Hr. Dr. Neumann - Brandenburg Barrierefrei

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Hr. Dr. Neumann - Brandenburg Barrierefrei

Perspektivenwechsel:Fachkräftegewinnungund -sicherung durchbarrierefreien TourismusBranchenforum Barrierefreier Tourismusin BrandenburgPotsdam, 11. September 2012Dr. Peter Neumann© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comAktuelleHerausforderungen© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


Aktuelle Herausforderungen„die Sicherung des Fachkräftebedarfes[ist] eine der größtenHerausforderungen für die Zukunftdes Brandenburg-Tourismus.“Für das Jahr 2030 wird für dasGastgewerbe ein Fehlbedarfvon ca. 18.000 Fachkräftenprognostiziert!Quelle: Landestourismuskonzeption Brandenburg 2011-2015, S. 177© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comAktuelle HerausforderungenBevölkerungsstand in Brandenburg seit 1991Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2012© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


Aktuelle HerausforderungenAltersaufbau in Brandenburg 2010 und 2060Quelle: Amt für Statistik Berlin-Brandenburg 2012Quelle: Statistisches Bundesamt 2010© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comAktuelle HerausforderungenEntwicklung ausgewählter Altersgruppen in Brandenburg, 2011 bis 206060- bis 65-JährigeNachwuchslücke15- bis 20-JährigeQuelle: Statistisches Bundesamt 2010© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


Aktuelle HerausforderungenHerausforderungen für die Unternehmen:• Fach- und Nachwuchskräftemangel• Verlängerung der Lebensarbeitszeit• Älter und vielfältiger werdende Belegschaft• Wissens- und Erfahrungsverlust durch Altersabgänge• Integration vielfältiger Beschäftigtengruppen(z. B. Beschäftigte mit Behinderungen)• …© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comChancen durch BarrierefreiheitDeutliche Zunahme schwerbehinderter Menschen(Deutschland)76,96,86,7Anzahl (Mio.)6,66,56,46,36,26,11993 1995 1997 1999 2001 2003 2005 2007JahrQuelle: Statistisches Bundesamt (2012): Statistik der schwerbehinderten Menschen 2009. Wiesbaden© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


Chancen durch BarrierefreiheitDeutlicher Zusammenhang Alter und Behinderung(Land Brandenburg)25 – 449 %< 254 %45 - 5414 %> 6454 %55 - 6419 %Quelle: Amt für Statistik Berlin Brandenburg (2010): Statistischer Bericht Schwerbehinderte Menschen im Land Brandenburg 2009. Potsdam© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comChancen durchBarrierefreiheit© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


Chancen durch BarrierefreiheitÖkonomische Bedeutung und Impulse:DerzeitigeBedeutungZusätzlicheImpulseUmsatz 2,5 Mrd. € 4,8 Mrd. €Vollzeit-Arbeitsplätze65.000 90.000Quelle: BMWi 2003© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comChancen durch BarrierefreiheitZiele im barrierefreien Tourismus:• tourismusrelevante Angebote und Arbeitsplätzebarrierefreier und attraktiver gestalten• menschliche Vielfalt der Gäste undBeschäftigten berücksichtigen⇒ Stammgäste und Fachkräfte halten⇒ Neue Gäste und Fachkräfte gewinnen© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


Chancen durch BarrierefreiheitZielgruppen sind u.a.:• zunehmend ältere Gäste und Beschäftigte• anspruchsvoll und erfahren• service- und gesundheitsorientiert• oft mobilitäts- oder aktivitätseingeschränkt• große, wachsende Personengruppe© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comChancen durch BarrierefreiheitBarrierefreiheit:• bildet Basis für service- und komfortorientierteAngebote, die zunehmend nachgefragt werden• ist Grundlage für leicht zugängliche, sichere undergonomische Arbeitsplätze• ist zwingende Voraussetzung für Gäste undArbeitnehmer mit einer Behinderung• ist Querschnittsaufgabe und kein Spezialthema• erfordert eine ganzheitliche, strategischeBetrachtungsweise (Architektur, Produkte,Dienstleistungen, Kommunikation, Service)© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


Gute Beispiele© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comGute Beispiele„Ältere Arbeitnehmer sind meine Edelsteine.“Otmar Fahrion, GeschäftsführerBildquelle: www.fahrion-engineering.de© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


Gute BeispieleStrategien der Fahrion EngineeringGmbH & Co. KG• ergonomische Veränderungen der Arbeitsplätze:adäquate Büroarbeitsplätze, Optimierung derBeleuchtung, jeder Arbeitsplatz wurde um einenStehpult ergänzt• Angepasste Farbgestaltung in den Büros (Wände,Teppiche, Möblierung)• Verbesserung der Betriebskultur• Gesünderes Essen in der Firmenkantine (Wechsel desCaterers)Quelle: IDZ etc. 2009© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comGute BeispieleStrategien der Fahrion EngineeringGmbH & Co. KG• Betonung der Prävention und Gesundheitsvorsorge:innerbetriebliche Veranstaltungen, Gastredner, Infosfür die Familien• Fortbildungen: kulturelle Vorbereitung fürAuslandsaufenthalte, Einarbeitung auf dieSoftwaresysteme der Kunden• Zukunftssicherheit für den Einzelnen: eindeutigeAbsprachen über die Modalitäten des späterenAusscheidens aus der Firma; innerbetrieblicheAlterssicherung, Riesterrente etc.Quelle: IDZ etc. 2009© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


Gute BeispieleGenerationenfreundlichkeit als GeschäftsmodellQuelle: www.galeria-kaufhof.de© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comGute BeispieleStrategien der Galeria KaufhofAusgezeichnet für „alternsgerechte“ Personalpolitik(1/3 aller Mitarbeiter sind 50 Jahre oder älter):• ganzheitliches Gesundheitsmanagement• Arbeiten in altersgemischten Teams• Lebenslanges Lernen• Demographie-Beauftragte (seit 2008)Quelle: Ferger-Heiter 2011© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


Gute BeispieleStrategien der Galeria Kaufhof„Galeria für Generationen“:• Sitzbänke• kontrastreiche Gestaltung der Rolltreppen• Ausschilderungen in gut lesbarer Schrift• Komfort-Umkleidekabinen• Lieferservice und Angebot der Sonderbestellung• Schulung der Mitarbeiter des Einkaufs• generationsübergreifende Werbekampagnen• Mitinitiierung „Qualitätszeichen fürgenerationenfreundliches Einkaufen“Quelle: Ferger-Heiter 2011© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comGute BeispieleBEST WESTERN HotelAm Straßberger Tor in PlauenQuelle: www.strassberger-tor.bestwestern.de© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


Gute BeispieleStrategien des BEST WESTERN HotelsAm Straßberger Tor in PlauenQuelle: AHGZ vom 29.10.11© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comGute BeispieleStrategien des BEST WESTERN HotelsAm Straßberger Tor in Plauen• 40 – 50 % der Mitarbeiter sind Menschen mitBehinderungen, vorzugsweise Menschen mitpsychischen Einschränkungen.Sie werden in folgenden Bereichen eingesetzt:• Restaurant, Bar, Tagungsräume• Rezeption• Küche• Housekeeping• hauseigene Wäscherei und Änderungsnäherei• Hausmeisterservice• Terrassengestaltung und florale Dekoration© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


Gute BeispieleStrategien des BEST WESTERN HotelsAm Straßberger Tor in Plauen• Markenhotel als Integrationshotel• 4-Sterne-Hotel mit den HauptzielgruppenTagungsgästen, Geschäftsreisenden und Kurzurlaubern• Trägerschaft: Fortbildungsakademie der Wirtschaft• 1 barrierefreies und 14 für Allergiker geeignete Zimmer• 2 Behindertenparkplätze in der Tiefgarage© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comGute BeispieleStrategien des BEST WESTERN HotelsAm Straßberger Tor in PlauenRestaurant:• Speisekarte mit vergrößerter Schrift vorhanden• Speisen für Allergiker vorhanden• Gerichte ohne Laktose und Glukose im Angebot• Speisen werden mit speziellen Ölen (Raps- undOlivenöl) zubereitet• Diabetiker können auf Anfrage spezielle Gerichteerhalten© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


Gute BeispieleResümee: Erfolgreiche Unternehmen ...• schaffen gute und barrierefreie Arbeitsbedingungen• achten auf die physische und psychische Gesundheit• gestalten ihre Personalpolitik lebensphasenorientiert• richten ihre Personalpolitik an strategischen Zielen aus• haben erkannt, dass sie diese Ziele v.a. mit dervorhandenen Belegschaft erreichen müssenverändert nach: http://www.kompetenzzentrum-fachkraeftesicherung.de/© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comFazit© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


FazitErfolgsfaktoren:• tourismusrelevante Angebote und Arbeitsplätze andie Bedürfnisse älterer und behinderter Menschenanpassen• Barrierefreiheit als übergreifende Querschnittsaufgabeund Qualitätsmerkmal für alle Nutzer (Gäste undBeschäftigte) begreifen• Sonderlösungen und Stigmatisierungen vermeiden(„Design für Alle“!)• „Nutzer“ in Entwicklungsprozesse aktiv einbinden© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comHandlungsfelder zur Förderung derArbeits- und BeschäftigungsfähigkeitFazitArbeits(platz)gestaltungSicherheits-/GesundheitsmanagementPersonalbetreuungund-gewinnungArbeitgeberattraktivitätQualifizierungDiversity ManagementWissenstransferverändert nach: BMI 2012© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com


FazitBarrierefreiheit ist eineInvestition in die Zukunftsfähigkeitder Unternehmenund dient einer nachhaltigenFachkräftegewinnung und-sicherung© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.comVielen Dankfür Ihr Interesse!www.neumann-consult.cominfo@neumann-consult.com© 2012 NeumannConsult – www.neumann-consult.com

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