USA II - Kultourbikes.de

kultourbikes.de
  • Keine Tags gefunden...

USA II - Kultourbikes.de

Eingang in den Antelope CanyonCruisen im Capitol Reef NPsollte! Fotografen haben hier Chancenauf den „Schuss ihres Lebens“!In einem ausgetrockneten Flussbetttut sich ein schmaler Spalt auf,durch den man in eine unterirdischePhantasiewelt gelangt. Bodenerosionhat hier ein Wunderwerk ausFelsformationen geschaffen, welchesdurch den Einfall von Sonnenlichtin prachtvollen Farben und Formenerstrahlt. Am späten Vormittagerzeugt das Sonnenlicht sogar spotartigeLichtsäulen. Der (happige)Eintritt von 26 Dollar pro Person istjeden Cent wert. Wir haben sogardas Privileg, dass uns unser indianischerFührer während unseres Gangesdurch die Unterwelt mit mythischenKlängen auf seiner Gitarre begleitet.Gitarrenklänge der etwas anderenArt, nämlich toll gespielterFolk, Country und Blues, genießenwir am Abend in einer Westernbar.Lindi, die gut gebaute Barkeeperin,überzeugt mit ihrer grandiosen JanisJoplin-Stimme. NachdemWeggo keine Ruhe gibt, lasse ichmich nach einigen Mut bringendenWhiskeys zu einem „Ring of Fire“-Duett mit ihr hinreißen.Bleiben wir beim Genre der Western.Unzählige Filme mit JohnWHEELIES 15


Reise – Teil 2: Zwei Wochen auf Harleys durch den Südwesten der USAWelt, den Landscape Arch. Beidesind auf einer kleinen Wanderungauf interessanten Trails zu erreichen.Als Peter sich nun auf die ultimativeFotosafari begibt und Weggo versucht,einem frauenlosen Herrenhunddas Apportieren beizubringen,mache ich es mir auf meiner RoadKing bequem. Und siehe da: Das Teiltaugt auch vortrefflich als Ruhestätte.Zu einem erholenden Schläfchenreicht es auf jeden Fall!Auf einen Besuch im nahe liegendenCanyonlands Nationalpark müssenwir aus Zeitgründen leider verzichten.So nehmen wir die Interstate 70,die sich auf diesem Abschnitt in einerphantastischen Kulisse, wie aufeiner Berg- und Talbahn, auf fast3.000 Höhenmeter schraubt, um unsernächstes Ziel, den Capitol ReefNationalpark, schnellstmöglich zuerreichen. Seit Green River habenwir auf über 100 Kilometern schonkeine Ortschaft mehr gesehen undauch die Ausfahrt Richtung Torreyliegt irgendwo im landschaftlichwunderschönen Nichts! Zuerstfreuen wir uns über die einzelnenSchneereste, die im Laufe der weiteransteigenden Straße in den schattigenWaldtälern in der Mittagssonne18 WHEELIESSurreale Welten im Antelope Canyonglänzen. Als dann der Wald weniger,dafür der Schnee immer mehr wirdund dazu ein eisiger Wind bläst,wünschen wir uns die Temperaturenvon Phoenix oder Las Vegas zurück.Trotz Windschild, langem „Liebestöter“und drei Pullovern(!) unter derLederjacke frieren wir uns den A….und mehr noch die Fingerkuppenab. Als wir in Torrey in unserem Moteleintreffen, zittern wir derart, dasswir sogar den heißen Kaffee verschütten.Was tun, um wieder warmzu werden? Natürlich, man(n) gehtins Freibad! Nein, die Kälte hat unsnicht den letzten Rest Verstand geraubt.Mit Freibad meine ich denwohltuenden Hot-Whirlpool, der„Holt mich hier raus!“zum hiesigen Best Western Motelgehört. So sitzen die drei Desperadosim mollig warmen Wasser,während ein garstiger EiswindSchneeflocken um die Häuptertreibt.Aufgrund der unsicheren Witterungverzichten wir auf eine Weiterfahrtund nehmen dafür den Capitol ReefNationalpark näher unter die Lupe.Kernstück dieses Parks ist die WaterpocketFold, eine fast 150 Kilometerlange geologische Formation ausFelsen und Felstürmen, die sich inNord-Süd Richtung erstreckt. Aufunserer Fahrt durch den Park fahrenwir immer wieder an herrlich weißblühenden Aprikosen-, Pfirsich-, Kirschen-,und Pflaumenbäumen vorbei.Mormonen-Siedler haben einstdieses karge Land urbar gemachtund mit den Obstplantagen ihre Lebensgrundlagegesichert. HistorischeGebäude, wie eine kleine Farmoder ein Holz-Schulhaus, bieten Einblickein das Leben dieser Pioniereim 19. Jahrhundert.Farb- und Lichtershow


Reise – Teil 2: Zwei Wochen auf Harleys durch den Südwesten der USAPostkarten-Perspektive im Monument ValleyAls größtes Amphitheater der Weltwird der Bryce Canyon bezeichnet –wahrhaftig ein berauschendes Festivalvon rot-orangen Gesteinstürmen,die eine einzigartige Kulissebilden. Ein 30 Meilen langer Scenic-Drive führt zu den interessantestenAussichtsplattformen des Nationalparksund gibt beeindruckende Blickeüber die großartige Szenerie des„Theaters“ frei. Für Wanderer einParadies ohnegleichen!Delicate Arch –das Wahrzeichen von UtahHerrlicher Sonnenschein empfängtuns am nächsten Tag. Das Thermometerhat aber trotzdem Mühe, dieNull-Grad-Grenze zu erklimmen.Dick eingemummt nehmen wir nuneine der Traumstraßen der USA unterdie Räder: den Scenic Byway(reizvolle Nebenstraße) No 12. Völligzu Recht gilt der nun folgende Abschnittunserer Tour als eine derschönsten Straßen der gesamtenUSA. Buchstäblich hinter jederKurve der über 200 Kilometer langenStrecke überbieten sich die Sehenswürdigkeiten.Auf dem Weg nachBoulder windet sich die Straße überden Hongsback, einen Bergkammmit steil abfallenden Klippen auf beidenSeiten des Highways. Hier istspektakuläres „Harley-Swinging“bei gleichzeitigem „Sightseeing atit’s best“ angesagt. Der höchstePunkt führt uns bis auf 9.600 feet (ca.3.200 m). Trotz der riesigen Schneefeldersind die Temperaturen jetzt20 WHEELIESzur Mittagszeit weit humaner als amgestrigen Tage. So können wir ohneSchüttelfrost die kolossalen Birkenwälderbestaunen, die im März leidernoch kahl sind. Hoch oben amwolkenlosen Himmel zieht ein stolzerAdler einsam seine Kreise. EinfachUrlaub vom Feinsten – da sollmir noch einer mit Ballermann undCo. kommen!Müde bin ich – geh zur Ruh …Apropos Wandern: eine sehr gefährlicheAngelegenheit! Mehr dazugleich. Vorher durchqueren wir inden Abendstunden noch den RedCanyon im Dixie National Forest.Wie der Name schon sagt, eine Orgievon roten Felsen, die entlang derStraße in der Abendsonne leuchten,als würden sie von einer Batterievon Scheinwerfern angestrahlt. Alsausgezeichnetes Fotomotiv machensich die beiden Tunnels, die manbeim Bau der Straße in die rotenFelsmassive gesprengt hat. AuchPeter bannt es auf Chip, als Weggound ich unsere V2´s durch die Felslöcherdonnern lassen.70 Meilen sind es nun noch zumZion Nationalpark, den wir als Abschlussunserer Tour besichtigenwollen. Die Nacht verbringen wir imBest Western „Zion ThunderbirdLodge“, wo wir uns im sehr gutenRestaurant ein herzhaftes Steak mitzünftigen Westernbohnen auf derZunge zergehen lassen. Schließlichwollen wir den Zion NP nicht nur aufunseren Harleys erforschen, sondernnach nun 4.000 Kilometern imSattel auch mal die Wanderstiefelschnüren. Wenn man von der Ostseiteeinfährt, fallen zuerst dieschachbrettartigen und kegelförmigenSteinsformationen auf, durch


Reise – Teil 2: Zwei Wochen auf Harleys durch den Südwesten der USA3 Desperadosworfenes Schmerzmittel und eineTube Voltaren in den nächsten Tagenbringen Linderung. So reift in mirdie Erkenntnis: 4.800 Kilometer – soviel sind es, als wir am nächstenTage unseren Aus- und EndpunktLas Vegas erreichen –, sind nicht sogefährlich wie ein Wandertag. Ja,ich weiß schon, warum ich mir dasMotorradfahren als Hobby ausgesuchthabe!Traumkulisse im Capitol Reef NPdie sich die Straße schlängelt. Durcheinen langen Tunnel, den höhereFahrzeuge wie Busse oder Wohnmobileaufgrund der niedrigen Deckenwändenur in der Mitte befahrendürfen, gelangen wir in den unterenTeil des Parks. In den Zion Canyonzweigt eine Seitenstraße ab,die sich entlang des gleichnamigenFlüsschens schlängelt. Am Endestellen wir unsere Harleys ab, dennvon nun an geht es nur noch per Pedesvoran. Zwei übereinander liegendePlateaus sollen durch herrlicheWasserfälle miteinander verbundensein. Dieser Szenerie wollenwir uns natürlich nicht entziehen!Und tatsächlich: Von einer Felsnischestürzt das Wasser herab undfüllt unter sich ein kleines Bassin.Auf dem Weg zum oberen Plateaupassiert es schließlich. Bei einemgewagten Schritt von einem Steinzum anderen durchzuckt mich einstechender Schmerz, als ich mir,schräg aufkommend, das Knie verdrehe.Meine beiden Kumpels müssenmich auf dem gesamten Rückwegstützen, damit ich die Streckeüberhaupt schaffe. Erst ein einge-Den Tag in Las Vegas nutzen wir alsShopping-Tag. Eingekauft werdenso lebenswichtige Dinge wieCowboyhüte, Barbeque-Saucen undT-Shirts. Auch der riesige Harley-Shop wird um einige Hemden,Heißes Bad im SchneesturmSchnee auf 3200 Meter Seehöhe22 WHEELIES


Reise – Teil 2: Zwei Wochen auf Harleys durch den Südwesten der USAschabten Spätzle, die in viiiiel Soß´schwimmen, sein wird!Fahrt durch den Red CanyonEin herzliches Dankeschön an die„Mädels“ von Harley Davidson Germanyfür das Sponsoring der tollenFahrer-Outfits – an Thomas vonAmerican Motorcycle Tours in 71636Ludwigsburg (www.am-tours.com)für die prima Organisation bezüglichder Bikes und die wertvollen Tipps –und last but not least unserenFrauen und Familien zu Hause, dieuns diese großartige Tour mit ermöglichthaben!Shirts und sonstige Andenken erleichtert.Schließlich hat uns Dreiendie Fahrt auf den Eisenhaufen ausMilwaukee einen wahnsinnigenSpaß bereitet, bei aller Skepsis, dievorher geherrscht hatte. So stimmtes uns schon traurig, als wir unsereBikes am späten Nachmittag bei derEAGLESRIDER-Agentur abgeben.Wir sind uns einig, dass wir eingroßartiges Abenteuer erleben durften,unendliche Freiheit mehr alseinmal gespürt haben, als wir durchdie einzigartigen Landschaften deswahren Wilden Westens „geritten“sind, nur das Beben des V2 unteruns, das Rauschen des Windes inden Ohren und den Blick frei auf diefaszinierendsten Naturszenarien.Einig sind wir uns auch, dass wirnoch öfters wieder kommen wollen,um weitere tolle Gebiete unter die„Country Roads“ zu nehmen. Undwiederum einig sind wir uns, dassFarbkontraste im Red Canyondie erste Mahlzeit, die wir in GoodOld Germany nach dem „Genuss“von vielen schmierigen Hamburgerneinnehmen werden, ein, vonTante Hilde zubereiteter, echt schwäbischerRostbraten mit handge-trautes Western-PaarWelcome to Zion NP24 WHEELIES


Streckenlänge ca. 4800 kmDauer der Tour: 14 Tageund/oder Whirlpool ausgestattetsind. In Las Vegas bieten die großenHotels oftmals sehr günstige Offertenan.Liebhaber von Fast- und Junk-Foodkommen in den USA stets auf ihreKosten. Selbst in den meisten fastverlassenen Nestern findet sich dasGoldene M. und in der Nachbarschaftdie Burger Könige – nur zweivon unzähligen Fast-Food-Ketten.Richtig gut speisen geht natürlichauch. Das hat dann aber durchausseinen Preis!USA Südwesten – ReiseinformationenVon den ca. 265 Mio. US-Amerikanernleben nur ungefähr 54 Mio. imWesten. Und von diesen wiederumüber zwei Drittel in einem kaummehr als 200 km breiten Streifen entlangder Pazifikküste. Dies bedeutetsoviel wie: Platz zum Biken ohneEnde! Außerhalb der Ballungszentrenvon Las Vegas oder Phoenixtrifft man auf menschenleere Gegendenmit den herrlichsten Naturlandschaften.Klima und Reisezeit:Aufgrund der riesigen Höhendifferenzenkönnen die Temperaturschwankungenenorm sein. Währendes im Süden von Arizona vonMärz ab schon angenehm warm ist(im Juli und August ist dort die Hitzeunerträglich), herrscht zur gleichenZeit auf den Hochplateaus von Utahund Colorado auf über 3000 Meternmeist noch tiefer Winter. Als angenehmsteReisezeit für unsere Tourwürden sich die Monate Mai, Juni,September oder Oktober anbieten.Unterkunft und EssenFür die Camping-Fans empfehlensich eine Vielzahl von wunderschöngelegenen Campingplätzen oderCampgrounds – oft auch in den Nationalparks.Wir haben uns in den unterschiedlichstenMotels eingemietet. Meistließen wir uns dabei vom äußerenEindruck vor Ort leiten. Sehr gute Erfahrungenhaben wir mit den BESTWESTERN-Motels gemacht, diehäufig auch mit Swimming-poolBiken in USA„Easy livin’“ – das Motto trifft auchbeim Motorradfahren zu 100% zu.Hier verliert auch eine 8-Zentner-Electra-Glide ihre Schrecken. Kurvensind eher selten und wenn, dannwerden diese von allen Verkehrsteilnehmerngemütlich gemeistert. DieAmerikaner sind in der Regel völligrelaxt beim Fahren. Drängeln kenntman hier nicht. So bleibt schön vielZeit und Muse, bei gemächlichemTempo, vom Sattel der Harley aus,viele Naturwunder zu genießen.SehenswürdigkeitenAlles aufzuzählen würde den Seitenrahmendes WHEELIE’s sprengen.Wir haben auf unserer Tour nebender Wahnsinnsstadt Las Vegas vorallem auf die Naturschönheiten desSüd-Westens großen Wert gelegt.So sind vor allem die im Text genanntenNationalparks ein absolutesMuss. Ausserdem sollte der AntelopeCanyon in jeder Reiseplanungstehen. Die Eindrücke, diewährend der täglichen Fahrt jederindividuell aufnimmt, lassen sichnicht beschreiben.Weitere Infos unter:biker-praesi@web.deWHEELIES 25

Weitere Magazine dieses Users
Ähnliche Magazine