Osteoporose - bei Crossmed

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Osteoporose - bei Crossmed

Ausgabe Nr. 73 Einzelheft € 2,50 1/2009 22. Jahrgang, ISSN 1611-3721

Aktuell • Informationszeitschrift des BfO

Kirchfeldstraße 149 • 40215 Düsseldorf

PVSt • DPAG • Entgelt bezahlt • G12284

B f O

Osteoporose

Aktuell

Dachverband für Osteoporose Selbsthilfegruppen

Sekundäre Osteoporose

- Übersicht der sekundären Ursachen für Osteoporose

- Diabetes und Osteoporose

- Auswirkungen von Cortison

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Editorial

Sekundäre Osteoporosen - mehr in den Blickwinkel der Öffentlichkeit

rücken ____________________________________________________4

Schwerpunktthema: Sekundäre Osteoporose

Übersicht der sekundären Ursachen für Osteoporose Patientenleitlinien

DOP und Professor Dr. R. Bartl __________________________________5

Corticoid-induzierte Osteoporose, Prof. K. H. Kley, Singen _____________7

Osteoporose - Risikofaktor Diabetes, Dr. Maria Thun, Wien _____________8

Osteoporose bei Patientinnen mit Anorexia und Bulimia nervosa,

Dr. Christina Siebrecht, Heidelberg _______________________________9

Organtransplantation - auch an Osteoporose denken,

Professor Dr. R. Bartl, München _________________________________9

Wenn Medikamente Osteoporose induzieren, Prof. Dr. Gerd

Finkenstedt, Innsbruck _______________________________________10

Sekundäre Osteoporose - Knochenbruch-Vorbeugung bei... - DVO ______11

Laktoseintoleranz, Professor Dr. Barbara Obermayer-Pietsch, Graz ______12

Gut zu wissen

Statement – Wie viel Kalzium braucht der Knochen ?,

Professor Dr. Johannes Pfeilschifter _____________________________13

Kontaktperson für den Notfall _________________________________13

Leserfrage zum Thema Milch, beantwortet durch

PD Dr. Armin Zittermann _____________________________________14

EU-Report ________________________________________________15

Glossar - Kurzbezeichnungen - Erläuterungen _____________________15

Europäisches Positionspapier zur Diagnostik und Management der

Osteoporose, Prof. Dr. Reiner Bartl ______________________________16

Neu: Natürliches Kalzium aus fossilen Austerschalen und Korallen ______17

Buchbesprechung: Vitamin D - Das Sonnenhormon _________________17

Neu: Steinsieker Naturell _____________________________________18

Aus Vorstand und Geschäftsstelle

Schwerpunkte der Öffentlichkeitsarbeit des BfO, Ingeborg Linde _______18

8. DOP Konferenz in München _________________________________20

9. Patientenkongress Osteoporose in Berlin _______________________21

Ärzte Hotline ______________________________________________24

Termine __________________________________________________24

Forum aktuell

BfO – Kassierinnen-Schulung __________________________________25

LfO Bayern – 1. Osteoporoseforum in Nürnberg ____________________25

LfO NRW – Ehrung Frau Kemper-Völksen _________________________25

LfO NRW – Tagesseminar über computergeführte Jahresabrechnung ____25

SHG Altdorf - Fachvortrag ____________________________________26

SHG Bad Camberg – Aktivitäten 2008 ___________________________26

SHG Bergisch Gladbach – 15jähriges Bestehen _____________________26

SHG Berlin – Osteolino in der Kita ______________________________27

SHG Bielefeld – 20jähriges Bestehen ____________________________27

SHG Dassel – 10jähriges Bestehen ______________________________28

SHG Mengen – 8. Aktionstag für Gesundheitheit und richtige Ernährung 28

SHG Dieburg – 10jähriges Bestehen _____________________________29

SHG Gelsenkirchen - Weihnachtsfeier ___________________________29

SHG Wendelstein – Tag der offenen Tür __________________________29

SHG Riesa – Informationsveranstaltung __________________________30

SHG Wesel – 10jähriges Bestehen ______________________________30

INHALTSVERZEICHNIS

Osteoporose, nur 20% der

Betroffenen wissen davon!

Impressum

Aktuell Informationen des Bundesselbsthilfeverbandes

für Osteoporose e.V.

Herausgeber:

Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose e.V.

Kirchfeldstrasse 149 40215 Düsseldorf

Telefon: 0211/301314 - 0 Telefax: 0211/301314 -10

info@osteoporose-deutschland.de

www.osteoporose-deutschland.de

Der Bundesselbsthilfeverband ist Mitglied der

Bundesarbeitsgemeinschaft Selbsthilfe

(BAGS), der International Osteoporosis

Foundation (IOF) und des DOP.

BfO-Vorstand

Präsidentin: Birgit Eichner

Vize-Präsidentin: Ingeborg Linde

Schatzmeister: Dr. Hanshenning Powilleit

Beisitzerin: Gisela Klatt

Beisitzerin: Monika Friedrich

Wissenschaftlicher Beirat:

Prof. Dr. Reiner Bartl, München

PD Dr. Helmut Franck, Bonn

Prof. Dr. Jürgen Franke, Bad Langensalza

Prof. Dr. Peyman Hadji, Marburg

Prof Dr. H. K. Kley, Singen

Prof. Dr. Gertrud Krüskemper, Bochum

Dr. Gerwin M. Lingg, Bad Kreuznach

Prof. Dr. Johannes Pfeilschifter, Essen

Dr. Dieter Schöffel, Kusel

Prof. Dr. Manfred Schubert-Zsilavecz, Frankfurt

Prof. Dr. Harald Seelbach, Neuss

Prof. Dr. Michael Weiß, Paderborn

Prof. Dr. Armin Zittermann, Bad Oeynhausen

Redaktion:

Sabine Habicht, Dr. Hanshenning Powilleit, Doris Holzschneider

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Die Aktuell erscheint vierteljährlich jeweils am Monatsende

im März, Juni, September und Dezember. Nachdruck

nur mit Genehmigung des Herausgebers gestattet.

Namentlich gekennzeichnete Beiträge müssen nicht mit

der Meinung der Redaktion übereinstimmen. Für unverlangt

eingesandte Berichte, Fotos, Manuskripte wird

keine Haftung übernommen. Redaktionsschluß ist der

15. Januar, 15. April, 15. Juli, 15. Oktober. Preis des Einzelheftes:

€ 2,50. Für Mitglieder des Bundesselbsthilfeverbandes

für Osteoporose e.V. ist der Bezugspreis im

Mitgliedsbeitrag enthalten. Nichtmitglieder können die

Aktuell zum Abonnementpreis von € 8,- jährlich gegen

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Auflage 18.000

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BfO - Aktuell 1/2009 3


EDITORIAL

Sekundäre Osteoporosen

mehr in den Blickwinkel der Öffentlichkeit rücken

Liebe Mitglieder, liebe Leserin, liebe Leser

auf einer Fortbildung der Mitgliedsorganisationen der BAG Selbsthilfe kam ich mit einem

jungen Mann ins Gespräch, der sich sehr freute, als ich mich als Präsidentin des Bundesselbsthilfeverbandes

für Osteoporose zu erkennen gab.

Da seine Erkrankung so eng mit Osteoporose verbunden ist , sei es für ihn besonders wichtig,

mit einem Vertreter der Bundesorganisation zu sprechen .

Mario Hillerdt ist zweiter Vorsitzender des Deutschen Klinefelter Syndrom Vereinigung. Mir ging es, wie vermutlich

auch Ihnen beim Lesen des Editorial - das Klinefelter Syndrom war mir bis zu diesem Tag nicht bekannt.

Klinefelter Syndrom wird auch die unbekannte Erbkrankheit genannt.

Als Klinefelter-Syndrom werden die Auswirkungen einer Chromosomenfehlverteilung bezeichnet, bei der zusätzlich

zum normalen männlichen Chromosomensatz 46, XY ein weiteres X-Chromosom in allen oder einer größeren Zahl der

Körperzellen vorliegt.

Auswirkungen der Chromosomenstörung bestehen vor allem in dreierlei Hinsicht:

Der Unterentwicklung der Hoden, die zu einer nicht behandelbaren und nicht behebbaren Unfruchtbarkeit bei ansonsten

meist unbeeinträchtigtem Sexualleben führt.

Die Unterentwicklung bedingt weiterhin, dass oft nur sehr geringe Mengen des männlichen Geschlechtshormons (Testosteron)

produziert werden. Dies kann zu verzögerter oder ausbleibender Pubertät, ausbleibendem oder spärlichem Bartwuchs

und Körperbehaarung sowie in der Spätpubertät zur übermäßigen Brustentwicklung und zu Hochwuchs führen.

Eine spätere Auswirkung des Hormonmangels kann insbesondere eine sekundäre Osteoporose sein.

Aus dem Gespräch mit Mario Hillerdt hat sich eine angenehme Zusammenarbeit während des 8. Patientenkongresses

Osteoporose in Essen ergeben, anlässlich dessen sein Verband dort erstmals ausstellte. Mit Erfolg, denn viele der Besucher

informierten sich über die Erkrankung. Sekundäre Osteoporosen werden häufig vernachlässigt, denn sie machen

insgesamt nur einen geringen Anteil der Gesamterkrankungszahlen bei Osteoporose aus.

Sekundäre Osteoporosen verursachen jedoch 20 % der osteoporosebedingten Frakturen. Alleine aus diesem Grund sollten

wir ihnen mehr Aufmerksamkeit schenken. Wie nachfolgend in dieser Ausgabe beschrieben, können die Ursachen

für eine sekundäre Osteoporose vielfältig sein und sind oftmals zu wenig bekannt.

Einer Osteoporose kann, wie wir wissen, entgegen gewirkt und vorgebeugt werden. Doch dazu muss man wissen, dass

man selber ein Osteoporose Risikopatient ist.

Es ist wichtig, auch sekundäre Osteoporosen in den Blickwinkel der Öffentlichkeit zu rücken.

Ich wünsche Ihnen eine interessante Lektüre und viele neue Erkenntnisse. Vielleicht sogar mit ebenso persönlichen Eindrücken,

wie ich sie erleben durfte.

Mit herzlichen Grüßen

Ihre

Birgit Eichner

Präsidentin

4 BfO - Aktuell 1/2009


Medizinisch unterscheidet man zwei Formen der Osteoporose:

Schwerpunktthema

Sekundäre Osteoporosen

Übersicht der sekundären Ursachen für Osteoporose in den

Patientenleitlinien Osteoporose des DOP

Bei einer Osteoporose nach den Wechseljahren und im höheren Lebensalter spricht man von einer „primären“ Form

der Osteoporose.

Wird eine Osteoporose durch eine andere Erkrankung oder deren Therapie (mit)verursacht, spricht man von einer

„sekundären“ Form.

Zu den wichtigsten Risiken einer sekundären Osteoporose gehören:

Geschlechtshormonmangel (Hypogonadismus)

Überproduktion von Cortisol (Hypercortisolismus)

Überfunktion der Nebenschilddrüse (Hyperparathyriodismus)

Langzeitbehandlung (über 3 Monate) mit Glucocorticoiden (Cortison) in Form von Tabletten und/oder Spritzen

Schwere chronische Nierenfunktionsstörung (Niereninsuffizienz)

Insulinpflichtige Zuckerstoffwechselerkrankung (Diabetes mellitus Typ I)

Milchzuckerunverträglichkeit (Lactoseintoleranz)

Zöliakie (chronische Erkrankung des Darmtraktes mit Durchfällen)

Operative Entfernung von Magen- und/oder Dünndarmteilen

Einnahme von Antiepileptika

Magersucht

Organtransplantation

Schilddrüsenüberfunktion (Hyperthyreose)

Chronisch entzündliche Darmerkrankungen (Morbus Crohn, Colitis ulcerosa)

Entzündlich rheumatische Erkrankungen (z.B. Polyarthritis)

Bestimmte Behandlungsformen von Brustkrebs und Prostatakrebs

Liegt eine sekundäre Osteoporose vor, ist die Behandlung der Grunderkrankung wichtig.

Die Notwendigkeit einer zusätzlichen Osteoporosediagnostik und –therapie muss individuell entschieden werden.



Sekundäre Osteoporosen

Professor Dr. Reiner Bartl, München

Sekundäre Osteoporosen umfassen nur 5 % aller Osteoporose-Fälle, verursachen

aber 20 % der osteoporosebedingten Frakturen.

Unterschieden werden folgende Gruppen:

Endokrinologisch: Hypogonadismus (führt zu Hormonmangel) tritt bei beiden Geschlechtern auf und hat

multiple Ursachen. Ferner werden angeborene und erworbene Formen des Hypogonadismus unterschieden.

Weitere endokrine Ursachen sind Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse), Hyperparathyreodismus

(Überfunktion der Nebenschilddrüse), Morbus Cushing und Diabetes mellitus (alters Zuckerkrankheit).

Hämatologisch/myelogen: Auch Erkrankungen des Knochenmarkes beeinflussen direkt den Knochenumbau

und können eine schwere Osteoporose erzeugen. Vor allem das multiple Myelom mit den osteoklasten-aktivierenden

Faktoren der Myelozellen erzeugt fast regelmäßig im Verlaufe der Erkrankung eine schwere Osteo-

BfO - Aktuell 1/2009 5


Schwerpunktthema

Sekundäre Osteoporosen








porose oder eine osteolytische Skelettdestruktion. Sowohl die Polyzythämia vera (PV) als auch die chronische

myeloische Leukämie (CML) induzieren über die expansive hämatopetische Hyperplasie eine „Verdrängungsosteoporose“.

Ähnliche Bilder sehen wir auch bei der angeborenen Hämolyse mit extrem gesteigerter

Erythropoese und schwerer Osteoporose. Speicherkrankheiten wie der Morbus Gaucher verursachen durch

ihr expansives Wachstum ebenfalls schwere Osteoporose. Maligne Lymphome und akute Leukämien gehen

dagegen seltener mit einer Osteoporose einher. Osteoporotische Bilder treten vor allem bei der systemischen

Mastozytose auf mit teils sklerotischen, teils osteolytischen Läsionen, je nach Ausdehnung und Topographie

der Mastzellgranulome. Mastzellen als Heparin- und Histaminproduzenten spielen wahrscheinlich auch bei

der Entstehung der primären Osteoporose eine Rolle.

Onkologisch: Eine diffuse Metastasierung durch einen soliden Tumor kann ebenfalls eine primäre Osteoporose

vortäuschen, vor allem wenn osteolytische oder osteosklerotische Läsionen fehlen. Unklare Osteoporosen

mit pathologischen Frakturen und Knochenschmerz sollten immer auf eine maligne Grundkrankheit

hin untersucht werden. Als häufigster metastasierender Tumor kommt das Mammakarzinom mit betont

osteoklerotisch/osteolytischen Knochenmetastasen infrage. Knochenmetastasen der Prostatakarzinoms sind

dagegen überwiegend osteosklerotisch. Eine rarefizierende Fibroosteoklasie kann auch paraneoplastisch bei

Malignomen (z.B. Bronchialkarzinom) durch Sekretion parathormonähnlicher Substanzen auftreten.

Hepatisch/gastroenterologisch/alimentär: Chronische Erkrankungen der Leber oder des Gastrointestinaltrakts

(z.B. Malabsorptions-Syndrome, Morbus Crohn, Pankreasinsuffizienz und primär biliäre Zirrhose)

erzeugen aufgrund des Vitamin-D- und –C-Mangels häufig das Mischbild einer Osteoporose und einer

Osteomalazie (Knochenerweichung) „Osteoporomalazie“, Mischosteopathie). Der Einsatz von Glukokortikoiden

oder ein Alkoholabusus verstärken noch den Knochenschwund. Im Anschluss an eine Magen- oder Darmoperation

(z.B. Billroth I und II, Dünndarmresektionen) kommt es im Zusammenhang mit der gestörten

Nahrungspassage oder der Ausschaltung des Duodenums zur gestörten Kalzium- und Vitamin-D-Nutzung

und damit über die Jahre zu Mischosteopathien

Nephrologisch: Chronische Niereninsuffizienz erzeugt aufgrund des gestörten Vitamin-D-Metabolismus

Mischbilder von Osteoporose, Osteomalazie und sekundären Hyperparathyreodismus („renale Osteopathie“ oder

„renale Osteodystrophie“). Diese komplexen Osteopathien (Knochenerkrankungen) werden während der Hämodialyse

oder nach Nierentransplantation teils gemildert, teils auch nur in ihrem Erscheinungsbild verschoben.

Heute werden unter chronischer Hämodialyse besonders häufig therapieresistente Osteoporosen beobachtet.

Rheumatologisch/immunologisch: Die Mischung aus Gelenkentzündung, Bewegungsarmut und Glukokortikoid-Gabe

bewirkt regelmäßig einen Knochenschwund. Bei Patienten mit primär chronischer Polyarthritis

hat sich für die Kontrolle der Knochendichte die Ultraschallmessung der Grundphalangen bewährt. Bei

systemischen Immunkrankheiten kommt es zu einer Beeinträchtigung der Synthese mesenchymaler Gewebe

(verminderte Matrixsynthese), gemeinsam mit der Glukokortikoid-Wirkung zu einer verminderten Kollagensynthese.

Kardiologisch/pulmonologisch: Patienten nach Herzklappenoperation und langjähriger Marcumar-Therapie

sind besonders gefährdet, Knochenschwund zu erleiden. Weitere Ursachen sind Bewegungsarmut im Rahmen

einer chronischen Herzinsuffizienz oder langjähriges cortisonpflichtiges Asthma bronchiale.

Medikamentös/toxisch: eine lange Liste von Medikamenten schadet bei Langzeitgabe den Knochen. Praktisch

hervorzuheben sind die Glukokortikoide und die Antikoagulantien. Auch Antiepileptika können zu

osteoporotisch/osteomalazischen Bildern führen. Sie führen durch hepatische Enzyminduktion zu einem

relativen Vitamin-D-Mangel. Bestimmte Metalle (Aluminium, Cadmimum, Arsen) und Kohlenwasserstoffe

(Ethylen, Propylen, Polyvinylchlorid) blockieren den Einbau von Kalziumhydroxylapatit in das Osteoid mit

dem Folgebild einer Osteoporomalazie.

Genetisch: Zwillingsstudien haben belegt, dass die Entstehung einer Osteoporose zu mehr als 50 % genetisch

determiniert ist und von einer Vielfalt von Genen gesteuert wird. Diese genetische Vorprogrammierung

der „Peak Bone Mass“ und des nachfolgenden Ausmaßes des Knochenschwunds gilt vor allem für den spongiösen

Knochen. In den letzten Jahren waren die Zusammenhänge zwischen dem Vitamin-D-Rezeptor-Gen

und der Knochendichte von besonderem wissenschaftlichen Interesse, wenn auch die Studienergebnisse teilweise

widersprüchlich ausfielen. Die klinisch wichtigste erblich bedingte Osteoporose ist die Osteogenesis

imperfecta (Glasknochenkrankheit). Weitere wichtige Syndrome mit Osteoporose sind: Turner (fehlen eines

X-Chromosoms, tritt nur bei Frauen auf - Folgen sind Kleinwuchs und Unfruchtbarkeit), Klinefelter (siehe

Editorial), Ehlers-Danlos (genetische Bindegewebserkrankung), Marfan (genetische Bindegewebserkrankung)

und Werner (genetischer Defekt am Chromosom 8, was zu einer frühzeitigen Alterung führt).

6 BfO - Aktuell 1/2009


Vermeidung und Behandlung der

Corticoid-induzierten Osteoporose

Professor Dr. med. H.

K. Kley, Singen

Die Osteoporose war

bereits bei der Erstbeschreibung

der Cushing-Krankheit

(=

Exzess an Cortisol; s.u.)

besonders erwähnt

worden. Trotzdem wurde die Bedeutung der Corticoid-

Behandlung für die Entwicklung einer Osteoporose erst

in den 80er Jahren bei Asthmapatienten erkannt. Heute

wird die Corticoid-bedingte Osteoporose als wichtigste

Corticoid-Nebenwirkung angesehen. Corticoide sind bei

vielen Erkrankungen unersetzbar und oft lebensrettend.

Als wichtiges Medikament bleiben sie unverzichtbar.

Deshalb versucht man die Nebenwirkung einer Corticoidbehandlung

am Knochen zu vermeiden bzw. zu

reduzieren (s. Kaiser u. Kley 2002, S. 132)).

Die negativen Effekte der Corticoide auf Knochenstruktur

und -mineralisation (Osteoporose) haben mehrere

Ursachen. Corticoide

- fördern den Knochenabbau über die Osteoklasten

(Knochenresorption),

- reduzieren den Knochenaufbau über die Osteoblasten,

- inhibieren andere für den Knochen wichtige Hormone

(Wachstumshormone, Sexualhormone),

- hemmen die Calciumresorption aus dem Darm und

- erhöhen den Calciumverlust über die Nieren.

Bekanntlich ist die Rate an Knochenbrüchen u.a. auch

erhöht durch: Alter, bestehende Neigung zu Knochenbrüchen,

Unter-/Übergewicht, weibliches Geschlecht,

frühe Wechseljahre, Nikotin. Bei der Corticoid-induzierten

Osteoporose steigt das Frakturrisiko nochmals an und

dies um den Faktor 1,5 bis mehr als 5. Zu diesem negativen

Corticoideffekt auf den Knochen addieren sich noch

Risikofaktoren, die mit der behandelten Grundkrankheit

zusammenhängen. Dies ist z.B. bei:

- Chronisch-obstruktiven Lungenerkrankungen:

Nikotin, Übersäuerung, Immobilität,

- Rheumaerkrankungen: Entzündung, Schmerz,

Immobilität,

- Chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen:

Durchfall, schlechte Resorption von Calcium,

Vitamin D, Eiweiß, Lactoseintoleranz (Milchzuckerunverträglichkeit),

- Tumoren (bes. multiples Myelom): Schwäche,

Schmerz, Immobilität, Zytokine.

Schwerpunktthema

Sekundäre Osteoporosen

Da es kein Medikament gegen alle Corticoideffekte am

Knochen gibt, ist ein mehrschichtiges Vorgehen zur Vermeidung

der Osteoporose notwendig. Eine Reduktion der

Nebenwirkungen soll erreicht werden durch:

1. „Gesunden Lebens“: kein Nikotin, kein Alkohol,

gesunde ausgewogene Ernährung, Normalgewicht,

körperliche Aktivität,

2. Wiedererlangen von körperlicher Beweglichkeit: u.a.

durch Schmerzmittel bei Rheuma oder Wirbelkörperbrüchen

(auch Vertebroplastie).

3. Verbesserung von Beweglichkeit, Kraft und Koordination.

4. Optimierung bei der Corticoideinnahme: Corticoide

sollen:

- morgens auf einmal genommen werden (gesamte

Tagesdosis),

- so niedrig als möglich dosiert werden („low-dose“

Corticoidtherapie),

- lokal appliziert werden (so möglich): z.B. durch

Sprays, Salben, Darmtabl.,

- rasch abbaubar sein (keine Depotpräparate).

5. Verbesserung der Situation für den Knochen:

- Calcium- und Vitamin D-Einahme vom ersten Tag (!)

der Corticoideinnahme an,

- Bisphosphonat-Einnahme bei jeder Corticoidbehandlung

von länger als 6 Wochen (auch Östrogene,

Androgene, SEM, Calcitonin, Parathormon einsetzbar),

- Belastung und Schutz des Knochens durch: Gymnastik,

Spaziergang, Kraft- und Gleichgewichtsübungen

täglich (s. Osteoporose Aktuell 2000, S. 11).

Viele Untersuchungen wurden durchgeführt mit der

Frage, ab welcher Corticoidmenge eine Osteoporose auftritt.

So nahm man eine Osteoporose-Schwellendosis an,

unterhalb der die Corticoide für den Knochen gefahrlos

seien. Heute wissen wir (leider):

- Eine Osteoporose-Schwellendosis gibt es nicht.

Selbst minimale Dosen, wie bei inhalativen Corticoiden

(Sprays bei Asthma bronchiale) sind am Knochen

wirksam.

- Die Corticoideffekte am Knochen treten von Beginn

an auf.

- Der Knochenabbau ist in den ersten Monaten der

Corticoidbehandlung am größten.

- Die Knochenveränderungen sind bereits nach 6

Monaten Corticoid nachweisbar.

- Die Rate an Knochenbrüchen ist statistisch bereits

bei > 5 mg/Tag Corticoid erhöht.

Tröstlich, dass nach Absetzen der Corticoidtherapie sich

der osteoporotische Knochen regenerieren und die Frakturrate

wieder absinken kann.

BfO - Aktuell 1/2009 7


Schwerpunktthema

Sekundäre Osteoporosen

Vorstehende Ratschläge zur Nebenwirkungsreduktion am

Knochen sollten vom ersten Tag der Corticoidtherapie an

eingehalten werden. Wichtig ist, dass diese Regeln auch

dann gelten, wenn die Osteoporose bereits eingetreten

ist, denn:

Prophylaxe = Verhinderung der Corticoid-bedingten

Osteoporose

Weitere Hinweise:

- Es wird empfohlen, die Knochendichte zu Beginn jeder längeren

Corticoidbehandlung messen zu lassen (mit dem DEXA-

Gerat, Preis etwa 50 Euro) um bei späteren Messungen (2. Messung

nach 1 Jahr Corticoidbehandlung) eine Vergleichsmöglichkeit

zu haben. Diese Messungen werden von den Kassen

nicht erstattet.

- Massnahmen zur Vermeidung anderer Corticoid-Nebenwirkungen,

wie auch Ratschläge für die ärztlichen Kontrolluntersuchungen,

finden sich im „Corticoid-Ausweis“ (zu erhalten

über: Fa. Merck, Frankfurterstr. 250, 64293 Darmstadt).

Osteoporose Osteoporose - - Risikofaktor Risikofaktor Diabetes

Diabetes

Dr. Maria Thun, Wien

Diabetes mellitus stellt von sich aus einen Risikofaktor

für sekundär-osteoporotische Knochenbrüche dar.

Während der Typ-1-Diabetes schon seit längerem als

Osteoporoserisikofaktor anerkannt ist, ist Diabetes mellitus

(alters Zuckerkrankheit) Typ 2 als Risikofaktor

umstritten, zumal die vom Diabetes Typ 2 betroffenen

Patienten oft eine deutlich erhöhte Knochendichte aufwiesen.

Neue Metaanalysen belegen allerdings für beide

Krankheitsarten ein erhöhtes Risiko für osteoporotische

Frakturen (Nicodemus et al. Diabetes Care 2001).

Dieses Risiko steigt mit der Erkrankungsdauer. Es zeigte

sich, dass Typ-1-Diabetikerinnen ein 12,25fach höheres

Risiko für eine Hüftfraktur aufwiesen, als Nichtdiabetikerinnen.

Frauen mit Typ-2-Diabetes haben hingegen ein

1,70fach höheres Risiko für eine Hüftfraktur als gesunde

Frauen, wobei insulinpflichtige Diabetikerinnen ein

höheres Risiko aufwiesen als Diabetikerinnen, die orale

Antidiabetika einnahmen.

Das erhöhte Osteoporoserisiko bei Typ-1-Diabetikern

wird einerseits dadurch erklärt, dass aufgrund der erhöhten

Glukosurie eine Hyperphosphaturie und Hyperkalziurie

folgt und verbunden mit der nicht seltenen Hypovitaminose

D daraus der Knochenstoffwechsel aufgrund

eines sekundären Hyperparathyreoidismus einen erhöhten

Bone-Turnover (Knochenumsatz) aufweist.

Andererseits spielen beim Diabetes Typ 1 noch andere

Osteoporoserisikofaktoren eine Rolle: Eine negative Proteinbalance,

aber auch die Spätkomplikation des Diabetes

wie die Mikroangiopathie und die Neuropathie schei-

8 BfO - Aktuell 1/2009

Literatur:

- Kaiser H, Kley HK. Cortisontherapie: Corticoide in Klinik und

Praxis. Thieme, Stuttgart 2002; 11:132.

- Kley HK. Gymnastik für Patienten mit Osteoporose. Osteoporose

Aktuell 2000; 37: 11.

Zum besseren Verständnis: Cortisol ist ein Hormon aus der

Nebennierenrinde, das zum Leben und zur Bewältigung von

Stresssituationen notwendig ist. Seit man in den 50er Jahren

entdeckte, dass Cortisol im Exzess zur Behandlung vieler

schwerer, entzündlicher Krankheiten wirksam ist, wird es auch

als Medikament verwendet. Die von Cortisol abstammenden,

weiter entwickelten Medikamente sind die (Gluco-) Corticoide.

Andere Corticoid-Nebenwirkungen am Knochen, wie die

Osteonekrose, der Knorpelschaden, die Subluxation von Halswirbeln

sind selten und werden hier nicht besprochen.

nen pathogenetisch für den Knochenverlust von Wichtigkeit

zu sein. Als eventuell möglicher pathogenetischer

Faktor bezüglich Osteoporose und Typ-2-Diabetes wird

die Insulinresistenz und die damit verminderte geringere

anabole Wirkung von Insulin diskutiert.

Das erhöhte Frakturrisiko bei Typ-2-Diabetikern könnte

auch durch eine aufgrund der Polyneuropathie gesteigerte

Sturzhäufigkeit erklärt werden .

Die Osteoporose beim Typ-2-Diabetiker stand aufgrund

unterschiedlicher inkonsistenter Studiendaten längere

Zeit eher im Hintergrund des diabetologischen Interesses.

Das hat sich nach Präsentation der ADOPT-Studie (Kahn

et al., NEJM 2006), rasch geändert. Um jedoch genauere

Schlüsse bezüglich einer klinischen Relevanz der Nebenwirkungen

von Insulinsensitizer und möglicher therapeutischer

Konsequenzen auf den Knochenstoffwechsel

ziehen zu können, müssen noch weitere prospektive randomisierte

Studien durchgeführt werden.


Schwerpunktthema

Sekundäre Osteoporosen

Osteoporose bei Patientinnen mit Anorexia und Bulimia nervosa

Dr. Christina Siebrecht, Heidelberg

An der Medizinischen Universitätsklinik in Heidelberg

wurde eine Untersuchung in der Abteilung Allgemeine

Klinische und Psychosomatische Medizin durchgeführt.

Patienten mit Anorexia nervosa (psychogen bedingte

Appetitlosigkeit) und Bulimia nervosa (suchtartige

Störung des Essverhaltens mit Heißhunger und anschließendem

selbsttätig herbeigeführten Erbrechen)

wurden über einen Zeitintervall von 3,6 Jahren untersucht.

Ziel war eine Risikoermittlung bezüglich einer Osteoporoseentwicklung

in Abhängigkeit des Krankheitsverlaufs.

Zum Zeitpunkt der ersten Untersuchung bestand die

Ausgangsstichprobe aus 51 Essstörungspatientinnen. Von

diesen nahmen 38 an einer Nachuntersuchung teil. Die

Verlaufsanalyse zeigte, dass von 22 Anorexie-Patientinnen

17 weiterhin ein Vollbild oder eine Restsymptomatik

aufwiesen, während 5 vollständig genesen waren. Von 16

Bulimie-Patientinnen waren 4 vollständig genesen.

Die Untersuchung umfasste eine Anamneseerhebung,

Laboruntersuchungen und eine Quantifizierung der Len-

denwirbelsäulen-, Ganzkörper- und Radius-Knochendichte.

Die Messergebnisse zeigten, dass eine differenzierte

Bewertung von Anorexie- und Bulimie-Patientinnen und

deren Subgruppen bezüglich des Osteoporoserisikos vorgenommen

werden muss.

Die chronisch erkrankten Anorexie-Patientinnen wiesen

eine erheblich reduzierte trabekuläre und kortikale Knochendichte

auf. Die lumbale Knochendichte war im Vergleich

zu den Genesenen, eindeutig reduziert.

Der mittlere jährliche Knochendichteverlust der Lendenwirbelsäule

betrug zwischen 2,78 und 4,51 %.

Die Untersuchungsergebnisse belegen, dass Anorexie-

Patientinnen einem deutlich erhöhten Risiko für eine

Osteoporose unterliegen.

Die erkrankten Bulimie-Patientinnen, wiesen trotz einer

mittleren jährlichen Verlustrate der LWS-Knochendichte

nur geringfügig veränderte Knochendichtewerte auf.

Allenfalls Patientinnen, mit einem erniedrigten Körpergewicht

oder mit einem Östrogendefizit, unterliegen

einem erhöhten Risiko einer Osteoporoseentstehung.

Organtransplantation – auch an Osteoporose denken !

Professor Dr. Reiner Bartl, München

Die Transplantationszahlen solider Organe wie Niere,

Leber, Herz, Lunge und Bauchspeicheldrüse nehmen stetig

zu. Wichtiger als die Zahl ist aber der deutliche

Anstieg der Überlebenszeiten dieser Patienten: die 1-

Jahres-Überlebenszeit beträgt 98 % bei der Niere, 87 %

bei der Leber und 69 % beim Herzen.

Die Hälfte der transplantierten Patienten leidet später an

manifester Osteoporose mit Frakturen, die die Lebensqualität

deutlich einschränken.

Die Faktoren, die an der Entstehung der Transplantations-Osteoporose

beteiligt sind, sind komplex und nur

teilweise verstanden. Allgemeine Risikofaktoren (Inaktivität,

Vitamin-D-Mangel, Menopause, Alkohol und Nikotin)

und verschiedene Medikamente (Diuretika, Antikoagulantien,

Glukortikoide) sind bei Kandidaten für Transplantationen

vielfältig anzutreffen. Hinzu kommt, dass

das eigene erkrankte Organ (z. B. Niere, Leber, Herz)

bereits viele Jahre vorher den Knochen geschädigt hat.

Biochemische Marker des Knochenumbaus sind in der

Zeit vor der Transplantation stets erhöht. Die entscheidende

Rolle bei der Entstehung von Frakturen kommt

aber der Immunsuppression (Unterdrückung einer Immunreaktion)

mit Glukokortikosteroiden, Cyclosporin A

und Tacrolimus (FK 506) zu.

Vor allem im ersten Jahr nach der Transplantation ist der

Knochenschwund besonders ausgeprägt.

Folgende die Osteoporose verursachenden Faktoren sind

für die Transplantations-Osteoporose entscheidend:

vorbestehende Osteopenie / Osteoporose

immunsuppressive Medikamente

Kalzium- und Vitamin-D-Mangel

Hypogonadismus (verminderte Funktion der

Geschlechtsdrüsen)

Bewegungsarmut

Mangelernährung

Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass bereits Jahre vor

der Transplantation eine Knochendichtemessung zur

Abschätzung des Risikos und wenn nötig eine konsequente

Therapie mit Aminobisphosphonaten, aktivem

Vitamin D und Muskeltraining durchgeführt werden sollen.

Damit kann bereits in der Vorphase der Knochenschwund

kompensiert werden.

In der Phase nach der Transplantation ist mit einem Knochenschwund

von bis zu 20 % zu rechnen, mit Betonung

der Wirbelkörper und des Oberschenkelhalses.

Patienten mit Leber-, Herz- und Lungentransplantation

haben einen besonders hohen Knochenverlust.

BfO - Aktuell 1/2009 9


Schwerpunktthema

Sekundäre Osteoporosen

Wenn Medikamente Osteoporose induzieren

Prof. Dr. Gerd Finkenstedt, Endokrinologische Ambulanz,

Abteilung für Allgemeine Innere Medizin, Medizinische Universität

Innsbruck

Eine Reihe von Medikamentengruppen werden mit der

Entstehung oder Verstärkung von Osteoporose bzw.

osteoporosebedingten Brüchen in Zusammenhang

gebracht: Antiepileptika, Antikoagulanzien, die medikamentöse

Hormonblockade, die hochaktive antiretrovirale

Therapie und Immunsuppressiva (Calcineurininhibitoren).

Aber auch Mittel, die man nicht mit Osteoporose

in Verbindung bringen würde, könnten negative

Effekte auf das Skelett haben, wie Protonenpumpenhemmer

(Säureblocker), Antazida und Glitazone

(Antidiabetika).

Antiepileptika (AE) Patienten mit Epilepsie haben ein ca.

6-fach höheres Frakturrisiko als die normale Bevölkerung.

Verschiedene AE steigern den Knochenumsatz, verstärken

den altersgemäßen Knochenmineralverlust oder

haben andere Effekte (Vitamin-D-Metabolismus, Parathormon,

Aromatase etc.), die sich indirekt negativ auf

den Knochen auswirken. Das Frakturrisiko wird durch

Oxcarabazin, Valproat, Carbamazepin, Phenytoin, Clonazepam

und Phenobarbital um 15 bis 80% erhöht (Phenobarbital

= höchstes Risiko), wie eine Fall-Kontroll-Studie

von Vestergaard zeigt. Das Frakturrisiko für einige AE

ist von der kumulativen Dosis abhängig und enzyminduzierende

AE haben stärker negative Wirkungen als nichtinduzierende.

Die Datenlage zum Einfluss neuer Antiepileptika auf die

Knochengesundheit ist inhomogen und spärlich. Die

Hoffnung einer Überlegenheit gegenüber alten Substanzen

stützt sich ganz wesentlich auf die Hypothese, dass

die Enzyminduktion für die Entwicklung einer Osteoporose

unter Antiepileptika verantwortlich ist. Studien,

die Enzyminduktoren mit Nicht–Induktoren verglichen

haben, konnten diese Hypothese allerdings nicht konstant

bestätigen.

Orale Antikoagulanzien (OAK) – Medikamente zur

Hemmung der Blutgerinnung Die durch OAK bewirkte

Hemmung von Knochenmatrixproteinen könnte negative

Auswirkungen auf die Knochendichte/-stabilität

haben. Eine Reihe von Querschnittsuntersuchungen aus

früherer Zeit scheint dies auch zu bestätigen. In einer

Metaanalyse von Caraballo lässt sich allerdings nur am

10 BfO - Aktuell 1/2009

ultradistalen Radius (Speiche) eine signifikante Knochendichteminderung

nachweisen. In den prospektiven Populationsstudien

aus den USA (SOF bei postmenopausalen

Frauen und MrOs bei Männern) zeigen sich aber weder

bei Studieneintritt noch im Beobachtungsverlauf Unterschiede

in der Knochendichte im Vergleich zu Nicht-

OAK-Benutzern. Auch bei den Frakturen konnte in 3,5

Beobachtungsjahren kein Unterschied gefunden werden.

Auch die Frakturinzidenz war nicht unterschiedlich. OAK

haben also offenbar marginal negative Effekte auf die

Knochendichte, steigern aber nicht das Frakturrisiko.

Unfraktioniertes Heparin (UFH) – Medikament zur

Thromboseprophylaxe Ganz anders ist es mit dem UFH.

Bereits seit 1965 gibt es eine Vielzahl von Berichten über

multiple Wirbel- und Rippenfrakturen bei Patienten, die

mit UFH behandelt wurden. Das betrifft Indikationen wie

Thromboembolie oder Vorhofflimmern, aber auch

Thromboembolieprophylaxe in der Schwangerschaft. Es

handelt sich aber fast ausschließlich um kleinere nicht

kontrollierte Studien. Von Griffith et al wurden Fragilitätsfrakturen

bei 6/10 UFH-Behandelten nach 8–30

Behandlungsmonaten mit Dosen von 15.000–20.000IE

tgl. berichtet. In einer schwedischen Untersuchung

waren es 6% bei Schwangeren mit einer Behandlungsdauer

ab 5 Monaten und in einer randomisierten Studie

aus Spanien bei Patienten mit Thromboembolie waren es

15%. Die Knochendichte zeigt im Vergleich zu Kontrollen

offenbar keine signifikanten Veränderungen. UFH führen

in Dosen ab 10.000IE tgl. und einer Behandlungsdauer ab

zwei Monaten zu einer deutlichen Erhöhung des Risikos

für multiple Wirbel- und Rippenfrakturen, wobei kein

Zusammenhang mit der Knochendichteänderung zu

bestehen scheint – eine Situation, die stark an die Steroidosteoporose

erinnert.

Niedermolekulare Heparine (LMWH) Die Auswirkungen

der LMWH auf den Knochenstoffwechsel sind insgesamt

geringer (auch in Knochenzellkulturen) als die von UFH

und dementsprechend ist auch das Frakturrisiko geringer.

In einer spanischen randomisierten Studie lag dieses bei

2,5% bei 2x5.000IE Dalteparin tgl.

Aromataseinhibitoren (AI) Die reversiblen AI Letrozol

und Anastrozol und die irreversiblen AI Exemestan und

Formestan werden in der Rezidivprophylaxe des Mammakarzinoms

eingesetzt. Durch die starke Unterdrückung


der Östradiolbildung wird der Knochenumsatz um 40–

50% gesteigert und die Knochendichte nimmt jährlich

um 1,2–2% signifikant gegen Placebo ab. Das Frakturrisiko

ist gegenüber Tamoxifen um signifikante 42–100%

erhöht. Für Exemestan zeigte sich eine nicht signifikante

Risikoerhöhung von 35% vs. Tamoxifen und um 24% vs.

Placebo. Die jährlichen Frakturraten liegen bei 2–3% für

Anastrozol. Aromataseinhibitoren erhöhen das Frakturrisiko

gegenüber Tamoxifen, wobei es nicht gesichert ist,

dass Exemestan wirklich einen Vorteil bietet.

Androgendeprivationstherapie (Hormonblockade)

(ADT) Querschnittsuntersuchungen bei Männern mit

Prostatakarzinom unter ADT zeigen eine Prävalenz (Häufigkeit)

von Osteopenie bis 51% und Osteoporose bis

27%. Eine ADT führt zu einem jährlichen Knochendichteverlust

von ca. 3%. Das relative Risiko für Frakturen ist

um 25–36% erhöht. Dieses erhöhte Frakturrisiko ist mit

dem einer Orchiektomie (Kastration) vergleichbar. Dennoch

erhält nur ein sehr kleiner Prozentsatz der Männer

eine Osteoporoseprophylaxe oder -therapie, obwohl

diese mit Bisphosphonaten möglich ist.

Calcineurininhibitoren (Basisimmunsuppressiva) Ähnliches

gilt für Cyclosporine und Tacrolimus, welche die

Knochenresorption steigern, die Knochenbildung hemmen

und den negativen Effekt von Kortison am Skelett

verstärken. Sie werden aber fast immer gemeinsam mit

Kortison verabreicht, so dass sich deren Wirkung am Ske-

Osteoporose - Risikofaktor Diabetes

der glukokortikoidindizierten / -assoziierten Osteoporose

(gemäß Leitlinie des DVO)

Koordination, Muskelkraft, Stürze

regelmäßige körperliche Aktivität mit der Zielsetzung,

Muskelkraft und Koordination zu fördern

Vermeidung von Immobilisation

Bei Alter über 70 Jahre – jährliche Sturzanamnese

Bei hohem Sturzrisiko – Ursachen- und Risikoabklärung

– Therapie vermeidbarer Sturzursachen,

Kraft- und Koordinationstraining, Überprüfung der

Medikamente, ggfs. angepasste Hilfsmittel

Vermeidung eines sturzfördernden Vitamin D Mangels

Ernährung und Lebensstil

ausreichende Ernährung (Body-Mass-Index nicht

kleiner als 20), Abklärung der Ursache eines Untergewichts

kalziumreiche Ernährung (Empfehlung: 1.200 –

1.500 mg Kalzium pro Tag)

ausreichende (mind. 30 Minuten täglich) Sonnenlichtexposition

zur Bildung von Vitamin D

kein Nikotin

Schwerpunktthema

Sekundäre Osteoporosen

lett schwer quantifizieren lässt. Es gibt auch Studien, die

durch eine Verbesserung der Grundkrankheit positive

Auswirkung am Knochen zeigen. Eine rezente Fall-Kontroll-Studie

aus Dänemark findet auch kein erhöhtes

Frakturrisiko bei Patienten, die Cyclosporin A nehmen, im

Vergleich zu Nichtanwendern.

Antazida und PPI (=Protonenpumpenhemmer) (Säureblocker)

PPI und Antazida erhöhen den pH-Wert des

Magensafts und dürften so zu einer verminderten

Resorption von schwer löslichen Kalziumsalzen führen.

Das scheint sich negativ auf die Knochenstabilität auszuwirken.

Zwei große Fall-Kontroll-Studien aus Dänemark

und England finden ein 50–60% höheres Hüft- bzw. Wirbelfrakturrisiko

unter PPI gegenüber Nichtnutzern. Das

Risiko ist von der Dosis und Therapiedauer abhängig.

Beim Gebrauch von Antazida ist das Risiko um 80% bzw.

100% erhöht.

Zusammenfassung

Zusammenfassend kann man festhalten, dass eine Reihe

von Medikamenten mit einem erhöhten Osteoporosebzw.

Frakturrisiko assoziiert ist. Dieses Risiko sollte in die

Risikostratifizierung für osteoporotische Frakturen mit

einfließen, so wie eine niedrige Knochendichte, eine

schon erlittene Fraktur, eine frühere Kortisontherapie,

eine Hüftfraktur der Eltern, Rauchen etc.. Dementsprechend

sollten dann Maßnahmen zur Prophylaxe bzw.

Therapie der Osteoporose getroffen werden.

Therapie der Grundkrankheit

ausreichende Kontrolle der Krankheitsaktivität mit

der geringstmöglichen Glukokortikoid-Dosis

Einsparung von systemischen Glukokortikoiden

durch Einsatz von topischen Präparaten oder Glukokortikoid-einsparenden

Immunsupressiva (z.B.

Methotrexat, wenn indiziert)

Redaktioneller Hinweis:

Derzeit existieren lediglich Leitlinien für eine Glukokortikoidinduzierte

Osteoporose. Dennoch können die

Empfehlungen im Hinblick auf Koordination, Muskelkraft,

Stürze sowie Ernährung und Lebensstil als

präventive Maßnahmen auch bei anderen ursächlichen

sekundären Osteoporoseerkrankungen adaptiert werden.

Sie sollten jedoch grundsätzlich bei Grunderkrankungen,

die ein erhöhtes Risiko für eine Osteoporose haben,

ein individuelles Konzept zur Vorbeugung / Prävention

mit Ihrem behandelnden Arzt besprechen.

BfO - Aktuell 1/2009 11


Schwerpunktthema

Sekundäre Osteoporosen

Osteoporose und Laktoseintoleranz

Professor Dr. Barbara Obermayer-Pietsch, Universitätsklinik Graz

Laktasemangel ist der weltweit häufigste erbliche Enzymdefekt

bei Menschen. Das Enzym Laktoase-Phlorizin-

Hydrolase („Lakatase“) der Darmwand des Jejunums

(Dünndarm) hat die Aufgabe, das Disaccharid Laktose

(Milchzucker) in Galaktose und Glukose zu spalten. Bei

mehr als der Hälfte der Weltbevölkerung ist nach der

Säuglingsphase, wo Laktase die kohlenhydratreiche Muttermilch

verdauen hilft, ein irreversibler Funktionsverlust

des Enzyms Laktase festzustellen. Damit treten nach dem

Genuss von laktosehaltigen Nahrungsmitteln bei Betroffenen

häufig kolikartige Bauchschmerzen, Blähungen und

Flatulenz auf. Das Spektrum reicht von nahezu asymptomatischen

Verläufen bis zu Allgemeinsymptomen mit

Stimmungsschwankungen, Depressionen, Schwindel, Konzentrationsstörungen,

Kopfschmerzen oder chronischer

Müdigkeit, so dass Betroffene Milch und Milchprodukte

oft instinktiv meiden, um diese Symptome zu minimieren.

Das Kalzium für den Knochenstoffwechsel stammt in Mitteleuropa

jedoch großteils aus Milch und Milchprodukten,

die allerdings unterschiedliche Mengen an Laktose, dem

Hauptkohlenhydrat der Milch, enthalten. Dabei sind Butter

und die meisten Hartkäse laktosearm, sofern kein Milchpulverzusatz

besteht, Milch und viele Fertigprodukte mit

über 4,5 g Laktose/100 g jedoch laktosereich und werden

von laktoseintoleranten Personen meist nicht vertragen.

Laktose selbst ist ein sehr häufiger, da billiger Bestandteil

zahlreicher Nahrungsmittel, u. a. von Schokoladen,

Keksen, aber auch Saucen und Wurstwaren, und ist vielen

Medikamenten als Tablettengrundstoff zugesetzt.

Zusätzlich wird bei größeren Mengen begleitender Laktose

eine zugeführte Kalziummenge auch noch schlechter

resorbiert, wie wir kürzlich nachweisen konnten. In Anbetracht

einer ohnedies schon geringen Kalziumzufuhr über

die Nahrung ist der Einfluss einer Laktoseintoleranz auf

den Knochenstoffwechsel und den Kalziumgehalt des Skelettes

daher naheliegend.

Laktoseintoleranz oder Hypolaktasie

Die Unfähigkeit Laktose (Milchzucker) zu spalten, beruht

auf einem Mangel an Laktase. Diese Stoffwechselveränderung

wird als „Hypolaktasie“ oder „Laktose-Maldigestion“

bezeichnet. Von „Laktoseintoleranz“ oder „Laktosemalabsorption“

im engeren Sinne wird erst gesprochen, wenn

diese Hypolaktasie zu klinischen Symptomen führt. Die

Wahrnehmung der Symptome bei Betroffenen kann dabei

aber sehr unterschiedlich sein und ist zwischen Männern

und Frauen offenbar verschieden.

Neben der häufigsten, ererbten Form, die angeboren, aber

erst in späteren Lebensaltern manifest wird, gibt es seltenere,

sekundäre Formen der Laktoseintoleranz, die nach

Beeinträchtigungen des Jejunums (Dünndarms), etwa bei

Entzündungen wie einer Colitis ulcerosa oder nach Operationen,

unabhängig von der genetischen Anlage eintreten

können.

Die Häufigkeit der Laktoseintoleranz in Deutschland liegt

12 BfO - Aktuell 1/2009

nach historischen und aktuellen Untersuchungen bei 10 –

20 %, wobei diese Frequenz nach Süden hin zu (Mittelmeerraum

50 – 70 %) und nach Norden hin (1 – 10 %)

abnimmt.

Laktoseintoleranz und Knochenmasse

Der Aspekt einer eingeschränkten Kalziumzufuhr legt eine

Verbindung von Laktoseintoleranz und Knochendichte

nahe. Tatsächlich sind schon in den 1960er Jahren Arbeiten

dazu erschienen, u.a. prominent im New England Journal

of Medicine. Diese Arbeiten haben einen Zusammenhang

bestätigt. Es gibt aber aufgrund von verschiedenen

methodischen Zugängen durchaus auch kontroverse Diskussionen

zu diesem Thema. Alle Arbeiten bezogen sich

dabei auf die o.a. indirekten Nachweise für Laktoseintoleranz,

etwa den H2-Atemtest oder Ernährungsabfragen, die

Probleme bei der Interpretation der Resultate verursacht

haben könnten. Ein genereller Konsensus besteht darin,

dass eine verminderte Kalziumzufuhr bei laktoseintoleranten

Personen zu einer Verschlechterung der Knochendichte

führen kann. Tatsächlich war bei selektierten laktoseintoleranten

Frauen die Knochendichte im Vergleich zu

altersgleichen Personen signifikant verringert, wie wir in

einer vorangegangenen Untersuchung auch mit molekulargenetischem

Nachweis zeigen konnten.

Ein wichtiger Aspekt der Laktoseintoleranz ist die Knochendichteabnahme

im höheren Lebensalter, bedingt

durch zu geringe Kalziumzufuhr, zumal sich die Kalziumaufnahme

im Alter zusätzlich verringert. Wir konnten in

einer Gruppe postmenopausaler Frauen beträchtliche

Unterschiede in der Wirbelsäulen- und Hüft-Knochendichte

an allen Messorten und eine signifikante höhere

Rate nicht-vertebraler Frakturen feststellen. Dies ist

sicherlich eine wichtige Zielgruppe des Osteoporose-Screenings,

wo mehrere Risikofaktoren wie u.a. ein postmenopausaler

Östrogenmangel oder eine verminderte körperliche

Aktivität zusammenwirken.

Ausblick

Laktosemalabsorption ist ein sowohl für Kinder als auch

Erwachsene signifikanter Faktor der Kalziumzufuhr. Neben

den bisherigen indirekten Tests sind neue genetische

Nachweismethoden zugänglich, zumal im klinischen Alltag

die Symptome der Laktoseintoleranz sehr breit

gestreut sind.

Aufgrund der Häufigkeit der Laktoseintoleranz in

Deutschland ist mit einer Zunahme der diagnostischen

und therapeutischen Beratung zu rechnen, die von einfachen

ernährungstechnischen Hinweisen bis zu komplexen

osteologischen Therapien reichen kann. Mit der Verbindung

des Mineralstoffwechsels zu pädiatrischen,

gastroenterologischen und ernährungsmedizinischen

Aspekten stellt die Laktoseintoleranz einen Modellfall in

der sekundären Osteoporose zum Erhalt einer ausgeglichenen

Kalziumbilanz dar.


Statement - Wie viel Kalzium braucht der Knochen?

Professor Dr. Johannes

Pfeilschifter, Essen

Ein Kalziummangel ist schlecht

für den Knochen. Die meisten

Osteoporose-Patienten wissen das

und sind sehr gut darüber informiert,

welche Nahrungsmittel

reich an Kalzium sind. Viele kommen

bereits durch Milch, Käse,

andere Milchprodukte und kalziumreiche

Mineralwässer auf eine tägliche Zufuhr von

1000 mg Kalzium und mehr. Anderen Patienten, z.B. mit

einer Milchunverträglichkeit oder im höheren Lebensalter,

gelingt es dagegen nur schwer, Kalzium ausreichend

mit der Nahrung zuzuführen. Diese Patienten benötigen

eine Kalziumtablette, um auf eine Gesamtkalziumzufuhr

von 1000 mg zu kommen.

Kann ich mir schaden, wenn ich mehr als 1000 mg Kalzium

täglich zu mir nehme?

Einzelne Studien haben gezeigt, dass Kalzium-Oxalathaltige

Nierensteine schon bei Einnahme einer 1000 mg

Kalziumtablette zusätzlich zu einer kalziumreichen Nahrung

etwas häufiger sind. Dieses Risiko kann man möglicherweise

dadurch vermeiden, dass man die Kalziumtabletten

immer zu den Mahlzeiten einnimmt, da das Kalzium

dann Oxalat im Darm bindet. Eine andere Studie,

die im vergangenen Jahr viel Aufsehen erregt hat, hatte

eine höhere Herzinfarktrate bei Einnahme von 1000 mg

Kalzium zusätzlich zu einer guten Versorgung mit Kalzium

über die Nahrung gezeigt. Zum jetzigen Zeitpunkt ist

weder ausgeschlossen, dass dies ein reiner Zufallsbefund

war, noch ist ausgeschlossen, dass daran „ein Körnchen

Wahrheit“ ist, denn auch eine weitere große Studie mit

Kontaktperson für den Notfall

Gut zu wissen

mehreren tausend Teilnehmern hatte eine Tendenz in

diese Richtung gezeigt. Deshalb sollte man aus meiner

Sicht bis zur weiteren Klärung so viel Kalzium zuführen,

wie es für den Knochen ausreichend ist, aber eine darüber

hinaus gehende Zufuhr nicht empfehlen. Ausreichend

ist in der Regel eine Gesamtkalziumzufuhr von

1000 mg täglich.

Natürlich gibt es besondere Situationen, in denen der

Knochen kurzfristig oder langfristig mehr Kalzium

benötigt. Aber bei der überwiegenden Mehrheit der

Osteoporose-Patienten stimmt das Motto, „viel hilft viel“

in Bezug auf die Kalziumzufuhr nicht. Im Gegenteil

haben mehrere Studien der letzten Jahre gezeigt, dass

sogar eine Kalziumzufuhr von weniger als 1000 mg für

eine ausgewogene Kalziumbilanz ausreichen kann, vorausgesetzt,

dass die Versorgung mit Vitamin D gut ist.

Letzteres ist umso wichtiger, als wir in den letzten Jahren

gelernt haben, dass Vitamin D über seine Wirkungen auf

die Kalziumregulation hinaus wichtige Aufgaben in fast

allen Organen wahrnimmt. So hilft es z.B. über eine Verbesserung

der neuromuskulären Koordination, Stürze zu

vermindern. Es kommt aber nicht selten vor, dass Patienten,

die täglich ein bis zwei der üblichen frei verkäuflichen

Kombinations-Tabletten aus 400 Einheiten Vitamin

D3 und 500 mg Kalzium einnehmen, eine Gesamtkalziumzufuhr

von 1000 mg damit zwar schon deutlich überschreiten,

aber in der Messung von 25-Vitamin D 3 im

Blut immer noch einen Vitamin D Mangel aufweisen. Bei

diesen Patienten ist dann oft die alleinige etwas höher

dosierte Gabe von Vitamin D sinnvoll.

Fazit ist, dass die Versorgung eines Osteoporose-Patienten

mit Kalzium und Vitamin D keine pauschale „Zwei

Tabletten täglich“-Lösung sein sollte. Man sollte sich

immer die Zeit nehmen, den individuellen Bedarf an Kalzium-

und Vitamin D zu ermitteln.

Die Retter und Ambulanzfahrer haben bemerkt, dass beim Straßenunfall die meisten Verwundeten ein Mobil-Telefon

bei sich haben. Bei dem Einsatz weiß man aber nicht, wer aus den langen Kontaktlisten zu kontaktieren ist.

Ambulanzfahrer haben also vorgeschlagen, dass jeder in seine Kontaktliste die im Notfall zu kontaktierende Person

unter demselben Pseudo eingibt.

Die international anerkannte Abkürzung ist: ICE (=In Case of Emergency= Im Fall eines

Unfalls ). Unter diesem Namen sollte man die Person eintragen, welche im Notfall durch

Polizei, Feuerwehr oder erste Hilfe anzurufen ist. Sind mehrere Personen zu kontaktieren,

braucht man ICE1, ICE2, ICE3 usw.. Leicht, kostet nichts, kann aber viel bringen.

Einen Hinweis auf diese Kontaktperson kann zudem auf das Handy geklebt oder auch

ins Portemonaie gelegt werden.

BfO - Aktuell 1/2009 13


Gut zu wissen

Leserfrage zum Thema Milch

14 BfO - Aktuell 1/2009

Können Sie mir erklären, warum

ausgerechnet in Ländern, in denen der pro Kopf Konsum an Milchprodukten

besonders hoch ist, auch die Osteoporoserate sehr hoch ist und in

asiatischen Gebieten z.B., in denen der Konsum wegen Laktoseintoleranz

sehr gering ist, Osteoporose kaum ein Thema ist ? Und wie kommen

eigentlich Tiere, die keine Milchprodukte verzehren an das benötigte

Kalzium ?

Beantwortet von PD Dr. Armin Zittermann, Bad Oeynhausen

Sie werfen eine wichtige Frage auf. In der Tat ist bereits seit nahezu 3 Jahrzehnten

bekannt, dass osteoporotische Frakturen in europäischen Ländern mit relativ hoher

Calciumaufnahme häufiger auftreten als in asiatischen Ländern, wo die Calciumaufnahme traditionell niedrig ist.

Auch Afro-Amerikaner weisen ein geringeres Osteoporoserisiko als weiße Amerikaner auf, obwohl die Calciumaufnahme

der Afro-Amerikaner aufgrund der in dieser Bevölkerungsgruppe weit verbreiteten Milchzuckerunverträglichkeit

niedriger liegt als bei weißen Amerikanern. Interventionsstudien haben jedoch klar gezeigt, dass nicht nur

bei Europäerinnen, sondern auch bei Asiatinnen durch eine Verbesserung der Calciumzufuhr das Risiko für osteoporotische

Frakturen verringert werden kann, wenn die Calciumzufuhr vorher zu gering war.

Dennoch verdeutlichen die genannten Beobachtungsstudien auch, dass neben der Höhe der Calciumaufnahme

offensichtlich noch andere Faktoren eine wichtige Rolle spielen. Heute weiß man, dass ein sehr enger Zusammenhang

zwischen Muskelmasse und Knochenmasse besteht. Ein Verlust an Muskelmasse geht daher stets auch mit

einem Verlust an Knochenmasse einher und umgekehrt. Schwarzafrikaner weisen genetisch bedingt eine höhere

Muskelmasse und somit auch eine höhere Knochenmasse als Europäer auf. Dies erklärt vermutlich zumindest teilweise

das geringere Osteoporoserisiko der Afro-Amerikaner. Die veränderten Lebensbedingungen der letzten Jahrzehnte

in Asien, einhergehend mit weniger anstrengender körperlicher Arbeit und somit mit einer verminderten

Muskeltätigkeit, gingen auch mit einem Anstieg osteoporotischer Frakturen einher. Besonders eindruckvoll ist der

Zusammenhang zwischen Muskelmasse und Osteoporoserisiko bei jungen Frauen mit Magersucht. Das geringe Körpergewicht

und die geringe Muskelmasse geht bei diesen Patienten u.a. mit einem erhöhten Risiko für Knochenfrakturen

einher, eine Situation, die ansonsten für diese Altersgruppe absolut untypisch ist. Zusammenfassend lässt

sich daher sagen, dass eine angemessene Calciumzufuhr zwar ein wichtiger Faktor für die Knochengesundheit ist,

die Höhe der Muskelmasse vermutlich jedoch eine noch wichtigere Rolle spielt. Milch weist einen hohen Calciumgehalt

auf. Daher sind Milch und Milchprodukte besonders gut geeignet um eine angemessene Calciumaufnahme

zu gewährleisten.

Grundsätzlich kann man jedoch auch ohne Milch und Milchprodukte seine Calciumaufnahme optimieren. Viele traditionelle

Lebensmittel wie Gemüse und Nüsse weisen, bezogen auf

ihren Energiegehalt, einen hohen Calciumgehalt auf. Man kann daher

davon ausgehen, dass die Menschen in prähistorischer Zeit bei ausreichender

Energiezufuhr gleichzeitig auch genügend Calcium aufgenommen

haben, obwohl sie noch keine Milch und Milchprodukte verzehrt

haben. Diese Situation änderte sich vermutlich, als die Menschen sesshaft

wurden und Getreide zum Grundlebensmittel wurde. Getreide

weist nur einen sehr geringen Calciumgehalt bei vergleichsweise

hohem Energiegehalt auf. Erstmals trat vermutlich die Situation auf,

dass die Menschen ausreichende Mengen an Energie aufnehmen konnten

und dennoch eine unzureichende Calciumaufnahme auftrat. Durch

die Milchwirtschaft in Europa, der Ausbildung einer Milchzuckerverträglichkeit in der erwachsenen europäischen

Bevölkerung und dem damit einhergehenden Konsum von Milch und Milchprodukten konnte diese Situation entschärft

werden.


Gut zu wissen

EU–Report - Osteoporose in der Europäischen Union 2008

Der Bericht lässt einige Verbesserungen erkennen:

Verbände / Organisationen

BfO – Bundesselbsthilfeverband für

Osteoporose e.V.

Brüssel. Ende 2008 wurde in Brüssel der EU-Report 2008 veröffentlicht.

Die International Osteoporosis Foundation (IOF) startete die Veranstaltungen

zum Welt Osteoporose Tag in Brüssel und verband mit diesem Ereignis einen globalen

Aufruf zu Verbesserung der Osteoporose in der Gesundheitspolitik in der

ganzen Welt.

Osteoporose ist eine Krankheit, die sich weitgehend verhindern lässt durch eine

rechtzeitige Diagnose und Behandlung. Dies verringert auf lange Sicht gesehen

die Kosten im Gesundheitswesen und ebenso die durch Knochenbrüche verursachten

Leiden der Betroffenen.

Zur besseren Bewertung der aktuellen Standards der Gesundheitsversorgung in

ganz Europa, wurde ein EU-weiter Bericht erstellt , „Osteoporose in der Europäischen

Union im Jahr 2008: Zehn Jahre des Fortschritts und der noch immer

aktuellen Herausforderungen“.

Kürzere Wartezeiten für Knochendichte-Messungen, die eine effizientere Diagnose und Behandlung

ermöglichen, wurden in vielen Ländern erreicht.

Eine breite Palette von evidenz-basierten Therapieoptionen ist verfügbar.

Doch noch sind eine Reihe von Herausforderungen zu bewältigen :

Der Kostenaufwand für Hüftfrakturen hat sich in einigen Ländern über den Zeitraum von 10 Jahren

verdoppelt oder verdreifacht.

Mehr als 40% der EU-Mitgliedstaaten haben weniger als die empfohlene Anzahl der Knochendichte-Scanner.

Die vollständige Erstattung der Kosten für diese Messungen ist in nur in 9 der 27 Mitgliedstaaten gegeben.

Osteoporose ist nur in 10 von 27 Ländern Teil der nationalen Programme der öffentlichen Gesundheit.

"Eindeutige Fortschritte wurden in vielen Ländern seit unserem EU-Bericht 2001 realisiert, aber es gibt immer noch

große Lücken in der Versorgung", sagte Professor John Kanis, IOF Präsident. "Heute wissen wir, dass ohne medikamentöse

Therapie der ersten Fraktur ein 86%ig höheres Risiko für einen weiteren Bruch besteht."

Als Vorsitzende der EU-Konsultation Osteoporose Panel forderte Professor Julia Compston Wissenschaftler, Ärzte,

Politiker, Patienten und ihre Familien auf, die Informationen aus diesem Bericht zu nutzen. Die aktive Unterstützung

aller EU-Bürger und ihrer Regierungen ist von wesentlicher Bedeutung, damit die wichtigen Ziele, die noch offen

sind, realisiert werden können."

Der EU-Report sowie die einzelnen Ergebnisse der Länder können abgerufen werden unter www.iofbonehealth.org.

Glossar

DOP – Dachverband deutschsprachiger

Osteoporose-Selbsthilfeverbände

und patientenorientierter Osteoporose-Organisationen

e.V.

DVO – Dachverband der deutschsprachigen

Osteologischen Wissenschaftlichen

Fachgesellschaften e.V.

IOF – International Osteoporosis

Foundation – Internationale Osteoporose

Stiftung

WHO – World Health Organization –

Welt Gesundheits Organisation

BfO - Aktuell 1/2009 15


Gut zu wissen

Europäisches Positionspapier zur Diagnostik

und Management der Osteoporose

Professor Dr. med. Reiner Bartl, München

Die Osteoporose wird heute zu den 10 wichtigsten Volkskrankheiten

gezählt und verursacht allein in Deutschland

Kosten in Milliardenhöhe. In den letzten 15 Jahren haben

Fortschritte in der Diagnostik und Entwicklung neuer

Medikamente dazu geführt, dass die Osteoporose als

ernst zu nehmende, behandelbare Volkskrankheit wahrgenommen

wird. Trotz dieser enormen Fortschritte ist die

Osteoporose aber immer noch in Europa und insbesondere

in Deutschland eine unterdiagnostizierte und

untertherapierte Krankheit.

So werden in Deutschland nur etwa 10 bis 15 Prozent der

Patienten mit manifester Osteoporose sowohl im ambulanten

als auch stationären Bereich leitliniengerecht

behandelt.

In Ergänzung zu den nationalen Leitlinien (DVO-Leitlinien)

liegt jetzt ein europäisches Positionspapier zu Diagnostik

und Management der Osteoporose in Neuauflage

(2008) vor, das den Ärzten weitere Sicherheit und Informationen

zur Behandlung von Osteoporose gibt.

Therapie

Folgende Therapiestrategien werden bei Osteoporose

verfolgt:

✑ Primärprävention: Maßnahmen zur

Verhinderung der Krankheitsentstehung

✑ Sekundärprävention: Maßnahmen zur

Verhinderung von Frakturen

✑ Tertiärprävention: Maßnahmen zur

Verhinderung von Folgefrakturen

Bei allen drei Therapiestrategien ist eine Basistherapie

mit körperlicher Aktivität, Gymnastik sowie Kalziumund

Vitamin-D-Zufuhr obligatorisch. Körperliche Aktivität

und Wirbelsäulengymnastik steigern die Knochenmasse,

stärken die Muskulatur, verringern die Fallneigung,

verbessern den Allgemeinzustand und gehören

daher zur Basistherapie sowohl im Rahmen der Prävention

als auch in der Rehabilitationsphase nach Fraktur.

Auch die konsequente Verwendung von Hüftprotektoren

(Hüftschutz) kann zur Verringerung des Knochenbruchrisikos

beitragen.

16 BfO - Aktuell 1/2009

Für die spezifische medikamentöse Therapie der Osteoporose

steht heute eine Vielzahl wirksamer Arzneistoffe

zur Verfügung. Diese verfolgen die Ziele:

Optimierung des Knochenumbaus

Steigerung der Knochenmasse

Verbesserung der Knochenqualität

Reduktion des Frakturrisikos

Alle Osteoporosemedikamente haben ihre therapeutische

Wirkung nur ab einem DXA-Wert von kleiner –1,5 bis –2

(T-score). Die DXA-Messung dient somit nicht nur der

Diagnosestellung und der Abschätzung des Frakturrisikos,

sondern prüft auch, ob die Voraussetzungen für die

Kosteneffektivität einer medikamentösen Therapie gegeben

ist.

Die im europäischen Positionspapier 2008 empfohlenen

Präparate sind streng nach den Richtlinien der evidenzbasierten

Medizin und unter Berücksichtigung von Frakturstudien

festgelegt worden.

Die medikamentöse Therapie sollte mindestens 3 bis 5

Jahre erfolgen.

Praktisches Management

Auf der Basis der evidenzbasierten Medizin, den WHO-

Empfehlungen, den DVO-Leitlinien 2006 und der European

Guidance 2008 findet im Bayerischen Osteoporosezentrum

die nachfolgende Strategie zum Management

der Osteoporose-Diagnostik Anwendung:

Diagnostik:

✑ Erhebung der Anamnese mit Evaluierung der

Risikofaktoren, körperliche Untersuchung

✑ DXA-Messung der Hüfte und der LWS, seitliche

Darstellung der Wirbelsäule

✑ Nur bei Bedarf weitere bildgebende Verfahren

(Röntgen, CT, MRT). Knochenumbaumarker oder

Knochenbiopsie

✑ Basislabor beziehungsweise weiterführende

Serologie zum Ausschluss einer sekundären

Osteoporose


Neu: Neu: Natürliches Kalzium aus fossilen

Austernschalen und Korallen, Vitamin K2 und Vitamin D

In Osteo-Coral-D3 Dr. Wolz wird ausschließlich

eine Kalziumquelle aus

uralten Meeresablagerungen (älter

als 10.000 Jahre) von Korallen und

Austern verwendet. Zu diesem Zeitpunkt

war das Meer noch sauber,

ohne Umweltgifte.

Osteo-Coral-D3 Dr. Wolz enthält

neben Kalzium auch Vitamin D3 und

Vitamin K2, sowie eine große Anzahl

natürlicher Spurenelemente wie

Mangan, Kupfer, Zink und Fluor.

Einnahmeempfehlung: 3 Kapseln

täglich vor oder zu den Mahlzeiten

Gut zu wissen

mit Flüssigkeit. Die Kapseln können

auch durch Auseinanderziehen

geöffnet und der Inhalt mit den

Speisen eingenommen werden.

3 Kapseln enthalten 580 mg Kalzium

und 900 I.E Vitamin D3, sowie K2.

Buchbesprechung: Vitamin D – Das Sonnenhormon für

unsere Gesundheit und der Schlüssel zur Prävention

Professor Dr. Jörg Spitz, ISBN 978-300-026656-0, 19,50 €.

Dieses erst vor wenigen Wochen erschienene Buch stellt unser Wissen über Vitamin-D auf den Kopf! Dabei sind

drei wesentliche Aspekte für unsere Leser unter dem Gesichtspunkt der Osteoporose von besonderer Bedeutung:

1. Vitamin-D ist nicht nur wichtig für Knochen und Muskulatur, sondern eine starke Waffe des Körpers gegen

eine Vielzahl von Erkrankungen u. a. :

Osteoporose und Rachitis bekannt

Muskulaturverlust bekannt

Krebs (20 verschiedene Arten) neu

Zuckererkrankung (Diabetes I und II) neu

Bluthochdruck neu

Bakterielle und virale Infekte neu

Nervenerkrankungen neu

Autoimmunerkrankungen neu

Menschen mit einem niedrigen Vitamin D Spiegel erleiden die vorgenannten

Erkrankungen etwa zwei bis dreimal häufiger als Personen mit einem hoch

normalen Vitamin-D-Spiegel.

2. Der so genannte Referenzbereich („Normalbereich“) für Vitamin D liegt

deutlich höher als bisher von den Experten angenommen wurde: 30 ng/ml

beziehungsweise 75 nmol/L sollten nicht unterschritten werden, um die im

ersten Abschnitt genannten Erkrankungen nicht zu fördern.

Dies wird möglicherweise zur Folge haben, dass bei zahlreichen Patienten, die

bereits Vitamin D verordnet bekommen, die Dosis erhöht werden muss, um

optimal zu wirken.

3. Der Vitamin D-Mangel ist auch in Deutschland viel weiter verbreitet als bisher

angenommen wurde. So veröffentlichte das Robert Koch Institut in Berlin

im vergangenen Jahr, dass 90 % unserer Kinder davon betroffen sind. Bei den

Erwachsenen sieht es nicht viel besser aus - und das weltweit!

Abschließend sei noch darauf hingewiesen, dass das Buch weit mehr enthält

als nur Informationen über Vitamin D.

Zusätzliche Kapitel über die Bedeutung der Ernährung und der Bewegung sind enthalten. Die Schwangerschaft mit

ihren weit reichenden Folgen für die spätere Gesundheit der Kinder erhält ebenfalls ein eigenes Kapitel.

BfO - Aktuell 1/2009 17


Gut zu wissen

Neu: Neu: Steinsieker Naturell, die Calciumquelle ohne Kohlensäure

Steinsieker Mineralwasser gibt es als

Steinsieker Naturell ab sofort auch

ohne Kohlensäure. Damit kommt das

beliebte Steinsieker Mineralwasser

dem Wunsch einer wachsenden Zahl

von Verbrauchern nach, die ein kohlensäurefreies

Mineralwasser bevorzugen.

Was Steinsieker Naturell - wie alle

anderen Steinsieker Mineralwässer

I

Öffentlichkeitsarbeit des BfO - bezogen auf die Selbsthilfe

18 BfO - Aktuell 1/2009

von Ingeborg Linde

Wissenschaftler prognostizieren,

dass der Selbsthilfegedanke einer

der wichtigsten Methoden der

Gesundheitsfürsorge in diesem

Jahrtausend sein wird.

Das ist bedingt durch:

- Oberflächliche Schädigung der traditionellen

Familienstrukturen

- Dramatischen Fortschritt der medizinischen

Wissenschaft

- Nachlassen des Vertrauens in medizinische

Institutionen

- Größere Akzeptanz von sozialer Unterstützung zur

Gesunderhaltung

- Eindämmen der Kosten im Gesundheitswesen (GSW)

Durch die zunehmende Anerkennung der Selbsthilfe

wachsen auch die Aufgaben in den Selbsthilfeorganisationen.

Neben der unmittelbaren Selbsthilfearbeit vor Ort, der

Unterstützung der Mitglieder, ist gleichermaßen eine

gesundheitspolitische Einflussnahme durch die Selbsthilfeorganisation

notwendig geworden.

Es gilt übergeordnete Wege zu ebnen und entsprechende

gesetzliche Regelungen als Grundlage zu schaffen, die

auch praktische Hilfestellung für Betroffene bedeuten.

auch - besonders auszeichnet, ist der

hohe natürliche Calciumgehalt. Mit

über 600 mg Calciumgehalt ist

Steinsieker Naturell ein Spitzenreiter

in der täglichen Calciumversorgung

und zählt zu den calciumreichsten

Mineralwässern in Deutschland, ja

sogar in Europa. Zwei Flaschen Steinsieker

Naturell decken den Tagesbedarf

dieses wichtigen Mineralstoffs.

Da das Calcium in seiner natürlichen

Form vorliegt, kann es der Körper

sofort nutzen. Die Bioverfügbarkeit

dieses wichtigen Mineralstoffs ist

damit besonders hoch.

Angeboten wird Steinsieker Naturell,

die natürliche Calciumquelle, in der

1 l-PET-Mehrwegflasche im 12er

Kasten. Der Endverbraucherpreis pro

Kasten liegt zwischen 6 Euro und 7

Euro.

In meiner Funktion als Vizepräsidentin des BfO, wurde

ich als Patientenvertreter in verschiedene Gremien berufen,

bzw. werde zur Mitarbeit hinzugezogen.

Um in der Gesundheitspolitik mit beraten zu können, ist

es wichtig, sich auf den vielfältigsten Veranstaltungen

Fachwissen an zu eignen.

An Hand einiger Beispiele möchte ich über meine

Arbeit berichten.

Gemeinsamer Bundesausschuss (GBA)

Der GBA bewertet und überprüft ärztliche Behandlungsund

Untersuchungsmethoden auf ihren Nutzen, die

medizinische Notwendigkeit sowie ihre Wirtschaftlichkeit,

zwecks Aufnahme in den Leistungskatalog der

Gesetzlichen Krankenkassen.

Ich bin als Patientenvertreter, in dieses Gremium berufen

worden.

Hier geht es u. a. um die Aufnahme der Knochendichtemessung

in den Leistungskatalog vor dem ersten Bruch.

Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Es wurde ein Workshop zum Thema „Sichere Pillen – Sensibilisierung

der Patientinnen und Patienten für die Risiken

der Arzneimitteltherapie“ durchgeführt.

Je 25 Ärzte, Apotheker und PatientenvertreterInnen

haben darüber diskutiert und eine Kernbotschaften erarbeitet,

„Wie kann Abhilfe geschaffen werden?“

Denn jährlich sterben nach Schätzungen in Deutschland

ca. 25 000 Menschen an unerwünschten Arzneimittel

Nebenwirkungen.


Institut forschender Arzneimittelhersteller (IfA)

Hier wurde das Thema „Sind Innovationen noch bezahlbar?“

diskutiert.

Deutscher Apothekerverband (DAV)

Erörtert wurden die Themen: „Die Notwendigkeit der

Hausapotheke“ und „Probleme in der Versorgung mit

Hilfsmitteln“.

Kassenärztliche Vereinigung (KV)

Auf einer gemeinsamen Fachtagung der KV, dem BKK Bundesverband

und den Selbsthilfeorganisationen wurde das

Thema „Erarbeitung von Konzepten zur Aktivierung der

Zusammenarbeit von Selbsthilfe und Ärzten.“ debattiert.

Eine gelungene Kooperation zwischen Ärzten und Selbsthilfe

bringt für beide Seiten einen Nutzen.

Es wurde klar auf die Bedeutung der Selbsthilfe als eine

wichtige Ergänzung zum professionellen Gesundheitssystem

hingewiesen, weil damit eine Einsparung von

Kosten im GSW verbunden ist.

„Regionale Zukunftsworkshops“

Zu gemeinsamen Workshops der DVO-Osteologen, der

Krankenkassen und der Industrie, die in verschiedenen

Bundesländern stattfanden, wurde ich als Patientenvertreter

eingeladen.

Es sollten Ideen entwickelt werden, die Osteoporoseversorgung

unter den Gesichtspunkten der Qualität und

Wirtschaftlichkeit für den Patienten effizienter zu organisieren

und zu gestalten.

Es geht um das Programm der „Integrierten Versorgung“

in Sachsen.

In die vorgesehenen Versorgungsprogramme wurden

stets nur Ärzte und Krankenkassen einbezogen.

In meinen Statements habe ich darauf hingewiesen, dass

nicht nur die ärztliche Seite motiviert werden muss , sondern

auch der Patient Es muss ihm zugesagt werden,

dass er nach DVO Leitlinien therapiert wird und dass das

Funktionstraining so lange bezuschusst wird, solange er

sich in einem Behandlungsprogramm befindet.

Patientendialoge zwischen Pharmafirmen und Selbsthilfeorganisationen

In diesen Veranstaltungen wurden Themen behandelt

wie:

- „Ist Nutzen von Arzneimitteln messbar?“, „Wie sollen

in Deutschland Kosten-Nutzen-Analysen für Arzneimittel

durchgeführt werden?“

- „Kodex für die Zusammenarbeit der pharmazeutischen

Industrie mit Patientenorganisationen“

- Arbeitsgemeinschaft Beipackzettel – „Verbesserungsvorschläge

für patientengerechte Beipackzettel“

- „Die Rolle von Patienten in der Bewertung von Arz-

AUS VORSTAND UND

GESCHÄFTSSTELLE

neimitteln“

- „Patientenrechte“ – Was wir selbst für unser Recht als

Patient tun können.

In folgenden internationalen Organisationen ist der BfO

Mitglied und aktiv tätig.

Dachverband Deutschsprachiger Osteoporose

Selbsthilfeverbände und Patientenorientierter

Osteoporose Organisationen

(DOP)

Als Mitglied des Vorstandes des DOP vertrete ich den

Bereich der Öffentlichkeitsarbeit. Der DOP engagiert sich

derzeit insbesondere für die Osteoporose Patientenleitlinien

und organisiert einen jährlich stattfindenden Kongress

für Gruppenleiter.

Als Mitglied des Vorstandes des DOP vertrete

ich die deutschen Osteoporose Organisationen

in der Nationalen Initiative

Deutschland (NIO) Die NIO führt insbesondere

Kampagnen zur politischen Lobbyarbeit

durch und wird von der IOF unterstützt.

International Osteoporosis Foundation

(IOF)

Der IOF gehören 96 Staaten an. Regelmäßig

nehmen wir an den Treffen teil.

Neben der Vermittlung von neuesten

Erkenntnissen, einem interessanten und lehrreichen

Erfahrungsaustausch, hat der BfO auch die Möglichkeit

seine Erfahrungen einbringen.

Wir sind mit unserer Meinung und Erfahrung gefragt,

da wir weltweit die Patientenorganisation mit den meisten

Selbsthilfegruppen sind.

Im Juni 2008 war die „Welt“ bei uns in München zu Gast,

um von unseren Erfahrungen zu lernen.

Europäischer Gesundheits-Kongress in Bad Gastein

Das Hauptziel dieses Kongresses war die Herstellung

eines Rahmens zur Beratung und Entwicklung einer

europäischen Gesundheitspolitik.

Neben vielen interessanten Themen waren für mich die

Vorträge: „Gesundheitsethik“, „Gerechtigkeit und

Gesundheit“, „Patientensicherheit“, „Die Stärkung der

Patientenrechte“ und „Patientenvertretung“ besonders

wichtig.

Der Tenor dieser Themen war:

Den Patientenvertretern muss mehr Beachtung geschenkt

werden, auch von Seiten der EU. Sie müssen mehr in die

Entscheidungen eingebunden werden und befähigt werden,

sich in Expertendiskussionen einzubringen

Denn niemand hat soviel Erfahrung mit der Krankheit,

wie der Patient selbst.

BfO - Aktuell 1/2009 19


AUS VORSTAND UND

GESCHÄFTSSTELLE

Anzeige

8. DOP-KONFERENZ

für Leiter und Delegierte einer Selbsthilfegruppe

Schwerpunktthema:

„Management der Osteoporose

Ort: 26.- 28. März 2009, Klinikum Großhadern,

München

Freitag, 27.03.2009

20 BfO - Aktuell 1/2009

Genug Calcium

für einen

ganzen Tag!

Ab 09.00 Registrierung der Teilnehmer und Besuch der

Industrieausstellung

10.00 Begrüßung B. Geier, Grußwort R. Bartl

10.15 Eröffnung und DOP Infos Sprecherin DOP

10.50 Bewegungspause

Osteoporose Management der Zukunft

11.00 Status quo am Beispiel Österreichs K. Weber

11.45 Versorgung braucht Struktur R. Bartl

12.30 Wie das Leben gelingt und man Krankheit

meistert

Jürgen Fliege

12.50 Mittagspause und Besuch der Industrieausstellung

www.steinsieker.de

14.00 Selbsthilfe – eine wesentliche Säule DOP

im Osteoporosemanagement

15.30 Kaffeepause und Besuch der Industrieausstellung

16.00 Ernährung und Knochengesundheit P. Burckhardt

19.30 Abendveranstaltung

Samstag, 28.03.2009

09.00 Begrüßung Sprecherin DOP

09.15 Physiotherapie - Neue Leitlinien

10.15 Bewegungspause

10.30 Kaffeepause und Besuch der Industrieausstellung

11.00 Medikamentöse Therapie der Osteoporose

M. Schubert-Zsilavecz

Aktuelles und Künftiges

12.00 Eigenverantwortung und Therapietreue G. Suppan

13.00 Schlussveranstaltung Sprecherin DOP

13.30 Ende

Weitere Inforamtionen finden Sie unter:

www.osteoporose-dop.org

oder über die Geschäftsstelle des DOP

Telefon 0043 - 316 - 464348

Ihr Ansprechpartner: Regina Pretterhofer


AUS VORSTAND UND

GESCHÄFTSSTELLE

BfO - Aktuell 1/2009 21


AUS VORSTAND UND

GESCHÄFTSSTELLE

22 BfO - Aktuell 1/2009


AUS VORSTAND UND

GESCHÄFTSSTELLE

BfO - Aktuell 1/2009 23


AUS VORSTAND UND

GESCHÄFTSSTELLE

Termine Ärzte-Hotline bis Juni 2009

Wenn Sie zu den in der Übersicht angegebenen Zeiten anrufen und Sie ein langes Freizeichen hören, legen Sie nicht auf, da

der Anruf auf jeden Fall entgegengenommen wird. Dauert es Ihnen zu lange, rufen Sie bitte erneut an. Die Weiterschaltung

von hier aus an die entsprechenden Ärzte ist kostenlos.

Name Fachrichtung Wochentag Datum Uhrzeit

April

Prof. Dr. Michael Weiß Sportmedizin Mittwoch 15.04.09 16.00 – 18.00

Prof. Dr. med. habil. J. Franke Osteoporosespezialist Dienstag 21.04.09 16.00 – 18.00

Mai

Prof. Dr. J. Pfeilschifter Osteoporosespezialist Dienstag 05.05.09 16.00 – 18.00

Prof. Dr. H.-K. Kley Innere Medizin Donnerstag 28.05.09 16.00 – 18.00

Juni

Prof. Schubert-Zsilavecz Osteoporosespezialist Mittwoch 03.06.09 16.00 – 18.00

Prof. Dr. J. Pfeilschifter Osteoporosespezialist Dienstag 23.06.09 16.00 – 18.00

04. - 08. Mai Würzburg Nähere Informationen: 0211 - 301314 - 0

Termine

DOP Konferenz 26. – 28. März 2009 Gruppenleiter der Mitglieds- Universität, München

Organisationen

Gruppenleiterseminar 28.-30. April 2009 Gruppenleiter Erbenhausen bei Fulda

BfO-Delegiertentagung 16. Mai 2009 Delegierte / BfO-Mitglieder Weimar

WWC – World Wide Patient 22. – 25. 2009 Bundesvorstand Peking

Congress der IOF

Gruppenleiterseminar August 2009 Gruppenleiter Erbenhausen bei Fulda

9. Patientenkongress des BfO 17. Oktober 2009 Interessierte / Mitglieder Berlin

zum Welt-Osteoporose-Tag

REHA CARE 14.-17. Oktober 2009 Mitglieder / Ärzte / Interessierte Düsseldorf

MEDICA 18.-21.November 2009 Mitglieder / Ärzte / Interessierte Düsseldorf

24 BfO - Aktuell 1/2009

Ärzte Hotline des BfO

Tel.: 02 0 11- 1-30 13 14- 4-0


BfO - Kassiererinnenseminar in Seddiner See

von Gisela Klatt

Vom 19.1. – 21.1.2009 fand in der Heimvolkshochschule

in Seddiner See ein Seminar für KassiererInnen der Bundesländer

Berlin, Neubrandenburg und Mecklenburg-

Vorpommern statt.

Zuerst wurde mit dem sehr ausführlichen Material, das

Frau Lewandowski vorbereitet hatte, die manuelle

Abrechnung geübt. Dabei konnten alle unklaren Punkte

LfO Bayern – 1. Osteoporoseforum in Bayern

von Gisela Klatt

Am 25.9.2008 fand in Nürnberg das 1. Osteoporoseforum

unter der Leitung von Prof. Dr. Rudolf Ascherl statt.

Der Historische Rathaussaal war ein wunderschöner Rahmen

für die Vorträge. Im Foyer war eine Ausstellung und

ein Osteoporose-Parcours aufgebaut.

Frau Marga Beckstein hatte die Schirmherrschaft übernommen

und sprach über: Gesundheitserziehung – ein

wichtiges pädagogisches Ziel. Frau Ingeborg Linde und

Frau Hildegard Kaltenstadler stellten den Bundesselbsthil-

von Erika Seipel

Am 25.10.2008 hielt der LfO-NRW ein Tagesseminar

über die computergeführte Jahresabrechnung des BfO

für die Selbsthilfegruppen im Katholischen Sozialen

Institut in Bad Honnef ab.

18 Teilnehmer saßen gespannt vor den Laptops. Herr

FORUM AKTUELL

28 Selbsthilfeaktive aus dem Mindenerkreis haben kürzlich den

Landesnachweis NRW „ Engagiert im Sozialen Ehrenamt „ erhalten.

Unter den Ehrenamtlichen konnte auch unsere Gruppenleiterin der Selbsthilfegruppe Minden

Frau Kemper-Völksen die Auszeichnung entgegen nehmen.

Frau Kemper-Völksen engagiert sich seit 1994 in der Osteoporose Selbsthilfegruppe Minden. In dieser Zeit hat sie

durch Beratung, Gruppenleitung und –organisation eine wertvolle Unterstützung für die Selbsthilfegruppe geleistet.

Darüber hinaus hat sie lange Jahre im Landes- und

Bundesverband des Osteoporoseselbsthilfeverbandes

mitgewirkt und an vielen Fachfortbildungen teilgenommen.

Sie sorgte für einen guten Gruppenzusammenhalt und

lebt den Gedanken der „Selbsthilfe“ in ihrer Arbeit.

Der Landesverband NRW gratuliert zur Auszeichnung

Dieter Debus Erika Seipel

- Vorsitzender- - stellv. Vorsitzende-

abgearbeitet werden.

Anschließend wurde dann unter der Leitung von Herrn

Willemsen, der nie die Geduld verlor, die PC-Schulung

vorgenommen. Alle waren voller Energie und Eifer dabei,

etwas Neues zu lernen.

Die praktische Einweisung zur Kassenabrechnung stellte

alle Teilnehmer sehr zufrieden. So fuhren sie mit der

Erkenntnis nach Hause, wirklich etwas gelernt zu haben.

feverband für Osteoporose vor. Es folgten interessante

Vorträge von Prof. Dr. H.-J. Pesch, PD. Dr. K. Abendroth,

PD. Dr. H.Dorner und nicht zuletzt Prof. Dr. Ascherl.

Dazwischen wurde zweimal Gymnastik präsentiert und

ein sehr lustiges Osteoporose-Quiz, dass die Moderatorin

Frau Sylvia Kunert (Radio F) mit Bruder Johannes

aus Rummelsberg bestreiten mußte.

Am Schluss las Herr Dr. h.c. Karl Heinz Neukamm noch

die Geschichte des buckligen Hannes vor.

Ein gut besuchter Tag ging mit der Hoffnung zu Ende,

dass er nächstes Jahr wiederholt wird.

LfO NRW – Tagesseminar computergeführte Jahresabrechnung

Willemsen, SHG Weeze, führte Schritt für Schritt durch

die Materie.

Wenn auch die Köpfe rauchten, waren alle Teilnehmer/innen

sich darüber einig, dass die Abrechnung über

Computer mit diesem Programm sinnvoll und einfach

zu handhaben ist.

Der Vorstand des LfO dankt Herrn Willemsen. Er steht

uns auch weiterhin für Fragen zur Verfügung.

BfO - Aktuell 1/2009 25


FORUM AKTUELL

SHG Altdorf - Fachvortrag

von Erna Gemeinhardt

Am 08.10.2008 fand bei der SHG Altdorf ein Fachvortrag

über die Behandlung von chronischen Schmerzen

statt. Referent des Abends war Herr Reiter, Assistenzarzt

in der Neurologie des Rummelsberger Krankenhauses.

In einer, dem medizinischen Laien, verständlichen

Sprache gelang es ihm, das hoch differenzierte Thema

Schmerzen, Akutschmerzen und Nervenschmerzen

innerhalb einer Stunde gekonnt darzustellen. Die Zuhörer

erfuhren über viel über die unterschiedliche Entstehung

des Schmerzes. Die regen Nachfragen und die vielen

Einzelgespräche, während und nach dem Vortrag,

zeigten, dass Gruppenleiterin Erna Gemeinhardt mit der

Einladung richtig getroffen hat

SHG Bad Camberg / Ts. – Aktivitäten im 2. Halbjahr 2008

von Gerti Reminger

Im zweiten Jahr des Bestehens der SHG Bad Camberg /

Ts. zeichnete sich das 2. Halbjahr 2008 durch eine Reihe

interessanter Aktivitäten aus:

22. Aug. Teilnahme an der Veranstaltung

„Selbsthilfe im Dialog“ der AOK in Idstein

23. Aug. Ernährungsseminar in der Hohenfeld-Klinik

Pitzer GmbH & Co.KG, Bad Camberg

13. Sept. „Selbsthilfetag“ des Landkreises Limburg-

Weilburg in Limburg/Lahn. An dieser

jährlich stattfindenden Veranstaltung

nahm die SHG Bad Camberg mit einem

eigenen Informationsstand teil, der sich

regen Zuspruchs erfreute.

von Anita Sasse

Die Feier fand in der Cafeteria der AOK statt, der wir auf

diesem Wege nochmals herzlich danken.

Der Bundesselbsthilfeverband bedankte sich für die

langjährige Treue und die erfolgreiche Arbeit vor Ort.

Vom Landesverband gratulierte die 2. Vorsitzende, Frau

Seipel persönlich.

Gefreut haben wir uns über den Besuch von Herrn Professor

Schnabel vom Evangelischen Krankenhaus, Herrn

Dr. Fortmeier und Frau Dr. Lasek von der Radiologie. Sie

stehen uns jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Die 60 Mitglieder hatten einige schöne Stunden mit

26 BfO - Aktuell 1/2009

.. eine weitere Aktivität aus 2008

25./26. Okt. Beteiligung an den „Tagen der Gesundheit“

im Kurhaus Bad Camberg. Für die SHG Bad Camberg

war es eine erfolgreiche Präsentation, was auch durch

einen umfangreichen Artikel in der „Nassauischen

Neuen Presse“ dokumentiert wurde.

SHG Bergisch Gladbach – 15-jähriges Bestehen

Dank an

Herrn Reiter

Buffet und selbstgebackenem Kuchen und schunkelten

und sangen mit den Sülztaler Herzbuben.

Die Gruppenleiterin, Antia Sasse wurde mit Geschenken

für ihre 9-jährige nicht leichte Arbeit geehrt.

So ging ein schöner Tag für alle zu Ende.


SHG Berlin – Osteolino in der Kita

Sollte man kleine Kinder schon mit dem Thema „Osteoporose

behelligen ?

Nun, Aufklärung kann ja nicht schaden. Erklärungen zur richtigen

Ernährung und ausreichender Bewegung können sogar sehr

nützlich sein.

So besuchten wir am 12. November 2008 die gesundheitsfördernde

bewegungsaktive KiTA in der Schulze-Boysen-Straße.

In Absprache mit der Leiterin, Frau Pfauder, stellten wir das Projekt

„Osteolino“ vor.

Die Gruppe 5 bis 6jähriger Kinder folgte den Ausführungen unserer

Therapeutin, Angelika Schimanski, über kalziumreiche

Ernährung und der Bedeutung von Vitamin C, D und K interessiert.

Dabei war uns der Kalender 2009, der in der Montessori Schule

Wiesbaden entstand, als Anschauungsmaterial eine große Hilfe.

Natürlich wollten wir wissen, ob die Kinder uns verstanden

haben.

FORUM AKTUELL

Nach einer kleinen Stärkung mit Milch, Müsli und Fruchtzwergen kalziumreich, stellten wir unsere Fragen in Form

von Bildern. „Das ist nicht gut“, riefen die Kinder im Chor, als wir ein Bild hochhielten, auf dem der Freund vom

Osteolino vor dem Computer saß und Fastfood vertilgte.

„Das ist richtig“, kommentierten sie ein anderes Bild, das einen Wanderer mit einem Apfel in der Hand zeigte.

Beinahe mühelos ordneten sie die weiteren Bilder den guten und schlechten Beispielen zu.

Sie hatten uns verstanden und das war uns wichtig.

Die Freude war groß, als sie die Osteolino-Bilder (Malvorlagen) ausmalen durften.

Als Dank durften sie die Buntstifte behalten.

Wir gaben eine Kostprobe unserer Gymnastik. Die Kinder wiesen uns in eines ihrer Bewegungsspiele ein.

Es war ein guter Tag und ein kleiner Erfolg.

Das Projekt „Osteolino endet hier nicht, sondern wird im neuen Jahr an anderen KITA´s und Schulen weitergeführt.

Text Bilder Verantwortlich

A. Schimanski M. Drechsler Ch. Kaltais

Therapeutin SHG-Mitglied Gruppeleiterin der SHG

SHG Bielefeld – 20-jähriges Bestehen

von Anke Mares

Am 21.11.2008 beging die Osteoporosegruppe Bielefeld

ihr 20jähriges Jubiläum. Die Gruppe wurde durch Herrn

Prof. Dr. Jörg Herrmann ins Leben gerufen.

Die SHG besteht aus 210 Mitgliedern, davon sind 160

Aktive auf sieben Gymnastikgruppen verteilt (2 mal

Trocken- und 5 mal Wassergymnastik ). Sie werden von

erfahrenen Therapeutinnen betreut.

Frau Wächter ist seit 20 Jahren die Leiterin der SHG.

Nach dem alle Gäste anwesend waren, sprach Frau

Wächter eine kurze Begrüßungsrede. Als Gast wurde

Herr Schneider von der Gildemeister/Seidensticker

Krankenkasse begrüßt. Er überreichte einen Scheck

über 300 Euro.

Nach der Begrüßung wurden die Mitglieder geehrt, die

20 Jahre und über 15 Jahre dem Bundesverband

angehören. Sie bekamen alle eine Urkunde überreicht.

Ein besonderer Dank galt Frau Klein, der Stellvertreterin,

die zum Jahresende ausgeschieden ist. Es war ein

gutes harmonisches Verhältnis mit Frau Wächter.

Zu so einer Feier gehört natürlich auch ein gutes, viergängiges

Menü, sowie musikalische Unterhaltung. Der

Abend klang mit einem gemütlichen Teil aus.

BfO - Aktuell 1/2009 27


FORUM AKTUELL

SHG Dassel – 10-jähriges Bestehen

von Ilse Neuhaus

Auf Einladung ihrer Therapeutin, Frau Astrid Klenke, feierte am 30. Juni die Selbsthilfegruppe für Osteoporose in

Dassel ihr zehnjähriges Bestehen. Bei Kaffee und wunderbaren selbstgebackenen Kuchen wurden viele Erinnerungen

an gemeinsame Ausflüge und Feiern wieder lebendig,

die auch durch ein Gedicht von Frau Grube, welches

noch einmal die Ereignisse von 10 Jahren SHG

schilderte, vertieft und belacht wurden.

Zu meiner großen Freude, durfte ich 18 Mitgliedern

gratulieren, die der SHG 10 Jahre die Treue gehalten

haben und noch immer aktiv sind.

Durch das Gefühl des gemeinsamen Erlebten und der

Zusammengehörigkeit in der Gruppe, erklärten sich

einige Damen spontan bereit, die Gruppenleitung zu

übernehmen und die Gruppe weiterzuführen.

Danke an die neue Gruppenleitung.

SHG Mengen - 8. Aktionstag für Gesundheit

und richtige Ernährung

von Gisela Trunk

Die Leiterin der Osteoporose Selbsthilfegruppe Mengen, Frau

Violette Kovacs hat diesen interessanten und informativen Tag

veranstaltet. Aus der gesamten Region um Mengen nahmen

zahlreiche Selbsthilfegruppen mit unterschiedlicher Zielsetzung

teil. Außerdem waren wie bei jeder Veranstaltung auch

Fachleute aus Medizin, Therapie, Pharmazie, Naturheilunde,

Homöopathie und Fitnessreha für jeden Interessierten, der

Hilfe, Rat bzw. Aufklärung suchte, zur Stelle. Sie wollte einen

großen Kreis erreichen und das ist ihr auch gelungen. Ca. 460

Besucher haben das vielfältige Angebot mit großen Interesse

angenommen.

Vieles über gesunde Ernährung war an diesem Tag zu sehen und zu verkosten.

Gesunde Ernährung ist für Kinder besonders wichtig, deshalb

waren dieses Mal Kindergärten und

Schulklassen eingeladen. Sie zeigten

uns, wie ein gesundes Frühstück und

Schulvesper aussehen soll.

Bewegung ist Leben - auch dieses

wurde sehr eindrucksvoll von dem Kinderballett

und Akrobatikgruppe vorgeführt.

In diesem Jahr besteht die Osteoporose

Selbsthilfegruppe Mengen 15 Jahre. Die Leitung hat seit Beginn Frau Violette

Kovacs. Mitglieder der Gruppe sagten ihr Danke für alles, was sie getan hat und

noch tut wird.

Ihr Motto: Bewegung ist Leben – Natürlich genießen

Spaß und Freude dient der Gesundheit

28 BfO - Aktuell 1/2009


SHG Dieburg- Dieburg 10-Jähriges

von Jutta Linkemeyer

Unsere Gruppe feierte ihr 10jähriges Bestehen an zwei

verschiedenen Terminen:

Am 1. Juni 2008 mit einem Ausflug in den Palmengarten

nach Frankfurt. Die Fahrt dorthin mit S- und U-

Bahn machte uns schon viel Spaß. Dann konnten wir an

einem Kräuterlehrgang teilnehmen und den schönen

Garten genießen.

Die offizielle Feier haben wir auf den 1. August verlegt.

Sie wurde humorvoll, lustig und zeitweise auch nachdenklich

von allen Mitgliedern für alle Mitglieder

gestaltet.

Unsere Freude über langjährige, sowie auch neue Mitglieder

drückt sich in unserer Gruppe bei besonderen

Anlässen mit einem „Dankeschön“ in Form einer Rose

SHG Gelsenkirchen – Weihnachtsfeier

von Karin Bödiger

Wie es in vielen Gruppen so üblich ist, hatten auch wir

eine Weihnachtsfeier, in der es sehr gemütlich und harmonisch

zuging. Ich denke, wir haben uns zudem etwas

Besonderes einfallen lassen. Anstelle von kleinen

Geschenkwichteln kauften wir Lose für eine Tombola.

Für diese Tombola sammelte unser Mitglied Brigitte

Gers das ganze Jahr über Geschenke und Präsente von

Apotheken und Firmen. Vom Tee oder einem Stück

Seife, Pralinen, Kekse, selbstgemachte Marmelade und

vieles mehr. Brigitte packte alles liebevoll ein. So dass

jedes Päckchen etwas besonderes war.

Da es ihr gesundheitlich nicht immer gut geht, rechnen

wir es ihr sehr hoch an, dass sie die Tombola für uns

ausrichtete – und das schon seit mehreren Jahren .

Jedes Gruppenmitglied kauft Lose. Sind alle Lose ver-

SHG Wendelstein – Tag der offenen Tür

von Gisela Klatt

Am 24.10.2008 feierte die Kreisklinik Roth -10 Jahre Geriatrische Rehabilitation.

Dazu hatte sie zu einem Tag der offenen Tür eingeladen.

Die Selbsthilfegruppe Wendelstein vertrat den BfO. Viele Gespräche wurden

geführt und Broschüren verteilt.

Dabei stellt man immer wieder fest, dass viel zu wenig über Osteoporose

bekannt ist und es deshalb sinnvoll ist, an solchen Tagen teilzunehmen.

Es wäre schön, wenn durch unser Engagement neue Mitglieder gewonnen

werden könnten.

FORUM AKTUELL

für Jeden aus – wie auch jetzt bei unserer 10-Jahres-

Feier.

Ein großer Wunsch geht hoffentlich in Erfüllung, dass

wir alle noch viele gemeinsame Jahre erleben dürfen.

kauft, werden die Gewinne verteilt. Der Erlös aus der

Tombola ist für einen guten sozialen Zweck.

Viele Jahre haben wir einer Schule in Afrika mit einem

Geldbetrag geholfen. Das andere Mal haben wir in

einem Altenheim zwei ältere finanziell nicht so gut

gestellte Bewohner eingekleidet. Der Herr hatte sich

eine Jacke gewünscht, die er auch bekam. Die ältere

Dame hat sich einen Pullover und einen Rock ausgesucht.

Die Beiden waren überglücklich. Auch wir haben

unsere Freude mit Ihnen geteilt. Im letzten Jahr haben

wir zwei Frauen mit einem Geldbetrag eine große Freude

bereitet.

Ein herzliches Danke an unsere Brigitte und allen Mitgliedern,

die dazu beitragen, anderen eine Freude zu

bereiten.

Zum Nachahmen empfohlen !

BfO - Aktuell 1/2009 29


FORUM AKTUELL

SHG Riesa – Informationsveranstaltung

von Chrstina Kötteritzsch

Die Gruppe Riesa hatte aus Anlass des Weltosteoporosetages

2008 zu einer Informationsveranstaltung in das

Frauenzentrum in Riesa eingeladen.

Frau Schulze, Leiterin des Frauenzentrums stellte den

Raum zur Verfügung und begrüßte die anwesenden

Gäste, Mitglieder der Selbsthilfegruppe und Referenten.

Die Leiterin der SHG stellt die Arbeit des BfO und die

der Selbsthilfegruppe vor.

Zur Zeit leiden in Deutschland ca. 7,8 Millionen Menschen

unter Osteoporose, wobei davon nur 20 % angemessen

therapiert werden. Unser Anliegen als Selbsthilfegruppe

ist es, die Betroffenen anzusprechen und die

Öffentlichkeit aufzuklären. Das diesjährige Programm

war etwas anders gestaltet und bezog die Teilnehmer

mit ein.

Der 1. Vortrag zum Krankheitsbild beinhaltete Vorbeugung,

Entstehung und Behandlung , neue Medikamente

wurden vorstellt. Frau Dr. A. Theinert, Fachärztin für

Orthopädie / Chirotherapie / Akupunktur und Osteologie

gestaltete den Vortrag sehr interessant und informativ

unter Einbeziehung ihres Praxisteams. Frau

Pietschmann, Röntgenassistentin stellte zur Überprüfung

und Feststellung der Knochendichte die DXA-Messung

vor, die anerkannte Möglichkeit zur Knochendichtebestimmung.

Eine weitere Mitarbeiterin zeigte

SHG Wesel – 10-jähriges Bestehen

von Ursula Biernaczyk

Zu einer eingeschworenen Gemeinschaft ist die Osteoporose-Selbsthilfegruppe Wesel zusammengewachsen.

Gruppenleiterin Ursula Biernaczyk freute sich, dass insgesamt 50 Mitglieder und Interessierte zur Feier in die Seniorenbegegnungsstätte

gekommen waren.

Mit Hilfe des Marien-Hospitals Wesel wurde

am 1. Oktober 1998 die SHG Wesel, die ein

großes Einzugsgebiet hat, gegründet.

Es wurden vier Gründungsmitglieder geehrt

und ihnen Urkunden überreicht. Ursula Biernaczyk

dankte dem Kassierer, Manfred Füth

und Erika Fellner-Weber, Leiterin des

„Bogens“, die von Anfang an Gastrecht

gewährte. Die Mitglieder, bis auf wenige Ausnahmen

nur Frauen, sagten ihrerseits herzlichen

Dank der Gruppenleiterin „Uschi“ und

der Übungsleiterin Gisela Henschel.

30 BfO - Aktuell 1/2009

Übungen und Tests zur Sturzprophylaxe, wobei alle

Anwesenden einbezogen wurden. Frau Dr. A. Theinert

wies in ihrem Referat auf das Chronikerprogramm der

AOK Osteoproaktiv – integrierte Versorgung bei Osteoporose

hin. Ansprechpartner hierfür ist der Hausarzt.

Frau Haase, Arzthelferin in der orthopädischen Praxis

stellte in ihrem Referat die Gesunde Ernährung vor, die

bei der Entstehung und Behandlung der Krankheit eine

große Rolle spielt und bezog die SHG-Mitglieder durch

gezielt gestellte Fragen in das Thema ein

Ein weiterer Höhepunkt war die Vorstellung von

orthopädischen Hilfsmitteln für Osteoporosepatienten

von Herrn Leonhardt, Geschäftsführer vom Sanitätshaus

Meditech Sachsen GmbH. Die Referenten beantworteten

alle Fragen der Anwesenden zur vollsten

Zufriedenheit. Herr Papier vom Pharmaunternehmen

AWD übernahm zum wiederholten Male die Finanzierung

von Getränken sowie Kaffee und Kuchen, dafür

ein herzliches Dankeschön.

Die Gruppenleiterin überreichte den Referenten als

kleines Dankeschön symbolisch eine Rose. Die öffentliche

Veranstaltung wurde von den Teilnehmern sehr

positiv bewertet. Einige Interessenten mit dem Krankheitsbild

Osteoporose möchten der Gruppe beitreten,

um aktiv gegen die Krankheit anzukämpfen. Im nächsten

Jahr wird es eine ähnliche Veranstaltung geben,

um die Öffentlichkeit zu informieren.


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