Gl&Lev kontakt - GL VERLAGS Gmbh

glkompakt

Gl&Lev kontakt - GL VERLAGS Gmbh

Im Blickpunkt

RECht: wenn unternehmer ihre Nachfolge

nicht rechtzeitig regeln können � Seite 46

kontakt

Steuern | Recht | Finanzen


StEuERN: wenn Belege für Gästebewirtung

nicht ganz korrekt ausgefüllt sind � Seite 48

StEuER: Das Bilanzmodernisierungsgesetz und seine auswirkungen � Seite 52

StEuERN: wie gemeinnützige Stiftungen

steuerlich behandelt werden � Seite 54

FINANZEN

Volksbanken

mit Bilanzen

sehr zufrieden

GL&Lev special 03/09

© shutterstock


46

Im Blickpunkt GL&Lev kontakt Recht

GL&Lev kontakt 04/10

Schnittpunkt zahlreicher Rechtsgebiete

Nachfolgeplanung

ist existenziell wichtig

Von DR. ANDREAS KÜNNE

Gehören Sie auch zu der großen

Gruppe der Verdränger? Dass viele

Selbstständige, erst recht wenn sie

ihre Firmen selbst gegründet und

Jahrzehnte lang geführt haben,

den Gedanken an eine Nachfolgeregelung

verdrängen, ist allzu

menschlich und verständlich, Gleichzeitig

ist es aber auch gefährlich.

Deshalb: Eine rechtzeitige Nachfolgeplanung

ist zwingend notwendig,

um im Falle eines plötzlichen

Ablebens die Erben nicht vor unlösbare Probleme

zu stellen und die Existenz der Firma

zu gefährden. Gut sorgt derjenige vor,

der erbrechtliche, gesellschaftsrechtliche

und schließlich erbschaftssteuerrechtliche

Fragen beizeiten angeht und beantwortet.

Ziel einer Nachfolgeregelung sollte daher

stets sein, eine rechtzeitige Übertragung

auf die Wunschnachfolgerin oder den

Wunschnachfolger sicher zu stellen sowie

alle notwendigen Regelungen für die Zeit

nach dem Ableben zu treffen.

In erbrechtlicher Hinsicht interessiert

zunächst einmal, wer als Erbe eingesetzt

worden ist. Sofern der Unternehmer nicht

in einer letztwilligen Verfügung wie einem

Testament oder einem Erbvertrag eine Regelung

getroffen hat, greifen die Regeln

des Bürgerlichen Gesetzbuches. Wenn beispielsweise

ein Unternehmer, der im gesetzlichen

Güterstand der Zugewinnschaft

verheiratet war und zwei Kinder hinterlässt,

die Erbfolge nicht geregelt hat, wird er nach

dem Gesetz von seiner Ehefrau zu 1/2 und

den beiden Kindern zu je 1/4 beerbt. Die

Ehefrau und die Kinder bilden eine sogenannte

Erbengemeinschaft und können

fortan grundsätzlich Entscheidungen nur

noch gemeinsam treffen.

Eine solche Situation gilt es im Sinne einer

klugen reibungslosen Unternehmensführung

unbedingt zu vermeiden. Die Lösung

sieht so aus: Es sollte rechtzeitig ein Nach-

Dr. andreas Künne

Fachanwalt für Familienrecht

in der Kanzlei Winter,

Jansen, Lamsfuß

folger bestimmt und eine entsprechende

letztwillige Verfügung errichtet werden.

Allerdings kann häufig nicht nach Belieben

ein Nachfolger ausgewählt werden,

da vielfach so genannte Nachfolgeklauseln

in Gesellschaftsverträgen Regelungen zur

Nachfolge enthalten, die dann mit einer

aufgesetzten letztwilligen Verfügung kollidieren.

Gesellschaftsrecht bricht Erbrecht

Der Unternehmer kann zwar frei verfügen.

Sofern seine letztwillige Verfügung jedoch im

Widerspruch zu den gesellschaftsrechtlichen

Regelungen steht, wird diese Konfliktlage

letztlich zugunsten des Gesellschaftsrechts

bzw. der Gesellschafter gelöst – Stichwort:

„Gesellschaftsrecht bricht Erbrecht“.

Die Gesellschafter sind hinsichtlich ihrer

Gestaltungsmöglichkeiten relativ frei. Sofern

keine Regelung getroffen wird, greifen die

gesetzlichen, nach Gesellschaftstyp variierenden

Fortführungs- und Nachfolgeregelungen.

Ansonsten kann bestimmt werden,

ob die Gesellschaft beim Tod eines Gesellschafters

überhaupt aufgeführt wird (Fortführungsklausel),

ob jeder beliebige Erbe in

die Gesellschafterstellung einrücken kann

(einfache Nachfolgeklausel) oder aber nur

bestimmte Personen Nachfolger werden

sollen (qualifizierte Nachfolgeklausel).

Mit einer letztwilligen Verfügung sollte

also unbedingt die Unternehmensnachfolge

geregelt und zugleich diese Regelung

mit dem jeweiligen Gesellschaftsvertrag abgestimmt

werden. Daher ist auch bei jeder

Veränderung eines Gesellschaftsvertrages

zu prüfen, ob und welche Auswirkungen

diese Änderung auf eine im Testament

oder Erbvertrag vorgesehene Unternehmensnachfolge

nach sich zieht.

Wenn der Pflichtteilanspruch

das Unternehmen gefährdet

Im Rahmen der entsprechenden Ausgestaltung

gilt es natürlich auch zu berücksichtigen,

dass die Einsetzung einer bestimmten

Person als Rechtsnachfolger und testamentarischem

Alleinerben unter Umständen

Pflichtteilsansprüche auslöst. Je nach dem

Wert des Unternehmens kann ein solcher

Pflichtteilsanspruch, bei dem es sich um einen

reinen Geldanspruch handelt, zu schwereren

wirtschaftlichen Verwerfungen führen. Aufgrund

dessen ist es notwendig, bereits zu

Lebzeiten durch entsprechende Konstruktionen

wie einem Pflichtteilsverzicht eine vorausschauende

Regelung zu schaffen.

In steuerrechtlicher Hinsicht gilt es zu

berücksichtigen, dass für die Berechnung

der Erbschaftssteuer die Art und Weise

der nachfolgenden Auseinandersetzung

irrelevant ist. Jedoch können im Einzelfall

sogenannte Verschonungsregeln greifen.

Insoweit sollten bereits zu Lebzeiten die

Voraussetzungen für eine entsprechende

Inanspruchnahme geschaffen werden.

Andernfalls drohen dem Betriebsnachfolger

immense Steuerbelastungen, weil

trotz Betriebsnachfolge ein so genannter

Verschonungsabschlag nicht gewährt und

der Betrieb zu 100 % der Erbschafts- und

Schenkungssteuer unterworfen wird.

Wenn Erben haften müssen

Ein Unternehmer sollte also wie jeder andere

potentielle Erblasser schon zu Lebzeiten

mittels einer letztwilligen Verfügung

die notwendige Klarheit für den Fall seines

Ablebens schaffen. Die Erben selbst dürfen

nicht zögern, nach Eintritt des Erbfalls und

etwaigen Unklarheiten sofort rechtlichen

Beistand zu suchen. Das gilt insbesondere

in den Fällen, in denen Anhaltspunkte für

eine Überschuldung bestehen. Ein Erbe haftet

für Nachlassverbindlichkeiten grundsätzlich

unbeschränkt und persönlich. Allerdings

sieht das Gesetz bestimmte Möglichkeiten

einer Haftungsbeschränkung vor, sofern

nicht ohnehin ausgeschlagen wird, was nur

innerhalb eines bestimmten, starren Zeitraums

erfolgen kann.


Bensberger Bank mit

einem gutem Ergebnis

mehr Zeit für

Anderes ...

Dedy + Heister

Steuerberatungsgesellschaft mbH

im D+H Beraterhaus

Ein gutes Ergebnis trotz

krisenhafter Zeiten präsen-

tierte der Vorstand der

Bensberger Bank (Bild)

seiner Vertreterversammlung

stilgerecht in Schloß Bensberg.

Die Bilanzsumme der Bank für 2009

erhöhte sich um 4,2% auf 368 Mio.

Euro. Der Überschuss der normalen

Geschäftstätigkeit stieg, gegenüber dem

Vorjahr, um 7,3% auf 2,23 Mio. Euro.

Mehr als jeder dritte Kunde ist gleichzeitig

auch Mitglied und damit Eigentümer der

Bank. Verständlicherweise kam die für 2009

beschlossene Dividende von 5,6 % bei den

Anteilseignern gut an.

„Durch den Anstieg der Kundengelder

um 5,2% oder 13,7 Mio. Euro auf 276,1

GL&Lev kontakt Finanzen

Mio. Euro haben wir mehr erreicht, als wir

angesichts der schweren Rezession erwarten

durften“, erklärte Vorstand Manfred Habrunner.

Dieser Anstieg war vor allem auf

eine Zunahme der täglich fälligen Einlagen

und der Spareinlagen zurückzuführen. „Die

große Sicherheitsorientierung unserer Kunden

und der Wunsch nach möglichst kurzfristiger

Verfügbarkeit ihrer Anlagen finden in

dieser Entwicklung ihren deutlichen Niederschlag“,

so Vorstands-Kollege Helmut

Krause. Dass man jetzt mit den Verursachern

der Finanzmarktkrise in einen Topf

geworfen und über die gesetzlich geplante

Bankenabgabe zur Kasse gebeten werden

soll, will der Vorstand in Bensberg nicht

hinnehmen. „Wir werden gegen diese Fehlentwicklung

angehen“, kündigt Manfred

Habrunner an.

Das Geschäftsjahr 2010 wird „verhalten

optimistisch“ eingeschätzt. Der Vorstand

selbstbewußt: „In unserem Geschäftsgebiet

wollen wir im Hinblick auf Kundennähe,

Service und Kundenorientierung die Nummer

1 sein und bleiben.“

BERGISCH GLADBACH

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Freiheit ist bezahlbar.

GL&Lev kontakt 04/10

47

Im Blickpunkt


48

GL&Lev kontakt Steuern

Bewirtungskosten können auch

bei fehlenden Rechnungsangaben

durchaus abzugsfähig sein

Im Blickpunkt Wenn der Gastgeber den Beleg mal nicht ganz korrekt ausgefüllt hat ...

GL&Lev kontakt 04/10

Von LOTHAR HeiSTeR

Bewirtungskosten aus geschäftlichem

Anlass sind zu 70%

als Betriebsausgaben abzugsfähig.

Zum Nachweis muss der

Steuerpflichtige folgende

schriftliche Angaben machen:

• Ort und Datum der Bewirtung,

• Höhe der Aufwendungen,

• Teilnehmer und

• Anlass der Bewirtung.

Wenn die Bewirtung in einer Gaststätte

stattgefunden hat, genügen

Angaben zum Bewirtungsanlass

und zu den Teilnehmern. Rechnungen über

150 EUR müssen zudem den Namen des

bewirtenden Steuerpflichtigen enthalten.

Nach einem aktuellen Urteil sind die Bewirtungsaufwendungen

auch dann steuermindernd

zu berücksichtigen, wenn auf

den ausgestellten Rechnungen lediglich der

Name des Bewirtenden fehlt. Ordnungsgemäße

Nachweise liegen nämlich auch dann

vor, wenn Eigenbelege mit den erforderlichen

Angaben erstellt werden. Dabei ist es

unschädlich, wenn die bewirtende Person

zum Teil nachgetragen wird, weil eine unterbliebene

Angabe des Bewirtenden nach

der Rechtsprechung im Bewirtungsvordruck

nachholbar ist.

Der Abzugsfähigkeit steht auch nicht

entgegen, dass die Rechnungen keine

Angaben zum Rechnungsadressaten enthalten.

Dies gilt zumindest dann, wenn die

wirtschaftliche Belastung durch entsprechende

Kreditkartenabrechnungen nachgewiesen

wird.

Regelmäßige Arbeitsstätte

bei Arbeitnehmern

Die Finanzverwaltung hat sich in einem

umfangreichen Schreiben zur regelmäßigen

Arbeitsstätte bei Arbeitnehmern

geäußert. Die wesentlichen Grundsätze im

Überblick:

Lothar heister

Wirtschaftsprüfer und

Steuerberater in der

D+H Dedy+Heister

Steuerberatungs GmbH

im D+H Beraterhaus

1. Sucht ein Arbeitnehmer eine ortsfeste

dauerhafte betriebliche Einrichtung des

Arbeitsgebers mit einer gewissen Nachhaltigkeit,

d. h. durchschnittlich an einem

Arbeitstag je Arbeitswoche auf, liegt eine

regelmäßige Arbeitsstätte vor. Auf die Art,

den Inhalt und den Umfang der Tätigkeit

kommt es nicht an. Sofern die betriebliche

Einrichtung nicht an 46 Arbeitstagen im Jahr

aufgesucht wird, dies im Vorfeld jedoch geplant

war, handelt es sich dennoch um eine

reglmäßige Arbeitstätte des Arbeitnehmers.

2. Sofern der Arbeitnehmer in einer Einrichtung

eines Dritten eingesetzt wird, wird

diese grundsätzlich nicht zur regelmäßigen

Arbeitsstätte. Dies gilt auch dann, wenn der

Arbeitnehmer bei einem Kunden des Arbeitgebers

längerfristig eingesetzt ist.

3. Die Grundsätze für Auswärtstätigkeiten

gelten auch bei vorübergehender Abwesenheit

wegen einer Aus- oder Fortbildung.

Daher wird die Bildungseinrichtung selbst

dann nicht zur regelmäßigen Arbeitstätte,

wenn sie längerfristig über vier Jahre aufgesucht

wird.

In Zweifelsfällen lieber mit dem Steuerberater

abstimmen.

STEUERN KOMPAKT - kurzgefaßt

Abschiedsfeier führt zu

Werbungskosten

Aus Anlass des Abschieds in den Ruhestand

übernahm ein leitender Angestell-

ter die Aufwendungen für die Bewirtung

eines Teils der Belegschaft. Die Aufwendungen

für diese Feier sind als Werbungskosten

zu berücksichtigen. Hierbei handelt

es sich in ersten Linie um den letzten Akt

der Berufstätigkeit als Dank an die Kollegen

für geleistete Arbeit. Tritt der Arbeitnehmer

als Gastgeber auf, greifen weder

die Abzugsbeschränkungen für Betriebsausgaben

noch die besonderen Aufzeichnungspflichten.

Ausreichend sind Gästeliste

sowie Rechnung der Catering-Firma,

die alle angefallenen Kosten detailliert

aufführt.

Existenzgründungszuschuss ist

Sonderbetriebseinnahme

Erhalten Gesellschafter einer neu gegründeten

Anwaltssozietät anlässlich der

Aufnahme ihrer selbstständigen Tätigkeit

Zuschüsse aus Landesmitteln und über

den Europäischen Sozialfonds, sind diese

Beiträge als Sonderbetriebseinnahmen der

Gesellschafter im Rahmen ihrer Einkünfte

aus selbstständiger Arbeit zu berücksichtigen.

Solche Zuschüsse zur Förderung der

Existenzgründung sind nicht steuerfrei.

Vermögensübergabe als

Zugewinnausgleich ist entgeltlich

Die Übertragung eines Gewerbebetriebes

im Rahmen einer Scheidungsvereinbarung

auf den anderen Ehegatten zur Abgeltung

des Zugewinnausgleiches ist ein entgeltlicher

Vorgang. Für die Bewertung von Betriebsvermögen

und Ausgleichsanspruch

können die in der notariellen Scheidungsvereinbarung

genannten Beträge herangezogen

werden. Der Veräußerungserlös

bemisst sich nach der Höhe des Verzichts

auf die Ausgleichsforderung und ist nach

den Verkehrswerten auf die einzelnen Wirtschaftsgüter

aufzuteilen.

Grabpflege ist keine

haushaltsnahe Dienstleistung

Kosten der Grabpflege lassen sich deshalb

nicht als haushaltsnahe Dienstleistungen

geltend machen, weil lediglich die Tätigkeit

im Haushalt gefördert werden soll. Die

Grabpflege ist - anders als die Gartenpflege

- keine Leistung, die zum Berufsbild der

Hauswirtschaft gehört. Daher kommt es

auch nicht darauf an, ob das Grab unter sozialen

Aspekten dem Haushalt eines Angehörigen

zugerechnet werden kann.


Der Vorstand spricht von einem „hervorragenden Jahr 2009“

VR Bank zahlt 7% Dividende

„Trotz eines schwie-

rigen Umfeldes ist

das Geschäftsjahr

2009 sehr erfolgreich

verlaufen“, so Franz Hardy,

der Vorstandsvorsitzende

der VR Bank, vor der

Vertreterversammlung.

Das Geheimnis des

Erfolges sei einmal

mehr das eigene

Geschäftsmodell

gewesen.

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Mandantenrundbrief! E-Mail genügt:

kontakt@winter-jansen-lamsfuss.de

51467 Bergisch Gladbach

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Suche nach Sicherheit, Verlässlichkeit

und Solidität treibt

„Die

die Menschen bei uns in der

Region an“, sagte Hardy. Auch die VR Bank

verfolge diese Ziele schon seit vielen Jahren.

Eine Einschätzung, die ganz aktuell auch die

Ratingagentur Fitch mit ihrer Bestätigung

des Ratings A+ für den genossenschaftlichen

Finanzverbund unterstreicht.

Die Bilanzsumme der VR Bank stieg im

Jahr 2009 um 2,9% auf knapp 993 Millionen

Euro. Das Kundengesamtvolumen, also

alle Einlagen und Ausleihungen in der Bank-

Recht schaffend beraten.

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GL&Lev kontakt Finanzen

Winter Jansen Lamsfuß Rechtsanwälte

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Wir verstehen die eigentümliche Sprache der Gesetze. Wir

haben wichtige Vergleichsfälle zur Hand und bieten Ihnen

umfassende und effi ziente Lösungsmöglichkeiten an.

Voll besetzt war der große Saal des Bergischen Löwen

in Bergisch Gladbach, als die VR Bank ihre Vertreterversammlung

abhielt und dabei mit einem äußerst positiven

Jahres-Ergebnis für 2009 aufwarten konnte.

bilanz und innerhalb des genossenschaftlichen

Finanzverbundes, wuchs um rund

8,6% auf 2,08 Mrd. Euro.

Der Mittelstand als Rückgrat und Herzstück

der deutschen Wirtschaft habe in der

Krise Schlimmeres verhindert, betonte Vorstand

Lothar Uedelhoven. Als Teil des Mittelstandes

habe die VR Bank dazu ihren Beitrag

geleistet. „Wir haben jeden vertretbaren Kredit

gewährt“. Von einer Kreditklemme könne

in Bergisch Gladbach, Overath und Rösrath

deshalb keine Rede sein. Insgesamt 827 Millionen

Euro hatte die Bank 2009 an Mitglieder

und Kunden ausgeliehen. Die Kundeneinlagen

konnten ebenfalls ausgebaut werden.

Neben Tagesgeldern war vor allem das gute

alte Sparbuch gefragt. „Das Bedürfnis nach

Sicherheit ist nach wie vor hoch“, so Hardy.

Im übrigen ist die VR Bank neben ihrem

sozialen Engagement vor Ort auch ein Spitzenzahler

von Gewerbesteuer an die drei

Städte Bergisch Gladbach, Overath und Rösrath.

Sie überwies den zuständigen Ämtern

insgesamt über 1,6 Millionen Euro. 650.000

Euro will sie demnächst in neue Bauvorhaben

investieren.

Das vielleicht Wichtigste: Die Bank hat

ihren langen Namen verbraucherfreundlich

auf „VR Bank eG Bergisch Gladbach“ gekürzt

und eine Dividende von insgesamt 7% angekündigt.

Auch Fachanwälte für:

❱ Miet- und Wohnungseigentumsrecht

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GL&Lev kontakt 04/10

49

Im Blickpunkt


Dipl.-Kfm. carl Erik Koehler

Wirtschaftsprüfer, Steuerberater,

certified Valuation Analyst (cVA)

Dipl.-Kfm. Horst Neumann

vereidigter Buchprüfer, Steuerberater

Dr. Jörg Luxem

Rechtsanwalt, Steuerberater,

Fachanwalt für Steuerrecht

Finanzw. Ingo Heuel

Rechtsanwalt, Steuerberater,

Fachanwalt für Steuerrecht

KONLUS,

member of

WORLDWIDE

An Association

of Independent Firms

nimmt fünf neue Partner auf und gründet eine

Jünger und stärker: Der Berater für

In Bensberg hat sich mit KONLUS in den

vergangenen 15 Jahren eine ambitionierte,

mittelständische und überregional

tätige Beratungsgesellschaft entwickelt, die

Unternehmen und Unternehmer auf hohem

Niveau in den Bereichen Wirtschaftsprüfung,

Steuerberatung, Wirtschaftsrecht

und Corporate Finance berät. Nach einer

Phase organischen Wachstums, die durch

eine gezielte Spezialisierung und Professionalisierung

der Partner und leitenden Mitarbeiter

begleitet wurde, war es nun Zeit für

einen mutigen Schritt nach vorn: KONLUS

hat gleich fünf neue Partner aufgenommen,

eine Niederlassung in der Bundeshauptstadt

Berlin gegründet und nebenbei die Rechtsform

auf die Partnerschaftsgesellschaft umgestellt.

Corporate Finance Aktivitäten,

Wirtschafts- und Steuerrecht

„Mit unseren neuen Partnern haben wir auf

unsere bestehenden Stärken aufgebaut und

uns in den für unsere weitere Entwicklung

ganz wesentlichen Bereichen verstärkt. Hier

sind vor allem internationale Prüfungs- und

Beratungsthemen zu nennen sowie die Unternehmensbewertung

als wesentlicher Teil unserer

Corporate Finance Aktivitäten. Daneben

sehen wir eine dynamische Entwicklung im

Bereich Wirtschafts- und Steuerrecht. Insbesondere

im Spezialbereich Steuerstrafrecht haben

wir uns als eine der führenden Kanzleien etablieren

können. Letztlich ist unsere Strategie,

über eine zunehmende Spezialisierung unsere

Mandanten kompetent, verlässlich und kreativ

zu beraten, voll aufgegangen“, sagt Carl Erik

Koehler, Gründungspartner von KONLUS.

Der Weg des Erfolgs führt

nach Europa und in die Welt

Der Mittelstand vernetzt sich zunehmend

mit Geschäftspartnern auf der ganzen Welt,

so dass zunehmend internationale Fragen

an Wirtschaftsprüfer und Steuerberater gestellt

werden: Kann ich meine Produkte und

Dienstleistungen über das Ausland günstiger

anbieten und gleichzeitig die Steuerbelastung

meines Unternehmens reduzieren? Kann ich

mein Unternehmen ganz in den sonnigen Süden

verlagern und was folgt daraus? Welche

Unternehmensstruktur ist für meine zukünftige

internationale Entwicklung die günstigste?

Wie bilde ich diese Geschäftsaktivitäten in der

Bilanz ab? Tausend Fragen stellen sich dem

mobilen Unternehmer. KONLUS hat deshalb

seine Kompetenz in diesen Fragen gleich

doppelt verstärkt. Mit Ingeborg Hofer, die als

Steuerberaterin und Expertin für internationales

Steuerrecht bereits seit Jahren für KONLUS

tätig war, und mit Christoph Kneip, Wirtschaftsprüfer,

Steuerberater und CPA, wurden zwei

ausgewiesene Experten des internationalen

Steuerrechts zu Partnern ernannt. „Eine gute

internationale Steuerplanung verlangt viel

Fachkenntnis und muss das Wünschenswerte

mit dem langfristig Machbaren in Einklang

bringen“, so Ingeborg Hofer, die neben ihrer

Tätigkeit in Bensberg das neue Berliner Büro

von KONLUS leitet.

Unternehmensumstrukturierung

mit fachkundiger Beratung

Eine weitere in der Unternehmerschaft zu

beobachtende Entwicklung ist die erneute

Zunahme von Transaktionen und Umstrukturierungen,

sei es als Folge der unternehme-

Geänderte Mandantenbedürfnisse erfordern Flexibilität

„Für dieses in gewisser Weise erneuerte und noch stärker professionalisierte Beratungsunternehmen

war es fast zwangsläufig, dass wir in die Rechtsform der Partnerschaftsgesellschaft

gewechselt sind. Somit sind wir in der Lage, auch in der Zukunft auf neue Herausforderungen,

die sich durch die geänderten Bedürfnisse unserer Mandanten immer wieder

stellen, flexibel zu reagieren“, so Dr. Jörg Luxem, Partner im Rechtsbereich von KONLUS.

„Wir wollen auch künftig mit engagierten und hoch qualifizierten Mitarbeitern die Möglichkeit

bieten, unser Unternehmen als Partner aktiv mitzugestalten. Ich freue mich auf die

daraus resultierende Entwicklung, die sich schon heute abzeichnet.“


Niederlassung in Berlin

den Mittelstand stellt sich neu auf

rischen Wachstumsstrategie, eines Nachfolgekonzeptes

oder als Königsweg aus der Krise.

Derartige Maßnahmen erfordern stets einen

ganzheitlichen Beratungsansatz, der betriebswirtschaftliche,

steuerliche, wirtschaftsrechtliche

Aspekte gleichwertig berücksichtigt. Entsprechend

ist die kompetente Begleitung im

Bereich „Corporate Finance“ in der Regel eine

Teamleistung unter Einbindung der jeweils

spezialisierten Wirtschaftsprüfer, Rechtsanwälte

und Steuerberater. Ein zentraler Bereich

ist die Wahl der richtigen Finanzierungsinstrumente

im Transaktionsprozess und die ihr zugrunde

liegende Unternehmensplanung und

-bewertung. Carl Erik Koehler, zertifizierter

Experte für Unternehmensbewertung (CVA),

und sein Team haben sich auf diesen Bereich

spezialisiert.

Das Bewährte pflegen und

konsequent weiter entwickeln

Mit Steuerberaterin Birgit Koehler sowie Wirtschaftsprüfer

und Steuerberater Alexander

Neu sind zwei junge und zugleich erfahrene

Mitarbeiter von KONLUS als Partner in die

Verantwortung genommen worden. Birgit

Koehler hat sich insbesondere der Betreuung

von mittelständischen Familienunternehmen

verschrieben. Da diese Unternehmen häufig

als Personengesellschaften aufgestellt sind,

ist neben einer erstklassigen Fachkenntnis

in der steuerlichen Betreuung dieser Rechtsform

zusätzlich besonderes Fingerspitzengefühl

im Umgang mit Familienstämmen,

Erben oder Firmengründern gefordert. „Wir

sind sehr zufrieden, dass wir Birgit Koehler

diesen Bereich anvertrauen können. Sie ist

genau die richtige Beraterin für unsere in-

KOehLer NeUmaNN LUxem heUeL & PartNer

Schlossstraße 20

51429 Bergisch Gladbach

Niederlassung Berlin

Kurfürstendamm 182

10707 Berlin

novativen Familienunternehmen“, sagt Horst

Neumann, einer der Gründungspartner von

KONLUS. „Und mit Alexander Neu haben

wir die perfekte Ergänzung für den Bereich

Wirtschaftsprüfung, der sich zudem auf die

Betreuung gemeinnütziger Unternehmen

und Institutionen spezialisiert hat. Besonders

freut uns, dass er als „digital native“, der die

digitale Technologie praktisch mit der Muttermilch

aufgesogen hat, der Finanzverwaltung

z. B. bei der digitalen Betriebsprüfung erfolgreich

Paroli bieten kann und zudem in der

digitalen Analyse von Massendatenstrukturen

seine Fachkenntnisse unter Beweis gestellt

hat.“

Wenn das Kind schon in

den Brunnen gefallen ist

Nicht immer läuft alles glatt, und in der Vergangenheit

hat sich so mancher Unternehmer in

Auslandsabenteuer locken lassen, die ihm nun

schlaflose Nächte bereiten. Roswitha Prowatke,

Rechtsanwältin mit Schwerpunkt Wirtschaftsstrafrecht

und erfahrene Steuerstrafrechtlerin,

leitet nun als Partnerin zusammen mit Rechtsanwalt

und Steuerfachanwalt Ingo Heuel das

Steuerstrafrechtsteam in allen Fragen um

Selbstanzeige, Verteidigung, Auseinandersetzung

mit der Betriebsprüfung sowie Verfahren

vor den Finanzgerichten. KONLUS hat damit

seinen Beratungsschwerpunkt Steuerstrafrecht

weiter verstärkt. Ebenso hat das Team von

Rechtsanwalt und Steuerfachanwalt Dr. Jörg

Luxem im bewährten Bereich der wirtschafts-

und erbrechtlichen Beratung eine dynamische

Entwicklung genommen. Insgesamt sind acht

im Steuerrecht spezialisierte Rechtsanwälte für

die Mandanten von KONLUS im Einsatz.

telefon +49 (0) 22 04 - 95 08-100

telefax +49 (0) 22 04 - 95 08-110

e-mail: info@konlus.de

Web: www.konlus.de

telefon +49 (0)30 - 88 46 82-90

telefax +49 (0)30 - 88 46 82-91

Dipl.-Kff. Birgit Koehler

Steuerberaterin

Dipl.-Vw. Ingeborg Hofer

Steuerberaterin

Roswitha Prowatke

Rechtsanwältin, Steuerberaterin, Fachanwältin

für Steuerrecht, LL.M Wirtschaftsstrafrecht

Dipl.-Kfm. Alexander Neu

Wirtschaftsprüfer, Steuerberater

Dipl.-Kfm. christoph Kneip

Wirtschaftsprüfer, Steuerberater,

certified Public Accountant (cPA-USA)


52

GL&Lev kontakt 04/10

Neue Regeln für die

Steuerbilanz

Von THOMAS ROHLeR

Das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz

sollte unter

Wahrung der Steuerneutralität

die Aussagekraft der Jahresabschlüsse

verbessern.

Um dieses Ziel zu erreichen,

wurde der Einfluss von

Subventionsvorschriften

auf den Jahresabschluss

abgeschafft.

Im Blickpunkt GL&Lev kontakt Steuern

Bei der Neuregelung ist der Gesetzgeber

jedoch noch einen Schritt weiter

gegangen und eröffnet den Bilanzierenden

nun eine von der handelsrechtlichen

Bilanzierung unabhängige Ausübung

steuerrechtlicher Bewertungswahlrechte.

Dieser vermeintliche Vorteil wird mit einem

klaren Nachteil erkauft: Die im Mittelstand

verbreiteten Einheitsbilanzen für Finanzamt,

Banken und Gesellschafter gehören wohl

der Vergangenheit an.

Wie die Finanzverwaltung die neue Rechtslage

sieht, wird in einem BMF-Schreiben

aus dem März 2010 dargestellt. Im Einzelnen

ergibt sich Folgendes:

Allgemeine Grundsätze

Der im Einkommensteuergesetz verankerte

allgemeine Maßgeblichkeitsgrundsatz bleibt

erhalten. Nach diesem Grundsatz setzt die

steuerliche Gewinnermittlung auf dem

Ergebnis auf, das nach kaufmännischen

Grundsätzen (= handelsrechtliche Grundsätze

ordnungsmäßiger Buchführung und Bilanzierung,

GoB) ermittelt wurde. Das in den

GoB enthaltene Vorsichtsprinzip wird jedoch

durch steuerliche Ansatz- und Bewertungsvorbehalte

korrigiert, um dem Prinzip der

Besteuerung nach der Leistungsfähigkeit zu

genügen.

Die Verknüpfung zwischen kaufmännischem

Jahresabschluss und steuerlicher Gewinnermittlung

wurde bis zur Änderung durch

das BilMoG durch steuerrechtliche Subventionsvorschriften

(Sonderabschreibungen,

steuerfreie Rücklagen) beeinflusst. Wollte

Dipl.-Bw. thomas Rohler

Wirtschaftsprüfer und

Steuerberater

Partner in der DHPG

DR. HARZEM &

PARTNER KG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

· Steuerberatungsgesellschaft

der Kaufmann diese Steuervorteile nutzen,

musste er in seiner Handelsbilanz entsprechend

bilanzieren (so genannte umgekehrte

Maßgeblichkeit). Von Nachteil war das insbesondere

deshalb, weil es zu einem verfälschten

Einblick in die Vermögens- und

Ertragslage des Kaufmanns führte. Die umgekehrte

Maßgeblichkeit wurde durch das

BilMoG ab 2009 abgeschafft.

Wie die kaufmännische Bilanz zukünftig zu

modifizieren ist, beurteilt das BMF aus zwei

Blickrichtungen:

Was gehört in die Bilanz?

Handelsrechtliche Bilanzierungsgebote sind

auf der Aktiv- wie auf der Passivseite der

Steuerbilanz grundsätzlich zu beachten.

Abweichungen von diesem Grundsatz bedürfen

einer entsprechenden Regelung im

Steuerrecht. Für die Aktivseite gilt dies z.B.

im Hinblick auf selbst entwickelte immaterielle

Vermögensgegenstände des Anlagevermögens.

Auf der Passivseite finden sich

steuerliche Ansatzverbote z.B. zu Rückstellungen

für Patentrechtsverletzungen oder

Dienstjubiläen, die nur unter bestimmten

Voraussetzungen gebildet werden dürfen.

Insoweit bestätigt das BMF-Schreiben die

bisherige Sicht der Dinge. Ebenfalls klarstellend

wird erwähnt, dass für Pensionszusagen

ein Ansatz erfolgen muss.

Wie ist in der Bilanz zu bewerten?

Spannender sind die Standpunkte des BMF

zur Bewertung. Anders als bislang geht die

Verwaltung nun davon aus, dass bei der

Bilanzierung von unfertigen und fertigen

Erzeugnissen für die Steuerbilanz eine sehr

umfassende Definition der Herstellungskosten

gilt. Obwohl hier handelsrechtliche

Bewertungswahlrechte bestehen, sollen

nach BMF zukünftig (ab 2009) die allg.

Verwaltungskosten (inkl. Sozialbereich) in

die Herstellungskosten einzubeziehen sein.

Diese Abkehr von der bisherigen Sichtweise

wird heftig kritisiert, weil sie zu einer nicht

zu rechtfertigenden Erhöhung der Ansätze

auf der Aktivseite und damit letztendlich zu

einer höheren Besteuerung führt.

Positiv zu sehen ist dagegen die Einräumung

eines Wahlrechts zur Durchführung

von so genannten Teilwertabschreibungen.

Dabei geht es im Wesentlichen um die Abschreibung

von wertgeminderten Beteiligungen

oder Forderungen, die bei GmbHs

steuerlich ohnehin nicht berücksichtigt werden.

Wird dem Bilanzierenden nach neuem

Recht ein steuerliches Abschreibungswahlrecht

eröffnet, kann er negative Steuereffekte

aus Wertaufholungen oder Forderungsverkäufen

zukünftig vermeiden.

Was ist noch unklar?

Abgehandelt werden im BMF-Schreiben lediglich

Ansatz- und Bewertungswahlrechte.

Die handelsrechtlichen GoB sind aber deutlich

komplexer. Sie enthalten u.a. Regelungen

zum Realisationszeitpunkt, zur Periodenabgrenzung,

zur Wertaufhellung und

zur Stetigkeit, aber auch Vereinfachungsregelungen

wie z.B. die Durchschnitts- oder

die Festwertbewertung. Wie mit diesem

Regelungsgeflecht ab 2009 umzugehen ist,

wird in der Äußerung der Verwaltung nicht

deutlich.

Fazit: Das BilMoG führt nicht nur zu Änderungen

in der kaufmännischen Bilanzierung

sondern auch zu einem weiteren Auseinanderdriften

von kaufmännischem Jahresabschluss

und steuerlicher Gewinnermittlung.

Nach Ansicht des BMF können steuerliche

Ansatz- und Bewertungswahlrechte in der

Steuerbilanz ab 2009 autonom ausgeübt

werden. Eine formelle Maßgeblichkeit des

handelsrechtlichen Jahresabschlusses besteht

insoweit nicht mehr. Die Ausführungen

des BMF zu dieser neuen Sichtweise scheinen

zunächst eine gewisse Rechtssicherheit

zu bieten, sie zeichnen jedoch lediglich ein

unvollständiges Bild der bestehenden Situation

und lassen viele Fragen offen.


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GL&Lev kontakt 04/10

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Steuerliche Aspekte bei

gemeinnützigen Stiftungen

Im Blickpunkt GL&Lev kontakt Steuern

GL&Lev kontakt 04/10

Von CLAuDiA ROTTLäNDeR

Seit einigen Jahren ist ein

regelrechter Stiftungsboom zu

beobachten. Stiftungen werden

von Körperschaften, der öffentlichen

Hand und natürlichen

Personen (66%) errichtet. Das

Gesamtvermögen wurde 2006

vom Bundesverband Deutscher

Stiftungen auf rd. 60 Mrd. EURO,

die jährlichen Ausgaben auf

15 Mrd. EURO geschätzt.

Diese Größenordnungen

belegen Ausmaß und

Bedeutung von Stiftungen.

Eine Stiftung ist eine juristische Person,

die keine Gesellschafter oder

Mitglieder hat. Sie wird zur Erfüllung

eines bestimmten, hier gemeinnützigen

Zwecks errichtet, mit Mitteln bzw. Vermögen

ausgestattet, wobei der Stifter hinsichtlich

Art und Umfang weitgehend frei ist. Allerdings

muss der Grundstock so bemessen

sein, dass die Erfüllung des Stiftungszwecks

gewährleistet ist (Mindestausstattung je

nach Bundesland zwischen T€ 50 und

T€125). Die gemeinnützige Stiftung entsteht

durch Stiftungsgeschäft bzw. letztwillige

Verfügung (verbindliche Erklärung des

Stifters, ein Vermögen zur Erfüllung eines

bestimmten gemeinnützigen Zwecks zu

widmen und Stiftungssatzung) sowie die

staatliche Anerkennung. Hier sollte eine

frühzeitige Abstimmung mit Stiftungsbehörde

und Finanzamt erfolgen, um eine

zügige und unproblematische Umsetzung

des Vorhabens zu erreichen. Die Leitung

der Stiftung obliegt den in der Satzung benannten

Organen, die die Verwirklichung

des Stiftungszwecks – auch über den Tod

des Stifters hinaus – sicherstellen.

Die Attraktivität von gemeinnützigen Stiftungen

ist nicht zuletzt auf die steuerlichen

Rahmenbedingungen für den Stifter bzw.

Zustifter sowie Spender zurückzuführen.

Spenden an Stiftungen können jährlich als

Sonderausgaben bis zur Höhe von 20% des

Gesamtbetrags der Einkünfte (natürliche

Person) oder 4 Promille der Summe von

Claudia Rottländer

vereidigte Buchprüferin

Steuerberaterin

in der

Dr. Dedy Michels Simon

Rottländer GmbH

Steuerberatungs-

gesellschaft

Bergisch Gladbach

Umsatz und Lohn- und Gehaltsaufwand als

Betriebsausgaben berücksichtigt werden.

Durch die Einführung der Abgeltungsteuer

können sich bei natürlichen Personen mitunter

niedrigere Gesamtbeträge der Einkünfte

und damit Auswirkungen auf die in einem

Jahr zu berücksichtigende Spendenhöhe ergeben.

Durch das Gesetz zur weiteren Stärkung

des bürgerschaftlichen Engagements

wurde der steuerliche Höchstbetrag von

Vermögensstockspenden und Zustiftungen

von € 307.000 auf € 1 Mio. erhöht, wobei

der Betrag einkommensteuerlich auf einen

Zeitraum von bis zu zehn Jahren verteilt

Persönlicher Spendenvortrag

ist nicht vererbbar

werden kann. Hierbei ist zu beachten, dass

der persönliche Spendenvortrag nicht vererbbar

ist. Der Höchstbetrag von € 1 Mio.

kann pro Person nur einmal innerhalb von

zehn Jahren in Anspruch genommen werden.

Damit ist das Thema Stiftung sowohl

für die Optimierung der steuerlichen Situation

als auch im Hinblick auf „Erb-Ersatz“,

Nachfolgeregelung, ideelles Vermächtnis,

Publizität und bürgerschaftliche Verantwortung

von Bedeutung.

Bei Übertragungen aus dem Privatvermögen

kommt es auch bei Vorliegen

grundsätzlich steuerrelevanter Vorgänge

(wesentliche Beteiligung an einer Kapitalgesellschaft,

private Veräußerungsgeschäfte)

wegen Unentgeltlichkeit des Vorgangs

nicht zu einkommen- und grunderwerbsteuerlichen

Konsequenzen. Sollten allerdings

mit dem übertragenen Vermögen

zusammenhängende Verbindlichkeiten von

der Stiftung zu übernehmen sein, gilt dies

als teilentgeltlicher Vorgang mit ggfs. steuerlichen

Folgen im Bereich der Ertrag- und

Grunderwerbsteuern. Zuwendungen an

Stiftungen unterliegen auch nach der Erbschaftsteuerreform

nicht der Erbschaft- und

Schenkungsteuer.

Sofern Vermögen/Mittel aus einem Betriebsvermögen

übertragen werden, kann

dies zu Buchwerten erfolgen. Der Spendenabzug

bleibt dann allerdings auch auf den

Buchwert beschränkt. Umsatzsteuerliche

Konsequenzen sind hier im Einzelfall zu

prüfen.

Die gemeinnützige Stiftung selbst ist

grundsätzlich von den Ertragsteuern befreit.

Man differenziert zwischen den sog. vier

Sphären: ideeller Bereich, Vermögensverwaltung,

Zweckbetrieb und wirtschaftlicher

Geschäftsbetrieb. Während der ideelle Bereich

steuerlich unbeachtet bleibt, können

in den drei übrigen Sphären umsatzsteuerliche,

bei wirtschaftlichem Geschäftsbetrieb

und mitunter bei Zweckbetrieb auch

körperschaft- und gewerbesteuerliche

Belastungen erwachsen. Der Zuordnung

einzelner Tätigkeiten zu den vier Sphären

kommt damit auch in der Rechnungslegung

eine nicht unerhebliche Bedeutung

zu. Ferner gilt es Sonderregelungen z.B.

beim Thema Sponsoring zu berücksichtigen

bzw. strategisch zu nutzen, insbesondere

in Zeiten rückläufiger Spendenerträge. Ab

dem Zeitpunkt des Vorliegens der vorläufigen

Bescheinigung der Gemeinnützigkeit,

ist die Stiftung berechtigt, Spendenbescheinigungen

zu erteilen. Hier lassen sich immer

wieder unterschiedliche Auffassungen

zwischen persönlicher Wahrnehmung des

Zuwendenden und gesetzlichen Anforderungen

(Leistung ohne Gegenleistung) beobachten,

die seitens der Stiftung richtig zu

bewerten sind, nicht zuletzt vor dem Thema

Spendenhaftung.

Aus diesem kurzen Einblick in das Thema

ist schon ersichtlich, dass es sich um ein

sehr spezielles steuerliches Feld handelt, in

dem man viel gestalten, aber auch manches

falsch machen kann. Da die Finanzverwaltung

seit einiger Zeit ihr Augenmerk auf

dieses finanzkräftige, stark wachsende Segment

gerichtet hat, sollte man sich dessen

bei Gründung und laufender Geschäftstätigkeit

sehr bewusst sein und ggfs. fachlichen

Rat suchen.


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