zehn komma neun - ÃSB
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editorial10 1Partner des ÖSBSponsoren10 9<strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong>ÖSB-PoolVorwort 10,9In den vergangenen Ausgaben wurden besondere Eigenschaftendes Schießsports ausführlich beleuchtet. Ein weiteres dem Schießsportzugeschriebenes Merkmal ist das hohe Maß an Präzisioninnerhalb unseres Sports. Aus diesem Anlass wollen wir in dieserAusgabe das Thema Präzision ins Blickfeld rücken, und Faktoren,die damit in Verbindung stehen, näher beleuchten (ab Seite 10.9).Hohe Genauigkeit, äußert geringe Fehlerquoten und mentale Stärkewaren auch der Schlüssel zu einem erfolgreichen Abschneidendes ÖSB-Teams bei der 50. ISSF-Weltmeisterschaft in München(ab Seite 10.27). Herzlich gratulieren darf ich Stefan Raser zur erreichtenGoldmedaille und allen weiteren Medaillengewinnerndes ÖSB. Mit insgesamt 3 Mannschafts-Medaillen des ÖSB-Nachwuchsteamswurden unsere Jugend und deren Betreuerstab fürihr Engagement und das harte Training belohnt. Diese Erfolge bestätigenden eingeschlagenen Weg des ÖSB in der Nachwuchsarbeitund lassen in eine erfolgversprechende Zukunft blicken. DiePrioritäten liegen für den ÖSB nun darin, die Aufbauarbeit weiterzuführenund den leistungsstarken Nachwuchs behutsam undprofessionell in die allgemeine Klasse zu begleiten und dort an dieWeltelite heranzuführen.Die in der letzten Ausgabe von 10,9 angekündigte Waffengesetz-Novelle wurde nun beschlossen und bringt einige Neuerungen imUmgang mit Sportwaffen. Auf den Seiten 10.18 und 10.19 möchtenwir Ihnen einen Überblick über die wesentlichen Änderungen undderen Bedeutung geben.Viel Vergnügen mit dieser Ausgabe wünschtIhrDDr. Herwig van StaaPräsident des Österreichischen SchützenbundesFördernde PartnerIMPRESSUMHerausgeber: Österreichischer SchützenbundFür den Inhalt verantwortlich ist das Präsidium desÖSB: DDr. Herwig van Staa (Präsident), Ing. HorstJudtmann (1. Vizepräsident), Ekkehard Leobacher(2. Vizepräsident)Redaktion, Anzeigen & Vertrieb:Österreichischer Schützenbund, Stadionstraße 1b,6020 Innsbruck, Österreich, Mag. Manfred Ladstätter,T: +43 (0) 512 – 39 22 20, F: +43 (0) 512 – 39 22 20 – 20,magazin@<strong>zehn</strong><strong>komma</strong><strong>neun</strong>.at,www.<strong>zehn</strong><strong>komma</strong><strong>neun</strong>.atAutoren: Mag. Manfred Ladstätter, Mag. Uwe Triebl,Mag. Johannes Gosch, Dr. Jürgen Siegert, Dr. FranzCzaszar, Ing. Horst Judtmann, Dr. Helmut Hörtnagl,Dipl.-Psych. Heinz ReinkemeierFotos: Mag. Manfred Ladstätter, Hansjörg Ungerank,istockAbonnement: Jahresabonnement 10,90 Euro inkl.Versand, Einzelausgabe 3,50 Euro inkl. Versand,magazin@<strong>zehn</strong><strong>komma</strong><strong>neun</strong>.at,www.<strong>zehn</strong><strong>komma</strong><strong>neun</strong>.atDas Jahresabonnement verlängert sich jeweilsum ein weiteres Jahr, falls nicht acht Wochen vorEnde des Bezugsjahres die schriftliche Kündigungerfolgt. Bei Nichterscheinen infolge Streiks oderStörung durch höhere Gewalt besteht kein Anspruchauf Lieferung. Die Zeitschrift und alle in ihrenthaltenen einzelnen Beiträge und Abbildungensind urheberrechtlich geschützt. Jede Verwertungaußerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzesist ohne die Zustimmung des ÖSB unzulässigund strafbar. Gerichtsstand und Erfüllungsortist Innsbruck.Layout: Unique Werbeges.m.b.H.,www.unique.at;Druck: DruckwerkerF&W KopieranstaltbetriebsgmbH,www.druckwerker.at
inhalt10 310.4 newsAktuelles aus der Welt des Sportschießens10.9 TITELSTORY – PräzisionPräzision. Ein entscheidender Faktor im Sportschießen 10.10Zu Besuch beim Präzisions-Büchsenmacher 10.13 Geschosse –das entscheidende Detail 10.1510.16 ÖSB INSIDENeuigkeiten vom ÖSB10.17 STORYS10,9 im Gespräch mit ISSF Executive Director Franz Schreiber 10.17Die Waffengesetz-Novelle 2010 10.1810.20 INTERNATIONALGrand Prix Pilsen 10.20 ISSF-Weltcup Fort Benning 10.21Medaillenregen unseres Juniorenteams 10.22 ISSF-Weltcup inBelgrad 10.24 Erster IWK in Innsbruck 10.26 Weltmeisterschaftin München 10.2610.32 AUFS KORN GENOMMENVisualisieren – Bilder in unserem Kopf 10.32 SystematischerTrainingsaufbau 10.35 Aus Karins Schützen-Küche 10.36 Psychoregulation10.3810.40 ÖsterreichNews aus den Sparten 10.40 Spannende Kämpfe um die österreichischenTitel 10.41 Beiträge aus den Ländern 10.45 Die nächstenEvents (international und national) 10.4610.47 Kontakt10.48 ABO Sichere dir jetzt dein Jahresabo!<strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
10 4news10 5Tag des Sports.Am 25. September 2010 findet bereits zum 10. Mal der „Tag des Sports“ auf demWiener Heldenplatz statt. Es ist das größte Freiluft-Sportevent Europas. Wiejedes Jahr sorgen auch heuer wieder alle Dachverbände, Fachverbände undSportorganisationen für ein einzigartiges Angebot. Auch der ÖsterreichischeSchützenbund, vertreten durch den Sportschützen-Landesverband Wien, istwie in den letzten 10 Jahren mit einer Demonstration bei diesem Event präsent,um für den Schießsport zu werben. „Besonders beliebt ist unsere ,Mach-mit-Station‘ mit dem Luftgewehr auf 10 m mit Vergabe von Medaillen“, so ÖSB-Vizepräsident Ing. Horst Judtmann. Eingebunden in das Programm ist auchdie Ehrung der 11 erfolgreichen Medaillengewinner 2009 des ÖsterreichischenSchützenbundes durch das Bundesministerium für Sport.Walther stelltneue LP400 undneues LG400 vor.Unter dem Motto „Ready for London 2012“ stellte das Ulmer Traditionsunternehmenkürzlich zwei verbesserte Hightech-Präzisionswaffender Öffentlichkeit vor. Die Neuerungen der LP400 liegen in einer gänzlichüberarbeiteten ergonomischen Handlage, dem kugelgelagertenVARIO-Abzug, einem Druckminderer mit QUICKCLEAN-Luftfilter undder 200 bar SLIMLINE-Kartusche. Für das ruhige Schussverhalten derLP400 sorgt das Doppelkompensatorsystem RESORBER und das wartungsfreieEQUALIZER-Magnetabsorbersystem. Zusammen mit einemneuen Schlagventil und einer strömungsoptimierten Luftzufuhr sichertauch im LG400 das EQUALIZER-Magnetabsorbersystem einen erschütterungsfreienSchuss. Zu den weiteren Highlights des richtungsweisendenLG400 zählen ein Ladehebel mit der Möglichkeit einer Links-/Rechts-Positionierung, eine integrierte Ladezustandsanzeige und derMatchdiopter INSIGHT-OUT.Dr. Silvius Magnago,Ehrenlandesoberstschützenmeister(1914–2010).Der Südtiroler Sportschützenverband hat mit Altlandeshauptmann SilviusMagnago einen großen Förderer und Mentor verloren. Magnago war die wohlwichtigste Persönlichkeit Südtirols der Nachkriegszeit und von 1961 bis 1989Landeshauptmann. Als Verhandlungsführer gilt er als Vater der Autonomiedes Landes. Für sein Wirken wurden Magnago zahlreiche Auszeichnungenverliehen, u.a. das „Große Goldene Ehrenzeichen am Bande für Verdienste umdie Republik Österreich“, das Großkreuz der italienischen Republik, das „GroßeVerdienstkreuz mit Stern des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland“,der Europa-Preis für ein friedliches Europa von der Coudenhove-Kalergi-Stiftungund viele andere. Sportschießen war Magnagos Leidenschaft. Umseine Schüsse abgeben zu können, ließ er sich vom LandesoberschützenmeisterKarl Gasser im ganzen Land umherchauffieren. Jahr<strong>zehn</strong>telang eröffneteMagnago regelmäßig zahlreiche Schießveranstaltungen in Südtirol bzw. wargern gesehener Ehrengast.1. Zukunftssymposium derBundessportorganisation (BSO).Am 1. Juli fand im Schloss Miller-Aichholz in Wien das erste BSO-Zukunftssymposiummit Vertretern des organisierten Sports statt. Präsident Peter Wittmannbegrüßte den Beginn des BSO-Reform- und Dialogprozesses: „Der heutige Taghat gezeigt, dass die Verbände ein klares Bekenntnis zur BSO und deren Stärkungabgegeben haben.“Das Ergebnis der Konsultationen zur Bundes-Sportförderreform hat deutlichgemacht, dass die Wahrung der Autonomie des Sports, die Sicherung der Basisförderung,die Anerkennung der Vielfalt und Unterschiedlichkeit, die Vereinfachungder Vergabe- und Kontrollmodalitäten sowie eine mehrjährige Planungssicherheitvorrangige Anliegen der österreichischen Dach- und Fachverbändesind.Im Bereich der BSO-Reform wurde von den Sportvertretern vor allem die Stärkungder BSO als Dachorganisation und Interessenvertretung des organisiertenSports, der Ausbau der Schulungs- und Weiterbildungsangebote, die Aufnahmevon hauptamtlichen Mitarbeitern und die damit verbundene Vergrößerungdes Unterstützungsangebotes, die Erarbeitung einer zentralen Sportdatenbank,hauptamtliche fachliche Begleitung und Evaluierung der Verbände, die zentraleAbwicklung von Pressearbeit, Einkaufstools, Rechtsberatung, Unterstützung inder Abwicklung von Sportgroßveranstaltungen und eine engere Zusammenarbeitmit den Universitäten gewünscht.Ausgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong><strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
news10 6 10 7ISSF wählt neue Führung.Bei der ISSF-Generalversammlung, die im Zuge der Weltmeisterschaftenin München stattfand, wurden Präsident OlegarioVazquez Raña und Generalsekretär Horst G. Schreiber in ihremAmt für eine weitere Periode wiedergewählt. Das Führungsduoist seit seiner Wahl 1980 durchgängig im Amt. Vazquez Raña warselbst aktiver Schütze und nahm viermal bei Olympischen Spielenteil. In seiner Rede betonte Vazquez Raña, der mit seiner Familieanwesend war, dass „nach all diesen Jahren das in mich gesetzteVertrauen das Wichtigste für mich ist. Der Schießsportverband istmeine Familie“, ergänzte der in seinem Amt bestätigte Mexikaner.Im Zuge der Generalversammlung wurden auch vier Vizepräsidentengewählt, drei davon in ihrem Amt bestätigt (Luciano Rossaus Italien, Gary Anderson aus den USA und Medhat Wahdan ausÄgypten), einer davon neu gewählt (Sheikh Salman S.S.H. Al Sabahaus Kuwait).Außerdem wurden 15 Mitglieder des Vorstandes sowie Max Mücklals Vorstand des technischen Komitees gewählt. Auch die KomiteesGewehr, Pistole, Laufende Scheibe, Wurfscheibe, Statuten,Medizin, Judges wurden gewählt. Österreich ist mit BSPL MarcHeyer als Mitglied im Laufende-Scheibe-Komitee weiterhin vertreten.Bei der Sitzung des ISSF-Vorstands im Vorfeld der ISSF-Generalversammlungwurde die Aufnahme von 3 weiteren nationalenFachverbänden beschlossen. Damit wächst die Anzahl der Mitgliedsverbändeauf 160, welche aus 147 Nationen kommen. DieAnzahl der Mitglieder und Nationen divergiert, da manche Länder– wie auch Österreich – einen zweiten Fachverband für Wurfscheibeaufweisen. Außerdem wurden drei neue Nationen, nämlichGuam, Afghanistan und Tonga, in die ISSF aufgenommen.„Mit 160 Mitgliedern zählt die ISSF zu den größten internationalenSportverbänden. Es freut mich, dass die Schießsportgemeindeweiter wächst und wir dadurch international sicher an Bedeutunggewinnen können“, so der Generalsekretär der ISSF Horst Schreiber.Die wiedergewählte ISSF-Spitze: PräsidentOlegario Vazquez Raña (li.) und GeneralsekretärHorst G. Schreiber (re.)Meistere Dich selbst!Bewusstseins- und Persönlichkeitsentwicklungauf Basis der 5 Elemente.„Meistere Dich selbst!“ ist ein Programm, das hilft, systematisch Fähigkeitenauszubilden, die den Umgang mit den Anforderungen des Leistungssports– vor allem im Kinder- und Jugendalter – erleichtern. Mit Hilfe derErkenntnisse aus der „Traditionellen Chinesischen Medizin“ (TCM) werdenverschiedene Persönlichkeitsmuster besprochen und Trainingsmöglichkeitenangeboten.274 Seiten, Eigenverlag, Autor: Uwe Triebl, Buchpreis: EUR 24,90Es werden zum Thema „Meistere Dich selbst!“ auch regelmäßig Workshopsangeboten. Die Termine finden Sie auf www.breakfree.at unter Termine.Bestellung unter uwe.triebl@breakfree.atAusgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong><strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
titelstory10 9Präzision.Präzision ist beim Sportschießen das „Um und Auf“.Der erste Artikel der Titelstorys geht der Frage nach,was nun Präzision ist und wie man sie trainierenkann. Weiters haben wir einen Präzisions-Büchsenmacherbesucht und Einblick in eine Welt erhalten,in der es um 1/1000 mm geht. Im dritten Artikelhaben wir uns schließlich auf die Suche nach deroptimalen Munition gemacht.
10 10titelstory10 11Präzision.Ein entscheidender Faktorim Sportschießen.Autor: Mag. Uwe Triebl und Mag. Johannes GoschEgal, welchen Sport man ausübt, je besser man wird, desto wichtigerwird die präzise Ausführung der jeweiligen sportlichenHandlung.Was ist eigentlich Präzision und wie kann ich sie trainieren? DieserArtikel liefert hierzu Informationen und hilft dabei, mehr Präzisionim Schießen zu erreichen.Präzision wird beschrieben als ein auf den Aspekt der Reproduzierbarkeiteingeschränkter Bestandteil der Genauigkeit. Siebezeichnet im Sport somit die Fähigkeit, Handlungen technischexakt und genau auszuführen, dies jedoch in wiederholterWeise. Feinmotorische Bewegungen werdenso ausgeführt, dass bei Wiederholungennur wenig Abweichung zwischen deneinzelnen Ausführungen besteht.Jeder Schuss gleicht dem anderen,könnte man sagen.Gerade beim Schießenmacht die Präzision einengroßen Anteil amErfolg aus. Schonkleine Abweichungender Bewegungvom Idealzustandmacheneinen großenUnterschied imErgebnis aus.Wie lässt sichPräzision entwickeln?Wie bei der Entwicklungjeder Fähigkeitspielen auch hier geistige, seelische und körperliche Faktorenzusammen, um Präzision im Schießen zu erreichen.Was beim Lernen von Bewegungen physiologisch im Gehirn passiert,soll im Folgenden kurz erläutert werden:Die Etablierung von Bewegungsprogrammen wird im Gehirndurch die so genannte Bahnung vollzogen. Synapsen sind Verbindungsstellenzwischen Nervenzellen. Bei Wiederholung bestimmterHandlungen verbinden sich bestimmte Nervenzellen bessermiteinander und funktionieren sozusagen als Einheit. Je öfter undje genauer die entsprechende Handlung ausgeführt wird, destobesser werden diese Einheiten „einprogrammiert“.Will man Präzision erreichen, geht es in erster Linie darum, dieseBahnung durch entsprechend intensives Training aufzubauen.In einem zweiten Schritt geht es dann darum, diese Präzision auchunter Stressbedingungen aufrechterhalten zu können.Es soll nun näher erläutert werden, welche Fähigkeiten dazu beitragen,präziser zu werden, und wie diese trainiert werden können.Da ein Aspekt der Präzision „Genauigkeit“ ist, gilt es als Erstes, sowohlwährend der Ausführung der Bewegung als auch danach einoptimales Maß an Genauigkeit zu erreichen.Genauigkeit während der BewegungDie Fähigkeit, sportliche Bewegungen genau auszuführen, bautauf der Fähigkeit der Körperwahrnehmung auf. Je besser einSportler in der Lage ist, die einzelnen Teile einer Bewegung wahrzunehmenund bewusst zu beobachten, desto größer ist dieChance, die Bewegung zu steuern.Man stelle sich hierbei vielleicht einen Roboter vor, der nach einemGlas greifen soll. Um die einzelnen Schritte durchführen zukönnen, müssen die Motoren, die die Hand des Roboters bewegen,ständig darüber informiert werden, wo sich die Hand in Bezugauf das Glas befindet. Dazu benötigt es Sensoren, die dieseInformationen an die Schaltzentrale (das Gehirn) weiterleiten.Hat ein Roboter nur wenige Sensoren, werden die Bewegungengrob und unpräzise sein und das Glas kann möglicherweise nichtangesteuert werden. Baut man immer mehr Sensoren ein, die dieeinzelnen Motoren der Hand ansteuern, wird die Bewegung präziserwerden. Natürlich ist es beim Roboter notwendig, auch genügendbewegbare Teile einzubauen, damit dieser feinmotorischeBewegungen ausführen kann.Beim Menschen ist im Prinzip alles vorinstalliert. Wir haben genügendMuskeln und auch genügend Sensoren, um feinmotorischeBewegungen auszuführen. Die einzelnen Sensoren können wirdarüber hinaus trainieren, damit sie uns genauere Informationenüber die Aktivität der verschiedenen Muskeln liefern können.Hierzu eine Übung:Setzen Sie sich entspannt hin und wandern Sie mit Ihrer Aufmerksamkeitdurch den ganzen Körper. Versuchen Sie, einzelne Körperteilegenau wahrzunehmen. Fühlt sich der jeweilige Körperbereichwarm oder kalt an, ist er eher verspannt oder locker?Diese Fähigkeit der Körperwahrnehmung können Sie dann imTraining anwenden, indem Sie bei der Ausführung des Schussesgenau darauf achten, wie sich die Bewegung anfühlt. Sie werdenmit immer größerer Genauigkeit die einzelnen Bewegungsteilewahrnehmen und bewerten können.Genauigkeit in der Analyse der BewegungEbenso wichtig ist es, die vollzogenen Bewegungen im Anschlussgut zu analysieren. Besprechen Sie mit Ihrem Trainer in aller Genauigkeitdie Details der Bewegung. Analysieren Sie auch selbstin aller Genauigkeit die einzelnen Bewegungen, indem Sie zumBeispiel in Ihrem Trainingstagebuch die wichtigsten Erkenntnissedes Trainings niederschreiben. Je genauer Sie hier vorgehen, destoschneller werden Sie Präzision erreichen.Weitere Voraussetzungen für PräzisionEine weitere Fähigkeit, um Präzision zu erreichen, ist die Konzentration.Bei der Konzentration geht es darum, die Aufmerksamkeit auf einenbestimmten Bereich zu lenken und bewahren zu können. EinMensch, der die Konzentrationsfähigkeit übt, lernt seine Aufmerksamkeitblitzschnell zu fokussieren – Ausrichtung auf einen Punkt– sowie diese über einen längeren Zeitraum auf eine Sache zurichten, ohne dabei abgelenkt zu werden. Wer kennt nicht die Situation,dass man, nachdem man einen Artikel durchgelesen oderbeispielsweise Englischvokabeln gelernt hat, sich im Anschlussdaran an kaum etwas erinnern kann? Geht man dabei in sich, bemerktman meist, dass man gedanklich während des Lesens ganzwoanders gewesen war. Ständig schwirren Gedanken in unseremKopf herum, seien es Probleme, die man wälzt und die immer wiederins Bewusstsein kommen, oder aktivierte Bedürfnisse, die esuns schwer machen, bei der Sache zu bleiben.Machen Sie den Versuch, während Sie diesen Artikel lesen, undbeobachten Sie Ihren Geist. Wie viele Zeilen können Sie lesen, biserste ablenkende Gedanken den Geist gefangen nehmen? WelcheGedanken sind es, die besonders hartnäckig sind und kaum ausunserem Gehirn zu verbannen sind? Die Tatsache, dass es ebenunterschiedliche Stärken von störenden Gedanken gibt, ist vongroßer Bedeutung für den Übenden. Es sind vorwiegend Gedankenschwer aus dem Kopf zu bringen, die mit starken Emotionenverknüpft sind. Sie sind es, die sich am stärksten auf die Leistungdes Menschen auswirken. Wie oft kommt es vor, dass man sichals Sportler mit den möglichen Auswirkungen seiner Handlungenbeschäftigt, nervös wird und dadurch den Fokus verliert.Tipps für das Üben der KonzentrationsfähigkeitGenerell kann die Konzentration immer und überall trainiert werden,da es, wie oben erwähnt, darum geht, sich auf einen Punktauszurichten. Eine bewährte Übung, die das Wechselspiel zwischenablenkenden Reizen und Gedanken und der Fokussierungauf den Konzentrationsgegenstand deutlich macht, ist folgende:Setzen oder legen Sie sich bequem hin, schließen Sie Ihre AugenAusgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong><strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
titelstory10 12 10 13Der Lauf ist die Seele der Waffe.Steckbrief:Name: Mag. Johannes GoschJahrgang: 1963Wohnort: GrazBeruf: Sportwissenschafter und Mentalcoach mit eigenerBeratungsstelle für Sportpsychologie des LandesSteiermark, staatl. geprüfter LehrwartSportschießen, ehemaliger Exekutivbeamterund Sportschütze, Rückwärts(marathon)läuferPublikationen: Psychologie im Schießsport (1998),Kreativ LAUFen (2002), Kreative Bewegungsübungen– einfach gemacht (2008)Website: www.timelessvision.atName: Mag. Uwe TrieblJahrgang: 1974Wohnort: Wundschuh bei GrazBeruf: Sportpsychologe mit eigener Beratungsstelle fürSportpsychologie des Landes Steiermark, Klinischerund Gesundheitspsychologe, Energetiker undTennistrainerPublikationen: schreibt zurzeit an einem Buch zum Thema„Meistere Dich selbst! – Bewusstseins- undPersönlichkeitsentwicklung mit Hilfe der 5 Elemente“Website: www.breakfree.atEinen weiteren Artikel von Johannes Goschund Uwe Triebl finden Sie auf Seite 32.und richten Sie Ihre Aufmerksamkeit auf die Atmung, und zwarauf die Bewegung des Bauches beim Ein- und Ausatmen. BeginnenSie mit ca. 30 Sekunden und notieren Sie anschließend, wieoft Sie durch äußere Reize (Störgeräusche und Ähnliches) bzw.durch Gedanken abgelenkt wurden. Schätzen Sie auch die Zeit,wie lange Sie abgelenkt waren. Weiters ist es günstig, auch die ablenkendenReize und Gedanken zu notieren, um sich dieser besserbewusst zu werden.Sammeln Sie Erfahrung mit dieser Übung! Sie werden feststellen,dass die Fokussierung auf die Atmung, wie dies bei jeder Form vonKonzentration auch der Fall ist, stark von den jeweiligen Umständenabhängt. Hat man vor der Übung mit sehr vielen „Alltagsproblemen“zu kämpfen gehabt, wird die Fokussierung schwererfallen. Erwarten Sie nicht, dass es Ihnen von Anfang an gelingenwird, die gesamten 30 Sekunden auf die Atmung fokussiert zubleiben. Kehren Sie immer wieder auf die Atmung zurück. Nachlängerer Übungsdauer können Sie die Übungszeit verlängern, aufeine Minute, zwei Minuten usw. Gelingt es Ihnen, die Aufmerksamkeitüber mehrere Minuten oder gar eine halbe Stunde aufdie Atmung zu lenken, werden Sie auch zunehmend die weiterenEffekte der Übung wahrnehmen, nämlich die allgemeine Entspannungdes Körpers und die Beruhigung des Geistes. Durch dasPraktizieren dieser Übung verringert sich die Anzahl der im Geistumherschwirrenden Gedanken – der Geist wird ruhiger und damitauch der Körper.So gesehen tragen Genauigkeit, Konzentration und konsequentesÜben maßgeblich zur Präzision im Sportschießen bei.Zu Besuch beim Präzisions-Büchsenmacher.Der Schuss mussbrechen wie Glas.Die Waffe schießt und der Schütze trifft. Um ins Schwarze zutreffen, müssen beide Faktoren perfekt zusammenwirken. Dabeigeht es um Tausendstel Millimeter. Wir wollen uns genauer anschauen,wie man beim Bau von Schießgeräten versucht, höchstePräzision zu erreichen.Grundsätzlich können beim Waffenbau unterschiedliche Prioritätengesetzt werden. Zum Beispiel Haltbarkeit oder auch Präzision.Die Wichtigkeit der Präzision ist je nach Waffe verschieden. Bei derPistole ist sie weniger wichtig als beim Gewehr und bei Letzteremist Präzision besonders beim Großkaliber entscheidend. Der KufsteinerAndreas Atzl, in der Szene besser bekannt als Bix’n Andy,hat sich voll und ganz der Präzision beim Bau von Großkaliberwaffenverschrieben. Wir haben ihm einen Besuch abgestattet unddurften bei der Produktion zusehen.Eines vorweg: Eine Waffe ist nur so präzise, wie ihr unpräzisesterTeil, sprich: Alle Komponenten, wie Lauf, Munition, Verbindungssystemoder Schaft müssen passen, eine kleine Abweichung einesTeiles und die Präzision der ganzen Waffe leidet darunter.Interessant bei der Herstellung der Waffe ist das Zusammenspielvon Mensch und Maschine. Keine Frage, die Präzision heutigerWaffen ist nur mit Maschinen zu erreichen. Westernszenen, in denenaus der Hüfte der Schurke vom Galgen oder aus 300 MeternEntfernung die Zigarre aus der Hand geschossen wird, können Siegetrost vergessen. Diese Ziele sind aus derartigen Distanzen, zumindestmit damaligen Waffen, wenn überhaupt, nur mit einerPortion Glück zu treffen. Übrigens: Beim gültigen Weltrekord inder Disziplin Benchrest wurde auf 900 Meter 10-mal ein Bierdeckelgetroffen!Dennoch, trotz modernster Technik wird beispielsweise der letzteSchritt bei der Laufherstellung, wo es um Tausendstel Millimetergeht, mit der Hand erledigt. „Es gibt Toleranzen, die die Maschinenicht merkt“, erklärt Andy. Handläppen nennt man diesen Vorgang,bei dem eventuelle „Engstellen“ im Lauf „herausgeläppt“werden. Der Lauf ist die Seele der Waffe. Jeder Lauf ist individuellund hat einen unverkennbaren „Fingerabdruck“. „Das Geheimnisder Präzision ist im Endeffekt eine gleichmäßige Laufschwingung“,verrät Bix’n Andy. Deshalb hat er nun auch begonnen,Ausgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong><strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
titelstory10 14 10 15Die Suche nach der perfekten Kugel.Geschosse –das entscheidende Detail.Auf 1/1000 mm Toleranz wird bei der Waffenproduktion gearbeitet.selbst Läufe zu „ziehen“. Mit einigem Aufwand. MonatelangesHerumexperimentieren ging der Laufherstellung voran. Dasselbst konstruierte und selbst gefertigte Ziehwerkzeug ist natürlichgeheim. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. „Die Resultatesind sehr gut“, ist Andy zufrieden, „wir halten mit den Weltbestenmit.“ Von diesen gibt es im Bereich der Benchrest-Disziplin, dieFormel 1 unter den Großkalibern, auf die Andy spezialisiert ist, nureine Handvoll weltweit.Präzision ist auch eine Frage der Sicherheit: Wenn im Bereich Abzug/Patronenlagereine Ungenauigkeit vorhanden ist, könnte dasgefährlich sein. „Ein Abzug muss schnell und trocken sein“, erklärtAndy. Betätigt man den Abzug, erhöht man den Druck bis zum Erreichendes Abzugsgewichtes (wenn sich der Schlagbolzen löst).„Beim Erreichen des Abzugsgewichtes sollte der Schuss brechenwie Glas“, so der Hightech-Büchsenmacher. Um dieses Ziel zu erreichen,entwickelte Andy einen Kugelabzug, auf den er ein Patentangemeldet hat.Ein patentierterKugelabzug sollhelfen, dass derSchuss bricht„wie Glas“.Nicht nur jeder Waffenlauf ist ein Individuum, auch bei den Geschossengibt es herstellungsbedingt feinste Unterschiede im mikroskopischenBereich. Die Kunst ist es, Geschosse untereinanderin Abmessung, Gewicht und Material möglichst gleich herzustellen.Deshalb ist der Armbrustbolzen das präziseste Geschoss, dadieser wieder verwendet wird.Bei der Herstellung von Schrotpatronen, Zentral- und Randfeuerpatronensowie Luftgewehrkugeln ist 100%ige Präzision also nichtganz zu erreichen. Um sich diesem Ziel dennoch anzunähern, nehmendie Hersteller einen großen Aufwand in Kauf.Der Tiroler „Bix’n Andy“ stellt Geschosse und Munition selbsther und lädt seine Zentralfeuerpatronen z. B. selbst mit handgefertigtenMatchgeschossen. Sein Argument: „Damit kann ich dieMunition auf die Waffe abstimmen.“ Natürlich schießt nur eineverschwindende Minderheit mit handgefertigten Geschossenbzw. Munition.Bei Randfeuerpatronen ist das zum Beispiel schon technisch nichtmöglich, da man als Endverbraucher keine satzgeladenen Hülsenerhalten kann. Bei einem jährlichen weltweiten Bedarf von 3 MilliardenRandfeuerpatronen wäre „hand made“ auch nicht machbar.Jeder Präzisionsschütze ist ständig auf der Suche nach möglichstguter Munition. Dabei wird er von industriellen Herstellern, wieRWS, tatkräftig unterstützt. Auf dem RWS-Testschießstand wirdder Lauf zuerst eingespannt. Dann werden mehrere Testlosemit jeweils 10 Schuss ausprobiert. Nach jeder Schussserie zeigtdas jeweilige Schussbild die Eignung der Munition. „Bei wirklichschlechter Munition ein Gießkannenmuster, bei optimaler nur einLoch“, erklärt Hubertus Dowidat von RWS. Auch Luftgewehrkugelnwerden getestet, da ihr Kopfdurchmesser minimal abweicht. Munitionstestswerden natürlich auch mit Luftpistolen durchgeführt.Auch KK-Pistolen werden eingespannt. Bei Großkaliber-Pistolenist es durchaus üblich, mit der Hand zu testen. Aus der Schultertestet „Bix’n Andy“ seine 300m-Hochpräzisionswaffen. Sein Argument:„Das Schwingungsverhalten des Laufes muss beim Testenauthentisch sein. Dafür braucht man Gespür und Know-how.“Die Präzision der Geschosse hängt grundsätzlich vom Herstellungs-und Prüfverfahren ab. Aus dem geschmolzenen Blei wirdBleidraht auf eine Rolle gezogen und anschließend in einem Automatenabgelängt. Aus diesen Bleistückchen werden in einemweiteren Verarbeitungsschritt die Geschosse gepresst. „Um einemöglichst hohe Präzision zu erreichen, werden die Matrizenwerkzeugeoft kontrolliert und ausgetauscht“, so Dowidat. Wichtig ist,dass die Geschosse einer „Charge“, also der Bleidraht einer Rolle,von den anderen Chargen getrennt gelagert werden. Die Produkteeiner Charge weisen untereinander die geringsten Schwankungenauf. „Der Idealfall wären 30.000 Zwillinge“, erklärt der Experte vonRWS. Die verschiedenen Fertigungslose an fertiger Munition werdenschließlich vom Schützen getestet. Nur so lässt sich die fürden jeweiligen Lauf optimale Munition bzw. Kugel finden.Für die Wettkampfmunition legt man bei RWS einen Gang zu.Bei Patronen wird das Pulver bzw. die Hülsen nach besonderenKriterien ausgewählt. Oberstes Prinzip ist das „Reinhalten“ derSorten. Dabei herrschen Laborbedingungen; es wird eine Patronenach der anderen geladen. Das Ergebnis ist die doppelte Präzision,allerdings zum dreifachen Preis. Zur Veranschaulichung ein Beispiel:Die Durchschnittsgeschwindigkeit der beliebten RWS R50Randfeuerpatrone liegt im Mittel z.B. bei V o330m/s, die Schwankungsbreitezwischen den einzelnen Schüssen liegt hiernur bei ca. V o329–332 m/s. Bei normalen Standard-Randfeuerpatronenist die Schwankungsbreitehingegen deutlich größer,zwischen V o325–335 m/s. Natürlichist die Geschwindigkeit von Lauf zuLauf auch wieder verschieden. FürWettkampfschützen rentierensich jedenfalls die zeitraubendenTests. „Mit getesteter Munitionschießt man eben öfter einenZehner, der sonst nur eine 9,9gewesen wäre“, weiß Dowidat.Bei einem Wettkampf ein zwingendesArgument.Handgemachte Geschosse undMunition sind ein Glied in derPräzisionskette beim „Bix’n Andy“.Ausgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong><strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
10 16ösb insidestorys10 17Luftpistole, Feuerpistole.Starkes Lebenszeichender Junioren.Autoren: BSPL Siegried Schöberl, Gretchen EwenAus dem Lager der PistolenschützInnen gibt’s einiges zu berichten.So fand Ende Mai das 2. Ranglistenschießen in der Feuerpistolestatt (Ergebnisse unter www.schuetzenbund.at). Besonders hervorzuhebensind die Leistungen von Christian Kirchmayer, StefanEder und Anian Weber, sei es beim Junioren-IWK in Suhl oder beimAlpencup in Innsbruck. Bei den Shooting Hopes in Pilsen verlief esnicht ganz nach Wunsch, dafür holte Kirchmayer beim IWK in Innsbruck(siehe Bericht) eine Gold- und eine Silbermedaille (Foto). DerJuli stand ganz im Zeichen der WM-Vorbereitung, welche sich intensivgestaltete. Die letzten Testwettkämpfe haben gezeigt, dassder Weg von Bundesnachwuchstrainerin Gretchen Ewen richtigbeschritten wurde. Auf jeden Fall hat vor allem Kirchmayer, aberauch Eder, reale Chancen, ganz vorne mit dabei zu sein.Bei den Männern gewann Wolfgang Psenner in den Bewerben50m und Luftpistole Gold, Hannes Kröll wurde im Bewerb LuftpistoleDritter bzw. Zweiter im Bewerb 50m. Gretchen Ewen kämpftnach wie vor mit ihrer Zeigefingerverletzung und versucht alles,um bis zu ihrem WM-Start fit zu werden.ChristianKirchmayerDI Fritz Schattleitnerwird ISSF-Ehrenmitglied.Anlässlich des 80. Geburtstag im Jahr 2003 wurde der SchießstandKnittelfeld in DI Fritz Schattleitner-Schießstand umbenannt.Bei der ISSF-Generalversammlung in München wird DI Fritz Schattleitnerzum Ehrenmitglied der ISSF gewählt. Damit wird dem Steirerdie höchstmögliche Auszeichnung verliehen. Das unterstreichtseine langjährige besondere Rolle im und seinen großartigen Einsatzfür den internationalen Schießsport.Neben DI Schattleitner erhalten auch die ehemalige ESC-Präsidentinund ISSF-Vizepräsidentin Unni Nicolaysen (NOR) und DSB-PräsidentJosef Ambacher die Ehrenmitgliedschaft der ISSF. DI Fritz Schattleitnerwar für die ISSF mehr als 30 Jahre tätig und zuletzt Mitglied dertechnischen Kommission. Mit viel Geschick konnte er seine langjährigeErfahrung dem Schießsport zugutekommen lassen. Schattleitnerwar selbst aktiver Schütze, holte insgesamt 10 österreichischeStaatsmeistertitel und nahm 1968 auch an den Olympischen Spielenteil. Neben seiner Tätigkeit in der ISSF bekleidete Schattleitnerauch Funktionen im ÖSB (u.a. Vizepräsident) und der europäischenSchützenkonföderation.Mag. AndreasGermannneuer LOSMin Vorarlberg.Seit kurzem hat Vorarlberg einen neuen Landesoberschützenmeister.Mag. Andreas Germann tritt die Nachfolge des langjährigenLOSM Horst Halder an. Germann ist selbst seit vielen Jahren aktivim Schießsport mit der Großkaliberpistole tätig, sieht sich jedochbeim Vorarlberger Schützenbund als Quereinsteiger. „Im Verbandwar ich die vergangenen Jahre als Landessportleiter GroßkaliberPistole tätig, ich habe jedoch keinerlei Präferenzen, gleich ob Pistoleoder Gewehr. Für mich ist jeder Schütze gleich.“Germann, der eine Rechtsanwaltskanzlei betreibt, sieht seineAufgaben in den kommenden Jahren klar: „Wir müssen mit demLand Vorarlberg Regelungen finden, um unser Leistungsniveau zuerhalten bzw. auch steigern zu können. Das ist nur über Landestrainermachbar. Erste Gespräche mit dem vom Land betriebenenSportservice haben bereits stattgefunden und sind auch positivverlaufen, die nächste Gesprächsrunde findet nach der Sommerpausestatt.“Gegen die Hektikunserer Zeit schießen.Im Gespräch mit ISSF ExecutiveDirector Franz Schreiber.Franz Schreiber ist als Executive Director im Generalsekretariatdes Internationalen Schieß-Sportverbandes – ISSF in München tätig.Dort laufen alle Fäden bezüglich des internationalen Schießsporteszusammen. 10,9 befragte Schreiber über die Pläne desISSF sowie über Trends und Zukunft des Schießsportes.10,9: Welche Ziele will die ISSF mittelfristig verfolgen?Schreiber: Insgesamt wollen wir den Schießsport weltweit stärkenund ihn weiter nach vorne bringen. Wir wollen beispielsweisemehr Teilnehmer, vor allem im Nachwuchs. Aktivitäten wie„Sports for All“-Veranstaltungen, hier geht es um eine Kombinationssportartmit Laufen und Schießen, werden forciert. Wir wollenjunge Leute mit ganz einfachen, günstigen Gewehren und ohnespezielle Bekleidung motivieren, mitzumachen. Eigene Bewerbesollen dieses Vorhaben unterstützen. Für ältere Menschen wollenwir die Möglichkeit schaffen, im Schießsport aktiv zu bleiben. DieISSF will deshalb – wie bereits im ÖSB möglich – auch Auflegend-Schießen anbieten.10,9: Welche speziellen Herausforderungen sieht die ISSF in dennächsten Jahren?Schreiber: Die Öffentlichkeit muss überzeugt werden, dass derSchießsport ein Sport ist. Leider differenziert man in der Öffentlichkeitviel zu wenig zwischen Sportgerät und Waffe. Hier ist vielÜberzeugungsarbeit für ein neues Image nötig.10,9: Welche Zukunft hat Schießsport?Schreiber: Ich sehe die Zukunft sehr positiv. Schießsport ist in derLage, der Hektik unserer Computerwelt entgegenzuwirken. Er bietetvor allem für die Jugend hervorragende Möglichkeiten, ihreKonzentration zu steigern und sich körperlich fit zu halten. EinigeNationen sind nicht zuletzt deshalb im Jugendbereich sehr aktiv.10,9: Wie sehen Sie die Position des Schießsportes als olympischeDisziplin?Schreiber: Wir sind ein sehr großer Bestandteil des olympischenProgramms. Diese Position wollen wir beibehalten oder ausbauen.ISSF ExecutiveDirector FranzSchreiber hat vielvor, um den Schießsportnach vorne zubringen.Ich gehe davon aus, dass der Schießsportauch in Zukunft eine große Rollespielen wird.10,9: Können Sie kurz die Aktivitäten des ISSF in der Medienlandschaftskizzieren?Schreiber: Insgesamt sind wir sehr aktiv. Unser ISSF-TV-Team begleitetz.B. große Veranstaltungen mit Videos und Interviews, dieim Internet abgerufen werden können. Bei der WM in Münchenwerden beispielsweise erstmals alle Finalwettbewerbe weltweit950 Stationen über das EBU-System angeboten. Der Zuspruch istsehr groß, hier gibt es ein gewaltiges Potenzial. Als Medienkanalspielt das Internet bereits die größte Rolle. Ob Videos oder Bilder –auf unserer Homepage ist alles vorhanden. Im Bereich Social Mediahaben wir eine Seite auf Twitter und Facebook, wo wir innerhalbkürzester Zeit 5.000 Friends generieren konnten. Daneben istein iPhone App in der Umsetzungsphase und auf You Tube sindwir natürlich auch dabei.10,9: Wie sehen Sie die Entwicklung beim ÖSB?Schreiber: Sehr positiv, da ist in den vergangenen Jahren viel frischerWind reingekommen, der in verschiedener Hinsicht spürbarist. 10,9 ist ein sehr interessantes Magazin. Auch bei den Teilnehmerzahlenbei Wettkämpfen sieht man die gesunde Basis imösterreichischen Schießsport. Nicht zu vergessen natürlich dieErfolge bei internationalen Wettkämpfen, im Moment vor allembei der Jugend.Steckbrief:Name:Geburtsdatum:Wohnort:Berufliche Laufbahn:Franz Schreiber26. 5. 1961 in MünchenMünchenseit 1982 beim ISSFBezug zum Schießsport: hat selbst in jungenJahren geschossenAusgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong>
10 20international10 21Viktoria Hafner im Luftgewehr-FinaleMit Christian Planer ist im Liegend-Bewerb immer zu rechnen.Grand Prix von Pilsen .Alles ist möglich.ISSF-Weltcup Fort Benning.Bei wenig überzeugendem Wetter (5 Grad bei Nieselregen) zeigteeine starke österreichische Abordnung, die zum Grand Prix imtschechischen Pilsen reiste, eine sehr überzeugende Leistung. Vorallem die Ergebnisse der Männer, die mehrere Medaillen bei einemstarken Starterfeld holten, zeigten eine klar steigende Formkurve.Bei den Damen überraschten Stephanie Obermoser undViktoria Hafner.Mannschaftsgold und -silber, Gold für Farnik, Bronze für KnöglerEs begann bereits am ersten Tag für die Österreicher sehr gut:Mannschaftssilber im 50m-Bewerb und Mario Knögler als Dritteram Siegerpodest. Dieser freute sich entsprechend über seinebereits im Frühjahr so gute Form. Der zweite Tag wurde für dieÖsterreicher zu einem richtigen Schützenfest.Im Dreistellungsmatch über 50m landeten gleich vier Österreicherunter den ersten <strong>zehn</strong>. Sieger war Thomas Farnik, der alsZweiter ins Finale ging. Aber auch Knöglers Leistung, der sich mitdem besten Finale auf den dritten Platz vorkämpfen konnte, warwieder spitzenmäßig. Mit dieser Leistung holten Farnik, Knöglerund Planer auch Mannschaftsgold, 4 Ringe vor den Schweizern,die mit ihrem Ergebnis neuen Schweizer Rekord aufstellten.DamenpowerStarke Leistungen gab’s auch im Lager der Damen. Viktoria Hafnererreichte den 5. Rang beim Bewerb 10m Luftgewehr. Auch in derMannschaft wurde es beim Luftgewehr der fünfte Platz, ein starkesErgebnis bei 22 Nationen. Im Bewerb 50m Dreistellungsmatchüberraschte Stephanie Obermoser mit dem Einzug ins Finale, wosie ihren 5. Platz bis zum Schluss verteidigen konnte.Bei den Pistolenschützen lief es in Pilsen mittelmäßig. Meist platzierteman sich im hinteren Mittelfeld, ein 25. Platz von ChristianKirchmayer im Bewerb Standardpistole 25m sowie ein 25. Platzvon Marion Weingand (10m Luftpistole) und ein 28. Platz vonGretchen Ewen im Bewerb 25m Pistole waren die Platzierungenunter den besten 30.Ein perfekter Tag: Sieg für Farnikund 3. Platz für Knögler.Durchwegs stark war die Leistung des ÖSB-3er-Teams beim Weltcupin Fort Benning. Wenngleich es nicht für Podestplätze reichte,hatten Mario Knögler, Christian Planer und Thomas Farnik zumindestin einem der drei Bewerbe Tuchfühlung mit der Spitze.Während wir hierzulande den kältesten Mai seit Beginn der Temperaturaufzeichnungengenießen durften, hatten die drei Athletenin Fort Benning ein für uns ganz ungewohntes Problem, nämlichdas als Mirage bezeichnete Luftflimmern. Angesichts dessendürfen die Leistungen von Mario Knögler (12.) und Thomas Farnik(13.) im Dreistellungsmatch als sehr stark eingestuft werden, sieverpassten nur knapp den Finaleinzug.Der 50m Liegend-Bewerb lief turbulent ab. Bei Farnik löste sichein Schuss, Knögler schaffte bei extrem schwierigen Bedingungendie Elimination und konnte ein wenig weiter experimentieren.Bei Planer ging es wegen eines Gewitters „drunter und drüber“.In der Qualifikation lief es dann blendend, er zog als Dritter insFinale ein und hielt sich anfangs auch in den vorderen Rängen.Seine Taktik, wie beim Europameistertitel das ganze Finale im Anschlagzu bleiben, ging jedoch nicht auf: „Zum Verhängnis wurdemir schlussendlich die Tatsache, dass der Finalsprecher das Finaleüberdurchschnittlich in die Länge zog. Dadurchverlor ich jegliches Gefühl in meinem linkenArm und in meiner rechten Schulter. Ich mussmir jetzt eine weitere Finaltaktik für die WMvorbereiten, damit ich für den Fall der Fällegewappnet bin“, resümiert der Tiroler.Der dritte Bewerb, der 10m Luftgewehr-Wettkampf (wurde als erster absolviert),verlief recht unspektakulär,Knögler verpassteknapp den Finaleinzug.Event: 10m Air Rifle MenNumber of Participants: 64Date: 24.05.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 5 6 Sum Final Total1 ZHU Qinan CHN 100 100 100 99 100 100 599 104,1 703,12 WANG Tao CHN 100 100 99 100 100 98 597 104,2 701,23 KRUGLOV Serguei RUS 99 100 100 100 99 99 597 103,9 700,911 KNÖGLER Mario AUT 98 100 100 99 100 98 59526 FARNIK Thomas AUT 98 99 98 98 100 99 59247 PLANER Christian AUT 99 98 97 98 97 98 587Event: 50m Rifle 3 Positions MenNumber of Participants: 69Date: 27.05.2010Rank Name Nat P1 P2 P3 P4 St1 St2 St3 St4 Kn1 Kn2 Kn3 Kn4 Sum Final Total1 EMMONS Matthew USA 100 100 100 100 96 92 98 98 98 100 98 98 1178 98,6 1276,62 PARKER Jason USA 100 100 99 100 97 96 98 98 96 98 97 95 1174 100,2 1274,23 CAMPRIANI Niccolo ITA 100 100 98 98 98 96 98 97 97 100 97 96 1175 97,5 1272,512 KNÖGLER Mario AUT 99 100 99 100 97 96 96 93 97 96 98 96 116713 FARNIK Thomas AUT 97 99 100 99 97 97 98 93 98 97 95 97 116759 PLANER Christian AUT 100 97 99 100 95 96 93 93 94 94 93 92 1146P = Prone, St = Standing, Kn = KneelingEvent: 50m Rifle Prone MenNumber of Participants: 41Date: 30.05.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 5 6 Sum Final Total1 CAMPRIANI Niccolo ITA 99 100 100 100 100 100 599 104,2 703,22 UPTAGRAFFT Eric USA 100 100 100 98 100 99 597 105,8 702,83 EMMONS Matthew USA 100 100 100 100 99 99 598 104,1 702,17 PLANER Christian AUT 100 99 100 100 99 100 598 103,0 701,041 KNÖGLER Mario AUT 99 99 99 99 98 98 592Ausgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong><strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
10 22international10 23Alexandra Podpeskar,Nadine Ungerank undKatharina Neuwirth:Die drei zeigten in Suhlgroß auf.Topplatzierungen bei drei internationalen Wettkämpfen.Medaillenregenunseres Juniorenteams.Goldregen, Rekordflut, Junioren räumen international ab. Angesichtsder Leistungen unserer JuniorInnen bei den vergangeneninternationalen Wettkämpfen kommt man aus den Superlativennicht mehr heraus. Eines ist klar: Mit Zufall hat das schon langenichts mehr zu tun. Nüchtern betrachtet sind sie einfach top, unddas auch im internationalen Vergleich. Auch aus österreichischerSicht sprechen gleich mehrere österreichische Rekorde eine klareSprache über die unglaublich erfolgreiche Frühjahrssaison.Die Leistungen einzeln aufzuzählen, würde den redaktionellenRahmen sprengen. Dennoch wollen wir die „Beute“ einmal erfassen.Starten wir in Suhl, der als bedeutendster internationalerWettkampf in Mitteleuropa gilt. Hier gewannen die JuniorInnenzweimal Gold im Einzel, zweimal in der Mannschaft, holten einmalMannschaftssilber, zweimal Bronze im Einzel, erreichten sechs Finalplätzeund stellten drei neue österreichische Rekorde auf!Besonders erfreulich waren dieersten internationalen Medaillenfür Stefan Rumpler(Bronze und Mannschaftssilber)undAndreas Rammler(ebenfalls Mannschaftssilber).Das österreichischeTeam mit seinenBetreuerInnen feuertdie Kollegen an.Geradezu außergewöhnlich war der Auftritt von Nadine Ungerank,der „kleinen Schwester“ von Lisa. Die erst 14-Jährige erregteschon Aufsehen, als sie mit sechs Jahren 18- bis 20-jährigenKonkurrentinnen im Shoot-off um den Luftgewehr-Finaleinzugkämpfte. Dafür reichte es mit 1.776 Ringen für einen neuen österreichischenMannschaftsrekord (Nadine Ungerank, KatharinaNeuwirth und Alexandra Podpeskar). Einen Tag später schlugNadine Ungerank dann voll zu: Mit drei Ringen Vorsprung siegtesie bei starkem Wind im Liegend-Bewerb. Die Junioren standendem um nichts nach. Sie verbesserten den österreichischenMannschaftsrekord im Luftgewehr-Bewerb gleich um <strong>zehn</strong> Ringe(Mathis, Rumpler, Rumpler). Der Beitrag von Thomas Mathis, nämlich596 Ringe, reichte, um den österreichischen Rekord von MarioKnögler (1996) bzw. Stefan Raser (2006) einzustellen.In ähnlicher Tonart ging’s beim Alpencup in Innsbruck weiter. Hierwurden unsere SchützInnen in der Mannschaft dreimal mit Gold,zweimal mit Silber und einmal mit Bronze ausgezeichnet. ImEinzel wurden zwei Siege, zwei zweite Plätze und drei Bronzeneerzielt. Sensationelle 584 Ringe von Katharina Neuwirth beschertenihr den neuen österreichischen Rekord. Gemeinsam mit LisaUngerank und Olivia Hofmann besserten sie auch gleich den österreichischenMannschaftsrekord auf.Das dritte große internationale Event war schließlich das „Meetingof the Shooting Hopes“ in Pilsen. 341 TeilnehmerInnen aus 17Nationen – die Unsrigen mischten wieder ganz vorn mit. Im Einzelholten die Österreicher dreimal Gold, zweimal Silber und zweimalBronze. In der Mannschaft gab’s eine Goldene, zwei Silberne undeinen dritten Platz. Auch diesmal gibt’s eine außergewöhnlicheLeistung zu berichten: Der 16-jährige Gernot Rumpler wuchs übersich hinaus – und auch über Mario Knögler, dessen österreichi-schen Rekord aus dem Jahr 1999 er im Bewerb 3 x 40 mit 1.173 Ringenum einen Ring erhöhte.Im Bild das Junioren-Team beim 60 Liegend: 3. Platz von li. StefanRumpler, Thomas Mathis und Andreas Rammler.Angesichts dieser fulminanten Erfolge stellt sich die Frage, ob dagleich ein Schwung Weltklasseschützinnen und -schützen in denStartlöchern scharrt. Bundestrainer Thomas Farnik: „Die hervorragendeArbeit in einigen Vereinen und Landesverbänden zeigt jetztdie Wirkung, die man sich davon versprochen hat. Nur dank dieservielen Helfer sind solche Erfolge möglich. Ob sie den Schritt zumWeltklasseschützen dann wirklich schaffen, hängt noch von vielenFaktoren ab. Aber das gezeigte Potenzial lässt mich sehr positivin die Zukunft blicken.“ Bundessportleiterin Margit Melmerhat große Freude: „Es ist ein wunderschönes Gefühl, die Freude,die diese jungen Athleten mit ihren Erfolgen haben, miterlebenzu können. Die WM-Mannschaft 2010 im Junior-Bereich ist einüberaus ehrgeiziges und tatkräftiges Team. Ichhoffe, dass sie für ihren Einsatz, die vielenStunden Training und Entbehrungen, beider WM belohnt werden.“Bei allen großartigen Erfolgen derGewehrschützInnen darf auf einenPistolenschützen nicht vergessenwerden: Mit Christian Kirchmayerist nämlich ein großes Talent amWerk. Sehr zur Freude von TrainerinGretchen Ewen. Sowohl beimAlpencup als auch in Pilsen zeigteer mit 3 Finaleinzügen eine konstanttolle Leistung, die jeweils mit einer Silbermedaillegekrönt wurde.Die Juniorinnen holten sich Mannschaftssilberim Luftgewehr.Die Freude bei Christian Kirchmayernach seinem „Silberfinale“ ist groß.Ausgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong><strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
10 24international10 25Event: 10m Air Pistol WomenNumber of Participants: 82Date: 28.06.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 Sum Final Total1 GOBERVILLE Celine FRA 99 95 96 96 386 101,5 487,52 BONEVA Antoaneta BUL 95 97 97 97 386 101,4 487,43 KOSTEVYCH Olena UKR 98 97 97 97 389 98,3 487,370 EWEN Gretchen AUT 92 93 93 91 369Event: 10m Air Rifle MenNumber of Participants: 92Date: 28.06.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 5 6 Sum Final Total1 CAMPRIANI Niccolo ITA 99 99 100 100 99 100 597 104,2 701,22 GAO Ting Jie CHN 99 100 100 99 100 100 598 102,7 700,73 SOKOLOV Denis RUS 100 100 100 98 99 99 596 104,4 700,416 KNÖGLER Mario AUT 99 100 97 99 100 100 59517 STREMPFL Martin AUT 100 98 98 100 100 99 59530 FARNIK Thomas AUT 100 100 100 97 98 98 593Bronze für Mario Knöglerim 3-Stellungsmatch.Event: 10m Air Rifle WomenNumber of Participants: 104Date: 29.06.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 Sum Final Total1 PFEILSCHIFTER Sonja GER 100 100 100 100 400 103,5 503,52 PEJCIC Snjezana CRO 100 100 98 100 398 105,5 503,53 MAGER Jessica GER 100 98 100 99 397 104,3 501,312 OBERMOSER Stephanie AUT 100 99 98 100 39762 EMBACHER Sonja AUT 97 97 98 99 39176 HUBER Hedwig AUT 98 98 98 95 389ISSF-Weltcup in Belgrad.Der große Test vor der WM.Es war der letzte Weltcupbewerb vor dem Saisonhöhepunkt, derWM in München. Von den SchützInnen wurde er als willkommenerTest in einem internationalen Starterfeld begrüßt. Entsprechendstark wurde er auch frequentiert: 580 StarterInnen und1005 Starts. Auch der ÖSB war mit einer starken Mannschaft,nämlich <strong>zehn</strong> SchützInnen der WM-Mannschaft, vor Ort.steigert. Zweimal knapp am Finale vorbei (einmal im Shoot-off),wobei sie im Dreistellungsmatch „stehend“ und „kniend“ ganzvorne dabei ist, lediglich „liegend“ bereitet noch Probleme. „WennSteffi ihr Liegend-Ergebnis noch verbessert, kann sie bei der Elitevorne mitmischen.“Event: 25m Pistol WomenNumber of Participants: 70Date: 30.06.2010Rank Name Nat P 1 P 2 P3 R 1 R 2 R 3 Sum Final Total1 GROZDEVA Maria BUL 95 97 97 100 98 97 584 206,7 790,72 GOBERVILLE Celine FRA 99 98 99 98 95 99 588 202,6 790,63 SALUKVADZE Nino GEO 99 97 98 96 99 97 586 202,3 788,362 EWEN Gretchen AUT 95 92 96 87 87 98 555P= Precision, R = RapidEvent: 25m Rapid Fire Pistol MenNumber of Participants: 51Date: 02.07.2010Rank Name Nat 8 sec 6 sec 4 sec 8 sec 6 sec 4 sec Sum Final Total1 DAUMAL Fabrice FRA 99 96 98 96 99 94 582 195,2 777,22 REITZ Christian GER 98 95 94 99 98 98 582 192,0 774,03 FIALA Josef CZE 97 95 93 99 98 97 579 191,2 770,229 HAVLICEK Thomas AUT 96 96 94 95 94 93 568P = Prone, St = Standing, Kn = KneelingEvent: 50m Rifle Prone MenNumber of Participants: 76Date: 02.07.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 5 6 Sum Final Total1 MCPHAIL Michael USA 100 100 100 100 99 100 599 103,8 702,82 STARIK Guy ISR 100 100 98 99 100 100 597 105,2 702,23 PLANER Christian AUT 99 99 100 100 100 100 598 103,5 701,545 KNÖGLER Mario AUT 100 99 98 98 97 98 59067 PODOLAK Michael AUT 96 97 98 99 100 95 585Neben dem Trio Knögler, Farnik und Planer waren noch MartinStrempfl, Michael Podolak, Sonja Embacher, Hedwig Huber, StephanieObermoser sowie mit der Pistole Gretchen Ewen und derWeltcup-Neuling Thomas Havlicek dabei. Letzterer musste sichmit einem defekten Abzug herumärgern, was ihn schlussendlichjedoch nicht hinderte, ein A-Limit zu schießen.Ein Resümee des Weltcups fällt leicht: Die Leistungen waren sehrgut. Bei den Männern holten Mario Knögler und Christian Planerjeweils Bronze. Dementsprechend freute sich BSPL Margit Melmer:„Ich habe große Freude mit den zwei Medaillen und einemShoot-off-Platz.“ Bei den Damen freut Melmer besonders die Tatsache,dass Stephanie Obermoser ihr Leistungsniveau beständigMatthew Emmons (mi) aus den USA siegte im 3-Stellungsmatchvor dem Russen Artem Khadjibekov und dem OberösterreicherMario Knögler.Platz 3 holteChristian Planerim 50m Liegend-Bewerb.Event: 50m Rifle 3 Positions WomenNumber of Participants: 76Date: 03.07.2010Rank Name Nat P1 P2 St1 St2 Kn1 Kn2 Sum Final Total1 DOVGUN Olga KAZ 99 99 97 97 98 99 589 94,8 683,82 DONG Lijie CHN 98 97 96 97 97 98 583 100,6 683,63 PEJCIC Snjezana CRO 97 99 99 98 96 96 585 98,2 683,213 OBERMOSER Stephanie AUT 94 96 96 98 96 97 57750 EMBACHER Sonja AUT 99 98 90 93 96 94 57070 HUBER Hedwig AUT 97 97 91 91 94 91 561P = Prone, St = Standing, Kn = KneelingEvent: 50m Rifle 3 Positions MenNumber of Participants: 75Date: 30.06.2010Rank Name Nat P1 P2 P3 P4 St1 St2 St3 St4 Kn1 Kn2 Kn3 Kn4 Sum Final Total1 EMMONS Matthew USA 98 99 100 100 99 96 100 95 97 100 99 98 1181 97,4 1278,42 KHADJIBEKOV Artem RUS 98 100 100 99 98 97 96 96 98 98 99 97 1176 98,9 1274,93 KNÖGLER Mario AUT 99 100 99 96 97 95 99 97 97 97 98 97 Ausgabe 1171 03/10 97,1 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> 1268,1 <strong>neun</strong>29 PLANER Christian AUT 100 99 100 99 94 94 97 96 95 97 95 95 116148 FARNIK Thomas AUT 97 98 94 99 94 97 97 92 98 98 96 94 1154P = Prone, St = Standing, Kn = Kneeling<strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
10 26 Event: 10m Air Rifle MenNumber of Participants: 13410 27Christian Kirchmayerzeigte beim IWK inInnsbruck eine sehrgute Leistung.Erster IWKin Innsbruck.Im Vorfeld der WM in München wurde heuer erstmals ein InternationalerWettkampf in Innsbruck organisiert. Sowohl von Seitendes Veranstalters (siehe Artikel „Internationales SchießsportzentrumInnsbruck-Arzl“) als auch von sportlicher Seite zog man einepositive Bilanz. Eine Neuauflage 2011 zur Vorbereitung auf die EMin Belgrad wurde bereits ins Auge gefasst.„Absolut zufrieden“, lautet das Resümee von BSPL Gewehr MargitMelmer. „Meine Erwartungen wurden übertroffen, internationalwurde der Wettkampf sehr gut angenommen.“ Insgesamt warenSchützInnen aus 14 Nationen angereist. Der „beste“ Bewerb warMänner Liegend mit 49 Startern aus 14 Nationen. Allgemein wurdensehr hohe Ergebnisse erzielt (Vorkampf Rolf van der Velde: 598Ringe, Christian Planer: 597 Ringe). Auch die Leistung von MartinStrempfl im Bewerb 3x40 war überraschend gut, er wurde hinterThomas Farnik Dritter und zeigte vor der WM eine steigende Leistungskurve.Aus sportlicher Sicht ist besonders der Dreifach-Sieg der Salzburgerim Bewerb Junioren liegend bemerkenswert. Stefan Rumplerschoss 589 Ringe (Finale: 99,3 Ringe, Gesamt: 588,3 Ringe, Platz 3),Gernot Rumpler 587 Ringe (Finale: 103,2 Ringe, Gesamt: 690,2 Ringe,Platz 1) und Andreas Rammler 587 Ringe im Vorkampf (Finale:102,0 Ringe, Gesamt: 689,0 Ringe, Platz 2). Am Start waren fünfNationen.Erfreuliches gibt es auch aus dem Lager der PistolenschützInnen zuberichten. Allgemein wurde eine gute Leistung geboten, wobei dieKonkurrenz großteils aus dem Iran kam. Christian Kirchmayer holteeine Goldene und eine Silberne. Trainerin Gretchen Ewen zeigtesich zufrieden: „Die Marschrichtung stimmt, ich bin guter Dinge.“Weitere Erbenisse unter www.iwk-tirol.atMartin Strempflzeigte eineaufsteigendeForm.Vor allem die TeilnehmerInnenaus dem Iran waren zahlreich anwesend.Date: 31.07.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 5 6 Sum Final Total1 CAMPRIANI Niccolo ITA 100 100 100 100 99 100 599 103,5 702,52 SIDI Peter HUN 99 100 100 100 100 100 599 101,4 700,43 NARANG Gagan IND 100 100 100 99 99 99 597 102,0 699,027 STREMPFL Martin AUT 99 100 98 100 98 98 59339 FARNIK Thomas AUT 99 99 98 100 100 96 59276 KNÖGLER Mario AUT 100 97 97 98 95 100 587Event: 10m Air Rifle Junior MenNumber of Participants: 98Date: 31.07.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 5 6 Total1 KASPER Sergiy UKR 98 99 99 100 99 100 5952 KULISH Serhiy UKR 97 99 99 100 100 99 5943 DRYAGIN Alexander RUS 98 98 100 99 99 99 5938 KAMMERLANDER Lukas AUT 95 100 98 100 99 99 59110 MATHIS Thomas AUT 96 99 100 99 99 98 59147 RUMPLER Gernot AUT 97 98 97 97 97 97 583Event: 10m Air Rifle WomenNumber of Participants: 138Date: 01.08.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 Sum Final Total1 YI Siling CHN 100 100 100 100 400 105,6 505,62 WU Liuxi CHN 100 99 100 99 398 103,4 501,43 NARDELLI Elania ITA 100 99 100 99 398 103,0 501,021 EMBACHER Sonja AUT 100 100 97 99 39668 OBERMOSER Stephanie AUT 99 99 98 96 39295 HAFNER Viktoria AUT 96 100 99 95 390Event: 50m Pistol MenNumber of Participants: 70Date: 01.08.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 5 6 Sum Final Total1 MATSUDA Tomoyuki JPN 96 93 96 96 96 95 572 97,7 669,72 LEE Daemyung KOR 95 97 96 92 94 93 567 98,2 665,23 PODLESNYY Vyacheslav KAZ 94 89 95 96 99 95 568 94,1 662,146 PSENNER Wolfgang AUT 89 92 91 97 87 93 54952 KRÖLL Johannes AUT 95 90 89 91 90 91 546Event: 50m Pistol Junior MenNumber of Participants: 51Date: 01.08.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 5 6 Total1 PALAMARZ Tomasz POL 92 91 92 95 94 94 5582 BRIGANTI Dino ITA 94 93 91 95 94 91 5583 HEISE Andreas GER 88 92 92 92 95 93 55226 KIRCHMAYER Christian AUT 91 86 88 94 89 86 534Event: 50m Rifle Prone MenNumber of Participants: 71Date: 02.08.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 5 6 Sum Final Total1 MARTYNOV Sergei BLR 100 100 100 100 100 99 599 104,9 703,92 SAUVEPLANE Valerian FRA 100 100 100 100 99 100 599 104,8 703,83 EMMONS Matthew USA 100 99 99 100 100 100 598 104,2 702,216 KNÖGLER Mario AUT 100 99 99 100 99 99 59618 PLANER Christian AUT 100 100 99 98 99 100 59667 FARNIK Thomas AUT 100 94 98 98 97 100 587Event: 50m Rifle Prone Junior MenNumber of Participants: 70Date: 02.08.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 5 6 Total1 WU Jianing CHN 99 99 100 100 98 99 5952 MADLAL Leor Ovadia ISR 99 100 100 99 98 99 5953 DRAWERT Sebastian GER 99 99 100 100 99 98 59521 RUMPLER Gernot AUT 98 100 100 98 99 97 59237 RAMMLER Andreas AUT 98 98 99 97 99 98 58954 RUMPLER Stefan AUT 97 99 96 98 99 98 587Event: 10m Running Target Junior MenNumber of Participants: 21Date: 02.08.2010slowfastRank Name Nat 1 2 3 4 5 6 Total1 DOVGAL Yuri RUS 94 90 98 96 92 97 5672 NAUMENKO Alexander RUS 96 97 93 90 96 94 5663 NIKL Josef CZE 96 98 95 89 93 92 56313 EXL Alexander AUT 87 97 88 93 80 89 53416 SCHANDL Wolfram AUT 88 86 90 89 94 78 52521 LEDERSBERGER Martin AUT 87 90 87 75 81 85 505Event: 10m Air Rifle Junior WomenNumber of Participants: 126Date: 02.08.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 Total1 MANAKIT Manchulika THA 99 100 99 99 3972 BAE Eunjeong KOR 99 99 100 99 3973 DONG Lijie CHN 98 98 100 100 39610 MOOSMÜLLER Elisabeth AUT 98 99 99 99 39519 UNGERANK Lisa AUT 98 99 99 98 39425 PODPESKAR Alexandrea AUT 100 95 99 99 393Event: 10m Air Pistol MenNumber of Participants: 142Date: 03.08.2010Rank Name Nat 1 2 3 4 5 6 Sum Final Total1 MATSUDA Tomoyuki JPN 95 99 100 98 97 97 586 103,4 689,42 ZLATIC Andrija SRB 99 100 100 97 95 99 590 99,2 689,23 JIN Jong Oh KOR 98 98 97 97 98 99 587 102,1 689,154 PSENNER Wolfgang AUT 94 98 98 93 94 96 573Zum Geburtstag schossStefan Raser eine Goldene.„Heiß Kalt“ könnte man die 50. ISSF-Weltmeisterschaft, an der105 Nationen teilnahmen, aus österreichischer Sicht beschreiben.Zuerst zu den freudigen Ereignissen dieser WM. Hier überstrahltdie Goldmedaille, die Stefan Raser genau an seinem 24.Geburtstag gewann, ein wenig die anderen Erfolge. Beispielsweisedie Mannschaftssilberne im gleichen Bewerb (siehe kleinesFoto oben). Die Erwartungen eindeutig übertroffen habenunsere JuniorInnen. 3 Mannschaftsmedaillen sind eine kräftigeAnsage. Hier sind gleich ein halbes Dutzend SchützInnen am Abzug,die auch bei stärkster internationaler Konkurrenz jederzeitfür Edelmetall gut sind.Zurück zu unserem frisch gebackenen Weltmeister. Bereits amVortag schoss er 599 Ringe in der Elimination und war damit der„Zugschütze“ zum Mannschaftssilber. Stefan Raser wusste, dassalles möglich war. Anstatt jedoch in Anbetracht dieser Situationnervös zu werden, war das Geburtstagskind die Ruhe in Person.„Ich bin einfach gut drauf,“ meinte er unmittelbar nach demWettkampf. Dieses innere Vertrauen war es wohl auch, was ihnden Wettkampf in dieser Souveränität durchziehen ließ. In allerRuhe richtete er sich auf seinem Platz ein, der erste Schuss fielsehr spät, langsam fand Raser seinen Rhythmus. Die Bedingungenwaren sehr schlecht: Starker Regen, dunkle Sichtverhältnisse und12° Kälte ließen die Finger klamm werden. Raser legte eine enormeSicherheit an den Tag. Einmal stand er ganz auf, trank etwas, einzweites Mal richtete er sich auf seinem Stand auf. 100, 100, 100,100, 100, Raser hatte es sich auf dem Monitor schon lange aufMit der Mannschaft holten ChristianPlaner, Stefan Raser und MichaelPodolak den Vizeweltmeistertitel.50. ISSF Weltmeisterschaft in München.Freud und Leid in einem.Platz eins eingerichtet. Langsam zeigte sich bei den Zuschauernungläubiges Staunen. Ja – hier könnte eine Sensation passieren.Plötzlich, beim viertletzten Schuss eine Neun. Für die Fans, die sichhinter Raser gesammelt hatten, ein banger Moment. Machen dieNerven nun alles zunichte? Doch der Goldschütze war so vertieft,dass er die Neun gar nicht bemerkte. 3 Schüsse und die 599 Ringewaren amtlich, kurz darauf auch die erste Goldmedaille für dasGeburtstagskind.Durch das Lagerder Großkaliberschützenging einEin WettkampfRuck. Und MartinStrempfl ging Wenn Zuverlässigkeit zählt…beim nächstenBewerb „der Knopf auf“, mit 586 Ringen schoss er WM-Silber imEinzel, zusammen mit Michael Podolak und Stefan Raser wäre esMannschaftsgold gewesen! Ja, wäre, wenn da nicht die Nachkontrollegewesen wäre. 3mm Abweichung bei der Einstellung – undaus war der Traum, die Stimmung am Boden. BSPL für 300m AlfredTauber ging zwei Stunden radeln und strampelte sich im strömendenRegen den Frust aus der Seele. „Danach war ich durchgewaschenund bereit für neue Aufgaben“, erzählte Tauber vonseinem nicht alltäglichen Ausflug.Bei den Männern lief es mit dem Luft- bzw. KK-Gewehr nicht nachPlan, die Erfolgsgaranten Knögler, Farnik und Planer ließen aus.auf SIUS-AnlagenAusgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong>
10 30internationalEvent: 50m Running Target Junior MenDate: 09.08.2010slowfastRank Name Nat 1 2 3 4 5 6 Total1 DOVGAL Yuri RUS 97 98 97 99 98 97 5862 HEIKKILA Sami FIN 98 98 96 98 98 96 5843 NAUMENKO Alexander RUS 88 100 98 98 98 95 57712 LEDERSBERGER Martin AUT 94 97 94 95 94 89 56317 EXL Alexander AUT 95 91 94 93 96 90 559Event: 300m Rifle 3 Positions MenDate: 10.08.2010Number of Participants: 18Number of of Participants: 138 34Total Total TotalRank Name Nat Prone Standing KneelingTotal1 BÜRGE Marcel SUI 400 385 379 11822 BERG Vebjörn NOR 398 386 395 11793 HENRY Josselin FRA 400 389 390 117911 PODOLAK Michael AUT 199 192 190 116916 STREMPFL Martin AUT 391 384 391 116617 PLANER Christian AUT 397 382 386 1165Die Juniorinnen NadineUngerank, AlexandraPodpeskar und LisaUngerank holten nocheine 2. Silbermedaille.TeamsEvent: 10m Running Target Junior Men TeamNumber of teams: 6Date: 02.08.2010Rank Team Nat Sum1 DOVGAL Yuri NAUMENKO Alexander SHEVAREV Yan RUS 16732 ONOPKO Vladlen MATSKEVYCH Igor CHAUSOV Dmytro UKR 16583 HEIKKILA Tomi-Pekka HEIKKILA Sami SUORANTA Jani FIN 16495 EXL Alexander SCHANDL Wolfram LEDERSBERGER Martin AUT 1564In Forschung und Entwicklungum Jahre voraus…Event: 10m Air Rifle Junior Women TeamNumber of teams: 31Date: 02.08.2010Rank Team Nat Sum1 BAE Eunjeong KIM Jina LEE Suji KOR 11852 MOOSMÜLLER E. UNGERANK Lisa PODPESKAR Alexandra AUT 11823 MANAKIT Machulika PONGSINVIJIT Supaluk WANATHONG Phakamas THA 1181Event: 50m Rifle 3 Positions Men TeamNumber of teams: 31Date: 03.08.2010Rank Team Nat Sum1 KHADJIBEKOV Artem VLASOV Fedor PRIKHODTCHENKO K. RUS 35042 BERG Vebjoern BRYHN Ole Kristian BAKKEN Ole Magnus NOR 35013 AIVAZIAN Artur SUKHORUKOV Yuriy HRYHORENKO Vladyslav UKR 350012 KNÖGLER Mario FARNIK Thomas PLANER Christian AUT 3480TeamsDas PistolenlagerEvent: 10m Air Rifle Junior Men TeamNumber of teams: 20Date: 31.07.2010Rank Team Nat Sum1 ZHU De Ming YU Jikang WU Jianing CHN 17742 KASPER Sergiy KULISH Serhiy PANCHENKO Vladyslav UKR 17723 DRYAGIN Alexander SUVOROV Nikolay SHIRYAEV Stepan RUS 17715 KAMMERLANDER L. MATHIS Thomas RUMPLER Gernot AUT 1765Event: 10m Air Rifle Men TeamNumber of teams: 33Date: 31.07.2010Rank Team Nat Sum1 ZHU Qinan WANG Tao LIU Tianyou CHN 17872 SOKOLOV Denis PRIKHODTCHENKO K. KAMENSKIY Sergey RUS 17873 CAMPRIANI Niccolo DE NICOLO Marco SOMMARUGA Giorgio ITA 178212 STREMPFL Martin FARNIK Thomas KNÖGLER Mario AUT 1772Event: 10m Air Rifle Women TeamNumber of teams: 30Date: 01.08.2010Rank Team Nat Sum1 MAGER Jessica GAUSS Beate PFEILSCHIFTER Sonja GER 11902 YI Siling WU Liuxi LIU Qing CHN 11893 MORRILL Meghann BEYERLE Jamie CARUSO Emily USA 118815 EMBACHER Sonja OBERMOSER Stephanie HAFNER Viktoria AUT 1178Event: 50m Rifle Prone Junior Men TeamNumber of teams: 20Date: 01.08.2010Rank Team Nat Sum1 CZERWINSKI Daniel JASIECKI B. E. BARTNIK Tomasz POL 17772 JANKER Michael BOSCHENRIEDER D. DRAWERT Sebastian GER 17763 SEERY Michael COOPER Jimmie DUNHAM BENDER Ryan USA 17744 RUMPLER Gernot RUMPLER Stefan RAMMLER Andreas AUT 1773Event: 50m Rifle Prone Men TeamNumber of teams: 40Date: 01.08.2010Rank Team Nat Sum1 MCPHAIL Michael EMMONS Matthew UPTAGRAFFT Eric USA 17912 HAN Jinseop KIM Jonghyun KIM Hak Man KOR 17913 KHADJIBEKOV Artem PRIKHODTCHENKO K. PONOMAREV Dmitry RUS 179013 KNÖGLER Mario FARNIK Thomas PLANER Christian AUT 1779Event: 10m Running Target Junior Women TeamNumber of teams: 4Date: 04..08.2010Rank Team Nat Sum1 GONCHAROVA V. VASYLYUK Liudmyla BARVINOVA Polina UKR 10792 KLÖTZL Claudia POMMERIEN Sarah DOLS Natalie GER 10293 FILIPPOVA Lyudmila VARNIKOVA Sofia DANILINA Ekaterina RUS 10104 KARACSONY Tanja SONNBERGER Kerstin EDER Mona AUT 957Event: 10m Running Target mixed Junior Men TeamNumber of teams: 6Date: 05.08.2010Rank Team Nat Sum1 NAUMENKO A. DOVGAL Yuri SHEVAREV Yan RUS 11132 MATSKEVYCH Igor ONOPKO Vladlen CHAUSOV Dmytro UKR 10863 HEIKKILA Sami HEIKKILA Tomi-Peka SUORANTA Jani FIN 10834 EXL Alexander LEDERSBERGER Martin SCHANDL Wolfram AUT 1079Event: 10m Running Target Mixed Junior Women TeamNumber of teams: 4Date: 05.08.2010Rank Team Nat Sum1 GONCHAROVA V. VASYLYUK Liudmyla BARVINOVA Polina UKR 10892 KLÖTZL Claudia POMMERIEN Sarah DOLS Natalie GER 10353 DANILINA Ekaterina FILIPPOVA Lyudmila VARNIKOVA Sofia RUS 10304 KARACSONY Tanja SONNBERGER Kerstin EDER Mona AUT 960Event: 300m Rifle Prone Men TeamNumber of teams: 13Date: 05.08.2010Rank Team Nat Sum1 LINCOLN Tony CREEVY Harry ALDHOUSE Simon GBR 17922 RASER Stefan PLANER Christian PODOLAK Michael AUT 17913 HENRY Josselin SAUVERPLANE Valerian BIGOT Guillaume FRA 1790Event: 50m Rifle Prone Women Junior TeamNumber of teams: 24Date: 07.08.2010Rank Team Nat Sum1 VRANKOVA Monika MAZUROVA Nikola BRABCOVA Aneta CZE 17802 PODPESKAR Alexandra UNGERANK Nadine UNGERANK Lisa AUT 17723 BORYSOVA Yevheniya GOLUBCHENKO Olga SHARIPOVA Dariya UKR 1772Event: 10m Air Pistol Women TeamNumber of teams: 37Date: 08.08.2010Rank Team Nat Sum1 YAUHLEUSKAYA Lalita ASPANDIYAROVA Dina RYAN Linda AUS 11452 LEE Ho Him KIM Byung Hee PARK Minjin KOR 11433 SU Yuling GUO Wenjun ZHANG Jingjing CHN 114219 STEINER Sylvia WEINGAND Marion EWEN Gretchen AUT 1125Event: 300m Rifle 3 Positions Men TeamNumber of teams: 10Date: 10.06.2010Rank Team Nat Sum1 BÜRGE Marcel MÜLLER Beat BEYELER Simon SUI 35162 HENRY Josselin SAUVEPLANE Valerian GRAFF Cyril FRA 35133 BERG Vebjörn BRYHN Ole Kristian BOGAR Stian NOR 35034 PODOLAK Michael STREMPFL Martin PLANER Christian AUT 3500■ Dreifach-Infrarotlasermessung, gefahrlos■ Berührungslose Messung in der Zielebene■ Kein Parallaxefehler■ Sensationelle unerreichte Genauigkeit■ Kein Verschleiss■ Wetterfest, daher auch für KK-GewehrOffizielle SIUS-Vertretung in Österreich:www.sius.comFRÖWIS KEGSchießstandtechnikDEUTSCHER SCHÜTZENBUND E.V.Partner des DSBfür die WM 2010in MünchenDie erste Laserscheibe der Weltfür Druckluftwaffenund Kleinkaliber■ ISSF-Zertifizierung beantragt■ Weltweite Patentanmeldung■ Integrierte Scheibenbeleuchtung (optional)■ Schusskontrolle (optional)■ Bestes Preis-/LeistungsverhältnisFRÖWIS KEG | Vorstadt 3 | AUT-6800 FeldkirchTel. +43 5522 72459 | Fax +43 5522 75087www.froewis.co.at | froewis@froewis.co.atWeltweit einziges Systemmit ISSF- und DSB-Zulassungfür alle Distanzen
10 32Mentales Training.Visualisieren -Bilder in unserem Kopf.Autoren: Mag. Johannes Gosch und Mag. Uwe TrieblWie im ersten Teil dieser mehrteiligen Serie beschrieben wurde,ist mentales Training im sportlichen Sinne das geistige Üben vonBewegungsabläufen ohne gleichzeitige Bewegungsausführung,das Arbeiten mit inneren Bildern und das Durchspielen bestimmterSituationen. Die Wirksamkeit dieses Trainings – in Verbindungmit den üblichen physischen Übungen – kann als gesichert angesehenwerden.In dieser Ausgabe werden wir uns mit der wohl bekanntestenMethode des mentalen Trainings, dem Visualisieren, auseinandersetzen.Obwohl wir sehende Wesen sind und visuelle Sinneseindrückefür uns eine große Rolle spielen, gelingt es nicht jedemMenschen gleichermaßen gut, sich konkrete Bilder bis ins Detailvorzustellen. Dazu werden Vorübungen angeboten. Wichtig sinddann die konkreten Übungsbeispiele im Sportschießen. Auch dagilt – vor allem für den Spitzenbereich –, dass die Übungsinhalteganz genau auf den Schützen abgestimmt werden, damit die entsprechendeWirkung eintreten kann. Und zu guter Letztwerden einige Voraussetzungen angeführt.Wie entstehen Bilder im Kopf?Obgleich die Wissenschaft mitihren unterschiedlichen bildgebendenVerfahren weitfortgeschritten ist, kannrein bei Betrachtung derErgebnisse nicht daraufgeschlossen werden, obeine Handlung nur gedachtoder tatsächlichausgeführt wurde. In beidenFällen werden weitgehendidentische innereVorstellungsbilder wachgerufen.Das innere Bild bzw. derinnere Film des jeweils vorgestelltenHandlungsablaufs, auch des erwarteten Ergebnisses einerbestimmten Handlung oder der Folgen einer zu treffenden Entscheidung,muss also, damit es gedanklich wachgerufen werdenkann, bereits in Form spezifischer Verschaltungsmuster im Gehirnvorhanden sein. Deshalb können wir nur das denken und uns nurdas vorstellen, was wir bereits erfahren und erlebt und als inneresBild in unserem Kopf verankert haben. Je häufiger diese einmalentstandenen Verschaltungsmuster durch eigene Erfahrungenund Erlebnisse aktiviert, durch eigenes Handeln erneut abgerufenwerden, desto stärker werden die daran beteiligten synaptischenVerbindungen und neuronalen Verschaltungen gefestigtund stabilisiert. Das gilt insbesondere dann, wenn die Aktivierungdes betreffenden Verschaltungsmusters mit einer emotionellenErregung und der dadurch ausgelösten vermehrten Freisetzungneuroplastischer Signalstoffe einhergeht.Diese sind dann besonders leicht wachrufbar und können unterUmständen bestimmend für das gesamte Denken, Fühlen undHandeln der Person werden. Dann wird nicht mehr nachgedacht,sondern reflexartig gehandelt – und zwar genau so, wie immerin solchen Situationen gedacht und gehandelt worden ist. Und jegrößer der Druck ist, unter dem ein Mensch steht (beispielsweiseim Wettkampf), desto wahrscheinlicher wird es, dass er in solcheingefahrene Denk-, Gefühls- oder Handlungsmuster fällt. Genaudeshalb ist im Training und im Alltag darauf zu achten, mit welchenDingen wir uns auseinandersetzen, mit welchen Menschenwir uns umgeben und wie wir unsere Trainings gestalten – was,wie und wie oft wir etwas visualisieren.VisualisierenDas Visualisieren ist die wohl interessanteste und spannendsteForm des mentalen Trainings. Dabei werden leistungsgebundenebildhafte Vorstellungen so intensiv im Kopf erzeugt, dass dienachfolgende wirkliche Leistung davon positiv beeinflusst wird.Das funktioniert wie ein Kopf-Kino: Man dreht seinen eigenenFilm oder sieht sich einen Streifen aus eigener Produktion an,natürlich mit gutem Ausgang (Treffer genau in der Mitte, Erfolg,Sieg …). Danach versucht man, den Film beim Wettkampf Realitätwerden zu lassen. Es ist wissenschaftlich eindeutig nachgewiesen,dass alleine die Vorstellung einen deutlich positiven Effektauf psychische und motorische Fähigkeiten ausübt. Beim Erlernenvon Techniken hat sich die vorangehende Vorstellung der Bewegungals große Hilfe erwiesen. Vor allem in Kombination mit dertatsächlichen Ausführung ist die Visualisierung dem reinen praktischenTraining deutlich überlegen.Mit der mentalen Technik des Visualisierens lassen sich praktischalle Aufgaben der sportlichen Ausbildung und der Wettkampfbewältigungtrainieren – vom Erlernen und Perfektionieren voneinzelnen Bewegungsabläufen bis hin zum kompletten TrainingsoderWettkampfgeschehen.Visualisieren im SportschießenNachfolgend werden konkrete Inhalte und Übungsbeispiele zumAusprobieren angeboten. Falls Sie Übungen übernehmen möchten,besprechen Sie diese mit Ihrem Trainer und stimmen Sie dieInhalte dann auf Ihre persönlichen Bedürfnisse und mit IhremTrainingsplan ab.Beispiele für Bilder, die sofort spürbare Reaktionen (Unbehagenoder Wohlbefinden) auslösen:In eine Zitrone beißen, mit einem Messer schneiden, mit dem Radstürzen und die Knie aufschlagen, auf eine heiße Herdplatte greifen,aus einer Schwindel erregenden Höhe herunterschauen; aneinem schönen Strand liegen, einen lieben Menschen umarmen,an einen großen vergangenen Erfolg/Sieg zurückdenken, an einköstliches Essen denken …Stellen Sie sich jede dieser Aussagen intensiv vor und beobachtenbzw. spüren Sie Ihre Reaktionen!Vorübungen:Bei den hier beschriebenen Vorübungen geht es darum, einen Vergleichzwischen Vorstellung und Realität herzustellen bzw. eineweitere Bedeutung des visuellen Eindruckeszu erfahren.Digitalisierte ZahlenVersuchen Sie, sich ein- und zweistellige Zahlenvorzustellen.FotografierenRichten Sie Ihren Blick in eine bestimmte Richtung (Landschaft,Raum). Schließen Sie die Augen und entspannen Sie sich. Nun öffnenSie für eine Sekunde die Augen und schließen sie dann wieder.Dies entspricht dem Fotografieren, wo für einen kurzen Augenblickdie Blende geöffnet wird.Jetzt versuchen Sie, mit geschlossenen Augen, das gerade „geschosseneBild“ vor Ihren geistigen Augen zu sehen. Erinnern Siesich an möglichst viele Details.Nach 1 bis 2 Minuten öffnen Sie die Augen und vergleichen Sie das„geistige Bild“ mit dem Original. Mit einiger Übung werden Sieimmer genauere „Fotos schießen“ können.Details SportgerätStellen Sie sich Ihr Sportgerät möglichst in allen Details vor. Je genauerdesto besser. Danach betrachten Sie wirklich Ihr Gerät undvergleichen es mit Ihrem Vorstellungsbild.Gedankenbeobachtung im TrainingVersuchen Sie im Training, Ihre Gedanken und inneren Bilder zubeobachten und aufzuschreiben. Beginnen Sie mit kürzeren Zeiträumenwie „die letzten 10 Minuten“ oder „die letzte halbe Stunde“.Dann versuchen Sie zu differenzieren in „gewinnbringende“und „nutzlose“ Gedanken und Vorstellungen. In der Folge versuchenSie, „gewinnbringende“ Gedanken und Vorstellungen entsprechendzu kultivieren.Übungen:Setzen eines visuellen AnkersKleben Sie die Darstellung des korrekten Zielbildes beispielsweiseAusgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong><strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
10 34auf Ihre Munitionsschachtel. Sie unterstützen mit diesem IdealbildIhren Visiervorgang. So beeinflusst, wird Ihr Auge beim Zielenleichter das Zentrum finden.Bilder für den optimalen WettkampfzustandRuhe, Konzentration und Genauigkeit: Stellen Sie sich eine ruhigeWasseroberfläche, eine Waage in Balance, einen Laserstrahl, derpräzise ins Zentrum führt, oder eine Zielscheibe mit einem Treffergenau im Zentrum vor.Verdeckte Wahrnehmung – sich selbst zuschauenFür manche bedeutet die bildhafte Vergegenwärtigung der eigenenPerson, das Sich-Hineinversetzen in die Rolle des Zuschauers,der sich selbst beobachtet, eine Möglichkeit, Bewegungsabläufezu optimieren und störende Einflüsse auszuschalten.Insbesondere in kritischen Momenten gewinnt man durch erfolgreicheAusführung mentale Sicherheit und Offensivgeist.Beispiel Pistolenschießen: Wählen Sie im Geist einen Standplatz,von dem aus Sie sich gut beobachten können. Sie beginnen mitder Vorbereitung, richten Ihre Waffe und die benötigten Utensilienher, bereiten sich mit allem, was dazugehört, vor. Richten präziseIhren Stand ein. Laden die Waffe, der genaue Griff, die Positionierungder anderen Hand und gehen in Anschlag, heben die Pistoleüber die Scheibe, atmen dabei aus, Druckpunkt nehmen, Visierungaufnehmen, Arm senken bis zur Scheibenoberkante, weiter ausatmen,einatmen, beim Ausatmen den Arm in den Halteraum senkenund den Druck am Abzug verstärken, bei Ankunft im Halteraumbricht der Schuss, nachzielen und Absenken der Waffe; kurzeEntspannung und Vorbereitung auf den nächsten Schuss …Sich seine eigene perfekte Leistung vorstellenSchützen, die sich vor der Ausführung unsicher fühlen, die Schwierigkeitenhaben, sich die kommende Bewegung klar vorzustellen,oder mit Konzentrationsproblemen kämpfen, rufen sich eine Leistungder Vergangenheit wieder ins Gedächtnis und stellen sich inallen Einzelheiten den damaligen erfolgreichen Ablauf vor.Das Bewusstmachen der damals besonders gut gelungenen Bewegungsphasen,das Sich-Vergegenwärtigen von Gefühlen derLeichtigkeit und Sicherheit, mit der die schwierigen Elementeabsolviert wurden, soll sich mit der gegenwärtigen Aufgabe verknüpfenund helfen, psychische Probleme und Mängel in der Planungund Ausführung zu vermindern.Diese Form der mentalen Vorbereitung wird hauptsächlichtrainingsbegleitend eingesetzt, kann jedoch auch im Wettkampfpositive Effekte erzielen. Dies ist vor allem dann derFall, wenn die perfekte Leistung noch nicht allzu weit zurückliegtund es die Zeit vor der Ausführung erlaubt.Vorstellungdes ErfolgsAus Berichtenvon sehrerfolgreichenSportlern gehthervor, dass alle eine innere Vorstellung von ihrem Erfolg hatten.Sie waren geradezu besessen von der Idee, eine perfekte Leistungzu zeigen und dafür hohe Anerkennung zu erhalten.Es geht bei der Vorstellung von Erfolgen darum, innere Bilder zuerzeugen, die Ihr Endziel der Schützenkarriere beschreiben. Daskann ruhig übertrieben positiv sein. Je genauer, intensiver undhäufiger Sie daran denken, desto mehr wird diese „Vision“ IhrHandeln beeinflussen und Sie werden ganz automatisch Dingetun, die Sie Ihrem Ziel näher bringen.Sich mit einem Vorbild identifizierenNicht immer gelingt dem Sportler eine klare Bewegungsvorstellungseiner eigenen Bewegung in allen Phasen. Hier kann es hilfreichsein, sich mit einem Vorbild zu identifizieren, das die Bewegungperfekt beherrscht.Dabei sollte es sich um ein Leitbild handeln, das der eigenen Konstitutionähnelt, das motorisch subjektiv nachvollziehbar erscheintund das eine gefühlsmäßige Zuwendung erlaubt, d.h., man möchteso sein, sich so bewegen können und so schießen können wiedieses bewunderte Vorbild.Je enger die persönliche Identifikation gelingt, je besser man sichin die Person hineinzuversetzen vermag und sich vorstellen kann,was sie bei der Bewegungsausführung empfindet, welche Zuversichtund Sicherheit sie entwickelt, desto wirksamer stellt sich dermobilisierende Effekt für die eigene Bewegung dar.Man verwirklicht in der Person des Idealbildes die perfekte Leistung.Das Vorbild wird quasi zum mentalen Medium der eigenenWunschbewegung.Zum AbschlussBedenken Sie, dass der Effekt des Visualisierens von der Bewegungserfahrungund Bewegungskenntnis abhängt. Wegen derhohen konzentrativen Ermüdung ist das Visualisieren zeitlich nurbegrenzt anwendbar. Und es bedarf der regelmäßigen Überprüfungder tatsächlichen Bewegung bzw. Situation, d.h. des Vergleichszwischen Vorstellung und Wirklichkeit.Sportmedizin.SystematischerTrainingsaufbau.Autor: Ao.Univ.-Prof. Dr. Helmut HörtnaglIn der letzten Ausgabe von 10,9 wurde eine systematische Trainingsgestaltungfür die Entwicklung der Grundlagenausdauer empfohlen. Aber berücksichtigen, dass das jeweilige antrainierte Leistungsniveau indabei entsprechend in Form sein wollen. Dazu ist auf jeden Fall zunicht nur bei der Ausdauer, als wesentliche Basis für eine gute Schießleistung,sondern auch in allen anderen Bereichen des Trainings (Kraft, 2 bis 3 Wochen wieder abzusinken beginnt. Andererseits ist zu be-allen Bereichen bei einem Aussetzen des Trainings bereits nach etwaHaltearbeit, Technik etc.) gilt der Grundsatz, dass der Belastung (Trainingsreiz)eine ausreichende Erholung folgen muss, um eine angemes-gehalten werden kann, sondern einen mehr oder weniger wellendenken,dass die Leistungsfähigkeit nicht durchgehend in Höchstformsene Anpassung und damit Trainingserfolg zu erzielen. Dabei werden förmigen Verlauf mit Höhen und Tiefen aufweist. Um dann bei denmehrere Trainingseinheiten mit jeweils einer Überkompensationsphasezu einem Mikrozyklus (meist 1 Woche) derart zusammengefasst, dass es einer exakten Planung der Vorbereitung. Dabei soll in der allge-Wettkämpfen in sportlicher Hochform antreten zu können, bedarfden Trainingstagen mit großer Belastung solche mit geringerer oder meinen Vorbereitungsperiode die Entwicklung der körperlichen undkeiner Beanspruchung folgen. Ab vier Trainingstagen pro Woche folgen technischen Grundlagen für die im Wettkampf geplante sportlichezwangsläufig wirksame Einheiten an mehreren aufeinander folgenden Leistung angestrebt werden. In der anschließenden Wettkampfperiodesoll dann die sportliche Hochform zu einem vorgesehenen TerminTagen, in denen der Körper nicht vollständig regenerieren kann, alsonicht in die Überkompensationsphase kommen kann. Deshalb ist ganz erreicht werden, die auf die in der Vorbereitungsperiode antrainiertenKondition und Technik aufbaut. In den letzten 3 Wochen vor demallgemein eine unterschiedliche Gestaltung des Trainings an den einzelnenTagen, aber auch von Woche zu Woche mit geringerer Beanspruchungjede 3. bis 4. Woche selbst für den Hobbysportler zu empfehlen. mit deutlicher Reduktion des Trainingsumfanges bei BeibehaltungHauptwettkampf findet die unmittelbare WettkampfvorbereitungDabei ist auch bei der Planung eines Krafttrainings (siehe 10,9 Ausgabe der Intensität und Häufigkeit statt. In dieser Phase wird besonderer03/09) darauf zu achten, dass dieses mit ausgeruhten Muskeln durchgeführtwird, also vor einem Ausdauer- oder Techniktraining. Zudem ist periode etwa vier Monate, empfiehlt es sich, diese in zwei Etappen zuWert auf sportartspezifisches Training gelegt. Dauert die Wettkampf-eine ausreichende Erholung nach einer Ausdauerbelastung vor einem teilen und diese so zu planen, dass am Ende der jeweiligen Etappe einSchießtraining einzuplanen.besonders wichtiger bzw. der wichtigste Wettkampf stattfindet. Folgtder zweite wichtige Wettkampf in einem erheblich kürzeren AbstandEine größere Herausforderung stellt die zyklische Gestaltung des als etwa fünf bis sechs Wochen, ist kaum eine LeistungssteigerungTrainings für jene dar, die an Wettkämpfen teilnehmen wollen und oder auch nur das Halten der Leistung zu erwarten. Im Schießsport<strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
10 36kommt häufig eine Doppelperiodisierung vor, mit Wettbewerben derLuftdruckwaffen im Winter und im Kleinkaliber bzw. der Feuerpistoleim Sommer. Dabei ist die Dauer der einzelnen Perioden zwar kürzer,die strukturelle Planung folgt aber denselben Grundsätzen, auchwenn diese bei einem mehrmonatigen Meisterschaftsbetrieb nichtimmer exakt eingehalten werden können. In jedem Fall folgt aberder Wettkampfperiode eine ein- bis dreiwöchige Übergangsperiodezur Erholung und Ausgleich mit regenerationsfördernden Sportarten,aber unter Beibehaltung des Grundlagentrainings.Aus Karins Schützen-Küche.Eine Vorwettkampf-Speise:Blüten-ButterbrotIn der Praxis richten sich die Periodisierung und die Trainingsplanungnach dem sportlichen Terminkalender, wobei ein oder zwei Hauptwettkämpfefestzulegen sind. Dies sind entweder ein besonders wichtigerWettkampf in der Mannschaftsmeisterschaft, die Teilnahme an GildenoderBezirksmeisterschaften oder gar an Landes- bzw. österreichischenStaatsmeisterschaften. Von diesem Termin etwa sechs bis acht Wochenzurückgerechnet beginnt die Wettkampfperiode, wobei in den letztenzwei bis drei Wochen vor diesem wichtigen Termin versucht werdensoll, eine Reduktion des Trainingsumfanges mit Betonung eines mehrsportartspezifischen Trainings einzuplanen. Weniger wichtige Wettkämpfekönnen zwar in diese Wettkampfperiode eingeplant werden,diese sind jedoch eher als Mittel zur Leistungssteigerung anzusehen.Die Zeit zwischen der Übergangs- und der Wettkampfperiode dientdann der Vorbereitung, in der die Grundlagen in technischer wie in körperlicherHinsicht ausgebaut werden sollen.Autorin: Ernährungswissenschaftlerin Mag. Karin Buchartwww.essimpuls.at, www.teh.atBei noch mehr wichtigen Wettkämpfen wie z.B. ÖSTM, Qualifikationenund weiteren Weltcupbeschickungen werden in der Planung Mehrfachperiodisierungennotwendig. Dabei soll das optimale Verhältnis derDauer der einzelnen Perioden von 7 : 4 : 1 (Vorbereitung : Wettkampf: Übergang) möglichst eingehalten werden. Bei einem überfüllten Terminkalenderwird es aber notwendig sein, die einzelnen Wettkämpfe alswichtig oder als Leistung aufbauend zu werten. Werden diese Grundregelnder Periodisierung nicht ausreichend beachtet, kann nicht nur dieVorbereitung auf einen besonderen Wettkampf, sondern auch vor allemim Nachwuchsbereich die mehrjährige Entwicklung nachhaltig gestörtwerden. Deshalb soll in Folge ein mehrjähriges Entwicklungskonzeptmit den entsprechenden Trainingszielen vorgestellt werden.Steckbrief:Name:Ao. Univ.-Prof. Dr.Helmut HörtnaglGeburtstag: 03.08.1942Wohnort: InnsbruckTätigkeit: Vorsitzender der SportmedizinischenKommission und Anti-Doping-Beauftragter des ÖSBLaufbahn: Bis September 2007 Facharzt fürInnere Medizin, Kardiologie undInternistische Sportheilkunde ander Universitätsklinik Innsbruckund Vorstand des Instituts fürSport- und KreislaufmedizinZutaten :100 g ButterHonig aus der RegionMelissenblätterRotkleebüteneventuell 1TL Weinbrandeinige Tropfen ZitronensaftDie weiche Butter mit so viel Honig verrühren, dass sieleicht süß schmeckt. Melissenblätter klein schneiden undzugeben. Die Rotkleeblütenblätter abzupfen und ebenfallsdazugeben. Mit Weinbrand und Zitronensaft abschmecken.Die süße Kräuterbutter schmeckt besonders gut auf reinemRoggensauerteigbrot.Honig und Melisse wirken beruhigend und ausgleichend.Rotklee wirkt günstig auf den Blutfettspiegel und ist deshalbeine gute Ergänzung für die Butterverdauung. Außerdemzieren die roten Blütenblätter den Frühstückstisch.Die Butter schmiert unsere Zellwände und macht sie elastisch.Dadurch können die Nervensignale schnellstmöglichweitergeleitet werden. Der Weinbrand hilft bei der Fettverdauungund die Zitrone rundet das Aroma ab. Natürlichkann die Blütenbutter ganz nach dem eigenen Geschmackauch mit anderen Kräutern ergänzt werden wie etwa mitQuendelblüten, Rosenblüten oder Pfefferminze.
10 38 10 39Im Bild AnnaHeigl beimIWK in München2010.Techniktraining mit Heinz Reinkemeier.Psychoregulation.Strategien in Wettkampfsituationen.Was ich nicht weiß ...Wenn uns etwas bedroht, machen Körper undGeist mobil. Das Herz schlägt schneller, dieMuskeln spannen sich, die Gedanken werdenenger. Dabei ist es ganz egal, ob die Bedrohungreal ist oder nur in der Fantasie besteht.Ein frei laufender großer Hund kann dichebenso unter Strom setzen wie der Gedankean die Prüfung in drei Wochen.Gleiche Bedrohungen werden von verschiedenenMenschen ganz unterschiedlich beantwortet. Wasden einen zur Weißglut bringt, lässt den anderen kalt.Und sogar dieselbe Person kann auf die gleiche Gefahr anverschiedenen Tagen so oder so reagieren: mal kalt, mal heiß, malunbestimmt.Auch das Schießen kann als eine Bedrohung empfunden werden:Das Training in erster Linie bei Anfängern, der Wettkampf dafür inallen Leistungsklassen. Die überwiegende Zahl der Schützen gibtauf Befragung an, dass sie sich vor und während eines wichtigenMatches in vielerlei Hinsicht beeinträchtigt fühlt. Die geschildertenSymptome sind dabei von erstaunlicher Vielfalt.Vorwiegend körperliche Erscheinungen sind etwa:- erhöhter bis überhöhter Puls, Schwitzen- veränderte, meist beschleunigte Atmung und Atemnot- angespannte bis verspannte Muskulatur und Zittern- beschleunigte oder blockierte Verdauung- Infektionen, Schlaflosigkeit, Ermattung ...Als psychische Folgen werden gewertet:- Konzentrations- und Wahrnehmungsstörungen- zwanghafte Gedanken und negative „Bilder“- Furcht- und VersagensängsteSteckbrief:Name: Dipl.-Psych. Heinz Reinkemeiergeb: 1955Wohnort: Drensteinfurt, DeutschlandBeruf: Trainer, Sportpsychologe,Designer, Fotograf und AutorVeröffentlichte Titel: Vom Training des Schützen,Trainingsplan Luftgewehr, Wege des Gewehrs,Luftgewehr-Schießen, Gewehrtraining 2008,Leistungsplanung Gewehr 2010,Die Psyche des SchussesText:Auszug aus dem Buch „Luftgewehrschießen 2010“von Dipl.-Psych. Heinz ReinkemeierDiese und einige andere Umschaltungen ergeben in der Praxistypische Schwierigkeiten für den Schussablauf:- erhöhte Schwankungen (die Muskeln „spinnen“)- Wahrnehmungsfehler (die Konzentration schwankt)- Abzugsfehler (der Finger bebt)- Verlust des Ablaufs (die Gedanken „flüchten“)- Verlust taktischer Regeln (der Kopf blockiert)Diese Listen lassen sich beliebig erweitern. Wir halten an, weilmancher schon beim Lesen ins Schwitzen gerät. Fakt ist, dass dieMehrheit der Schützen in diesen Schwierigkeiten eine massiveBehinderung ihrer Leistungsfähigkeit sieht. Das betrifft Anfängerund Olympiasieger im gleichen Umfang. Wenn‘s bei der Meisterschaftnicht klappt, wird dies vorwiegend als Auswirkung des Erregungsniveauserlebt.Diese Annahme enthält richtige und falsche Aspekte. Als Trainererlebt man oft, dass ein Sportler im Match völlig die Fassung verliert.Anschlag, Technik, Rhythmus und Nachhalten gehen weitgehendverloren, alle taktischen Künste werden über den Haufengeworfen. Ein roter Kopf und zitternde Gliedmaßen verratenPanik. Worte und Handlungen deuten auf erhebliche Verwirrunghin. Meist kommen so Ergebnisse zustande, die weit hinter denErwartungen zurückbleiben.Aber auch Erstaunliches kann man als Trainer beobachten. Schützendie ähnliche körperliche und nervliche Symptome zeigen, abertrotzdem ihre Technik im Griff behalten. Die angesichts flimmernderHerzklappen, rasselnder Bronchien und vibrierender Muskelnerst einmal tief durchatmen. Anschließend zwei drei Trockenanschlägeeinlegen. Und schließlich in ihren Trott finden. Wenn eszum Schluss noch mal eng wird, werden Beruhigung und Konzentrationwiederholt, notfalls drei Mal vor dem letzten Schuss.Klar ist, dass jeder Sieger in einem Finale barfuß durch die Hölle vonErregung, Verspannung und Wahnvorstellungen waten muss. Ihnunterscheidet von den Opfern des Vorkampfes lediglich das Geschick,viele der Fettnäpfchen umgangen zu haben. Kurzum, den Umgangmit der Erregung kann man trainieren. Wer immer wieder auf dieNase fällt, hat keine oder mangelhafte Übungsstrategien.Erlernte HilflosigkeitBei jüngeren Schützen und Schülern entdeckt man ein erstaunlichesPhänomen: Wettkämpfer nämlich, die ihren Start ganz unaufgeregtabsolvieren. Die schießen, als wenn nichts wäre. Ruhig,überlegt und gut.Aber das bleibt nicht lange so. Kaum haben diese unverbrämtenKräfte erste Erfolge gesammelt, treten die Erwachsenen auf denPlan. Trainer und Eltern nutzen die nächsten Anlässe, um denhoffnungsfrohen Spross ganz ausführlich in die Schrecken desWettkampfes einzuführen. Durch gut gemeinte Nachfragen („Bistdu schon nervös?”) und wertvolle Tipps („Geh’ doch noch mal rausund entspann dich!”) wird der Virus des Entsetzens liebevoll aufdie Unschuldigen übertragen. Wenig später werden sich auch dieseNaturen im Feld der Wettkampffiebrigen wiederfinden. Wäre jaauch ungerecht, sie ungeschoren durchkommen zu lassen.Mit Vorsicht sind allerdings Trainer und Angehörige zu genießen,die ihre Panik immer wieder zwanghaft auf die Schützlinge übertragen.Die sollten sich von der Feuerlinie fernhalten, um den betroffenenKämpfern nicht jede Gelegenheit zu vermasseln. Wer alsBetreuer die Nerven bloß liegen hat, sollte vor der Tür flanieren!Die ErregungskurveIm Training ist alles leicht, weil Körper und Geist sich in Friedenund Eintracht befinden. Der Wettkampf ist anstrengend, denn derOrganismus läuft auf hohen Touren. Es geht auf und ab, auf dasgemächliche Probeschießen folgt der aufreibende erste Schuss.Wenn sich die Lage während der Serie normalisiert hat, bringendich einige gute oder ein schlechterer Schuss wieder in Wallung.Der letzte Schuss der Serie ist allemal aufreibend. Es sei denn, durangierst schon jenseits von Gut und Böse.Wer ein Finale bestreitet, erlebt die gleiche Achterbahnfahrt nocheinmal in Kurzfassung und mit erhöhter Drehzahl. Aus diesemVergleich der Erregung in Training und Wettkampf ergeben sicheinige Folgerungen:A. Übungsergebnisse solltest du nicht zu ernst nehmen.Jeder trifft in der friedlichen Abgeschiedenheit des Vereinsabends dickePakete. Die haben aber wenig Aussagekraft hinsichtlich deiner zuerwartenden Match-Qualitäten. Wer sich an seinen Trainingsresultaten„hochzieht“, könnte im Ernstfall sein blaues Wunder erleben. Gewöhnedich daran, nur deine Wettkampf-Leistungen zu registrieren.B. Versuche schon im Training, Erregung zu erzeugen.Eine Wette mit einem Kollegen, ein simuliertes Finale oder derAngriff auf den persönlichen Rekord bringen Spannung. Achtedarauf, dass du jedes Training mit einer Übung auf erhöhtem Erregungsniveaubeendest.C. Wettkampf lernt man nur im Wettkampf.Sobald du in Form bist, solltest du die Gelegenheiten zu Starts beiMeisterschaften jeder Art nutzen. Längere Trainingsphasen ohneein Match sind Gift für die technische und taktische Entwicklung.Du schwebst auf einer Wolke von Trainingsergebnissen, die meistder Realität nicht standhält.Regulation: Die Erregung im Match ist grundsätzlich zu beeinflussen.Ob und in welchem Umfang du vom Kampfrausch ergriffenwirst, hängt von deiner Einstellung und vom Verhalten in der Kriseab. Zur Einstellung später mehr.Wenn der Rausch kommt, kann man ihn steuern. Und zwar durchgezieltes Verhalten in der Situation selbst. Diese „Psychoregulation“läuft nach einem einfachen Schema ab:1. die Erregung wahrnehmen und Abläufe unterbrechen2. entspannte Haltung einnehmen, Atmung regulieren (über denBauch) und Muskeln lockern3. abwarten, bis sich die Erregung wieder aufeinem erträglichen Niveau befindetDanach sollte das Schießen mit einem „trockenen“ Ablauf wiederaufgenommen werden.Ob und wie gut diese Regulation im Ernstfall funktioniert, hängtvon der Übung ab. Wer es nur einmal im Jahr probiert, sollte keineWunder erwarten. Regelmäßige Proben bei jedem Start bringenlangsame Fortschritte und schließlich eine recht ordentliche„Lenkfähigkeit“.Dabei lässt sich die Regulation nicht nur zur Senkung der Erregungeinsetzen. Wenn du mal zu schlaff und unkonzentriert wirst,hilft dir die Sammlung. Atme etwas schneller, erhöhe die Muskelspannungund nimm dir vor, anzugreifen.Auf den Seiten zur Atmung haben wir Grundübungen zum Erlernender Psychoregulation vorgestellt. Die Grafik oben erläutert dasPrinzip. Während das Training auf niedrigem, gleichbleibendemErregungsniveau verläuft, geht ‘s im Wettkampf weit hinauf undunregelmäßig weiter. Wer klug ist, schafft deshalb am Übungsabendkünstlichen Druck und besucht jedes sinnvolle Match.Die Regulation (grüne Kurven) glättet die Extreme. Sie wird immerdann eingesetzt, wenn die Wellen zu hoch schlagen oder zusanft verlaufen. Je öfter du es probierst, desto besser wird es dirgelingen.Wenn du magst, kannst du deine typische Erregungskurve in dieGrafik oben einzeichnen. Wie sieht’s bei dir im Training aus, wie imWettkampf? Läuft das bei jedem Start gleich ab oder beobachtestdu Unterschiede? Falls du in einer Liga schießt, ist der Vergleichmit normalen Meisterschaften interessant. Vor allem aber solltestdu dich fragen, wie deine Regulationsmechanismen ablaufen undob sie effektiv sind.Ruhiges Halten gelingt eher, wenn mansich ruhig verhält. Das immer gleicheRitual des Einsetzens, Atmens undHaltens sorgt für seelische undkörperliche Balance. Es gibt keinbesseres Beruhigungsmittelals die meditative Ausführungder Bewegungen.Christina Deiser im Luftgewehrfinalebei den österreichischenStaatsmeisterschaften.Ausgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong><strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
10 4010 41AndreasMühlehnerkonntesich alseinzigerJunior fürdie WMqualifizieren.Newsaus denSparten.Armbrust.Austria Open: InternationalerArmbrustwettkampf in Innsbruck.Autor: BSPL Armbrust Harald LugmayrEin kräftiges Lebenszeichen warAnfang Juli aus der Sparte Armbrustzu vernehmen. Unter derLeitung von BSPL Harald Lugmayrund dem LSPL Tirol, ManfredHofbauer, wurde ein internationalerArmbrustwettkampfin Innsbruck-Arzl organisiert.BSPL Harald Lugmayr: „Das war seit langem einer der größten Armbrust-Eventsin Europa. Da es seit Jahren keine Europacups mehrgibt, haben es einige Nationen wahrgenommen, diesen Event alsVorbereitung und Ausscheidung für die kommende WM zu nutzen.“Insgesamt 119 TeilnehmerInnen aus sechs Nationen kamen derEinladung nach. Bei schwierigen Bedingungen (bis 30 Grad in derSchießhalle und zusätzlich starker Wind im Bewerb 30m offeneKlasse) mussten die TeilnehmerInnen aus Frankreich, Deutschland,Tschechien, Schweiz, Slowenien und Österreich ihr Können unterBeweis stellen.Erfreulich aus österreichischer Sicht waren einige sehr starke Leistungen.Besonders hervorzuheben ist die sehr gute Leistung im10m-Bewerb des ÖSB-Teams, das mit Eva Untertrifaller, ThomasLampl und Franziska Peer den 1. Platz erreichte. Die Silbermedailleholte das Team Austria im Bewerb 30m Armbrust mit Franziska Peer,Thomas Lampl und Andreas Mühlehner. Sehr stark auch die Junioren,die beim 10m-Bewerb mit Andreas Mühlehner, Christine Reiterund Thomas Mühlehner den 3. Platz erreichten. In der Einzelwertungkonnte neben Franziska Peer, die Gold holte, noch Thomas Lampl miteinem 2. Platz im Bewerb 30m Offene Klasse brillieren.Auch 2011 werden die Austria Open (Match Armbrust) wieder inInnsbruck durchgeführt. Zusätzlich wird die Disziplin Field Armbrusterstmals länderübergreifend in Zusammenarbeit mit den Bayerndurchgeführt. Lugmayr: „Das wird wieder ein großer Event werden,da er von einigen Nationen für die drei Wochen später stattfindendeEuropameisterschaft in der Schweiz genützt werden wird.“Sportliche Großkaliber Pistole.Großartige Erfolge derösterreichischen Schützen bei derEM PPC 1500 in Tschechien.Autoren: Landessportleiter Vorarlberg, Markus Heim, BSPL Manfred EinramhofDas österreichischeErfolgsteam.Mit 29 Medaillen regnete es geradezu Edelmetall für die österreichischenSchützen bei der Europameisterschaft PPC. Auf 10 MalGold, 9 Mal Silber und 10 Mal Bronze beläuft sich die stolze Ausbeute.Nun blicken die Schützen hoffnungsvoll auf die WM 2011in Stockholm.Die österreichische Abordnung bestand aus den Tiroler SchützenPepi Laiminger, Franz Leitner und Adam Lennert, den OberösterreichernGünther Schüller, Erich Bohn, Peter Fuchsberger, WalterSchramm und Bernhard Mayr sowie den Vorarlbergern DietmarHuber, Markus Berger, Andreas Stoderegger, Walter Selb und demDelegationsleiter Markus Heim.Eine Glanzleistung legte Pepi Laiminger in der Kategorie Service Revolverhin. Er schoss das Maximum von 480 Ringen und sicherte sichden Sieg in der Master-Klasse. Auch in der Kategorie Stock Semi AutoPistol Expert war Laiminger nicht zu schlagen. Ebenfalls je zwei Klassensiegeholten sich der Expertschütze Walter Selb in den BewerbenOpen Match und Distinguished Pistol Match und der „Marksman“Walter Schramm in den Bewerben Revolver 1500 Match und DistinguishedRevolver Match. Im Hauptbewerb Pistol 1500 Match gewannAdam Lennert die Expert-Klasse und der erst 19-jährige BernhardMayr die Marksman-Klasse. Den Reigen der Goldmedaillen vervollständigtenin der Mannschaftswertung die Vorarlberger MarkusHeim und Dietmar Huber im Expert-Revolver-Bewerb und die TirolerFranz Leitner und Adam Lennert im Expert-Pistolen-Bewerb.Gleich drei Silbermedaillen holte sich der Marksman undSharpshooter Bernhard Mayr in den Bewerben Distinguished PistolMatch, Distinguished Revolver und Service Revolver. Je zwei Vizetitelsicherten sich Franz Leitner in den Bewerben Expert-Pistol1500 Match und Dinstinguished Pistol Match sowie der HighmasterGünther Schüller in den Bewerben Open Match und Service RevolverMatch. Jeweils einen zweiten Rang erreichten Adam Lennertin der Stock Semi Auto Pistol Expertwertung und Walter Schrammim Marksman Service Revolver Match.Je eine Bronzemedaille ging an Pepi Laiminger (Off Duty RevolverMaster), Adam Lennert (Distinguished Pistol Expert), Erich Bohn(Distinguished Revolver Expert), Markus Heim (Off Duty RevolverExpert), Peter Fuchsberger (Service Revolver Marksman), WalterSchramm (Off Duty Revolver Marksman), Nationenwertung mitCoaching Günther Schüller mit Adam Lennert (Pistol NationalMatch 5) und Günther Schüller mit Pepi Laiminger (Revolver NationalMatch 5), Team Austria SG Hopfgarten mit Pepi Laiminger undAdam Lennert (Master Revolver Match) und Team Austria SG Blumeneggmit Dietmar Huber und Markus Heim (Expert Pistol Match).Vorderlader.Österreichische Staatsmeisterschaftenund Meisterschaften.Autor: BSPL Karl-Heinz BaumgartnerDie 33. ÖSTM/ÖM im Vorderladerschießen wurden am 18. und 19.Juni 2010 auf der Sportschießstätte Bad Zell in Oberösterreichausgetragen. Insgesamt waren 105 TeilnehmerInnen aus 8 Bundesländernvor Ort, dabei wurden 505 Starts bei 46 Mannschaftenregistriert.Die Staatsmeister 2010 wurden in den Kurzwaffen Werner Fasching(Steinschlosspistole), Helmut Zöbl (Perkussionspistole) undHerbert Wagner mit dem Perkussionsrevolver R. Bei den Langwaffensetzte sich Franz Prinz (Perkussionsgewehr 50m) durch. Mitdem Perkussionsgewehr 100m war Wilhelm Potzmader nicht zuschlagen.Besonders erfreulich sind eine ganze Serie an Rekorden! So schoss U.Hochburg-Ach (mit dem Steinschlossgewehr 50m Stehend mit 98Ringen neuen Österreich-Rekord. Auch Franz Prinz schoss mit demPerkussions-Dienstgewehr 50m Stehend mit 97 Ringen neuen Österreich-Rekord.Beides wären derzeit auch Weltrekorde! Einen weiterenWeltrekord hätte die Mannschaft Oberösterreich (Eisenführer,Högl, Schickermüller) im Bewerb Lamarmora geschossen. Die MannschaftRigby mit Potzmader, Prinz und Handl stellten mit dem freienPerkussionsgewehr auf 100m den Österreich-Rekord mit 288 Ringenein. Eingestellt wurde auch der Österreich-Rekord von 2007 mit demPerkussionsgewehr 50m von Andreas Gassner mit 100 Ringen. Mitder Luntenschlosspistole stellte Werner Fasching mit 94 Ringen denÖsterreich-Rekord (bzw. Weltrekord) von 2007 ein.Als Ehrengast wurde LOSMGünter Hamader vor Ort begrüßt.Seinen Rücktritt als Landessportleitervon NÖ erklärteder EhrenbundessportleiterHeinz Schleser, dessen aktiveDienstzeit die vergangenen 35Jahre umfasste. 1974–1983 warer LSPLt-Luftgewehr und von1985–2010 Landes- und BundessportleiterVorderlader). Ihmwurde herzlich für seine Leistungengedankt. Zu Schlesers wichtigstenLeistungen zählt u.a.,dass er den Vorderladerschießsport„salonfähig“ machte. Un-Egon Kollarikter seiner Führung konnte derVL-Schießsport dem ÖSB beitreten und so konnten die VL-SchützenJahr für Jahr für den Österreichischen Schießsport bei internationalenWettkämpfen zahlreiche Erfolge erringen!Dank der hervorragenden Organsiation unter der Leitung vonOSchM Franz Schickermüller verlief die Veranstaltung reibungslosab. Die Hauptlast der Organisationsarbeit lag beim EhepaarSusanne und Alois Litschmann, aber auch Alfred Astner, Josef Höbarth,Eduard Payreder, Anton Atteneder, Alfred Etzelsdorfer undGerhard Geretschläger leisteten unverzichtbare Hilfe.Laufende Scheibe.InternationalerWettkampf in Linz.Autor: BSPL Marc HeyerVom 8. – 11. Julifand in Linzder 4. IWK inder LaufendenScheibestatt. Über 50SportlerInnenaus 8 Nationennutzten diesenWettkampf alsWM-Vorbereitung.An drei Tagen wurden immerhin vier Disziplinen geschossen, begonnenwurde mit dem 50m Mix-Lauf. Peter Pelach aus der Slowakeigewann mit 392 Ringen und 3 Ringen Vorsprung vor Miroslav Janus(CZE) und Miroslav Jurco (SVK). Herbert Grasböck belegte als besterÖsterreicher den 8. Platz und Martin Ledersberger (Juniorenschütze)folgte auf den 21. Platz in dieser offen ausgetragenen Klasse.Tag darauf stand dann bei beiden Entfernungen – 10 m und 50 m– der Normallauf auf dem Programm. Im 50 m-Bewerb siegte MiroslavJanus mit neuem Standrekord von 594 Ringen vor Peter Pelach(SVK) und Miroslav Jurco (SVK). Herbert Grasböck sicherte sich565 Ringen den 13. Platz. Bei den Junioren setzte sich Josef Nikl (CZE)vor Sebastian Zeh (GER) und dem Österreicher Martin Ledersbergerdurch.Bei den Juniorinnen 10m Laufende Scheibe gewann Claudia Klötzl(GER) vor Anna Radnova (KAZ) und Tanja Karacsony (AUT). Die Plätze6 und 7 belegten Mona Eder und Kerstin Sonnberger. Bei den Juniorengewann erneut Josef Nikl (CZE) vor Borsos Bence (HUN) undKhalid Al Kuwairi (QAT). Knapp dahinter auf Platz vier kam der ÖsterreicherMartin Ledersberger, sein Teamkollege Wolfram Schandlbelegte den 8. Platz und Thomas Wolfinger den 11. Platz.Nach einem spannenden Medal-Match setzte sich Daniela Faust(GER) vor den beiden Schützinnen aus Katar Aneesa Jama und SamsamJama durch. Bei den Herren siegte erneut Miroslav Janus vorMiroslav Jurco. Das Match um Platz 3 konnte Bedrich Jonas (CZE) gegenMarco Angermann (GER) für sich entscheiden.Am letzten Tag stand zum Abschluss der 10m Mix-Bewerb aufdem Programm. Dieser wurde auch wieder in offener Damen- undHerren-Klasse ausgetragen. Bei den Herren siegte Peter Pelach vorMiroslav Janus und Peter Planovsky (SVK). Bester Österreicher wardiesmal der Juniorenschütze Martin Ledersberger auf Platz 20, ihmfolgten auf den Plätzen 23, 25 und 29 Wolfram Schandl, HerbertGrasböck und Thomas Wolfinger. Bei den Damen gewann erneutDaniela Faust vor Anna Radnova und Claudia Klötzl (GER). Auf denPlätzen 7 bis 9 folgte das Trio aus Österreich mit Kerstin Sonnberger,Tanja Karacsony und Mona Eder.In dem im Rahmenprogramm ausgetragene Schülerbewerb siegtedas Trio aus Deutschland mit Karin Woronjuk, Patricia Schneider undChristina Becker. Doch knapp dahinter auf den Plätzen vier und fünflandeten Denise Öller und Mario Potzmader.Ausgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong><strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
10 42DIE SPORTFAMILIENewsaus denSparten.Metallic Silhouette und Field Target.Halbzeit bei den Silhouetten- undField-Target-Schützen.Autor: BSPL Ernst ZwiauerPeter Lamprecht in derDisziplin Field Target.Metallic SilhouetteFür 2010 wurde erstmals ein Österreich Cup, bestehend aus 17 Einzelwettkämpfen,ausgeschrieben. Es gibt 18 verschiedene Silhouettendisziplinenund mindestens 2 Matches pro Disziplin sollen inhochwertigen Wettkämpfen ausgetragen werden. Abgesehen vonder Ermittlung der besten Silhouetten-Allrounder Österreichs sowieder kompaktesten Vereinsmannschaft sollen diese Bewerbe dieGrundlage für eine österreichische Rangliste sein.Die ebenfalls mit Beginn des Jahres ins Leben gerufenen Qualifikationsrichtlinienfür die Beschickung internationaler Wettkämpfe rundendie 2010er-Maßnahmen ab. Neu sind dieses Jahr auch die Lehrgängefür Neulinge und Trainings für Kaderschützen. Mittlerweilewurde mehr als die Hälfte der Ö-Cup-Bewerbe abgehalten.Sehr erfreulich ist die Tatsache, dass nunmehr auch die dem WienerLandesverband angehörenden Silhouettenschützen an den Bewerbenteilnehmen. Aller Voraussicht nach wird man auch in dem einenoder anderen Wiener Verein Wettkämpfe austragen. Die Ausschreibungeiner ÖM in Wien im Jahr 2011 ist ein durchaus realistischesSzenario. Positive Signale kommen auch aus der Steiermark – hierist man dabei, einen Schießstand silhouettengerecht zu adaptieren.An der im Oktober dieses Jahres stattfindenden WM in Kapstadt(Südafrika) wird Österreich nicht teilnehmen. Es ist dies bedauerlich,weil wir in den Gewehrdisziplinen mit Peter Lamprecht ein „heißesEisen“ zur Verfügung hätten und auch die heimische Mannschaftgute Chancen hätte, einen Podiumsplatz zu erreichen.Die zweite Hälfte der laufenden Saison wird von den ÖsterreichischenMeisterschaften geprägt sein: In fünf zum Teil mehrtägigenWettkämpfen werden die 18 Österreichischen Meister ermittelt. Allediese Veranstaltungen sind international ausgeschrieben und Teilnehmeraus Tschechien und Deutschland werden die Starterfelderaufwerten.ber. Field Target, das Beschießen von Tiersilhouetten auf unbekannteDistanzen zwischen 8 und 50 Metern mit Druckluftgewehren,ist eine extrem anspruchsvolle Schießsportdisziplin und benötigtals Vorbereitung nicht nur eine perfekt abgestimmte Ausrüstung,sondern auch spartenspezifische Schießtechnik und ein speziellesWaffenhandling. Der Bewerb findet bei jeder Witterung in unterschiedlichstemGelände statt und die Targets sind häufig nur schwerauszumachen: In nur 2 Minuten sind zwei unbekannte, unterschiedlichweit entfernte Ziele zu beschießen. In dieser Zeit sind mit Hilfedes hochvergrößernden Zielfernrohres die Visierkorrekturwerte zuermitteln und einzustellen, daneben ist die Windkomponente zuberücksichtigen.Insgesamt macht die Vorbereitung auf die WM viel Arbeit. Esfand ein Grundlagentraining statt, in dem jedem einzelnen Teilnehmerdie Vorgänge und Abläufe nahe gebracht wurden. Vorder WM wird es einen weiteren Trainingstag geben, bei dem Taktikund spezielle Regeln auf dem Programm stehen werden. Österreichwird mit 5 Schützen an der WM teilnehmen. Insgesamtwerden an der WM 16 Nationen und 180 Schützen vertreten sein.Großkalibergewehr 300m.CISM Turnier300m Gewehrin Sonthofen/Deutschland.Autoren: Hptm. Mag. Ewald Klinger, BSPL Alfred TauberVom 21. bis 25. Juni fand in Sonthofen das CISM Turnier 300m Gewehrmit insgesamt 8 Nationen statt. CISM steht kurz für ConseilInternational du Sport Militaire, der internationalen Militärsportvereinigung,der 133 Nationen unter dem Motto „Freundschaftdurch Sport“ angehören.Die jungen österreichischen Schützen gingen mit dem Selbstbewusstseinin den ersten Wettkampf über 3x20 Präzision Mannschaft.Mit einem Total von 1712 Ringen holten Korporal Mathis(560 Ringe), Korporal Strempfl (575 Ringe) und Korporal Raser (577Ringe) den dritten Platz in der Mannschaft hinter Norwegen (1747Ringe) und der Schweiz (1715 Ringe). In der Einzelwertung 3x20 Präzisionhatten die Bundesheer-Leistungssportler leider keinen optimalenTag und konnten mit den Rängen 6, 9 und 13 nicht ihr Potentialausschöpfen. Hans Bakken aus Norwegen gewann vor demDänen Rene Kristiansen und seinem Landsmann Arild Røyseth. Inden Disziplinen 3x20 Schnellfeuer Einzel und Mannschaft. Im Einzelwaren die Norweger überlegen und holten die Plätze 1 bis 3.Die österreichischen Athleten landeten auf den Plätzen 7, 9 und 15.In der Mannschaft siegte Norwegen (1700 Ringe) vor der Schweiz(1661 Ringe) und Österreich (1632 Ringe). Mit zwei dritten Plätzen inden Mannschaftswertungen über Präzision und Schnellfeuer gingdas Turnier zu Ende. Für die jungen Bundesheer-Leistungssportlerzählt vor allem die Erfahrung im Wettkampf mit dem Kaliber 6mm,das bei CISM-Wettkämpfen geschossen wird.WM 2010MARIO KNÖGLERHannes TrinklClemens UnterdechlerDominik DierEvelyn Pernkopf// SCHÜTZEEuropameisterWeltcupsiegerWeltrekordhalter6. Platz Olympische Spiele 2008Martin StockingerDaniel LacknerVioletta Oblinger-PetersMartin PröllDominik KollDavid BrandlYvonne SchuringJördis SteineggerRoman RametsteinerHelmut OblingerViktoria SchwarzChristina StaudingerVincent KriechmayrEine Medaille bei der Weltmeisterschaftin München, das ist mein großes Ziel.Als Mitglied der Sportfamilie, kann ich allmeine Energie darauf konzentrieren.Mario KnöglerField TargetIn dieser Sparte ging’s vergleichsweise ruhig zu: Zielrichtung wardie Vorbereitung auf die Teilnahme an der WM in Ungarn im Okto-Abbildung oben: Die österreichische Delegation. Hinten: Kpl. StefanRaser, Thomas Mathis und Martin Strempfl; vornr: Hpt. Mag. EwaldKlinger und BSPL Vzlt. Alfred Tauber.Mario Knögler ist Mitglied der Energie AG Sportfamilie. Mit diesem einzigartigen Förderprogramm bündelt dieEnergie AG ihren Beitrag zum oberösterreichischen Spitzensport. Ziel ist es, die besten NachwuchssportlerinnenundSportler auf ihrem Weg zur Weltspitze zu fördern. Die Energie AG ermöglicht den 18 Mitgliedern der Sportfamiliesich sportlich und menschlich weiterzuentwickeln. Leistungswille, Zusammengehörigkeit, Dynamikund Authentizität kennzeichnen den Fördergedanken der Energie AG. www.sportfamilie.atVoller EnergieAusgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong>
10 44österreich10 45Wien.Kleines Team und „große“ Erfolge– Die Wiener Armbrustschützinnenund -schützen.Vorarlberg.MehrländerkampfVorarlberg.Tirol.InternationalesSchießsportzentrumInnsbruck-Arzl.Oberösterreich.ÖsterreichischeMeisterschaftSenioren 3 in Linz.Autor: BSPL Harald LugmayrAutorin: Silvia HalderAutor: LSM Friedl AnrainDie Formkurve von Karin Gratzenberger geht aufwärts.Seit dem Neustart des Armbrustschießens mit der 10m Match-Armbrust 2007 in Wien verbuchte das Team immer mehr Erfolgefür sich.Zwar erzielte Karin Gratzenberger bei den heurigen WM-Qualifikationenein Mal das A-Limit und zwei Mal das B-Limit und verpasstedamit knapp ein WM-Ticket, die Leistungskurve zeigt aberinsgesamt nach oben. Gratzenberger hat mit ihren Leistungen dieVoraussetzung für eine Einberufung in den B-Kader geschaffen.Auch eine Aufnahme in den ÖSB-Armbrust-A-Kader 2011 ist nochmöglich.Die Seniorenmannschaft (H. Lugmayr, G. Bosak, J. Liptak) belegtebeim internationalen Wettkampf „Austria Open“ in Innsbruck inder Mannschaftswertung den ausgezeichneten 2. Platz. In der EinzelwertungSenioren 1 erreichte Harald Lugmayr Platz 4.© Harald Lugmayr Am 17. und 18. Juli 2010 fand in Bregenz der diesjährige MehrländerwettkampfVorarlberg – Beider Basel – Südtirol statt. Leiderwurde dieses Jahr aus dem Fünfländerkampf nur ein Dreiländerkampf.Die Schützen aus dem Elsass mussten wegen Terminkollisionenmit der französischen Meisterschaft und die Südbadener wegender WM-Vorbereitungen absagen. Nichtsdestotrotz wurde eseine sehr schöne Veranstaltung. Die Wettkämpfe fanden auf denStänden der Hauptschützengilde Bregenz statt. Wolfgang Psennererzielte mit der Luftpistole mit 585 Ringen im Vorkampf und einemFinale von 103,1 Ringen (gesamt: 688,1 Ringe) einen neuen VorarlbergerRekord. Mit der 50m Pistole war er mit 637,6 Ringen ebenfallssiegreich. Den Bewerb Schnellfeuerpistole gewann ThomasReusch mit 557 Ringen. Bei den Gewehrschützen war Thomas Mathissehr erfolgreich. Er erzielte mit dem Luftgewehr 698,7 Ringe(Vorkampf: 595 Ringe, Finale: 103,7 Ringe) und gewann den erstenPlatz. Den Bewerb 50m KK-Gewehr liegend gewann Fredi Hünenbergeraus Basel mit 597 Ringen im Vorkampf und 102,8 Ringen imFinale (gesamt: 699,8 Ringe).Am Samstagabend wurden die Sportler und Helfer von der VorarlbergerLandesregierung/Sportreferat und dem Amt der LandeshauptstadtBregenz zu einem Abendessen im Gasthaus Gössereingeladen.Am Sonntag ging es dann mit den Bewerben 50m KK-Gewehr 3x40und der Zentralfeuerpistole weiter. Thomas Mathis holte sich mitKK-Gewehr 3x40 mit insgesamt 1.260,6 Ringen (Vorkampf: 1.161Ringe, Finale: 99,6 Ringe) Gold und Thomas Reusch war mit 564Ringen mit der Zentralfeuerpistole erfolgreich.Die Landessportleiter Elisabeth Hillinger und Dr. Josef Schererwaren mit den gezeigten Leistungen sehr zufrieden. LOSM Mag.Andreas Germann bedankte sich bei den Organisatoren und denHelfern für die Abwicklung dieser Veranstaltung. Der SüdtirolerSportleiter Heinz Unterholzer lud die Schützen zum Länderwettkampfim nächsten Jahr nach Südtirol ein.Der TLSB hat heuer die Modernisierung des Landeshauptschießstandesin Innsbruck-Arzl fortgeführt und verfügt seit einigenWochen über 90 elektronische Meyton-Trefferanzeigen für KK-Gewehr, LG und LP. Zusätzlich wurden dringend notwendige baulicheVerbesserungen und Adaptierungen durchgeführt, wie z.B.eine behindertengerechte WC-Anlage in der Lufthalle im Obergeschoß.Durch diese Maßnahmen ist es möglich, internationaleWettkämpfe auf höchstem Niveau durchzuführen. Unsere tüchtigenFunktionäre haben diese neuen Möglichkeiten umgehendgenutzt und wir können bereits jetzt über mehrere erfolgreichdurchgeführte internationale Veranstaltungen berichten.Im Juni wurde der internationale Alpencup für Jungschützen undJunioren in Innsbruck für Gewehr und Pistole mit 120 Teilnehmernaus fünf Nationen durchgeführt. Vom 1.–3. Juli folgte der AustriaOpen für Armbrust, an dem sich mehr als 120 Teilnehmer aus sechsNationen beteiligten. Damit wurde ein hochwertiger internationalerArmbrust-Bewerb im sonst eher dünnen AB-Terminkalendergeschaffen. Im nächsten Jahr wird der Bewerb um die Field-Armbrusterweitert.Besonderes Highlight war der „1st International SportshootingCompetition Innsbruck/Tirol 12.–17. Juli 2010”, kurz IWK-Tirol. Durchdas starke Engagement und die hervorragenden Kontakte unsererBundes- und Landessportleiterin Margit Melmer konnten wirbereits bei der ersten Durchführung eine sehr hohe Beteiligungerreichen. Knapp 200 Starter aus 14 Nationen, darunter weit entfernteNationen wie Iran, Chile und Mongolei, nutzten diesenIWK, um sich für die WM in München bestens vorzubereiten. DieOrganisation durch Margit Melmer und ihr engagiertes Team warhervorragend. Die Schützen erlebten spannende Wettkämpfe aufhöchstem Niveau. Sogar der ORF hat die Wichtigkeit dieser Schießsportveranstaltungdurch Beiträge in ORF Tirol und im ORF Sportbildentsprechend gewürdigt. Alle Details zu diesem Event unterwww.iwk-tirol.at.Im Anschluss nutzten die nationalen Verbände des Iran und ausBahrain die Schießanlage in Innsbruck-Arzl zum Training bis zumWM-Start.Im Auftrag des Österreichischen Schützenbundes veranstaltete derOberösterreichische Landesschützenverband am 29. und 30. Mai2010 in Linz die österreichische Meisterschaft der Senioren 3 in denKategorien Luftgewehr, Luftpistole, Feuergewehr und Feuerpistole.Insgesamt wurden sechs Bewerbe abgehalten, wobei im MedaillenspiegelNiederösterreich mit fünf Goldenen, sechs Silbernenund einer Bronzemedaille mit Abstand das erfolgreichste Bundeslandwar. ÖSB-Vizepräsident Horst Judtmann war auch zu Besuch:„Ich habe mich als jahrelanger Schütze von der Veranstaltung sehrangesprochen gefühlt. Die Leistungen, die hier vollbracht wurden,sind ausgezeichnet – die Disziplin und Akribie beeindruckend.Den Verantwortlichen LOSM Günter Hamader und Marc Heyer fürdie sportliche Leitung der Wettkämpfe gebührt ein großes Dankeschön.Heyer hat hier mit großem Einsatz einen traumhaftenSchießstand verwirklicht.“Auch LOSM Günter Hamader ist zufrieden: „Wir hatten durch dasneue Reglement über 20% mehr Starter als früher und es sind wiederneue österreichische Rekorde erzielt worden. Bei den TeilnehmerInnenist die Veranstaltung gut angekommen, es wurde bereitsangefragt, auch die nächsten Senioren-3-Bewerbe wieder inLinz abzuhalten. Grundsätzlich möchte ich bei dieser Gelegenheitanregen, dass die Landesverbände und Vereine die Regeländerungenden Senioren 3 ein bisschen früher bekannt geben, damit dieRegeländerungen vor den Wettkämpfen bekannt sind und sich dieSchützInnen danach richten können.“Die „Delegationsleiter“ Beat Hüppi (Präsident des SportschützenverbandsBeider Basel), Mag. Andreas Germann(LOSM Vorarlberg) und Heinz Unterholzer (SüdtirolerSportleiter).Ein internationales Teilnehmerfeldnützte den IWK in Innsbruck zur Vorbereitungauf die WM. Sylvia Steineraus Salzburg mischte ganz vorne mit.Ausgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong><strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
10 46ausblickStrom Wasser Abwasser Abfall Telekommunikation KrematoriumBäderWärme-ContractingGut versorgt.Tag für Tag!EventkalenderInternationalEventkalender INTERNATIONAL14.08.–26.08.2010 1st Youth Olympic Games Singapore / SIN16.08.–22.08.2010 Vorderlader Weltmeisterschaft 2010 Barcelos / POR30.08.–05.09.2010 Armbrust Weltmeisterschaft Avon / FRA03.09.–12.09.2010 Europameisterschaft IPSC Belgrad / SRB24.09.–02.10.2010 Weltmeisterschaft Silhouette Kapstadt / RSA30.09.–03.10.2010 300m WC Finale Pilsen / CZE01.10.–03.10.2010 Weltmeisterschaft Field Target Debrecen - Bank / HUN15.10.–14.10.2010 IWK Vorderlader Goldrain / ITADie IKB versorgt uns verlässlichrund um die Uhr.Sie entsorgt schnell undgründlich und bietet vielKomfort. So fühlen wiruns wohl in Innsbruck.Für Sie erreichbar unter:Tel. 0800 500 502kundenservice@ikb.atwww.ikb.atEventkalenderÖSTERREICHEventkalender Österreich14.08.–15.08.2010 Ö.-Cup Pistole 2010 Salzburg14.08.2010 Ö.-Cup Small Bore Rifle Krems20.08.–21.08.2010 Ö.-Cup und ÖM Silhouette Air Pistol / Air Rifle Tattendorf24.08.–28.08.2010 ÖSTM / ÖM 50m & 100M wIen01.09.–05.09.2010 ÖSTM Pistole Linz08.09.–09.09.2010 Ö.-Cup / ÖM Field Pistol Tattendorf09.09.–11.09.2010 ÖSTM / ÖM 300m Lienz10.09.–11.09.2010 ÖM Vorderlader Wurfscheiben Langau10.09.2010 Ö.-Cup / Grand Prix Bohemia Ludvikovice / CZE16.09.–19.09.2010 ÖSTM / ÖM Armbrust Salzburg17.09.–19.09.2010 Ö.-Cup / ÖM Small Bore Pistol Leobersdorf25.09.2010 Tag des Sports 2010 wIen03.10.2010 Ö.-Cup Big Bore Rifle Ludvikovice / CZE23.10.2010 Ö.-Cup / ÖM Small Bore Rifle KremsIn der nächsten Ausgabe:Das erwartet dich unter anderem in der nächsten Ausgabe von 10,9:• Im Zuge der Titelstorys wird in der November-Ausgabe das Thema „Ehrenamt“näher beleuchtet.• Johannes Gosch und Uwe Triebl werden sich wieder dem „Mentalen Training“ widmen.• Der in der Ausgabe 2/2010 erschiener Artikel „Optimiertes Jugendtraining“ wirdin einem zweiten Teil fortgesetzt.• Über eine Reihe interessanter Events, wie die ersten Youth-Olympic-Games in Singapur,die Armbrust-Weltmeisterschaft, Klein- und Großkaliber-Staatsmeisterschaften usw., wirdebenfalls berichtet.Für Sie erreichbar unter:Tel. 0800 500 502kundenservice@ikb.atwww.ikb.at09-2403 IKB Ins. Family 10.9 A5q 4c.indd 1 15.07.09 11:49Mitglieder des ÖSB.Der ÖSB und seine Landesverbände.Österr. Schützenbund: Stadionstr. 1b, 6020 Innsbruck, Tel.: +43 (0) 512 39 22 20, E-Mail: office@schuetzenbund.at, www.schuetzenbund.at;Burgenländischer Sportschützen-Landesverband: Bahnstraße 45/8, 7000 Eisenstadt, Tel.: +43 (0) 664-242 67 97, E-Mail: herbert.wagner@bsslv.at,www.bsslv.at; Kärntner Landesschützenverband: Wunderstätten 30, 9473 Lavamünd, Tel.: +43 (0) 650 925 0110, E-Mail: deiserkl@gmx.at,www.klsv.at; Landesschützenverband für Niederösterreich: Kaiserallee 23/1/7, 2102 Bisamberg, Tel.: +43 (0) 676 639 1611, E-Mail: losm@lsvnoe.at,www.lsvnoe.at; Oberösterreichischer Landesschützenverband: Geitenedt 31, 4202 Kirchschlag bei Linz, Tel.: +43 (0) 650 354 68 00, E-Mail:guenter.hamader@utanet.at, http://ooe.zielsport.at; Salzburger Sportschützenverband: Dr.-Eugen-Zehmestraße 23, 5111 Bürmoos,Tel.: +43 (0) 627 451-29, E-Mail: seeleithner@sssv.at, www.sssv.at; Steiermärkischer Landesschützenbund: Jahngasse 1, 8010 Graz,Tel.: +43 (0) 676 332 2103, E-Mail: post@st-lsb.at, www.st-lsb.at; Tiroler Landesschützenbund: Brixner Straße 2/1. Stock, 6020 Innsbruck,Tel.: +43 (0) 512 5881-90, E-Mail: tlsb@aon.at, www.tlsb.at; Vorarlberger Schützenbund: Am Tannenbach 8, 6900 Bregenz, Tel.: +43 (0) 555 74 425-19,E-Mail: horst.halder@utanet.at, www.vlbg-sb.at; Sportschützen-Landesverband Wien: Innocentiagasse 14, 1130 Wien, Tel.: +43 (0) 1 616 3929-11,E-Mail: losm@sslv-wien.at, www.sslv-wien.atDen Link zu deinem Landesverband findest du auf der ÖSB-Website www.schuetzenbund.at unter „ÖSB“ und „Unsere Mitglieder“.Ausgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong><strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 03/10
10 48aboDas neue Magazin für den Österreichischen SchießsportDas neue Magazin für den Österreichischen SchießsportDas Magazin für den Österreichischen SchießsportDas neue Magazin für den Österreichischen Schießsport10 910 910 9<strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 02/09<strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 02/10<strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong> Ausgabe 01/09KonzentrationKONZENTRATION1896128818791948TRADITIONSZ_5_RZ-02.indd 1 26.04.10 18:501880Sichere dirdein Jahresabovon 10,9!Sichere dir dein Jahresabonnement zum Einstiegspreisvon 10,90 Euro für vier Ausgaben. Du hast folgendeMöglichkeiten zur Anmeldung:• auf der 10,9 Website www.<strong>zehn</strong><strong>komma</strong><strong>neun</strong>.at• fülle den Coupon unten aus und sende ihn an:Österreichischer Schützenbund, Redaktion 10,9Stadionstraße 1b, 6020 Innsbruck• per Telefon: +43 (0) 512 39 22 20• per Fax: +43 (0) 512 39 22 20-20• per E-Mail: magazin@<strong>zehn</strong><strong>komma</strong><strong>neun</strong>.atwww.lotterien.at$„10,9 – Das Magazin für den Österreichischen Schießsport“ ist das offizielle Organ des Österreichischen Schützenbundes. Ziel dieses neuenMediums ist es, nicht nur die hervorragenden Erfolge der österreichischen Athletinnen und Athleten herauszustreichen, sondern auchdas, was dahinter steckt – nämlich die gesamte Welt des Sportschießens mit all ihren Facetten –, näher zu beleuchten. Die Faszination desSportschießens soll mit der Schießsportgemeinde geteilt und darüber hinaus einem breiteren Publikum vorgestellt werden. Die Erlöse ausdiesem Magazin kommen der Nachwuchsförderung im österreichischen Schießsport zugute. 10,9 erscheint viermal jährlich.Hiermit bestelle ich das Jahresabonnement von 10,9.Name:Straße, Hausnummer:PLZ, Ort:E-Mail:Land:Telefon:Nach Anmeldung mit diesem Coupon bekomme ich die Rechnung über 10,90 Euro für die kommenden vier Ausgaben von 10,9r per E-Mail als PDF (Achtung: bitte oben E-Mail-Adresse angeben!) r per Post zugesendet (bitte Zutreffendes ankreuzen).Das Jahresabonnement verlängert sich jeweils automatisch um ein weiteres Jahr. Kündigungen des Jahresabonnements müssen bis spätestens acht Wochenvor Ende des Bezugsjahres schriftlich mit Angabe des vollständigen Namens und der Abonummer der Redaktion von 10,9 bekannt gegeben werden.Sobald ich den Betrag auf das auf der Rechnung angewiesene Konto überwiesen habe, erhalte ich 10,9 ab der nächstfolgenden Ausgabe.Datum:Unterschrift:Einzugsermächtigung bei Wunsch auf Bezahlung per BankeinzugHiermit ermächtige(n) ich/wir Sie widerruflich, die von mir/uns zu entrichtenden Zahlungen bei Fälligkeit zu Lasten meines/unseres Kontos mittels Lastschrift einzuziehen.Damit ist auch meine/unsere kontoführende Bank ermächtigt, die Lastschriften einzulösen, wobei für diese keine Verpflichtung zur Einlösung besteht, insbesonderedann, wenn mein/unser Konto die erforderliche Deckung nicht aufweist. Ich/Wir habe(n) das Recht, innerhalb von 42 Kalendertagen nach erfolgter Abbuchung oder nacherfolgtem Einzug ohne Angabe von Gründen die Rückbuchung bei meiner/unserer Bank zu veranlassen.Name des Zahlungspflichtigen (Titel, Vorname, Nachname):Anschrift des Zahlungspflichtigen (Straße, PLZ, Ort):79 Millionenfür den Sportin Österreich!Die Sportförderung der Österreichischen Lotterienist unverzichtbar für die Finanzierung des heimischenSpitzen- und Breitensports. Ohne sie stünden wohl vieleVereine vor dem Aus.Kontonummer des Zahlungspflichtigen: bei (genaue Bezeichnung der Kreditunternehmung): BankleitzahlOrt, Datum:Unterschrift(en) des (der) Zahlungsberechtigten:Gut für Österreich.Ausgabe 03/10 <strong>zehn</strong> <strong>komma</strong> <strong>neun</strong>
ELEKTRONIKWir werden immer besser!www.meyton.deUnsere neue Software kann sich sehen lassen.• besser und einfacher zu bedienen• neues Hilfesystem• verbesserte FlexibilitätDas alles und noch viel mehr können wir Ihnen jetzt bieten.Fragen Sie nach unserem Upgradeangebot!MEYTON Elektronik GmbH | Spenger Str. 38 | Melle | Tel.: +49 (0) 52 26 / 98 24-0 | info@meyton.de