Horst Wienberg - Heimatverein Laurenburg

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Horst Wienberg - Heimatverein Laurenburg

Laurenburg-

Brief

Nr. 23

November

2008

Freunde der Laurenburg e.V.

56379 Laurenburg an der Lahn

Schutzgebühr für Nicht-Mitglieder 2,00 Euro


Jahreshauptversammlung am 23. November 2007

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Inhaltsverzeichnis

Verschiedene Informationen Seite 2

Wie die Marienhöhe ihren Namen bekam Seite 8

Arbeiten auf der Laurenburg Seite 11

Burgfest 2008 Seite 14

Erste Erwähnung von Scheidt Seite 16

Ortsgemeinde wurde dritte Kreissiegerin Seite 19

Laurenburger Herbstkirmes Seite 21

Die Grafen von Laurenburg Seite 24

Veranstaltungskalender Seite 31

Herausgeber: Freunde der Laurenburg e.V.

Layout: Klaus Maxeiner, Peter Maxeiner und Gerhard Gemmer

Verschiedene Informationen

von Klaus Maxeiner

Der neue Vorstand (v. l.): Geschäftsführer Klaus Maxeiner, Vertreter Martin Ochs,

Vorsitzender Ulrich Kuhmann, Schatzmeisterin Renate Schulin, stellvertretender

Vorsitzender Gerhard Gemmer und Burgherr Horst Wienberg


Führungswechsel beim Förderverein

In der Jahreshauptversammlung wurde Ulrich Kuhmann zum neuen ersten Vorsitzenden

gewählt.Sein Stellvertreter ist Gerhard Gemmer,der seit dem 24.11.1991

den Vorsitz hatte.Als Geschäftsführer wurde Klaus Maxeiner bestätigt,Vertreter ist

Martin Ochs, ein Enkel des Burgbesitzers. Auch Renate Schulin wurde als Schatzmeisterin

wiedergewählt,Vertreter Martin Kuhmann.

In seinem Bericht erwähnte Gemmer die einzelnen Aktivitäten bei diversen

Arbeitseinsätzen rund um die Burg sowie sein Engagement um die Erforschung der

Stammburg der Laurenburger Grafen mit Berichten von Peter Melander und dem

Freiherrn vom Stein im letzten Laurenburg-Brief.

Mit seinem Geschäftsbericht informierte Klaus Maxeiner über die restlichen

Arbeiten, das zurückliegende Burgfest sowie die Berichte über das Dorfgeschehen.

Als Höhepunkt war hier die Präsentation der „Laurenburger Schulgeschichte“ zu

erwähnen.

Renate Schulin informierte die Versammlung über den Kassenbestand mit Einnahmen

und Ausgaben und Burgherr Horst Wienberg gab Besucherzahlen (3300 Besucher

sowie 120 Wohnmobilgäste) bekannt.

Seniorenfeier im Gemeindehaus

Bei der Seniorenfeier am 1. Advent wirkten auch wieder die Jugendlichen der Gemeinde

mit und trugen einen Sketch vor. Bei weihnachtlichen Melodien des Mandolinenclubs

sowie der Freizeitsänger konnten unsere älteren Mitbürger bei Kaffee

und Kuchen einige frohe Stunden verbringen.

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Freizeitsänger unterhielten die Dorfgemeinschaft

Bei Glühwein,Waffeln,Kaffee und Kuchen unterhielten die Freizeitsänger die Dorfgemeinschaft

mit ihrer Veranstaltung „Singen unterem Weihnachtsbaum“.Zusätzlich

war im Gemeindehaus eine Krippenschau zu bewundern. Hier waren über 40 kleine

und große Krippen zu sehen. Der Erlös der Veranstaltung kommt der Gemeinde

zu Gute.

Brockseln in der Grillhütte kurz vor dem Jahreswechsel

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Kurz vor Silvester lädt die Gemeinde in ihre Grillhütte zur „Brockselsopp“ ein. In

gemütlicher Runde greift, wer will, fast jeder zum Löffel, um sich an der Brockselsopp

zu laben.

Hier das Rezept. Als Zutaten werden gebraucht: ½ Liter Wasser, 1 Liter Kornschnaps,etwas

Weinbrand,1 Pfund brauner Kandiszucker und eine Tafel Lebkuchen.

Zubereitung: Wasser und Kandiszucker aufkochen, erkalten lassen und in eine

Schüssel schütten.Kornschnaps und etwas Weinbrand (nach Belieben) hinzufügen.

Lebkuchen in ganz kleine Würfelchen schneiden und zugeben. Schüssel zudecken,

kalt stellen und die Brockselsopp mindestens 24 Stunden ziehen lassen. Die Brockselsopp

wird traditionell in einer Zinkschüssel serviert und gelöffelt.

Neuwahlen beim Heimatverein Laurenburg

Der alte und neue

Vorstand nach der

Wahl, sitzend (v.l.):

Horst Wienberg

(Vorsitzender),

Manuel Maxeiner

(Geschäftsführer).

Dahinter (v.l.):

Gerhard Gemmer

(Beisitzer),

Reiner

Zimmermann

(Kassierer) und

Tobias Meffert

(Beisitzer).

Im Gasthaus „Zum Lahntal“ trafen sich die Mitglieder des Heimatverein Laurenburg

im Lahntal zur Jahreshauptversammlung. Nach Begrüßung durch den Vorsitzenden

Horst Wienberg wurden die Mitglieder vom Geschäftsführer Manuel Maxeiner

über das zurückliegende Jahr informiert, wobei die größten Arbeiten der Aufund

Abbau der Lichterkette, die Pflanzung und Pflege des Blumenschmucks durch

die Familie Schulin sowie die Pflege des Platzes an der „Eckmauer“ zu erwähnen

sind. Ferner wird immer ein Sommerfest ausgerichtet, an dem viele freiwillige Helfer

benötigt werden.

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Jahreshauptversammlung Freiwillige Feuerwehr Laurenburg

Der Wehrführer und Vorsitzende des Fördervereins Hartmut Meffert informierte

die gut besuchte Jahreshauptversammlung im Gemeindehaus in Laurenburg mit seinem

Geschäftsbericht über die Aktivitäten der Wehr im abgelaufenen Jahr.Von den

121 Mitgliedern des Vereins sind aktuell 22 aktive Einsatzkräfte. Zwei Einsätze waren

2007 zu verzeichnen.Löschung eines brennenden Fahrzeuges mit anschließender

Bergung einer Leiche sowie großräumige Absperrungen im Zuge der Entschärfung

einer Fliegerbombe aus dem zweiten Weltkrieg, die auf der Geilenauer Heide

bei Bauarbeiten gefunden worden war.

An Freizeitaktivitäten erwähnte Meffert die Bootstour auf der Lahn, Besuche befreundeter

Wehren anlässlich verschiedener Jubiläen, Ausrichtung der Veranstaltung

„Spaß uff em Platz“, Begleitung beim Martinsumzug und Ausrichtung der „Hexennacht“

an der Laurenburger Grillhütte. Meffert bedankte sich bei den Feuerwehrkameraden

für 950 freiwillige Stunden im Rahmen von Einsätzen,Übungen und Veranstaltungen.

Jugendwehrleiter Alexander Seifert – z.Zt. sind 16 Jugendliche aktiv – berichtete

von 13 Übungs- und Sportabenden. Neben einer aktiven Übung mit dem Rettungsboot

sammelte der Feuerwehrnachwuchs die Weihnachtsbäume ein,der Besuch eines

Erlebnisbades stand an, am Umwelttag einsammeln von Müll in der Gemeinde,

Verbandsgemeindezeltlager in Holzappel, Minigolfturnier und Hallenfußballturnier

zählten zu den Aktivitäten. Insgesamt kamen somit über 100 Stunden Jugendarbeit

zusammen.

Zum Abschluss der Jahreshauptversammlung ehrte Meffert verdiente Mitglieder

bzw. beförderte die aktiven Kameraden Sebastian Kuhmann,Timo Schmidt, David

Kramb und Mathias Meller.

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Hartmut Meffert (rechts) mit den geehrten und beförderten Kameraden


Waller von 30,5 kg gefangen

Ein Anglerglück der besonderen Art hatte

im Juni der Laurenburger Gerhard Kramb.

Ihm ging ein Wels (Silurus glanis) auch Waller

genannt von 1,65 Meter Länge und 30,5

kg Gewicht an den Haken.Als Köder diente

ein Bündel Würmer. Der Fangort liegt ca. 3

km oberhalb von Laurenburg unterhalb des

dortigen Kraftwerkes. Mangels eines so

großen Köchers mußte Kramb dem Fisch

beherzt ins Maul packen, um ihn nach einem

Kampf von einer knappen Stunde an

Land zu ziehen.

Welse sind mehrheitlich nachtaktiv. Bei

trübem Wasser sind sie teilweise aber auch

tagsüber aktiv und gehen auf die Jagd. Die

Ernährung setzt sich hauptsächlich aus Fischen

und Krebstieren zusammen, größere

Exemplare fressen auch Wasservögel und

kleine Säugetiere. Das maximal erreichbare

Alter liegt bei 80 Jahren.

Horst Wienberg-Howe wird 75 Jahre

Am 26. Februar 2009 feiere ich, so Gott

will, meinen 75ten Geburtstag.

Aus diesem Anlass möchte ich alle

Mitglieder des Fördervereins „Freunde

der Laurenburg e.V.“, Laurenburger

Bürgerinnen und Bürger, Freunde,

Bekannte und Verwandte zum Umtrunk

auf die Laurenburg einladen.

Ich freue mich auf Euer Kommen.

Horst Wienberg-Howe

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Wie die "Marienhöhe" bei Dörnberg

ihren Namen bekam

Im Jahre 1861 weilten Erzherzog Stephan von Schaumburg und

seine königliche Schwester Marie Henriette zur "Felsenweihe"

auf den Lahnhöhen bei Dörnberg

Von Willi Schmiedel

Am südöstlichen Rand der Dörnberger Gemarkung,dort,wo der bewaldete Berghang

steil zur Lahn hin abfällt,liegt - unmittelbar am Lahnhöhenweg von Laurenburg

über Dörnberg und den Goethepunkt nach Obernhof - die "Marienhöhe".Sie ist - wie

die "Wolfslei", die "Pfingstlei" und die "Liebeslei" - einer von zahlreichen Aussichtspunkten

mit herrlichem Talblick,die das Esterau-Dorf aufgrund seiner Lage auf dem

Plateau über einer großen Lahnschleife zu bieten hat.

Der heute eher verlassen wirkende Felsvorsprung

gut 100 Meter über der Lahn - direkt

gegenüber von Gutenacker und mit freiem

Blick zur nahen Laurenburg - war mit seinem

gepflegten Umfeld einst ein beliebter

Treffpunkt für Spaziergänger und Wanderer,

wie auch für Vereine und Gruppen aus der

näheren Umgebung.

"Marienhöhe" - wer die Bezeichnung für

das markante Wanderziel zum ersten Mal

hört, denkt unwillkürlich an die verehrte

Gottesmutter als nahe liegende Namensgeberin.Ein

höchst interessanter Bericht in der

Chronik der früheren Dörnberger Volksschule

belegt,dass diese Vermutung im vorliegenden

Fall ausnahmsweise nicht zutrifft.In dem

Bericht des Chronisten, Lehrer Carl Ebertshäuser,

geht es um "ein ganz besonderes

Fest", das sich vor 147 Jahren, am 29.Mai

1861,auf dem Felsplateau abspielte.

Es war die Zeit, als Erzherzog Stephan von

Österreich als "Landesvater" auf Schloss

Schaumburg residierte, von wo er zugleich

für die mit der Herrschaft Schaumburg verbundene

Grafschaft Holzappel zuständig

war.Damals stand in Dörnberg die Weihe und

Namensgebung jenes Felsens über der Lahn

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Der Schaumburger Standesherr

Erzherzog Stephan (1817-1867) -

ein Bild aus seiner Zeit als Palatin

(Statthalter) des österreichischen

Kaiserreiches in Ungarn.


Marie Henriette (1836-1902), die

jüngste Stiefschwester Stephans

und Gemahlin des belgischen

Königs Leopold II.

an,dessen Umfeld ein früherer Lehrer,Johannes

Dobra, rund 25 Jahre vorher "mit seiner

Schuljugend geebnet" und zu einer gern aufgesuchten

Begegnungsstätte für Jung und Alt

hergerichtet hatte.

Was die Wahl eines dem besonderen Ereignis

angemessenen Schirmherrn anging, so

waren sich die Dörnberger darin einig, dass

diese Ehre allein dem überaus populären Erzherzog

Stephan zustehen könne.Keine Frage,

dass der Schaumburger Standesherr dem

Wunsch seiner "braven Landeskinder" entsprach

und das Ehrenamt annahm - insbesondere

auch deshalb,weil diese beschlossen

hatten, zur Erinnerung an das historische Ereignis

der Felsenweihe eine "Stephans-Linde"

auf dem Plateau zu pflanzen.

Eine unmittelbare Beziehung zu dem hohen

Schirmherrn sollte auch der Name des zu

weihenden Aussichtspunktes haben, der bis

dahin bei den Dörnbergern als "Dobra-Felsen"

bekannt war.

Der Zufall wollte es,dass just zu dieser Zeit

Stephans jüngste Stiefschwester Marie Hen-

riette, die Gemahlin des belgischen Königs Leopold II., zu Besuch auf Schloss

Schaumburg weilte und den Wunsch äußerte,dem Fest beizuwohnen.Für die Dörnberger

war damit zugleich die Frage nach der zukünftigen Bezeichnung des Felsens

hoch über der Lahn beantwortet.Spontan entschieden sie sich für den Namen "Marienhöhe".

-

Die "frohe Kunde" von dem bevorstehenden Besuch,so der Chronist,spornte die

Gastgeber zu noch eifrigeren Vorbereitungen an.Um die "Kaiserlich-Königlichen Majestäten"

würdig zu empfangen,errichteten sie auf dem Plateau des markanten Felsvorsprungs

eine "35 Fuß hohe Ehrenpforte,welche ganz mit grünen Tannenzweigen,

Heidekraut und Moos umwunden war". Daran schloss sich ein kunstvoller Pavillon

an, "am Eingang mit einer schönen großen Eichenlaubkrone geschmückt." Über dem

Pavillon "prangten die österreichische, belgische und schaumburgische Fahne".

Den Empfang der hochgestellten Ehrengäste beschreibt der Chronist und

Zeitzeuge, Lehrer Carl Ebertshäuser, auf seine Weise:

"Der Anfang des Festes war auf Mittwoch, den 29.Mai 1861, bestimmt. In Laurenburg

wurden die hohen Herrschaften durch den dortigen Ortsvorstand und

die Schuljugend, an der Spitze mehrere Festkomitee-Mitglieder, empfangen.

Als dieselben die Dörnberger Gemarkungsgrenze überschritten, wurde sie von

der Höhe herunter mit Böllerschüssen begrüßt.Alle übrigen Festgenossen sowie

eine sehr große Volksmenge hatten sich unterdessen auf dem Festplatz eingefunden.

Der Schreiber dieses begab sich mit der Dörnberger Schuljugend, dem

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Bürgermeister Wenig und den Ortsvorstehern Schmidt, Urban und Meier an den

Eingang des Waldes nach Laurenburg zu und begrüßten die Herrschaften mit einem

Willkommenslied. Die oberste Schülerin überreichte der königlichen Schwester

des Erzherzogs einen schönen Blumenstrauß. (...) Auf dem Festplatz wurden

die hohen Gäste durch den Holzappeler Gesangverein mit einem eigens für den

Anlass gedichteten Lied nach der österreichischen Nationalhymnen-Melodie empfangen.

(...) Während die Festgäste mit unterschiedlichen Erfrischungen bewirtet

wurden, folgten abwechselnd weitere Lieder des Holzappeler Gesangvereins und

der Dörnberger jungen Knappen.

Darauf begaben sich die hohen Herrschaften auf die Wolfslei, um auch von da

die schöne Aussicht zu genießen, während auf dem Festplatz die Vorbereitungen

zum Setzen der Linde getroffen wurden. (...) Nach der Rückkehr der Gäste hielt

Pfarrer Deißmann eine sehr gediegene Weiherede, wobei er den Fels ‚Marienhöhe'

und die Linde ‚Stephanslinde' taufte und mit einem rauschenden Hoch auf das

hohe Geschwisterpaar schloss.(...) Gegen Abend verließen die hohen Herrschaften

nebst Gefolge den Fest-

Blick von der Marienhöhe auf die nahe Laurenburg

platz und verweilten

noch eine Zeitlang an

dem oben an der Waldecke

hergerichteten Festplatz,

um sich an dem

munteren Tanz der Jugend

zu erfreuen. Danach

verließen sie

Dörnberg und begaben

sich zurück auf Schloss

Schaumburg. (...)

Auch der folgende Tag

wurde auf der ‚Marienhöhe'

festlich begangen,

und zum Schluss musste

sich gewiss jeder gestehen,

dass das Schönste

dabei der einträchtige

Sinn der Jugend war,

der kein unfreundliches

Wort aufkommen ließ."

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Fotos: Willi Schmiedel


Arbeiten auf der Laurenburg

Vorstandssitzung am 29. Februar 2008 im Rittersaal

Bei winterlichen Temperaturen wurde Anfang März am hinteren Parkplatz

Fels abgespitzt, um eine gerade Rückwand zu bekommen

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Am Eckturm wurden Tür (noch nicht ganz fertig) und Fenster eingebaut

Neue Stellfläche am vorderen Parkplatz geschaffen


Waschplatz neben der

Toilette geschaffen

Was sonst noch gearbeitet

wurde:

In diesem Jahr fielen viele Reparaturen

an, so mussten Teile des Geländers der

Treppe zur Burg sowie Treppenstufen und

Podestbohlen ausgewechselt werden.

Am Vereinsheim war eine Seitenwand

durchgefault, das Dach des Kühlraumes

wurde mit Schweißbahnen neu verklebt

und die Rückwand des Kühlraumes wird

auch noch erneuert.

Neben dem Eckturm wird eine Treppe

angelegt, im Eckturm wurde ein von Gerhard

Gemmer gestifteter Schwippbogen

befestigt sowie zwei Wappen,alles mit Hintergrundbeleuchtung.

Mauer hinterm Eingangstor um weitere fünf Meter saniert

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20. Burgfest in der Laurenburg gefeiert

Auf Wunsch der Jahreshauptversammlung wurde das 20. Burgfest nur noch am

Samstag gefeiert,dafür aber schon ab 19 Uhr.Der Besuch am Sonntag war so schlecht

geworden, dass sich der ganze Aufwand nicht mehr lohnte.Auch das Wetter spielte

wieder einmal verrückt. Pünktlich zum Beginn ging ein Gewitterregen runter, der

den Verantwortlichen des Vereins tiefe Sorgenfalten in die Stirn grub. Trotzdem

kamen noch ca. 150 Burgfestbesucher, die einige frohe Stunden unterhalb der Laurenburg

verbrachten. Besonders zu erwähnen der Männerchor „Quelle Fachingen“

mit Begleitung und der Jahrgang unseres Vorsitzenden Ulrich Kuhmann aus Flacht.

Kuhmann hatte zu Beginn die Besucher mit einer kleinen Ansprache begrüßt.Für

die Musik sorgten in diesem Jahr die DJ‘s Manuel Maxeiner und Steffen Schmidt,die

für jeden Geschmack das Richtige hatten. Zu vorgerückter Stunde wurden die Preise

der Tombola ausgegeben,die von Gerhard Gemmer mit 150 Sachpreisen sehrgut

bestückt war.Bei kühlen Getränken und gut sortierten Fleisch- und Wurstwaren wurde

bis weit nach Mitternacht gefeiert.

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Losverkäufer Gerhard Gemmer unermüdlich im Einsatz, um seine Lose an den

Mann bzw. an die Frau zu bringen


Gleich drei DJ‘s sorgten für die richtige Musikauswahl

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Die erste Erwähnung des Dorfes Scheidt

(1343)

von Gerhard Gemmer

Während des Burgfestes 2007 in der Laurenburg fragte mich der Scheidter Bürgermeister

Hans Wilhelm Lippert nach der Ersterwähnung von Scheidt.

Diese Frage ist auf Anhieb gar nicht zu beantworten,denn die ersten "von Scheid"

nennen sich um die Mitte des 14.Jahrhunderts meist gleichzeitig bzw.abwechselnd

auch "von Laurenburg". Dies lässt schon die erste Gemeinsamkeit von Scheidt und

Laurenburg erkennen. Die beiden heute getrennten Gemeinden hatten und haben

von Anfang an bis heute enge Beziehungen miteinander. Der anfänglich wohl zusammenhängende

Gemeindeverband wurde erst nach und nach getrennt, was im

letzten Abschnitt dieses Artikels noch etwas untermauert werden soll.

Man erkennt zum Beispiel noch an der heutigen Gemarkungsaufteilung, die entlang

der Wasserscheide verläuft, eine willkürliche Trennung von West nach Ost mit

der kleinen Ausbuchtung des Dorfes Scheidt.Diese Ausbuchtung wurde bei der letzten

Flurzusammenlegung 1968-72 etwas vergrössert. Die Gemeinden Scheidt und

Laurenburg tauschten zwei Flurbereiche:Das Laurenburger Gewann,beginnend mit

dem Grundstück und Haus der Familie Hartmann und den Garten- und Feldstücken

entlang der Strasse nach Laurenburg bis dieser Flurbereich spitz an der Strasse ausläuft,wurde

getauscht gegen einen Teil im "Scheidter Forst".

Übrigens erkennt man leicht die Namensbildung:Scheidt ist der Ort auf der Wasserscheide.

Bevor wir die genaue Ersterwähnung suchen, stellen wir uns die Entstehung des

Dorfes vor.

Die Entstehung des Ortes Scheidt

Dr.Hellmuth Gensicke gibt uns in den Nassauischen Annalen 1954 dafür eine wissenschaftliche

Erklärung:Orte wie Scheidt,auch Langenscheid,werden anhand der

Namensgebung mit ihrer Entstehungszeit in der Mitte des 10. Jahrhunderts angenommen.

Das deckt sich auch mit Kurt Krekels Annahme im Heimatbuch "Die

Esterau",dass die Gründung des Ortes Scheidt wohl gleichzeitig mit dem Bau der Laurenburg

erfolgt sein könnte, schliesslich benötigten die Grafen von Laurenburg für

den Burgbau ein logistisches Umfeld.

Und wie sah dieser engere Gemeindeverband Laurenburg-Scheidt um die Burg Laurenburg

in dieser Entstehungszeit aus?

Das Dörflein Zulheim, der heutige Hinterort von Laurenburg, bestand bereits seit

einem halben Jahrtausend.Die Entstehungszeit Zulheims setzt man auch anhand der

Namensgebung fest,und zwar in die vorfränkische Zeit des 5.Jahrhunderts.

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Sonst sind uns keine Siedlungen in dem Verbund Laurenburg-Zulheim-Scheidt im

10.Jahrhundert bekannt.Im 14.Jahrhundert geben uns Urkunden von weiteren Siedlungen

Kunde.Außer denen „von Scheide",begegnen wir 1336 einem „Ruprecht von

Widenauwe",der wohl auf der Weidenau gewohnt hat und 1367 wird auf der Fronau

ein Kelterhaus erwähnt,von dem wir nicht wissen,ob es bewohnt oder nur für den

am gesamten Sonnenhang der Lahn ausgedehnten Weinbau errichtet worden war.

Von beiden Siedlungen finden wir heute keine Spuren mehr. „Die kleine Chronik“

von Cramberg,die 1969 von Heinrich Wilhelm Meffert erstellt wurde,berichtet von

einem „Hof in der Wydenahwe“, welcher 1319 dem „Lerser Wingert“ auf der Cramberger

Seite gegenüber lag.Dieser Hof auf der Weidenau wird wohl der Hof des Ruprecht

von Weidenau gewesen sein und müsste in der obersten Weidenau gelegen

haben. Die Wiesen in der Weidenau gehörten übrigens bis in die 1920er Jahre den

Crambergern,die die Lahn bis zum Ausbau und Höherstauung 1927 durch eine Furt

durchfahren konnten.

Das heutige Laurenburger Schloss taucht urkundlich erstmals 1390 auf, es gehörte

jedoch schon vorher dem Heyno von Laurenburg und seiner Frau Katharina als

das „Haus unter der Burg". Die Laurenburger Mühle ist von 1452 bis 1842 bezeugt

und ist heute im Waschbachtal unter der Bergehalde der Grube Holzappel begraben.

Spätestens im 15.Jahrhundert trennte sich der Gemeindeverbund in die Gemeinden

Scheidt und Laurenburg, wobei Laurenburg aus dem Ort Zulheim, der Laurenburger

Mühle und dem „Haus unter der Burg", dem heutigen Schloss, gebildet wurde.

Die Burg selbst war um diese Zeit bereits verlassen und fiel für ein halbes Jahrtausend

in einen Dornröschenschlaf. Peter Melander wollte sie zwar nach dem 30jährigen

Krieg wieder aufbauen, aber ihm „kam der Schlachtentod zuvor", wie Dietrich

Gillmann in seinem Lied von der Laurenburg singt.

Suche nach der Ersterwähnung

Es gibt zwei Möglichkeiten eine erste Erwähnung von Scheidt zu finden.Dort,wo

der Ort selbst oder ein Glied der niederadeligen Familie "von Scheide" in einer Urkunde

zum ersten Mal genannt wird.

Bevor ich in den beiden Haupt-Staatsarchiven,dem heute zuständigen Koblenz und

früher zuständigen und für unsere Suche auch wichtigeren Wiesbaden, auf die Suche

gehe,versuche ich mir vorliegende Literatur auszuschöpfen:

1.Urkundenbuch Arnstein,1883,Karl Herquet.In diesem Buch findet man eine Fülle

von Urkunden zu unserem Thema. Die hierin älteste Nachricht von Scheidt ist

der 31. März 1348, als Paze von Scheide, die Witwe des Gotfrieds von Walderdorf

und ihre Söhne Ritter Gotfried und Edelknecht Wilderich dem Kloster Arnstein ihre

Weingärten in Weinähr für 32 Gulden verkaufen. Die beiden Edelknechte Wiprecht

und Ebirhold von Laurenburg bezeugen diesen Verkauf und versehen die Urkunde

mit ihrem Siegel.Wiprecht und Ebirhold von Laurenburg waren Vettern der

Paze von Scheide.

2.Regesten des Georgenstifts zu Limburg (heute Limburger Dom),1956,Wolf Heino

Struck.Hier finden wir die älteste Urkunde vom 22.Sept.1343,die Ersterwähnung,

welche im nächsten Abschnitt separat behandelt wird.

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3. 100 Jahre Unterlahnkreis, 1967. Darin nennt Dr. Hellmuth Gensicke als Ersterwähnungsdatum

1348,wobei er wahrscheinlich die gleiche Urkunde,wie unter l.

zu Grunde legt.

4. Nassauischen Annalen, 1981, darin beschreibt Dr. Hellmuth Gensicke die niederadeligen

Familien „von Laurenburg",von denen die „von Scheide" abstammen (dieser

Aufsatz ist im Laurenburg-Brief Nr. 3 abgedruckt). Hierin ist die gesamte Familie

„von Laurenburg" und „von Scheide" dargestellt mit dem ältesten Datum für die

„von Scheide" von 1343 (Gensicke zitiert hier die unter 2.genannten Regesten von

Struck,also die gleiche Urkunde).

5. Arnstein im Mittelalter, 1990. Bruno Krings nennt hierin den Ort „Scheidt",

während wir in den vorstehenden Urkunden Personen mit dem Namen „von

Scheide" bezeugt fanden.Am 25. Jan. 1345 erwirbt das Stift Arnstein von Johann

Dagsterre von Lorch unter anderem Güter in Scheidt.

6. Die Esterau, 1988 und 2004. Kurt Krekel schreibt hierin, dass von 1275 bis 1294

ein Wipert von Scheid nachgewiesen sei. Dieser Wipert ist der Großvater, der unter

1.genannten Paze von Scheide,und hat auch möglicherweise schon in Scheidt

gelebt,doch er wird in mehreren Urkunden immer „von Laurenburg" genannt.Somit

fällt er für ein gesichertes Ersterwähnungsdatum weg.

7. Nassauische Annalen, 2007. Hierin wird über die Limburger Chronik des Tilmann

von Wolfhagen berichtet. In dieser Chronik finden wir die Herren „von Scheide"

bezeugt, aber leider fehlt uns ein exaktes Datum. Es heißt hier:Auch wohnten in

jener Zeit (die vorher beschriebene Zeit war 1335 - 1342) die folgenden Ritter und

deren Diener in Limburg:.....Die von Scheide ......Diese Herren,die Ritter und Edelknechte

trugen alle lange Kleider bis zu einer Spanne unterhalb der Knie; sie trugen

einen Gürtel,um sich zu schürzen.Zum Teil hatten sie Pferde und teure Hengste,

womit sie in (adeliger) Gesellschaft „ dicke tonerten und stachen“ (oft an Tunieren

teilnahmen). Es waren „ riche selige Lude“ (reiche und wohlhabende Leute).....

So könnte man annehmen, dass der berühmte Ritter Friedrich von Hattstein, der

seit 22 Jahren in Limburg, aus einem Fass Wein trinkend, in Sandstein gehauen, auf

der Plötze steht,könnte vielleicht auch zu diesen Gästen damals in Limburg gezählt

haben, denn er wurde 1357 deren Stadthauptmann.Von ihm wird erzählt, er hätte

ein Ohm (156 1) Wein aus dem Spundloch eines Fasses ausgetrunken,ohne dabei in

die Knie gegangen zu sein.

Die „von Scheide" und die „von Laurenburg" scheinen in dieser Zeit eine ganz besondere

Beziehung zu Limburg gehabt zu haben, denn es sind mindestens 16 „von

Laurenburg" und zwei „von Scheide" (auch genannt „von Laurenburg") in Limburg

bei den Franziskanern - den „Barfüssern" = heutige Stadtkirche begraben.

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Ortsgemeinde wurde dritte Kreissiegerin

beim Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Am 18.September 2008 wurde im Bürgerhaus von Winden die Preisverleihung des

Landeswettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gefeiert. Ziele des Wettbewerbs sind

die Verbesserung der Zukunftsperspektiven in den Dörfern und eine Steigerung der

Lebensverhältnisse im ländlichen Raum.

Die Ortsgemeinde Winden war Ausrichter der Siegerehrung im Kreisentscheid des

Landeswettbewerbs und somit begrüßte der Ortschef der Gemeinde,Gebhard Linscheid

zur Siegerehrung

auch seine Amtskollegen

aus den anderen fünf Gemeinden,

die in der Hauptund

in der Sonderklasse die

ersten drei Plätze belegt

hatten.

Landrat Günter Kern, der

die Preisverleihung vornahm,

ging in seiner Ansprache

auf die Zukunft der

Dörfer ein. Es würde debattiert,ob

unsere Dörfer noch

Zukunft haben. Von Stadtflucht

sei die Rede, von

Pendlerpauschale, von Lebensqualität,

von Arbeitsplatzangeboten,

von demografischer

Entwicklung und

vielem mehr. Aber je mehr

darüber diskutiert werde,

desto mehr komme er zu

der Überzeugung, unsere

Dörfer werden auch in Zukunft

die Heimat für viele

Menschen sein.

Seinen Optimismus begründet

Kern damit, dass

unsere Dörfer immer einfallsreicher, wenn es um die Verbesserung der Lebensqualität,wenn

es um das bürgerliche Miteinander,das kulturelle Angebot und um die Infrastruktur

ginge.Die Tatsache,dass sich in diesem Jahr mit 15 Gemeinden fast doppelt

so viele wie beim letzten mal beteiligten, zeuge davon, dass unsere Dörfer keine

Angst vor der Zukunft hätten und dass sie die Herausforderung,zukunftsfähig zu

werden, angenommen hätten. Der Wettbewerb sei in aller Munde und lasse hoffen,

dass es auch in den kommenden Jahren bei einer ähnlich hohen Beteiligung bleibe.

Auffällig sei es, dass alle Siegergemeinden ein Dorferneuerungskonzept hätten,

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obwohl dies keine Voraussetzung für die Teilnahme sei. Dorferneuerung und der

Wettbewerb würden sich einander ergänzen.In der Hauptklasse kam Winden mit 78

Punkten auf den ersten Platz. Mit 76 Punkten erreichte Burgschwalbach den zweiten

Platz und den dritten Platz belegte Laurenburg mit 65 Punkten. Die Gemeinde

habe eine tolle Entwicklung genommen und verfüge über ein Dorferneuerungskonzept.

Man habe früh erkannt, dass ein sorgsamer Umgang mit dem Natur- und

Landschaftspotenzial erforderlich sei. Im besonderen sei der neue Dorfplatz zu erwähnen,der

durch ein Backhaus und einen Dorfbrunnen bereichert werde,der seit

2002 eingeführte „Dorfschreiber“ sowie die sanierte Laurenburg.

In der Sonderklasse siegte Niederwallmenach mit 72 Punkten gefolgt von der Gemeinde

Buch mit 70 Punkten und dritter wurde Osterspai mit 68 Punkten.

Das Rahmenprogramm wurde vom Männergesangverein Eintracht Winden,der Damengymnastikgruppe

„Immer fit“ und einem Gardetanz der jüngsten Tänzerinnen

des Vereins,dem TSC Schwarz-Weiß mitgestaltet.Den Abschluss machte der 92-jährige

Josef Noll mit einem Mundartgedicht,„Mein Winne“,eine Liebeserklärung an sein

Heimatdorf.

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Landrat Günter Kern (l.) gratuliert Ortsbürgermeister Ulrich Kuhmann

zur erreichten Platzierung


Gruppenfoto nach der Preisverleihung (v.l.): Landrat Günter Kern mit den

Ortsbürgermeistern Hartmut Stricker (Niederwallmenach), Helmut Bündgen

(Osterspai), dahinter die beiden Beigeordneten (Winden) Martin Linscheid und

Thomas Kurth, Ulrich Ohlemacher (Burgschwalbach), Ulrich Kuhmann

(Laurenburg), Gebhard Linscheid (Winden) und Norbert Hißnauer (Buch).

Laurenburger Herbstkirmes

Das Kirmesspektakel beginnt eine Woche früher mit

dem „Spass uff‘m Platz“ und wird zum 3. mal von der

Feuerwehr ausgerichtet

Hier das Siegerteam

(v.l.): David Kramb,

Timo Schmidt,

Sebastian Kuhmann

und Florian Ubl

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Das Stellen des Kirmesbaumes war in diesem

Jahr eine echte Herausforderung für die

Mannschaft und für Zuschauer. Bedingt

durch die Größe des Baumes (20 Meter)

dauerte das Stellen über 2 Stunden. Dies

nutzten „die Mädels“ und feierten schon

mal etwas vor, was Abends zu einigen „Ausfällen“

führte.


Am Sonntag zog wieder ein farbenprächtiger

Umzug durchs Dorf

und am Montag lebte eine alte Tradition

wieder auf, es wurde ein

Gruppenbild mit allen Gästen gemacht.

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Die „Grafen von Laurenburg“ im

dekorativen Walramischen Stammbaum

von Gerhard Gemmer

Das Ehepaar Monika und Karl-Heinz Rehor hat nach zeitaufwendigen Recherchen,

in akribischer Kleinarbeit und mit einer grafischen Meisterleistung eine „Walramische

Stammtafel“ erstellt,welche seit 2006 im Weilburger Bergbau- und Stadtmuseum

hängt,und ein zweites Exemplar ist seit 2007 im Günter-Leifheit-Kulturhaus in Nassau

zu bewundern.Beide Tafeln haben eine Breite von 3,90 m und sind 1,60 m hoch.

Monika und Karl-

Heinz Rehor vor ihrem

Werk. Das Foto machte

Klaus Maxeiner am 30.

November 2007 bei

der Präsentation und

Übergabe im Günter-

Leifheit-Kulturhaus in

Nassau.

In unserem Laurenburg-Brief Nr. 20 hatten wir über die Bruderteilung im Jahre

1255 berichtet, welche die Grafschaft Nassau in die zwei nassauischen Hauptlinien

spaltete: die „Ottonische Linie“ und die „Walramische Linie“. Letztere Linie hat also

das Ehepaar Rehor genealogisch dargestellt von den Grafen von Laurenburg über

Graf Walram II.bis zum Großherzog von Luxemburg.Die heute bekanntesten Nachfahren

der Ottonischen Linie sind die Mitglieder des holländischen Königshauses.

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Als Übersicht sei zuerst ein vereinfachter Stammbaum von Graf Dudo von Laurenburg

zu den beiden nassauischen Hauptlinien vorausgeschickt:

Dudo von Laurenburg (1093-1117)

Rupert I. v.L. (1124-1152) Arnold I. (1124-1148)

Arnold II.

(1151-1154)

+

Rupert II.

(1154-1159)

+

Gerhard

(1148)

+

Walram I. v.L.

(1167-1198)

Heinrich I.

v. Nassau

(1160-1167)

Heinrich II. von Nassau (1151-1154) Ruprecht IV. von Nassau (1230/31)

walramische Linie ottonische Linie

+

Rupert III.

(1158-1191)

Hermann

(1192)

Walram II. (1252-n. 1265) Otto I. (1147- 1289)

Adolf, dt. König

(+ 1298)

Johann, Bischof v.

Utrecht (1267- 1288)

Diether, Eb. v.

Trier (1300-1307)

Großherzogtum Luxemburg Königshaus Niederlande

+

25


© by Karl-Heinz und Monika Rehor,

18.Juni 2007,

65627 Elbtal-Dorchheim

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Ottonische Linie

Otto I. (1224 - 1248)

Walramsche Linie

Walram II. (1252 - 1265)

Heinrich I.

† 1159 Graf zu Nassau, 1160/67,

August 1176 vor Rom/Italien an der Pest;

er gehörte zur engen Anhängerschaft des Kaisers Friedrich I. Barbarossa;

Heinrich folgte ihm 3 mal nach Italien als Anführer eines kölnischen

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zweiter großer Stammbaum ausgestellt ist, der beide nassauische

Hauptlinien enthält,und zwar beginnend mit Graf

Dudo von Laurenburg und endend in der Walramschen Linie

mit Henri, Erbgroßherzog von Luxemburg und in der Ottonischen

Linie mit dem Prinz der Niederlande,Wilhelm Alexander.

Dieser umfangreiche und übersichtliche Stammbaum

wurde von unserem Vereinsmitglied Karl-Heinz Schönrock

erstellt und ziert den Rittersaal auf der Burg Nassau.

Auf den vier vorhergehenden Seiten ist ein Ausschnitt aus

dem Walramischen Stammbaum aus dem Rehor´schen Werk

wiedergegeben. Der Ausschnitt beinhaltet die Grafen von

Laurenburg; die Anordnung der einzelnen Kästchen wurde

aus Formatgründen verändert. Der braungefärbte

genealogische Verbindungsstrich führt von Drudwin I. über

Dudo bis zur Walramischen Linie.

Es sei noch darauf hingewiesen, dass in Nassau noch ein

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Ein Ausschnitt aus dem Schönrock‘schen Stammbaum des Hauses Nassau, ausgestellt auf der Burg Nassau


Laurenburger Terminkalender

2008/2009 (soweit schon bekannt)

Seniorenfeier (Ortsgemeinde) 30. 11. 2008

Singen unterm Weihnachtsbaum (Freizeitsänger) 06. 12. 2008

Brockselessen in der Grillhütte 28. 12. 2008

Jahreshauptversammlung (Heimatverein) 16. 01. 2009

Jahreshauptversammlung (Freiw. Feuerwehr) 20. 03. 2009

Sommerfest Heimatverein voraussichtlich Juni 2009

Burgfest (Freunde der Laurenburg) 18. 07. 2009

Spass uff´m Platz (Freiw. Feuerwehr) 26. 09. 2009

Herbstkirmes 03. 10. bis 05. 10. 2009

Jahreshauptversammlung der

Freunde der Laurenburg 20. 11. 2009

Dr. Heinz Wetzel

* 13. 03. 1925 † 09. 01. 2008

Im Alter von 82 Jahren verstarb nach langer Krankheit

unser Vereinsmitglied Dr. Heinz Wetzel. Herr Wetzel war

seit dem 01. 01. 1988 Mitglied und als ehemaliger

Laurenburger immer an der Geschichte von Dorf und

Burg interessiert

Wir werden den Verstorbenen stets in guter

Erinnerung behalten.

Der Familie gilt unser tief empfundenes Beileid.

Freunde der Laurenburg

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Sommernacht an der Lahn

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