Nr. 31 - 3/2013 - Diakone Österreichs

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Nr. 31 - 3/2013 - Diakone Österreichs

Diakontakte40Zeitschrift der Ständigen Diakone der Erzdiözese Wien Ausgabe 32013, Nr. 31J43www. diakon.at3 „Zum Glauben braucht man Freunde!"11 Das Weiheamt neu denken13 Nachwuchs in MumbaiKategoriale SeelsorgeDiaKontakte 2-2012, Nr. 27 | 1


Inhalt03 „Zum Glauben brauchtman Freunde“Der neue geistliche LeiterMatthias Roch04 Blickpunkt kategorialeSeelsorge Einführung vonDiakon Franz Ferstl05 Krankenhausseelsorge vonDiakon Karl Michael BrazdaGefangenenseelsorgevon Diakon Michael Cech06 Polizeiseelsorgevon Diakon Markus Brosch07 Studentenseelsorge in WienvonP. Thomas FiglSeniorenseelsorgevon Diakon Karl Langer08 AusgelesenBuchbesprechungenDiakon Max Angermann09 Auf unserem „gemeinsamen“Weg von Linda StinglAdventmeditation10 Er ist der Weg Gesprächder Diakone des Stadtvikariatsmit Bischofsvikar DariuszSchutzki von Diakon FranzFerstl und Diakon Peter MorawetzDer neue Diakonenrat11 Das Weiheamt neu denkenvon Rudolf MitlöhnerWeiterbildung.Medientipps12 „Geben auf Knien, aberaufrecht empfangen“Bericht von der Österreichtagungin Salzburg vonDiakon Franz Ferstl13 Nachwuchs in MumbaiZwölf neue Mitbrüder inIndien von Diakon AndreasFrank14 Geburts- und WeihetagsjubilareWeiterbildung Veranstaltungen.15 Jahr des Gebets14 Englein um mich steh‘nvon Diakon Helmut Schriffl16 Kurzundgut2 | DiaKontakte Diakontakte 3-2013, Nr. 31Start mit neuem Diakonenratins ArbeitsjahrLiebe Leserinnen und Leserder Diakontakte!Am 17. Sept. 2013 hat KardinalSchönborn die Konstituierungdes Diakonenrates vorgenommen.So ist die Mannschaft (undeine Frauenvertreterin) für dievierte Funktionsperiode fix. Neuim Diakonenrat ist Rudi Mijoc alsvom Kardinal ernannter Diakon.Da der zweite bisher Ernannte,Alex Thaller, durch die Wahl in denDiakonenrat kam, wurden ManfredWeißbriacher und Rudi Mijoc vomDiözesanbischof ernannt.Er stellt sich auf Seite 10 den Lesernder Diakontakte schriftlich vor.Auf Vorschlag des Diakonenrateshat Kardinal Schönborn Prälat MatthiasRoch als neuen Spiritual derStändigen Diakone (nebenstehendsein Wort) und als neue FrauenvertreterinLinda Stingl,(siehe Seite9), die sich auch mit Foto undEinladung vorstellt, bestellt.In der ersten Sitzung des Diakonenrateswurde unter anderemüber den Stand der beiden Ausbildungsjahrgänge2014 und 2016gesprochen. Vorher gab es abernoch die Besprechung unseresPositionspapiers – der Stellung derStändigen Diakone zur Diözesanreformund Pfarre NEU. DiesesPositionspapier haben wir euchper Mail und allen die kein Mailhaben per Post zugeschickt, damitihr den Standpunkt des Diakonenratesrechtzeitig vor Beginn derVikariat-, Dekanats-, und Pfarrebenein den Gesprächen und Gremieneinbringen könnt. Weiters habenwir bei der Sitzung des Diakonenrateseine Stellungnahme zurRahmenordnung für die Liturgieund zu einem vom Pastoralamtübermittelten „Entwurf zum innerenAufbau der Pfarre Neu“ besprochenund eine Stellungnahme erarbeitet.Als sein Anliegen hat unsHerr Kardinal die aktive Beteiligungan den div. Vorgängen um dieDiözesanreform und das mit demersten Adventsonntag beginnendeFranz FerstlJahr des Gebetes aufgetragen.Nun zum Inhalt dieser Nummerder Diakontakte. Schwerpunkteder letzten Nummer waren nebender Diözesanreform Berichte vonDiakonen über ihre Einsätze in derKategorialen Pastoral. Es gab soviele Berichte, dass wir es in dieserNummer weiter entfalten können.Es ist sehr erfreulich, dass nebenden Einsätzen in den Pfarren soviele Bereiche der kategorialenPastoral von den Diakonen abgedecktwerden. So sollten dieweiteren Berichte die Vielfaltergänzen und gleichzeitig die persönlichenMöglichkeiten, in diesenBereichen mitzuwirken, aufgezeigtwerden. Natürlich möchten wirauch über die weiteren Schritteder Diözesanreform am Laufendenhalten, für alle die nicht beider Österreich tagung in Salzburgdabei sein konnten, Aktuelles vondort berichten und über aktuelleAktionen und Bücher informieren.Besonders am Herzen liegtmir die Teilnahme an den für dieSemester ferien angebotenen Exerzitienmit unserem SpiritualDr. Matthias Roch.So erhoffen wir mit dieser neuenAusgabe unserer Diakontakte dieVielfalt unserer diakonalen Einsätzebewusst zu machen, in euchFreude am Dazugehören zu unsererDiakonen familie zu weckenund zu einem hoffnungsvollenBlick in die Zukunft zu motivieren.Das Öffentlichkeitsteam wünschtviel Freude am Lesen: Peter Ernst(Layout), Gerhard Schmitt,Peter Morawetz, Max Angermann,Georg Pawlik und Franz Ferstl


„Zum Glauben braucht man Freunde“von Prälat Matthias RochEin persönliches Motto, das michschon seit den 70-er Jahren, begleitet.Dieser Satz rührt aus dieserZeit her, wo ich an Kursen der Bewegungfür eine bessere Welt desPater Lombardi teilnehmen durfteund selber dann Kurse gehaltenhabe. Dankbar durfte ich das inmeinem Priesterleben immer mehrerfahren. Als ich von Diakon Ferstlauch im Auftrag unseres Kardinalsangesprochen wurde, Spiritualim Diakonenrat zu werden, habeich zugesagt, weil ich schon alsBischofsvikar und davor in derBegegnung mit vielen Diakonen –besonders im Nordvikariat – Freundeim Glauben gefunden habe.Rückblickend auf meinPriesterwirken darf ich dankbarfeststellen, dass sich meinPriesterbild ständig gewandelt unddamit erneuert hat. Theologischausgebildet in den Jahren desKonzils, geweiht am Ende desKonzils 1965, war Priesterseinfür mich damals nicht nurErfüllung eines langgehegtenWunsches, sondern auch eineArt „Ankommen am Ziel“. Jetztdurfte ich Priester, und damit Hirte,sein für die Menschen. Nach dreiJahren als Kaplan in Göllersdorfund vier Jahren als Studienpräfektin Hollabrunn wurde ich dannPfarrer in Hadersdorf am Kamp.Hier habe ich durch die vielenehrenamtlichen Mitarbeiter erstrichtig erkennen und erlebendürfen, was „gemeinsamesPriestertum“ sein sollte. Zusätzlichals Dechant wurde mir immermehr klar, dass Priestersein ein„Mitsein“ mit den vielen Christenist, die ihren Auftrag durch dieTaufe ernst nehmen. In der PfarreStockerau, in die ich nach 19Jahren wechselte, hat sich meineErfahrung in dieser großenStadtpfarre nochmals geweitetin der Zusammenarbeit mit denverschiedenen Berufungen/Charismen der Gemeinde, wieehrenamtlichen Mitarbeiternin vielen aktiven Gruppen,PastoralassistentInnen, Kapläneund Diakone. Diese neuerlichen„Lehrjahre“ kamen mir in den15 Jahren als Bischofsvikarsehr zu gute. Wenn ich an dievielen Begegnungen in denPfarrgemeinden, in den Dekanatenund in den Gremien des Vikariatesdenke, lernte ich wieder sehrviele Frauen und Männer kennen,die sich als überzeugt lebendeChristen in der Arbeit für das ReichGottes in den Pfarren, Dekanatenund im Vikariat einbrachten.Weinviertler Pilger- undGlaubensweg wären nicht möglichgewesen, wenn es nicht so vielebegeisterte Mitarbeiter gegebenhätte, die mir in schwierigenSituationen Mut gemacht und michim wahrsten Sinne durch ihrenGlauben „mitgetragen“ haben.Dieses gemeinsame Unterwegseinim Glauben hat mich selberals Priester sehr bereichert undbeschenkt. Da ich jetzt von denAufgaben des Bischofs vikarsentbunden bin, möchte ich gernemeine Erfahrungen an anderenStellen einbringen und meine Zeitauch mit denen teilen die, wie dieDiakone, durch ihre Weihe zumDienst an den Menschen gesendetsind. Im gemeinsamen Weg miteuch, als Freunde des Glaubens,werde ich versuchen, euch imGebet, Gottesdienst, Einkehrtagenund Exerzitien begleitend an eurerSeite zu stehen, so lange mir Gottdazu die Kraft schenkt.In der Freude auf viele guteGespräche und Begegnungengrüße ich euch alle herzlich •Dr. Matthias RochJahrgang 1942, 1997 bis 2012Bischofvikar im Vikariat unter demManhartsberg, Geistl. Assistentder ständigen Diakone der Erzdiözeseund im BildungshausGroßrußbachSchlossbergstraße 8Exerzitien für Diakoneund EhefrauenMatthias RochIn der Beilage zu dieser Ausgabefindet ihr eine Einladung zurTeilnahme an den Gemeinschaftsexerzitienfür Diakone und Ehefrauenin Großrußbach.Auch im kommenden Jahr werdendiese Gemeinschaftsexerzitenzur Hälfte vom Diakoneninstitutfinanziert.Die Exerzitien werden vonMo. 3. bis Do. 6. Feb. 2014(Ende mit dem Mittagessen) vonunserem Spiritual Dr. MatthiasRoch zum Thema „Glaube alsBeziehungs-, Berufungs- undBegegnungs geschichten in derBibel“ gestaltet.So soll dieses geistliche Angebotin den Semesterferien unseregeistliche Vertiefung im Jahr desGebetes und die Gemeinschaft derDiakone und Ehefrauen untereinanderfördern.Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist,bitten wir um baldige Anmeldung.Anfahrtsweg zum BildungshausDiakontakte 3-2013, Nr. 31 | 3


Blickpunkt Kategoriale Seelsorgevon Diakon Franz FerstlEin Schwerpunktthema dieserAusgabe sind Berichte vonMit brüdern, die in der KategorialenSeelsorge ihre diakonalen Diensteleisten.Papst Franziskus fordert in seinenReden immer wieder, dass dieKirche zu den Rändern der Gesellschaftund des Lebens gehen muss.„Gehen“ ist eines seiner Lieblingsworte,wenn er an die Gläubigenund die Kirche denke. Das Wichtigsteaber sei das gemeinsame Gehen,ohne Ausbrechen nach Vorne, ohneNostalgie nach einer Vergangenheit.Für Papst Franziskus ist diemissiona rische Dimension undsomit die Notwendigkeit wichtig,besonders an den Randgebietenzu verkündigen. Zu diesen gehörensowohl die Orte außerhalbdes Scheinwerferlichts, aber auchmenschliche Wirklichkeiten, die anden Rand gedrängt werden.Der Papst rief bei seinem Besuchin Assisi dazu auf, keine Angst zuhaben, hinauszugehen zu diesenMenschen und zu diesen Situationen:„Lasst euch nicht von Vorurteilen,Gewohnheiten, mentaleroder pastoraler Rigidität blockieren,von einem ‚das hat man immer sogemacht’“.In die Randgebiete könne mannur gehen, wenn man das WortGottes im Herzen trage und mit derKirche gehe, wie dies der heiligeFranziskus getan habe: „Andernfallsbringen wir uns nur selbst, und dasist nicht gut, das nützt keinem! Nichtwir sind es, die die Welt retten: es istder Herr!“Dort die Menschen aufzusuchenund ihnen beizustehen ist derAuftrag der Kirche. So ist es erfreulich,dass viele unserer Mitbrüderin diesen Lebensbereichen undLebensorten ihre menschliche undspirituelle Begleitung als Vertreterder Kirche anbieten. Durch eineentsprechende Ausbildung undAusstattung mit Kompetenz helfensie den Menschen, das Geschehene aus dem Blickwinkeldes Glaubens zu sehen und – auch wennes keine Antwort auf das Warum gibt – anzunehmen.Die Dienste der Kirche für Menschen,die sich in besonderen Lebenssituationenund Lebens ortenbefinden, sind diakonaleKernbereiche, weil dieBetroffenen oder diebetroffenen Angehörigendiese nichtfreiwillig gewählthaben. Weil siean eine gewisseSituation odereinen Ort gebundensind undmit Fragen desLebenssinnsund des Glaubenskonfrontiertsind.In solchenSituationensind seitensder KircheGesprächspartnergefordertundes ist unsereAufgabe, vor Ort überdas Geschehene zu reden.Diese von unseren Mitbrüdernvor Ortoder in den besonderenSituationenerbrachten Dienstesollen durchdiese Berichte dieVielfalt diakonalenHandelns aufzeigen.Die Berichte wollennicht nur Licht auf dasviele Gute lenken, sonderndie Leser einladen, sichselbst zu hinterfragen, wiesie in ähnlichen Situationenhandeln würden.4 | DiaKontakte 3-2013, Nr. 31


Kategoriale Seelsorge in der PraxisKrankenhausseelsorge„Ich war krank,und ihr habt michbesucht…“ (Mt 25)Diakon Karl Michael BrazdaUnter dieser Prämisse begannich im Jahr 1997 meinenDienst als Krankenhaus-seelsorgerim Wil helminenspital. Viele krankeMenschen (nicht nur röm. kath.)und zum Teil auch ihre Angehörigendurfte ich bis heute begleiten.Aber nicht nur sie, auch für diebetreuenden Schwestern, Pfleger,Hilfsschwestern und teilweise auchÄrzte und Ärztinnen, versuche ichein offenes Ohr zu haben.Überall wo ein Gespräch mit mirgesucht wird, bin ich bereit „DA“zu sein.Vor allem ist es aber immer wiederein „Abenteuer“, mit den Menschenam Krankenbett ins Gesprächzu kommen.Es ist ja auch nicht leicht, sich inden kranken Menschen hinein zudenken, wenn ich als „gesunder“am Krankenbett stehe bzw. sitze.Ich sage immer: der Patient imKrankenbett ist „exkommuniziert“.Aus seinem Alltag herausgerissen,getrennt von seiner Familie bzw.seinem Zuhause, der gewohntenUmgebung,wo er tunund lassenkann was ermöchte undplötzlichdem Pflegepersonalund den behandelndenÄrzten undKarl Michael BrazdaÄrztinnenausgeliefert ist…Am Beginn eines Krankenhausaufenthaltesist der Patient immermit sich und seinem Körper beschäftigt.Auch wird oft das bishergemeisterte Leben reflektiert undhinterfragt. Dabei stellen sichoft Fragen wie denn alles weitergehen würde, ob die Gesundheitdes Körpers nach erfolgter Operationbzw. Behandlung zurückkehrtund die Lust am Leben wiederzunimmt.Daher erscheint es mir wichtig,sensibel auf Fragen und Antwortenzu reagieren, um den krankenMenschen nicht zu verletzen bzw.zu irritieren, sondern eine vertrauenswürdigeGesprächsbasis zuschaffen.Einige Gespräche machen michselbst sehr nachdenklich obmeiner eigenen Lebensgestaltung,als Krankenhausseelsorger bleibtman ja nicht ganz unberührt, imGegenteil…Wichtig ist vor allem Zuzuhören,den Patienten mit seinen Fragenund Sorgen ernst zu nehmen, versuchenzu ermutigen und andereSichtweisen zu eröffnen.Damit könnte den Patienten dasGefühl des „Ausgeliefert sein“genommen werden und so ein wesentlicherBeitrag zum seelischenWohlbefinden während des Spitalsaufenthaltesgeleistet werden.Am Ende meines Dienstes lege ichalles Erlebte und Wahrgenommenedankbar im Gebet auf den Altar inder Krankenhauskapelle mit derBitte, dass Gott der Allmächtigesich der Sorgen annimmt, die ichin den einzelnen Gesprächen gehörthabe und mir weiterhin Kraftgibt und die richtigen Worte findenlässt für die nächsten Begegnungenmit den kranken Menschen. •GefangenenseelsorgeJeder Besuch ...von Diakon Michael Cech... ist eine Begegnung mit JesusChristus. Das stellen meine Frauund ich fast immer fest, wenn wirdas Gefängnis verlassen. Gemeintist die Justizanstalt Sonnberg,die wir mit anderen Mitgliedernder Legion Mariens 2x die Wochebesuchen. Vor mehr als zehnJahren durften wir mit Erlaubnisdes damaligen Gefängnisseelsorgers,Msgr.Neumayer,mit einerGruppeder LegionMariens innerhalbdesGefängnissesbeginnen.Zuerstnur eine,Michael CechDiaKontakte 3-2013, Nr. 31 | 5


ald aber eine zweite Gruppe mitenglischsprechenden Insassen –meist Afrikaner. Inzwischen gibt esnur mehr eine Gruppe, aber zusätzlicheine wöchentliche Bibel- bzw.Katechismusrunde zu der auchAndersgläubige eingeladen sind.Die Beteiligung an den Gesprächenist immer wieder ein Erlebnis.Dabei wurde, z.B. ein Baptist für dieAufnahme in unsere Kirche vorbereitet.Dieser erklärte später oft denkatholischen Mitgefangenen dieLehre der katholischen Kirche.Nicht die Gesunden brauchenden Arzt, sondern die Kranken (Lk5,31), sagt unser Herr Jesus. Dasbetrifft auch besonders unsereBrüder im Gefängnis. Menschen,die mit Glaube und Kirche nichtszu tun haben (wollten) lernen denRosenkranz zu beten, beginnen diewöchentliche Messe zu besuchenund gehen zur Beichte. „Wir sindhier (zu recht) eingesperrt aberjetzt haben wir die wahre Freiheitgefunden“ – oder: „Was täten wir indieser Zeit, wenn wir nicht hier beiunseren Treffen wären?“ Das sindnur einige Aussagen, die uns mitgroßer Freude erfüllen.Jede Legionsgruppe hat das Ziel,dass ihre Mitglieder zur Ehre Gottesim eigenen Glauben wachsenund Apostel werden. Sie lernenaber auch Maria, die Mutter unseresHerrn undunsere Mutterkennen undlieben. DerRosenkranz,oft völlig unbekannt,ist keinProblem mehr.Sie entdecken,dass es MariasAufgabe warund ist, allenMenschen ihrenSohn zu bringen.Trotz Spottund Verachtungder anderenbemühen sichunsere „Häftlings-Legionäre“,ihre Kollegenzur hl. Messeeinzuladen unddas Evangeliumzu verkünden.Der eine oder andere beginntdann doch nachzudenken und willein neues Leben beginnen. So fälltder Same auch auf fruchtbarenBoden. Einmal konnte KardinalSchönborn in der Justizanstalt dasSakrament der Firmung spenden.Nicht unerwähnt soll bleiben, dasswir uns alle bemühen, auch derjährlichen Weihnachtsfeier einenchristlichen Charakter zu geben.Legionäre von draußen kommenals Musikgruppe. Sie singen undspielen Weihnachtslieder. Aucheine „lebende“ Krippe wird dargestellt.Einer der Insassen darf derhl. Josef sein, andere die Hirten.Natürlich findet auch das eineoder andere Gespräch statt. Allesträgt dazu bei, dass die barmherzigeLiebe Gottes im Gefängnisein zieht.•PolizeiseelsorgeMit Kollarund Uniformvon Diakon Markus BroschFür die Menschen in bzw. hinterder Uniform da zu sein, warmein Hauptbeweggrund, in derPolizeiseelsorge zu dienen. Dazugehört ein regelmäßiger Besuchder PIs (Polizeiinspektionen) undein einfaches Dasein, auch bei Ausmusterungenoder Angelobungen,wo die zumeist jungen Menschenvon uns gesegnet werden.Der Schifffahrtspolizei ist einejährliche Andacht für einen verstorbenenKollegen sehr wichtig.6 | Diakontakte 3-2013, Nr. 31Auch dasneue Polizeibootdurfteich (gemeinsammitWeihbischofScharl) segnen.Oftmalshaben diePolizistenkeine Zeit,wenn ich inder Polizeiinspektionauftauche.Dann hängeich meine Visitenkarten undMarkus Brosch,ea Diakon, Polizeiseelsorgerfür den2. und 20. Bezirkunseren Polizeiseelsorgefolderzurecht und gehe wieder. Überden weihnachtlichen Kuchen oderGetränkedosen im Sommer sindsie immer sehr erfreut. Manchmaljedoch – da eignet sich der Sonntagabendam besten – gibt es ganztiefe Gespräche mit jeder MengeFragen über Gott und die Welt.Jeder Polizist hat natürlich seineeigene Einstellung dazu,die meisten finden es ganz OK,dass es uns Seelsorger gibt, dennim Falle des Falles kann so einervielleicht nützlich sein …Polizeiseelsorger zu sein ist diakonalesTun, da ist man ganz nah amMenschen dran, und man kannBotschafter des Herrn sein. Fastimmer wünsche ich mir mehr Zeitfür diese Tätigkeit, aber wir Diakonewerden doch auch an so vielenanderen Orten gebraucht! •


StudentenseelsorgeEinige Tausend unmittelbarerreichenvon Pater Thomas FiglIn Wien ist die Hochschul- undStudentenseelsorge seit demEnde des 2. Weltkriegs ein selbstständigerBereich kategorialerSeelsorge, untrennbar verknüpft mitdem Namen des Begründers derKatholischen HochschulgemeindeWien, Prälat Dr. Karl Strobl.Die Wiener KHG ist in drei Bereicheaufgeteilt, die die bessereBetreuung der zahlreichen Universitätenund Hochschulen in Wiengewährleisten sollen. Neben vierHeimen, die von der KHG selbstbetrieben werden, ist dieHochschul- und Studentenseelsorgein Wienauch in den Heimen derStudierenden tätig, besondersin den Häusernkirchennaher Heimträger(Akademikerhilfe, StuWo).Auf diese Weise könnenwir von den etwa 100.000Studierenden in Wiendoch einige Tausend unmittelbarerreichen, sei es durch den Kontaktin den Heimen, sei es durch dieGottesdienste, die täglich in denKapellen der Katholischen Hochschulgemeindegefeiert werden, seies durch die wöchentliche großeSonntagsmesse im Stephansdomoder durch zahlreiche Vorträge,P. Thomas FiglVeranstaltungen, sowieregelmäßige Sport- undKulturaktivitäten u.v.a.m.In den WienerKatholischen HochschulgemeindensindPriester und Laienhaupt- und ehrenamtlichtätig – bisherkeine Diakone, obwohles gerade auch für siezahlreiche Betätigungsfelder in derStudenten seelsorge gäbe. •Pater Dr. Thomas Figl,Oratorianer, seit 2006 Studentenseelsorgerund Rektorder Niederlassung derKatholischen Hochschulgemeindein Wien 8, Pfeilgasse.Seniorenseelsorge„Ich bin 80,aber ich meine,ich bin nicht alt“!von Diakon Karl LangerEs ist heute fast schon die Regel,dass die Menschen ein hohesAlter erreichen. Das zeigt sich besondersan der stetig wachsendenZahl der Hochaltrigen. Gab es inÖsterreich in den fünfziger Jahrendes vergangenen Jahrhunderts fünfMenschen, die ihren 100. Geburtstagfeiern konnten so feierten diesenim Jahr 2010 schon über 1000Frauen und Männer. In Österreichwerden 2030 25 % der Menschenälter als 65 Jahre sein. Waren 1990in Österreich noch 24% der Gesamtbevölkerungunter 20 Jahre alt, sowerden 2030 nur noch19% jünger als 20 sein.Für diese Entwicklunghat sich die Redevom demografischenWandel eingebürgert.Aufgrund der Tatsache,dass es weniger jungeMenschen gibt, diesezu einem nicht geringenTeil von „Geburtan nicht mehr katholischsind“ – und wenndoch dann tendenzielleher bereit sind aus derKirche auszutreten – wirddie Kirche schneller alternals die Gesamtbevölkerung.Als alternde Kirchein einer alternden Gesellschaftsind Christinnenund Christen gut beraten,diesen Wandlungsprozessengagiert mitzugestalten.Karl Langer„Alt werden möchte alle,alt sein niemand“, so ein Sprichwort.In vielen Befragungen zeigtsich, dass die Selbstwahrnehmung„ich bin ein alter Mensch“ konsequentin die Zukunft vertagt wird.Alt sein wird meist mit Gebrechlichkeit,Unterstützungsbedürftigkeitund Pflegebedürftigkeit gleich gesetzt.Der demografische Wandel isteine der Herausforderungen für Kircheund Gesellschaft. Der FachbereichSeniorenpastoralwill diesen Wandlungsprozessgestalten. Er isteine Dienststelle der KategorialenSeelsorge derErzdiözese Wien undsetzt sich dafür ein, dassSeniorinnen und Seniorendas öffentliche unddas kirchliche Lebenmit ihrer Lebenserfahrungund Kompetenzmitgestalten, sich in Kirche undGesellschaft mit Neuem einbringen,ihr Leben in Freiheit und Würde gestaltenkönnen, auch wenn sie aufBetreuung und Pflege angewiesensind und auf ihrem Glaubenswegbegleitet und ermutigt werden. Diesgeschieht durch fachliche Unterstützungder haupt- und ehrenamtlichenMitarbeiterinnen undMitarbeiter (Fachtage, Seminare,Fortbildungen, Zeitschrift,...), Bereitstellungvon Arbeitsmaterialienfür die Praxis, Beratungvon Pfarrgemeindenund Seelsorgeeinheiten,Unterstützung derSeelsorge in Alten- undPflegeheimen, FörderungintergenerationellerInitiativen, u.v. a.m.Diakontakte 3-2013, Nr. 31 | 7


AusgelesenAusgewählt von Max AngermannEin Praktiker für die PraxisDas Vorwort erklärt bereits Inhaltund Absicht des Buches.Der Verfasser, Jakob Patsch, Pfarrerin Hall/Tirol, sagt darin: „DieSonntagsmesse ist der Prüfstein, andem sich entscheidet, ob Kirchean diesem oder jenem Ort morgennoch sein wird.“ Eucharistie hat ihrThema und ihre Feiergestalt und istkein Unterhaltungs- oder Bildungsprogramm,sondern Feier des Glaubens.Das sind die Leitgedankendieses Buches.Nach einer biblischen Einführung inden Kapiteln „Tut dies zu meinemGedächtnis“ und „Jesus Christusbeim Brotbrechen erkennen“, widmetsich der Autor der „Eucharistieim Überblick“. Mit großer Genauigkeitbespricht Patsch die einzelnenTeile, indem er etwa die Eröffnung(fett gedruckt) schrittweise darstellt,angefangen vom Einzug bis zumTagesgebet, sodann folgt eine detaillierteBeschreibung des Wortgottesdienstesbis hin zur Gestaltung derFürbitten, ebenso ausführlich wirddie Eucharistiefeier zur Sprachegebracht. Auch der Abschlussteil mitJakob PatschAls er das Brot brachGehalt und Gestalt derEucharistiefeier 160 Seiten,kart. 13,5 x 20,6 cm, € 14,95Tyroliaverlag 2011ISBN 978-3-7022311-3-28 | DiaKontakte 3-2013, Nr. 31Segen, Entlassung, Auszug findet eingehendeBetrachtung, alles unterlegtmit geschichtlichen und bibeltheologischenHinweisen.Das Buch ist ein wertvoller Ratgeberfür alle, die in irgendeiner Formliturgische Dienste übernommenhaben, auch im Glaubenskurs guteinsetzbar.Städtische HintergrundinfosPeter ScheuchelSakrale Stätten – Heiligeund OrdenDie Wiener Vorstadtbezirke2 bis 9Studien Verlag, 2013.420 Seiten, gebunden,17 x 24 cm, € 39,90ISBN 978-3-7065-5247-9Das 419 Seiten starke Werk desPeter Scheuchel, der Architekturstudiert hat und zur Zeit dasWeihe amt des Diakons anstrebt,ist Beamter der Stadt Wien undbeschäftigt sich mit Denkmalpflegeund Siedlungsentwicklungim Wiener Raum. Die Bemerkung,dass sich der kirchliche Denkmalbestandauf ca. 11.800 Objekteerstreckt, davon 400 in Wien, sollnicht unerwähnt bleiben, da dieErhaltung dieser Gebäude sehrteuer ist und diese Tatsache beider Neustrukturierung der Pfarrennicht ausgeklammert werdenkann.Die Siedlungsentwicklung machtdeutlich, wie aus dem römischenWien verschiedene Vierteln entstandensind (z. B.: das Viertel vordem Schottentor), aus denen danndie Vorstädte erwuchsen. Berücksichtigtsind auch außerchristlicheBauwerke wie Stupa, Moscheen,Synagogen.Das Buch ist nach Bezirken aufgebaut,und es lässt sich bei allenBezirken folgendes Schema erkennen:Charakteristik der Landschaftmit Bild, historische Besonderheiten,Beschreibung der Bauwerke,soweit möglich Heiligenviten,bzw. Ordensgeschichte.Genauere Besprechung auf unsererWebsite.BemerkenswerteKatharina von SienaDie bekannte Autorin gibt indiesem Buch guten Einblick in diekirchliche Welt des Mittelalters. DerRezensent liest die Absicht heraus,zu zeigen, welche Rolle Frauenauch in der Kirchengeschichtegespielt haben: Amtsträger zu ermahnen,den Weg des Evangeliumsnicht zu verlassen.Die Verfasserin schildert in zweigroßen Kapiteln das „Leben einerHeiligen“ und „Lehrerin der Kirche“die Biographie Katharinas mitden Hauptschauplätzen Siena (GeburtsortK.), Avignon (Residenz derGegenpäpste) und Rom. Vorangestelltist eine ausführliche Zeittafel,die hauptsächlich das ausgehendeMittelalter charakterisiert.In einer der Hauptquellen, im„Dialogus“, schildert sie den Zustanddes Klerus: Habsucht, teureKleidung, Gelage, wenig Bildung,Homosexualität, Angst der Menschenwird ausgenützt, um darausKapital zu schlagen. Sollte es dazuParallelen zur Gegenwart geben?Ein sehr lesenswertes Buch!Marianne SchlosserDas große Liturgie-Buchder SegensfeiernFeierformen, Texte, Bilderund Lieder mit CD-ROMPustet, 240 Seiten,16,4 x 24 cm, geb. € 24,95ISBN 978-3-791-72398-3


Auf unserem „gemeinsamen Weg“Die neue Frauenvertreterin stellt sich vorvon Linda StinglDa für den Aufbau einer lebendigenKirche Männer undFrauen Sorge tragen sollen, freueich mich darauf, die Ehefrauender Ständigen Diakone im WienerDiakonenrat zu vertreten. Dazumöchte ich mich vorstellen.Mein Name ist Linda Stingl.Ich bin mit Gerhard (Weihe 1999)seit 46 Jahren verheiratet.Zwei Söhne (seit kurzem beideverheiratet) und bis jetzt dreiEnkel kinder lassen uns miteinanderviel Freude erleben. In unsererHeimatpfarre sind wir gut integriert.Ich habe dort auch zweiPerioden im PGR mitgearbeitet.Nun löst mich dort die Familiemeines Sohnes ab.Mein persönlicher Glaubenswegbegann in der Schottenpfarrein Wien mit der katholischerJugend,und führte nach den erstenJahren der Ehe mit Begeisterungzu Cursillo, Wüstenbewegung undhäufigen Fahrten nach Taizé.Mit auf unserem Glaubenswegbegleiteten uns viele Freunde.In unserem Haus mit einer kleinenKapelle bildete sich eine Gruppemit wöchentlichem Gebet,periodischen Eucharistiefeiernund diversen caritativen Initiativenim Einvernehmen mit dem Pfarrer.Ausflüge und Fahrten nach Assisistärkten unsere Gemeinschaft.Trotz unterschiedlicher Aufgabenwar es mir wichtig, den Weg mitmeinem Mann gemeinsam zugehen. So versuche ich, ihn auchheute in seinen diakonalen Aufgaben(Krankendhausseelsorgeund Pfarre) zu unterstützen – odermanchmal auch zu bremsen.In meiner neuen Aufgabewill ich für die Frauen der Diakoneein offenes Ohr haben, Wünscheund Anregungen, Sorgen und ProblemeimDiakonenratvorbringenund zurHilfestellunggernebereit sein.Gehen wirgemeinsammit unserenMännernLinda Stinglden Weg des Herrn, der immer einWeg des Friedens, der Freude, desApostolats und des geschwisterlichenDienstes ist. Ich freue mitüber jeden eurer Kontakte.Linda Stingl2340 Mödling, Pfarrgasse 4gerhard@stingl.infoFN 02236 23355Mobil 0664 3818815•Ich möchte Licht seinfür die Menschen.Ihnen auf ihremverschlungenen Lebenswegleuchten.Die Dunkelheit in ihren Herzenerhellen.Aber ich bin nichtselbst Lichtquelle, dich, Herr,brauche ich, um Licht zu sein.Guter Gott, erleuchte mich,dass ich brennefür meinen Dienst.DiaKontakte 3-2013, Nr. 31 | 9


Er ist der WegGespräch der Diakone desVikariats Stadt mit BischofsvikarDariusz Schutzkivon Diakon Franz Ferstlund Diakon Peter MorawetzFreitag, der 13. September –welch ein Datum für dasGe spräch über den DiözesanenErneuerungsprozess! Der Bischofsvikarbeginnt die Begegnung konsequenterWeise mit einem Gebet,der Vesper. Schutzki hat gerade eineKlausur der Diözesanleitung und derSteuerungsgruppe im aufgelassenenDominikanerkloster Retz hinter sich.Er sieht im leeren Kloster ein Bild fürdie veränderte Situation der Kirche.Die Tage waren in Einheit mit demBischof ein gemeinsames Ringenum den weiteren Weg im Prozessder Diözesanreform. Viel gemeinsamesGebet und Schriftbetrachtung,aber auch gemeinsames Geschirrabwaschen. Es ging nicht um einen„Rasterplan”, sondern um die Frage:„Sind wir noch in der Spur Jesu?”Sturm auf dem SeeWie können wir Glauben und Gemeinschaftin den Pfarren zu neuemLeben erwecken? Wie soll die „Vitacommunis“ von Priestern, aberauch von Laien in einer Pfarre neufunktionieren, wie die partizipativeLeitung, wie kommen wir zu einercharismenorientierten Seelsorge?Wir alle müssen uns in die Schuledes Meisters begeben: „Wir sindgemeinsam mit Jesus im Boot”, dasvon den Wellen hin und hergetriebenwird.Der Bischofsvikar bringt ein Bild ausseiner Kindheit in Polen. Da hatte erden großen Kohlenhaufen in denKeller zu schaffen. Mit jeder Fuhrewurde der Haufen kleiner, und baldwar das Werk vollbracht. Wichtigsei, dass die „Lust wächst”, daran zuarbeiten und sich für eine lebendigeKirche einzusetzen.Ein zweites Bild: Die Rauchfangkehrerin seiner Familie lehrten ihn dieBedeutung des Kaminsogs für einenfreien Rauchfang: Einen solchen Sogbrauchen auch wir heute, um die10 | DiaKontakte 3-2013, Nr. 31Menschen gewinnen zu können. Sowurde Kardinal Schönborn auch fürden nächsten Hirtenbrief beraten.Am ersten Adventsonntag soll derHirtenbrief erscheinen, mit demauch das Jahr des Gebetes beginnensoll. Die Verbindung ist Schutzkiwichtig: Gemeinsames Gebet injeder Zusammenkunft, das musssie von weltlichen Sitzungen unterscheiden.sieben bis Acht Stadt-Dekanate statt 23Im Vikariat Stadt haben sich alleDechanten verpflichtet, noch indiesem Herbst Koordinationsteamseinzusetzen (in drei Ausschüssenfür alle Grunddienste: Verkündigung,Liturgie und Caritas). Sie sollen Ressourcenerheben und klären, wasgemeinsam gemacht werden kann.In Wien Stadt sind die Hälfte derPfarren Ordenspfarren – so wurdenauch alle Ordensgemeinschaftenmit ins Boot geholt. Danach sollenin jedem Dekanat die Ergebnisseder Arbeitsgruppen in Dekanatsvollversammlungenpräsentiert werden.Für Jänner 2015 ist die nächsteDechantenklausur geplant.Wir Diakone sollen – durch unsereBerufs- und Familienbindungen –in die Gesellschaft hinaus wirken,ganz im Sinne von Papst Franziskus,wünscht sich der Bischofsvikar. DieEucharistie muss als Zentrum derPfarren erlebt, und in den Gemeindendie Hauskirche neu belebtwerden.Der neue DiakonenratIm Mai wurden neue Mitgliedergewählt:Andreas Frank, Max Angermann, und Alex Thaller Vom Herrn Kardinal ernannt:Manfred Weißbriacher und Rudolf Mijoc Weitere Mitglieder ex offo:Instituts leiter Franz Ferstl und AusbildungsleiterJohannes Fichtenbauer. Frauenvertreterin Linda Stingl Kardinal Christoph Schönborn Prälat Matthias Roch Fragen und AntwortenSchutzki warf aber nicht nur Fragenauf, er antwortete auch den über 30anwesenden Diakonen.Wird es Eucharistiefeiern auch inGemeinden geben, die nicht Pfarreneu sind? Schutzki: Ich denke ja, dieGemeinden werden verschiedeneSchwerpunkte setzen, aber einmalim Monat zum Beispiel sollte mangemeinsam feiern. Einwand: VieleMenschen wollen nicht wegender Eucharistie wandern. Antwort:Vieles wird in Bewegung geraten,wir können nicht alles schon jetztvorhersagen.Wie kommt die kategoriale Seelsorgein der Diözesanreform vor? Schutzki:Künftig soll es mehr Gemeinden alsheute Pfarren geben, etwa auch inSpitälern oder Siedlungen sollenneue Gemeinden entstehen.Wie steht es mit dem „Probelauf“ inWien 10 und 15? Schutzki: Wien 10hat derzeit 15 Pfarren, sie haben einKooperationsprojekt „Zukunft Favoriten“ins Leben gerufen mit dem Ziel,dass daraus vier Pfarren neu werden.Die Steyler Missionare wollen vieralte zu einer neuen Pfarre zusammenführen,der Prozess läuft seitJuni. Auch die Pallottiner wollen ausdrei Pfarren eine entstehen lassen.Und an Bezirksrändern arbeitet manan Dekanats-übergreifenden Lösungen.Zum Schluss ein Appell: Seien wirmutig, der Herr selbst wird uns führen,wo er uns haben will. •


Das Weiheamt neu denkenvon Rudolf MitlöhnerDer ständige Diakonat ist auchfünfzig Jahre nach dem II.Vaticanum noch nicht wirklich imkonkreten Leben der Kirche, alsoin ihren Gemeinden, angekommen.Dort, wo ständige Diakonetätig sind, werden sie von denGläubigen selbstverständlichakzeptiert – aber es existiert keinausgeprägtes Verständnis ihrerspezifischen Rolle. Sie werden defacto vielfach als Zwitter wesenzwischen Laien und Priesterwahrgenommen, eine Art bessererLaien, die halt ein bisschen mehr„dürfen“.Kaum scheint jedenfalls bewusstzu sein, dass der Diakonat eineAusformung des Weiheamtes ist,welches ja nach katholischer Auffassungweit mehr bedeutet alseinfach eine Beauftragung.„So wird das aus göttlicher Einsetzungkommende kirchlicheDienstamt in verschiedenen Ordnungenausgeübt von jenen, dieschon seit alters Bischöfe, Priester,Diakone heißen“, formuliert dasKonzil (Lumen Gentium 28). Undan anderer Stelle heißt es: „dennes ist angebracht, dass Männer,die tatsächlich einen diakonalenDienst ausüben, […] durch dievon den Aposteln her überlieferteHandauflegung gestärkt und demAltare enger verbunden werden,damit sie ihren Dienst mit Hilfe dersakramentalen Diakonatsgnadewirksamer erfüllen können“(Ad Gentes 16).Die Unschärfe in der Wahr nehmungdes (ständigen) Diakonatshat ihren tieferen Grund darin,dass vielfach das Verständnis fürdas Wesen des Weiheamtes an sichverlorengegangen ist. Hier gibt esfreilich nicht nur eine Holschuldder Laien sondern auch eineBringschuld der „Amtsträger“. Diewieder stärker virulent gewordeneDiskussion um die Zulassungsbedingungenzur (Priester-)Weiheböten auch die Chance, ja, zwängedie Kirche eigentlich nachgerade,ihre Ämtertheologie zu überdenkenund zu schärfen. Wer muss/soll wofür (für welche Aufgaben)geweiht sein?In diesem Kontext muss auch derVorstoß von Kardinal Kasper undErzbischof Zollitsch für ein Diakonatder Frau gesehen werden.Das dürfte jedoch, wenngleichgut gemeint, eher für zusätzlicheVerwirrung gesorgt haben. Denn esging dabei nicht um eine Einbeziehungvon Frauen in das Weiheamt,sondern umdie SchaffungeinesDiakonatssui generis.Damit aberwürde dasProfil desRudolf MitlöhnerDiakonats noch unschärfer. Wennman an der Ablehnung der Weihefür Frauen festhalten, diese abergleichzeitig aufwerten will, sollteman das nicht „Diakonat“ nennen.Oder aber man sagt offen, dass dasWeiheamt prinzipiell auch Frauenoffensteht. Dafür scheint aber dieZeit jedenfalls noch nicht reif.Theologisch wie realkirchenpolitischleichter umsetzbarwäre gewiss die Weihe bewähr ter,verheirateter Männer zu Priestern.Hier böte der ständige Diakonat(ebenso wie das Amt konvertierterPriester mit Familie) zweifellos einenAnknüpfungspunkt. Die Dingesind in Fluss.•Rudolf mitlöhnerJahrgang 1965, österreichischerJournalist, Studium der Theologie,Außen politikresort bei der „KleinenZeitung“, Innenresort bei der „Furche“,Kultur bei der „Presse“ undChefredaktion der „Furche“MedientippsEine Zeitschrift des Referats„Förderung Geistlichen Lebens“(Pastoralamt Wien)„geist.voll“Die Zeitschrift bietet Anregungenfürs geistliche Leben und Orientierungshilfeaus der ignatianischenSpiritualität Themen mit Bedeutung für dasLeben und zur Glaubensvertiefung „Spiritualität konkret“. Tipps undVorschläge für Gebet und geistlichesLeben „Gegenargumente“. zu Infragestellungendes Glaubens „Ignatius verstehen“. für alle,die igatianische Spiritualität tieferverstehen wollen Hinweise auf spirituelle Angebote,Exerzitienkurse, Beten lernen und vieles andere mehr.Die kommenden Ausgaben werdensich mit den Themen „ChristlicheSeele Europas“, „Selbstwerdung“,„Versuchungen“ und „Umweltschutz“auseinandersetzen.Erscheint vier Mal jährlichKosten inklusive Versand:Jahresabo: € 10,– Einzelheft: € 2,50Biblisches SonntagsblattAuch für 2013/14 gibt es wiederdas Biblische Sonntagsblatt ...Für jeden Sonntag des Kirchenjahreswertvolle Hilfen und spirituelleImpulse ...Günstige Staffelpreise für Gruppen/Pfarren ...Für jeden Sonntag gibt es ein färbiggestaltetes A4-Blatt (doppelseitig,gefaltet auf A5) mit dem Text ausEvangelium oder Lesung, einemKurzkommentar dazu, Impulsfragenund weiterführenden Gedanken fürdie Woche.Gedacht ist es einerseits als Vorbereitungauf den Sonntag, dahereine gute persönliche Einstimmungfür den Sonntag oder aucheine ideale Arbeitshilfe für WortgottesfeierleiterInnen,u.a.www.dioezese-linz.atDiaKontakte 3-2013, Nr. 31 | 11


„Geben auf Knien, aber aufrecht empfangen“Kurzbericht von der Österreichtagungvon Diakon Franz FerstlDieser Schlusssatz der ReferentinDoraja Eberle war die Zusammenfassungihrer Lebensgeschichte,die sie uns, 168 Diakone undEhefrauen als Chance und Auftragim Begleiten von Menschen in allenLebenssituationen auf den diakonalenWeg mitgab. In einer Großfamilieaufgewachsen, nahm die spätereLandesrätin für Familien- undVolkskultur im Land Salzburg ihreErfahrungen von Betroffenheit zumAnlass, ihr Leben in den Dienst derBegleitung zu stellen. Begonnen hates für sie durch eine Begegnungmit Mutter Teresa in Indien und dieAnnahme von zwei Kindern, dieihr von Schwester Teresa anvertrautwurden. Sie schilderte uns,wie sie die Berichterstattung überden Bosnienkrieg – der nur einigehunderte Kilometer von Salzburgentfernt ausgebrochen war – nichtmehr aushielt, daher aufbrach undan die Front fuhr, dort verstümmelteMenschen (Mann ohne Händeund Füße, der seine Frau nie mehrumarmen konnte) antraf, und in dieserBegegnung lernte, die Chancenund Herausforderungen des Lebensanzunehmen. Sie führte Gesprächemit Frauen von Srebrenica, die innerhalbvon Minuten 24 Angehörigeverloren hatten, und trotzdem dasBekenntnis der Vergebung gegenüberden Tätern ihr gegenüberaussprachen. Sie ließ sich von Leid,aber vor allem vonihrem Lebensmutanstecken und zogaus dem dort Erlebtenfür ihr HandelnKonsequenzen. Sieerkannte nicht nurdie Not der Menschenim Krieges,sondern auch dieNot der Menschenim eigenen Landund gründete dieOrganisation „Bauernhelfen Bauern“.Wegen ihres uner­12 | DiaKontakte 3-2013, Nr. 31schrockenen Einsatzes in KriegsundKrisensituationen, wie auchihren Einsatz für das ungeboreneLeben, (Errichtung von BeratungsundWohnstätten für Schwangerein Salzburg), wurde sie in dieLandesregierung gerufen. Vor großeHerausforderungen gestellt, folgtesie ihrer Berufung, in dem sie ihrevon Gott anvertrauten Charismenals Gaben sah und diese für dieBegleitung fruchtbar zu machenund einzusetzen versuchte. Siebezeugte, dass Begleitung nichtviele Worte braucht, oft ist ein Daseinim Schweigen wichtiger. EineÄnderung der Situation bringt nichtein Einstimmen in die Klage, wieschlecht die Zeit und die Menschensind, nicht ein „Sudern“, sondernein Erkennen, was in dieser Situationvon mir als Christ gefordert ist.Allein um diese Lebensgeschichteder 60 jährigen früheren Politikerinzu hören, hätte es sich für michgelohnt, der Einladung zu dieserTagung „Miteinander gehen – zueinanderstehen“ zu folgen.Im zweiten Referat von Klaus Kiesslingwurden die spezifisch diakonalenAspekte der Begleitung vonMenschen aufgezeigt. Die diakonaleBegleitung als Beitrag zur Menschwerdungund Solidarität. Ausgehendvom Menschenbild wurde dasGlauben, Lieben und Hoffen in Stellvertretungals spirituelle Berufungvom Präsidenten des Internatio nalenDiakonenzentrums aufgezeigt. In denelf Workshops am Nachmittag wurdedas Thema Begleitung dann auf ganzkonkrete Situationen und Aktionenherunter gebrochen und versucht,in kleinen Gruppen Antworten undWege, wie konkrete Begleitung durchdie Diakone und Ehefrauen aussehenkann – vom Caritasdienst, woder Mensch und seine Würde zähltbis zur Begleitung von An gehörigenin Tod und Trauer. Wie es das Themabereits aussagt, wurde die Gemeinschaftder Anwesenden – sowohldurch die gemeinsamen Gebetszeiten,aber auch das „Krabarett“ amSamstag Abend – zu einer großenbunten Familie (gemeinsam mitden über 60 teilnehmenden Frauen)der Diakone Österreichs, die ihrenAbschluss mit einem Festgottesdienstmit Referatsbischof AntonLeichtfried in Maria Plain feierte.Alle, die dabei sein konnten, werdensich in den Berichten im nächstenRuf!Zeichen wiederfinden. All denen,die nur die schriftlichen Berichtevermittelt bekommen, soll Lust aufdie Teilnahme an der nächstenÖsterreichtagung vom 9. –11. Oktober2015 in Illmitz im Burgenlandgemacht werden.Übrigens: die beiden Referate unddie Ergebnisse der Arbeitsgruppenwerden in der nächsten Nummerdes Ruf!Zeichens abgedruckt sein. •Abschließendes Gruppenbild vor dem Tor der Wallfahrtskirche Maria Plain


Nachwuchs in Mumbai... und wir Österreicher können etwas beitragen.von Diakon Andreas FrankLiebe Freunde, es ist soweit:Indien hat die ersten ständigenDiakone! Zwölf Mitbrüder arbeitenbereits in der Erzdiözese Mumbai:wochentags in diözesanen Sozialprojektenim größten ElendsviertelAsiens, am Samstag und Sonntag inliturgischen Funktionen in den örtlichenPfarrgemeinden. KardinalGracias, Erzbischof von Mumbai(früher Bombay), Vorsitzender derindischen Bischofskonferenz undMitglied des achtköpfigen Kardinalgremiumsrund um Papst Franziskus,ist ein starker Förderer desständigen Diakonats. Seine Ausbildungsleiterfür die Diakone durftenJohannes Fichtenbauer und ich imJuni bei der internationalen Diakonentagungin Tschechien kennenlernen. Daraus erwuchs der Planeiner intensiven Zusammenarbeit.Wir wollen die ersten Projekte derindischen Brüder unterstützen!Welches sichtbare Zeichen verbindetuns Diakone auf der ganzenWelt? Es ist wohl die Stola in ihrerbunten und kulturellen Vielfalt!Da eines der Sozialprojekte eineNähwerkstätte ist, bestellten wir100 indische Stolen für Diakoneund Priester in Österreich!Arbeitsplätze geschaffen!Bei meinem Indienbesuch imvergangenen Juli konnte ich RockyBanz, Priester der ErzdiözeseMumbai, zuständig für den „HealthPromotion Trust“ und Mitausbildnerfür die Diakone persönlichtreffen und die ersten Produkte begutachten.Mit unserer Bestellungkonnten wir die Anstellung voneinigen sonst arbeitslosen Frauensowie eines Sozialarbeiters für einJahr sicherstellen. Die Nähwerkstätteist nämlich in ein umfassendesGesundheitsvorsorgeprogrammeingebunden: die Näherinnen werdenin medizinischen Grundlagen,die sie für ihre Familien brauchen,unterrichtet und legen kleine Heilkräutergärtenan, um die billigeaber wirksame traditionelle Heilmethodewieder kennen zu lernen.Ebenso bemühen sich unsereMitbrüder um Aufklärung überdie Verwendung von sauberemWasser, sind in der Bekämpfungder Krebserkrankungen aktiv undengagieren sich in der Präventionvon sexuellen Übergriffen gegenüberKindern und Frauen.Wer mitmachen will, kann doppelthelfen.Einerseits den Bemühungen derDiakone und andererseits denkastenlosen Näherinnen, die eineLebensgrundlage für sich und ihreKinder bekommen.Interessenten für das Stolaprojektbitte ich schon jetzt um Vormerkungen(a.frank@edw.or.at) – nachKlärung der Rahmenbedingungenwird in Kürze die Abgabe derStolen gegen Spenden erfolgen!Muster können bereits im Institutbegutachtet werden, die Lieferungenwerden bald eintreffen.Näheres gerne persönlich!•Rechtlose Frauen in der Erzdiözese Mumbai (Indien) nähen Stolen für österreichische DiakoneDiaKontakte 3-2013, Nr. 31 | 13


GEBURTSTAGEBIS MÄRZ 2014Fr. Stanislaus BERTAGNOLLI,14. Dez. 1933, 80 Jahre,1010 WienErnst BINDER, 25. Dez. 1948,65 Jahre, 2630 TernitzLeo Heinz KREBS, 24. Dez. 1943,70 Jahre, 1230 WienGerald M. W. REH, 24. Dez. 1938,75 Jahre, 2463 GallbrunnChristian SCHARRER28. Nov. 1968, 45 J., 1130 WienManfred WEISSBRIACHER28. Dez. 1968, 45 Jahre,2440 GramatneusiedlChristoph BUDA2. Jan. 1969, 45 Jahre,Baumgarten 1140 WienBÖHM Josef, 12. Jan. 1954,60 J.ahre, St. Nikolaus, VelmWeiterbildungVeranstaltungenBruchstückritzen_lichtdurchlässigEinkehrtag16. November 2013Begleitung: Sr. Maria Schlackl SDSOrt und Anmeldung bis 9.11.:SDS Gesundheitszentrum am St. Josef-Krankenhaus, 1130 Wien, Auhofstr. 189,T: 01/878 44-5170 ,office-gz(at)sjk-wien.at„Glücklich, kreativ und glaubwürdigleben“KAB-Besinnungstag16. November 2013, 09–17 UhrBegleitung: Diakon Fritz Krull, Geistl.Assistent der KAB SüdOrt: Felberg. 42, 2700 Wr. Neustadt(Schmuckerau)Anmeldung bis 11.11.: f.krull(at)kabsi.atIgnatianische Exerzitien17. Nov. 2013, 18:00 Uhr bis23. Nov. 2013, 13:00 UhrBegleitung: Sr. Petra HiemetzbergerCJ, P. Albert Holzknecht SJOrt und Anmeldung: Kardinal KönigHaus, 1130 Wien, Kardinal König Pl. 3,01/804 75 93 ,kursanmeldung(at)kardinal-koenig-haus.at14 | Diakontakte 3-2013, Nr. 31STROISSNIG Peter, 14. Jan. 1954,60 Jahre, Wohnpark AlterlaaROMSTORFER Gerhard,19. Jan. 1964, 50 Jahre,Eichenbrunn – Pfr. GnadendorfGIRISCH Karl Ferdinand,13. Feb. 1944, Pfr. Maria Namen,1160 WienDÖRFLER Kurt, 14. Feb. 1964,50 Jahre, Velm-GötzendorfSchwammenschneiderFranz, 18. Feb. 1944, 70 Jahre,Pfr. Langenzers dorf-DirnelwieseJubIulare mit WeihetagBIS märz 2014Max ANGERMANN, 21. Nov. 1993,20 Jahre, 1180 WienJosef DELLINGER, 21. Nov. 1993,20 Jahre, 3420 KritzendorfManfred EHRENREICH,21. Nov. 1993, 20 J., 2500 Baden„Das Wesentliche im ChristentumERLEBEN”cursillo – kleiner Glaubenskurs21. November 2013, 18.30 bis24. November 2013, 18.00 UhrBegleitung: P. Engelbert Jestl CSsRund TeamOrt: Bildungshaus SchlossGroßrußbach, Schlossbergstr. 8,2114 GroßrußbachAnmeldung bei P. Engelbert JestlCSsR,0699/1272 25 90,office(at)cursillo.atGanzheitzlich kreativerBibel-Nachmittag.Der Prophet Amos.7. Dezember 2013, 15–18 UhrReferentinnen: Mag. Eva Schiffelund Mag. Barbara Steinrück.Ort: Pfarre Am Schöpfwerk,Lichtensterngasse 4, 1120 WienAnmeldung und weitere Auskünftebei Mag. Eva Schiffel untereva.schiffel(at)chello.at bzw.0664/621 69 74 .Die Bibelauslegung der lateinischenKirchenväter, LektüreseminarLatein14. Januar 2014, 9– 12 UhrHelmut GROBNER, 21. Nov. 1993,20 Jahre, 2632 WimpassingJosef GRUBMÜLLER, 21. Nov. 1993,20 J., 2433 Margareten/MoosHelmut HANZLIK, 21. Nov. 1993,20 Jahre, 1220 WienHelmut Karl HAUER, 21. Nov. 1993,20 Jahre, 2115 ErnstbrunnKarl HINNERTH, 21. Nov. 1993,20 Jahre, 2181 DobermannsdorfAugust KOS, 21. Nov. 1993,20 Jahre, 1120 WienOtmar MORITZ, 4. Dez 1983,30 Jahre, 2560 BerndorfGünter PESKA, 11. Dez. 1983,30 Jahre 2602 Blumau-NeurißhofAlfons RUSZNAK, 4. Nov. 1978,35 Jahre, 2304 Orth/DonauRudolf STUMMER, 8. Dez. 1983,30 Jahre, 2560 Berndorf-St. VeitTermine: jeweils Di, 9– 12.00 UhrWintersemester: 14., 28. Jännerund 11. Februar 2014Sommersemester: 29. April,13. und 27. Mai 2014Kursort: Theologische Kurse, 1010Wien, Stephansplatz 3/3Referierende: Dr. VeronikaBRANDSTÄTTER, Latinistin undGermanistin, langjährige Lehrende beiden THEOLOGISCHEN KURSEN, Mag.Oliver ACHILLES, wissenschaftlicherAssistent der THEOLOGISCHEN KURSEmit fachlichem Schwerpunkt Altes undNeues TestamentKosten: pro Semester € 48,-/40,- für Mitglieder der FreundeAnmeldung: bis 13. Jänner 2014(begrenzte Teilnehmerzahl)Josef Weiß berät Sie gerne persönlich:01/515 52-3701Die lateinischen Kirchenväterhaben das Bibelverständis derwestlichen Christenheit nachhaltiggeprägt. Als Seelsorger zieltensie immer auch auf die praktischeund existentielle Dimension desGlaubens. So kann die Lektüreihrer Kommentare – trotz Zeitgebundenheit– auch heutigen Menschenüberraschende und spirituellwertvolle Einsichten bringen.kommen. Gute Latein-Kenntnissevorausgesetzt.


Jahr des Gebets14 Englein um mich steh´n – Die Gebetsgeografie meines LebensDas von Kardinal Schönborn fürs neue Kirchenjahr ausgerufene Jahr desGebetes bietet unserer Redaktion die Möglichkeit die Gebetserfahrungenvon Diakonen wiederzugeben. So haben wir unseren bibelerfahrenenMitbruder Helmut Schriffl gebeten uns an seinen Gebetserfahrungen teilhabenzu lassen.von Diakon Helmut Schriffl„ich bete nicht, ich bin inmitteneines gebetes , das 3x5x40 metermisst und mich durch zeit undraum katapultiert. ich schwebeund ergreife und sehe um michherum schwebende wirklichkeiten,schemen, aktivitäten,feld und weg, baum und strauch,arbeit von menschen für diegemeinschaft, erfindergeist zurbewältigung der herausforderungender natur, bewegung undruhen habe ich im blick aus dembewegten raum, in dem ich ruheund doch mit ihm bewegt werde.ich bin, ich bin da, ich lebe, ichbin inmitten von ewigkeit, ich binaufgehoben, nichts ist nötig, deraugenblick ist unvergänglich, ichträume nicht, ich spüre mich, ichlebe, ich bin nicht weggetreten,ich sehe klar und real, ich schaueum die ecke, ich schaue hinter diedinge, durchflutet von dankbarkeitund glück“.: und dann bin ich aus dem Zuggestiegen, denn die Endstationwar erreicht.Dieses Erlebnis hilft mir, besserzu verstehen, wieso man vom heiligenMartin gesagt hat, sein ganzesLeben sei ein Gebet gewesen.Seit ich weiß, dass beten nichtunbedingt das Ablesen vieler Worteist, kann ich mir das vorstellen:Immer im Gebet zu sein. Ganz imSinne der Bibel, die Jesus sagenlässt: Wenn ihr betet, plappertnicht wie die Heiden. (Mat 6,7)Oder wie der heilige Pfarrer vonArs, der den ganzen Tag vor demTabernakel kniete und als manihn fragte, was er da mache oderbete, sagte: ich schaue ihn an under schaut mich an.Mein Auftrag für diesen Artikel war,über das Gebet, besonders im Hinblickauf die Psalmen, zu schreiben.Aber mit denen habe ich meineProbleme und bei den meisten vonihnen brauche ich eine Erklärungvon meinem AT-Professor, um sie zuverstehen. Ich bin da für Lebendiges,heute Gedachtes und Empfundenes,das vermittelt, dass die Luft auchheute nach Ewigkeit schmeckt undnicht nach Grab und altem Staub.Aber natürlich urteile ich nicht,denn jeder Mensch ist ja frei, seinenWeg als Mensch im Gebet zu wählen,entsprechend seinen Erfahrungen.Und Formelgebete können sehrhilfreich sein, besonders in Zeitengeistlicher Trockenheit. Ich habeauch klein angefangen, wie jedervon uns (siehe Überschrift): zwischendem Inhalt der Hosen säckemeiner Kindheit, wie Glas kugeln,Schneckenhäuser, Schrauben,Steinschleudern, schön gemustertenSteinen fand sich auch das eineoder andere Gebet, das ich hörte,wenn ich an der Hand meines Vatersin die Kirche ging.Bald wurde mein Gebets lebendurch das SCHOTT-Messbuch bereichert,das ich verwendete, währendunser Pfarrer vorne nochdie Messe in Latein „las“. Dann kamer eines Tages in unsere Wohnungund legte einen Pack Papier auf denTisch und sagte:Das machen wir jetzt. Womit dieLiturgiereform in unserer Pfarrgemeindegestartet wurde.Aber da war dann ja trotzdemnoch eine Barriere, denn die ausdem Lateinischen übersetztenGebete waren und sind auch heutenoch ziemlich unverständlich undweltfremd. Und wie ich höre solldas in der angeblich bevorstehendenHerausgabe des reformiertenMessbuches auch nicht anders sein.Da lob ich mir einen unserer Pfarrer,der immer sehr schöne Texte für denGottesdienstmitbrachte, beidenen manaufhorchte,die Seele inden Klanganderer Worte Helmut Schrifflals der gewohntenstellen konnte, um erfrischt zuwerden und eine Vorratspackungfür das Leben der nächsten Tagemitzunehmen. Ich wünsche mir, dassalle, die Gottesdienste gestalten undleiten, selbst formulierte Gebetesprechen, in denen das Leben derBeteiligten zur Sprache kommt. Wirkönnen ruhig Anregungen aus Büchernaufgreifen, aber diese sollenmit Leben erfüllt sein; mit Herzblutgeschrieben sein – mit dem eigenen;nächtelang dem Universumabgerungen sein; aus den Augen derMenschen um mich gelesen werden.Quellen für diese wichtige Tätigkeitsind Zeitungen, Gedichte, Büchermit Psalmen von heute, siehe unten,Fernsehsendungen, ... Ich habeimmer einen Zettel parat, um mirIdeen aufzuschreiben und sie späterin meinen Gebetsschatz einzufügen,der wie eine warme Decke für denWinter meiner Seele ist. Inzwischenist unter dieser Decke schon Platzfür Viele – für die ganze Welt. Da bistDu auch dabei! h.schriffl@gmx.atLiteraturempfehlun gen:Michel Quoist, „Herr da bin ich“,vor über 60 Jahren erschienen, aberimmer noch fantastisch, so kann nurein Franzose schreiben und beten.Ernesto Cardenal, „Zerschneide denStacheldraht“, moderne Ausgabenhaben den Titel geglättet und nennendas Büchlein nur mehr „Psalmen“Werner Krotz, „Du bist da“, Die Psalmender Bibel in neuer Bearbeitung!Uwe Seidel, Diethard Zils, „Psalmen derHoffnung“, alt aber gut.Hanns Dieter Hüsch, Uwe Seidel,„Ich stehe unter Gottes Schutz“,Psalmen für den Alltag, ein besondersheißer TippHelmut Stefan Milletich, „Psalmen“,ein Werk neueren Datums (2011)DiaKontakte 3-2013, Nr. 31 | 15


Kurzundgut20 Brüder auf dem WegSeit Jänner sind 19 Männer undviele ihrer Ehefrauen in der Ausbildungzum „Weihejahrgang 2016“.19 davon aus unserer Erzdiözese,einer aus der Diözese Eisenstadt.16 gehören dem Stadtvikariat an,zwei kommen aus dem Nordenund leider keiner aus dem Süden.Das Durchschnittsalter beträgt48 Jahre. 16 Brüder sind verheiratet,drei leben zölibatär, einer davonist ein Mitglied des Franziskanerordens.Die berufliche Bandbreite reichtvon Lehrer, Notfallsanitäter,Krankenpflegern und Pastoralassistentenbis zu einem Architekten,Angestellten, Exekutivbeamten,Künstler und Pensionisten.Sehr erfreulich ist die starkeTeilnahme der Ehefrauen an denAusbildungs vorgängen, etliche vonihnen haben auch vor, die Ausbildungzur geistlichen Begleiterinim Rahmen des Diakonenseminarszu machen. Die Sommerstudienwochein Vorau brachte einen großenSchritt des Zusammenwachsenes– auch mit den Kindern.Nachdenklich stimmt: Wiesolassen die Berufungen aus denLand vikariaten und aus demBurgenland so nach? Wird durchsteigende berufliche Belastungdie aufwendige Fahrt nach Wienzu den Ausbildungsterminen zumHindernis? Andreas FrankAktuelles aus demDiakonenistitut:DiakonenkreisleiterAm 15. Okt. trafen sich imDiakonen institut die Sprecherder Diakonenkreise gemeinsammit dem Chef-edakteur Der Sonntagund Pressesprecher der ErzdiözeseWien, Dr. Michael Prüller.Er vermittelte uns einen gutenÜberblick über die Chancen undGrenzen der Medien und Öffentlichkeitsarbeitder Erzdiözese.Die Glaubensweiter gabe brauchteine Begegnung auf Augen höhevon Mensch zu Mensch.16 | Diakontakte 3-2013, Nr. 31Die Öffentlichkeitsarbeit willmithelfen, daß es zum Interesseam Glauben und zu dieser Begegnungkommen kann. Durch dievorhandenen kirchlichen Medienwird auch nur ein kleiner Prozentsatzder Katholiken erreicht(„Der Sonntag“ 4 %, „Radio Stephansdom“3 %,) und so müssenGood News über die öffentlichenMedien an die Menschen herangetragenwerden, damit das Interesseder Menschen am Beitrag derKirche für ein gelingendes Lebenund eine lebens werte Gesellschaftheran getragen wird. Seitens desAmtes für Öffentlichkeitsarbeitwerden die gesellschaftlichen Entwicklungenständig analysiert undpositive Konzepte für die Weitergabeder Frohbotschaft entwickelt.Bei diesen Treffen war auch PeterMorawetz, der im Amt für Öffentlichkeitsarbeitfür den Bereichpfarrliche und regionale Medienzuständig ist.Ergänzungen zur letztenNummerIn der letzten Ausgabe haben wireinen Beitrag zur kategorialenSeelsorge vergessen, weiters Ergänzunganbringen – für die wir unsbei den Betroffenen entschuldigen:In der Aufzählung der Jubilare derrunden Geburtstage gratulieren wirDr. Leopold Washüttl der am31. August 2013 seinen 70. Ge burtstaggefeiert hat. Weiters hat in derListe derer, die heuer ihr 10 jährigesWeihejubiläum feiern, Mag. ChristophBuda gefehlt.Sprechtag im DiakoNEN INSTITUTund KonsultationsgremiumJeden Dienstag zwischen 15 und19 Uhr wird die Möglichkeit einesGespräches mit dem Institutsleiterim Diakonen institut geboten.Damit diese angebotenen Zeitensinnvoll genützt werden können,ersuche ich um vorherige Anmeldung,damit ich im Diakoneinstitutanzutreffen bin. Falls ein Treffenim Institut – aus gesundheitlichenoder verschiedenen Gründen –nicht möglich ist, komme ich gernein die Wohnung oder in die Pfarre.Mir geht es um den Kontakt mitallen Mitbrüdern, Ehefrauen undzuständigen Pfarrern und auchdas Aufsuchen der Mitbrüder dienicht mehr mobil sind, oder sichim Krankenhaus befinden. Ichbesuche alle gern und bitte um diedazu notwendigen Informationen.Bitte vormerken:Der Weihejahrgang 2014 bereitetsich derzeit intensiv auf die Weihevor. In den Semesterferien unternimmter gemeinsam mit den Ausbildungsleiterneine Israelreise.Als Weihetermin ist der Samstag,11. Oktober 2014 um 15 Uhr imStephansdom geplant. So bittenwir euch, diesen Termin jetzt schonvorzumerken, damit wir unserenzukünftigen Mitbrüdern und derenFamilien durch unsere Mitfeiernein würdiges Fest bereiten können.Webauftritt der Diakonewww.diakon.atLiebe Mitbrüder, leider schreitetdas Projekt der internen Seitennicht so rasch voran, wie ich mirdas gewünscht hätte. Die notwendigenArbeiten sind doch aufwändigerals gedacht.Im öffentlichen Teil gibt es immerwieder Neues zu sehen. Ich binallen dankbar, die mir aktuelleInformationen zukommen lassen.Beiträge für die Web-Seiten derDiakone sendet Ihr am einfachstenals e-Mail direkt an mich.Zwei Punkte, die auf http://www.diakon.at/Wien/Diakonenliste.phpbesonders nachgefragt wurden,möchte ich vorübergehend füreuch eingeben, damit Ihr nichtwarten müsst. Das sind:KorrekturenDaten auch für entpflichtete Diakone..Wenn da etwas für Dich geändertwerden soll, so schreibe mir einee-Mail oder einen Brief.Diakon Gerhard Schmittc/o Pfarre Maria Treu, Piaristeng. 43Impressum: Medieninhaber, Herausgeber undVerleger: Institut für den Ständigen Diakonat derED Wien. Für den Inhalt verantwortlich und Redaktion:Franz Ferstl, Gestaltung: Peter Ernst.Alle: Boltzmanng. 9, 1090 Wien. Tel. 01 515 52 3480.DVR: 0029874(112) E- Mail: Diakonat@edw.or.at.Herstellung: wmp-druckvorbereitung, 1230 wien


GefangenenseelsorgeDiakon Georg Pawlikch war im Gefängnis, und ihr„I seid zu mir gekommen“(Mt 25,36b)Dieses Wort hat mich veranlasst,über diesen Auftrag des Herrnintensiver nachzudenken.Da ich über diese spezielle Seelsorgewenig weiß, habe ich einGespräch mit einem „Fachmann“,in der Person des ehemaligen Leitersder Gefangenenhausseelsorgeder Erzdiözese Wien, HR Msgr. Dr.Anton Millner, der 25 Jahre in derGefangenenseelsorge tätig war,gesucht.Aus seinem reichlichenErfahrungs schatz hat er mir stundenlangerzählt, aber auch einigeschriftliche Unterlagen, mit derErlaubnis diese zu verwenden,überlassen. Alles kursiv Geschriebenestellen Originalzitate aus denmir übergebenen Unterlagen dar.Wenn Menschen auf Grund besondererUmstände (z.B. Krankheit,körperlicher oder geistigerBehinderung, Militärdienst, hoheitlicherZwang oder Haftaufenthalt)für längere Zeit in besonderenAnstalten untergebracht sind unddadurch keine Möglichkeit haben,von der allgemeinen Seelsorgeerfasst und betreut zu werden,bedarf es der Einrichtung einerspeziellen seelsorglichen Betreuungdieser Menschen.Die Anstaltsseelsorge versucht,diesen ausgesprochenen Bedürfnissengerecht zu werden, da dieallgemeine Pfarrseelsorge mit derWahrnehmung der Seelsorge anden genannten Personengruppenhäufig überfordert ist.Der Priestermangel wird den Einsatzvon Nicht-Priestern (Diakone,PastoralassistentInnen) als notwendigerscheinen lassen.Die Komplexität der Arbeit desGefangenenseelsorgers bringt mitsich, dass neben persönlicher Reife,Lebenserfahrung und Berufspraxisim seelsorglichen Dienst aucheine angemessene Ausbildungerforderlich ist.Bei diesem Gedanken habe ich Dr.Millner gefragt, wie denn die Bandbreiteeiner derartigen Ausbildungaussehen sollte. NachstehendesKonzept würde er für angemessenerachten:Gottesdienst: Wer sind die Besucher?Warum kommen sie in denGottesdienst?Welches Predigtthema ist für diesenPersonenkreis angebracht?Einzelgespräch: Was ist das Zieldieser Gespräche?GruppenarbeitDie Persönlichkeit des Tätersberücksichtigen / ergründenDie Familie des Täters muss indie pastorale Betreuung mit einbezogenwerdenDelikte sowie das Phänomen desRückfalls berücksichtigenAuf Krisen während der Haftvorbereitet zu seinDie Subkultur im Gefängnisnie unterschätzen.Den Kontakt zu den anderenFachdiensten pflegenEntlassungsvorbereitung undeventuelle Nachbetreuungdurch div. Beratungsstellen, Wohnheimebzw. dem Verein für Integrationshilfebei Bedarf begleitenIm Jahrbuch der ED Wien 1998 hatHR Dr. Anton Millner auf Seite 31ffeinen Artikel zu diesem Thema geschriebenaus dem ich auszugsweiseeinige Passagen zitieren möchte.Die Gefangenenseelsorge hat esvor allem mit Menschen zu tun, dievon der Gesellschaft ausdrücklichals „Schuldige“ bezeichnet werden.Diese Seelsorge gibt es bereits seitden Tagen der Urkirche. Die PredigtJesu, sein Beispiel und WirkenMsgr Anton Millnersowie die Mahnung (Hebr 13,3),die Gefangenen nicht zu vergessen,waren der Kirche zu allen Zeiteneine ernste Verpflichtung.Der Seelsorger weiß sich immerwieder auch mit der Frage konfrontiert:Ist er nur Seelentröster,der geduldig die Verzeihung Gottesanbietet, oder hat er die Schuldeinsicht– etwa durch deutlicheWorte vom ewigen Gericht – nochzu fördern? Ist er nur der – nichtausgebildete – Sozialarbeiter, derBriefmarken ausgibt und mit Behördentelefoniert, oder, wie mancheJustizwachebeamte meinen,der Naive, der sich von falschenTränen täuschen, von suggerierterNot erpressen und von raffgierigenBetrügern irreführen lässt?Seelsorgliche Gespräche könnenKonfrontation enthalten, wenn dieFolgen von Größenwahn, Egoismusund Machtstreben zur Debattestehen. Dabei ist aber immer dasGegenüber, ein einmaliger Mensch,zu beachten.Ich glaube, liebe Mitbrüder, diesesehr gestrafften Gedanken meinesGesprächspartners haben uns,zumindest partiell, die Komplexitätdieser pastoralen Tätigkeit aufgezeigt.Solltests Du mehr darüber wissenwollen, bitte ich gerne HR Dr. AntonMillner interessierten Diakonenfür ein Gespräch zur Verfügungzu stehen.•

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