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Down Under lockt!

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das Buch „Australien

das Buch „Australien – Das Paradies für Einwanderer?“ geschrieben und betrachtet darin ihre neue Heimat kritisch und konstruktiv. Wer sich also mit dem Gedanken spielt, in Australien sesshaft zu werden, sollte sich dieses Buch – bevor man sich in teure Auswanderungsberatungen stürzt – als „Pflichtlektüre“ vornehmen. Sie arbeitete selbst eine Zeit lang in der Hotel- und Tourismusbranche und sieht für Westeuropäer sehr gute Chancen einen Job zu bekommen. „Ein Dienstverhältnis wie in Europa bekommen Interessierte eher in renommierten Restaurants und Hotel. Die unzähligen Klein- und Mittelbetriebe stellen am liebsten Teilzeitkräfte ein. Bedingt durch die Arbeitsmoral der Australier, muss man sich einen fixen Vertrag quasi erst verdienen. Eine Großzahl der Australier wechselt den Arbeitsplatz sehr häufig und die von Europa gewohnte Loyalität findet man eher selten. Das wird für Deutsche, Österreicher und Schweizer zum Vorteil, weil sie in Australien für ihren Arbeitseifer und Enthusiasmus bekannt sind. Und so ist es relativ einfach, auch wenn man nur mit wenig Erfahrung aufwarten kann, eine Anstellung zu finden. In Tourismusgebieten, in denen naturgemäß auch entsprechend viele Deutschsprachige anzutreffen sind, ist die Sprachkenntnis ein weiterer Bonus“, erläutert Meissl. „Das Gehaltsschema ist so facettenreich, wie die Gehaltsvorstellungen der Arbeitssuchenden selbst. Als Richtlinie kann man unter www.wageline.qld.gov.au die aktuellen Bezahlungskategorien erfragen. Trinkgelder sind in Australien eher un- üblich, daher liegt das Gehalt etwas über dem Gewohnten. Genauere Angaben kann ich darüber leider keine machen, da diese stark variieren und auch lokal unterschiedlich sind“, so Meissl weiter. Die Lebenserhaltungskosten sind generell niedriger als in Europa, alleine schon wegen der Mieten. So zahlt man beispielsweise in Noosa 250 Australische Dollar (1 A$ = ca. 0,6 Euro) für ein Zwei-Schlafzimmer-Apartment pro Woche. In Sydney beginnen die Preise bei 350 A$ und in weniger besiedelten Orten berappt man für ein gleichwertiges Immobil lediglich 100 A$. Auch die Lebensmittel sind in beliebteren Orten etwas teurer und bei Benzin gilt: Umso weiter entfernt von einem Hafen/Raffinerie, um so teurer. Wobei der derzeitige Benzinpreis, trotz gewaltiger Erhöhungen in den letzten Monaten, mit ca. 1,4 A$ noch immer niedriger ist als in unseren Gefilden. Einreise – Aufenthalt – Arbeitserlaubnis Wie andere Einwanderungsländer hat auch Australien ziemlich strenge Arbeits- und Aufenthaltsbestimmungen. Wer dauerhaft im Land leben und arbeiten möchte, muss zahlreiche Hürden überwinden. Deutlich einfacher haben es jene, die nur ein paar Monate jobben oder ein Praktikum absolvieren wollen. Für technische Fragen ist die australische Botschaft (www.australianembassy.de oder www.australian-embassy.at) die kompetenteste Anlaufstelle. Und fachmännischen Beistand braucht man jobs Australien – der Traum zivilisationsmüder Mitteleuropäer. – es gibt ca. zwei Dutzend verschiedene Visumtypen mit jeweils unterschiedlichem Regelwerk. Im Internet bieten die Seiten des Department of Immigration and Multicultural (www.immi.gov.au) umfassende Infos. Wenn man ein paar Jahre regulär in Australien arbeiten will, ohne gleich einen kompletten Einwanderungsantrag zu stellen, ist man auf den Arbeitgeber angewiesen, der sie quasi bei den Einwanderungsbehörden anfordert. Bis zu vier Jahre |> Klein- und Mittelbetriebe stellen am liebsten Teilzeitkräfte ein. www.rollingpin.at 27

jobs kann so im Land gearbeitet werden und es besteht auch noch die Möglichkeit dieses Business (Long Stay) Visa zu verlängern. Wer seinen Lebensmittelpunkt dauerhaft nach Australien verlegen möchte, kommt um einen Einwanderungsantrag nicht herum. Das ist der Weg zur unbegrenzten Arbeits- und Aufenthaltserlaubnis. Im Zentrum der Zulassungsprozedur steht eine Punktewertung. Hierbei werden bestimme Eigenschaften und Fähigkeiten des Bewerbers in Punkte übersetzt, deren Summe Auskunft über die Eignung des Bewerbers geben soll. Bewertet werden z.B. Faktoren wie Schul- und Berufabschluss, Berufserfahrung, Alter, Vorliegen eines konkreten Stellenangebots, Ersparnisse, Niveau der Englischkenntnisse usw. Wie die einzelnen Angaben bewertet werden, richtet sich nach den jeweiligen Bedürfnissen der australischen Gesellschaft. Neben diesem Punktesystem gibt es noch andere Wege zur Bewilligung des Einwanderungsantrags. Wer beruflich hochqualifiziert ist und den ein Unternehmen unbedingt haben will, hat sehr gute Chancen auf eine unbefristete Arbeitserlaubnis. Selbstständige sind grundsätzlich gern gesehen und brauchen sich unter Umständen dem Punktesystem nicht zu stellen. Dann jedenfalls, wenn genügend Startkapital für die Unternehmensgründung mit ins Land gebracht wird und die nötige Berufserfahrung vorhanden ist. Empfehlenswert ist hier die Seite „Live in Australia“ (www. liveinaustralia.com), hinter der sich ein (kommerzieller) Einwanderungsservice verbirgt. Hier kann man unter anderem die Einwanderungschancen nach dem Punktesystem online schätzen lassen. Bewerben in Australien Es ist in Australien nicht üblich, derart umfangreiche und perfektionistische Bewerbungsdossiers zu verschicken wie hierzulande. Eine normale Bewerbung besteht – so in der Annonce nicht anders gefordert – lediglich aus einem Anschreiben und einem knappen Lebenslauf. Auch das bei uns obligatorische Foto auf dem Lebenslauf ist nicht üblich. Das Anschreiben (Cover Letter) unterscheidet sich im Grunde nicht von unserem Pedant. Wichtige Kriterien: Auf die Anforderungen der Annonce eingehen, sich engagiert, selbstbewusst und kompetent zeigen. Wichtig ist weiters einen konkreten Ansprechpartner namentlich ausfindig zu machen, an den der Brief adressiert wird. Der Lebenslauf (Résumé) ist meist nicht länger als zwei Seiten, bei Kurzbewerbungen reicht eine Seite. Sinnvoll ist eine Einteilung in Kategorien wie 28 Rolling Pin April/2006 generell ist die Hotel- und Tourismusbranche sehr arbeitsstellenfreundlich. „Personal Details“, „Education“, Employment History, „Activities and Interests“, „Special Skills“ und „Referees“. Auch mit ehrenamtlichen Tätigkeiten soll nicht hinterm Berg gehalten werden, sie schinden Eindruck. Soweit eine zeitliche Einordnung sinnvoll ist, werden die Inhaltspunkte innerhalb der Kategorien meist in umgekehrter Chronologie aufgeführt. Anders als bei uns spielen Referenzen in Australien eine wichtige Rolle. Arbeitszeugnisse in unserem Sinn gibt es nicht – stattdessen orientieren sich Personalverantwortliche gerne an Empfehlungsschreiben oder an mündlichen Empfehlungen. Referenzgeber (Referees) können Lehrer, frühere Arbeitgeber oder andere kompetente Personen sein, die Positives mitzuteilen haben. Referees sollten entweder ein englischsprachiges Empfehlungsschreiben verfassen oder sich zur telefonischen Nachfrage zur Verfügung stellen. Vertiefende Infos zum Thema „Bewerbung“ mit Beispielen sind im Internet leicht zugänglich. Fast alle Jobbörsen und Karriereportale haben Rubriken wie „Career Resources“, hinter denen sich meist InterContinental Hotel Sydney. Bewerbungstipps und Bewerbungstricks verbergen. Beispiele www.mycareer.com. au, www.careerone.com.au, www.gradlink.edu.au oder www.myfuture.edu.au. Sozialversicherung und Steuern In Australien gibt es ein duales System von staatlicher und privater Krankenversicherung. Die staatliche Krankenversicherung (Medicare) wird über Beiträge finanziert, die automatisch in die (Einkommens-) Steuersätze mit eingerechnet werden. Nach unseren Maßstäben sind die Beiträge sehr niedrig. Dafür sind die Leistungen von Medicare sehr eingeschränkt. Zahnarztbesuche und Krankentransporte sind z.B. überhaupt nicht inbegriffen, bei anderen Leistungen muss man z.T. kräftig dazuzahlen. Versichert sind alle die eine Daueraufenthaltsgenehmigung haben. Wer nur ein zeitlich begrenztes Visum hat, ist nicht über Medicare abgesichert und muss daher auch den Beitrag nicht zahlen. Die Versicherung über ein privates Versi

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