Download (PDF) - Metrohm AG

metrohm.com

Download (PDF) - Metrohm AG

E-Mail: info@metrohm.com Internet: www.metrohm.com 35. Jahrgang Heft 2/2006

Inhalt

Neu: Flachmembran-Elektrode 6.0256.100 .....................3

Neu: Homogenisierer für KF-Titrationen ...........................5

Bestimmung des Wassergehalts in

Biodiesel nach ISO 12937 ..............................................7

Tipps und Tricks zur Bestimmung des Wasser-

gehalts in Gasen nach ISO 10101-3 .............................11

TitrIC in Aktion: Vollautomatische Wasser-

analytik auf Knopfdruck ................................................14

Applikationen zur thermometrischen Titration

mit Titrotherm 859 .......................................................18

Kundenapplikation: Vollautomatische Reinst-

wasseranalytik bei Lonza ..............................................22

Tipps aus der Praxis:

Der fachgerechte Umgang mit Trennsäulen ...................24

Neue Metrohm-Publikation ...........................................26

Die Buchecke ...............................................................27

Literatur-Referate .........................................................30

Metrohm-Seminare ......................................................34

Metrohm im www: IC Newsletter ..................................36

Metrohm im www: Zubehörteile bestellen .....................37

Metrohm weltweit ........................................................36


Editorial

Metrohm AG

CH-9101 Herisau

Schweiz

Telefon +41 71 353 85 85

Fax +41 71 353 89 01

E-Mail info@metrohm.com

Internet www.metrohm.com

Deutschland

Deutsche Metrohm GmbH & Co. KG

In den Birken

Postfach 1160

D-70772 Filderstadt

Telefon (0711) 7 70 88-0

Fax (0711) 7 70 88-55

E-Mail info@metrohm.de

Internet www.metrohm.de

Österreich

Inula GmbH

Löwenburggasse 2

A-1082 Wien

Telefon (01) 405 62 35

Fax (01) 405 62 35-99

E-Mail office@inula.at

Internet www.inula.at

Impressum

Die Metrohm Information ist die Kundenzeitschrift

der Metrohm AG und erscheint

dreimal jährlich in deutscher und

englischer Sprache.

Falls Sie die Zeitschrift noch nicht regelmässig

erhalten, lassen Sie es uns bitte

wissen.

Herausgeber: Metrohm AG,

CH-9101 Herisau,

Schweiz

Redaktion: Dr. Benedikt Galliker

bg@metrohm.com

Druck: Metrohm AG

Internet: www.metrohm.info

ISSN 1424-0890

Liebe Leserinnen und Leser

Qualität, Innovationsgeist und Service sind wichtige Eckpfeiler des Erfolgs. Metrohm-

Produkte «Made in Switzerland» sind weltweit bekannt für ihre hervorragende Qualität.

Die bestehende Produktpalette wird fortlaufend mit innovativen Geräten ergänzt.

Metrohm liefert aber mehr als nur Geräte. Basierend auf jahrzehntelanger Erfahrung

kann unsere Applikationsabteilung Ihnen aufzeigen, was Sie mit unseren Geräten

alles vollbringen können. Für Ihre kniffligen Analysenprobleme erarbeiten unsere

Vertretungen massgeschneiderte Lösungen. Wir sind dazu da, Ihnen Ihre Laborarbeit

zu erleichtern.

Zahlreiche nützliche Applikationsbulletins sind oftmals nur einen Mausklick entfernt:

www.metrohm.com macht‘s möglich! Zahlreiche Applikationsbulletins aus diversen

Industriezweigen und Bereichen der Ionenanalytik warten darauf, von Ihnen heruntergeladen

zu werden. Erweitern Sie Ihre Kenntnisse mit Hilfe unserer kostenlosen

Monographien! Unser jüngster Spross in dieser Reihe, die Monographie «Thermometrische

Titration», wird in dieser Ausgabe vorgestellt.

Benötigen Sie ein Gerät oder ein Zubehörteil, so können Sie dieses in unseren umfassenden

Online-Katalogen suchen und einfach von Ihrem Schreibtisch aus bestellen.

Diese Metrohm Information zeigt Ihnen, wie dies am schnellsten geht!

Tauchen Sie ein in die Metrohm-Welt! Den Schlüssel dazu halten Sie in Ihren Händen.

Nebst Tipps zum fachgerechten Unterhalt von IC-Trennsäulen erwartet Sie

eine geballte Ladung an Applikationsberichten zu den neuesten Metrohm-Geräten

«TitrIC» und «Titrotherm 859». Die beiden Applikationsberichte über die Wasserbestimmung

in Biodiesel und in Gasen zeigen Ihnen, wozu Ihr Karl-Fischer-Titrator

fähig ist. Sie werden staunen!

Für Ihr Interesse an der Metrohm Information möchte ich mich recht herzlich bei

Ihnen bedanken!

Viel Erfolg mit Ihren Metrohm-Produkten

wünscht Ihnen Ihr neuer Redaktor

Dr. Benedikt Galliker

2 Metrohm Information Heft 2/2006


Die neue Flachmembran-Elektrode 6.0256.100:

Ein Meisterwerk von Metrohm!

Bestimmt haben Sie auch schon von einer Elektrode geträumt, die sich bestens

für die vollautomatische Titration kleiner Volumina eignet. Mit der neuen Flachmembran-Elektrode

6.0256.100 verwirklicht Metrohm Ihre Träume.

Das neue Design: Resultat jahrzehntelanger Erfahrung

Die neue Flachmembran-Elektrode ist keine gewöhnliche Elektrode sondern ein

Meisterwerk! Die ansprechende Flachmembran-Elektrode «Made in Switzerland»

enthält Metrohms jahrzehntelange Erfahrung und ein profundes Fachwissen,

das von den Glasbläsern unserer Tochterfirma Metroglas mit viel Geschick

umgesetzt wurde. Die Elektrode besitzt ein Schliffdiaphragma, welches

die pH-Glasmembran am planaren Elektrodenboden ringförmig umschliesst.

Diese neue Geometrie erweist sich als äusserst vorteilhaft.

Für die vollautomatische Titration prädestiniert

Das neue Design verleiht der Flachmembran-Elektrode folgende herausragenden

Eigenschaften:

• Das manschettenartige Schliffdiaphragma bewirkt einen konstanten und symmetrischen

Ausfluss des Bezugselektrolyten.

• Der Elektrodenschaft und die Elektrodenspitze sind vollständig aus Glas gefertigt.

Es sind also keine Hohlräume vorhanden, in welche sich Probenlösung einlagern

könnte. Es treten folglich auch keine störenden Memory-Effekte auf.

• Die elektrostatische Aufladung, die verrauschte Messresultate zur Folge hat,

konnte minimiert werden.

• Die Elektrode lässt sich neu auch für Titrationen verwenden.

• Da sich die Elektrode problemlos reinigen lässt, kann sie auch in Verbindung mit

einem Probenwechsler eingesetzt werden.

• Die minimale Eintauchtiefe beträgt nur gerade 1 mm.

• Da sich die Glasmembran in nächster Nähe zum Diaphragma befindet, wird eine

exzellente Wiederholbarkeit der Titrationsergebnisse erzielt.

Neuigkeiten: Flachmembran-Elektrode 6.0256.100

Für die vollautomatische Titration kleiner Volumina prädestiniert:

die neue Flachmembran-Elektrode 6.0256.100

mit Festschliffdiaphragma.

Titrationskurve, aufgenommen mit der neuen Flachmembran-Elektrode

Metrohm Information Heft 2/2006 3


Neuigkeiten: Flachmembran-Elektrode 6.0256.100

Exzellente Wiederholbarkeit und äusserst geringe Messfehler

Die neue Geometrie mit dem ringförmig um die pH-Glasmembran angebrachten

Schliffdiaphragma ergibt exzellente Wiederholbarkeiten und reduziert den Messfehler

auf ein absolutes Minimum. Dies geht klar aus der untenstehenden Tabelle

hervor.

Titration von Weinproben mit Natronlauge (c(NaOH) = 0,1 mol/L) unter Verwendung eines Probenwechslers. Der Endpunkt wurde mit zwei

herkömmlichen pH-Elektroden sowie mit zwei Flachmembran-Elektroden 6.0256.100 detektiert. Bei den Flachmembran-Elektroden sind die

Messfehler äusserst gering.

Herkömmliche pH-Elektroden Flachmembran-Elektroden 6.0256.100

pH-Elektrode pH-Elektrode Flachmembran- Flachmembran-

1 2 Elektrode 1 Elektrode 2

Mittelwert 5,151 mL 5,102 mL 5,141 mL 5,140 mL

Standardabweichung 0,0163 mL 0,0201 mL 0,0092 mL 0,0073 mL

Relative Standardabweichung 0,316% 0,394% 0,180% 0,143%

Das «Long Life»-Bezugssystem von

Metrohm:

Auch die Flachmembran-Elektrode ist

mit dem «Long Life»-Bezugssystem

von Metrohm ausgestattet. Die Silberchlorid-Beschichtung

des Silberdrahts

der Bezugselektrode ist über eine hochwirksame

Diffusionssperre mit dem

Bezugselektrolyten verbunden. Dieser

enthält deshalb nur geringe Konzentrationen

an komplexierten Silberionen,

womit sich die Gefahr einer Verstopfung

des Diaphragmas erheblich reduziert.

Dank diesem einzigartigen System von

Metrohm ist die Ansprechzeit bei pH- und

Temperaturänderungen äusserst kurz.

Die Aufbewahrungslösung: Sofort traumhafte Messergebnisse!

Alle kombinierten pH-Glaselektroden mit c(KCl)= 3 mol/L als Bezugselektrolyt,

also auch die Flachmembran-Elektroden, sind bei Nichtgebrauch in der patentierten

Aufbewahrungslösung 6.2323.000 aufzubewahren. Die optimale Zusammensetzung

der Aufbewahrungslösung garantiert die ständige Betriebsbereitschaft der

pH-Glaselektrode.

Einsatzgebiete

• pH-Oberflächenmessungen in der Papier-, Textil- und Lebensmittelindustrie

• pH-Messung von Bodenproben (wässrige Suspension)

• Vollautomatische Titrationen mit Probenwechsler

• Titration kleiner Volumina

Technische Spezifikationen

pH-Bereich 1...11

Temperaturbereich 0...70 °C

Schaftlänge 142 mm

Schaftdurchmesser 12 mm

Schaftmaterial Glas

Minimale Eintauchtiefe 1 mm

Elektrodensteckkopf Metrohm-Steckkopf G

Membranglas Spezialglas

Membranform planar

Diaphragma Festschliff

Bezugselektrolyt c(KCl) = 3 mol/L

Elektrolytausfluss 5...30 µL/h

Bezugssystem «Long Life» (LL)

4 Metrohm Information Heft 2/2006


Wassergehaltsbestimmung in schwer löslichen Substanzen:

Probenvorbereitung –

im Handumdrehen bereit zur Analyse!

Qualität, Haltbarkeit und Stabilität vieler Produkte

hängen stark vom Wassergehalt ab. Dessen Bestimmung

hat somit einen hohen Stellenwert. Als

Bestimmungsmethode für den Wassergehalt empfiehlt

sich die Karl-Fischer-Titration. Sie hat sich im

Vergleich zu anderen Methoden als schnell, genau

und zuverlässig erwiesen.

Leider lösen sich einige Stoffe in den KF-

Arbeitsmedien unvollständig oder zu langsam.

Der Probenvorbereitung kommt damit eine grosse

Bedeutung zu. Sie ist mitentscheidend für den

Erhalt von korrekten und reproduzierbaren Resultaten.

Bis anhin war aber die Probenvorbereitung

mühsam und zeitraubend.

Mit der neuen Titrando/Homogenisierer-Kombination entfällt die manuelle Probenvorbereitung.

Der Hochfrequenz-Homogenisierer von Metrohm ist eine Weiterentwicklung

des Polytron-Homogenisierers der Schweizer Firma Kinematica. Dieser zerkleinert die

Probe spielend leicht und ohne weiteres Zutun zu einer breiigen Masse. Die Freisetzung

des in der Probe enthaltenen Wassers kann durch Zugabe eines Lösevermittlers oder

durch Titration bei erhöhter Temperatur (normalerweise 50 °C) unterstützt werden.

Da der Zerkleinerungsprozess direkt im abgedichteten Titriergefäss erfolgt, lässt

sich eine Verfälschung des Analysenergebnisses ausschliessen. Von aussen kann

keine Luftfeuchtigkeit in das abgedichtete Titriergefäss eindringen, und während

dem Zerkleinern freigesetztes Wasser kann nicht nach aussen gelangen.

Zur effizienten Zerkleinerung von Objekten, welche grösser sind als der Durchmesser

Neuigkeiten: Homogenisierer für KF-Titrationen

KF-Titration spielend leicht gemacht mit Titrando plus Homogenisierer

Alles was es zur erfolgreichen Wasserbestimmung in

schwerlöslichen Substanzen braucht: einen Hochfrequenz-Homogenisierer

und den Titrando 841 von Metrohm.

Die beiden Aggregate des Hochfrequenz-Homogenisierers

von Metrohm: Variante mit hervorstehendem Messer

(links) sowie Standardvariante (rechts).

Metrohm Information Heft 2/2006 5


Neuigkeiten: Homogenisierer für KF-Titrationen

des Aggregats des Hochfrequenz-Homogenisierers (12 mm), wird die Variante mit

dem hervorstehenden Messer eingesetzt. Zum Zerkleinern von Objekten mit einem

Durchmesser kleiner als 12 mm sowie zum Homogenisieren kommt die Standardvariante

ohne hervorstehendes Messer zum Einsatz. Damit Sie für jede Ihrer Anwendungen

ein optimales Ergebnis erzielen können, stehen Ihnen Hochfrequenz-Homogenisierer

der Länge 115 sowie 154 mm zur Verfügung.

Zwei, die sich verstehen

Der KF-Titrando 841 und der Hochfrequenz-Homogenisierer arbeiten perfekt via

RS232-Schnittstelle zusammen. Die Rührgeschwindigkeit und die Dauer der Zerkleinerung

können komfortabel über den Touch-Control gesteuert werden. In diesem

Fall benötigen Sie keinen PC. Arbeiten Sie dagegen mit einem PC, so erfolgt

die Steuerung über die Titrationssoftware tiamo oder die PC-Control-Software. Besonders

praktisch ist die Möglichkeit, die Rührgeschwindigkeit auch während des

Bestimmungsvorgangs zu variieren: ein zusätzlicher Rührer wird nicht benötigt, da

der Hochfrequenz-Homogenisierer diese Aufgabe übernehmen kann.

Die Probe lässt sich somit zuerst bei hoher Drehzahl zerkleinern und anschliessend

bei geringerer Drehzahl mittels KF-Titration analysieren.

Haben Sie ein grosses Probenaufkommen zu bewältigen? Mit einem unserer

Probenwechsler, der direkt auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten ist, lässt sich dies

kostengünstig und zeitsparend bewerkstelligen. Der Hochfrequenz-Homogenisierer

fügt sich problemlos in ein automatisiertes System ein, alle Möglichkeiten der

Automation stehen Ihnen offen.

Anwendungsbeispiele für schwerlösliche Substanzen

Nachfolgend sind einige Anwendungsbeispiele aufgeführt, bei welchen Metrohm

den Einsatz eines Hochfrequenz-Homogenisierers empfiehlt. Eine Vielzahl von

Anwendungsmöglichkeiten wird auch in der Metrohm-Monographie «Wasser-

bestimmung durch Karl-Fischer-Titration» vorgestellt, welche Sie kostenlos bei

Ihrer Metrohm-Vertretung bestellen können (Artikelnummern 8.026.5011: deutsch;

8.026.5013: englisch).

Süssigkeiten

Obwohl Wasser kein Hauptbestandteil von Süssigkeiten darstellt, ist dessen Gehalt

bei der Herstellung ein kritischer Faktor. Der Wassergehalt bestimmt sowohl

die Beschaffenheit der Süssigkeiten als auch das Geschmackserlebnis bei deren

Genuss.

Pharmazeutika

Der Wassergehalt von Medikamenten beeinflusst die Freisetzung des Wirkstoffes.

In der pharmazeutischen Analytik ist der Wassergehalt deshalb ein wichtiger Parameter.

Mit dem Titrando plus Homogenisierer lösen sich Tabletten unabhängig von

der Beschichtung innerhalb kurzer Zeit im KF-Reagenz auf.

Fleisch

Fleisch enthält meist einen hohen Wasseranteil, der allerdings in Zellen eingeschlossen

ist. Das Wasser kann deshalb nur durch Zerkleinern mit einem Hochfrequenz-

Homogenisierer freigesetzt werden.

Getrocknetes Pflanzenmaterial

Auch in pflanzlichem Material (zum Beispiel Tabak) ist der grösste Teil des Wassers

in Zellen eingeschlossen. Am einfachsten lässt sich dieses mit Hilfe eines Hochfrequenz-Homogenisierers

freisetzen.

6 Metrohm Information Heft 2/2006


Als umweltgerechte und preisgünstige Alternative zu konventionellem Diesel wird

Biodiesel weltweit immer attraktiver. Biodiesel wird aus Pflanzenölen (z.B. Raps-,

Soja- und Jatrophaöl) sowie aus tierischen Fetten durch Veresterung mit Methanol

gewonnen. Biodiesel ist ein Gemisch von Fettsäuremethylestern (FAME). Im Jahr

2005 wurden in Deutschland 1,8 Mio. Tonnen Biodiesel verbraucht.

Für die Qualität von Biodiesel bestehen Mindestanforderungen, die in der seit Herbst

2003 gültigen europäischen Norm DIN EN 14214 festgelegt sind.

Der Wassergehalt in Biodiesel bestimmt den Heizwert und vor allem die Haltbarkeit

des Kraftstoffes. Biodiesel mit hohem Wassergehalt hat eine klar geringere Oxidationsstabilität.

Je geringer die Oxidationsstabilität, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit,

dass bei längerer Lagerung Oxidationsprodukte entstehen. Diese können

im Motorenbereich, insbesondere bei der Einspritzung, zu Störungen durch Ablagerungen

führen. Um dies zu vermeiden, begrenzt die DIN EN 14214 den maximalen

Wassergehalt auf 500 ppm.

In der Norm ISO 12937 «Mineralölerzeugnisse – Bestimmung des Wassergehaltes

– Coulometrische Titration nach Karl Fischer» wird die coulometrische Titration nach

Karl Fischer zur Bestimmung das Wassergehalts beschrieben. Die KF-Coulometer

756 und 831 von Metrohm erfüllen spielend alle von der Norm geforderten Spezifikationen

und eignen sich hervorragend für diese Applikation. In den meisten Fällen

kann die Probe direkt mit einer Spritze in die Reaktionslösung injiziert werden. Um die

Löslichkeit der Proben zu verbessern, wird das KF-Reagenz mit Xylol (Dimethylbenzol)

versetzt. Anhang B der Norm beschreibt zudem die volumetrische Bestimmung

des Wassergehalts. Auch hierfür hat Metrohm die passenden Titratoren.

Viele Biodiesel-Treibstoffe enthalten Additive, welche im Verlauf der coulometrischen

Karl-Fischer-Direkttitration Nebenreaktionen eingehen können. In diesen

Fällen empfiehlt Metrohm, die Biodieselprobe nicht direkt in die Reaktionslösung zu

injizieren. Stattdessen sollte das im Biodiesel enthaltene Wasser mit der KF-Ofenmethode,

unter Verwendung des Ofens KF-Thermoprep 832, bei 120 °C ausgetrieben

und mittels Trägergasstrom (trockene Luft oder Inertgas) in die Titrierzelle des

Coulometers eingeleitet werden. Mit dem Oven Sample Processor 774 lässt sich

dieser Prozess vollständig automatisieren.

Applikation: Wassergehalt von Biodiesel

Metrohm-KF-Coulometer 756 und 831:

Bestimmung des Wassergehalts in Biodiesel nach ISO 12937

Wir leben in einem Zeitalter,

in dem die überflüssigen

Ideen überhand nehmen und

die notwendigen Gedanken

ausbleiben.

Joubert

Metrohm Information Heft 2/2006 7


Applikation: Wassergehalt von Biodiesel

KF-Coulometer 756 mit Drucker und Magnetrührer 728.

Tabelle 1:

Resultate der Bestimmung des Wassergehalts von Biodiesel

KF-142-1 mittels Direktinjektion.

x = Mittelwert über n Messungen

(Probe: ermittelter Wassergehalt;

Standard: Wiederfindungsrate in %)

s = Standardabweichung

VK = Varianzkoeffizient (relative Standardabweichung)

Abbildung 1:

Abhängigkeit der Analysenzeit von der eingewogenen

Probenmenge bzw. der zu titrierenden Wassermenge.

Wassergehaltsbestimmung in Biodiesel KF-142-1 durch

Direktinjektion, Sechsfach-Bestimmung

Zur Bestimmung des Wassergehalts in Biodiesel KF-142-1 wurden hintereinander

sechs Proben direkt in die Titrierzelle des KF-Coulometers 756 injiziert. Davor und

danach wurde das Messsystem mit flüssigem Wasserstandard (1,002 mg/g) überprüft

und die Wiederfindungsrate berechnet (siehe Tabelle 1).

Proben x s VK n

Standard 1,002 mg/g 98,37% 0,45% 0,45% 3

KF-142-1 337,1 ppm 2,0 ppm 0,59% 6

Standard 1,002 mg/g 97,57% 0,53% 0,55% 3

Standard 1,002 mg/g 98,94% 0,41% 0,42% 3

Die Analysenzeit für die Bestimmung des Wassergehalts beträgt 60 bis 120 Sekunden

und ist abhängig von der Probeneinwaage (siehe Abb. 1). Die Probeneinwaagen

betrugen 0,5...2 g.

8 Metrohm Information Heft 2/2006


Wassergehaltsbestimmung in Biodiesel KF-142-1 mittels

Ofenmethode, Sechsfach-Bestimmung

Um Verfälschungen des zu bestimmenden Wassergehalts in Biodiesel durch Additive

auszuschliessen, wurde dieser auch mittels der KF-Ofenmethode bestimmt. Als

Messsystem diente die Kombination von Oven Sample Processor 774 und KF-Coulometer

831, welche durch die Titrationssoftware tiamo full gesteuert wurde.

Da durch das Arbeiten mit dem Ofen nur Wasser aber keine Probenmatrix in die Titrierzelle

des KF-Coulometers transferiert wird, kann auf die Zugabe des Lösevermittlers

Xylol verzichtet werden. Es empfiehlt sich jedoch, mit einem speziell für die Ofentechnik

geeigneten coulometrischen Reagenz zu arbeiten. Als Service bietet Ihnen Metrohm

auf www.metrohm.com eine Übersicht der kommerziell erhältlichen KF-Reagenzien.

Zur Festlegung der optimalen Ofentemperatur wurde eine sogenannte Ausheizkurve

mit dem Oven Sample Processor 774 und dem KF-Coulometer 831 ermittelt. Die Aufnahme

der Heizkurve erfolgte bei einer Heizrate von 2 °C/min über einen Temperaturbereich

von 50 bis 250 °C. Die Ausheizkurve wird durch Auftragen der Menge an

freigesetztem Wasser pro Zeiteinheit (µg/min; auch «Drift» genannt) als Funktion der

Temperatur dargestellt (siehe Abb. 2). In blauer Farbe werden Werte dargestellt, welche

mit Luft als Trägergas erhalten wurden. Werte für Stickstoff werden in roter Farbe

dargestellt. Die Abbildung zeigt, dass die Drift zwischen 50 und 120 °C besonders

hoch ist und die Probe daher in diesem Temperaturbereich ihr Wasser freigibt. Bei

etwa 120 °C ist die Drift wieder auf den Anfangswert von 10 µg/min abgesunken, das

heisst es wird kein weiteres Wasser mehr freigesetzt.

In beiden Fällen tritt eine Nebenreaktion ein, welche einen erneuten Driftanstieg zur

Folge hat. Diese Nebenreaktion setzt bei etwa 150 °C ein und tritt bei Verwendung

von Luft als Trägergas deutlicher in Erscheinung.

Applikation: Wassergehalt von Biodiesel

Ein Traumpaar für die automatisierte KF-Ofenmethode:

der Oven Sample Processor 774 und das KF-Coulometer

831.

Abbildung 2:

Ausheizkurve einer Biodieselprobe zwecks Bestimmung

der optimalen Arbeitstemperatur des KF-Ofens.

Metrohm Information Heft 2/2006 9


Applikation: Wassergehalt von Biodiesel

Tabelle 2:

Resultat der Bestimmung des Wassergehalts von Biodiesel

KF-142-1 mittels Ofenmethode.

x = Mittelwert über n Messungen

(Probe: ermittelter Wassergehalt;

Standard: Wiederfindungsrate in %)

s = Standardabweichung

VK = Varianzkoeffizient (relative Standardabweichung)

Tabelle 3:

Wassergehalt in Biodiesel ermittelt durch Direktinjektion

(links) und mit der Ofenmethode (rechts) mit Angabe der

geforderten und erzielten (sichtbar besseren) Wiederholpräzision.

Basierend auf den mit der Ausheizkurve gewonnenen Erkenntnissen wurden alle

nachfolgenden Messungen bei einer Ofentemperatur von 120 °C durchgeführt. Zusätzlich

fand auch wieder eine Überprüfung des Messsystems mit Wasserstandard

statt, wobei die Feststoffstandards Na-Tartrat-2-hydrat und Lactose verwendet wurden

(siehe Tabelle 2). Bei den Resultaten für Biodiesel und die Feststoffstandards

wurde der Blindwert berücksichtigt.

Proben x s VK n

Blindwert 63,8 µg 1,3 µg 2,09% 3

Lactose 5,081% 100,45% 0,001% 0,001% 3

Na-Tartrat 15,66% 100,80% 0,004% 0,003% 3

KF-142-1 349,3 ppm 11,1 ppm 3,18% 6

Überprüfung der Wiederholbarkeit r (repeatability)

nach ISO 12937

Laut ISO 12937 müssen die Testergebnisse folgende Anforderungen in Bezug auf

die Wiederholbarkeit erfüllen:

Die Differenz zweier Ergebnisse, erzielt durch die gleiche Person unter identischen

Testbedingungen, darf folgenden Wert r für die Wiederholbarkeit nur

einmal in 20 Fällen überschreiten r = 0.01874X 0.5 . Dabei ist X der Mittelwert

aller Prüfwerte als Massenanteil in Prozent auf 0.001% gerundet.

Tabelle 3 zeigt die Ergebnisse der Wasserbestimmung in Biodiesel KF-

142-1 (Direktinjektion und Ofenmethode). Die Wassergehalte der je sechs

Messungen werden dabei als Massenanteil in ppm und in Prozent angegeben

(Probeneinwaage = 1000000 ppm = 100%). Mit dem Mittelwert dieser

Werte und obiger Formel, lässt sich die mit roter Farbe markierte Wiederholbarkeit

r zu 0,00346% bzw. 0,00351% berechnen. Werden die Massenanteile der Probe

mit dem grössten und kleinsten Wassergehalt voneinander subtrahiert, erhält man

die Differenz von 0,001 bzw. 0,002%. Diese Zahlenwerte für die Differenz sind viel

kleiner als jene für die Wiederholbarkeit r. Dies zeigt, dass mit beiden Bestimmungsmethoden

weitaus bessere Wiederholbarkeiten für den Wassergehalt in Biodiesel

erzielt werden können, als dies die Norm ISO 12937 fordert. Die gleichen Berechnungen

für die Angaben in ppm sind mit oranger Farbe markiert.

Die Differenz der Mittelwerte der beiden Messtechniken ist mit ca. 12 ppm bzw.

0,001% ebenfalls deutlich kleiner als die Wiederholbarkeit r.

Die geringe Abweichung der Ergebnisse mit Direktinjektion zu den mit der Ofenmethode

erhaltenen zeigt zudem, dass der untersuchte Biodiesel keine Additive enthielt,

welche bei der Direktinjektion zu Störungen geführt hätten.

Wassergehalt mit Direktinjektion Wassergehalt mit Ofenmethode

Probe Nr. % ppm Probe Nr. % ppm

1 0.034 336.4 1 0.036 362.1

2 0.033 334.1 2 0.036 359.1

3 0.034 335.9 3 0.034 340.4

4 0.034 338.7 4 0.034 338.4

5 0.034 339.5 5 0.036 356.8

6 0.034 337.8 6 0.034 339.2

Mittelwert 0.034 337.1 Mittelwert 0.035 349.3

r 0.00346 r 0.00351

r * 10000 34.6 r * 10000 35.1

Max 0.034 339.5 Max 0.036 362.1

Min 0.033 334.1 Min 0.034 338.4

Differenz 0.001 5.4 Differenz 0.002 23.7

10 Metrohm Information Heft 2/2006


Auf die KF-Titratoren von Metrohm können Sie sich verlassen!

Tipps und Tricks zur Bestimmung des Wassergehalts in

Gasen nach ISO 10101-3

Wasser ist unser Lebenselixier. Bei verschiedenen industriellen Prozessen ist aber

seine Präsenz bereits in kleinsten Mengen unerwünscht:

• Frisch aus Lagerstätten gefördertes Erdgas ist nicht transportfähig und muss

daher zuerst getrocknet werden. Bei der Verflüssigung von Erdgas würden Restmengen

von darin enthaltenem Wasser gefrieren und Ventile verstopfen. Zudem

hat feuchtes Erdgas einen kleineren Heizwert.

• Hochreine, trockene Schutzgase (z.B. Stickstoff, Argon) sind aus vielen

Produktionsprozessen der chemischen und technischen Industrie nicht mehr

wegzudenken: Der Einsatz von trockenem Schutzgas erhöht zum Beispiel die

Korrosionsbeständigkeit einer Schweissnaht.

Die Festlegung verbindlicher Qualitätsmerkmale von Gasen und deren Überwachung

ist somit zwingend. Die Norm ISO 10101 beschreibt die Wasserbestimmung

in Erdgas mittels coulometrischer Karl-Fischer-Titration.

Coulometrische Karl-Fischer-Titration auf höchstem Niveau

Viele unserer Kunden möchten den Feuchtigkeitsgehalt ihrer Gase bestimmen.

Metrohm hat nun eine clevere Methode entwickelt, welche auf der ISO-

Norm 10101 basiert: «Natural gas: Determination of water by the Karl Fischer

method».

Das zu analysierende Gas wird durch die Karl-Fischer-Titrierzelle geleitet, in der das

Wasser vom KF-Reagenz absorbiert und dann mit dem Metrohm-KF-Coulometer

831 bestimmt wird. Die Metrohm-Methode lässt sich neben Erdgas auch für andere

Gase (z.B. Stickstoff) anwenden, welche nicht mit dem Karl-Fischer-Reagenz

reagieren.

Die Steuerung des Gasflusses erfolgt mit Magnetventilen, welche sich im Betrieb

bis auf 70 °C erwärmen können. Die zu untersuchenden Gase dürfen deshalb

weder leicht entflammbar noch explosiv sein. Erdgas mit seiner Zündtemperatur

von 650 °C in Erdgas/Luft-Gemischen lässt sich aber problemlos analysieren

(siehe auch DIN EN 60079-14 / VDE 0165 Teil 1).

Die Probenzugabe

Die reproduzierbare Bestimmung des Wassergehalts ist knifflig, da viele Gase meist

nur wenige µg/L Wasser enthalten. Problematisch ist nicht die coulometrische

Messung selbst, sondern die Zuführung der Probe. Ein optimaler Messaufbau und

die exakte Bestimmung des Gasvolumens sind das A und O der Wasserbestimmung

im unteren ppm-Bereich.

Die nachfolgende Abbildung zeigt den Aufbau des Metrohm-Systems (hier für Stickstoff).

Während ein Reduzierventil die Strömungsgeschwindigkeit des Gases in der

Zuleitung reduziert, lässt sich mit dem nachgeschalteten Kombiinstrument (Gasflussmesser

und Gasflussregler) der Firma Vögtlin Instruments AG (Schweiz) der Gasfluss

in der Zuleitung messen und auf den gewünschten Wert regeln. Um das Innere der

Leitungen und des Kombiinstruments von adsorbiertem überschüssigem Wasser zu

befreien, muss gründlich mit dem zu bestimmenden Gas gespült werden. Ein Verteilerstück

und zwei Zweiwege-Ventile erleichtern diese Prozedur. Durch Öffnen von Ventil 1

und Schliessen von Ventil 2 lässt sich der Gasstrom an der Messzelle vorbeileiten. Letztere

kann zwischenzeitlich bequem konditioniert werden. Nach Beendigung des Spülvorgangs

wird Ventil 1 geschlossen, der Gasstrom über das geöffnete Ventil 2 in die KF-

Titrierzelle eingeleitet und die Wasserbestimmung gestartet.

Applikation: Wassergehalt von Gasen

Wem das Wasser

bis zum Hals steht,

der darf den Kopf nicht

hängen lassen.

Metrohm Information Heft 2/2006 11


Applikation: Wassergehalt von Gasen

Aufbau eines optimalen Messsystems

Zertifizierter Massendurchflussregler «red-y smart

controller GSC» der Firma Vögtlin Instruments AG

(Aesch, Schweiz; www.red-y.com)

Das in die Messzelle eingeleitete Gasvolumen ergibt sich aus dem Produkt des Gasflusses

Φ und der Zeitdauer der Einleitung t.

V gas = t • Φ

Φ = Gasflussrate [L/min]

t = Dauer der Gaseinleitung [min]

V = eingeleitetes Gasvolumen [L]

gas

Die Kenntnis genauer Werte für Φ und t ist somit von äußerster Wichtigkeit. Um

eine reproduzierbare Einleitdauer zu gewährleisten, sollte die Steuerung der Ventile

automatisiert werden. Die Titrationssoftware tiamo eignet sich auch dazu hervorragend:

Die Ventile können mittels Relay Box entsprechend dem Konditionier- bzw.

Bestimmungsstatus des Coulometers geöffnet und geschlossen werden. Zusätzlich

wird die Dauer der Gaseinleitung dokumentiert und kann zur Berechnung des Gasvolumens

verwendet werden.

Um das Gasvolumen exakt zu messen, ist ein stabiler Gasfluss unabdingbar. Die

Verwendung eines Gasflussreglers ist deshalb zu empfehlen, dieser regelt bei Temperaturschwankungen

den Gasfluss automatisch nach. Der zertifizierte Massendurchflussregler

«red-y smart controller GSC» mit der Software «get red-y» der

Firma Vögtlin Instruments AG (Aesch, Schweiz) eignet sich dazu bestens.

Ein weiterer kritischer Faktor sind die Schlauchverbindungen des Zuleitsystems.

Diese müssen so kurz wie möglich gehalten werden, um Absorption oder Desorption

in den Leitungen zu vermindern. Auch das Material des Zuleitsystems spielt

eine wichtige Rolle. Untersuchungen haben gezeigt, dass Kunststoffschläuche

Wasser absorbieren: PVC zum Beispiel absorbiert 50 mg Wasser pro Quadratmeter

Schlauch in der Stunde. Die gefundenen Wassergehalte sind deshalb zu hoch.

Kunststoffschläuche sind somit für Wassergehalte kleiner als 120 µg/L unbrauchbar

(entspricht für Stickstoff bei 1 bar, 25 °C etwa 70 ppm). Damit eine Bestimmungsgrenze

von 5 ppm erreicht werden kann, muss unbedingt auf metallische

Zuleitungen zurückgegriffen werden.

Die coulometrische KF-Titrierzelle

Bei Gasen mit Wassergehalten grösser als 50 ppm kann mit einer Generatorelektrode

ohne Diaphragma gearbeitet werden. Bei tieferen Wassergehalten ist eine Generatorelektrode

mit Diaphragma vorzuziehen, da sich mit ihr im unteren Messbereich

genauere und reproduzierbarere Ergebnisse erzielen lassen.

12 Metrohm Information Heft 2/2006


Für Probeninjektionen im Gasstrom eignet sich als Anolyt ein coulometrisches

KF-Ofenreagenz sehr gut. Bei dieser Reagenzart wird ein Lösemittel verwendet,

welches weniger flüchtig ist als Methanol. Metrohm bietet Ihnen im Internet unter

www.metrohm.com oder im Applikationsbulletin Nr. 137 eine Übersicht über

KF-Reagenzien an. Wird mit normalem KF-Reagenz gearbeitet, führt das wiederholte

Einleiten von Gas zu Methanolverlusten, die gegebenenfalls durch Zugabe

trockenen Methanols auszugleichen sind.

Der Anodenraum sollte auf 110…200 mL aufgefüllt werden. Weniger als 110 mL

führen zu einer ungenügenden Absorption des Wassers durch den Anolyten. Zuviel

Reagenz verlängert die Konditionierzeit unnötig. Im Kathodenraum kann handelsüblicher

Katholyt benutzt werden, die Füllhöhe des Katholyten sollte gleich der Füllhöhe

des Anolyten sein.

Das Gas sollte über ein Einleitrohr mit Fritte (6.1439.020; Porosität P 160 gemäss

ISO 4793) in die KF-Titrierzelle eingebracht werden. Durch die Fritte wird das Gas

besser verteilt und es werden kleinere Gasbläschen gebildet, wodurch sich das

Wasser besser durch den Anolyten absorbieren lässt.

Der Endpunkt wird mit Hilfe einer Doppel-Platinelektrode detektiert.

Das Einleitrohr mit Fritte, über welches das Gas in die KF-Titrierzelle eingebracht wird

(unten: Detailansicht der Fritte).

Die tiamo-Datenbank ist ein weiterer Trumpf dieses Systems. Nicht nur Be-

stimmungen, sondern sämtliche Einstellungen, Methoden und Anwenderinformationen

werden in tiamo abgelegt.

Zur Darstellung der Daten dient die Bestimmungsübersicht. Tabellarisch und frei

konfigurierbar erhalten Sie hier die wichtigsten Informationen zu jeder Probe.

Selbstverständlich wird zu jeder Bestimmung die entsprechende Titrationskurve

angezeigt, deren Darstellung Sie ebenfalls frei definieren können.

Wertvolle Zusatzinformation von Metrohm für Sie:

Metrohm im Netz:

Eine Liste der Karl-Fischer-Reagenzien finden Sie unter www.metrohm.com,

indem Sie folgendem Pfad folgen:

Products > Titration > Karl Fischer Titration > KF Reagents.

Applikationsbulletin Nr. 137:

Karl-Fischer-Wasserbestimmung mit dem KF-Coulometer

Applikation: Wassergehalt von Gasen

Mit der Zeit

bereut man alle Sünden,

die man begangen hat,

und dazu einige, die man

unterliess.

Brigitte Bardot

Metrohm Information Heft 2/2006 13


Applikation: Wasseranalytik mit TitrIC

TitrIC: Vollautomatische Wasseranalytik auf Knopfdruck

Das TitrIC 2-System für die vollständig automatisierte

Wasseranalyse.

Bis anhin war die Trinkwasseranalytik zeitaufwendig, teuer und erforderte viel Handarbeit.

Mit dem neuen TitrIC von Metrohm können Sie Ihre Wasserproben vollautomatisch

per Knopfdruck analysieren: Die Proben ins Probengefäss geben, auf dem

Probenrack platzieren und die Messung starten. TitrIC übernimmt für Sie die Arbeit

und analysiert bis zu 100 Proben ohne manuelles Eingreifen, egal ob tagsüber,

nachts oder sogar an Wochenenden. So einfach kann Wasseranalytik mit Metrohm

sein: kostensparend und mit hoher Präzision!

TitrIC vereint Titration, Ionenchromatographie und Direktmessung in einem System.

Die Direktmessungen umfassen Temperatur, Leitfähigkeit und pH-Wert. Die Säurekapazität

(m- und p-Wert) wird titrimetrisch bestimmt. Die Anionen werden mittels

Ionenchromatographie quantifiziert. Während TitrIC 1 den Gehalt an Calcium

und Magnesium titrimetrisch mit einem Titrando bestimmt, erfolgt mit TitrIC 2

die Bestimmung aller Kationen mit einem zusätzlichen Ionenchromatographen.

Alle Methoden verwenden dieselben «Liquid Handling»-Einheiten und einen gemeinsamen

Probenwechsler. Sämtliche Messwerte werden von der TitrIC-Software

bequem in einem gemeinsamen Report verwaltet.

TitrIC 2: Das blitzschnelle Kraftpaket für die Ionenanalytik

In maximal neun Minuten sind alle Messungen durchgeführt, das heisst die wichtigsten

Inhaltsstoffe bestimmt. Eine umfassende Analyse mit Bestimmung der Oxohalogenide

ist ebenfalls möglich – für jede Applikation kann die dafür am besten geeignete

Säule verwendet werden. Die ionenchromatographische Bestimmung von

Anionen und Kationen läuft simultan zur Titration ab und garantiert so eine optimale

Nutzung Ihrer Zeit (siehe Fliessschema).

14 Metrohm Information Heft 2/2006


TitrIC 2 – Fliessschema

TitrIC lässt sich problemlos an weitere Aufgabenstellungen anpassen. Automatische

Verdünnung aufgrund der Leitfähigkeitsmessung, Ultrafiltration, Dialyse und

weitere Probenvorbereitungen können ebenfalls implementiert werden. Prinzipiell

lassen sich alle ionenchromatographisch bestimmbaren Anionen und Kationen bequem

und zeitsparend mit TitrIC 2 bestimmen. In den Metrohm-Applikationsbulletins

288 bis 290 finden Sie weitere Einzelheiten zur Wasseranalytik mit TitrIC.

Ionenchromatogramme auf einen Blick!

Trinkwasserprobe: Ionenchromatogramm der Standardanionen und der Oxohalogenide

(mit chemischer Suppression).

Gehalte an Anionen in Trinkwasser mittels IC (Chlorit und Bromat nicht nachweisbar)

Anion Fluorid Chlorid Nitrit Bromid Chlorat Nitrat Phosphat Sulfat

Retentionszeit

min

Peakhöhe

µS/cm

Peakfläche

µS/cm*sec

Konzentration

mg/L

6.63 10.26 12.55 15.73 16.27 18.14 24.47 27.11

0.15 23.94 0.003 0.003 0.003 6.58 0.001 2.99

1.74 303.3 0.030 0.033 0.031 125.5 0.024 82.0

0.063 13.13 0.0023 0.0048 0.0099 10.16 0.063 5.33

Applikation: Wasseranalytik mit TitrIC

TitrIC 2: Experimentelles

Liquid Handling und Probenwechsler:

Geräte: 3 Dosinos 800

Stabrührer 802

Robotic Titrosampler 855

Leitfähigkeitsmessung:

Gerät: Konduktometer 712

Zelle: Leitfähigkeitsmesszelle mit

Pt-1000-Temperaturfühler

Ionenchromatographie (Anionen):

Gerät: Advanced Compact IC 861

mit chemischer Suppression

Säule: Metrosep SUPP 7 – 250

Vorsäule: Metrosep RP Guard

Ionenchromatographie (Kationen):

Gerät: Advanced Compact IC 861

Säulen: Metrosep C 2 – 250

Vorsäule: Metrosep C 2 Guard

Titration:

Gerät: Robotic Titrosampler 855

Elektrode: Aquatrode Plus

Metrohm Information Heft 2/2006 15


Applikation: Wasseranalytik mit TitrIC

Immer einen Schritt voraus:

TitrIC macht‘s möglich!

Das TitrIC-System und die TitrIC-Software

sind äusserst flexibel und erlauben

die Durchführung beliebiger Titrationen,

Direktmessungen oder ionenchromatographischer

Bestimmungen.

TitrIC lässt sich an die analytischen Aufgaben

anpassen. Ihre Applikation bestimmt, welche

Parameter von Interesse sind. Zusammen

mit dem einzigartigen und weltweit besten

«Liquid Handling» von Metrohm empfiehlt

sich TitrIC nebst der Wasseranalytik für eine

Vielzahl von Anwendungen, zum Beispiel in

den Bereichen Lebensmittelanalytik, Galvanik

oder Pharmazie.

TitrIC im Internet:

• Weiterführende Informationen zu TitrIC

finden Sie unter www.metrohm.com, indem

Sie folgendem Pfad folgen:

Products > Ion Chromatography > TitrIC

• Die Metrohm-Applikationsbulletins Nr. 288

bis 290 enthalten nützliche Anwendungsbeispiele

zu TitrIC. Sie sind unter

www.metrohm.com zugänglich:

Applications > Notes & Bulletins

Trinkwasserprobe: Ionenchromatogramm der Kationen (ohne chemische Suppression).

Gehalte an Kationen in Trinkwasser mittels IC

Kation Natrium Kalium Calcium Magnesium

Retentionszeit

min

Peakhöhe

µS/cm

Peakfläche

µS/cm*sec

Konzentration

mg/L

6.55 9.79 10.92 15.87

3.11 0.12 9.86 4.11

41.0 2.76 445.3 218.9

0.5950 0.1164 8.4964 1.7326

Wasseranalytik mit TitrIC: schnell und präzise!

Für die vorliegende Arbeit werden die Anionen Fluorid, Chlorid, Nitrat, Sulfat,

Chlorit, Bromat, Nitrit und Phosphat sowie die Kationen von Natrium, Kalium,

Calcium und Magnesium bestimmt. Die vollautomatisch erhaltenen Werte weisen

eine beachtliche Präzision auf. Überzeugen Sie sich selbst davon: Die untenstehenden

Tabellen zeigen die Reproduzierbarkeit von jeweils 10 aufeinanderfolgenden

Messungen.

Bestimmung der Reproduzierbarkeit von Anionen- und Kationenkonzentrationen mittels 10 aufeinanderfolgender

Messungen.

x = Mittelwert, s = Standardabweichung, RSD = relative Standardabweichung (Varianzkoeffizient)

Unterhalb der Nachweisgrenze: Chlorit, Bromat und Ammonium.

Anion Fluorid Chlorid Nitrit Bromid Chlorat Nitrat Phosphat Sulfat

x mg/L 0.060 13.07 0.002 0.005 0.009 10.15 0.005 5.29

s mg/L 0.003 0.054 0.0002 0.00006 0.001 0.050 0.001 0.041

RSD 4.43% 0.41% 11.2%* 1.11% 3.87% 0.49% 15.31%* 0.78%

Kationen Natrium Kalium Calcium Magnesium

x mg/L 6.23 1.729 84.91 17.42

s mg/L 0.10 0.098 0.90 0.26

RSD 1.67% 5.72% 1.06% 1.51%

*Nitrit und Phosphat sind chemisch instabil (Oxidation resp. Bindung) und haben daher höhere RSD-

Werte.

16 Metrohm Information Heft 2/2006


Säurekapazität

Die Säurekapazität des Wassers (K S ) wird mittels Titration bestimmt. Die Säurekapazität

entspricht der Stoffmenge an Hydronium-Ionen, die eine Wasserprobe bis zum Erreichen

bestimmter, festgelegter pH-Werte aufnimmt. Bei der Säurekapazität bis zum

pH-Wert 8.2 (K S 8.2 , früher p-Wert) wird mit HCl bis pH = 8.2 und für K S 4.3 (m-Wert)

bis pH = 4.3 titriert. Liegt der pH-Wert des analysierten Trinkwassers unterhalb 8.2,

was meistens der Fall ist, so entfällt die Bestimmung von K S 8.2 . Die Menge an verbrauchter

HCl entspricht der Carbonat-Konzentration, welche mit in die Berechnung

der Differenz der Ionenbilanzen einfliesst.

Ionenbilanzen verschaffen Klarheit

Als praktisch erweist sich die Berechnung der Differenz der Ionenbilanzen durch TitrIC.

Diese Differenz, welche auf dem Gesetz der Elektroneutralität basiert, liefert Ihnen das

entscheidende Plus an Informationen. Sie kann anhand der obenstehenden Tabellen

berechnet werden und entspricht vereinfacht ausgedrückt dem Unterschied zwischen

positiven und negativen Summenladungen (siehe auch TitrIC-Report weiter unten).

Ist der Wert für die Differenz der Ionenbilanzen nahezu Null, so ist dies ein Indiz dafür,

dass Sie die am häufigsten vorkommenden Anionen und Kationen in Ihrer Probe

präzise erfasst haben.

Auf Nummer sicher gehen: Messdatenverwaltung mit TitrIC

Mit der TitrIC-Software von Metrohm gehen Sie auf Nummer sicher – geruhsamer

Schlaf inklusive! Vorbei sind die Zeiten wo Sie einzelne Messwerte mühsam und

äusserst zeitaufwendig von Hand eingeben mussten. Die komfortable und benutzerfreundliche

TitrIC-Software verwaltet alle Messwerte zentral in einer Datenbank. Diese

können auch automatisch in einer Excel- oder PDF-Datei gespeichert werden, womit

TitrIC auch LIMS kompatibel ist. Gleichzeitig ist auch die absolute Nachvollziehbarkeit

der Daten gegeben.

Der untenstehende Bildschirmausdruck zeigt, wie übersichtlich alle Werte dar-

gestellt werden. Auch die aussagekräftige Differenz der Ionenbilanzen («ionic

difference») ist aufgeführt.

Kurz und bündig: Mit TitrIC von Metrohm ist Wasseranalytik spielend leicht

durchzuführen!

Applikation: Wasseranalytik mit TitrIC

Titrimetrische Bestimmung der Säurekapazität bis zum

pH-Wert 4.3.

TitrIC 3 mit DisCover-Funktion

Unser Tipp:

DisCover und TitrIC 3

Um Ihre Probe vor Umwelteinflüssen zu

schützen, können Sie Ihre Probengefässe

mit einem Deckel verschliessen. Die automatische

Entfernung der Deckel erfolgt erst

unmittelbar vor der Analyse durch den Probenwechsler

von TitrIC 3 mit eingebauter

DisCover-Funktion.

Ein weiteres Plus der TitrIC-Software: der TitrIC-Report

mit der übersichtlichen Darstellung aller Messwerte auf

einen Blick.

Metrohm Information Heft 2/2006 17


Applikation: Thermometrische Titration

Thermometrische Titration mit Titrotherm 859

Was ist thermometrische

Titration?

Jede chemische Reaktion ist mit einer Enthalpieänderung

verbunden: Wärme wird

freigesetzt (exotherme Reaktion) oder der

Umgebung entzogen (endotherme Reaktion).

Enthalpieänderungen sind somit eine

universelle Eigenschaft aller Reaktionen.

Durch Aufzeichnen der Temperaturänderung

kann der Verlauf einer Reaktion verfolgt

werden, was bei der thermometrischen

Titration zur Endpunktsbestimmung ausgenutzt

wird.

Bei einer thermometrischen Titration wird

solange Reagenzlösung (Titrant) mit konstanter

Geschwindigkeit zum Analyten gegeben,

bis der Endpunkt erreicht wird. Der

Endpunkt äussert sich durch einen Knick

in der Titrationskurve, die durch Auftragen

der zugegebenen Menge an Titrant gegen

die Messtemperatur erhalten wird. Die präzise

Berechnung des Endpunkts erfolgt mit

Hilfe der zweiten Ableitung der Temperaturkurve.

Als Sensor (Thermoprobe) wird ein

Thermistor eingesetzt, welcher auf kleinste

Temperaturänderungen in der Analysenlösung

anspricht. Durch die Registrierung

kleinster Temperaturgradienten in der gerührten

Probenlösung werden die Messwerte

durch ein geringes instrumentelles

Rauschen überlagert. Um dieses zu minimieren,

muss die Probenlösung mit hoher

Geschwindigkeit gerührt werden.

Die in diesem Artikel beschriebenen Applikationen

zeigen, dass die thermometrische

Titration sehr vielseitig einsetzbar ist.

Bestimmung des Gehalts an freien Fettsäuren (FFA) in Olivenöl

Der Gehalt an Säuren in Öl – oft handelt es sich um Spuren – ist ein Qualitätskriterium

und kann durch thermometrische Titration bestimmt werden. In Mineral- und Schmieröl

bestimmt man beispielsweise die Gesamtsäurezahl «Total Acid Number » (TAN) und

in essbaren Fetten und Ölen die freien Fettsäuren «Free Fatty Acids» (FFA).

Bestimmung des Gehalts an freien Fettsäuren in Olivenöl. Titrationskurve (zugegebenes Reagenzvolumen

gegen die Messtemperatur) in Rot und deren zweite Ableitung in Schwarz.

Durchführung

Olivenöl wurde in einer Mischung von Toluol und 2-Propanol im Verhältnis

1:1 gelöst. Um die Indikation des Endpunkts zu erleichtern, wurde eine kleine

Menge Paraformaldehyd zugegeben. Mit c(KOH) = 0,1 mol/L in 2-Propanol wurde

bis zum Endpunkt der leicht endothermen Reaktion titriert. Am Endpunkt katalysieren

überschüssige Hydroxylionen die Hydrolyse von Paraformaldehyd. Diese

stark endotherme Reaktion macht sich durch einen scharfen Knick in der Titrationskurve

bemerkbar. Es war keine Probenvorbereitung notwendig. Die Proben

konnten direkt im Titriergefäss eingewogen werden. Die Titrationsgeschwindigkeit

betrug 1 mL/min.

Zehn aufeinanderfolgende Messungen zur Bestimmung der freien Fettsäuren in Olivenöl. Der Gehalt an

freien Fettsäuren wird prozentual zur Gesamtmasse angegeben.

Einwaage [g] Titrant [mL] FFA-Gehalt

12,0522 1,251 0,290%

14,3130 1,480 0,289%

9,9720 1,023 0,287%

16,5299 1,686 0,286%

17,9919 1,837 0,286%

18,3100 1,875 0,287%

15,9473 1,611 0,283%

14,1140 1,432 0,284%

12,0272 1,223 0,284%

9,9525 1,011 0,284%

Mittelwert 0,286%

Standardabweichung 0,0024%

Relative Standardabweichung 0,86%

18 Metrohm Information Heft 2/2006


Bestimmung des Phosphat-Gehalts in sauren Ätzbädern

Ätzbäder enthalten neben Salpetersäure auch Essig- und Phosphorsäure. Die

Säuren werden mit wässriger Natronlauge titriert. Der Gehalt an Phosphorsäure

wird mit Hilfe des dritten Endpunkts der Titration berechnet und erlaubt die Bestimmung

der Gehalte der beiden übrigen Säuren. Die Titrationskurve würde nur dann

fünf Endpunkte zeigen, wenn die dazugehörigen pK S -Werte ca. 5 Einheiten aus-

einander liegen würden (siehe Metrohm-Monographie «Praktikum der Titration»).

Da dies nicht der Fall ist, sind nur drei Endpunkte sichtbar.

Die pK S -Werte von Salpeter-, Essig- und Phosphorsäure und ihre Beiträge zu den drei Endpunkten.

Endpunkt 1 Endpunkt 2 Endpunkt 3

pK S (HNO 3 ) = -1,3 pK S (HOAc) = 4,75

pK S (H 3 PO 4 ) = 2,12 pK S (H 3 PO 4 )= 7,21 pK S (H 3 PO 4 ) = 12,36

Bestimmung der Gehalte an Salpeter-, Essig- und Phosphorsäure in einer einzigen Titration.

Durchführung

In einem 500-mL-Messkolben wurden ca. 200 mL Reinstwasser vorgelegt und mit

41,389 g Phosphorsäure, 10,735 g Essigsäure und 6,600 g Salpetersäure versetzt.

Nach dem Schütteln wurde bis zur Marke mit Reinstwasser aufgefüllt. Ein Aliquot dieser

Probenlösung wurde im Titriergefäss solange mit wässriger Kochsalzlösung (265 g/L)

versetzt, bis der Messkopf der Thermoprobe ausreichend tief in die Lösung eintauchte.

Nach 5 Sekunden Rühren wurde mit c(NaOH) = 1,0 mol/L bis zum dritten Endpunkt der

exothermen Reaktion titriert. Die Titrationsgeschwindigkeit betrug 6 mL/min.

Zehn aufeinanderfolgende Messungen zur Bestimmung der Gehalte der drei Säuren in der Probe.

Probenvolumen [mL] HNO 3 [%w/v] HOAc [%w/v] H 3 PO 4 [%w/v]

3,0 0,90 2,17 6,89

3,0 0,97 2,17 6,80

3,0 0,95 2,11 6,91

3,0 0,90 2,12 6,94

3,0 0,90 2,13 6,91

3,0 0,92 2,11 6,91

3,0 0,96 2,19 6,81

3,0 0,87 2,11 6,94

3,0 0,84 2,13 6,96

3,0 0,88 2,06 6,99

Mittelwert 0,91 2,13 6,91

Standardabweichung 0,042 0,032 0,056

Relative Standardabweichung 4,67% 1,51% 0,80%

Applikation: Thermometrische Titration

Was für ein Gerät brauche

ich für eine thermometrische

Titration?

Thermometrische Titrationen lassen sich

bequem mit dem Titrotherm 859 von

Metrohm durchführen. Selbstverständlich

kann dieser auch für klassisch indizierte

Titrationen verwendet werden.

Der Titrotherm 859 mit der Thermoprobe, zwei

Dosinos 800 und einem PC mit der thermometrischen

Titrationssoftware.

Das Titrotherm-System:

• Dosino 800 für die Dosierung der

Reagenzien

• Thermistor-basierter Temperaturfühler

(Thermoprobe)

• Titriergefäss

• Rührer

• PC mit thermometrischer Titrations-

software

• Titrotherm 859

Metrohm Information Heft 2/2006 19


Applikation: Thermometrische Titration

Die thermometrische Titration kann bei folgenden

Reaktionstypen eingesetzt werden:

• Säure-Basen-Reaktionen

• Redox-Reaktionen

• Fällungsreaktionen

• Komplexierungsreaktionen

Da der Temperaturfühler keine elektrische

oder elektrochemische Wechselwirkung

mit der Analysenlösung eingeht, hat deren

Leitfähigkeit keinen Einfluss auf die Gehaltsbestimmung.

Titrationen können auch

in nichtleitenden, apolaren Medien durchgeführt

werden. Auch Titrationen in trüben

Lösungen oder Suspensionen sind möglich.

Da kein Diaphragma vorhanden ist, gibt es

keine Diaphragmaprobleme und selbst Fällungstitrationen

lassen sich problemlos

durchführen.

Bestimmung des Phosphatgehalts in Flüssigdünger

Die wichtigsten Bestandteile von Mineraldüngern sind Stickstoff, Phosphor, Schwefel

und Kalium. In Flüssigdünger werden diese Bestandteile als Nitrat, Phosphat,

Sulfat und Kaliumoxid angegeben.

Titrationskurve zur Bestimmung von Phosphat in Flüssigdünger.

Durchführung

Eine Probe handelsüblichen Flüssigdüngers wurde in Gegenwart eines Überschusses

an Ammoniumionen mit einer Mg(NO 3 ) 2 -Lösung titriert. Es war keine

Probenvorbereitung notwendig. Der Flüssigdünger wurde direkt ins Titriergefäss

eingewogen und anschliessend mit ca. 25 mL Reinstwasser versetzt. Nach 5 Sekunden

Rühren wurde mit c(Mg(NO 3 ) 2 ) = 1 mol/L bis zum Endpunkt der exothermen

Reaktion titriert. Die Titrationsgeschwindigkeit betrug 1 mL/min.

Zehn aufeinanderfolgende Messungen zur Bestimmung des Gehalts an Phosphat in Flüssigdünger. Die

Ergebnisse werden als Gewichtsprozent Phosphor bezogen auf die Probenmasse angegeben.

Probenmasse [g] % P

7,8064 0,83

6,9810 0,83

8,6260 0,83

8,4610 0,83

7,8105 0,83

8,9244 0,84

7,9867 0,84

7,1572 0,84

7,9080 0,84

8,7764 0,83

Mittelwert 0,83

Standardabweichung 0,004

Relative Standardabweichung 0,53%

20 Metrohm Information Heft 2/2006


Bestimmung des Sulfat- und Gesamtsäuregehalts

einer Nitrierlösung

Die Säuregehalte komplexer Säuregemische lassen sich mühelos mit wässriger

Natronlauge in einer thermometrischen Titration bestimmen. In diesem Experiment

wurden der Sulfat- und Gesamtsäuregehalt einer Nitrierlösung bestimmt. Mit Hilfe

des Sulfatgehalts kann aus dem Gesamtsäuregehalt der Salpetersäuregehalt berechnet

werden. Die Sulfatbestimmung erfolgte durch eine Fällungstitration mit

Bariumchlorid als Reagenz.

Durchführung

In einem 200-mL-Messkolben wurde ca. 100 mL Reinstwasser vorgelegt und mit

20,817 g Schwefelsäure und 19,478 g Salpetersäure versetzt. Nach dem Schütteln

wurde bis zur Marke mit Reinstwasser aufgefüllt.

• Bestimmung des Sulfatgehalts:

2 mL der obigen Probenlösung wurden ins Titrationsgefäss pipettiert und mit ca.

25 mL Reinstwasser versetzt. Nach 5 Sekunden Rühren wurde mit c(BaCl ) = 2

1,0 mol/L bis zum Endpunkt der exothermen Reaktion titriert. Die Titrationsgeschwindigkeit

betrug 2 mL/min.

• Bestimmung des Gesamtsäuregehalts:

Die Bestimmung des Gesamtsäuregehalts erfolgt im Anschluss an die Sulfatbestimmung

mit der bereits im Titriergefäss vorliegenden Reaktionslösung.

Diese wird mit c(NaOH) = 1,0 mol/L bis zum Endpunkt der exothermen Reaktion

titriert. Die Titrationsgeschwindigkeit betrug 3 mL/min.

Zehn aufeinanderfolgende Messungen zur Bestimmung des Sulfat-, Schwefelsäure- und Salpetersäuregehalts

einer Nitrierlösung. Die Ergebnisse werden als Sulfatgehalt in g/L Nitrierlösung sowie als Schwefelsäure-

und Salpetersäuregehalt in Gewichtsprozent bezogen auf das Probenvolumen angegeben. Die

Summe des Schwefelsäure- und Salpetersäuregehalts entspricht dem Gesamtsäuregehalt.

Probenvolumen [mL] SO 4 -Gehalt [g/L] H 2 SO 4 [%w/v] HNO 3 [%w/v]

2,0 107,35 10,96 4,82

2,0 108,54 11,08 4,83

2,0 109,39 11,17 4,65

2,0 108,34 11,06 4,84

2,0 108,88 11,12 4,82

2,0 108,07 11,03 4,82

2,0 109,56 11,19 4,94

2,0 110,68 11,30 4,92

2,0 110,11 11,24 4,88

2,0 108,17 11,04 4,95

Mittelwert 108,91 11,12 4,85

Standardabweichung 1,02 0,10 0,09

Relative Standardabweichung 1,77 % 0,94 % 1,77 %

Applikation: Thermometrische Titration

Titrotherm im Internet:

Weiterführende Informationen zur thermometrischen

Titration und zum Titrotherm

859 von Metrohm sowie eine Vielzahl

von Applikationen finden Sie unter

www.titrotherm.com.

Es wurde alles rascher,

damit mehr Zeit ist.

Es ist immer weniger Zeit.

Elias Canetti

Metrohm Information Heft 2/2006 21


Kundenapplikation: Lonza

Lonza Visp, Schweiz – Qualitätskontrolle Biotechnologie:

Voll automatisierte Leitfähigkeitsmessung von Reinstwasser

Die Lonza, grösste Arbeitgeberin im Oberwallis.

Die voll automatisierte Metrohm-Anlage zur Leitfähigkeitsbestimmung

von Reinstwasser im Labor der Lonza

in Visp.

Heribert Kirsch, zuständiger Mitarbeiter im Bereich QC

Biotechnologie, beim Platzieren der Proben auf dem

speziell für Lonza angefertigten Probenrack.

Die Lonza: Schweizer Qualität rund um den Globus

Im Bereich der Exklusivherstellung für die Pharma- und agrochemische Industrie

ist Lonza führende Anbieterin von Zwischenprodukten, Wirkstoffen und Biopharmazeutika.

Auf der Grundlage organisch-chemischer sowie biotechnologischer

Plattformen bietet das Unternehmen weitere hochwertige Produkte und Dienstleistungen

für Ernährung, Hygiene & Körperpflege, Holz- und Wasserbehandlung

sowie für spezielle industrielle Applikationen an. Lonza offeriert auch polymere

Zwischenprodukte, Harze und Verbundwerkstoffe. Das Unternehmen verfügt über

22 Produktions- und Forschungs- & Entwicklungs-Standorte. Es beschäftigt weltweit

ca. 6300 Mitarbeitende. Als grösster Standort, mit einer Belegschaft von ca.

2800 Personen, ist der Betrieb in Visp einer der wichtigsten Hersteller von Zwischenprodukten.

Im Jahr 2005 hat Lonza, mit Firmensitz in Basel, einen Umsatz

von 2,52 Milliarden Schweizerfranken erzielt.

Seit jeher besteht zwischen der Lonza und der Metrohm ein guter Kontakt. Auf

dieser Basis entstand in intensiver Zusammenarbeit ein System zur vollautomatischen

Überprüfung der Qualität von Reinstwasser, welches alle Kundenwünsche

erfüllt.

Blick auf das ausgedehnte Fabrikgelände der Lonza AG in Visp mit der Rhone im Vordergrund und den

verschneiten Walliser Alpen (Dom) im Hintergrund.

Hohen Probendurchsatz automatisieren

Bei der Herstellung von pharmazeutischen Produkten hat nicht nur die Qualität der

zugekauften Rohstoffe eine zentrale Bedeutung, sondern auch jene des verwendeten

Wassers. Die Leitfähigkeit ist ein Parameter mit welchem sich die Qualität von

Reinstwasser bequem überprüfen lässt. Die Leitfähigkeit von Reinstwasser liegt im

Bereich 0,4...1 µS/cm. Die Bestimmung erfolgt rasch und unkompliziert mit einem

Konduktometer mit angeschlossener Leitfähigkeitszelle.

Bei 200 bis 300 zu vermessenden Proben pro Tag erweist sich die manuelle

Messmethode allerdings als sehr personal- und zeitintensiv. Erschwerend

kommt hinzu, dass die Proben vor CO 2 -Einfluss geschützt und somit zwischen

Entnahme und Bestimmung in einem verschlossenen Gefäss aufbewahrt werden

müssen. Daher entschied sich Heribert Kirsch, zuständiger Mitarbeiter im

Bereich QC Biotechnologie Anfang 2006, das Personal zu entlasten und die

Metrohm AG zu kontaktieren.

22 Metrohm Information Heft 2/2006


Das voll automatisierte Metrohm-System im Überblick

Im Gespräch mit Metrohm konnte ein kompaktes voll automatisiertes System definiert

werden, welches den Kundenanforderungen vollumfänglich entspricht.

Das System besteht aus einem Robotic USB Sample Processor XL 815, einem

Konduktometer 712 mit spezieller Durchflusszelle und darin eingebauter konduktometrischer

Messzelle 6.0914.040 sowie einem Dosino 800 mit 50-mL-Dosiereinheit

807 zur Probennahme. Ein den Kundengefässen angepasstes Probenrack mit

115 Positionen rundet das System ab.

Die Bestimmung der Leitfähigkeit

Um den Einfluss des CO 2 zu minimieren, werden die Wasserproben direkt in die

Probengefässe gegeben und sofort mit Aluminiumfolie und Schraubdeckel verschlossen.

Anschließend werden die Probengefässe auf dem Rack platziert und die

Messserie wird gestartet. Bei der Probenentnahme wird die Aluminiumfolie mit der

Kanüle des Probenwechslers durchstoßen. Danach wird die Probe langsam mittels

des angeschlossenen Dosinos durch die Durchflusszelle gesaugt, um die eingebaute

Leitfähigkeitsmesszelle mit der Probe durchzuspülen. Nach einer definierten

Wartezeit wird der Messwert übernommen. Um die Zelle vor dem Einsaugen der

nächsten Probe zu entleeren, wird der Rest der Probe zurück ins Probengefäss

transferiert. Mit einer Analysenzeit von rund 180 Sekunden pro Probe können alle

anfallenden Proben problemlos bewältigt werden.

Zu Beginn einer jeden Serie wird eine Testmessung mit dem Metrohm-Leitfähigkeitsstandard

6.2324.000 (spezifische Leitfähigkeit = 100 µS/cm) durchgeführt.

Datenverwaltung mit GMP-konformer tiamo-Software

Bei dem hohen Durchsatz von 200 bis 300 Proben pro Tag ist es äusserst wichtig,

über eine einfache und übersichtliche Software zur Steuerung und Datenverwaltung

zu verfügen. Mit der Titrations-Software tiamo konnten alle Wünsche an

die Software inklusive Erfüllung der GMP-Richtlinien und des kundenoptimierten

Reports realisiert werden.

Fazit und Ausblick

Die umständlichen und personalintensiven Einzelmessungen konnten durch ein

voll automatisiertes, kompaktes, arbeits- und zeitoptimiertes System ersetzt werden.

Ein sehr schönes Beispiel dafür, dass es sich auch bei scheinbar «einfachen»

Messungen lohnt, auf die Automation der Bestimmung mit Metrohm zu setzen.

Kundenapplikation: Lonza

Die konduktometrische Messzelle 6.0914.040 aus

Edelstahl ist mit einem Pt-1000-Temperaturfühler ausgestattet.

Die Kritik an anderen

hat noch keinem

die eigene Leistung

erspart.

Noel Coward

Metrohm Information Heft 2/2006 23


Tipps aus der Praxis

Der fachgerechte Umgang mit Trennsäulen

Eine der vielen Hochleistungs-Trennsäulen von Metrohm:

die IC-Kationensäule Metrosep C3 – 250 mit

ausgezeichneter Trennleistung als Garant für tiefe Nachweisgrenzen.

Bitte behandeln Sie Ihre IC-Säule vorsichtig! Sie ist das

Herzstück Ihres Ionenchromatographen.

Die Trennsäule eines Ionenchromatographen ist dessen äusserst empfindliches

Herzstück. Die Einhaltung einiger Grundregeln im Umgang mit Säulen vermindert

die Gefahr einer Beschädigung der Säule. Besondere Vorsicht ist beim Säulenwechsel

erforderlich, welcher normalerweise in folgenden Situationen erfolgt:

• Umstellen auf eine andere Methode zur Trennung identisch geladener Analyten

• Wechsel von der Anionen- zur Kationen-Bestimmung und umgekehrt

• Temporäre Stilllegung eines Ionenchromatographen

• Erneuerung der Trennsäule

Im Folgenden wird kurz aufgezeigt, welchen chemischen und mechanischen Be-

lastungen eine Hochleistungstrennsäule unterliegt.

Mechanische Belastungen

Zu den unvermeidbaren mechanischen Belastungen zählen Druckschläge, welche

üblicherweise von der Betätigung des Injektionsventils herrühren.

Vermeidbar sind dagegen Belastungen durch unsachgemäße Handhabung. Wird

die Säule hohen Beschleunigungskräften ausgesetzt, besteht akute Gefahr: Wird die

Säule aus nur wenigen Zentimetern Höhe auf eine harte Oberfläche fallen gelassen

oder stösst sie mit einem anderen Gegenstand zusammen, kann sie unwiderruflich

zerstört werden. Verantwortlich dafür ist die irreversible Kompression der Packung

(Trennphase), welche danach Hohlräume oder Risse aufweist.

Metrohm empfiehlt, die ausgebaute Säule vorübergehend vorsichtig auf einer weichen

Unterlage abzulegen oder längerfristig wieder in der Originalpackung zu versorgen.

Durch diese einfachen Massnahmen lässt sich die Lebensdauer der Säule

beträchtlich verlängern.

Chemische Belastungen

Obwohl viele Trennphasen (Packungsmaterialien) gemäss Spezifikation pH-Werte

von 0...14 tolerieren, bedeutet dies nicht, dass sie chemisch inert sind. Ganz allgemein

gilt, dass Trennsäulen die längste Haltbarkeit erreichen, wenn sie konstant

bleibenden chemischen Bedingungen ausgesetzt sind.

Wechselnde Bedingungen ergeben sich auch beim Austrocknen der Packung. Die

dabei auftretenden osmotischen Drücke im Inneren der Packungsteilchen können

enorm sein. Ein Austrocknen verträgt die Säule nicht.

Tipps für den fachgerechten Ausbau der Trennsäule

Aus den oben genannten Erkenntnissen lassen sich die nachfolgenden Tipps zum

fachgerechten Wechseln der Säule ableiten:

• Eine Trennsäule, die längere Zeit nicht mehr benutzt werden soll (d.h. es wird

längere Zeit kein Eluent mehr durch die Säule fliessen), sollte aus dem Ionenchromatographen

ausgebaut werden.

• Vor der Stilllegung der Säule muss diese konditioniert werden. Die dafür

empfohlenen Bedingungen sind auf dem Beiblatt zur Säule aufgeführt. Ablagerungen

aus Bestandteilen der Probe oder des Eluenten können selbst in geringen

Konzentrationen zum Problem werden, denn während der Einlagerung

haben sie lange Zeit, um mit der Trennphase zu reagieren. Selbst wenn sich

Verunreinigungen durch Diffusion in der ganzen Trennphase verteilen und dort

nur adsorbiert würden, müsste man nach dem Wiedereinbau der Säule lange

Einlaufzeiten in Kauf nehmen.

• Um zusätzliche Druckschläge zu vermeiden, darf eine Trennsäule nicht direkt

nach der Messung ausgebaut werden. Es muss solange gewartet werden, bis

das System nicht mehr unter Druck steht.

24 Metrohm Information Heft 2/2006


• Um das Austrocknen der Packung zu verhindern, muss die ausgebaute Trennsäule

mit den Original-Verschlusskappen versehen werden, mit welchen sie ausgeliefert

wurde.

• Bei Einsatz eines Säulenofens dehnen sich Säulenmantel und Packung geringfügig

aus. Trennsäulen «mögen» deshalb keine Temperaturstürze. Um eine Säule

nicht schon vor dem eigentlichen Wechsel zu zerstören, sollte sie in Temperaturschritten

kleiner als 5 °C/min auf Raum- oder Lagertemperatur gebracht werden.

Diese Empfehlungen gelten auch zum Erreichen der Messtemperatur nach

Wiederinbetriebnahme.

Der fachgerechte Einbau der Trennsäule

Wird das ganze System vor dem Einbau der neuen Trennsäule mit dem neuen

Eluenten gespült, so kann man sich jede Menge Ärger ersparen. Insbesondere

das System vom Ansaugfilter bis und mit Anschlusskapillare – an welche später

die Säule angeschlossen wird – soll gründlich gespült werden. Die Multiplikation

von Totzeit und Flussrate einer früheren Messung liefert das Mindestvolumen an

benötigtem Eluent. Je nach Kontaminationsgrad sollte das 10- bis 50-fache des

Mindestvolumens an Eluent zur Spülung verwendet werden. Damit wird auch

sichergestellt, dass keine Gasblasen mehr im System sind.

Die gleiche Prozedur sollte auch beim Wechsel zu einem anderen Elutionssystem

durchgeführt werden.

Wenn die Fluss- und Druckanzeige des Ionenchromatographen nach dem Spülen

wieder bei 0 MPa steht und der Säulenofen Raumtemperatur erreicht hat, kann der

Einbau der Trennsäule in das System erfolgen.

Vorsäulen schützen die teure Säule im Messbetrieb wirksam vor Kontaminationen.

Die Verwendung einer Vorsäule ist immer empfehlenswert, bei manchen Applikationen

sogar obligatorisch. Eine verunreinigte Vorsäule bietet keinen 100%igen

Schutz mehr und sollte ausgetauscht werden. Kommt eine neue Säule zum Einsatz,

ist der Wechsel der Vorsäule Pflicht. Metrohm bietet eine breite Palette an Vorsäulen

an, welche auf www.metrohm.com und im Säulenkatalog aufgeführt sind.

Kann ich nach dem Einbau direkt mit der Messung beginnen?

Wurde die neue Trennsäule unterhalb der Raumtemperatur gelagert, so muss sie

sich vor Inbetriebnahme erst auf Raumtemperatur erwärmen.

Sind in der Dokumentation der neuen Säule besondere Einlaufparameter angeben,

müssen diese beachtet werden. Sind keine Angaben vorhanden, kann das System

auf die im Folgenden beschriebene Weise schonend hochgefahren werden.

Als Eluent wird jener benutzt, welcher beim Spülen zum Einsatz gekommen ist. Die

Flussrate wird in kleinen Schritten auf die Standardflussrate hochgeregelt. Vor dem

Einstellen der nächst höheren Flussrate sollte der angezeigte Druck konstant sein.

Trennsäulen besitzen eine begrenzte Wärmeleitfähigkeit und brauchen eine gewisse

Zeit, bis sie die am Säulenthermostaten eingestellte Temperatur im Innern

erreicht haben. Wurde diese noch nicht erreicht, kann mit dem Standardfluss der

maximal zulässige Druckabfall über das System überschritten werden. Temperatur

und Flussrate sollen deshalb stufenweise erhöht werden (Heizrate ca. 5 °C/min).

Dazwischen muss immer wieder gewartet werden, bis die Werte konstant sind.

Werden alle oben genannten Punkte beachtet und wird mit gesundem Menschenverstand

gearbeitet, darf man auch noch sehr hohe Trennleistungen von stationären

Phasen erwarten, welche etliche Betriebsstunden auf dem Buckel haben.

Tipps aus der Praxis

Auch unter Zeitdruck sollten vor

dem Einbau einer Säule

folgende Fragen geklärt werden:

Wurde der Ionenchromatograph gründlich

gereinigt oder enthalten die Kapillaren noch

Spülflüssigkeit?

Sind die Kapillaren frei von Gasblasen oder

muss ich mit Problemen rechnen, weil sie in

der Trennsäule hängen bleiben?

Wie sind die Startparameter für die Anlaufphase?

Ist die Flussrate nicht zu hoch? Ist

der Säulenofen wirklich auf Raumtemperatur

geregelt?

Muss die einzubauende Säule noch vor dem

Benutzen mit Standardeluent konditioniert

werden (Fliessmittel und Temperatur beachten)?

Die Injektion stark verschmutzter Proben führt zu Ablagerungen

am Säulenkopf und damit zu einer schlechten

Trennleistung.

Der Einsatz von Vorsäulen wie der Metrosep C3 Guard

schützt vor Verschmutzungen der Trennsäule und trägt

zu deren langer Lebenserwartung und ausgezeichneten

Resultaten bei.

Metrohm Information Heft 2/2006 25


Neue Metrohm-Publikation

Neue Metrohm-Publikation

Monograph

Practical thermometric titrimetry

Thomas Smith

Thomas Smith

Practical thermometric titrimetry

Metrohm Monograph No. 8.036.5003 (English)

Metrohm Ltd., Herisau, 2006, 34 pages

Thermometric titrimetry is an instrumental titration technique offering an accurate

and precise detection of endpoints based on the enthalpy change, which is a universal

property of chemical reactions. The observation of temperature change is used

for monitoring the progress of a reaction. Metrohm can offer you the hardware and

the knowledge required for successful thermometric titration.

Although the new Metrohm Monograph is quite compact, it offers you all the basics

starting form thermodynamics, experimental setup, calibration, method blank and

data collection to data evaluation.

With over 20 applications presented, this monograph can be very useful for different

industrial branches such as food processing, manufacture of detergents, electroplating

and many more.

Besides some standard applications also feasible with classical titration (e.g. EDTAtitrations),

the author presents applications where thermometric titrimetry can overcome

difficulties of classical titration methods or where the latter cannot be used at

all. Thermometric titrimetry can be helpful for applications

• for which no suitable potentiometric sensor is available,

• for which no suitable reference electrode is available,

• in which the sample affects the indicator electrode or destroys it,

• for which no solvent is available that is suitable for potentiometry.

From the preface

This monograph is intended primarily for practicing industrial analytical chemists

as an introduction to the technique of thermometric titrimetry. The main purpose is

to describe the basics of the technique as well as a range of applications that are

suitable for use with the 859 Titrotherm thermometric titration system. Theoretical

aspects are discussed only briefly, and readers seeking a more detailed exposition

are encouraged to consult the references listed in the bibliography or to perform

searches in the academic literature. Examples chosen to illustrate various thermometric

titration applications are from the author’s own experiments.

From the contents

Introduction

Theory and background to thermometric titrimetry

Apparatus and setup for automated thermometric titrimetry

Optimization of thermometric titration parameters

Titrant calibration and determination of the method blank

Types of thermometric titration

Acid-base titrations

Redox titrations

Complexometric (EDTA) titrations

Precipitation titrations

Miscellaneous aqueous titrations

Thermometric titration of water

This monograph is available in English. Just ask your local Metrohm distributor for

a free copy.

26 Metrohm Information Heft 2/2006


Die Buchecke

Theodor C.H. Cole

Wörterbuch Labor / Laboratory Dictionary

Deutsch/Englisch – English/German

Mit einem Geleitwort von Professor Dr. Michael Wink

Springer, Februar 2005, 450 S., gebunden

ISBN 3-540-23419-5

Fachwissenschaftliches Englisch ist heute im Labor Voraussetzung für effiziente

Kommunikation und erfolgreiches Arbeiten. Die entsprechenden Bezeichnungen von

Laborausstattung, Geräten, Methoden und Verfahren müssen genauso beherrscht

werden wie die von Chemikalien und der sicherheitsrelevanten Terminologie.

Das Wörterbuch enthält einen Grundwortschatz mit 12000 Begriffen in jeder Sprachrichtung

(Deutsch – Englisch), der dem Benutzer das Leben, Überleben und Arbeiten

im Labor erleichtert. Nützlich ist das Wörterbuch für das Verständnis von Hand-

büchern, Katalogen, Gebrauchs- und Bedienungsanweisungen, die bei Laborgeräten

mitgeliefert werden, ebenso wie für das Lesen und Verfassen von Publikationen.

Aus dem Vorwort

Im Labor hat die englische Sprache ihren festen Platz. In den Naturwissenschaften

sind Grundkenntnisse des Englischen geradezu Voraussetzung. Kataloge,

Gebrauchsanweisungen, Versuchsbeschreibungen, Lehrbücher und Original-

Forschungsberichte sind oft nur in Englisch vorhanden. Der Neuling im Labor wird

sich über die vielen Anglizismen in der Laborsprache wundern, aber sich später

vielleicht gar nicht mehr fragen, ob es überhaupt entsprechende deutsche Begriffe

gibt – wenigstens nicht bis zu dem Zeitpunkt, an dem er vor dem Problem steht, die

vollbrachte Laborarbeit schriftlich auf Deutsch zu verfassen.

Es gibt aber auch andere Gründe ein «Wörterbuch Labor» zu konsultieren. Die

Initiative zu diesem Wörterbuch entstand bei der Vorbereitung einer Akademie für

junge Nachwuchswissenschaftler zu einem Forschungsaufenthalt in den USA.

Auch für englischsprachige Gastwissenschaftler in Deutschland dürfte das

«Wörterbuch Labor» ebenso eine nützliche Hilfe sein wie für Laboranten, Technische

Assistenten, forschende und schreibende Wissenschaftler, Studenten und Übersetzer.

Für das Lesen und Verstehen von Anleitungen, Berichten und «Kochrezepten», oder

für die Auswertung und Dokumentation von Forschungsergebnissen sind wir im

Laboralltag eigentlich immer auf Wörterbücher angewiesen. Hier soll das vorliegende

Wörterbuch Unterstützung liefern.

Aus einer Buchbesprechung

A strength of this author’s format is the collection of thematically related terms

under a main keyword or root word, in addition to their alphabetic listings. Thus, the

types of chromatography, the types of condensers, the types of reactors, the types

of glass, etc., all are gathered together for comparison. This greatly facilitates the

inevitable guesswork where an exact term cannot be pinned down at first. In summary,

the author has prepared a valuable resource that fills an important need for

researchers, technicians and even for technical translators. The excellent content

and coverage, together with the reasonable price, make it strongly recommended to

anyone whose work and research collaborations must bridge the German-English

language barrier, and for every research group where cross-lingual communication

is an everyday event.

www.organische-chemie.ch, February 28, 2005.

Die Buchecke

Dieses Fachwörterbuch enthält Stichwörter

zu den Bereichen:

– Laborausstattung und -einrichtung

– Laborbau

– Sanitär

– Elektrik

– Lüftung

– Laborbedarf

(Zubehör, Geräte, Werkzeuge, Laborglas)

– Basischemikalien

(allgemeine Grundstoffe)

– Laborsicherheit

(Arbeits- und Personenschutz,

Notfälle und Vorsorge)

– Methoden und Analytik

Das Wörterbuch ist geschrieben für:

Wissenschaftler, Studenten und technische

Assistenten in der Medizin, Pharmazie, Chemie

und den Biowissenschaften, Industrie,

Hochschule, Privatlabors, Bibliotheken, Austauschstudenten/-wissenschaftler,

Übersetzer

Metrohm Information Heft 2/2006 27


Die Buchecke

From the contents

The promise of nanotechnology

The visionaries

On the road to nano-…

Nanotools

Nanoparticles and other nanomaterials

Learning from old Mother Nature

Nanoelectronics

Nanotech-enabled biomedicine

Financing nanotech dreams

Mega-sized projects that could use tiny technology:

three somewhat grandiose challenges

Fear of nano: dangers and ethical challenges

Final thoughts on the destination

Steven A. Edwards

The Nanotech Pioneers

Where Are They Taking Us?

Wiley-VCH, January 2006, 1 st edition, 244 p., hardcover

ISBN 3-527-31290-0

Nanotech: Hype, hope, or horror?

The nanometer scale is where physicists, chemists, biologists, materials scientists

and engineers met to create a new technology – nanotechnology. Scarcely imagined

a few decades ago, it will certainly dominate the 21 st century and affect our lives in

ways not yet fully predictable. By definition, nanotech is far too small to be visible to

the human eye and so its effects may well catch us by surprise.

Although nanotech still has a science-fiction aura, there are actually consumer products

already available that employ nanotech – sunscreen, paint, tennis balls, nonstaining

fabrics, and some recently approved drugs.

The variety of new products and technologies that will spin out of nanoscience is

limited only by the imagination of the scientists, engineers and entrepreneurs drawn

to this new field – the Nanotech Pioneers. Steven Edwards presents nanotechnology

and its leading makers in an easily understandable fashion, suited for all readers

regardless of academic background, but with enough facts and details to separate

the hype from the real nanotech that is just around the next corner:

• superior materials – stronger, lighter, harder, better

• smart drugs that specifically target infected or malicious cells

• life-like prosthetics, such as limb, joint or organ replacements, even artificial eyes

• brain/computer interfaces

• new computer architectures with immense capacities and abilities

• new kinds of power sources that lessen our fossil fuel dependence

With this book, Steven Edwards brings nanotechnology closer to the science-interested

general public but also scientists, students, organizations, journalists, politicians

and entrepreneurs can profit from it.

Reviews

«A vivid and realistic look at nanotechnology, written by an insider and experienced

science writer, providing a view of how this new field will affect people in the near

future. The author looks at the social, political and economic changes involved.»

Environmental Science and Pollution Research

«In this highly competitive field the author gives an excellent overview of the development

of nanotechnology and the pioneers themselves explain their social, political

and economic background. ... Within the main chapters the author provides a realistic

view of this new technology giving easy-to-understand explanations of every key

concept. ... This is an easy-to-understand introduction to nanotechnology. Hence,

the book is recommendable to all experimental natural scientists in academic organizations

as well as in industry. It is a brief, simple, almost math-free introduction,

easy to understand and in no way boring.»

Engineering in Life Sciences

«The author has clearly taken time to talk to leaders in the field and as a result, the

book is full of interesting quotes and analogies.»

Chemistry World

28 Metrohm Information Heft 2/2006


Joachim Weiss

Handbook of Ion Chromatography

Wiley-VCH, September 2004, 3 rd completely revised and enlarged edition, 2 volumes,

917 p., hardcover

ISBN 3-527-28701-9

Synopsis

The third edition of this highly successful and established handbook by one of the

pioneers in the field of ion chromatography has been completely revised and considerably

extended. This makes it unrivaled in the timeliness and comprehensiveness of

the information presented. This new edition runs to two volumes, with added chapters

or sections covering:

• New and important applications of IC in the life sciences, such as the analysis

of proteins, nucleic acids, amino acids or carbohydrates.

• New instrumentation that meets the demand for miniaturization and reduced

analysis times.

• Coupling of IC to mass-spectrometric or inductively coupled plasma detectors.

• Validation of IC methods, which is important for quality assurance.

With its additional new figures and chromatograms, this handbook remains an important

reference work.

From the preface by Dr. Günther Bonn

Over the past few years, ion chromatography has developed into a significant chromatographic

technique for ion analysis within the field of separation science. In

addition to publications on the basic principles, it is above all the applied research

and the broad applicability of ion chromatography that has made this technique practically

indispensable for the analytical chemist. In view of the ever-growing number

of publications in this field, the numerous international conferences, as well as the

diversity of applications, qualitative, quantitative and quality-assured data acquisition

become extremely important. It is thus of great importance to have a fundamental

book on ion chromatography, such as this one by Dr. Joachim Weiss.

The volume describes in great detail the theoretical principles, considerations

regarding the separation mechanisms, new stationary phases for anion- and cation-exchange

chromatography, ion-exclusion chromatography and ion-pair chromatography

along with new detection methods. Even the statistical data acquisition,

together with the related fundamental principles, which is indispensable nowadays

for a modern certified analytical laboratory, is outlined, as are special applications

important, for example, to the semiconductor industry.

I trust that the present book, succeeding the previous successful works by

Dr. Joachim Weiss, will once again gain recognition as an important reference work

in science, the laboratory and industry.

Reviews

«This book is an important, comprehensive reference for anyone in the chemical

sciences seeking to use ion chromatography in their research.»

Journal of the American Chemical Society, May 25, 2005

A review of a previous edition:

«The text is written in an easily readable style, the topics are covered in a systematic

and logical manner and the book is well illustrated with numerous chromatograms

and figures. I am sure that it will be a success and I recommend it strongly.»

Journal of Chromatography A

From the contents

Introduction

Die Buchecke

Formal theory of the chromatographic

process

Anion-exchange chromatography

Cation-exchange chromatography

Ion-exclusion chromatography

Ion-pair chromatography

Detection modes in ion chromatography

Quantitative analysis

Applications

Metrohm Information Heft 2/2006 29


Literatur-Referate

Literatur-Referate

Wir freuen uns, Ihnen diesen Literaturdienst anbieten zu können. Wir sind aber nicht in der Lage, Ihnen Fotokopien der Originalarbeiten

zur Verfügung zu stellen. Dies ist schon aus urheberrechtlichen Gründen nicht möglich. Wir bitten Sie, sich bei Bedarf

mit der nächsten Universitätsbibliothek in Verbindung zu setzen, wo das Gewünschte üblicherweise zu günstigen Bedingungen

erhältlich ist.

Literatur-Referate Karl-Fischer-Titration

• Interference-free coulometric titration of water in lithium

bis(oxalato)borate using Karl fischer reagents based on N-methylformamide

William Larsson, Jan-Christoph Panitz, Anders Cedergren

A non-alcoholic coulometric reagent based on N-methylformamide

(NMF) was shown to eliminate the severe interference effect caused

by the alcohol component of the conventional Karl Fischer (KF) reagent

on the battery electrolyte lithium bis(oxalato)borate (LiBOB). For sample

amounts up to 240 µg of water, the stoichiometry of the KF reaction deviated

only slightly from the ideal 1:1 ratio for the best reagent composition.

Both solid and dissolved (in acetonitrile, tetrahydrofuran (THF) and

ethylene carbonate/ethyl methyl carbonate) LiBOB were titrated successfully

using a Metrohm 756 KF Coulometer with a diaphragm cell.

The detection limit was estimated to be 0.5-1 µg of water using 100 mL

of reagent in this system.

Talanta 69 (2006) 276–280

• Coulometric Karl Fischer titration of trace water in diaphragm-free

cells

William Larsson, Anders Cedergren, Naoki Matsuda

Factors influencing the accuracy and precision of diaphragm-free Karl

Fischer coulometric determinations of low µg-amounts of water have

been studied using the Metrohm 756 (pulsed current) coulometer and

eight different types of commercial coulometric reagents and some

modifications of these. As in the case of diaphragm-free coulometric

titration of large amounts of water, the positive errors, due to the formation

of oxidizable reduction products (of sulfur dioxide) in the cathode

reaction (besides hydrogen), were found to be minimized by the use of

highest possible pulse current (in the range 100-400 mA) in combination

with the fastest possible titration rate. Most accurate (102-103%)

and precise results (typical relative standard deviation 1.8%) were obtained

for reagents containing very large concentrations of imidazole

in combination with the presence of modifiers like hexanol, chloroform

and propylene glycol (i.e. the HYDRA-POINT reagents). Similar results

were obtained when this type of reagent was mixed 60/40 with xylene

according to the ASTM recommendation for water determinations in petroleum

products like crude and lubricating oils. Addition of decanol to

this type of reagent mixture was found to reduce the influence from the

oxidative reduction products significantly. A reduction of the error from

3.6% relative to 1.6% was achieved by addition of 9% (v/v) of decanol to

a 60/40 reagent mixture of HYDRA-POINT Coulometric Gen (containing

hexanol as modifier) and xylene. For larger concentrations of decanol

the pulse current had to be lowered to 100 mA and this might explain

why no further improvement was observed. An additional attempt to

minimize the interference by lowering the concentration of sulfur dioxide

in the reagents gave no significant effect. However, by means of a

home-built computer-controlled coulometric instrumentation based on

continuous instead of pulsed current (including a large cathodic current

density) it was possible to achieve recovery rates close to 100% for

the best reagents investigated. The reason for this improvement is discussed.

Talanta 65 (2005) 1349–1354

• Assessment and assurance of quality in water measurement by

coulometric Karl Fischer titration of petroleum products

Pavlina G. Ivanova, Zara V. Aneva

The precise and accurate determination of water in petroleum products

– gasoline, diesel oil and aromatic hydrocarbons – is of significant

importance for their normal functional and operational characteristics

for economics as well as in meeting international requirements.

The standard method ISO 12937 for the measurement of water by the

coulometric Karl Fischer titration method was subject to within-laboratory

assessment. Thereby it was established that the analytical procedure

could not always be relied upon, especially when low levels of

water were determined. The aim of this work is to assess each stage

of the test procedure depending on the particular problems defined

by the samples, using high-reactive Karl Fischer reagents and coulometric

cells with and without a diaphragm, and to indicate the major

factors causing the uncertainty. A reduced combined uncertainty was

achieved by modifying the sample preparation step, the administration

of the moisture in the coulometric cell, and sample injection manipulation.

Experiments showed that the cell without the diaphragm ensures

lower and uniform uncertainty of the measurements in the range of

0.01 to 10 mg H 2 O in comparison to the cell with a diaphragm and

therefore is more appropriate for the determination of low water levels

in the petroleum products. A procedure that utilized a mixture of

the reagent and toluene (10:6) was able to resolve the problem of two

phases of formation and reduced conductivity of the reagent in direct

titration of diesel oils. The results suggest that the modified procedure

ensures relative expanded uncertainty equal to or less than 2.0%

(n=5, confidence interval close to 95%) and 99.4% recovery for petroleum

products investigated in repeatability conditions.

Accreditation and Quality Assurance 10 (2006) 543–549

Literatur-Referate potentiometrische Titration

• Development and validation of an alternative titration method for

the determination of sulfate ion in indinavir sulfate

Breno de Carvalho e Silva, Lígia Maria Moreira de Campos, Gerson

Antônio Pianetti

A simple and rapid precipitation titration method was developed and

validated to determine sulfate ion content in indinavir sulfate raw material.

0.1 mol/L lead nitrate volumetric solution was used as titrant employing

potentiometric endpoint determination using a lead-specific

electrode. The United States Pharmacopoeia Forum indicates a potentiometric

method for sulfate ion quantitation using 0.1 mol/L lead perchlorate

as titrant. Both methods were validated concerning linearity,

precision and accuracy, yielding good results. The sulfate ion content

found by the two validated methods was compared by the statistical

t-student test, indicating that there was no statistically significant difference

between the methods.

Química Nova 28 (2005) 54–56

30 Metrohm Information Heft 2/2006


• Determination of bicarbonate in substrate extracts using back-titration

and the Gran Plot approach

João Carlos de Andrade, Lívia Maria Andrekowisk Fioravanti, Mônica

Ferreira de Abreu

The back-titration procedure, associated with the Gran Plot method

to detect the process end point, was compared with other volumetric

procedures for the potentiometric acid-base titration determination of

bicarbonate and was explored as a tool for the determination of the

bicarbonate content in substrates used as growing media. This procedure

was compared with the second derivative approach as well

as with continuous titration with standard HCl on the extract solution

(“direct measurement”), until reaching pH 4.0. By using known standard

samples, it was noted that the results obtained with the second

derivative method were both lower and inconsistent, because of the

high dilution of both the sample solution and the titrant. On the other

hand, the continuous direct titration (until pH 4.0) presents positive

errors due to the presence of dissolved CO 2 in the titrated solution.

Although comparable in precision, the best performance and accuracy

were observed for the back-titration with the Gran Plot approach.

These aspects, associated with its low cost and inherent operational

simplicity, permit us to suggest the Gran Plot method as a reliable option

for routine determination of bicarbonate in substrate extracts and

related materials.

Communications in Soil Science and Plant Analysis 36 (2005) 2359–

2366

• A Comparison of Some Methods for the Determination of the Degree

of Substitution of Carboxymethyl Starch

Željko Stojanović, Katarina Jeremić, Slobodan Jovanović, M. Dieter

Lechner

The degree of substitution (DS) markedly affects the properties of sodium

carboxymethyl starch (Na-CMS). In this work Na-CMS samples

with different DS starting from both potato and corn starch were synthesized

in an ethanol/water mixture and their DS was determined using

three methods: direct titration of the acid form of the carboxymethyl

starch (H-CMS), Cu salt precipitation and back titration. It was found

that direct titration gave smaller DS values, while the Cu salt precipitation

method gave higher DS values than the back titration method, which

was found to be the most accurate. The values of the DS obtained by

these methods were similar for lower DS while for higher values the discrepancy

was more pronounced. Under the same experimental conditions

the CMS obtained from corn starch had a higher DS than the one

obtained from potato starch and on average, the discrepancies between

the DS values obtained by the employed analytical methods were smaller

for the CMS samples synthesized from corn starch.

Starch - Stärke 57 (2005) 79–83

• Fatty acids and all-trans-ß-carotene are correlated in differently

colored rice landraces

M. Frei, K. Becker

A set of 54 rice landrace samples was compiled from various Asian

countries, including six red/brownish and eight black/purple varieties.

Brown rice samples were analyzed for lipid content and fatty acid

profile, as well as all-trans-ß-carotene content. Black/purple varieties

were found to be higher in crude lipid content than the red/brownish

and colorless varieties. They also had a higher ß-carotene content

than the other two color classes. The highest ß-carotene content

determined was 0.22 mg/kg. Black/purple varieties tended to have a

higher proportion of saturated fatty acids in their lipid fraction and a

lower proportion of unsaturated fatty acids. The differences were statistically

significant (P < 0.05) for oleic acid, which accounted for

42.1% of the lipid fraction in black/purple varieties and for 45.3% and

46.3% in red/brownish and colorless varieties, respectively. ß-Carotene

content showed a significantly positive correlation with the crude

lipid content (P < 0.001) and the content of saturated fatty acids (P <

0.001) on a dry matter basis. However, it was not correlated with the

unsaturated fatty acids content on a dry matter basis. Within the to-

tal lipid extract, ß-carotene showed a significantly positive correlation

with the proportion of saturated fatty acids (P < 0.01), especially palmitic

acid (P < 0.01), and a significantly negative correlation with unsaturated

fatty acids (P < 0.001), especially oleic acid (P < 0.01).

Journal of the Science of Food and Agriculture 85 (2005) 2380–2384

• Metal chelation studies relevant to wood preservation.

1. Complexation of propyl gallate with Fe 2+

Nursen Binbuga, Kristen Chambers, William P. Henry, Tor P. Schultz

We previously found that a combination of various organic biocides

with low-cost non-biocidal antioxidants gave enhanced (synergistic) efficacy

against wood-decaying fungi. The best laboratory results were

obtained with propyl gallate, perhaps due to its dual antioxidant/metalchelating

properties. In this study we report on potentiometric titration

experiments for the complexation of Fe2+ with propyl gallate. The results

suggest four coordination compounds are present in the pH range from

3 to 12. These are [(H PG)Fe] 2 + , (HPG)Fe, [(PG)Fe] - , and [(HPG) Fe] 2 2-

3- {PG=O C H CO CH CH CH }. Equilibrium constants for the formation

3 6 2 2 2 2 3

of all complexes are given. A plot of species present versus pH clearly

indicates that propyl gallate strongly complexes with Fe2+ at the mildly

acidic pH levels normally present in wood, with some complexing still

possible in relatively acidic environments present in decaying wood. Propyl

gallate complexes more strongly than catechol at the pH values of

normal wood. Propyl gallate may also interfere with the proposed fungal

redox cycles. Metal complexation may thus be an important part in the

overall mechanism by which propyl gallate and organic biocides synergistically

protect wood. Furthermore, the metal chelating properties of

heartwood extractives, such as the hydrolysable tannins from which propyl

gallate is made, may be an important factor in natural durability.

Holzforschung 59 (2005) 205–209

Literatur-Referate colorimetrische Titration

• Improvement in alkoxide anionic initiation technique by using a

colorimetric titration

Delphine Compos, Christelle Delaite, Guy Hurtrez , Philippe Dumas

We developed a colorimetric method to follow and to control the complete

transformation of an alcohol into an alkoxide. It was first tested on

a small molecule and then extended to a macroinitiator. It allows us to

obtain a final product without residual prepolymer and without side initiation

due to an excess of carbanion.

Journal of Applied Polymer Science 98 (2005) 1339–1343

Literatur-Referate Ionenchromatographie

• Determination of ephedrine and related compounds in pharmaceutical

preparations by ion chromatography with direct conductivity

detection

Jin Ouyang, Xiaoyin Gao, Willy R.G. Baeyens, Joris R. Delanghe

An ion chromatographic method with conductivity detection for the simultaneous

determination of ephedrine, pseudoephedrine and norephedrine

was developed. A mixture of 2.0 mmol/L HNO 3 and 2% (v/v) acetonitrile

was used as eluent. The three ephedrine-like compounds were separated

and determined within 20 min. The linear ranges were 0.08-50 µg/mL for

ephedrine, 0.08-40 µg/mL for pseudoephedrine and 0.06-40 µg/mL for

norephedrine. The detection limits were 0.03 µg/mL for ephedrine and

pseudoephedrine, and 0.02 µg/mL for norephedrine. The method has

been applied successfully to the determination of these sympathomimetics

in pharmaceutical preparations and in Ephedra herbs.

Biomedical Chromatography 19 (2005) 266–271

Literatur-Referate

Metrohm Information Heft 2/2006 31


Literatur-Referate

• Separation of burnup monitors in spent nuclear fuel samples by

liquid chromatography

Kihsoo Joe, Young-Shin Jeon, Jung-Suck Kim, Sun-Ho Han, Jong-Gu

Kim, and Won-Ho Kim

A coupled column liquid chromatography system was applied for the

separation of the burnup monitors in spent nuclear fuel sample solutions.

A reversed phase column was studied for the adsorption behavior

of uranyl ions using alpha-hydroxyisobutyric acid as an eluent and

used for the separation of plutonium and uranium. A cation exchange

column prepared by coating 1-eicosylsulfate onto the reversed phase

column was used for the separation of the lanthanides. In addition,

retention of Np was checked with the reversed phase column and cation

exchange column, respectively, according to the oxidation states

to observe the interference effect for the separation of burnup monitors.

This chromatography system showed a great reduction in separation

time compared to a conventional anion exchange method. A

good agreement from the burnup data was obtained between for this

method and a conventional anion exchange method to within 1% of a

difference for the spent nuclear fuel samples of about 40 GWD/MTU.

Bulletin of the Korean Chemical Society 26 (2005) 569–574

• Analysis of polyphosphates in fish and shrimps tissues by two different

ion chromatography methods: Implications on false-negative

and -positive findings

A. Kaufmann, K. Maden, W. Leisser, M. Matera, T. Gude

Inorganic polyphosphates (di-, tri- and higher polyphosphates) can

be used to treat fish, fish fillets and shrimps in order to improve their

water-binding capacity. The practical relevance of this treatment is a

significant gain of weight caused by the retention/uptake of water and

natural juice into the fish tissues. This practice is legal; however, the

use of phosphates has to be declared. The routine control testing of

fish for the presence of polyphosphates, produced some results that

were difficult to explain. One of the two analytical methods used determined

low diphosphate concentrations in a number of untreated

samples, while the other ion chromatography (IC) method did not detect

them. This initiated a number of investigations: results showed that

polyphosphates in fish and shrimps tissue undergo a rapid enzymatic

degradation, producing the ubiquitous orthophosphate. This led to the

conclusion that sensitive analytical methods are required in order to detect

previous polyphosphate treatment of a sample. The polyphosphate

concentrations detected by one of the analytical methods could not be

explained by the degradation of endogenous high-energy nucleotides

like ATP into diphosphate, but by a coeluting compound. Further investigations

by LC-MS-MS proved that the substance responsible for the

observed peak was inosine monophsosphate (IMP) and not as thought

the inorganic diphosphate. The method producing the false-positive result

was modified and both methods were ultimately able to detect polyphosphates

well separated from natural nucleotides. Polyphosphates

could no longer be detected (


• An analysis of avidin, biotin and their interaction at attomole

levels by voltammetric and chromatographic techniques

Rene Kizek, Michal Masarik, Karl J. Kramer, David Potesil, Michele

Bailey, John A. Howard, Borivoj Klejdus, Radka Mikelova, Vojtech Adam,

Libuse Trnkova and Frantisek Jelen

The electroanalytical determination of avidin in solution, in a carbon paste,

and in a transgenic maize extract was performed in acidic medium at a

carbon paste electrode (CPE). The oxidative voltammetric signal resulting

from the presence of tyrosine and tryptophan in avidin was observed using

square-wave voltammetry. The process could be used to determine

avidin concentrations up to 3 fM (100 amol in 3 µL drop) in solution, 700

fM (174 fmol in 250 µL solution) in an avidin-modified electrode, and 174

nM in a maize seed extract. In the case of the avidin-modified CPE, several

parameters were studied in order to optimize the measurements, such as

electrode accumulation time, composition of the avidin-modified CPE, and

the elution time of avidin. In addition, the avidin-modified electrode was

used to detect biotin in solution (the detection limit was 7.6 pmol in a 6 µL

drop) and to detect biotin in a pharmaceutical drug after various solvent

extraction procedures. Comparable studies for the detection of biotin were

developed using HPLC with diode array detection (HPLC-DAD) and flow

injection analysis with electrochemical detection, which allowed biotin to

be detected at levels as low as 614 pM and 6.6 nM, respectively. The effects

of applied potential, acetonitrile content, and flow rate of the mobile

phase on the FIA-ED signal were also studied.

Analytical and Bioanalytical Chemistry 381 (2005) 1167–1178

• Using of electrochemical methods for studying of metallothionein

content in the human blood serum of a patient poisoned by lead and

treated by platinum

J. Petrlova, O. Blastik, R. Prusa, J. Kukacka, D. Potesil, R. Mikelova, V.

Adam, J. Zehnalek, R. Kizek

Metallothioneins belong to the group of intracellular, high molecular and

cysteine-rich proteins whose content increase with increasing concentration

of a heavy metal. Here we applied the adsorptive transfer stripping

differential pulse voltammetry Brdicka reaction for the determination

of metallothionein in human blood serum of patient poisoned by

lead and/or treated by platinum. The increased metallothionein concentrations

in both cases were observed.

Biomed Pap Med Fac Univ Palacky Olomouc Czech Repub. 149 (2005)

485–488

• Tensammetric Analysis of Nonionic Surfactant Mixtures by Artificial

Neural Network

A. Safavi, F. Sedaghatpour, H. R. Shahbaazi

An artificial neural network (ANN) model has been developed for tensammetric

determination of a series of Brijes (Brij 30, Brij 35, Brij 56, Brij 96)

as nonionic surfactants. The tensammetric method is based on the measurement

of the capacitive current of the mercury electrode after adsorption

of surfactants. All Brijes were analyzed in the concentration range of

1.0-100.0 g/mL. The proposed method shows good sensitivity and applicability

to the simultaneous determination of mixtures of four Brijes in

aqueous solutions.

Electroanalysis 17 (2005) 1112–1118

• Minimizing the Interferences from Adsorption of Substances onto

Cell Components in Stripping Voltammetry

N. Maleki, A. Safavi, H. R. Shahbaazi

A simple procedure has been introduced to remove the adsorbed substance

from voltammetric cell and electrodes. The method is based

on the introduction of about 0.5 g of a cation exchanger and stirring

for several minutes. This exchanger not only can remove the adsorbed

cations but also the adsorbed organic substances and surfactants

from the cell wall and electrodes. Methods to clean under microwave

irradiation and ultrasound are introduced also. These methods are

compared with some recommended procedures such as alkaline or

acidic rinse. The performances were evaluated for several systems at

mercury electrode at low concentration levels of copper, 2,4-dichlorophenoxyacetic

acid (2,4-D) and triclosan.

Analytical Letters 38 (2005) 1769–1781

• Uptake of heavy metals by vegetable plants grown on contaminated

soil and their bioavailability in the human gastrointestinal tract

Marisa Intawongse and John R. Dean

Lettuce, spinach, radish and carrot were grown on compost that had

previously been contaminated at different concentrations of Cd, Cu,

Mn, Pb and Zn. Control plants of each vegetable were also grown on

unadulterated compost. The experiment was carried out under greenhouse

conditions. Mature plants were harvested and their roots and

leaves collected. Soil samples from each growing pot and plant materials

were acid digested and analysed to determine total metal concentration.

Flame-Atomic Absorption Spectroscopy (FAAS) was employed

to determine metal concentrations in soil and plant samples (Mn and

Zn), while Cd, Cu and Pb in plant materials were analysed by Differential

Pulse Anodic Stripping Voltammetry (DP-ASV). Soil (BCR 146R and

GBW 07310) and plant (tea leaves, INCT-TL-1) certified reference materials

were used to assess accuracy and precision. The edible part of

plants, i.e. the leaves of lettuce and spinach and the roots of radish and

carrot, were also extracted using an in vitro gastrointestinal (GI) extraction

to assess metal bioavailability. The results showed that the uptake

of Cd, Cu, Mn and Zn by plants corresponded to the increasing level of

soil contamination, while the uptake of Pb was low. Soil-to-plant transfer

factor (TF) values decreased from Mn >> Zn > Cd > Cu > Pb. Moreover,

it was observed from this investigation that individual plant types

greatly differ in their metal uptake, e.g. spinach accumulated a high content

of Mn and Zn, while relatively lower concentrations were found for

Cu and Pb in their tissues. From the in vitro gastrointestinal (GI) study,

results indicate that metal bioavailability varied widely from element to

element and according to different plant types. The greatest extent of

metal releasing was found in lettuce (Mn, 63.7%), radish (Cu, 62.5%),

radish (Cd, 54.9%), radish (Mn, 45.8%) and in lettuce (Zn, 45.2%).

Food Additives & Contaminants 23 (2006) 36–48

Literatur-Referate Stabilitätsmessungen

• Analysis of extra virgin olive oils from stoned olives

Literatur-Referate

Nadia Mulinacci, Catia Giaccherini, Marzia Innocenti, Annalisa Romani,

Franco F Vincieri, Federico Marotta, Alissa Mattei

This paper focuses on comparing the main chemical characteristics of

16 fresh commercial samples of extra virgin olive oil obtained from four

harvest years (1999-2002) and derived from both stoned and whole

fruits. The qualitative and quantitative contents of minor polar compounds

(MPCs) together with other reference analytical parameters (acidity, peroxides,

UV absorption values and Rancimat test) were evaluated. An investigation

of the MPCs and oil composition obtained from only stoned olives

was also carried out. The acidity values of the oils from stoned fruits were

always similar to or lower than those of the corresponding oils from whole

fruits. For almost all the samples from stoned olives a better resistance to

oxidation was revealed in comparison with the corresponding traditional

oils. Five pairs obtained from the 2000 and 2001 harvests showed higher

concentrations of both MPCs and hydroxytyrosol derivatives in the oils

from stoned fruits, in agreement with their higher Rancimat values. Overall,

our findings with regard to acidity values, % hydrolysis, the Rancimat test

and the qualitative and quantitative distribution of MPCs suggest a higher

antioxidant capacity of the oils from stoned olives.

Journal of the Science of Food and Agriculture 85 (2004) 662–670

Metrohm Information Heft 2/2006 33


Metrohm-Seminare

Seminarangebot der Metrohm AG, Herisau, für das zweite Halbjahr

Spezielle Schulungen,

Firmenkurse

Spezielle, auf Ihre Bedürfnisse zugeschnittene

Schulungen führen wir gerne

bei uns oder bei Ihnen vor Ort durch.

Möchten Sie eine neue Methode einführen?

Wollen Sie Ihre Mitarbeiter auf den

neuesten Stand bringen? Haben Sie

eine ganze Gruppe von neuen Mitarbeitern,

die Sie einarbeiten müssen?

Rufen Sie uns an, damit wir die Möglichkeiten

für eine Schulung besprechen

können.

Auskunft und Anmeldung

Möchten Sie sich für einen Kurs anmelden?

Sie können dies unter

→ www.metrohm.ch

→ Seminare

→ Anmeldung

mittels Online-Formular oder direkt bei

unserem Verkaufsbüro Schweiz tun.

Aus organisatorischen Gründen muss

Ihre Anmeldung bis spätestens 14 Tage

vor dem Kurstermin bei uns eintreffen.

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme!

Verkaufsbüro Schweiz

Metrohm AG

9100 Herisau AR

Tel. 071 353 85 80

Fax 071 353 89 05

E-Mail sales@metrohm.ch

Anwender-Schulung

tiamo TM -Software-Workshop

1. Tag: Grundlagen

Sie arbeiten bereits mit Metrodata tiamo TM oder haben es soeben erworben. Am

1. Tag werden Sie Schritt für Schritt in die Programmteile der Titrations-Software

eingeführt. Anschliessend bearbeiten Sie konkrete Fragestellungen aus der Praxis

und haben die Möglichkeit, während der Arbeit mit unseren Produktspezialisten Erfahrungen

auszutauschen.

2. Tag: Fortsetzung und Vertiefung

Die erworbenen Kenntnisse werden weiter vertieft. Sie arbeiten an der Entwicklung

von Standardmethoden oder an Beispielen aus Ihrem Arbeitsbereich. Dabei werden

unter anderem Punkte wie Handhabung von Variablen, Methodenoptimierung,

Automation mit Probenwechslern und Datenexport an ein LIMS bearbeitet.

Termin / Veranstaltungsort

24. bis 25. Oktober 2006 in Baden

Kursgebühr für 2 Tage

Fr. 1400,00 + 7,6% MwSt

(Skript, Mittagessen und Getränke inbegriffen)

Administrator-Schulung

tiamo TM -Software-Workshop

Programm:

Im Hinblick auf die Erfüllung von GMP-, GLP- und FDA-Anforderungen setzt tiamo TM neue

Standards. Eine zentrale Anwenderadministration bestimmt die Zugriffsberechtigungen

auf Programmfunktionen, Methoden und Resultate, wobei beliebig viele Anwender mit frei

definierbaren Zugriffsprofilen möglich sind.

Termin / Veranstaltungsort

26. Oktober 2006 in Baden

Kursgebühr

Fr. 700,00 + 7,6% MwSt

(Skript, Mittagessen und Getränke inbegriffen)

34 Metrohm Information Heft 2/2006


Metrohm-Seminare

Veranstaltungen der Deutschen Metrohm im zweiten Halbjahr 2006

Termin Veranstaltung Veranstaltungsort

8. November 2006 Anwenderkurs:

Modulare und kompakte IC-Systeme

Schutzgebühr: 290,00 EUR + MwSt

(Gerätebesitzer*: erstmalige Teilnahme für eine Person kostenfrei)

9. November 2006 Softwarekurs:

lonenchromatographie-Software IC Net 2.3 mit IC Cap 2.2

Schutzgebühr: 360,00 EUR + MwSt

21. bis 23. November 2006 Softwarekurs:

Titrations-Software tiamo 1.0 resp. 1.1

Schutzgebühr: 1.280,00 EUR + MwSt

28. bis 29. November 2006 Anwenderkurs:

Titrando-Anwenderkurs

Schutzgebühr: 690,00 EUR + MwSt

30. November

bis 1. Dezember 2006

Anwenderkurs:

Titrando-Anwenderkurs

Schutzgebühr: 690,00 EUR + MwSt

Deutsche Metrohm,

Filderstadt

Deutsche Metrohm,

Filderstadt

Deutsche Metrohm,

Filderstadt

Deutsche Metrohm,

Filderstadt

Deutsche Metrohm,

Filderstadt

* «Gerätebesitzer» bedeutet hier: Besitzer eines Metrohm-IC-Gerätes 861, 761, 790, 792 oder der Gerätekombination 819/820 bzw. 732/733.

Auskunft und Anmeldung

Weitere Informationen zu den einzelnen Veranstaltungen

finden Sie im Internet unter www.metrohm.de. Die Programme

und Zeitpläne aller Kurse und Seminare stehen dort

als PDF-Dateien zum Herunterladen bereit.

Selbstverständlich können Sie die Programme der Sie interessierenden

Veranstaltungen auch bei der Deutschen

Metrohm anfordern:

Frau D. Hierholzer

Deutsche Metrohm GmbH & Co. KG

Postfach 1160

D-70772 Filderstadt

Telefon +49 711 7 70 88-12

Fax +49 711 7 70 88-55

E-Mail d.hierholzer@metrohm.de

Metrohm Information Heft 2/2006 35


Metrohm im www: IC Newsletter

Immer auf dem Laufenden mit dem Metrohm IC Newsletter

Verpassen Sie keine IC-Neuigkeiten von Metrohm mehr:

Melden Sie sich noch heute unter www.ic-userclub.com

für den Metrohm IC Newsletter an!

Immer für Sie da: Der Metrohm IC Userclub mit vielen

Neuigkeiten, dem IC Newsletter Archiv, der FAQ-Rubrik

und der «IC Question»-Rubrik, in welcher Sie direkt mit

uns Kontakt aufnehmen können.

Bleiben Sie in der Ionenchromatographie auf dem Laufenden. Die Metrohm AG versendet

monatlich einen Newsletter, der Sie über Neuigkeiten in der IC informiert. Der

Newsletter fasst neue Applikationen zusammen und verweist auf zusätzliche Informationen,

die Sie von unserer Webseite herunterladen können. Daneben werden Geräte,

Trennsäulen und weiteres Zubehör beschrieben und Neuentwicklungen vorgestellt.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? – Registrieren Sie sich im Metrohm Info Center

unter www.metrohm.com oder unter www.ic-userclub.com. Sind Sie bereits im

Metrohm Info Center registriert, so können Sie nach dem Login unter «Change

account data» «I want to register for the Metrohm IC Newsletter» markieren.

Haben Sie frühere Ausgaben des IC Newsletters verpasst? – Kein Problem!

www.ic-userclub.com ist die Website, die als Archiv der Mitteilungen aus dem

Newsletter fungiert. Sie finden dort die Informationen der letzen Ausgaben aufgeteilt

nach den Kategorien Generelles, Applikationen, Geräte, Säulen, Zubehör, Software

und Veranstaltungen. Wenn Sie nach noch älteren Einträgen suchen, finden

Sie diese in der Rubrik «Archive».

Haben Sie (noch) Fragen? Im IC Userclub finden Sie die Rubrik «IC Question».

Hier können Sie Ihre Frage direkt an unsere IC-Spezialisten senden. Die Antwort

kommt umgehend. Ist die Frage von allgemeinem Interesse, wird sie – natürlich mit

der Antwort – in die Rubrik «FAQ – frequently asked quenstions» eingefügt.

36 Metrohm Information Heft 2/2006


Zubehörteile komfortabel und blitzschnell bestellen

Geht Ihr Vorrat an Pufferlösungen zur Neige? Brauchen Sie ein neues Probenrack oder haben

Sie aus Versehen Ihr Probenschiffchen für den KF-Titrator fallen lassen? Was nun?

Ob Sie sich nur über ein Zubehörteil informieren, eine Offerte einholen oder Ersatz bestellen

wollen: Metrohm.com, die Metrohm AG und die Deutsche Metrohm GmbH bieten

Ihnen verschiedene Hilfen an. Dabei legen wir grössten Wert darauf, Ihnen Problemlösungen

aus einer Hand anzubieten. Dies setzt neben einem umfassenden Geräteprogramm

ein ebensolches Zubehörsortiment voraus. Vom Aluminium-Septumverschluss

bis zum Zubehörkoffer erhalten Sie bei uns alles an Zubehörteilen, was Ihr Herz begehrt.

Die Offline-Lösung für Bücherwürmer und DVD-Sammler

Der gedruckte Metrohm-Zubehörkatalog enthält ein Sortiment von über 1000 verschiedenen

Zubehör- und Ersatzteilen und ist mit über 1 kg ein wahres Schwergewicht.

Ebenso wie die handliche Zubehör-DVD ist er in den Sprachen Deutsch,

Englisch, Französisch und Spanisch erhältlich. Den Zubehörkatalog sowie den Elektroden-

und den Gerätekatalog können Sie kostenlos im Internet bestellen:

www.metrohm.com > Contact us > Request information

Die Online-Lösung mit dem Plus an topaktuellen Informationen

Komfortabel und schnell funktioniert die Suche über den stets nachgeführten Online-Zubehörkatalog.

Als Bonus erhalten Sie erst noch jede Menge nützlicher Zusatzinformationen

zu Ihrem Zubehörteil. Den Online-Zubehörkatalog finden Sie im

Internet – je nach Ihrem Herkunftsland – unter:

Schweiz: katalog.metrohm.ch > Zubehör

Deutschland: www.metrohm.de > Onlinekatalog und Shop > Accessories

International: www.metrohm.com > Products > Accessories

An gleicher Stelle finden Sie auch Links für den Zugriff auf die Online-Kataloge für

Elektroden und Säulen.

Mit einem Mausklick können Sie auswählen, ob Sie zu den Artikeln in Ihrem Warenkorb

weitere Informationen benötigen oder ob Sie gleich eine Offerte einholen

möchten. Die entsprechenden Artikel können Sie selbstverständlich bei Ihrer

Metrohm-Vertretung auch gleich telefonisch oder per Fax bestellen. Unsere Vertretung

beantwortet Ihnen auch gerne Ihre weiteren Fragen.

Tipp

Nähere Informationen zu den Zubehörteilen und deren Auflistung finden Sie auch in

der Gebrauchsanweisung zu Ihrem Metrohm-Gerät.

Metrohm im www: Zubehörteile bestellen

Der Onlineshop der Deutschen Metrohm:

Zubehörteile und Elektroden per Mausklick!

Der Zubehörkatalog der Metrohm AG: übersichtlich und

aufgeräumt.

Der Zubehörkatalog auf www.metrohm.com:

Mehr als 1000 Zubehörteile leicht zugänglich mit Stichwortsuche

und über vorgegebene Kategorien.

Metrohm Information Heft 2/2006 37


Metrohm weltweit

Messen und Tagungen mit Metrohm-Neuigkeiten

Termin Veranstaltung Ort Metrohm-Vertretung

27.10. 2006 Paperless Lab Forum Basel Metrohm AG, Schweiz

30.10.– 03.11.2006 Het Instrument Utrecht Applikon BV, Niederlande

08.11.– 09.11.2006 Applica – Chromatographie:

Anwendung, Instrumentierung,

Qualitätssicherung

Olten Metrohm AG, Schweiz

29.11.– 01.12.2006 Scientific Instruments Show (SIS) Tokio Metrohm-Sibata, Japan

25.02.– 01.03.2007 Pittcon Chicago Brinkmann, USA

Metrohm-Peak, USA

12.03.–14.03.2007 4. Conference über Ionenanalyse – CIA Berlin Deutsche Metrohm

12.03.–15.03.2007 InCom – LifeCom Düsseldorf Deutsche Metrohm

18.03.– 21.03.2007 5. Deutsches Biosensor Symposium Bochum Deutsche Metrohm

Dr. Andrea Wille (links),

Product Manager IC, Metrohm AG,

im Dialog mit einem Kunden:

«Durch den direkten Kontakt mit unseren

Kunden erlebe ich hautnah, was sie beschäftigt.

Dabei entstehen Ideen, welche

wir in die Applikations- und Geräte-

entwicklung einfliessen lassen.»

Doppelter Auftritt – Analytica und Achema 2006

Das erste Halbjahr 2006 hatte es in sich. In München feierte die Analytica ihr zwanzigstes

Jubiläum und nur wenige Wochen später öffnete die Achema in Frankfurt

ihre Tore.

Die Konzentration von zwei grossen Messen innerhalb von vier Wochen birgt natürlich

die Gefahr eines Besucherrückgangs. Als Reaktion darauf haben sich viele Aussteller

für die Teilnahme an nur einer Messe entschieden. Entgegen diesem Trend

war die Metrohm auf beiden Messen vertreten – erfreulicherweise übertrafen beide

Veranstaltungen die Erwartungen bei weitem.

Aus der Vogelperspektive: Der übersichtliche und einladende Messestand von Metrohm an der Analytica.

38 Metrohm Information Heft 2/2006


Metrohm weltweit

Um es vorweg zu nehmen: Noch nie zuvor besuchten so viele Messeteilnehmer den

Stand der Metrohm in München und Frankfurt.

Dieser Erfolg kommt nicht von ungefähr: Im Gegensatz zu den Marktbegleitern

konnte Metrohm zahlreiche richtungsweisende Neuigkeiten bieten, nämlich – um

nur einige zu nennen – die intelligenten Elektroden iTroden, den thermometrischen

Titrator Titrotherm 859, TitrIC – das Powerpack der Ionenanalytik –, den Eluent

Synthesizer 845 und das Betriebsanalysensystem ProcessLab.

Qualitätsprodukte übersichtlich präsentiert

Ein grosses Plus war die Präsentation der Geräte auf dem Messestand: «Ihr bei

Metrohm habt einen einladenden und sehr übersichtlichen Messestand!» äusserten

sich Kunden begeistert. In der Tat war der Metrohm-Stand für alle Messebesucher

unübersehbar.

Die Spezialisten der Deutschen Metrohm, der Metrohm AG (Schweiz) und der

Inula GmbH (Österreich) konnten sich den Kundenwünschen auch in Spitzenzeiten

problemlos widmen. Dank des durchdachten Standkonzepts blieb für Geräte-

demonstrationen, die Beantwortung von Fragen zu Applikationen oder die Entgegennahme

von Proben zur Analyse immer genügend Freiraum. Klar strukturierte

Überschriften und Zusatzinformationen erleichterten den Besuchern zudem die

Orientierung am Stand. Sehr beliebt waren auch die Werbegeschenke. Passend

zum aktuellen Geschehen fand der Spielplan zur Fussball-WM 2006 reissenden

Absatz. Guten Anklang fanden auch die schicken Umhängetaschen.

Der Kunde steht im Mittelpunkt

Der Metrohm liegen ihre Kunden sehr am Herzen. Eine Messe bietet ein ideales

Forum für persönliche Kontakte und fachlichen Austausch. Auch für das Entwicklungsteam

der Metrohm war die Messebeteiligung ein voller Erfolg.

Regina Schulz, Deutsche Metrohm, erklärt einem interessierten Kunden das Funktionsprinzip des

Rancimaten 743.

Im Dialog mit den Kunden konnten viele Anliegen erfasst werden und es resultierten

für beide Seiten wertvolle Denkanstösse.

An dieser Stelle möchten wir uns bei all unseren Besuchern für ihr zahlreiches Erscheinen

und die vielen interessanten und anregenden Fachgespräche recht herzlich

bedanken. Wir freuen uns, Sie auch in Zukunft wieder an unserem Messestand

begrüssen zu dürfen.

Dr. Edgar Müller (rechts),

Kögel Fahrzeugwerke, langjähriger

Metrohm-Kunde, im Gespräch mit

Herrn Rechtsteiner:

«Metrohm steht für mich für aus-

gezeichnete Qualität, hervorragenden

Service und eine kompetente, freundliche

Beratung.»

Anlässlich des zwanzigsten Jubiläums

der Analytica fand auch eine historische

Jubiläumsschau statt. Aus dem

Fundus der Metrohm AG konnten einige

geschichtsträchtige Juwelen der instrumentellen

Analytik gezeigt werden.

Metrohm Information Heft 2/2006 39


Security Check

bestanden

Intelligenter Sensor –

intelligentes Titriersystem

• Titrando 857 – intelligentes Titriersystem ohne Sicherheitslücke

• «iTroden» – intelligente Sensoren mit automatischer Erkennung –

garantiert verwechslungsfrei

• iConnect 854 – mobiler Messeingang mit digitaler

Datenübertragung

Experience the magic touch in titration: www.titrando.com

I o n e n a n a l y t i k

Metrohm AG

CH-9101 Herisau/Schweiz

Telefon +41 71 353 85 85

Fax +41 71 353 89 01

www.metrohm.com

info@metrohm.com

Ionenchromatographie • Titration • VA-Spurenanalytik • Automation • Robotics • Software-Systeme

Ecknauer+Schoch ASW

Ecknauer+Schoch ASW

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine