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HEFT 02 MÄRZ 2011 I BERUFSWAHLMAGAZIN I SCHÜLERINNEN UND SCHÜLER

Kaya yanar:


Es macht

spass, stärKEn

wachsEn

zu sEhEn!“

Kim Gloss:

Schwerpunkt:

Grüne Berufe

„Ich arbeite hart an meinen Stärken!“

Der grüne Wissens-Check:

Nimm teil und gewinne!

SCHÜLER

BErufswahlmagazin

Ein sErvicE-magazin dEr


2

SPECIAL

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Der grüne Wissens-Check

Hast du das Zeug für einen grünen Beruf?

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Berufen auskennst – im grünen Wissens-Check auf

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Einsendeschluss ist am 26.03.2011!

und so geht’s:

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Wissens-Check. Beantworte alle acht Fragen und

setze aus den Buchstaben vor jeder richtigen

Antwort das Lösungswort zusammen.

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redaktion planet-beruf.de

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Bw Bildung und wissen

verlag und software gmbh

postfach 82 01 50

90252 nürnberg

Einsende-

schluss:

26.03.2011

Zu welchem Baum

gehören diese Zapfen?

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Gewinnen

Haben Milchtechnologen

und -technologinnen mit

Kühen auf der Weide zu tun?

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* Die persönlichen Daten der Teilnehmer/innen

werden nicht gespeichert und ausschließlich im

Rahmen der Aktion „Grüner Wissens-Check“

verwendet. Die Gewinner werden schriftlich

benachrichtigt. Eine Barauszahlung ist nicht möglich.

Mitarbeiter/innen der Bundesagentur für Arbeit,

des Verlags Bildung und Wissen in Nürnberg sowie

deren Angehörige dürfen an dem Gewinnspiel nicht

teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.


Das Freiwillige Ökologische Jahr

gibt Gelegenheit, in den grünen

Bereich hineinzuschnuppern.

impressum

herausgeber

Bundesagentur für Arbeit, Nürnberg

herausgeberbeirat

Dr. Margareta Brauer-Schröder, Christoph Dickeler,

Dr. Barbara Dorn, Heidi Geserich, Rudi Groh, Gisela

Grüneisen, Ulrich Gschwender, Ulrike Hertz, Niels

Kaempfer, Werner Klaus, Sybille Kubitzki, Hans

Ulrich Nordhaus, Bastienne Raacke, Dieter Romann,

Alexandra Wierer

redaktion/verlag

Redaktion planet-beruf.de

BW Bildung und Wissen Verlag und Software GmbH

Postfach 82 01 50

90252 Nürnberg

Tel.: 0911/9676-310

Fax: 0911/9676-701

Mail: redaktion@planet-beruf.de

grafische gestaltung

LATERNA Design GmbH & Co. KG

DSDS-Kandidatin Kim Gloss

verrät, wie man andere von

sich überzeugt.

Milch, Fleisch und Gemüse

umweltschonend produzieren –

das geht auf einem Biohof.

Comedian Kaya Yanar erzählt

von seinem Einsatz für Umwelt-

und Tierschutz.

Grüne Berufe bieten

vielseitige Aufgaben

an verschiedenen

Arbeitsorten.

fotos

Thilo Jaeckel (S. 2 oben, S. 4 oben, S. 5 unten, S. 6); Annette

Kradisch (S. 7 unten); Landratsamt Mittelsachsen (S. 7 oben

links, S. 10); Michael Latz (S. 20 unten); LUFA Nord-West,

Oldenburg (S. 17 oben und unten rechts); Ben Bernschneider /

Mokoh Music (S. 3 oben links, S. 12-13); Molkerei Ammerland,

Dringenburg (S. 17 unten links); Rupert Oberhäuser (S. 7 oben

rechts); Heinrich Pick (S. 16 oben); privat (S. 3 Mitte links, S. 8

links, S. 14 oben, S. 15, S. 20 oben); Kathrin Schmekel (S. 3

zweites Bild von unten, S. 5 Mitte); Lorenz Tiedemann (S. 16

unten rechts); Kaya Yanar (Titelbild, S. 18 unten, S. 19 oben

rechts und links); Kaya Yanar/Andreas Mann (S. 3 unten, S. 18

oben, S. 19 unten, S. 22); BW Bildung und Wissen Verlag und

Archiv der Bundesagentur für Arbeit

redaktionsschluss

Januar 2011

druck

Willmy PrintMedia GmbH, Nürnberg

gesamtauflage

808.000

TopsTory

InhALt

Kaya yanar: „Es ist wichtig, ein ziel vor augen zu haben!“

Der Comedian setzt sich für Tiere und Umwelt ein.

orIENTIErEN

unterwegs in wald und flur

Maximilian hat ein Praktikum als Forstwirt absolviert.

ENTsCHEIDEN

grüne Berufe im Überblick

Erfahre, was sich hinter grünen Berufen verbirgt.

„grüne Berufe sind eine herausforderung“

Welche Stärken grüne Berufe erfordern, verraten die Ausbildungsberater Andrea Sillke und

Uwe Roßberg.

„ich produziere getreide, milch und fleisch“

Josef lernt Landwirt in einem landwirtschaftlichen Betrieb mit Ackerbau und Rinderzucht.

schwein gehabt

Tamara wird Tierwirtin der Fachrichtung Schweinehaltung.

vom zarten pflänzchen zum gemüse

Steffen zieht als Gärtner der Fachrichtung Gemüsebau Salate, Kräuter & Co. heran.

natürlich milch!

Als angehender Milchtechnologe lernt Simon, was man aus Kuhmilch herstellen kann.

LosLEGEN

als landwirtin die natur erhalten

Sonja arbeitet auf einem Biohof im Einklang mit der Natur.

ausbildung und weiter!

Nach seiner Ausbildung zum Landwirt absolviert Daniel bereits die zweite Weiterbildung.

ÜBErBrÜCKEN

fÖJ als grundstein für den wunschberuf

Ines hat im Freiwilligen Ökologischen Jahr ihren Berufswunsch entdeckt.

sTars

Kim gloss: mit persönlichkeit und stärken überzeugen

Die DSDS-Teilnehmerin hat Persönlichkeit und weiß, wie man andere von sich überzeugt.

DEINE ECKE

fragen, tipps und infos zu Berufswahl & co.

Schüler/innen schreiben an planet-beruf.de, was sie interessiert und welche Fragen sie zur

Berufswahl haben.

spECIaL

der grüne wissens-check

Beantworte die Fragen zu grünen Berufen und gewinne tolle Preise.

ruhestifter im schulbus

Christopher ist Gewinner der planet-beruf.de-Aktion „Dein Einsatz zählt“.

FUN & LIFEsTyLE

fun & action

Hier gibt’s jede Menge Ratespaß und die In & Out-Liste von planet-beruf.de.

Jetzt wird’s spruchreif

Coole E-Cards für dich und deine Freunde

copyright 2011 für alle Beiträge

planet-beruf.de

Mein Start in die Ausbildung

Berufswahlmagazin

Nachdruck nur mit vorheriger Zustimmung

des Verlags und nur mit Quellenangabe

sowie Einsendung eines Belegexemplars

gestattet. Mit Namen

gekennzeichnete Artikel geben nicht

unbedingt die Meinung der Redaktion

und des Herausgebers wieder.

Einzelexemplare sind bei den Berufs-

Informations-Zentren (BiZen) der

Agenturen für Arbeit erhältlich.

issn 1867-0946

Im Juni 2010 wurde

planet-beruf.de die Comenius-

EduMedia-Medaille 2010 verliehen.

Im Oktober 2010 erhielt

planet-beruf.de das Erasmus

EuroMedia Seal of Approval 2010.

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4

EntSChEIDEn

Grüne Berufe im Überblick

Es gibt viele grüne

Berufe. In allen hast du

in irgendeiner Weise mit

Umwelt, Natur und

Landwirtschaft zu tun.

In der Übersicht lernst

du sie näher kennen. Du

erfährst, wie sie heißen

und worum sie sich

drehen.

Berufe mit Tieren

Pferde versorgen – das ist Aufgabe von

Pferdewirten und Pferdewirtinnen der

Fachrichtung Pferdehaltung und Service.

Berufsbezeichnung Das tust du im Beruf

Tierwirt/in in den Fachrichtungen:

Ä Geflügelhaltung

Ä Imkerei

Ä Rinderhaltung

Ä Schäferei

Ä Schweinehaltung

Pferdewirt/in in den Fachrichtungen:

Ä Klassische Reitausbildung

Ä Pferdehaltung und Service

Ä Pferderennen

Ä Pferdezucht

Ä Spezialreitweisen

Fischwirt/in mit den Schwerpunkten:

Ä Fischhaltung und Fischzucht

Ä Kleine Hochsee- und Küstenfischerei

Ä Seen- und Flussfischerei

Du züchtest und versorgst Tiere. Je nach

Fachrichtung sind das z.B. Geflügel,

Bienen oder Schweine. Die Tiere oder

ihre Erzeugnisse verkaufst du später.

Mehr dazu auf Seite 11.

Du hältst, züchtest und versorgst Pferde.

Sie und ihre Reiter/innen bildest du

in bestimmten Reittechniken aus.

Du bereitest sie z.B. auf Turniere vor

oder unterweist Kunden im Umgang mit

Pferden. Die Aufgaben sind je nach Fachrichtung

verschieden.

Du züchtest Fische und pflegst ihren

Lebensraum. Je nach Fachrichtung

fischst du in Gewässern und verarbeitest

deinen Fang weiter.

Revierjäger/in Du sorgst dafür, dass die verschiedenen

Waldtiere, z.B. Hasen, Rehe oder Füchse,

gesund bleiben. Damit sie Futter finden,

pflegst und erhältst du den Wald. Du jagst

z.B. Tiere, die sich zu stark vermehren

und dadurch zu Schädlingen werden.

Tiermedizinische/r Fachangestellte/r Du unterstützt Tierärzte und Tierärztinnen

bei ihrer Arbeit: Du assistierst

z.B. bei Behandlungen und chirurgischen

Eingriffen. Du fertigst Röntgenaufnahmen

an. Auch führst du z.B. Laborarbeiten

durch und organisierst den Praxisablauf.

Weitere Infos

Mehr über die vorgestellten Berufe

findest du in den BERUFENET-Steckbriefen

auf www.planet-beruf.de »

EntschEidEn » Berufe von a bis z.

Klicke dort auf den Beruf, über den du

mehr erfahren willst. In der Übersicht

erscheint dann der Steckbrief.

Grüne Berufe wie landwirtschaftlichtechnische/r

Laborant/in oder

veterinärmedizinisch-technische/r

Assistent/in werden im Labor

ausgeübt.


Berufsbezeichnung Aufgaben & Tätigkeiten

Gärtner/in in den Fachrichtungen:

Ä Baumschule

Ä Friedhofsgärtnerei

Ä Garten- und Landschafts-

bau

Berufe mit Pflanzen

Ä Gemüsebau

Ä Obstbau

Ä Staudengärtnerei

Ä Zierpflanzenbau

Du hegst und pflegst verschiedene

Pflanzen. Du züchtest sie, erntest ihre

Früchte und verarbeitest sie. Oder du

gestaltest Grünanlagen. Die Aufgaben

sind je nach Fachrichtung verschieden.

Mehr dazu auf Seite 16.

Landwirt/in Als Landwirt/in hältst du Tiere.

Du baust auf dem Feld mithilfe von

Maschinen Pflanzen an. Zudem

wickelst du Geschäftsvorgänge in

landwirtschaftlichen Betrieben ab.

Mehr dazu auf den Seiten 9 und 10.

Winzer/in Du pflanzt und pflegst Weinstöcke.

Du erntest deren Trauben und machst

daraus z.B. Wein oder Traubensaft.

Fachkraft - Agrarservice Du bearbeitest für Kunden z.B. Böden

mit landwirtschaftlichen Maschinen.

Mit einem Pflug lockerst du z.B. den

Ackerboden auf. Mit Sämaschinen

bringst du Saatgut aus.

Forstwirt/in Als Forstwirt/in schützt und pflegst

du bestehende Waldstücke oder legst

neue an. Du erntest Holz, indem du

Bäume fällst und sie zerlegst.

Die Pflege des

Tierbestandes im

Wald übernehmen

Berufstätige im

grünen Beruf

Revierjäger/in.

EntSChEIDEn

Im grünen Beruf Winzer/in werden

Weinreben gepflanzt und im Herbst

die Trauben geerntet.

Berufsbezeichnung Aufgaben & Tätigkeiten

Milchwirtschaftliche/r

Laborant/in

Milchtechnologe/

-technologin

Landwirtschaftlichtechnische/r

Assistent/in

Landwirtschaftlichtechnische/r

Laborant/in

Veterinärmedizinischtechnische/r

Assistent/in

Grüne Berufe mit Technik

Du stellst sicher, dass Milch und Milch-

produkte einwandfrei für den Menschen

genießbar sind. Du führst dazu während der

Herstellung z.B. chemische, physikalische und

mikrobiologische Untersuchungen durch.

Als Milchtechnologe/-technologin verarbeitest

du Rohmilch zu Milchprodukten wie

Käse oder Joghurt. Du führst Qualitätskontrollen

durch. Zudem verpackst du Milch und Milcherzeugnisse

und lagerst sie.

Mehr dazu auf Seite 17.

Du bist beteiligt an Versuchen mit Pflanzen oder

Tieren. Du führst die Versuche mit durch, wertest

sie aus und dokumentierst die Ergebnisse.

Im Labor analysierst du z.B. Saatgut, Dünge-

oder Futtermittel. Du wertest Bodenproben aus.

Du untersuchst im Labor tierische Proben. Auch

Lebensmittel tierischer Herkunft wie Eier und

Milch überprüfst du auf Keime.

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EntSChEIDEn

„Grüne Berufe

sind eine

Herausforderung“

In grünen Berufen dreht sich alles um

Pflanzen, Tiere und Technik. Andrea Sillke

und Uwe Roßberg, Ausbildungsberater

im Landratsamt Mittelsachsen, erklären,

welche Interessen und Stärken dafür

notwendig sind.

Die grünen Berufe stehen im Zeichen der Natur. Auszubildende

und Berufstätige in diesen Berufen produzieren und vermarkten

Nahrungsmittel wie Milch, Fleisch und Eier. Auch Kartoffeln,

Gemüse, Blumen, Gehölze und Sträucher pflanzen und verkaufen

sie. Sie schützen und pflegen die Umwelt und die Natur. Sie

säen, pflanzen und ernten oder sie züchten in ihren Ställen,

was später als Nahrungsmittel auf unseren Tisch kommt.

Tiere müssen rund um

die Uhr betreut werden.

Tierliebe, Technikbegeisterung und Interesse

für Betriebswirtschaft

„Um in diesen Berufen bestehen zu können, ist Interesse für

die unterschiedlichen Tierarten, für die Palette der Pflanzenproduktion,

der Landschaftspflege und des Naturschutzes

unbedingt notwendig“, sagt Uwe Roßberg. „Auch betriebswirtschaftliches

Interesse ist gefragt“, ergänzt er. „Denn die

gewonnenen Produkte müssen vermarktet

werden. Zum Beispiel gewinnen die Tierwirte

der Fachrichtung Rinderhaltung die Milch und

das Fleisch, die Tierwirte der Fachrichtung

Imkerei den Honig. Der Kunde möchte

qualitativ hochwertige und frische Produkte

kaufen. Darauf muss bei Produktion und

Vermarktung geachtet werden.“

„Auch Technikbegeisterung spielt eine

Rolle“, sagt seine Kollegin Andrea Sillke. „In

den grünen Berufen läuft vieles über com-

putergestützte Technik. Moderne Technik

bestimmt heute die Arbeit auf den Feldern

und in den Weinbergen, in den Ställen,

im Labor, in den Wäldern und Gewächshäusern

sowie auf den unterschiedlichen

Gewässern. Die Arbeit in landwirtschaftlichen

und gärtnerischen Berufen erfordert

technisches Fingerspitzengefühl. Zudem

ist schnelles Reaktionsvermögen ge-

fragt. Denn man muss die täglich neuen

Aufgaben und Probleme möglichst schnell

lösen können.“

Technikbegeisterung ist gefragt, weil

in grünen Berufen viel mit technischen

Hilfsmitteln gearbeitet wird.


Uwe Roßberg ist Ausbildungsberater

für grüne Berufe am Landratsamt

Mittelsachsen.

Verantwortungsbewusstsein,

Fitness und Lernbereitschaft

Bei den Stärken, die in grünen Berufen zählen, sind sich die

beiden Ausbildungsexperten vom Landratsamt Mittelsachsen

einig:

„verantwortungsbewusstsein ist sehr wichtig. Denn Tiere

müssen z.B. pünktlich versorgt und ordnungsgemäß gehalten

werden. Auch die teure und moderne Technik muss so behandelt

werden, dass sie lange hält“, sagt Uwe Roßberg.

„Ebenso sollte körperliche fitness vorhanden sein“, ergänzt

Andrea Sillke. „Denn man braucht Kraft und muss belastbar

sein, weil es unterschiedliche Arbeitsspitzen im Jahr gibt.

Zudem muss man die Tiere rund um die Uhr betreuen. Auch in

den Gärtnereien, Winzereien und in der Fischwirtschaft kann

ein Arbeitstag mal länger dauern“, fügt sie an.

In grünen Berufen arbeitest

du auch mit den Händen.

„lernbereitschaft spielt ebenfalls eine Rolle“, meint Uwe

Roßberg. „Denn man muss ständig auf dem neuesten Stand

bleiben, was u.a. Saatgut, Düngemittel, Pflanzenschutzmittel

oder Zuchtfortschritt angeht. Nur so kann man seine Produkte

in der gewünschten Form auf den Markt bringen.“

„Aber in allen grünen Berufen wird auch noch Verschiedenes

von Hand bearbeitet. Es werden z.B. Stecklinge, also Sprossteile,

mit denen Pflanzen vermehrt werden, in die Erde

gedrückt. Zudem wird Technik gewartet und gepflegt“, sagen

Uwe Roßberg und Andrea Sillke. „Es ist deshalb von Vorteil,

über handwerkliches geschick zu verfügen.“

Der Umgang mit Tieren erfordert

Verantwortungsbewusstsein.

EntSChEIDEn

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8

ORIEntIEREn

Unterwegs in Wald

und Flur

Maximilian hat ein einwöchiges Praktikum als Forstwirt bei

den Bayerischen Staatsforsten absolviert. Die Aufgaben und

Tätigkeiten haben ihn überzeugt. Nach seinem mittleren

Bildungsabschluss fängt er im Sommer eine Ausbildung in dem

Beruf an.

Im Praktikum hat

Maximilian seinen

Berufswunsch

abgesichert. Er wird

jetzt Forstwirt.

planet-beruf.de:

Warum hast du dich

für ein Praktikum als

Forstwirt entschieden?

Maximilian:

Mein Nachbar hat eine

Landwirtschaft, zu

der auch Waldflächen

gehören. Im Winter

habe ich ihm schon

öfter bei der Waldarbeit

geholfen. Daher

kannte ich den Beruf

Forstwirt und wollte

ihn im Praktikum näher

kennenlernen.

planet-beruf.de:

Wie hast du deine Praktikumsstelle

gefunden?

Maximilian:

Ich hab mich beim Forstamt meiner

Heimatstadt erkundigt, welche Ausbildungs-

und Praktikumsbetriebe es in

meiner Nähe gibt. Dann habe ich mich

bei dem nächstgelegenen beworben

und wurde genommen.

planet-beruf.de:

Was hast du in den fünf Tagen deines

Praktikums gemacht?

Maximilian:

Ich habe je die Hälfte der Zeit in

Werkstatt und Wald gearbeitet. In

der Werkstatt habe ich z.B. geholfen,

einen Tisch und eine Bank für den

Agrarjobbörse

Freie Praktikumsstellen für grüne Berufe findest du

zum Beispiel auf www.agrarjobboerse.de. Das

Portal enthält nicht nur Angebote in Deutschland,

sondern auch im Ausland.

Ausbildungsstützpunkt zu bauen.

Draußen im Wald habe ich zugesehen,

wie Bäume umgeschnitten werden, und

Stauden aus einem Sumpf entfernt.

Außerdem habe ich gelernt, dass

man als Forstwirt z.B. auch neue

Bäume pflanzt, Forstwege herrichtet,

Jägerstände baut und Futterkrippen

für Tiere aufstellt.

planet-beruf.de:

Hat das Praktikum deine Vorstellung

vom Beruf bestätigt?

Maximilian:

Ich habe einiges erfahren, das ich noch

nicht wusste, obwohl ich mich schon

eingehend über den Beruf informiert

hatte – im Internet und bei meinem

Nachbarn. Es ist etwas ganz anderes,

die Aufgaben live zu erleben.

Praktikum

Der Umgang mit der Motorsäge

gehört im Beruf Forstwirt/in dazu.

planet-beruf.de:

Du wirst den Beruf jetzt auch erlernen.

Was hat dich überzeugt?

Maximilian:

Ich arbeite mit Holz und bin draußen

in der Natur. Und ich darf als Forstwirt

Maschinen bedienen, z.B. Motorsäge,

Freischneider, ein Gerät zum Schneiden

von dünnem Gehölz, Rückewagen, eine

Maschine, mit der das Holz aus dem

Wald auf den Forstweg gebracht wird,

oder Holzvollernter, eine Holzernte-

Maschine. Das gefällt mir.

Zuvor habe ich Praktika als Zimmermann

und als Landwirt absolviert. Aber

ich hatte bei keinem so viel Spaß wie

im Praktikum als Forstwirt. �

Mehr Infos zum Praktikum erhältst du auf www.planet-beruf.de

» OriEntiErEn » schule & praktikum.

Forstwirte und

Forstwirtinnen

halten ihre Geräte

für die Waldarbeit

selbst einsatzbereit.


Als Landwirtin die Natur

erhalten

Sonja ist 21 Jahre alt und lernt im dritten Ausbildungsjahr

Landwirtin auf dem Biohof Oberschwaben GbR in

Biberach-Mettenberg. Dort werden Tiere wie in der Natur

gehalten und Feldfrüchte biologisch angepflanzt.

Sonjas Tag beginnt morgens um 6 Uhr. Um diese Zeit macht

sie sich fertig für den Stall. Dort füttert sie Schweine und

Kühe oder hilft beim Melken. „Die Tiere bekommen nur Futter

aus eigenem Anbau sowie ein gentechnikfreies Mineralfutter“,

erklärt Sonja. „In der herkömmlichen Landwirtschaft wird

häufig die Leistung der Tiere durch Futter erhöht“, sagt die

21-Jährige. „Auf dem Biohof tun wir das nicht. Hier leben die

Tiere noch wie in der Natur.“

Biologischer Feldbau

Genauso natürlich wie im Stall geht es auch bei der Feldarbeit

zu. „Wir verwenden keine künstlich hergestellten Dünger und

Pflanzenschutzmittel“, erklärt Sonja. Unkraut jätet sie stattdessen

von Hand oder auch mit Hackgeräten, die sie an den

Schlepper hängt. „Außerdem pflanzen wir Zwischenfrüchte.

Diese säen wir nach der Ernte und bis zur Ansaat im neuen

Jahr aus. Sie bedecken im Winter den Boden, sodass das

Unkraut keine Chance hat, zu wachsen“, sagt Sonja.

Zudem wird bei der Feldarbeit öfter auf Maschinen verzichtet.

Gemüse zum Beispiel wird auf Sonjas Lehrhof von Hand

angepflanzt. „So zu arbeiten, schont den Acker“, sagt Sonja.

Schwere Maschinen und der ständige leistungsorientierte

Anbau des Ackers verdichten den Boden. Das führt dazu, dass

Luft und Wasser schlechter hindurchgeleitet werden können.

Bio für den Hofladen und die Natur

Alle Produkte, die Sonja auf dem Hof biologisch gewinnt,

werden im Hofladen verkauft. Kunden können dort fast

ihren gesamten Bedarf an Nahrungsmitteln decken. Es gibt

Schweine- und Rindfleisch, Gemüse, Salat und Kartoffeln,

selbstgebackenes Brot aus eigenem Getreide, Mehl und

Molkereiprodukte.

Der Naturschutz in der biologischen Landwirtschaft ist Sonja

ans Herz gewachsen. „Zunächst hatte ich nur Spaß am

Umgang mit den Tieren und an der Arbeit in der Natur im

Einklang mit den Jahreszeiten“, sagt sie. „Aber ich habe in

der Ausbildung schnell Respekt für die Natur entwickelt. Ich

finde es schön, dass ich sie in meinem Beruf schützen kann.“

In der Biolandwirtschaft wird häufig

noch von Hand angepflanzt, so auch

in Sonjas Lehrbetrieb.

LOSLEGEn

Als Landwirt/in muss man

früh aufstehen. Denn die

Tiere wollen gefüttert und

gemolken werden.

In einem Hofladen werden die

Erzeugnisse vom Hof verkauft,

z.B. selbst gemachter Käse.

9


10

EntSChEIDEn

„Ich produziere Getreide,

Milch und Fleisch“

1.458 Hektar Betriebsfläche, 2.000 Rinder, dazu noch 1.400 Schweine

und 130 Mutterschafe mit Nachzucht sowie 96 Mitarbeiter/innen –

so sieht Josefs Arbeitsplatz aus. Der 19-Jährige lernt im dritten

Ausbildungsjahr Landwirt in der Agrargenossenschaft Memmendorf eG.

planet-beruf.de:

Wie hast du zu deinem Berufswunsch

gefunden?

Josef:

Ich bin auf dem landwirtschaftlichen

Betrieb meines Großvaters aufgewachsen.

Dort habe ich mein Interesse

für die landwirtschaftliche Technik

und vor allem für die Arbeit mit Tieren

entdeckt. Es hat mich begeistert, wie

man z.B. die Qualität der Milch durch

das Futtermittel beeinflussen kann.

planet-beruf.de:

Wie bist du auf deinen Ausbildungsbetrieb

gekommen?

Josef:

Er liegt bei mir in der Nähe und interessierte

mich von Kindheit an. Ich habe

deshalb mein Schülerpraktikum dort

absolviert und dabei erfahren, dass

der Betrieb die Ausbildung in Landwirtschaft

und Tierproduktion anbietet.

Daher habe ich mich beworben und

wurde genommen.

Die 1.458 Hektar Betriebsfläche seines Lehr-

betriebes bearbeitet Josef mit großen Maschinen.

planet-beruf.de:

Was lernst du in der Ausbildung im

Betrieb?

Josef:

Ich lerne die landwirtschaftlichen Aufgaben

im Stall und auf dem Feld:

Im Stall sind das z.B. melken,

Fütterungsanlagen bedienen, kranke

Tiere versorgen und der hygienische

Umgang mit tierischen Produkten.

Auf dem Feld wird mir beigebracht,

wann welche Frucht gesät wird, wie

der Acker richtig dafür vorbereitet

wird und wie ich Dünger und Pflanzenschutzmittel

einsetze. Zudem lerne ich,

wie ich Maschinen schonend bediene

und sie instand halte.

planet-beruf.de:

Welche Stärken brauchst du als

Landwirt unbedingt?

Josef:

Auf dem Feld und im Stall sind

Engagement und Sorgfalt gefragt.

Denn nur mit diesen Fähigkeiten

bleiben Tiere und Boden langfristig

gesund und leistungsfähig. Belast-

barkeit ist wichtig, da bei der Ernte

oder wenn Tiere krank sind auch

mal nachts gearbeitet wird.

Am wichtigsten ist es aber, gewissenhaft

und verantwortungsbewusst zu

arbeiten. Denn die Nahrungsmittel,

die ich als Landwirt herstelle, müssen

einwandfrei sein. Sonst könnten die

Menschen, die sie verzehren, krank

werden. �

Als Auszubildender

zum Landwirt hilft

Josef dabei, Kälber

zur Welt zu bringen.

Ausbildung und

Hochschulreife

Während der Ausbildung zum/zur

Landwirt/in kannst du in einigen

Bundesländern die Fachhochschul-

reife und in Thüringen sogar die

allgemeine Hochschulreife erwerben.

Voraussetzung ist der mittlere

Bildungsabschluss.

Das Stroh zum Einstreuen fährt Josef

mithilfe von Maschinen in die Stallungen.


Tamaras Ausbildungstag beginnt um 7 Uhr mit der Fütterung

der Tiere. Die geschieht weitgehend automatisch: „Ich stelle

am Computer ein, wie viel Futter die Schweine bekommen

sollen“, sagt sie. „In einem Bottich wird es angerührt und über

Leitungen in jeden Trog gefüllt.“

Die Maschine erleichtert die Arbeit, denn im Ausbildungsbetrieb

gibt es über 30.000 Sauen, Mastschweine, Eber und

Ferkel. Damit es diese so gut wie möglich haben, mistet die

Auszubildende regelmäßig die Ställe aus, verabreicht den

Tieren Vitamine, schleift ihre Zähne ab oder pflegt die Klauen,

also die Zehen der Schweine.

Geburtshilfe inklusive

Jede Woche finden etwa 220 Geburten statt; Abferkelungen

nennt Tamara das in der Fachsprache. „Manche Sauen kriegen

vier, andere 22 Ferkel auf einmal“, erklärt die Auszubildende.

„Wenn eine Sau bei der Geburt längere Zeit kein Ferkel zur

Welt bringt, greife ich mit einem Handschuh hinein, fühle, ob

noch eines in der Gebärmutter liegt, und ziehe es heraus.“

Tamara ist auch dabei, wenn die Tiere besamt, also künstlich

befruchtet werden. Vorher treibt sie die Sauen in einen

Wartestall und von dort in das Deckzentrum, wo die Besamung

stattfindet. Dabei braucht die Auszubildende Geduld und

Kraft, denn die etwa 200 Kilogramm schweren Tiere haben

oft ihren eigenen Kopf.

An großen Fütterungsanlagen

lässt sich einstellen, welches

Futter die Schweine erhalten.

Schwein gehabt

Ob Duroc, Leicoma oder Piétrain – mit

Schweinerassen kennt sich Tamara aus.

Denn die 20-Jährige wird Tierwirtin der

Fachrichtung Schweinehaltung und lernt, wie

man die Tiere hält, versorgt und vermarktet.

Betriebswirtschaft gehört dazu

Einmal pro Woche erfährt Tamara an der Berufsschule mehr über

Tierproduktion: vom Körperbau und Verhalten der Schweine

bis hin zu den Bestimmungen des Tierschutzgesetzes. Im

Unterricht lernt sie auch, wie man die Tiere vermarktet und

verkauft oder wie man Zuchtergebnisse dokumentiert.

Mit den Tieren umzugehen, gefällt Tamara aber am besten.

„Von klein auf habe ich mich für sie interessiert“, erzählt die

20-Jährige. „Darum habe ich mich für den Beruf entschieden.“

Nach dem mittleren Bildungsabschluss bewarb sie sich

bei Schweinezuchtbetrieben in ihrer Region um einen Aus-

bildungsplatz – und hatte bald Erfolg. An den Geruch im

Stall musste sie sich zwar gewöhnen, aber jetzt, im zweiten

Ausbildungsjahr, fühlt sich Tamara im Betrieb wohl.

Ein Beruf, fünf Fachrichtungen

Den Beruf Tierwirt/in kannst du in fünf verschiedenen

Fachrichtungen lernen: Geflügelhaltung, Imkerei,

Rinderhaltung, Schäferei oder Schweinehaltung. Mehr

über die Ausbildung erfährst du auf www.planet-beruf.de »

EntschEidEn » Berufe von a bis z » tierwirt/in.

Tierwirte und Tierwirtinnen der

Fachrichtung Schweinehaltung

säubern auch Fell und Klauen

der Schweine.

EntSChEIDEn

11


12

StARS

Mit Persönlichkeit

und Stärken

überzeugen

Mit ihrem selbstbewussten

Auftreten hat Kim Gloss die

Jury von DSDS überzeugt.

Sie hat mit ihrer Persönlichkeit bei der

6. Staffel der Casting-Show „Deutschland

sucht den Superstar“ (DSDS) überzeugt.

Im Interview gibt Kim Gloss Tipps, wie man

andere für sich gewinnen kann.

planet-beruf.de:

Kim, was zeichnet dich besonders aus? Was sind deine

Stärken?

Kim Gloss:

Ich spreche Deutsch, Englisch und Polnisch. Aber meine

größte Stärke ist meine Stimme, daher konzentriere ich

mich jetzt vorerst voll auf meine Gesangskarriere. Neben

DSDS habe ich den Hauptschulabschluss erworben.

Ich plane, irgendwann auch meinen mittleren Bildungsabschluss

nachzuholen.

planet-beruf.de:

Stärken muss man auch „an den Mann bringen“.

Wie kann man andere von sich überzeugen?

Kim Gloss:

Mit Natürlichkeit und Ehrlichkeit! Man sollte hart

arbeiten und darf – gerade in der Musikbranche

– die Bodenhaftung nicht verlieren. Ich habe bei

DSDS immer versucht, meine Stärken zu nutzen.

Ich bin selbstbewusst, kann offen mit Kritik

umgehen und setze diese auch um.

planet-beruf.de:

Nach DSDS hast du jetzt das Album

„Rockstar“ aufgenommen. Was hattest

du rund um die Produktion zu tun?

Kim Gloss:

Ich habe viel Zeit im Studio verbracht, wo ich

die Songs aufgenommen habe. Außerdem hatte ich

Fotoshootings, Tanztraining und war mit meinem

Produzententeam unterwegs, um mein Album zu promoten.

planet-beruf.de:

Hattest du schon mal ein Bewerbungsgespräch?

Kim Gloss:

Ich hatte mehrere Bewerbungsgespräche für Praktika. Bei den ersten

Gesprächen war ich aufgeregt und unsicher. Aber je öfter ich zu

einem Vorstellungsgespräch gegangen bin, desto sicherer bin ich

geworden.


planet-beruf.de:

Inwiefern sind Casting und Vorstellungsgespräch vergleichbar?

Kim Gloss:

Man hat bei beiden nur eine Chance und muss von Anfang an

überzeugen können. Man sollte selbstbewusst sein, aber nicht

arrogant rüberkommen, sich über den Betrieb informieren und

auf das Gespräch gut vorbereitet sein.

planet-beruf.de:

Wie sollte man sich im Bewerbungsgespräch stylen?

Kim Gloss:

Es hängt davon ab, wofür man sich bewirbt. Ich würde mich

nicht zu auffällig stylen, sondern eine gesunde Mischung

zwischen Natürlichkeit und Schick wählen.

planet-beruf.de:

In diesem Berufswahlmagazin geht es um grüne Berufe.

Interessierst du dich für Naturschutz?

Kim Gloss:

Klar. Ich achte zum Beispiel auf richtige Mülltrennung und

bemühe mich auch sonst, die Umwelt zu schützen.

planet-beruf.de:

Könntest du dir vorstellen, in einem grünen Beruf zu arbeiten?

Kim Gloss:

Ich finde es gut, dass sich Jugendliche für einen grünen Beruf

entscheiden, wenn sie sich dafür interessieren. Zu meinen

Interessen und Stärken passt aber ein grüner Beruf nicht. �

Ob Fotoshooting, Tanztraining

oder Studioaufnahmen – für ihren

Erfolg arbeitet Kim Gloss hart.

Gewinnspiel

Beantworte die folgende Frage richtig und gewinne

eine von 5 CDs „Rockstar“ von Kim Gloss!

welche drei sprachen beherrscht

sängerin Kim gloss?

Maile die Antwort mit deinem Vor- und Nachnamen

und deiner Postanschrift an:

redaktion@planet-beruf.de

Stichwort „Kim gloss“

oder schicke eine Postkarte an:

redaktion planet-beruf.de

Stichwort „Kim gloss“

Bw Bildung und wissen

verlag und software gmbh

postfach 82 01 50

90252 nürnberg

StARS

Auf der Bühne und im Vorstellungsgespräch

hat man nur eine Chance

– und die sollte man nutzen, findet

die Sängerin.

Einsende-

schluss:

26.03.2011

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Eine Barauszahlung ist nicht möglich. Mitarbeiter/innen

der Bundesagentur für Arbeit, des Verlags Bildung und Wissen in Nürnberg

sowie deren Angehörige dürfen an dem Gewinnspiel nicht teilnehmen. Der Rechtsweg

ist ausgeschlossen.

13


14

LOSLEGEn

Ausbildung und weiter!

Daniel ist 20 Jahre alt und hat beruflich

schon viel erreicht: Nach der Ausbildung zum

Landwirt absolvierte er eine Weiterbildung

zum Fachagrarwirt Erneuerbare Energien –

Biomasse. Jetzt ist er bereits auf dem Weg

zum nächsten Abschluss.

Daniel war 18 Jahre alt, als er seine Ausbildung zum Landwirt

abschloss. Danach begann er im familieneigenen Landwirtschaftsbetrieb

mitzuarbeiten. Dort wurde sein Interesse für

erneuerbare Energien geweckt.

Lernen, wie aus Biomasse Strom entsteht

Daniels Eltern gewinnen auf ihrem Hof mit Solarzellen Strom

aus Sonnenlicht. Außerdem betreiben sie eine Biogasanlage.

Mit ihr können sie Biomasse – z.B. Pflanzen, Gülle und Mist

– in Biogas umwandeln. Aus diesem wird dann Strom und

Wärme erzeugt. Dass auf diese Weise Energie entstehen kann,

faszinierte Daniel: „Ich wollte erfahren, wie man die Biogas-

anlage auf unserem Hof verbessern kann, um so viel Energie

wie möglich zu gewinnen.“ Aus diesem Grund begann der junge

Landwirt eine Weiterbildung zum Fachagrarwirt Erneuerbare

Energien – Biomasse.

In 13 Wochen lernte Daniel an der Landmaschinenschule Triesdorf

in Bayern, wie man aus Biomasse Wärme, Strom und Treibstoff

erzeugt. Er erfuhr viel über Sonnen- und Windenergie,

Wasserkraft und Erdwärme. Zusätzlich erweiterte er sein

Wissen über gesetzliche Rahmenbedingungen und betriebswirtschaftliche

Grundlagen beim Betrieb von erneuerbaren

Energieanlagen.

Hier kannst du arbeiten

Nach der abgeschlossenen Weiterbildung

zum/zur Fachagrarwirt/in Erneuerbare

Energien – Biomasse kannst du u.a. eine

eigene Biogasanlage betreiben oder die

Geschäftsführung bzw. die Verwaltung von

größeren Biogasanlagen übernehmen.

Ein Bauernhof mit Solaranlage auf dem Dach – viele

Landwirtinnen und Landwirte gewinnen Strom aus

der Kraft der Sonne.

Daniel hat nicht nur Interesse an der

Feldarbeit. Er hat sich weitergebildet

zum Fachagrarwirt Erneuerbare

Energien – Biomasse.

Vom Fachagrarwirt zum Meister

An seiner Weiterbildung lobt Daniel vor allem den hohen

Praxisanteil: „Häufig hatten wir Experten zu Gast, die uns

genau erklärten, wie zum Beispiel eine Solaranlage funk-

tioniert“, erzählt er. „Außerdem haben wir regelmäßig Betriebe

besichtigt, etwa einen Solarpark, eine Windkraft- oder eine

Biogasanlage.“

Nach der bestandenen Abschlussprüfung bewarb sich Daniel

für die Weiterbildung zum staatlich geprüften Wirtschafter

im Bereich Landwirtschaft. „Das ist die beste Voraussetzung

für die Weiterbildung zum Landwirtschaftsmeister“, sagt er.

Diesen Abschluss will Daniel noch haben, bevor er den

Familienbetrieb übernimmt.

Mehr Infos

Noch mehr Informationen und Beispiele dafür, wie

es nach der Ausbildung weitergehen kann, findest du

auf www.planet-beruf.de » lOslEgEn » aufstieg

& weiterbildung.


FÖJ als Grundstein

für den Wunschberuf

Ines hat ihren Wunschberuf gefunden: Sie

macht eine Ausbildung zur Gärtnerin der

Fachrichtung Staudengärtnerei. Angefangen

hat alles mit dem Freiwilligen Ökologischen

Jahr (FÖJ) ihres Bruders, der ihr vom

Naturschutzzentrum Bruchhausen in Erkrath

vorgeschwärmt hat.

„Du musst dort unbedingt dein Schülerpraktikum machen“,

erinnert sich Ines an die Worte ihres Bruders. Gesagt, getan.

„Das hat mir so gut gefallen, dass ich, wie mein Bruder, auch

ein FÖJ dort absolvieren wollte“, erzählt die 19-Jährige, die das

FÖJ zu ihrer beruflichen Orientierung genutzt hat.

Ines’ Aufgaben im Naturschutzzentrum

Für Ines war ihre Tätigkeit im Naturschutzzentrum sehr

abwechslungsreich: „Ich habe mitgeholfen, Tiere zu pflegen und

zu füttern oder Teiche anzulegen. Ich habe Unkraut gejätet und

war dabei, wenn Bäume gefällt wurden, um neuen Lebensraum

für Eidechsen zu schaffen“, sagt die ehemalige Realschülerin.

Pädagogisches Arbeiten gehörte ebenfalls zu ihren Aufgabengebieten.

So zeigte sie beispielsweise Grundschulklassen, wie

im Naturschutzzentrum gearbeitet wird. „Manche Kinder dachten

tatsächlich, die Milch käme aus dem Getränkekarton! Sie

bekamen große Augen, als ich ihnen erzählt habe, woher sie

wirklich kommt“, schmunzelt Ines.

Beim FÖJ den Wunschberuf gefunden:

Ines lernt jetzt Gärtnerin der Fachrichtung

Staudengärtnerei.

Im FÖJ im Naturschutzzentrum

hat Ines z.B. geholfen, Teiche

anzulegen.

Mehr Infos

Mit FÖJ und Praktika zum

Berufswunsch

Vom FÖJ war Ines in zweierlei Hinsicht

begeistert: „Das Arbeitsklima war

familiär und alle haben sich geduzt“,

sagt sie. Außerdem fand sie durch

das FÖJ zu ihrem Wunschberuf:

„Tierpflegerin fand ich cool, aber

Gärtnerin hat mich mehr interessiert.“

Deshalb absolvierte sie

zusätzlich Praktika als Gärtnerin,

u.a. in einer Baumschule.

Dort stellte sie fest, dass ihr

Staudengärtnerei am besten gefällt.

In dieser Fachrichtung zieht

man Stauden, z.B. Farne oder

Sumpfpflanzen, im Gewächshaus

oder im Freiland heran. „Ab da war

mir klar: Ich möchte Gärtnerin in

dieser Fachrichtung werden.“

Jetzt macht sie ihre Ausbildung im

botanischen Garten in Düssel-

dorf. „Das ist genau das, was

ich wollte. Besser konnte es

nicht kommen“, freut sich Ines.

ÜBERBRÜCKEn

Mehr über das FÖJ erfährst du auf www.planet-beruf.de »

ÜBErBrÜcKEn » Einsatz lohnt sich oder auf

www.foej.de.

In ihrem Freiwilligen

Ökologischen Jahr

durfte Ines selbst mit

der Schaufel zu Werke

gehen.

Altersbeschränkung im FÖJ

Für ein FÖJ musst du zwischen 16 und 27 Jahren alt

sein. Außerdem solltest du deine Vollzeitschulpflicht

von neun Schulbesuchsjahren erfüllt haben. Manche

Einrichtungen setzen als Mindestalter 18 Jahre voraus.

Erkundige dich in deiner Wunscheinrichtung danach.

15


Vom zarten

Pflänzchen

zum Gemüse

Seit der Kindheit galt Steffens

Aufmerksamkeit den Pflanzen.

Darum machte der 21-Jährige

sein Interesse zum Beruf. Jetzt

ist er im zweiten Jahr seiner

Ausbildung zum Gärtner der

Fachrichtung Gemüsebau.

planet-beruf.de:

Wie bist du zu deinem Ausbildungsberuf

gekommen?

Steffen:

Meine Eltern haben einen Gartenbaubetrieb.

Von daher kannte ich den

Beruf schon. Ich habe auch ein

Praktikum im IT-Bereich gemacht,

weil mich Computer interessieren.

Aber die Arbeit im Büro war einfach

nichts für mich. Darum habe ich

beschlossen, beruflich in den grünen

Bereich zu gehen.

planet-beruf.de:

Wie hast du deine Ausbildungsstelle

gefunden?

Gärtner/innen der Fachrichtung Gemüsebau

produzieren in ihrem Beruf ganz verschiedene

Gemüsesorten.

16

EntSChEIDEn

Steffen:

Ich habe Initiativbewerbungen an

verschiedene Betriebe geschickt.

Einen Ausbildungsplatz habe ich

dann in einer Gärtnerei bekommen,

die mit Gewächshäusern arbeitet. Im

zweiten Ausbildungsjahr habe ich in

den Freilandbetrieb gewechselt. Ich

wollte unbedingt beide Arbeitsweisen

kennenlernen. Dass ich den Betrieb

wechseln möchte, habe ich von Anfang

an geplant und abgesprochen, sodass

der Betrieb Ersatz für mich finden

konnte.

planet-beruf.de:

Welche Aufgaben hast du als Gärtner

der Fachrichtung Gemüsebau?

Steffen:

Ich baue Gemüse und Kräuter an. Im

Gewächshaus habe ich mich ums

Ansäen der Pflanzen gekümmert. Ich

habe die Beete gejätet, gewässert und

die Pflanzen gedüngt. Im Freilandgemüsebau

arbeiten wir viel draußen

auf dem Feld, wir säen die Pflanzen,

pflegen sie und ernten sie schließlich.

Auch im Freiland kümmern sich

Gärtner/innen um Pflanzen.

Junge Pflänzchen ziehen Gärtner/innen

häufig im Gewächshaus heran.

planet-beruf.de:

Welche Fähigkeiten braucht man, um

gut in deinem Beruf zu sein?

Steffen:

Man sollte sich für Pflanzen interessieren.

Darüber hinaus sollte man

nichts gegen körperliche Arbeit haben.

Gute Rechenkenntnisse können nicht

schaden, um z.B. die richtige Menge

an Dünger ausrechnen zu können.

Teamfähigkeit ist auch nötig. Denn man

arbeitet immer mit anderen zusammen.

planet-beruf.de:

Was gefällt dir besonders gut an

deinem Beruf?

Steffen:

Ich finde es schön, zu sehen, was man

am Ende eines Tages geschafft hat. �

Vielseitiger Beruf

Steffen hat sich für die Fachrichtung

Gemüsebau entschieden. Den

Beruf Gärtner/in kannst du auch in

den Fachrichtungen Baumschule,

Friedhofsgärtnerei, Garten- und

Landschaftsbau, Obstbau, Staudengärtnerei

und Zierpflanzenbau

erlernen. Auf www.planet-beruf.de »

EntschEidEn » Berufe von a bis z

findest du weitere Infos.


„Ich wollte nicht direkt in der Landwirtschaft

arbeiten, aber doch etwas in

dieser Richtung machen“, erklärt Simon

seine Berufswahl. „Über den Sammelwagenfahrer,

der unsere Milch abholt,

habe ich erfahren, dass die Molkerei

Auszubildende in dem Beruf sucht.“ Der

ehemalige Realschüler bewarb sich dort,

bewies bei einem Praktikum sein Können

und erhielt den Ausbildungsplatz.

Technik im Einsatz

In der Molkerei lernt Simon nun, Milch

zu Butter, Käse und Milchpulver zu

verarbeiten. Dabei bedient er jede Menge

technische Geräte: Von Kühl- bis hin zu

automatischen Abfüll- und Verpackungsanlagen.

„Ohne Maschinen läuft hier

nichts“, hat Simon schnell festgestellt.

„Einige Arbeitsschritte erledigen wir

aber doch per Hand, z.B. die Zutaten

beimischen und natürlich die Maschinen

am PC steuern.“

Eine Molkerei ist ein hochtechnisierter Betrieb,

in dem es auf Sauberkeit ankommt.

Natürlich Milch!

Die Qualität muss stimmen

Sorgfalt und Genauigkeit sind in Simons

Beruf Pflicht, denn die Qualität der Milch

und der Milchprodukte muss stimmen.

Darum entnimmt Simon regelmäßig

Proben und kontrolliert im Labor z.B.,

ob die Milch und die Milchprodukte den

gesetzlichen Bestimmungen genügen

und ob der pH-Wert den Vorgaben

entspricht.

Alles keimfrei

Damit jedes Produkt keimfrei bleibt,

trägt Simon besondere Arbeitskleidung:

„Dazu gehören weiße Hosen, T-Shirt und

Jacke, Sicherheitsschuhe oder Gummistiefel

und bei Bedarf eine Gummischürze

und säurefeste Handschuhe. Außerdem

tragen wir eine Schutzbrille und ein

Haarnetz“, erklärt der Auszubildende. Zu

Beginn jedes Arbeitstags führt sein Weg

zusätzlich durch eine Hygieneschleuse,

in der er Schuhe und Hände desinfiziert.

Simons Familie betreibt einen Hof

mit Milchvieh und Rindermast. Mit

der Erzeugung von Milch ist er also

vertraut. Inzwischen hat Simon nicht

mehr direkt mit den Tieren zu tun,

sondern mit ihrer Milch. Denn der

20-Jährige wird Milchtechnologe.

Bei der Arbeit trägt Simon ein Haarnetz

und saubere weiße Kleidung, damit er die

Milchprodukte nicht verunreinigt.

Viele Milchprodukte werden in großen

Maschinen hergestellt. Diese steuert

Simon per Computer.

Noch mehr Infos

EntSChEIDEn

Die Mischung macht’s

An der Berufsschule lernt Simon mehr

über die chemischen Prozesse, die bei

der Milchverarbeitung ablaufen. „Um die

zu verstehen, sollte man gut in Chemie

und Biologie sein“, sagt der 20-Jährige.

„Auch Mathematik brauche ich häufig,

um Mischungsverhältnisse zu berechnen.“

Für Simon ist das genau das

Richtige: In Naturwissenschaften war er

immer gut.

Mehr über den Ausbildungsberuf Milchtechnologe/-technologin

erfährst du auf www.planet-beruf.de – z.B. in der Rubrik

EntschEidEn » Berufe von a bis z.

17


18

tOPStORy

„Es ist wichtig,

ein Ziel vor

Augen zu haben!“

Seine Sendung „Was guckst du?“ hat

Kaya Yanar in ganz Deutschland bekannt

gemacht. Doch nicht nur Comedy, sondern

auch die Zukunft der Jugendlichen sowie

Tierschutz und Umwelt liegen dem Fernsehmoderator

und Comedian am Herzen.

Hingabe an die

eigenen Ziele ist Kaya

Yanars berufliches

Erfolgsrezept.

Mit seiner Sendung „Was guckst du?“

schaffte der Comedian den Durchbruch.

planet-beruf.de:

Du bist nicht nur Comedian, sondern auch bekennender

Tierschützer und hast dich für Kampagnen der Tierschutz-

organisation PETA eingesetzt. Warum ist dir Tierschutz wichtig?

Kaya Yanar:

Tierschutz ist genauso wichtig wie Menschenrechte und der

Einsatz für Kinder. Daher übernehme ich Patenschaften für

Tiere und unterstütze lokale Tierheime. Als Vegetarier lag es

für mich nahe, PETA zu unterstützen. Den Menschen soll durch

die Kampagnen beispielsweise bewusst gemacht werden, dass

Pelzkleidung nicht nötig ist und für die Tiere viel Leid bedeutet.

planet-beruf.de:

Tust du auch etwas für den Umweltschutz?

Kaya Yanar:

Klar, ich versuche in jeder Form Energie zu sparen, indem ich

meine Wohnung gut isoliere, Energiesparlampen verwende,

Kleidung nur bei 40 Grad wasche und Elektrogeräte gleich

ausschalte statt sie im Stand-by-Betrieb zu lassen. Generell

habe ich eher stromsparende Haushaltsgeräte.

planet-beruf.de:

Welchen Berufswunsch hattest du als Schüler?

Kaya Yanar:

Als Schüler wollte ich Busfahrer werden – ich habe Busse

geliebt! Inzwischen könnte ich mir vorstellen, eines Tages

eine kleine Farm mit vielen Tieren zu führen.

planet-beruf.de:

Du engagierst dich für die Kampagne „Welches Ziel hast

du?“ der Stadt Frankfurt am Main. Worum geht es dabei

und warum setzt du dich dafür ein?

Kaya Yanar:

Diese Kampagne gibt den Jugendlichen die Chance,

sich schon frühzeitig mit der Frage „Was möchte ich

werden?“ auseinanderzusetzen und macht ihnen Mut,

ihre eigene Zukunft aktiv zu planen. Ich finde es wichtig,

dass Jugendliche schon früh ein Ziel vor Augen

haben. Die meisten Dinge, die sich im Leben lohnen,

brauchen etwas Zeit. Aber die ist begrenzt. Insofern

ist es das Beste, schon früh an etwas zu arbeiten,

was man ein Leben lang verfolgen kann. Außerdem

macht es Spaß, seine Stärken wachsen zu sehen.


Kaya Yanar denkt an die Umwelt:

Er spart in seinem Haushalt Energie,

wo es nur geht.

planet-beruf.de:

Du hast türkische Wurzeln. Hat das deine Art, Comedy zu

machen, beeinflusst?

Kaya Yanar:

Ich habe mich immer für interkulturelle Comedy interessiert,

weil ich mich damit identifizieren konnte. Man lacht über

Themen, mit denen man etwas anfangen kann. Zum Glück

gab es in der Öffentlichkeit ein großes Interesse daran ...

planet-beruf.de:

Wie können Jugendliche ihren Migrationshintergrund

nutzen?

Kaya Yanar:

Ich denke, so etwas fließt automatisch ein. Migrationshintergrund

ist nicht wie ein Instrument, das man ein- oder

ausschalten kann. Er ist einfach da und steckt in einem drin.

Erst wer sich bewusst macht, welche Zusatzkenntnisse er

dadurch hat, kann diese nutzen.

planet-beruf.de:

Du hast bereits zahlreiche Auszeichnungen bekommen.

Welche Eigenschaften nützen für eine berufliche Karriere?

Kaya Yanar:

Eine klare Vorstellung vom eigenen Ziel zu haben, Hingabe

an dieses Ziel zu besitzen und auch Opfer dafür zu bringen.

Während die anderen Kids Fußball spielen, bleibt man mal

zu Hause und arbeitet an seinem Ziel. �

„Welches Ziel hast du?“

„Welches Ziel hast du“ ist eine Initiative der

Stadt Frankfurt am Main. Jugendliche, die noch

nicht wissen, was sie werden möchten, erhalten

Informationen und Adressen, die beim beruflichen

Werdegang helfen. Zum Beispiel gibt es Kontaktadressen

zur Berufsorientierung oder Berufs-

vorbereitung. Mehr Infos findest du auf

www.welcheszielhastdu.de.

tOPStORy

Kaya Yanar engagiert sich für „Welches Ziel hast

du?“. Die Kampagne unterstützt Jugendliche

dabei, die eigene Zukunft aktiv zu planen.

Witzig und engagiert – Kaya Yanar

setzt sich für Tierschutz ein.

19


20

SPECIAL

Ruhestifter im Schulbus

Christopher ist der Gewinner der planet-beruf.de-

Aktion „Dein Einsatz zählt“. Der 16-Jährige

Realschüler setzt sich als Schulbusbegleiter ein

und hält in seiner Freizeit den Garten seiner

Großmutter in Schuss.

Christopher engagiert sich gleich doppelt. Der 16-Jährige

aus Rehe in Rheinland-Pfalz pflegt den Garten seiner Oma.

„Ich mähe den Rasen, schneide Hecken und fräse im Winter

die Wege frei“, schildert er. Den Dienst absolviert er am

Wochenende und hat Spaß daran: „Der große Garten meiner

Oma gefällt mir und ich bin gern an der frischen Luft“, sagt

Christopher.

Sitzplätze für die Kleinen

Das Amt als Schulbusbegleiter hat Christopher wegen seiner

zehnjährigen Schwester angetreten. „Es gab im Bus immer

Rangeleien“, erzählt er. „Die Kleinen bekamen nie einen Sitzplatz.

Seit diesem Jahr fährt auch meine kleine Schwester mit

im Bus. Da war es naheliegend für mich, Schulbusbegleiter zu

werden“, schildert er seine Motivation. „Außerdem macht sich

so ein Ehrenamt gut im Zeugnis.“

Als Schulbusbegleiter sorgt Christopher im Schulbus für

Ordnung. Er kümmert sich darum, dass jüngere Schüler/innen

einen Sitzplatz bekommen. Und er geht dazwischen, wenn

Streitigkeiten ausbrechen.

Persönlich hat er durch seinen Einsatz vor allem eines gelernt:

„Es ist entscheidend, wie man mit Menschen umgeht. Wenn

ich ruhig bleibe, kann ich Streitigkeiten verhindern und es geht

im Schulbus nicht drunter und drüber“, weiß Christopher.

Christophers doppeltes Engagement zahlt sich

aus: Er ist der Gewinner der planet-beruf.de-

Aktion „Dein Einsatz zählt“.

Fotos unter Wasser

Für seinen doppelten Einsatz hat er sich den Gewinn des

Kodak PlaySport Waterproof Pocket-Camcorders verdient. Wie

er seinen Gewinn einsetzt, weiß Christopher schon: „Ich werde

die wasserdichte Kamera im Sommer mit ins Schwimmbad

nehmen und dort Fotos schießen“, verrät er. „Bestimmt leihe

ich ihn auch mal meiner Schwester.“

Weitere Gewinner

Jeweils einen Kodak PlaySport Waterproof

Pocket-Camcorder haben auch Tanja

Schülting und Sarah Zimmerer gewonnen.

Herzlichen Glückwunsch.

Hecken schneiden und Rasen

mähen – ein Garten bietet viele

Möglichkeiten, Einsatz zu zeigen.


Hallo planet-beruf.de,

ich möchte Chirurgiemechaniker werden. Aber

in meiner Nähe wird kein Ausbildungsplatz in

dem Beruf angeboten. Was kann ich tun?

Niklas

Lieber Niklas,

du hast mehrere Möglichkeiten:

Du kannst dich in anderen Regionen nach einer Ausbildungsmöglichkeit

umschauen und ggf. für deine Ausbildung umziehen bzw. zum Ausbildungsort

pendeln. Die Bundesagentur für Arbeit kann dich dabei

– wenn nötig – finanziell mit Berufsausbildungsbeihilfe unterstützen.

Mehr darüber erfährst du auf www.arbeitsagentur.de » Bürgerinnen

und Bürger » ausbildung » finanzielle hilfen » Berufsausbildungsbeihilfe.

Wo es Ausbildungsplätze in deinem Wunschberuf gibt, findest

du unter www.jobboerse.arbeitsagentur.de heraus.

Oder du suchst dir eine berufliche Alternative, also einen Beruf, in dem

du ähnliche Tätigkeiten ausübst. Ähnlich ist z.B. der Beruf werkzeugmechaniker/in,

in dem du Werkzeuge oder Metall- und Kunststoffteile

herstellst. Wenn das Unternehmen im medizintechnischen Bereich

arbeitet, fertigst du z.B. chirurgische Instrumente an.

Eine gute Alternative wäre auch der Beruf feinwerkmechaniker/in.

Was du dabei herstellst, hängt vom Schwerpunkt deines Ausbildungsbetriebs

ab. Möglich sind etwa Mess- und Prüfgeräte für die Forschung

oder Präzisionsbauteile für Maschinen.

Im Bereich Medizin- und Reha-Technik gibt es dann noch Berufe wie

z.B. Orthopädiemechaniker/in und Bandagist/in, augenoptiker/in,

hörgeräteakustiker/in oder zahntechniker/in.

Weitere Alternativen findest du auf www.berufenet.arbeitsagentur.de.

Gib dort in der Suche „Chirurgiemechaniker“ ein und wähle den Beruf

in der Ergebnisliste aus. Auf der Seite, die sich nun öffnet, klickst du

ausbildung » ausbildungsalternativen an.

Ob in deiner Region Ausbildungsplätze in den genannten Alternativberufen

angeboten werden, erfährst du auf www.planet-beruf.de »

planet-beruf.de regional. Gib einfach deinen Wohnort ein und wähle

dann unter „Betriebliche Ausbildung“ einen gewünschten Beruf aus.

Viel Erfolg bei deiner Berufswahl!

Uwe Leuck

Berufsberater der Agentur für Arbeit Mannheim

*Die Redaktion behält sich vor, Leserbriefe verkürzt zu veröffentlichen.

Fragen, Tipps und Infos

zu Berufswahl & co.

Du willst etwas zur Berufswahl wissen? Wir helfen dir

weiter! Schreibe einfach einen Brief an die Redaktion

planet-beruf.de, Stichwort „Leserbrief“. Unsere Expertinnen

und Experten beantworten deine Fragen. Ausgewählte

Leserbriefe werden in planet-beruf.de veröffentlicht.*

du hast eine frage zur

Berufswahl? wir helfen

dir gerne weiter!

sende einfach eine

E-mail an

redaktion@planet-beruf.de

Stichwort „leserbrief“.

Oder schreibe einen Brief an

redaktion planet-beruf.de

Stichwort „leserbrief“

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Weitere Infos

Infos zu allen Berufen findest du auf planet-beruf.de »

EntschEidEn » Berufe von a bis z, im BErufEnEt

auf www.berufenet.arbeitsagentur.de oder im

Berufe-tv unter www.berufe.tv.

Darüber hinaus gibt es noch Infos in den planet-beruf.de

infomappen ausbildung nr. 10 zum Berufsfeld

„metall, maschinenbau“ und nr. 5.2 zum Berufsfeld

„medizintechnik, reha, sport und Bewegung“ im

Berufs-Informations-Zentrum (BiZ) in deiner Nähe.

Vereinbare am besten auch einen Termin bei deiner

Berufsberaterin oder deinem Berufsberater. Sie helfen

dir gerne weiter.

(Anmeldung über Telefon 01801-555 111; Festnetzpreis 3,9 ct/min;

Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min)

21


22

FUn & LIFEStyLE

Fun & Action

Es grünt so grün …

… wo bunte Pflänzchen im

Fachchinesisch blühen!

Kannst du die lateinischen

Begriffe den deutschen

Blumennamen richtig

zuordnen? Na, dann los!

Gewinnspiel

2. Rose

1. Orchidee

3. Seerose

4. Tulpe

b) Tulipa

a) Rosa

c) Orchidaceae

d) Nymphaea

Wechstaben verbuchselt

Finde die drei richtigen

Berufsbezeichnungen,

indem du die Buchstaben

in die richtige Reihenfolge

bringst.

WRREITTI

IDTLAWNR NTRGEREA

TWRDFPEREI

mache mit und gewinne 2 Karten

für die show von Kaya yanar an

einem termin deiner wahl! der

comedian stellt planet-beruf.de

für das gewinnspiel zweimal

2 tickets zur verfügung.

Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. Eine Barauszahlung ist nicht

möglich. Mitarbeiter/innen der Bundesagentur für Arbeit, des Verlags Bildung

und Wissen in Nürnberg sowie deren Angehörige dürfen an dem Gewinnspiel

nicht teilnehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Einsendeschluss:

26.03.2011

Lösung

Die Lösung gibt es auf

www.planet-beruf.de »

fun & lifEstylE.

Maile die drei richtigen Berufsbezeichnungen

mit deinem Vor- und Nachnamen

und deiner Postanschrift an:

redaktion@planet-beruf.de

Stichwort „wechstaben verbuchselt“

oder schicke eine Postkarte an:

redaktion planet-beruf.de

„wechstaben verbuchselt“

Bw Bildung und wissen

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90252 nürnberg


Witze & Co.

Hundeherrchen unter sich

Hans zu Horst: „Mann, mein Hund jagt

immer Leute auf dem Fahrrad.“

Horst: „Und was willst du dagegen tun?“

Hans: „Ich werde ihm wohl oder übel das

Fahrrad wieder wegnehmen.“

Kids im Gespräch

„Ich war schon als Baby sehr klug!“

– „Warum?“

„Ich konnte mit sieben Monaten

schon gehen!“

– „Und das findest du klug?“

„Ja, warum?“

– „Na ja, ich habe mich so lange

wie möglich tragen lassen!“

DAS IST in

� Menschen, die immer ein

offenes Ohr haben –

tut einfach nur gut!

� Erinnerungs-Klebezettel

am Badezimmerspiegel –

so vergisst du nichts!

� Kinderfotos ansehen –

so hast du was zum Schmunzeln!

� Freunde, die Geheimnisse

für sich behalten –

echt super!

� Gruppenreferate &

Teamarbeit –

yeah, zusammen seid ihr stark!

Autsch!

Was ist schwarz und rot?

Ein Zebra mit Sonnenbrand

Geht auch ohne Briefmarke

Isabella kommt freudestrahlend von der

Post heim: „Kuck’ mal Mama, ich habe

gar keine Briefmarken gebraucht. Ich

habe die Briefe einfach eingeworfen, als

niemand hingesehen hat!“

In & out

FUn & LIFEStyLE

Auflösung des

planet-beruf.de-

Gewinnspiels

Im planet-beruf.de-Gewinnspiel

(Heft 01 Januar 2011)

haben wir nach folgendem

Lösungswort gesucht:

„Belastbarkeit“.

Jeweils eine CD „In Love“ von

„Juli“ haben Anneke Drieling,

Michael Maric und Stefanie

Winterholler gewonnen.

Herzlichen Glückwunsch!

Mehr In & Out gibt es auf

www.planet-beruf.de » fun & lifEstylE.

DAS IST OUT

� „Rolltreppen-links-Stehen-bleiber“ –

lass Eiligen den Vortritt!

� Leute, die alles gleich mies machen –

ein bisschen mehr Optimismus, bitte!

� Neidisch sein –

gönne anderen auch mal was!

� Unordnung –

die Sucherei nervt irgendwann!

� „WichtigTuer“ –

muss nicht sein!

23


Jetzt wird’s spruchreif

Verschicke die neuen E-Cards!

Zeige deinen Freundinnen und Freunden, wie du zu grünen Berufen stehst:

Diese und weitere coole E-Cards fürs Internet gibt es kostenlos auf

www.planet-beruf.de » FUN & LIFESTYLE » Fun.

Vorschau

In welchen Berufen trägt man eigentlich Uniform und warum?

planet-beruf.de geht dieser Frage im nächsten Berufswahlmagazin

nach. Außerdem erwarten dich Interviews mit deinen Stars und

jede Menge Rätselspaß.

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