Kleine Automatisierungs- aufgaben schnell und komfortabel lösen

epvverlag

Kleine Automatisierungs- aufgaben schnell und komfortabel lösen

Siemens AG

GO!

Schalten und Steuern mit LOGO! und SIMATIC S7-200 9. Jahrgang Ausgabe 1|2005

Neues von der Hannover Messe 2005

Kleine Automatisierungsaufgaben

schnell

und komfortabel lösen

MICRO

Auch auf der diesjährigen

Hannover

Messe zeigt sich

Micro Automation

A U T O weiter im Vormarsch

MATION und äußerst innovativ.

Drei neue Micro Automation

Sets stellen sich in Halle 9/Stand A72

vor: Set 11 nutzt OPC für einfache

PC-Standardanwendungen mit

SIMATIC-Steuerungen. Mit Set 17

lassen sich Automatisierungsstationen

via Standleitungsmodem fernsteuern

und fernwarten und Set 26 eignet sich

besonders für die einfache Vernetzung

und Kaskadierung von Antrieben

ohne zusätzliche Baugruppen.

Genau wie das bereits bestehende

Spektrum an Micro Automation

Sets zielt auch der „Neuzuwachs“

auf eine schnelle und kostenoptimierte

Realisierung von Automatisierungsaufgaben

in der Kleinautomation. Die

getesteten Kombinationen von Auto-

� Fortsetzung S. 2

Neues von der

Hannover Messe

Seite 2

SIMATIC S7-200 bei

Opel Portugal

Seite 4

s

LOGO! in der

Wasseraufbereitung

Seite 6


Micro Automation Set 11

Zugriff auf SPS-Daten

mit Standard-PC-Anwendungen

MICRO

Das Micro Automation

Set 11

beschreibt den

einfachen Zugriff

A U T O auf SPS-Daten

MATION über das Lesen

und Schreiben von SIMATIC S7-200-

Daten am PC in Standard-Windows-

Anwendungen z.B. mit MS Excel.

Das heißt, die Daten einer SIMATIC

S7-200-Steuerung können direkt

an die Windows-Anwendung

übertragen, dort weiterverarbeitet

und ggf. zur Steuerung rückgemeldet

werden. Die kostengünstige und

moderne Bearbeitung und Visualisierung

von Daten bzw. Variablen via programmierfreiem

Zugriff auf SIMATIC

S7-200-Daten erfolgt ganz einfach

über PC-Access mit integriertem MS

Excel Add-in.

� Fortsetzung von S. 1:

Micro Automation Hannover Messe

matisierungskomponenten sind einfach

und komfortabel zu handhaben.

Zusätzlich gibt es bereits zu verschiedenen

Sets im Internet praxisnahe

Hilfen in Form der Micro Application

Examples. Diese sind komplette Programmbeispiele

zu konkreten Automatisierungsaufgaben

einschließlich

des zugehörigen Programmcodes.

Sie umfassen die vollständige Dokumentation

von der Beschreibung der

Automatisierungsaufgabe über die

Auflistung der Komponenten bis hin

zu Bedienungsanleitungen für Hardund

Software sowie der Anleitung für

die Anwendung. Der Aufwand für

Projektierung und Ausführung gleicher

oder ähnlicher Automatisierungsaufgaben

wird damit drastisch

gesenkt. �

� Weitere Informationen

www.siemens.de/microset

2 GO! Ausgabe 1|05

Siemens AG

Mit PC-Access können alle von

SIMATIC S7-200 unterstützten Datentypen

verwendet werden. Zudem wer-

Micro Automation Set 17

Fernsteuern und Fernüberwachen

via Standleitungsmodem

MICRO

A U T O

MATION

Mit dem Micro Automation

Set 17 können verteilte

Automatisierungsstationen

auch über große Distanzen

vernetzt, ferngesteuert und

ferngewartet werden.

Die Kommunikation erfolgt über private

Standleitungen mit SIMATIC S7-200, dem

MD2-Standleitungsmodem und WinCC

flexible RT. Die Kommunikation wird – sehr

aufwandsarm – parametriert

statt programmiert.

Für den Anschluss des

MD2-Standleitungsmodems

an die Steuerung ist

lediglich ein einfaches

Standardkabel nötig. Zusätzliche

Baugruppen oder

Wandler entfallen. Das Be-

den alle SIMATIC-S7-200-Verbindungsmöglichkeiten

wie Ethernet, MPI, PPI,

Modem oder GSM-Modem unterstützt.

Ohne Umwege lassen

sich Symbole direkt

aus Step 7-Micro/WIN

in ein SIMATIC S7-200

PC-Access Projekt importieren.

In Verbindung

mit einem Multimaster-Kabel

ist der

Zugriff auf mehrere

SIMATIC S7-200 CPUs

möglich.

Zu den Einsatzgebieten

des Automation

Set 11 gehören z. B. die

Datenarchivierung, statistische

Tools, Bedienen

und Beobachten

und die Anbindung von

Fremdsystemen. �

dienen und Beobachten der Anlage ermöglicht

die auf dem PC installierte Software

WinCC flexible RT. Von Vorteil sind die kurzen

Inbetriebnahmezeiten aufgrund der

einfachen Montage.

Zu den Einsatzgebieten des Automation

Set 17 gehören z. B. Pumpenanlagen, Brunnenstationen,

Silos und Tanks. Es eignet sich

insbesondere für die Branchen Wasser/Abwasser,

Öl und Gas, Fernwärme, Verkehrstechnik

und Bergbau. �

Siemens AG


Micro Automation Set 26

Einfache Vernetzung und Kaskadierung

von Antrieben

MICRO

Die einfache

Vernetzung und

Kaskadierung von

Antrieben ohne

A U T O zusätzliche Bau-

MATION gruppen ist mit dem

Micro Automation Set 26 realisierbar.

Das getestete Set besteht aus

SIMATIC S7-200, Frequenzumrichtern

SINAMICS G110 und

dem SIMATIC-Panel TP 177 micro. Je

nach Leistungsanforderung kann die

Motorleistung stufenlos angepasst

werden, wodurch z. B. Energie gespart

werden kann. Alle Antriebe im Netz

lassen sich mittels USS-Protokoll über

LOGO! Analogausgabemodul

Für einfache Regelaufgaben

PRODUKTE

Das neue Analogausgabemodul

verfügt

über zwei Ausgänge

0 … 10 Volt und

ermöglicht das

Lösen einfacher

Regelaufgaben wie Temperaturund

Drehzahlregelung.

Hierzu wurde die Firmware der

Grundgeräte LOGO!Basic und

LOGO!Pure erweitert. Zusammen

mit der neuen Software LOGO! Soft

Comfort V5.0 eignen sich die Logikmodule

nun für eine Vielzahl von Regelfunktionen.

Die Drehzahleinstellung

von Förderbändern, die Regelung der

Raumtemperatur und die Ansteuerung

von Dimmern sind nur drei Beispiele.

Neu bei LOGO!Basic ist der individuell

einstellbare Kontrast des Displays. Zusätzlich

werden die Werte der analogen

Ein-/Ausgänge jetzt auch in Statusbildern

des Displays angezeigt.

Neu in die Software integrierte Funktionsblöcke

sind PI-Regler für einfache

eine zentrale SIMATIC S7-200 CPU ansteuern.

Die USS-Kommunikation zwischen

den Umrichtern und SPS wird

über vorgefertigte Funktionsbausteine

programmiert, die für Ansteuerung

und Drehzahlvorgabe als Bibliothek

verfügbar sind. Schutzmechanismen

für den Motor sind im Umrichter

SINAMICS G110 integriert. Gleichfalls

sorgt der lüfterlose Aufbau des Umrichters

für verschleißfreien und wartungsarmen

Betrieb.

Anwendung findet Set 26 beim stufenlosen

Anpassen der Motorleistung

von Lüftergruppen, Verdichterguppen/

-kaskaden und Pumpengruppe/-kaskaden.


Regelkreise, Rampen-Funktion und

Analog-Multiplexer (MUX). Für den PI-

Regler sind vordefinierte Parametersätze

für Standardanwendungen wie

z. B. für Raumtemperatur oder Drehzahlregler

wählbar. Verstärkung und

Integralzeit sind frei einstellbar. Mit

der Rampen-Funktion für einfache Antriebssteuerungen

lassen sich zwei

Siemens AG

Analogwerte über Rampen anfahren.

Dabei sind Beschleunigung und Verzögerung

einstellbar. Der maximale

Ausgabewert kann ebenfalls vorgegeben

werden. Der Analog-Multiplexer

fasst Binäreingänge zusammen und

stellt bis zu vier voreingestellte Analogwerte

am Ausgang bereit, um etwa

Dimmer oder Lüfter zu steuern. �

Siemens AG

GO! Ausgabe 1|05 3


Bedienen und Beobachten

Individuell im

Kleinstformat

PRODUKTE

Für besonders

kostenoptimierte

Lösungen, und individuell

gestaltetes

Bedienen & Beobachten

auf kleinstem

Raum sind die neuen kundenspezifisch

anpassbaren Textdisplays TD

200C TD 100C die Antwort.

Mit dem TD 100C sind jetzt Applikationen

mit separatem

Display realisierbar, für die

bisher aus Kostengründen ein Display

nicht in Frage kam. Die Bedienoberflächen

können im bekannten Standard-

Look & Feel der Textdisplays genutzt

oder individuell gestaltet werden. Die

Anpassung des Layouts und der Tastenbelegung

ist zu jeder Zeit – auch

nachträglich – möglich. Für die individuelle

Gestaltung der Bedienoberfläche

ist die Anordnung, Größe und

Funktion der Tasten frei konfigurierbar:

bis zu 20 Tasten beim TD 200C bzw.

14 Tasten beim TD 100C sind auf der

Oberfläche beliebig positionierbar. Es

stehen internationale Symbole, Sprachen,

Schriftarten und vieles mehr zur

Verfügung, oder es können Bilder,

Symbole, Farben und Texte frei gestaltet

werden. Zum Beispiel für individuelle

Grafiken und Firmenlogos. Das

per grafischem Projektierungstool generierte

„faceplate“ wird auf Folie ausgedruckt

– mit Tintenstrahl- oder Laserdrucker

und anschließend auf das

Textdisplay aufgebracht. �

4 GO! Ausgabe 1|05

Siemens AG

SIMATIC S7-200 und CP 243-1 in der Automobilindustrie

Just in time zur Stelle

PRAXIS

Das renovierte

Opelwerk in

Azambuja, Portugal

ist mit Technik vom

Feinsten ausge-

REPORT stattet. Mit den

Andon-Systemen für Qualitätssicherung

und Materiallogistik hat

Opel eine seiner modernsten Automobilfabriken

in Europa geschaffen.

Die Micro-Steuerung SIMATIC S7-200

leitet schnell und zuverlässig über die

Ethernet-Anbindung CP 243-1 alle

Schaltbefehle an das übergeordnete

Anlagennetzwerk weiter.

Die Gründung des ersten Opelwerks

in Portugal reicht bis ins

Jahr 1963 zurück. Um in den

Nutzfahrzeugmarkt einzusteigen, hat

General Motors (GM) die Fabrik 2001

für die Produktion des Opel Combo

technisch komplett auf den neuesten

Stand gebracht, sodass heute im Werk

Azambuja täglich 320 Combo in vier

verschiedenen Varianten vom Band

laufen können. Mit seiner jüngsten Investition

– dem Quality-Andon- und

Material-Andon-System – vermeidet

der Automobilbauer Personal- und

Sachkosten durch Produktionsprobleme.

Zukunftsweisendes

Anlagensystem

Bei Opel Azambuja sind dazu im Bereich

der Zellen 79 drahtlose I/O-Boxen

installiert – 50 Singleboxen für

eine Bearbeitungsstation und 29 Doppelboxen

für zwei Bearbeitungsstationen.

In den Türen der Boxen befinden

sich die acht Leuchtdrucktaster für Materialanforderung

(weiß) sowie jeweils

ein Ruftaster für Instandhaltung (rot),

Teamsprecher (gelb) und Qualität (blau).

In den Doppelboxen sind doppelt so

viele Taster eingebaut. In der Nähe jeder

Box befindet sich noch eine oder

zwei Lampensäulen mit Hupe, die optisch

und akustisch warnen, wenn die

Taktzeit überschritten ist.

Um die ein- und ausgehenden Signale

der Leuchtdruckschalter zu steuern,

ist die kompakte, modulare und

besonders kommunikationsfähige Micro-Automation

S7-200 erste Wahl. Mit

unterschiedlichen CPUs und Erweiterungsbaugruppen

lässt sich die leistungsfähige

Steuerung jeder Anwendung

anpassen. Durch den hohen

Standardisierungsgrad und die Flexibilität

der SPS lässt sich das Andon-

System jederzeit leicht ändern, was die

Kosten bei Wartung, Implementierung

und Erweiterung senkt. Die CPU 224

mit 14 DE/10 DA sorgt für noch mehr

Tempo und die digitalen Erweiterungsmodule

EM 222 und 223 bieten

ideale Voraussetzungen zum Schalten

der vielen Leuchttaster. Das Ethernet-

Modul CP 243-1 ermöglicht den Zugriff

vom Industrial Ethernet auf die

Micro-SPS S7-200.

Von dort werden die Daten an einen

Andon-PC mit einer WinAC Soft-SPS

für SIMATIC S7-Applikationen übermittelt.

Als HMI dient in der Anlage ein

Andon-Server PC mit WinCC V5.1 für

die Visualisierung und Parametrierung

und WinCC Web-Navigator Server

V1.2 für die Anzeige der Terminalbilder.

Die Kommunikationsbasis zwischen

den einzelnen Teilnehmern bildet

ein Ethernet-Netzwerk: Die PCs

kommunizieren über SIMATIC Net IE

Softnet-S7 V6.1 und die Boxen sowie

die sieben Mobile PCs auf den Gabelstaplern

sind drahtlos über 12 Access

Points mit dem Ethernet verbunden.

System für Qualität

Stellt ein Mitarbeiter fest, dass es ein

Qualitätsproblem gibt oder er eine

Operation nicht in der vorgegebenen

Taktzeit ausführen kann, benutzt er

das Quality-Andon-System. Er drückt

die entsprechenden Leuchtsignale an

den I/O-Boxen, dem Andon Board und

ruft damit einen Teamsprecher zu

Hilfe. Kann der Fehler nicht innerhalb

der Taktzeit behoben werden, bleibt

das Band so lange stehen. Damit durch


Der Opel Combo wird im Werk Azambuja in Portugal gebaut,

das 2001 auf den neuesten Stand der Technik gebracht wurde

den Stopp nicht gleich die ganze Montagehalle

lahm gelegt ist, wurde die

Montagelinie in einzelne Stationen

aufgeteilt.

Zwei Grundfunktionen stehen beim

Qualitätsmanagement zur Verfügung:

Ruf- und Informationsfunktion. Mit

der Ruffunktion signalisiert der Werker,

dass es Produktionsprobleme gibt

oder er Unterstützung benötigt, während

die Informationsfunktion als

reine Taktzeitkontrolle automatisch

abläuft. Ruf- und Informationsfunktionen

werden in Echtzeit über

SIMATIC S7-200 und Wireless LAN an

die WinAC Soft-SPS gemeldet und dort

in einem Datenbaustein (DB 510) bereitgestellt.

Nachschub im Griff

Das Material-Andon-System ist ganz

ähnlich aufgebaut. Bevor das Material

völlig verbraucht ist, kann der Fabrikarbeiter

selbstständig über das System

Nachschub anfordern. Ein Druck auf

den Taster für die Materialanforderungsstellen

(MANF) genügt und die

Befehle werden ins Materiallager übermittelt.

Damit entfallen die sonst üblichen

Lauf- und Wartezeiten und auch

Produktionsstillstände durch fehlendes

Material sind passé.

Die MANF, die in die I/O-Boxen eingebaut

sind, werden ebenfalls über

SIMATIC S7-200 und Wireless LAN an

die Soft-SPS weitergegeben. Bei 50 Einzel-

und 29 Doppelboxen kann im Moment

über 864 MANF-Taster Material

angefordert werden. Drückt der Werker

auf den weißen Leuchttaster, löst er

eine Materialbestellung aus, die durch

Dauerlicht bestätigt wird. Bei nochmaligem

Tasterdruck kann er den Auftrag

stornieren, solange ihn noch kein

Staplerfahrer angenommen hat, worauf

die Lampe erlischt. Die automatischen

Einträge im Lager wie MANF-Nr.,

Zeitstempel etc. werden dann gelöscht.

Kommt der Auftrag zu Stande, nimmt

ihn der Staplerfahrer auf Platz eins an.

Der Wechsel von Dauerlicht zu Blinklicht

signalisiert dem Werker die Übertragung

seiner Bestellung zur WinAC

Soft-SPS und die Bearbeitung seines

Auftrags. Der Fahrer bringt das fehlende

Material prompt zum Anforderungsplatz,

quittiert die Anlieferung auf seinem

Display und meldet sich frei für

den nächsten Auftrag. Danach geht die

Lampe am Anforderungsschalter aus.

Die Auftragsvergabe an die Staplerführer,

die flexibel an den sechs Standorten

im Bereich Rohbau tätig sind, erfolgt

nach dem FIFO-System (First In –

First Out). Die WinAC Soft-SPS registriert,

welcher Stapler wo angemeldet ist,

und legt eine Staplerliste an. Geht ein

Auftrag ein, wird er den Staplerfahrern

von der Soft-SPS zugewiesen und der

Fahrer wird nach Beendigung des Auftrages

wieder an die letzte Stelle eingereiht

– wie bei einem Taxistand. �

GO! Ausgabe 1|05 5

Opel


zefa

Micro Automation in Wasseraufbereitungsanlagen für die Glasindustrie

Glasklare Vorteile

PRAXIS

Die Glastechnik

Holger Kramp GmbH

ist nicht nur

führender Lieferant

von italienischen

REPORT Glasbearbeitungsmaschinen

in Deutschland, Österreich

und der Schweiz. Mit Wasseraufbereitungsanlagen

für die Glas- und

Steinindustrie aus eigener Entwicklung

und Herstellung komplettiert das

Unternehmen sein Angebotsspektrum

ebenso sinnvoll wie umweltbewusst.

Eigene innovative Lösungsstrategien

und das technisches Know-how aus

dem Hause Siemens sind hier

Schlüssel zum Erfolg!

Wasser ist Leben und es gilt,

sparsam mit dieser natürlichen

Ressource umzugehen!

Rund 70% des weltweiten Wasserverbrauches

entfällt auf die

Landwirtschaft, ca. 20% verbraucht die

Industrie, 10 % fließen in private

Haushalte. In Europa entfällt mehr als

die Hälfte der Wasserentnahme auf die

Industrie.

Mit Wassergesetzen u.a. für die Industrie

soll unkontrollierter Wasserverbrauch

verhindert werden. Um

schnell auf Gesetzesänderungen und

Kundenwünsche reagieren zu können,

vertraut die in Stockelsdorf bei Lübeck

ansässige Glastechnik Holger Kramp

GmbH nicht nur auf eigene findige

Ideen und Konzepte, sondern auch auf

eine flexible und leistungsstarke Technik

aus dem Hause Siemens. Zum Einsatz

kommen LOGO! mit den Erweiterungsmodulen

DM 8 230R und DM 16

230R, SiemensSchutz- und Schaltgeräte

für die Niederspannung sowie die

Controller SIMATIC S7-200 mit TD 200

bzw. S7-300 für komplexere Aufgabenstellungen.Micromaster-Frequenzumrichter

regulieren exakt den Lauf

und die Fördermenge der Wasser-

6 GO! Ausgabe 1|05

pumpe. Die optimale Versorgung mit

24 V DC übernimmt LOGO!Power.

Komplexe

Aufgabenstellungen? ...

Bei der Herstellung von Flachglas wird

unter Verwendung diamantbesetzter

Werkzeuge und unter ständiger Zugabe

von Wasser und Kühlwerkstoff

u. a. gesägt, gebohrt, geschliffen. Die

Aufbereitung des hierbei verunreinigten

Wassers ist Aufgabe der Wasseraufbereitungsanlagen

Clean der Firma

Kramp. Sie werden in den vorhandenen

Wasserkreislauf eingebunden und

bieten eine Reinigungskapazität von

12.000 bis 24.000 l/h.

Um ein optimales Reinigungsergebnis

bei möglichst geringen Kosten zu

erzielen, müssen zahlreiche Faktoren

aufeinander abgestimmt werden. Das

sind der Verunreinigungsgrad des

Prozesswassers, die Fließgeschwindigkeit

des Wassers und der Sauberwasserverbrauch

der angeschlossenen

Maschinen, pH- und Leitwert, Temperatur

und Kühlschmierstoffanteil sowie

die exakte Dosierung von Flo-

ckungsmittel und die darauffolgende

Reaktion. Hierzu ist es nötig, alle Messgrößen

und Abläufe in der richtigen

Reihenfolge zu erfassen und zu steuern.

Entspricht z. B. der pH-Wert nicht

mehr den Vorgaben, wird automatisch

per Durchflussmessung Wasser abgelassen

und durch die gleiche Menge an

Frischwasser ersetzt. Gleichzeitig

muss auch Kühlschmierstoff zugeführt

werden. „Erst die Gesamtheit des

Konzeptes in Verbindung mit modernster

Steuerungstechnik ermöglicht einen

sehr hohen Wirkungsgrad der Anlage“,

bringt Michael Kramp, Prokurist

der Firma, es auf den Punkt.

... Siemens bietet die Lösung!

LOGO! mit seinen digitalen und analogen

Eingängen, vielen Funktionen wie

z. B. Zeit- und Vorrangschaltung, Zählern

für die Betriebsstundenerfassung

und Regelungsmöglichkeiten erwies

sich in der Kombination mit der

Stromversorgung LOGO! Power wieder

einmal mehr als zuverlässiger Partner

und wird daher vom Unternehmen bevorzugt

eingesetzt. Komplexere Auto-

Die Wasseraufbereitungsanlage

Clean 20 SPS

verfügt über eine

Reinigungskapazität von

12.000 Litern pro Stunde

Fotos: Glastechnik Holger Kramp


matisierungsaufgaben werden mit

den Steuerungen SIMATIC S7-200 und

S7-300 gelöst.

Das verwendete 24-V-Netzgerät

LOGO! Power versorgt neben dem Logikmodul

weitere Komponenten wie

Magnetventile und Schwimmschalter,

elektronische Dosierpumpen für das

Flockungsmittel und Sensoren zur pHund

Leitwertermittlung. Je nach Automatisierungsgrad

werden somit auch

verschiedene Ausgangsleistungen der

Stromversorgung benötigt. „Bislang

kam bei den Anlagen LOGO!Power

24 V/2,5 A zum Einsatz, bei größerem

Strombedarf können wir jetzt aber

auch auf die neue Variante mit 4 A Ausgangsstrom

setzen“, so Michael Kramp

begeistert, der vor allem von der äußerst

kompakten Bauform des jüngsten

Mitglieds der LOGO!Power-Familie

beeindruckt ist.

Weltweit die Nase vorn

Die Anlagen der Glastechnik Holger

Kramp GmbH werden über deutsche

Grenzen hinweg weltweit exportiert.

Daher war und ist die hohe Verfügbarkeit

aller eingesetzten Automatisierungskomponenten

der Firma

Siemens von ausschlaggebender Bedeutung.

Darüber hinaus sind die Siemens- Produkte

auch für den weltweiten Einsatz

gut gerüstet. Beispiel LOGO!Power: Mit

ihrem Weitbereichseingang und standardmäßig

weltweit anerkannten Zertifizierungen

ist der Einsatz an fast allen

Versorgungsnetzen der Welt problemlos

möglich. Zusätzliche Gerätevarianten

mit Ausgangsspannungen von 5 V, 12 V

und 15 V für vielfältige Einsatzmöglichkeiten

runden das Produktspektrum ab.

Doch die Produkte von Siemens überzeugten

auch auf anderen Ebenen. So

sind die Regelungs- und Steuerungslösungen

mit LOGO! und SIMATIC sehr

flexibel und bieten eine Vielzahl von

Möglichkeiten, die Anlagen auch im

Nachhinein an betriebliche Gegebenheiten

anzupassen. Technische Erweiterungen

können selbst nach Jahren

einfach und mit geringem Aufwand

durchgeführt werden. Nicht zuletzt

profitieren natürlich die Endkunden

von den Siemens-Produkten. Die Bedienung

der Anlagen erweist sich auch für

technisch ungeübtes Personal einfach

und schnell erlernbar. Obendrein sinken

die Entsorgungs- und Reinigungskosten.

Die Standzeiten der Werkzeuge

erhöhen sich um ca. 35 % und der Wasserverbrauch

sinkt um ca. 70 %. Fazit:

Die Fixkosten sinken. �

Die Clean 20 Combi bietet mit ihrem 2-Kammer-Puffertank 2200 Liter

zusätzliches Volumen und hoch effizienteste Reinigung des

Schleifwassers

Mit LOGO! und entsprechenden Erweiterungsmodulen

kann die Anlagensteuerung leicht an die

verschiedenen Anlagentypen und spezifischen

Kundenanforderungen angepasst werden

GO! Ausgabe 1|05 7


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LOGO!

http://www.siemens.de/logo

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SIMATIC S7-200

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MICRO AUTOMATION

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✆ beim Technical Support:

Telefon: (0180) 5050 222

Roboter-Schnuppertage für Schweizer Schülerinnen

Und morgen Entwicklerin …?

I-PUNKT

Logikmodule,

Roboter und

19 Mädchen

sorgten für jede

Menge Wirbel

und Begeisterung

beim Ausflug in die faszinierende

Welt der Robotik!

Im November 2004 erhielten Schülerinnen

im Alter von ca.15 bis 16

Jahren zwei Tage lang die Chance,

sich an der Schweizer Hochschule für

Technik Rapperswil (intensiv mit

dem Thema Robotik zu beschäftigen.

Die Roboter-Schnuppertage sollen

die Mädchen neugierig auf Technik

und entsprechende Berufe machen.

Zahlreiche Schülerinnen nutzten

die Gelegenheit, den Aufbau von

Kletterrobotern kennen zu lernen

und sie in Zweier- oder Dreiergruppen

selber zu programmieren. Das

Aus- und Fortbildung

„Steuern mit LOGO!“ –

Arbeitsbuch mit praktischen Übungen

I-PUNKT

Ein Arbeitsbuch

über die Anwendung

von

LOGO! ist bei der

EPV Elektronik-

Praktiker-

Verlags-ges. mbH. erschienen.

Ausgehend von den neuen Anforderungen

der Metall- und Elektroberufe

sowie der Einführung des neuen Berufsbildes

„Mechatroniker“ zielen die

Schulungsunterlagen auf die Vermittlung

von fundierten Kenntnissen

und Fertigkeiten in der elektronischen

Steuerungstechnik.

Das Arbeitsbuch ist prädestiniert

für den handlungs- und lernfeldorientierten

Unterricht im Berufs-

Logikmodul LOGO! verhalf den jungen

„Technikerinnen auf Zeit“ dabei

zu schnellen und eindrucksvollen Erfolgen.

Unterstützt wurde die Veranstaltung

von der Siemens AG und vom Schweizer

Bundesamt für Berufsbildung und

Technologie. �

grundbildungsjahr, Berufsschulen bzw.

-fachschulen, Fachoberschulen/Technik,

Berufsoberschulen/Technik, Fachgymnasien/Technik

und in der überbetrieblichen

Ausbildung.

Mit der als Demoversion beigefügten

LOGO!Soft Comfort lassen sich alle

Übungsaufgaben auch „zu Hause“ am

PC bearbeiten. �

Markus Pfaffe

Steuern mit der

LOGO!

Band 1: Grundlehrgang –

Teilnehmerunterlagen

Arbeitsbuch mit praktischen

Übungen und projektbezogenen

Aufgaben

2004, 112 Seiten,

inkl. CD-ROM

EPV Elektronik-

Praktiker-Verlagsges.

mbH, Duderstadt

ISBN 3-936318-14-X,

€ 15,90

IMPRESSUM Herausgeber: Siemens AG, Bereich Automation and Drives, Sales und Marketing, Gleiwitzer Str. 555, 90327 Nürnberg, Tel.: +49 (911) 8 95-48 11, Fax: +49 (911) 8 95-27 86

Verantwortlich: Herbert Wegmann, A&D AS SM MA/SM MP Redaktionsleitung: Eva-Maria Blockus Verlag: Publicis KommunikationsAgentur GmbH Erlangen, Corporate Publishing Zeitschriften

Redaktion: Robert Engelhardt, Dorit Gunia-Hopfengärtner Kreation: Jürgen Streitenberger, Reinhard Sorger Projektmanagement: Regina Severing DTP-Satz, DTP-Repro: TV Satzstudio,

Emskirchen Druck: Wünsch, Neumarkt GO! erscheint vierteljährlich Auflage: 32.500 Bestell-Nr.: E20001-M1280-P270 ISSN-Nr.: 1434-7008, ©2005 by Siemens Aktiengesellschaft Berlin und

München. Alle Rechte vorbehalten.

Die Informationen in diesem Heft enthalten lediglich allgemeine Beschreibungen bzw. Leistungsmerkmale, welche im konkreten Anwendungsfall nicht immer in der beschriebenen Form zutreffen bzw.

welche sich durch Weiterentwicklung der Produkte ändern können. Die gewünschten Leistungsmerkmale sind nur dann verbindlich, wenn sie bei Vertragsschluss ausdrücklich vereinbart werden.

CP 243-1, MICROMASTER, S7-200, S7-300, Siemens LOGO!, SIMATIC, SINAMICS, STEP, WinAC und WinCC sind eingetragene Marken der Siemens AG. Wenn Markenzeichen, Handelsnamen, technische

Lösungen oder dergleichen nicht besonders erwähnt sind, bedeutet dies nicht, dass sie keinen Schutz genießen.

8 GO! Ausgabe 2–3|04

Siemens AG

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