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Luftrettung 4 | 2010

Das Förderermagazin

NOTFALL

Auf direktem Weg zur

Lungentransplantation

KLINIKNETZWERK WEITET SICH AUS

Intensivtransport per

Hubschrauber

TECHNIK

Start in ein neues

Funk-Zeitalter


2

Editorial

Liebe Leserinnen,

liebe Leser,

„Die Kunst des Schenkens liegt darin, einem

Menschen etwas zu geben, was er sich nicht kaufen

kann.“ Nicht nur vor Weihnachten haben die

Worte des Schriftstellers Alan Alexander Milne

ein besonderes Gewicht. Denn unsere Besatzungen

treffen regelmäßig auf Notfallpatienten,

denen sie etwas schenken, das sie nicht kaufen

können: Sie retten ihr Leben. Sei es durch eine

Reanimation nach einem Herzstillstand, durch

die schnelle Hilfe nach einem Schlaganfall oder

durch den Transport schwer erkrankter Patienten,

die unter Fortsetzung der intensivmedizinischen

Therapie schnell und schonend in eine Spezialklinik

gefl ogen werden müssen.

So hat es Franziska Liebhardt aus Würzburg

erlebt. Im Frühjahr 2009 war die junge Frau in

einem gesundheitlich sehr kritischen Zustand.

Durch eine Autoimmunerkrankung war ihre Lunge

so stark geschädigt, dass sie dringend ein

Spenderorgan benötigte. Mit einem Hubschrauber

der DRF Luftrettung wurde sie nach Hannover

in eine Spezialklinik gefl ogen, wo ihr eine

neue Lunge transplantiert wurde (siehe Seite

22/23). 16 Monate nach der Transplantation gewinnt

sie Leichtathletik-Gold bei den Europäischen

Spielen der Transplantierten und Dialysepatienten

in Dublin.

Wenn auch Sie, liebe Leser, Menschen beschenken

und zugleich helfen möchten, dann besuchen

Sie uns doch einmal im Internet. Unter www.drfluftrettung.de/mitgliedschaft-verschenken.html

wartet eine schöne Geschenkidee auf Sie.

Fröhliche Weihnachten und geruhsame Feiertage

wünschen Ihnen

Ihr

Dr. Hans Jörg Eyrich

Vorstand

Ihr

Steffen Lutz

Vorstand

Titelfoto: Christoph von Haussen

Foto: DRF Luftrettung

Foto: studiovespa - fotolia.com

12

06

Tee trinken statt frösteln:

Wie Sie Ihren

Körper im Winter vor

Auskühlung schützen,

erfahren Sie auf den

Seiten 12/13.

Inh

In den vergangenen Jahren haben sich

deutschlandweit vermehrt Schwerpunktkliniken

gebildet. Als Folge dieser

Entwicklung gewinnen Patiententransporte

per Hubschrauber rund um die Uhr

immer mehr an Bedeutung.


alt

04 Aktuell

DRF Luftrettung erhält Zuschlag für neue Rettungshubschrauberstation

in Weiden; Spenden für die DRF Luftrettung;

Jubiläen in Karlsruhe und Göttingen.

06 Titelthema

In 40 Jahren Luftrettung hat sich vieles verändert. Die

schnelle Hilfe aus der Luft ist zum festen Bestandteil in der

präklinischen Versorgung geworden.

10 Mitarbeiterporträt

Fundraising-Profi Elke Wagner bildet Außendienstmitarbeiter

der DRF Luftrettung für die Förderergewinnung aus.

12 Gesund leben

Der Winterspaß steht vor der Tür: So kommen Sie sicher

und wohltemperiert durch die Minusgrade.

14 Christopher Kids

Wenn alles schläft, warten mobile Techniker der DRF Luftrettung

die Hubschrauber an den Stationen.

16 Von den Stationen

Nachrichten aus den Regionen.

22 Notfall

Frühjahr 2009: Franziska Liebhardts gesundheitlicher Zustand

verschlechtert sich Tag für Tag, sie benötigt dringend

eine Spenderlunge. Ein Einsatz für Christoph Weser.

24 Technik

Abhörsicher, rauschfrei und schnell: In Deutschland entsteht

derzeit das weltweit größte BOS-Digitalfunknetz.

26 Leserforum

Zuschriften unserer Leser in Wort und Bild;

Kinderzeichnungen; Impressum.

28 Shop

Geschenk-Ideen für Groß und Klein.

Luftrettung 4 || 2010

Foto: Irina Wonneberg

Composing: Inkje Dagny von Wurmb

Foto: privat

24

10 1

Mit der Einführung ng des Digitalfunks

bricht ein neues Zeitalter der Kommunikation

an – auch im Rettungsdienst.

Derzeit rüstet die DRF Luftrettung ihre

Hubschrauber für den digitalen Quantensprung

aus.

Elke E Wagner ist Profi im Fundrai-

ssing.

Sie weiß, dass Qualität das

A

& O einer erfolgreichen Förderer-

ggewinnung

ist. Mit diesem An-

sspruch

schult und betreut sie

AAußendienstmitarbeiter

der DRF

LLuftrettung.

22

Ein Jahr nach ihrer

Lungentransplantation

steht Franziska

Liebhardt

ganz oben auf

dem Treppchen.

3


4

Aktuell

Kurz berichtet

Neue Rettungshubschrauberstation in Weiden ab April 2011

Foto: Marcel Mooij - fotolia.com

Die Vergabe der neuen Rettungshubschrauberstation in Weiden werden, dass später auch ein 24-Stunden-Betrieb möglich ist.

(Oberpfalz) war europaweit ausgeschrieben. Am 22. Oktober Die Besatzung der Rettungshubschrauberstation Weiden wird

2010 hat der Zweckverband für Rettungsdienst und Feuerwehr- sich aus erfahrenen Piloten der DRF Luftrettung sowie Retalarmierung

Nordoberpfalz der DRF Luftrettung den Zuschlag tungsassistenten des Zweckverbands für Rettungsdienst und

für den Betrieb der neu zu errichtenden Station am Flugplatz Feuerwehralarmierung Nordoberpfalz und Notärzten der Kli-

Latsch erteilt. Am 1. April 2011 soll der neue Rettungshubniken Nordoberpfalz in Weiden sowie des Klinikums St. Marien

schrauber vom Typ EC 135 P2+ erstmals zu lebensrettenden in Amberg zusammensetzen.

Einsätzen starten. „Wir freuen uns sehr, dass wir als Luftrettungsorganisation

mit fast 40-jähriger Expertise

im medizinischen, fl iegerischen sowie

technischen Bereich den Auftrag erhalten

haben, zukünftig auch die Luftrettung in der

Region Weiden sicherzustellen“, erklärt Steffen

Lutz, Vorstand der DRF Luftrettung. „Unsere

Einsatzkräfte leisten bundesweit rund 34.000

Einsätze pro Jahr. Allein in Bayern betreiben

wir fünf Hubschrauberstationen, drei davon im

24-Stunden-Betrieb“, ergänzt Dr. Hans Jörg

Eyrich, Vorstand der DRF Luftrettung. Vorerst

ist ein Tagbetrieb von 7 Uhr bis Sonnenunter-

Die DRF Luftrettung hat Kurs auf Weiden in der Oberpfalz genommen.

gang geplant. Der Hangar soll jedoch so gebaut

Jubiläum in Göttingen

In 30 Jahren hat Christoph 44 über 37.400 Mal zu lebensrettenden Einsätzen abgehoben.

Dies nahm die Göttinger Station zum Anlass, am 21. August 2010 ihren runden Geburtstag

zu feiern. Zahlreiche Gäste aus dem Umland kamen zum Tag der offenen Tür auf

das Gelände des Universitätsklinikums, um den rot-weißen Rettungshubschrauber aus

nächster Nähe zu betrachten. Besatzungsmitglieder der Göttinger Station erklärten

die Ausstattung der modernen Maschine und berichteten aus ihrem Einsatzalltag.

Wer selbst einmal in die Rolle des Piloten schlüpfen wollte, hatte dazu an diesem

Tag die Möglichkeit. Im Hubschraubersimulator konnten Fans Einsätze mit

einer rot-weißen BO 105 fl iegen. Für Mädchen und Jungen zwischen

6 und 10 Jahren wurden Kinder-lernen-helfen-Kurse angeboten. Mit

Figuren aus langen Luftballons unterhielt Clown Arno die kleinen

Gäste, die sich obendrein schminken lassen konnten. Außerdem

stellten Hilfsorganisationen ihre Einsatzfahrzeuge zur

Besichtigung aus und präsentierten sich an Infoständen.

Feierte Geb Geburtstag:

Christoph 44 in Göttingen.

Foto: Christoph vo von Haussen

Foto: Uwe Mattuschka


Foto: DRF Luftrettung

Mitglieder des Motorradclubs „Country Riders“ bei der Scheckübergabe an der

Leonberger Station der DRF Luftrettung.

Herzlichen Dank unseren Spendern

Für die großzügige Unterstützung

der DRF Luftrettung in den

letzten Monaten möchten wir unseren

Spenderinnen und Spendern

recht herzlich danken.

Freiburg: Wie schon im Vorjahr

hat Marita Richert der Freiburger

Station den Erlös eines Flohmarkts

gespendet. 380 Euro

waren auf diesem Weg für den

Erhalt der Luftrettung zusammengekommen.

Leonberg: Die „Country

Riders“ überreichten der Besatzung

von Christoph 41 im September

eine großzügige Spende

in Höhe von 4.160 Euro. Der

Motorradclub hatte beim Open-

Air-Motorradfestival „glemseck

101“ an der ehemaligen Solitude-

Rennstrecke für die DRF Luftrettung

gesammelt. Neben einer

großen Tombola hatten die Biker

eine Spendenbox aufgestellt und

eine Helmaufbewahrung für die

Motorradbesucher angeboten.

Nürnberg: Familie Wagner aus

Erlangen zählt zu den treuen Förderern

des Nürnberger Rettungshubschraubers.

Den Sommer

über sammelten die Wagners bei

ihren Grillfesten für die DRF

Luftrettung. Im September überreichten

sie dann Stationsleiter

Werner Schwanitz einen Scheck

über 625 Euro.

Rendsburg: Nach dem Motto

„Laufen für die Luftrettung

haben Schüler der Theodor-

Storm-Schule in Hohn einen

Spendenlauf veranstaltet. Den

Erlös in Höhe von 628 Euro

spendeten sie der Rendsburger

Station der DRF Luftrettung.

Außerdem hat Günter Gerich,

langjähriger Förderer, der DRF

Luftrettung eine Spende über

100 Euro zukommen lassen.

Gerich lebt seit 10 Jahren mit einer

Spenderniere. Dies hat er gebührend

gefeiert und statt Geschenken

um Spenden gebeten.

Besuch in Rheinmünster: Auf ihrer Wahlkreistour besuchte die Bundestagsabgeordnete

Nicolette Kressl das Operation-Center der DRF Luftrettung. Dort ließ sich die

SPD-Politikerin vor Augen führen, welch ausgefeilte Einsatzlogistik und kostenintensive

Technik hinter einem Einsatz stecken. Besonderes Interesse zeigte sie unter anderem

für die professionelle Instandhaltung der Hubschrauber- und Flugzeugfl otte.

Luftrettung 4 || 2010 5

Foto: DRF Luftrettung

Luftrettung“ jetzt auch als

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service-team@drf-luftrettung.de

Blick hinter die Kulissen

Am 1. Oktoberwochenende feierte die Station

Karlsruhe ihr 35-jähriges Bestehen. Christoph

43, der als schneller Notarztzubringer schon

über 39.500 Mal medizinische Hilfe zum Einsatzort

gebracht hat, stand im Mittelpunkt des

Interesses. Rund 1.500 Besucher nutzten die

Gelegenheit, um bei einem Tag der offenen Tür

einen Blick hinter die Kulissen der Station zu

werfen. Fans von Christoph 43 konnten „ihren“

Rettungshubschrauber aus nächster Nähe

besichtigen, und wer selbst einmal „fl iegen“

wollte, für den stand ein Hubschraubersimulator

bereit. Darüber hinaus wurden Kinder-lernenhelfen-Kurse

angeboten. Im Vorfeld veranstaltete

die DRF Luftrettung eine Feierstunde mit

zahlreichen Ehrengästen und eine notfallmedizinische

Fortbildung. Neben den Mitarbeitern

der Karlsruher Station nahmen Kollegen von

Hilfs- und Rettungsorganisationen, den Feuerwehren

und Kliniken aus Karlsruhe, Pforzheim,

Landau, Bühl, der Süd- und Vorderpfalz und

dem Rhein-Neckar-Kreis am Christoph-43-Tag

teil.

Die Rettungsassistenten M. Sandrock und R. Freyer (v.r.)

demonstrieren S. Lutz (Vorstand DRF Luftrettung),

A. Lottermann (Sozialministerium Baden-Württemberg)

und Prof. Dr. J. Biscoping (St.-Vincentius-Kliniken; v.l.)

das medizintechnische Gerät Corpuls 3.


6

Titelthema

Um schwer erkrankte oder verletzte Personen bestmöglich

zu versorgen, schließen sich Krankenhäuser vermehrt zu

Kliniknetzwerken zusammen. Da es dabei immer häufi ger

zu Verlegungen von Patienten zwischen den Kliniken

kommt, gewinnt auch die Luftrettung mehr und mehr an

Bedeutung. Vor allem, wenn der Intensivtransport schnell

und schonend über größere Distanzen stattfi nden soll.

K

Luftrettung

intensiv

eine Frage. Das Leben von Franziska Liebhardt

ist Anfang 2009 an Dramatik kaum zu überbieten.

Um weiterzuleben benötigt die 27-Jährige eine

Spenderlunge (siehe auch Seite 22/23). Doch für weitere

Untersuchungen muss sie von Würzburg in eine

Kooperationsklinik der Medizinischen Hochschule

Hannover (MHH) nach Bad Fallingbostel verlegt werden.

Dort verschlechtert sich ihr Gesundheitszustand

innerhalb kürzester Zeit rapide. Anfang April wird die

schwer kranke Frau wieder verlegt – dieses Mal mit

dem Einsatzhubschrauber der DRF Luftrettung aus

Bremen direkt auf die Intensivstation der MHH. Franziska

Liebhardt schafft es. Ende April wird sie transplantiert.

Und überlebt.

Vor vier Jahrzehnten, als die Luftrettung noch in

den Kinderschuhen steckte, hätte Franziska Liebhardt

wohl kaum eine Chance auf ein neues Leben gehabt,

da Transporte unter Beibehaltung der intensivmedizinischen

Therapie so noch nicht möglich waren. Von

einem deutschlandweiten Netz an Luftrettungsstationen

ganz zu schweigen. Doch heute ist der Rettungsdienst

ohne Hubschrauber nicht mehr vorstellbar.

Er ist weit mehr als nur eine Ergänzung im Rettungsdienst

der Länder. Bei schweren Unfällen oder

lebensbedrohlichen Erkrankungen, bei Einsätzen in

unwegsamem Gelände oder strukturschwachen Regionen

ist er oftmals das sinnvollste Rettungsmittel.


Auch das 2007 veröffentlichte Eckpunktepapier

zur notfallmedizinischen Versorgung

der Bevölkerung, erarbeitet vom Institut

für Notfallmedizin und Medizinmanagement

(INM) München, von der Arbeitsgemeinschaft

südwestdeutscher

Notärzte e.V. (agswn) und nahezu allen

medizinischen Fachgesellschaften macht

deutlich, dass der Luftrettung durch ihren

Zeitvorteil eine besondere Bedeutung zukommt.

Nach Einschätzung der Notfallmediziner

sollten bei einem Herzinfarkt,

einem Schlaganfall, einem Schädel-Hirn-

Trauma sowie schweren Verletzungen (Polytraumata)

zwischen dem Eingang des

Notrufs und dem Beginn der Therapie in

der Klinik höchstens 90 Minuten liegen.

„Geht man davon aus, dass im Durchschnitt

die Hilfsfrist (siehe Kasten auf Seite

8) 15 Minuten beträgt und für die Versorgung des Patienten

am Einsatzort maximal 30 Minuten benötigt

werden, bleiben für den Transport zur Zielklinik rund

15 Minuten“, so Dr. Jörg Braun, Ärztlicher Leiter der

DRF Luftrettung. Denn die Untersuchungen in der Klinik

und die nachfolgende Therapie sollten spätestens

60 Minuten nachdem der Notruf bei der Rettungsleitstelle

eingegangen ist beginnen.

Foto: Christoph von Haussen

Versorgung von Inseln und Halligen

Eine zeitliche Vorgabe, die vor allem in strukturschwachen

Regionen wie Mittelgebirgen oder den

Küstengebieten meist nur der Hubschrauber sicherstellen

kann. So ist der in Rendsburg stationierte Rettungshubschrauber

der DRF Luftrettung ein wichtiger

Bestandteil der Notfallversorgung auf den west- und

nordfriesischen Inseln und Halligen. Er wird 24 Stunden

einsatzbereit vorgehalten, um zum Beispiel bei

Luftrettung 4 || 2010

Foto: Patrick Seeger

schweren Verletzungen oder einem Herzinfarkt die

Patienten schnellstmöglich in eine Klinik auf dem

Festland zu fl iegen.

Die Hubschrauber der DRF Luftrettung sind von

Verkehrslagen und der Straßeninfrastruktur unabhängig

und ermöglichen die schnelle Überwindung größerer

Entfernungen sowie einen schonenden Transport

in eine geeignete Klinik. Denn in Deutschland

kann längst nicht mehr jede Klinik die verschiedenen

Verletzungs- und Erkrankungsmuster versorgen. Bedingt

durch die Einführung der Fallpauschalen im Jahr

2003 sind die Kliniken zu Sparmaßnahmen angehalten.

„Aufgrund fi nanzieller Engpässe sind viele Krankenhäuser

inzwischen dazu gezwungen, zu schließen

oder ihre Struktur zu ändern“, schreibt das Deutsche

Ärzteblatt in seiner Ausgabe vom 19. September 2008.

Tatsächlich haben sich mittlerweile viele Häuser auf

Spezialbehandlungen von Patienten ausgerichtet. Ein

Die Besatzung

der DRF Luftrettung

bringt

den Patienten

vom Hubschrauber

direkt in die

Notaufnahme der

Klinik.

7


8

Titelthema

Der Transport

von Frühchen ist

eine rettungsdienstlichsensible

Aufgabe, bei

der sehr vorsichtig

vorgegangen

werden muss. In

vielen Fällen

wird hierfür ein

Hubschrauber

eingesetzt.

* ARDS = Acute

Respiratory

Distress Syndrome

= Akutes

Lungenversagen

Beispiel ist das ARDS*-Netzwerk in Baden-Württemberg,

dem sich unter anderem die Kliniken der

Universitätsmedizin Freiburg und Mannheim sowie

das Klinikum Ludwigsburg angeschlossen haben. Die

Kinderklinik Mannheim behandelt Kinder mit akutem

Lungenversagen mit einer sehr speziellen, aufwendigen

Therapie. „Zur bestmöglichen Versorgung

bringen wir in diese Kliniken unter anderem Frühchen

im Transportinkubator oder schwer erkrankte Patienten,

die auch während des Transports an eine Herz-

Lungen-Maschine angeschlossen sein müssen. Hierfür

gibt es besonders kompakte und überaus leistungsfähige

medizintechnische Geräte, die wir bei Bedarf

an Bord unserer Hubschrauber mitführen“, erklärt Dr.

Braun. Sofern es der gesundheitliche Zustand zulässt,

werden intensivpfl ichtige Patienten auch mit Intensivtransportwagen

(ITW) verschiedener Hilfsorgani-

Hilfsfrist

Foto: Gert Vrey - fotollia.com

sationen verlegt. Braun: „Der ITW eignet sich insbesondere

für Transporte über kürzere Distanzen und

Rückverlegungen ohne zeitliche Dringlichkeit.“

Zwar gilt das Rettungswesen in Deutschland als vorbildlich

– doch belegen Untersuchungen der DGU und

des Statistischen Bundesamts, dass die Qualität der

Schwerverletztenversorgung regionale Unterschiede

aufweist. Schließlich kann nicht jede Klinik einen

Schwerverletzten optimal untersuchen und behandeln.

Dafür ist hoch qualifi ziertes Personal notwendig, das

regelmäßig Fortbildungen besucht, und eine medizintechnische

Ausstattung, die sehr kostspielig ist. Daher

hat die Deutsche Gesellschaft für Unfallchirurgie

(DGU) 2006 die Initiative Traumanetzwerk ins Leben

gerufen. Sie hat das Ziel, die Qualität der Versorgung

von Schwerverletzten deutschlandweit auf ein einheitlich

hohes Niveau zu bringen. Dem Traumanetzwerk

der DGU sind wiederum regionale Netzwerke angeschlossen

wie beispielsweise das Traumanetzwerk

Schwarzwald-Baar, Schwarzwald-Bodensee, Oberrhein

etc.

Um Teil eines Traumanetzwerks zu werden, muss

eine Klinik bestimmte Ausstattungsmerkmale erfüllen.

Die am Netzwerkverbund teilnehmenden Kliniken sind

wiederum in drei Versorgungsstufen eingeteilt:

Versorgungsstufe 1 haben Kliniken der Grund- und

Regelversorgung mit den Fachrichtungen Chirurgie

und/oder Innere Medizin (weitere Fachrichtungen optional

nach Bedarf).

Versorgungsstufe 2 weisen Krankenhäuser der

Schwerpunktversorgung auf mit den Fachrichtungen

Chirurgie und Innere Medizin, Gynäkologie und Geburtshilfe,

Augenheilkunde, Hals-Nasen-Ohrenheil-

In Deutschland regeln die Bundesländer die Belange für den

Rettungsdienst. Daher gibt es 16 unterschiedliche Rettungsdienstgesetze,

in denen die Hilfsfristen defi niert

sind. Einige Bundesländer unterscheiden noch zwischen

rettungsdienstlicher und notärztlicher Hilfsfrist. In den

meisten Rettungsdienstgesetzen beginnt die Hilfsfrist mit

dem Eingang des Notrufs. Die Hilfsfrist selbst reicht von acht

Minuten in dicht besiedelten Gebieten bis zu maximal 17 Minuten

in ländlichen Gebieten. Innerhalb dieser Frist müssen Rettungskräfte

und/oder Notärzte am Einsatzort eingetroffen sein

und Hilfsmaßnahmen eingeleitet haben.

Foto: Thaut Images - fotolia.com


kunde, Orthopädie, Pädiatrie und Urologie (weitere

Fachrichtungen optional nach Bedarf).

Zu Versorgungsstufe 3 gehören Krankenhäuser der

Maximalversorgung. Sie müssen mit ihrem Leistungsangebot

über Krankenhäuser der Schwerpunktversorgung

wesentlich hinausgehen und sind mit hochdifferenzierten

medizinisch-technischen Einrichtungen

ausgerüstet.

Universitätskliniken wie das Uniklinikum Göttingen

sind Zentren der Maximalversorgung. Hier ist

auch ein Hubschrauber der DRF Luftrettung stationiert.

Denn schließlich ist die Transportlogistik ein wesentliches

Element dieser Kliniknetzwerke.

Rund um die Uhr einsatzbereit

Für die zusammengeschlossenen Häuser gibt es einheitliche

Kriterien, bei welchen Erkrankungen oder

Verletzungen ein Patient in ein regionales oder überregionales

Zentrum verlegt werden soll, sofern er nicht

direkt dorthin verbracht wurde. Dies bedingt die Notwendigkeit

von bestens ausgestatteten Transportmitteln

mit hoch qualifi zierten Besatzungen. „Unsere Einsatzhubschrauber

werden häufi g für den schnellen und

schonenden Transport von kritisch kranken Patienten

zwischen zwei Kliniken angefordert“, bestätigt Dr.

Braun. Die Hubschrauber der DRF Luftrettung aus

Bad Berka, Berlin, Halle, Hannover, München, Nürnberg,

Rendsburg und Regensburg stehen bei unaufschiebbaren

Verlegungen von Patienten mit lebensbedrohlichen

Verletzungen und Erkrankungen den Koordinierungsstellen

dabei rund um die Uhr zur Verfügung.

Nicht zuletzt nimmt die DRF Luftrettung eine Vorreiterrolle

beim Nachtfl ug ein. Die zur DRF Luftrettung

gehörende HDM Luftrettung gemeinnützige

GmbH hat schon vor Jahren eine spezielle Methode

für Anfl ugverfahren von Einsatzorten in der Nacht

entwickelt. 2009 ist ihr ein weiterer wichtiger Schritt

gelungen: Die Münchner Luftrettungsstation darf als

erste in Deutschland Night Vision Goggles einsetzen,

die das vorhandene Restlicht verstärken. Neben dem

Einsatz von zwei Piloten und speziellen Nachtfl ugverfahren

sind die Night Vision Goggles ein weiterer

wichtiger Baustein für die sichere Luftrettung zwischen

Sonnenunter- und Sonnenaufgang. Denn Notfälle

ereignen sich rund um die Uhr, bei Tag und bei

Nacht. IRINA WONNEBERG

Nach einem schweren Verkehrsunfall werden die Verletzten notfallmedizinisch

versorgt und – falls erforderlich – mit der Luftrettung

in eine für sie geeignete Klinik gefl ogen. Seit 2009 setzt die DRF

Luftrettung nachts Restlichtverstärkerbrillen ein (oben).

Luftrettung 4 || 2010 9

Foto: Ralph Köhler Foto: Dr. Ralf Greiner

Foto: Patrick Seeger


Fotos: Irina Wonneberg

Mitarbeiterporträt

Voll positiver Energie

„Ich lebe Freude“: Wer Elke Wagner nur wenige Minuten erlebt hat, spürt,

wie sehr sie mit ihrem Lebensmotto im Einklang ist. In Ober- und

Niederbayern kümmert sich die diplomierte Haushaltsökonomin um bis zu

zehn Außendienstmitarbeiter der DRF Luftrettung.

M

assing ist ein 4.000-Seelen-Ort im Kreis Landshut,

Niederbayern. Vor dem Eingang eines ortsansässigen

Lebensmittelgeschäfts informiert die DRF

Luftrettung die Massinger Bürger über die Notwendigkeit

von Rettungshubschraubern. Auch wenn das

Leben hier weniger hektisch pulsiert als im rund 100

Kilometer entfernten München, sind die Menschen in

Massing immer auf dem Sprung. Jedenfalls hat es den

Anschein. „Darf ich Sie kurz über die Luftrettung informieren?“

„Tut mir leid, keine Zeit!“, entgegnet die

Rentnerin im Vorbeigehen.

„Die Menschen haben nie Zeit“, weiß Elke Wagner

aus ihrer langjährigen Berufserfahrung. „Also bleibt

uns nur ein kurzer Moment, um bei den Passanten das

Interesse für die Luftrettung zu wecken“, fährt die gebürtige

Schwäbin fort. Das gelingt ihren Mitarbeitern

am Infostand nicht immer. „Es ist gar nicht so leicht,

sich nach jedem ‚Nein‘ wieder neu zu motivieren und

auf die Menschen zuzugehen“, so Elke Wagner. „Wir

fragen stets freundlich nach, aber bedrängen niemanden.

Das verträgt sich nicht mit unserem Qualitätsanspruch“,

erklärt die 47-Jährige, die schon seit

vielen Jahren in der Mitgliederwerbung aktiv ist.

„Qualität ist das A & O einer nachhaltig erfolgreichen

Mitgliedergewinnung“, betont Wagner. Sie wählt

die Mitarbeiter für die Fördererwerbung in ihrem Gebiet

aus, stellt die Teams zusammen und schult die

Mitarbeiter, die in den Vorbereitungskursen lernen,

dass Qualität vor Quantität geht. „Wir überzeugen mit

guten Argumenten von der Notwendigkeit der Luftrettung,

nicht mit Panikmache“, unterstreicht Wagner.

Die Fördererwerber der DRF Luftrettung treten seriös

auf, können sich ausweisen und halten Informationsmaterial

mit Anschrift und Telefonnummer für


Rückfragen in der Mitgliederverwaltung des DRF e.V.

bereit. Sie erklären, warum wir alle Luftrettung brauchen,

erläutern die Form der Finanzierung und regen

an, die Luftrettung mit einem Betrag ihrer Wahl monatlich

zu unterstützen. „So wollen wir uns von dubiosen

Gestalten in der Branche abgrenzen“, nennt Wagner

ein wesentliches Qualitätsmerkmal.

Zur Seriosität im Außenauftritt gehört auch, dass

die Fördererwerber gepfl egt in ihrer Dienstkleidung

erscheinen und nicht in Einsatzkleidung. „Das wäre

bereits eine Täuschung. Unsere

Mitarbeiter sind keine Einsatzkräfte

der DRF Luftrettung, also kleiden

sie sich auch nicht so“, erklärt

Wagner.

Doch wozu Spenden und Förderbeiträge,

wenn die Hubschraubereinsätze

von den Krankenkassen

bezahlt werden? „Einen großen Teil

unserer Kosten erstatten uns die

Krankenkassen“, bestätigt Victor

Felber, Geschäftsführer des DRF

e.V. „Doch die Ausgaben beispielsweise

für Fortbildungen der fl iegerischen

und medizinischen Besatzungen,

für Winden- und Wasserrettungsübungen

sowie für innovative

Entwicklungen wie Rescue

Track (siehe „Luftrettung“ 1/2007)

trägt die DRF Luftrettung selbst.

Daher sind wir auf Unterstützung

angewiesen, wenn wir die Qualität

der Luftrettung langfristig sichern

möchten“, fährt Felber fort.

Zur Qualitätssteigerung in der Mitgliederwerbung

gehört auch die Weichenstellung von der Haustür- auf

die Standwerbung. „Wir setzen vermehrt auf Infostände

vor Einkaufsmärkten und in Fußgängerzonen. Dort

können die Gespräche in der Öffentlichkeit stattfi nden

und nicht in der Privatsphäre zuhause. Die Werbung

an der Haustür wird von vielen Bürgern als zu

massiv empfunden und ist meiner Meinung nach auch

nicht mehr zeitgemäß“, erklärt Wagner den Richtungswechsel.

„Nicht zuletzt besuche ich meine Mitarbeiter

vor den Märkten täglich, um zu sehen, wie sie die

Gespräche führen. Außerdem ist es mir wichtig, mit

den Mitarbeitern am Stand im Dialog zu bleiben. Sie

berichten mir, was gut läuft oder wo es vielleicht Pro-

Luftrettung 4 || 2010

bleme gibt, so können wir gemeinsam vor Ort Lösungen

fi nden.“

Eine perfekte Lösung hat die 47-Jährige auch für

ihre private Seite gefunden. „Wenn Sie mich nach

Wünschen für mein Leben fragen, muss ich passen“,

lacht Elke Wagner. „Ich lebe das Leben, das ich immer

wollte, bin glücklich verheiratet, wohne dort, wo

andere Urlaub machen, und verbringe meine freie Zeit

inmitten friedlicher Natur. Das macht mich zu einem

rundum zufriedenen Menschen.“ IRINA WONNEBERG

Zur Person

Elke Wagner ist es wichtig, mit ihren

Mitarbeitern an den Infoständen im

Dialog zu bleiben (links). Freundlichkeit

gehört zu den Qualitätsmerkmalen

in der Fördererwerbung (oben).

Elke Wagner wurde 1963 als viertes Kind eines Bäckerehepaars geboren.

Gemeinsam mit ihrer älteren Schwester und ihren beiden großen Brüdern

wächst sie in Deggingen am Fuße der Schwäbischen Alb auf. Nach

ihrem Abitur absolviert sie eine Ausbildung zur Industriekauffrau, die sie

später um eine Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin ergänzt.

1986 beginnt sie ein Studium der Haushaltswissenschaft an der Universität

Hohenheim, das sie 1991 mit einer Diplomarbeit abschließt. Einige

Jahre ist sie die persönliche Referentin des Präsidenten der Hohenheimer

Universität, bis sie 1995 ihre erste Fundraising-Führungsposition für

eine Hilfsorganisation übernimmt. Bis heute ist Elke Wagner Beraterin

bei einer Serviceagentur für Sozialmarketing und Fundraising, die auch

mit der DRF Luftrettung zusammenarbeitet. Gemeinsam mit ihrem Mann

lebt sie seit einigen Jahren am Chiemsee.

11


12 1

Gesund leben

S

Eiskalt erwischt

Gerade im Winter droht nach Unfällen oft Unterkühlung. Dann sind trockene

Kleidung und Wärme wichtig, bis professionelle Rettung vor Ort ist.

elbst die dickste Jacke schützt nur die Wärme,

die der Körper produziert – vor allem bei Bewegung.

Ist der Normalwert von 37 °C Körpertem peratur

nur um wenige Grad unterschritten, gilt ein

Mensch bereits als unterkühlt. Mediziner sprechen

dann von Hypothermie. „Der menschliche Körper hat

die Fähigkeit, seine Temperatur zu halten, auch wenn

die Umgebungstemperatur schwankt“, erklärt Christian

Müller-Ramcke, stellvertretender medizinischer

Leiter der DRF Luftrettung. Liegt man jedoch in kalter

Umgebung, kann der Körper rasch auskühlen – vor

allem, wenn man verletzt oder erkrankt ist. Dann besteht

das Risiko von Atmungsstörungen oder gefährlichen

Herzrhythmusstörungen.

Christoph 54 aus Freiburg wird im Winter häufi g in

die Skigebiete des Schwarzwalds gerufen. „Vor allem

abseits der Piste lauert Gefahr“, betont Stationsleiter

Werner Reichel. „Viele Skitourengänger machen sich

alleine auf den Weg. Wenn dann etwas passiert – da

kann schon ein umgeknickter Fuß ausreichen – ist der

Tourengänger auf die Hilfe Dritter angewiesen.“ Vorausschauend

verhält sich, wer die landesweit gültigen

Notrufnummern in seinem Mobiltelefon abgespeichert

hat (wichtig bei Reisen im Ausland), damit er

einen Notruf absetzen kann. Idealerweise wurde der

Akku des Handys frisch geladen und das Mobiltelefon

warm verpackt in einer Innentasche des Anoraks

verstaut. Damit sinkt das Risiko, dass der Akku nicht

Foto: Christoph von Haussen


gerade dann seinen Geist aufgibt, wenn man ihn am

nötigsten braucht. Signalraketen sollten in jedem Fall

mit auf Tour gehen – die rote Leuchtkugel wird unter

Umständen auch gesehen, wenn mit dem Handy kein

Notruf möglich sein sollte.

Was Ersthelfer nach der Sicherung eines Unfallorts

und Absetzen des Notrufs in jedem Fall tun sollen, erklärt

Dr. Frank Lerch, leitender Notarzt der Station

Freiburg: „Wichtig ist, dass der Patient nicht weiter

abkühlt. Nasse Kleidung sollte entfernt werden. Mit

trockener Kleidung und einer Rettungsdecke, die Wärme

refl ektiert, wird der Körper geschützt.“ Dabei ist

es wichtig, auch den Kopf zu bedecken. Kinder sind

noch stärker gefährdet, weil ihre Körperoberfl äche im

Vergleich zum Körpervolumen

größer ist als bei Erwachsenen.

Sind die Luftretter dann am Einsatzort,

hilft ihnen ein Rettungswärmesystem,

das seit 2006 auf

allen Hubschraubern der DRF

Luftrettung mitgeführt wird (siehe auch „Luftrettung

4/2008). „Mit einem speziellen Wärmesack haben wir

die Möglichkeit, die Körperkerntemperatur des Patienten

bis in die Klinik konstant zu halten“, beschreibt

Lerch.

Ob im Allgäu, in den Alpen oder im Mittelgebirge:

Die Rettung per Hubschrauber ist bei Wintersportunfällen

oft das Mittel der ersten Wahl, weil der Notarzt

schnell zum Patienten gebracht werden kann. Aber

auch der bodengebundene Abtransport des Patienten

ist häufi g schwieriger, ein Lufttransport dagegen schonender

und um ein Vielfaches schneller. Somit kann

durch den Einsatz des Hubschraubers zeitnah mit der

klinischen Versorgung der Verletzten begonnen werden.

Bei Skiurlauben im Ausland sollten deutsche Urlauber

in jedem Fall eine Auslandskrankenversicherung

abgeschlossen haben.

„Sonst kann es im Notfall

passieren, dass sie

bis zu 100 Prozent

der Kosten selbst tragen

müssen“, warnt

Michael Berner, Si-

Warme und trockene

Kleidung schützt den

Körper vor Hypothermie.

Luftrettung 4 || 2010

Weitere Informationen zur Fördermitgliedschaft

im DRF e.V. fi nden Sie

im Internet unter

www.drf-luftrettung.de

Foto: Elenathewise – fotolia.com nen zur Förder-

cherheitsexperte beim Deutschen

Skiverband. Förderer der DRF

Luftrettung haben die Sicherheit,

dass sie an Bord von Ambulanzfl ugzeugen aus dem

Ausland in eine Klinik in der Heimat gefl ogen werden,

wenn es medizinisch sinnvoll ist. Abhängig von

den klinischen Versorgungsmöglichkeiten im Reiseland

und je nach Art der Verletzung hat der Patient

mehr Chancen auf eine vollständige Genesung, wenn

eine Operation in einer Spezialklinik in Deutschland

durchgeführt wird. Und bekanntlich heilt es sich in

vertrauter Umgebung am besten! MARKUS DIETZEL

Jetzt sind Sie gefragt!

Ski und Rodel

gut? Förderer

des DRF e.V. reisen

mit sicherem

Gefühl ins Ausland

– im Sommer

wie auch im

Winter.

Beteiligen Sie sich an unserem Gewinnspiel und beantworten Sie folgende Frage:

Der menschliche Körper hat die Fähigkeit,

a) seine Temperatur zu halten, auch wenn die Umgebungstemperatur schwankt.

b) seine Temperatur problemlos der Umgebungstemperatur anzupassen.

c) seine Temperatur zu erhöhen, wenn die Umgebungstemperatur sinkt.

Die richtige Antwort schreiben Sie gemeinsam mit Ihrem Namen und Ihrer Anschrift

bitte auf eine Postkarte und senden sie an:

DRF Luftrettung

„Gewinnspiel“

Rita-Maiburg-Straße 2

70794 Filderstadt

Einsendeschluss ist der 12. Januar 2011.

Unter allen richtigen Einsendungen verlosen wir drei warme, kuschelige Schals der

DRF Luftrettung. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Mitarbeiter der DRF Luftrettung

und deren Angehörige können leider nicht am Gewinnspiel teilnehmen.

Foto: Patrizia Tilly – fotolia.com

13


14

Christopher Kids

Herzlichen Glückwunsch!

In der letzten Ausgabe der „Luftrettung“ solltet

ihr eine geheime Botschaft entschlüsseln.

Habt ihr herausgefunden, welche Nachricht

euch Christopher hinterlassen hat? „Wer Pilot

werden will, muss gut zuhören können!“ –

Ganz genau!

Richtig entschlüsselt haben:

Susanne Müller, 14 Jahre aus 88212 Ravensburg

Franzi Herrmann, 11 Jahre aus 72160 Horb

Karin Weitz, 13 Jahre aus 68766 Hockenheim

Luca Flauaus, 11 Jahre aus 15518 Langewahlt

Hannes Koerner, 7 Jahre aus 91334 Hemhofen

Dafür gab es je einen coolen

Schlüsselanhänger.

Wir gratulieren!

Das as Rezept

könnt ihr r auch im

Internet herunterladen nterladen

unter

www.drf-luftrettung. trettung.

de/lounge.html nge.html

Schummerlicht

im Hangar, verträumt

schaut

Christopher in das fl ackernde Licht der Kerze, bald wird

er wieder eine am Adventskranz anzünden. Wobei ihm

der Schreck vom letzten Jahr immer noch ein bisschen

in den Knochen steckt. „Da fi el eine Kerze um und der

Adventskranz fi ng Feuer, weil die Nadeln zu trocken waren“,

ärgert sich Christopher heute noch. Daher hofft er,

dass er in diesem Jahr alles richtig gemacht hat.

Vorsicht mit Kerzenlicht

Sehen wir uns doch einmal an, wie er den Kranz gebas-

telt und wo er ihn aufgestellt ha hat: Aha, er hat ihn aus

frischen Zweigen selbst gebunde gebunden, das ist schon ein

großer großer Pluspunkt. Plus Und die Kerzen

stecken in

Haltern aus Blech –

sehr gut! DDer

Kranz selbst steht

auf einem runden Metalltablett

Rezept für Turbinenplätzchen

auf einem Tischchen, T auch das ist

vorbildlich vorbildlich. „Hmm, ich weiß

Zutaten: 120 g Lagerfett (Butter), 300 g Metall- nicht, ob der d Tisch vielleicht nicht

späne (kernige Haferfl ocken), 100 g Turbinen-

etwas zu nnah

am Fenster und dakristalle

(Zucker), 2 Kugellager-Kugeln (Eier),

mit an den

Vorhängen steht? Die

1 Päckchen Unterlegscheiben (Vanillezucker),

könnten ja

auch Feuer fangen“,

1/2 TL Metallicpulver (Backpulver),

grübelt Christopher. Chr „Ich stelle

30 g Talkumpuder (Mehl)

den Tisch llieber

etwas weg vom

Fenster, sic sicher ist sicher“, mur-

Lagerfett zerlassen, mit den Metallspänen mischen

melt er er vor sich hin. Zufrieden

und abkühlen lassen. Turbinenkristalle, Kugellagerwackelt

er

mit den Rotorblättern

Kugeln und Unterlegscheiben schaumig schlagen.

und knabbe knabbert an einem frisch ge-

Die Metallspäne unterheben. Talkumpuder und

backenen Turbinenplätzchen, T

als

Metallicpulver darüberstäuben und unterheben.

er zu einem

Notfall alarmiert wird.

Mit 2 Teelöffeln Häufchen auf ein gefettetes Back-

Noch im Hinauseilen Hi aus dem

blech legen. Etwas Abstand lassen, da sie etwas in

Hangar Hangar pustet pus er die Kerzen aus

die Breite gehen. Bei 190 °C 10–15 Minuten backen.

... dieses MMal

hat Christopher

Abkühlen lassen und gut verschlossen aufbewahren

wirklich an alles gedacht!

– oder gleich aufessen.

Ergibt 30 Turbinenplätzchen.


Illustrationen: Peter Puck

WIE VON GEISTERHAND

Sagen dir deine Eltern oft, du sollst dein Zimmer aufräumen?

Dann mag das möglicherweise daran liegen, dass du

deine Spielsachen lieber auf dem Boden herumliegen lässt,

anstatt sie wieder ordentlich in den Schränken zu verstauen,

wenn du sie nicht mehr brauchst. Wäre es da nicht

praktisch, wenn nachts, während du schläfst, fl eißige

Zwerge dein Zimmer aufräumen? Der Sage nach gab es

diese Hausgeister einmal in Köln. Nachts, wenn die Bürger

schliefen, erledigten sie deren Arbeit. Doch irgendwann

wurden sie von einer Neugiernase dabei beobachtet

– und verschwanden für immer.

Hubschrauberwartung in der Nacht

Jedenfalls aus Köln. Bei der DRF Luftrettung gibt es diese

Heinzelmänner in gewisser Weise noch – sie sind Mitarbeiter

des Technischen Betriebs. Da die Rettungshub-

Luftrettung 4 || 2010

schrauber der DRF Luftrettung während der Betriebszeiten

stets einsatzbereit sind, gibt es bei der DRF Luftrettung

drei Wartungsteams, die rund um die Uhr von Station zu

Station reisen, eventuelle Störungen beseitigen und Kontrollen

durchführen. So müssen zum Beispiel alle 50 Flugstunden

die Triebwerke und Rotoren untersucht werden,

damit kleinste Schäden rechtzeitig erkannt werden können.

Im Sommer kann es passieren, dass die Techniker erst

kurz vor Mitternacht mit ihrer Arbeit beginnen können,

weil die Hubschrauber manchmal bis kurz nach Sonnenuntergang

bei einem Einsatz sind. Wenn dann die Besatzung

am nächsten Morgen zum Dienst erscheint, steht der Hubschrauber

tipp topp gewartet da. Ihr seht, das ist wie damals

in Köln mit den Heinzelmännchen. Echt schade, dass

es diesen Service nicht für euer Kinderzimmer gibt,

oder?

15


Foto: DRF Luftrettung

16

Hannover

Dortmund

Bremen

Göttingen

Mannheim

Karlsruhe

Rheinmünster

Rendsburg

Freiburg

Villingen-Schwenningen

Dortmund

Leonberg

Stuttgart

Friedrichshafen

Niebüll

Ende August wurde der Dortmunder

Intensivtransporthubschrauber zu

einem Verkehrsunfall nach Straelen

nahe der holländischen Grenze alarmiert.

Dort war ein Pkw von der Straße

abgekommen, hatte sich überschlagen

und war auf dem Dach liegen geblieben.

Im Auto saßen vier Personen:

der 20-jährige Fahrer, ein 29-jähriger

Insasse, eine 18 Jahre alte Frau und

ihr sieben Monate altes Baby, das in

einem Kindersitz gesichert war. Als

der Pilot den Dortmunder Hubschrau-

Halle

Greifswald

Magdeburg

Berlin

Bad Saarow

Nordhausen

Dresden

Zwickau

Bad Berka

Suhl

Ochsenfurt

Nürnberg

München

Regensburg

Dortmund: Wegen massiver Kopfverletzungen wurde eine 18-Jährige

mit dem Dortmunder Hubschrauber in eine Klinik gefl ogen.

Lokal-

Nachrichten

ber am Einsatzort landete, hatten bodengebundene

Rettungskräfte die

Personen bereits aus dem Fahrzeugwrack

befreit und erstversorgt. Das

Baby und die beiden Männer wurden

mit Rettungswagen in Krankenhäuser

transportiert. Die junge Mutter war

sehr schwer verletzt, sie hatte unter

anderem ein Schädel-Hirn-Trauma

erlitten. Nachdem Notarzt und Rettungsassistent

der DRF Luftrettung

die Patientin für den Transport stabilisiert

hatten, wurde sie in nur zwölf

Minuten in eine Spezialklinik nach

Duisburg gefl ogen.

Foto: ARA Flugrettung

Fresach

Ende September wurde die Besatzung

des RK-1 zu ihrem ersten Skiunfall der

Saison 2010/2011 angefordert. „Wir

hatten gerade einen Patienten an die

Ärzte des LKH Villach übergeben, als

wir von der Landesleitstelle Kärnten

auf den Mölltaler Gletscher alarmiert

wurden“, berichtet der diensthabende

Pilot. Dort bereitete der slowenische

Skiverband seinen Nachwuchskader

auf die kommenden Wettkämpfe vor.

Im Training war ein 12-jähriges Mädchen

gestürzt und hatte sich einen kom-

Fresach: Nach einem schweren Sturz auf dem Gletscher musste eine Skisportlerin

mit dem RK-1 in eine Klinik nach Klagenfurt gefl ogen werden.


plizierten Oberschenkelbruch sowie

eine Fraktur des Unterarms zugezogen.

Als der Notarzthubschrauber der ARA

Flugrettung auf 3.150 Meter neben der

Bergstation landete, hatte der Pistenrettungsdienst

die Patientin bereits von

der Piste gebracht, in einen Wärmesack

verpackt und zur Bergstation transportiert.

Nach der Versorgung der Patientin

durch die medizinische Hubschrauberbesatzung

der ARA Flugrettung entschied

der Notarzt, das Mädchen in das

110 Kilometer entfernte Klinikum nach

Klagenfurt zu fl iegen, um die bestmögliche

Anschlussversorgung der jungen

Sportlerin zu gewährleisten. Nach

26 Minuten Flugzeit konnte die Patientin

den Klinikärzten in Klagenfurt

übergeben werden.

Hannover

An einem Morgen im August kam es

auf der A2 zwischen Lehrte und Lehrte

Ost zu zwei schweren Lkw-Unfällen.

Bei einem dieser Unfälle war ein

Hannover: Ein Lkw-Fahrer war auf der A2 in ein Stau-Ende gerast.

Die DRF Luftrettung fl og den Schwerverletzten in eine Klinik.

Lkw-Fahrer auf das Ende eines Staus

aufgefahren. Dabei wurde er eingeklemmt

und sehr schwer verletzt. Unmittelbar

nach dem Unfall alarmierte

die Rettungsleitstelle Region Hannover

den Hubschrauber Christoph Niedersachsen

zum Einsatzort. Um

8:09 Uhr landete der Pilot die rot-weiße

BK 117 der DRF Luftrettung auf

der abgesperrten Autobahn. Die medizinische

Hubschrauberbesatzung erkannte

sehr schnell, dass der Zustand

des 37 Jahre alten Lkw-Fahrers kritisch

war. „Bis ihn Einsatzkräfte der

Feuerwehr aus der völlig zerstörten

Fahrerkabine befreien konnten, sollte

über eine Stunde vergehen. Da der

Mann aufgrund seiner schweren Verletzungen

Blut verlor, entschieden wir,

als lebensrettende Maßnahme Blutkonserven

einzufl iegen“, berichtet der

Rettungsassistent. Noch während der

Lkw-Fahrer aus dem Fahrzeugwrack

befreit wurde, versorgten Notarzt und

Rettungsassistent den Patienten mit

Schmerz- und kreislaufstabilisierenden

Mitteln. Zeitgleich nahm der Pilot

Foto: Eberhard Wedler (BILD Hannover)

Kurs auf das Nordstadt-Klinikum in

Hannover, um dort die Konserven

abzuholen. Wenig später traf er wieder

an der Unfallstelle ein. Nachdem der

Patient von der Feuerwehr befreit war,

wurde er von der medizinischen Besatzung

der DRF Luftrettung in Vollnarkose

gelegt und künstlich beatmet.

Der Patient hatte ein schweres Polytrauma

erlitten, deshalb wurde er

schnellstmöglich in das nächstgelegene

Traumazentrum transportiert.

Magdeburg

Ziemlich unglücklich endete der Versuch

eines 69-jährigen Magdeburgers,

sein Auto aus der Garage zu schieben.

Auf der abschüssigen Straße verselbstständigte

sich der Wagen und rollte

auf eine Böschung zu. Beim Versuch,

die Handbremse zu ziehen, wurde der

Mann von seinem Fahrzeug überrollt

und darunter eingeklemmt. Die Feuerwehr

musste den Mann befreien. Weil

schwere Verletzungen befürchtet wur-

Magdeburg: Ein Mann war von seinem Fahrzeug überrollt worden.

Die Crew von Christoph 36 fl og ihn auf direktem Weg in eine Klinik.

Luftrettung 4 || 2010 17

Foto: Andreas Lander


Foto: DRF Luftrettung

18

den, alarmierte die Leitstelle Magdeburg

Christoph 36 als schnellen Notarztzubringer.

Bereits vier Minuten

nach der Alarmierung landete der

Pilot die rot-weiße Maschine am Unfallort.

Notärztin und Rettungsassistent

versorgten die Verletzungen des

Mannes. Anschließend wurde der

69-Jährige innerhalb weniger Minuten

in eine Klinik gefl ogen.

Mannheim

Zu einem schweren Motorradunfall

kam es im Juli bei Beerfelden im

Odenwald: Ein 18-jähriger Motorradfahrer

geriet auf die Gegenfahrbahn

und prallte mit einem entgegenkommenden

Fahrzeug zusammen. Bei der

Kollision zog sich der junge Kradfahrer

schwere Verletzungen zu. Zur Versorgung

des Patienten wurde der

Mannheimer Hubschrauber der DRF

Luftrettung alarmiert. Die Besatzung

startete an der Heidelberger Uniklinik,

wo sie gerade einen Patienten überge-

ben hatte, und erreichte wenige Minuten

später die Einsatzstelle. Notarzt

und Rettungsassistent versorgten den

verunglückten Zweiradfahrer. Es

bestand der Verdacht auf schwere

Beckenverletzungen. Da dies mit

starken inneren Blutungen einhergehen

kann, wurde der Patient an Bord

von Christoph 53 schnellstmöglich in

eine Spezialklinik gefl ogen.

Niebüll

Mannheim: Wegen seiner schweren Beckenverletzungen musste ein

Motorradfahrer mit Christoph 53 in eine Klinik gefl ogen werden.

Eine Regionalbahn erfasste im August

einen Radlader bei Husum, weil

dessen Schaufel an einem unbeschrankten

Bahnübergang in die

Gleise hineinragte. Dabei wurde der

Radlader zur Seite geschleudert. Die

Leitstelle Nord alarmierte daraufhin

den Niebüller Hubschrauber der DRF

Luftrettung als schnellen Notarztzubringer,

der bereits wenige Minuten

nach der Alarmierung als erstes Rettungsmittel

an der Unfallstelle landete.

Der diensthabende Pilot erläutert: „Bei

Foto: DRF Luftrettung

Großschadenslagen ist es wichtig, dass

sich der zuerst eintreffende Notarzt einen

Überblick über die Situation an der

Unfallstelle verschafft. In diesem Fall

hatten alle Beteiligten großes Glück. In

der Bahn war lediglich ein Fahrgast

leicht verletzt worden. Auch der Fahrer

des Radladers war weniger schwer verletzt

worden als zunächst befürchtet.

Nach dem Eintreffen weiterer Rettungskräfte

konzentrierten sich Notarzt

und Rettungsassistent der DRF Luftrettung

auf die Versorgung des Radladerfahrers.

Zur weiteren Behandlung wurde

er anschließend in Begleitung des

Hubschraubernotarztes in eine Klinik

transportiert.

Nordhausen

Im September wurde der Nordhäuser

Rettungshubschrauber der DRF Luftrettung

zu einem schweren Verkehrsunfall

auf der B 85 in der Nähe von

Sömmerda alarmiert. Eine junge Frau

war mit ihrem Pkw in einer langgezo-

Nordhausen: Um eine schwer verletzte Autofahrerin schnell und schonend

in eine Spezialklinik zu fl iegen, wurde Christoph 37 angefordert.

Foto: DRF Luftrettung


genen Rechtskurve von der Straße abgekommen.

Dabei prallte das Auto gegen

einen Betonpfeiler, überschlug

sich und kam entgegen der Fahrtrichtung

zum Stehen. Ein bodengebundener

Notarzt aus Sömmerda übernahm

die Erstversorgung der Patientin,

forderte aber gleichzeitig über die

Rettungsleitstelle Erfurt den Nordhäuser

Rettungshubschrauber für den

Transport in eine Spezialklinik nach.

Nach 14 Flugminuten landete Christoph

37 an der Unfallstelle. Hubschraubernotarzt

und Rettungsassistent

übernahmen die Patientin und

bereiteten sie für den Transport vor.

An Bord von Christoph 37 wurde sie

innerhalb von 13 Minuten in das Südharz

Krankenhaus nach Nordhausen

gefl ogen.

Nürnberg

Ende August wurde die Besatzung

von Christoph 27 zu einem metallverarbeitenden

Betrieb unweit des Nürn-

HAT DIE ARA DAS TRAINING NICHT SOGAR

ORGANISIERT UND AUSGERICHTET?

Nürnberg: Bei einer Explosion erlitt ein Arbeiter schwere Brandverletzungen.

Die Crew von Christoph 27 fl og ihn in eine Spezialklinik.

berger Flughafens alarmiert. Dort waren

bei einer Explosion acht Mitarbeiter

leicht und zwei ihrer Kollegen

schwer verletzt worden. Der am Flughafen

stationierte Hubschrauber der

DRF Luftrettung benötigte nur wenige

Minuten bis zum Einsatzort und war

als erstes Rettungsmittel vor Ort. Da

so viele Personen verletzt waren, verschaffte

sich die Besatzung der DRF

Luftrettung zuerst einen Überblick

über die Schwere der Verletzungen,

weitere mögliche Gefahrenquellen und

zusätzlich benötigte Einsatzkräfte. Die

sogenannte Triage war gerade abgeschlossen,

als weitere Rettungskräfte

eintrafen, sodass umgehend mit der

Erstversorgung der Verletzten begonnen

werden konnte. Notarzt und Rettungsassistent

versorgten einen Mann

mit schweren Brandverletzungen, den

sie aufgrund seiner starken Schmerzen

in eine Vollnarkose legten. Nachdem

die Brandwunden abgedeckt waren

und der Kreislauf für den Transport

stabilisiert worden war, wurde der Patient

in eine für ihn optimal geeignete

Foto: DRF Luftrettung

Klinik gefl ogen. Das war das 150 km

entfernte Zentrum für Schwerbrandverletzte

in München-Bogenhausen.

Der Transport an Bord des Hubschraubers

erfolgte schnell und schonend,

mit dem Rettungswagen hätte die

Fahrt von Nürnberg nach München

mindestens doppelt so lange gedauert.

Ochsenfurt

Am Mittag des 29. August wurde

Christoph 18 zu seinem 40.000. Einsatz

alarmiert. Bei Burggrumbach hatte

ein 82 Jahre alter Mann neurologische

Ausfallerscheinungen, es bestand der

Verdacht auf einen Schlaganfall. Nur

wenige Minuten nach der Alarmierung

landete der Pilot den rot-weißen Hubschrauber

der DRF Luftrettung am

rund 25 Kilometer entfernten Einsatzort.

Nachdem die medizinische Hubschrauberbesatzung

den Patienten untersucht

und versorgt hatte, begleitete

der Notarzt den Patienten in die Universitätsklinik

nach Würzburg.

Ochsenfurt: Bei seinem 40.000. Einsatz wurde Christoph 18 zu

einem internistischen Notfall alarmiert.

Luftrettung 4 || 2010 19

Foto: DRF Luftrettung


Foto: ARA Flugrettung

20

Reutte

An einem Wochenende Ende August

hatte die Besatzung des Notarzthubschraubers

RK-2 der ARA Flugrettung

aus Reutte wieder viel zu tun.

Am Freitag musste ein erschöpfter

Wanderer, der sich an der Klimspitze

verstiegen hatte, mittels Fixtau gerettet

werden. Anschließend wurde der

RK-2 zur Oberen Rossalpe alarmiert.

Hier hatte sich ein Urlauber aus

Deutschland bei einem Sturz schwere

Verletzungen zugezogen. Die Besatzung

des RK-2 versorgte den Patienten

und fl og ihn anschließend in das

Krankenhaus Immenstadt. Am Samstagvormittag

forderte die Leitstelle

Tirol den Notarzthubschrauber nach

Hinterhornbach unweit der Petersbergalm

an. Dort war ein 58 Jahre alter

Mann bewusstlos aufgefunden

worden. Mit Verdacht auf schwere

Kopfverletzungen fl og ihn die Besatzung

in die Uniklinik Innsbruck. Nur

kurze Zeit später steuerte der Pilot der

ARA Flugrettung die Hahntennjoch-

straße zwischen Lechtal und Imst an.

Dort hatte sich eine 30 Jahre alte Motorradfahrerin

bei einem Sturz schwer

verletzt. Gemeinsam mit bodengebundenen

Rettungskräften wurde die

Verletzte von der Besatzung des RK-2

versorgt und zur weiteren Behandlung

in das Landeskrankenhaus Feldkirch

transportiert. Am Sonntag benötigte

eine 67-Jährige schnelle notärztliche

Hilfe. Sie war am Härmelekopf/Seefeld

beim Gleitschirmfl iegen kurz

nach dem Start abgestürzt und hatte

sich dabei am Rücken verletzt. Von

Notarzt und Notfallsanitäter des RK-2

wurde sie am Unfallort versorgt und

anschließend auf direktem Weg in eine

Spezialklinik gefl ogen.

Rheinmünster

Reutte: In den Sommermonaten wurde die Besatzung des RK-2

häufi g zu alpinen Notfällen alarmiert.

Bei einem Verkehrsunfall in Moskau

verletzte sich ein amerikanisches Ehepaar

schwer. An Bord von zwei Ambulanzfl

ugzeugen wurden die beiden zur

Operation nach Frankfurt/Main gefl o-

Foto: DRF Luftrettung

gen. Anschließend sollte das Ehepaar

zur weiteren Behandlung in eine Klinik

in die USA verlegt werden. Mit

dem Transport des Ehemannes wurde

die DRF Luftrettung für die Strecke

Frankfurt/Main–Toronto beauftragt.

Notarzt und Rettungsassistent der

DRF Luftrettung übernahmen den Patienten

von den Klinikärzten in Frankfurt

und bereiteten ihn auf den Flug

nach Kanada vor. Dann startete der

Ambulanzjet in Richtung Toronto, wo

die Cockpit-Crew nach 8,5 Flugstunden

landete. „Der Patient benötigte

starke Medikamente, um Kreislauf

und Blutdruck aufrecht zu erhalten“,

berichtet der diensthabende Rettungsassistent.

Aufgrund seiner Lähmung

und den traumatischen Verletzungen

musste er maschinell beatmet werden.

Auch die medikamentöse Aufrechterhaltung

von Kreislauf, Blutdruck und

Narkose musste laufend auf den Patienten

abgestimmt werden. In Toronto

angekommen, wurde der Patient an

die Crew eines kanadischen Learjets

übergeben, die ihn weiter in die USA

Rheinmünster: Unter intensivmedizinischer Betreuung wurde ein

US-Bürger von Frankfurt nach Toronto gefl ogen.


transportierte. Am Abend des Folgetages

trat die Besatzung der D-CCCB

ihren Rückfl ug nach Europa an: In

Leeds (England) wartete bereits der

nächste Auslandseinsatz auf die Luftretter.

Stuttgart

Im September wurde der Stuttgarter

Hubschrauber der DRF Luftrettung zu

einem Waldgebiet bei Neckartenzlingen

alarmiert. Ein 75 Jahre alter Mann

war beim Spaziergang im Wald so unglücklich

gestürzt, dass er sich dabei

erheblich an der Wirbelsäule verletzt

hatte. Bodengebundene Einsatzkräfte

waren bereits vor Ort, als der Pilot die

rot-weiße BK 117 nach nur neun

Flugminuten am Waldrand landete.

„Da der Verdacht bestand, dass sich

der Mann bei dem Sturz mehrere

Wirbel gebrochen hatte, wurde unser

Hubschrauber zum schnellen und

schonenden Transport des Patienten in

eine Klinik nachgefordert“, erklärt der

Stuttgart: Mit Verdacht auf Wirbelfrakturen gelangte ein 75 Jahre

alter Mann an Bord von Christoph 51 in eine für ihn geeignete Klinik.

Rettungsassistent. Ein bodengebundener

Transport über holprige Feldwege

wäre viel zu riskant und für den

Patienten auch zu strapaziös gewesen.

Innerhalb von neun Minuten wurde er

in eine Spezialklinik gefl ogen.

Villingen-Schwenningen

Kürzlich wurde die Besatzung von

Christoph 11 zu einem Notfall in Rotenzimmern

alarmiert: Bei einem

Mann bestand der Verdacht auf einen

Herzinfarkt. Das vor Ort durchgeführte

EKG bestätigte den Verdacht jedoch

nicht. Auf Nachfragen stellte sich heraus,

dass zum Mittagessen ein Pilzgericht

aufgetischt worden war. Weitere

Untersuchungen machten eine Pilzvergiftung

immer wahrscheinlicher. „Als

ich der Ehefrau gerade mitteilen wollte,

dass wir ihren Mann in das Klinikum

nach Schwenningen fl iegen werden,

zeigten sich auch bei der Frau die ersten

Symptome“, berichtet der diensthabende

Notarzt. „Wir forderten sofort

Foto: DRF Luftrettung

einen weiteren Notarzt über die Leitstelle

an“, so der Rettungsassistent, der

den Patienten gemeinsam mit einem

bodengebundenen Kollegen in den

Hubschrauber verbrachte. Parallel versorgte

der Hubschrauber-Notarzt die

Ehefrau gemeinsam mit dem Rettungsassistenten

eines Rettungswagens, als

auch die Großmutter starke Übelkeit

verspürte. Der Rettungsassistent kümmerte

sich um die Frau und forderte

einen weiteren Rettungswagen an.

Während die bodengebundenen Einsatzkräfte

die Versorgung und den

Transport von Ehefrau und Großmutter

übernahmen, fl og die Hubschrauberbesatzung

den Familienvater in das

Schwarzwald-Baar-Klinikum nach

Schwenningen.

Weitere Meldungen

auch im Internet:

www.drf-luftrettung.de

Villingen-Schwenningen: Aufgrund einer Pilzvergiftung fl og die

Crew von Christoph 11 einen Familienvater in ein Krankenhaus.

Luftrettung 4 || 2010 21

Foto: DRF Luftrettung


22

Notfall

S

ie hat ihren Rucksack immer getragen. Beim Fernsehen,

bei der Arbeit, im Kino. Das war 2008 und

ging ein Jahr lang so. Der kleine Rucksack war Teil

von Franziska Liebhardts Leben. Er hat ihr das Leben

überhaupt noch möglich gemacht. Die heute 28-Jährige

litt an einer Lungenfi brose, bei der das Organ an

Elastizität verliert und das Atmen immer schwerer

fällt. In dem Rucksäckchen war Sauerstoff, den die

junge Frau Tag und Nacht benötigte.

„Ich „II ch h wwollte ollt llte

den Ernst der Lage

nicht wahrhaben. Ich habe

mich einfach zu gut gefühlt“,

sagt Franziska

Liebhardt heute. Aber

schon damals war klar, dass

sie einmal eine Spenderlunge

benötigen würde.

2009 kommt sie zuerst in die Uniklinik

Würzburg, kurze Zeit später

in eine Spezialklinik nach Fallingbostel.

Dort schätzen die Ärzte

ihre Lage so kritisch ein,

dass sie die junge

Würzburgerin

Tief durchatmen

Franziska Liebhardt ist schwer krank. Ihre Lunge wird von Tag zu Tag schwächer.

Innerhalb weniger Tage wird die Situation lebensbedrohlich, nur eine Transplantation

kann sie retten. Die Besatzung von Christoph Weser transportiert die intensivpfl ichtige

Patientin zur lebensrettenden Operation schnell und schonend in eine Spezialklinik.

an ein hoch spezialisiertes Beatmungsgerät anschließen

wollen. Doch dazu ist eine weitere Verlegung nötig

– diesmal auf die Intensivstation der Medizinischen

Hochschule Hannover (MHH).

Der Transport muss schnell gehen und darf den

Kreislauf der Patientin nicht unnötig belasten. Außerdem

muss eine optimale intensivmedizinische Versorgung

der schwer kranken Frau gewährleistet sein. Daher

beauftragen die Klinikärzte den Intensivtransport-

hubschrauber der DRF Luftrettung Luftrettung in Brem Bremen. emen en. Fr Fran

anziska

Liebhardt fasst Vertrauen zu den Luftrettern von

Christoph Weser, die ihr offen und freundlich begegg

nen. Notarzt Dr. Frank Kallmeyer erklärt ihr noch am

Klinikbett, wie das BeatmungsBeatmungss gerät im Hubschrauber funktioniert

und wie ihre Atmung

überwacht wird. d

„Die Besatzung hat mich

h

zu jeder Zeit sehr gut u

betreut. Ich habe den n

Flug in angenehmer

er

Erinnerung“, erzählt

Franziska

Liebhardt.

Foto: Foto: Gerhadr Gerhadr Liebha Liebhardt b rdt d


Pilot Martin Beitzel hält den Hubschrauber während

des 25-minütigen Fluges auf einer Höhe von 500 Meter

über Grund. Er will nicht höher hinauf, um Franziska

Liebhardts Atmung und die damit verbundene

Sauerstoffversorgung ihres Körpers nicht unnötig zu

gefährden. Denn mit der Höhe nimmt der Luftdruck

und damit der Sauerstoffgehalt in der Luft ab. Die medizinische

Besatzung hat sich für eine „CPAP-Beatmung“

entschieden. Dabei ist die Patientin die ganze

Zeit über bei Bewusstsein und erhält Sauerstoff über

eine Maske. „So wird die zu schwache Atmung des

Erkrankten unterstützt, um eine ausreichende Sauerstoffversorgung

zu gewährleisten“, erklärt Rettungsassistent

Torsten Freitag. Er und Notarzt Dr. Kallmeyer

haben während des Fluges ständig die beiden Überwachungsmonitore

im Auge, um den gesundheitlichen

Zustand der 28-Jährigen zu kontrollieren.

Grundsätzlich hätte die Patientin auch bodengebunden

transportiert werden können, jedoch: „Ein Transport

mit einem Intensivtransportwagen (ITW) wäre

für Frau Liebhardt weitaus belastender gewesen als an

Bord unseres Hubschraubers. In Kurven, beim Bremsen

und Beschleunigen des ITW wirken Kräfte auf

den Körper, darüber hinaus hätte der bodengebundene

Transport nach Hannover auch um ein Vielfaches länger

gedauert“, erklärt Freitag.

So bringt die Besatzung der DRF Luftrettung die

Würzburgerin sicher nach Hannover. Einige Zeit später

steht für Franziska Liebhardt ein Spenderorgan bereit,

die Transplantation verläuft erfolgreich. Bereits sechs

Wochen später darf sie nach Hause und fasst den Entschluss,

sich bei ihren Luftrettern zu bedanken. „Wäre

der Flug nicht so gut verlaufen, wäre ich heute vielleicht

gar nicht mehr hier“, sagt sie. Die 28-Jährige nimmt

Kontakt zu Pilot Beitzel auf, der sich riesig freut. „Es

Luftrettung 4 || 2010

Foto: DRF Luftrettung

ist eher unüblich, dass sich jemand bei uns bedankt. Das

bestätigt unsere Arbeit und tut der Seele gut.“

Später besucht Franziska Liebhardt die Station in

Bremen. Mit Beitzel tauscht sie sich heute noch per

E-Mail aus. Der Pilot interessiert sich für die sportliche

Karriere der jungen Frau. Schließlich hat sie im

August 2010 drei Goldmedaillen bei der Leichtathletik-Europameisterschaft

der Transplantierten gewonnen.

Außerdem setzt sie sich im Verein „Transplantationsbegleitung

e.V.“ mit voller Kraft ein. „Sie haben

mir damals geholfen, jetzt will ich wieder etwas zurückgeben.“

CHRISTIAN SCHREIBER

Expertenmeinung „Lungentransplantation“

Nur wenige Zentren können Lungentransplantationen (LTPL) vornehmen.

In Deutschland werden die meisten Eingriffe in Hannover durchgeführt,

dort wurde auch Franziska Liebhardt transplantiert. Für eine LTPL kommen

Patienten mit einer Lungenerkrankung im Endstadium mit nur noch

begrenzter Lebenserwartung in Frage, bei denen die medikamentöse

Therapie ausgeschöpft ist.

Es können ein oder beide Lungenfl ügel transplantiert werden, die Operationszeit

beträgt zwischen vier und sechs Stunden. Nach der OP werden

die Patienten innerhalb weniger Stunden vom Beatmungsgerät entwöhnt

und schon nach zwei bis drei Tagen von der Intensivstation auf

die Normalstation verlegt. Anschließend erfolgt

eine rasche Mobilisation unter intensiver

physiotherapeutischer Betreuung.

Eine LTPL ist immer mit einer lebenslangen

immunsuppressiven Nachbehandlung verbunden,

um eine Abstoßung zu vermeiden.

Wegen der Abstoßungsrisiken ist die konsequente

Mitarbeit der Patienten Voraussetzung

für einen guten Langzeiterfolg.

Prof. Dr. med. Albrecht Encke, Mitglied im

Medizinischen Beirat der DRF Luftrettung

Foto: Michael Klee

Die DRF Luftrettung

fl og Franziska

Liebhardt

zur Lungentransplantation

nach

Hannover. Heute

hat sie wieder

Luft für große

Sprünge.

Foto: privat

23


24

Technik

W

In den kommenden Jahren wird der Behördenfunk Schritt für fü f r Sc Schr Schritt hr h it itt t du ddurch rc rch h mo mode moderne derne e

digitale Technik abgelöst werden. Die DRF Luftrettung g ha hat da dafü dafür fü für r ge geme gemeinsam me mein in insa sam mi mit

t

anderen Luftrettungsbetreibern eine richtungsweisende Technologie no nolo lo logi gi gie e entwickeln en e tw twic ic icke ke keln ln lassen, l llas

as a se sen, n,

die künftig die Funk-Kommunikation auf ein neu neues eu eues es Niv Niveau iv ivea ea eau he hebe heben be b n wi wird wird. rd rd.

enn Polizei, Feuerwehr oder Rettungsorganisationen

wie die DRF Luftrettung miteinander per

Funk kommunizieren, basiert das bislang auf einer in

weiten Teilen überholten Technologie: dem Analogfunk,

der zwar noch immer zweckmäßig funktioniert,

aber Nachteile hat. Er ist nicht abhörsicher und die

Übertragungsqualität ist mitunter schlecht.

Seit der Bundestag am 28. August 2006 das „Gesetz

über die Errichtung einer Bundesanstalt für den Digitalfunk

der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben“

verabschiedet hat, wird am Aufbau

eines bundesweiten digitalen Funknetzes gearbeitet.

Vor dem Hintergrund dieser gesetzlichen Vorgabe laufen

auch bei der DRF Luftrettung die Vorbereitungen

für die neue Technologie auf Hochtouren. „Die Weichen

für die nächsten 25 Jahre sind gestellt“,

bestätigt Michael Kunze, Leiter

der Musterprüfl eitstelle im Entwicklungsbetrieb

der DRF Luftrettung.

„Wir arbeiten bei diesem

Projekt eng mit anderen Luftrettungsbetreibern

zusammen und

haben eine neue Technik speziell

Fortschrittsanzeiger für das digitale Funknetz in

Deutschland (Stand: Anfang September 2010)

Inbetriebnahme erfolgt

Aufbau und Inbetriebnahme begonnen

Funknetzplanung begonnen

Kommunikation

der Zukunft

für unsere Bedürfnisse entwickeln lassen“, erklärt

Kunze. Diese Investition in zukunftsweisende Technik

kann die DRF Luftrettung letztlich nur deshalb

stemmen, weil sie auf die Unterstützung vieler Förderer

und Spender zählen kann – immerhin belaufen

sich die Ausgaben pro Hubschrauber auf rund 25.000

Euro, einschließlich der Kosten für den Einbau. Sparpotenzial

gibt es bei dieser kostenträchtigen Investition

nicht, denn die DRF Luftrettung ist als bundesweit

tätige Rettungsorganisation darauf angewiesen,

auch in Zukunft zuverlässig mit anderen Diensten und

Behörden kommunizieren zu können.

Abhörsicher mit besserer Sprachqualität

Als Basis des digitalen Systems dient eine Steuereinheit,

die zur Fernsteuerung von bis zu vier Funkgeräten

eingesetzt werden kann. „Bisher wurde jedes Funkgerät

über ein eigenes Bedienteil gesteuert. Die neue

Technik spart also Platz im Cockpit“, so Kunze. Zudem

können die Besatzungen sowohl das digitale Netz

nutzen als auch für die Übergangszeit das herkömmliche

Analognetz, da der Digitalfunk über mehrere Jahre

hinweg schrittweise in Betrieb gehen wird.

Etwa zehn Tage veranschlagen die Techniker für den

Einbau: „Wir verbauen die zentrale Steuereinheit, dazu

die Bedienteile für Piloten und Kabine, zum Schluss

führen wir die Freigabe durch“, erklärt Kunze. Die

Umrüstung erfolgt jeweils bei einer 600-Stunden-Kontrolle

in der Werft in Rheinmünster. „Insgesamt rechnen

wir mit gut zwei Jahren, bis alle Hubschrauber


ausgerüstet sind“, fügt Christian Schulze an, der das

Projekt Digitalfunk bei der DRF Luftrettung zusammen

mit Michael Kunze maßgeblich betreut. Dabei

arbeitet er intensiv mit den Behörden in Bund und

Ländern zusammen. Ein Engagement, das sich lohnt,

denn für Schulze liegen die Vorteile des Digitalfunks

auf der Hand: „Unter anderem führt die Abhörsicherheit

des verschlüsselten Funksystems zu mehr Datensicherheit.

Nicht zuletzt werden unsere Kommunikationsmöglichkeiten

optimiert: Über Digitalfunk können

wir künftig direkt Kontakt zu unseren Besatzungen

halten, auch wenn sie gerade nicht im Bereich ihrer

Heimatleitstelle unterwegs sind“, erklärt Schulze.

Komplett ausgerüstet haben die Avioniker der DRF

Luftrettung bereits zwei Maschinen, die ab 2011 bei

der ARA Flugrettung in Österreich fl iegen werden.

„Diese Hubschrauber erhalten sogar drei Systeme“,

weiß Kunze: Neben Analogfunk werden auch die digitalen

Funksysteme von Österreich und Deutschland

im Einsatz sein.

Übrigens funken die Besatzungen bei der zur DRF

Luftrettung gehörenden ARA Flugrettung bereits seit

April 2006 digital – mit rundum positivem Fazit: „Jeder

profi tiert davon“, bestätigt Jörg Straub, Pilot in

Reutte. Vor allem die klare Sprachübertragung, aber

auch die Möglichkeit, überregional zu funken, wertet

Straub als entscheidende Vorteile des Digitalfunks.

Zurzeit wird ein Schulungskonzept für die deutschen

Besatzungen erarbeitet. „Die Schulungen beginnen im

kommenden Jahr“, sagt Schulze. Mit den neuen tech-

nischen Möglichkeiten des modernen Funksystems wird

es der DRF Luftrettung gelingen, die Notfallrettung noch

weiter zu optimieren – ein Engagement, das vor allem

dem Wohl der Patienten dienen wird. JENS EBER

Spezialisten für die Entwicklung

Mit Digitalfunk

ist es möglich, im

Bedarfsfall wie

zum Beispiel bei

einer GroßschadenslageRettungskräfte

auch

BOS-übergreifend

und großräumig

zusammenzuschalten.

Bei der Einführung des Digitalfunks ist der luftfahrttechnische Entwicklungsbetrieb

der DRF Luftrettung federführend beteiligt. Im April 2007

wurde die Abteilung neu gegründet und hat sich seitdem bewährt: „Wir

dürfen nach Veränderungen an den Luftfahrzeugen alle notwendigen

Tests durchführen und die Modifi kationen zulassen, sowohl im Bereich

der Elektronik, Avionik, Struktur als auch der Medizin“, erklärt Joachim

Schanz, Leiter des Entwicklungsbetriebs. Zuvor mussten dafür externe

Spezialisten beauftragt werden.

Schanz und seine fünf Kollegen sind derzeit neben dem Digitalfunk mit

zahlreichen weiteren Projekten befasst, bei denen zukunftsweisende

Technologien zum Wohl der Patienten im Vordergrund steht.

Luftrettung 4 || 2010 25

Foto: DRF Luftrettung

Foto: Ralph Köhler


Leserforum

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von unseren Lesern

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 14. Februar 2010 fl ogen Sie mich von

Mopti (Mali) nach Stuttgart, und von dort

brachten Sie mich mit einem Rettungswagen

in die Tropenklinik nach Tübingen. Sie haben

mir an diesem Tag das Leben gerettet und

dafür bin ich Ihnen dankbarer, als ich es mit

Worten jemals ausdrücken könnte. Ich bin mir

sicher, diese Einsatzkraft bringen Sie jedem

Ihrer Patienten entgegen und dafür möchte ich

Ihnen meine Hochachtung und meinen großen

Respekt aussprechen. Ich hoffe, dass jedes

Ihrer Mitglieder eine hohe Wertschätzung für

die DRF Luftrettung hat.

DIRK LÖSCH, WAIBLINGEN

Marvin Möbius aus Freudenstadt, 6 Jahre

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Felix Preu aus

Kirchheim/Teck,

10 Jahre

Sehr geehrtes Team der DRF Luftrettung,

mit dem Flug AMB 789 wurde mein Mann am 24. August 2010 mit

dem Verdacht auf eine Transitorische Ischämische Attacke (Anm.

d. Red: neurologische Ausfallerscheinung, häufi g Vorzeichen eines

Schlaganfalls) von Griechenland nach Deutschland gefl ogen und in

eine Klinik nach Mainz gebracht. Wir waren überwältigt, wie schnell

und unbürokratisch die Rettungsaktion verlief, und möchten uns bei

allen Beteiligten bedanken. Mein Mann ist inzwischen wieder

gesund. Die DRF Luftrettung werden wir bei jeder sich bietenden

Gelegenheit weiterempfehlen.

GERDA UND JOACHIM ROEDERER

Luftrettung 4 || 2010

Hallo Hallo Hallo Hallo

Kinder Kinder Kinder Kinder

Die Redaktion freut sich immer

über eure Bilder. Und am meisten über

welche, die die Hubschrauber der DRF Luftrettung

in ihrer neuen Lackierung zeigen.

Ob euer Bild Kinderzeichnung des Monats geworden

ist, könnt ihr in der Lounge im Internet

nachsehen unter www.drf-luftrettung.de

Fördermitglied

Peter-Jürgen

Hartwig hat

dieses Foto von

Christoph

Niedersachsen

am Bathildis-

Krankenhaus in

Bad Pyrmont

aufgenommen.

Herzlichen Dank!

IMPRESSUM

Herausgeber: DRF e.V.

Rita-Maiburg-Straße 2

70794 Filderstadt

Telefon: (0711) 7007-0

Fax: (0711) 7007-2349

Internet: www.drf-luftrettung.de

Vorstand: Helmut Nanz, Nicole Steiger, René Closter

Amtsgericht Nürtingen: VR1392

Der DRF e.V. ist vom Finanzamt Stuttgart als gemeinnützig

und mildtätig anerkannt. Für Fördermitglieder ist die

Zeitschrift „Luftrettung“ im Rahmen des Förderbeitrags

enthalten.

Erscheinungsweise: vierteljährlich

Aufl age 2/2010: 325.000 Exemplare

ISSN 1864-3140

Gesamtverantwortung: Petra Hentschel (v.i.S.d.P.)

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Projektleitung: agentur wortweber

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Redaktion: Jens Eber, Markus Dietzel, Gabriele von

Stackelberg, Christian Schreiber, Irina Wonneberg (Ltg.)

Gestaltung: Inkje Dagny von Wurmb

Comic: Peter Puck

Druck: Hofmann Druck, Nürnberg

Namentlich gekennzeichnete Beiträge sind nicht

unbedingt identisch mit der Meinung der Redaktion.

Alle in dieser Ausgabe veröffentlichten Beiträge und Fotos

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und ähnlichen Einrichtungen. Jede Vervielfältigung,

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der DRF Luftrettung. Bei bezahltem Jahresbeitrag habe ich außerdem die Sicherheit, dass mich

die DRF Luftrettung im Notfall aus dem Ausland zurückholt, wenn dies medizinisch sinnvoll ist.

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01. 2011

Mitgliedschaft ab (Datum) Geburtsdatum

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„Zunächst hatte ich keine Kraft mehr in meinen

Beinen, nach drei Tagen konnte ich nicht mehr

gehen. Im Krankenhaus in der Türkei stellten die

Ärzte eine neurologische Erkrankung fest. Ich wurde

beatmet und ins künstliche Koma gelegt. Mit einem

Ambulanzjet holte mich die DRF Luftrettung zur

weiteren Behandlung zurück nach Hause.“

Telefon E-Mail

Einzelmitgliedschaft (Mindestbeitrag 30,– e pro Person)

Familienmitgliedschaft (Mindestbeitrag 60,– e pro Familie,

Ehepartner einschließlich Kinder bis zum 18. Lebensjahr)

Bitte listen Sie nachfolgend die vollständigen Namen der Familienmitglieder

und deren Geburtsdatum auf.

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Vorname, Nachname, Geburtsdatum

Abdulmutalip Yilmaz, Göppingen

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über die Möglichkeit einer Mitgliedschaft im DRF e.V.

informieren. Dank Ihrer Hilfe kann die DRF Luftrettung Jahr

für Jahr viele tausend Menschenleben retten.

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Andernfalls verlängert sie sich jeweils um ein weiteres Jahr bis auf Widerruf.

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Name des Geldinstituts

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von meinem/unserem Konto abzubuchen (nicht Zutreffendes bitte streichen).

Ort, Datum

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Wochen ohne Angabe von Gründen in Textform, also z.B. per Brief, per Fax oder

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Im Falle eines wirksamen Widerrufs sind die beiderseits empfangenen Leistungen

zurückzugewähren sowie ggf. gezogene Nutzungen, z.B. Zinsen, herauszugeben.

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Rita-Maiburg-Straße 2

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