2008 - Kehrichtverwertung Zürcher Oberland

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2008 - Kehrichtverwertung Zürcher Oberland

Tätigkeits- und Umweltbericht 2008


Partner des Zürcher Abfallverwertungs-VerbundsKläranlage und Kehrichtverbrennung Limmattal KVLReservatstrasse 58953 DietikonTel. +41 44745 64 64Fax +41 44745 64 60www.kvldietikon.chZweckverband Kehrichtverwertung Zürcher Oberland KEZOWildbachstrasse 28340 HinwilTel. +41 44938 31 11Fax +41 44938 31 08www.kezo.chZweckverband für Abfallverwertung im Bezirk HorgenZugerstrasse 1658810 HorgenTel. +41 44718 24 24Fax +41 44718 24 44www.kvahorgen.chStadt WinterthurStadtwerk Winterthur, Wärme und Entsorgung, KehrichtverbrennungPostfach, 8402 WinterthurTel. +41 52267 31 00Fax +41 52267 31 01www.stadtwerk.winterthur.ch >KVAStadt ZürichERZ Entsorgung +Recycling ZürichHagenholzstrasse 110Postfach, 8050 ZürichTel. +41 44645 77 77Fax +41 44645 77 80www.erz.ch


InhaltVorwort des Präsidenten 2Überblick über das Geschäftsjahr 4Auslastung 6Wertstoffgewinnung aus Rückständen 9Energiegewinnung 14Frischwasser und Abwasser 15Emissionen in die Luft 16Logistik 18Pilotbetrieb 20Statistische Angaben 22Prüfungsbericht AWEL 24Die Zahlen im Text sind auf 1’000 Tonnen bzw. ganze Prozentzahlen gerundet. Die genauen Zahlen werden in den Tabellenund Legenden aufgeführt. Die Grafiken zeigen nur eine annähernd massstäbliche proportionale Umsetzung.


Vorwort des Präsidenten2Der ZAV Zürcher Abfallverwertungs-Verbund blickt auf einerfolgreiches und prägendes Jahr zurück. Der seit dem 1.April 2007 laufende Pilotbetrieb hat sich im Alltag bewährt.Die Zusammenarbeit im ZAV schafft für die fünf Betreibervon Kehrichtheizkraftwerken im Kanton Zürich vielfältige Synergienund erlaubt eine optimale Nutzung der verfügbarenKapazitäten. Aus volkswirtschaftlicher Sicht von besondererBedeutung ist die Sicherung des Wertstoffs und EnergieträgersAbfall.Insgesamt haben die sechs Kehrichtheizkraftwerke im KantonZürich rund 868’000 Tonnen Abfall angenommen. Würdeman diese Abfallmenge auftürmen, ergäbe dies einen Blockmit der Grundfläche eines Fussballfeldes und der Höhe desSulzer-Hochhauses in Winterthur. Die Verwertung diesesAbfalls ermöglichte eine Stromabgabe, die den Bedarf derStadt Uster mehr als zwei Mal zu decken vermag. Gleichzeitigkonnte der Wärmebedarf einer mittelgrossen Stadt mitrund 30’000 Haushalten gedeckt werden. Und die gegen11’000 Tonnen Eisen, die aus der Rohschlacke zurück gewonnenwerden konnten, entsprechen dem Gesamtgewichtdes Eiffelturms. Diese eindrücklichen Vergleiche veranschaulichendie Bedeutung einer sicheren Abfallverwertung nichtnur für die öffentliche Ordnung und Gesundheit, sondernauch für die nachhaltige und umweltfreundliche EnergieundWertstoffgewinnung in der Schweiz. Nach der Wasserkraftist Abfall heute mit Abstand der wichtigste erneuerbareEnergieträger unseres Landes.Die Bündelung der Kräfte im ZAVermöglicht es den Partnern,im härter werdenden internationalen Wettbewerb zu bestehen.Neben der Sicherung der Wertstoff- und EnergiequelleAbfall erlaubt dies auch den langfristigen Schutz der hohenInvestitionen in die bestehenden Anlagen.Aufgrund der positiven Ergebnisse der Erprobungsphase istauf März 2010 die Überführung in eine permanente ZAV-Organisation vorgesehen, welche die bisherigen Errungenschaftensichert. Als Hauptziele der Zusammenarbeit wurdender Einsatz für eine ökologisch vorbildliche und ökonomischoptimierte Abfallverwertung sowie die Gewährleistung derEntsorgungssicherheit im Kanton Zürich bestätigt. Dabeiwerden wir bei der Weiterentwicklung des ZAV unser besonderesAugenmerk darauf richten, Strukturen zu schaffen, welchedie erforderliche Flexibilität aufweisen, um verändertenRahmenbedingungen und BedürfnissenRechnung zu tragen–soetwa den stark schwankenden Energiepreisen und denHerausforderungen in den Bereichen Nachhaltigkeit, Klimaschutz,Transporte und Wertstoffkreisläufe.Während die operative Tätigkeit des ZAV und seiner Partnerim Berichtsjahr von grosser Konstanz geprägt war, waren inden Führungsgremien einige personelle Wechsel zu verzeich-nen. Im August übernahm Stadträtin Ruth Genner als neueVorsteherin des Tiefbau- und Entsorgungsdepartements dieVertretung der Stadt Zürich im Lenkungsausschuss desZAV, und ich selber löste den nach seinem Departementswechselzurücktretenden Stadtrat Martin Waser als Präsidentab. In der Geschäftsleitung trat Beat Schüpbach alsneuer Leiter von Wärme und Entsorgung von StadtwerkWinterthur an die Stelle von Eugen Meile. Unverändert bliebdagegen die gute und effiziente Zusammenarbeit der Mitgliederbeider Gremien. Ihnen und allen Mitarbeitenden desZAV und seiner Partner gebührt mein Dank für ihren grossenEinsatz, der die wichtigste Grundlage für unsere bisherigenund zukünftigen Erfolge bildet. Ich freue mich, die Zusammenarbeitim ZAVmit ihnen zusammen weiter zu festigenund zu vertiefen.Theo LeutholdPräsident Zweckverband für Abfallverwertungim Bezirk HorgenPräsident Lenkungsausschuss ZAV


Fünf Abfallverwerter, ein Ziel1Kläranlage und KehrichtverbrennungLimmattal, Dietikon316542Zweckverband KehrichtverwertungZürcher Oberland KEZO, Hinwil3Zweckverband für Abfallverwertungim Bezirk Horgen4Stadtwerk Winterthur325ERZ Entsorgung +Recycling ZürichHagenholz6ERZ Entsorgung +Recycling ZürichJosefstrasseAnteile an erneuerbarer Energie in der Schweiz, ohne Wasserkraft(BFE, Statistik der erneuerbaren Energien, 2007)Erneuerbare Anteile aus Abfall77,2%Erneuerbare Anteile aus Abwasser9,7%Biomasse9,6%Sonnenenergie2,2%Windenergie1,3%


Überblick über das Geschäftsjahr4In den sechs Kehrichtheizkraftwerken (KHKW) des KantonsZürich wurden im Berichtsjahr 868’000 Tonnen Abfall angenommen.Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem leichtenZuwachs um 0,7 Prozent. Dieser ergibt sich aus einemZuwachs beim Kehricht (inkl. Sperrgut) aus dem Gebiet desZAVvon 3,0 Prozent auf 416’000 Tonnen und einem weiterenleichten Rückgang der Direktanlieferungen um 1,2 Prozentauf 354’000 Tonnen. Aufgrund tendenziell rückläufiger Anlieferungenaus dem Ausland und weiteren Anstrengungenzur Abfallverminderung und -trennung im Inland ist mittelundlängerfristig mit einem leichten Rückgang der Abfallmengezu rechnen. Umso wichtiger sind die vorausschauendeund koordinierte Planung der Kapazitäten der KHKWim Kanton Zürich, die Nutzung der Erfahrungen aller Betreiberund der Synergien aus einer engen Zusammenarbeit.Nach einem Rückgang im Vorjahr war eine Zunahme derangelieferten Sonderabfälle um 6,4 Prozent auf 27’000 Tonnenzu verzeichnen. Leicht zugenommen hat erneut auchdie Menge des entwässerten Klärschlamms, nämlich um 2,0Prozent auf 67’000 Tonnen. Der Kanton Zürich hat als ersterKanton beschlossen, bei der Verwertung künftig die Möglichkeitzu schaffen, den im Klärschlamm enthaltenen Phosphorzurück zu gewinnen. Der ZAV hat sich bereit erklärt, für dienächsten zwei Jahre die Koordination entsprechender Projektezu übernehmen.Die thermische Verwertung sorgt für eine Reduktion der Abfallmengeum rund 80 Prozent: Pro Tonne Abfall mussten2008 nur 187Kilogramm Schlacke deponiert werden. Gleichzeitigresultierten aus der Verwertung 609’000 MWh Wärme(+0,5%) und 431’000 MWh Strom (+4,8%). Diese Energieproduktionentspricht dem Energiewert von über 105 Mio.Litern Heizöl. Darüber hinaus konnten aus der Rohschlackeneben 11’000 Tonnen Eisen weitereknapp 2’000 Tonnen Aluminium,Kupfer, Messing und andere Buntmetalle rezykliertwerden. Diese Rohstoffe können in der Schweiz ausschliesslichaus der Abfallverwertung gewonnen werden. Gleichzeitigermöglicht deren Wiederverwertung grosse Reduktionenbeim Schadstoff- und insbesondere beim CO 2-Ausstoss.Die Verfügbarkeit der Anlagen war mit 85,5 Prozent erneutsehr hoch. Der grösste Teil der Stillstände war dabei mit 8,2Prozent wiederum auf geplante Revisionsarbeiten zurückzuführen,während nur gerade 1,8 Prozent durch Betriebsstörungenverursacht wurden und keinerlei Unfälle zu verzeichnenwaren. Auch diese hoch erfreulichen Werte belegendie hohe Zuverlässigkeit der KHKW im Kanton Zürich. Die ermitteltenAbwasser-und Luftemissionen lagen deutlich unterden Grenzwerten. Dank der konsequenten Koordination undNutzung von Synergien verlief auch die Kostenentwicklungerneut positiv. Angesichts der tendenziell sinkenden Marktpreisefür Abfall ist auch dieser finanzielle Nutzen weit mehrals nur ein erfreulicher Nebeneffekt der Zusammenarbeit imZAV.Wichtige Erneuerungen erfuhr das KHKW Hagenholz in Zürich,wo im Berichtsjahr eine Ofenlinie ersetzt und ein neuer Leitstandin Betrieb genommen werden konnten. Dies erlaubteerneut eine deutliche Verbesserung von Arbeitsbedingungenund Sicherheit. Die Arbeiten für den Ersatz der zweiten Ofenliniewurden ebenfalls bereits in Angriffgenommen. Dank einerweiteren Optimierung der Feinschlackensortierung könnenim KHKW Hinwil selbst kleinste Objekte wie Kupferdiodenund Reissverschlussteilchen ausgeschieden und zurück gewonnenwerden. Als nächstes grosses Bauvorhaben stehtder Umbau des KHKW Winterthur bevor,der im ersten Halbjahr2009 mit dem Rückbau einer Ofenlinie in Angriff genommenwird. Ende 2010 wird das KHKW Josefstrasse ausder kantonalen Abfallplanung und dem ZAV ausscheiden.Auf Anfang 2011 wird das Werk von der Fernwärme ZürichAG übernommen und zu einem reinen Fernwärmekraftwerkumgenutzt, das ausschliesslich mit ausländischem Abfall weiterbetrieben wird. Ebenfalls aus der Abfallplanung und demZAVausscheidenwirdvoraussichtlich 2018die KVAHorgen.Über eine allfällige Umnutzung der Anlage wird inden nächstenJahren entschieden.Durch das Ausscheiden der beidenAnlagen werden die heute noch bestehenden Überkapazitätenabgebaut. Auch damit sorgt der ZAV dafür, dass imKanton Zürich langfristig jene Kapazitäten zur Verfügungstehen, die für die Verwertung des anfallenden Abfalls tatsächlicherforderlich sind.Marcel MüllerVorsitzender der Geschäftsleitung


Angelieferte Abfälle nach Arten, in Tonnen(Veränderung in Prozent gegenüber Vorjahr)Total867’996 (+0,7%)5Kehricht inkl. Sperrgut415’624 (+3,0%)Direktanlieferungen354’031 (–1,2%)Klärschlamm entwässert67’289 (+2,0%)Sonderabfälle26’802 (+6,4%)Anlieferung anderer KHKW4’251 (–37%)Stromproduktion des ZAVimVergleich zum Stromverbrauch der Stadt WinterthurGWh6004002002003 2004 2005 2006 2007 2008Stromverbrauch Stadt WinterthurStromproduktion ZAV


Auslastung6Die gute Auslastung konnte im Berichtsjahr gleichmässigauf alle sechs Zürcher Kehrichtheizkraftwerke verteilt werden.Die Grafik zeigt die Aufteilung der angelieferten Abfällenach Arten in Tonnen. Dabei werden vier Abfallkategorienunterschieden: «Kehricht inkl. Sperrgut» (nicht rezyklierbarerSiedlungsabfall aus den Gemeinden), «Direktanlieferungen»,«Sonderabfälle» und «Klärschlamm». Ohne Reservelinie desWerks Josefstrasse, die ausschliesslich anstelle einer anderenERZ-Linie in Betrieb genommen werden darf, lag dieVerfügbarkeit der Ofenlinien bei 88 Prozent, was dem erfreulichenWert von 2007 entspricht.


Kehricht inkl. Sperrgut pro Werk, in Tonnen(Veränderung in Prozent gegenüber Vorjahr)Direktanlieferungen pro Werk, inTonnen(Veränderung in Prozent gegenüber Vorjahr)7Total415’624Winterthur106’405 (+8,3%)Hinwil85’897 (+0,7%)Hagenholz74’233 (+18,2%)Josefstrasse73’235 (–8,8%)Dietikon42’615 (–1,9%)Horgen33’239 (–0,6%)Total354’031Josefstrasse75’037(+29,1%)Hinwil73’233 (–5,9%)Winterthur71’063 (–0,2%)Hagenholz66’164 (–22,7 %)Dietikon42’203 (+3,7%)Horgen26’331 (+5,6%)Sonderabfälle pro Werk, in Tonnen(Veränderung in Prozent gegenüber Vorjahr)Klärschlamm entwässert pro Werk, inTonnen(Veränderung in Prozent gegenüber Vorjahr)Total26’802Hagenholz12’354 (–9,4%)Josefstrasse6’097 (+7,6%)Hinwil4’333 (+93,7 %)Winterthur2’685 (+24,4%)Horgen1’333 (–10,5%)Dietikon0Total67’289Hinwil22’345 (+5,8%)Hagenholz18’024 (+9,9%)Josefstrasse17’641 (–2,1%)Horgen9’279 (–9,6%)Dietikon0Winterthur0


8Die Menge Kehricht inkl. Sperrgut aus dem Gebiet des ZAVhat um gut 3Prozent auf 416’000 Tonnen zugenommen. Diesentspricht einem Anteil von rund 48 Prozent der vom ZAVverwerteten Abfallmenge. Die Menge der Direktanlieferungenreduzierte sich um 1Prozent auf 354’000 Tonnen. DieMenge der im Jahr 2008 in die Werke angelieferten Sonderabfällenahm gegenüber 2007 um 6Prozent auf 27’000 Tonnenzu. Der grösste Teil der Klärschlammmenge von rund67’000 Tonnen wird direkt und ohne Vortrocknung als entwässerterKlärschlamm verwertet. Der Anteil des in denKehrichtheizkraftwerken entsorgten Klärschlamms aus demKanton Zürich beträgt rund 61 Prozent. Vom restlichen Klärschlammaufkommenwird rund 31 Prozent in Klärschlammverbrennungsöfenund 8Prozent in Zementwerken entsorgt.Da entwässerter Klärschlamm einen sehr niedrigen Brennwertaufweist, ist seine thermische Verwertung im Kehrichtheizkraftwerknur möglich, wenn genügend Abfall als «Brennstoff»zur Verfügung steht. Die hohe Verwertungsleistung imJahr 2008 konnte deshalb nur dank einer guten Auslastungder Kehrichtheizkraftwerke erzielt werden. Die insgesamtthermisch verwertete Abfallmenge pro Werk des ZAV ist inder nachfolgenden Grafik dargestellt. Ausser im Werk Hagenholz,dasaufgrund derErneuerungeiner OfenlinieimVergleichzum Vorjahr weniger Abfall thermisch verwertete, verzeichnenalle Werke eine leichte Zunahme.Thermisch verwertete Abfallmenge pro Werk, in Tonnen(Veränderungen in Prozent gegenüber Vorjahr)Total867’510Hinwil194’640 (+4,7 %)Winterthur178’759 (+2,5%)Hagenholz170’063 (–6,3%)Josefstrasse169’826 (+4,5%)Dietikon84’445 (+1,7%)Horgen69’777 (+7,4%)


Wertstoffgewinnung aus Rückständen9Wiederum grosse Bedeutung hatte im Berichtsjahr die Rückgewinnungvon Wertstoffen aus dem Abfall. Wie die Energiegewinnungträgt auch die Wiederverwertung zurück gewonnenerMetalle zur Vermeidung von klimaschädigenden CO 2-Emissionen und zum sparsamen Umgang mit nicht erneuerbarenRohstoffen bei. Pro Tonne Rohschlacke konnten 61Kilogramm Eisen zurück gewonnen werden. Gesamthaft ergibtdies eine Menge von 11’000 Tonnen rezykliertem Eisen.Bei den Nichteisenmetallen erhöhte sich die spezifischeMenge auf 11 Kilogramm pro Tonne Rohschlacke, was einerGesamtmenge von 2’000 Tonnen zurück gewonnenem Aluminium,Kupfer, Messing und weiteren Buntmetallen entspricht.Da die Abtrennung von Metallen mehrheitlich direktauf der Deponie erfolgt, handelt es sich bei diesen Datenlediglich um Annäherungen. Aus dem gleichen Grund lässtsich die Wertstoffgewinnung nicht in jedem Fall genau denunterschiedlichen Schlackenlieferanten zuordnen. Ein Vorjahresvergleichistdeshalbnur bedingtaussagekräftig. Dankden gewonnenen Wertstoffen mussten nicht 175’000 TonnenRohschlacke, sondern lediglich 162’000 Tonnen Schlackedeponiert werden. Pro Tonne Abfall mussten damit im Berichtsjahrnur gerade 187 Kilogramm Schlacke deponiertwerden. Der Anteil der Rückstände –Elektro-Filterstaub undRückstände aus der Rauchgasreinigung –verringerte sichleicht auf 24 Kilogramm pro Tonne verwertetem Abfall. Insgesamtfielen im ZAV-Gebiet 21’000 Tonnen solcher Rückständean. Nachfolgende Grafik zeigt die Aufteilung der Rückständein Tonnen inklusive deren Anteil am verwerteten Abfall.Die Tabelle zeigt die Verteilung der Abfalllieferungen sowiederRückständenachgeografischen Regionen.Der ZAVverwertetauch Kehricht aus den Kantonen Graubünden, Tessin,Uri und Zug.Wertstoffe aus Abfallverwertung, in Tonnen(Anteil der Rückstände bezogen auf die verwertete Abfallmenge)Total867’510Rohschlacke174’998 (20,1%)Nichteisenmetalle1’962 (0,2%)Eisen10’688 (1,2%)Schlacke162’348 (18,7%)Elektro-Filterstaub18’709 (2,2%)Rauchgasreinigungs-Rückstände1’914 (0,2%)Abgase, Wasserdampf ohne Luftanteile671’889 (77,5%)Herkunft des Abfalls und Entsorgungsregime der RückständeAnteil Anteil Anteil Entsorgung Rauchgas-Lieferung Abfall Entsorgung Schlacke reinigungs-RückständeKanton ZH (ZAV-Gebiet) 85% 75% 17%Andere Kantone 10% 20% 66%Ausland 5% 5% 16%


Energiegewinnung14Bei einem durchschnittlichen Heizwert von 3,3 Megawattstunden(MWh) pro Tonne Abfall konnte in der Berichtperiodeüber die Energierückgewinnung Dampf mit einem Energiepotenzialvon 2’225’000 MWh produziert werden. 40 Prozentder Energie im Dampf konnten in Form von Strom und Wärmelieferungenin externe Netze abgegeben werden. Ausgehendvon einem durchschnittlichen Stromverbrauch von5’320 kWh pro Haushalt (inkl. Elektroboiler und -heizungen)und von 3’500 kWh proWohnung sowie einem Wärmebedarfvon 20’000 kWh pro Haushalt (Bulletin SEV/VSE 19/2007)entspricht dies dem jährlichen Strombedarf von 81’000 Haushaltenoder 123’000 Wohnungen sowie dem Wärmebedarfvon 30’000 Haushalten. Da Wärme und Strom aus Abfall zurHälfte aus Biomasse gewonnen werden, leisten die Energielieferungender Kehrichtheizkraftwerke einen Beitrag zur Reduktionder CO 2-Emissionen. Müsste die verkaufte Energiemengemit fossilen Brennstoffen erzeugt werden, wären dazurund 90 Mio. Liter Heizöl erforderlich. Dies entspricht einemAnteil von rund 3Prozent des CO 2-Ausstosses des KantonsZürich oder 17 Prozent der Stadt Zürich. Eine Tonne Abfall,die im ZAV thermisch verwertet wird, spart damit rund 240Kilogramm CO 2.Der Gesamtwirkungsgrad der Kehrichtheizkraftwerke desZAVreduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um zwei Prozent.Dies aufgrund eines Turbinenausfallsund des milden Winters.Rund 47 Prozent der Energie im Dampf konnten direkt inStrom und Wärme umgewandelt werden. Vonden übrigen 53Prozent entfällt ein erheblicher Teil auf Kondensationsverlustebei der Stromproduktion. Der grösste Energieeigenverbrauchersind die Rauchgasreinigungsanlagen. NachfolgendeGrafik zeigt den Energiefluss in den ZAV-Kehrichtheizkraftwerkenin MWh bezogen auf den totalen Energie-Input imAbfall.Energiefluss in Megawattstunden (MWh)(Anteil des Energiestroms bezogen auf den totalen Energie-Input imAbfall)Total2’226’615Strombezug1’546 (0,1%)Dampfproduktion2’225’069 (99,9%)Kondensat- und andere Verluste,Verbraucher Rauchgasreinigung1’183’352 (53,1%)Wärme-Verkauf583’274 (26,2%)Stromverkauf316’185 (14,2%)Stromverbrauch116’698 (5,2%)Wärme-Eigenverbrauch25’560 (1,1%)


Frischwasser und Abwasser15Bei einem Frischwasserverbrauch von insgesamt 993’000m 3 blieb der spezifische Verbrauch im Berichtsjahr mit 1’140Liter pro Tonne verwertetem Abfall gleich wie im Vorjahr. DerLöwenanteil des Frischwassers wird inder nassen Rauchgasreinigungverwendet und über den Kamin als saubererWasserdampf an die Atmosphäreabgegeben. Daneben verbliebeine Abwassermenge von 192’000 m 3 oder 221Liter proTonne verwertetem Abfall. Im Werk Hinwil wirddas Abwassereingedampft und in den Prozess zurückgeführt. Daher istdieses Werk sowohl bei der vorangegangenen Betrachtungals auch bei den nachfolgenden Messungen nicht berücksichtigt.Die Qualitätssicherung der Abwasserreinigung ausder nassen Rauchgasreinigung basiert auf Online-Messungenund Eichmessungen, die von einem akkreditierten Messinstitutmindestens dreimal jährlich durchgeführt werden.Die Messungen zeigen, dass die Grenzwerte gemäss Gewässerschutz-Verordnung(GSchV) stark unterschrittenwerden (Quelle: AWEL). Die verglichen mit den anderenWerken hohen Werte an Chrom und Nickel im Abwasser desWerkes Josefstrasse stammen mit hoher Wahrscheinlichkeitvom Einsatz einer Chrom-Nickel-Anode im Reinwasser-Pumpensumpf, welche bei nächster Gelegenheit ausgewechseltwird.Grenzwerte GSchVBlei (Pb) 0,1mg/l Nickel (Ni) 0,1mg/lCadmium (Cd) 0,05 mg/l Quecksilber (Hg) 0,001 mg/lChrom (Cr) 0,1mg/l Zink (Zn) 0,1mg/lKupfer (Cu)0,1mg/lMessung der Abwasserqualität der ZAV-Werke, inProzent der Grenzwerte*(Mittelwert von drei über das Jahr verteilten Eichmessungen)%80604020Hagenholz Josefstrasse Horgen Dietikon WinterthurCd (mg/l) Cr (mg/l) Cu (mg/l) Hg (mg/l) Pb (mg/l) Ni (mg/l) Zn (mg/l)*Aufgrund von Prozessunterschieden entsteht in Hinwil kein Abwasser


Emissionen in die Luft16Die von akkreditierten Messinstituten alle rund 25’000 Betriebsstundendurchgeführten Reingasanalysen bestätigeneinmal mehr die gute Qualität der Rauchgasreinigungsanlagenin den Werken des ZAV. Wiedie unten stehenden Grafikenzeigen, werden die von der Luftreinhalteverordnung (LRV)vorgegebenen Grenzwerte meist stark unterschritten (Quelle:AWEL).Grenzwerte (100 Prozent) der Luftreinhalteverordnung (LRV):Staub 10 mg/Nm 3Stickoxide (NO X) 80mg/Nm 3Kohlenmonoxid (CO) 50 mg/Nm 3Blei (Pb) und Zink (Zn) als Summe 1mg/Nm 3Cadmium (Cd) 0,1 mg/Nm 3Quecksilber (Hg) 0,1 mg/Nm 3Die Verfügbarkeit der Rauchgasreinigungsanlagen der ZAV-Werke war im Berichtsjahr optimal:Elektrofilter 99,6 %Rauchgaswäscher 99,7 %Entstickungsanlage (Denox) 97,7 %


Emissionsmessungen, in Prozent der GrenzwerteOfenlinie 1 Ofenlinie 2 Ofenlinie 3Dietikon(Messungen gemäss AWEL –Beurteilung vom Dezember 2005)Hinwil(Messungen gemäss AWEL –Beurteilung vom Mai 2008)%100%100178060806040402020Staub NO X CO Pb+Zn Cd HgStaub NO X CO Pb+Zn Cd HgHorgen(Messungen gemäss AWEL –Beurteilung vom November 2006)Winterthur(Messungen gemäss AWEL –Beurteilung vom August 2007)%100%1008080606040402020Staub NO X CO Pb+Zn Cd HgStaub NO X CO Pb+Zn Cd HgZürich Hagenholz(Messungen gemäss AWEL –Beurteilung vom August 2005)Zürich Josefstrasse(Messungen gemäss AWEL –Beurteilung vom Juni 2006)%100%1008080606040402020Staub NO X CO Pb+Zn Cd HgStaub NO X CO Pb+Zn Cd Hg


Logistik18Der ZAV unterstützt eine ganzheitliche, innovative und wirtschaftlicheAbfalltransport-Logistik. Geschäftsleitung undLenkungsausschuss haben dazu im Berichtsjahr vier Leitsätzedefiniert:— Sowenig Transporte wie nötig— Ökologische Optimierung von Transporten— Ökologische Gesamtbetrachtung: Logistikals Teil der Abfallverwertungskette— ErfolgskontrolleDarüber hinaus haben AWEL und ZAV imBerichtsjahr eineVereinbarung abgeschlossen, welche die Kriterien der Berücksichtigungeines kombinierten Verkehrs über grössereDistanzen definiert. Der ZAV und seine Partner haben dieseVereinbarung im Jahr 2008 vollumfänglich erfüllt.Obwohl der ZAVüber keine eigenen Logistikmittelund -kompetenzenverfügt, nimmt er im Rahmen seiner MöglichkeitenEinfluss auf die Abfalltransportlogistik. Er ist sich dabei bewusst,dass zwischen der öffentlichen Wahrnehmung undder tatsächlich durch Abfalltransporte ausgelösten Umweltbelastungeine erheblicheDifferenz besteht. Gemäss Berechnungendes Statistischen Amtes aus dem Jahr 2006 beträgtder Anteil inländischer Abfalltransporte an der gesamten inder Schweiz erbrachten Transportleistung nur gerade knappzwei Prozent.Kennzahlen Abfalltransportlogistik für alle ZAV WerkeWerte 2008 (Veränderung zum Vorjahr)Anlieferfrequenz pro Werktag 1’021 Fahrzeuge (+7%)Kommunale Sammeldienste 26%Auswärtige Regionen (inkl. Importe) 4%Marktkehricht Inland 16 %Spontan-/Kleinkunden 54 %Durchschnittswerte pro VorgangKommunale Sammeldienste 5,5 t/Fahrzeug (±0%)Auswärtige Regionen (inkl. Importe) 11,7t/Fahrzeug (–9%)Marktkehricht Inland 5,8 t/Fahrzeug (+8%)Spontan-/Kleinkunden 0,7 t/Fahrzeug (–17 %)Anlieferungen Kombiverkehr Bahn/StrasseMenge72’369 t(+3%)entspricht 8%der verwerteten AbfallmengeAnlieferungen 6’860 Stück (+9%)entspricht 2%aller Anlieferungen


Pilotbetrieb20Bereits nach der Halbzeit des dreijährigen Pilotbetriebeskonnte der Lenkungsausschuss aufgrund der positiven Erfahrungendie Eckpfeiler der künftigen Zusammenarbeit derZAV-Partner festlegen. Der Grundsatzentscheid für die Weiterführungder Zusammenarbeit wird imlaufenden Jahr konkretisiert,so dass der Pilotbetrieb per Ende März 2010 nahtlosin die künftige ZAV-Organisation übergehen wird.Die strategische Steuerung des ZAV erfolgt durch den Lenkungsausschuss,derdurchdie politischen Verantwortlichender Trägerorganisationen gebildet wird. Zuständig für dieoperative Führung ist die Geschäftsleitung, die sich ebenfallsaus Vertreternaller ZAV-Partner zusammensetzt. Jeweils einMitglied der Geschäftsleitung steht den vier FachbereichenMarktmanagement, Thermische Verwertung, TechnischeDienstleistung sowie Finanzen &Dienste vor,welche die entsprechendenTätigkeiten der angeschlossenen Partner koordinierenund das vorhandene Know-how bündeln.Im Berichtsjahr wurden für alle sechs Anlagen neue vereinheitlichteBetriebsreglemente ausgearbeitet und eingeführt.Die ergänzend neu eingeführten einheitlichen Einlieferbedingungenharmonisieren die Abfallannahme in allen ZAV-Betriebenund stellen die Qualitätsprüfungen des eingeliefertenAbfalls auf eine gemeinsame Grundlage. Die gesetzeskonformeVerwertung wirddadurch in allen Zürcher KHKW nochverstärkt kontrolliert und nach den gleichen strengen Regelnsichergestellt. Zur Gewährleistung einer zeitgemässen undnachhaltigen Abfalltransportlogistik wurden gemeinsam Leitsätzefestgelegt. Für den Transport von Abfällen über langeDistanzen wurde mit dem AWEL zudem eine Transportvereinbarungabgeschlossen. Die fällige neue Zuteilung der Vertragsgemeindenkonnte von den ZAV-Synergien profitieren.Gleichzeitig resultierte daraus eine Optimierung der Anlieferdistanzen.Schwerpunkte für das laufende Jahr bilden nundie definitive Ausgestaltung der vertieften Zusammenarbeitin den Bereichen Beschaffung, Produktion und Absatz sowiedie Festlegung der Tätigkeiten, die an den ZAV delegiertwerden. Im Vordergrund stehen dabei die weitere Verstärkungdes gemeinsamen Auftritts amMarkt, der WissensundErfahrungsaustausch, das Innovationsmanagement, dieSchaffung zusätzlicher Sicherheit und Klarheit im Rechtsverkehr,das gemeinsame unternehmerische Handeln, sowieeine noch umfassendere Nutzung der bereits bestehendenSynergien. Im Zusammenhang mit der Erneuerung desKHKW Winterthur und der damit verbundenen vorübergehendenKapazitätsreduktion werden die Vorteile der gemeinsamenRevisions- und Kapazitätsplanung erneut zumTragen kommen. Dank der koordinierten Erneuerung derAnlagen im Hagenholz und in Winterthur konnten die erforderlichenInvestitionen spürbar reduziert werden. WeitereEinsparungen ermöglichen die gemeinsame Beschaffungvon Betriebsmitteln und Entsorgungsleistungen sowie diegemeinsame Lagerhaltung.Der ZAV ist damit heute schon auf gutem Weg, um die gemeinsamenZiele der Trägerorganisationen zu verwirklichen,indem er sich für eine ökologisch vorbildliche und ökonomischoptimierte Abfallverwertung einsetzt und die Entsorgungssicherheitim Kanton Zürich gewährleistet.Peter Zimmermann PaukGesamtprojektleiter


LenkungsausschussTh. Leuthold (Präsident), J-P. Balbiani, Dr. U.Büchi, R. Genner, Dr. M.GfellerGeschäftsleitungM. Müller (Vorsitzender), D. Böni, W. Gut, E.Schönmann, B.Schüpbach21GesamtprojektleiterP. Zimmermann PaukMarktmanagementThermische VerwertungTech. DienstleistungFinanzen &DiensteE. Schönmann (KVL)D. Böni (KEZO)W. Gut (KVH)B. Schüpbach (SW)KVLDietikonKEZO HinwilKHKW HorgenKHKW WinterthurKHKW ZürichSynergienKnow-how-ZentrenKVLDietikonKEZO HinwilKHKW HorgenKHKW WinterthurKHKW ZürichInstrumentierungSchlackenaufbereitungFeuerleistungsregelungSperrgutzerkleinerungAnnahmelogistikTurbine (Betrieb, Revision)Techn. BenchmarkingR&I-SchemasFeuerfestmaterialienKlärschlammverbrennungBetriebsdatenerfassungInstandhaltungs-BeschichtungsverfahrenRückständeorganisationRosttechnikSCR-VerfahrenStand: 1. März 2009


Statistische Angaben2008 2007 2006 2005AbfallannahmeAbfallmenge angenommen (inkl. EKS) t 867’996 861’814 895’384 823’389Veränderung gegenüber Vorjahr % +0,7 –3,7 +8,7 +9,8Abfallmenge verwertet (inkl. KS) t 867’510 852’243 889’249 816’331Veränderung gegenüber Vorjahr % +1,8 –4,2 +8,9 +9,622Kehricht inkl. Sperrgut t 415’624 403’527 409’253 387’416Veränderung gegenüber Vorjahr % +3,0 –1,4 +5,6 +15,8Direktanlieferungen t 354’031 358’284 399’474 365’180Veränderung gegenüber Vorjahr % –1,2 –10,3 +9,4 +3,9Sonderabfälle t 26’802 25’181 28’246 23’372Veränderung gegenüber Vorjahr % +6,4 –10,8 +20,9 +2,0Klärschlamm (Liefermenge EKS) t 67’289 65’970 53’158 42’675Veränderung gegenüber Vorjahr % +2,0 +24,1 +24,6 +6,3VerwertungWärmeproduktion MWh 608’833 605’712 650’269 610’769Veränderung gegenüber Vorjahr % +0,5 –6,9 +6,5 –4,3spez. Wärmeproduktion MWh/t 0,702 0,711 0,731 0,748Veränderung pro Tonne Abfall % –1,3 –2,8 –2,3 –12,7Wärmeabgabe MWh 583’274 578’675 628’048 593’239Veränderung gegenüber Vorjahr % +0,8 –7,9 +5,9 –4,4spez. Wärmeabgabe MWh/t 0,672 0,679 0,706 0,727Veränderung pro Tonne Abfall % –1,0 –3,9 –2,8 –12,7Wärme Eigenverbrauch MWh 25’560 27’036 22’221 17’530Veränderung gegenüber Vorjahr % –5,5 +21,7 +26,8 –3,1spez. Wärme Eigenverbrauch MWh/t 0,029 0,032 0,025 0,021Veränderung pro Tonne Abfall % –7,1 +27,0 +16,4 –11,5Stromproduktion MWh 431’338 390’102 423’899 363’614Veränderung gegenüber Vorjahr % +4,8 –8,0 +16,6 +10,9spez. Stromproduktion MWh/t 0,497 0,458 0,477 0,445Veränderung pro Tonne Abfall % +3,0 –4,0 +7,0 +1,2Stromabgabe MWh 316’185 298’341 309’829 252’737Veränderung gegenüber Vorjahr % +6,0 –3,7 +22,6 +14,2spez. Stromabgabe MWh/t 0,364 0,350 0,348 0,310Veränderung pro Tonne Abfall % +4,1 +0,5 +12,5 +4,2Stromverbrauch inkl. Bezug MWh 116’698 93’867 117’492 115’338Veränderung gegenüber Vorjahr % +1,3 –20,1 +1,9 +4,3spez. Stromverbrauch MWh/t 0,135 0,110 0,132 0,141Veränderung pro Tonne Abfall % –0,5 –16,6 –6,5 –4,8Eisenrückgew. aus Rohschlacke t 10’688 10’871 12’890 11’728Veränderung gegenüber Vorjahr % –1,7 –15,7 +9,9 +33,5spez. Eisenrückgew. aus Rohschlacke kg/t 61,1 61,8 67,5 67,2Veränderung pro Tonne Rohschlacke % –1,1 –8,5 +0,3 +21,2spez. Eisenrückgew. aus Abfall kg/t 12,3 12,8 14,5 14,4Veränderung pro Tonne Abfall % –3,4 –12,0 +0,9 +21,8Nichteisen aus Rohschlacke t 1’962 1’806 1’550 1’698Veränderung gegenüber Vorjahr % +8,6 +16,5 –8,7 +81,6spez. Nichteisen-Rückgew. aus Rohschl. kg/t 11,2 10,3 8,1 9,7Veränderung pro Tonne Rohschlacke % +9,2 +26,5 –16,7 +65,0spez. Nichteisen-Rückgew. aus Abfall kg/t 2,3 2,1 1,7 2,1Veränderung pro Tonne Abfall % +6,7 +21,6 –16,2 +65,8


2008 2007 2006 2005Entsorgung RückständeRohschlacke t 174’998 175’977 191’016 174’398Veränderung gegenüber Vorjahr % –0,6 –7,9 +9,5 +10,1spez. Rohschlacke kg/t 202 206 215 214Veränderung pro Tonne Abfall % –2,3 –3,9 +0,5 +0,423zu deponierende Schlacke t 162’348 163’299 176’576 160’972zu deponierende Schlacke pro Tonne Abfall % 18,7 19,2 19,9 19,7Rauchgasreinigungs-Rückstände t 20’623 23’291 25’552 22’900Veränderung gegenüber Vorjahr % –24,3 –8,8 +11,6 +10,2spez. Rauchgasreinigungs-Rückstände kg/t 24 27 29 28Veränderung pro Tonne Abfall % –25,7 +4,9 +2,4 +0,6Betriebsdaten (in Prozent der Betriebsstunden, 100 %entspricht 8’760 Std. und inkl. Reservelinie Josefstrasse)Verfügbarkeit Ofenlinien % 85,5 84,7 89,6 85,4Veränderung gegenüber Vorjahr % +0,1 –5,5 +4,9 +5,2Anteil Revisionen % 8,2 9,5 7,5 8,2Veränderung gegenüber Vorjahr % –13,0 +25,7 –8,1 –21,4Anteil Stillstände wegen Abfallmangels % 3,7 0,6 0,0 1,6Veränderung gegenüber Vorjahr % +532,3 – –100,0 –57,5Anteil Pannen % 1,8 2,0 1,2 0,7Veränderung gegenüber Vorjahr % –10,0 +73,8 +74,1 –62,2Heizwert (mengengewichtet) MWh/t 3,29 3,32 3,25 3,30Veränderung pro Tonne Abfall % +0,6 +2,0 –1,3 –0,3Wasserverbrauch m 3 992’557 970’049 1’040’730 984’761Veränderung gegenüber Vorjahr % +2,3 –6,8 +5,7 +3,5spez. Wasserverbrauch m 3 /t 1,14 1,14 1,17 1,21Veränderung pro Tonne Abfall gegenüber Vorjahr % +0,5 –2,7 –3,0 –5,5Abwasser m 3 192’004 195’431 223’788 179’401Veränderung gegenüber Vorjahr % –1,8 –12,7 +24,7 –2,3spez. Abwasser m 3 /t 0,221 0,229 0,252 0,220Veränderung pro Tonne Abfall gegenüber Vorjahr % –3,5 –8,9 +14,5 –10,8KS: KlärschlammEKS: entwässerter Klärschlamm (~30% Trockensubstanz)


Prüfungsbericht AWEL24Das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft hat unter anderemden Auftrag, als Kantonale Fachstelle die Betreibervon Abfallbehandlungsanlagen bezüglich der durch die Gesetzgebungauferlegten Verpflichtungen in den Bereichender Abfallwirtschaft, der Luftreinhaltung und des Gewässerschutzeszu überwachen.Bezüglich den Vorgaben aus der eidgenössischen und kantonalenGesetzgebung und den darauf basierenden aktuellenBetriebsbewilligungen sind die Betreiber von Abfallanlagenverpflichtet, den kantonalenAufsichtsbehörden regelmässigumwelt-, betriebs- und abfallwirtschaftlich relevante Datenzur Verfügung zu stellen. Die Umweltbehörden ihrerseitssind verpflichtet, die Öffentlichkeit über den Umweltschutzund den Stand der Umweltbelastung zu informieren.Der vorliegende Tätigkeits- und Umweltbericht 2008 des ZAVZürcher Abfallverwertungs-Verbundes legt in übersichtlicherund informativer Form Rechenschaft ab über die im Jahre2008 wahrgenommenen Aufgaben und die damit verbundenenwichtigsten Umweltauswirkungen. Der Bericht gibt fürdie Aufsichtsorgane der einzelnen Kehrichtheizkraftwerkeeinen guten Überblick und Vergleich zu den Vorjahren unddient als Information für die Abfallanlieferer und für die Öffentlichkeit.Er ist damit Teil einer laufenden und umfangreichenBerichterstattung des ZAV zuhanden des Amtes für Abfall,Wasser, Energie und Luft. Im Vergleich zum Bericht 2007werden neu erstmals auch die vier Leitsätze des ZAV für dieAbfalltransport-Logistik sowiedie damitverbundenen Kennzahlenpräsentiert.2008 die jeweiligen Betriebsreglemente inhaltlich wesentlichverbessert und für alle Anlagen des ZAV einheitlich ausgestaltetwerden. Mit dieser Grundlage wird unter anderem dieEingangskontrolle der Abfälle einheitlich geregelt und dasReporting zuhanden der Aufsichtsbehörde weiter ausgebaut.Beiden sechsAnlagen desZAV setztensichübers Jahr über150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit grossem Engagementdafür ein, dass das im Bericht ausgewiesene Resultatmöglich wurde. Ihnen allen gebührt ein grosses Dankeschön!Wir wünschen dem ZAV weiterhin viel Erfolg.Franz AdamLeiter Abteilung Abfallwirtschaft und BetriebeAmt für Abfall, Wasser, Energie und LuftIm Sinne eines Kontrollberichts können wir bestätigen, dassder Betrieb der Anlagen des ZAV auch im Berichtsjahr 2008den konkretisierten Vorschriften der Umweltschutzgesetzgebungentsprochen –bzw. invielen Belangen die gefordertenGrenzwerte wesentlich unterschritten hat.Mit der auch im letzten Jahr erfolgreichen Zusammenarbeitder einzelnen Kehrichtheizkraftwerke im ZAV sowie mit demAWEL kann die ursprünglich formulierte Vision, die Entsorgungssicherheitim Kanton Zürich möglichst gut zu gewährleistenund das System ökologisch wie ökonomisch zu optimieren,weiterhin zielgerichtet verfolgt werden.Aus Sicht der Aufsichtsbehörde bestätigt sich, dass sich dieaus der Zusammenarbeit im ZAV ergebenden Synergien positivauf den Betrieb, die Sicherheit und die Weiterentwicklungder Anlagen auswirken. So konnten im Hinblick auf dieErneuerung der abfallrechtlichen Betriebsbewilligungen Ende


HerausgeberZAV Zürcher Abfallverwertungs-VerbundHagenholzstrasse 110, 8050 ZürichTel. +4144645 63 33Fax +4144645 63 34www.z-a-v.chTexte und GrafikdatenZAV, ZürichAWEL –Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luftbretscher +partner, ZürichTextredaktionbretscher +partner, ZürichGestaltungWBG, AG für visuelle Kommunikation, ZürichDruckPrintlink AG, Zürich©2009 ZAV Zürcher Abfallverwertungs-Verbund, ZürichNachdruck oder elektronische Wiedergabe mitQuellenangabe gestattet


ZAV Zürcher Abfallverwertungs-VerbundHagenholzstrasse 1108050 ZürichTel. +41 44645 63 33Fax +41 44645 63 34www.z-a-v.chZAV/2000/d/2009/04

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