Product Lifecycle Management (PLM) 2011/12 - IT & Produktion

it.production.com

Product Lifecycle Management (PLM) 2011/12 - IT & Produktion

Wissen Kompakt

Zeitschrift für erfolgreiche Produktion

Product

Lifecycle

Management

(PLM)

2011/12

In Kooperation mit:

www.it-production.com

Berichterstattung

Fakten, Hintergründe, Trends

Marktübersichten PLM/PDM

Anbieter und Dienstleister

Im Portrait

Hersteller und Produkte


IT&Produktion 2011 SolidWorks ist eine eingetragene eingetragene Marke von von Dassault Dassault Systèmes. © 2010 22010

01 Dassault Dassault Systèmes. Alle Rechte ev evorbehalten.

vorbehalten.

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Jeremy Luchini

TEAMLEITER KONSTRUKTION

SolidWorks


PLM Wissen Kompakt

Zusammenspiel für die digitale Evolution

Integration zählt zu den Leitmotiven für eine zeitgemäße

Fertigung. Das gilt in besonderem Maße für das

Produktlebenszyklusmanagement, das zahlreiche Abteilung

und Disziplinen umfasst und vielfach durch Kooperationenen

mit Partnern und Dienstleistern geprägt

ist. Auf dem Weg zur ‘Digitalen Fabrik’ steht aber nicht

Modernisierung um ihrer selbst willen im Vordergrund.

Synergieeffekte für Entwicklung, Planung und Produktion,

die sich durch den Einsatz verbundener IT-Systeme

erzielen lassen, zählen zu den Treibern für

Systemintegration. Dieser Ansatz beschäftigt Unternehmen

schon seit dem Aufkommen erster Ansätze

für das Computer Integrated Manufacturing Anfang

der 1970er-Jahre (S.06). Doch die Realität sieht vielfach

anders aus: Abteilungen und Disziplinen setzen spezialisierte

Systeme ein, vielfach herrschen gewachsenen

IT-Strukturen vor, die sich nur bedingt für den

ständigen Datenabgleich beispielsweise umfangreicher

Entwurfsdateien oder komplexer Prozessstrukturen

(S.09) eignen. Um diese Situation zu meistern, bieten

sich verschiedene Wege an − vom Einsatz umfassender

IT-Lösungen (S.32) über Standardschnittstellen für bestehende

Systeme (S.36) bis hin zur Verwendung flexibler

Kommunikationskonzepte (S.48). Doch nicht nur

die Systemlandschaft muss sich verändern − interdisziplinäre

Arbeit muss auch in den Köpfen stattfinden

(S.28), sonst bleibt der Weg hin zur effizienten, softwaregestützen

Fertigung steinig.

Auf der anderen Seite ist die digitale Evolution schon

lange in den Industriebetrieben angekommen: Datenverarbeitung

und Informationstechnik spielen bei Produktentwicklung

und Produktion eine immer größere

www.it-production.com

Rolle, Taktung und Komplexität der Abläufe nehmen

zu. Verzögerungen und Fehler, die sich durch fehlende

oder fehlerhafte Datenübertragung ergeben,

zeigen daher zunehmend Auswirkungen auf immer

weiter optimierte Prozesse. Am Ende müssen sich

Unternehmen einerseits angesichts knapper Budgets

und verbeiteter Skepsis gegenüber Technologieprojekten

die Frage stellen, ob und wie schnell sich die

Einführung neuer Systeme rechnet (S.40). Im Gegenzug

steigen aber in einer globalisierten und

durch flexible Zusammenarbeit geprägten Wirtschaft

die Opportunitätskosten. In absehbarer Zeit kann die

zentrale Fragestellung für Investitionsentscheidungen

daher lauten, welcher Betrieb es sich im zunehmend

engen Konkurrenzfeld leisten kann, auf

veraltete Strukturen und Datensysteme zu setzen.

Leitender Redakteur IT&Production

„Fortschritt ist das Werk der Unzufriedenheit.“

Jean-Paul Sartre (1905-80)

3


PLM Wissen Kompakt 2011/12

S.06

Damit IT-Systeme in Produktionsbetrieben effizient arbeiten, bietet

sich der Einsatz vernetzter Software-Lösungen an. Dieses Ziel

verfolgen Unternehmen bereits seit den 1970er-Jahren, doch effizienter

Datenaustausch bleibt eine Herausforderung.

S.32

Aufgrund der zahlreichen Verknüpfungen von Herstellungsabläufen

kann der Ausfall eines Gerätes existenzbedrohende Auswirkungen

für ein Unternehmen haben. Deshalb sind Instandhaltungsstrategien

gefragt, die durch ein effizientes Datenmanagement

unterstützt werden.

S.36

Computer Aided Manufacturing spielt eine wesentliche Rolle für

ein durchgehendes Product Lifecycle Management. Der direkte

Datenfluss zur Maschine kommt dem gesamten Produktionsplanungsprozess

zugute.

4 www.it-production.com

Bild: Arcplan

Bild: Siemens AG

Bild: Fotolia/Gina Sanders

Computer Integrated Manufacturing

Auf der Suche nach dem perfekten Zusammenspiel S.06

Prozessgestaltung bei der Systemeinführung

Einsatz von Konfigurationsmanagement S.09

Dokumentenverwaltung

Geschäfts- und Entwicklungssysteme verbinden S.12

Marktübersicht

PLM-Anbieter S.16

Grundlagen für fundierte Entscheidungen

Business Intelligence im Produktlebenszyklus S.20

Entwicklung und Produktion koordinieren

Referenzmodell für die Produktionsplanung S.24

Smarte Produkte

Herausforderung für Hersteller S.28

Marktübersicht

PLM-Dienstleister S.30

Datenmangement im Anlagenbetrieb

Instandhaltungsstrategien unterstützen S.32

Integrierte CAM-Arbeitsplätze

Die Prozesskette schließen S.36

Kosten und Nutzen im Blick

Software-Einsatz im Produktlebenszyklus S.40

Marktübersicht

PDM-Anbieter S.44

Entwicklungszusammenarbeit

Verteilte Systeme beherrschen S.48

Modellbasiertes Systems Engineering

Einsatz von funktionalen Produktbeschreibungen S.52

Impressum S.75


Hersteller und Produkte

Aras Software AG 56

CENIT 57

CIDEON Software GmbH 58

CONTACT Software GmbH 59

Dassault Systemes Deutschland GmbH 60

DataSquare GmbH & Co. KG 61

DSC Software AG 62

EPLAN Software & Service GmbH & Co. KG 63

ICP Solution GmbH 64

ifu Hamburg GmbH 65

keytech Software GmbH 66

PBU CAD-Systeme GmbH 67

Perspectix AG 68

PROCAD GmbH & Co. KG 69

Parametric Technology GmbH 70

SAP Deutschland AG & Co.KG 71

Siemens Industry Software GmbH & Co.KG 72

SolidWorks Deutschland GmbH 73

usb GmbH 74

S.56

S.63

S.71

5


PLM Wissen Kompakt: Vernetzte Systeme

Computer Integrated Manufacturing

Auf der Suche nach dem

perfekten Zusammenspiel

Damit IT-Systeme in Produktionsbetrieben möglichst effizient arbeiten, bietet sich der

Einsatz vernetzter Konstruktions-, Planungs- und Fertigungssteuerungssysteme an.

Dieses Ziel verfolgen Unternehmen bereits seit den 1970er Jahren. Damals standen

dem Erfolg vernetzter Lösungen vor allem geringe Rechen- und Übertragungskapazitäten

entgegen. Doch auch heute arbeiten Fachabteilungen noch vielfach mit IT-Lösungen

mit niedrigem Integrationsgrad. Der effiziente, unternehmensweite Datenaustausch

bleibt eine Herausforderung.

Unternehmen erhoffen sich von computergestützten

Entwicklungs- und Fertigungsverfahren

oftmals hohe Produktionssteigerungen. Oftmals ergeben

sich in der Realität aber nur noch kleine Verbesserungen

bei Ertrag und Ergebnis: Die realisierten

Umsatz- und Preissteigerungen kompensieren die

schnell wachsenden Rohstoff- und Energiekosten

kaum noch. Zudem fordern weltweit gesättigte Absatzmärkte

von vielen Unternehmen eine flexible

Auftragsfertigung bei zum Teil kleinen Losgrößen. Eine

wichtige Schlüsselrolle, um diesen Anforderungen gerecht

zu werden und gleichzeitig die Produktivität zu

steigern, spielen vernetzte Konstruktions-, Planungsund

Fertigungssteuerungssysteme und die Nutzung

computergeführter Fertigungseinrichtungen. Diesen

Ansatz fasst der Oberbegriff Computer Integrated Manufacturing

(CIM) zusammen.

Computerintegrierte Fertigung

Der Trend hin zur individueller Fertigung nahm in den

1970er Jahren ihren Anfang. Eine Fraunhofer-Untersuchung

zeigte bereits im Jahr 1972, dass Produkte im

Maschinenbau zu 90 Prozent kundenspezifische Anforderungen

enthielten. Doch 50 Prozent der Produkte

befanden sich damals auf einem Entwicklungsstand

älter als zehn Jahre, lediglich 20 Prozent hatten einen

Entwicklungsstand von unter fünf Jahren. Obwohl die

Wettbewerbssituation Unternehmen zu Innovationen

6 www.it-production.com

zwang, blieb das durchschnittliche Produktalter aus

dem Maschinen- und Anlagenbau hoch. Diese Problematik

nahm Anfang der 1970er Jahre Dr. Joseph

Harrington in den USA zum Anlass, um nach Prozeduren

zu suchen, die hohe Qualität und niedrige Preise

sichern sollten. Sein Ansatz galt der computerintegrierten

Fertigung, die Harrington bei der US-Luftwaffe

im Projekt ICAM ‘Integrated Computer Aided

Manufacturing’ untersuchte. Den Begriff CIM führte

der Wissenschaftler im Jahr 1973 ein: Seitdem beschreibt

die Abkürzung CIM eine Weiterführung seines

Ursprungskonzeptes, welche die Computerunterstützung

auf alle Unternehmensbereiche ausweitet.

Die ersten CIM-Strukturen unterschieden sich nur

wenig von heutigen Ansätzen und sehen die Verbindung

der Arbeitsschritte Konstruktion, Arbeitsvorbereitung,

Fertigung und Lager vor. Die ersten Bemühungen

CIM umzusetzen scheiterten jedoch an den

geringen Rechenleistungen der EDV-Systeme. Die

Rechner sollten große Datenmengen handhaben, um

beispielsweise ein Planungstool zu gestalten und so

die Arbeitsvorbereitung vom Papier in computergestützte

Vorlagen zu überführen. Zudem fehlten Übertragungsmöglichkeiten

von den anfänglichen CAD-

Programmen, beispielsweise hin zu Fertigung oder Finanzabteilung.

Die Datenübertragung war ohne Medienbrüche

unmöglich. Inzwischen stellt die Rechenleistung

zwar kein Problem mehr dar, Unternehmen

sehen sich jedoch nach wie vor mit Medienbrüchen


Die ‘Digitale Fabrik’ steht auch heute noch vor einigen Hürden. Zwar laufen zahlreiche Prozesse in Unternehmen

bereits computergestützt ab − etwa die abgebildete, automatisierte Fertigung mit Hilfe von Robotern − doch die

unterschiedlichen Systeme der einzelnen Abteilungen lassen sich in den meisten Fällen nur schwer vernetzen.

konfrontiert. Den weiterhin hohen Bedarf nach vernetzte

Steuerungssysteme zeigt eine Analyse des

nordamerikanischen Beratungsunternehmens CIM

Data: Das Beratungshaus schätzt, dass der CIM-

Markt allein im Jahr 2010 um 9,7 Prozent auf insgesamt

25,8 Milliarden US-Dollar gewachsen ist.

Als derzeit größte Anbieter in diesem Marktsegment

nennt eine Rangliste des Unternehmens Dassault

Sysèmes an erster Position, gefolgt von Autodesk,

Siemens PLM Software, PTC, SAP und Oracle.

Produktentwicklung: ‘just in time’

und auf den Kunden abgestimmt

Auch die Forderungen des Marktes von 1970 sind

heute noch aktuell: Der internationale Wettbewerb

verlangt von Unternehmen den Produktlebenszyklus

zu verkürzen, also schnell neue Varianten oder Produkte

zu entwickeln. Zudem sind in gesättigten

Märkten die Produkte austauschbar geworden, und

nur durch ständige Innovationen werden noch Wettbewerbsvorteile

erreicht. Eine weitere wichtige Forderung

des Käufer-Marktes sind kundenspezifische

Lösungen, die ‘just in time’ geliefert werden sollen.

Dieser Forderung steht beispielsweise der Automobil-

Zulieferbereich täglich gegenüber.

Kein fertiges Produkt, sondern

eine Strategie

In diesem Umfeld sollen CIM-Lösungen die Unternehmen

unterstützen, profitabler und schneller zu agieren.

Grundsätzlich stellen die Systeme Datenbanken

dar. Sie werden jedoch nicht als ein fertiges Produkt

verstanden, sondern als Strategie, um Unternehmensziele

zu erreichen und Kennzahlen zu generieren. Deshalb

passen Anbieter und IT-Abteilungen die Lösung

stets an die Strukturen im Unternehmen an. Häufig

enthalten die IT-Lösungen Abbildungen von Funktionen

wie Planung, Vertrieb, Einkauf, Fertigung und Entwicklung.

Diese betrieblichen Funktionen sind untereinander

vernetzt, um den Datenaustausch zu sichern.

Der Sinn dieser Vernetzung besteht in der effizienten

und zeitlich synchronisierten Verarbeitung sowie Verteilung

der Unternehmensdaten. Das Ziel lautet, Ressourcen

im Unternehmen optimal zu nutzen, um kos-

7


PLM Wissen Kompakt: Vernetzte Systeme

10 Schritte der digitalen Fertigung

In einem CIM-Fertigungsunternehmen sind alle Produktionsbereiche

vernetzt, von der Produktentwicklung im CAD-System

bis zur Verwaltung der Fertigprodukte im automatisierten

Waren- und Distributionszentrum. Ein vernetztes Computersystem

überwacht und steuert alle Prozesse.

1. Computer Aided Design (CAD): Die komplette Produktentwicklung

wird auf einem Computersystem realisiert.

2. Rapid Prototyping: Erste Produktmuster werden auf 3D-

Druckern anhand der CAD-Daten erstellt.

3. Automatische Kalkulation der Herstellkosten.

4. Automatisierter Einkauf: Ein Computer unterstützt

den Materialeinkauf.

5. Computer Aided Manufacturing (CAM): Software für

CNC-Produktionszentren wird automatisch erstellt.

6. Automatische Qualitätssicherung: Ein Computer prüft bei

spielsweise die Maßhaltigkeit gefertigter Teile.

7. Robotor-Montage: Der Zusammenbau der Einzelteile

erfolgt automatisiert.

8. Automatisierte Funktionskontrolle: Computer führen eine

vollständige Funktionskontrolle durch.

9. Automatisiertes Fertigteilelager: Produkte werden computergesteuert

eingelagert.

10. Automatisiere Auftragsabwicklung: Nach Eingang der Kundenbestellung

werden Lieferpapiere automatisch generiert.

Die Bestelldaten werden an die Buchhaltung überspielt.

tengünstig und termingerecht zu produzieren. Um

CIM besser zu verstehen und den Umfang der Vernetzungen

zu verdeutlichen, bietet sich die Betrachtung

des Informationsflusses von den einzelnen

Abteilungen in eine CIM-Lösung an. Dabei lassen

sich alle innerbetrieblichen Informationen auf

wenige, zentrale Informationsquellen verdichten:

• Produktinformation wie Zeichnungen,

Stücklisten oder Arbeitspläne

• Auftragsinformation, beispielsweise Stückzahl,

Autor

8 www.it-production.com

Kunde, Liefer- und Zahlungsbedingungen

• Personeninformation, wie Mitarbeiterdaten,

Arbeitszeiten oder Vergütung

• Maschineninformation, darunter Hersteller,

Wartungsintervalle und Störmeldungen

• Fertigungsinformation, zu denen Betriebsmittel

und Material zählen

• Finanzinformation, beispielsweise Zahlungen,

Forderungen und Verbindlichkeiten

Kennzeichen einer ‘Fabrik der Zukunft’ ist der durchgängige

Informationsfluss, bei dem alle an der Produktion

beteiligten Abteilungen vernetzt arbeiten.

Marktbeobachtungen zufolge sind jedoch die meisten

Betriebe noch weit von CIM entfernt. Waren zu Beginn

der 1970er Jahre die Erwartungen an CIM sehr

hoch, hat sich diese Euphorie inzwischen abgeschwächt.

Aktuell existieren in den meisten Unternehmen

zwar IT-Lösungen in den jeweiligen Abteilungen,

diese lassen sich aber meist nur schwer vernetzen.

Kurze Entwicklungszeiten,

schnelle Reaktion auf den Markt

Doch die Vorteile, die sich durch die Nutzung von

CIM-Ansätzen bieten, sind hoch: Bei durchgängigem

Informationsfluss ergeben sich durch die optimale

Nutzung von Fertigungskapazitäten Minimalkosten,

eine Reduktion der Lagerbestände, kurze Entwicklungszeiten,

die auf Marktveränderungen rasch ragieren,

verkürzte Lieferzeiten und konstante Qualität.

Die Nachfrage nach IT-Systemen, die die Arbeit von

Fachabteilungen verbinden, dürfte daher in absehbarerer

Zeit auf hohem Niveau bleiben. ■

www.arcweb.com

Thomas Menze ist Senior Consultant, European Operations bei der ARC Advisory

Group GmbH & Co. KG in Düsseldorf.


Aus technischer Sicht gibt es zwei zentrale Aufgabenbereiche,

die es im Rahmen der Einführung

eines Systems für das Produktlebenszyklusmanagement

(PLM) zu bearbeiten gilt. Zuerst müssen Datenmodelle

erstellt werden. Dabei liegt das Hauptaugenmerk auf

den Fragen, welche Daten während des Lebenslaufes

entstehen, welche Eigenschaften diese Daten haben

und wie sie voneinander abhängen. Als Ergebnis dieser

Analyse entsteht ein unternehmensspezifisches Datenmodell,

das im IT-System abgebildet wird. Der zweite

Aufgabenbereich umfasst das Erfassen von Geschäftsprozessen,

die im elektronischen Workflow-

Modul des PLM-Systems abgebildet werden sollen. Dabei

bietet sich Unternehmen die Chance, ihre Prozessinfrastruktur

im Rahmen der Systemeinführung kritisch

zu hinterfragen. Diese Gelegenheit nutzen viele

Unternehmen, oft synchronisieren Firmen die Umstellung

mit einem Business-Reengineering-Projekt.

Konfigurationsmanagement kann die Ausrichtung und

Umsetzung solcher Projekte unterstützen. Die Methode

beschreibt, wie ein Unternehmen Informationen und

Abläufe organisieren muss, um Korrekturmaßnahmen

im Entwicklungsprozess möglichst zu vermeiden.

Von den Produktinformationen

zum Geschäftsprozess

Für die Abbildung von Engineering- und Fertigungsprozessen

haben sich in der Industrie einige

Vorgehensmodelle etabliert. Als Basis bietet das

PLM Wissen Kompakt: Systemeinführung

Konfigurationsmanagement

für den Produktlebenszyklus

Bei der Einführung einer IT-Lösung für das Produktlebenszyklusmanagement bietet es

sich an, die Prozessstrukturen für die Produktentstehung im Unternehmen kritisch zu hinterfragen

und gegebenenfalls anzupassen. Als Basis für solche Überlegungen kann das

Configuration Management II dienen. Der Ansatz ergänzt ein bestehendes Lebenszyklusmanagement

mit dem Ziel, Nacharbeiten zu vermeiden.

Konfigurationsmanagement ein Modell, um funktionale

und physische Anforderungen an Produkte

zu identifizieren und zu dokumentieren, deren Änderungen

zu steuern und zu überwachen sowie die

Erfüllung der Anforderung durch das Produkt zu

überprüfen. Die Evolutionsstufe des Configuration

Management II (CMII) basiert auf dem traditionellen

Konfigurationsmanagement und geht noch

einen Schritt weiter: Das Modell betrachtet neben

den reinen Produktinformationen auch alle Daten,

die Einfluss auf Sicherheit, Qualität, Planung, Kosten,

Gesundheit und den Umweltschutz haben.

CMII bedient sich also der kompletten Geschäftsprozessinfrastruktur,

um Kosten und Aufwände für

unnötige Nacharbeit zu senken.

Mehraufwand durch unnötige

Nacharbeiten vermeiden

Nacharbeit entsteht, wenn ein Produkt nicht den

Anforderungen des Kunden entspricht. Oftmals setzen

dann Prozesse wie ‘Problem Report’, ‘Enterprise

Change Request’ oder ‘Enterprise Change Notice’

ein. Diese Abläufe im Änderungswesen stehen als

Bestandteil vieler PLM-Werkzeuge ‘Out-of-the-box’

oder mit Modifikationen für die Steuerung von Freigaben

und Änderungen von Dokumenten zur Verfügung.

Damit Nacharbeit gar nicht erst anfällt, stellt

CMII verschiedene Werkzeuge zur Verfügung. Darunter

finden sich Best-Practice-Methoden sowie Re-

9


PLM Wissen Kompakt: Systemeinführung

geln für ein effizientes Änderungsmanagement und

klare, knappe und gültige Anforderungen an das zu

produzierende Produkt. Außerdem unterstützt der

Ansatz die fortwährende Überprüfung der Konformität

der Entwicklungsergebnisse mit den Kundenanforderungen.

Konsequent eingesetzt kann die

Methode zur Vermeidung von Kosten für die Beseitigung

von Produktfehlern führen. Richtig beherrschbar

werden CMII-Prozesse aber erst mit ausreichender

Softwareunterstützung. Analysen von

Änderungsauswirkungen etwa − im CMII-Kontext

‘Impact Matrix’ genannt − lassen sich ohne Unterstützung

von PLM-Systemen nur mit hohem Aufwand

umsetzen. Auch Mehrfachverbauungen von

Baugruppen können in der Regel erst über Abfragen

im PLM-System schnell identifiziert werden. Der zuständige

Konfigurationsmanager kann dann sehen,

welchen Einfluss eine Änderung hat, und entscheiden,

was mit welchem Aufwand zu tun ist, um die

Änderungen vollständig umzusetzen. Der Umsetzungsplan

sollte dabei im Ressourcen- oder Projektmanagementmodul

des PLM-Systems erfolgen.

10 www.it-production.com

Anforderung und Produktstruktur

eindeutig verknüpfen

PLM-Lösungen enthalten als Kernfunktionalität die Abbildung

der Produktinformationen im Datenmodell. Im

CMII-Kontext ergeben sich allerdings neue Anforderungen.

Ein CMII-Grundsatz lautet beispielsweise ‘Anforderungen

führen – Komponenten folgen’. Demnach

ist es notwendig, Anforderungen mit dem jeweiligen

Produktstrukturelement, beziehungsweise der jeweiligen

Komponenten zu verbinden, die diese Anforderungen

erfüllen sollen. Hier kommen PLM-Datenmodelle

zum Tragen, die diese Verlinkung zwischen Anforderung

und Produktstruktur unterstützen und dem

Anwender so einen schnellen Überblick gewähren. Ein

weiteres CMII-Konzept lautet ‘Anforderung müssen

klar, knapp und gültig sein’. Denn erst eine klare Zuständigkeit

und ein eindeutiger Lifecycle-Status sorgen

für einen klaren Blick auf die Gültigkeit einer Anforderung.

Dieser Grundsatz wird durch PLM-Software in

verschiedener Hinsicht unterstützt: Die Zuständigkeit

wird aus dem Berechtigungskonzept des PLM-Systems

Einsatz des Configuration Management II im PLM: Eine strukturierte Verbindung zwischen Anforderungen und

Produktstrukturelementen legt die Basis für den Einsatz des Vorgehensmodells. Eine PLM-Software mit konfigurierbaren

Datenmodellen und konformen Prozessen vermeidet unnötige Aufwände.


gesteuert, in elektronischen Freigabe-Workflows wird

die Klarheit und Knappheit der Anforderung überprüft.

Die Aufgaben für die Prüfung und Freigabe werden

vom PLM-System an die verantwortlichen Mitarbeiter

in ihre Aufgabenverwaltung zugestellt, die dann ihre

Zustimmung durch eine Abstimmung erteilen oder verweigern.

Somit ist die Freigabe auditsicher klar dokumentiert

und der Lifecycle-Status der Anforderungen

kann entsprechend der Vorgaben durch die verantwortlichen

Mitarbeiter vom PLM-System gesteuert werden.

Eine ausgereifte IT-Lösung beschleunigt hier die

Durchlaufzeit immens und vermeidet hohe Aufwände

für die Abstimmung und Freigabe per Meeting, Telefon

oder E-Mail; das Gleiche gilt für die notwendig Dokumentation

der anfallenden Prozessschritte.

CMII-Baseline: Überblick für das

Lebenszyklusmanagement

Auch die Anordnung einer Produktstruktur − damit

ist die Zuordnung der verschiedenen Komponenten

eines Produktes gemeint − unterliegt im Konstruktionsprozess

dynamischen Veränderungen: Von der

frühen Konzeptphase bis hin zur Produktpflege für

Wartung und Service verändert sich die Produktstruktur

sowohl in der Tiefe als auch im Umfang.

Die Modellierung dieser unterschiedlichen Sichten

wird durch PLM-Software erheblich vereinfacht,

dabei sichert in der Regel ein rollenbasiertes Berechtigungskonzept

Zugriffe auf Produkt- und

Strukturdaten ab. Oft fällt im Zusammenhang mit

Produktstrukturen und CMII-Prozessen der Begriff

‘CMII-Baseline’. Der Ausdruck beschreibt, vereinfacht

gesagt, die bisher genannten Elemente der

Methode in einer tabellarischen Übersicht. Die Produktstruktur

und die darin verlinkten Dokumente

und Anforderungen werden dazu mit dem jeweili-

Autor

Christoph Golinski ist Senior Consultant bei der

DataSquare GmbH & Co. KG in Hamburg

gen Lebenszyklus-Status dargestellt. Nur mit entsprechender

Softwareunterstützung ist dabei zu erreichen,

dass zwischen zwei Sichten auf die Baseline

umgeschaltet werden kann: Zum einen ist dies

die Anzeige der bereits freigegeben Elemente der

Baseline, ‘Ist-Zustand’ oder ‘As-released-Baseline’

genannt. Die zweite Sicht − die ‘As-planned-

Baseline’ − bietet einen Blick in die Zukunft: Sie

zeigt, welche geplanten Änderungen bereits als

Problem Report, Enterprise Change Request oder

Enterprise Change Notice absehbar sind.

Ressourcen- und Projektplanung

im Softwaresystem

Dieser Überblick ist ohne PLM-System nicht mit vertretbarem

Aufwand herzustellen. Das Zusammenspiel

von implementierten Prozessen mit dem Datenmodell

erlaubt es, auf Knopfdruck diese Baselines darzustellen

und somit dem Konfigurationsmanager den notwendigen

Überblick zu geben. Arbeitspakete zur Umsetzung

geplanter Änderungen können somit sinnvoll

geplant werden und mithilfe der Ressourcen- und Projektmodule

im PLM-System angestoßen werden. Die

dabei berechneten Gültigkeiten für neue oder geänderte

Produktstrukturelemente fließen dann wieder in

die CMII-Baseline zurück und werden dort synchronisiert.

Für eine effiziente Umsetzung von CMII-Elementen

ist eine gute Unterstützung durch eine PLM-Software

daher unabdingbar. Aber auch aus Sicht des

PLM-Projektes gilt: PLM-Werkzeuge mit CMII-Prozessen,

Formularen, Regeln und Rollen nutzen die Synergien,

die sich aus dem Einsatz dieses Vorgehensmodells

ergeben, und können somit signifikant zum Gesamterfolg

eines PLM-Projektes beitragen. ■

.

www.datasquare.de

11


PLM Wissen Kompakt: Dokumentenverwaltung

Datentausch zwischen Geschäftsund

Entwicklungssystem

Oft benötigen Mitarbeiter verschiedener Bereiche Informationen aus der Entwicklungsabteilung.

Um diese Unterlagen bedarfsgerecht bereit zu stellen, bietet sich die Integration

von Produktlebenszyklusmanagement-Lösungen in das Geschäftssystem an. Denn der

Zugriff auf wichtige Daten des Enterprise Resource Planning über die Bedienoberfläche

des Entwicklungssystems kann Abläufe beschleunigen. Auf technischer Seite gilt es dabei,

Systemaufgaben klar zu trennen und auf korrekte Versionierung zu achten.

Marketing, Vertrieb oder Produktion sind häufig

auf Informationen aus Enterprise Resource

Planning-Systemen (ERP) und Produktlebenszyklusmanagement-Lösungen

(PLM) angewiesen.

Sie benötigen Kundendokumentationen, Machbarkeitsstudien,

Angebote, Einbauanleitungen und

Maschinenrichtlinien. Zur Unterstützung dieser Anforderungen

kann sich für Unternehmen die enge

Verbindung der beteiligten IT-Systeme lohnen. Eine

solche Strategie bedarf jedoch umfassender Prozessund

Anforderungsanalysen, um technische Umsetzung,

Nutzen und Ziel zu definieren. Die am weitesten

verbreiteten Methoden für die Integration stellen

dabei das Dateiaustauschverfahren und die direkte

Integration dar.

Dateiaustauschverfahren:

Niedriger Abstimmungsbedarf

Für die Integration von PLM-Lösungen in ein ERP-System

über das Dateiaustauschverfahren werden Metadaten

beziehungsweise Verweise zu neutralen Datenformaten

vom PLM- an das ERP-System übertragen.

Metadaten ergänzen beispielsweise Layout-Dateien

um Zusatzinformationen zu Dateiformat, Erstellungsdatum

und Zugriffsrechte und helfen so beim

schnellen Auffinden und Aufrufen der Originaldateien.

Als Grundlage dienen in der Regel vom PLM-

System generierte, einfach strukturierte Textdateien

im CSV-Format. Aktuelle PLM-Lösungen nutzen verstärkt

XML-Dateien, da dieser Datenaustauschstan-

12 www.it-production.com

dard zunehmend mehr Verbreitung findet. Auf der

Seite des empfangenden ERP-Systems muss ein Auslöser

feststellen, wann neue Informationen bereitstehen

und abzuholen sind. Die Systeme sind also lose

miteinander verbunden, und der Bedarf an Abstimmung

der Prozesse zwischen den IT-Lösungen fällt

vergleichsweise gering aus. Andererseits sind diese

Dateiaustauschprozesse fehleranfällig, was die Überwachung

durch einen Administrators nötig macht.

Zudem lassen sich Übertragungen nur asynchron realisieren:

Im PLM-System kann keine unmittelbare Reaktion

auf Datenänderungen im ERP-System erfolgen.

Direktintegration: Enger Abgleich

zwischen allen IT-Systemen

Bei der Direktintegration von parallelen PLM-Systemen

in ein ERP-System wird das PLM-System hingegen

so erweitert, dass sich ERP-Funktionen unmittelbar

aus dem PLM-System heraus aufrufen lassen.

Der Anwender greift über die Benutzeroberfläche

der PLM-Lösung auf das Geschäftssystem zu,

die Kommunikation geschieht synchron und unmittelbar.

Meldungen und Ergebnisse eines Funktionsaufrufes

können weiter verwendet werden,

nachdem sie im PLM-System verarbeitet wurden.

Zudem können Daten aus dem ERP-System zur Anzeige

im parallelen PLM-System zur Verfügung gestellt

werden. Das reduziert die Menge der redundant

gehaltenen Daten. Gleichzeitig unterstützt

dieses Vorgehen eine schnelle Prozessintegration.


Bei der Verwaltung produktrelevanter Informationen müssen verschiedene Fachabteilungen auf Daten aus der

Product Lifecycle Mangement- (PLM) oder Produktdatenmanagement-Lösung (PDM) zugreifen können.

Dokumentenverwaltung

im Geschäftssystem

Auch wenn das PLM- System in das Geschäftssystem

integriert wurde, haben beide Systeme unterschiedliche

Aufgaben. Die Daten entlang des Produktlebenszyklus

werden im PLM-Prozess erstellt und verwaltet. Dabei

stellt ein einheitlicher Zugriff auf die Informationen

durch alle Anwender einen wichtigen Gesichtspunkt für

den Erfolg von Unternehmen dar. Zu den Kernelementen

von PLM gehören Teile- und Stücklisten sowie Dokumente.

Teile- und Stücklisten werden auch im ERP-

Prozess verwendet. Dokumente − Zeichnungen, 3D-

Modelle in ihrem nativen Format oder Konstruktionsstücklisten

− verbleiben hingegen in der Regel in der

PLM-Datenbasis. Sie beschreiben Elemente, die von verschiedenen

Autorensystemen erzeugt werden, etwa

von CAD-Programmen. Gängige CAD-Systeme umfassen

jedoch eine ERP-Integration, die eine Einbettung

der ERP-Datenverwaltung in die CAD-Applikation bewirkt.

Seitens des Geschäftssystems ist es dabei sinnvoll,

lediglich Metadatenobjekte anzulegen, um Dokumente

recherchierbar und nutzbar zu halten. Die ERP-

Dokumentenverwaltung sollte daher die Datenbank-

verwaltung der zugehörigen Metadaten sowie die

Datei- oder Oringinalverwaltung unterstützen. Dazu gehören

neben Dokumentennummer, Teildokument und

Dokumentenart auch Versionsmerkmale. Damit lassen

sich historische Zusammenhänge zwischen Dokumenten

speichern und der Zustand von Produkten jederzeit

reproduzieren. Zusätzlich sollte das Geschäftssystem

auch die Statusverwaltung von Dokumenten gestatten,

um den Bearbeitungszustand abzubilden und die Verwendung

der Dokumente zu steuern. Zur Lenkung des

Informationsflusses gehört außerdem ein Berechtigungskonzept,

bei dem der Dokumentenstatus steuernde

Eigenschaft hat. Dadurch sehen zum Beispiel bestimmte

Abteilungen nur für sie freigegebene Dokumente,

ein Sperrstatus kann die Veränderung von abgelegten

Informationen im System verhindern. Im technischen

Umfeld werden neben einstufigen Dokumenten

− beispielsweise Office-Dokumente − auch verknüpfte

Dokumente erzeugt. Diese Verknüpfungen

stellen die Beziehung zwischen Einzelteilen und Baugruppen

dar. Alle Aktionen, die Dateibearbeitung und

den Zugriff auf wichtige PLM-Objekte wie Artikelstamm

und Teilestückliste umfassen, sollten durch eine Bedienoberfläche

im ERP-System steuerbar sein.

13


PLM Wissen Kompakt: Dokumentenverwaltung

Geschäftsvorteile durch Integration: Produktdaten aus dem PDM/PLM und Planungs- und Produktionsdaten aus

dem ERP-System bilden die Basis für aktuelle, vollständige und widerspruchsfreie Prozessdaten.

Verwaltung produktrelevanter

Informationen

Forschung und Entwicklung zeichnen sich durch einen

hohen Projektcharakter aus. In diesen Abteilungen sind

häufige Änderungen dem Erfordernis ständiger Innovation

geschuldet. Während einer Entwicklungsphase

werden Ideen dokumentiert, verworfen oder modifiziert.

Moderne PLM-Systeme unterstützen diesen dynamischen

Prozess und halten die Produktdaten vor.

Eine andere Aufgabe hat das ERP-System zu erfüllen:

Es muss die Planungs- und Produktionsdaten bereitstellen.

Auf Basis der digitalen PLM-Produktdaten koordiniert

das Geschäftssystem Produktionsplanung und

-steuerung. Mit den aus Entwicklung und Konstruktion

angereicherten Teilestammdaten und Stücklisten, sowie

den eingehenden Aufträgen aus Vertrieb und Verkauf

erfolgen Mengen-, Termin- und Kapazitätsplanung

Autor

14 www.it-production.com

Michael Mannek, Marketing

ComputerKomplett ASCAD

sowie Beschaffung von Material und Zukaufteilen. Teilestammdaten,

Zeichnungen und Stücklisten, die in der

Produktentwicklung oder Auftragskonstruktion entstehen,

müssen für die Produktionsplanung über das

ERP-System verwendbar sein. Je nach technologischer

Plattform werden zudem Teilestammdaten aus dem

Produktdatenmanagement (PDM) durch Anreicherung

zu ERP-Artikelstammdaten und PLM-Produktstrukturen

zu ERP-Stücklisten. Eine klare Trennung in der Anwendung

zwischen PDM- und ERP-System entlang des gesamten

Produktentstehungsprozesses ist dabei nicht

zwangsläufig die zielführende Lösung. Das deutet darauf

hin, dass Systemfunktionalität künftig in einem

einzigen unternehmensweiten digitalen Informationswerkzeug

verschmelzen werden − unabhängig von

den darunter liegenden Basistechnologien. ■

www.computerkomplett.de


Marktübersicht

PLM-Anbieter

In der folgenden Marktübersicht stellen PLM-Systemanbieter ihre aktuellen Produkte vor. Nur ein ausgewähltes Spektrum abgefragter

Spezifikationen und eine begrenzte Anzahl an Firmenein trä gen haben an dieser Stelle Platz. Alle Einträge basieren auf den Angaben der

jeweiligen Firmen, die Unternehmen sind für den Inhalt ihrer Einträge selbst verantwortlich. Detaillierte Informationen und Vergleichsmöglichkeiten

bietet die ständig aktualisierte und ausführliche Marktübersicht unseres Online-Magazins IT&Production. Hier können Sie einzelne Systeme

direkt vergleichen und eine systematische Auswahl treffen.

Anbieter Internet-Adresse Produkt

Across Systems GmbH www.across.net Across Language Server

Aras www.aras.com ARAS Innovator

ARC Solutions GmbH www.arcsolutions.de Teamcenter

Axavia Software GmbH www.axavia.com Axavia PLM

B.I.M.-Consulting mbH www.bim-consulting.de PDV

BCT Technology AG www.bct-technology.com Teamcenter Unified Architecture

BCT Technology AG www.bct-technology.com Teamcenter Express

Cadbas GbmH www.cadbas.de Part Explorer, iMechX, 3DSearchIT: Teilevielfaltmanagement

Cadenas GmbH www.cadenas.de Part Solutions - Das Strategische Teilemanagementsystem

Cenit AG www.cenit.de Catia SAP Integration

Cenit AG www.cenit.de SAP Product Lifecycle Management

Cenit AG www.cenit.de Catia, Enovia, Delmia, Simulia, Dymola, 3DVIA

Cideon Software GmbH www.cideon-software.com SAP PLM Integrationen für CAD

Cideon Software GmbH www.cideon-software.de Cideon Output Management

Cideon Software GmbH www.cideon-software.de Cideon Conversion Engine für SAP

Comos Industry Solutions GmbH www.comos.com Comos

Computer Komplett Asacd GmbH www.ascad.de Teamcenter

Computer Komplett Asacd GmbH www.ascad.de SAP

Computer Komplett Asacd GmbH www.ascad.de Model Manager

Computer Komplett Steinhilber Schwehr AG www.computerkomplett.de Teamcenter PLM

Conmatix GmbH www.conmatix.de Unigraphics NX, Teamcenter

Contact Software GmbH www.contact.de CIM Database

Dassault Systèmes Deutschland GmbH www.3ds.com/de Version 6

Datasolid GmbH www.datasolid.com Smarteam, Caddy++ PDM

Datasquare GmbH & Co. KG www.datasquare.de Aras Innovator

Drei De AG www.dreide.ch Teamcenter / Teamcenter Express

Drissler + Plaßmann GmbH www.dp-gmbh.com Velocity Series von Siemens PLM

DSC Software AG www.dscsag.com Engineering Control Center

ECS GmbH www.ecs-gmbh.de E-Center Suite

Eplan Software & Service www.eplan.de Eplan-Plattform / Engineering-Center

Eplan Software & Service www.eplan.de/autodesk Autocad Inventor

F&M Consulting www.flexpo.de Flexpo PLM

Facton GmbH www.facton.com Facton

16 www.it-production.com

www.it-production.com


Allgemeine Funktionen/PDM Projektmanagement Produktion

Produktstrukturverwaltung

3D-Baugruppen-Verwaltung

Produktkonfiguration

Stücklistenmanagement

Versionsmanagement

Variantenmanagement

Bauteilklassifikation

Druckmanagement

Kostenmanagement

Langzeitarchivierung

Zugriffsverwaltung

Collaboration Tools

Workflowmanagement

Dokumentenverwaltung

Projektmanagement

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Unterstützung von EAI

BPM-Tools

Fabrikplanung

Produktionssteuerung

17

Simulation und Modellierung


Marktübersicht

PLM-Anbieter

Die hier präsentierten Firmen sind selbst für ihren Eintrag verantwortlich.

Anbieter Internet-Adresse Produkt

FHJK Group GmbH www.fhjkgroup.de Dimanos

GUS Group AG & Co. KG www.gus-group.com GUS-OS ERP

IBS AG www.ibs-ag.de IBS:MES

ICP Solution GmbH www.icpsolution.com Oracle´s Agile PLM Engineering

Ifakt GmbH www.ifakt.de Integrated Manufacturing Solution (IMS)

IFS Deuschland GmbH & CO. KG www.ifsworld.com IFS Applications

IFS Deuschland GmbH & CO. KG www.ifsworld.com

IFU Hamburg GmbH www.umberto.de Umberto - know the flow.

Integral Systemtechnik GmbH www.isMsystem.de Proalpha von ISM

Itelligence AG www.itelligence.de SAP PLM

Keytech Software GmbH www.keytech.de Keytech PLM

Lectra Deutschland GmbH www.lectra.com/en/fashion_plm Lectra Fashion PLM

LTE Consulting GmbH www.lte.de PDM9000

Oracle Deutschland B.V. & Co. KG www.oracle.com/plm Agile PLM

PBU CAD-Systeme GmbH www.pbu-cad.de Teamcenter Express

PBU CAD-Systeme GmbH www.pbu-cad.de Enovia Smarteam

PDM technology Aps www.pdmtechnologygroup.com Bluestar PLM

Perspectix AG www.perspectix.com PX5

Piterion GmbH www.piterion.com Selectbest

Plan Software GmbH www.plansoft.de Easybat

Procad info@procad.de Pro.file

PTC GmbH www.ptc.com Windchill 10

SAP Deutschland AG & Co. KG www.sap.de/plm SAP Product Lifecycle Management

Siemens Industry Software GmbH & Co. KG www.siemens.com/plm Teamcenter

Simplan AG wwww.plant-simulation.de Plant Simulation

Solid System Team GmbH www.solid-system-team.de Teamcenter Express

Solidline AG www.solidline.de Porta-X

Steeb Anwendungssysteme GmbH www.steeb.de SAP Product Lifecycle Management

T-Systems International GmbH https://servicenet.t-systems.de COM/FOX - 3D Data Conversion

Tesis PLMware GmbH www.tesis.de/plmware Teamcenter Gateway for Oracle EBS (T4O)

Tesis PLMware GmbH www.tesis.de/plmware Teamcenter

Tesis PLMware GmbH www.tesis.de/plmware Teamcenter Gateway for Enterprise Applications (T4EA)

Tesis PLMware GmbH www.tesis.de/plmware Teamcenter Gateway for SAP (T4S)

Transcat PLM GmbH www.transcat-plm.com V6

Transcat PLM GmbH www.transcat-plm.com Catia

Transcat PLM GmbH www.transcat-plm.com Q-Checker

Transcat PLM GmbH www.transcat-plm.com Simulia

Transcat PLM GmbH www.transcat-plm.com 3DVIA

USB GmbH www.usb-muc.de Aras Innovator

Zuken GmbH www.zuken.com DS-2

18 www.it-production.com


Allgemeine Funktionen/PDM Projektmanagement Produktion

Produktstrukturverwaltung

3D-Baugruppen-Verwaltung

Produktkonfiguration

Stücklistenmanagement

Versionsmanagement

Variantenmanagement

Bauteilklassifikation

Druckmanagement

Kostenmanagement

Langzeitarchivierung

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Zugriffsverwaltung

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Collaboration Tools

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Workflowmanagement

Dokumentenverwaltung

Projektmanagement

Unterstützung von EAI



BPM-Tools

Fabrikplanung

Produktionssteuerung

19

Simulation und Modellierung


Bild: Fotolia/olly

PLM Wissen Kompakt: Datenanalyse

IT-Systeme mit Business Intelligence verbinden

Grundlagen für fundierte

Entscheidungen

Entscheidungen in der frühen Entwicklungsphase

haben erheblichen Einfluss auf die Kosten

und den Markterfolg eines Produkts. Werden

schon zu Beginn die richtigen Weichen gestellt, kann

ein Unternehmen enorme Wettbewerbsvorteile gewinnen.

Eine vollständig integrierte Produktentwicklung

kann die Voraussetzung für fundierte Entscheidungen

liefern, die nicht allein auf Grundlage

technischer Spezifikationen und Kostenprognosen

getroffen werden, sondern auch die Machbarkeit in

den Bereichen Herstellung, Funktionstests, Wartung

sowie die spätere Umweltverträglichkeit frühzeitig

berücksichtigen. Die Investition in ein durchgehendes

Product Lifecyle Management-System (PLM) kann

sich also lohnen. Doch in der Praxis bestehen in vielen

Unternehmen ‘Informationssilos’, häufig kommen

spezialisierte Systeme beispielsweise für Sup-

20 www.it-production.com

Die Entwicklung und erfolgreiche

Einführung innovativer

Produkte und Dienstleistungen

zählt zu den primären

Zielen global agierender Unternehmen.

Die Erweiterung

von Product Lifecycle Management-Software

durch

Analysefunktionen kann Unternehmen

dabei unterstützen,

ihre Innovations- und

Produktentwicklungsprozesse

zu optimieren und somit neue

Produkte schneller auf den

Markt zu bringen.

ply Chain Management (SCM) und Customer Relationship

Management (CRM) zum Einsatz, die weitgehend

unabhängig vom PLM-Prozess arbeiten. Ein

funktionsübergreifender Innovationsprozess benötigt

dagegen umfangreiche Informationen aus verschiedenen

Bereichen, etwa zu Marktpotenzial,

technischer Machbarkeit und zu erwartender Profitabilität.

Angaben über Alleinstellungsmerkmale

des Produktes und den Beitrag zur Unternehmensstrategie

ergänzen diese Datenbasis.

Business Intelligence erschließt

verteilte Datenquellen

Durch den zunehmenden Wettbewerbsdruck kann

die Produktentwicklung nicht mehr isoliert betrachtet

werden. Daten aus anderen Unterneh-


mensbereichen, aufbereitet

durch Business Intelligence-

Anwendungen, können Unternehmen

daher einen

deutlichen Mehrwert in

puncto Schnelligkeit, Effizienz

und Qualität liefern.

Durch die Verknüpfung unterschiedlicher

Datenquellen

greifen alle Beteiligten von

Beginn an auf einheitliche

Produktinformationen zurück

– von der ersten Idee

über das Design bis hin zur

Übergabe an Fertigung und

Service. Die Aufgabe von

Business Intelligence ist es

dabei, die richtigen Informationen

an den richtigen Anwender

zur richtigen Zeit zu

liefern. In der Integration von Product Lifecycle

Management mit Business Intelligence (BI) steckt

ein großes, bisher weitgehend ungenutztes Potenzial

für Unternehmen. Allerdings verlangen die

meisten BI-Anwendungen vom Anwender , seine

gewohnte Arbeitsumgebung zu verlassen, um auf

die benötigten Informationen zuzugreifen. Die

meisten Nutzer sind jedoch schlichtweg zu beschäftigt,

um aufwendige Auswertungen in einem

anderen System zu erstellen, mit dem sie zudem

womöglich nicht sonderlich vertraut sind. Optimal

ist demnach eine Lösung, die sich in die bestehende

Arbeitsumgebung integrieren lässt. Dies

spart Zeit und hilft den Anwendern, produktiver zu

arbeiten.

Eingebettete und kontextsensitive

Analysefunktionen

Erste PLM-Lösungen verfügen bereits über eingebettete

und kontextsensitive Analysefunktionen

um Daten aus anderen Systemen – etwa CRM,

SCM, Einkauf oder aus dem Internet – zur Verfügung

zu stellen. Über festgelegte Nutzerrollen können

so beispielsweise Designer, Ingenieure und

Beispiel für eingebettete Analysefunktionen im PLM-System: Technische Produktdaten

werden um grafisch aufbereitete Informationen zu Produktabsätzen und

Analysen zur Produktqualität ergänzt.

Produktmanager in täglichen Entscheidungsprozessen

auf analytische Informationen zugreifen,

seien es Lieferantenlisten, Bauteilkosten oder Reklamationsstatistiken.

So kann jeder Nutzer fundierte

Entscheidungen treffen, und dabei neben

seinem Bereich auch den Kontext im Blick behalten.

Für den Umgang mit sensiblen Informationen

wie Designspezifikationen oder Testdaten sollten

Berechtigungskonzepte regeln, wer auf welche

Analysen zugreifen darf.

Controlling im Portfolio- und

Projektmanagement

Entwicklungsprojekte sind meist sehr komplex und

von langer Dauer. Deshalb benötigen Projektmitglieder

Software, die sie dabei unterstützt, diese

Projekte zu überwachen und zu steuern: Sie liefert

Informationen, ob Projekte innerhalb der Zielvorgaben

liegen, geben Aufschluss über den Projektstatus

sowie zu Projektkosten und Zeitplänen. Portfolio-

und Projektmanagementlösungen sind geeignete

Werkzeuge, um Ideen und Strategien mit

den erforderlichen Projektdaten, Workflows und

Geschäftsprozessen zu verknüpfen. Dies ermög-

21

Bild: SAP AG


PLM Wissen Kompakt: Datenanalyse

licht Unternehmen eine bessere

Kontrolle über ihre Projekte,

Prozesse, Produkte

und Services. Damit die Fülle

an Projektdaten Nutzer nicht

überfordert, liefern personalisierte

Analysen und flexible

Benutzeroberflächen einen

erheblichen Mehrwert,

indem sie durch die klare

Aufbereitung komplexer Informationen

eine schnelle

Entscheidungsfindung unterstützen.

Denn große Datenvolumen

in der Produktentwicklung

sind heute keine

Seltenheit. In-Memory-

Technologie unterstützt

schnelle und flexible Analysen.

Global agierende Unternehmen

können mehrere

tausend Entwicklungsprojekte im Portfolio haben.

Ein Entwicklungsprojekt betrifft in der Regel verschiedene

Produktvarianten und mehrere Zielmärkte

– das Datenvolumen vervielfacht sich also.

In-Memory-Technologie erlaubt es, auch sehr

große Datenmengen direkt aus der operativen Anwendung

zu analysieren.

In-Memory-Technologie

unterstützt schnelle Analysen

Realisierbar wird dies, weil die Daten nicht von Speichermedien

kommen, sondern direkt im Arbeitsspeicher

(RAM) verarbeitet werden. Das bedeutet

einen deutlichen Anstieg der Rechenleistung: Bis zu

360 Millionen Datensätze lassen sich in knapp einer

22 www.it-production.com

Eingebetteten Analysefunktionen lassen sich auch für das Management komplexer

Projekte einsetzen. Dabei profitieren aktuelle Lösungen auch von der in

den letzten Jahren merklich gestiegenen Leistung von Hard- und Software.

Autoren

Sekunde auswerten. Mithilfe der In-Memory-

Technologie und entsprechenden Analyseanwendungen

lassen sich neue Planungs- und Controllingansätze

verwirklichen, beispielsweise um Kennziffern

in bisher nicht gekannter Detailschärfe zu

analysieren. Flexible Analysendaten können unter

verschiedenen Aspekten betrachtet werden. Im Bereich

Portfolio- und Projektmanagement lassen sich

so beispielsweise Investitionsentscheidungen simulieren,

um nicht nur den Wert des Portfolios zu maximieren,

sondern auch eine Balance nach Risiko-

Nutzen, Produktkategorien, Innovationsgrad, Einführungstermin

und Zielmärkten in Betracht ziehen

zu können. ■

www.sap.com/plm

Dr. Norbert Enge arbeitet im Fachbereich Business Transformation

Services bei der SAP Deutschland AG & Co. KG,

Nadine Hülsen ist im Solution Marketing SAP PLM

bei der SAP AG tätig.

Bild: SAP AG


effizienz

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Bild: Fotolia/Stauke

PLM Wissen Kompakt: Methoden und Konzepte

Referenzmodell für die Produktionsplanung

Durchgehende Koordination von

Entwicklung und Produktion

Der Produktionsstart steht immer fest − unverrückbar.

Bevor jedoch ein neues Produkt in Serie

gehen kann, sind in der Planung viele Aufgaben

zu lösen. Wie soll die künftige Montage ablaufen, die

Logistik organisiert und wie die neue Produktvariante

in die bestehende Produktion integriert werden? Gerade

in der komplexen Übergangsphase von Konstruktion

zur Produktion zeigen bestehene Produktionsplanungsprozesse

mit ihren vielfältigen Disziplinen

ein unabgestimmtes und vielfach abteilungszentriertes

Bild. Ähnliches gilt für die IT-Unterstützung:

Während in Konstruktion und Produktion häufig

durchgängige Softwaresysteme eingesetzt werden −

etwa für die computerunterstützte Konstruktion, das

Produktlebenszyklusmanagement (PLM) oder die

Produktionsplanung − erweisen sich Planungswerkzeuge

im Übergangsbereich des Digital Manufacturing

immer noch als Insellösungen. „Die gewonnenen

Ergebnisse müssen immer wieder in neue For-

24 www.it-production.com

Medienbrüche bei der Übergabe

von Planungsdaten an

die Produktion können zu

verlängerten Planungszeiten

und Doppelarbeit führen. Um

diesen Prozess zu verbessern,

haben sich Fertiger und Forschungsinstitutezusammengeschlossen.

Schritt für Schritt

werden Herangehensweisen

erarbeitet, um Industrieunternehmen

und Softwareherstellern

gleichermaßen Hilfestellungen

für die Erstellung

geeigneter IT-Lösungen zu

liefern.

mate transformiert werden”, erläutert Tobias Riegmann,

Mitarbeiter bei Daimler Truck im Bereich Digital

Factory Powertrain. „Und dieses umständliche

Herauslesen und wieder Eingeben ist nicht nur fehleranfällig,

sondern macht im Endeffekt sogar den

Mehrwert der digitalen Fabrik zunichte.” Der Grund

dafür liegt oft in über viele Jahre hinweg gewachsenen

Planungsstrukturen − und weil diese nur sehr

aufwändig zu ändern sind, scheuen viele Unternehmen

eine Neugestaltung. „Das lokale Optimum ist jedoch

der Feind des Gesamtoptimums”, sagt Nils Macke,

Leiter des Bereiches Fabrikdatenorganisation bei

der ZF Friedrichshafen AG. Bei dem Hersteller von Antriebs-

und Fahrwerktechnik waren die Planungsprozesse

in der Vergangenheit vor allem durch eine

Linienorganisation geprägt, sie sind daher auf Kostenstellen

bezogen und oft unübersichtlich. „Eine

übergreifende Planungstechnik erfordert aber die Zusammenarbeit

vieler Disziplinen, von der Entwicklung


is hin zum Facility Management”, erklärt Macke. Außerdem

hätten Untersuchungen gezeigt, dass bei den

bestehenden Strukturen gut ein Drittel der Planungszeit

allein für die Informationsbeschaffung benötigt

wird. Eine solche Arbeitssituation führt auch

insgesamt zu ineffizienten Planungsabläufen mit

redundanten Vorgängen, Doppelarbeit, Übertragungsfehlern

und unvollständigen Informationen.

Planungsprozesse über Disziplinen

hinweg standardisieren

Um dieser Problematik zu begegnen, hat der Prostep

IVIP Verein im Jahr 2009 die Projektgruppe ‘Digital

Manufacturing’ ins Leben gerufen. Sie besteht aus

sechs industriellen und vier wissenschaftlichen Projektpartnern

und hat mittlerweile einen einheitlich

definierten und durchgängigen Referenzplanungsprozess

entwickelt. Im Jahr 2010 erschien dazu ein

Thesenpapier und im Februar 2011 die Empfehlung

‘Modern Production Planning Processes’. „Dieser Referenzprozess

integriert die unterschiedlichen Planungsdisziplinen

und unterstützt eine standardisierte

und durchgängige Planung als Bindeglied zwischen

Entwicklung und Produktion”, beschreibt Stefan Rulhoff,

Projektkoordinator bei Prostep, die Vorteile. Mit

dieser Idee begannen Daimler und ZF, ihre unternehmens-

und standortspezifischen Planungsprozesse

abzugleichen, um Synergieeffekte zu nutzen.

Produktionsplanung im Fokus

Einheitliche Begriffswelt

erleichtert die Projektarbeit

Als Nils Macke im Jahr 2009 − noch unabhängig von

der Projektgruppe − die ersten Schritte zur Optimierung

der Produktionsplanungsprozesse bei ZF machte, stieß

er zunächst auf Widerstand. „Das hat sehr viel Zeit und

Geld gekostet, denn wenn jemand Prozesse in einem

großen Unternehmen verändern will, stößt er auf gewachsene

Strukturen und auf Mitarbeiter oder Kollegen,

die dazu neigen, bestehende Prozesse beibehalten

zu wollen.” Denn an einem Projekt sind immer

viele Disziplinen beteiligt, deren Gedanken- und Begriffswelten

zunächst vereinheitlicht werden müssen.

Und die Klärung dieser Begriffe verschlingt nach Aussagen

von Macke viel Zeit. Diese Erfahrung verdeutlicht,

weshalb heute die Empfehlung des Vereins als Ausgangsbasis

für den Produktionsplaner wichtig ist: Eine

Projektgruppe kann so unabhängig von Abteilungen

und Begriffswelten ihre Arbeit beginnen und im Spiegel

branchenüblicher Best-Practices die Basisfunktionen

im Unternehmen bewerten. Außerdem eignet sich das

Dokument als Leitfaden, um Planungsprozesses sicherer

zu modellieren. Basis der Empfehlung bildet ein Referenzprozess,

den Industrieanwender auf Grundlage

ihrer praktischen Erfahrungen entwickelt haben. Die jeweiligen

Einzelprozesse wurden dabei zu logischen, im

Netzwerk verknüpften Abläufen zusammengefasst. Das

Referenzmodell beschreibt den Anfangszustand und

Um den digitalen Weg eines Produktes von der Konstruktion bis in die Fertigung zu gestalten, hat der Prostep IVIP Verein im

Jahr 2009 die Projektgruppe 'Digital Manufacturing' ins Leben gerufen. Die Arbeitsgruppe fokussiert auch die Standardisierung

von Planungsabläufen, die beteiligten Unternehmen aus Industrie und Forschung haben ihre Erfahrungen in einem Referenzprozess

zusammengefasst. Die Grundlage dafür bildet ein Produktionsplanungsprozess, der systematisch und unternehmensunabhägig

nach genormten Methoden beschrieben wurde. Nach dieser Definition verbindet der Produktionsplanungsprozess

Konstruktion und Fertigung, beginnt mit der Produktentwicklung in der Konstruktionsabteilung und endet spätestens mit dem

Ende der Produktion des Produkts. Hinsichtlich des zeitlichen Ablaufs beeinflussen die Phasen Vor-, Konzept-,

Grob- und Feinplanung den Planungsprozess. Zusätzlich durchdringen die Planungsdisziplinen − darunter Fertigungsplanung,

Montageplanung, Logistikplanung und Layoutplanung − die Planungsabläufe. Diese Disziplinen greifen in unterschiedlichen

Planungsphasen und sind unter Umständen unterschiedlich strukturiert, entsprechend der jeweils zu lösende Aufgabe und den

freigegebenen Daten, abhängig von der jeweiligen Konstruktionsphase. Weitere Informationen dazu liefert die Prostep IVIP-

Recommendation ‘PSI 8 - Digital Manufacturing : Modern Production Planning Processes’.

25


PLM Wissen Kompakt: Methoden und Konzepte

den zu erzielenden Endzustand. Fragen zu Methoden,

um praktisch zu den gewünschten Ergebnissen zu gelangen,

bleiben offen - das gleiche gilt für die Beschreibung

besonders erfolgreicher Vorgehensweisen.

Planungsvorteile durch

Methodenkompetenz

Diesen Aufgaben widmet sich der der zweite Projektabschnitt.

Anfang 2011 begann die Projektgruppe,

mögliche Methoden für jede Planungsaktivität zusammenzutragen,

um auf dieser Basis Best-Practice-

Lösungen vorzuschlagen. Als Quelle nutzt der Verein

unter anderem Produktionssysteme, deren Methoden

und Prinzipien zur Optimierung von Fertigungsprozessen

dienen, wie etwa das von Toyota. Was strukturiertes

Vorgehen leisten kann, zeigt ein Beispiel: Ein einfacher

Arbeitsplan mit Dreh-, Bohr- und Fräsfunktionen

26 www.it-production.com

kann schnell durch ‘copy and paste’ aus vorhandenen,

ähnlichen Plänen zusammengestellt werden. Wenn jedoch

schon während des Entwicklungsprozesses Methoden

wie ‘design for manufacturing’ in interdisziplinären

Workshops berücksichtigt werden, können im

Vorfeld kostengünstige Fertigungsverfahren gefunden

werden. So entsteht schon früh ein Vorab-Arbeitsplan,

auf dessen Basis erste Investitionen geplant werden

können. Ähnliches gilt für das ‘design for assembly’, in

dem bereits während der Kostruktionsphase Montagevorgänge

betrachtet werden. Auch den Materialfluss

gilt es in diesem Planungsschritt zu simulieren: Wie

muss eine Linie aufgestellt werden? Wie stark wird sie

frequentiert oder kann sie auch noch durch andere Produkte

ausgelastet werden? Nur auf der Basis effektiver

Planungsmethoden lassen sich später hohe Investitionsvolumina,

wie sie etwa für Fertigungs- oder Montageanlagen

nötig sind, auch rechtfertigen.

Auch wenn in Produktentwicklung und Produktion oft ausgereifte Softwaresysteme eingesetzt werden − in den

dazwischen liegenden Bereichen des Digital Manufacturing herrschen oft noch Insellösungen vor.

Quelle: Klauke


Werkzeuge für umfassende

Prozessbetrachtung

Die Suche nach der optimalen Methode war für den

Automobilhersteller Daimler eines der Hauptmotive,

sich an der Gründung der Projektgruppe zu beteiligen

und als Industriepate das Projekt zu unterstützen, obwohl

das Unternehmen bereits mit eigenen Planungsinstrumenten

arbeitet. „Wir wissen natürlich, dass

damit nicht überall der Stein der Weisen schon gefunden

ist. Wo gibt es Planungsaktivitäten und Methoden,

die noch zu entdecken beziehungsweise verbessern

sind?”, erläutert Riegmann. „Wir haben deshalb

in der Projektgruppe zuerst alle für eine Planungsaktivität

möglichen Methoden zusammengeführt. Solch

eine umfassende Betrachtung gab es bisher noch

nicht.” Produktionsplaner will die Projektgruppe dabei

unterstützen, je nach Bedeutung oder Umfang ihrer

Aufgabenstellung die geeignete Vorgehensweise auszuwählen.

Dazu ordnet beispielsweise ein Montageablaufplan

oder ‘assembly priority chart’ alle notwendigen

Montageschritte in einer logischen Reihenfolge. Zur Erstellung

dieser Übersicht bieten sich bei komplexen Problemen

sowohl interdisziplinäre Workshops wie auch

Zerlegungs- beziehungsweise Zusammenbau-Untersuchungen

mithilfe eines ‘digital mockup’ an. Solche

standardisierten Methode lassen sich auch bei anderen

Planungsaktivitäten einsetzen. Interdisziplinäre Workshops

etwa eigenen sich auch für die Erstellung von

Fertigungskonzepten oder die Ermittlung des Platzbedarfs

bei einer Layoutplanung. „Die Zielsetzungen und

die Teilnehmer dieser Workshops sind dabei natürlich

nicht immer identisch − die Gestaltung und Durchführung

schon”, berichtet Tobias Riegmann. Zudem sinke

durch den Einsatz standardisierter Methoden die Einarbeitungszeit.

Forderung nach standardisierten

Schnittstellen

Mit der dritten Phase hat sich die Projektgruppe für das

Jahr 2012 die Bewertung von auf dem Markt erhältlichen

Software-Werkzeugen auf die Agenda gesetzt.

Entlang des gesamten Planungsprozesses sollen so Lücken

der IT-Unterstützung identifiziert werden, als Bewertungsgrundlage

dient die Qualität der Schnittstellen

zwischen Unternehmensprozessen. Daran arbeiten

in der Projektgruppe unter anderem Siemens PLM und

Dassault Systèmes. Als Ergebnis aus der Projektarbeit

will der Verein ein Rahmenwerk für Systemanbieter liefern,

das die Entwicklung neuer Software und Systemerweiterungen

unterstützt. Dabei stehen das Abbilden

von Planungsprozessen beziehungsweise Best-Practice-

Methoden im Vordergrund. Denn obwohl viele Softwarehäuser

Lösungen aus einer Hand anbieten schätzt

Macke, dass Unternehmen in der Praxis zuerst ihre vorhandene

Softwarelandschaft nutzen und nach der Bedarfsermittlung

eher einzelne Module einführen. Daher

sollten Softwarehersteller standardisierte Schnittstellen

entwickeln, um die Aufwand von Neuprogrammierung

etwa bei Software-Updates zu vermeiden. Die Entwicklung

eines durchgängigen Referenzprozesses und

damit die Standardisierung aller Abläufe und Methoden

soll Systemanbietern den Bedarf nach Standardlösungen

aufzeigen. Denn erst eine einheitliche Schnittstellenlandschaft

gestattet Serienfertigern, den Bereich

des Digital Manufacturing in Zukunft mit geeigneten

IT-Werkzeugen durchgängig zu gestalten. ■

www.prostep.org

Udo Mathee arbeitet als freier Fach- und

Wissenschaftsjournalist in Coesfeld.

Autor

27


PLM Wissen Kompakt: Produktdesign

Differenzierung durch eingebettete Systeme

Smarte Produkte:

Herausforderung für Hersteller

Ob Steuerungstechnik im Maschinenbau, Kühlschränke mit inhaltsabhängiger Temperaturregelung

oder mitdenkende Fahrerassistenz-Systeme − die so genannte Intelligenz von

Produkten nimmt immer mehr zu. Hersteller solcher ‘smarten’ Produkte müssen allerdings

Kompetenzen für die Entwicklung erwerben oder auf externe Dienstleister zugreifen.

Im Arbeits- und Privatleben sollen intelligente Produkte

das Leben erleichtern sowie einfach und intuitiv zu bedienen

sein. Diese so genannten ‘smarten’ Produkte

zeichnen sich durch hohe Funktionsvielfalt aus, die auf

Sensoren, Echtzeitdatenverarbeitung und flexibler Kommunikationstechnik

beruht. Erst der Einsatz eingebetteter

Systeme − so genannter Embedded Systems, die

auf einer Platine als ‘Rechenzentrum’ des Produkts fungieren

− ermöglicht die Funktionsvielfalt der automatischen

Steuerung und Interaktion von Geräten, die künftig

in der Industrie ebenso selbstverständlich werden

könnten wie im privaten Umfeld. Durch den Einsatz solcher

intelligenter Produkteigenschaften kann es Unternehmen

gelingen, sich vom Wettbewerb zu differenzieren

und den Produktlebenszyklus zu verlängern. Doch

die Entwicklung und Fertigung dieser Produkte bringt

auch neue Herausforderungen im Bereich Produktentwicklung

und Lifecycle Management (PLM) mit sich: Die

eingesetzte Technologie muss immer größere Datenmengen

schnell und ausfallsicher verarbeiten können.

Fünf Entwicklungsphasen

intelligenter Produkte

Der Entwicklungsprozess eines jeden Produktes verläuft

klassischerweise in fünf Phasen, die auch auf Konstruktion

und Herstellung smarter Produkten zutreffen:

1. Marktanalyse und Bewertung der Produktidee

2. Konzeption, Entwicklung und Erstellung von Prototypen

3. Test, Freigabe und Produktion

28 www.it-production.com

4. Markteinführung und Beginn des Produktlebenszyklus

5. Lifecyle Management

Bei der Entwicklung intelligenter Produkte gibt es jedoch

im Vergleich zu traditionellen Methoden zahlreiche

neue Aspekte in den verschiedenen Phasen des

Entwicklungsprozesses zu beachten. So erfordert die

Entwicklungsphase aufgrund der eingebetteten Logik

den Zugriff auf für viele Betriebe neue Kompetenzbereiche

− beispielsweise FPGA-Programmierung, PCB-

Design, Kommunikationstechniken, Embedded Software

Design und -Entwicklung sowie Firmware-Programmierung.

Die Komplexität der Aufgaben für die

Produktentwicklung nimmt weiter zu, wenn sich ein

smartes Produkt bereits auf dem Markt befindet und

das Lifecycle Management die Notwendigkeit für eine

Überarbeitung, das so genannte Redesign, sieht.

Redesign als zentrale

Herausforderung für Hersteller

Denn gerade hochtechnisierte Produkte müssen überarbeitet

werden, wenn eine lange Lebensdauer gesichtert

werden soll. Das gilt für KFZ-Komponenten und

medizinische Geräte genauso wie für Produkte aus der

Industrie. Gleichzeitig muss der Hersteller einzelne Baugruppen

über den Lebenszyklus des Produktes hinweg

ersetzen können, beispielsweise wenn diese ausfallen.

Und intelligente Produkte enthalten elektronische Bauteile,

die über die Jahre hinweg nicht vollkommen unverändert

blieben und über keine langjährige Lieferga-


antie verfügen. Um die Funktionalität trotz neuer

Komponenten zu erhalten, muss die Elektronik der

Systeme immer wieder überarbeitet werden. Auch

bei Geräten aus dem Bereich der Consumer Elektronik,

die dem aktuellen Stand der Technik entsprechen

müssen und meist einen kurzen Verkaufshorizont

haben, kann ein Redesign notwendig

werden: Wenn ein Zulieferer ausfällt oder ein

Lieferengpass eintritt, muss der Hersteller kurzfristig

auf andere Lieferanten oder Baustein umsteigen.

Daher geht hier der Trend bei der Produktentwicklung

zum Einsatz von weit verbreiteten Komponenten

und Standardbauteilen. Immer schnellere Innovation

erfordern für PLM Strategien für ein erfolgreiches

Redesign. So können gesetzliche Vorgaben und finanzielle

Überlegungen das Lifecycle Management beeinflussen.

Nicht selten lassen sich durch den Umstieg auf

neuere und günstigere Bauteile die Fertigungskosten

erheblich senken. Aber auch der technologische Fortschritt

erfordert immer wieder eine Überarbeitung bestehender

Produkte. Wenn später auf den Markt gekommene

Wettbewerbsprodukte über neue Funktionen

verfügen, erwartet der Konsument diese Funktionalität

auch von Geräten anderer Hersteller.

Internes oder externes

Know-how nutzen

Industrieunternehmen haben zwei Möglichkeiten, auf

diese Entwicklung zu reagieren: Sie können das Produkt

vor dem Ablauf des geplanten Lebenszyklus einstellen

und ein komplett neues Gerät entwickeln. Oder sie

bringen das auf dem Markt etablierte Produkt durch

den Einsatz aktueller Hard- oder Software auf den technisch

neuesten Stand. Neben zeitlichen und finanziellen

Limitierungen begleitet den Einsatz neuer Technologien

in Unternehmen oft der Aufbau fachlicher Kompetenzen.

Das gilt für die Erstellung neuer Produktge-

Auch bei ‘smarten’ Produkten lassen sich Lebenszyklus und

Gesamtumsatz eines Produktes durch Redesign verlängern.

nerationen genauso wie für das Redesign. Im Gegensatz

zur zeitlich auf wenige Monate begrenzten Produktentwicklung

muss dieses Know-how während des

Betriebs und Wartung der smarten Produkte aber über

mehrere Jahre zur Verfügung stehen. Dazu müssen Unternehmen

für die im Produkt integrierte Intelligenz

Entwicklungs-, Betriebs- und Wartungs-Know-how aufbauen.

Dies ist kostenintensiv und erfordert langen zeitlichen

Vorlauf sowie die Bereitschaft zu langfristigen

Verpflichtungen. Wer bereit ist, in Personalbindung und

Weiterbildung zu investieren, kann Kompetenz im eigenen

Unternehmen aufbauen. Als Alternative bietet

sich der Einsatz externer Dienstleister an. Auch dieser

Ansatz verursacht Kosten, kann Betrieben aber etwa

bei Nachfrageschwankungen ein Mehr an Flexibilität

bieten. Ungeachtet der Personalstrategie macht der

Trend zu smarten Produkten aber sowohl in Entwicklung

und Personalplanung einen interdisziplinären Ansatz,

der Design, Realisierung, Serienfertigung und Lifecycle

Management umfasst, notwendig. Immer öfter

können Fragen, die das Lifecycle Management betreffen,

bereits bei der Produktentwicklung eine Rolle spielen.

Wenn Unternehmen diese Entwicklung berücksichtigen,

schaffen sie die Basis für ein professionelles

Lifecycle Management für smarte Produkte. ■

www.tieto.de

Autor

Peter Seidenschwang ist Head of Offering Management and Go-to-

Market für den internationalen Bereich Smart Products Engineering bei Tieto.

29


Marktübersicht

PLM-Dienstleister

In der folgenden Marktübersicht stellen PLM-Dienstleister ihre aktuellen

Angebote vor. Nur ein ausgewähltes Spektrum abgefragter Spezifikationen

und eine begrenzte Anzahl an Firmenein trä gen haben an

dieser Stelle Platz. Alle Einträge basieren auf den Angaben der jeweiligen

Firmen, die Unternehmen sind für den Inhalt ihrer Einträge selbst

verantwortlich. Detaillierte Informationen und Vergleichsmöglichkeiten

bietet die ständig aktualisierte und ausführliche Marktübersicht unseres

Online-Magazins IT&Production. Hier können Sie einzelne Systeme

direkt vergleichen und eine systematische Auswahl treffen.

www.it-production.com

Anbieter Servicepartner für …

A+B Solutions GmbH Siemens PLM Software

ARC Solutions GmbH Siemens PLM

BCT Technology AG Siemens Industry Software GmbH & Co. KG

Bearingpoint GmbH SAP PLM, Teamcenter, Planview, Microsoft Sharepoint u.a.

Cadbas GbmH

Card GmbH SAP PLM

Cenit AG Dassault Systèmes, IBM, SAP

Ci-Base Software GmbH unabhängig

Cideon Software GmbH SAP AG

Cimpa EADS

Comos Industry Solutions GmbH

Computer Komplett Ascad GmbH SAP,PTC Cocreate, HP, Siemens PLM

Computer Komplett Steinhilber Schwehr AG Teamcenter & Pro.file

Conmatix GmbH Siemens PLM Software (NX / Teamcenter)

Contact Software GmbH k.A.

CSC Deutschland Solutions GmbH Acatec, Dassault, Facton, PTC, SAP, Siemens PL M

Datasolid GmbH Dassault Systemes, Facton, Caddy++ PDM

Datasquare GmbH & Co. KG Aras Innovator

Drei De AG Teamcenter, NX

DSC Software AG Preferred Partner der SAP AG für SAP PLM Integration für NX

ECS GmbH Siemens PLM Solutions, SAP, PTC, Oracle

Eplan Software & Service

F&M Consulting Geyer Gruppe Industrie Holding

HCV Data Management GmbH Solidworks Enterprise PDM, DBWorks Enterprise, Porta-X

Helbling Management Consulting GmbH unabhängig

ICP Solution GmbH Oracle´s Agile PLM

30 www.it-production.com

Beratung Implementierung

Prestudy & Analyse Systemeinführung

Projektplanung und Koordination Systemeinführung

Methodische Beratung Projektinitiierung

Managementkonzepte für Prozess-Optimierung

Business Case-Berechnung

Schrittweise Implementierung

Konfiguration und Customizing

Migration von Altsystemen

Produktentwicklung und -optimierung

Kopplung mit bestehenden Systemen

XML/SGML

Performance-Abstimmung

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Anbieter Servicepartner für …

Ifakt GmbH Dassault Systèmes (Delmia)

IKT, RWTH Aachen unabhängig, systemneutral

In-Integrierte Informationssysteme GmbH PLM-System-Prozess-Integration, unabhängig

Itelligence AG SAP PLM Lösungen

Keytech Software GmbH Keytech PLM

Lectra Deutschland GmbH Lectra Fashion PLM

Life Cycle Engineers GmbH unabhängig

LTE Consulting GmbH

M&M Software GmbH

eigenes System

Orcon GmbH Phoenix/PDM

Perspectix AG Perspectix P'X5

Piterion GmbH herstellerunabhängig

PLM Team GmbH SAP, Pro.file

Prion Group unabhängig

Procad eigenes System

Seeburger AG Unabhängig

Simplan AG Siemens PLM (Plant Simulation)

Software Factory GmbH PTC

SolidLine AG Solidworks Enterprise PDM, DBWorks Enterprise, Porta-X

T-Systems International GmbH Dassault Systemes; SAP;Siemens PLM; PTC;

Tesis PLM Ware GmbH

Tieto

Siemens PLM Software, unabhängige Prozessanalyse

Transcat PLM GmbH Dassault Systémes, IBM

Unity Produktneutral

USB GmbH Oracle / Agile - Aras Innovator - X Open Door - M³

Beratung Implementierung

Prestudy & Analyse Systemeinführung

Projektplanung und Koordination Systemeinführung

Methodische Beratung Projektinitiierung

Managementkonzepte für Prozess-Optimierung

Business Case-Berechnung

Schrittweise Implementierung

Konfiguration und Customizing

Migration von Altsystemen

Produktentwicklung und -optimierung

Kopplung mit bestehenden Systemen

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XML/SGML

Performance-Abstimmung

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31


Bild: Siemens AG

PLM Wissen Kompakt: Instandhaltung

Effizientes Datenmanagement für

produktiven Anlagenbetrieb

Moderne Produktionsanlagen liefern riesige Datenmengen und sind durch hohe Komplexität

gekennzeichnet. Aufgrund der zahlreichen Abhängigkeiten und Verknüpfungen

von Herstellungsabläufen kann der Ausfall eines einzelnen Gerätes den gesamten Produktionsprozess

lahmlegen und im Extremfall existenzbedrohende Auswirkungen für ein

Unternehmen haben. Deshalb sind effiziente Instandhaltungsstrategien gefragt, ein effizientes

Datenmanagement kann hier wesentliche Unterstützung leisten.

Steigender Wettbewerbsdruck prägt den Betrieb

von Industrieanlagen. Betreiber verfolgen heutzutage

zwei Hauptziele, um die Produktivität ihrer Anlage

stetig zu verbessern: Auf der einen Seite soll die

Overall Equipment Effectiveness (OEE) durch höhere Anlagenverfügbarkeit,

effizientere Betriebsabläufe und vorausschauende

Kostenplanung verbessert werden. Auf

der anderen Seite sollen die Total Cost of Ownership

(TCO) sinken. Bei beiden Zielen spielen Instandhaltungsqualität

und -kosten eine wesentliche Rolle. Um

32 www.it-production.com

eine effizientere Instandhaltung zu erreichen, lagern Anlagenbetreiber

zunehmend Aufgaben und Serviceleistungen

an spezialisierte und daher kostengünstigere

Dienstleister aus. Außerdem kommen vermehrt neue

Instandhaltungsansätze wie das Total Productive Maintenance-Konzept

(TPM) zum Einsatz. Aufgrund der spezifischen

Anforderungen von Anlagen und Anlagenbereichen

variieren die Anlagenbetreiber bei der Konzeptwahl.

Diese reichen vom reagierenden Handeln bei

der einfachen Reparatur von Störungen bis hin zu vor-


eugender Arbeitsweise mit präventiver und vorausschauender

Instandhaltung. Bei der Realisierung solcher

Konzepte sind überwiegend organisatorische und weniger

technische Anforderungen zu erfüllen, die zusammen

mit Outsourcing-Strukturen allerdings große

Auswirkungen auf das Daten- und Informationsmanagement

der Anlagenbetreiber haben.

Komplexität und Datenmenge

nehmen zu

In der Prozessindustrie fallen die Anforderungen an

das Informationsmanagement aufgrund der Komplexität

der Anlage besonders hoch aus, zudem steigt die

Datemenge auch in Industrieanlagen extrem an: Untersuchungen

zeigen, dass sich die digitale Datenmenge

in unserer Umwelt innerhalb von fünf Jahren

verzehnfacht. Mittlerweile ist es nicht ungewöhnlich,

dass in Industrieanlagen Datenmengen im Terabyte-

Bereich verwaltet werden müssen. Daneben erschwert

die Tatsache, dass Anlagendokumentationen zum Teil

noch in Papierform vorliegen, ein effizientes Datenmanagement.

Häufig spiegelt die Dokumentation

auch nicht den As-built-Zustand der Anlage wider, da

Veränderungen nur unzureichend dokumentiert wurden.

Ein schneller Zugriff auf alle Informationen, die

für ein produktives Instandhaltungsmanagement nötig

sind, ist daher nur schwer zu realisieren. In Zukunft

wird sich diese Situation verschärfen, wenn Datenmenge

und Anlagenkomplexität weiter zunehmen,

während die Zahl qualifizierter Fachleute weiter abnimmt.

Zudem werden neue gesetzliche Richtlinien für

noch strengere Vorgaben in der Dokumentenverwaltung

sorgen.

Management von Komplexität

im Software-System

In dem Whitepaper ‘The complexity challenge’ fasst

die Unternehmensberatung A.T. Kearny die Ergebnisse

einer Studie über Komplexität zusammen. Dabei

kommt sie zu dem Fazit, dass in Zukunft der Fokus auf

dem Management von Komplexität liegen muss und

nicht in der Reduzierung von Komplexität. Entspre-

chend versuchen schon heute Anlagenbetreiber, ihr Informationsmanagement

durch den Einsatz spezialisierter

Software-Anwendungen zu optimieren. Dabei

handelt es sich jedoch meist um Insellösungen. Diese-

Software-Systeme decken oft nur Teilbereiche einzelner

Gewerke oder Funktionalitäten ab und besitzen

einen hohen Verwaltungs- und Datenaufwand. Das

bringt eine eingeschränkte Möglichkeit übergreifender

Auswertungen, Unübersichtlichkeit und Datenredundanz

sowie großen Bedarf an Spezialisten für die Systempflege

und -wartung mit sich. Die wachsenden

Anforderungen an ein ganzheitliches Daten- und Informationsmanagement

in einer Anlage können solche

Lösungen nur unzureichend erfüllen. Um die Instandhaltungsqualität

zu verbessern, muss der Übergang

von der Anlagenplanung zum -betrieb nachhaltig

optimiert werden. Hier gibt es noch Verbesserungspotenzial:

Nicht alle Engineering-Daten aus der

Planungsphase werden während des Anlagenbetriebes

benötigt. Zudem kommt es durch die Verwendung

unterschiedlicher Datenbanken und Systeme

häufig zu Synchronisierungsproblemen und Qualitätsverlusten.

Um die notwendige Datenqualität über den

gesamten Lebenszyklus einer Anlage zu optimieren, ist

eine einheitliche Datenplattform das Mittel der Wahl.

Effiziente Lösungen durch

umfassende Technologiekonzepte

Der Einsatz umfassender IT-Lösungen kann zu einem

effizienten Daten- und Informationsmanagement

während der Anlagenplanung und des anschließenden

Anlagenbetriebes beitragen. Leistungsstarke Software

gestattet bereits heute ein integriertes Instandhaltungsmanagement

über den gesamten Lebenszyklus

einer Industrieanlage hinweg. Sie gestattet den lückenlosen

Brückenschlag zwischen Anlagenplanung

und Anlagenbetrieb. Der Einsatz einer einheitlichen

Datenplattform ermöglicht Anlagenplanern und Betreibern

genauso wie externen Instandhaltungsdienstleistern,

einen konsistenten Informationsfluss von projektrelevanten

Daten über alle Unternehmensebenen

und Projektphasen hinweg umzusetzen. Somit werden

Planungs- und Betriebswelt optimal verzahnt. Auch

33


PLM Wissen Kompakt: Instandhaltung

die bisher getrennten Datenwelten von Verfahrenstechnik,

Mechanik, Elektrik und Steuerungstechnik lassen

sich durch moderne IT-Systeme in einer einheitlichen,

objektorientierten Datenstruktur zusammenführen.

Das bedeutet für die Betriebs- und Instandhaltungsphase

einer Anlage, dass eine zentrale anlagen-

oder projektbezogenes Dokumentenverwaltung

eingerichtet wird. Zu den Vorteilen dieses Vorgehens

zählen hohe Datenqualität, niedrige Suchzeiten und

effizientes Datenhandling. Zudem kann Software den

Datenaustausch über mobile Hardware-Produkte wie

Tablet-PC oder Handhelds mit RFID-Technik unterstützen,

um im mobilen Einsatz vor Ort jederzeit aktuelle

Daten zur Verfügung stellen zu können.

Effizientes Datenmanagement als

Basis für die Instandhaltung

Moderne IT-Lösungen gestatten so ein konsistentes

Datenmanagement, das schnell und übersichtlich Informationen

für die Planung einer vorbeugenden Instandhaltung

oder bei einem Störfall liefert. So können

viele Fragen des Instandhaltungs- und Wartungspersonals

umgehend beantwortet werden, etwa um

Auswirkungen eines Störfalls auf Mitarbeiter und Anlagen

abzuschätzen, die korrekten Reparaturschritte

anzugehen und die Teilebeschaffung anzustoßen.

Zudem lässt sich so vor Ort abschätzen, ob etwa ein

defektes Bauteil an anderer Stelle im Einsatz ist, und

eine präventive Wartung angestoßen werden sollte.

Letztlich stehen diese Daten in einem effektiven Informationsmanagement

bereit, das schon in der Planungsphase

einer Anlage beginnt. Die richtigen Informationen

müssen rechtzeitig in passender Form am

richtigen Ort vorliegen und genutzt werden. Nur dann

können gezielte Aktivitäten gestartet werden, um den

Störfall effizient zu beheben oder um präventive Instandhaltungs-

und Wartungsarbeiten vorzunehmen.

34 www.it-production.com

Autor

Dipl. Ing. Robert Waltersdorfer

ist Teamleiter Product Manager Operations

bei der Siemens AG.

Zukunftssicherer Anlagenbetrieb

mit Objektorientierung

Zukunftssicheres Anlagenmanagement setzt also voraus,

dass die Anlage funktionsorientiert und nicht getrennt

nach Gewerken und Fachdisziplinen betrachtet

wird. Mit einem objektorientierten Lösungsansatz

steht die Durchgängigkeit des Datenflusses im Vordergrund.

Objektorientierung meint dabei die umfassende

Beschreibung eines Bauteils oder Objekts: Viele

Aspekte unterschiedlicher Disziplinen und Gewerke ergeben

für das Bauteil ein Gesamtbild. Zugehörige Datenblätter

und andere Dokumente sind direkt mit den

entsprechenden Objekten verknüpft. Voraussetzung

hierfür ist die Fähigkeit des Gesamtsystems, unterschiedliche

Datenformaten zu integrieren und zu verwalten.

Dadurch kann der Anwender komfortabel

zwischen Dokumententypen und Objekten navigieren,

was wiederum die Projektarbeit beschleunigt und vereinfacht.

Auf diese Art lässt sich schnell ein Gesamtüberblick

schaffen, um durch gezielte Maßnahmen

einen produktiven Anlagenbetrieb zu realisieren. Ein

integratives Informations- und Datenmanagement

wird somit mehr und mehr zur Voraussetzung für die

Realisierung einer effizienten Anlagenbetreuungsstrategie.

Die Verknüpfung der digitalen Welt mit der realen

Anlage eröffnet außerdem neue Dimensionen im

Anlagen- und Maschinenbau: Der Einsatz einer einheitlichen

Datenplattform ermöglicht Anlagenplanern,

-betreibern und -errichtern einen lückenlosen Informationsfluss

von projektrelevanten Daten über alle

Unternehmensebenen und Projektphasen hinweg. So

wird ein global integrierbares und übergreifendes Softwarelösungskonzept

unterstützt. Die Vorteile: Eine erhöhte

Anlagenverfügbarkeit sowie längere Anlagenlaufzeiten

bei deutlich reduzierten Betriebskosten. ■

www.siemens.de


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PLM Wissen Kompakt: Computer Aided Manufacturing

Integrierte CAM-Arbeitsplätze

Die Prozesskette schließen

Computer Aided Manufacturing, die rechnergestütze Übertragung von CAD-Daten in Programme

für Fertigungsmaschinen, spielt eine wesentliche Rolle bei der Umsetzung eines

umfassenden Product Lifecycle Management-Systems. Der direkte Datenfluss vom IT-System

zur Maschine kommt dem gesamten Produktionsplanungsprozess zugute - bedeutet

aber auch große Veränderungen für die Arbeitsweise der Programmierer.

Computer Aided Manufacturing (CAM) ist der

wesentliche Baustein zur Realisierung einer rechnerunterstützten

Fertigungs- oder Produktionsplanung

innerhalb eines Produktlebenszyklus-Konzeptes.

Gleichzeitig dient das CAM-System als Bindeglied

zwischen Konstruktion und Fertigung, denn es verfolgt

das Ziel, die CAD-Daten direkt für die NC-Programmierung

der Fertigungsanlagen zu verwenden.

Darüber hinaus begleitet CAM inzwischen den gesamten

Produktionsplanungsprozess: Die heutigen

Systeme unterstützen die Qualitätsprüfung der erstellten

Programmme auch mit Hilfe von Simulationsund

Visualisierungstechniken. Da das CAM-System

den Mitarbeiter bei seiner täglichen Arbeit unterstützt,

verändert sich der Arbeitsplatz des Programmierers

mit dem erweiterten Einsatzspektrum

der Systeme: Seine Tätigkeiten verlagern sich von der

werkstattorientierten Programmierung im Dialog an

der Maschine hin zu einem Büroarbeitsplatz. Aus diesen

Veränderungen durch den Einsatz moderner

CAM-Technologie ergeben sich unterschiedliche

Nutzenaspekte, die dazu dienen können, die gesamte

Produktion hinsichtlich Zeitaufwand, Qualität und

Kosten zu verbessern.

• Der Programmierer arbeitet konzentrierter, weil er nicht

durch Lärm oder andere Eindrücke in der Werkhalle abgelenkt

ist.

• Die Fehlerquote sinkt, weil die Geometriedaten nicht abgeschrieben,

sondern aus dem IT-System übernommen und

um Technologie- und Fertigungsdaten ergänzt werden.

36 www.it-production.com

• Die Maschine bleibt während der Programmierabeiten

produktiv.

• Die Bedienung des CAM-Systems bleibt gleich, auch

wenn Programme für unterschiedliche Steuerungen

erstellt werden.

• Im CAM-System wird Wissen hinterlegt, um Abläufe, die

sich wiederholen, vom System ausführen zu lassen. Dazu

zählt beispielswesie das Zusammenfügen von Programmsequenzen.

• Der Einsatz spezialisierter Software gestattet die Abbildung

anspruchsvoller oder komplexer Geometrien mit

vertretbarem Arbeitsaufwand.

• Die CAM-Lösung kann mit anderen Systemen Informationen

austauschen. Das erleichtert vor allem die Anbindung

weiterer, produktionsunterstützender Systeme,

wie etwa der Werkzeugverwaltung.

• Die Programmierarbeit wird durch die Software bei der

Ermittlung von Parametern wie Spindeldrehzahl, Schnittund

Vorschubwerten unterstützt.

Dadurch ergibt sich ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess

(KVP) als positive Begleiterscheinung,

beispielsweise bei der Programmoptimierung.

Von der manuellen Erfassung

zum integrierten CAM-System

Obwohl CAM eine große Verbreitung erfahren hat,

arbeiten die Arbeitsvorbereitungen in vielen kleinen

und mittleren Unternehmen (KMU) noch ‘händisch’,

indem sie Geometrie-Daten etwa aus Zeich-


CAM-Arbeitswelt im Wandel: Der Einsatz integrierter Systeme kann langfristig dazu führen, dass sich das Arbeitsfeld

des Programmierers von der Werkhalle in den Bürobereich verschiebt.

nungen, Tabellen oder Datenblättern zeitaufwändig

und häufig mit einer hohen Fehlerquote abschreiben.

Es gibt viele Gründe, weshalb diese Arbeitsweisen

beibehalten werden. Eine der Ursachen

liegt in der Zurückhaltung der Unternehmen bei Investitionen

für neue IT-Systeme, hinzu kommt häufig

die Unkenntnis von Vorteilen und Nutzen integrierter

CAM-Lösungen. Entscheidet sich ein Unternehmen

für eine Systemeinführung, ist die richtige

Planung des Einführungsprojektes ein wesentlicher

Erfolgsfakor. Dazu müssen wie bei jedem Projekt

die unternehmensspezifische Ist-Situation analysiert

und klare Projektziele festgelegt werden.

Diese Analyse muss sowohl das vorhandene Produktportfolio

als auch geplante Produktgenerationen

umfassen. Aus diesen Daten lässt sich dann das Sollkonzept

ableiten, das in einem Dokument einschließlich

der notwendigen Fertigungstechnologien

und der vorhandenen Infrastruktur aufgelistet und

beschrieben wird, um die Anforderungen für das zukünftige

System in einem Lastenheft festzulegen. Im

Anschluss lassen sich die am Markt verfügbaren Systeme

anhand des Lastenheftes auf ihre Verwendbarkeit

im Unternehmen prüfen. Betriebe sollten

dabei darauf achten, dass das System den Anforderungen

entspricht, aus wirtschaftlichen Gründen

nicht überdimensioniert angeschafft wird und sich

trotzdem an neue Fertigungsabläufe anpassen lässt.

Im letzten Schritt wird das ausgewählte System eingeführt,

an die betrieblichen Gegebenheiten angepasst

und zum produktiven Einsatz gebracht.

Datenmodelle für durchgehende

Systemkommunikation

Die Basis der NC-Fertigung stellt noch heute die

ISO 6983 mit der G- und M-Code Programmierung

dar. In dieser Sprache wird mit jeder Programmzeile

der Werkzeugweg schrittweise beschrieben. Auch

wenn verschiedene Programmschritte in Zyklen zusammengefasst

werden können, müssen die Einzelschritte

bei der Programmierung genau bedacht

37

Bild: Fotolia/Gina Sanders


PLM Wissen Kompakt: Computer Aided Manufacturing

und berücksichtigt werden.

Zur Vereinfachung der Programmierung

besonders

hinsichtlich Merkmalen wie

Phasen, Einstiche oder Gewinde

sollte der erstmals im

Jahr 1981 publizierte

ISO/Technische Report 6132

beitragen. Dieser Ansatz hat

sich in der frühen Phase

aber nicht durchgesetzt,

auch spätere Überarbeitungen

dieses Dokumentes hinsichtlich

der Datenstruktur

erbrachten nicht die erhoffte

Verbreitung. Im Jahr

1996 begann dann mit der

Normenreihe ISO 14649 die

Arbeit an einem neuen An-

satz, auch als STEP-NC bekannt. Sie stellt ein objektorientiertes

Datenmodell für CNC mit einer

strukturierten Datenschnittstelle einschließlich mermalsbasierter

Programmierung zur Verfügung. Die

Normungsarbeiten der ISO 14649 wurden von dem

Europäischen Forschungsprojekt STEP-NC unterstützt

und die Anwendbarkeit der Norm nachgewiesen.

Ungebrochene Prozesskette

zwischen CAD und CNC

‘Die Werkzeugmaschine wird STEP-fähig’ lautete

ein Leitsatz des Projektes. Dazu sollten die als STEP-

Daten zur Verfügung stehenden Geometrien interpretiert

und direkt in die Fertigung überführt werden,

ohne zusätzliches ‘Post-Processing’ durchführen

zu müssen. Die Projektpartner, darunter Anbieter

von CAD- und CAM-Systemen, Numerischen

Steuerungen, Werkzeugmaschinen, Anwender aus

der Automobilindustrie sowie wissenschaftliche Institute

europäischer Hochschulen setzten sich zum

Ziel, diese Herausforderung anzunehmen. In vier

Szenarien, beispielhaft für die Fertigungsszenarien

Fräsen und Drehen in 2,5 und drei Dimensionen,

Holz-Contour und Drahterodieren, wurde der

38 www.it-production.com

Beschreibung der

Aufgaben in Textform

Quelle: VDMA

Die drei Bestandteile der

Programmierschnittstelle

A

Zentrale

Programmdatei

referenziert


Anwender greift über grafische Beunteroberfläche

auf das System zu (‘Shop Floor Programmierung’)

Objektorientierte Beschreibung der

in (A) referenzierten Daten: Technologie,

Werkzeuge, Referenzen zur

Geometriebeschreibung in (C)

B

Beschreibung der

Technologie


referenziert

C

Geometriebeschreibung

Geometrie-

Beschreibung mittels

STEP-Syntax

Datenmodellierung und Schnittstellen basierend auf STEP: Die NC-Daten werden

auf Basis der Geometriedaten aus dem CAD-System erzeugt, dadurch wird

der Programmieraufwand merklich reduziert.

Nachweis erbracht, dass das Datenmodell der

Norm tragfähig ist und die Arbeit an der Richtlinie

weitergeführt werden kann: Die CAM-Systeme

konnten in den Testszenarien einen maschinenunabhängigen

Schnittstellen-Code erzeugen. Damit

lässt sich eine geschlossene Prozesskette vom CAD

zum CNC realisieren. Als Folge entfällt die Beschreibung

der Bewegungen durch Satz und Koordinaten

wie ‘G01 X, Y, Z’ − eine Maschine kann

somit auf Basis der CAD-Daten allein auf Anweisungen

zu Aktionsziel ‘Loch’ und Fertigungsart

‘bohren’ hin einen gewünschten Arbeitsschritt

durchführen.

Ungebrochene Prozesskette

zwischen CAD und CNC

Der Erfolg des europäischen Forschungsprojekts

ebenete den Weg für neue Ideen und Aktivitäten in

der STEP-Entwicklung. So wurde ein neues Projektteam

innerhalb des zuständigen ISO-Gremiums eingerichtet,

um die Norm in Richtung Fertigungaspekte

zu erweitern − ebenfalls mit dem Ziel, die Gund

M-Codes abzulösen. Diese Festlegungen sind

heute normativ im Teil 238 von STEP festgeschrie-


en. An all diesen Arbeiten haben sich innerhalb

verschiedener Arbeitsstadien Firmenkonsortien aus

Nationen wie den USA, Frankreich, Deutschland,

Japan und Korea mit erfolgreichen Pilotimplementierungen

beteiligt. Derzeit werden die Normungsprojekte

weiter verfolgt, um die jeweiligen Fertigungstechnologien

zu berücksichtigen.

Starke Reduzierung des

Programmieraufwands

Der breite industrielle Einsatz wird sich mit ausreichender

Nachfrage ergeben. Alle Beteiligten an

diesen Projekten sind sich einig, dass mit den erarbeiteten

Konzepten die vollständige Datendurchgängigkeit

erreicht werden kann. Der erwartete

Nutzen für eine so ausgestaltete Prozesskette

liegt in einem um 30 bis 70 Prozent reduzierten

Aufwand für Programmieren, Editieren und Verwalten

von NC-Programmen. Anwender, die sich

heute für den Einsatz eines CAM-Systems entscheiden,

stehen daher nicht mehr vor massivem

Schnittstellenproblemen. Die Anbieter von CAM-

Systemen sind heute in der Lage, die eingehenden

CAD-Daten mit den von Ihnen angebotenen Systemen

und IT-Lösungen weiter zu bearbeiten.

Gleichzeitig stellen die meisten Anbieter von CAD-

Systemen innerhalb Ihres Produktportfolios CAM-

Module zur Verfügung, die die CAD-Daten mindestens

der eigenen Produktpalette direkt nutzen.

Somit können sich Einführung und Einsatz eines

CAM-Systems bei der richtigen Vorgehensweise innerhalb

eines absehbaren Zeitraumes amortisieren.

www.vdma.org

CAM-Leitfaden für den

Maschinen- und Anlagenbau

Der VDMA-Arbeitskreis ‘CAM’ hat sich die Aufgabe gestellt,

einen Leitfaden zur ‘Einführung eines CAM-Systems’

zu erarbeiten, und so Unternehmen des Maschinen-

und Anlagenbaus eine Hilfestellung für die Systemeinführung

zur Verfügung zu stellen. Der Leitfaden beschreibt

zunächst Kriterien, die ein Überdenken der Ist-

Situation im Unternehmen hinsichtlich einer weiteren

oder neueren Automatisierungskomponente unterstützen.

Der Ratgeber betrachtet auch wirtschaftliche, technologische

und personelle Aspekte, die die Entscheidung

für ein neues System maßgeblich beeinflussen. Der Leitfaden

beschreibt die Einzelschritte bis zum produktiven

Systemeinsatz, wobei er die Analysephase fokussiert. Die

Prüfung und Auswertung der Ist-Situation legt den

Grundstein für die richtige Entscheidung und den schnellen

produktiven Einsatz. Die Berücksichtigung der Fertigungstechnologien

etwa für Bohren, Drehen oder Fräsen

spielt ebenfalls eine wichtige Rolle, weil hier die Komplexität

des einzuführenden Systems zum Tragen kommt.

Einen weiteren Aspekt stellt die vorhandene IT-Infrastruktur

in Form von CAD, PDM oder PLM dar: Sie nimmt

Einfluss auf die Abläufe und Arbeitsweisen in Arbeitsvorbereitung

und Produktionsplanung. Die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

nimmt in diesem Leitfaden einen

besonderen Stellenwert ein und vergleicht unterschiedliche

Situationen für Nutzenanalyse und Beurteilungsverfahren.

Für die Festlegung des notwendigen Funktionsumfanges

stellt der Leitfaden dem Leser Fragen für

die Ist-Analyse zur Verfügung. Die Mitarbeiter des Arbeitskreises

haben zahlreiche Skizzen und Bilder beigesteuert,

um das Verständnis des Beschriebenen zu erleichtern.

Die Publikation wird für den Herbst dieses Jahres

erwartet und im VDMA-Verlag erscheinen.

Autor

Meinolf Gröpper ist Mitarbeiter der Abteilung Informatik im Verband

Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA).

39


PLM Wissen Kompak: Lebenszykluskostenrechnung

Software-Einsatz im Produktlebenszyklus

Kosten und Nutzen im Blick

Bevor sich Unternehmen bei der Herstellung eines Produktes für eine Technologie entscheiden,

müssen sie feststellen, wie hoch die Investitionskosten sind und wann sich das

Produkt amortisiert hat. Diese Überlegungen gelten auch für den Einsatz von IT-Systemen.

Ein neuer Ansatz in der Lebenszykluskostenrechnung unterstützt Führungskräfte

dabei, Risiken und Nutzen von Technologieprojekten zuverlässig einzuschätzen.

Ein wesentlicher Schlüsselfaktoren für die Zukunft

eines Unternehmens ist Innovationsfähigkeit in der

Produktentwicklung. Das Bestreben, einerseits innovative,

qualitativ immer hochwertigere Produkte zu entwickeln,

und andererseits die Zeitspanne von der Idee

bis zur Marktreife für ein Produkt stetig zu verkürzen,

stellt die Unternehmen hinsichtlich Reaktionsfähigkeit

auf sich verändernde Marktbedingungen vor große

Herausforderungen. Vor der Erstellung neuer Produkte

müssen Führungskräfte rational zwischen Technologieprojekten

wählen können. Sie müssen den Beitrag

der konkurrierenden Investitionsmöglichkeiten an

den Unternehmenswert feststellen, um die Alternative

wählen zu können, die den größten Beitrag leistet.

Führungskräfte interessiert also, ob und welche Technologieprojekte

sie aus Kosten-und Nutzensicht angehen

sollen. Ein wesentliches Instrument zum jederzeitigen

Durchführen dieser Kostenkalkulationen

im Produktlebenszyklus stellt die Lebenszykluskostenrechnung

dar. Diese Methode erfordert eine durchgängige

Verknüpfung der tatsächlichen Kosten mit den

ursprünglichen Anforderungen an das Technologieprojekt.

Lebenszykluskostenrechnung bezeichnet die

Kalkulation aller Kosten, die ein Produkt während seines

gesamten ‘Lebens’, von der Entwicklung bis zur

Entsorgung, verursacht. Im englischen Sprachraum wird

dafür der Begriff Product Lifecycle Costing verwendet,

verwandte Begriffe sind:

• Design to Cost, ein in der Produktentwicklung verwendetes

Verfahren, das die kostengünstigste Lösung für einzelne

Komponenten bereits in dieser Produktlebenszyklusphase

sucht und Folgeaufwendungen wie Vertriebs- oder Servicekosten

berücksichtigt.

40 www.it-production.com

• Bei der Total Cost of Ownership werden lediglich die Kosten

aus Betriebssicht betrachtet, das heißt Kosten, die während

und nach der Nutzung eines Produktes anfallen.

• Die Lifecycle Costing Analysis oder Lebenszykluskostenanalyse

enthält neben dem Ziel der Lebenszykluskostenberechnung

auch die Beschreibung der Annahmen und Einschränkungen

sowie die Nutzen und Risiken des Technologieprojekts.

Zur Berechnung der gesamten Lebenszykluskosten

eines Produktes empfiehlt sich die Betrachtung aller

Prozesse des Produktlebenszyklus, für die sich die Prozesskostenrechnung

oder ‘activity based costing’ anbietet.

Dabei werden die Gemeinkosten nach der tatsächlichen

Inanspruchnahme verteilt, die verbrauchenden

Ressourcen lassen sich den entsprechenden

Prozessschritten zuordnen. Ein weiteres Verfahren für

die Lebenszykluskostenrechnung stellt die Zielkostenrechnung

oder ‘target costing’ dar. Es gehört zu den

rückwärtsgerichteten Kalkulationsverfahren, da ausgehend

vom Verkaufspreis die Zielkosten der Baugruppen

und Komponenten eines Produkts ermittelt

und später eingehalten werden sollen.

NC-Programme und Arbeitspläne

als Basis für Kostenanalyse

Für die Vorhersage der Herstellkosten, die sich aus

Fertigungs-, Rohteil- und Material- sowie Gemeinkosten

zusammensetzen, empfielt es sich, das künftige

Produkt in der 3D-CAD-Modellierung fertigungsgerecht

mit allen Merkmalen so aufzubereiten, dass

automatisch NC-Programme und Arbeitspläne abgeleitet

werden können. Damit können Fertigungskos-


Vor der Entscheidung für eine Entwicklung müssen Unternehmen zunächst Kosten und und Nutzen ermitteln, die

im Laufe des Lebenszyklus eines Produktes anfallen. Dazu zählen auch Technologieaufwendungen.

ten vergleichsweise einfach vorhergesagt werden. Für

die Ermittlung der Rohteilkosten werden beispielsweise

Kosten für die Herstellung von Gussformen herangezogen,

die sich nach der Komplexität der Geometrie

und nach Stückzahl der zu erzeugenden Rohteile

richten. Bei der Ermittlung der Kosten für die Erzeugung

des Rohteilproduktes sollte der Zusammenhang

von Produktmerkmal zu Kosten oder Rohteilähnlichkeit

zu Kostenähnlichkeit betrachtet werden.

Nutzen und Risiken anhand von

Erlösaussichten betrachten

Die ‘schnelle’ Lebenszykluskostenrechnung basierend

auf dem VDMA-Einheitsblatt 34160:2006-06 ‘Prognosemodell

für die Lebenszykluskosten von Maschinen

und Anlagen’ identifziert die Kostenarten in den

Produktlebenszyklusphasen. Die Berechnung erfolgt

anschließend durch reines Aufsummieren. Zwar lassen

sich die Kostenverläufe einfach mathematisch beschreiben

und die meisten Kosten − beispielsweise

für Herstellkosten, Instandhaltungskosten − vorher-

sagen, jedoch können Nutzen und insbesondere Risiken

schwer monetär bestimmt werden. Will ein Unternehmen

die Wirtschaftlichkeit eines Technologieprojekts

oder eines Produktes berechnen, müssen

auch die Erlöse Berücksichtigung finden, wie in VDI-

Richtlinie 2284 ‘Beschaffung; Betrieb und Instandhaltung

von Produktionsmitteln unter Anwendung

von Life Cycle Costing’ erklärt. Die Richtlinie schlägt

die Kapitalwertformel von dynamischen Verfahren

der Investitionsrechnung vor. Diese Formel bezieht

sich auf alle Abrechnungsperioden des Technologieprojekts,

basiert auf Einzahlungen und Auszahlungen

und berücksichtigt mithilfe des Abzinsungsfaktors

auch die künftige Inflation.

Bewertung von Innovationen

anhand finanzieller Kriterien

Für die präzise Bestimmung des Kapitalwertes können

Unternehmen die Kapitalwertformel, die Methode ‘Interner

Zinsfuss’ und die dynamische Amortisationsrechnung

anwenden. Jedoch hat die Kapitalwertfor-

41


PLM Wissen Kompakt: Lebenszykluskostenrechnung

Die Kapitalwertformel für die Berechnung der Lebenszykluskosten

lehnt sich an etablierte Methoden aus der Finanzwirtschaft an.

mel zwei gravierende Nachteile: Zum einen in der

Prognose der Einzahlungen, das heißt der zukünftigen

Rückzahlungen, zum anderen in der Schätzung der erwarteten

Nutzenrendite des Technologieprojektes.

Wissenschaftler am Lehrstuhl für Maschinenbauinformatik

der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg

haben als Alternative das Benefit Asset Pricing Model-

Verfahren (BAPM) entwickelt. Es kann die Nutzenrendite

eines Werkzeugs − beispielsweise eines Produktdatenmanagment-Systems

− einheitlich und mit einer

Zuverlässigkeit von etwa 90 Prozent vorhersagen. Anwender

können so zwischen mehreren Alternativen

von Werkzeugen oder deren Optimierung entscheiden.

Das Verfahren kann auch für die Vorhersage für

die zukünftigen Rückzahlungen eines Technologieprojekts

herangezogen werden. Die Idee für das Verfahren

lieferte die Annahme, dass sich Finanzobjekte und

ihr Verhalten auf dem Kapitalmarkt zur Vorhersage

des Investitionsnutzens von innovativen Technologien

auf Nutzenobjekte im technischen Umfeld übertragen

lassen. Die Analogie wurde aus den sehr ähnlichen

Zielkonflikten in der produzierenden Industrie sowie

bei Banken und Versicherungen hergeleitet. Die Wissenschaftler

konnten diese Annahme mathematisch

belegen, doch während Finanzobjekte im Kapitalmarkt

ein hochgradig spekulatives Verhalten aufweisen, bewiesen

die Forscher, dass sich Nutzenobjekte im tech-

42 www.it-production.com

nischen Umfeld wesentlich stabiler und

zuverlässiger verhalten. Hier handelt es

sich nach bisherigen Erfahrungen um

eine schrittweise Evolution von Organisationen

und Technologien.

Wirtschaftlichkeitsbetrachtung

von IT-Systemen

Zur Formulierung des Verfahrens verwendeten

die Wissenschaftler neben eigenen

Ansätzen Verfahren der Balanced Scorecard

nach Kaplan zur Berücksichtigung

des monetär nicht quantifizierbaren Nutzens

sowie das Portfolio-Selection-Model

nach Markowitz. Dieses Verfahren dient

dazu, den spekulativen Charakter der für

die Vorhersage verwendeten Objekte des Kapitalmarkts

zu berücksichtigen. Außerdem ergänzten die

Forscher diese Verfahren um umfangreiche Datenbestände

und Regelsammlungen. Das BAPM-Verfahren

wurde in mehreren Consultingprojekten zum Wirtschaftlichkeitsnachweis

von CAP-, PDM- und ERP-Systemen

nachgewiesen. Dabei konnten die bisherigen

Ergebnisse bezüglich Praktikabilität, Vorhersageumfang,

-genauigkeit und -güte bestätigt werden. Somit

stehen für das Bewerten von Investitionen in innovative

Technologien eine verifizierte Methode und leistungsfähiges

Werkzeug zur Verfügung. Die Wissenschaftler

forschten zudem an einer Erweiterung, um

auch die Nutzenrendite von Technologieprojekten ausgehend

von Risiken einfach und präzise zu ermitteln.

Dabei kann aber kaum Erfahrungswissen aus Vorgängerprojekten

angewendet werden. Da sich in einem

frühen Stadium eines Technologieprojektes, beispielsweise

im Flugzeugbau, eher Risiken als Nutzen beschreiben

und bewerten lassen, wurde untersucht, inwieweit

BAPM hierzu eingesetzt werden kann.

Risiko-Portfolio für die Bewertung

der Nutzenrendite

Risiko gilt als negatives, unerwünschtes und unerwartetes

Ereignis, das zu Schäden führt und durch


die beiden Dimensionen Schadenspotenzial und

Eintrittswahrscheinlichkeit, beziehungsweise erwartete

Häufigkeit, bestimmt wird. Aus dieser Risikodefinition

kann jedoch keine monetär quantifizierbare

Größe abgeleitet werden, um diese mit

den Kosten des Technologieprojektes entgegenstellen

zu können. Auch der Zeitfaktor, also die

Dauer eines Technologieprojekts im Produktlebenszyklus,

bleibt unberücksichtigt. Abhilfe

schaffte ein Ansatz aus dem Versicherungswesen:

Werden eine Vielzahl von Risiken zu einem Portfolio

zusammenfaßt, sinkt das versicherungstechnische

Risiko. Genauso verhält es sich mit Kapitalmarktanlagen.

Werden in einem Portfolio eine Vielzahl

von Anlagen mit unterschiedlichen Streuungen

zusammengebracht, so kann ein Teil der unsystematischen

Risiken, das heißt die individuellen,

nicht voneinander abhängigen Risiken, wegdiversifiziert

werden. Wie in einem Versicherungsportfolio

streben dann diese Risiken mit zunehmender

Zahl gegen Null. Ein anderer Teil der Risiken, die

sogenannten systematische Risiken, bleiben hingegen

erhalten, weil die risikobeeinflussenden Faktoren

sich auf mehrere Einzelanlagen im Portfolio

gleichzeitig auswirken. Auf dieser Basis wurde eine

Vorgehensweise zur monetären Bewertung der Risiken

von Technologieprojekten entwickelt, die es

den Führungskräften aus Industrie und Banken erlaubt,

mithilfe dieses Vorgehensmodells und dem

BAPM-Verfahren die Nutzenrendite eines Technologieprojektes

einheitlich und mit einer Zuverlässigkeit

von etwa 90 Prozent vorherzusagen, um

unter mehreren Alternativen von Technologieprojekten

oder deren Optimierung entscheiden zu

können. Soll also eine Lebenszykluskostenrechnung

in einem Unternehmen eingerichtet werden, müss-

ten zusammengefasst folgende Anforderungen an

das Rechnungsmodell gestellt werden:

• Bewerten von abdiskontierten Kosten − den Auszahlungen

− des Technologieprojekts in allen Phasen des Produktlebenszyklus

mit den beschriebenen Kalkulationsverfahren

• Bewerten von abdiskontierten Nutzen − den Einzahlungen

− und Risiken des Technologieprojekts in allen

Phasen des Produktlebenszyklus mit BAPM

• Zusammenführen der Ergebnisse in die Kapitalwertformel

• Durchgängigkeit des Rechnungsmodells

• Nachvollziehbarkeit, einfache Pflege und Wartung des

Rechnungsmodells

• Vergleich und Bewertung von Alternativen wie Produktgestalt,

Fertigung, Werkstoff

• Integration des Rechnungsmodells in die IT- und Prozesslandschaft

des Unternehmens

Entspricht das Rechnungsmodell diesen Anforderungen,

können folgende Fragen zum Einsatz von IT-

Werkzeugen im Lebenszyklusmanagement beantwortet

werden:

• Wie lange dauert der Lebenszyklus für ein Produkt?

• Welche Ein- und Auszahlungen entstehen dafür?

• Wann fallen diese an und wie hoch sind sie?

• Mit welchem Zinsfuß sind diese abzudiskontieren?

Bisher wurde in diesem Beitrag die Lebenszykluskostenrechnung

nur aus der Sicht des Unternehmens

betrachtet. Die gleichen Fragen können aber auch

aus Kundensicht, Ressourcensicht oder aus Lieferantensicht

gestellt und beantwortet werden. ■

www.uni-magdeburg.de

Autor

Dr.-Ing. Dipl.-Math. Michael Schabacker arbeitet am Lehrstuhl für

Maschinenbauinformatik im Institut für Maschinenkonstruktion an der

Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg.

43


Marktübersicht

Produktdatenmanagement-Systeme

In der folgenden Marktübersicht stellen PDM-Anbieter ihre Produkte vor. Nur ein ausgewähltes Spektrum an Spezifikationen und Firmenein

trä gen hat an dieser Stelle Platz. Alle Einträge basieren auf den Angaben der jeweiligen Firmen, die Unternehmen sind für den Inhalt

ihrer Einträge verantwortlich. Detaillierte Informationen bietet die ausführliche Marktübersicht unseres Online-Magazins IT&Production.

www.it-production.com

Anbieter Internet-Adresse Produktname

Alpha Business Solutions AG www.abs-ag.de Proalpha

ARC Solutions GmbH www.arcsolutions.de Teamcenter

BCT Technology AG www.bct-technology.com Teamcenter Express & Teamcenter Unified Architecture

Cadbas GbmH www.cadbas.de Part Explorer, iMech X, 3D-Search-IT

Camos Software und Beratung GmbH www.camos.de Camos Configurator

Cenit AG www.cenit.de/sap Object Relation Manager

Cenit AG www.cenit.de/ecadintegration SAPIntegration von Tools für PCB Design

Cenit AG www.cenit.de/cdi SAP Integration von Catia V5 & V6

Cenit AG www.cenit.de/connect Cenit Connect-intelligente Prozess-Lösung

Cenit AG www.cenit.de/enterpriseconnector Enterprise Connector

Cenit AG www.cenit.de/deepintegration Visual Process Management

Cimpa www.cimpa.com

Computer Komplett Ascad GmbH www.ascad.de Ascad Siemens PLM Solution MAP - Teamcenter MultiCAD

Computer Komplett Ascad GmbH www.ascad.de Ascad PTC Solution MAP

Computer Komplett Steinhilber Schwehr AG www.computerkomplett.de Teamcenter

Conmatix GmbH www.conmatix.de Teamcenter (Siemens PLM Software)

Contact Software GmbH www.contact.de CIM Database

Coscom Computer GmbH www.coscom.eu Factory Director

Dassault Systèmes Deutschland GmbH www.3ds.com/de Enovia V6

Datasolid GmbH www.datasolid.com Smarteam Design Express, Caddy++ PDM

Datasquare GmbH & Co. KG www.datasquare.de Aras Innovator

Dontenwill AG www.dontenwill.de Business Express

EAS Engineering Automation Systems GmbH www.eas-solutions.de Leegoo Builder

Eggheads CMS GmbH www.eggheads.de CMI24

Epicor Software Deutschland GmbH www.epicor.de Epicor ERP

Eplan Software & Service www.eplan.de/autodesk Vault Professional / Productstream Professional

F&M Consulting www.flexpo.de Flexpo - PDM

FHJKgroup GmbH www.fhjkgroup.de Dimanos

GUS Group AG & Co. KG www.gusgroup.com GUS-OS ERP

HCV Data Management GmbH www.hcv.de DB Works Enterprise

44 www.it-production.com


Systemeinführung

1992

1999

k.A.

k.A.

1986

2007

2002

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2006

2000

2007

k.A.

1998

1986

k.A.

1998

1990

2000

2008

k.A.

2006

1985

1999

1997

2008

2004

2001

1982

2004

1998

Systemtyp Funktionen und Services

Generisches PDM-System

Modul eines ERP-Systems

CAD-Teamdaten-Management

Dokumentenmanagement

3D-Baugruppen

Produktkonfiguration

Stücklistenmanagement

Variantenmanagement

Klassifikation/Sachmerkmalleisten

Output Management

Publishing-Komponente

Terminplanung

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Kostenmanagement

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Projektmanagement

Kollaboration

Sicherheitskonzept

2D-Viewing-Komponente

3D-Viewing-Komponente

Langzeitarchivierung

Compliance Management

45

Middleware

Visualisierungsfunktionen


Marktübersicht

Produktdatenmanagement-Systeme

Die hier präsentierten Firmen sind selbst für ihren Eintrag verantwortlich.

Anbieter Internet-Adresse Produktname

Hybris www.hybris.de Hybris PCM

IBS AG www.ibs-ag.de IBS:MES

ICP Solution GmbH www.icpsolution.com Oracle´s Agile PLM Engineering

IFS Deuschland GmbH & CO. KG www.ifsworld.com IFS Applications

Itelligence AG www.itelligence.de SAP PDM

Keytech Software GmbH www.keytech.de Keytech PLM

Lectra Deutschland GmbH www.lectra.com/en/fashion_plm Lectra Fashion PLM

LTE Consulting GmbH www.lte.de PDM9000

Mitan Wirtschaftssoftware AG www.mitan.de Mitan 4T

MMH Software GmbH www.mmh-software.de Speedy - PDM

N+P Informationssysteme GmbH www.nupis.de Autodesk Vault

Oracle Deutschland B.V. & Co. KG www.oracle.com/de Agile PLM

Orcon GmbH www.orcon.de Phoenix/PDM

PBU CAD-Systeme GmbH www.pbu-cad.de Enovia Smarteam

PBU CAD-Systeme GmbH www.pbu-cad.de Teamcenter Express

PDM technology Aps http://pdmtechnologygroup.com Bluestar PLM

Piterion GmbH www.piterion.com Pitcon

Plan Software Beratungs und Entwicklungs GmbH www.plansoft.de Easykat

Proalpha Software AG www.proalpha.de Proalpha

Procad www.procad.de Pro.file

PTC GmbH www.ptc.com Windchill 10

SAP Deutschland AG & Co. KG www.sap.de/plm SAP Product Lifecycle Management

Schema GmbH www.schema.de Schema ST4

Schrempp EDV GmbH www.schrempp-edv.de SIVAS ERP II

SIC Software Industrie Consult GmbH www.sic-consult.de SICSone/PDM

Siemens Industry Software GmbH & Co. KG www.siemens.com/plm Teamcenter

Solidline AG www.solidline.de Solidworks Enterprise PDM

Solidline AG www.solidline.de DBWorks Enterprise

Solidworks Deutschland GmbH www.solidworks.de Solidworks Enterprise PDM

Tesis PLMware GmbH www.tesis.de/plmware Teamcenter

Transcat PLM GmbH www.transcat-plm.com Enovia

46 www.it-production.com


Systemeinführung

2001

1982

1987

1998

1998

1993

1999

1984

1998

2000

2003

1995

1998

2001

k.A.

2003

2005

1993

1994

1998

1996

2000

1996

1996

1990

2006

1998

2006

1990

1997

Systemtyp

Generisches PDM-System

Modul eines ERP-Systems

CAD-Teamdaten-Management

Dokumentenmanagement

Funktionen und Services

3D-Baugruppen

Produktkonfiguration

Stücklistenmanagement

Variantenmanagement

Klassifikation/Sachmerkmalleisten

Output Management

Publishing-Komponente

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Terminplanung

Kostenmanagement

Projektmanagement

Kollaboration

Sicherheitskonzept

2D-Viewing-Komponente

3D-Viewing-Komponente

Langzeitarchivierung

Compliance Management

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Middleware

Visualisierungsfunktionen


PLM Wissen Kompakt: Verteilte Systeme

Entwicklungszusammenarbeit

koordinieren

Zahlreiche Kooperationsformen prägen die Arbeit in der Produktentwicklung: Mitarbeiter

innerhalb und außerhalb eines Unternehmens müssen in Abläufe einbezogen werden,

um hochwertige Produkte schnell auf den Markt zu bringen. Doch auch wenn Unternehmen

zusammenarbeiten, agieren ihre IT-Systeme noch häufig als Insellösungen.

Produktdaten- und Produktlebenszyklusmanagement-Systeme

(PDM/PLM) haben in produzierenden

Unternehmen die Aufgabe, die Verwaltung und

Lenkung von Daten und Ressourcen zu übernehmen.

Als Rückgrat der technischen Informationsverarbeitung

unterstützen sie einen unternehmensweit durchgängigen

Informationsfluss. Dabei helfen Funktionen wie

Produktstruktur-, Workflow-, Versions- und Variantenmanagement,

die große Komplexität von Produktentstehungsvorgängen

zu bewältigen. Inzwischen haben

sich PDM/PLM-Systeme zur zentralen Datenquelle

für Produktdaten in vielen produzierenden Unternehmen

entwickelt. Die Systeme liefern nun nicht mehr

nur Produktdaten für Entwicklung und Produktion, sondern

unterstützen zunehmend auch Unternehmensbereiche

wie Vertrieb, Einkauf oder Marketing.

Verschiedene Kollaborationsarten

in der Produktentstehung

PDM/PLM-Systeme sind für die Kollaboration in der

Produktentstehung unverzichtbar geworden. Dabei

48 www.it-production.com

nimmt die Zusammenarbeit verschiedene Formen an:

So lässt sich zwischen fachlicher, geografischer, unternehmensinterner

und -externer Kollaboration unterscheiden.

• Fachliche Kollaboration

Bei der effizienten Gestaltung von Entwicklungsprozessen

gewinnt die fachliche Kollaboration zwischen

Disziplinen der Produktentstehung an Bedeutung.

Hierunter fällt die Zusammenarbeit zwischen Maschinenbauern,

Elektrotechnikern und Softwareentwicklern,

aber auch zu Dienstleistungen und Marketing.

Dieser Technologie-Mix fordert von IT-Systemen

Unterstützung für ein disziplinübergreifendes System-

Engineering. Die besondere Herausforderung liegt in

der Vielzahl der IT-Lösungen und Datenmodelle in

den verschiedenen Disziplinen, die ein PDM/PLM-System

miteinander vereinen muss.

• Geografische Kollaboration

Durch die fortschreitende Globalisierung etablieren

Unternehmen weltweit immer mehr Standorte, die

Bild: Fotolia/Julien Eichinger


auf den gemeinsamen Datenbestand eines

PDM/PLM-Systems zugreifen müssen. Im Falle von

Konstruktions- oder Simulationsdaten erfordert dieser

Datenaustausch jedoch viel Zeit, um große Datenmengen

zu transportieren. Andere Daten wiederum

sind nur an einzelnen Standorten notwendig.

Für jeglichen Datenaustausch muss zudem die Sicherheit

der transportierten Daten stets garantiert

sein, um das intellektuelle Eigentum der Unternehmen

zu schützen. Bei weltweit agierenden Firmen

kommen noch Probleme wie unterschiedliche Zeitzonen

und kulturelle Unterschiede hinzu.

• Unternehmensinterne Kollaboration

Neue Organisationsstrukturen fordern effiziente

und flexible Kommunikations-, Koordinations- und

Kooperationsstrukturen für räumlich und zeitlich

getrennt ablaufende Planungs-, Entwicklungs-, Entscheidungs-

und Überwachungsabläufe. Die unternehmensinterne

Kollaboration betrifft Abteilungen,

aber auch die Zusammenarbeit zwischen einzelnen

Mitarbeitern. Diese Zusammenarbeit verlangt eine

gute Integration der Kollaborationswerkzeuge in

die Arbeitsumgebung, die im täglichen Arbeitsablauf

intensiv genutzt werden. Das kann aber gerade

bei alleinstehenden Kollaborationslösungen, die nur

selten genutzt werden, zu niedriger Akzeptanz der

Werkzeuge führen.

• Unternehmensexterne Kollaboration

Die unternehmensexterne Kollaboration bezeichnet

die Zusammenarbeit mit Partnern eines Unternehmens

oder seinen Zuliefereren. Die vielen Medienbrüche,

die hierbei auftreten, stellen die größte Herausforderung

für die PDM/PLM-Systeme dar: Andere

Unternehmen verwenden andere IT-Infrastrukturen

und eventuell auch andere PDM/PLM-Systeme. Das

Abbilden der Strukturen von einem System zu einem

anderen gestaltet sich dabei oft schwieriger als die

Konvertierung unterschiedlicher CAD-Formate untereinander.

Denn auch Austauschformate wie STEP

bilden nur einen gewissen Teil der Meta- und Strukturinformationen

ab, die in einem PDM/PLM-System

gespeichert sind. Zusätzlich birgt die Kollaboration

mit anderen Unternehmen rechtliche Probleme, die

durch entsprechende Verträge und Sicherheitsvorkehrungen

vermieden werden müssen.

Software an Unternehmensanforderungen

anpassen

PDM/PLM-Systeme bieten mit ihrer zentralen Rolle in

einem Unternehmen Ansatzpunkte für eine erfolgreiche

Kollaboration in allen erwähnten Bereichen. Sie

verwalten die Produktdaten verschiedener Disziplinen

und unterstützen die Verwaltung der Ressourcen und

Prozesse, die an der Produktentstehung beteiligt sind.

Um die fachliche Kollaboration zu unterstützen, stellen

die Systemanbieter verschiedene Erweiterungen

bereit. Dazu gehören neben selbst entwickelten Modulen,

um disziplinübergreifendes Systems Engineering

zu unterstützen auch Programmier-Schnittstellen, um

anderen Anwendungen den Zugriff auf die Daten des

IT-Systems zu erlauben. Diese Funktionalitäten decken

aber meist nur einen kleinen Teil dessen ab, was Unternehmen

für eine vollständig automatisierte Kollaboration

benötigen. Aus diesem Grund werden unternehmensspezifische

Veränderungen an den PDM/PLM-

Systemen vorgenommen, proprietäre Werkzeuge zum

Austausch entwickelt und einige Aktivitäten von Hand

ausgeführt. Diese Maßnahmen machen die Wartung

und Aktualisierung der IT-Systemlandschaften zu einer

Herausforderung. Die Unterstützung für geografische

Kollaboration bieten die meisten Systemen an, dazu

müssen sie allerdings in einem homogenen Umfeld

eingesetzt werden. Erst dann können Funktionen zur

automatischen Replikation der Daten zwischen Standorten

zuverlässig lokale Kopien für den schnellen Zugriff

zur Verfügung stellen. Probleme entstehen bei heterogenen

IT-Landschaften, wenn beispielsweise unterschiedliche

Versionen eines Systems an verschiedenen

Standorten eingesetzt werden.

Virtuelle Systeme für den

standortübergreifenden Einsatz

Um den Zugriff auf die Daten zu regeln und zu entscheiden,

welche Daten wohin repliziert werden sol-

49


PLM Wissen Kompakt: Verteilte Systeme

Die Zusammenarbeit über Unternehmens- und Abteilungsgrenzen hinweg

stellt gewachsene Systeme vor Herausforderungen. Um den Datenaustausch

zwischen Insellösungen sicherzustellen, kann sich der Einsatz etwa von virtuellen

Systemen oder XML-Standardschnittstellen lohnen.

len, verfügen PDM/PLM-Systeme über ausgefeilte Zugriffsmechanismen

und multiple Datenspeicher. Diese

unterstützen auch die unternehmensinterne Kollaboration

mit verschiedenen Funktionen − beispielsweise

für das Austauschen von Nachrichten mit Referenzen

auf Datenobjekte, Audio/Video-Chat, die

automatisierte Durchführung von Arbeitsabläufen

wie Freigabeprozesse. Neuere Systeme unterstützen

auch das gemeinsame Bearbeiten von CAD-Modellen,

wobei häufig CAD-Lösungen desselben Herstellers

unterstützt werden. Diese Funktionalitäten stehen

für die unternehmensexterne Kollaboration selten

zur Verfügung, da die IT-Systeme der Unternehmen

vielfach nicht miteinander verbunden sind. Als

Alternative bieten PLM-Lösungen die Möglichkeit,

Daten in gängige Austauschformate zu übertragen.

Dabei gehen allerdings systemspezifische Informationen

beim Austausch zum Teil verloren oder müssen

nachgetragen werden. Einen Ansatz, um die unternehmensexterne

Kollaboration zu verbessern, stellt

die Verwendung eines virtuellen PDM/PLM-Systems

50 www.it-production.com

dar, das auf verschiedene Systeme zugreifen

kann. Für Teilnehmer an der Kollaboration

wirkt der Zugriff wie der auf

ein zentrales System, im Hintergrund

werden die Daten aus den verschiedenen

Systemen abgerufen, so dass lokal

verfügbare Daten schnell geliefert werden

und nur entfernt gespeicherte

Daten eine längere Zugriffszeit benötigen.

Die IT-Lösung kann dabei auch in

Form von mehreren virtuellen PDM/PLM-

Systemen in einem Unternehmen zum

Einsatz kommen: Für jedes Produkt lässt

sich ein virtuelles System aufsetzen, mit

entsprechender Zusammenstellung an

zugreifenden Partnern und Quell-

PDM/PLM-Systemen.

Standardschnittstellen

als Alternative

Einen anderen Ansatz liefern standardisierte

Benutzeroberflächen wie PLM-Services.

Diese definieren neben einem Datenmodell

auch den Zugriff auf die Informationen.

Dabei gestatten Kollaborationswerkzeuge Anwendern,

über eine einheitliche Schnittstelle mit verschiedenen

Systemen zu kommunizieren. So lassen

sich Lösungen umsetzen, die auf bestehende Infrastruktur

aufbauen, aber selbst den gesamten Arbeitsplatz

inklusive Kollaborationswerkzeuge integrieren.

Von einer solchen standardisierten Schnittstelle

können auch unternehmensinterne Kollaborationen

profitieren. Von technischer Seite her basieren

diese Services auf einem Online-Dienst und

einer Spezifikation des dahinter liegenden Datenmodells

auf Basis von XML-Schemata. Diese gängigen

Technologien erlauben eine rasche Umsetzung

bei der Entwicklung von Anwendungen, welche die

PLM-Services verwenden. Auch in diesem Fall können

die Systeme nur die Daten zur Verfügung stellen,

die im Datenmodell definiert sind. Über festgelegte

Zugriffsmechanismen können die Ursprungssysteme

jedoch aktualisiert werden, ohne Daten in

den verbundenen Anwendungen zu beeinflussen.


Unterschiedliche Sichten auf

Produktdaten

Um die fachliche Kollaboration zu unterstützen, wie sie

in stark heterogenen IT-Systemlandschaften auftreten

oder durch die Entwicklung mechatronischer Systeme

gegeben sind, liefert die Forschung erste Lösungen.

Dazu zählt beispielsweise eine Kooperationsplattform,

die unterschiedliche Sichten auf die Produktdaten gestattet.

Hierbei wird sowohl das Problem des technischen

Datenaustauschs behandelt als auch etwaige

Kommunikationsprobleme, die durch die Zusammenarbeit

von Disziplinen entstehen. Unterschiedliche Datensichten

stellen dem Ingenieur einer Disziplin den

Blick auf seine gewohnten Produktstrukturen zur Verfügung.

Im Hintergrund sorgt die Kooperationsplattform

dafür, dass Änderungen an dieser Unterstruktur

in die vollständige Produktstruktur integriert werden.

Dieselben Mechanismen ermöglichen beispielsweise

Zulieferern bei einer unternehmensexternen Kollaboration,

auf Unterstrukturen einer oder mehrerer Disziplinen

zuzugreifen.

Voraussetzung für erfolgreiche

Kooperation schaffen

Selbst die modernsten PDM/PLM-Systeme und Kollaborationswerkzeuge

verlangen von Unternehmen einige

grundlegende Voraussetzungen, um eine erfolgreiche

kollaborative Produktentstehung umzusetzen.

So ist für die Verständigung nicht nur eine gemeinsame

Sprache wichtig, sondern auch die Nutzung

von sogenannten Ontologien. Darin werden Begriffe,

Relationen und Produktstrukturen, wie sie beispielsweise

im PLM verwaltet werden, zusammengefasst.

Die Ontologie bildet damit die Basis für den Gebrauch

von Fachwörtern im Rahmen der Produkt-

entstehung. Zur optimalen Zusammenarbeit der beteiligten

Unternehmen bedarf es zudem der organisatorischen

Einbindung von externen Arbeitsvorgängen

in die unternehmensinternen Arbeitsprozesse. In einigen

Kollaborationsfällen kann es daher notwendig

werden, das IT-System eingeschränkt zu öffnen, damit

Partnerunternehmen Zugang zu den Produktdaten erhalten.

Andererseits kann es auch erforderlich werden,

Sicherheitsvorkehrungen zu verschärfen, sofern die

Richlinien eines Partnerunternehmens dies vorschreiben.

Der Schutz des intellektuellen Eigentums muss

dabei durch technische Methoden genauso unterstützt

werden wie durch organisatorische Ansätze, etwa

durch Schulung der Mitarbeiter. Diese Schutzmaßnahmen

sind grundlegende Voraussetzungen für das

Vertrauen in den Kooperationspartner und die verwendeten

Technologien. Zugleich ist aber auch ein

hohes Maß an Transparenz bezüglich der Sicherheitstechnologien

notwendig, um die tägliche Arbeit nicht

unverhältnismäßig zu erschweren. Schließlich soll auf

Grundlage abgestimmter Prozessbeschreibungen langfristig

eine Vereinheitlichung der technischen und organisatorischen

Prozesse zwischen den kooperierenden

Unternehmen erfolgen. Heutige PDM/PLM-Systeme

bieten bereits vielfältige Mechanismen zur Kollaboration

und zur Umsetzung granularer Sicherheitsrichtlinien.

Doch bislang nutzen nur wenige Unternehmen

diese umfassenden Software-Instrumente in vollem

Umfang. Die historische Entwicklung der IT-Lösungen

und damit verbundene, ausgeprägte System-Heterogenität

in vielen Unternehmen sorgt weiterhin für

hohen Bedarf an Lösungen, die eine effektive Kollaboration

auf PLM-Basis gestatten, ohne umfangreiche

Änderungen an bestehenden IT-Systemlandschaft vorzunehmen.


www.ipk.fraunhofer.de

Autoren

Dr.-Ing. Haygazun Hayka (l.) ist Leiter der Abteilung

Informations- und Prozesssteuerung des Fraunhofer-Instituts

für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik (IPK).

Dipl.-Inform. Lars Wolter (r.) ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am

Institut für Werkzeugmaschinen und Fabrikbetrieb der TU Berlin.

51


PLM Wissen Kompakt: Produktdatenmanagement

Funktionale Produktbeschreibung

Modellbasiertes Systems

Engineering

Einen Ansatz zur disziplinübergreifenden Entwicklung komplexer technischer Produkte

stellt das Systems Engineering dar. Doch die vernetzte Methode stößt an ihre Grenzen, sobald

das Produkt und damit die Produktstückliste verändert werden: Ingenieuren können

Einflüsse auf die Anforderungen von Kunden oder der Konstruktion nicht nachverfolgen.

Wissenschaftler der TU Kaiserslautern arbeiten an einer Lösung, um eine Brücke zwischen

Anforderungen und Produktstückliste auf der Produktdaten-Ebene zu schlagen.

Die heutige Entwicklung komplexer technischer

Produkte umfasst das Zusammenspiel verschiedenen

Disziplinen der Mechanik- und Elektrokonstruktion

sowie Softwareentwicklung. Das Systems Engineering

stellt einen geeigneten Ansatz dar, um diese

Disziplinen schon in frühen Entwicklungsphasen zusammenzubringen.

Dieses Konzept unterstützt die Produktentwicklung

durch eine Anforderungserfassung,

sowie eine interdisziplinäre Produktkonzeptbeschreibung

und -validierung. Dabei berücksichtig der Ansatz

das Gesamtproblem, also alle Anforderungen an das

Enwicklungssystem. Will ein Ingenieur das Produkt und

damit die Produktstückliste abändern, kann er aber

nicht sofort erkennen, welche Auswirkungen dies auf

die Anforderungen hat. Heutzutage bestehen demnach

kaum anwendbare Ansätze, um diese Produktkonzeptmodelle

in PDM-Systemen zu verwalten.

Modellbasiertes Engineering

Einen erweiterter Ansatz dieses Konzepts bietet das

modellbasierte Systems Engineering. Dabei arbeiten

Ingenieure und Konstrukteure schon in frühen Phasen

der Produktentwicklung durchgängig mit digitalen

Modellen. Gleichzeitig wird das Produkt in der Konzeptphase

funktional beschrieben, Entwickler aus verschiedenen

Disziplinen gewinnen damit ein gemeinsames

Verständnis des Produkts. Diese frühen, funktionsorientierten

Produktmodelle werden basierend

auf den Anforderungen der Kunden und Ingenieursanforderungen

erstellt und dienen zudem als Basis

für die disziplinspezifische Detailentwicklung, die

52 www.it-production.com

ebenfalls modellgetrieben ist. Diese durchgängige Arbeit

mit digitalen Modellen gestattet die Vernetzung

aller Entwicklungsergebnisse. Die konzeptionelle Produktbeschreibung

kann auf diese Weise als Brücke

zwischen Anforderungen und Produktstückliste auf

der Produktdatenmanagement-Ebene (PDM) wirken.

Allgemeine Beschreibungsstufe

Frühe Konzeptmodelle eines Produktes werden

grundsätzlich auf zwei Stufen erstellt: Einer allgemeinen

Beschreibungsstufe und einer konkreten Simulationsstufe.

Auf beiden Stufen stehen Ingenieuren verschiedene

Modellierungssprachen zur Verfügung. Die

Beschreibungsebene der ersten Modellierungsstufe

nutzt flexible graphische Modellierungssprachen.

Schemata und Diagramme umfassen dabei beispielsweise

Entwickleranforderungen, Funktionen oder generische

Strukturen. Diese grafischen Produktbeschreibungsmodelle

sind übersichtlich und sollen für

alle am Modellierungsprozess beteiligten Personen

verständlich sein. Obwohl allgemeine Regeln zur Verknüpfung

bestimmter Arten von Modellelementen

existieren, sind die auf der Beschreibungsebene entstehenden

Modelle nicht in ihrem ganzen Umfang

vom Rechner interpretier- und ausführbar.

Konkrete Simulationsstufe

Die zweite Stufe der interdisziplinären Modellbildung

umfasst vom Rechner interpretier- und ausführbare Simulationsmodelle.

Als typische Vertreter der Simulati-


Die verschiedenen Stufen der Produktmodellierung werden vom Systems Engeneering durchdrungen, wie diese

Darstellung, angelehnt an VDI 2206 und Fraunhofer IPK, zeigt.

onssprachen sind Matlab und Modelica zu nennen. Sie

gestatten, technische Systeme objekt- oder komponentenorientiert

zu modellieren. Dabei können in den

Modellen Gleichungen − beispielsweise für physikalische

Gesetze − nicht nur hinterlegt, sondern auch ausgeführt

werden. Der Detaillierungsgrad kann variieren:

Zunächst können abstraktere Modelle mit generalisierten

Komponenten, beispielsweise aus einer Bibliothek,

aufgebaut und simuliert werden. Die Modellte

dienen dazu, Erkenntnisse über erste Konzeptideen zu

gewinnen. Es existieren aber auch Simulationsmodelle,

die Produktkomponenten und ihr Verhalten in großem

Detail beschreiben und eine hohe Aussagegüte liefern.

Die Grenze zwischen der abstrakten, funktionsorientierten

Modellierung und der Modellierung im tiefen

Detail ist auf der zweiten Stufe der Produktmodellierung

fließend. Es besteht keine Möglichkeit, Detaillierungsebenen

festzulegen, die in PDM mitverwaltet

werden könnten. Eine direkte Abbildung dieser Detailmodelle

im PDM wäre, bedingt durch den Umfang

der Simulationsmodelle, sehr aufwändig.

PDM-Anbindung realisieren

Die Modelle auf der übergeordneten Beschreibungsebene

zeigen dagegen ein besseres Potenzial zur

PDM-Anbindung: Diese Modelle sind weniger formell,

also vom Rechner auswertbar, und mehr vom Menschen

begreifbar: Sie werden vom Ingenieur, ausgehend

von den in der Regel frei ausformulierten Produktanforderungen,

manuell generiert. Eine Anknüpfung

an die Anforderungen, die der Rechner sonst

nicht automatisch auswerten kann, ist somit vorgegeben.

Darüber hinaus arbeiten Produktbeschreibungsmodelle

mit weniger Details als beispielsweise eine

Produktstückliste. Die Implementierung einer Anbindung

− beispielsweise von SysML-Modellen − im PDM

ist wiederum eine sehr sensible Angelegenheit. Das

liegt primär an der Funktionsweise von PDM-Systemen

und dem Aufbau der Produktbeschreibungsmodelle:

PDM-Systeme verwalten primär hierarchische Strukturen,

während Produktbeschreibungsmodelle oft komplexer

aufgebaut sind, Klassische Funktionsstrukturen

sind zum Beispiel nicht hierarchisch. Dennoch lässt sich

ein hierarchischer Aufbau feststellen: Funktionen werden

in Teilfunktionen aufgeteilt. Darüber hinaus sind

die Teilfunktionen wiederum auf jeder Hierarchieebene

über Signal-, Energie- und Stoffflüsse untereinander

verbunden. So gliedert sich die Funktion ‘Scheibe Wischen’

bei der Konstruktion eines Autos in die Teilfunktionen

‘Reinigungsmittel Auftragen’ und ‘Abwischen’,

wobei das Auftragen des Reinigungsmittels

53


PLM Wissen Kompakt: Produktdatenmanagement

wiederum aus den Teilfunktionen ‘Reinigungsmittel

befördern’, ‘Reinigungsmittel leiten’ und ‘Reinigungsmittel

verteilen’ besteht. Damit ergibt sich eine netzwerkartige

Funktionsstruktur, die aus verschiedenen

Arten von Beziehungen in Produktbeschreibungsmodellen

besteht. Bei einer PDM-Integration sollten idealerweise

die Informationen zu allen Beziehungen im

PDM mitverwaltet werden. Der Lehrstuhl für Virtuelle

Produktentwicklung (VPE) der Technischen Universität

Kaiserslautern hat diese Beziehungsarten in Produktbeschreibungsmodellen

klassifiziert:

• Hierarchische Beziehungen auf

Produktionsdatenebene

Die primäre Beziehungsart, die auf die PDM-Ebene

übertragen werden kann, ist die hierarchische Baumstruktur.

Generische Produktstrukturen sowie Funktionsstrukturen

sind in erster Linie hierarchisch aufgebaute

Modelle.

• Verbindungen unter Modellelementen

innerhalb einzelner Modelle

Oft bestehen auf den einzelnen Hierarchieebenen zusätzliche

Beziehungen unter Modelelementen. Außer der

Funktionsstruktur kann hier eine in SysML modellierte generische

Produktstruktur als Beispiel dienen: Die Haupthierarchie

lässt sich mit Blockdefinitionsdiagrammen darstellen,

während komplexere Beziehungen wie Referenzen,

Flussgrößen und typisierte Ports unter einzelnen

Komponenten anhand interner Blockdefinitionsdiagramme

aufgenommen werden können.

• Referenzierungen unter Modellelementen

über Modellgrenzen hinweg

Die letzte Stufe des Detaillierungsgrades stellen die Beziehungen

bestimmter Modellelemente innerhalb verschiedener

Modelle dar. Hier zeigt sich der große Vor-

54 www.it-production.com

teil des modellbasierten Systems Engineering: Elemente

der generischen Produktstruktur, beziehungsweise

Funktionsstruktur lassen sich zum Beispiel auf Anforderungen

referenzieren. Es ist oft sinnvoll Typen dieser

Referenzbeziehungen anzulegen: eine Komponente

kann zum Beispiel eine Funktion ‘realisieren’ und eine

Anforderung ‘erfüllen’.

Derzeit spezifizieren die Wissenschaftler der Hochschule

aufbauend auf diesen Beziehungsarten ein

zentrales VPE-Datenschema, das alle für die Integration

mit PDM-Systemen relevanten Inhalte von

Produktbeschreibungsmodellen umfasst.

Klarheit über die Modellinhalte

Der große Vorteil eines Systems Engineering VPE-

Datenschemas erschließt sich aus den klaren Modellinhalten.

Diese lassen sich auf verschiedenen

Stufen ihrer Vernetztheit auf dem PDM-Backbone

verwalten. Die PDM-Integration kann insbesondere

sehr nützlich sein, wenn das entwickelte Produkt

gegen die ursprünglichen Anforderungen validiert

wird, beziehungsweise wenn Auswirkungen von

Änderungen an Anforderungen auf das Produkt

eingeschätzt werden müssen. Alle Geschäftsprozessworkflows

auf der PDM-Ebene könnten dann

über diese Nachverfolgungsfunktionalität erweitert

werden, um die Transparenz und die frühe Fehlervermeidung

zu verbessern. Das kann gerade auf

der PDM-Ebene erfolgreich umgesetzt werden, weil

Freigabe- und Änderungsprozesse, Konfigurationsmanagement

sowie die damit verbundene Produkthaftung

Aspekte der Produktentwicklung darstellen,

die auf dieser Ebene abgewickelt werden.■

http://vpe.mv.uni-kl.de

Autoren

Professor Dr.-Ing. Martin Eigner, Dipl.-Ing. Torsten

Gilz und Dipl.-Ing. Radoslav Zafirov arbeiten

am Lehrstuhl für Virtuelle Produktentwicklung

der Technischen Universität Kaiserslautern.


56 Aras Software AG

57 CENIT

P

Hersteller & Produkte

58 CIDEON Software GmbH

59 CONTACT Software GmbH

60 Dassault Systemes Deutschland GmbH

61 DataSquare GmbH & Co. KG

62 DSC Software AG

63 EPLAN Software & Service GmbH & Co. KG

64 ICP Solution GmbH

65 ifu Hamburg GmbH

66 keytech Software GmbH

67 PBU CAD-Systeme GmbH

68 Perspectix AG

69 PROCAD GmbH & Co. KG

70 Parametric Technology GmbH

71 SAP Deutschland AG & Co.KG

72 Siemens Industry Software GmbH & Co.KG

73 SolidWorks Deutschland GmbH

74 usb GmbH

www.it-production.com 55


PLM-Kompetenz: Aras Software AG – Werbung –

Die innovative Enterprise Open Source-

Lösung für eine weltweite PLM-Strategie

Wer heute als Prozessverantwortlicher eine unternehmensweite

PLM-Lösung einführen möchte, steht

vor zahlreichen organisatorischen und finanziellen

Herausforderungen. Mit der von Aras entwickelten

Anwendung Aras Innovator gelingt der Start in ein

PLM-Projekt sehr schnell und ohne finanzielles Risiko.

Die als Enterprise Open Source kostenfrei angebotene

Lösung steht nach dem Download sofort mit dem

vollen Funktionsumfang für eine unbegrenzte Anzahl

von Nutzern bereit.

Gleichzeitig unterstützt die moderne Software-

Architektur eine flexible Integration der PLM-Lösung

in die bestehende IT-Anwendungslandschaft. Grundlage

hierfür ist die modell-basierende serviceorientierte

Architektur (SOA). Für Kunden bedeutet dies höchste

Flexibilität bei der Anbindung von CAD/CAM- und

ERP-Systemen sowie eine rasche Integration von

weltweiten Standorten.

Modell-basierende SOA

Die Implementierung beschleunigt sich durch den

grafischen Workflow-Editor ganz erheblich. Der hohe

Grad an Flexibilität erlaubt es, die Lösung eng an

bestehende Betriebsabläufe auszurichten. Software-

Entwickler und Fachabteilungen arbeiten in Augen-

Kontakt

Aras Software AG

CH-4502 Solothurn

Telefon: +41 32 636 11 06

info@aras.com

www.aras.com

höhe an der Umsetzung und entwerfen

so sehr rasch einen ersten

Prototyp. Erfahrene IT-Spezialisten

können innerhalb von sechs bis

zwölf Wochen eine stabile Pilotanwendung

starten.

Gemeinsam sind wir

stark

Weltweit engagieren sich Tausende

von Anwender in einem internationalen

Netzwerk: So sind bereits

zahlreiche eigenständige Community-

Projekte entstanden, die den Funktionsumfang

von Aras Innovator

kontinuierlich erweitern. In der

Basisversion unterstützt Aras bereits Funktionen wie

das Projektmanagement nach PMI- oder APQP-

Prinzipien, die Produktentwicklung inklusive CMIIbasiertem

Change Management sowie die Qualitätssicherung

mit FMEA Risk Management.

Geschäftsmodell

Optional bietet Aras verschiedene Subscriptionsverträge:

Diese enthalten Leistungen wie Online-

Support, Hotline, Updates, kostenfreies Training,

nützliche Tools sowie ein Preisnachlass auf Beratungsleistungen.

!

Weitere Informationen:

Internet: http://www.aras.com/de/

Aras Blog: http://arasplm.wordpress.com/

56 www.it-production.com P


PLM-Kompetenz: CENIT – Werbung –

CENIT – VON INNOVATIVEN IDEEN

ZU PERFEKTEN PRODUKTEN

Prozesse, Menschen und Technologien zusammenführen,

aufeinander abstimmen und optimieren,

damit Produkte schneller auf den Markt kommen –

vor dieser Herausforderung stehen alle Unternehmen

der Fertigungsindustrie. Genau hier setzt das Beratungs-,

Service- und Softwareangebot der CENIT AG

im Product Lifecycle Management (PLM) an. Die

umfassenden Leistungen beruhen auf Standardprodukten

von Dassault Systèmes sowie SAP und

werden durch CENIT-eigenen Lösungen abgerundet.

Dazu gehört unter anderem die CENIT FASTSUITE mit

ihren branchenspezifischen Softwareprodukten zur

Prozessautomatisierung, sowie cenitCONNECT auf

Basis von SAP PLM 7, angereichert um Erweiterungen

für die integrierte Produktentwicklung mit SAP.

Die über 700 international tätigen Mitarbeiter/innen

verfügen über ein hohes Prozess- und Technologieverständnis

einzelner Branchen und unterstützen Kunden

aus der Fertigungsindustrie bei der Optimierung der

digitalen Produktentwicklung und Produktion.

P

Dieses fundierte Know-how macht CENIT

zum idealen Partner bei der Umsetzung

einer ganzheitlichen und durchgehenden

PLM Strategie. Unsere Experten unterstützen

Fertigungsunternehmen dabei, branchenspezifische

Standardprozesse zu etablieren,

bei gleichzeitiger Qualitätssteigerung Kosten

einzusparen und auch in Zukunft wettbewerbsfähig

zu bleiben. Faktoren wie die

Reduktion von Ausfallzeiten, Verkürzung

des Time-to-Market und ein optimiertes

Änderungsmanagement sind entscheidend

für den langfristigen Erfolg. Erfolgreiche

Partnerschaften mit weltweit marktführenden

Unternehmen wie Dassault Systèmes

und SAP belegen die hervorragende Marktposition.

So ist CENIT unter anderem Dassault Systèmes

Value Added Reseller für CATIA, DELMIA, DYMOLA,

ENOVIA und SIMULIA, aber auch anerkannter

Education Partner des führenden CAD Software

Anbieters. Im SAP Umfeld ist CENIT als Software

Solution Provider und Service Partner zertifiziert.

Dazu gehört auch der Status als Special Expertise

Partner für SAP PLM und NetWeaver.

Weit über 1.300 Unternehmen der Fertigungsindustrie

vertrauen auf die PLM Expertise der CENIT.

Wann sprechen wir mit Ihnen?

Kontakt

CENIT

Industriestraße 52-54

D-70565 Stuttgart

Tel.: 0711 7825-30 Fax: 0711 7825-4000

info@cenit.de www.cenit.de/plm

www.it-production.com 57


PLM-Kompetenz: CIDEON Software GmbH – Werbung –

Maßgeschneiderte Komplettlösungen für

Ihren Unternehmenserfolg

Innovationskraft, kurze Projektlaufzeiten und gemeinsames

Arbeiten entscheiden heute über den Erfolg

eines Unternehmens. Je intensiver die eigenen Prozesse

und IT-Systeme ineinander greifen, desto schlagkräftiger

lässt sich am Markt agieren. Konsequente

Integration ist für uns der Schlüssel, den Anforderungen

von morgen gewachsen zu sein. Wir gestalten

individuelle Lösungen rund um SAP PLM, die Ihre

Unternehmensbereiche konsequent verbinden und Ihre

Prozesse transparenter & effizienter machen.

Ausgewiesene Expertise

Unser leistungsstarkes Team verfügt über ausgewiesenes

Engineering Know-how und über 20 Jahre

Routine in der Integration von SAP ERP Systemen. In

den 1990ern brachten wir die SAP PLM Integration für

AutoCAD als erstes Standardprodukt auf den Markt.

Von da an wächst unser Portfolio kontinuierlich um

weitere CAD-Systeme wie Inventor, MicroStation, Solid

Edge und SolidWorks.

CATIA V6 Integration - optimale

Qualität bei maximalem Funktionsumfang

Ab 2011 haben wir mit der

Entwicklung der CIDEON

Integration CATIA V6

für SAP begonnen. Die

sechste Direktintegration

von CIDEON Software

ermöglicht die nahtlose

Integration von CATIA V6-basierten Konstruktionsdaten

in unternehmerische Geschäftsprozesse und stellt einen

weiteren Meilenstein im Bereich Product Lifecycle

Management Lösungen von CIDEON Software dar.

Kundenorientierte Entwicklung

garantiert

Im Fokus unseres Wirkens stehen Sie mit Ihren

Anforderungen und Problemstellungen im Tagesbetrieb.

Wir sind dankbar für den offenen Austausch

und lassen Ihre Erfahrungen unmittelbar in die

Entwicklung einfließen. Gleichzeitig setzen wir auf

Standards in enger Abstimmung mit SAP und CAD-

Herstellern. So entstehen wirtschaftlich attraktive

Softwareprodukte, die genügend Flexibilität für die

aktuellen und künftigen Ansprüche bieten.

Stetiges Wachstum

Ein wichtiger Baustein unserer Arbeit stellt die individuelle,

umfassende Beratung dar. Wir entwickeln mit

Ihnen gemeinsam eine auf Ihre Bedürfnisse optimal

zugeschnittene Lösung, die Ihren gesetzten Zielen

entspricht. Unsere Experten in der Support-Abteilung

stehen Ihnen 15 Stunden am Tag für Rückfragen zur

Verfügung und gewährleisten kurze Reaktionszeiten.

Unser Erfolg spiegelt sich in kontinuierlichem Wachstum

wider: Wir sind heute in Europa, Amerika und Asien

vertreten. Mehr als 400 Kunden aus über 35 Ländern

nutzen unsere hochwertigen Softwarelösungen. An die

35.000 Lizenzen sind vergeben.

Kontakt

CIDEON Software GmbH

Peterstraße 1 02826 Görlitz

Tel.: +49 3581 3878-0

Fax: +49 3581 3878-19

info@cideon-software.de www.cideon-software.de

58 www.it-production.com P


PLM-Kompetenz: CONTACT Software GmbH – Werbung –

Produktdaten- und Prozessmanagement

CONTACT Software ist einer der führenden Anbieter

von Lösungen für den Innovationsprozess und PLM.

Schnelleres Time to Market, zuverlässigere Daten und

Prozesse, verbesserte Steuerungsfähigkeit, Compliance

sowie geringere Produkt- und Entwicklungskosten

zählen dabei zu den wichtigsten Vorteilen. Zu unseren

Kunden gehören zahlreiche Marktführer der Branchen

Automotive, Maschinen- und Anlagenbau,

Medizintechnik und Aerospace sowie Betreiber

öffentlicher Infrastrukturen. Produktentwicklung ist

Projekt- und Teamarbeit. Unsere Lösungen helfen,

Arbeit zu organisieren, Prozesse sicher und effizient

auszuführen, in Teams und Unternehmensnetzwerken

zusammenzuarbeiten und alle Daten und Dokumente

geltungssicher verfügbar zu machen.

Im Mittelpunkt des Produktportfolios stehen die

Standardlösungen

• CIM DATABASE für das Produktdaten- und Product

Lifecycle Management (PDM/PLM)

• CONTACT Project Office für das 360° Projekt- und

Prozessmanagement

• CONTACT Workspaces für das kollaborative

CAD-Datenmanagement.

Standardschnittstellen zu den führenden CAx-Werkzeugen

und ERP-Systemen wie SAP stellen den

integrierten und unternehmensweiten Systemverbund

und durchgängige Geschäftsprozesse sicher.

Als Gesamtanbieter mit Erfahrung aus vielen hundert

Kundenprojekten ist CONTACT für Komplettlösungen

aus abgestimmter Beratung, Umsetzung und Technologie

aus einer Hand verantwortlich.

P

Produkte und Lösungen

CIM DATABASE ist die Informationsdrehscheibe für

alle Daten und Dokumente entlang der Prozesse und

Projekte in der Produktentwicklung. CIM DATABASE

ist als Turn-Key Lösung ausgelegt und ermöglicht

gleichzeitig hochgradig skalierbare und maßgeschneiderte

Lösungen durch das umfassende Anwendungsportfolio

und weitreichende Anpassbarkeit.

CONTACT Project Office unterstützt mit seinem 360°

Projekt- und Prozessmanagement die Planung,

Steuerung, Kontrolle und besonders auch die

eigentliche Projektarbeit.

CONTACT Workspaces verbinden Selbstorganisation,

Teamwork und Integration in der Hand der Konstrukteure

und CAD-Entwickler. Gleichzeitig enthält die

offene Architektur herausragende Funktionen für die

unternehmensübergreifende Zusammenarbeit mit

Partnern und Zulieferern.

Kontakt

CONTACT Software GmbH

Wiener Straße 1-3 D-28359 Bremen

Tel: +49 (0) 421 - 201 53-0

Fax: +49 (0) 421 - 201 53-41

info@contact.de www.contact.de

www.it-production.com 59


PLM-Kompetenz: Dassault Systemes Deutschland GmbH – Werbung –

Create, Share and Experience Products in 3D

Als Weltmarktführer von 3D- und Product-Lifecycle-

Management-Lösungen(PLM) betreut die Dassault

Systèmes Gruppe mehr als 130.000 Kunden in 80 Ländern.

Seit 1981 agiert Dassault Systèmes als Vorreiter

im 3D-Softwaremarkt und entwickelt PLM-Lösungen

und -Services, die standortübergreifend Produktentwicklungsprozesse

unterstützen. PLM-Lösungen von

Dassault Systèmes bieten die dreidimensionale

Betrachtung des gesamten Produktlebenszyklus, der

vom ersten Konzept bis hin zum fertigen Produkt reicht.

Das Portfolio von Dassault Systèmes besteht aus:

CATIA für virtuelles Design - eine weltweit marktführende

Lösung für Produktkonstruktion und Innovation.

Tausende Unternehmen in den verschiedensten

Industrien haben sich bereits für die virtuellen

Entwicklungskapazitäten von CATIA entschieden, um

den Erfolg ihrer Produkte zu steigern.

DELMIA für digitale Produktion und Fertigung - mit

dieser Lösung sind Unternehmen in der Lage, den

gesamten Fertigungsprozess virtuell zu definieren, zu

planen, zu überwachen und zu steuern.

SIMULIA für realistische Simulation - Konstrukteure

und Entwickler sind damit in der Lage, die Produkteigenschaften

zu verbessern, die Zahl der physikalischen

Prototypen zu reduzieren und Innovation zu

fördern.

ENOVIA für Innovation durch Zusammenarbeit - alle

am Produktentstehungsprozess Beteiligte -seien es

Anwender, Zulieferer oder Partner – sind standortübergreifend

vernetzt. Jeder arbeitet mit demselben,

stets aktuellen Datenbestand.

EXALEAD für innovative Suchtechnologie - bietet

optimierte, hoch performante Recherchen nach

strukturierten und unstrukturierten Daten im Unternehmen

und im Web. Das Suchergebnis wird in eine

Rich Applications Online Platform Universal App’s

kohärente und strukturierte Informationsquelle umgewandelt,

die sich kontinuierlich den Veränderungen

der Daten anpasst.

3DVIA für lebensechte Erfahrungen - 3D als die universelle

Sprache wird Verbrauchern und Experten – egal

ob zu Hause oder im Unternehmen zugänglich

gemacht. Damit lassen sich Produkte aus dem täglichen

Leben in einer virtuellen Welt entwickeln, testen und

erleben.

Kontakt

Dassault Systemes Deutschland GmbH

Meitnerstr. 8,

70563 Stuttgart

Tel.: 0711/27 300-0

DACH.info@3ds.com www.3ds.com/de

60 www.it-production.com P


PLM-Kompetenz: DataSquare GmbH & Co. KG – Werbung –

Wir passen uns an. Ganz einfach und schnell.

DataSquare & Aras Innovator: PLM optimal implementieren

Vor allem zwei Aspekte erschweren Unternehmen die

Entscheidung für ein PLM-System: Die langwierige und

kostenintensive Einführung sowie die Sorge, dass das

System nicht nahtlos in die bestehende Unternehmens-

IT und die Betriebsabläufe eingebunden werden kann.

Mit Aras Innovator bietet DataSquare eine erfolgreich

erprobte, effektive PLM-Software, die diese Bedenken

ausräumt: Aras Innovator ist ein äußerst flexibles

und schnell anpassbares System zur Automatisierung

aller Geschäftsprozesse von der Produktentwicklung

bis zur Entsorgung.

Als europäischer Aras-Partner der ersten Stunde blicken

wir auf eine jahrelange Erfahrung mit dem Customizing

von Aras Innovator für einzelne Kunden und der

Entwicklung branchenspezifischer Lösungen sowie

neuer Schnittstellen zurück. Mit unserem Know-how

und den optimalen technologischen Voraussetzungen

von Aras Innovator reduzieren wir den Implementierungsaufwand

auf ein Minimum. Und sorgen für

eine enge Anpassung des Systems an die Bedürfnisse

unserer Kunden.

P

Flexibel durch modellbasierte SOA

Die serviceorientierte Architektur, also die Nutzung von

Webservices, garantiert die einfache und hochflexible

Integration von Aras Innovator: Das System fügt sich in

jede bestehende Systemumgebung ein. Die Customizing-Zeiten

werden durch den modellbasierten

Ansatz erheblich reduziert und die konsequente

Nutzung bewährter Microsoft-Technologien sorgt für

einen schnellen Rollout. Aras-Innovator Anwendungen

werden so nicht nur schnell maßgeschneidert, sie

können auch einfach an veränderte Geschäftsbedingungen,

neue Wettbewerbsanforderungen oder

gesetzliche Vorgaben angepasst werden.

Skalierbar durch modularen Aufbau

Im Bezug auf den Umfang der Implementierung ist

Aras Innovator genauso flexibel: Dank des modularen

Aufbaus können nicht nur komplette PLM-Prozesse,

sondern auch einzelne Unternehmensabläufe

abgebildet werden. Dies bietet Unternehmen die

Möglichkeit, zunächst einzelne Module, z. B. für PDM,

DMS, PM oder QM, einzuführen und den Einsatzbereich

dann schrittweise zu erweitern.

Lizenzkostenfrei durch Open-

Source-Strategie

Aras Innovator ist die einzige PLM-Software, der

das Microsoft Enterprise-Open-Source-Geschäftsmodell

zugrunde liegt. Das heißt, der Source-Code für alle

Module ist offen und das System ist für die Microsoft-

Plattform frei verfügbar – bei vollem Zugriff für eine

unbegrenzte Anzahl von Nutzern. Damit entfallen hohe

Startinvestitionen durch Lizenzkosten.

Kontakt

DataSquare GmbH & Co. KG

Tempowerkring 6

21079 Hamburg

Tel.: 040/70388766-0 Fax: 040/70388766-99

info@datasquare.de www.datasquare.de

www.it-production.com 61


PLM-Kompetenz: DSC Software AG – Werbung –

SAP PLM mit einem Klick

Ein Blick, ein Klick und Augenblicke später hält der

Fotograf das Bild in der Hand. Ohne kompliziertes

Einstellen, einfach auf Knopfdruck. Das Prinzip der

Sofortbilder ist so einfach wie genial. Mit Engineering

Control Center, ECTR, hat die DSC Software AG

dieses Prinzip auf SAP PLM übertragen. Ein Blick, ein

Klick – und benötigte Informationen sind sofort und

ohne Spezialwissen im Kasten.

Einfach und flexibel – diese Eigenschaften zeichnen

ECTR aus. Einfach, weil SAP-Funktionen auf

Knopfdruck aufgerufen werden. Flexibel, weil sie

objektabhängig und zielgruppenspezifisch verfügbar

sind. Mit ECTR lassen sich Prozesse und Informationen

für alle Unternehmensbereiche gestochen scharf

ablichten.

Das Motto „SAP PLM mit einem Klick“ gilt für alle

DSC-Lösungen. Passende Motive für die modular

aufgebaute Standardsoftware finden sich reichlich rund

um PLM-Grundlagen, Technische Dokumentation,

Dokumenten-Management, CAx- oder spezifische

Integrationslösungen. Den Blick fürs dafür Wesentliche

hat die DSC in über 100 Individuallösungen für

verschiedene Branchen geschärft.

Blickfang Factory Control Center

Das Auge für Neues beweist die DSC mit der Lösung

Factory Control Center, FCTR. Bislang war es schwierig,

Produktentwicklung und Fertigungsplanung durchgängig

in SAP zu integrieren. Mit FCTR lassen sich

auf SAP-Basis Systembrüche zwischen den beteiligten

Bereichen überwinden sowie isolierte Informationen

und Prozesse vermeiden.

FCTR ist ein echter Blickfang. Denn die Lösung

integriert verschiedene CAM-Systeme und vollständige

Werkzeugbibliotheken durchgängig in SAP. Im Bereich

DNC sorgt sie für den prozessgesteuerten Transport

aller NC-Daten an die Maschine und zurück. Schnell

einsetzbare Arbeitsabläufe ermöglichen effiziente

Prozesse für die Arbeitsvorbereitung, CAM- und

DNC-Integration sowie die Werkzeugverwaltung.

Über die DSC Software AG

Im Fokus der DSC Software AG sind innovative

Integrationslösungen rund um SAP PLM. Das Unternehmen

ist SAP-Partner für die SAP PLM Integration

für NX. Den hohen Standard der Lösungen sichert

ein Qualitätsmanagementsystem gemäß DIN ISO

9001:2008.

Kontakt

DSC Software AG

Am Sandfeld 17

76149 Karlsruhe

Tel. +49 (0) 721/9774-100 Fax: +49 (0) 721/9774-101

info@dscsag.com www.dscsag.de

62 www.it-production.com P


PLM-Kompetenz: EPLAN Software & Service GmbH & Co. KG – Werbung –

Maßgeschneiderte PLM-Konzepte

EPLAN Software & Service beschleunigt Produktentstehungsprozesse.

Auf Basis integrierter Systeme

entwickelt der Lösungsanbieter durchgängige

Engineering-Lösungen in Maschinen- und Anlagenbau,

Automotive, Energietechnik und vielen wei-

teren Branchen. Von der Planung und Konstruktion

über die Fertigung bis zur Instandhaltung werden

unterschiedliche Phasen im Produktlebenszyklus

unterstützt.

Beratung in Zentrum

Der Lösungsanbieter entwickelt maßgeschneiderte

PLM-Konzepte auf Basis marktführender CAx- und

PDM-Lösungen aus dem EPLAN- und Autodesk-

Portfolio. Umfangreiche Dienstleistungen wie

Prozessanalysen, ROI-Betrachtungen, Implementierungskonzepte,

Beratung, Customizing und

Training sichern Unternehmen ein Höchstmaß an

Produktivität im Engineering.

P

Der Sprung zu mehr Produktivität

Auch auf die Frage der Mechatronik hat EPLAN die

passenden Antworten. Mit dem funktionalen

Engineering lassen sich sämtliche Kernprozesse der

Produktentstehung abbilden.

Das EPLAN Engineering

Center (EEC) bildet die entsprechendeIntegrationsplattform

zum Aufbau von

Produktstrukturen, leistungsfähigemVariantenmanagement

und einer effizienten

Produktkonfiguration.

Disziplinen vereint

Die EPLAN-Plattform in

Verbindung mit den Autodesk-Produkten

für MCAD

und PDM sichert Datendurchgängigkeit

über alle

Disziplinen. Mit EPLAN Electric

P8 (Elektro-Engineering),

EPLAN Fluid (Fluid-Engineering),

EPLAN PPE (EMSR-

Technik) und EPLAN Pro

Panel (Schaltschrankbau) arbeiten sämtliche Bereiche

auf einheitlicher Datenbasis. Anwender profitieren

von effizienten Workflows und disziplinübergreifendem,

mechatronischen Engineering.

Kontakt

EPLAN Software & Service GmbH & Co. KG

An der alten Ziegelei 2

D-40789 Monheim am Rhein

Tel.: 02173/3964-0 Fax: 02173/3964-25

info@eplan.de www.eplan.de

www.it-production.com 63


PLM-Kompetenz: ICP Solution GmbH – Werbung –

Die ICP Solution ist der Partner für Oracle

Accelerate PLM Lösungen

Seit vielen Jahren ist die ICP Solution der stärkste

Oracle Partner für Product Lifecycle Management

Lösungen im Umfeld der mechanischen Industrie.

Ihr Kundenstamm erstreckt sich über die verschiedensten

Branchen angefangen im Maschinen- und

Anlagebau, über die Automobilindustrie, der

Medizin- und Gerätetechnik bis hin zur Luftfahrtund

Verteidigungsindustrie. Die ICP Solution ist

nicht nur Oracle Gold Partner, sondern auch

spezialisierter Partner für die Oracle Accelerate PLM

Lösung im Mittelstand. Industrieunternehmen

profitieren durch die Oracle Accelerate PLM Lösung

in folgenden Aspekten:

Durch die voreingestellten industrierelevanten

Prozesse ist die maßgeschneiderte Softwarelösung

einfach anzuwenden und schnell zu implementieren.

Die vorkonfigurierten Prozesse der Produktentwicklung

resultieren aus den jahrelangen Erfahrungen im

Industrieumfeld und der Adaption innovativer

Geschäftspraktiken führender Unternehmen. Die

enthaltenen Schlüsselprozesse umfassen das Artikel-,

Dokumenten-, Stücklisten-, Versions-, Änderungs-

und Konfigurationsmanagement. Des

Weiteren können auch während der Implementierung

individuelle Anforderungen (gleichbleibende

oder sich ständig ändernde) berücksichtigt und

somit die Lösung optimal angepasst werden.

Diese Möglichkeit der schnellen Reaktion auf

Änderungen der Geschäftsanforderungen und der

damit verbundenen einfachen und kostengünstigen

Anpassung bietet einen klaren Wettbewerbsvorteil.

Nur so können sich mittelständische Unternehmen

der Problematik kurzer Entwicklungszeiten, hoher

Produktinnovation und ständigen Kostendrucks stellen.

Die ICP Solution ist darauf fokussiert, sich diesen

Herausforderungen gemeinsam mit ihren Kunden

zu stellen und als Partner hilfreich mit überzeugenden

Produkten und erfahrenen Beratern zur Seite zu stehen.

Für Unternehmen, die an einer schnellen und

risikoarmen Softwareimplementierung interessiert

sind, ist Oracle Accelerate eine hervorragende

Alternative, eine „world class“ Software zu einem

beispiellosen Eintrittspreis zu erwerben.

Kontakt

ICP Solution GmbH

Ida-Ehre-Platz 12

20095 Hamburg

Tel. 040 / 303 750 8-0

info@icpsolution.com www.icpsolution.com

64 www.it-production.com P


PLM-Kompetenz: ifu Hamburg GmbH – Werbung –

Nutzen Sie die verborgenen Potenziale

in allen Phasen des Lebenszyklus!

Analysieren, Ergebnisse verzahnen, optimieren –

in Ihren Produktionsabläufen stecken mehr

Ressourcen als Sie denken.

Ressourcen sind zu kostbar, um damit verschwenderisch

umzugehen. Im produzierenden Gewerbe machen sie

den Löwenanteil an den gesamten Produktionskosten

aus. Ressourcenplanung und -optimierung sind der

entscheidende Hebel für eine effizientere und damit

erfolgreichere Produktion. Es ist die zentrale Aufgabe

des Product Lifecycle Managements (PLM), diesen

Hebel in Bewegung zu setzen. „Never touch a running

system!“ gilt für eine effiziente, nachhaltige Produktion

nicht – hier heißt es: „Besser heute als morgen!“.

Perspektive verändern

Während Unternehmen erhebliche Kosten und Mühen

in den Entwicklungsprozess eines Produktes stecken,

werden in der Produktions- und Absatzphase, aber auch

in der Entsorgungsphase Optimierungspotenziale verschenkt.

Zwar berücksichtigen PLM-Konzepte den

Bereich des Recyclings, allerdings erfolgt zu selten eine

Analyse der Nutzung von Ausschuss und Abfällen zur

Rückführung in den Produktionsprozess. Ein neuer

Blickwinkel und der Einsatz geeigneter Softwaretools

zeigen detailliert auf, wo bereits kleine Optimierungen

zu erheblichen Ressourceneinsparungen führen können.

Visualisieren, modellieren,

optimieren

Seit fast 20 Jahren analysieren und optimieren Unternehmen

weltweit ihre Produktionsprozesse mit der Softwarelösung

Umberto ® der ifu Hamburg GmbH. Eines

der Keyfeatures ist die hervorragende Visualisierung des

Produktionsprozesses durch Sankey-Diagramme.

P

Über anschauliche Visualisierungen zu mehr

Erfolg.

Sämtliche Material- und Energieflüsse werden mengenproportional

grafisch dargestellt. Auf dieser Basis

können nun für unterschiedliche Szenarien Prozesskostenrechnungen,

Modellierungen und Bilanzierungen

vorgenommen werden.

Zusammenführung von Unternehmens-

und Umweltdaten

Entscheidende Grundlage bilden hier die Daten des

eigenen Unternehmens. Um Effizienzvorteile realisieren

zu können, müssen diese mit den relevanten Daten der

Unternehmensumwelt verknüpft werden. Das leistet

der SAP-zertifizierte Umberto ® Integrator, durch den

Umberto ® einfach an ERP-Systeme angebunden

werden kann. Diese Integration ermöglicht den Perspektivenwechsel.

Das Durchspielen unterschiedlicher

Szenarien zeigt neue und ressourcenschonende

Wege zum nachhaltigen PLM auf.

Weitere Informationen: www.umberto.de/plm.

Kontakt

ifu Hamburg GmbH

Herr Alexander Scheibner

Max-Brauer-Allee 50 22765 Hamburg

Tel.: +49(0)40 480 0090

a.scheibner@ifu.com www.ifu.com

www.it-production.com 65


PLM-Kompetenz: keytech Software GmbH – Werbung –

keytech PLM – der Schlüssel zum

Produkterfolg

keytech hat sich seit 1993 auf die Optimierung von

Geschäftsprozessen mit Schwerpunkt auf das Product-

Lifecycle-Management (PLM) spezialisiert. In bisher

über 1.000 Implementierungen weltweit unterstützen

die keytech-Lösungen die Kunden während des

gesamten Lebenszyklus eines Produkts – vom Konzept

bis zur Entsorgung. Dabei baut das Unternehmen die

Brücke zwischen der Engineering- und Prozessebene.

Als sinnvolle Ergänzung zum umfassenden PLM bietet

keytech Komponenten zum einheitlichen, unternehmensweiten

Dokumentenmanagement.

keytech: Management auf allen

Ebenen

Vom Design zum fertigen Produkt ist es ein langer

Weg. Die keytech Software GmbH unterstützt die

gesamte Prozesskette und gibt Unternehmen hierfür

eine All-in-One-Lösung an die Hand: Ob PLM, DMS

oder ECM – keytech ermöglicht die professionelle

Verwaltung und Organisation aller im Lebenszyklus

eines Produktes erzeugten Daten und Dokumente.

Projekte & Co. effizient managen

Verschiedene keytech-Module erlauben die komfortable

Verwaltung relevanter Informationen. So ist

zum Beispiel ein umfassendes Artikelmanagement

zur automatisierten Generierung und Organisation

von Produkten sowie Stücklisten möglich, was den

Informationsfluss und die Qualitätssicherung fördert.

Auch das Projektmanagement-Modul trägt zur Prozessoptimierung

bei.

DMS/ECM: Schalten und (ver)walten

Beim elektronischen Austausch sensibler Daten mit

Kunden, Partnern und Lieferanten schützt die E-Mail-

Archivierung nicht nur vor Verlust wichtiger Informationen,

sondern ist sogar gesetzlich vorgeschrieben.

Das keytech-Dokumentenmanagement-System (DMS)

ermöglicht abteilungsübergreifend den Zugriff auf

revisionssichere Daten in Echtzeit. Kombiniert mit

dieser Funktionalität bildet das PLM-System eine

einheitliche Unternehmensplattform, die Grenzen

überwindet und Struktur schafft.

Nahtlose Integration: CAD und ERP

Die keytech-Lösung lässt sich durch ihren modularen

und skalierbaren Aufbau schrittweise implementieren

und reibungslos in die bestehenden Unternehmensprozesse

integrieren. Dabei können beispielsweise

CAD- und ERP-Systeme problemlos an das PLM-

System angebunden werden. keytech verfügt über

jahrelange Expertise in der Integration namhafter

CAD-Programme wie SolidWorks, Catia V5, Inventor,

SpaceClaim, SolidEdge, ME10, AutoCAD und

andere. Auch zu unterschiedlichen ERP-Systemen wie

SAP, Microsoft Dynamics, NAV/AX, Infor LN, Infor,

ABAS etc. findet das Unternehmen immer die

richtige Verbindung.

Kontakt

keytech Software GmbH

Suderwichstraße 68

45665 Recklinghausen

Tel. +49 2361-98580-0 Fax +49 2361-98580-23

info@keytech.de www.keytech.de

66 www.it-production.com P


PLM-Kompetenz: PBU CAD-Systeme GmbH – Werbung –

Mittelständische Stärken

mit PLM verknüpfen

Um mehr von Marktchancen zu profitieren und

Abteilungen vom hohen Arbeitsaufkommen zu

entlasten, suchen viele mittelständische Unternehmen

zur Zeit Wege, technische und vertriebliche

Bereiche enger miteinander zu vernetzen, und finden

sich mitten im Thema „PLM“ wieder. Planungsmethoden

zur Vorgehensweise sind zumeist auf große

Unternehmen ausgerichtet. Doch der Mittelstand hat

andere Vorteile, die es zu stärken gilt und auch die

Situation hinsichtlich verfügbarer Ressourcen ist eine

andere. Die PBU hat ein Analysekonzept entwickelt,

das auf diese Besonderheiten ausgerichtet ist.

Dieses dient zur Ermittlung des Nutzens und der

konkreten Umsetzung einer PLM-Lösung mit in

großen Unternehmen erprobten technischen

Anwendungen.

Zweck der Analyse

Warum analysieren, wenn schnelles Handeln erforderlich

ist? Sowohl in der technischen als auch in der

eigentlichen Projektumsetzung können Störungen

auftreten, die, wenn zu spät erkannt, ein Vielfaches

des angenommenen Zeit- und Kostenaufwands verursachen.

Dass diese Störungen „Umsetzungsrealität“

sind, zeigen Erfahrungswerte bei „Enterprise-

Lösungen“. Ergebnisse einer ernüchternden Studie

aus diesem Bereich können Sie bei uns anfordern.

P

Erarbeitung der Ergebnisse

Handlungsfelder werden in Gesprächen und Workshops

mit allen beteiligten Verantwortlichen und

„Key Usern“ identifiziert. Somit wird sowohl ein

gesamtbetrieblicher Überblick als auch ein detaillierter

Blick auf abteilungsspezifische Betrachtungsweisen

gewährleistet. Zudem ist die frühe Einbindung von

Mitarbeitern wichtig für die spätere Akzeptanz in der

Umsetzung. Ein Faktor, der schon oft genug unterschätzt

wurde und dazu geführt hat, dass sich der

Nutzen nicht vollständig in der gewünschten Zeit

gezeigt hat.

Umsetzung

In der Umsetzung greift die PBU auf nahezu das

gesamte Lösungsportfolio von Siemens PLM Software

zurück. Insbesondere auf Teamcenter, die meist

verbreitete PLM-Plattform der Welt. Siemens PLM

Software steht dabei für Kontinuität in der Weiterentwicklung

und Offenheit im Datenaustausch, die

PBU für eine saubere Implementierung und Betreuung

einer durchgängigen Infrastruktur zur Erreichung

Ihrer Ziele.

Weitere Informationen über die

!

PBU, die Analyse

und Referenzen zu erfolgreich umgesetzten PLM-

Projekten, können Sie unter plm-analyse@pbucad.de

anfordern.

Kontakt

PBU CAD-Systeme GmbH

Robert-Bosch-Str. 8

86551 Aichach

Tel.: +49 8251 8191-0

www.pbu-cad.de

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PLM-Kompetenz: Perspectix AG – Werbung –

PLM-integrierter Vertrieb und technische

Projektierung mit P’X5 TM

Die Perspectix AG ist ein technologisch führender

Lösungsanbieter für den PLM-integrierten Vertrieb

und die technische Projektierung variantenreicher

Produkte. Kunden aus den Branchen Maschinenund

Anlagenbau, Ladenbau, Elektrotechnik sowie

Lager-, Logistik- und Einrichtungssysteme setzen

die P’X5 TM Software Suite von Perspectix erfolgreich

in der Vermarktung ihrer erklärungsintensiven

Investitionsgüter ein.

Maschinen-Konfiguration Anlagen-Konfiguration

Einrichtungs-Konfiguration Elektro-Konfiguration

P´X5 TM ist eine durchgehende Lösung für modular

aufgebaute Investitionsgüter, die kundenspezifisch

konfiguriert werden. Die P’X5 TM Software Suite

umfasst:

• Produkt- und Projekt-zentriertes CRM

• Produktkonfiguration

• 3D Aufstellungsplanung

• Stücklistenverwaltung

• Preiskalkulation & Angebotserstellung

• CAD/PDM/ERP-Integration

P’X5TM stellt eine enge Verbindung der vertriebsrelevanten

Daten aus dem Product Lifecycle

Management (CAD, PDM, ERP) sowie dem Customer

Relationship Management (CRM) her und fügt

Planungsintelligenz so hinzu, dass Vertriebsprozesse

in hohem Masse optimiert werden können. CAD-

Daten fliessen nahtlos in die plastische Produktkonfiguration

am Bildschirm ein. Eine Integration zu

ERP-Systemen sichert die Durchgängigkeit der Daten.

Die in fünf „Engines“

aufgeteilte Software-

Suite P´X5TM erlaubt eine

konsistente Abbildung

aller Produkt- und Verknüpfungsregeln,

die das gesamte

Umfeld eines Produktes

in Aufstellungsplanungen,Projektierungsvorschlägen

und Dienstleistungen

berücksichtigen.

P'X5 TM Referenzen: agta

record, Bosch Rexroth,

DORMA, Franke Küchentechnik,

Gilgen Door

Systems, Hamilton, Köttermann,

Linde Ladenbau,

Lista, Montech, Otto Bihler Maschinenfabrik,

Procter & Gamble, Rheinmetall MAN, Siemens,

Sortimo International, TRUMPF Medizin Systeme,

USM, Wieland Electric, etc.

Kontakt

Perspectix AG

Hardturmstrasse 253

CH-8005 Zürich

Tel.: +41 44 445 95 95

info@perspectix.com www.perspectix.com

68 www.it-production.com P


PLM-Kompetenz: PROCAD GmbH & Co. KG – Werbung –

PRO.FILE PLM:

einfach - sicher - wirtschaftlich

3x3 – hinter dieser Formel verbirgt sich die PROCAD Philosophie für PLM:

einfach, sicher, wirtschaftlich.

Dies gilt in jeder Hinsicht – egal, ob es sich um PRO.FILE, die Implementierung

und Einführung von PRO.FILE oder den Betrieb von PRO.FILE handelt. PRO.FILE ist

wirtschaftlich, weil es einfach ist. PRO.FILE ist einfach, weil es sicher ist.

Mit PRO.FILE kommen Sie sicher zum Erfolg, weil es wirtschaftlich und einfach ist.

Einfach

Einfaches Produkt

• Modernes User-Interface

• mit wenig Klicks zum Ziel

• Standardisierte Integrationen zu CAD und ERP

Einfache Einführung

• Vorbereitete Dienstleistungspakete

• Vorlagen für Projektstrukturpläne

• Self-Service über die PRO.FILE Management Console

Einfacher Betrieb

• Supportportal 7 x 24h aktiv

• Telefon-Service-Center in Karlsruhe

• Hotline, Support & Update-Garantie

Sicher

Sicheres Produkt

• Software-Know-how bei PROCAD

• bewährt in 900 Projekten

• Moderne SOA Architektur

P

Sichere Einführung

• 95% aller Projekte „in time“ und „in budget“

• DGPM zertifizierte Projektleiter

• Langjährige Erfahrung im Markt

Sicherer Betrieb

• PRO.FILE Management Console

• Standardisiertes Kernsystem

• Konzentration auf Windows-Umgebung

Wirtschaftlich

Wirtschaftliches Produkt

• Modularer Aufbau der Software

• Vorkonfigurierte Softwaremodule

• Mühelose Personalisierung der Bedienoberfläche

Wirtschaftliche Einführung

• Vordefinierte Masken und Workflows

• Geringer Trainingsaufwand für Anwender und

Administratoren

Wirtschaftlicher Betrieb

• Anpassungen und Erweiterungen durch Self-Service

Funktionen

• Supportverträge auch für kundenspezifische

Anpassungen

Kontakt

PROCAD GmbH & Co. KG

Vincenz-Prießnitz-Str. 3

Tel. 49 721 96565

info@procad.de

www.procad.de

www.it-production.com 69


PLM-Kompetenz: Parametric Technology GmbH – Werbung –

PTC – Parametric Technology Corporation:

“Design Anywhere - Build Anywhere”

PTC bietet Softwarelösungen

für die diskrete Fertigung an

und stellt dazugehörige Beratungsdienstleistungen

bereit.

Der PLM-Anbieter (Produktlebenszyklusmanagement)unterstützt

damit die Produktentwicklung

von Fertigungsunternehmen

bei Maßnahmen zur

Globalisierung, Verkürzung

von Markteinführungszeiten

und der Steigerung von Prozesseffizienz

und Produktqualität.

Dabei zählt der Nasdaq-gelistete

US-Konzern mit weltweiter

Präsenz, über 27.000 Kunden,

einem Jahresumsatz von etwas über 1 Milliarde US

Dollar und weltweit mehr als 5.500 Mitarbeitern zu

den führenden PLM-Anbietern von Softwarelösungen

und Consulting.

Im Dialog mit den Kunden verfolgt PTC einen klaren

Lösungs- und Prozessorientierten Consulting-Ansatz.

Daneben stellt PTC ein hochinnovatives Technologieportfolio

für die Abstützung der Entwicklungsprozesse

bereit:

• Das Flaggschiff-Produkt: die integrale, web-basierte

und skalierbare PLM-Plattform Windchill ® für

die weltweite Zusammenarbeit in der Produktentwicklung

•die integrale Integrity ® -Plattform (vormals MKS)

für das Software System-Lebenszyklusmanagement/

Embedded Software

•die revolutionär auf rollenbasierten Apps aufgebaute

MCAD-Plattform Creo ®

•die windchill-basierte Arbortext ® -Suite für die

Bereitstellung von on-demand Wartungsinformation

für den After-Market-Bereich

Zu den Kernbranchen von PTC zählen beispielsweise

die Automobilindustrie (AUDI, Bosch, Continental,

Hyundai-Kia, Schaeffler, Toyota, Volkswagen, Volvo,

ZF, u.a.), der Maschinen- und Anlagenbau (Festo,

Gildemeister, Liebherr, Schindler, u.a.), die Luft- und

Raumfahrtindustrie (Boeing, EADS, Thales, u.a.) oder

die High-Tech- und Elektronikindustrie (Bose,

Harman/Becker, Motorola, Nokia, Samsung, u.a.), der

Einzelhandel, die Schuh- und Textilindustrie (adidas,

JCPenney, Reebok, u.a.) oder die Medizingeräteindustrie

(Otto Bock Healthcare, Stryker, Synthes,

u.a.).

Kontakt

Parametric Technology GmbH

Edisonstr. 8

85716 München-Unterschleißheim

Tel.+49 89 32106-0

www.ptc.com

70 www.it-production.com P


PLM-Kompetenz: SAP Deutschland AG & Co.KG – Werbung –

Innovative Produktentwicklung

Mit SAP ® Product Lifecycle Management (SAP PLM)

kundenorientierte, nachhaltige Produkte entwickeln

Wie können Sie die Produktinnovationszyklen so

effizient gestalten, dass Ihre Produkte schneller die

Gewinnzone erreichen? Wie steigern Sie Ihren

Umsatz durch neue Produkte? Wie schaffen Sie es,

das Risiko von Qualitätsmängeln zu senken und

gesetzliche Richtlinien einzuhalten?

SAP PLM liefert hierzu:

• eine nahtlos integrierte Lösung für den kompletten

Produktlebenszyklus

• eine IT-unterstützte Umgebung für Ingenieure,

die mehr Raum für Kreativität schafft

• eine einheitliche Datenbasis für Projektcontrolling

und Portfolio-Management

• ein durchgängiges Änderungsmanagement

• leistungsstarke Analysefunktionen zur besseren

Entscheidungsfindung

Die Vorteile von SAP PLM:

• Die Zusammenführung unterschiedlicher Tools in

eine einheitliche Umgebung ermöglicht eine ganzheitliche

Beschreibung Ihrer Produkte, die

Design, Elektronik und Software mit einbezieht.

P

• Erweiterte Funktionalitäten für effiziente

Produktentwicklung in weltweit verteilten

Entwicklungsteams: SAP PLM unterstützt

mehrere Arten der Kollaboration – der

direkte Zugriff auf das PLM System mit einem

speziellen, projektbezogenem Berechtigungskonzept

ist nur eine davon.

• Einfacher Datentransfer von Engineering

zu Manufacturing: die Product Structure

Synchronization-Funktionalität ermöglicht den

automatischen Transfer von der eBOM zur

mBOM. Somit können Ingenieure effizient

unkompliziert mit der Fertigung zusammenarbeiten.

• Ideenmanagement: sammeln, konsolidieren,

kategorisieren, evaluieren und verwalten

Sie alle Produktideen in einem System.

• Portfolio- und Projektmanagement: SAP ®

Portfolio and Project Management versetzt Sie in die

Lage, Ideen und Strategien mit den erforderlichen

Projektdaten, Workflows und Geschäftsprozessen zu

verknüpfen, sodass Portfolios und Projekte durchgängig

und reibungslos gesteuert werden können.

Mehr Informationen zu SAP PLM finden Sie

unter: www.sap.de/plm

SAP PLM Rapid Deployment Solutions - schnell

und einfach in wenigen Wochen implementiert:

www.sap.com/rds

Kontakt

SAP Deutschland AG & Co.KG

Hasso-Plattner-Ring 7

69190 Walldorf

Tel.: 0800 / 5 34 34 24

Info.germany@sap.com www.sap.de/plm

www.it-production.com 71


PLM-Kompetenz: Siemens Industry Software GmbH & Co. KG – Werbung –

From Integrated Engineering

to Integrated Operation

Die Siemens Industry Automation Division bietet

als einziger Anbieter weltweit mit der Software

COMOS ganzheitliche und objektorientierte Softwarelösungen

über den gesamten Lebenszyklus

einer Industrieanlage oder Maschine. Mit seiner offenen

Systemarchitektur und einer konsistenten

Datenplattform garantiert COMOS einen unternehmensweiten

Datenfluss ohne Datenverluste

und Inkonsistenzen. Somit werden Planungs- und

Betriebswelt bestmöglich verzahnt. Als integrierte

Softwarelösung ermöglicht COMOS ein durchgängiges

Anlagenmanagement von der Planung über

den Betrieb bis zur Stilllegung

oder Modernisierung einer

digitalen Anlage. Für unsere

Kunden bedeutet dies die

Optimierung ihrer Produktionsprozesse

bei gleichzeitiger

Minimierung von Aufwand

und Kosten und

damit eine nachhaltige

Wettbewerbsfähigkeit.

Effizienz durch

Transparenz

COMOS ermöglicht

einen lückenlosen Informationsfluss

von projektrelevanten Daten über alle

Unternehmensebenen und Projektphasen hinweg.

Dies garantiert effizientere Abläufe im Unternehmen

sowie kürzere Prozessdurchlauf- und Produktentwicklungszeiten.

Intelligenz

Jedes Objekt besitzt bei COMOS im Hinblick auf

die verschiedenen Gewerke (Verfahrenstechnik,

EMSR-Technik, Instandhaltung etc.) unterschiedliche

Attribute. Je nachdem, welches Gewerk ausgewählt

wird (z.B. die Pumpe in der Verfahrenstechnik),

werden diesem automatisch die entsprechenden

Parameter sowie die grafische Ausprägung zugewiesen.

Damit stellt COMOS als einziges ganzheit-

liches Anlagenmanagement System weltweit intelligente

Daten zur Verfügung.

Interoperabilität

Im durchgängigen, funktionsorientierten Konzept

von COMOS sind Planungs- und Betriebsphase der

Anlage nicht getrennt, sondern eng verzahnt. Die

so erreichte Interoperabilität sichert das optimale

Zusammenwirken aller Fachdisziplinen in jeder

Phase des Lebenszyklus und bietet verlässliche

Entscheidungsgrundlagen.

Weitere Informationen zu COMOS erhalten Sie

unter www.siemens.com/comos

Kontakt

Siemens Industry Software GmbH & Co.KG

Kruppstrasse 16

D-45128 Essen

Tel.: +49 (0) 201 816 1701

info.de.comos@siemens.com www.siemens.com/comos

72 www.it-production.com P


PLM-Kompetenz: SolidWorks Deutschland GmbH – Werbung –

PDM – Kernfunktion jeder PLM-Strategie

Mitarbeiter in der Entwicklung und Konstruktion

dürfen heute einfach keine Zeit mehr mit der Suche

nach Modellen oder Dokumenten vergeuden. Darüber

hinaus stehen sie in der Verantwortung, ausschließlich

korrekte Produktdaten an die Fertigung zu übergeben.

Bis es soweit ist, muss im Hintergrund viel Verwaltungsarbeit

geleistet werden. Dafür gibt es nur eine

Lösung und das sind intelligente PDM-Systeme, die als

Kollaborationsplattform verlässliche Werkzeuge bieten

und die nötige Entwicklungstransparenz schaffen.

Die Entscheidung für PDM ist der erste notwendige

Schritt, eine funktionierende PLM-Strategie aufzubauen.

Die Möglichkeit einer schrittweisen Einführung und die

damit verbundene Flexibilität ist gerade für kleine und

mittelständische Unternehmen der wirtschaftlichere und

sicherere Weg in Richtung PLM.

Mit SolidWorks Enterprise PDM bietet die Dassault

Systèmes SolidWorks Corp. ein effizientes Produkt für

die sichere Nutzung, Verwaltung und Wiederverwendung

von Produktdaten. Über einen sicheren Login und

leicht zu verwaltende Benutzerrechte haben neben

Konstrukteuren und Ingenieuren auch alle anderen am

Projekt beteiligte Personen Zugriff auf die Daten. Dazu

gehören Mitarbeiter aus der Buchhaltung, dem Vertrieb

oder Marketing ebenso wie Kunden und Zulieferer.

SolidWorks Enterprise PDM automatisiert Workflows,

rationalisiert Genehmigungsprozesse, stellt Versionskontrollen

sicher und sichert die erzeugten Konstrukti-

P

onsdaten. Die Vorteile der PDM-Lösung reichen von

einer höheren Produktqualität über optimierte Workflows

und reduzierte Kosten bis hin zu einer höheren

Produktivität. Faktoren, die sich positiv auf die Gesamtbetriebskosten

des Unternehmens auswirken.

DS SolidWorks liefert

neben der PDM-Lösung

auch Software für die

Konstruktion, Analyse,

Produktdokumentation

und Bewertung der

Umweltverträglichkeit.

Zu den Kunden zählen

renommierte Unternehmen aus den verschiedensten

Bereichen, wie etwa dem Anlagen- und

Maschinenbau, dem Werkzeug- und Formenbau,

der Medizintechnik, der Energiewirtschaft oder dem

Consumer-Bereich. Zudem kommen die SolidWorks

Lösungen in Design- und Ingenieurbüros ebenso

zum Einsatz wie in Lehrinstituten.

Kontakt

SolidWorks Deutschland GmbH

Hans-Pinsel-Straße 7 85540 Haar bei München

Tel. 0049-(0)89-612956-0 info.deutschland@3ds.com

www.solidworks.de (Hier finden Sie einen

SolidWorks Fachhändler in Ihrer Nähe)

www.it-production.com 73


PLM-Kompetenz: usb GmbH – Werbung –

Experience - Know-How - Success

Im Bereich Product Lifecycle Management (PLM) und dort insbesondere auf dem Gebiet

Konfigurationsmanagement gehört die usb GmbH zu den erfahrensten Beratungsunternehmen

im westeuropäischen Raum.

Kompetenz seit 30 Jahren

Die usb konnte zuerst mit Aufgaben aus der Luftund

Raumfahrtindustrie ihre Kompetenz beweisen.

Mittlerweile sind die Einführung und die Unterstützung

von Prozessen im PLM-Bereich, sowie die

Steuerung und Überwachung komplexer Systeme in

Luft- und Raumfahrt, Automobil- sowie produzierender

Industrie Kern unseres vielfältigen Leistungsspektrums.

Product Lifecycle Management ist in den vergangenen

Jahren insbesondere für größere und mittelständische

Unternehmen immer bedeutender geworden. Bei der

PLM Einführung steht die Prozessoptimierung und

der Einsatz strategischer Methoden im Mittelpunkt.

Hierbei ist die usb GmbH ein erfahrener Partner, der

das gesamte Portfolio bestehend aus Istanalyse,

Konzeption, Implementierung, Schulung und kontinuierlicher

Betreuung bereitstellt.

PLM in the Cloud…

...ist unsere neueste Dienstleistung. Das Management

der Fülle von Informationen, die über den Lebenslauf

eines Produktes anfallen, gewinnt zunehmend an

Bedeutung. Mit unserem Service ermöglichen wir

auch mittelständischen Unternehmen eine kostengünstige

IT-Lösung, um die Vorteile von PLM optimal

nutzen zu können. Wir stellen das PLM-System „Aras

Innovator“ auf Mietbasis zur Verfügung. Damit gewinnen

Sie ein Optimum an Flexibilität und Funktionalität.

Nähere Infos hierzu finden sie auf www.myplmcloud.de.

Was ist PLM?

Wo fängt es an? - Wo hört es auf?

Wer ist von PLM betroffen?

PLM - ein System, ein Prozess, eine Strategie?

Viele Fragen - Viele Antworten !

Hier setzt unsere „Basisschulung“ an. In einem 2-tägigen

Kurs vermitteln wir den Teilnehmern die Grundkenntnisse

zu PLM und liefern die Antworten zu den

hier gestellten Fragen. Somit wird sichergestellt, dass

alle Beteiligten ein gemeinsames Verständnis für den

Begriff PLM bekommen.

Kennen Sie schon unsere anderen

Produkte?

• M³ Gewichtsmanagement

• XOpenDoor - PLM Integration mit DOORS

• Verschiedene Module zu Oracle Agile PLM

Kontakt

usb GmbH

Betastr. 13a

85774 Unterföhring

Tel.: 089/99894283 Fax: 089/9280455

www.usb-muc.de www.myplmcloud.de

74 www.it-production.com P


PLM Wissen Kompakt 2011

Impressum

VERLAG/Postanschrift:

Technik-Dokumentations-Verlag GmbH®

TeDo-Verlag GmbH

Postfach 2140

D-35009 Marburg

Tel.: 06421/3086-0

Fax: 06421/3086-18

E-Mail: info@it-production.com

Internet: www.it-production.com

VERLEGER & HERAUSGEBER:

Dipl.-Stat. B. Al-Scheikly (V.i.S.d.P.)

REDAKTION:

Michael Eckl, Leitender Redakteur

Jessica von Ahn, Volontärin

ANZEIGEN:

Christoph Kirschenmann

Monika Zimmer

Annette Bittler

Tel. 06421/3086-0

Es gilt die Preisliste Nr. I/2011

GRAFIK & SATZ:

Verena Vornam

Nadin Rühl

DRUCKVERFAHREN:

Offset vierfarbig

Hinweise:

Applikationsberichte, Praxisbeispiele, Schal tun gen,

Listings und Manuskripte werden von der Redaktion

gerne angenommen. Veröffent li chungen in der

Fachzeitschrift IT&Production und Beilagen erfolgen

ohne Berück sichtigung eines eventuellen Patentschutzes.

Alle in der IT&Production oder Beilagen erschienenen

Beiträge sind urheberrechtlich ge schützt.

Re produktionen, gleich welcher Art, sind nur mit

schriftlicher Geneh migung des TeDo-Verlages erlaubt.

Für unverlangt eingesandte Manuskripte u.Ä.

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75


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