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<strong>Luftrettung</strong> 4 | 2010<br />

Das Förderermagazin<br />

NOTFALL<br />

Auf direktem Weg zur<br />

Lungentransplantation<br />

KLINIKNETZWERK WEITET SICH AUS<br />

Intensivtransport per<br />

Hubschrauber<br />

TECHNIK<br />

Start in ein neues<br />

Funk-Zeitalter


2<br />

Editorial<br />

Liebe Leserinnen,<br />

liebe Leser,<br />

„Die Kunst des Schenkens liegt darin, einem<br />

Menschen etwas zu geben, was er sich nicht kaufen<br />

kann.“ Nicht nur vor Weihnachten haben die<br />

Worte des Schriftstellers Alan Alexander Milne<br />

ein besonderes Gewicht. Denn unsere Besatzungen<br />

treffen regelmäßig auf Notfallpatienten,<br />

denen sie etwas schenken, das sie nicht kaufen<br />

können: Sie retten ihr Leben. Sei es durch eine<br />

Reanimation nach einem Herzstillstand, durch<br />

die schnelle Hilfe nach einem Schlaganfall oder<br />

durch den Transport schwer erkrankter Patienten,<br />

die unter Fortsetzung der intensivmedizinischen<br />

Therapie schnell und schonend in eine Spezialklinik<br />

gefl ogen werden müssen.<br />

So hat es Franziska Liebhardt aus Würzburg<br />

erlebt. Im Frühjahr 2009 war die junge Frau in<br />

einem gesundheitlich sehr kritischen Zustand.<br />

Durch eine Autoimmunerkrankung war ihre Lunge<br />

so stark geschädigt, dass sie dringend ein<br />

Spenderorgan benötigte. Mit einem Hubschrauber<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> wurde sie nach Hannover<br />

in eine Spezialklinik gefl ogen, wo ihr eine<br />

neue Lunge transplantiert wurde (siehe Seite<br />

22/23). 16 Monate nach der Transplantation gewinnt<br />

sie Leichtathletik-Gold bei den Europäischen<br />

Spielen der Transplantierten und Dialysepatienten<br />

in Dublin.<br />

Wenn auch Sie, liebe Leser, Menschen beschenken<br />

und zugleich helfen möchten, dann besuchen<br />

Sie uns doch einmal im Internet. Unter www.drfluftrettung.de/mitgliedschaft-verschenken.html<br />

wartet eine schöne Geschenkidee auf Sie.<br />

Fröhliche Weihnachten und geruhsame Feiertage<br />

wünschen Ihnen<br />

Ihr<br />

Dr. Hans Jörg Eyrich<br />

Vorstand<br />

Ihr<br />

Steffen Lutz<br />

Vorstand<br />

Titelfoto: Christoph von Haussen<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Foto: studiovespa - fotolia.com<br />

12<br />

06<br />

Tee trinken statt frösteln:<br />

Wie Sie Ihren<br />

Körper im Winter vor<br />

Auskühlung schützen,<br />

erfahren Sie auf den<br />

Seiten 12/13.<br />

Inh<br />

In den vergangenen Jahren haben sich<br />

deutschlandweit vermehrt Schwerpunktkliniken<br />

gebildet. Als Folge dieser<br />

Entwicklung gewinnen Patiententransporte<br />

per Hubschrauber rund um die Uhr<br />

immer mehr an Bedeutung.


alt<br />

04 Aktuell<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> erhält Zuschlag für neue Rettungshubschrauberstation<br />

in Weiden; Spenden für die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>;<br />

Jubiläen in Karlsruhe und Göttingen.<br />

06 Titelthema<br />

In 40 Jahren <strong>Luftrettung</strong> hat sich vieles verändert. Die<br />

schnelle Hilfe aus der Luft ist zum festen Bestandteil in der<br />

präklinischen Versorgung geworden.<br />

10 Mitarbeiterporträt<br />

Fundraising-Profi Elke Wagner bildet Außendienstmitarbeiter<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> für die Förderergewinnung aus.<br />

12 Gesund leben<br />

Der Winterspaß steht vor der Tür: So kommen Sie sicher<br />

und wohltemperiert durch die Minusgrade.<br />

14 Christopher Kids<br />

Wenn alles schläft, warten mobile Techniker der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

die Hubschrauber an den Stationen.<br />

16 Von den Stationen<br />

Nachrichten aus den Regionen.<br />

22 Notfall<br />

Frühjahr 2009: Franziska Liebhardts gesundheitlicher Zustand<br />

verschlechtert sich Tag für Tag, sie benötigt dringend<br />

eine Spenderlunge. Ein Einsatz für Christoph Weser.<br />

24 Technik<br />

Abhörsicher, rauschfrei und schnell: In Deutschland entsteht<br />

derzeit das weltweit größte BOS-Digitalfunknetz.<br />

26 Leserforum<br />

Zuschriften unserer Leser in Wort und Bild;<br />

Kinderzeichnungen; Impressum.<br />

28 Shop<br />

Geschenk-Ideen für Groß und Klein.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 4 || 2010<br />

Foto: Irina Wonneberg<br />

Composing: Inkje Dagny von Wurmb<br />

Foto: privat<br />

24<br />

10 1<br />

Mit der Einführung ng des Digitalfunks<br />

bricht ein neues Zeitalter der Kommunikation<br />

an – auch im Rettungsdienst.<br />

Derzeit rüstet die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> ihre<br />

Hubschrauber für den digitalen Quantensprung<br />

aus.<br />

Elke E Wagner ist Profi im Fundrai-<br />

ssing.<br />

Sie weiß, dass Qualität das<br />

A<br />

& O einer erfolgreichen Förderer-<br />

ggewinnung<br />

ist. Mit diesem An-<br />

sspruch<br />

schult und betreut sie<br />

AAußendienstmitarbeiter<br />

der <strong>DRF</strong><br />

L<strong>Luftrettung</strong>.<br />

22<br />

Ein Jahr nach ihrer<br />

Lungentransplantation<br />

steht Franziska<br />

Liebhardt<br />

ganz oben auf<br />

dem Treppchen.<br />

3


4<br />

Aktuell<br />

Kurz berichtet<br />

Neue Rettungshubschrauberstation in Weiden ab April 2011<br />

Foto: Marcel Mooij - fotolia.com<br />

Die Vergabe der neuen Rettungshubschrauberstation in Weiden werden, dass später auch ein 24-Stunden-Betrieb möglich ist.<br />

(Oberpfalz) war europaweit ausgeschrieben. Am 22. Oktober Die Besatzung der Rettungshubschrauberstation Weiden wird<br />

2010 hat der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehr- sich aus erfahrenen Piloten der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> sowie Retalarmierung<br />

Nordoberpfalz der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> den Zuschlag tungsassistenten des Zweckverbands für Rettungsdienst und<br />

für den Betrieb der neu zu errichtenden Station am Flugplatz Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz und Notärzten der Kli-<br />

Latsch erteilt. Am 1. April 2011 soll der neue Rettungshubniken Nordoberpfalz in Weiden sowie des Klinikums St. Marien<br />

schrauber vom Typ EC 135 P2+ erstmals zu lebensrettenden in Amberg zusammensetzen.<br />

Einsätzen starten. „Wir freuen uns sehr, dass wir als <strong>Luftrettung</strong>sorganisation<br />

mit fast 40-jähriger Expertise<br />

im medizinischen, fl iegerischen sowie<br />

technischen Bereich den Auftrag erhalten<br />

haben, zukünftig auch die <strong>Luftrettung</strong> in der<br />

Region Weiden sicherzustellen“, erklärt Steffen<br />

Lutz, Vorstand der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>. „Unsere<br />

Einsatzkräfte leisten bundesweit rund 34.000<br />

Einsätze pro Jahr. Allein in Bayern betreiben<br />

wir fünf Hubschrauberstationen, drei davon im<br />

24-Stunden-Betrieb“, ergänzt Dr. Hans Jörg<br />

Eyrich, Vorstand der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>. Vorerst<br />

ist ein Tagbetrieb von 7 Uhr bis Sonnenunter-<br />

Die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> hat Kurs auf Weiden in der Oberpfalz genommen.<br />

gang geplant. Der Hangar soll jedoch so gebaut<br />

Jubiläum in Göttingen<br />

In 30 Jahren hat Christoph 44 über 37.400 Mal zu lebensrettenden Einsätzen abgehoben.<br />

Dies nahm die Göttinger Station zum Anlass, am 21. August 2010 ihren runden Geburtstag<br />

zu feiern. Zahlreiche Gäste aus dem Umland kamen zum Tag der offenen Tür auf<br />

das Gelände des Universitätsklinikums, um den rot-weißen Rettungshubschrauber aus<br />

nächster Nähe zu betrachten. Besatzungsmitglieder der Göttinger Station erklärten<br />

die Ausstattung der modernen Maschine und berichteten aus ihrem Einsatzalltag.<br />

Wer selbst einmal in die Rolle des Piloten schlüpfen wollte, hatte dazu an diesem<br />

Tag die Möglichkeit. Im Hubschraubersimulator konnten Fans Einsätze mit<br />

einer rot-weißen BO 105 fl iegen. Für Mädchen und Jungen zwischen<br />

6 und 10 Jahren wurden Kinder-lernen-helfen-Kurse angeboten. Mit<br />

Figuren aus langen Luftballons unterhielt Clown Arno die kleinen<br />

Gäste, die sich obendrein schminken lassen konnten. Außerdem<br />

stellten Hilfsorganisationen ihre Einsatzfahrzeuge zur<br />

Besichtigung aus und präsentierten sich an Infoständen.<br />

Feierte Geb Geburtstag:<br />

Christoph 44 in Göttingen.<br />

Foto: Christoph vo von Haussen<br />

Foto: Uwe Mattuschka


Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Mitglieder des Motorradclubs „Country Riders“ bei der Scheckübergabe an der<br />

Leonberger Station der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>.<br />

Herzlichen Dank unseren Spendern<br />

Für die großzügige Unterstützung<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> in den<br />

letzten Monaten möchten wir unseren<br />

Spenderinnen und Spendern<br />

recht herzlich danken.<br />

Freiburg: Wie schon im Vorjahr<br />

hat Marita Richert der Freiburger<br />

Station den Erlös eines Flohmarkts<br />

gespendet. 380 Euro<br />

waren auf diesem Weg für den<br />

Erhalt der <strong>Luftrettung</strong> zusammengekommen.<br />

Leonberg: Die „Country<br />

Riders“ überreichten der Besatzung<br />

von Christoph 41 im September<br />

eine großzügige Spende<br />

in Höhe von 4.160 Euro. Der<br />

Motorradclub hatte beim Open-<br />

Air-Motorradfestival „glemseck<br />

101“ an der ehemaligen Solitude-<br />

Rennstrecke für die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

gesammelt. Neben einer<br />

großen Tombola hatten die Biker<br />

eine Spendenbox aufgestellt und<br />

eine Helmaufbewahrung für die<br />

Motorradbesucher angeboten.<br />

Nürnberg: Familie Wagner aus<br />

Erlangen zählt zu den treuen Förderern<br />

des Nürnberger Rettungshubschraubers.<br />

Den Sommer<br />

über sammelten die Wagners bei<br />

ihren Grillfesten für die <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong>. Im September überreichten<br />

sie dann Stationsleiter<br />

Werner Schwanitz einen Scheck<br />

über 625 Euro.<br />

Rendsburg: Nach dem Motto<br />

„Laufen für die <strong>Luftrettung</strong>“<br />

haben Schüler der Theodor-<br />

Storm-Schule in Hohn einen<br />

Spendenlauf veranstaltet. Den<br />

Erlös in Höhe von 628 Euro<br />

spendeten sie der Rendsburger<br />

Station der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>.<br />

Außerdem hat Günter Gerich,<br />

langjähriger Förderer, der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> eine Spende über<br />

100 Euro zukommen lassen.<br />

Gerich lebt seit 10 Jahren mit einer<br />

Spenderniere. Dies hat er gebührend<br />

gefeiert und statt Geschenken<br />

um Spenden gebeten.<br />

Besuch in Rheinmünster: Auf ihrer Wahlkreistour besuchte die Bundestagsabgeordnete<br />

Nicolette Kressl das Operation-Center der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>. Dort ließ sich die<br />

SPD-Politikerin vor Augen führen, welch ausgefeilte Einsatzlogistik und kostenintensive<br />

Technik hinter einem Einsatz stecken. Besonderes Interesse zeigte sie unter anderem<br />

für die professionelle Instandhaltung der Hubschrauber- und Flugzeugfl otte.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 4 || 2010 5<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

„<strong>Luftrettung</strong>“ jetzt auch als<br />

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Einfach bestellen unter<br />

service-team@drf-luftrettung.de<br />

Blick hinter die Kulissen<br />

Am 1. Oktoberwochenende feierte die Station<br />

Karlsruhe ihr 35-jähriges Bestehen. Christoph<br />

43, der als schneller Notarztzubringer schon<br />

über 39.500 Mal medizinische Hilfe zum Einsatzort<br />

gebracht hat, stand im Mittelpunkt des<br />

Interesses. Rund 1.500 Besucher nutzten die<br />

Gelegenheit, um bei einem Tag der offenen Tür<br />

einen Blick hinter die Kulissen der Station zu<br />

werfen. Fans von Christoph 43 konnten „ihren“<br />

Rettungshubschrauber aus nächster Nähe<br />

besichtigen, und wer selbst einmal „fl iegen“<br />

wollte, für den stand ein Hubschraubersimulator<br />

bereit. Darüber hinaus wurden Kinder-lernenhelfen-Kurse<br />

angeboten. Im Vorfeld veranstaltete<br />

die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> eine Feierstunde mit<br />

zahlreichen Ehrengästen und eine notfallmedizinische<br />

Fortbildung. Neben den Mitarbeitern<br />

der Karlsruher Station nahmen Kollegen von<br />

Hilfs- und Rettungsorganisationen, den Feuerwehren<br />

und Kliniken aus Karlsruhe, Pforzheim,<br />

Landau, Bühl, der Süd- und Vorderpfalz und<br />

dem Rhein-Neckar-Kreis am Christoph-43-Tag<br />

teil.<br />

Die Rettungsassistenten M. Sandrock und R. Freyer (v.r.)<br />

demonstrieren S. Lutz (Vorstand <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>),<br />

A. Lottermann (Sozialministerium Baden-Württemberg)<br />

und Prof. Dr. J. Biscoping (St.-Vincentius-Kliniken; v.l.)<br />

das medizintechnische Gerät Corpuls 3.


6<br />

Titelthema<br />

Um schwer erkrankte oder verletzte Personen bestmöglich<br />

zu versorgen, schließen sich Krankenhäuser vermehrt zu<br />

Kliniknetzwerken zusammen. Da es dabei immer häufi ger<br />

zu Verlegungen von Patienten zwischen den Kliniken<br />

kommt, gewinnt auch die <strong>Luftrettung</strong> mehr und mehr an<br />

Bedeutung. Vor allem, wenn der Intensivtransport schnell<br />

und schonend über größere Distanzen stattfi nden soll.<br />

K<br />

<strong>Luftrettung</strong><br />

intensiv<br />

eine Frage. Das Leben von Franziska Liebhardt<br />

ist Anfang 2009 an Dramatik kaum zu überbieten.<br />

Um weiterzuleben benötigt die 27-Jährige eine<br />

Spenderlunge (siehe auch Seite 22/23). Doch für weitere<br />

Untersuchungen muss sie von Würzburg in eine<br />

Kooperationsklinik der Medizinischen Hochschule<br />

Hannover (MHH) nach Bad Fallingbostel verlegt werden.<br />

Dort verschlechtert sich ihr Gesundheitszustand<br />

innerhalb kürzester Zeit rapide. Anfang April wird die<br />

schwer kranke Frau wieder verlegt – dieses Mal mit<br />

dem Einsatzhubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> aus<br />

Bremen direkt auf die Intensivstation der MHH. Franziska<br />

Liebhardt schafft es. Ende April wird sie transplantiert.<br />

Und überlebt.<br />

Vor vier Jahrzehnten, als die <strong>Luftrettung</strong> noch in<br />

den Kinderschuhen steckte, hätte Franziska Liebhardt<br />

wohl kaum eine Chance auf ein neues Leben gehabt,<br />

da Transporte unter Beibehaltung der intensivmedizinischen<br />

Therapie so noch nicht möglich waren. Von<br />

einem deutschlandweiten Netz an <strong>Luftrettung</strong>sstationen<br />

ganz zu schweigen. Doch heute ist der Rettungsdienst<br />

ohne Hubschrauber nicht mehr vorstellbar.<br />

Er ist weit mehr als nur eine Ergänzung im Rettungsdienst<br />

der Länder. Bei schweren Unfällen oder<br />

lebensbedrohlichen Erkrankungen, bei Einsätzen in<br />

unwegsamem Gelände oder strukturschwachen Regionen<br />

ist er oftmals das sinnvollste Rettungsmittel.


Auch das 2007 veröffentlichte Eckpunktepapier<br />

zur notfallmedizinischen Versorgung<br />

der Bevölkerung, erarbeitet vom Institut<br />

für Notfallmedizin und Medizinmanagement<br />

(INM) München, von der Arbeitsgemeinschaft<br />

südwestdeutscher<br />

Notärzte e.V. (agswn) und nahezu allen<br />

medizinischen Fachgesellschaften macht<br />

deutlich, dass der <strong>Luftrettung</strong> durch ihren<br />

Zeitvorteil eine besondere Bedeutung zukommt.<br />

Nach Einschätzung der Notfallmediziner<br />

sollten bei einem Herzinfarkt,<br />

einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-<br />

Trauma sowie schweren Verletzungen (Polytraumata)<br />

zwischen dem Eingang des<br />

Notrufs und dem Beginn der Therapie in<br />

der Klinik höchstens 90 Minuten liegen.<br />

„Geht man davon aus, dass im Durchschnitt<br />

die Hilfsfrist (siehe Kasten auf Seite<br />

8) 15 Minuten beträgt und für die Versorgung des Patienten<br />

am Einsatzort maximal 30 Minuten benötigt<br />

werden, bleiben für den Transport zur Zielklinik rund<br />

15 Minuten“, so Dr. Jörg Braun, Ärztlicher Leiter der<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>. Denn die Untersuchungen in der Klinik<br />

und die nachfolgende Therapie sollten spätestens<br />

60 Minuten nachdem der Notruf bei der Rettungsleitstelle<br />

eingegangen ist beginnen.<br />

Foto: Christoph von Haussen<br />

Versorgung von Inseln und Halligen<br />

Eine zeitliche Vorgabe, die vor allem in strukturschwachen<br />

Regionen wie Mittelgebirgen oder den<br />

Küstengebieten meist nur der Hubschrauber sicherstellen<br />

kann. So ist der in Rendsburg stationierte Rettungshubschrauber<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> ein wichtiger<br />

Bestandteil der Notfallversorgung auf den west- und<br />

nordfriesischen Inseln und Halligen. Er wird 24 Stunden<br />

einsatzbereit vorgehalten, um zum Beispiel bei<br />

<strong>Luftrettung</strong> 4 || 2010<br />

Foto: Patrick Seeger<br />

schweren Verletzungen oder einem Herzinfarkt die<br />

Patienten schnellstmöglich in eine Klinik auf dem<br />

Festland zu fl iegen.<br />

Die Hubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> sind von<br />

Verkehrslagen und der Straßeninfrastruktur unabhängig<br />

und ermöglichen die schnelle Überwindung größerer<br />

Entfernungen sowie einen schonenden Transport<br />

in eine geeignete Klinik. Denn in Deutschland<br />

kann längst nicht mehr jede Klinik die verschiedenen<br />

Verletzungs- und Erkrankungsmuster versorgen. Bedingt<br />

durch die Einführung der Fallpauschalen im Jahr<br />

2003 sind die Kliniken zu Sparmaßnahmen angehalten.<br />

„Aufgrund fi nanzieller Engpässe sind viele Krankenhäuser<br />

inzwischen dazu gezwungen, zu schließen<br />

oder ihre Struktur zu ändern“, schreibt das Deutsche<br />

Ärzteblatt in seiner Ausgabe vom 19. September 2008.<br />

Tatsächlich haben sich mittlerweile viele Häuser auf<br />

Spezialbehandlungen von Patienten ausgerichtet. Ein<br />

Die Besatzung<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

bringt<br />

den Patienten<br />

vom Hubschrauber<br />

direkt in die<br />

Notaufnahme der<br />

Klinik.<br />

7


8<br />

Titelthema<br />

Der Transport<br />

von Frühchen ist<br />

eine rettungsdienstlichsensible<br />

Aufgabe, bei<br />

der sehr vorsichtig<br />

vorgegangen<br />

werden muss. In<br />

vielen Fällen<br />

wird hierfür ein<br />

Hubschrauber<br />

eingesetzt.<br />

* ARDS = Acute<br />

Respiratory<br />

Distress Syndrome<br />

= Akutes<br />

Lungenversagen<br />

Beispiel ist das ARDS*-Netzwerk in Baden-Württemberg,<br />

dem sich unter anderem die Kliniken der<br />

Universitätsmedizin Freiburg und Mannheim sowie<br />

das Klinikum Ludwigsburg angeschlossen haben. Die<br />

Kinderklinik Mannheim behandelt Kinder mit akutem<br />

Lungenversagen mit einer sehr speziellen, aufwendigen<br />

Therapie. „Zur bestmöglichen Versorgung<br />

bringen wir in diese Kliniken unter anderem Frühchen<br />

im Transportinkubator oder schwer erkrankte Patienten,<br />

die auch während des Transports an eine Herz-<br />

Lungen-Maschine angeschlossen sein müssen. Hierfür<br />

gibt es besonders kompakte und überaus leistungsfähige<br />

medizintechnische Geräte, die wir bei Bedarf<br />

an Bord unserer Hubschrauber mitführen“, erklärt Dr.<br />

Braun. Sofern es der gesundheitliche Zustand zulässt,<br />

werden intensivpfl ichtige Patienten auch mit Intensivtransportwagen<br />

(ITW) verschiedener Hilfsorgani-<br />

Hilfsfrist<br />

Foto: Gert Vrey - fotollia.com<br />

sationen verlegt. Braun: „Der ITW eignet sich insbesondere<br />

für Transporte über kürzere Distanzen und<br />

Rückverlegungen ohne zeitliche Dringlichkeit.“<br />

Zwar gilt das Rettungswesen in Deutschland als vorbildlich<br />

– doch belegen Untersuchungen der DGU und<br />

des Statistischen Bundesamts, dass die Qualität der<br />

Schwerverletztenversorgung regionale Unterschiede<br />

aufweist. Schließlich kann nicht jede Klinik einen<br />

Schwerverletzten optimal untersuchen und behandeln.<br />

Dafür ist hoch qualifi ziertes Personal notwendig, das<br />

regelmäßig Fortbildungen besucht, und eine medizintechnische<br />

Ausstattung, die sehr kostspielig ist. Daher<br />

hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie<br />

(DGU) 2006 die Initiative Traumanetzwerk ins Leben<br />

gerufen. Sie hat das Ziel, die Qualität der Versorgung<br />

von Schwerverletzten deutschlandweit auf ein einheitlich<br />

hohes Niveau zu bringen. Dem Traumanetzwerk<br />

der DGU sind wiederum regionale Netzwerke angeschlossen<br />

wie beispielsweise das Traumanetzwerk<br />

Schwarzwald-Baar, Schwarzwald-Bodensee, Oberrhein<br />

etc.<br />

Um Teil eines Traumanetzwerks zu werden, muss<br />

eine Klinik bestimmte Ausstattungsmerkmale erfüllen.<br />

Die am Netzwerkverbund teilnehmenden Kliniken sind<br />

wiederum in drei Versorgungsstufen eingeteilt:<br />

Versorgungsstufe 1 haben Kliniken der Grund- und<br />

Regelversorgung mit den Fachrichtungen Chirurgie<br />

und/oder Innere Medizin (weitere Fachrichtungen optional<br />

nach Bedarf).<br />

Versorgungsstufe 2 weisen Krankenhäuser der<br />

Schwerpunktversorgung auf mit den Fachrichtungen<br />

Chirurgie und Innere Medizin, Gynäkologie und Geburtshilfe,<br />

Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohrenheil-<br />

In Deutschland regeln die Bundesländer die Belange für den<br />

Rettungsdienst. Daher gibt es 16 unterschiedliche Rettungsdienstgesetze,<br />

in denen die Hilfsfristen defi niert<br />

sind. Einige Bundesländer unterscheiden noch zwischen<br />

rettungsdienstlicher und notärztlicher Hilfsfrist. In den<br />

meisten Rettungsdienstgesetzen beginnt die Hilfsfrist mit<br />

dem Eingang des Notrufs. Die Hilfsfrist selbst reicht von acht<br />

Minuten in dicht besiedelten Gebieten bis zu maximal 17 Minuten<br />

in ländlichen Gebieten. Innerhalb dieser Frist müssen Rettungskräfte<br />

und/oder Notärzte am Einsatzort eingetroffen sein<br />

und Hilfsmaßnahmen eingeleitet haben.<br />

Foto: Thaut Images - fotolia.com


kunde, Orthopädie, Pädiatrie und Urologie (weitere<br />

Fachrichtungen optional nach Bedarf).<br />

Zu Versorgungsstufe 3 gehören Krankenhäuser der<br />

Maximalversorgung. Sie müssen mit ihrem Leistungsangebot<br />

über Krankenhäuser der Schwerpunktversorgung<br />

wesentlich hinausgehen und sind mit hochdifferenzierten<br />

medizinisch-technischen Einrichtungen<br />

ausgerüstet.<br />

Universitätskliniken wie das Uniklinikum Göttingen<br />

sind Zentren der Maximalversorgung. Hier ist<br />

auch ein Hubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> stationiert.<br />

Denn schließlich ist die Transportlogistik ein wesentliches<br />

Element dieser Kliniknetzwerke.<br />

Rund um die Uhr einsatzbereit<br />

Für die zusammengeschlossenen Häuser gibt es einheitliche<br />

Kriterien, bei welchen Erkrankungen oder<br />

Verletzungen ein Patient in ein regionales oder überregionales<br />

Zentrum verlegt werden soll, sofern er nicht<br />

direkt dorthin verbracht wurde. Dies bedingt die Notwendigkeit<br />

von bestens ausgestatteten Transportmitteln<br />

mit hoch qualifi zierten Besatzungen. „Unsere Einsatzhubschrauber<br />

werden häufi g für den schnellen und<br />

schonenden Transport von kritisch kranken Patienten<br />

zwischen zwei Kliniken angefordert“, bestätigt Dr.<br />

Braun. Die Hubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> aus<br />

Bad Berka, Berlin, Halle, Hannover, München, Nürnberg,<br />

Rendsburg und Regensburg stehen bei unaufschiebbaren<br />

Verlegungen von Patienten mit lebensbedrohlichen<br />

Verletzungen und Erkrankungen den Koordinierungsstellen<br />

dabei rund um die Uhr zur Verfügung.<br />

Nicht zuletzt nimmt die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> eine Vorreiterrolle<br />

beim Nachtfl ug ein. Die zur <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

gehörende HDM <strong>Luftrettung</strong> gemeinnützige<br />

GmbH hat schon vor Jahren eine spezielle Methode<br />

für Anfl ugverfahren von Einsatzorten in der Nacht<br />

entwickelt. 2009 ist ihr ein weiterer wichtiger Schritt<br />

gelungen: Die Münchner <strong>Luftrettung</strong>sstation darf als<br />

erste in Deutschland Night Vision Goggles einsetzen,<br />

die das vorhandene Restlicht verstärken. Neben dem<br />

Einsatz von zwei Piloten und speziellen Nachtfl ugverfahren<br />

sind die Night Vision Goggles ein weiterer<br />

wichtiger Baustein für die sichere <strong>Luftrettung</strong> zwischen<br />

Sonnenunter- und Sonnenaufgang. Denn Notfälle<br />

ereignen sich rund um die Uhr, bei Tag und bei<br />

Nacht. IRINA WONNEBERG<br />

Nach einem schweren Verkehrsunfall werden die Verletzten notfallmedizinisch<br />

versorgt und – falls erforderlich – mit der <strong>Luftrettung</strong><br />

in eine für sie geeignete Klinik gefl ogen. Seit 2009 setzt die <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> nachts Restlichtverstärkerbrillen ein (oben).<br />

<strong>Luftrettung</strong> 4 || 2010 9<br />

Foto: Ralph Köhler Foto: Dr. Ralf Greiner<br />

Foto: Patrick Seeger


Fotos: Irina Wonneberg<br />

Mitarbeiterporträt<br />

Voll positiver Energie<br />

„Ich lebe Freude“: Wer Elke Wagner nur wenige Minuten erlebt hat, spürt,<br />

wie sehr sie mit ihrem Lebensmotto im Einklang ist. In Ober- und<br />

Niederbayern kümmert sich die diplomierte Haushaltsökonomin um bis zu<br />

zehn Außendienstmitarbeiter der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>.<br />

M<br />

assing ist ein 4.000-Seelen-Ort im Kreis Landshut,<br />

Niederbayern. Vor dem Eingang eines ortsansässigen<br />

Lebensmittelgeschäfts informiert die <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> die Massinger Bürger über die Notwendigkeit<br />

von Rettungshubschraubern. Auch wenn das<br />

Leben hier weniger hektisch pulsiert als im rund 100<br />

Kilometer entfernten München, sind die Menschen in<br />

Massing immer auf dem Sprung. Jedenfalls hat es den<br />

Anschein. „Darf ich Sie kurz über die <strong>Luftrettung</strong> informieren?“<br />

„Tut mir leid, keine Zeit!“, entgegnet die<br />

Rentnerin im Vorbeigehen.<br />

„Die Menschen haben nie Zeit“, weiß Elke Wagner<br />

aus ihrer langjährigen Berufserfahrung. „Also bleibt<br />

uns nur ein kurzer Moment, um bei den Passanten das<br />

Interesse für die <strong>Luftrettung</strong> zu wecken“, fährt die gebürtige<br />

Schwäbin fort. Das gelingt ihren Mitarbeitern<br />

am Infostand nicht immer. „Es ist gar nicht so leicht,<br />

sich nach jedem ‚Nein‘ wieder neu zu motivieren und<br />

auf die Menschen zuzugehen“, so Elke Wagner. „Wir<br />

fragen stets freundlich nach, aber bedrängen niemanden.<br />

Das verträgt sich nicht mit unserem Qualitätsanspruch“,<br />

erklärt die 47-Jährige, die schon seit<br />

vielen Jahren in der Mitgliederwerbung aktiv ist.<br />

„Qualität ist das A & O einer nachhaltig erfolgreichen<br />

Mitgliedergewinnung“, betont Wagner. Sie wählt<br />

die Mitarbeiter für die Fördererwerbung in ihrem Gebiet<br />

aus, stellt die Teams zusammen und schult die<br />

Mitarbeiter, die in den Vorbereitungskursen lernen,<br />

dass Qualität vor Quantität geht. „Wir überzeugen mit<br />

guten Argumenten von der Notwendigkeit der <strong>Luftrettung</strong>,<br />

nicht mit Panikmache“, unterstreicht Wagner.<br />

Die Fördererwerber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> treten seriös<br />

auf, können sich ausweisen und halten Informationsmaterial<br />

mit Anschrift und Telefonnummer für


Rückfragen in der Mitgliederverwaltung des <strong>DRF</strong> e.V.<br />

bereit. Sie erklären, warum wir alle <strong>Luftrettung</strong> brauchen,<br />

erläutern die Form der Finanzierung und regen<br />

an, die <strong>Luftrettung</strong> mit einem Betrag ihrer Wahl monatlich<br />

zu unterstützen. „So wollen wir uns von dubiosen<br />

Gestalten in der Branche abgrenzen“, nennt Wagner<br />

ein wesentliches Qualitätsmerkmal.<br />

Zur Seriosität im Außenauftritt gehört auch, dass<br />

die Fördererwerber gepfl egt in ihrer Dienstkleidung<br />

erscheinen und nicht in Einsatzkleidung. „Das wäre<br />

bereits eine Täuschung. Unsere<br />

Mitarbeiter sind keine Einsatzkräfte<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>, also kleiden<br />

sie sich auch nicht so“, erklärt<br />

Wagner.<br />

Doch wozu Spenden und Förderbeiträge,<br />

wenn die Hubschraubereinsätze<br />

von den Krankenkassen<br />

bezahlt werden? „Einen großen Teil<br />

unserer Kosten erstatten uns die<br />

Krankenkassen“, bestätigt Victor<br />

Felber, Geschäftsführer des <strong>DRF</strong><br />

e.V. „Doch die Ausgaben beispielsweise<br />

für Fortbildungen der fl iegerischen<br />

und medizinischen Besatzungen,<br />

für Winden- und Wasserrettungsübungen<br />

sowie für innovative<br />

Entwicklungen wie Rescue<br />

Track (siehe „<strong>Luftrettung</strong>“ 1/2007)<br />

trägt die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> selbst.<br />

Daher sind wir auf Unterstützung<br />

angewiesen, wenn wir die Qualität<br />

der <strong>Luftrettung</strong> langfristig sichern<br />

möchten“, fährt Felber fort.<br />

Zur Qualitätssteigerung in der Mitgliederwerbung<br />

gehört auch die Weichenstellung von der Haustür- auf<br />

die Standwerbung. „Wir setzen vermehrt auf Infostände<br />

vor Einkaufsmärkten und in Fußgängerzonen. Dort<br />

können die Gespräche in der Öffentlichkeit stattfi nden<br />

und nicht in der Privatsphäre zuhause. Die Werbung<br />

an der Haustür wird von vielen Bürgern als zu<br />

massiv empfunden und ist meiner Meinung nach auch<br />

nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Wagner den Richtungswechsel.<br />

„Nicht zuletzt besuche ich meine Mitarbeiter<br />

vor den Märkten täglich, um zu sehen, wie sie die<br />

Gespräche führen. Außerdem ist es mir wichtig, mit<br />

den Mitarbeitern am Stand im Dialog zu bleiben. Sie<br />

berichten mir, was gut läuft oder wo es vielleicht Pro-<br />

<strong>Luftrettung</strong> 4 || 2010<br />

bleme gibt, so können wir gemeinsam vor Ort Lösungen<br />

fi nden.“<br />

Eine perfekte Lösung hat die 47-Jährige auch für<br />

ihre private Seite gefunden. „Wenn Sie mich nach<br />

Wünschen für mein Leben fragen, muss ich passen“,<br />

lacht Elke Wagner. „Ich lebe das Leben, das ich immer<br />

wollte, bin glücklich verheiratet, wohne dort, wo<br />

andere Urlaub machen, und verbringe meine freie Zeit<br />

inmitten friedlicher Natur. Das macht mich zu einem<br />

rundum zufriedenen Menschen.“ IRINA WONNEBERG<br />

Zur Person<br />

Elke Wagner ist es wichtig, mit ihren<br />

Mitarbeitern an den Infoständen im<br />

Dialog zu bleiben (links). Freundlichkeit<br />

gehört zu den Qualitätsmerkmalen<br />

in der Fördererwerbung (oben).<br />

Elke Wagner wurde 1963 als viertes Kind eines Bäckerehepaars geboren.<br />

Gemeinsam mit ihrer älteren Schwester und ihren beiden großen Brüdern<br />

wächst sie in Deggingen am Fuße der Schwäbischen Alb auf. Nach<br />

ihrem Abitur absolviert sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau, die sie<br />

später um eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin ergänzt.<br />

1986 beginnt sie ein Studium der Haushaltswissenschaft an der Universität<br />

Hohenheim, das sie 1991 mit einer Diplomarbeit abschließt. Einige<br />

Jahre ist sie die persönliche Referentin des Präsidenten der Hohenheimer<br />

Universität, bis sie 1995 ihre erste Fundraising-Führungsposition für<br />

eine Hilfsorganisation übernimmt. Bis heute ist Elke Wagner Beraterin<br />

bei einer Serviceagentur für Sozialmarketing und Fundraising, die auch<br />

mit der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> zusammenarbeitet. Gemeinsam mit ihrem Mann<br />

lebt sie seit einigen Jahren am Chiemsee.<br />

11


12 1<br />

Gesund leben<br />

S<br />

Eiskalt erwischt<br />

Gerade im Winter droht nach Unfällen oft Unterkühlung. Dann sind trockene<br />

Kleidung und Wärme wichtig, bis professionelle Rettung vor Ort ist.<br />

elbst die dickste Jacke schützt nur die Wärme,<br />

die der Körper produziert – vor allem bei Bewegung.<br />

Ist der Normalwert von 37 °C Körpertem peratur<br />

nur um wenige Grad unterschritten, gilt ein<br />

Mensch bereits als unterkühlt. Mediziner sprechen<br />

dann von Hypothermie. „Der menschliche Körper hat<br />

die Fähigkeit, seine Temperatur zu halten, auch wenn<br />

die Umgebungstemperatur schwankt“, erklärt Christian<br />

Müller-Ramcke, stellvertretender medizinischer<br />

Leiter der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>. Liegt man jedoch in kalter<br />

Umgebung, kann der Körper rasch auskühlen – vor<br />

allem, wenn man verletzt oder erkrankt ist. Dann besteht<br />

das Risiko von Atmungsstörungen oder gefährlichen<br />

Herzrhythmusstörungen.<br />

Christoph 54 aus Freiburg wird im Winter häufi g in<br />

die Skigebiete des Schwarzwalds gerufen. „Vor allem<br />

abseits der Piste lauert Gefahr“, betont Stationsleiter<br />

Werner Reichel. „Viele Skitourengänger machen sich<br />

alleine auf den Weg. Wenn dann etwas passiert – da<br />

kann schon ein umgeknickter Fuß ausreichen – ist der<br />

Tourengänger auf die Hilfe Dritter angewiesen.“ Vorausschauend<br />

verhält sich, wer die landesweit gültigen<br />

Notrufnummern in seinem Mobiltelefon abgespeichert<br />

hat (wichtig bei Reisen im Ausland), damit er<br />

einen Notruf absetzen kann. Idealerweise wurde der<br />

Akku des Handys frisch geladen und das Mobiltelefon<br />

warm verpackt in einer Innentasche des Anoraks<br />

verstaut. Damit sinkt das Risiko, dass der Akku nicht<br />

Foto: Christoph von Haussen


gerade dann seinen Geist aufgibt, wenn man ihn am<br />

nötigsten braucht. Signalraketen sollten in jedem Fall<br />

mit auf Tour gehen – die rote Leuchtkugel wird unter<br />

Umständen auch gesehen, wenn mit dem Handy kein<br />

Notruf möglich sein sollte.<br />

Was Ersthelfer nach der Sicherung eines Unfallorts<br />

und Absetzen des Notrufs in jedem Fall tun sollen, erklärt<br />

Dr. Frank Lerch, leitender Notarzt der Station<br />

Freiburg: „Wichtig ist, dass der Patient nicht weiter<br />

abkühlt. Nasse Kleidung sollte entfernt werden. Mit<br />

trockener Kleidung und einer Rettungsdecke, die Wärme<br />

refl ektiert, wird der Körper geschützt.“ Dabei ist<br />

es wichtig, auch den Kopf zu bedecken. Kinder sind<br />

noch stärker gefährdet, weil ihre Körperoberfl äche im<br />

Vergleich zum Körpervolumen<br />

größer ist als bei Erwachsenen.<br />

Sind die Luftretter dann am Einsatzort,<br />

hilft ihnen ein Rettungswärmesystem,<br />

das seit 2006 auf<br />

allen Hubschraubern der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> mitgeführt wird (siehe auch „<strong>Luftrettung</strong>“<br />

4/2008). „Mit einem speziellen Wärmesack haben wir<br />

die Möglichkeit, die Körperkerntemperatur des Patienten<br />

bis in die Klinik konstant zu halten“, beschreibt<br />

Lerch.<br />

Ob im Allgäu, in den Alpen oder im Mittelgebirge:<br />

Die Rettung per Hubschrauber ist bei Wintersportunfällen<br />

oft das Mittel der ersten Wahl, weil der Notarzt<br />

schnell zum Patienten gebracht werden kann. Aber<br />

auch der bodengebundene Abtransport des Patienten<br />

ist häufi g schwieriger, ein Lufttransport dagegen schonender<br />

und um ein Vielfaches schneller. Somit kann<br />

durch den Einsatz des Hubschraubers zeitnah mit der<br />

klinischen Versorgung der Verletzten begonnen werden.<br />

Bei Skiurlauben im Ausland sollten deutsche Urlauber<br />

in jedem Fall eine Auslandskrankenversicherung<br />

abgeschlossen haben.<br />

„Sonst kann es im Notfall<br />

passieren, dass sie<br />

bis zu 100 Prozent<br />

der Kosten selbst tragen<br />

müssen“, warnt<br />

Michael Berner, Si-<br />

Warme und trockene<br />

Kleidung schützt den<br />

Körper vor Hypothermie.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 4 || 2010<br />

Weitere Informationen zur Fördermitgliedschaft<br />

im <strong>DRF</strong> e.V. fi nden Sie<br />

im Internet unter<br />

www.drf-luftrettung.de<br />

Foto: Elenathewise – fotolia.com nen zur Förder-<br />

cherheitsexperte beim Deutschen<br />

Skiverband. Förderer der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> haben die Sicherheit,<br />

dass sie an Bord von Ambulanzfl ugzeugen aus dem<br />

Ausland in eine Klinik in der Heimat gefl ogen werden,<br />

wenn es medizinisch sinnvoll ist. Abhängig von<br />

den klinischen Versorgungsmöglichkeiten im Reiseland<br />

und je nach Art der Verletzung hat der Patient<br />

mehr Chancen auf eine vollständige Genesung, wenn<br />

eine Operation in einer Spezialklinik in Deutschland<br />

durchgeführt wird. Und bekanntlich heilt es sich in<br />

vertrauter Umgebung am besten! MARKUS DIETZEL<br />

Jetzt sind Sie gefragt!<br />

Ski und Rodel<br />

gut? Förderer<br />

des <strong>DRF</strong> e.V. reisen<br />

mit sicherem<br />

Gefühl ins Ausland<br />

– im Sommer<br />

wie auch im<br />

Winter.<br />

Beteiligen Sie sich an unserem Gewinnspiel und beantworten Sie folgende Frage:<br />

Der menschliche Körper hat die Fähigkeit,<br />

a) seine Temperatur zu halten, auch wenn die Umgebungstemperatur schwankt.<br />

b) seine Temperatur problemlos der Umgebungstemperatur anzupassen.<br />

c) seine Temperatur zu erhöhen, wenn die Umgebungstemperatur sinkt.<br />

Die richtige Antwort schreiben Sie gemeinsam mit Ihrem Namen und Ihrer Anschrift<br />

bitte auf eine Postkarte und senden sie an:<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

„Gewinnspiel“<br />

Rita-Maiburg-Straße 2<br />

70794 Filderstadt<br />

Einsendeschluss ist der 12. Januar 2011.<br />

Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir drei warme, kuschelige Schals der<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

und deren Angehörige können leider nicht am Gewinnspiel teilnehmen.<br />

Foto: Patrizia Tilly – fotolia.com<br />

13


14<br />

Christopher Kids<br />

Herzlichen Glückwunsch!<br />

In der letzten Ausgabe der „<strong>Luftrettung</strong>“ solltet<br />

ihr eine geheime Botschaft entschlüsseln.<br />

Habt ihr herausgefunden, welche Nachricht<br />

euch Christopher hinterlassen hat? „Wer Pilot<br />

werden will, muss gut zuhören können!“ –<br />

Ganz genau!<br />

Richtig entschlüsselt haben:<br />

Susanne Müller, 14 Jahre aus 88212 Ravensburg<br />

Franzi Herrmann, 11 Jahre aus 72160 Horb<br />

Karin Weitz, 13 Jahre aus 68766 Hockenheim<br />

Luca Flauaus, 11 Jahre aus 15518 Langewahlt<br />

Hannes Koerner, 7 Jahre aus 91334 Hemhofen<br />

Dafür gab es je einen coolen<br />

Schlüsselanhänger.<br />

Wir gratulieren!<br />

Das as Rezept<br />

könnt ihr r auch im<br />

Internet herunterladen nterladen<br />

unter<br />

www.drf-luftrettung. trettung.<br />

de/lounge.html nge.html<br />

Schummerlicht<br />

im Hangar, verträumt<br />

schaut<br />

Christopher in das fl ackernde Licht der Kerze, bald wird<br />

er wieder eine am Adventskranz anzünden. Wobei ihm<br />

der Schreck vom letzten Jahr immer noch ein bisschen<br />

in den Knochen steckt. „Da fi el eine Kerze um und der<br />

Adventskranz fi ng Feuer, weil die Nadeln zu trocken waren“,<br />

ärgert sich Christopher heute noch. Daher hofft er,<br />

dass er in diesem Jahr alles richtig gemacht hat.<br />

Vorsicht mit Kerzenlicht<br />

Sehen wir uns doch einmal an, wie er den Kranz gebas-<br />

telt und wo er ihn aufgestellt ha hat: Aha, er hat ihn aus<br />

frischen Zweigen selbst gebunde gebunden, das ist schon ein<br />

großer großer Pluspunkt. Plus Und die Kerzen<br />

stecken in<br />

Haltern aus Blech –<br />

sehr gut! DDer<br />

Kranz selbst steht<br />

auf einem runden Metalltablett<br />

Rezept für Turbinenplätzchen<br />

auf einem Tischchen, T auch das ist<br />

vorbildlich vorbildlich. „Hmm, ich weiß<br />

Zutaten: 120 g Lagerfett (Butter), 300 g Metall- nicht, ob der d Tisch vielleicht nicht<br />

späne (kernige Haferfl ocken), 100 g Turbinen-<br />

etwas zu nnah<br />

am Fenster und dakristalle<br />

(Zucker), 2 Kugellager-Kugeln (Eier),<br />

mit an den<br />

Vorhängen steht? Die<br />

1 Päckchen Unterlegscheiben (Vanillezucker),<br />

könnten ja<br />

auch Feuer fangen“,<br />

1/2 TL Metallicpulver (Backpulver),<br />

grübelt Christopher. Chr „Ich stelle<br />

30 g Talkumpuder (Mehl)<br />

den Tisch llieber<br />

etwas weg vom<br />

Fenster, sic sicher ist sicher“, mur-<br />

Lagerfett zerlassen, mit den Metallspänen mischen<br />

melt er er vor sich hin. Zufrieden<br />

und abkühlen lassen. Turbinenkristalle, Kugellagerwackelt<br />

er<br />

mit den Rotorblättern<br />

Kugeln und Unterlegscheiben schaumig schlagen.<br />

und knabbe knabbert an einem frisch ge-<br />

Die Metallspäne unterheben. Talkumpuder und<br />

backenen Turbinenplätzchen, T<br />

als<br />

Metallicpulver darüberstäuben und unterheben.<br />

er zu einem<br />

Notfall alarmiert wird.<br />

Mit 2 Teelöffeln Häufchen auf ein gefettetes Back-<br />

Noch im Hinauseilen Hi aus dem<br />

blech legen. Etwas Abstand lassen, da sie etwas in<br />

Hangar Hangar pustet pus er die Kerzen aus<br />

die Breite gehen. Bei 190 °C 10–15 Minuten backen.<br />

... dieses MMal<br />

hat Christopher<br />

Abkühlen lassen und gut verschlossen aufbewahren<br />

wirklich an alles gedacht!<br />

– oder gleich aufessen.<br />

Ergibt 30 Turbinenplätzchen.


Illustrationen: Peter Puck<br />

WIE VON GEISTERHAND<br />

Sagen dir deine Eltern oft, du sollst dein Zimmer aufräumen?<br />

Dann mag das möglicherweise daran liegen, dass du<br />

deine Spielsachen lieber auf dem Boden herumliegen lässt,<br />

anstatt sie wieder ordentlich in den Schränken zu verstauen,<br />

wenn du sie nicht mehr brauchst. Wäre es da nicht<br />

praktisch, wenn nachts, während du schläfst, fl eißige<br />

Zwerge dein Zimmer aufräumen? Der Sage nach gab es<br />

diese Hausgeister einmal in Köln. Nachts, wenn die Bürger<br />

schliefen, erledigten sie deren Arbeit. Doch irgendwann<br />

wurden sie von einer Neugiernase dabei beobachtet<br />

– und verschwanden für immer.<br />

Hubschrauberwartung in der Nacht<br />

Jedenfalls aus Köln. Bei der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> gibt es diese<br />

Heinzelmänner in gewisser Weise noch – sie sind Mitarbeiter<br />

des Technischen Betriebs. Da die Rettungshub-<br />

<strong>Luftrettung</strong> 4 || 2010<br />

schrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> während der Betriebszeiten<br />

stets einsatzbereit sind, gibt es bei der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

drei Wartungsteams, die rund um die Uhr von Station zu<br />

Station reisen, eventuelle Störungen beseitigen und Kontrollen<br />

durchführen. So müssen zum Beispiel alle 50 Flugstunden<br />

die Triebwerke und Rotoren untersucht werden,<br />

damit kleinste Schäden rechtzeitig erkannt werden können.<br />

Im Sommer kann es passieren, dass die Techniker erst<br />

kurz vor Mitternacht mit ihrer Arbeit beginnen können,<br />

weil die Hubschrauber manchmal bis kurz nach Sonnenuntergang<br />

bei einem Einsatz sind. Wenn dann die Besatzung<br />

am nächsten Morgen zum Dienst erscheint, steht der Hubschrauber<br />

tipp topp gewartet da. Ihr seht, das ist wie damals<br />

in Köln mit den Heinzelmännchen. Echt schade, dass<br />

es diesen Service nicht für euer Kinderzimmer gibt,<br />

oder?<br />

15


Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

16<br />

Hannover<br />

Dortmund<br />

Bremen<br />

Göttingen<br />

Mannheim<br />

Karlsruhe<br />

Rheinmünster<br />

Rendsburg<br />

Freiburg<br />

Villingen-Schwenningen<br />

Dortmund<br />

Leonberg<br />

Stuttgart<br />

Friedrichshafen<br />

Niebüll<br />

Ende August wurde der Dortmunder<br />

Intensivtransporthubschrauber zu<br />

einem Verkehrsunfall nach Straelen<br />

nahe der holländischen Grenze alarmiert.<br />

Dort war ein Pkw von der Straße<br />

abgekommen, hatte sich überschlagen<br />

und war auf dem Dach liegen geblieben.<br />

Im Auto saßen vier Personen:<br />

der 20-jährige Fahrer, ein 29-jähriger<br />

Insasse, eine 18 Jahre alte Frau und<br />

ihr sieben Monate altes Baby, das in<br />

einem Kindersitz gesichert war. Als<br />

der Pilot den Dortmunder Hubschrau-<br />

Halle<br />

Greifswald<br />

Magdeburg<br />

Berlin<br />

Bad Saarow<br />

Nordhausen<br />

Dresden<br />

Zwickau<br />

Bad Berka<br />

Suhl<br />

Ochsenfurt<br />

Nürnberg<br />

München<br />

Regensburg<br />

Dortmund: Wegen massiver Kopfverletzungen wurde eine 18-Jährige<br />

mit dem Dortmunder Hubschrauber in eine Klinik gefl ogen.<br />

Lokal-<br />

Nachrichten<br />

ber am Einsatzort landete, hatten bodengebundene<br />

Rettungskräfte die<br />

Personen bereits aus dem Fahrzeugwrack<br />

befreit und erstversorgt. Das<br />

Baby und die beiden Männer wurden<br />

mit Rettungswagen in Krankenhäuser<br />

transportiert. Die junge Mutter war<br />

sehr schwer verletzt, sie hatte unter<br />

anderem ein Schädel-Hirn-Trauma<br />

erlitten. Nachdem Notarzt und Rettungsassistent<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

die Patientin für den Transport stabilisiert<br />

hatten, wurde sie in nur zwölf<br />

Minuten in eine Spezialklinik nach<br />

Duisburg gefl ogen.<br />

Foto: ARA Flugrettung<br />

Fresach<br />

Ende September wurde die Besatzung<br />

des RK-1 zu ihrem ersten Skiunfall der<br />

Saison 2010/2011 angefordert. „Wir<br />

hatten gerade einen Patienten an die<br />

Ärzte des LKH Villach übergeben, als<br />

wir von der Landesleitstelle Kärnten<br />

auf den Mölltaler Gletscher alarmiert<br />

wurden“, berichtet der diensthabende<br />

Pilot. Dort bereitete der slowenische<br />

Skiverband seinen Nachwuchskader<br />

auf die kommenden Wettkämpfe vor.<br />

Im Training war ein 12-jähriges Mädchen<br />

gestürzt und hatte sich einen kom-<br />

Fresach: Nach einem schweren Sturz auf dem Gletscher musste eine Skisportlerin<br />

mit dem RK-1 in eine Klinik nach Klagenfurt gefl ogen werden.


plizierten Oberschenkelbruch sowie<br />

eine Fraktur des Unterarms zugezogen.<br />

Als der Notarzthubschrauber der ARA<br />

Flugrettung auf 3.150 Meter neben der<br />

Bergstation landete, hatte der Pistenrettungsdienst<br />

die Patientin bereits von<br />

der Piste gebracht, in einen Wärmesack<br />

verpackt und zur Bergstation transportiert.<br />

Nach der Versorgung der Patientin<br />

durch die medizinische Hubschrauberbesatzung<br />

der ARA Flugrettung entschied<br />

der Notarzt, das Mädchen in das<br />

110 Kilometer entfernte Klinikum nach<br />

Klagenfurt zu fl iegen, um die bestmögliche<br />

Anschlussversorgung der jungen<br />

Sportlerin zu gewährleisten. Nach<br />

26 Minuten Flugzeit konnte die Patientin<br />

den Klinikärzten in Klagenfurt<br />

übergeben werden.<br />

Hannover<br />

An einem Morgen im August kam es<br />

auf der A2 zwischen Lehrte und Lehrte<br />

Ost zu zwei schweren Lkw-Unfällen.<br />

Bei einem dieser Unfälle war ein<br />

Hannover: Ein Lkw-Fahrer war auf der A2 in ein Stau-Ende gerast.<br />

Die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> fl og den Schwerverletzten in eine Klinik.<br />

Lkw-Fahrer auf das Ende eines Staus<br />

aufgefahren. Dabei wurde er eingeklemmt<br />

und sehr schwer verletzt. Unmittelbar<br />

nach dem Unfall alarmierte<br />

die Rettungsleitstelle Region Hannover<br />

den Hubschrauber Christoph Niedersachsen<br />

zum Einsatzort. Um<br />

8:09 Uhr landete der Pilot die rot-weiße<br />

BK 117 der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> auf<br />

der abgesperrten Autobahn. Die medizinische<br />

Hubschrauberbesatzung erkannte<br />

sehr schnell, dass der Zustand<br />

des 37 Jahre alten Lkw-Fahrers kritisch<br />

war. „Bis ihn Einsatzkräfte der<br />

Feuerwehr aus der völlig zerstörten<br />

Fahrerkabine befreien konnten, sollte<br />

über eine Stunde vergehen. Da der<br />

Mann aufgrund seiner schweren Verletzungen<br />

Blut verlor, entschieden wir,<br />

als lebensrettende Maßnahme Blutkonserven<br />

einzufl iegen“, berichtet der<br />

Rettungsassistent. Noch während der<br />

Lkw-Fahrer aus dem Fahrzeugwrack<br />

befreit wurde, versorgten Notarzt und<br />

Rettungsassistent den Patienten mit<br />

Schmerz- und kreislaufstabilisierenden<br />

Mitteln. Zeitgleich nahm der Pilot<br />

Foto: Eberhard Wedler (BILD Hannover)<br />

Kurs auf das Nordstadt-Klinikum in<br />

Hannover, um dort die Konserven<br />

abzuholen. Wenig später traf er wieder<br />

an der Unfallstelle ein. Nachdem der<br />

Patient von der Feuerwehr befreit war,<br />

wurde er von der medizinischen Besatzung<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> in Vollnarkose<br />

gelegt und künstlich beatmet.<br />

Der Patient hatte ein schweres Polytrauma<br />

erlitten, deshalb wurde er<br />

schnellstmöglich in das nächstgelegene<br />

Traumazentrum transportiert.<br />

Magdeburg<br />

Ziemlich unglücklich endete der Versuch<br />

eines 69-jährigen Magdeburgers,<br />

sein Auto aus der Garage zu schieben.<br />

Auf der abschüssigen Straße verselbstständigte<br />

sich der Wagen und rollte<br />

auf eine Böschung zu. Beim Versuch,<br />

die Handbremse zu ziehen, wurde der<br />

Mann von seinem Fahrzeug überrollt<br />

und darunter eingeklemmt. Die Feuerwehr<br />

musste den Mann befreien. Weil<br />

schwere Verletzungen befürchtet wur-<br />

Magdeburg: Ein Mann war von seinem Fahrzeug überrollt worden.<br />

Die Crew von Christoph 36 fl og ihn auf direktem Weg in eine Klinik.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 4 || 2010 17<br />

Foto: Andreas Lander


Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

18<br />

den, alarmierte die Leitstelle Magdeburg<br />

Christoph 36 als schnellen Notarztzubringer.<br />

Bereits vier Minuten<br />

nach der Alarmierung landete der<br />

Pilot die rot-weiße Maschine am Unfallort.<br />

Notärztin und Rettungsassistent<br />

versorgten die Verletzungen des<br />

Mannes. Anschließend wurde der<br />

69-Jährige innerhalb weniger Minuten<br />

in eine Klinik gefl ogen.<br />

Mannheim<br />

Zu einem schweren Motorradunfall<br />

kam es im Juli bei Beerfelden im<br />

Odenwald: Ein 18-jähriger Motorradfahrer<br />

geriet auf die Gegenfahrbahn<br />

und prallte mit einem entgegenkommenden<br />

Fahrzeug zusammen. Bei der<br />

Kollision zog sich der junge Kradfahrer<br />

schwere Verletzungen zu. Zur Versorgung<br />

des Patienten wurde der<br />

Mannheimer Hubschrauber der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> alarmiert. Die Besatzung<br />

startete an der Heidelberger Uniklinik,<br />

wo sie gerade einen Patienten überge-<br />

ben hatte, und erreichte wenige Minuten<br />

später die Einsatzstelle. Notarzt<br />

und Rettungsassistent versorgten den<br />

verunglückten Zweiradfahrer. Es<br />

bestand der Verdacht auf schwere<br />

Beckenverletzungen. Da dies mit<br />

starken inneren Blutungen einhergehen<br />

kann, wurde der Patient an Bord<br />

von Christoph 53 schnellstmöglich in<br />

eine Spezialklinik gefl ogen.<br />

Niebüll<br />

Mannheim: Wegen seiner schweren Beckenverletzungen musste ein<br />

Motorradfahrer mit Christoph 53 in eine Klinik gefl ogen werden.<br />

Eine Regionalbahn erfasste im August<br />

einen Radlader bei Husum, weil<br />

dessen Schaufel an einem unbeschrankten<br />

Bahnübergang in die<br />

Gleise hineinragte. Dabei wurde der<br />

Radlader zur Seite geschleudert. Die<br />

Leitstelle Nord alarmierte daraufhin<br />

den Niebüller Hubschrauber der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> als schnellen Notarztzubringer,<br />

der bereits wenige Minuten<br />

nach der Alarmierung als erstes Rettungsmittel<br />

an der Unfallstelle landete.<br />

Der diensthabende Pilot erläutert: „Bei<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Großschadenslagen ist es wichtig, dass<br />

sich der zuerst eintreffende Notarzt einen<br />

Überblick über die Situation an der<br />

Unfallstelle verschafft. In diesem Fall<br />

hatten alle Beteiligten großes Glück. In<br />

der Bahn war lediglich ein Fahrgast<br />

leicht verletzt worden. Auch der Fahrer<br />

des Radladers war weniger schwer verletzt<br />

worden als zunächst befürchtet.<br />

Nach dem Eintreffen weiterer Rettungskräfte<br />

konzentrierten sich Notarzt<br />

und Rettungsassistent der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

auf die Versorgung des Radladerfahrers.<br />

Zur weiteren Behandlung wurde<br />

er anschließend in Begleitung des<br />

Hubschraubernotarztes in eine Klinik<br />

transportiert.<br />

Nordhausen<br />

Im September wurde der Nordhäuser<br />

Rettungshubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

zu einem schweren Verkehrsunfall<br />

auf der B 85 in der Nähe von<br />

Sömmerda alarmiert. Eine junge Frau<br />

war mit ihrem Pkw in einer langgezo-<br />

Nordhausen: Um eine schwer verletzte Autofahrerin schnell und schonend<br />

in eine Spezialklinik zu fl iegen, wurde Christoph 37 angefordert.<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>


genen Rechtskurve von der Straße abgekommen.<br />

Dabei prallte das Auto gegen<br />

einen Betonpfeiler, überschlug<br />

sich und kam entgegen der Fahrtrichtung<br />

zum Stehen. Ein bodengebundener<br />

Notarzt aus Sömmerda übernahm<br />

die Erstversorgung der Patientin,<br />

forderte aber gleichzeitig über die<br />

Rettungsleitstelle Erfurt den Nordhäuser<br />

Rettungshubschrauber für den<br />

Transport in eine Spezialklinik nach.<br />

Nach 14 Flugminuten landete Christoph<br />

37 an der Unfallstelle. Hubschraubernotarzt<br />

und Rettungsassistent<br />

übernahmen die Patientin und<br />

bereiteten sie für den Transport vor.<br />

An Bord von Christoph 37 wurde sie<br />

innerhalb von 13 Minuten in das Südharz<br />

Krankenhaus nach Nordhausen<br />

gefl ogen.<br />

Nürnberg<br />

Ende August wurde die Besatzung<br />

von Christoph 27 zu einem metallverarbeitenden<br />

Betrieb unweit des Nürn-<br />

HAT DIE ARA DAS TRAINING NICHT SOGAR<br />

ORGANISIERT UND AUSGERICHTET?<br />

Nürnberg: Bei einer Explosion erlitt ein Arbeiter schwere Brandverletzungen.<br />

Die Crew von Christoph 27 fl og ihn in eine Spezialklinik.<br />

berger Flughafens alarmiert. Dort waren<br />

bei einer Explosion acht Mitarbeiter<br />

leicht und zwei ihrer Kollegen<br />

schwer verletzt worden. Der am Flughafen<br />

stationierte Hubschrauber der<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> benötigte nur wenige<br />

Minuten bis zum Einsatzort und war<br />

als erstes Rettungsmittel vor Ort. Da<br />

so viele Personen verletzt waren, verschaffte<br />

sich die Besatzung der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> zuerst einen Überblick<br />

über die Schwere der Verletzungen,<br />

weitere mögliche Gefahrenquellen und<br />

zusätzlich benötigte Einsatzkräfte. Die<br />

sogenannte Triage war gerade abgeschlossen,<br />

als weitere Rettungskräfte<br />

eintrafen, sodass umgehend mit der<br />

Erstversorgung der Verletzten begonnen<br />

werden konnte. Notarzt und Rettungsassistent<br />

versorgten einen Mann<br />

mit schweren Brandverletzungen, den<br />

sie aufgrund seiner starken Schmerzen<br />

in eine Vollnarkose legten. Nachdem<br />

die Brandwunden abgedeckt waren<br />

und der Kreislauf für den Transport<br />

stabilisiert worden war, wurde der Patient<br />

in eine für ihn optimal geeignete<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Klinik gefl ogen. Das war das 150 km<br />

entfernte Zentrum für Schwerbrandverletzte<br />

in München-Bogenhausen.<br />

Der Transport an Bord des Hubschraubers<br />

erfolgte schnell und schonend,<br />

mit dem Rettungswagen hätte die<br />

Fahrt von Nürnberg nach München<br />

mindestens doppelt so lange gedauert.<br />

Ochsenfurt<br />

Am Mittag des 29. August wurde<br />

Christoph 18 zu seinem 40.000. Einsatz<br />

alarmiert. Bei Burggrumbach hatte<br />

ein 82 Jahre alter Mann neurologische<br />

Ausfallerscheinungen, es bestand der<br />

Verdacht auf einen Schlaganfall. Nur<br />

wenige Minuten nach der Alarmierung<br />

landete der Pilot den rot-weißen Hubschrauber<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> am<br />

rund 25 Kilometer entfernten Einsatzort.<br />

Nachdem die medizinische Hubschrauberbesatzung<br />

den Patienten untersucht<br />

und versorgt hatte, begleitete<br />

der Notarzt den Patienten in die Universitätsklinik<br />

nach Würzburg.<br />

Ochsenfurt: Bei seinem 40.000. Einsatz wurde Christoph 18 zu<br />

einem internistischen Notfall alarmiert.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 4 || 2010 19<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>


Foto: ARA Flugrettung<br />

20<br />

Reutte<br />

An einem Wochenende Ende August<br />

hatte die Besatzung des Notarzthubschraubers<br />

RK-2 der ARA Flugrettung<br />

aus Reutte wieder viel zu tun.<br />

Am Freitag musste ein erschöpfter<br />

Wanderer, der sich an der Klimspitze<br />

verstiegen hatte, mittels Fixtau gerettet<br />

werden. Anschließend wurde der<br />

RK-2 zur Oberen Rossalpe alarmiert.<br />

Hier hatte sich ein Urlauber aus<br />

Deutschland bei einem Sturz schwere<br />

Verletzungen zugezogen. Die Besatzung<br />

des RK-2 versorgte den Patienten<br />

und fl og ihn anschließend in das<br />

Krankenhaus Immenstadt. Am Samstagvormittag<br />

forderte die Leitstelle<br />

Tirol den Notarzthubschrauber nach<br />

Hinterhornbach unweit der Petersbergalm<br />

an. Dort war ein 58 Jahre alter<br />

Mann bewusstlos aufgefunden<br />

worden. Mit Verdacht auf schwere<br />

Kopfverletzungen fl og ihn die Besatzung<br />

in die Uniklinik Innsbruck. Nur<br />

kurze Zeit später steuerte der Pilot der<br />

ARA Flugrettung die Hahntennjoch-<br />

straße zwischen Lechtal und Imst an.<br />

Dort hatte sich eine 30 Jahre alte Motorradfahrerin<br />

bei einem Sturz schwer<br />

verletzt. Gemeinsam mit bodengebundenen<br />

Rettungskräften wurde die<br />

Verletzte von der Besatzung des RK-2<br />

versorgt und zur weiteren Behandlung<br />

in das Landeskrankenhaus Feldkirch<br />

transportiert. Am Sonntag benötigte<br />

eine 67-Jährige schnelle notärztliche<br />

Hilfe. Sie war am Härmelekopf/Seefeld<br />

beim Gleitschirmfl iegen kurz<br />

nach dem Start abgestürzt und hatte<br />

sich dabei am Rücken verletzt. Von<br />

Notarzt und Notfallsanitäter des RK-2<br />

wurde sie am Unfallort versorgt und<br />

anschließend auf direktem Weg in eine<br />

Spezialklinik gefl ogen.<br />

Rheinmünster<br />

Reutte: In den Sommermonaten wurde die Besatzung des RK-2<br />

häufi g zu alpinen Notfällen alarmiert.<br />

Bei einem Verkehrsunfall in Moskau<br />

verletzte sich ein amerikanisches Ehepaar<br />

schwer. An Bord von zwei Ambulanzfl<br />

ugzeugen wurden die beiden zur<br />

Operation nach Frankfurt/Main gefl o-<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

gen. Anschließend sollte das Ehepaar<br />

zur weiteren Behandlung in eine Klinik<br />

in die USA verlegt werden. Mit<br />

dem Transport des Ehemannes wurde<br />

die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> für die Strecke<br />

Frankfurt/Main–Toronto beauftragt.<br />

Notarzt und Rettungsassistent der<br />

<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> übernahmen den Patienten<br />

von den Klinikärzten in Frankfurt<br />

und bereiteten ihn auf den Flug<br />

nach Kanada vor. Dann startete der<br />

Ambulanzjet in Richtung Toronto, wo<br />

die Cockpit-Crew nach 8,5 Flugstunden<br />

landete. „Der Patient benötigte<br />

starke Medikamente, um Kreislauf<br />

und Blutdruck aufrecht zu erhalten“,<br />

berichtet der diensthabende Rettungsassistent.<br />

Aufgrund seiner Lähmung<br />

und den traumatischen Verletzungen<br />

musste er maschinell beatmet werden.<br />

Auch die medikamentöse Aufrechterhaltung<br />

von Kreislauf, Blutdruck und<br />

Narkose musste laufend auf den Patienten<br />

abgestimmt werden. In Toronto<br />

angekommen, wurde der Patient an<br />

die Crew eines kanadischen Learjets<br />

übergeben, die ihn weiter in die USA<br />

Rheinmünster: Unter intensivmedizinischer Betreuung wurde ein<br />

US-Bürger von Frankfurt nach Toronto gefl ogen.


transportierte. Am Abend des Folgetages<br />

trat die Besatzung der D-CCCB<br />

ihren Rückfl ug nach Europa an: In<br />

Leeds (England) wartete bereits der<br />

nächste Auslandseinsatz auf die Luftretter.<br />

Stuttgart<br />

Im September wurde der Stuttgarter<br />

Hubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> zu<br />

einem Waldgebiet bei Neckartenzlingen<br />

alarmiert. Ein 75 Jahre alter Mann<br />

war beim Spaziergang im Wald so unglücklich<br />

gestürzt, dass er sich dabei<br />

erheblich an der Wirbelsäule verletzt<br />

hatte. Bodengebundene Einsatzkräfte<br />

waren bereits vor Ort, als der Pilot die<br />

rot-weiße BK 117 nach nur neun<br />

Flugminuten am Waldrand landete.<br />

„Da der Verdacht bestand, dass sich<br />

der Mann bei dem Sturz mehrere<br />

Wirbel gebrochen hatte, wurde unser<br />

Hubschrauber zum schnellen und<br />

schonenden Transport des Patienten in<br />

eine Klinik nachgefordert“, erklärt der<br />

Stuttgart: Mit Verdacht auf Wirbelfrakturen gelangte ein 75 Jahre<br />

alter Mann an Bord von Christoph 51 in eine für ihn geeignete Klinik.<br />

Rettungsassistent. Ein bodengebundener<br />

Transport über holprige Feldwege<br />

wäre viel zu riskant und für den<br />

Patienten auch zu strapaziös gewesen.<br />

Innerhalb von neun Minuten wurde er<br />

in eine Spezialklinik gefl ogen.<br />

Villingen-Schwenningen<br />

Kürzlich wurde die Besatzung von<br />

Christoph 11 zu einem Notfall in Rotenzimmern<br />

alarmiert: Bei einem<br />

Mann bestand der Verdacht auf einen<br />

Herzinfarkt. Das vor Ort durchgeführte<br />

EKG bestätigte den Verdacht jedoch<br />

nicht. Auf Nachfragen stellte sich heraus,<br />

dass zum Mittagessen ein Pilzgericht<br />

aufgetischt worden war. Weitere<br />

Untersuchungen machten eine Pilzvergiftung<br />

immer wahrscheinlicher. „Als<br />

ich der Ehefrau gerade mitteilen wollte,<br />

dass wir ihren Mann in das Klinikum<br />

nach Schwenningen fl iegen werden,<br />

zeigten sich auch bei der Frau die ersten<br />

Symptome“, berichtet der diensthabende<br />

Notarzt. „Wir forderten sofort<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

einen weiteren Notarzt über die Leitstelle<br />

an“, so der Rettungsassistent, der<br />

den Patienten gemeinsam mit einem<br />

bodengebundenen Kollegen in den<br />

Hubschrauber verbrachte. Parallel versorgte<br />

der Hubschrauber-Notarzt die<br />

Ehefrau gemeinsam mit dem Rettungsassistenten<br />

eines Rettungswagens, als<br />

auch die Großmutter starke Übelkeit<br />

verspürte. Der Rettungsassistent kümmerte<br />

sich um die Frau und forderte<br />

einen weiteren Rettungswagen an.<br />

Während die bodengebundenen Einsatzkräfte<br />

die Versorgung und den<br />

Transport von Ehefrau und Großmutter<br />

übernahmen, fl og die Hubschrauberbesatzung<br />

den Familienvater in das<br />

Schwarzwald-Baar-Klinikum nach<br />

Schwenningen.<br />

Weitere Meldungen<br />

auch im Internet:<br />

www.drf-luftrettung.de<br />

Villingen-Schwenningen: Aufgrund einer Pilzvergiftung fl og die<br />

Crew von Christoph 11 einen Familienvater in ein Krankenhaus.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 4 || 2010 21<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>


22<br />

Notfall<br />

S<br />

ie hat ihren Rucksack immer getragen. Beim Fernsehen,<br />

bei der Arbeit, im Kino. Das war 2008 und<br />

ging ein Jahr lang so. Der kleine Rucksack war Teil<br />

von Franziska Liebhardts Leben. Er hat ihr das Leben<br />

überhaupt noch möglich gemacht. Die heute 28-Jährige<br />

litt an einer Lungenfi brose, bei der das Organ an<br />

Elastizität verliert und das Atmen immer schwerer<br />

fällt. In dem Rucksäckchen war Sauerstoff, den die<br />

junge Frau Tag und Nacht benötigte.<br />

„Ich „II ch h wwollte ollt llte<br />

den Ernst der Lage<br />

nicht wahrhaben. Ich habe<br />

mich einfach zu gut gefühlt“,<br />

sagt Franziska<br />

Liebhardt heute. Aber<br />

schon damals war klar, dass<br />

sie einmal eine Spenderlunge<br />

benötigen würde.<br />

2009 kommt sie zuerst in die Uniklinik<br />

Würzburg, kurze Zeit später<br />

in eine Spezialklinik nach Fallingbostel.<br />

Dort schätzen die Ärzte<br />

ihre Lage so kritisch ein,<br />

dass sie die junge<br />

Würzburgerin<br />

Tief durchatmen<br />

Franziska Liebhardt ist schwer krank. Ihre Lunge wird von Tag zu Tag schwächer.<br />

Innerhalb weniger Tage wird die Situation lebensbedrohlich, nur eine Transplantation<br />

kann sie retten. Die Besatzung von Christoph Weser transportiert die intensivpfl ichtige<br />

Patientin zur lebensrettenden Operation schnell und schonend in eine Spezialklinik.<br />

an ein hoch spezialisiertes Beatmungsgerät anschließen<br />

wollen. Doch dazu ist eine weitere Verlegung nötig<br />

– diesmal auf die Intensivstation der Medizinischen<br />

Hochschule Hannover (MHH).<br />

Der Transport muss schnell gehen und darf den<br />

Kreislauf der Patientin nicht unnötig belasten. Außerdem<br />

muss eine optimale intensivmedizinische Versorgung<br />

der schwer kranken Frau gewährleistet sein. Daher<br />

beauftragen die Klinikärzte den Intensivtransport-<br />

hubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> <strong>Luftrettung</strong> in Brem Bremen. emen en. Fr Fran<br />

anziska<br />

Liebhardt fasst Vertrauen zu den Luftrettern von<br />

Christoph Weser, die ihr offen und freundlich begegg<br />

nen. Notarzt Dr. Frank Kallmeyer erklärt ihr noch am<br />

Klinikbett, wie das BeatmungsBeatmungss gerät im Hubschrauber funktioniert<br />

und wie ihre Atmung<br />

überwacht wird. d<br />

„Die Besatzung hat mich<br />

h<br />

zu jeder Zeit sehr gut u<br />

betreut. Ich habe den n<br />

Flug in angenehmer<br />

er<br />

Erinnerung“, erzählt<br />

Franziska<br />

Liebhardt.<br />

Foto: Foto: Gerhadr Gerhadr Liebha Liebhardt b rdt d


Pilot Martin Beitzel hält den Hubschrauber während<br />

des 25-minütigen Fluges auf einer Höhe von 500 Meter<br />

über Grund. Er will nicht höher hinauf, um Franziska<br />

Liebhardts Atmung und die damit verbundene<br />

Sauerstoffversorgung ihres Körpers nicht unnötig zu<br />

gefährden. Denn mit der Höhe nimmt der Luftdruck<br />

und damit der Sauerstoffgehalt in der Luft ab. Die medizinische<br />

Besatzung hat sich für eine „CPAP-Beatmung“<br />

entschieden. Dabei ist die Patientin die ganze<br />

Zeit über bei Bewusstsein und erhält Sauerstoff über<br />

eine Maske. „So wird die zu schwache Atmung des<br />

Erkrankten unterstützt, um eine ausreichende Sauerstoffversorgung<br />

zu gewährleisten“, erklärt Rettungsassistent<br />

Torsten Freitag. Er und Notarzt Dr. Kallmeyer<br />

haben während des Fluges ständig die beiden Überwachungsmonitore<br />

im Auge, um den gesundheitlichen<br />

Zustand der 28-Jährigen zu kontrollieren.<br />

Grundsätzlich hätte die Patientin auch bodengebunden<br />

transportiert werden können, jedoch: „Ein Transport<br />

mit einem Intensivtransportwagen (ITW) wäre<br />

für Frau Liebhardt weitaus belastender gewesen als an<br />

Bord unseres Hubschraubers. In Kurven, beim Bremsen<br />

und Beschleunigen des ITW wirken Kräfte auf<br />

den Körper, darüber hinaus hätte der bodengebundene<br />

Transport nach Hannover auch um ein Vielfaches länger<br />

gedauert“, erklärt Freitag.<br />

So bringt die Besatzung der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> die<br />

Würzburgerin sicher nach Hannover. Einige Zeit später<br />

steht für Franziska Liebhardt ein Spenderorgan bereit,<br />

die Transplantation verläuft erfolgreich. Bereits sechs<br />

Wochen später darf sie nach Hause und fasst den Entschluss,<br />

sich bei ihren Luftrettern zu bedanken. „Wäre<br />

der Flug nicht so gut verlaufen, wäre ich heute vielleicht<br />

gar nicht mehr hier“, sagt sie. Die 28-Jährige nimmt<br />

Kontakt zu Pilot Beitzel auf, der sich riesig freut. „Es<br />

<strong>Luftrettung</strong> 4 || 2010<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

ist eher unüblich, dass sich jemand bei uns bedankt. Das<br />

bestätigt unsere Arbeit und tut der Seele gut.“<br />

Später besucht Franziska Liebhardt die Station in<br />

Bremen. Mit Beitzel tauscht sie sich heute noch per<br />

E-Mail aus. Der Pilot interessiert sich für die sportliche<br />

Karriere der jungen Frau. Schließlich hat sie im<br />

August 2010 drei Goldmedaillen bei der Leichtathletik-Europameisterschaft<br />

der Transplantierten gewonnen.<br />

Außerdem setzt sie sich im Verein „Transplantationsbegleitung<br />

e.V.“ mit voller Kraft ein. „Sie haben<br />

mir damals geholfen, jetzt will ich wieder etwas zurückgeben.“<br />

CHRISTIAN SCHREIBER<br />

Expertenmeinung „Lungentransplantation“<br />

Nur wenige Zentren können Lungentransplantationen (LTPL) vornehmen.<br />

In Deutschland werden die meisten Eingriffe in Hannover durchgeführt,<br />

dort wurde auch Franziska Liebhardt transplantiert. Für eine LTPL kommen<br />

Patienten mit einer Lungenerkrankung im Endstadium mit nur noch<br />

begrenzter Lebenserwartung in Frage, bei denen die medikamentöse<br />

Therapie ausgeschöpft ist.<br />

Es können ein oder beide Lungenfl ügel transplantiert werden, die Operationszeit<br />

beträgt zwischen vier und sechs Stunden. Nach der OP werden<br />

die Patienten innerhalb weniger Stunden vom Beatmungsgerät entwöhnt<br />

und schon nach zwei bis drei Tagen von der Intensivstation auf<br />

die Normalstation verlegt. Anschließend erfolgt<br />

eine rasche Mobilisation unter intensiver<br />

physiotherapeutischer Betreuung.<br />

Eine LTPL ist immer mit einer lebenslangen<br />

immunsuppressiven Nachbehandlung verbunden,<br />

um eine Abstoßung zu vermeiden.<br />

Wegen der Abstoßungsrisiken ist die konsequente<br />

Mitarbeit der Patienten Voraussetzung<br />

für einen guten Langzeiterfolg.<br />

Prof. Dr. med. Albrecht Encke, Mitglied im<br />

Medizinischen Beirat der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Foto: Michael Klee<br />

Die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

fl og Franziska<br />

Liebhardt<br />

zur Lungentransplantation<br />

nach<br />

Hannover. Heute<br />

hat sie wieder<br />

Luft für große<br />

Sprünge.<br />

Foto: privat<br />

23


24<br />

Technik<br />

W<br />

In den kommenden Jahren wird der Behördenfunk Schritt für fü f r Sc Schr Schritt hr h it itt t du ddurch rc rch h mo mode moderne derne e<br />

digitale Technik abgelöst werden. Die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> g ha hat da dafü dafür fü für r ge geme gemeinsam me mein in insa sam mi mit<br />

t<br />

anderen <strong>Luftrettung</strong>sbetreibern eine richtungsweisende Technologie no nolo lo logi gi gie e entwickeln en e tw twic ic icke ke keln ln lassen, l llas<br />

as a se sen, n,<br />

die künftig die Funk-Kommunikation auf ein neu neues eu eues es Niv Niveau iv ivea ea eau he hebe heben be b n wi wird wird. rd rd.<br />

enn Polizei, Feuerwehr oder Rettungsorganisationen<br />

wie die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> miteinander per<br />

Funk kommunizieren, basiert das bislang auf einer in<br />

weiten Teilen überholten Technologie: dem Analogfunk,<br />

der zwar noch immer zweckmäßig funktioniert,<br />

aber Nachteile hat. Er ist nicht abhörsicher und die<br />

Übertragungsqualität ist mitunter schlecht.<br />

Seit der Bundestag am 28. August 2006 das „Gesetz<br />

über die Errichtung einer Bundesanstalt für den Digitalfunk<br />

der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“<br />

verabschiedet hat, wird am Aufbau<br />

eines bundesweiten digitalen Funknetzes gearbeitet.<br />

Vor dem Hintergrund dieser gesetzlichen Vorgabe laufen<br />

auch bei der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> die Vorbereitungen<br />

für die neue Technologie auf Hochtouren. „Die Weichen<br />

für die nächsten 25 Jahre sind gestellt“,<br />

bestätigt Michael Kunze, Leiter<br />

der Musterprüfl eitstelle im Entwicklungsbetrieb<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>.<br />

„Wir arbeiten bei diesem<br />

Projekt eng mit anderen <strong>Luftrettung</strong>sbetreibern<br />

zusammen und<br />

haben eine neue Technik speziell<br />

Fortschrittsanzeiger für das digitale Funknetz in<br />

Deutschland (Stand: Anfang September 2010)<br />

Inbetriebnahme erfolgt<br />

Aufbau und Inbetriebnahme begonnen<br />

Funknetzplanung begonnen<br />

Kommunikation<br />

der Zukunft<br />

für unsere Bedürfnisse entwickeln lassen“, erklärt<br />

Kunze. Diese Investition in zukunftsweisende Technik<br />

kann die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> letztlich nur deshalb<br />

stemmen, weil sie auf die Unterstützung vieler Förderer<br />

und Spender zählen kann – immerhin belaufen<br />

sich die Ausgaben pro Hubschrauber auf rund 25.000<br />

Euro, einschließlich der Kosten für den Einbau. Sparpotenzial<br />

gibt es bei dieser kostenträchtigen Investition<br />

nicht, denn die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> ist als bundesweit<br />

tätige Rettungsorganisation darauf angewiesen,<br />

auch in Zukunft zuverlässig mit anderen Diensten und<br />

Behörden kommunizieren zu können.<br />

Abhörsicher mit besserer Sprachqualität<br />

Als Basis des digitalen Systems dient eine Steuereinheit,<br />

die zur Fernsteuerung von bis zu vier Funkgeräten<br />

eingesetzt werden kann. „Bisher wurde jedes Funkgerät<br />

über ein eigenes Bedienteil gesteuert. Die neue<br />

Technik spart also Platz im Cockpit“, so Kunze. Zudem<br />

können die Besatzungen sowohl das digitale Netz<br />

nutzen als auch für die Übergangszeit das herkömmliche<br />

Analognetz, da der Digitalfunk über mehrere Jahre<br />

hinweg schrittweise in Betrieb gehen wird.<br />

Etwa zehn Tage veranschlagen die Techniker für den<br />

Einbau: „Wir verbauen die zentrale Steuereinheit, dazu<br />

die Bedienteile für Piloten und Kabine, zum Schluss<br />

führen wir die Freigabe durch“, erklärt Kunze. Die<br />

Umrüstung erfolgt jeweils bei einer 600-Stunden-Kontrolle<br />

in der Werft in Rheinmünster. „Insgesamt rechnen<br />

wir mit gut zwei Jahren, bis alle Hubschrauber


ausgerüstet sind“, fügt Christian Schulze an, der das<br />

Projekt Digitalfunk bei der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> zusammen<br />

mit Michael Kunze maßgeblich betreut. Dabei<br />

arbeitet er intensiv mit den Behörden in Bund und<br />

Ländern zusammen. Ein Engagement, das sich lohnt,<br />

denn für Schulze liegen die Vorteile des Digitalfunks<br />

auf der Hand: „Unter anderem führt die Abhörsicherheit<br />

des verschlüsselten Funksystems zu mehr Datensicherheit.<br />

Nicht zuletzt werden unsere Kommunikationsmöglichkeiten<br />

optimiert: Über Digitalfunk können<br />

wir künftig direkt Kontakt zu unseren Besatzungen<br />

halten, auch wenn sie gerade nicht im Bereich ihrer<br />

Heimatleitstelle unterwegs sind“, erklärt Schulze.<br />

Komplett ausgerüstet haben die Avioniker der <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> bereits zwei Maschinen, die ab 2011 bei<br />

der ARA Flugrettung in Österreich fl iegen werden.<br />

„Diese Hubschrauber erhalten sogar drei Systeme“,<br />

weiß Kunze: Neben Analogfunk werden auch die digitalen<br />

Funksysteme von Österreich und Deutschland<br />

im Einsatz sein.<br />

Übrigens funken die Besatzungen bei der zur <strong>DRF</strong><br />

<strong>Luftrettung</strong> gehörenden ARA Flugrettung bereits seit<br />

April 2006 digital – mit rundum positivem Fazit: „Jeder<br />

profi tiert davon“, bestätigt Jörg Straub, Pilot in<br />

Reutte. Vor allem die klare Sprachübertragung, aber<br />

auch die Möglichkeit, überregional zu funken, wertet<br />

Straub als entscheidende Vorteile des Digitalfunks.<br />

Zurzeit wird ein Schulungskonzept für die deutschen<br />

Besatzungen erarbeitet. „Die Schulungen beginnen im<br />

kommenden Jahr“, sagt Schulze. Mit den neuen tech-<br />

nischen Möglichkeiten des modernen Funksystems wird<br />

es der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> gelingen, die Notfallrettung noch<br />

weiter zu optimieren – ein Engagement, das vor allem<br />

dem Wohl der Patienten dienen wird. JENS EBER<br />

Spezialisten für die Entwicklung<br />

Mit Digitalfunk<br />

ist es möglich, im<br />

Bedarfsfall wie<br />

zum Beispiel bei<br />

einer GroßschadenslageRettungskräfte<br />

auch<br />

BOS-übergreifend<br />

und großräumig<br />

zusammenzuschalten.<br />

Bei der Einführung des Digitalfunks ist der luftfahrttechnische Entwicklungsbetrieb<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> federführend beteiligt. Im April 2007<br />

wurde die Abteilung neu gegründet und hat sich seitdem bewährt: „Wir<br />

dürfen nach Veränderungen an den Luftfahrzeugen alle notwendigen<br />

Tests durchführen und die Modifi kationen zulassen, sowohl im Bereich<br />

der Elektronik, Avionik, Struktur als auch der Medizin“, erklärt Joachim<br />

Schanz, Leiter des Entwicklungsbetriebs. Zuvor mussten dafür externe<br />

Spezialisten beauftragt werden.<br />

Schanz und seine fünf Kollegen sind derzeit neben dem Digitalfunk mit<br />

zahlreichen weiteren Projekten befasst, bei denen zukunftsweisende<br />

Technologien zum Wohl der Patienten im Vordergrund steht.<br />

<strong>Luftrettung</strong> 4 || 2010 25<br />

Foto: <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

Foto: Ralph Köhler


Leserforum<br />

Umgezogen? Neue Bankverbindung?<br />

Dann füllen Sie bitte diese Zeilen aus und schicken den Coupon an:<br />

<strong>DRF</strong> e.V., Rita-Maiburg-Straße 2, 70794 Filderstadt.<br />

Fax: (0711) 7007-2219 . E-Mail: service-team@drf-luftrettung.de<br />

Mitgliedsnummer (wichtig, bitte angeben, wenn möglich)<br />

Vorname, Name<br />

Straße und Hausnummer<br />

PLZ, Wohnort<br />

Telefon<br />

E-Mail<br />

P ost<br />

von unseren Lesern<br />

Sehr geehrte Damen und Herren,<br />

am 14. Februar 2010 fl ogen Sie mich von<br />

Mopti (Mali) nach Stuttgart, und von dort<br />

brachten Sie mich mit einem Rettungswagen<br />

in die Tropenklinik nach Tübingen. Sie haben<br />

mir an diesem Tag das Leben gerettet und<br />

dafür bin ich Ihnen dankbarer, als ich es mit<br />

Worten jemals ausdrücken könnte. Ich bin mir<br />

sicher, diese Einsatzkraft bringen Sie jedem<br />

Ihrer Patienten entgegen und dafür möchte ich<br />

Ihnen meine Hochachtung und meinen großen<br />

Respekt aussprechen. Ich hoffe, dass jedes<br />

Ihrer Mitglieder eine hohe Wertschätzung für<br />

die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> hat.<br />

DIRK LÖSCH, WAIBLINGEN<br />

Marvin Möbius aus Freudenstadt, 6 Jahre<br />

Meine/unsere Bankverbindung hat sich geändert.<br />

Bitte buchen Sie den Förderbeitrag künftig von folgendem Konto ab:<br />

Geldinstitut<br />

Kontoinhaber<br />

Kontonummer<br />

BLZ<br />

Ort, Datum<br />

Unterschrift des Kontoinhabers


Felix Preu aus<br />

Kirchheim/Teck,<br />

10 Jahre<br />

Sehr geehrtes Team der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>,<br />

mit dem Flug AMB 789 wurde mein Mann am 24. August 2010 mit<br />

dem Verdacht auf eine Transitorische Ischämische Attacke (Anm.<br />

d. Red: neurologische Ausfallerscheinung, häufi g Vorzeichen eines<br />

Schlaganfalls) von Griechenland nach Deutschland gefl ogen und in<br />

eine Klinik nach Mainz gebracht. Wir waren überwältigt, wie schnell<br />

und unbürokratisch die Rettungsaktion verlief, und möchten uns bei<br />

allen Beteiligten bedanken. Mein Mann ist inzwischen wieder<br />

gesund. Die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> werden wir bei jeder sich bietenden<br />

Gelegenheit weiterempfehlen.<br />

GERDA UND JOACHIM ROEDERER<br />

<strong>Luftrettung</strong> 4 || 2010<br />

Hallo Hallo Hallo Hallo<br />

Kinder Kinder Kinder Kinder<br />

Die Redaktion freut sich immer<br />

über eure Bilder. Und am meisten über<br />

welche, die die Hubschrauber der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong><br />

in ihrer neuen Lackierung zeigen.<br />

Ob euer Bild Kinderzeichnung des Monats geworden<br />

ist, könnt ihr in der Lounge im Internet<br />

nachsehen unter www.drf-luftrettung.de<br />

Fördermitglied<br />

Peter-Jürgen<br />

Hartwig hat<br />

dieses Foto von<br />

Christoph<br />

Niedersachsen<br />

am Bathildis-<br />

Krankenhaus in<br />

Bad Pyrmont<br />

aufgenommen.<br />

Herzlichen Dank!<br />

IMPRESSUM<br />

Herausgeber: <strong>DRF</strong> e.V.<br />

Rita-Maiburg-Straße 2<br />

70794 Filderstadt<br />

Telefon: (0711) 7007-0<br />

Fax: (0711) 7007-2349<br />

Internet: www.drf-luftrettung.de<br />

Vorstand: Helmut Nanz, Nicole Steiger, René Closter<br />

Amtsgericht Nürtingen: VR1392<br />

Der <strong>DRF</strong> e.V. ist vom Finanzamt Stuttgart als gemeinnützig<br />

und mildtätig anerkannt. Für Fördermitglieder ist die<br />

Zeitschrift „<strong>Luftrettung</strong>“ im Rahmen des Förderbeitrags<br />

enthalten.<br />

Erscheinungsweise: vierteljährlich<br />

Aufl age 2/2010: 325.000 Exemplare<br />

ISSN 1864-3140<br />

Gesamtverantwortung: Petra Hentschel (v.i.S.d.P.)<br />

Telefon: (0711) 7007-2203<br />

Fax: (0711) 7007-2279<br />

E-Mail: info@drf-luftrettung.de<br />

Projektleitung: agentur wortweber<br />

Inhaberin: Irina Wonneberg<br />

Borsigstraße 30<br />

73249 Wernau<br />

Telefon: (07153) 92 32 48<br />

Fax: (07153) 92 32 49<br />

E-Mail: info@wortweber.de<br />

Redaktion: Jens Eber, Markus Dietzel, Gabriele von<br />

Stackelberg, Christian Schreiber, Irina Wonneberg (Ltg.)<br />

Gestaltung: Inkje Dagny von Wurmb<br />

Comic: Peter Puck<br />

Druck: Hofmann Druck, Nürnberg<br />

Namentlich gekennzeichnete Beiträge sind nicht<br />

unbedingt identisch mit der Meinung der Redaktion.<br />

Alle in dieser Ausgabe veröffentlichten Beiträge und Fotos<br />

sind urheberrechtlich geschützt, auch gegenüber Datenbanken<br />

und ähnlichen Einrichtungen. Jede Vervielfältigung,<br />

sei es durch Nachdruck, Kopie, Mikrofi lm oder andere<br />

Verfahren, bedarf ausdrücklich der schriftlichen Genehmigung<br />

des Herausgebers. Entsprechendes gilt auch für die<br />

Verbreitung in elektronischen Medien. Alle Rechte bleiben<br />

beim Herausgeber. Die Redaktion behält sich das Recht vor,<br />

Leserbriefe gekürzt wiederzugeben. Für unaufgefordert eingesandte<br />

Manuskripte wird keine Haftung übernommen.<br />

24-h-Alarmtelefon<br />

für Notfälle im Ausland:<br />

0049 (0) 711 701070<br />

Servicetelefon für Fragen<br />

zur Fördermitgliedschaft:<br />

(0711) 7007-2211<br />

Mitgliederbetreuung:<br />

Mo–Fr von 8 bis 20 Uhr<br />

Telefon: (0711) 7007-2211<br />

Fax: (0711) 7007-2219<br />

E-Mail: service-team@drf-luftrettung.de<br />

Ihre Fördermitgliedsbeiträge überweisen Sie bitte an:<br />

Commerzbank AG<br />

Kto.-Nr: 663 080 000<br />

BLZ: 600 400 71<br />

Spenden überweisen Sie bitte an:<br />

Volksbank Stuttgart e.G.<br />

Kto.-Nr: 701 070 170<br />

BLZ: 600 901 00


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... denn der Erlös aus dem Verkauf<br />

jedes Shop-Artikels kommt<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> zugute!<br />

Unser komplettes Shop-Sortiment<br />

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www.drfluftrettung.de<br />

Fleece-Jacke. 100 % Antipilling-Fleece,<br />

mit Seitentaschen, ungefüttert.<br />

Größe: S–XXL. e 29. 90<br />

Schal. 100 % Antipilling-Fleece,<br />

mit aufgesticktem Logo.<br />

Größe: 30 x 160 cm. e 11. 90<br />

Handtuch. Flauschig mit hoher Saugkraft,<br />

mit EC 135 bestickt.<br />

Größe: 50 x 100 cm. e 17. 50<br />

Langarm-Poloshirt. Hoher Tragekomfort,<br />

100 % gekämmte Baumwolle, Logo<br />

aufgestickt. Größe: S–XXL. e 25. 90<br />

Krawatte. 100 % reine Seide, hochwertig<br />

gewebt, Hubschrauber dezent<br />

farbig abgesetzt. e 23. 95<br />

Duschtuch. Für Sport und Sauna,<br />

100 % Baumwolle.<br />

Größe: 70 x 140 cm. e 23. 00


Warnweste. In Orange oder Gelb.<br />

Mit Aufdruck „<strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>“.<br />

Einheitsgröße. e 7. 95<br />

Langarm-Kinder-T-Shirt. 100 % Baumwolle,<br />

in Weiß. Größe: 4–5 Jahre,<br />

6–7 Jahre, 8–9 Jahre. e 11. 95<br />

Trolley-Rucksack. Mit Einhand-Teleskopsystem,<br />

Polstern und Taschen.<br />

Größe: 48 x 34 x 20/28 cm. e 35. 90<br />

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der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> in Schwarz-<br />

Weiß. Größe: 50 x 35 cm. e 24. 95<br />

Plüschhubschrauber „Horst“. Mit ein paar Handgriffen wird aus dem kleinen Plüschbären ein<br />

Hubschrauber. Der kuschelige „Wende-Hubi“ lässt Kinderherzen schneller schlagen.<br />

Ein dauerhafter Begleiter auf Reisen und für tröstende Momente. Größe: ca. 30 cm. e 13. 95<br />

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Praktische Reisebegleiter.<br />

Reisetasche. Aus Nylon, geräumiges Hauptfach<br />

mit Zurrgurten und großen Seitentaschen.<br />

Größe: 30 x 57 x 28 cm. e 24.95<br />

Rucksack. Aus Nylon, mit zwei Reißverschluss-Vortaschen,<br />

Hüftgurt, gepolstertem<br />

Rücken und ergonomisch geformten Schultergurten.<br />

Größe: 30 x 41 x 14 cm. e 19.95<br />

Gürteltasche. Aus Nylon, mit rückseitigem<br />

Geldfach (Reißverschluss) und längenverstellbarem<br />

Bauchgurt.<br />

Größe: 33 x 14 x 10 cm. e 9.95<br />

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8 Einsteckfächer.<br />

Größe: 11,8 x 9,2 x 1,5 cm e 17. 95<br />

Thermobecher. Hält Getränk heiß oder<br />

kalt. Rostfreier Stahl mit Kunststoffgriff.<br />

Inhalt: 0,3 l. e 10. 95<br />

Modellhubschrauber EC 135. Mit moderner<br />

Kreiseltechnologie. Länge: ca. 185 mm.<br />

Rotor-Ø: ca. 180 mm. e 49. 90<br />

Kaffeetassen. Motiv EC 135,<br />

aus Porzellan. Im Doppelpack,<br />

fasst 0,25 l. e 10. 00<br />

Notfallhammer. Mit Gurtschneider, Halterung<br />

zur Montage und Leuchtknopf.<br />

Größe: 14 x 6,5 x 4,2 cm. e 6. 90<br />

Hubschraubermodell EC 135.<br />

Rotorblätter beweglich.<br />

Größe: 21 cm. e 8. 50<br />

Pen Book. Blankobuch mit Gummiband<br />

und Kuli, Form für Stift eingestanzt.<br />

Größe: 16 x 10 x 1,2 cm. e 8. 95<br />

USB-Hub. Verchromt mit Laser-Gravur.<br />

Für zwei USB-Anschlüsse (2.0)<br />

und 120-cm-Kabel. e 19. 95<br />

Hubschraubermodell BK 117.<br />

Haupt- und Heckrotor drehbar.<br />

Größe: 13,5 cm. e 4. 95


BESTELLCOUPON<br />

Bitte ausfüllen, abtrennen und einsenden an:<br />

Shop-Versand<br />

<strong>DRF</strong> e.V.<br />

Rodeweg 20<br />

37081 Göttingen<br />

Name, Vorname<br />

Straße, Hausnummer<br />

PLZ, Wohnort<br />

Mitgliedsnummer (falls vorhanden)<br />

Telefon-Nummer für Rückfragen (bitte angeben)<br />

Datum, Unterschrift<br />

Artikelbezeichnung Größe Anzahl Einzelpreis Gesamtpreis<br />

Alle Artikel lieferbar, solange Vorrat reicht.<br />

Für Porto und Verpackung berechnen wir pauschal e 6,50. Bestellungen<br />

und Lieferungen erfolgen nur im Inland.<br />

Bezahlung ausschließlich per Vorkasse. Sie erhalten auf Ihre Bestellung<br />

eine Rechnung an die von Ihnen angegebene Adresse.<br />

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Fördern Sie die <strong>Luftrettung</strong>!<br />

Ja<br />

Ich möchte Fördermitglied im <strong>DRF</strong> e.V. werden. Ich unterstütze damit die lebensrettende Arbeit<br />

der <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong>. Bei bezahltem Jahresbeitrag habe ich außerdem die Sicherheit, dass mich<br />

die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> im Notfall aus dem Ausland zurückholt, wenn dies medizinisch sinnvoll ist.<br />

Bitte gut leserlich ausfüllen:<br />

01. 2011<br />

Mitgliedschaft ab (Datum) Geburtsdatum<br />

Vorname, Nachname<br />

Straße, Hausnummer<br />

PLZ, Wohnort<br />

„Zunächst hatte ich keine Kraft mehr in meinen<br />

Beinen, nach drei Tagen konnte ich nicht mehr<br />

gehen. Im Krankenhaus in der Türkei stellten die<br />

Ärzte eine neurologische Erkrankung fest. Ich wurde<br />

beatmet und ins künstliche Koma gelegt. Mit einem<br />

Ambulanzjet holte mich die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> zur<br />

weiteren Behandlung zurück nach Hause.“<br />

Telefon E-Mail<br />

Einzelmitgliedschaft (Mindestbeitrag 30,– e pro Person)<br />

Familienmitgliedschaft (Mindestbeitrag 60,– e pro Familie,<br />

Ehepartner einschließlich Kinder bis zum 18. Lebensjahr)<br />

Bitte listen Sie nachfolgend die vollständigen Namen der Familienmitglieder<br />

und deren Geburtsdatum auf.<br />

Vorname, Nachname, Geburtsdatum<br />

Vorname, Nachname, Geburtsdatum<br />

Abdulmutalip Yilmaz, Göppingen<br />

Sie können einen wertvollen Beitrag zur <strong>Luftrettung</strong><br />

leisten, indem Sie Ihre Verwandten, Freunde und Kollegen<br />

über die Möglichkeit einer Mitgliedschaft im <strong>DRF</strong> e.V.<br />

informieren. Dank Ihrer Hilfe kann die <strong>DRF</strong> <strong>Luftrettung</strong> Jahr<br />

für Jahr viele tausend Menschenleben retten.<br />

Vorname, Nachname, Geburtsdatum<br />

Die Fördermitgliedschaft kann jederzeit schriftlich gekündigt werden.<br />

Andernfalls verlängert sie sich jeweils um ein weiteres Jahr bis auf Widerruf.<br />

Zahlungsweise per Lastschrift:<br />

Name des Geldinstituts<br />

Kontonummer Bankleitzahl<br />

Hiermit ermächtige(n) ich/wir Sie, bis auf schriftlichen Widerruf den Jahresbeitrag<br />

von meinem/unserem Konto abzubuchen (nicht Zutreffendes bitte streichen).<br />

Ort, Datum<br />

Unterschrift des Antragstellers/Kontoinhabers<br />

Für Fördermitglieder ist die Zeitschrift „<strong>Luftrettung</strong>“ im Rahmen des<br />

Förderbeitrags enthalten.<br />

Widerrufsbelehrung: Sie können Ihre Vertragserklärung innerhalb von zwei<br />

Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform, also z.B. per Brief, per Fax oder<br />

per E-Mail, widerrufen. Die Frist beginnt frühestens mit Erhalt dieser Belehrung.<br />

Zur Wahrung der Widerrufsfrist genügt die rechtzeitige Absendung des Widerrufs.<br />

Der Widerruf ist zu richten an: <strong>DRF</strong> e.V., Rita-Maiburg-Straße 2, 70794 Filderstadt.<br />

Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen<br />

zurückzugewähren sowie ggf. gezogene Nutzungen, z.B. Zinsen, herauszugeben.<br />

Datum, Unterschrift Widerrufsbelehrung<br />

Den Coupon ausschneiden und einsenden an:<br />

<strong>DRF</strong> e.V.<br />

Rita-Maiburg-Straße 2<br />

70794 Filderstadt<br />

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