Biogas kanns - WELTEC BIOPOWER GmbH

weltec.biopower.de

Biogas kanns - WELTEC BIOPOWER GmbH

BIOGAS KANN‘S

Informationen, Argumente, Potenziale,

Zahlen und Zukunft

1


IMPRESSUM

www.biogas.org

Andrea Horbelt,

Manuel Maciejczyk,

Bastian Olzem,

Stefan Rauh

Fachverband Biogas e. V.

Konzept/Gestaltung:

Gröschel_Geheeb_ Responsible Branding

GmbH, Berlin

Druck:

DMZ Druckmedienzentrum, Moosburg

Fachverband Biogas e. V.

Hauptgeschäftsstelle

Angerbrunnenstr. 12

85356 Freising

Tel.: 08161 - 98 46-60

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E-Mail: info@biogas.org

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Fax: 030 - 27 58 179-29

E-Mail: berlin@biogas.org

Stand: Juni 2010


INHALT

INHALTSVERZEICHNIS Seite 1

BIOGAS IN ZAHLEN Seite 2-3

ENERGIE DER ZUKUNFT Seite 4-9

LANDWIRTSCHAFT, NATUR-

UND KLIMASCHUTZ Seite 10-17

WIRTSCHAFTSMOTOR Seite 18-21

RAHMENBEDINGUNGEN Seite 22-25

FAKTEN STATT VORURTEILE Seite 26-29

KONTAKT Seite 30

1


2

BIOGAS IN ZAHLEN

Biogas Bi trägt zur Stromversorgung bei

Im Jahr 2009 wurden rund zwölf Mrd. Kilowattstunden

(kWh) Strom aus Biogas erzeugt. Dies

entspricht ca. zwölf Prozent des Stroms aus

Erneuerbaren Energien und 2,3 Prozent des

gesamten Stromverbrauchs in Deutschland. Im

Durchschnitt wurden 2009 rund 3,5 Millionen

Haushalte mit Strom aus Biogas versorgt.

Biogas Bi versorgt uns mit Wärme

Die Wärmebereitstellung aus Biogas lag 22009

bei 11,5 Mrd. kWh. Mit der bei der Stromerzeugung

im Blockheizkraftwerk (BHKW) anfallenden

Abwärme werden schon heute mehr als 300.000

Haushalte CO -neutral beheizt.

2

Biogas Bi macht mobil

Zu Biomethan aufbereitetes Biogas kann wie Erdgas

als Kraftstoff genutzt werden. Der Einsatz von

Biogas in Erdgasfahrzeugen ist ohne technische

Anpassungen möglich. Anfang 2010 fuhren rund

89.000 mit Erdgas betriebene Kraftfahrzeuge auf

Deutschlands Straßen. Mit dem Biomethanertrag

von einem Hektar Mais kann ein Pkw bis

zu 70.000 Kilometer fahren. Das entspricht dem

anderthalbfachen Umfang der Erde.

Biogas Bi verbindet

Durch die Einspeisung von Biogas in das Erdgasnetz

wird der Ort der Erzeugung vom Ort der

Nutzung entkoppelt. Somit können ländliche

Regionen zur Energieversorgung von Städten

beitragen.

Biogas Bi ist gut für´s Klima ma und die Umwelt

Mit dem Ersatz von Strom Str und Wärme aus fos-

silen Ener Energieträgern durch Biogas konnten 2009

rund elf Mio. t klimaschädliches CO eingespart

2

werden. Bei der Verwendung von Gülle für die ie

Biogasproduktion werden zusätzlich ch die stark s

klimaschädlichen Methanemissio nemissionen aus der

Güllelagerung rung und -ausbringung weitgehend

vermieden. verm

Gärprodukte ersetzen industriell


hergestellten Kunstdünger

Beim Vergärungsprozess in Biogasanlagen bleiben

die mineralischen Nährstoffe erhalten und

können als hochwertiger Dünger wieder auf

dem Acker verwendet werden. Somit werden

regionale Stoffkreisläufe geschlossen. Durch den

Ersatz eines Kilogramms mineralischen Stickstoffdüngers

können mehr als sechs Kilogramm CO 2

eingespart werden.


Biogas ist ein Multitalent:

Aus Biogas lässt sich sowohl Strom

und Wärme als auch Kraftstoff

gewinnen. Ebenso kann es als Erdgasäquivalent

genutzt werden.

Biogas Bi ist regionaler re Mittelstand

Zwei wei Drittel D des Branchenumsatzes fließen

direkt in die Region und unterstützen somit

die regionale Wertschöpfung. Der Branchenumsatz,

der durch Neubau, Reparaturen, Betrieb

und Substratbereitstellung im Jahr 2009

erwirtschaftet wurde, beträgt 2,6 Milliarden

Euro. Davon wurden 230 Millionen durch das

Auslandsgeschäft generiert.

Deutsche De Biogas-Unternehmen

sind weltweit führend

Biogas „Made in Germany“ ist gefragt. Als

Welt marktführer in dieser zukunftsweisenden

Technologie sind deutsche Firmen in vielen Ländern

der Erde tätig.

Biogasanlag nlage

Biogas Bi bietet dem Landwirt

ein sicheres Standbein

Anders als die Produktion von Nahrungsm smitteln

ist die Wertschöpfung über die Bioenergieeerzeugung nicht vom Preisverfall bedroht,

sondern bietet langfristig eine kalkulierbare

Perspektive.

Biogas sichert Arbeitsplätze

Bi

Im Jahr 2009 waren rund 16.000 Menschen im

Anlagenbau, im Bereich Service und Betrieb, bei

der Wartung der Biogasanlagen und im Anbau

der Energiepfl anzen beschäftigt. Die Arbeitsplätze

entstehen vor allem regional und in der

Landwirtschaft.

3


4

ENERGIE DER ZUKUNFT

SO ENTSTEHT BIOGAS:

Biogas entsteht durch den anaerob oben Abbau

von Biomasse – vor allem von landwirtschaftlichen

Substraten wie Gülle und Stallmist oder

Energiepflanzen (Mais, Roggen, Zuckerrüben,

etc.). )

Neben den genannten Stoffen kann Biogas

auch aus organischen ischen Reststoffen aus Landkrei-

sen, Städten und d Gemeinden, beispielsweise

aus Rasenschnitt, Speiseresten peiseresten und Nebenpro-

dukten aus der Lebensmittelherstellung mittelhers erzeugt

werden. In Luftdicht abgeschlossenen bgeschlo Gärbe-

hältern – den so genannten en Fe Fermentern – ent-

steht durch ch den Vergärungsproz

Vergärungsprozess mit Hilfe von

Bakterien en in mehreren Abbaust Abbaustufen das Biogas.

Die Bakterien kterien gleichen denjenigen, die auch im

Verdauungstrakt auungstrak einer Kuh vorhanden sind.

Gülle und Mist aus der

Viehhaltung sowie Futterreste,

Energiepflanzen und weitere

organische Substrate

Gärprodukt als Dünger


Gärproduktlager

Fermenter

Blockheizkraftwerk

produziert Strom

und Wärme

Biogasaufbereitungsanlage

Gasnetzanschluss

Erdgasnetz

Privathaushalte werden

mit Strom und Wärme

versorgt

Industrie und Gewerbe

werden mit Strom und

Wärme versorgt

Tankstellen werden

mit Erdgas beliefert

5


6

ENERGIE DER ZUKUNFT

DAS GASGEMISCH EINER BIOGASANLAGE

SETZT SICH AUS VERSCHIEDENEN

KOMPONENTEN ZUSAMMEN

Wesentlicher, Energie bestimmender Bestan andteil

von Biogas ist das brennbare Gas Methan an (CH ). 4

Dieses „Bio“-Methan lässt sich gut speichern, sp

in Tanks abfüllen oder in Gasleitun ungen transportieren.

Weil seine Eigenschaften ten denen des

Erdgases gleichen, kann es die bestehende be Infrastruktur

von Erdgas nutzen oder od – wie derzeit

hauptsächlich – als Brenns nstoff für dezentrale

Blockheizkraftwerke (BHKW) KW) zur Strom- und

Wärme erzeugung vor Ort rt verwendet werden.

CHEHMISCHE ANTEILE VON BIOGAS

38% CO 2

55% Methan

Biogas ist st unter den Erneuerbaren Erneuerbare Energien das

Multitalent: alent: Es kann sowohl zur gleichzeitigen

Erzeugung ugung von Strom und Wärme in Blockheizkraftwerken

ftwerken wie auch als Kraftstoff und „erneuer-

barer arer Erdgasersatz“ genutzt werden. werd Aufgrund

seiner Speicherfähigkeit lässt sich Biogas zeit-

lich und räumlich ch fl exibel sowie nac nach Bedarf zur

Energieerzeugung einsetzen.

5% H 2 O

1% andere

1% O 2


ANLAGENZAHL UND INSTALLIERTE ELEKTRISCHE LEISTUNG

5000

4.000

3.000

2.000

1.000

0

159

DEZENTRALITÄT

274

450

850

50

1.300

182

1993 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007 2009

Anzahl Biogasanlagen

installierte elektrische Leistung (MW)

Biogas kann n überall ll dort erzeugt werden, wwo

vergärbare

Bioma masse als Input zur Verfügung st steht.

Durch Standort t angepasste epasste dezentrale BiogasBiogasanlagen wird eine ne regio ionale Energieerzeugung

aufgebaut, die vor or allem m im i ländlichen Raum

für Wertschöpfung und un Arbeitsp eitsplätze sorgt. Die

in n Biogasanlagen erze erzeugte Energie rgie wird über

verschiedene schiedene Transportsy Transportsysteme zum Verbrauche rbraucher

geleite tet.

1.750

333

2.680

650

STROM UND WÄRME

3.711

1.271

4.984

1.893

1.800

1.600

1.400

1.200

1.000

800

600

400

200

Biogas wird in Deutschland hauptsächlich p zur

gleichzeitigen Strom- m- und Wärmeerzeugung in

Blockheizkraftwerk raftwerken (BHKW) der so genannten

Kraft-Wärme-Kopplung zugeführt. Aktuell

liefern die über 4.900 Biogasanlagen Strom für

rund 3,5 Millionen durchschnittliche Haushalte,

was einer Strommenge von n über zwölf Mrd. kW kWh

entspricht.

0

7


8

ENERGIE DER ZUKUNFT

Durch seine Speicherfähigkeit kann Biogas je nach

Bedarf verstromt werden und somit die Lücken

anderer erneuerbarer Stromquellen – wie Wind

und Photovoltaik – schließen. Biogas trägt damit

maßgeblich zur vollständigen und stetigen

Stromversorgung aus Erneuerba Erneuerbaren Energien

bei. . Die bei der Stromerzeugung Stromerzeugun entstehende

Wärme wird vor Ort zur Stall- uund

Wohnraum-

beheizung genutzt oder über Nahwärmelei-

tungen an benachbarte nachbarte Häuser verteilt.

Bei größeren Entfernungen ernungen kann k das Biogas

über so genannte Mikrogasleitungen krogaslei zu einem

BHKW gelangen, das beim WWärmeabnehmer

steht. Diese „Satelliten-BHKW“ HKW stellen eine effi -

ziente und nd zukunftsträchtige Op Option dar.

Es bestehen vielfältige

Verwendungsmöglichkeiten

erwendungsm

Beheizen von:

– Wohnhäusern

– Industriegebäuden

– Krankenhäusern

– Gewächshäusern

Nutzung in industriellen Prozessen

(Dampf, Trocknen, Kühlen)

Gärproduktaufbereitung

Düngerherstellung

Nachverstromung

BIOMETHAN ALS ERDGASERSATZ

Nach der Aufbereitung Aufbereitu (Reinigung und Erhö-

hung des Methangehalts) Methangeha von Biogas kann das

dabei ei entstehende Biom Biomethan als bislang ein-

ziger erneuerbarer Erdgas Erdgasersatz direkt in das

öffentliche che Gasnetz eingespe eingespeist werden.

Vorwiegend d wird das Biometha Biomethan derzeit auf

Basis des Erneuerbare-Energien-Gesetz rneuerbare-Energien-G (EEG)

zur gekoppelten n Strom- und Wärmen Wärmenutzung in

BHKW eingesetzt. t. Die Entnahme des

Biome-

thans aus dem Gasnetz netz geschieht an Ste Stellen, wo

eine optimale Wärmenutzung enutzung gewährleis gewährleistet ist.

Die Bundesregierung hat at sich das Ziel gesetz gesetzt, bis

zum Jahr 2020 jährlich sec echs Mrd. m3 Biomet ethan

ins Gasnetz einzuspeisen. . Das entspricht kna knapp

sieben Prozent des heutigen n Erdgasverbrauchs

in

Deutschland.

Zur Erreichung dieser Ziele fordert der Fachver

band Biogas e. V. analog dem m EEG ein Erneuerbares-Gas-Einspeisegesetz

(EGE) GE) mit Anschluss-,

Abnahme-, Durchleitungs-, und Vergütungsverpfl

ichtung seitens des Gasnetzbetreibers für das

Biomethan aus Biogasanlagen. Aktuell sind 34

Biogaseinspeiseprojekte in Betrieb. Weitere 30

Projekte befi nden sich in Planung beziehungsweise

im Bau.


KRAFTSTOFF

Das aufbereitete au Biomethan kann auch als Kraftstoff

f für Erdgas- beziehungsweise Biogasautos

gen nutzt werden. Die Nutzung erfolgt zum Bei-

spie el über die bestehenden Erdgastankstellen

– Fahrzeugbesitzer F

tanken dann ein „virtuelles“

Gem misch aus Biomethan und Erdgas. Oder sie

erha alten „reines“ Biogas an einer Tankstelle, die

direkt kt an eine Biogasanlage angeschlossen ist.

Die erste ste Biogastankstelle Deutschlands wur- wur-

de 2006 im niedersächsischen Jameln erö eröffnet.

Biogas sorgt für umwelt- und klim klimafreundliche

Mobilität. Mit dem Biogas aus einem Hektar

Maissilage fährt ein Erdgasauto rund 70.000

Ki Kilometer.

Damit ist Biogas dder

effi zienteste biogene

Kraftstoff. Im Vergleich zu Benzin- und Dieselfahrzeugen

reduziert Biomethan den Schadstoffaustausch

um bis zu 80 Prozent und schont

gleichzeitig den Geldbeutel aufgrund geringerer

Betriebs- und Kraftstoffkosten.

STOFFLICHE VERWERTUNG

Nach einer Trennung von Methan (CH ) und 4

Kohlend dioxid (CO ) aus dem Rohbioga gas können

2

beide Gasfraktionen einer stoffl ichen Verwer-

tung zugeführt ugeführt werden. Methan beispie beispielsweise

kann über chemische Synthesen zu Me Methanol,

Wasserstoff rstoff oder anderen Kohlenwassers

Kohlenwasserstoffen

umgew ewandelt werden. CO kann als hochwertiger

2

Pfl anzendünger oder Rohstoff für die Trockeneis- Trocke

herstellung he Verwendung fi nden.

ENERGIEWIRTSCHAFTLICHE VORTEILE

Aus Biogas kann kontinuierlich Energie (Biomethan,

Strom und Wärme) erzeugt werden. Da

sich Biogas gut speichern lässt, kann die Stromproduktion

bei hohem Verbrauch im Stromnetz

gezielt erhöht bzw. bei geringem Verbrauch

gedrosselt werden. Die Strom und Wärmeproduktion

aus Biogas ist also sowohl grund- wie

auch spitzenlastfähig.

Als Bestandteil der Erneuerbaren Ener Energien fun-

giert das s multifunktionale Biogas als entschei-

dende Regelenergie, ergie, mit welcher das erneuerbare

Stromangebot veredelt t werden d kann. Biogas

kann Schwankungen der Stromproduktion aus

Wind- oder Solarenergie ausgleichen und trägt

somit zu einer regenerativen Energievollverso

Energievollversor-

gung maßgeblich lich bei. Ein weiterer Vorteil Vo des

heimischen Energieträgers Biogas liegt in der Reduzierung

der Abhängigkeit von fossiler Energie.

9


10

LANDWIRTSCHAFT, NATUR-

UND KLIMASCHUTZ

BIOGAS ALS STABILES STANDBEIN

DER LANDWIRTSCHAFT

Die Produktion von Biogas Bio gew ewinnt sowohl

als ls Zusatzeinkommen wie

auch als Hauptein-

kommensquelle mmensquelle in der Land Landwirtschaft an Be-

deutun ung.

Durch das Erneuerbare-Energi Erneuerbare-Energien-Gesetz ien-Gesetz 200 2009 9

mit dem neu eingeführten

Gülle Güllebonus bonus biete bietet sic ich

landwirtschaftlich lichen en Betrieben Betrieb die interessa ante

Option, mit dem Betrie etriebszweig Biogas nied edrige

Erzeugerpreise (Milch, Getreide, Ge etc.) auszugleichen.

eichen. Durch die regelmäß regelmäßig eingeh ehenden,

garantierten ntierten Erlöse aus dem Strom Stromverkauf kann

eine Stabilisierung abilisierung des Einkommen Einkommens erreicht

werden.

TELLER, TROG UND TANK

Weltweit We besteht ein riesiges, ungenutztes Potenzial

z an FFlächen für die Produktion von Biomasse omasse

zur Nahrungsmittel- Nahr oder Energieer erzeugung.

Darüber hinaus h gibt es zahlreiche Agrarfl rfl ächen, äc

deren Ertr ragspotenzial bei Weitem nicht ausgege- schöpft wird. w Trotz allem werden Ackerfl ächen

aufgrund d der steigenden Weltbevölkerung und

des Klim mawandels eine knappe Ressource blei-

ben. Dahher

ist es wichtig, die Erzeugung so effi -

zient wie wi möglich zu betreiben. Es geht darum,

Teller, Trog T und Tank zu füllen. Dafür leistet die

Entwic icklung neue neuer Energiepfl anzensorten und

spezi zieller Anbausys Anbausysteme einen entscheidenden

Beit itrag. .

Die D e Ernährungssitu

Ernährungssituation in den Ländern der

Dritten Welt resultiert result aus einem Struktur- und

Verteilungsproblem. Verteilungsproblem Durch die Importe billiger

subventionierter Nahrungsmittel wurde die

Agrarstruktur in diesen d Ländern langfristig zerstört.

Auch hier kann neben der Nahrungsmit-

telerzeugung der d Anbau

von Energiepfl anzen

zur Lösung de er Energie- uund

Armutsprobleme

beitragen. In n Deutschland

hingegen besteht

nach wie vor eine Überpro Überproduktion an Agrarer-

zeugnissen.

sen.


NUTZEN FÜR DIE LANDWIRTSCHAFT

Die Verwendung von Energiepfl anzen entlastet

sogar die e klassischen klassisc Nahrungsmittelmärkte.

Aufgrun fgrund der Überproduktion in der EU sanken

die ie Preise für Agrarprodukte seit Mitte der 80er

Jahre re kontinuierlich. kon Schon allein die Tatsache,

dass sich mit der Biogaserzeugung Biogaserz eine neue

Produktions- und Absatzalternative etabliert hat,

eröffnete eine nicht zu unterschätzende marktpsychologisch

positive Wirkung für die ie gesamte

landwirtschaftliche Branche.

Biogas bietet eine Reihe positiver Wechselwirkungen

gerade im Hinblick auf die Produktionsverfahren

der Tierhaltung. Insbesondere

die Viehhaltungsbetriebe mit Schweinen und

Gefl ügel haben einen erheblichen Wärmebedarf.

Hier kann die bei der Stromerzeugung in

Biogasanlagen als Koppelprodukt anfallende

Wärme zur Stallbeheizung genutzt werden.

Foto: pixelio zunami

Das gilt nicht nur n für ür ein Einzelunternehm Einzelunternehmen n,

in dem em beide Betriebszweige B szweige organisiert sind,

sondern ninb in besonderer Weise auch für in ver

tretbarer er Entfernung voneinander oneinander liegende

Tierhalt altungs- und Biogasan anlagenbetriebe, die

über übe eine Nahwärmeleitung miteinander m ver-

bunden ssind.

In der neuesten Ausgabe des EEG von 2009

wurde zusätzlich der so genannte Gülleb ebonus

für den Einsatz von Wirtschaftsdüngern gern (Gülle,

Mist) in Biogasanlagen eingeführt. rt. Dieser AAnreiz

fördert eine enge Kooperatio operation zwischen Biogasanlage

und Tierh Tierhaltung und lässt die tierhaltenden

Betr triebe am Güllebonus partizipieren.

Gleichzeitig tig werden w die klimaschädlichen

Methanemissionen aus s offenen Güllebehältern

Güllebe

durch die energetische Nuzung der Gülle in Biogasanlagen

weitgehend vermieden.

11


12

LANDWIRTSCHAFT, NATUR-

UND KLIMASCHUTZ

BIOGAS IM EINKLANG MIT

DER LANDWIRTSCHAFT

In vielen landwirtschaftlich chen Familienbetrieben

reichen die Kapazitäten äten häufi g nicht aus, um

eine Biogasanlage e als zusätzliches Standbein

zu betreiben. Beis ispielsweise sind in Milchvieh-

betrieben die e Arbeitskapazitäten A

schon mehr

als ausgelastet, ausge in Bullenmastbetrieben fehlen

die Substratfl ächen und in Veredelungsbetrie-

ben n wirkt besonders die Kapitalverfügbarkeit

be egrenzend.

Aus A diesen und ähnlichen Gründen stellt der

gemeinsame

Betrieb einer Biogasanlage eine

se ehr interessante Alternative dar. Beteiligte

Tierhaltungsbetriebe T

erreichen durch den Vergärungsprozess

g

eine Aufwertung ihrer Gülle

und können – bei zu starkem Tierbesatz und

damit Gülleaufkommen – die Biogasanlage als

„Börsenplatz“ für gülleaufnahmewillige Ackerbaubetriebe

nutzen.

ENERGIEPFLANZEN

In Biogasanlagen können vielfält vielfältigste gste Energie

pfl anzen eingesetzt werden. Um di die Frucht Fruchtbar- ar-

keit des Bodens zu erhalten rhalten ist die Be Berücksic ichti-

gung einer geeigneten n Fruchtfolge un unerlä lässlich.

Die optimale Frucht Fruchtfolge ge richtet sich wiederum w

nach den Standortgegebenheiten. tandortgegebenheiten.

Prinzipiell P

können Energiepfl iepfl anzen als aals

alleinige

eHaupt- frucht, als Winterzwischenfrucht erzwischenfruch oder in einem

Zweikulturnutzungssystem ngssystem angeb angebaut werde den.

Entscheidend für ein in Zweikulturnutzu

Zweikulturnutzungssys ystem

ist eine ausreichend d hohe Wasserve Wasserverso sorgung

sowie eine ausreichend d lange Vegetation Vegetationsdauer.

An vielen Standorten dorten Deutschlands eutschlands sin sind zwei

Ernten pro Jahr r aus klimati klimatischen schen Gründ Gründen nden nur

bedingt möglich, so dass es oftm oftmals sinnvoller ll iist,

auf eine Hauptkultur tur mit hohem Bio Biomasseertrag ag

zu setzen. Entscheidend dend ist der Biom Biomasseertr rtrag

der gesamten Fruchtfolge, tfolge, die genau

auf f den

Standort abgestimmt sein sollte (siehe

Grafi k

Seite 13).


BIOMASSEERTRÄGE IN TONNEN

TROCKEN MASSE JE HEKTAR

30

25

20

15

10

5

0

+30

-13

Mais

+15

-8

Getreide-GPS

+20

-13

Rüben

+16

-10

Sudangras

+16

-8

Zuckerhirse

ZwFr.* + Hauptfrucht

Momentan omentan sind zahlreiche Pfl anzenarten in de der

Erprobung, die d die Vielfalt alt auf den Energiefelde Energiefeldern

erhöhen sollen. solle Beispiele piele hierfür sind Topin Topinam-

bur, Durchwac chsene e Silphie, Malven oder Rumex

OK2 (Kreuzun ng verschiedener Amp Ampferarten).

Aber auch Misc chungen ungen aus verschied verschiedenen Acker-

wildpfl anzen werden w den derzeit für den Einsatz nsatz als

Energiepfl anze geprüft. üft Di Die effi zienteste zien Energiepfl

anze ist nach n wie vor vo der Mais – sowohl

bezogen auf die d e Wasser- und Nährstoffverwer-

tung als auch

h in seiner Klimabilanz.

+20 +20

-10

-10

Hauptfrucht + ZwFr.*

gute Anbaubedingungen

durchschnittliche Anbaubedingungen

schlechte Anbaubedingungen

*ZwFr. = Zwischenfrucht

+25

-18

Zweinutzungskulturen

+20

-6

Grünland/Ackerfutter

13


14

LANDWIRTSCHAFT, NATUR-

UND KLIMASCHUTZ

GESCHLOSSENE KREISLÄUFE

DURCH BIOGASANLAGEN

Durch die Vergärung von Gülle und Biomasse in

Biogasanlagen gehen keine Nährstoffe verloren,

sondern sie werden sogar in eine für Pfl anzen

besser r nutzbare Form überführt. Darüber hinaus

sind die Geruchsemissionen von GGärprodukten

um ein Vielfaches geringer als bei der de Ausbringung

„normaler“ maler“ Gülle. Das kommt besonders

den Anwohnern nern in Regionen mit hoher h Viehdichte

zu Gute.

Durch die Vergärung organ organischer Substanz steht

zwar weniger Kohlenstoff f zur Verfügung, aller-

dings ist die Humusersatzwirkung wirkung im Verhältnis

höher als von unvergorener Gülle.

Mit Hilfe von Biogasanlagen en lassen

sich somit

zahlreiche Kreisläufe schließen. eßen. Da Das in Biogas-

anlagen entstehende Gärprodukt produkt kann teure,

synthetisch hergestellte Düngemittel üngemit ersetzen. .

Das Gärprodukt wird zurück ck auf die landwirttschaftlichen Flächen gebracht. ht. SSomit schließ ßt

sich, genau wie in der Tierhaltung, der natürliche

Nährstoffkreislauf der Region.

Biogasanlagen sind zudem ideal für r die

ener-

getische he Verw Verwertung von organischen chen Rests Reststof-

fen und Bioabfällen B (z. B. Rasenschnitt, nschnitt, Inha Inhalte

der Biotonne ne oder Speisereste) e) geeignet. Au Auch

hier lässt sich h das d Gärprodukt kt als hochwertig hochwertiger

Dünger einsetzen. n. Biogas zeigt damit seine in integrative

Wirkung, die Nahrungskreisläufe ahrungskreisläufe un und

Energieproduktion miteinander mi nander verbindet. Dabe Dabei

spielt die Standortanpassung assung der Biogasanlag Biogasanlage

eine ein entsch entscheidende Rolle. olle. Deren Größe muss iin

die landwirts landwirtschaftlichen hen und natrurräumliche

natrurräumlichen

Strukturen trukturen pas

passen.

AKTIVER KLIMA ASCHUTZ

HOCH VIER

Das bei der energeetis

schen Verwertung von vo Bio-

gas frei gesetzte Ko ohlend ndioxid entspricht cht der CO2-

Menge, welche Pfl fl anzen zuvor während wä

ihres

Wachstums der Atm mosphäre entzogen haben.

Dadurch wurden im m Jahr 2009 elf Mio. t klima

schädlicher CO -E Emissionen vermieden, den, die bei

2

der Verwendung fossiler f Energieträger Energie angefal-

len wären.


TREIBHAUSGASEMISSIONEN EINER 190-KW-BIOGASANLAGE IM

VERGLEICH ZU EINEM FOSSILEN KRAFTWERK GLEICHER LEISTUNG

STROM UND WÄRME AUS BIOGAS STROM UND WÄRME AUS

FOSSILEN QUELLEN

Substratbereitstellung

Betriebsstoffe und

Energieeinsatz

Anlagentechnik

und Bau

Diffuse Emissionen

Methanschlupf

200 t CO 2

120 t CO 2

50 t CO 2

50 t CO 2

35 t CO 2

Gesamtemissionen: 455 t CO 2

DIE PRODUKTION VON KLIMASCHONENDEM

STROM RESULTIERT AUS DEM ZUSAMMEN-

SPIEL MEHRERER KOMPONENTEN.

Ersatz von fossilen Energieträ rägern durch die

Erzeugung erneuerbarer er Energieträger

En

Substitution von mineralischen mine Düngemitteln

durch den funktio nktionierenden Nährstoffkreislauf

innerhalb rhalb von v Biogasbetrieben

Reduktion Red der Methanemission

(23 mal klimaschädlicher als Kohlenstoffdioxid)

aus der Lagerung tierischer Exkremente

durch d deren Einsatz in Biogasanlagen

Auffangen von schädlichen Klimagasen durch

die Vergärung kommunaler Abfälle

Fossiler Strom

Fossile Wärme

1000 t CO 2

100 t CO 2

Gesamtemissionen: 1.100 t CO 2

Nimmt man eine Beispielanlage mit 190 kW

elektrischer Leistung genauer unter die Lupe,

zeigt sich, dass mehr als 50 Prozent der Treibhausgasemissionen

eingespart werden können

(siehe Grafi k oben). Bei der Erzeugung von

einer Mrd. kWh Strom reduziert sich der CO 2 -

Austoß im Vergleich zu konventionellen Stromerzeugung

um rund 650 t. Wird die gleiche

Menge an Strom und Wärme durch fossile

Energieträger hergestellt, entstehen mehr als

1.100 t der schädlichen Klimagase.

15


16

LANDWIRTSCHAFT, NATUR-

UND KLIMASCHUTZ

FOSSILE ENERGIETRÄGER in MWh/ha

70

60

50

40

30

20

10

0

Bedarf an fossilen Energieträgern

Ersatz fossiler Energieträger

Silomais Getreide-GPS Grassilage

Die Bereitstellung g der Substrate erzeugt relativ r

niedrige nie Emissionen, Emissio da hier die Einsparpot Einsparpoten-

ziale bei be der r Mineraldüngerherstellung M düngerherstellung sowi sowie

bei der Lagerung La von Gülle ülle berücksichtigt sind.

Biogasan nlagen können soga gar eine noch bessere

Bilanz aufweisen, a wenn der r Gülleanteil höher

liegt und nd noch mehr Wärme

me genutzt wird.

Hi Hier sind sogar Einspareffekte von nahezu

100 Prozent möglich.

Die Klimabilanz fällt auch deswegen so gut gu aus,

weil Biogasanlagen eine eindeutig positive posit Ener-

giebilanz anz aufweisen aufweisen. Von einem Hektar ktar Energiepfl

anzen können vier bis sechs mal so viele fossile

Energie einheiten eiten ersetzt werden wie beim

Anbau der Bioma masse und der Biogaserzeugung

verbraucht werden en (siehe (sie nebenstehende Grafi

k). Werden Abfall- und Reststoffe eingesetzt, ein

verbessert sich diese Bilanz noch weiter.


BIOGAS SCHÜTZT DIE NATUR

Biogas ist gut für die Natur. Nicht nur weil die

energetischen Ressourcen der Erde geschont

werden und gleichzeitig aktiver Klimaschutz

betrieben be wird. Vielmehr sorgt das große Artenspek

ektrum bei ei den

Energiepfl anzen für ein vielfäl-

tiges Landschaftsbild. L schaftsbild. Der abwechslungsreiche

Bewuchs hs auf uf den Feldern

dient verschiedensten

Tierarten als al Nahrung und Rüc Rückzugsareal.

Besonders Winterzwischenfrüchte nterzwischenfrüchte oder ode Wildpfl anzenmischungen

n sorgen dafür, dass auch im

Winter

alternative Lebe ensräume sräume für das Wild vorh vorhanden

sind. Gleichzeit tig bieten eten Wildpfl anzen oder BBlüh

streifen ifen neue eue Nahrungsquellen N gsquellen für Bienen und an

dere Ins sekten. Im Rahmen men des Projektes Farbe

ins Feld d (FiF) unterstützt der de Fachverband Bio-

gas e.V. e.V den Anbau von Blühst hstreifen in Energiepfl

pfla anzenfeldern nzenfeldern (www.farbe-ins-feld.

(www.farbe-ins s-feld.de).

Foto o: pixeli ixelio Sven Richter

Fachverband Biogas e. V. startet Projekt Farbe ins Feld eld (FiF)

17


18

WIRTSCHAFTSMOTOR

BIOGAS

UMSATZ ANLAGENBAU PRO JAHR

2.500.000.000��

2.000.000.000��

1.500.000.000��

1.000.000.000��

500.000.000��

EFFEKTE FÜR DIE WIRTSCHAFT

0��

wichtigsten Wirtschaftsmotoren in Deutschland.

Bis Ende 2010 werden etwa 5.800 Biogasanlagen

in Betrieb sein und eine elektrische Leistung

von etwa 2.300 Megawatt (MW) zur Verfügung

stellen. Deutschland ist von Beginn an Vorreiter

bei der Verbreitung und Entwicklung der Biogastechnologie.

Grundlage dieser einzigartigen

Entwicklung ist eine auf das EEG basierende innovative

klein- und mittelständische Branche.

2000 2002 2004 2006 2008 2010

ARBEITSPLÄTZE

ANZAHL BIOGASANLAGEN

GESAMT

6000

5000

4000

3000

2000

1000

Allein im Jahr 2010 werden weit mehr als eine

Mrd. Euro in den Biogasanlagenbau investiert

und mehr als 16.000 Arbeitsplätze gesichert.

ANLAGENBAU

Von der ersten Idee bis zur fertigen Anlage und

einem professionellen Betrieb sind zahlreiche

Spezialisten gefragt. Über 700 klein- und mittelständische

Unternehmen bieten Dienstleistungen

rund ums Thema Biogas an.

Durch diese Investitionen wird der heimische Mittelstand

in den ländlichen Regionen gestärkt.

0


ANLAGENBETRIEB

Am Betrieb der mehr als 4.900 Biogasanlagen

sind rund 5.000 Beschäftigte beteiligt. Darüberhinaus

werden im vor or- und nachgelagerten Bereich

von Biogasanlagen gen durch du Wartungs- und

Service arbeiten, die Bereitstellung lung vvon

Substraten

(z.B. Energiepfl anzenanbau) und die Verwertung

des Outputs (Biogas, Strom, Gärprodukte)

zahlreiche Arbeitsplätze geschaffen n und un etablierte

Branchen indirekt gestützt.

EXPORTSCHLAGER BIOGAS

Die weltweite Technolog ogieführerschaft der

deutschen Biogasunternehmen men öffnet äußerst äußers

interessante Export- und Entwicklungsmöglichkeiten.

Zahlreiche andere Länder entdecken

die Vorteile der Biogastechnologie und bieten

nach dem Vorbild Deutschlands attraktive Vergütungsstrukturen

z.B. Italien, Großbritanni nien,

Frankreich, Spanien, Tschechien und Ungarn. rn.

REGIONALE EFFEKTE

Biogasanlagen Bi

sind dezentrale Anlagen mit

dem d Ziel, gespeicherte Sonnenenergie in Form

von Biomasse aus der Region für die Region bereitzustellen.

So profi tieren neben den Anlagenbetreibern

und den Energieabnehmern auch die

daran beteiligten Personen und Kommunen.

In I Zeiten sinkender Gewerbesteuereinnahmen

so orgen Biogasanlagen für stabile und kalkulier-

bare re Einnahmen in den Kommunen. Durch die

Einbin bindung regionaler Handwerker und Dienstleister

bei be Planung, Bau und Betrieb der Biogas-

anlagen bleibt blei Kapital, das andernfalls bei fossilen

Energien ins Ausland Aus wandert, in der Region und

stärkt dabei die Wirtschaft Wir im ländlichen Raum.

Regionales Handwerk bedeutet bedeut regionale Arbeitsplätze,

Gewerbesteuer und Kapital tal in der Region Region.

19


20

WIRTSCHAFTSMOTOR

BIOGAS

VERLÄSSLICHE UND BEZAHLBARE ENERGIE

über das EEG kalkulierbare Energiequelle. Preisaufschläge

wie bei Rohöl oder Erdgas und deren

Folgeprodukten sind somit ausgeschlossen. Die

Energie stammt aus der Region und unterliegt

keinen Lieferschwankungen aus Krisenregionen

beziehungsweise Spekulationen. Berechnet

man die positiven Effekte bezüglich dezentraler

Stromeinspeisung und den vermiedenen Netznutzungsentgelten

mit den positiven Effekten

durch die Grundlastfähigkeit beziehungsweise

der eingesparten Treibhausgase, so liegen Biogasanlagen

mit ihren Stromvergütungen bereits

relativ nahe am durchschnittlichen Strompreis,

den en ein Haushalt pro kWh in Deutschland bezahlt.

ENERGIE FÜR DIE REGION AUS DER REGION

Durch die dezentrale Einspeisung wird eine zunehmende

Diversifi zierung der Stromerzeugung

weg von zentralistischen Strukturen ermöglicht.

Die Energie für die Region entsteht in Standort

angepassten Biogasanlagen asanlagen in der Regio Region und

sorgt somit für ein in stärkeres Identi Identitätsgefühl

der ländlichen Räu äume.


BIOENERGIEDÖRFER

Anhand beispielhafter Bio oenergiedörfer zeigt sich,

wie der regionale Geme einschaftsgedanke konse-

quent in die Praxis umg gesetzt werden kann. Die

Bürger selbst planen un nd betreiben ihre autarke

Energieversorgung aus Sonne, Wind und Bio-

masse und profi tieren auf au allen Ebenen davon.

WÄRMEABGABE AN NAC CHBARN

Idealerweise werden bei Bioga gasanlagen, die das

Gas vor Ort verstromen, frühze zeitig alle potenziellen

Wärmeabnehmer ins Boot t geholt g und an

den vielfältigen positiven Effekten beteiligt. be Mit

Hilfe von Nahwärmeleitungen – auch durch du die

Anwohner hner selbst betrieben – kann der Schulter- Schu

schluss zwischen hen den Anlagenbetreibern und

deren Nachbarn realisiert re werden.

LANDSCHAFTSPFLEGE UND ERHALT

LÄNDLICHER STRUKTUR S

Aufgrund sinkender si Agrarpreise fallen mehr und

mehr Flächen chen aus der wirtschaftlichen Nutzung.

In vielen Regionen gionen sind Grünlandfl äc ächen nur

noch schwer zu verpachten rpachten und ble bleiben vielfach

ungenutzt. Wertvolle Energie

wird somit einer

sinnvollen Nutzung entzogen. Mit Biogasanlagen

können diese frei werdenden Flächen wieder

einer effi zienten und nachhaltigen Nutzung zugeführt

und gleichzeitig die Landschaft gepfl egt

werden. Landwirte können sich für die Durchführung

dieser Gemeinschaftsaufgabe Kosten für die

Pfl egemaßnahmen bezahlen lassen.

ABNAHME VON GRÜNSCHNITT

In Gärten, Parks, Grünanlagen und auf Sportplätzen

fallen jährlich große Mengen an energiereicher

und vergärbarer Biomasse an. Durch die

verstärkte energetische Verwertung dieser bisher

kaum genutzten Energiequellen profi tieren

neben den abgebenden Personen – Kommunen

und Privathaushalte – auch die Anlagenbetreiber

und die Umwelt. Hier schließt Biogas regionale

Kreisläufe.

MEHR AKZEPTANZ FÜR

DIE LANDWIRTSCHAFT

In den Mischgebieten auf den Dörfern sinkt zunehmend

die Akzeptanz für die Landwirtschaft.

Mit der sinnvollen Einbindung einer Biogasanlage

kann unter anderem durch die Geruchsminimieruimierung

von Gülle die konventionelle Land-

wirtschaft ft und Tierhaltung profi tieren und an

Akzeptanz gewinnen.

NEUE PERSPEKTIVEN FÜR DIE

LANDWIRTSCHAFT

Ein bisher nicht da gewesener Strukturwandel in

der Landwirtschaft hat sich in Gang

gesetzt, dem

die Landwirte in vielen Fällen nur

mit „Wachsen

oder r Weichen“ begegnen kön können. Die Folgen

sind immer weniger Landwirte

mit immer größer

werdenden denden Betrieben. Hier sstellt

Biogas in vielen

Fällen eine neue eue Möglichk Möglichkeit zur Einkommens-

stabilisierung des bisherigen Betriebes oder eine

komplett neue Betriebsausrichtung dar.

21


22

RAHMENBEDINGUNGEN

POLITISCHE UND RECHTLICHE

RAHMENBEDINGUNGEN

Die Europäische Union hat sich verpfl ichtet, ihre

Treibhausgasemissionen bis 2020 um 20 bzw.

30 Prozent unter das as Niveau Niv von 1990 zu senken.

Ein wichtige tiger Baustein dabei ist der Ersatz

der fossilen Energieträger En durch Erneuerbare

Energien (EE).

Daher lautet das Ziel der Bundesregierung „Den

Anteil Erneuerbarer Energien an der Stromverersorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 30

Prozent zu erhöhen“. Ende 2009 stammten

bereits 16 Prozent des deutschen Stroms aus

regenerativen Quellen. Die Basis für diese Erfolgsgeschichte

ist das Erneuerbare-Energien-

Gesetz (EEG). Das belegen unter anderem die

Zahlen aus der Biogas-Branche: Bis zum In-

Kraft-Treten des Gesetzes im Jahr 2000 standen

in Deutschland gut 1.000 Biogasanlagen mit

einer Gesamtleistung von 65 Megawatt (MW).

Heute erzeugen mehr als 4.900 Anlagen mit

einer Leistung von über 1.800 MW rund zwölf

Mrd. kWh Biogasstrom im Jahr.

Entscheidende Faktoren ddies ses Gesetzes, das

mittlerweile e 46 Länder er der d We elt kopiert haben,

sind die gesicherte te Einspeiseverg rgütung über 20

Jahre, die Pfl icht ddes Stromnetzb betreibers zum

vorrangigen Ansc nschluss von EE-Anla lagen und der

Vorrang orrang der Einspeisung Erneuerbare rer Energien

vor den Fossilen.

In Deutschland erlebte die Biogas-Branche mit it

der Einführung des Bonus für die ausschließliche

Verwendung von Nachwachsenden RohRohstoffen (NawaRo-Bonus) onus) im EEG 2004 eeinen

Boom: Seit die Vergärung von Energiepfl anzen

(NawaRo`s) in Biogasan asanlagen mit zusätzlichen

sechs bzw. sieben Cen ent (EEG 2009) je Kilowattstunde

vergütet wird, lohnt ohnt sich s der Anbau für

den Biogasanlagen-Betreiber. Energiepfl anzen

stellen in Deutschland das mit Abstand größte ößte

Potenzial für die Biogaserzeugung.


Die Verwertung der d r bei der Stromerze Stromerzeugung

im Blockheizkraftwerk (BHKW) anfalle anfallenden

Abw bwärme wird über ü r das EEG seit der er ersten

Gesetzes tzesnovelle tzesnovel im Jahr ahr 2004 angereizt: si sinnvolle

Wär rmenutzungskonzepte konzepte erhalten den

so

genannte nten KWK-Bonus s für die Kraft-Wärm Kraft-Wärme-

Kopplung Kopplu (gleichzeitige Nutzung von Strom un und

Wärme) in Höhe von zwei i bzw. drei Cent. Seit- Sei

dem gehen in Deutschland d kaum ka noch Anlag Anlagen

ohne sinnvolles Wärmekonzept t in Betrieb. B eb.

Ähnlich erfolgreich startete der zur EEG-Novelle

2009 eingeführte Gülle-Bonus, der bei der Vergärung

von mindestens 30 Prozent Gülle in der

Biogasanlage gezahlt wird. In Deutschland wird

bislang noch weniger als ein Viertel der in den

Ställen anfallenden Gülle energetisch verwertet.

Aufgrund des Güllebonus stieg die Zahl der kleinen

an die landwirtschaftlichen Viehhaltungsbetriebe

angepassten Biogasanlagen im Jahr

2009 stark an und damit auch die besonders

klimaeffi ziente Güllenutzung.

23


24

RAHMENBEDINGUNGEN

Parallel zur Quantität stie stieg auch die Qualität: strik-

te gesetzliche etzliche Genehmigungsaufl Genehmig ngsaufl agen, strenge

Sicher heitsregeln und hohe hoh Umweltaufl agen ga garantieren

ren sichere, standort standortange ngepasste, effi fiziente zie

und nachhaltige Biogasanla Biogasanlagen.

Ende e 2006 ging in Plienin Pliening bei München n die

erste Biogas-Einspeiseanla

Biogas-Einspeiseanlage ans Netz, die das

zu Biomethan iomethan aufbereitet aufbereitete Biogas direkt rekt ins in

Erdgasnetz E asnetz einspeist. Seith Seither sind d 33 Anlagen

die iesem m Beispiel gefolgt.

Insgesamt Insge strömen

der erzeit t rund 180 Million

onen Normkubikmeter

Biom metha han durch das deu eutsche Erdgasnetz – im

Jahr 2020 0 sollen so es nach ach den Zielen der Bundesregie

erung sechs Milliarden sein.

Hierfür erfür braucht es ein Erneuerbares-Gas-EinErneuerbares-Gas-Einspeisegesetz

(EGE) ähnlich dem EEG 2004, 4, das d

die Vergütung von Biomethan auf verglei rgleichbare

Weise regelt.

Dann stünde e Biogas Bioga sowohl zur Direktverstro-

mung mit mit Wärmenutzu Wärmenutzung vor Ort als auch zur

KWK-Nutzung an beliebiger belie Stelle, als Erdgas-

Ersatz und als Kraft aftstoff für Erdgasfahrzeuge

zur Verfügung.


ZIELE UND PERSPEKTIVEN

Unter den entsprechenden entsprec Rahmenbedingungen g

kann nach Einschätzung Einschätzu des Fachverbandes s Bio- B

gas as die Stromproduktion aus Biogasanlage gen bis

zum m Jahr 2020 auf rund 30 Mrd. kWh aus sgeweitet

werden. Zusätzlich hierzu ist die Eins speisung

von jährlich ährlich sechs Mrd. m³ BBiomethan n in das

deutsche he Gasnetz möglich. Die Dieses Bi iomethan

stünde nach ach der Durchleitung durc durch das s Gasnetz

dann für alle Verwertungspfade zzur Verfügung V

(Strom, Wärme, me, Kraftstoffe, stoffl ic iche Nutzung).

N

RELEVANTE RECHTSBESTIMMUNGEN BEIM BAU EINER BIOGASANLAGE

– EEG

– BioSt.-NachV

– EnWG

– EEWärmeG

– KWKG

– Energiesteuergesetz

– Stromsteuergesetz

– EStR

– Eichgesetz

– WHG

– VUmwS

– BImSchG

– TA-Luft u. TA-Lärm

– Biomasse V

– KrW-W-/AbfG

– DüV

– DüMV

– BioAbfV

– Viehverkehrsordnung

– 1774/2002

– Sicherheitsregeln für

Biogasanlagen

– Maschinenrichtlinie

– Betriebssicherheitsverordnung

– VSG

– GPSG

– TRBS

25


26

FAKTEN STATT VORURTEILE

PACHTMÄRKTE UND -PREISE

Die EEG-Vergütungen bei Biogasanlagen sind

festgeschriebene Entgelte für die Einspeisung

von Strom. Die Vergütungshöhe wird in regelmäßigen

Abständen auf seine Marktbezogenheit

und auf die realen Produktionskosten der Substrate

überprüft. Auch Biogasanlagenbetreiber

sind bei stetig steigenden technischen Anforderungen

an die Biogasanlagen und den daraus

resultierenden steigenden Anlagenkosten auf

preiswerte Substrate angewiesen. In Regionen

mit hohen Pachtpreisen war auch ohne Biogas

schon ein höheres Preisniveau vorhanden.

Nach den Erkenntnissen des Fachverbandes Biogas

werden von erfahrenen Betreibern keine

überdurchschnittlichen Pachtpreise gezahlt. In

vielen Fällen wird die Diskussion durch die Ver-

pächter er der Flächen angetrieben, angetrieben zum Nachteil

der restlichen Landwirtschaft. Dass die allgemeinen

Agrarpreise extremen Preisschwankungen

unterliegen, ist nicht auf Biogas zurückzuführen.

Neben der Flächenpacht können Biogasanlagenbetreiber

Biomasse verstärkt über Lieferverträge

von anderen Landwirten beziehen. In jedem

Fall sollten Biogasanlagen standortangepasst

dimensioniert werden, um zu große Abhängigkeiten

vom Substratmarkt zu verhindern. Auch

Gemeinschaftsbiogasanlagen, die über eine entsprechende

Substratausstattung verfügen, sind

ein probates Mittel für größere Unabhängigkeit

und weniger Folgen für den Pachtmarkt.

DER STROMPREIS

Die Vergütung für Strom aus Erneuerbaren

Energien wird über ein EEG-Umlageverfahren

auf den allgemeinen Strompreis eis und damit dami ver-

ursachergerecht auf den Verbraucher übertragen.

Die Umlage ergibt sich aus der Differenz

zwischen der fi xen Vergütung für regenerativen

Strom (EEG) und dem an der Börse gehandelten

Erlös für die Kilowattstunde Strom.


ENTWICKLUNG DER HAUSHALTS-

STROMPREISE 2000-2009

Cent pro Kilowattstunde

25

20

15

10

5

0

14,3

0,2

14,1

17,2

0,4

16,8

18,7

0,7

18,0

20,6

1,0

19,7

23,2

1,1

22,1

2001 2003 2005 2007 2009

Quelle: BDEW; Stand: 4/2009

EEG-Umlage zur Förderung

Erneuerbarer Energien

sonstige Stromkosten

(z.B. Netzentgelt, Mehrwertsteuer.)

Je niedriger der Strompreis an der Strombörse börse,

desto höher die Umlage. Eine höhere re Umlage U

muss daher nicht automatisch Strompreiserhö-

Stro

hungen nach sich ziehen, n, wenn we auf der anderen

Seite die Börsenpre senpreise sinken. Von 2008 auf

2009 sind d die Einkaufspreise E

für Strom um 2,7

Cent pro Kilowattstunde gefallen. Diese Kosten- Kosten-

senkungen haben die Energieversorger jedoch jedo

nicht an ihre Kunden weitergeleitet. et.

Nicht zu vergessen n die externen e Kosten, die die

Erneuerbaren aren Energien En und mit ihnen Biogas vermeiden.

meiden Durch die Einsparung von 71 Mio. t CO2

konnten im Jahr 2009 rund fünf Milliarden Euro

Klima- und Umweltschäden eingespart werden.

GERUCH UND GERÄUSCHE

Durch die Vergärungsprozesse im Fe Fermenter

verringert sich die Geruchsintensität be bei der

Ausbringung von Gülle und Mist erheblic erheblich.

Geruchsemissionen n aus Biogasanlagen können

nur dann auftreten en, wenn die Biomasse

vor oder nach dem Prozess ss nicht sachgerecht

gelagert wird, der biologische e Prozess P aus dem

Gleichgewicht kommt oder schlecht cht vergorenes

Material auf landwirtschaftliche Fläc ächen ausgebracht

wird. Die korrekte Anlagenpl nplanung

und die kontrollie kontrollierte Betriebsführung rüc ücken

deshalb immer mehr in i den Vordergrund der de

Projektierung von Biogasa asanlagen. Die Lagerung

der Biomasse hat nicht nich unmittelbar etwas

mit Biogas zu tun, , sondern so ist eine Frage der

optimierten Stoffl offl ogistik vor Ort.

Analog log zu z den Geruchsemissionen ist auch der

Bereich Ber der Lärmemissionen über entsprechende

rechtliche Vorgaben ausreichend geregelt. Biogasanlagen

müssen demnach die gesetzlichen

Grenzwerte einhalten. Durch erfahrene Planer

und die richtige Standortwahl, die Verwendung

geräuscharmer Komponenten (zum Beispiel

schall isolierte BHKW-Räume oder Antriebe)

und Schallschutzmaßnahmen (Erdwall, Einhausung,

Gebäudeanordnung, etc.) lassen sich

Probleme frühzeitig vermeiden.

27


28

FAKTEN STATT VORURTEILE

VERKEHRSAUFKOMMEN

Biogasanlagen erfordern eine gewisse Logistik,

um die Biomasse an die Anlagen zu transportieren

und die Gärprodukte auf die landwirtschaftlichen

Flächen auszubringen. Dieses Verkehrsaufkommen

ist mit der klassischen Landwirtschaft vergleichbar

und un wird deshalb mit Biogasanlagen nicht erhöht:

Die Anbaufl Anb ächen würden auch ohne Biogasanlage

bewirtsc wirtschaftet werden und die Gülle fällt in

der Viehhaltung ng ohnehin oh an. Entsprechend der

aktuell verfügbaren Transporttechnik Transp lässt sich der

Lieferverkehr mehr und mehr hr auf au wenige Fahrten

und kleine Zeitfenster reduzieren.

Eine ddauerhafte

Belastung aufgrund ineffi zienter

Transportlog ortlogistik ist somit nicht mehr notwendig.

Frühzeitig mit t der Planung der Anlage sollte ein

Logistikkonzept (Anfahrt, fahrt, Umgehungen, etc.) abgestimmt

werden. Betreiber und Anwohner A sollten

sich über maximale Lenkzeiten in den Nächten,

angepasste Geschwindigkeiten und andere efreiwillige Maßnahmen zur Reduzierung des Verkehrs

abstimmen. Das vermeidet potenzielle Verkehrsbelastungen

schon in der Planungsphase und

schafft Vertrauen und Akzeptanz bei der Bevölkerung.

FARBE INS FELD

In Anbetracht der begrenzt zur Verfügung stehenden

Anbaufl ächen von Energiepfl anzen werden

effi ziente Anbausysteme bevorzugt. Da derzeit

der Mais die höchsten Biomasseerträge mit

gleichzeitig hoher Nährstoff- und Wassereffi zienz

verbindet, fi ndet eine verstärkte Nutzung

dieser Pfl anze auch im Bereich Biogas statt. Die

Pfl anzenzüchtung arbeitet mit Hochdruck an

weiteren Pfl anzensorten und Anbausystemen

wie beispielsweise dem Zweikulturnutzungssystem,

dem Mischanbau und der Untersaaten.

Je nach Boden, Klima und Agrarstruktur stehen

teilweise gleichwertige Alternativen zur Verfügung:ng:

Rüben, Rüb Getreide, Ackergräser und ähn-

liches. Auf Initiative itiative des d Fachverbandes Biogas

werden Programme zur Erhöhung der d Artenviel-

falt wie Blühstreifen und Lerchenfenster er weiter

vorangetrieben und wirkungsvoll in die Praxis

umgesetzt. Unter der Überschrift „Farbe ins

Feld Feld“ will der Fachverband und seine Mitglieder

damit sowohl zur z optischen Aufl ockerung des

Landschaftsbildes als auch zum Erhalt der heimischen

Tierwelt beitragen.


TELLER UND TANK

Aktuell werden in Deutschland rund 600.000

der insgesamt 17 Millionen Hektar landwirtschaftliche

Fläche für Biogas genutzt. Realistische

Prognosen und Untersuchungen gehen von

einer potenziell nutzbaren Fläche von drei bis vier

Millionen Hektar aus – ohne die Lebensmittelherstellung

zu gefährden. In Zeiten ruinöser

Agrarpreise und Überkapazitäten am Lebensmittelmarkt

sorgt die Flächennutzung zu energetischen

Zwecken für eine Preisstabili sierung in

der Landwirtschaft. Damit ist eine gleichzeitige

Nutzung der Fläche für Teller und Tank nicht

nur problemlos möglich – sie ermöglicht den

landwirtschaftlichen Betrieben langfristig eine

sichere Existenz und realistische Agrarpreise.

ANLAGENSICHERHEIT

Biogasanlagen werden nach geltenden gesetzlichen

Grundlagen gebaut und betrieben. Zudem

werden sie in regelmäßigen Abständen gewartet

und Instand gesetzt. Erst nach erfolgter Prüfung

durch eine befähigte Person oder eine zentrale

Genehmigungsbehörde geht eine Biogasanlage

in Betrieb. Bei der Prüfung wird der ordnungsgemäße

Zustand der Biogasanlage unter anderem

hinsichtlich Montage, Installation und Aufstellungsbedingungen

geprüft.

Werden diese gesetzlichen zlichen Rahmenbedingu

Rahmenbedingungen

umgesetzt, besteht bei ei einer Biogasanlage kkeine

Verpuffungs- beziehungsweise ungsweise Explosionsg Explosionsge-

fahr. Da eine Biogasanlage age aufgrund der Verfah

rensweise ein geschlossenes nes System darstellt, ist

die Bildung eines explosionsfähigen nsfähigen Gemisches

im Normalbetrieb unwahrscheinlich und bei

richtiger Umsetzung des gesetzlichen Rahmens

nahezu auszuschließen.

ENERGIEBILANZ

Biogasanlagen weisen eine eindeutig positive

Energiebilanz auf. Von einem Hektar Energiergie pfl anzen können vier bis sechs s mal so viele vi fossile

Energieeinheiten einheiten ersetzt erse werden wie beim

Anba Anbau der Biomasse und bei der Biogaserzeugung

verbraucht werden. Kommen Abfall- und

Reststoffe zum Einsatz, verbessert sich diese

Bilanz noch weiter.

29


Der Fachverband Biogas e.V. ist die größte deutsche und europäische

Interessenvertretung der Biogas-Branche.

Er vertritt bundesweit Hersteller, Anlagenbauer, und Planer sowie

landwirtschaftliche wie industrielle Biogasanlagenbetreiber.

www.biogas.org

www.biogas-tour.de

www.biogastagung.org

www.farbe-ins-feld.de

KONTAKT

Fachverband Biogas e. V.

Hauptgeschäftsstelle

Angerbrunnenstr. 12

85356 Freising

Tel.: 08161 - 98 8 46-60 46

Fax: 08161 61 - 98 46-70

E-Mail Mail: info@biogas.org

Hauptstadtbüro

Schumannstr. 17

10117 Berlin

Tel.: 030 - 27 58 179-0

Fax: 030 - 27 58 179-29

E-Mail: berlin@b erlin@biogas.org

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