April 2013 - Gornergrat Bahn

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April 2013 - Gornergrat Bahn

einfach retourMatterhorn Gotthard Bahn, Gornergrat Bahn, Glacier Express: mehr erfahren 1/1310 JahreMatterhornGotthard BahnUnserJubiläum.Die 10 Jahre jungeBahn jubiliert.Seite 4, 5Unser Präsident.Leiser Antrieb an derSpitze:Jean-Pierre Schmid.Seite 6, 7UnsereWanderungen.Vier ungewohnteTouren.Seite 12, 13


Die besten Wanderungenentlang der Bahn findenSie auf www.matterhorngotthardbahn.ch


einfach retour · 3Inhalt410 Jahre MatterhornGotthard Bahn.Mitarbeitende blicken vor undzurück.6«Regionalverkehr nochweiter ausbauen.»Wohin Jean-Pierre Schmid, Vorsitzenderdes Verwaltungsrates,die Bahn führt.9Kulturbahn.Das Kollegium Spiritus Sanctus jubeltmit der Bahn: Was die beidenverbindet.10Bereit für den Berg.Die Gornergrat Bahn erneuert diezweitälteste Wagengeneration.12Wanderbahn.Vier ungewohnte Wandertippszwischen Zermatt, Göschenenund Disentis.14Tyyfelsbrigg.Die pfiffigen Urschner überlistenauf der Freilichtbühne Andermattein zweites Mal den Teufel.15KreuzwortEin Bahnrätsel zum Mitmachen.4691012EditorialDie Matterhorn Gotthard Bahnfeiert im Jahr 2013 ihr 10-Jahre-Jubiläum, und die GornergratBahn versucht am diesjährigenGornergratfest den Weltrekordder Alphornbläser zu knacken!Feiern Sie mit am 27. April 2013beim Tag der offenen Tür in denDepots und Werkstätten der MatterhornGotthard Bahn im Glisergrundbei Brig und am 17. August2013 beim Weltrekordversuchder Gornergrat Bahn aufdem Gornergrat! Geniessen Sievorab diese Lektüre und lassenSie sich von derBrücken-, Wander-,Erlebnis-,WeltrekordundJubi -läumsbahninspirieren!Melanie TrufferLeiterin UnternehmenskommunikationIMPRESSUMHerausgeber: Matterhorn Gotthard Bahn, Gornergrat Bahn Adresse: Bahnhofplatz7, 3900 Brig Redaktionsteam: Melanie Truffer und Susanne Perren Fotos:Bernhard Lochmatter Erscheinungsweise: 2-mal jährlich Auflage: 30000 ExemplareGrafik, Layout und Druck: Vogt-Schild Druck AG, Gutenbergstrasse 1,CH-4552 Derendingen © Herausgeber: Nachdruck oder sonstige Wiedergabe nurmit schriftlicher Bewilligung gestattet.


in fahrt · 410 Jahre Matterhorn Gotthard BahnJung und fit ist sie, die Matterhorn Gotthard Bahn. Ihr hundertjähriges Erbe achtend, fährt sie in eine neueZeit. Wie die Mitarbeitenden «ihre Bahn» und den ersten runden Geburtstag erleben, lesen Sie hier.Glisergrund «Die MatterhornGotthard Bahn istsuper! Ich arbeite seiteinem Jahr hier und hattenie das Gefühl, die Zeit vordem Zusammenschluss seinoch ein Thema. Im Zentrumstehen der Kunde,das Erlebnis und das Rollmaterial,und das soll auchin Zukunft so bleiben.»Eva Capelli, SachbearbeiterinRollmaterial undTraktion, Depots & WerkstättenGlisergrund3 5 Brig «Die Neuformierungder Arbeitsgruppen nachdem Zusammenschlussging im Eiltempo voran.Früher waren wir wenigerkompakt, jetzt sind wir modernerund auch Andermatt4Brig «Als Buben fuhren wir mit dem «Regionalbähnli»nach Lax. Diesem Image ist die Bahn entwachsen. Siehat ein grosses Selbstverständnis und ihr Angebot entwickelt.Heute ist sie eine Tourismusbahn, die gut beiAndermatt «Mir ist dieMatterhorn GotthardBahn ein Stück Heimatgeworden. Sicher, durchdie neue Grösse ergebensich lange Distanzen.Doch die Akzeptanz istist gut integriert. Ich bin seit über 30 Jahren dabei undimmer gerne.»Marie-Louise Lagger, Sachbearbeiterin InfrastrukturDepots & Werkstätten GlisergrundGlacier Express «Ich habe meinen Traumjob gefundenund die internationale Kundschaft motiviert michden Einheimischen ankommt– umso mehr, alsvölkerung oder bei den jeden Tag aufs Neue. Wir sind ein aufgestelltes Teamgross – sei es in der Be-4wir sie nun mit der Taktverdichtungzur S-Bahn ausbauen.»Martin Berchtold, Mitgliedder Geschäftsleitung undLeiter Betrieb, Brig.Kollegen. Nun stehen dienächsten Schritte im Marketingan.»Kurt Nussbaumer, LeiterKundenlenkung undVerkauf Brig-Disentisund bieten top Qualität, die auch geschätzt wird. Darumfreue ich mich auchüber die höheren Frequenzenund längeren Züge.»Denix Sande Torres, ZugbegleiterTeam ZermattJubiläumsaktionenDas junge Unternehmen feiertden 10. Geburtstag an jedem10. des Monats. Während desganzen Jahres überrascht dieMatterhorn Gotthard Bahn am10. jedes Monats mit verschiedenenGeschichten und Gewinnspielen.Mit dabei sind die vier verschiedenenregionalen Medien:Radio Rottu Oberwallis (rro),Walliser Bote, Radio Grischaund Urner Wochenblatt. Sie berichtenüber die Bahn und verlosendabei verschiedene Ticketsund Gutscheine. LESENund ZUHÖREN lohnt sich alsospeziell am und um den 10.eines jeden Monats.BrigGlisergrund 43Visp 2Zermatt1GornergratGöschenenAndermatt5Disentis


in fahrt · 51Zermatt «Der Zusammenschluss war ein bereicherndesErlebnis; wir sind zu einer Einheitgeworden und öffentlich werden wir stärkerwahrgenommen. Auch für die Region sind wirwichtig: Im Mattertal fahren die Kinder mit unstäglich zur Schule, Erwachsene zur Arbeit.»Mario Gruber, Leiter Verkauf MattertalBahnhof Visp «Für2uns Statiönler war derZusammenschluss einrollender Übergang.Etwas, was zusammengehört,ist zusammengekommen.Zu unseremnächsten runden Geburtstag wünsche ich mir, dasswir noch moderner werden – zum Beispiel mit mobilenBilletten.»Thomas Schmid, Reiseverkäufer, VispMeilensteine2003 Fusion2004 Spatenstich Matterhorn Terminal in Täsch undneuer Bahnhof in Visp.2005 75 Jahre Glacier Express – gefeiert mit neuemRollmaterial. Spatenstich Ostausfahrt in Brig.2006 Eröffnung Matterhorn Terminal Täsch.2007 25-Jahre-Jubiläum des Furkatunnels. Einführungder neuen KOMET-Triebzüge und Einweihung derOstausfahrt. Der Lötschberg-Basistunnel wird eröffnet.2008 Spatenstich neues Verwaltungsgebäude in Brig.2009 Die Betriebsleitzentrale in Brig geht in Betrieb.2010 Bei dem Unfall des Glacier Express-Zuges erlebtdie MGBahn die schwerste Zeit ihrer Geschichte.Bezug des neuen Verwaltungsgebäudes.2011 Kooperation mit der Alpin Cargo AG im Güterverkehr.Die grösste Bestellung für neues Rollmaterialin der Geschichte des Unternehmens, im Wert vonCHF 106 Mio., wird ausgelöst.2012 Eröffnung der neuen Galerie Zen Hohen Flühen.Der Furkatunnel erhält neue Lösch- und Rettungsfahrzeuge.Die Depots und Werkstätten im Glisergrundwurden erweitert.


thema · 6«Wir wollen den Regionalverkehrnoch weiter ausbauen.»Der Verwaltungspräsident der BVZ Holding, Jean-Pierre Schmid, lässt andern den Vortritt, derweil er im Hintergrundimmer für «seine Bahn» da ist. Im Interview erzählt er, wie ihm der Bahnunfall im Goms nahe ging undwohin er die Bahn in den nächsten Jahren führen wird.Jean-Pierre Schmid, Sie führen einAdvokaturbüro in Sitten und lebenauch dort. Wie haben Sie zu der inneralpinenBahn gefunden, deren Sitz imOberwallis ist?Jean-Pierre Schmid: Ich bin Bürger von Ausserberg.Meine Eltern stammen beide aus demOberwallis und wir lebten fünf Jahre in Visp,bevor wir nach Sitten zogen. Dort besuchte ichdie französische Schule. Daheim redeten wirjedoch strickte Oberwalliser Dialekt.Zur Bahn kam ich durch meinen damaligenArbeitgeber Emil Taugwalder, dessen Büroich später übernommen habe. Er ging insofernin die Geschichte der damaligen Compagniedu Chemin de Fer Brig–Visp–Zermattein, als dass er den Hauptsitz von Lausannenach Brig verlegte.Sie haben als Verwaltungsrat miterlebt,wie die am 1.1.2003 geschlossene Vernunftehezwischen FO und BVZ zum Erfolgsmodellwurde. Was macht diesenErfolg aus?Eine Präzision vorweg: Die Bahnen habennicht fusioniert, sondern vielmehr sich zusammengeschlossen.Die BVZ gehörte alskotierte Gesellschaft privaten Aktionären,


einfach thema retour · 7«Der Erfolg derBahn gründet aufden motiviertenLeuten»: Jean-Pierre Schmid inseinem Büro inSitten.die Furka-Oberalp-Bahn war ebenfalls eineeigenständige Aktiengesellschaft. BeideVerwaltungsräte stimmten dem Zusammenschlusszu und verdoppelten so die Linie.Der Erfolg indes gründet auf dem Willender Leute, die in führenden Positionenviel Motivations- und Integrationsarbeitleisteten.BVZ und FO prägten unterschiedlicheKulturen – wie haben Sie das erlebt?Die BVZ hat nie effektiv Politik betrieben,derweil im FO-Verwaltungsrat ausschliesslichVertreter der öffentlichen Hand sassen.Wenn Sie so wollen, trafen Politiker auf Geschäftsleute.An der Basis war bei der FOeher eine klassische Eisenbahnermentalitätauszumachen. Bei der BVZ hingegen wehteein anderer Wind: jener der Dienstleistungsgesellschaft.Nach dem Zusammenschlusshat das Management exzellente Arbeitgeleistet, um alle auf denselbenNenner zu bringen.So oder so.Tennis oder Golf?Tennis. Mindestens drei Stunden pro Woche, imSommer fünf. Tennis entspannt und lenkt mich ab.Theater oder Buch?Bücher, meist französische Literatur. Aktuell «Lavérité sur l'Affaire Harry Quebert» vom jungenGenfer Romanpreisträger Joël Dicker, eine fesselndeReflexion über das Amerika von heute.Berg oder Meer?Meer. Und mindestens einmal pro Jahr Venedig.Diese Stadt erlaubt es einemam meisten, zu träumen.Espresso oder Wein?Ich schätze Walliser Weine.Es darf aber auch einmalein Franzose sein.«Wir bleiben uns treuund machen das, waswir können, exzellent.»Jean-Pierre Schmid, Vorsitzender desVerwaltungsrates der BVZ Holding undMatterhorn Gotthard Bahn.Was bedeutet Ihnen diese Bahn? Sietreten selten öffentlich in Erscheinung.Ich hänge sehr an der Bahn – ohne dieseÜberzeugung hätte ich nicht während23 Jahren mitgemacht. Emotional gesehenist sie beinahe wie ein Kind von mir – obschonich bei Weitem nicht der einzige Elternteilbin. Ständig öffentlich aufzutreten,liegt nicht in meiner Natur. Lieberwidme ich mich meinen Pflichten: Verwaltungsratssitzungen,Generalversammlungen,speziellen Anlässen, und ich binda, wenn grössere Probleme auftauchen.Nach dem Unfall im Juni 2010 im Gomswar ich ständig vor Ort und Stelle. Das hatmich sehr betroffen und mitgenommen.Sonst halte ich mich an die Regel: Ein Verwaltungsratsollte nie operativ tätig sein.«In den nächstenzehn Jahrenrechnen wir mit55 MillionenFranken an jähr -lichen Investitionen.»Der Terminal Täsch, die Neat, die Ostausfahrtin Brig – Sie haben gewaltigeFortschritte miterlebt. Welcher nächsteSprung steht an?Viele Sprünge – zum einen ausgelöst durchdas neu bestellte Rollmaterial von 106 MillionenFranken. Es wird uns eine wesentlicheTaktverdichtung zwischen Zermatt undFiesch ermöglichen, wir werden mit längerenZügen verkehren und mehr Frequenzenanbieten. Das wiederum bedingt längerePerrons und mehr Stellen für Zugkreuzungen.Es ist ein bisschen wie beim Legospiel:alles muss zusammenpassen. Nur sinddas keine billigen Gadgets, sondern Inves -titionen, die viel kosten. Allein die Sanie-


thema · 8«Wir arbeiten aneiner Neugestaltungdes Glacier Express.»rung des Furkatunnels budgetieren wir auf200 Millionen Franken. Darüber hinaus erneuernwir die Bahnhöfe Andermatt, Zermattund Brig.Wie verschafft sich das Unternehmenin Bern Gehör, um Finanzhilfe für dieInvestitionen zu erhalten? Immerhinfliessen jährlich 15 Millionen alleinin die Erneuerung der Infrastrukturund 15 Millionen Franken ins Rollmaterial.In den nächsten zehn Jahren rechnen wirsogar mit 55 Millionen Franken an jährlichenInvestitionen. Die Kosten der Infrastrukturtragen die Kantone. Beim Furkatunnelwird uns der Bund behilflich sein imRahmen einer Sonderfinanzierung.Was versprechen Sie sich von SawirisProjekt in Andermatt?Wenn es realisiert wird – ein grosses Potenzial.Glauben Sie wirklich, diese Gäste werdenmit dem Zug anreisen?Die Villenbesitzer vielleicht nicht, aber jenefür die Wohnungen. Zudem wandelt sichAndermatt zu einem attraktiven Ort.Schneesportler Richtung Oberalp werdendie Bahn als Sportbahn benutzen.Das entspricht ja einem der strategischenZiele: Die Bahn soll ihr Image alsErlebnisbahn in den Alpen festigen. Wienahe dran sind wir?Der Glacier Express ist bereits ein Vorzeige-Erlebnisbahnprodukt. Er wird aktuell neuaufgestellt. Künftig verkehren wir mit dreistatt wie bisher mit vier Zügen und verbessernso die Auslastung. Und auch im Gomssind wir vor allem im Winter als Sportbahndas ideale Transportmittel für Langläuferinnenund Langläufer.Vorwiegend Deutsche reisen mit demGlacier Express. 2011 sank die Nachfragejedoch um 7,8 Prozent. Ein Klumpenrisiko,zumal von Juni bis September80 Prozent des Umsatzes erwirtschaftetwerden.Der deutsche Markt schrumpft, das ist inder Tat ein Problem. Hingegen kommen dieJapaner immer häufiger sowie Touristen ausden asiatischen neuen Märkten, insbesondereChina. Bis Ende 2013 werden wir definitivwissen, in welche Richtung die Neugestaltunggeht.Was für Wachstumskonzepte verfolgenSie?Wir wollen den Regionalverkehr noch weiterausbauen. Hierfür ist da neue Rollmaterialgedacht. Der Erlebnisfaktor soll nochbesser verankert werden. Wir wollen dieReisenden in Brig und Visp abholen und siein die Ferien bringen.Graffiti, Randalierer, überfüllte Pendlerzüge– all dies kennen Sie nicht. Ihregrösste Sorge?Wenn die öffentliche Hand, bedingt durchdie Wirtschaftskrise, nicht mehr in der Lagewäre, ihren finanziellen Verpflichtungennachzukommen.Wie halten Sie es mit Expansionen?Hegen wir keine. Die BLS ist eine komplettandere Bahn – es wäre auch vermessen. DieRhätische Bahn (RhB) braucht ein eigenesManagement; zudem sind wir eine Zahnradbahnund die RhB nicht. Wir bleiben unstreu und machen das, was wir können, exzellent.>


erlebnis bahn · 9«Die Bahn hält unser Ein -zugsgebiet zusammen.»Der Prorektor des Kollegiums Spiritus Sanctus Brig, Matheo Eggel,über pendelnde Studenten, Musse beim Bahnfahren und gemeinsameProjekte.«Es gibt auch welche,die täglichzwischen Münster undBrig pendeln.»Matheo Eggel.Das Kollegium Brig besucht zu seinem350-Jahre-Jubiläum jeden Monat einen Bezirk.Wie liessen sich die ersten Treffen an?Matheo Eggel: Wir waren mit unseren kulturellenEnsembles – mit der Spirit SymphonicBand, den Spirit Singers und dem Spirit ChamberOrchester – in Raron, Visp und Sitten. DerPublikumsaufmarsch war jeweils enorm, etwaals wir mit dem Farfalla-Chor aus Vispertermineneine Uraufführung von Werken unseresehemaligen Lehrers Gustav Zimmermann zumBesten gaben. Wir spüren die Wertschätzungder Bezirke und genau darum geht es uns.bis nach Zermatt zusammen. Wir machen unterden Studierenden immer wieder Pendleraus, die täglich mit der Bahn zur Schule kommen,oder aber jene, die an den Wochenendenheimfahren. Seit Jahren unterstützt zudemdie Bahn unser Studententheater. Aufsolche Partnerschaften sind wir angewiesen.Mobilität ist einer der aktuellen Trends –nimmt der Anteil an pendelnden Studierendenzu?Genaue Erhebungen haben wir bislang nichtgemacht. Es gibt jedoch Schüler, die jedenMorgen von Münster herkommen undabends heimfahren. Auch jene zwischen Brigund Visp benutzen den öV jeden Tag.Was für ein Bahnfahrer sind Sie?Ich benutze die Bahn als Sportbahn, etwa imWinter, wenn ich zum Langlaufen ins Gomsfahre. Zug fahren entspannt. Oft lese ichnicht einmal etwas, sondern betrachte dieLandschaft. Die Bahn fährt durch eine grossartigeKulisse. >


Bereit für den BergDie Einkaufstouren von Dario Jossen führen bis in die Niederlande oder nach Deutschland. Dortfindet er etwa Profile, Dichtungen und Spezialbestuhlungen. Er und sein Team brauchen diese für vierDoppeltriebwagen der Gornergrat Bahn. Sie werden in den nächsten Jahren komplett erneuert.■ Bevor überhaupt etwas eingekauft odergebaut wurde, hat der Projektleiter DarioJossen ausgiebig Pläne studiert: «Die Zügesind seit 1993 in Betrieb. Wir prüften aufgrundder vorhandenen Dokumentation,was für Teile wir benötigen und wo wir dieseallenfalls herbekommen. Solches Materialkauft sich nicht einfach in einem Baucenter»,erklärt er. Manchmal gibt es auch garkeine Originalteile mehr. Dann suchen erund sein Projektteam nach geeigneten Ersatzteilen.Viele davon finden sie in derSchweiz, doch diverse Profilstücke, Dichtungenund etwas Weniges an Originalersatzteilenstammen aus Deutschland.So weit, so gut. Bloss: Wie gelangen Doppeltriebwagender Gornergrat Bahn nach Glis, wosie doch wegen der unterschiedlichen Zahnstangenhöhenicht auf dem Schienennetz derMatterhorn Gotthard Bahn fahren können?«Ersatzteile kauft mannicht einfach in einemBaucenter.»Dario Jossen,Projektleiter Refit Gornergrat Bahn.Speziell angepasste Drehgestelle der MatterhornGotthard Bahn machten es möglich: Aufdiesen wurden die zwei Wagenkästen einzelnvon Zermatt nach Brig transportiert.Komplett erneuertVier Doppeltriebwagen (Bhe 4/8 3051 –3054) der Gornergrat Bahn werden von2012 bis 2015 komplett erneuert. Das 30-köpfige Projektteam, bestehend aus Schlosser,Elektriker, Schreiner, Mechaniker, Sattlerund Maler der Werkstätte im Glisergrundund der Gornergrat Bahn, haben die Wagenkomplett ausgehöhlt sowie die Wagenkästendemontiert. Binnen dreier Monate wurdenverschiedene Elektrokomponenten ersetzt.Die Fachleute bauten einen neuenBoden ein, ersetzten die Fensterscheiben inklusiveder Fenstergummis, fertigten sämtlicheZwischenwände neu an, auch dieWandverkleidungen, bauten die in Blau gehaltene,neigungskompensierte Bestuhlungein, montierten neue Ski- und Velogestelleund erneuerten die Deckenelemente. Hutablagengibt es keine mehr, dafür mehr Sitzkomfort.Und natürlich verfügen die aufgefrischtenWagen neu über ein elektronisches Kundeninformationssystem.«Das unterstreicht unserenDienstleistungscharakter», bekräftigtDario Jossen.


in fahrt · 11Vorher…Ein Wagenkastennach Abschlussder Spachtel -arbeiten.Wieder aktuell:Ein erneuerterGGB-Doppeltriebwagen.…nachher: Dieschicken blauenPolster bietenmehr Sitzkomfort.Die Wagen wurdenkomplettausgebaut.Nach der Grundierung……folgt die ersteLackierung.Kostspielige AufgabeDer erste umgebaute Doppeltriebwagen –bestehend aus zwei Triebwagen-Hälften –fand noch rechtzeitig vor Weihnachten zurücknach Zermatt. 5000 Stunden haben dieHandwerker dafür aufgewendet. «Der ersteUmbau ist der heikelste und eine Herausforderung,weil man immer wieder auf Unvorhergesehenesstösst», sagt Dario Jossen. Allerdingshabe es sich dieses Mal in Grenzengehalten und zudem könne er auf ein sehrkreatives Team zählen, freut er sich.Im Herbst 2013 kommt die nächste Kompositiondran. Da sämtliche Arbeiten in dereigenen Werkstatt ausgeführt werden, hatdas gestufte Vorgehen nebst dem Ressourcenaufwandvor allem eine finanzielle Bewandtnis:Die Revision eines GGB-Doppeltriebwagenskostet beinahe eine MillionFranken. >


Welchen Weg zurrWanderbahn gehen Sie?.


wanderbahn · 13Helen Simmen aus Realp,Mitarbeiterin Private Banking Schwyzer Kantonalbank, sagt:«Stets andere Aussichten bietet der Ursener Höhenwegvon Realp nach Andermatt (Gehzeit: ca. 3,5 Std.). MeinGeheimtipp führt aber von Realp (1538 m) über dieLochberglücke (2591 m) auf die Göscheneralp (1782 m).Dieser wildromantische Gebirgspfad erfordert jedochTrittsicherheit. Entlang von geschliffenen Gesteinsformationenerkennt man, wie weit herunter der Gletschereinmal gereicht hat.» (Gehzeit 5 Std.)Rolf Escher, letzter FO-Direktor undehemaliger Vizepräsident der Matterhorn Gotthard Bahn, sagt:«Als Direktor lief ich die gesamte Strecke entlang der Bahnab. Grossartige Erinnerungen hege ich an die wandelndenKulturlandschaften auf dem Weg von Sedrun via Dieni,Val Val nach Andermatt. Die leichten Hängewege sind besondersfür die reichhaltige Alpenflora bekannt. Der Streckenabschnittvon Sedrun auf den Oberalppass ist alsRoute ‹Senda Sursilvana› signalisiert.» (Gehzeit: 6–7 Std.)Walter Furrer, Zugbegleiter Glis, sagt:«Ich liebe Wanderungen, die auf den ersten Blick unscheinbardaherkommen: Etwa die Tour von Bitsch via unteresMatt hinauf nach Termen, weiter zur Biela bis nachBrig. Der alte Dorfkern und die Gärten in Termen schaffenzu jeder Jahreszeit eine andere Kulisse. Alsbald nach derRita-Kapelle liegt einem das ganze Tal zu Füssen, derweilauf der Höhe die Belalp, Riederalp und die Bettmeralpgrüssen.» (Gehzeit: ca. 1 Std. 45 Min.)Daniel Luggen, Tourismusdirektor Zermatt, sagt:«Auf meinem Lieblingsweg habe ich das Matterhorn immerim Blick. Er führt von der Täschalp auf die Sunnegga. Nacheinem Aufstieg von 20 Minuten von der Täschalp, die manmit dem Taxi erreicht und auf welcher ich immer noch eineMilch trinke oder etwas Ziger kaufe, führt der Weg entlangder Waldgrenze, umgeben von hochalpiner Flora, auf dieSunnegga. Eine Augenweide.» (Gehzeit: 2 Std.)


einfach magazin retour · 14 · 14Die pfiffigenUrschnerwerden aufder FreilichtbühneAndermatteinzweites Malden Teufelüberlisten,wenn auchanders als dieGeschichteuns lehrt.«Tyyfelsbrigg» –Freilichtspiele AndermattGrandios und teuflisch imposant. Mit der Sage von der «Tyyfelsbrigg»setzen die Freilichtspiele Andermatt im Sommer 2013 einen Höhenpunkt.■ Die Freilichtspiele Andermatt haben sich innerhalbweniger Jahre einen Namen weit über das Urserntalgemacht. Im Sommer 2013 wird die wohl bekanntesteSchweizer Sage aufgeführt– allerdings überraschendanders: skurril,mit unerwartetenWendungen und kraftvollenDialogen.nach dem richtigen Weg sucht und dabei gigantischeHindernisse überwinden muss.» Nicht nur die Geschichteist spannend. Auch das Spiel mit über 50 Mitwirkendenvor der einzigartigenBergkulisse wirdzum Erlebnis. Livio Andreinaführt Regie und AnnaMaria Glaudemans ist fürdie Ausstattung verantwortlich.Sage in aktuellem«Die Tal-GemeinschaftKontextTickets bei der BahnVerfasst hat das Stückmuss nach dem rich -Das Freilichttheater «Tyyfelsbrigg»wird vom 12.die renommierte Luzernertigen Weg suchen.»SchriftstellerinJuli bis 31. August 2013 anAutorin Gisela Widmer.Gisela Widmer. «Dasjedem Mittwoch-, FreitagundSpiel dreht sich zwar um die Sage vom Bau der Brückein der Schöllenen», erklärt sie. «Doch eingebettet wirddie Sage in eine brisante Geschichte einer Tal-Gemeinschaft,die – buchstäblich und im übertragenen Sinn –Samstagabend gespielt. Tickets gibt es auch amSchalter der Matterhorn Gotthard Bahn in Andermattsowie an allen grösseren SBB- und Post-Filialen.www.tyyfelsbrigg.chZermatt-MarathonDen überaus beliebten ZermattMarathon (6. Juli 2013) kann manauch in Zweierteams absolvieren.Staffelübergabe ist in Zermatt.■ Über 1900 Höhenmeter müssen die Läuferinnenund Läufer bewältigen, um vom 1116 Meter hoch gelegenenSt.Niklaus, über Zermatt (1616 m ü.M.) aufdem 2585 Meter hoch gelegenen Riffelberg zu gelangen– umgeben von 29 Viertausendern.Wer sich das nicht alleine zutraut, aber dennoch einmaleinen Bergmarathon laufen will, kann sich mit einerPartnerin oder einem Partner die Strecke teilen:Eine(r) läuft bis Zermatt, der oder die andere von dortauf den Riffelberg. Gestartet wird in den KategorienFrauen, Männer, Master 90+ und Mixed. Via Internetkann – sofern die persönliche Suche erfolglos blieb –auch eine Läuferin oder ein Läufer gesucht werden.Am 1. Juni findet ein Trainingslauf von Zermatt aufden Riffelberg statt. Dabei profitieren die Teilnehmendenvon der fachkundigen Führung des schnellstenOberwalliser Bergläufers Martin Schmid.Die Matterhorn Gotthard Bahn als Hauptpartner begleitetdie Marathonistas am 6. Juli mit einer fahrendenTribüne.www.zermattmarathon.chOberalp Openair ExpressIm Sommer 2013 fährt die Matterhorn Gotthard Bahn erstmalsOpenair über den Oberalp.Das wird die Sommerpremiere: im Openair Express über den Oberalp.■ Die einzigartige Fahrt wird mit dem Nostalgie-Gesellschaftswagen Belle Epoqueund dem Nostalgie-Openair-Aussichtswagen durchgeführt. Sie findet vom 29. Juni biszum 1. September täglich statt. Die Fahrgäste können von einem Wagen zum andernzirkulieren. Für Fahrten bei unsicherem Wetter gibt die Matterhorn Gotthard Bahn Pelerinenab.Mit seinen 50 Sitzplätzen gibt der Gesellschaftswagen Belle Epoque auch gleich diemaximale Teilnehmerzahl pro Fahrt vor.


einfach retour rätsel · 15Geschinen und Bitsch:neue SchrankeEingangs Bitsch und am Bahnhof Geschinenverbessern neue Schranken die Sicherheit fürFussgänger.■ Die Matterhorn Gotthard Bahn saniert sämtliche Bahnübergängeentlang der Strecke. 122 von insgesamt 153 sind derzeit in Bearbeitung.Eingangs Bitsch sichert seit November 2012 eine Schranke die Fussgängervor durchfahrenden Zügen. An zwei weiteren Bahnübergängenwarnt ein Andreaskreuz die Passanten. Am Bahnhof Geschinenist ebenfalls eine Schranke installiert worden. In Randa hat die Bahngleich acht Bahnübergänge saniert.Die Matterhorn Gotthard Bahn gratuliertden Gewinnerinnen und Gewinnerndes Rätsels vom einfach retourWinter 2012/13. Der Hauptpreis gingan Baasch Germaine, Mörel-FiletWeitere Preisgewinner:2. Preis: Partl Uschy, Zermatt3. Preis: Cathry Thomas, AndermattDiese Angaben sind ohne Gewähr.Lösung zu «einfach retour» 02/121. Preis: Gutschein von CHF 350.– für Erlebnisbahnprodukte der Matterhorn Gotthard Bahn / Gornergrat Bahn.2. Preis: Gutschein von CHF 250.– für Erlebnisbahnprodukte der Matterhorn Gotthard Bahn / Gornergrat Bahn.3. Preis: Gutschein von CHF 190.– für Erlebnisbahnprodukte der Matterhorn Gotthard Bahn / Gornergrat Bahn.Einsendeschluss: 26. Juli 2013. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Über dieVerlosung wird keine Korrespondenz geführt.Einsenden an: Matterhorn Gotthard Bahn, Unternehmenskommunikation, einfach retour, Bahnhofplatz 7, 3900 Brig. E-Mail: info@mgbahn.ch,Betreff: einfach retour.


Illustration: Max SpringFeiern Sie mit – 10 Jahre Matterhorn Gotthard Bahn. Mehr auf Seite 4 und 5.

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