Eine Stadt für alle - Tagesspiegel

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Eine Stadt für alle - Tagesspiegel

EINE STADT FÜR ALLE.EINE STADT FÜR ALLE.Präambeleinbringen wollen – und die über „arm, aber sexy“ nichtlachen können. Sie handeln von Frauen, die trotz gleicher Arbeitweniger Lohn erhalten oder denen trotz guter Ausbildungund Leistung der Weg in Führungspositionen versperrt bleibt.Von Menschen mit Migrationshintergrund, die sich integrierenwollen oder längst integriert haben, aber doch überall nur aufihre Herkunft reduziert werden. Sie handeln von Menschen, dieOpfer von Mobbing und Gewalt werden, weil sie anders lieben.Oder von Menschen mit Behinderungen, die keine angemesseneBeschäftigung finden und in ihrer Mobilität eingeschränktwerden, weil Aufzüge kaputt sind, Schnee nicht geräumt wirdoder die S-Bahn nicht fährt. Sie handeln von Selbstständigenund UnternehmerInnen, die in unserer Stadt etwas bewegenwollen, die für ihre Ideen brennen und zukunftsfähige Arbeitschaffen wollen – und im Senat keinen Ansprechpartner finden,der sich wirklich engagiert. Sie handeln von Bürgerinnen undBürgern in den Stadtteilen, die ihren Kiez lieben – und erleben,wie sich die Stadt spaltet, wie eine horrende MietentwicklungMenschen vertreibt und wie öffentliche Plätze verwahrlosen.Und sie handeln von Menschen und Initiativen, die sich fürunsere Umwelt engagieren, die wissen, dass wir den Klimawandelgemeinsam stoppen müssen – und dafür keine Unterstützungfinden.Wir wollen diese Blockaden lösen, da es die Bürgerinnen undBürger verdient haben, ihre Lebensentwürfe auch umsetzenzu können. Auf jede Berlinerin und jeden Berliner kommt esan, wenn die Stadt vorankommen will. Niemand darf zurückbleiben.Niemand darf ausgeschlossen bleiben. Jede und jederkann etwas, das die Stadt weiterbringt.Es ist unser Angebot, alle Kräfte zu bündeln, die Kräfte derStadtgesellschaft, der Politik, der Wissenschaft und Kreativszeneund auch der Wirtschaft. Berlin braucht jede Einzelne und jedenEinzelnen - vom heranwachsenden Kind im Kitaalter biszum Pensionär, vom Langzeitarbeitslosen bis zur Managerin.Berlin wird den Aufbruch schaffen, wenn die Menschen in derStadt unterstützt, gehört und beteiligt werden. Genauso wiedie Politik in Berlin endlich Verantwortung übernehmen muss,mit frischen Ideen und neuer Tatkraft, so gilt auch: Wir könnendas nur zusammen schaffen.Integration verstehen wir als gleichberechtigte Teilhabe allerMenschen in allen gesellschaftlichen Bereichen. Zu einem solchenMiteinander gehören unverbrüchlich Respekt, Toleranzund die Anerkennung der Grund- und Menschenrechte jedesund jeder Einzelnen. Viele Menschen mit Migrationshintergrundbauen längst aktiv mit an der Zukunft Berlins und sindbereit für mehr. Das unternehmerische Engagement, das Migrantinnenund Migranten in unsere Stadt einbringen, ist beeindruckend.Wir wollen verhindern, dass wegen reißerischerDebattenbeiträge am Ende aus den Kindern der EinwandererAuswanderer werden. Wir wissen, dass Integration in vielenFällen ein uneingelöstes Versprechen ist. Probleme gibt es inder Schule, in der Arbeitswelt, aber auch im Kiez. Hier ist diePolitik gefragt, die Durchlässigkeit der Stadtgesellschaft zu erhöhenund die Teilhabe der Migrantinnen und Migranten zufördern. Integration kann nur gelingen, wenn alle die vorhandenenMöglichkeiten nutzen und sich einbringen. Das gilt fürdie Wahrnehmung von Angeboten zum Spracherwerb wiebeim Zusammenleben im Kiez. Aufgerufen sind alle, die Integrationwollen, sich für die Werte des Grundgesetzes einzusetzen,für BürgerInnen-, Frauen- und Freiheitsrechte genausowie gegen Diskriminierung. „Eine Stadt für alle“ heißt geradehier: Nur zusammen können wir es schaffen, nur so ist eineintegrative Stadt möglich.Präambel20Abgeordnetenhauswahl 2011BÜNDNIS 90/DIE GRÜNENAbgeordnetenhauswahl 2011BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN21

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