinnvolle Kombination aus Eigen-

und Kassenleistungen empfehlen.« Nach diversen Kraft- und

Bewegungstests wird ein maßgeschneiderter Therapie- bzw. Trainingsplan

erarbeitet, bei Bedarf inklusive Ernährungsberatung.

»Jeder Mensch hat eine eigene Physiognomie«, so der Gesundheitsberater.

»Zudem ist es ein großer Unterschied, ob Sie fünf

oder 50 Kilo abnehmen, ob Sie Muskeln nach einer OP aufbauen

oder im Alter Sturzprophylaxe betreiben wollen.«

Das vom Lüner Bauverein errichtete FAZ bündelt Angebote aus dem Gesundheitssektor

unter einem Dach.

Im Gerätebereich können ganz gezielt bestimmte Muskeln therapiert

werden – unter physiotherapeutischer Aufsicht, versteht

sich. »Wenn man was falsch macht, stehen die immer direkt hinter

einem«, scherzt Stammkunde Siegfried Budde. Er hat durch

eine Ernährungsumstellung 45 Kilo abgenommen und wurde von

seinem Arzt hergeschickt, um seine körperliche Konstitution zu

verbessern. »Ich bin begeistert, habe keine Rücken- und Knieschmerzen

mehr!« Gleich nebenan befindet sich der große, helle

Raum für den Reha-Sport. »Dahinter verbergen sich Gruppenangebote

zur Stärkung der allgemeinen Fitness«, erläutert Martin

Dzeik. Spezielle Fälle wie Christoph John erhalten bei ›Vita‹ eine

krankengymnastische Einzelbehandlung. Der freiberufliche Musiker

und Leiter einer Musikschule in Lünen hat durch seinen Job

mit Haltungsschäden zu kämpfen. »Durch Bewegung und Physiotherapie

sind meine Nackenschmerzen fast verschwunden!«

Vita Gesundheit im FAZ

Merschstr. 20 · 44534 Lünen

Tel. 0 23 06 / 9 10 34 30 · www.vita-luenen.de


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Vital leben in Lünen

Haus der Begegnungen

In einer modernen Zeit, in der die traditionelle Großfamilie höchstens

noch in den Erinnerungen der Älteren existiert, will das Deutsche

Rote Kreuz Brücken zwischen den Generationen bauen. Anfang

Juli zog das komplette Team aus der Von-Wieck-Straße in das frisch

renovierte DRK Begegnungszentrum am Spormecker Platz 1a.

Hier möchte das DRK Lünen, bis auf die

Rettungswache, alle seine Dienste und Aktivitäten

unter einem Dach bündeln. Das

neue Haus beherbergt die Verwaltung, den

Pflegedienst mit den gesamten ergänzenden

Diensten und das Ehrenamt.

Seit Januar 2012 ist das DRK- Zentrum eines

von 450 anerkannten Mehrgenerationenhäusern

in ganz Deutschland. Gefördert

wird dieses Projekt aus Mitteln des

europäischen Sozialfonds und durch das

Bundesfamilienministerium. Auch der

Kreis Unna und die Stadt Lünen begrüßen

das Vorhaben.

Ziel des Mehrgenerationenhauses ist es,

Alt und Jung einander näher zu bringen.

»Die Jungen können von den Alten lernen

und umgekehrt: Vielleicht zeigt der Jugendliche

dem älteren Herrn, wie man eine

E-Mail verschickt. Und der ältere Herr

kann dem Jugendlichen im Austausch einen

guten Tipp für seine Bewerbung geben«,

so Dr. Wilfried Lange, Vorstand des

DRK Lünen.

Geplant ist es, die bereits bestehenden

Aktivitäten weiter auszubauen und zu erweitern.

So sollen z. B. Frühstücktreffs,

Mittagstisch, bunte Nachmittage, Computerkurse,

Seniorengymnastik sowie spezielle

Angebote für Menschen mit Demenz

und ihre Familien stattfinden.

Derzeit werden ein Café, ein Kleidershop,

ein Internetcafé sowie zwei Multifunktionsräume

in dem barrierefreien Gebäude

eingerichtet. Möglich wird diese Angebotsvielfalt

durch das Engagement zahlreicher

ehrenamtlicher Mitarbeiter. »Wir suchen

ständig Menschen, die uns helfen und sich

vielleicht sogar mit eigenen Ideen einbringen

wollen«, so Karin Röttgers, die

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Freiwilligenkoordinatorin des DRK (Tel.

0 23 06 / 30 611 280). »Sie singen gerne

und möchten einen Chor gründen? Nichts

lieber als das!« Das Generationenprinzip

wird vom DRK übrigens auch in den eigenen

Reihen gelebt. Ab Sommer 2012 werden

2 Bufdis (Bundesfreiwilligendienstler)

das Team unterstützen.

Deutsches Rotes Kreuz

Kreisverband Lünen e.V.

Spormecker Platz 1a · 44532 Lünen

Tel. 0 23 06 / 30 611-0 · www.drk-luenen.de


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BIT: Es lebe die Praxis!

»Zur 16. Ausgabe erwarten wir rund 3.000 Schüler der Stufen

neun und zehn«, erzählt Organisatorin Monika Lewek-Althoff.

100 Aussteller aus allen Branchen bieten Hilfe bei der beruflichen

Orientierung und beantworten Fragen rund um Zugangsvoraussetzungen,

Praktikumsstellen und Ausbildungsplätze. »Ziel ist es,

den eigenen Berufswunsch zu verfestigen, aber auch Alternativen

kennenzulernen«, so Monika Lewek-Althoff. »Manche Schüler

kennen nur zehn Ausbildungsberufe, dabei entstehen ständig

neue Berufsbilder!« Man sei daher bemüht, neben den alteingesessenen

Lüner Unternehmen, die den BIT von Anfang an begleiten,

immer neue Betriebe mit ins Boot zu holen. »Und natürlich möchten

wir auch die Eltern informieren, schließlich sind sie die wichtigsten

Ansprechpartner ihrer Kinder!«

Rund 150 verschiedene Berufe werden im Hansesaal präsentiert,

die teilnehmenden Firmen stammen aus dem ganzen Bundesgebiet.

»In Lünen haben wir pro Jahr ca. 1.000 Schulabgänger, die

unmöglich alle auf dem lokalen Ausbildungsmarkt untergebracht

werden können. Allerdings fühlen wir uns als Stadt dazu verpflichtet,

diese jungen Menschen auf ihrem Weg in die Zukunft

zu unterstützen. Und auch für die Unternehmen ist die Messe eine

wichtige Plattform, um sich vorzustellen und erste Kontakte

zu knüpfen: In den letzten 16 Jahren sind so schon viele Praktikums-

oder sogar Ausbildungsstellen

besetzt worden.«

Klarheit über die eigenen

Stärken bringen die zahlreichen

berufsspezifischen

Mitmachangebote: Hier

können die Schüler Motoren

auseinandernehmen,

zahnmedizinische Untersuchungen

am Phantomkopf

durchführen, Glühbirnen

zum Leuchten bringen

und eben alles ausprobieren,

was später in der Ausbildung

von ihnen erwartet

werden könnte. Es gibt ein

Ausbildung 13

Welche Optionen hält das Leben für mich bereit? Was kann ich – und will ich das überhaupt? Fragen,

die junge Menschen auf der Schwelle zum Berufsleben ganz schön ins Schwitzen bringen können. Eine

Patentantwort gibt es nicht, dafür eine Vielzahl von Möglichkeiten. Licht ins Dunkel des Ausbildungsdschungels

bringt der Berufsinformationstag (BIT) am 26. September im Hansesaal.

Das Organisationsteam der Stadt rund um

Monika Lewek-Althoff (li)

Quiz, Probe-Einstellungstests und

ein Aktivtraining. Im ›Schüler Labor‹

werden spannende Experimente

durchgeführt und auch im ›Labyrinth

der Berufe‹ erleben die

Teilnehmer Praxis pur!

Wichtige Neuerung: Angesichts der

doppelten Abi-Jahrgänge 2013 gibt

es in diesem Jahr erstmals eine Extraveranstaltung

für Gymnasiasten.

Beim BITabi präsentieren sich am

28. September im Rathaus Hochschulen, Universitäten und Firmen

mit Angeboten für Abiturienten. Parallel findet die ›Nacht

der Ausbildung‹ statt, bei der lokale Unternehmen ihre Tore für

interessierte junge Leute öffnen.

BIT am 26.09., 8.30–14.30 Uhr, im Hansesaal

BITabi am 28.09., 16–19 Uhr, im Rathaus-Foyer

Nacht der Ausbildung am 28.9., 18–23 Uhr

Shuttle-Bus, Treffpunkt Marktplatz


14

Ausbildung

Aurubis sucht Nachwuchs ...

... und investiert in die Erweiterung der Ausbildungskapazität

Nachwuchs gesucht – auch für 2013

Um einer Überalterung vorzubeugen und die Türen für die Zukunft

offen zu halten, investiert der weltweit größte Kupfer-Recycler

mit Sitz in Lünen schon seit einiger Zeit verstärkt in die

Nachwuchsförderung. »Die Erfahrung langjähriger Mitarbeiter

ist ein wertvolles Gut, gleichzeitig wollen wir uns weiterentwickeln,

offen für Neues sein.« Auch für 2013 werden wieder 15

neue Auszubildende gesucht – besonders gefragt sind junge Damen,

die sich für einen technischen Beruf begeistern! Um die Qualität

der Ausbildung auf Dauer sicherzustellen, wurde ein umfangreiches

Programm aufgestellt, das neben einer Erweiterung der

technischen und räumlichen Ausstattung auch eine verbesserte

Betreuung vorsieht.

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Befragt man die ältere Generation zu ihrem beruflichen Werdegang, schwärmen viele von ›ihrer‹ Firma,

bei der sie gelernt und ein Leben lang gearbeitet haben – gibt es diese Form von Loyalität zwischen Angestellten

und Arbeitgebern heute überhaupt noch? Es gibt sie!

»Der Großteil unserer Mitarbeiter bleibt uns bis zur Rente treu«, erzählt Thomas Reuß, Personalleiter

bei Aurubis. »Die Gründe? Wir bieten sichere Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen bei überdurchschnittlicher

Bezahlung sowie nicht zuletzt ein sehr freundschaftliches Klima: Das Unternehmen ist

wie eine große Familie!«

Rahmenbedingungen optimiert

Als erster Schritt wurde die Ausbildungsfläche innerhalb von sieben

Jahren auf 700 Quadratmeter verdoppelt. Aktuell sind die rund 50

Auszubildenden am Lüner Standort noch provisorisch in unterschiedlichen

Gebäuden untergebracht. Doch da die Zahl der Plätze

in den nächsten Jahren auf 60 Stellen in neun Berufen aufgestockt

werden soll, ist zusätzlich eine Erweiterung der Ausbildungskapazitäten

in Planung, wo die jungen Leute künftig konzentriert unter

einem Dach betreut werden können. Vier hauptamtliche Ausbilderinnen

und Ausbilder, 28 betriebliche Ausbildungsbeauftragte, deren

Ausbildungshelfer sowie die Mitarbeiter der Personalentwicklung

stehen den jungen Nachwuchskräften mit Rat und Tat zur

Seite. Und damit nicht genug! Um die Rahmenbedingungen weiter

Praxistag Perspektive Technik

InteressentInnen und ihre Eltern können das Unternehmen in diesem Sommer

bei verschiedenen Gelegenheiten kennenlernen, so zum Beispiel beim

›Praxistag Perspektive Technik‹ am 14.9. im Freiherr-vom-Stein Berufskolleg

in Werne oder beim Berufsinformationstag am 26.9. im Hansesaal. Darüber

hinaus wird am 28.9. erstmals eine Lüner Nacht der Ausbildung veranstaltet,

bei der vier Produktionsbetriebe (Aurubis, Caterpillar, Steag, Remondis) sowie

das Arbeitsamt und die Berufsberatung der Stadt Lünen ihre Pforten für

engagierte junge Berufsanwärter öffnen.


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zu optimieren, werden bis zum

Ausbildungsbeginn im August /

September eine moderne CNC-

Fräsmaschine und eine neue

Drehbank angeschafft sowie ergänzende

Ausbildungsbüros,

Pneumatik- und Programmierarbeitsplätze

und ein neuer EDV-

Schulungsraum eingerichtet.

Junge Kommunikation

Ein weiterer wichtiger Faktor,

der die Ausbildungsstruktur im

Lüner Recyclingcenter beeinflusst,

ist die Anpassung an die

veränderten Charakteristika

der Generationen! Ausbilderin

Jeannine Fuchs erläutert: »Jede

Generation hat ihre eigenen

Werte und ein spezifisches

Kommunikationsverhalten. Die

moderne ›Generation Y‹ (Jahrgänge

1981 bis 2000) ist durch

den Wandel der Technik und

Social Media wie Facebook oder

Youtube geprägt: Neuigkeiten

werden via Mail oder Internet

kommuniziert! Auch das Thema

›Familie und Beruf‹ wird

immer wichtiger. Dem allen

wollen wir Rechnung tragen,

indem wir Facebook als offizielles

Kommunikationsmittel nutzen

und die Vereinbarung von

Kindern und Karriere fördern.«

Nach der Ausbildung ist für die

jungen Kräfte bei Aurubis natürlich

nicht Schluss: Dann

steht das Thema Fortbildung

an, zum Beispiel in Form der

Meisterschule oder als berufsbegleitendes

Studium.

Übrigens: Aurubis investiert

nicht nur in die Aus- und Fortbildung.

Seit dem Jahr 2000 hat

der Lüner Kupferproduzent

rund 188 Millionen Euro zur

Hälfte in neue Technologien

und zur Hälfte in den Umweltschutz

gesteckt.

www.aurubis.com

www.facebook.com/Aurubis

Ausbildung 15


16

Ausbildung

Neigt sich die Schullaufbahn dem Ende zu,

weckt dies bei jungen Menschen nicht nur

Freude und Neugier auf das, was die Zukunft

bringt. Nicht selten ist dieser Lebensabschnitt

auch mit Unsicherheit und Zweifeln

verbunden, denn die Wahl für einen

Beruf und einen bestimmten Arbeitgeber

ist mit weitreichenden Entscheidungen verbunden.

Mit welchem Beruf erhöhen sich

meine Chancen auf dem Arbeitsmarkt?

Welche Branche bietet mir die besten Zukunftsperspektiven?

Welches Unternehmen

garantiert mir gute Entwicklungsmöglichkeiten?

Das sind nur einige wenige

Fragen, die sich junge Menschen stellen,

bevor sie sich um einen Ausbildungsplatz

bewerben. Es sind Attribute wie zukunftsweisend,

umweltfreundlich, nachhaltig, effizient

und international, die REMONDIS

bei jungen Menschen als einen attraktiven

Arbeitgeber erscheinen lassen und so starteten

alleine bei REMONDIS in Deutschland

in diesem Sommer 321 Berufsanfänger

in einem der 20 Ausbildungsberufe.

EURAWASSER zum vierten Mal

›TOP Ausbildungsbetrieb‹

Für REMONDIS stellen die Mitarbeiter

die Stärke des Unternehmens dar. Aus diesem

Grund bildet eine qualitativ hochwer-

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Beste Aussichten: Wasser- und

Kreislaufwirtschaft als Zukunftsbranche

GLOBALES WACHSTUM UND STEIGENDE AUSBILDUNGSZAHLEN

Fachkräftemangel durch demographischen Wandel? Nicht bei REMONDIS! Die Themen Nachhaltigkeit,

Effizienz und Ressourcenschonung sind heutzutage in aller Munde, so dass die Branchen Wasserund

Kreislaufwirtschaft sowie Logistik gerade auch bei jungen Menschen an Attraktivität hinzugewonnen

haben. Das Familienunternehmen mit Sitz in Lünen – einer der ›Hidden Champions‹ des deutschen

Mittelstands mit einem Jahresumsatz von rund 6,4 Milliarden Euro – setzt seinen weltweiten Wachstumskurs

fort. Dies untermauern auch die in diesem Jahr erneut angestiegenen Ausbildungszahlen innerhalb

der RETHMANN-Unternehmensgruppe, zu der REMONDIS gehört. Mit insgesamt mehr als 680

neuen Auszubildenden bei REMONDIS und den Schwesterunternehmen Rhenus und SARIA, steigt die

Zahl der Auszubildenden auf aktuell 1.914.

tige Ausbildung das Fundament für das

Heranwachsen von Nachwuchsführungskräften.

Bei REMONDIS geht es in der

Ausbildung nicht um Kaffee kochen oder

eintönige Projekte, sondern um abwechslungsreiche

Aufgaben und die Übernahme

von Verantwortung innerhalb des jeweiligen

Bereiches. So durfte EURAWASSER

Nord, eine REMONDIS-Tochtergesellschaft,

in diesem Jahr bereits zum vierten

Mal die Auszeichnung ›TOP Ausbildungsbetrieb‹

von der Industrie- und Handelskammer

zu Rostock entgegennehmen. Um

seine Ausbildungsoffensive noch weiter zu

forcieren, beteiligt sich REMONDIS an der


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in diesem Jahr erstmalig stattfindenden

›Nacht der Ausbildung in Lünen‹. Hier

bieten REMONDIS sowie weitere lokale

Ausbildungsbetriebe Schülern die Möglichkeit,

sich in den Unternehmen direkt

vor Ort über die Perspektiven, Vielfalt und

Zukunftschancen der Ausbildung zu informieren.

Dabei reichen die hervorragenden Perspektiven

bei REMONDIS weit über die

Grenzen Deutschlands hinaus. Jüngster

Coup der Lünener Recyclingspezialisten:

Mit dem Erwerb der ›Thiess Waste Management‹

auf dem fünften Kontinent

macht das Unternehmen einen Quantensprung

auf Platz 5 der australischen Entsorgungs-

und Recyclingunternehmen. Ob

in Deutschland, Polen, Russland, China,

Australien oder Neuseeland: REMONDIS

bietet jungen Menschen beste Berufsaussichten

in einem dynamisch wachsenden,

Ausbildung 17

Das Umwelt Kontrolllabor UCL hier im Lippewerk

weltweit tätigen Unternehmen, dass seine

Wurzeln in der Region und seine Tradition

dabei niemals vergisst.

www.remondis.de


18

Unternehmen

Gesucht: Taxifahrer mit Herz!

Von den Straßen im Raum Unna sind die

flotten Fahrzeuge mit dem markigen Herz-

Logo – ein Großraum-Wagen für bis zu

acht Personen, zwei VW Touran für bis zu

sieben Personen und fünf Taxen – nicht

Wir für Sie:

• 24 Stunden am Tag

• 365 Tage im Jahr

• Lünen und Umgebung

Lünen-Brambauer

0231 - 87 988

Lünen und Umgebung

0 23 06 - 75 32 66

Taxi und Mietwagen, Flughafentransfer, Großraumtaxi, Kurier-

und Eildienste, Krankenhaus-, Klinik-, Kur-,

Dialyse- und Eilfahrten

Elsa-Brändströmstr. 91 · 4436 Lünen-Brambauer

mehr wegzudenken. Neben Ehemann

Harry, der seit kurzem den

Posten des zweiten Geschäftsführers

innehat, gehören noch elf Fahrer

zur Crew rund um Chefin Helma

Neumann. Nun sucht der

Betrieb Verstärkung, festangestellt

oder als Aushilfe. Vorraussetzung

ist ein Personenbeförderungsschein

für den Kreis Unna.

Neben den gängigen Privatfahrten

werden Kurierdienste, Einkaufsfahrten

und Krankenfahrten übernommen,

zum Beispiel zur Dialyse, zum

Krankenhaus oder zur Reha-Klinik. Wer

nach einem feuchtfröhlichen Abend seinen

Wagen nicht mehr selbst chauffieren kann,

ruft einfach den Pilotdienst der Firma.

Dann rückt ein Zweierteam aus und sorgt

dafür, dass der Betreffende und sein Auto

sicher nach Hause kommen.

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Die Fahrgäste gemütlich von A nach B kutschieren, dabei vielleicht noch ein Gespräch über das Wetter

führen – so stellen sich viele Laien den Job des Taxifahrers vor. »Es ist aber viel mehr als das«, erklärt

Helma Neumann, Geschäftsführerin des Unternehmens ›Taxi mit Herz‹. »Als Taxifahrer sind Sie Psychologe

und Pfarrer in einem, Sie müssen zuhören, Trost spenden und Ratschläge erteilen können, vertrauenswürdig,

pflichtbewusst und hilfsbereit sein!«

Helma und Harry Neumann mit Anton Hisker (re),

der seit 20 Jahren Taxi fährt.

Ȁltere, kranke, aber auch alkoholisierte

Menschen werden von uns selbstverständlich

bis zu Haustür gebracht«, so Helma

Neumann. »Es ist unsere Pflicht, den

Fahrgast heil abzuliefern und daran halten

sich alle unsere Mitarbeiter.« Sie lächelt:

»Unser Anton ist besonders beliebt,

weil er den Damen die Einkaufstasche gerne

auch schon mal bis in den zweiten

Stock trägt. Natürlich sind wir zu solchen

Extraserviceleistungen nicht verpflichtet.

Andererseits muss man sich die Zeit

manchmal eben einfach nehmen!«

Taxi mit Herz

Elsa Braändströmstr. 91

44536 Lünen-Brambauer

Tel. 02 31 / 8 79 88

Tel. 0 23 06 / 75 32 66


Aktiv auf vier Pfoten

Zehn Hunde unterschiedlichster Rassen

tummeln sich auf dem Platz im Gewerbegebiet

Achenbach. Da überrascht es uns

doch ein wenig, dass kaum gebellt und

überhaupt nicht geknurrt wird. Wo das Auge

hinschaut: ausgeglichene Vierbeiner.

»Die Zauberworte heißen Lob und Konsequenz«,

erklärt Siegmund Boenki, Vorsitzender

der Lüner Hundefreunde. »Tiere,

die frühzeitig Vertrauen aufbauen und mit

Artgenossen in Kontakt kommen, sind ohnehin

viel relaxter als andere. Allerdings

bedarf es klarer Regeln: Der Hund soll den

Menschen als Leitperson anerkennen!«

Spielerisch wird darauf schon in der Welpen-Gruppe

hingearbeitet. Er schmunzelt:

»Wenn ein Hund erstmal damit anfängt,

sich kleine Frechheiten herauszunehmen,

ist es meist nicht leicht, ihm das wieder

auszutreiben. Daher sollte man so früh wie

möglich klarstellen, wer der Chef ist.«

Tierisches 19

Ganz schön heiß heute! Eigentlich ist Anton ein echter ›Familientyp‹, der immer und überall dabei sein

will. Doch bei Temperaturen um 30 Grad sucht sich der Eurasier mit dem dicken braunen Fell erst einmal

ein ruhiges Schattenplätzchen. Dagegen gibt es für Marla kein Halten mehr: Wie der Blitz fegt die

Border Collie Mischlingsdame durch den Parcours, den Blick aufmerksam in Richtung ›Frauchen‹ gerichtet.

Den Spaß wollen sich Dackel Freddy und die kleine Havaneser-Hündin Lotti nicht entgehen lassen!

Xara ist vielleicht nicht mehr ganz so flott dabei, doch für ein Leckerchen von Hundeführerin Birgit

Schreiber lässt sich die ›Seniorin‹ der Gruppe gerne zu persönlichen Höchstleistungen motivieren.

Gabriela Schwering trainiert mit Border Collie Marla

Kleiner weißer Wirbelwind: Havaneser Lotti mit Pia

und Frauchen

Anton ist eher der gemütliche Typ. Aber beim Activity-Training

mit Stephanie Lederle gibt es auch für

den Eurasier kein Halten mehr.

Dann gebe es später auch keine Probleme

mit Fahrradfahrern oder anderen Hunden.

Die Ausbildung der Hundefreunde soll beide

– den Menschen und seinen ›besten

Freund‹ – für solche alltäglichen Situationen

fit machen. Wer die Körpersprache der

Tiere richtig zu deuten vermag, ist hier

klar im Vorteil. »Schwanzwedeln beispielsweise

signalisiert entgegen der landläufigen

Meinung nicht zwangsläufig Freude,

sondern ist allgemein als Zeichen der Erregung

zu verstehen«, weiß Birgit Schreiber,

Besitzerin von Xara. »Um mehr zu erfahren,

muss man auch die Stellung von Ohren

und Lefzen berücksichtigen.«

Dackel Freddy liebt Tunnel.

Eine hervorragende Möglichkeit, Kommandos

spielerisch zu trainieren und die

Bindung zwischen Tier und Mensch zu

stärken, bietet das Activity-Training. Nach

einer kurzen Aufwärmphase wird der Parcours

mit Hürden, Slalom-Hütchen, Tunneln

und Ringen eröffnet. Im Unterschied

zum Agility arbeiten die Hunde nicht weitgehend

selbstständig, sondern werden von

ihren Besitzern frei geführt – das schweißt

im wahrsten Sinne des Wortes zusammen.

»Das Schöne ist, dass dieser Sport unabhängig

von Alter oder Rasse ausgeübt werden

kann«, so Trainerin Stephanie Lederle.

»Hütehunde wie Australian Shepherds

oder Border Collies gelten als besonders

geeignet, weil sie sehr lernbegierig sind

und sich austoben müssen – Radfahren allein

genügt da nicht. Doch Freude an der

Beschäftigung haben sie alle, selbst Dackel

oder Chihuahuas!«

Die Hundefreunde

Lünen und Umgebung e.V.

Zum Holzplatz 9 · 44536 Lünen

www.dhfev.de


20

Straßen in Lünen

Emsiges Handwerk, ›Mäötkes‹

und fette Schweine

Zur Geschichte der Marktstraße

Parallel zur Haupteinkaufszone Lange Straße führt die Marktstraße heute ein eher unauffälliges Dasein.

Dabei trug sie einst den stolzen Namen Königstraße und bildete mit vielen alteingesessenen Betrieben

ein kleines, aber feines Handwerks-Mekka im Herzen der Stadt!

Der erste (namenlose) Eintrag der Straße

findet sich 1760 in einem Plan über die Lager

der Preußischen Armee. 1874 taucht

sie erstmals als Königstraße in Unterlagen

der Baukommission auf. Der Name legt

nahe, dass es sich schon damals um einen

befestigten, mit Steinen gepflasterten Weg

gehandelt haben könnte: Die Königsstraßen,

von denen es in Westfalen gleich

mehrere gab, erhielten ihren Namen nämlich

nicht (nur) zu Ehren eines Herrschers,

es waren in der Regel Hauptverkehrsstraßen,

die staatlich gefördert wurden. Daher

ist anzunehmen, dass Fuhrwerke aus

Dortmund über die Lüner Königsstraße

ins Münsterland geleitet wurden. Ihr charakteristisches

Bild erlangte sie vor allem

durch den bunten Mix der ansässigen

Handwerksbetriebe. Vom Anstreicher

über den Blaufärber, Buchbinder, Lohgerber,

Maler, Metzger, Sattler, Schlosser,

Schneider und Schuster bis hin zum Zigarrenmacher

und Zimmermann tummelten

sich unterschiedlichste Branchen auf dem

geschäftigen Pflaster.

Ein berühmter, wenn nicht gar berüchtigter

Zeitgenosse war der Schlossermeister

Heinrich Habs, der Ende des 19. Jahrhun-

Im Bereich des ehemaligen Hertie-Kaufhauses

befand sich bis 1909 der Wortmannsche Gasthof.

derts im Fachwerkhaus mit der Nummer

fünf seine Geldschränke schmiedete. Da er

als Aufschneider galt, der großen Wert auf

die Anrede ›Geldschrankfabrikant‹ legte,

wurde er von seinen Nachbarn mit dem

Spitznamen ›Minister Habs‹ bedacht. Die

Qualität seiner Meisterstücke jedoch war

unbestritten. Zwei Exemplare befinden

sich heute im Lüner Stadtarchiv. Ein paar

Türen weiter, in dem Gebäude mit der

Hausnummer neun ließ Zigarrenmacher

Eberhard Rücker seine weit über die Grenzen

Lünens bekannten Tabakwaren anfertigen.

Bemerkenswert ist, dass er in sei-

Die Marktstraße im Jahr 1934

Die Marktstraße im Juli 2012


Dieses Bild von 1896 zeigt Friederike Waldschmidt

mit Tochter. Das alte Haus wurde 1945 durch Bomben

zerstört.

Herbstkirmes in der Marktstraße 1924

Auch das gab’s in Lünen: Um ein zum Abriss freigegebenes

Haus zu retten, wurde es kurzerhand besetzt.

nem Betrieb auch junge Damen beschäftigte,

was zu jener Zeit doch eher unüblich

war. Außerdem unterhielt er einen sogenannten

›Mäötkes-Verein, wo Schnaps in

kleinen Messingmaßen (Mäötkes) ausgeschenkt

wurde. An der Königstraße 44, in

Höhe der Marktstraße 7, hatte die Lohgerberei,

Stepperei und Lederhandlung Friedrich

Walschmidt ihren Sitz. Das Grundstück

der Familie, die zu den reichsten in

Lünen zählte, ging später durch Erbschaft

an den Schwiegersohn Karl Flume über.

Im Bereich des ehemaligen Hertie-Kaufhauses,

an der Ecke zur heutigen Goldstraße,

befand sich der renommierte Wortmannsche

Gasthof. Der Komplex beherbergte

eine Gastwirtschaft mit Kegelbahn

(damals eine absolute Rarität!), eine

Brauerei, eine Bäckerei, einen Kolonialladen

sowie ein fotografisches Atelier und

einen Ausspann für Pferdekutschen. Regelmäßig

fanden in der Wirtschaft Festlichkeiten

und Familienfeiern statt, man

traf sich zum traditionellen Pfefferpotthastessen

und künftige Rekruten hielten

ihren Musterungsball ab. Um 1900 erwarb

die Stadt das Fachwerkgebäude. 1905 wurde

hier die 1. Städtische Leihbücherei eingerichtet.

Auch diente das Haus von 1905

bis 1909 als Ausweichquartier für eine

Rektoratschule und ein Progymnasium.

Wie der unterrichtende Professor in einer

Festschrift beschreibt, konnte man aus

dem Klassenzimmer in einen kleinen Hinterhof

blicken, wo sich ein fettes Schwein

suhlte. Der Duft dieser Gruft habe die

Klassenzimmerluft aber nicht verdorben,

heißt es.

So emsig das Treiben in der Königstraße

tagsüber war, so gemütlich ging es hier am

Abend zu. Nach Ladenschluss sollen die

Sattlermeister Schmale und Grundmann

mit Tabakspfeife und Samtschlappen auf

einer Bank vor dem Haus Schmale gesessen

und sich auf Platt über das Geschäft

und die aktuellen Schweinepreise unterhalten

haben. Damals muss die Königstraße

mit ihren aneinandergelehnten Fachwerkhäusern

und zur Straße geneigten

Giebeln noch ein recht malerisches

Bild abgegeben haben. Später

jedoch begann man, die Fassaden

mit Zinkblechen zu beschlagen

oder nach dem Verputz

mit einem Anstrich zu versehen.

Da sich mit Beginn der Industrialisierung

auch immer mehr Kaufleute

neben den Handwerkern

niederließen, wurden einige Fachwerkhäuser

abgebrochen und an

ihrer Stelle mehrstöckige Backsteinbauten

errichtet. Andere

Zwei historische Geldschränke aus der

Fabrik des Schlossermeisters Habs stehen

heute im Stadtarchiv.

Straßen in Lünen 21

Früher bestimmten malerische Fachwerkhäuser

das Staßenbild.

mussten dem neuen Marktplatz weichen.

So wurde der Wortmannsche Hof im Jahr

1909 abgerissen – verschont blieb einzig eine

alte Kastanie, die mit einer Rundbank

umgeben wurde und sich in den Folgejahren

zu einem beliebten Bürgertreff entwickelte.

Weitere architektonische Schmuckstücke

sollten später den Bombenangriffen

im Zweiten Weltkrieg zum Opfer fallen.

Doch schon 1921, als die Königstraße auf

Vorschlag der sozialistischen Parteien SPD

und USPD in Marktstraße umbenannt

wurde, hatte sich das Straßenbild arg gewandelt.

Die charmanten alten Fachwerkhäuser

waren von gewöhnlichen Bauten,

die klassischen Pferdefuhrwerke von Automobilen

verdrängt worden. In den

1960er-Jahren hob man im Zuge der Verlegung

des Marktplatzes nach Norden einen

Teil der Marktstraße auf. 1985/86 wurde

die Straße verkehrsberuhigt ausgebaut

und 1992 vom Rat der Stadt zur Fußgängerzone

erklärt. Heute ist sie eine beliebte

Abkürzung für Passanten und Fahrradfahrer

auf ihrem Weg durch die Stadt!

Bildquellen historische Fotos Stadtarchiv


22

Foto: LVG/König

Ratgeber

Perfekt in Form!

Klare Formen, Kanten

und Ecken oder doch rund

und kugelig? Jetzt, nach

Ausreifen des Zuwachses,

ist der perfekte Zeitpunkt

für den Zuschnitt von Hecken,

Formgehölzen und

Figuren aus lebendigem

Grün. Wichtig: Ob Heckenschere,Rasenkantenschneider

oder auch

Buchsbaumschere – egal

welches Werkzeug Sie benutzen,

es sollte sauber

und scharf sein! Nichts ist

für den Schnitt schlimmer

als ein Schaden durch

schlechtes Werkzeug!

So klappt’s: Die Jahrestriebe

bis auf das alte Holz vom letzten Jahr kürzen. Klassische

Formen wie Kugeln und Pyramiden können durch Vorgabe von

Hilfslinien, die Sie sich in das Gehölz vorschneiden, perfekt gestutzt

werden. Sollte es in den ersten Tagen nach dem Schnitt zu

hoher Sonneneinstrahlung kommen,

empfiehlt sich unbedingt

ein Vlies, das die Gehölze vor einem

›Sonnenbrand‹ schützt.

Weitere Informationen

finden Sie unter

www.gaertner-in-nrw.de

SPIELtipp

aus der Redaktion

Würfeln und Zocken – Kosmos 2012 hat

den Brettspielklassiker ›Einfach Genial‹

als Würfelspiel herausgebracht. (9,99

Euro; ab 8 Jahren.) Die Version überzeugt

durch einfache Regeln und genialen

Spielspaß. Wer erwürfelt sich am geschicktesten

die passenden Symbole? Und

wer wagt noch einen weiteren Wurf, um sein

Ergebnis zu verbessern? Doch Vorsicht: Vielleicht gibt man den

Kontrahenten damit die perfekte Vorlage!

Klare Sicht!

Gerade in schwülen Hochsommern sind Autoscheiben häufig von

Insektenrückständen übersät. Werden sie nicht zeitnah entfernt,

so können sie sich als außerordentlich hartnäckig entpuppen. Geeignet

sind spezielle Insektenschwämme oder Mikrofasertücher,

als Geheimtipp gilt auch die gute alte Feinstrumpfhose.

Hilfreich bei trockenen Verhältnissen ist es, den Scheibenwischer

immer in Kombination mit der Scheibenwaschanlage zu betätigen.

Ansonsten könnten die Kanten des Wischergummis stumpf werden.

Die Folge ist, dass die Insekten über die Scheibe verschmiert

werden und die Sicht sich weiterhin verschlechtert. Allerdings sollten

Sie darauf achten, dass die Scheibenwaschanlage im Sommer

keine Reste von Frostschutzmitteln enthält, da ansonsten die Wischerblätter

austrocknen und porös werden können.

Tipp: Eingeweichte Zeitungen über Nacht auf die Windschutzscheibe

legen. Am nächsten Tag können die Insekten ganz einfach

gelöst werden, ohne das Glas zu verkratzen!

Grillen auf dem Balkon

Der Sommer geht in die heiße Phase, zumindest ›Grill-technisch‹

– zum Leidwesen mancher Nachbarn. Doch wie oft und auf welche

Weise dürfen wir grillen?

Wer in einem Mehrfamilienhaus in enger Nachbarschaft lebt, darf

nicht unbedingt beliebig oft auf seinem Balkon grillen. Laut dem

AG Bonn 1997 ist es erlaubt, von April bis September einmal monatlich

den Grill in Betrieb zu nehmen, wenn die Nachbarn 48

Stunden vorher informiert wurden. Allerdings ist das Grillen mit

einem offenen Holzkohlegrill laut eines Urteils des LG Düsseldorf

auf dem Balkon komplett

untersagt. Jedoch

kann ja auf einen Elektro-

oder Gasgrill zurückgegriffen

werden.

Tipp: Rechtzeitig informieren,Qualmbelästigung

vermeiden, auf

den Geräuschpegel achten

und die Schmidts

von nebenan ab und zu

mal einladen – dann

klappt’s auch mit dem

Nachbarn.

Foto: Sergej23 / pixelio.de

Foto: BettinaF; pixelio.de


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Die e-Bilanz oder ...

... warum der ›Bürokratieabbau‹ wieder mal auf der Strecke bleibt

Allgemeine Überlegungen

Die politischen Vertreter lassen so gut wie

keine Gelegenheit ungenutzt um zu betonen,

dass sie alles dafür tun, den Bürokratieabbau

weiter voranzutreiben. Insbesondere,

so lässt sich quer durch alle

politischen Lager vernehmen, gelte es, dies

im Interesse des Mittelstandes zu tun.

Wer sich allein die steuerrechtlichen Entwicklungen

der letzten Jahre ansieht, wird

jedoch Zweifel daran anmelden, ob diese

Ziele wirklich ernsthaft verfolgt bzw. mit

Nachdruck und dem Gespür dafür, was

den Mittelstand wirklich bewegt, umgesetzt

werden.

Eine in den Bescheiden zu den Berufsgenossenschaftsbeiträgen

›versteckte‹ Umlage

zum Insolvenzausfallgeld ist jedenfalls

ebenso wenig Ausdruck einer mittelstandsfreundlichen

Politik wie überbordende

Anforderungen an Fahrtenbücher

oder Pflichtveröffentlichungen im e-Handelsregister

von Jahresabschlüssen bei beschränkt

haftenden Rechtsformen mit der

Folge, dass jedermann Einsicht nehmen

kann. Da passt die Einführung der e-Bilanz

nur allzu gut ins Gesamtbild.

Die e-Bilanz

Durch das Steuerbürokratieabbaugesetz

2008 (der Name dieses Gesetzes wirkt fast

satirisch gewählt …) wurde die neue Vorschrift

des § 5b EStG eingeführt. Hierdurch

werden bilanzierende Unternehmen

verpflichtet, sowohl die (Handels-) Bilanz

als auch die Gewinn- und Verlustrechnung

in Form eines amtlich vorgegebenen Datensatzes

mittels Datenfernübertragung

an die Finanzverwaltung zu übermitteln.

Darüber hinaus ist entweder eine Überleitungsrechnung

zur (Handels-) Bilanz oder

alternativ eine gesonderte Steuerbilanz

mit steuerrechtlicher Gewinn- und Verlustrechnung

zu übermitteln.

Betroffen sind alle bilanzierenden Unternehmen

gleich welcher Rechtsform, Größe

und Branche und auch unabhängig davon,

ob die Bilanzierung sich aufgrund

einer rechtlichen Verpflichtung ergibt oder

ob diese rein freiwillig erfolgt.

Der zeitliche Rahmen

Laut Pressemitteilung des BMF vom

30.05.2012 wurde klargestellt, dass die e-

Bilanz ab dem Wirtschaftsjahr einzureichen

ist, das nach dem 31.12.2011 beginnt.

Jedoch gilt für das Erstjahr, also im Regelfall

das Wirtschaftsjahr 01.01.-31.12.2012,

eine so genannte Nichtbeanstandungsregelung,

wonach der Jahresabschluss für

dieses Jahr weiterhin in Papierform eingereicht

werden darf.

Vom Regelfall ausgehend, wonach das

Wirtschaftsjahr dem Kalenderjahr entspricht,

bedeutet dies, dass damit also erstmals

für das Wirtschaftsjahr 01.01.-

31.12.2013 zwingend die e-Bilanz

einzureichen ist und Deklarationen in Papierform

dann auch nicht mehr im Kulanzwege

anerkannt werden.

Hat der Unternehmer ein vom Kalenderjahr

abweichendes Wirtschaftsjahr, zum

Beispiel den Zeitraum 1. Oktober bis 30.

September, so muss er erstmals für das

Wirtschaftsjahr 01.10.2012–30.09.2013 die

e-Bilanz einreichen.

Die Auswirkungen der e-Bilanz

Die Fachwelt ist sich einig, dass es durch

die Einführung der e-Bilanz vermehrt zu

einer Art ›abgekürzter Betriebsprüfung

am Schreibtisch des Finanzamtes‹ kommen

wird.

Durch die fest vorgegebene Struktur der

Datensätze werden Plausibilitäts- und

Kalkulationskontrollen für die Finanzverwaltung

massiv vereinfacht. Innere und

äußere Betriebsvergleiche werden viel

leichter durchführbar, die Bilanz und Ge-

Ratgeber 23

von Steuerberater Dipl.-Finanzwirt Jürgen Skok, Partner bei Skok & von Bohlen, Steuerberater &

Rechtsanwalt, Lünen/Selm

Steuerberater Dipl.-Finw. (FH) Jürgen Skok

winn- und Verlustrechnung wird gewissermaßen

in ein reines Datenfeld umgewidmet.

Überhaupt nicht auszuschließen ist hierbei,

dass es durch dieses automatisierte

Verfahren zu einer Vielzahl von Fehlinterpretationen

bei der Datenanalyse im Finanzamt

kommt. Nicht wenige Steuerjuristen

fürchten hierbei, dass auch übereilt

und letztlich unbegründet Steuerstrafverfahren

eingeleitet werden könnten, da die

›datenfeldtechnische Sofortanalyse‹ unter

Umständen einen Anfangsverdacht auf

Steuerhinterziehung zur Folge hat, der

sich bei bedachter und umsichtiger Bearbeitung

einer Bilanz in Papierform überhaupt

nicht ergeben hätte.

Auch etwas weniger schwarz gemalt kann

heute niemand mit Gewissheit ausschließen,

dass nicht unzählige Betriebsprüfungen

anberaumt werden, weil die Auswertung

der e-Bilanz eine sachliche Prüfungswürdigkeit

ergab, die sich hinterher

als nicht gegeben herausstellt.

Zudem wird sich das Problem ergeben,

dass bereits ein Fehler bei der Datenübermittlung

die Rechtsfolge auslöst, dass die

e-Bilanz als nicht eingereicht gilt.

Der Ausblick

Die e-Bilanz kommt unausweichlich. Sie

wird für die Unternehmen zu höherem

Verwaltungsaufwand und damit zu höheren

Kosten führen. Der Mittelstand wird

auch dieser Herausforderung dadurch begegnen

müssen, dass er sich durch den Berufsstand

des Steuerberaters rechtzeitig

und professionell positioniert und vorbereitet.

Denn entgegen dem Volksmund ist

guter Rat nicht teuer. Schlechter Rat ist

unbezahlbar …

Die Kanzlei Skok & von Bohlen bietet neben der

allgemeinen Steuerberatung auch die Beratungsleistung

der Qualitätssicherung an. Frau

Dipl.-Finanzwirtin Andrea von Bohlen ist als

Steuerberaterin zusätzlich geprüfte zertifizierte

Risk-Managerin. Herr Dipl.-Finanzwirt Jürgen

Skok ist als Fachberater für Sanierung und

Insolvenzverwaltung (DStV e.V.) Experte in allen

Fragen der Unternehmenskrise und -sanierung.

Skok & von Bohlen

Steuerberater und Rechtsanwalt

Am Knick 8 · 44534 Lünen

Tel. 0 23 06 / 75 13 00

www.steuerberater-luenen.de


24

In der Stadt

Zu Besuch bei den ›High-Speed-Rettern‹

Blick hinter die Kulissen der neuen Feuerwache

Der Alarm verwandelt die neue Feuerwehrwache in einen betriebsamen Ameisenhaufen. Einsatzkräfte

wuseln auf dem Gelände umher, Funkgeräte rauschen, moderne Infoborde zeigen den aktuellen Stand

des Geschehens an. Dahinter steht ein ausgeklügeltes System, in dem jeder Einzelne genau weiß, was

zu tun ist. Innerhalb von einer Minute ist man bereit zum Ausrücken und schon brausen die rotgelben

Feuerwehrfahrzeuge unter Sirenengeheul über die Kupferstraße Richtung Innenstadt.

»Laut Brandschutzbedarfsplan müssen 90

% der Bevölkerung in maximal acht Minuten

erreicht werden«, erklärt der Leiter

der Lüner Feuerwehr, Alfred Krömer.

»Diese Frist konnten wir von unserem früheren

Standort an der Borker Straße aus

nicht immer einhalten. Zudem war das sanierungsbedürftige

Gebäude von 1964 mit

gerade einmal 3.300 Quadratmetern viel

zu klein für unseren Bedarf: Wir hatten

keine eigenen Parkplätze, so dass die Kameraden

bei einem Einsatz nicht wussten,

wo sie parken sollten, und im Winter sind

uns Geräte festgefroren, die mangels Lagerfläche

im Freien stehen mussten.«

Feuerwehrchef Alfred Krömer

Also ließ die Stadt für rund 13 Millionen

Euro einen Neubau an der Kupferstraße

errichten – eine ihrer größten Einzelinvestitionen

in den vergangenen drei Jahrzehnten.

Der 14.030 Quadratmeter große Komplex

beherbergt seit Juni die 72

hauptamtlichen Feuerwehrbeamten, die

Jugendfeuerwehr mit rund 45 Mitgliedern

sowie die 50 Kräfte des freiwilligen Löschzugs

I – letzterer hatte in der alten Wache

nur einen Kellerraum und eine Abstellkammer

zur Verfügung. Nun gibt es breite

Flure, großzügige Büro-, Schulungs- und

Waschräume (auch für die Damen!), einen

Fitnessraum, Werkstätten mit fortschrittlichster

Technik, überdachte Stellplätze

für 43 Spezialfahrzeuge etc. »In sämtlichen

Räumen befinden sich Lautsprecher«, so

Alfred Krömer und schmunzelt: »Selbst

wer gerade auf dem Klo sitzt, muss innerhalb

von einer Minute startklar sein!«

Eine Besonderheit der neuen Lüner Wache

ist, dass die ehrenamtlichen Kräfte in die

Arbeit der Hauptamtlichen eingebunden

werden. »Viele Feuerwehrleute gelangen

über das Ehrenamt in den Beruf und bleiben

danach zusätzlich Mitglied in einem

freiwilligen Löschzug«, erzählt der Feuerwehrchef,

der selbst aus einer alten ›Feuerwehrfamilie‹

stammt: Schon sein Urgroßvater

war Feuerwehrmann und

inzwischen sind auch zwei seiner drei Kinder

dabei. »Das ist kein Job wie jeder andere

– wer 24-Stunden-Schichtdienst in Kauf

nimmt oder sonntagnachmittags alles stehen

und liegen lässt, weil ein Notruf ein-

In der Einsatzzentrale behält Frank Gladis den

Überblick.

geht, muss seine Arbeit wirklich lieben.

Und er – oder sie – braucht eine Familie,

die das mitträgt.«

Wurde früher noch in erster Linie Feuer

gelöscht, gehören heute viele andere Aufgaben

zum Spektrum der Retter in den

blaugelben Uniformen, vom vorbeugenden

Brandschutz bei Bauplanungen und Großveranstaltungen

über technische Hilfsleistungen

bei Verkehrsunfällen, Hochwasser

oder Stürmen bis hin zur Rettung des Kanarienvogels

auf dem Baum. Doch eines

hat nach wie vor Tradition: Wenn Alarm

geschlagen wird, muss alles ganz schnell

gehen!

Am 13. September wird die neue Feuer- und Rettungswache

an der Kupferstraße mit einem Festakt

seiner offiziellen Bestimmung übergeben. Am

15. September öffnet der Neubau seine Tore zu einem

Tag der offenen Tür. Besucher können spannende

Highlights wie die Atemschutzübungsstrecke

oder die Schlauchwaschanlage besichtigen.

Vorbereitung ist alles: Christopher Krömer bei der

Schlauchwäsche.


Mais

das kulinarische Gold der Maya

Maislabyrinthe gehören zu diesen Dingen, die auf manche Menschen

eine magische Anziehungskraft ausüben. Als Kinder liebten

wir es, hier Verstecken zu spielen oder im Schatten zwischen den

hohen Pflanzen zu sitzen und junge Maiskolben abzuknabbern –

dass diese eigentlich als Tierfutter gedacht waren, tat unserem

Appetit keinen Abbruch. Einige besonders ansehnliche Exemplare

wurden eingesteckt und landeten am selben Abend auf dem

Grill bzw. in Butter und Salz gewälzt auf unseren Tellern. Ein königlicheres

Mahl konnten wir uns damals kaum vorstellen.

Vor allem in Afrika und Lateinamerika ist er noch heute das wichtigste

Grundnahrungsmittel. Kein Wunder, denn das goldgelbe

Sommergemüse ist eine echte Nährstoffbombe. Zudem steht es in

dem Ruf, sich positiv auf Psyche und Nerven auszuwirken und

die Gehirnleistung und Konzentrationsfähigkeit zu erhöhen.

Blickt man über den Tellerrand der Bundesrepublik hinaus, handelt

es sich um ein vielfältig eingesetztes Lebensmittel: Die Mexikaner

lieben ihre Tortillas genauso wie die Italiener ihre Polenta

(Maisgrieß). In Amerika wird das sogenannte ›türkische Korn‹ zu

Whisky, Maissuppe oder Corn-Bread verarbeitet. Popcorn, Cornflakes

und Erdnussflips sind wohl auf der ganzen Welt beliebt.

Und dann wäre da noch das Maiskeimöl, welches sich hervorragend

für Salatsaucen eignet.

All diese kulinarischen Leckereien haben wir den Indianern zu

verdanken! Mais wurde nämlich zuallererst von den Ureinwohnern

Nordamerikas angebaut, und zwar Jahrtausende bevor der

erste Europäer seinen Fuß auf den amerikanischen Kontinent

setzte. Glaubt man dem Schöpfungsmythos der Maya, haben die

Götter sogar den ersten Menschen aus Mais erschaffen. Forscher

verorten den Ursprung des zur Familie der Süßgräser gehörenden

Getreides im Süden Mexikos. Christoph Kolumbus, Seefahrer

im Auftrag der spanischen Krone, entdeckte die Pflanze um 1500

in der Karibik und brachte sie mit nach Europa. In Deutschland

wurde sie zunächst jedoch nur in klimatisch bevorzugten Gebieten

wie der Rheinregion oder Baden kultiviert. Inzwischen ist

Mais nach dem Weizen das meistgehandelte Getreide der Welt:

Jährlich werden auf einer Fläche von etwa 150 Millionen Hektar

über 750 Millionen Tonnen geerntet. Neben dem in Europa bekannten

gelben Mais gibt es übrigens auch rote und blaue Sorten.

Der größte Ernteanteil dient nach wie vor der Futtermittelgewinnung.

In einigen Industrieländern wird Mais zudem zur

Herstellung von Biokraftstoffen eingesetzt.

Kulinarisches 25

Wichtig zu wissen: Gentechnisch veränderte Sorten, die seit Ende

der 1990er-Jahre auch auf unseren Märkten angeboten werden,

müssen innerhalb der EU kenntlich gemacht werden.

Einfache Polenta

(ca. 4 Portionen)

250 g Maisgrieß

50 g Butter

1000 ml Brühe

1 Knoblauchzehe

1 Zwiebel

100 g Parmesan

Thymian, Muskat, Salz, Pfeffer

Olivenöl zum Braten

Thymianzweige zum Garnieren

Zwiebeln würfeln. Knoblauch fein hacken, beides in Butter anbraten,

Wasser aufgießen und mit den Gewürzen aufkochen lassen.

Maisgrieß einlaufen lassen und das Ganze fünf bis zehn Minuten

unter ständigem Rühren kochen. Vorsicht, brennt schnell

an!

Den Topf abdecken und rund 45 Minuten neben dem Herd ziehen

lassen. Anschließend Parmesan untermischen. Mit Salz und

Pfeffer abschmecken.

Vor dem Servieren mit Thymianzweigen garnieren.

Passt supergut zu einer mediterranen Gemüsepfanne!

Foto Andreas Kaiser, www.rezeptewiki.org


26

Kultur

BUCHtipps

aus der Redaktion

Tim Boltz

Nasenduscher

Goldmann

320 Seiten

8,99 Euro

Hatschi. Robert

Süßemilch leidet

zum ersten

Mal im Leben

unter einer Pollenallergie.

Um

den Frühblühern

der Großstadt

zu entkommen,

bucht

er eine Last-Minute-Kreuzfahrt.

Dummerweise muss seine Freundin Jana

auf Geschäftsreise, weshalb sich Robert allein

um den schwulen Kater von Janas

Chef kümmern muss, auf den er zu allem

Überfluss auch noch allergisch reagiert. Ist

dies das vorzeitige Ende der Kreuzfahrt

und Roberts pollenfreier Atemluft? Zumal

an Bord natürlich keine Haustiere erlaubt

sind – es sei denn, man ist sehbehindert

und nennt einen Blindenhund sein eigen.

Doch wer sagt eigentlich, dass ein Kater

diesen Job nicht genauso gut machen

kann? Robert lässt sich auf das gewagte

Spiel ein und reist im wahrsten Sinne des

Wortes als blinder Passagier. Klar, dass das

nicht gut gehen kann ...

Janet Evanovich

Zuckersüße

Todsünden

Goldmann

319 Seiten

8,99 Euro

Gerade hat Lizzy

das von ihrer

Tante geerbte

Häuschen in Salem

bezogen und

einen Job als

Konditormeisterin

angenommen,

da taucht der

mysteriöse Diesel

auf und bringt

ihr Leben durcheinander. Diesel glaubt

nämlich, dass Lizzy die Gabe besitzt, magische

Gegenstände aufzuspüren. Sie muss

ihm helfen, sieben Steine zu finden, die für

die sieben Todsünden stehen. Das könnte

einen entscheidenden Vorsprung gegenüber

Diesels Gegenspieler Wulf bedeuten

– der finstere Pläne verfolgt ...

Elizabeth Noble

Wo die Liebe zu Hause ist

Goldmann

477 Seiten · 9,99 Euro

Willkommen an New Yorks quirliger Upper

East Side! Hier leben im siebten Stock

eines hübschen Stadthauses die Engländer

Eve und Ed Gallagher, um im Land der unbegrenzten

Möglichkeiten neu anzufangen.

Die Kramers und die Schulmans aus

6A und 6B haben kaum miteinander zu

tun – bis Jason Kramer sich Hals über

Kopf in seine Nachbarin verliebt. Der verwöhnte

Jackson Grayling macht Emily aus

der 3A Avancen, und die schüchterne

Charlotte aus dem zweiten Stock hat ihr

Herz an den Portier verloren. Ein Haus

voller Sehnsüchte, Träume und Geheimnisse

– und wenn die ans Licht kommen,

bleibt nichts, wie es war ...

Colin Cotterill

Der Tote im Eisfach

Manhattan

284 Seiten · 17,99 Euro

Der 73-jährige Dr. Siri Paiboun, einziger

und querköpfiger Leichenbeschauer in Laos,

ist im Norden des Landes unterwegs,

als er plötzlich entführt wird. Doch man

will nicht sein Leben, sondern seine Hilfe

in einer äußerst mysteriösen Angelegen-

heit.Unterdessen hält Siris

Assistentin

Dtui in der

Hauptstadt

Vientiane die

Stellung.

Dummerweise

wurde im Leichenschauhausversehentlich

ein

Toter tiefgefroren,

der

auch nach

dem Auftauen

für Probleme

sorgt. In seinem

Bauch findet sich nämlich eine Handgranate,

die wohl für Dr. Siri gedacht war.

Und natürlich macht sich Dtui daran, der

Sache auf den Grund zu gehen ...

E.L. James

Shades of Gray (Geheimes Verlangen)

Goldmann

602 Seiten · 12,99 Euro

Sie ist 21, Literaturstudentin und in der

Liebe nicht allzu erfahren. Doch dann

lernt Ana Steele den reichen und ebenso

selbstbewussten wie attraktiven Unternehmer

Christian Grey kennen – und

möchte ihn eigentlich schnellstmöglich

wieder vergessen, denn die Begegnung mit

ihm hat sie zutiefst verwirrt. So sehr sie

sich aber darum bemüht: Sie kommt von

ihm nicht los. Denn Christian hat etwas in

ihr berührt, das sich seitdem nicht mehr

verdrängen lässt. Und als Christian einige

Zeit später wieder vor ihr steht, kann sie

nicht anders, als ihren Gefühlen nachzugeben.

Christian führt Ana ein in eine

dunkle, gefährliche Welt der Liebe – in eine

Welt, vor der sie zurückschreckt und die

sie doch mit unwiderstehlicher Kraft anzieht

...


Lüner S.V. Fußball e.V. startet durch

Trainer Christian Hampel ist zuversichtlich, was das Abschneiden

angeht, obgleich er zum Start noch kein konkretes Vereinsziel ausgibt.

Erst einmal heißt es, die Liga, die Gegner und die Favoriten zu

studieren, analysieren und eine Mannschaftsstrategie zu entwickeln.

»Die Landesliga ist mit attraktiven Vereinen besetzt. Daher rechnen

wir bei guten Leistungen mit höheren Zuschauerzahlen, denn die

Fahrzeiten zu den Spielorten liegen alle unter einer Stunde«, skizziert

der LSV-Vorstand seine Erwartungen. Einen ganz besonderen

Reiz bietet unter diesem Aspekt das Lokalderby mit dem BV Brambauer-Lünen

1913, der nach seinem Abstieg aus der Westfalenliga

nunmehr gemeinsam mit den ›Löwen‹ auf Punktejagd geht.

Verein steckt neue Ziele ab.

»Um alle Mannschaften des Vereins, insbesondere die Jugend,

nach vorne zu bringen, verbessern wir nach dem bereits realisierten

Kunstrasenplatz in den nächsten Monaten die allgemeinen

Rahmenbedingungen mit dem Neubau des Umkleidetraktes und

der Anlage eines neuen Rasen-Kleinspielfeldes für Minis und E-

Jugend,« betonen die stellvertretenden Vorsitzenden des LSV, Peter

Marx und Imdat Acar, zu den Zukunftsperspektiven. Sie wollen

bei den neuen Herausforderungen die Vereinsmitglieder und

Förderer stärker mit ins Boot nehmen. Daher stehen verbesserte

Kommunikationsstrukturen, intensive Mitgliederwerbung, neue

Marketinginstrumente und ein ›frischer Anstrich‹ für den Internetauftritt

auf der Agenda des Vereins ganz oben.

Vorbildliche Jugendarbeit und Integration

Zu den Korsettstangen des Lüner SV zählen neben den Mitgliedern

die Jugendmannschaften. Hier leistet der Lüner SV vorbildliche

Arbeit. Das Thema Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund

wurde in der Vergangenheit erfolgreich

umgesetzt und hat auch künftig einen besonderen Stellenwert.

»Wir praktizieren Respekt im Umgang miteinander, den Teamgeist

sowie die mannschaftliche Geschlossenheit und fördern auch

damit weiterhin das multikulturelle Zusammenwachsen«, so die

einhellige Meinung des Vereinsvorstandes. Bei diesen Bemühungen

setzt die Vereinsführung auf das ungebrochene Engagement

der Jugendfachwarte und sportliche Leistungen.

Clubhaus als Mittelpunkt

Das Clubhaus wird aufgerüstet. Es ist ab Saisonstart mit ›Sky

Sport‹ ausgestattet und dient künftig auch bei internationalen

Wettbewerben, wie Champions League, Europa League und natürlich

bei Bundesligaspielen als gemütlicher Treff für Mitlieder

und Gäste auch außerhalb der Heimspiele. Im Übrigen kann das

Clubhaus von den Mitgliedern für private Feiern und Meetings

gegen ein Entgelt angemietet werden. Fußball ist zwar die schönste

Nebensache der Welt, aber zum Vereinsleben gehören auch Feste

und geselliges Miteinander. So sind auch für die kommende Saison

wieder Turniere und Events geplant.

RUr

Daten und Fakten

Sport 27

Der traditionsreiche Verein mit dem Lüner Löwen im Vereinswappen ist zurück in der Landesliga. Als

frisch gebackener Aufsteiger geht er mit einem verstärkten Mannschaftsgerüst engagiert in die Saison

2012/2013.

Die stellvertretenden

Vorsitzenden Peter Marx

und Imdat Acar (re.)

(LSV Bildarchiv)

Name Lüner SV Fußball e.V.

Gründungsjahr 1945

Vereinsfarben Rot-weiß

Wappen ein nach rechts gewendeter, aufrechter Löwe

mit zwei Schwänzen

Stadion Sportanlage Kampfbahn Schwansbell und

Clubhaus mit ›Sky Sport‹

Entwicklung

1950/1961 Aufstieg in die Landesliga

1960/1961 Aufstieg in die Westfalenliga

1962/1963 Westfalenmeister, West-Deutscher Meister. Aufstieg

in die Regionalliga

1964/1965 Abstieg aus der Regionalliga

1966/1967 Erneuter Aufstieg in die Regionalliga West

1972/1973 Abstieg in die Verbandsliga

1976/1977 Abstieg in die Landesliga

1977/1978 Wiederaufstieg zur Verbandsliga.

1980/1981 Gruppenmeister in der Verbandsliga und Aufstieg

in die 1978 neu gegründete Amateuroberliga Westfalen

1981/1982 Abstieg in die Verbandsliga

1988/1989 Abstieg in die Landesliga

1997/1998 Aufstieg in die Verbandsliga

1999/2000 Tabellen-Erster der Verbandsliga Gruppe 1 und

Aufstieg in die Oberliga Westfalen

2004/2005 Abstieg in die Verbandsliga Westfalen

2007/2008 Abstieg in die Landesliga Westfalen

2009/2010 Abstieg in die Bezirksliga

2011/2012 Aufstieg in die Landesliga Gruppe 3

Mannschaftsspiegel

Erste Mannschaft, Zweite Mannschaft, Alte Herren

Damenmannschaft

A-Junioren, B-Junioren,

C 1-Junioren, C 2-Junioren

D 1-Junioren, D 2-Junioren,

E-Junioren, E 2-Junioren

F-Junioren

G 1-Junioren

Die Mannschaft

des Landesliga-Aufsteigers

(LSV Bildarchiv)

Das Trainergespann Christian Hampel (r.) und Co-Trainer Klaus Högerl (li.) mit

den Neuzugängen (von li.; RN Foto Janning): Christoph Kriziwanek, Tim Holz,

Gabriel Bernstein-Campos, Rasit Cobuloglu, Daniel Dreesen, David Ankrah, Michael

Cuper und Raphael Lorenz. Es fehlt der brasilianische Offensivallrounder

und Linksfuß Rodrigo Cesar Martins.


28

Dies & Das

Von der Lippe besucht Lippestadt

Er hat dem Lüner Lieblingsfluss ein komödiantisches Denkmal gesetzt: Seit 40 Jahren steht Jürgen von

der Lippe auf der Bühne, seit über 30 Jahren vor der Fernsehkamera und fast ebenso lange veröffentlicht

er Bücher, mittlerweile neun an der Zahl.

Lesereisen unternimmt der umtriebige

Unterhalter aus Leidenschaft erst seit kurzer

Zeit, dafür mit umso mehr Erfolg und

Spaß und gleich zwei verschiedenen Programmen.

Einmal dem ›witzigsten Vorlesebuch

der Welt‹, die besten komischen

Geschichten aus fremder Feder, als Buch

und vor allem Hörbuch ein Megaseller,

und dem Programm, um das es hier und

heute geht: ›Best of Eigenes‹.

Den ersten Teil des Abends bilden Geschichten

aus ›Verkehrte Welt‹, seinem

neuesten Buch, das von der Lippe auch

wieder zusammen mit Monika Cleves geschrieben

hat. Zwei Dinge sind besonders

an diesen Geschichten: Die große thematische

und stilistische Vielfalt, das Pygmalion-Motiv

klingt ebenso an, wie die Dornenvögel-Thematik,

wir sitzen mal an einer

Hotelbar, dann am Boxring, stehen im Wilden

Westen am Marterpfahl, wohnen im

alten Griechenland einem Ehekrach bei

Kultur trifft Kirmes

Seit Lünen im Jahr 1341 die Stadtrechte

erlangte, fand hier regelmäßig ein Wochenmarkt

statt. Auf der ›Lünermiss‹ wurde

nicht nur fleißig gehandelt und getauscht,

sondern auch ordentlich gefeiert. 1980 ließ

die Stadt die jahrhundertealte Tradition

mit einem nostalgischen Fest wiederaufleben.

Auch im Herbst 2012 wird die Lünsche

Mess, diese beliebte Mischung aus Stadtfest

und Kirmesrummel, wieder über

100.000 Besucher in die City locken. Dafür

sorgt ein attraktives Programm auf vier

Bühnen: Rock- und Popklassiker, Kinderliedermacher,

Tanz und Unterhaltung auf

dem Willy-Brandt-Platz, irisch-schottische

Lebensart in der Celtic Corner

am Tobiaspark, Volkstümliches

beim Mittelaltermarkt

rund um die

Stadtkirche, Rockjazz, Akkordeon,

Metal, Punk, Ska,

Funk und Reggae auf der

Alternative Stage am Pfarrer-Bremer-Platz.

Dazu präsentiert

sich eine bunte

Händlerszene in den Straßen,

es gibt Walking Acts,

Marching Bands, einen Trödelmarkt

sowie ein Entenrennen

auf der Lippe. Und

auch in kulinarischer Hinsicht

dürfen wir Abwechslungerwarten:

von

Zuckerwatte

über die deftigeKrakauer

bis hin zum traditionellen

Westfalenschluck ist

für jeden Gaumen etwas

dabei!

Wieder mit dabei: Männer ohne

Nerven

Homers bei, ein Fußballspiel wird erst von

der Wettmafia verschoben, um dann vorzeitig

durch eine Naturkatastrophe zu enden,

und, und, und.

Nach der Halbzeit folgt ein Pointenfeuerwerk

aus dem vorherigen Schaffen, mit

Schwerpunkt auf den beiden sehr erfolgreichen

Glossenbänden ›Sie und Er‹ und

›Noch viel mehr von Sie und Er‹, in denen

sich von der Lippe und Cleves satirische

Betrachtungen über Gott und die Welt aus

weiblicher und männlicher Sicht um die

Ohren schlagen. Wir sind gespannt!

Jürgen von der Lippe

›Best of Eigenes‹

11.09., 20 Uhr, Hansesaal

33. Lünsche Mess

06.–09.09., Innenstadt


Und noch mehr Flussgeschichten …

Der Fotowettbewerb wird nun schon im sechsten Jahr vom Lippeverband

und der VHS Lünen veranstaltet. Die Teilnehmer haben

am Veranstaltungstag genau 12 Stunden Zeit, um mit zwölf Einzelfotos

eine Bildergeschichte erzählen. Das Thema erfahren sie

um 9 Uhr am Stand der Organisatoren auf dem Marktplatz vor

dem Rathaus. Bis um 21 Uhr abends müssen sie ihre Fotoserie

vom Leben an und mit dem Fluss auf den Kamerachip bannen.

Mitmachen kann jeder, der mindestens 12 Jahre alt ist und über

eine Digitalkamera mit mindestens sechs Megapixeln verfügt.

Die Foto-Story sollte sich dem Betrachter ohne weitere Erläuterungen

erschließt. Achtung: Bildbearbeitung ist nicht zulässig! Interessierte

können sich bis zwei Tage vor dem Wettbewerb bei der

VHS Lünen oder per Email unter www.lippeland.eu anmelden.

Dies & Das 29

Am Samstag, 15. September, begeben sich Hobbyfotografen einmal mehr auf Motivsuche durch Lünen:

Die Foto-Story Lippeland macht das Entdecken der Fluss- und Stadtlandschaften an der Lippe zum Erlebnis

für Alt und Jung!

Blondine sprengt Männer-WG

Drei Männer, von der Liebe enttäuscht. Ein Schwur: ›Keine Frauen unter dieses Dach!‹. Und eine aufgeweckte

Nachbarin, gespielt von Michaela Schaffrath. Das sind die Zutaten der Komödie ›Zärtliche Machos‹.

Das Schmunzelstück für ›die halbe Familie‹ wird Ende September von der Münchner Tournee auf

die Lüner Bühne gebracht.

Bild: Münchener Tournee

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Großvater Karl, Vater Harald und Sohn Philipp haben in ihrer

Altbauwohnung eine zurückgezogene Männerwirtschaft gegründet.

Zahlreich waren die Versuche, Frauen zu integrieren – allesamt

scheiterten sie kläglich oder endeten in der Katastrophe.

Jetzt gilt nur noch ein Gesetz: Frauen ist und bleibt der Zutritt

verwehrt. Das schwache Geschlecht taucht allenfalls in theoretischen

Debatten oder in den Schilderungen traumatischer Erlebnisse

auf. Doch alles ändert sich, als eines Abends Nachbarin Cecilia

klingelt und mit Pauken und Trompeten einen der

berühmten Skatabende des Trios sprengt. Nicht nur, dass in ihrem

Gefolge ein ganzer Kleintierzoo das traute Heim in eine Ar-

che Noah verwandelt, Cecilia

weckt auch das Tier im Manne


Foto-Story Lippeland

15.9., ab 9 Uhr, Willy-Brandt-Platz

›Zärtliche Machos‹

24.09., 20 Uhr

Heinz-Hilpert-Theater


30

Rätselspaß

Sudoku

einfach

5 7 4

3 6 5 1

9 3 8

6 2 8

2 4 9

4 6 9 7

9 2 5

8 2 7 1

6 9 4

schwierig

4 8 5

3 4 9 2

9 5 4

9 8

5 1

6 3

9 6 4

3 2 7 9

7 8 2

4 5 9 8 6 1 3 7 2

8 3 6 2 7 5 1 4 9

2 1 7 3 9 4 6 8 5

9 2 5 1 4 7 8 6 3

6 4 1 5 3 8 2 9 7

7 8 3 9 2 6 5 1 4

3 6 2 4 1 9 7 5 8

5 7 4 6 8 2 9 3 1

1 9 8 7 5 3 4 2 6

Sudoku einfach

Auflösung aus Ausgabe 65

4 5 6 3 7 2 1 8 9

2 1 8 9 5 6 3 4 7

3 7 9 1 4 8 2 5 6

9 2 7 4 6 1 5 3 8

1 3 4 5 8 7 6 9 2

8 6 5 2 3 9 7 1 4

6 4 1 7 9 3 8 2 5

7 9 2 8 1 5 4 6 3

5 8 3 6 2 4 9 7 1

Sudoku schwierig

Auflösung aus Ausgabe 65

Schmunzelecke

Wenn die großen Ferien zu Ende gehen, wenden sich Millionen

glückstrahlender Gesichter der Schule zu – die Gesichter

der Mütter.

Kalenderspruch

Das Beste gegen Sonnenbrand?

Ferien im Sauerland!

Kalenderspruch

Das Praktische am Urlaub ist, dass er einem nicht nur die

Kraft gibt, die Arbeit wieder aufzunehmen, sondern einen

auch derart pleite macht, dass einem gar nichts anderes

übrig bleibt.

Unbekannt

Lieber Sommersprossen als gar keine Gesichtspunkt.

»Mama, darf ich in diesem Sommer endlich mal einen

Bikini tragen?«

»Nein, Peter!«

Fragt sie ihn: »Was seufzt du denn so?«

Darauf er: »Am liebsten Pils.«

»Bist du per Anhalter gekommen?« – »Wieso fragst du?« –

»Du siehst so mitgenommen aus.«

Wie nennt man einen Spanier, der kein Auto hat?

Carlos.

Wie nennt man ein helles Mammut?

Helmut.

Bilden Sie aus folgenden Buchstaben

ein Wort:

O S E

T

M

H

R

M

I

Auflösung aus Ausgabe 65:

NESTBAUER

PREISrätsel

Schreiben Sie Ihre Lösungen auf eine Postkarte (mit Ihrem Absender

und Ihrer Telefonnummer) und senden Sie diese bis zum 27.09.2012,

an den

Correctum Verlag,

Postfach 40 08, 58426 Witten

oder per E-Mail an info@stadtmag.de

Sollte mehr als eine richtige Lösung eingehen, entscheidet das Los.

Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Teilnahmeberechtigt sind alle

MitbürgerInnen, ausgenommen MitarbeiterInnen des Verlages und

deren Angehörige.

Rätselfragen

1. Was ist das liebste Hobby von Bärbel Stowasser?

2. Wann findet die Senioren- und Behindertenmesse statt?

3. Wie heißt der Leiter der Lüner Feuerwehr?

Gewonnen

Gewinnerin unseres letzten Preisrätsels ist Barbara Sievers.

Ihr Gewinn geht ihr per Post zu.


18.08., 21 Uhr Biker’s Home

Xmas On Mars · Konzert

18.–19.08. Hansesaal und Rundsporthalle

8. Senioren- und Behindertenmesse

01.09., 15 Uhr Hansesaal

Volksmusik

mit AG 60 + SPD-Stadtverband

01.09., 21 Uhr Biker’s Home

Blind Pilots & The Chief · Konzert

01.09., bis 23 Uhr Innenstadt

›Moonlightshopping‹

06.–09.09. Innenstadt

33. Lünsche Mess

07.09., 21 Uhr Greif

›Greif ’n’ Roses‹

09.09., 11 Uhr Ev. Stadtkirche St. Georg

Musikalische Kirchenführung

zum Tag des offenen Denkmals

11.09., 20 Uhr Hansesaal

Jürgen von der Lippe · ›Best of Eigenes‹

13.09., 20 Uhr Fränzers Schänke Werne

Danny Weiss & Band · Jazzkonzert

14.09., 22 Uhr Heinz-Hilpert-Theater

Tobias Mann · ›Durch den Wind und wieder zurück‹

14.–17.09. Lünen Süd

32. Oktoberfest

15.09., ab 9 Uhr Marktplatz

Foto-Story Lippeland · Wettbewerb

15.09., ab 10 Uhr Neue Feuer- und Rettungswache

Tag der offenen Tür

15.09., 21 Uhr Biker’s Home

Baumstamm · 40th Anniversary Tour

16.09., 11 Uhr Seseke am Asternweg

Talking Horns · Stimmen am Fluss

16.09., 13–17 Uhr Heinz-Hilpert-Theater

Spielzeiteröffnung

Führungen durchs Haus zu jeder vollen Stunde

16.09., 17 Uhr

Heinz-Hilpert-Theater

›Tango Puro

Argentino y Mas‹

Tanzshow

16.09., 19 Uhr Café in der alten Kaffeerösterei

›Als Kind im Revier‹

Lesung mit Emmi Beck

18.09., 16 Uhr Hansesaal

›Der kleine Eisbär‹ · Puppentheater

18.09., 20 Uhr Heinz-Hilpert-Theater

Basta · Acapella

20.09., 20 Uhr Heinz-Hilpert-Theater

›Veronika, der Lenz ist da‹ · Musiktheater

Theater am Kurfürstendamm / Berlin Comedian

Harmonists

21.09., 20 Uhr Hansesaal

Carion Bläserquintett · Konzert

24.09., 20 Uhr

Heinz-Hilpert-Theater

›Zärtliche Machos‹

Theater

26.09., ab 9 Uhr Hansesaal

Berufsinformationstag

28.09., 19 Uhr Remondis

Crime Night: Deutschland trifft Europa

Termine · Veranstaltungen

28.09., 19.30 Uhr Lükaz

Metal City Festival XVI

30.09., 13–17 Uhr Lükaz

Second Hand Markt ›rund ums Kind‹

04.10., 10 Uhr Heinz-Hilpert-Theater

Kinderkonzert

mit der Neuen Philharmonie Westfalen

04.10., 16 Uhr Hansesaal

Herbstkonzert der Musikschule

04.10., 19 Uhr Ringhotel

Crime Dinner: Carsten Sebastian Henn

05.10., 21 Uhr Greif

›Greif ’n’ Roses‹

06.10., 20 Uhr Greif

Blues Session

07.10., 18 Uhr Lükaz

Lükaz Jam

09.10., 19.30 Uhr Heinz-Hilpert-Theater

Crime Solo: Donna Leon und Annett Renneberg

Lesung

10.10., 16–18 Uhr Lükaz

Kinderflohmarkt

13.10., 21 Uhr Biker’s Home

Northern Beach & Batten Down The Hatches

Konzert

13.–14.10. Segelflugplatz

23. Sparkassen-Drachenfest

16.10., 20 Uhr Lükaz

’77 & Crossplane · Konzert

13./14./10. Innenstadt

Lüner Kneipennacht

19.10., 19.30 Uhr Rathaus

Crime Solo: Lügen in Lünen

Lesung mit Gunter Gerlach

22.10., 20 Uhr

Heinz-Hilpert-Theater

›Gut gegen Nordwind‹

Theater mit Ralf Bauer

23.10., 19.30 Uhr Lippe Buchhandlung

Crime Solo: Jutta Profijt

24.10., 11 + 16 Uhr Heinz-Hilpert-Theater

›Die drei ???‹ · Kindertheater

26.10., 19.30 Uhr Lükas

Metal City Festival XVII

26.–28.10. Hansesaal

20. Internationales Naturfotofestival

AUSSTELLUNG

Lfd.–28.09. Stadtatelier Lünen

›Kunst ist frei – alles andere regelt ein Gesetz‹

Ölbilder, Aquarelle, Zeichnungen von Heinz Cymontkowski

26.08.–21.09. Stadtgalerie

›Rolf-Dietrich Ratzmann · Das frühe Werk‹

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Das nächste Stadtmagazin erscheint Mitte Oktober. Redaktionsschluss ist am 27.09.2012.

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