2788 lauchhammer 26 12

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2788 lauchhammer 26 12

Amtsblatt für die Stadt Lauchhammer Seite 10 5/2012

Verwaltungsgebührensatzung

der Stadt Lauchhammer

Aufgrund der §§ 3, 28 Abs. 2 Ziffer 9 und 64 Abs. 1 und

2 der Kommunalverfassung des Landes Brandenburg

(BbgKVerf) vom 18. Dezember 2007 (GVBl. I S. 286),

zuletzt geändert durch Artikel 4 des Gesetzes vom 13.

März 2012 (GVBl. I/12 Nr. 16) i.V.m. den §§ 2, 4 und 5

des Kommunalabgabengesetzes für das Land Brandenburg

(KAG) vom 31. März 2007 (GVBl. I S. 174), zuletzt

geändert durch Artikel 5 des Gesetzes vom 13. März

2012 (GVBl. I/12 Nr. 16) und § 16 Abs. 4 des Gesetzes

über die Sicherung und Nutzung von öffentlichem Archivgut

im Land Brandenburg (BbgArchivG) vom 07. April

1994 (GVB. I S.94) zuletzt geändert durch Artikel 23

des Gesetzes vom 13. März 2012 (GVBl. I/12 Nr. 16) hat

die Stadtverordnetenversammlung der Stadt Lauchhammer

in ihrer Sitzung am 13. Juni 2012 folgende

Verwaltungsgebührensatzung beschlossen:

§ 1

Allgemeines

(1) Für Amtshandlungen und sonstige Verwaltungstätigkeiten

- im Nachfolgenden Verwaltungstätigkeiten -

im eigenen Wirkungskreis der Stadt Lauchhammer,

die auf Antrag des Beteiligten vorgenommen werden

oder diesen unmittelbar begünstigen, sind nach

Maßgabe dieser Satzung Verwaltungsgebühren und

Auslagen - im Nachfolgenden Gebühren - zu erheben,

soweit nicht gesetzliche Bestimmungen, besondere

Gebührensatzungen oder privatrechtliche Entgeltregelungen

anzuwenden sind.

Verwaltungstätigkeiten sind auch Entscheidungen

über förmliche Rechtsbehelfe.

(2) Gebühren werden auch erhoben, wenn ein auf Vornahme

einer gebührenpflichtigen Verwaltungstätigkeit

gerichteter Antrag abgelehnt oder nach Aufnahme

der Verwaltungstätigkeit vor der Entscheidung

zurückgenommen wird.

(3) Verwaltungstätigkeiten können von der vorherigen

Zahlung der Gebühren oder von der Zahlung oder

Sicherstellung eines angemessenen Gebührenvorschusses

abhängig gemacht werden. Soweit der

Vorschuss die endgültige Gebührenhöhe übersteigt,

ist er zu erstatten.

§ 2

Gebührenhöhe/Auslagenerstattung

(1) Die Höhe der Gebühr bemisst sich nach der Tabelle

der Gebührentarife (Anlage), die Bestandteil dieser

Satzung ist.

(2) Für Verwaltungstätigkeiten, die in der Tabelle der

Gebührentarife nicht besonders aufgeführt sind,

werden Gebühren nach den Sätzen für nach Art und

Inhalt ähnliche Verwaltungstätigkeiten erhoben.

(3) Auslagen sind unter Beachtung des § 7 in der angefallenen

Höhe zu entrichten.

(4) Wird ein Antrag auf eine gebührenpflichtige Leistung

abgelehnt oder vor ihrer Beendigung zurückgenommen,

so sind 10 bis 75 v.H. der Gebühr zu erheben,

die bei Vornahme zu erheben wäre.

Wird ein Antrag lediglich wegen Unzuständigkeit abgelehnt,

so ist keine Gebühr zu erheben.

§ 3

Gebühren

(1) Ist für den Ansatz von Gebühren durch die Gebührentarife

ein Rahmen (Mindest- und Höchstsätze)

bestimmt, so sind bei der Festsetzung der Gebühr

- das Maß des mit der Verwaltungstätigkeit verbundenen

Verwaltungsaufwandes und

- die Bedeutung des Gegenstandes und der wirtschaftliche

Nutzen für den Beteiligten zu berücksichtigen.

(2) Werden mehrere gebührenpflichtige Verwaltungstätigkeiten

nebeneinander vorgenommen, so ist für jede

Verwaltungstätigkeit eine Gebühr nach den einzelnen

Tarifnummern zu erheben.

(3) Wird eine zunächst abgelehnte Verwaltungstätigkeit

auf einen Rechtsbehelf hin vorgenommen, so wird

die für die Ablehnung erhobene Gebühr angerechnet.

§ 4

Ermäßigung und Befreiung

Aus Gründen der Billigkeit, insbesondere zur Vermeidung

sozialer Härten, kann auf Antrag im Einzelfall Gebührenermäßigung

und Auslagenermäßigung sowie Gebührenbefreiung

und Auslagenbefreiung gewährt werden.

§ 5

Gebührenfreiheit

(1) Mündliche Auskünfte sind gebührenfrei.

(2) Von Gebühren sind befreit

1. das Land, die Gemeinden und Gemeindeverbände,

sofern die Leistung der Verwaltung nicht ihre

wirtschaftlichen Unternehmen betrifft oder es sich

nicht um eine beantragte sonstige Tätigkeit im

Sinne des § 4 Abs. 2 KAG auf dem Gebiet der

Bauleitplanung, des Kultur-, Tief- und Straßenbaues

handelt,

2. die Bundesrepublik und die anderen Länder, soweit

Gegenseitigkeit gewährleistet ist,

3. die Kirchen und Religionsgemeinschaften des öffentlichen

Rechts, soweit die Leistung der Verwaltung

unmittelbar der Durchführung kirchlicher

Zwecke im Sinne der Abgabenordnung dient.

§ 6

Gebühr für Widerspruchsbescheid

Für Widerspruchsbescheide darf nur dann eine Gebühr

erhoben werden, wenn der Verwaltungsakt, gegen den

Widerspruch erhoben wird, gebührenpflichtig ist und

wenn oder soweit der Widerspruch zurückgewiesen

wird.

Die Gebühr beträgt höchstens die Hälfte der für den angefochtenen

Verwaltungsakt festzusetzenden Gebühr.

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